Indiana Tribüne, Volume 11, Number 47, Indianapolis, Marion County, 4 November 1887 — Page 1
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tu dies Spalte kosten s Cents per Zeile. Nazeizeu in welchen Stellen gesucht, oder gfferirt werden, finden unentgeltliche Aufnahme. Dieselben bleiben 8 Tage stehen, köuueu ad nieschräntt erneuert werde. Ttairfaen, welche bit NMagß l Uhr adgezeb werden, finden noch am selbigen Tage UnfnahAt.
Weriangt. klangt: ü n dkutschk,VI2dch'n. ttaWascbe d vüzeln. Ro. 125 rb ajl Stiaj. . Sa
NeueS per Telegraph. Q e t t e r u I ) 6 1 e n. Washington. 4 Nov. Schönt?, etwa küblkktS Wetter.
Polizist ermordet. Chicago, 4. Nov. Der Polizist Keegan wurde in Albany Ave. als Leiche mit einer Wunde im Kopfe gefunden.
Man hat keine Spur von dem Mölder.
DaSBegnadiguoaigesuch. Ehicag'o. 4. Nov. Petitionen um
Ctl ....v1.iim.im ln(in C.f t f1li4 in
Ztbültt a e su cd tl . I je"" iuu(ii BMm '
ecltt. Toast da, ich billiaft eründli in Keluck von Detroit trua 2 500 Unter
l.ra. oll.n. fi..a leg.vh.tt S7 Higft,. - S . . .... U....X roix rnn CCM
igilicn, uuii viaiiu wiupius vw.
ganze Zahl der Unterschriften beträgt
bereits über 200.000. Die Delegation. welche da? Gesuch üderbrinpt. wird au
100 Personen bestehen.
Zu vermiethen.
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ttMn bet . D. o(f&t(, 513 Cft Da träte. i
Hu etmtttbcn: axttJfiie (lefaiftl&auf.
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innrer-, ttotug an üftattcotf, ertuq von delbvstrzi .. Würaier. 83 Di üa'bia.tJt
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Zu verkaufen.
Ausgelöst. New Aldany. 4. Nov. District
Assemdly No. 3115 der ttnigU? os La
bor. welche einst 800 Mitglieder hatte, ist
Zu erkaufen: a. Saloo nebst oanln jijiul auf 70 zusammengeschrumpft und hat stch
du oum xuRCiCQitt tn mi ia?e 8iunion vtvQn. i , Str i(lat ipentoümet tft a, rsnthkU" I aUlgtl0I.
halber t&l e'chäft au'iugeben. achzufr'" tn Ut Cfilct ti. Ölt. 2315no
Verschiedenes.
lAditorielies.
OollmaAKn
erde auiefr:tat un tltt an utor inge gv Nachricht, CslR iSCff. VaV'.S OUf ,o,en vcn S. Bütfller, o 83 Oft fSafhtneton ,Y. . r ,fx n ' -cl rott. 4$ cm;t unb biiifl urturtj. da den Tod erkrankt sel, war falsch, lär l
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3en auz.s.rtizt cnb Ifcer. au, .e..,,. v-- nfelnnber
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RciUiaa Zixilt. $:cnt und biUtg Bedienung.
Zamdörser
ber wohlbekanute Hutmaun hat das größte Lager von
H erb ft - Hüten !
Unsere Preise find ebeuso niedrig als in ir gend einem andern Gkschäst uzd wir werde
versagen die Kantschaft der deutschen Vüraer
dieser Stadt nn, durch freundliche Vediennvg uns nicht wie die meisten Historiker eine
zu sicher?. BAMBEmm
?Zv. li SS Wasbinqtvuyr
Wenn wir eine neue Erscheinung
auf dem Gebiete der Literatur in . der editoriellen Spalte besprechen, so geschieht das, weil wir eS mit einem der vortress
lichsten Bücher zu thun haben, das wir seit Langem gelesen. Wir meinen daS
neue Werk Gronlund'S : "Ca ira, oder
Danton in der französischen Revolution." Der Verfasser nennt eS eine Studie, und dem Beispiele BuckleS folgend, giebt er
söes - Anzeige.
5 Zrenen und Bekannten dt. traurige AaHriZt.
I! unser zeliebter Sater und Schmiegerrater. Joseph Fürst,
Dorne ftg. den 3. November, bend, 7 Njr,
ach kur,er rankktt tm Alter ,o 71 JaZren sar.ft
im Heriu entschle-sen ist
Vi Beerdtzung ftidet am Samstag, den 5. Novem dir. Kargen, 9 Uh', rom Traueriaase, No. 161
Union Strafe au, att. wo,u ergeben einladen Die trauern en Hinterdltebene Karl Aürft, ) Ios.vdtn, Z Fü.st. Hutmi j iCürfl.
bloße Zusammenstellung von Thatsachen,
sondern ein geschichtsphilosophisches Werk. Was wir bis jetzt über die französische
Revolution lasen, Carlyle nicht ausge-
nommen, gewährt keinen Einblick in den Geist der Zeit, lehrt nicht ihren Zusam menhang mit dem sozialen Fortschritt,
oder vielmehr der gesellschaftlichen Ent-
! Wicklung. Hier haben wir ein Buch vor
uns, welches daS Drama von 1739
1794 gerade zu diesem Zwecke behandelt.
Der Verfasser ist wie Marx und Las
falle in seiner Philosophie Hegelianer.
Was ist, daS ist vernünftig. Es handelt
sich also darum, die Bedeutung des Er
eignijses zu ergründen und die Frage zu
lösen, warum dasselbe eintreten, und ver
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ftirolinc iiü-st. 1 Kindel I ins?n mtlttto. frm tet hcritpf.
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tDf.rt töömtr. CtiiOlt Offman,
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wiii'r r gflhnC ?ug,n I 0-ffman,) co'nc oftaal t MÜtfk. t
pro Kernel, i Sckwiexer
Loulse gärst. t Töchter. go. Äemtl. S
3
Da ist es wohl selbstverständlich, daß
der Verfasser den Standpunkt einnimmt.
daß die französische Revolution erfolgreich
war, und daß er die Behauptung mancher
Schriftsteller, daß sie vollständig erfolg
w m m m . w m m.
los gewesen fei, auf's nergtschste zu
widerlegen sucht.
Die Entwicklung sagt er, sei zwar eine
stetige, aber nicht etwa in der stetigen
Weise des Wachsthums einer Pflanze.
Der normale Zustand der Gesellschaft sei vielmehr der der Ruhe, und nur perio
denweise trete ein rasches Fortschreiten
der Entwicklung ein. Diese Perioden
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Di. eerdtzung findet morgen Natmitia, na Z ,ttiv nuuf tyui vik UCCergangspsilOOeN
Ahr, oom Trauerhaus', üdeft Sck Tefse und k yg einem StadiUM der Ruh? ZUM NN'
a? r-age, an paii. N Theilrahme bitten die triuernden Itern. AuliukMovke, Mary VXiiZte,
Todes-Anzeige.
verwandten und Freunden Ue traurige achrich.
i nnlere geliebte Tocht', atti?, Julia,
geern Nachmittag vm 3 Uhr, t lttr von 1 Jahr
3
HochzeitSgeschenke.
dern. In diesen Uebergangsperioden ist
die Bewegung in der Gesellschaft eine hef
t:ge, und in dem Stadium der Ruhe das
folgt, steht die Menschheit immer auf ei'
ner höheren Stufe, als in dem vorherge-
gangenen. ! erft frtStitm Tfitf in
... . ,, .... m ,f , . I mt v . I. V .V. W IMIII VV IHVt i v Iti feinste und liligst u,ahl on Varlor .I ' v . r 1 . I ItlUAOilmilM 1 All M M 4 M.4 Vam AMAcaAtt
jtano, tudir,, ange unb leo amxen ,m , yiiviut vcuuu iau cu tyiuucu
etaa e. eft. Qualität silberrlattirten Mefl.tn. geschichtlichen Voneit und endet mit der
adeln und Löfs.l. HauVtqaltitk ,ur :mxen n, - - - - Fackeln, eft, Oel und aso:i!,. Fein Wash.Set, römische Republik. DüNN folgt die Ue-
?h...nd Tin.r.LrVie.,. N.u.ft. rl.n. bergangsperiode von 400 Jahren bis zur No. 30 und 32 Nord Illinois Straße. Einführung des Christenthums. Das
Telephon??. zweite Stadium beginnt mit der Entste-
IT. I. üUMi'. f, es CbrikZentbumS und endet mit
f f , v der Reformation. Diese bildet den An-
fang der Uebergangsperiode, deren nahes Ende wir jetzt vor unS haben, und von
der aus wir das dritte Stadium betreten
werden.
Die französische Revolution konnte noch
nicht direkt in daS neue Stadium führen, sondern war nur ein Schritt dahin inner halb der Uebergangsperiode.
Er zeigt, daß es keine Revolution deS
10 Cts. das Pfun d Volkes, sondern eine Revolution des Mit " I... t?. ...i. .i... m . !
telltanoes gegen cie seuoaten Prlvltegten
Feinster Gslöew
WöS
Kaffes
Er ist der beste in der Stadt.
& Z,. Mueller.
200 Ost Wasbiugtougr.
war, und als solche war sie vollständig
erfolgreich, denn der Mittelstand, die Bourgeoisie vernichtete die Feudalprivile
gien und wurde zur herrschenden Klasse.
Der nächste Schritt in dieser UebergangZperiode ist die Revolution deö Volkes
gezen bis Bourgeoisie. Diese braucht
ebenso venig eine blutige Revolution zu sein, wie die französische Revolution eine
blutige war. Wie diese kann sie friedlich verlaufen. Denn mit der Einführung der neuen Verfaffung und der Berufung der Rationalversammlung war die Revolution voll ständig, war sie. fertig, zu Ende. Bis dahin war kein Tropfen Blut vergossen worden. WaS nachher kam, die Metze
leien und die Schreckensregierung, sie wa ren das Werk der Gegenrevolution, deS
Versuchs von Seiten der gestürzten Mächte, das Verlorene wieder zu gewin,
nen, und die neue, auf den äußersten In dividualismus gestützte, die freie Eonkur renz zum Prinzip habende UebergangS perione der gesellschaftlichen Ordnung
wieder zu stürzen.
Interessant ist es, zu lesen, welche Ge
setze die durch die . Revolution etablirte Regierung erließ und wie trotz aller
Schrecken eS doch immerhin wahr ist, daß
die früher alljährlich in VariS erschienene Hungersnoth durch diese Gesetze während
der Revolutionsjahre vermieden wurde.
Der Verfasser, der ganz und gar auf
dem Boden deS modernen SozialismuS
steht, Philosophie dann am Schlüsse deS
Buches über die künftige GtsellschaftS.
ordnung, welche, dem Individualismus
entgegengesetzt, nothwendiger Weise auf der Grundlage deS CollektivismuS be ruhen müsse.
WaS Danton anbetrifft, so bildet dessen
Theilnahme an der Revolution gewisser
maßen nur eine Episode des Buches und
eS ist das Bestreben deS Verfassers, die
gegen den HeroS der Revolution geschleu
derten Verleumdungen bloßzustellen.
Wir möchten Jedem, der soziale Fra
gen vom Standpunkte historischer For schunz auS studiren will, ernstlich rathen,
das vortreffliche Buch zu lesen. ES ist im Verlage von Lee und She'perd in Boston erschienen und kann durch jede Buchhand
lung bezogen werden. ...
DrahtnaHrichten.
Oberr i ch ter Waite bedroht.
Washington. 3: Nov. Ober
richter Wa'te wurde seil einigen Tagen von Anhänaern der verurtheillen Cdi
cagoer Anarchisten nicht auS dem Auge
gelassen und gestern Ädend wurde der
Versuch gemacht, ihn aus dem Wege zu räumen.' Bald nach sechs Uhr. wädrend
der Richter dei Tische sak. wuroe ihm
durch einen Spezialboten vom Postamt
ein Paqiet üdeibracht, von dem man
vermuthete, daß eS eine Höllenmaschine
enthielt. Waite nahm dasselbe nicht per
iönlich in Empfang dies besorete ein Diener; er nahm eS jedoch später in sein
Bibliothekzimmer und war rair t be schästigt, eS zu öffnen, alS.'lr den !fähr lichtn Clzarktt deS JihaltS entdeckte
Durch Zufall hüt'e stch einir der Drähte
vom Deckel der Schachtel gelöst, so dzß dieser geöffnet werden konnte, ohne einen
Druck auf denselben auLzuüben. Wäre
dieser'glückliche Zusall nicht ungetnten.
so wäre Odcrrichtir Wait; nicht Miht Die Schachtel, von der aemönlichen Art
in welche man ValentineZ verschickt, ist
ungefähr 8 Zoll lang. 6 Zoll treit und
einen halben Zoll tuf. In derselben be findet stch eine mit einer dunklen Flüssig
keit angefüllte, gebogene Glaöröhre, der
übrige Theil der Schachtel ist mit Spreng
pulver angefüllt An der Glasröhre ist
ein Draht befestigt und dieser wieder an den Deckel der Schachts. Beim Versuch
den Deckel zu öffaen. hatte die GlaSlöhre
nnbedingt. zerbrechen müssen und die Ver
bindung der Flüssigkeit mit dem Spren
pulvtk hätte eine Ezploston zur Folge ge
habt. Daourcy. vak der Wrayt nch vom
Deckel gelöst hatte, wurde diese Wirkung
nicht hervorgebracht. Bald nach dem Bekanntwerden deS JnhzllS. wurse die Polizei benachrichtigt und die Schachtel
befindet sich jetzt auf der Polizeistalion Die Polizei behaupt, das sie dem Adsen der der Schachtel auf der Spur sei.
Die verurtheillen Anarchisten. C h i c a g o, 3. Nov. Gestun Abend
bezogen 54, mit Winchester Gewehren be waffnete Polizisten da County Gesäng
niß. Sie wlr)en bis nach dem ll.d. M.
doit verbleiben. In und um dem Ge
fängnik ist alles ruhig und die durch die
Entscheidung des ObergerichtS hervorge
rufene Aufregung hat sich gelegt. Der
Sheriff hat mit Errichtung des Blutze rüsteS begonnen. DaS HauvtereiniK im
Gefängniß war heute Morgen die fast
eine halbe Stunde dauernde Unterredung
der sieben' Vermtheilten mit Cpt. Black
und L S. Oliver. Ueber den Jnhal
derselben ist nichts bekannt. Dr
Schmidt. Frank Stauber und Georg
Schilling besuchten Spie heule Nach mittag. Sie überreichten ihm ein Sch ist
stück und eine eindringliche Unterredung
folgte. Spie schien keine Luft zu haben.
auf den Vorschlag -tue Drei einzugehen
und man hörte,. vie Staubn sagte: .Die? ist die letzteGelegenhelt Nach, dem noch einige Zeit hin und htr ge sprachen worden war. verlangte SpieS eine Feder und unterzeichnete seinen Na men aus dem in Rede stehenden Schriftstück. Im Laufe deS Tage durchzog Frau ParfonS einige Hauptstraßen der Stadt und verkaufte eine Brochüre. be titelt: .War eS ein unparteiischer Pro
zeß V Der Z drang von Kauflustigen und Neugierigen war enorm und zu verschie denen Malt war die Passage vollständig gesperrt. In ein paar Ständen ver
kauste sie fast ÄXX) Ex:mplare. zu fünf Eerts daS Stucks Chicago. 3 Nov. Spie?, Fielden und Schlvab unterzeichneten heute Nach mittag die Petition, in welcher der Gou verneur um Umwandlung der Todesstrafe ersucht wird: Diese Drei haben kein Schreiben an den Gouverneur gericht t des Inhalt?, taß ste eine Begnadigung nicht annehmen würden. ParsonS. Lingg. Engel und Fischer eigelten stch entschieden, zu untlrzeichnen und wiesen jeden daraus hinzielenden Versuch zurück. . Auch SpieS, Fielden und Schwab un. terzeichneten erst nach langem und wieder hollem Zureden ihrer Freunde. George Francis Tratn übtrsantt! heute jedem der Verurtheilten einen Korb Flüchte, mit einem Fünsdollarschein da ran beftstigt. Die AmnestieAssocia!ion erhielt beute aus verfchiedenen Gegenden des Westens Petitionen, in welchen um Umwandlung
der TodeSsttase gebeten wird. Die Vor bereitungen, alle eingelauseneu Petitionen dem Gouverneur in Sprlngfield zu über
eichen, sind nahezu vollendet. Die Dele
gation wird auS über 100 Personen be
stehen und die verschiedenartigsten Ge werbe vlrtklten. Führer der Delegation
werden sein: C. G. D'lan, Senator Burke und die Repräsentirten Wright und Rohrbach.
Protest. Milwaukee. 3. Nov. Die diesige
freie Gemeinde faßte Proteflbeschlüffe ge
gen die Hinrichtnna der Anarchisten.
WahefchNnfich ersunder.
Washington. 3 Nor. Gewisse
Umstände deuten darauf hin. daß daö
angeblich gegen den Oderrichter Waite
ausgeführte Altntat auf einer Mystifica'
tion beruht. Die Person, welche die Aus
Wirksamkeit der Polizei auf den Vorfall
lenkte, ist ein junger Mann, welcher stch
damit beschäftigt, Zeitung Crrespon
denzen zu verkaufen und gilt vielen als
nicht sehe glaubwürdig.
Der Unglücks-Pfannkuchen
St. Louis. 3. Nov. Frau 'Anna Sachs, die unglückliche Deutsche, welche
bei dem Besuche deS Präsidenten dahier
der Frau Eleveland aus Bewunderung
oder Zufall einen heißen Pfannkuchen in
den Schooß warf und dafür verhaftet
und zu einer Strafe von $50 und den
Kosten verurtheilt wurde, hat ihre Sache
vor die höhere Instanz gebracht. Diese
hat jetzt die Strafe auf $15 erniedrigt.
nach deren Bezahlung die arme grau auf
freien Fuß gesltzt wurde. St. Loutser Sederstreik.
St. LouiS. 3. Nov. Heute früh
um 10 Uhr streikten die zur Union gehö
rigen Accidenzfetzer dahier. im Ganzen
150, behufs Lohnerhöhung. Die .Great Western Printtng Co." ist die einzige Firma, welche die Foederung der Leute
gewährt bat. Die Zeitungen werden
nicht durch diesen Streik beeirträchtigt. 0 Setz erstreik 'in Rochester.
Rechtster. N V.. 3. Nov. Die
Setzer sämmtlicher täglichen Blätter da hier legten heute Abend die Arbeit nie
der. Die Blätter werden jedoch morgen srüh erscheinen. Die Streiker verlangen
Lohnerhöhung. Ver Üabti.
Bazalne machte, bezeugten medizinische Sachverständige, daß der Angeklaate da? Opser .patrictischen Wahnsinns und daher für seine Handlungen nicht verant lich sei. Der Prozeß wird morgen zu Ende kommen.
Nihilisten Verschwörung. Wien, 3. Nov. Eir.e Depesche von St. Peterköurg meldet, daß dort wieder eine Nihilisten Verschwörung entdeckt avrde. Der Versammlungkplatz der Verschworenen befand sich im Haufe eines ApothektrS. Namens Schupp?. Die
Polizei übetfiel daS Hau bei Nacht und
machte mehnre Verhaftungen. Auch eine
Anzahl Bomben wurde vorgefunden. .
O'B rienimGefängniö. London, 3. Nov. Die Freunde
O'BrienS find ärgerlich und enttäuscht zugleich, daß die Regierung ihn im Tu!
omore Gefängnis unterbringen lieb.
Er wird dadurch dir möglichen Vortheile beraubt, welche die Nähe skiner Freunde
hm verschaffen könrte. Soweit hat er ich der Gesängnik'Dikciplin nicht un erworfen, doch wird sein Widerstand
nicht lange anhalten können und er wird
stch der Gewalt fügen müssen. Heute
rückte auch ein Detachment Militär in
Tullamora ein, die eisten Soldaten, die
man do,t seit fünf Jahren sieht. Den
beiden Priestern O'Reilly und Murphy. welche Nctionalisten find, 'ist der Verkehr
mit O'ölikn verboten wolden, wogegen
ie beiden Anti'Nationatisten McElroy
und Murray. ebenfalls Priestr, freien
Zutritt hoben.
EchissSnchrichten.
Neues Gewehr.
Berlin. 3. Nov. In den deutschen
militärischen Kreisen wird die Einsührung
eine? neuen JnfanteriegewehrS von klei nerem Kaliber ernstlich in Erwägung ge zogen.
Seine Mittel erlauben ihm
das. München. 3. Nov. W. K. Vander
bilt hat das dcm verstorbenen König von
Bayern gehörende Schloß Linderhof für
nächsten Sommer gemiethet. El dem
Eisenbahnkönig zu verkaufen, lehnte die
bayerische Regierung ab. CirkuS verbrannt.
Hamburg. 3. Nov. Der berühmte
CirkuS Renz ist niedergebrannt.
Schützen. patriotischenWahn.
sinn" vor.
M ad r id. 3. Nov. In der heutigen
Prozeßverhandlung Hillayand'S, welcher
den Mordansall auf den El'Marschall
Angekommen in : ' New V or k: .Pennland" von Ant
werpen.
London: .Lydian Monarch
New York.
Liverpool: .Nova Scotia'
Baltimore.
Southampton: .Saale"
New Vork nach Bremen.
Q u e e n s t o w n : .Adrat'.c". .Ne
vada- von Baltimore.
von
von
von
Vom Auslande. 15: i n c Klaget deren ( n U stehungLgeschlchte bis in das sechszehnte Jahrhundert zurückdatirt, gelangte jüngst vor dem Berliner Kammergericht zur Verhandlung. In den Jahren 1703 und 1726 wanderten 12 Pfälzerfamilien reformirter Confession in Brandenburg ein. Dieselben waren durch Ludwig XIV. aus ihrer Heimatb vertrieben. Auf Äefehl des Königs Friedrich I. und des Königs Friedrich Wilhelm I. wurde diesen Einwanderern ein Rittergut, das
seit 1534 der Qstabt Brenzlau geHorte, als Wohnsitz überwiesen. Tiefes Rittergut war dWch die Verwüstungen des 80jährigen Krieges unbebaut liegen geblieben und wurde anläßlich dessen oie wüste Mark" genannt. Die eingewanderten, Pfälzer machten dies Land wieder urbar und siedelten sich daselbst an. Die Nachkommen dieser Einwanderer bcwohnen noch heute diese Colonie, die Dorf Vuchholz" im Kreise Templin belegen, genannt wird. Die Stadt Prcnzlau machte nun vor einiger Zeit EigenthumSrcchte geltend, und strengte, da dies ohne Erfolg, blieb, zunächst gegen den Bauer Veehly die Klage an. Der erste Richter hat auch zu Gunsten der Stadt Prenzlan entschieden und zwar, weil 1823 bereits rechtskräftig dahin entschieden sei, daß die Bauern in Buchholz nicht als Erbpächtcr, sondern nur als Zeitpachtcr anzusehen. ' Die Stadt Prenzlau hat auf Grund dieser Entschcidung auch den Bauer Vechln in so weit mittlren lassen, . als sie sämmtliche Acckcr und Wiesen in Besitz nahm. Der Vertreter des Bcehly,Ncchtsanwalt Kuh, legte Berufung ein, indem er die Behauptung aufstellte, daß die Vorfahren der. Bewohner von Vuchholz im Jahre 1738 mit der Stadt Prenzlau einen Vcrtrag geschlossen, nach welchem sie Erbpächtea ihrer Besitzungen würden. Auf Grund der Landeskultur - Gesetzgebung seien sie dann Eigenthümer ihrer Vcsitzungen geworden. Dieser Vertrag habe im Jahre 1823 nicht vorgelegt werden können, habe sich aber inzwischen vorgefunden und sei ebenso wie die Immediatbecichte, welche d!e frühere kurfürst'. liche Kriegs- und Domäncnkammer an die Könige Friedrich I.' und Friedrich Wilhelm 1. erstattete, im Besitze der Stadt Prenzlau. Da diese die Herausgabc der erwähnten Aktenstücke verweigerte, so suchten die Vuchholzcr Bauern eine Audien; bei dem Kronprinzen nach und reichten ein schriftliches Gesuch ein, das dem Justizminister zur Prüfung vorgelegt wurde. Allein am 2S. Mai d. IS. wurden die Bittsteller von dem Justizminister bcnachrichtigt, daß nach den angestellten Ermitte jungen der Magistrat der Stadt Prenzlau es ablehnt, die in dem dortigen Archive befindlichen Akten und Urkunden anders als auf richterliche Entscheidung vorzulegen." In der jüngsten Berhandlung war der Bauer Bcehln nebst mehreren anderen Bauern von Vuchholz im Gerichtssaale erschienen, und nach kurzer Berathung beschloß der Gerichtshof, der Stadt Prenzlau auszugeben, die ver langten Urkunden dem- Gerichtshofe in ffwem neuen Termine vorzuleben.
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Favorlte Kochofen,
welcher früher bei Vögtle ver
kaust wurden. Große Auswah l
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aller Sorten. Der WestPoint" nimmt tie kalte Luft vom Boden ern, und entführt sie durch den Rück theil des Ofens. Dieselben
Ventile sind am Double Hea
ter" angebracht.
Jt? 5. r xljxt: V'Aji. fTi Tf'S&s 55 3 . I IV.VA 1 I h Vsyslvwh" ' 5 I fi-.lR.'v. ViS--.i r- li. V.i t I
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