Indiana Tribüne, Volume 11, Number 55, Indianapolis, Marion County, 12 November 1887 — Page 1

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v Q lagoaj 11. OZßee : No. 120 tt Nardlsud Straße. .K NRNue? 55. Jndiauapolls, Judiaua, Samstag, den 12, November iSS7.

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Änzeigen K dieser Spalte kosten 5 CentZ per geile. . Auzeiien in welchen Stelle? gesucht, oder offtrirt werden, finden unentgeltliche Aufnahme. Diestlde bleiben Z Tage fteheu, können aber Unbeschränkt erneuert werden. Unzeige, Kelche IM Mittag 1 Uhr adge geben tv erden, finden noch am selbigen Tage Lnfnahme.

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eueS ver Telegrapd. rs e tter . lichten. Washington. 12.Nov. Schöne, armes Wetter.

Der Chicagoer Belagerungszustand. Chicago, 12. Nov. ES ist wahr fcheinlich. dak die Behörden ein allgemeines Leichenbegängnik nicht erlauben. Der Mayor. Polizeichef und Polizeiinspektor Bonfield hatten heutk eine längere Konsultation. Man hat die Absicht, das Ansammeln von Zuschauern auf der Strafte zu ver hindern und eS ist mözlich, datz ein gr MttnZchastlicheS LkichenbegSognik ganz und gzr verboten wird. Eine amerikanische Flagge in Trauerflorgehüllt, welche auf der Aurora Turn Halle aufgesteckt war, wurde von den Pächtern wieder abgenommen. ES heißt auch, daß die Eigenthümer deS Waldheim-KirchhofS sich noch beden ken, ob sie den Ermordeten eine letzte Ruhestätte gewähren sollen oder nicht. Jedenfalls werden sie nicht die Aufstellung eineS MonumentZ geflotken. SS heißt auch, daß von der Polizei ein geschüchtert, die Pächter der AuroraTurn Halle die Leiche Spies' nicht dahin bringen lassen wollen. Drahtuachrilytea. , New V o r k e r Stimmen. New York. 11. November. Ein Reporter begab sich heute zu JustuS Schwab. Derselbe schloß zur Zeit der Hinrichtung seine Wirthschaft. Er und seine Freunde legten Traunflor an. Schewitsch sazte. die Hinrichtung mag sich als ein Wendepunkt in der amerikanischen Geschicht: erzzeisen Am Eingang zur Olfice von Most'S .Freiheit" befand sich eine rothe Fahne. ES wae Angeschrieben : fttftu Reporter zugelassen AIS ein Reporter dennoch eintrat, wurde er binauSgemiesen. Gegen 4000 Mitglieder von Gewttk. schalten, speziell deutscher, gingen beute nicht zur Arbeit. In der Central Labor Union wird der Antrag gestellt werden. den 11'. November zu 'inem allzemeinen Arbeitirseiettag zu machen. Die letzte Szene. Chicago, 11. Nov. Um 11 Uhr 23 Minuten begannen die Vorbereitungen zur Hinrichtung. Der Sheriff rief Ei' nem nach dem Andern au? seiner Zelle und laö jedem Einzelnen das TodeSur theil vor. SpieS hölt: ruhig zu. 5? 'ine Miene verzog sich in seinem Gesichte. AlS der Sheriff f.r iz rout, sagte SpieS : .Sheriff, Sie sind daran, einen Justiz mor) zu begehen." Er lieft sich dann ruhig binden und da? weifte Todtenge wand anziehen. Er rahm feine Uhr aus der Tasche und bat den Sr ffige Hilfen dieselbe seiner Mu?ter zu üderdrin gen.. Als daS vorüber rrar, wurde Fischer gerusen, und ihm daZ TodeSurtheil vor gelesen; auch er sagte zum Sheriff, daft ,-r einen Justizmor) begehe. Engel figte garnicht?. ParsonS war der L.'tzie. Als die Vier sich zum Gehen an schickten, wurde oben geklopft. Sie wen beten sich um. und sahen Fielden und Schwab an ihren Zellen stehen. Sie riefen denselben einen herzlichen Abschied zu. Festen Schrittes betraten die Hier den Galgen. Die Zahl der Zuschauer war etlna zwei hundeit, eZ waren meist Zei tungSberichterflatter. Die Berurtheilten sahen dieselben mit Ruhe an. sie trugen fast Alle ein Lächeln auf den Lippen. ParsonS sah sehr gealtert aus. Er hatte in den achtzehn Manaten. welche er im GesSngnift zugebracht Hot e fast um zwanzig J,bre gealt rk. ParsonS warf den Bl'ck fa'.t oährend in die Höhe, wie ein Heiliger, die gröftt: Ruhe bewahite SpieS. Es zuckte kein Muskel an ihm. Hinter Engel stand Dr Murphy. ein sunger Arzt. Derselbe flüsterte ihm einen Scherz i,S Ohr und Engel lachte, während ihm dabei der Strick um den Hals gelegt wurde Rasch, ohne eine Frage, und ehe die Verurtheilten nur recht wufttn, was ge schab, wurden ihnen die weiften Kappen über daS Gesicht gezogen. Da war e, daft SpieS voll Ingrimm und Bitterkeit die Wo:te heroorzischte: .ES wird die Zeit kommen, da unser Stillschweigen mächtig! sein wird, alZ die' Stimme, die Ihr fetzt erwürgt SpieS hatte die letzte Silbe nach nicht auSgesproche.?, als Engel laut auSlief: .ES lebe die Anarchie !" Fischer ahmte dieS sofort nach und rief : .ES lebe die Anarchie ! dieS ist der glücklichste Moment meines Lebens !" Darauf herrschte einigt Augenblicke eine Stille, wie da? Grab. Dann fragte ParsonS in feierlichem Tone: .Kann ,ch sprechen, iSheriff Matson?" ES er folgte keine Antwor'. In niederträchtig

grausamer Weise versagte man den Vtk urtheilten daS letzte Wort unter dem Gal gen. tk stickte ihre letzten Gedanken. Die lctzte in solchen Fällen stets übliche Frage, ob der Delinquent noch EtwaS zu sagen habe, wur)e nicht gestellt. Die letzte Bitt?, noch ein Wort an die Zu. schaurr zu richten, wurde ihnen versagt. Plötzlich ein Schlau, als ob ein HauS eingestürzt wär?. Die verhängniftvolle Klappe war gefallen und die vi,r Körper

schwebten in der Luft. l Die Leichen wurden von einem Comite der Centra! Labor Union bestehend auS oen verren rauver, lnnemeyrr. vcvme dinger, IZrban und Bethig in Empfang genommen, und nach den Wohnungen gebracht. Vorher wur)en sie von W. A. Sullivan, einem professionellen Einbal samirer einbalsamirt. Die Frauen der Hingericht ten benäh men sich Alle mit Ruhe und Würde, bloft die alte Frau SpieS, die Mutter von August SpieS trug ihren tiefen Schmerz durch Jammern und Wehklagen zur Schau. DaS Leich ende g ön g n ift. Das VertheidigungScomite trifft die Arrangements für daS Leichenbegängnift. Der Leichenzug wird von der Wohnung der Frau Fischer No. 2 Dean Strafte um 1 U'ze abgehet', und von da nach der Wohnung der Frau Pzrson. 735 Mil. walee Aoenue. Tann geht der Marsch nachderAurora Turnhalle an der Hudson St'., wo mittlerweile die Leiche von SpieS hingebracht wur)k, und daselbst von den Turnern bewacht wird. In der Turn halle wird eine imposante Leichenfeier ge haltin wcrden und deutsche und englische Reden erden gebalten. Dann geht der Zag räch Engel'S Wohnung. 286 Milwaukee Ave., wo auch die Leiche Lingg'S liept. Die-dkut'che Schriftsetzer Union hat die Leiche Fischers in Verwahrung genom men, die deutsche Carpent:rS Union die Leichen Engel'S und Lingg'S. Da ParsonS ein Mitglied der K. of L. Asiembly war. sind sämmtliche KnightS of Labor zum Berräbnift eingeladen worden. Dasselbe wird entweder in Jorest Home oder in Waldein stattfinden, und man wird sich wahrscheinlich per Eisenbahn dahin begeben. Für die Fimilien und speziellen Freunde der Er.nordrten werden Kutschen delorgt werden. FrauParsonS. Frau ParsonS und ibre Begleitttin wurden am Nachm tkag wiedi? ruS dem Gefänanift entlasten. Sie sazte, man habe ihr gesagt, daft sie heut: Morgen mit den Kindern eingelaffen erde, damit diese ihren Vater nochmals sehen könnten, aber mal schick'e sie von Ct.afte zu Strafte, bis sie schlieftlZch versucht:, unter dem ausgespannten Stricke durchzu schlüpfen. Die Polizei. U t r der Polizei henft grofte Freude über die Hinricht lng. Man kann eS den vurfchen an den Gesichtern ablesen. Hie und la giebt sie sich s'brigenS auch in Worten kund. Die Zustände sind der art. als herrschte eine Alt BelagerungS' zustand, und für fedeS laute Wort. daS auf der Strafte gesprochen wir), läuft man Gefahr, verhaftet zu wirden. Die Polizei herrscht mit unumschränkter Will kür. Heute wurden zwei Männer verhastet, welche aus der Platform eineS Straft? bahnmagenS sich mit Entrüstung über die Llnritng aussprachen. Bei der Ber hastung wollte der Eine dem Polizisten den Revolv'r auS der Hand reiften. Ihre Namen sind Charles Löberst'in und Gustav Haine. Ander Ecke der Kinzie und Clark St', schimpfte ein Mann auf die Polizei. Ec wurde verhaftet und bei der Durchsuchung im StotionShause fand man einen Nevolver bei ihm. Ec gab seinen Namen m-t Edward Luce an und sagte, duft er in LoaiSport, Jnd, zu Hause sei. Aufterdem wurden William Boger und Herrman Müller verhzfiet. eil sie auf der Strafte schimpfien. Vor der Wohnung Engels hatte sich am Abend eine Anzahl Männer versammelt und der Bruder Engels hielt eine Anred?, als die Polizei herbeieilte, die Leute auSeinandertrieb und Engel zwang, die Lichter im Store auszulöschen. Die .ArbeiterzeitungDie Olsice der .Arbeiterzeitung war heute geschloffen und tat Blatt erschien nicht. An der Thüre hing ein kleiner Traaeiflor. Fielden und Schwab. Fielden und Schwab werden morgen nach Joliet abgeführt erden. Ein Re porter besuchte Beide. Fielden ging in der Zelle auf und ab. Der Reporter sagte: .Herr Jilden. es ist Alle? vorbei !' .Ja sagte Fielden. .eö ist Alles vorbei". Weiter ae nichts aus ihm herauszubringen. Schwab saft aus seiner Pritsche, das Gesicht in den Händen vergraben. .Ja,sagte er, .ich hörte den Schlag der

Klappe und vuftte, was eö zu bedeuten hatte. Sie sind todt und ich kann ihr Schicksal nicht mehr ieeinstusien. ' Aber, wissend, daft die Opfer noch unter dem selben Dache mit mir sind, sage ich. daft da? blinde Vorurthei! einer unheiligen Verschwörung fünf Männer ermordet hat. welche an dem Verbrechen des Mor des so unschuldig sind, wie ein neugebo reneS Klnd. Aber eS ist geschehen und kann nicht ungeschehen gemacht wkrden. SpieS. Fischer. Engel. ParsonS und Lingg hatten so wenig mit der Tödtung DeganS zu thun, wie Sie. Es ist zweck loö, die Unschuld von Männern bebaup ten zu wollen, welche in dem Netze Grin nell's und SchaickS gefangen wurden. Ich werde wahrscheinlich den Rest meines

Lebens im Gefängniffe zubringen. ES r ag sein, daft die Aufklärung früh genug kommt, um mich und Fielden zu befreien, aber die Ermordung der Andern wird immer einen Schandfleck in der Geschichte Amerikas bilden. Mit welchem Recht? Die letzten Briefe, welche die Ermorde ten schrieben, befinden 'sich noch in Hön den de Sheriffs. Derselbe hat sie ein geschloffen, und macht ihren Inhalt nicht bekannt. Fischer'S A b l ch i e d S b i e s. New York. 11. Nov.. Die .Freiheit" publizirt nachstehend n Abschiede drief Adolph JischerS : .Cook County Jail, Ni 5, 1887. Mein lieber Freund Most! Nur noch sechs Tage sind übrig, die ich auf Erden zu leben habe, und ich denke, daft eS jetzt Zeit ist. Abschied zu nehmen. Nachdem Du in den Zeitungen gelesen hast, daft Vier von unS daS Drängen. umGiade. d. h. um Umwandlung des Urtheils zu bitten, mit der Forderung .Freiheit oder Tod" biantwortet haben, so kannst Du Dir denken, daft nur der Tod unser LooS sein kann. . Glaube mir, Johann, daft die Gedanken, welche in diesem letzten Moment mein Herz erfüllen, meinem Weid und meinen drei Kin dern gelten und daft diese Gedanken mir daS Herz recht ,schmec machen. Aber Nicht! kann meinen Eatschluft erschüttern: .Sei fest." Die Soziale Revolution dringt Schmerzen und die edle Sache unseres Anarchismus muft ihre Märtyrer haben. So mag es sein. Ich bin bereit, mein Leben aus dem A tic der guten Sche zu opfern Wenn dumme Bauerrfungkn bereitwillig ihr Leben für Könige und Kais'?, die .Von Gottes Gnaden" mt Tyrannei in ihren König reichen regieren, in die Schanze schlagen, sollten da wir Vorkämpfer der Freiheit und deS Anarchismus nicht freudig unser Leben sür die höchsten und edelsten Prin cipien hingeben ? Sollt.-n wir, wo alle unsere Freunde auf uns blicken, Jurchr zeigen vor persönlicher Trübsal? Nein! Niemals! Nimmermehr ! Wir muffen unseren Fein den zeigen, daft Anarchisten jederzeit bc reit und Willens siad. z , st.rden sür die Prinzipien, die sie Verfechter. Ich habe mich zu unseren Prinzipien bekannt und habt diese jederzeit rjc treten, und ich bin bereit, sür dieselben aus'S Schsffatt zu gehen. Noch einmal, Lebewohl! Bleibe treu uns'rer Sache, wie du eS stets gewesen bist, und trage unser Banner voran, wenn auch der Sturm losbricht und Schwierig keit'N sich Dir entgegenthürmen. Ich hoffe. Du wirst an dem letzten Entschei dungökamps theilnehmen. Wie bereit würde ich sein, an Deiner Se.te zu kämpfen, festha'.hnd an dem geliebten rothen Banner! Ader eS soll nicht sein. ES war bestimmt, daft ich einer der Pioniere und Aoartaeden in diesem Kampfe sein und mein Leben verluren sollte. Sei glücklich ! Lang lebe die so ziale Revolution ! Lang möge der An srchiSmuS regieren! Ich umarme Euch, Brüder, und verbleibe Euer t?eurr Adolph Fischer. r. S. Bestelle die hlrz'ichsten Grüfte an meine Virwandt n und Freunde und steh, daft meine Fa-nilie keine Noth ludst und meine Kinder eine gUe Erziehung erhalten. F.Welche Wuth! St. Louis, 11. Nov. Am Fenster der Ossice der .Parole" wurde eine ame rikanische in Trauerflor 'gehüllte Fahne herausgestellt DieS rief grofte Auf regung hervor. NorthAdamS. Mff.. 11. Novbr. Gegen 250 Arbeiter in den Gtnziam Mühlen zu Adams zogen letzte Nacht mit rothen Fahnen durch die Straften. Vom Dache der Hermann Halle wurde eine amerikanische in Trauerflor gehüllte Fahne auSgesteckt. Eine Menschenmenge sammelte sich an und der Besitzer der Halle zog die Fahne aus Verlangen der Behö: den wieder zurück. Ein Racheschrei. New ark, N.J.. 11. Nov. Bei einer Arbeiterversammlung heute Abend sagte

einer der Redner, daft die kapitalistische Presse die vier Mann in Chicago durch ihre falschen Berichte umgebracht . habe. DaS Volk solle sich organisiren und die blutige That rächen.

Was Fischer'S B rüder sagt Nashville. Tenn, 11. November! W. B. Fischer, ein Bruder deS Manne?, den man heute Mittag erhängte, sprach sich darüber wie folgt aas: .Ich habe vom Gouverneur Oglesdy niemals Gnade erwartet. Ich war erstaunt, als ich hörte, daft Fielden und Schwad begnadigt wur den. Wenn Einer den Tod verdiente. dann haben sie ihn Alle verdient". .Glauben Sie noch immir, daft die Leute unschuldiz a:t dcm Heuniakkt Mord waren V wurde Fisch r von einem Repcr ter gesragt. .Gtwift glaube ich daZ". sa;te er. .Der Generalanwalt selbst gab j i zu, daft er nicht seststellen köine, wer die Bombe ge warfen habe. Angenommen ich wäre an dem Abend aus dem Heumarlt gewesen. Glauben Sie nicht, daft ich, der ich ein Bruder deS Anarchisten Fischer bin. eben falls verhaftet und aufgeknüpft worden wäre?' .Sind Sie ein Anarchist?', fragte der Reporter. .Nein das bin ich nicht, denn ich weift nicht, waZ Anarchismus ist", erwiderte Fische?. .Ich bin ein Monarchist und ich hoffe, daft die Zeit nicht ferne ist. da dieses Land .zur Monarchie wird, dann werden wir Gerechtigkeii bekommen. Diese Leute wurden wegen Mcrdeö prozessirt und wegen Anarchismus schuldig befunden und dasüe, weil sie Anarchisten waren wurden sie gehäng', denn deS Mordes konnten sie nicht üb.nührt werden. Soll nicht wahr sein. New V o r k, 11. Novemb. Polizei Inspektor ByraeS sazt, daft er die Anga ben MaynoffZ genau untersucht habe und daft dieselben nicht wahr seien. Amerikanische Barbarei. Atlanta. Ga . 11. Nov. ChaS. Hy. LockSley, ein elfjähriger Knabe, der vor 2Nonaten einen jungen Bursche Namens Mllo ThomaS, welch?? ihn im Wortwechsel schlug, mit einem Taschenmesser erstochen hatte, wurde gtstern in der Supeior Court von einer Jury, nach zweistündiger Berathung, deS Mordes schuldig befunden und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilr. D.r Krabe nahm den Ur. theilsfpluch, von dessen entsetzlicher Bedevtung er natürlich noch keinen Begriff hat, anscheinend gleichgiltig auf. Staba. Der Czar hat Angst. Berlin. 11. Nov. Eine grofte An zahl russischer Dttiktives ist hier ange kommen und wird nach Lübeck, Hamburg und andern Stakten geschickt. Die rufst sche Polizei wird gemeinschaftlich mit der deutschen Polizei Vorkehrungen treffen, um den Czaren aus seiner Reise nach Berlin zu beschützen. Die Judenhetze. Wien. 11. Nov. Sechs tausend Juden wurden von Tifliö suSgewiesen und diese Versolgung wird sich bald über den ganzen Kaukasus erstrecken. Der deutsche Kronprinz. London. 11. Nov. Die Nachrichten über daZ Blsindcn des Kronprinzen sind sehe widersprechend, doch heißt eS, daft die Aerzte sich fürchten, eine Operation vorzunehmen, die möglicherweise schlimm verlaufen kann. Sollte die Operation direkt im Munde vorgenomnlen werden, dain wir) dies Dr. Mackenzie thun, sollte indeft der Einschnitt am Halje ge macht w.rZen. kain w'r) dieS Prof. Bergmann thun. Der Kaiser blsteht darauf, der Operation beizuwohnen. Man wird über die Overotion nichts be stimmen, bis der neue Tumor entfernt ist Wolleu Sie ein Buggy, klne Kutsche, Phaeton, Lurrey, Sprt.-ig., einen Ab lieferung oder Farmer Wage, sehen Sie nnfer große Lag. Da größte tn der Stadt, im Staate und ,u Allen zufriedenstellend Preisen. Wir sind Fulrtkanten aller Sorten-Vfluge, Eorn und Tolton Planier und Lultioator- Heurechen ,e. Wir verkaufen alle landwir hschaftltche Geräth, wie Ftkd Rill," .GrinderS- luMrö, .Tookkt' und ?orn Sheller. Schreibt um Auskunft oder besucht un. Bra.lley, Holton & Co., 177 Ost Washington Straße. Jndtanapolt . Charles Nilins Heveen - Schneider Reinigen, Reparaturen, Färben, tST Alle Arbeit garantirt.

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