Indiana Tribüne, Volume 11, Number 60, Indianapolis, Marion County, 17 November 1887 — Page 1

, i ', ' V WW A W 3 ÄNg 11. fitee : Ho. 120 öd DotOlcnD Gteoßc. flacraet 60. SJnDlcoappIiO, Zndisua, Dounerstag. den 17. November i007.

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Der Kronprinz. S a n. R e m o, 17. Nov. Der Hals ist besser. Die Operation -ist vorläufig nicht nöthig.

Ebitovielles.

Wenn man daS Benehmen der Lon

doner Polizei bei dem Aufruhr auf dem Trafalgar Square am letzten Sonntag

mit dem Benehmen amerikanischer Polizei bei ähnlichen Gelegenheiten vergleicht.

dann bekommt man Respekt vor unserer ',

Republik. Trotzdem hunderttausend Men-

schen auf dem Platze versammelt waren, machte die Polizei doch keinen Gebrauch von ihren Feuerwaffen, während in Chi cago und Milwaukee im Mai vorigen JahreS mitten in einen dichten Menschen knäuel hinein, in dem sich Frauen und

Kinder befanden, geschoffen wurde.

Der Polizist in England darf niemals

seinen Knüppel in der Hand tragen und

ihn nur im äußersten Nothfalle ziehen.

Aber England ist eben eine Monarchie

und da versteht man die Sache wahr

scheinlich nicht.

- Die N. D. World" hat sich die

Mühe genommen, die Minister und lei tenden Politiker Europas um ihre

Meinung über den Prozeß und die Exe

cution der Anarchisten zu befragen. Es ist der World" auch wirklich gelungen, einige Antworten zu erhalten, aber diese!

ben sind sicherlich nicht so, wie das Blatt sie erwartete. Denn die machthabenden

Klassen in Amerika rechnen so: Wenn

wir es für gerecht halten, wir, wir Re publikaner, so müssen es doch jedenfalls diese Minister der Monarchen zehnfach ge

recht halten. Die Monarchisten Europa's

hatten sicherlich nicht geglaubt, daß die

Republik so stark ist, um so gegen Anar

chisten auftreten zu können und ste werden jedenfalls nicht umhin können, vor lauter

Bewunderung unserer großartigen In

ftitutionen in Extase zu gerathen, welche es möglich machen, auf Grund des gemeinen Rechtes das zu thun, wozu in Monar

chicen Ausnahmegesetze nöthig sind."

So rechnen die Amerikaner, und so hat

jedenfalls die Worlv" gerechnet. Aber

sie hat vergessen, oder noch nie gewußt,

daß blindwüthende Brutalität ein Zei

chen der Schwäche und nicht ein Zeichen

der Stärke ist. Daß die leitenden Pollti

ker in Europa hochgebildete Männer und nicht unwissende Geldmenschen sind, daß in Europa die Civilisation bereits den Barbarismus überschritten hat, und in Amerika noch nicht, und so erlebte sie denn eine arge Enttäuschung. Sie erhielt nicht eine einzige Antwort, welche ein Wort der Zustimmung zu der infamen Schlächterei enthalten hätte, selbst der russische Minister gab nur eine ausw.'i. chende Antwort. De Giers, der Minister und Handlanger eines Despoten, des russischen Zaren, antwortete wörtlich: Ich bin der Meinung, daß jedes gerechte Urtheil nur dazu beitragen kann, die Sache der allgemeinen Civilisation zu fördern." Die Frage, ob das Urtheil gerecht ist, läßt er absichtlich unerörtert. Und das sagt genug ! Wer mit den Regeln der Diplomatie bekannt ist, der begreift, daß es sich mit der Stellung eines fungirenden Ministers nicht verträgt, eine Ansicht über die Er ledigung innerer Fragen von Seiten eine befreundeten Landes zu veröffentlichen, und so gewissermaßen eine öffentliche Kritik zu üben. Deshalb war die Zahl der Antworten eine kleine und alle lauteten sie mehr oder weniger ausweichend.

Der französische Unterrichtsminister

Spuller schreibt einfach, daß seine Stel

lung als Minister ihm nicht erlaube, feine

Meinung abzugeben. Gladstone, der englische Staatsmann, sagt: Ich bedaure, von den Verhält-

Nissen nicht eine so genaue Kenntniß zu

haben, daß meine Erklärung werthvoll

wäre." EtwaS deutlicher und sicherlich beschä

mend für unsere leitenden Geister lautet

die Antwort des Generals Boulanger,

des früheren französischen Kriegsmini

sters. Derselbe schrieb: -

Geehrt durch ihre Anfrage um meine

Meinung, halte ich dafür, daß die An archisten, die eines Verbrechens unter dem

gemeinen Rechte schuldig sind, schwere Bestrafung perdient haben. Allein im

Hinblick auf die politische Natur des Ver gehenS habe ich mit meinen Freunden in Paris ein Gesuch um Umwandlung der Todesstrafe unterzeichnet." Ein französischer General und ehemaliger Kriegsminister hat also ein Ge such um Begnadigung unterzeichnet, während unsere prominenten Geldsacke den Gouverneur bestürmten, die brutale Schlächterei zu sanltioniren. Ist das nicht bezeichnend genug?

Geradezu verblüffend aber muß die Antwort des italienischen Premiermini sters Crispi gewirkt haben. Italien erfreut sich seit Jahren einer Reihe erleuch teter, freisinniger Staatsmänner und erfreut sich mancher liberaler Einrichtung, w-lche geeignet ist, eine Republik zu be schämen. Crispi schrieb wörtlich : Ich bin, als Minister, verbindert, eine Meinung über Maßregeln der inneren Politik in anderen Ländern abzugeben. Ich beschränke mich daher auf die Bemerkung, daß die Strafe deö Todes, als eine unnütze seit zehn Jahren in Italien, einem monarchischen Lande abgeschafft ist." DaS ist die Sprache der Diplomatie. Dieselbe ist immer äußerst fein. In die gewöhnliche Umgangssprache übersetzt, httfct das : Ihr habt eine Republik und wollt freie Institutionen haben? Seht hierher ! Hier ist eine Monarchie, die ist freier und menschlicher, als Eure Repu-

blik. die kann die Ordnung ohne Grau samkeit und ohne Blutvergießen aufrecht

erhalten. Ihr seid Barbaren gegen uns. Wir sind Euch in der Civilisation voraus.

Ich kann' als Minister nicht geradezu

sagen, daß Ihr ungerecht und barbarisch gehandelt habt, wenn ich Euch aber sage.

daß in unserer Monarchie Todesstrafe ab-

geschafft ist.' so bitte ich Euch zwischen den Zeilen zu lesen, daß unsere Monarchie freier und stärker ist, als Eure Republik,

daß wir zivilisirte Menschen sind und Ihr Barbaren seid, und daß Eure Freiheit

nichts als leerer Schein ist."

Das ist die volle Bedeutung der feinen

diplomatischen Antwort des freisinnigen

italienischen Staatsmannes Crispi, des würdigen Nachfolgers eines Cavour, des

Ministers einer Monarchie. Haben unsere Prominenten und unsere

Staatsmänner nicht Ursache, sich bis in's

Herz hinein zu schämen ?

Wie sie erstaunt sein mögen bemerkt

dazu die New Jorker Volkszeitung" die feigen und blutgierigen amerikanischen

Bourgeois, daß der Minister eines mon-

archischen Landes ihnen ihre Brutalität

unter die Nase reibt !

DrahtnaHrilyten. Für die Hinterbli ebene n. Chicago. 16 Nov. ES wird be kannt gemacht, daß die Amnestieassocia'

tion, welche zu Gunsten der jetzt dinge

richteten Anarchisten gegründet worden war. und daS BertdtidigungScomite sich jetzt vereinigen und einen permanenten Fand für die Familien der Getödteien gründen werden. Nach vollständiger Ab rechnung wird wahrscheinlich ein Ueberschuß von 51.500 oder $2. (XX) in den Händen dir Akrtheidigungkassociation verbleiben, und dieS wird einen guten Kern für den genannten Unterstützungen fand bilden. UebrigenS üußeitk sich gestern eine der leitenden PerjSnlichkei ten. eS werde wahrschtinlich bald auch r och clo für BertheidigungSzmeS nö hu fein, da wohl noch manche Andere.

wklche sich in der Bewegung bekannt

machten, urter ähnlichen Anschuldigungen verfolgt werden würden ; eS erde daher auch nöthig sein, daß man einen permanenten BertheigungSfond zur Ver fügung habe.

KnownotdingiSmuS.

New York. 16. Nov. In einem Interview mit einem Mitglied der .American Party- sagte Letzteres : .Die anarchistilche Agitation hat unS diele Mitglieder zugesührt. Am Mortag

allein meldeten sich 1.800. welche sämmt

lich unsere Platsorm unterzeichneten.

W r brauchen drei ClerkS. um die Na

men alle zu registriern. Der Hauptzweck unserer Part:i ist die Einschränkung der

Einwindkrung gegen PzuplrS, Soziali ften und Anarchisten. Ein Nachspiel.

WilkeSbarre. Pa.. 16. November.

DaS große Grubenunglück von Nanticoke

(am 13. Dezember 1885) hat jetzt ein

interessante Nachspiel. Wm. Kübler und dessen Gattin u. A. reichten heute

Nachmittag einen Antrag .aus. einen ge

richtlichen MandamuSbefehl ein. um die .Suöquehanna Coal Co zu zwingen,

die Körper von 26 Kohlengräbern, welche

damals verschüttet wurden, zum Vor

schein zu bringen. Jene 26 sind nämlich noch Alle in der Grube, und ihre AuS grabung würde etwa eine Viertelmillion Dollars kosten! Ehre und Würde gegen Scha cher und Gemeinheit. Chicago, 16. Nov. Frau Engel erhielt heute folgenden Brief: .Chicago. JU., 15. Nov. '87. ffrau Enge! !

Mit Rücksicht auf die Unterstützung,'

welcher Sie und Jh e Familie benöthlgen.

erlaube ich mir Ihnen folgenden pro-

fitablen.wenn auch erniedrigenden Antrag

zust.llen.

Ich wünsche, dah Sie mir den Leich

nam von LouiS Lingg auf ein Jadr leih weise überlasten, damit ich denselben in

d n verschiedenen Städten der Ver. Staa

ten ausstellen kann, wofür ich Ihnen oder

J' rem Bevollmächtigten $10,000 baareS

Geld bezahlen will.

Die Kosten für Einbalsamirung und

andere nöthigen Auslagen decke ich.

Diesen Vorschlag mache ich auf strikt

geschäftlicher BastS, und wäre S nicht

unklug von Ihnen, dieS als daS aufm fasten, da sowohl Sie als auch ich viel

Geld dabei machen werden.

Sollten Sie mit meinem Vorschlag

einverstanden sein, so lassen Sie eS mich

gefälligst wissen, und ich bin bereit, dar

über mit Ihnen weiter z sprechen.

Achtungsvoll George Robinson,

per Adr. CoSmopolitin Hotels

Frau Engel zerriß den Brief gleich

nachdem sie ihn gelesen in Stücke mit der Bemerkung: .Nicht für alle Geld der

Welt würdeich so etwas t:un Ver üat.

H a f e n c l e v e r. Berlin, 16. Nov. Drr von hier ausgewiesene sozialistische ReichStagSabgeordnete Hasenclever st trotz des Ver botS mit feiner Frau hier angekommen. Er betrug stch im Hotel, so auffallend, daß er in 5er .Maison de Snte in Schöne berg a!S geisteskrank untergebracht wurde. t D e mon strat ion Zn .München' Berlin. 16. Novrmd In München webte am Freitig anläßlich der Hinrichtung der Chicigoer Anarchisten von .dem Standbild der Vavaria eine rothe Fahne ; die Schlösser der zu den Truppen in dem Innern deö Standbildes führenden Thü ren waren vernagelt worden und erst gegen Mittag gelang eS, sie zu öffnen und die Fahne wegzunehmen. Der Schwiegersohn deS Prä fidenten und der Ordens Skandal. Paris, 16. Nov. Die Baronesse von Seilleire bezeugte heute vor der Commis o, welche die Mitschuld Wllson's am Ordensskandal u. f. w. untersucht, dah ihr Gatte ihr gesaat. er habe Wi'.son 2.000,000 Franc gegeben, um Contrakte zu erlangen, indeß habe er nicht viel da für erhalten. ES wird berichtkt.daß derUrtersuchungS richte? empfohlen habe, den Prüfekten und den Unterpräfekten der Polizei zu verfol gen, da er dieselben für die Fälschung der Briete Wllson'S verantwortlich hält. .Le TempS- sagt. Wilson werde alö Mitschuldiger deS Polizeipräfekten Grag nor verfolgt wkrden. Die Häuser vieler bervorragender Per sonen sind durchsucht worden und man hat dabei Dokumente beschlagnahmt. mlche neue verblüffende Enthüllungen über den Handel mit OrdenSkreuzen enthalten. .Le Pair" sagt posttiv. PrSstdevt Grevy werde nicht abdanken, gleichviel waS die gegen seinen Schwiegersohn Wilson geführte Untersuchung ergeben möge. Die Kaiserin Eugenik. Paris. 16. Nov. Die Ex.ttaiserin Eugenie leidet an Sinnestäuschungen ; fle hat die Viston, daß dr Kaiser viopoleor, auS der anderen Welt in St. Cloud er schienen sei. Man befürchtet das Schlimmste für sie. Der deutsche K.r o n p r i n z. London, 16. Nov. Da Geschwü, im Halse de Klonpkinzen ist ausgeblo chen. waS dem Patienten bedeutende Er ltichttrung verschaffte. Ein Theil deö Eiter wurde dem Profestor Virchow zum Zwecke mikroskopischtr Untersuchung zu geschickt. So waS darf man in Amerika nicht sagen. Dublin. 16. Nov. Michael Davtt hielt htute in Limerick eine Rede und sagte: .Wenn O'Brien im Gefängniß fle.bkn sollte, würden ihn feine Lands leute zu rächen wissen. 0cchtff6nchrtÄten.

Angekommen in : New York: .WiSconstn- von Liverpool. Queenltow n: .Peruvian" von Baltimore.

Vom VuSlande

Die overativeAugenheilkunde hat jüngst eine glückliche Bereicherung durch Professor von Hippel in Gießen erfahren. Als radikalstes Mittel zur Beseitigung rmdurchstchtiger Hornhauttrübungen wenden die Augenärzte seit einer Reihe von Jahren die sogenannte Transplantation der Hornhaut an. Diese Operation besteht darin, daß mittels eines Messers, natürlich in der Narkose, ein kreisrundes Stück, welches die getrübte Stelle enthält, aus der Haut herausgeschnitten wird. Dann wird einem chloroformirten Thiere ein Stück aus seiner Hornhaut entfernt und unter der größten Schonung vor Druck, Verunreinigung u. dgl. m. in die gemachte Oessnung der erkrankten menscht!chen Hornkaut eingesetzt, worauf das Auge sorgsam verbunden wird. Die EinHeilung erfolgt in der besten Weise, aber da bisher immer die eingesetzte thierische Hornhaut sich wiederum trübte und dadurch die gewonnene Sehfähigkeit dem Patienten nach kurzer Zeit wieder vcrloren ging, haben Arik, Schweigger u. A. die Möglichkeit eines dauernden Erfolges der Operation bestritten. Professor Hippel hat nun bereits in zwei glücklichen Fällen durch eine gewisse Abänderung deS Operationsverfahrens das Gegentheil bewiesen. Die eingesetzte Kaninchenhaut ist in dem einen. Fall nach einem halben Jahre, 'in dem anderen nach 1 Jahren noch vollkommen durchsichtig geblieben, und die Patienten haben eine angehend gute Sehschärfe wieder erlangt. Diese würde sogar noch größer sein, wenn nicht die Brechbarkeit des Lichtes durch die Hornhaut des Kaninchens eine andere wäre, wie die durch die Hornhaut des Menschen. Wa kostet die Reise um die Erde? Baurath Hobrecht erzählte in der letzten Sitzung des ArchitektenVereins in Berlin über seine Reiseerlebnisse auf der Japanfahrt. Die Reife Hobrechts' kann im Grunde genommen als Reise um die Erde bczeichnet werden. Sie ging von Brindisi über Alerandrien, Kairo, Aden, Kolombo, Singapore, Hongong, Fokohama, San Francisco und dann quer durch Amerika über New Vork nach Bremerhaven zurück; sie währte 135 Tage, während welcher Zeit rund 19,000 Seemeilen zurückgelegt wurden. Der Fahrschein Vr!ndrsi-Vokoh-ma kostet 1660 M., der Linie Aokohama-Vremerhaven (einschließlich der Eisenbahnfahrt quer durch Amerika) 1S00 M. bei freier Berpflegung, sodaß unter Zurechnung der Strecken Berlin-Bologna-Brindisi und Bremerhaven-Berlin mit Nebenausgaben, Zoll u. s. w., ein Betrag von 3,500 M. sich ergeben wird. Auf allen Schisfen wurde vorwiegend englisch gesprochen. Es wird ausdrücklich hervorgehoben, daß auf der ganzen Reise um die Erde fast nie und nirgends ein Wort in französischer Sprache gehört wird. Das Eng lische ist zweifelsohne die Weltsprache. Der Speisestunde" widmet die Wiener .Extrapost" einen längeren Feuilleton-Artikel, in welchem u. A. auch von der üblen Gewohnheit des zu hastiftn Essens die Rede ist und einige interesante Experimente angeführt werden, dnrch welche jener üblen Angewöhnung entgegengewirkt werden sollte. Zwei von diesen Experimenten, die gewissermaßen uns nahe angehen, mögen hier Platz sinden: Königin Louise von Preußen, die Mutter des dermaligen Deutschen Kaisers, hörte von den Hofleuten einst die Klage, daß die Prinzen, die das Obst außerordentlich liebten, Pfirsiche, Birnen und Aepfel in großer Hast verschluckten. Die Königin ertheilte sofort den Befehl, daß von nun an jedes für die Prinzen bestimmte Fruchtstück in dreißig Papiere gehüllt werden müsse; die Ablösung all' dieser Hüllen war das sicherste Schutzmittel gegen die Angewohnheit des zu raschen Essens. Der Deutsche Kaiser, der den Kultus seiner Mutter heilia hält, erin. nert sich noch heute dieser Maßregel und sagt oft scherzend : .Mir wurde von Juf;cno auf nichts leicht gemacht, mich kostete elbst der Genuß eines rothbackigen Apfels ein großes Stück Arbeit." Das deutsche Reichspostamt hat für seine Beamten die Höflichkeit gegen Frauen obligatorisch gemacht. In der bemerkenswerthen Verfügung über das Verhalten der Postbeamten im Verkehr mit dem Publikum" heißt es wörtlich: Als selbstverständlich muß angesehen werden, dah gegen Damen vorzugsweise ein höfliches und zuvorkommendes Benehmen zu beobachten ist. Man hört g?rade von Frauen und Mädchen der gebildeten Stände nicht selten Klagen darüber, daß sie auf der Post, weil sie sich in die am Schalter ange? sammelte Menge nicht füglich mischen können, lange vergeblich auf Abfertigung warten müssen, daß ihnen der persönliche Verkehr am Postschalter unerwünscht ist, und daß der eine oder andere Postbeamte, der sie zwar sehr wohl bemerkt, sich ihrer nicht, wie die Artigkeit gebot, rücksichtsvoll angenommen habe, während andererseits ein zuvorkommendes Verhalten der Beamten oen Damen gegenüber ganz besonders mit Dank anerkannt wird." Es beginnt übrigens, so meint die'.D. Verkehrs - Ztg.", für die SchalterBeamten auch .von draußen her" eine bessere Zeit. Das gilt namentlich von denjenigen Orten, welche sich neuer Postgebäude erfreuen. Eine hübsch ausgestattete, geräumige Schalter - Halle wirkt wahre Wunder in der Verfeinerung dkS UmgangstoneS.

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