Indiana Tribüne, Volume 11, Number 47, Indianapolis, Marion County, 4 November 1887 — Page 1

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tu dies Spalte kosten s Cents per Zeile. Nazeizeu in welchen Stellen gesucht, oder gfferirt werden, finden unentgeltliche Aufnahme. Dieselben bleiben 8 Tage stehen, köuueu ad nieschräntt erneuert werde. Ttairfaen, welche bit NMagß l Uhr adgezeb werden, finden noch am selbigen Tage UnfnahAt.

Weriangt. klangt: ü n dkutschk,VI2dch'n. ttaWascbe d vüzeln. Ro. 125 rb ajl Stiaj. . Sa

NeueS per Telegraph. Q e t t e r u I ) 6 1 e n. Washington. 4 Nov. Schönt?, etwa küblkktS Wetter.

Polizist ermordet. Chicago, 4. Nov. Der Polizist Keegan wurde in Albany Ave. als Leiche mit einer Wunde im Kopfe gefunden.

Man hat keine Spur von dem Mölder.

DaSBegnadiguoaigesuch. Ehicag'o. 4. Nov. Petitionen um

Ctl ....v1.iim.im ln(in C.f t f1li4 in

Ztbültt a e su cd tl . I je"" iuu(ii BMm '

ecltt. Toast da, ich billiaft eründli in Keluck von Detroit trua 2 500 Unter

l.ra. oll.n. fi..a leg.vh.tt S7 Higft,. - S . . .... U....X roix rnn CCM

igilicn, uuii viaiiu wiupius vw.

ganze Zahl der Unterschriften beträgt

bereits über 200.000. Die Delegation. welche da? Gesuch üderbrinpt. wird au

100 Personen bestehen.

Zu vermiethen.

8 itirnlMbtn: Sn fTcc tau. Nach,'

ttMn bet . D. o(f&t(, 513 Cft Da träte. i

Hu etmtttbcn: axttJfiie (lefaiftl&auf.

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innrer-, ttotug an üftattcotf, ertuq von delbvstrzi .. Würaier. 83 Di üa'bia.tJt

tra. da

Zu verkaufen.

Ausgelöst. New Aldany. 4. Nov. District

Assemdly No. 3115 der ttnigU? os La

bor. welche einst 800 Mitglieder hatte, ist

Zu erkaufen: a. Saloo nebst oanln jijiul auf 70 zusammengeschrumpft und hat stch

du oum xuRCiCQitt tn mi ia?e 8iunion vtvQn. i , Str i(lat ipentoümet tft a, rsnthkU" I aUlgtl0I.

halber t&l e'chäft au'iugeben. achzufr'" tn Ut Cfilct ti. Ölt. 2315no

Verschiedenes.

lAditorielies.

OollmaAKn

erde auiefr:tat un tltt an utor inge gv Nachricht, CslR iSCff. VaV'.S OUf ,o,en vcn S. Bütfller, o 83 Oft fSafhtneton ,Y. . r ,fx n ' -cl rott. 4$ cm;t unb biiifl urturtj. da den Tod erkrankt sel, war falsch, lär l

. r . v . r v r . n v . cn.

vollmachte i QCuno uno idovi uno iui ic cer ai

3en auz.s.rtizt cnb Ifcer. au, .e..,,. v-- nfelnnber

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RciUiaa Zixilt. $:cnt und biUtg Bedienung.

Zamdörser

ber wohlbekanute Hutmaun hat das größte Lager von

H erb ft - Hüten !

Unsere Preise find ebeuso niedrig als in ir gend einem andern Gkschäst uzd wir werde

versagen die Kantschaft der deutschen Vüraer

dieser Stadt nn, durch freundliche Vediennvg uns nicht wie die meisten Historiker eine

zu sicher?. BAMBEmm

?Zv. li SS Wasbinqtvuyr

Wenn wir eine neue Erscheinung

auf dem Gebiete der Literatur in . der editoriellen Spalte besprechen, so geschieht das, weil wir eS mit einem der vortress

lichsten Bücher zu thun haben, das wir seit Langem gelesen. Wir meinen daS

neue Werk Gronlund'S : "Ca ira, oder

Danton in der französischen Revolution." Der Verfasser nennt eS eine Studie, und dem Beispiele BuckleS folgend, giebt er

söes - Anzeige.

5 Zrenen und Bekannten dt. traurige AaHriZt.

I! unser zeliebter Sater und Schmiegerrater. Joseph Fürst,

Dorne ftg. den 3. November, bend, 7 Njr,

ach kur,er rankktt tm Alter ,o 71 JaZren sar.ft

im Heriu entschle-sen ist

Vi Beerdtzung ftidet am Samstag, den 5. Novem dir. Kargen, 9 Uh', rom Traueriaase, No. 161

Union Strafe au, att. wo,u ergeben einladen Die trauern en Hinterdltebene Karl Aürft, ) Ios.vdtn, Z Fü.st. Hutmi j iCürfl.

bloße Zusammenstellung von Thatsachen,

sondern ein geschichtsphilosophisches Werk. Was wir bis jetzt über die französische

Revolution lasen, Carlyle nicht ausge-

nommen, gewährt keinen Einblick in den Geist der Zeit, lehrt nicht ihren Zusam menhang mit dem sozialen Fortschritt,

oder vielmehr der gesellschaftlichen Ent-

! Wicklung. Hier haben wir ein Buch vor

uns, welches daS Drama von 1739

1794 gerade zu diesem Zwecke behandelt.

Der Verfasser ist wie Marx und Las

falle in seiner Philosophie Hegelianer.

Was ist, daS ist vernünftig. Es handelt

sich also darum, die Bedeutung des Er

eignijses zu ergründen und die Frage zu

lösen, warum dasselbe eintreten, und ver

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ftirolinc iiü-st. 1 Kindel I ins?n mtlttto. frm tet hcritpf.

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tDf.rt töömtr. CtiiOlt Offman,

sii.a,, i stger.

wiii'r r gflhnC ?ug,n I 0-ffman,) co'nc oftaal t MÜtfk. t

pro Kernel, i Sckwiexer

Loulse gärst. t Töchter. go. Äemtl. S

3

Da ist es wohl selbstverständlich, daß

der Verfasser den Standpunkt einnimmt.

daß die französische Revolution erfolgreich

war, und daß er die Behauptung mancher

Schriftsteller, daß sie vollständig erfolg

w m m m . w m m.

los gewesen fei, auf's nergtschste zu

widerlegen sucht.

Die Entwicklung sagt er, sei zwar eine

stetige, aber nicht etwa in der stetigen

Weise des Wachsthums einer Pflanze.

Der normale Zustand der Gesellschaft sei vielmehr der der Ruhe, und nur perio

denweise trete ein rasches Fortschreiten

der Entwicklung ein. Diese Perioden

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:c v: .t -

Di. eerdtzung findet morgen Natmitia, na Z ,ttiv nuuf tyui vik UCCergangspsilOOeN

Ahr, oom Trauerhaus', üdeft Sck Tefse und k yg einem StadiUM der Ruh? ZUM NN'

a? r-age, an paii. N Theilrahme bitten die triuernden Itern. AuliukMovke, Mary VXiiZte,

Todes-Anzeige.

verwandten und Freunden Ue traurige achrich.

i nnlere geliebte Tocht', atti?, Julia,

geern Nachmittag vm 3 Uhr, t lttr von 1 Jahr

3

HochzeitSgeschenke.

dern. In diesen Uebergangsperioden ist

die Bewegung in der Gesellschaft eine hef

t:ge, und in dem Stadium der Ruhe das

folgt, steht die Menschheit immer auf ei'

ner höheren Stufe, als in dem vorherge-

gangenen. ! erft frtStitm Tfitf in

... . ,, .... m ,f , . I mt v . I. V .V. W IMIII VV IHVt i v Iti feinste und liligst u,ahl on Varlor .I ' v . r 1 . I ItlUAOilmilM 1 All M M 4 M.4 Vam AMAcaAtt

jtano, tudir,, ange unb leo amxen ,m , yiiviut vcuuu iau cu tyiuucu

etaa e. eft. Qualität silberrlattirten Mefl.tn. geschichtlichen Voneit und endet mit der

adeln und Löfs.l. HauVtqaltitk ,ur :mxen n, - - - - Fackeln, eft, Oel und aso:i!,. Fein Wash.Set, römische Republik. DüNN folgt die Ue-

?h...nd Tin.r.LrVie.,. N.u.ft. rl.n. bergangsperiode von 400 Jahren bis zur No. 30 und 32 Nord Illinois Straße. Einführung des Christenthums. Das

Telephon??. zweite Stadium beginnt mit der Entste-

IT. I. üUMi'. f, es CbrikZentbumS und endet mit

f f , v der Reformation. Diese bildet den An-

fang der Uebergangsperiode, deren nahes Ende wir jetzt vor unS haben, und von

der aus wir das dritte Stadium betreten

werden.

Die französische Revolution konnte noch

nicht direkt in daS neue Stadium führen, sondern war nur ein Schritt dahin inner halb der Uebergangsperiode.

Er zeigt, daß es keine Revolution deS

10 Cts. das Pfun d Volkes, sondern eine Revolution des Mit " I... t?. ...i. .i... m . !

telltanoes gegen cie seuoaten Prlvltegten

Feinster Gslöew

WöS

Kaffes

Er ist der beste in der Stadt.

& Z,. Mueller.

200 Ost Wasbiugtougr.

war, und als solche war sie vollständig

erfolgreich, denn der Mittelstand, die Bourgeoisie vernichtete die Feudalprivile

gien und wurde zur herrschenden Klasse.

Der nächste Schritt in dieser UebergangZperiode ist die Revolution deö Volkes

gezen bis Bourgeoisie. Diese braucht

ebenso venig eine blutige Revolution zu sein, wie die französische Revolution eine

blutige war. Wie diese kann sie friedlich verlaufen. Denn mit der Einführung der neuen Verfaffung und der Berufung der Rationalversammlung war die Revolution voll ständig, war sie. fertig, zu Ende. Bis dahin war kein Tropfen Blut vergossen worden. WaS nachher kam, die Metze

leien und die Schreckensregierung, sie wa ren das Werk der Gegenrevolution, deS

Versuchs von Seiten der gestürzten Mächte, das Verlorene wieder zu gewin,

nen, und die neue, auf den äußersten In dividualismus gestützte, die freie Eonkur renz zum Prinzip habende UebergangS perione der gesellschaftlichen Ordnung

wieder zu stürzen.

Interessant ist es, zu lesen, welche Ge

setze die durch die . Revolution etablirte Regierung erließ und wie trotz aller

Schrecken eS doch immerhin wahr ist, daß

die früher alljährlich in VariS erschienene Hungersnoth durch diese Gesetze während

der Revolutionsjahre vermieden wurde.

Der Verfasser, der ganz und gar auf

dem Boden deS modernen SozialismuS

steht, Philosophie dann am Schlüsse deS

Buches über die künftige GtsellschaftS.

ordnung, welche, dem Individualismus

entgegengesetzt, nothwendiger Weise auf der Grundlage deS CollektivismuS be ruhen müsse.

WaS Danton anbetrifft, so bildet dessen

Theilnahme an der Revolution gewisser

maßen nur eine Episode des Buches und

eS ist das Bestreben deS Verfassers, die

gegen den HeroS der Revolution geschleu

derten Verleumdungen bloßzustellen.

Wir möchten Jedem, der soziale Fra

gen vom Standpunkte historischer For schunz auS studiren will, ernstlich rathen,

das vortreffliche Buch zu lesen. ES ist im Verlage von Lee und She'perd in Boston erschienen und kann durch jede Buchhand

lung bezogen werden. ...

DrahtnaHrichten.

Oberr i ch ter Waite bedroht.

Washington. 3: Nov. Ober

richter Wa'te wurde seil einigen Tagen von Anhänaern der verurtheillen Cdi

cagoer Anarchisten nicht auS dem Auge

gelassen und gestern Ädend wurde der

Versuch gemacht, ihn aus dem Wege zu räumen.' Bald nach sechs Uhr. wädrend

der Richter dei Tische sak. wuroe ihm

durch einen Spezialboten vom Postamt

ein Paqiet üdeibracht, von dem man

vermuthete, daß eS eine Höllenmaschine

enthielt. Waite nahm dasselbe nicht per

iönlich in Empfang dies besorete ein Diener; er nahm eS jedoch später in sein

Bibliothekzimmer und war rair t be schästigt, eS zu öffnen, alS.'lr den !fähr lichtn Clzarktt deS JihaltS entdeckte

Durch Zufall hüt'e stch einir der Drähte

vom Deckel der Schachtel gelöst, so dzß dieser geöffnet werden konnte, ohne einen

Druck auf denselben auLzuüben. Wäre

dieser'glückliche Zusall nicht ungetnten.

so wäre Odcrrichtir Wait; nicht Miht Die Schachtel, von der aemönlichen Art

in welche man ValentineZ verschickt, ist

ungefähr 8 Zoll lang. 6 Zoll treit und

einen halben Zoll tuf. In derselben be findet stch eine mit einer dunklen Flüssig

keit angefüllte, gebogene Glaöröhre, der

übrige Theil der Schachtel ist mit Spreng

pulver angefüllt An der Glasröhre ist

ein Draht befestigt und dieser wieder an den Deckel der Schachts. Beim Versuch

den Deckel zu öffaen. hatte die GlaSlöhre

nnbedingt. zerbrechen müssen und die Ver

bindung der Flüssigkeit mit dem Spren

pulvtk hätte eine Ezploston zur Folge ge

habt. Daourcy. vak der Wrayt nch vom

Deckel gelöst hatte, wurde diese Wirkung

nicht hervorgebracht. Bald nach dem Bekanntwerden deS JnhzllS. wurse die Polizei benachrichtigt und die Schachtel

befindet sich jetzt auf der Polizeistalion Die Polizei behaupt, das sie dem Adsen der der Schachtel auf der Spur sei.

Die verurtheillen Anarchisten. C h i c a g o, 3. Nov. Gestun Abend

bezogen 54, mit Winchester Gewehren be waffnete Polizisten da County Gesäng

niß. Sie wlr)en bis nach dem ll.d. M.

doit verbleiben. In und um dem Ge

fängnik ist alles ruhig und die durch die

Entscheidung des ObergerichtS hervorge

rufene Aufregung hat sich gelegt. Der

Sheriff hat mit Errichtung des Blutze rüsteS begonnen. DaS HauvtereiniK im

Gefängniß war heute Morgen die fast

eine halbe Stunde dauernde Unterredung

der sieben' Vermtheilten mit Cpt. Black

und L S. Oliver. Ueber den Jnhal

derselben ist nichts bekannt. Dr

Schmidt. Frank Stauber und Georg

Schilling besuchten Spie heule Nach mittag. Sie überreichten ihm ein Sch ist

stück und eine eindringliche Unterredung

folgte. Spie schien keine Luft zu haben.

auf den Vorschlag -tue Drei einzugehen

und man hörte,. vie Staubn sagte: .Die? ist die letzteGelegenhelt Nach, dem noch einige Zeit hin und htr ge sprachen worden war. verlangte SpieS eine Feder und unterzeichnete seinen Na men aus dem in Rede stehenden Schriftstück. Im Laufe deS Tage durchzog Frau ParfonS einige Hauptstraßen der Stadt und verkaufte eine Brochüre. be titelt: .War eS ein unparteiischer Pro

zeß V Der Z drang von Kauflustigen und Neugierigen war enorm und zu verschie denen Malt war die Passage vollständig gesperrt. In ein paar Ständen ver

kauste sie fast ÄXX) Ex:mplare. zu fünf Eerts daS Stucks Chicago. 3 Nov. Spie?, Fielden und Schlvab unterzeichneten heute Nach mittag die Petition, in welcher der Gou verneur um Umwandlung der Todesstrafe ersucht wird: Diese Drei haben kein Schreiben an den Gouverneur gericht t des Inhalt?, taß ste eine Begnadigung nicht annehmen würden. ParsonS. Lingg. Engel und Fischer eigelten stch entschieden, zu untlrzeichnen und wiesen jeden daraus hinzielenden Versuch zurück. . Auch SpieS, Fielden und Schwab un. terzeichneten erst nach langem und wieder hollem Zureden ihrer Freunde. George Francis Tratn übtrsantt! heute jedem der Verurtheilten einen Korb Flüchte, mit einem Fünsdollarschein da ran beftstigt. Die AmnestieAssocia!ion erhielt beute aus verfchiedenen Gegenden des Westens Petitionen, in welchen um Umwandlung

der TodeSsttase gebeten wird. Die Vor bereitungen, alle eingelauseneu Petitionen dem Gouverneur in Sprlngfield zu über

eichen, sind nahezu vollendet. Die Dele

gation wird auS über 100 Personen be

stehen und die verschiedenartigsten Ge werbe vlrtklten. Führer der Delegation

werden sein: C. G. D'lan, Senator Burke und die Repräsentirten Wright und Rohrbach.

Protest. Milwaukee. 3. Nov. Die diesige

freie Gemeinde faßte Proteflbeschlüffe ge

gen die Hinrichtnna der Anarchisten.

WahefchNnfich ersunder.

Washington. 3 Nor. Gewisse

Umstände deuten darauf hin. daß daö

angeblich gegen den Oderrichter Waite

ausgeführte Altntat auf einer Mystifica'

tion beruht. Die Person, welche die Aus

Wirksamkeit der Polizei auf den Vorfall

lenkte, ist ein junger Mann, welcher stch

damit beschäftigt, Zeitung Crrespon

denzen zu verkaufen und gilt vielen als

nicht sehe glaubwürdig.

Der Unglücks-Pfannkuchen

St. Louis. 3. Nov. Frau 'Anna Sachs, die unglückliche Deutsche, welche

bei dem Besuche deS Präsidenten dahier

der Frau Eleveland aus Bewunderung

oder Zufall einen heißen Pfannkuchen in

den Schooß warf und dafür verhaftet

und zu einer Strafe von $50 und den

Kosten verurtheilt wurde, hat ihre Sache

vor die höhere Instanz gebracht. Diese

hat jetzt die Strafe auf $15 erniedrigt.

nach deren Bezahlung die arme grau auf

freien Fuß gesltzt wurde. St. Loutser Sederstreik.

St. LouiS. 3. Nov. Heute früh

um 10 Uhr streikten die zur Union gehö

rigen Accidenzfetzer dahier. im Ganzen

150, behufs Lohnerhöhung. Die .Great Western Printtng Co." ist die einzige Firma, welche die Foederung der Leute

gewährt bat. Die Zeitungen werden

nicht durch diesen Streik beeirträchtigt. 0 Setz erstreik 'in Rochester.

Rechtster. N V.. 3. Nov. Die

Setzer sämmtlicher täglichen Blätter da hier legten heute Abend die Arbeit nie

der. Die Blätter werden jedoch morgen srüh erscheinen. Die Streiker verlangen

Lohnerhöhung. Ver Üabti.

Bazalne machte, bezeugten medizinische Sachverständige, daß der Angeklaate da? Opser .patrictischen Wahnsinns und daher für seine Handlungen nicht verant lich sei. Der Prozeß wird morgen zu Ende kommen.

Nihilisten Verschwörung. Wien, 3. Nov. Eir.e Depesche von St. Peterköurg meldet, daß dort wieder eine Nihilisten Verschwörung entdeckt avrde. Der Versammlungkplatz der Verschworenen befand sich im Haufe eines ApothektrS. Namens Schupp?. Die

Polizei übetfiel daS Hau bei Nacht und

machte mehnre Verhaftungen. Auch eine

Anzahl Bomben wurde vorgefunden. .

O'B rienimGefängniö. London, 3. Nov. Die Freunde

O'BrienS find ärgerlich und enttäuscht zugleich, daß die Regierung ihn im Tu!

omore Gefängnis unterbringen lieb.

Er wird dadurch dir möglichen Vortheile beraubt, welche die Nähe skiner Freunde

hm verschaffen könrte. Soweit hat er ich der Gesängnik'Dikciplin nicht un erworfen, doch wird sein Widerstand

nicht lange anhalten können und er wird

stch der Gewalt fügen müssen. Heute

rückte auch ein Detachment Militär in

Tullamora ein, die eisten Soldaten, die

man do,t seit fünf Jahren sieht. Den

beiden Priestern O'Reilly und Murphy. welche Nctionalisten find, 'ist der Verkehr

mit O'ölikn verboten wolden, wogegen

ie beiden Anti'Nationatisten McElroy

und Murray. ebenfalls Priestr, freien

Zutritt hoben.

EchissSnchrichten.

Neues Gewehr.

Berlin. 3. Nov. In den deutschen

militärischen Kreisen wird die Einsührung

eine? neuen JnfanteriegewehrS von klei nerem Kaliber ernstlich in Erwägung ge zogen.

Seine Mittel erlauben ihm

das. München. 3. Nov. W. K. Vander

bilt hat das dcm verstorbenen König von

Bayern gehörende Schloß Linderhof für

nächsten Sommer gemiethet. El dem

Eisenbahnkönig zu verkaufen, lehnte die

bayerische Regierung ab. CirkuS verbrannt.

Hamburg. 3. Nov. Der berühmte

CirkuS Renz ist niedergebrannt.

Schützen. patriotischenWahn.

sinn" vor.

M ad r id. 3. Nov. In der heutigen

Prozeßverhandlung Hillayand'S, welcher

den Mordansall auf den El'Marschall

Angekommen in : ' New V or k: .Pennland" von Ant

werpen.

London: .Lydian Monarch

New York.

Liverpool: .Nova Scotia'

Baltimore.

Southampton: .Saale"

New Vork nach Bremen.

Q u e e n s t o w n : .Adrat'.c". .Ne

vada- von Baltimore.

von

von

von

Vom Auslande. 15: i n c Klaget deren ( n U stehungLgeschlchte bis in das sechszehnte Jahrhundert zurückdatirt, gelangte jüngst vor dem Berliner Kammergericht zur Verhandlung. In den Jahren 1703 und 1726 wanderten 12 Pfälzerfamilien reformirter Confession in Brandenburg ein. Dieselben waren durch Ludwig XIV. aus ihrer Heimatb vertrieben. Auf Äefehl des Königs Friedrich I. und des Königs Friedrich Wilhelm I. wurde diesen Einwanderern ein Rittergut, das

seit 1534 der Qstabt Brenzlau geHorte, als Wohnsitz überwiesen. Tiefes Rittergut war dWch die Verwüstungen des 80jährigen Krieges unbebaut liegen geblieben und wurde anläßlich dessen oie wüste Mark" genannt. Die eingewanderten, Pfälzer machten dies Land wieder urbar und siedelten sich daselbst an. Die Nachkommen dieser Einwanderer bcwohnen noch heute diese Colonie, die Dorf Vuchholz" im Kreise Templin belegen, genannt wird. Die Stadt Prcnzlau machte nun vor einiger Zeit EigenthumSrcchte geltend, und strengte, da dies ohne Erfolg, blieb, zunächst gegen den Bauer Veehly die Klage an. Der erste Richter hat auch zu Gunsten der Stadt Prenzlan entschieden und zwar, weil 1823 bereits rechtskräftig dahin entschieden sei, daß die Bauern in Buchholz nicht als Erbpächtcr, sondern nur als Zeitpachtcr anzusehen. ' Die Stadt Prenzlau hat auf Grund dieser Entschcidung auch den Bauer Vechln in so weit mittlren lassen, . als sie sämmtliche Acckcr und Wiesen in Besitz nahm. Der Vertreter des Bcehly,Ncchtsanwalt Kuh, legte Berufung ein, indem er die Behauptung aufstellte, daß die Vorfahren der. Bewohner von Vuchholz im Jahre 1738 mit der Stadt Prenzlau einen Vcrtrag geschlossen, nach welchem sie Erbpächtea ihrer Besitzungen würden. Auf Grund der Landeskultur - Gesetzgebung seien sie dann Eigenthümer ihrer Vcsitzungen geworden. Dieser Vertrag habe im Jahre 1823 nicht vorgelegt werden können, habe sich aber inzwischen vorgefunden und sei ebenso wie die Immediatbecichte, welche d!e frühere kurfürst'. liche Kriegs- und Domäncnkammer an die Könige Friedrich I.' und Friedrich Wilhelm 1. erstattete, im Besitze der Stadt Prenzlau. Da diese die Herausgabc der erwähnten Aktenstücke verweigerte, so suchten die Vuchholzcr Bauern eine Audien; bei dem Kronprinzen nach und reichten ein schriftliches Gesuch ein, das dem Justizminister zur Prüfung vorgelegt wurde. Allein am 2S. Mai d. IS. wurden die Bittsteller von dem Justizminister bcnachrichtigt, daß nach den angestellten Ermitte jungen der Magistrat der Stadt Prenzlau es ablehnt, die in dem dortigen Archive befindlichen Akten und Urkunden anders als auf richterliche Entscheidung vorzulegen." In der jüngsten Berhandlung war der Bauer Bcehln nebst mehreren anderen Bauern von Vuchholz im Gerichtssaale erschienen, und nach kurzer Berathung beschloß der Gerichtshof, der Stadt Prenzlau auszugeben, die ver langten Urkunden dem- Gerichtshofe in ffwem neuen Termine vorzuleben.

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