Indiana Tribüne, Volume 11, Number 57, Indianapolis, Marion County, 14 November 1887 — Page 1
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Verschiedenes. lAer Schluß der Tragödie.
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enii - u 3 ; i ? 7? Washington. 14 Nov Dienstag Morgen etwa? kühlt?, dann wieder wärmer. Der ArenSdors-Prozeb. Sioux Cit y.lö. Nov. Dkr zweite ProzeK gegen Arenödorf wegen der Er mordung HakidockZ soll morgen beginne?.. EditorieUcs. Angesichts des gestrigen Begräbnis ses, glaubt eine seile Presse immer noch die Gerichteten als gemeine Verbrecher hinstellen zu können ? Wir behalten uns die editoriellen Aeußerungen über die Vorgänge der leb ten Tage noch vor. Wir benutzten bis jetzt allen verfügbaren Raum für die Schilderung der Vorgange. Der Cynismus und die Bestia lität der kapitalistischen Preffe kennzeich net sich jetzt in der, natürlich erfundenen Mittheilung, Nina Vanzandt werde durch Auftreten als Sängerin oder Vorleserin Nutzen aus ihrer erlangten Berühmtheit ziehen. Dies im Augenblick da dieses heroische Weib am Sarge ihres ermordeten Geliebten steht. Wen erfaßt nicht dtt tiesste Ekel Vor solcher Nohhttt ? Drahtnachrichten. DaS Leichendtgängniß. Chicago. 13. Nov. Heute wurden die fünf tztten Anarchisten begraben. Vielleiltt 500.000 Menschen sahen den Leichenzug, an dem etua 8000 Peisonen theilnahmen. Einige Tausend fuhren per Eisenbahn nach dem Kirchhof, sodaß sich in demselben etwa 10000 Menschen befanden. Flüche und Velwünschungen waren allenthalben zu toten. Fast um die Sekunde, genau 48 Stun den nach dem Fallen der verbängnikvollen m Wi Ul Ltichenmigen am SpieS'. r' 1 schen Hause vor. Eine dichtgedrängte Menschenmenge, mindestens 4000 Per. ver . . ..t nA um ha. taii f lmtnetr . " " w i" a i""4 Zuerst trat Advokat Black auS dem Hause. An seinem Arme ding eine schlanke Frauengestalt. von oben bis unten in schwarzen Flor gehüllt, den Kopf aus seine Schulter gelehnt. ES nr war Cr.tcher, die Schwester deö Ermo? deten. Sie war sein Liebling gewesen und er hatte sie verehrt, wie selten ein Bruder seine Schwester verehrt. Dann kam Nina Ban Zankt. Ihre Züge trugen einen Ausdruck der Härte und Entschlossenheit, wie man ttn nie vorher an ihr bemerkt hatte. Sie hatte noch keine Thräne vergossen. Sie hatte sich bisher st.tl nur um die alte Mutter bekümmert und derselben ihre ganze Theilnahme gezeigt. Sie führte auch jetzt die betagte gramgebeugte Mutler. welche einen zweiten Sohn auf so schreck llUt Wtt VtrlokkN hatt!. VStH anderer Sohn wcr einmal von einem Polizisten . m w v t ti. er - ganz ohne Grund und Ursache erschosien motUn mU wU Qtxm der Pottzill st-afloZ auSzinz. Als die Leidtragenden die für sie bei cit stehenden Kutschen bestiegen hatten. spielte die Musik itntn Trauermarsch. Der Zug setzte sich in Bewegung. Un mittelbar hinter den Kitschen marschirten 500 Turner. Dieselben trugen blaue Abzeichen. Der Zug bewegte sich durch die Mil roauue orrill-. wn oen klien oer . tm v i 6 . st.nd dichtaedränat eine Men schenminge wie sie Chicago vorher, niel1 Stehen tat Langsam ging ti vorwärts. urtrweS an den väusern von PaisonS. Fischer und Engel haltend. und bot t die anderen Leichen ausneh MkNd. ES befanden sich 15 MusikcorvS im Zuge. Derselbe belegte sich über den Platz, an welchem am 4. Mai vorigen JahreS die verhängnisvolle Bombe ge worsen wurde. Er zog an Zips.'s Halle ,IM I,? t itn )IfiatK I WtUViti 1 IlllltUlt u.t I. UVIIIUI ParsonS mit seiner F an und seinen Kin dern faß. JkdeS MusikclrpS stimmte an. a!S eS du Halle errttchie . . .. v . n . - (m..r.r...u. yiriir ucui ciicii iiuiuiuiv uiui flirte ha? StitbeiSiaiinof ccmite Diesem I - u u - - folgten in Reihen von acht Mann zwei i v . i em.i .i k. m QUnüCll XfUl,4l(U(i uio uuiuiu ,Ulli verein?, dann kamen 400 Mitglieder deö Bolwä:t5 Tu:nve.eiüS mit rolhm Ab , kicken, dann hundert Mitglied,? deö Jorlschr.lt TtTittninS Unmittelbar hirtr den Turnern folgt der Leichenwagen, in welchem August ! SpieS lag. TaZ Dach deS Wagen? war 'ülcr und übe? mit Blumen bedeckt. Alls
d.'m Sarge lagen gar keine, damit Nichts den vollen Anblick hindtrte. Hintlr dem Wagen marschirten mehrere hundlrt Mitglieder der Central Labor Union, worauf der Leichenrrazen folgte, der die Ueberreste Fischcr's trug. Auf dem Wazen in welchem sich die Leiche ParsonS befand, saß ein Mann mit einem Blumen Emblem so groß, baß die Inschrift : . of L. Assembly 1207- auf
eine Entfernung von hundert Fuß lesbar I war. Dann folgten wiedir mehrere hundert Mitglieder der Centra! Labor Union. Fleischer, Bäcker und Andere. Die beiden Wäger, welche die Leichen von Engel und Lingg trugen, fuhren un mittelbar hinterdrein. Die Beiden waren im Leben Freunde gewesen, man wollte sie im Tode nicht t?ennen. Auf allen Särgen blsaiden sich rothe Schleifen und Bänder, die Särge Lingg'Z und Engel's waren mit rotten Fahnen bedeckt. Die Zahl der nicht zu Organisationen gehörenden Theilnehmer war eine unge heure. Ganze Familien folgten, Männer. Frauen und Kinder, und eine große An zahl derselben trug Blumen in den Händen. Im Zuge besanden sich auch die Mit glieder von zwei bloß au? Frauen be stehenden AssemblieS der KnighlS of Labor. Dieselben laV.n rothe Schleifen auf den Hüten und eben solche an den Kleidern. Drei trugen zusammen einen fiteren Kranz mit einer weißen Taube. Hinter den Fußaängeln kamen etwa 50 Kutschen. Am Bahnhof der Wisconsin Central. Bahn angelangt, wurden die Särge in einen Eisenbahnwagen gehoben und die Menschen stießen und dränaten sich, um in die Wagen zu gelangen. In wenigen Minuien waren die 15 Eisenbahnwagen gepackt voll. Kaum war der Zug zum Bahnhof hinaus, als ein anderer Zug zusammengestellt wurde, aber die Menge war noch so groß, daß noch ein dritter. dann noch ein vinter Elsenbahnzug ab fuhr und noch immer mußten Tausende zurückbleiben, welche nicht mehr befördert werden konrtt.-n. Die Züge mußten mit äußerster Borsicht zum Bahnhof. hirauS fahren, denn aus den Geleisen und neben denselben befanden sich viele Menschen, von denen Viele noch auf die Platsormen und Treppen der Wagen sprangen. Im Waldheim Kirchhofe angelangt, wurden die Särge vor daS Gewölbe ge tragen, die Verwandten stellten sich herum und bald konr.te kaum mehr eine Steck nadel zur Erde fallen, so dichtgedrängt stand die Menschenmenge. Die erste Rede hielt Capt. Black. Er sagte : .Was ist Wahrheit? Bor achtzehn hundert Jahren sagte der Nazarener : Ich bin die Wahrheit V Kein Mensch kennt die Wahrheit, bis sie zur Idee sei neS Leben? gewor)en ist. Diese Männer sind ihrer Ueberzeugung treu geblieben bis zum letzten Augenblicke. Ich bin nicht hierhergekommen, um über die Sache zu sprechen, für welche sie starben, aber ich sage, raß durch ihren Tod der Sache ein herrliches Siege! aufgedrückt wurde. Diese Särge enthalten keine Verbrecher. Sie entkalken die Leichen von Männern. welche sür da? Volk starben. Der Galgen wär ihr Kreuz. Sie wurden der Welt als Menschen dargestellt, weite Aufruhr wollten und ach Blut lechztm. Unsinn ! Diese Männer hatten alle ein weiche Gemüth, werden von den Ihrigen ge lieb. Die Anarchie, die sie predigten war bloß eine Aritwcrt auf die Frage: .Nach der Revolution, was?" Ihre Phi los.phie gipfelte in dir Idee der Herstel lung einer gesellschaftlichen Ordnung ohne Gewatt. Ist die praktisch? Ich weiß e nicht. Ab r ich weiß alSeLhrifl und als Philosoph, daß ein Tag kommen wird, da daS Recht auf Erden herrschen und Sünde und Selbstsucht verbann sein werden. Nach Black sprach Robert Reitzel. der Herausgeber der Wochenschrift .Der arme Teufel- in Detroit. Er sagte: .Freunde ! Ich kamnich hierher, um Diejenigen anzuklagen, die heute in ihren Kirchen Gott auf ihren Knieen danken für die Vollstreckung des Urtheils, noch den Henker, noch die Ju'y, oder den Richter oder den StaatSanwalt. Aber ich klage die Ar beiter von Chicago an, daß sie die Er würgung von sieben ihr.'r besten MSnne in ihrer Mitte duldeten. (Aufregung und Bravo.) Aber eS ist nicht Jeder ein heroischer Geist wie LouiS Lingg. der begriff, daß in solchen Momenten de Instinkt der Selbsterhaltung Feigheit in dem Kampfe gegen eine Gesellschast ist deren Grundprinzip, der Raub, durch den Mord unterstützt wird. Sie starben für die Glrcchtigkeit. In den letzten Momenten als da; schre.klich Verbrechen an ihnen verübt wurde, da erwart.ten sie, daß eS in Stkömen BlutS gerächt werde, und sie hatten ein Recht ci zu ttwarlen. Lingg, der Mann, der
Held hatte Recht als er sagte, daß Selbst, ekholtung in diesen Tagen ein Verbrechen sei. Hier in Gegenwort dieser ermorde t:n Männer schwött. daß Ihr diese Verbrechen rächen wollt an Denen, die Euch basien..Wir schwören!' kam eö. dumpf und schauerlich auS Hunderten von Kehlen. ES war mittlerweile ganz dunkel gewor den und die Züge der Einzelnen waren nicht mehr zu erkennen.
.Wir schwören.- fuhr der Redner fort,! v,-c Mk..t (" TOsui fkv..M .n. i vuü Wll UI JIUl VUUlll UfUUlII Wir grämen uns nicht über diese Todten, aber wir trauern darüber, daß in unserem Jahrhundert ein fünffacher Mord im Namen deS Gesetze? verübt werden konnte. Denlt an den Schwu. den Ihr geleistet! Z t'ert nicht! Seid Männer! Die Nacht sinkt herab. In dieser Fin sterniß denlt an die Finsterniß und den Schmerz, welche die G sellschast über die gebracht hat, die wir lieben. Ich schließe mitHerwegh: mWt fiaben lang genug geliebt. Und trollen endlich hassen Ein Eturm des Beifalls folgte dieser Rede. Wäre sie in der Stdt gehalten worden, wr weiß. was. geschehen wäre? Nach Reitzel sprach ThomaS I. Mor ga-. r ipraa) nur lurz. aver lrastlg. und die Zuhörer flüsterte sich Worte des Hasse zu. ' ' i Die Schlußrede hielt Aldett Curlio. der fiühere Redakteur derArdeit.'rzeitung. Auch er hielt eine zündende Rede. - ' Als er geschlossen hatte, sang der sozia listische Männerchor ein.Lie), die Särge wurden in daS Gewölbe geschoben und die Thüren wurden geschlossen. Damit endete oa? Vrma, das am 4. Mai begann. Fielden und Schwab. Joliet. Jll.. 13. Nov Um 2)4 Uhr gestern Nachmittag kam der Zug am Bahnhof in Joliet an. Kaum waren Fielden und Schwad in daS Bureau deS ucht)auSwältlrS gebracht, als sich Nev. I. I. Walter ihnen näherte, um reli giöse Propaganda zu machen. Indeß hatte er kein.Glück damit und ging nach wenigen Minuten wieder weg. Dann wurden die Verurtheilten in Sträflings kleidlr gesteckt, ihre Bälte abgescholen, und alle in solchen Fällen üblichen For malitäten an ihnen vorgenommen. Fiel den erhielt die Zelle No. 8.526 und Schwab 8 527. Morgen wird ihnen ihre Arbeit zugeviesen werden. Geo. Schil ling und da? Legislaturmitglied Burke erschienen und sprachen den Beiden Trost zu. Zu Ehren der Todten. P r o v i d e n c e. R. I , 12. November. .The People-, ein vor etVa 2 Jahren im Interesse der Arbeiter gegründetes Blalt, erschien heule früh zu Ehren der in Chicago Hingerichteten Anarchisten mit Traulr'kand. Aus der Titelseite ist ein Holzschnitt eines am Galgen hängen den Mannes; darüber steht: .DaS Kreuz deS neuen KreuzzugeS-, und da runt.'r: .In diesem Zeichen wirst du siegen! Ihr könrt zwar den Sänger vernichten, aber nicht seinen Gesang Tain kommt folgender PasiuS: .Wir bit'auern den Tod der 3tVbe und der Versammlungsfreiheit. DaS Aussuchen der sogenanten Jury war eine Faice; die Ju,y war ein auSgeleseneS, politisches und meineidiges Pack, vorbereitet zu vor bedachtem Mord In den Räumen der Certral Lbor Union fand heute eine Trauerversamm lung statt. Die Halle war gepack.' voll. Horry Vroman hielt eine Rede. W a S ein Prediger sagt. Newark.N. I.. 14. Nov. Reverend Hugh Pendecast predigte heute in der .CongregotwnalChurch" überdaSTHema: .Viir Menschen ermorde! in Chicago. WaS bedeutet eS?' Er sagte, die Hinnchtung sei unchrrstllch, ungerecht und brutal gewesen. Die Ermordeten waren in ihrem Recht, die wahren Anarchisten waren die Behörden und die Kapitalisten. Wenn keine Aenderung in den soziale Verhältnissen eintritt, ist die Revolution unvermeidlich. T. Tuber. N e w V o r k, 13. Nov. Heinrich Tu der. dir bekannte angebliche Anarchist, welcher schuldig gesprochen worden war, weil er an der bekannten, von Polizisten schon vor ihrer Eröffnung auseinander geknüppelten Versammlung in Union Hill, N. I., theilgenommen hatte, erhiel, gestern früh sein Urtheil, nachdem der Antrag auf einen neuen Prozeß abgewiesen worden war. Der Richter sagte in .großmüthigem" Tone : .ES ging aus den Zeugenaussagen hervor, daß Sie ein Mesier in Ihrem Besitz hatien ; da? Gericht glautt jedoch, daß Sie keinen Ge brauch davon gemach! haben. Sie sollen Gelegenheil erhalten. Ihre Ideen zu formiren Daraus verurtheilte er ihn zu einer Geldstrafe von $150 und den
Kosten. Dieses Urtheil kommt, mit der Ankloge verglichen, gendezu einer Ver dammung deS Vergehens der betreffenden Polizisten gleich und wurde offenbar nvr auS .Verlegenheit abgegeben, um nicht die Verantwortung für den Krawall auf den BlaurScken sitzen zu lassen. Dir Verein, zu welchem Tuber gehört, wird wahrscheinlich die Strafe bezahlen. Was Most sagt. New York. 12 Nov. Herr Most
sprach gestern Abend in einer Halle an 7. Straße und sagt: untcr Anderem Fol gendeS: .Brüdkr. die Sprache ist zu a:m. um meine Trauer über-d.-n Verlust unsercr Brüder auszudrücken, welche unter dem Galgen dem Tode so taps.-r, so mrthig n'S Auge schauten. Wie muthig. wie edel sie waen! Ich wünschte ich kennte ihren Henker, eS würde ihm schlecht gehen in dieser Welt Der Tod unserer vier Brüder treibt Hun derte in unsere Reiben. Wir baben Rache geschworen und wir werden Rache nehmen.- Die kapitilistische Presse sagt. Lingg habe Selbstmord begangen. Sie lügt! Man dat ihn ermordet Will man uns glauben machen, 'daß seine Freunde ihm die Bomben zugesteckt haben ? Nein ! Sie lüen! Grinnell ist ein Meineidiger und ein Dieb; er kaufte die Zeugen um sieben Unschuldige ermcrden zu können. Ihr Blut schreit nach Räch: und der Schrei soll nicht ungehört verhallen-. Versammlung e- und Redesreihei! in New York. New York. 12. Nov. DerPolizei superintenoertt ha! heute erfahren, daß die Anarchisten eine Gedächtnißfeier zum Andenken an ihre gefallenen Brüder ab zuhalten beabsichtigen, und er schickte eine Abtheilung Polizei nach der betreffenden Halle um die Ansammlung zu verbieten. Die Polizei nahm Besitz von der Halle, welche schwarz drapirt und mit schwarzem Tuche belegt war. und in dcren Mitte sünf schwarze Särge standen. Als die Leute kamen, verweigerte man ihnen einfach den Zutritt zur Halle. Sie begaben sich in ruhiger Weise nach dem Lokale von JustuS Schwab. EinkleinerAufruhr. St. Louis. 13. Nov. Frau Mary Duff hängte heute auS ihrer Wohnung eine in Trauer gehüllte Fahne und an ihre Fenster die Bildlr der Anarchisten. Ein Pöbelhaufen sammelte sich an und warf die Fenster ein. Sie trat heraus, schimpf, te auf den Pöbelhaufen und bedrohte denselben mit einem Beil, das sie in der Hand hatte. Als der Pöbel fottfuhr mit Eteinen und Stöcken zu werfen, zog sie sich wieder in da? Haus zurück. V?r ?l' D e r deutsche Kronprinz. Berlin. 13. Nov. Eine Depesche aus San Romeo sagt, daß keine äugen bl'ckliche Gesahr vorhanden sei. Dr Krause wird vorläusiz bei ihm verweilen Dr. Mackenzie wird adreisen und im Dezember wiederkommen. Der Patien selbst ist voller Hoffnung, daß er noch viele Jahre leben wird. Großer Aufruhr. Lond on. 13 Nov. Die Anordnung der Negierung. daß auf dem .Trafalgnr quare keine Versammlung mehr statt finden dürfe, hatte hevte zur Folge, daß sich heute daselbst Sozialisten, Radikale, Gewerkjchast;n. irische Vereine ansammelten. Es kam zu einem blutigen Auf rühr und zu mehreren Gefechten mit der Poliiki und dem Militär. Jnfarterie und Kavallerie wurde aufgeboten. Ueber vierzig Polizisten und ungesähr 200 von der Volksmenge wurden verletzt. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen. Viele der Verletzungen sind sehr schwer. Die Versuche auf dem Trafalgar Square Versammlungen abzuhalten. sollen wiederholt werden. Z&- Es heißt, daß Herr Robert Kemps 10.000 Mars in der sächsischen Lotterie gewonnen habe. tHoSniiii (RroscIli9 Mozart Halle, empfiehlt fei reichhaltiges Lager don ewhei heimischen und importirten reinen i Weinen ! iZ bester. Qualität, zu den billigsten Preisen. echtes importirtes oelterfer . Wager i Original-Krugkn. K7 Waareu v-r-er? i,' zeliefert. Job Wellacher. Saloon u. Billiatdchallc,
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