Indiana Tribüne, Volume 11, Number 43, Indianapolis, Marion County, 31 October 1887 — Page 1

T-F WSV v wa- v R yffc :ezirrs? Zshrgsgz 11. Ofstee : No. 120 M arölsüd Steche. gJnnnn: 43. Jadicmapolio, Zudiaua, Montag, deo 31. Oktober i7.

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eneö per Telegraph. Qctler sichten. Washington. 31 Okt. Wärmm; Wktler. darauf wieder etma? küdlere? Witltt. Streik z u End,. Vincenneö. 31. Okt. Der Streik der Kodlenarüder ist zu Ende. Der gröUe Theil ihrer Rslrhtiunarn ur)e betNlUiat

Ein valsendes Land kür sie.!

Constantinopel. 31. Okt. Die Mormonen baden bei derPstrte ange srat. ob sie in der Türkei eine Eolonie gründen dürsen. WarZchkinliÄ iid

eZ ihnen gestattlt melden.

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Wir haben eine Regierung für daS

Monopol und durch das Monopol. Was

wir anstreben ilt eins Regierung für daS Volk und durch das Volk, aber keine welche man blog-so nennt, sondern, eine

welche das auch ist.

Ludwiz der Sechz hnte sagte :

1 Etat c est moi ! Der Staat bin ich.

Heute sagen die Kapitalisten und Mono polisten: IEtat c'cst nous! Der

Staat find wir ! Die Geschichte der Zu

kunst wird zeigen, daß die Kapitalisten

und Monopoltsten ebensowenig der Staat

md, Wie ein König es ist. Der Staat ist die organistrte mensch' !che Gesellschaft. Diese Organisation muß

Schritt halten mit den Forschritten der

Menschen, mit den Fortschritten der Kunst

und des Wissens, andernfalls mu sie zu

Grunde gehen und eine neue Organisation

muß an ihre Stelle treten. Die heu

tize Staatsform ist noch dieselbe-wie die vor 2003 und mehr Jahren, die Mensch

heit aber ist seitdem mächtig vorgeschrittcn. Die heutige Staatsform kann deshalb auch nicht lange mehr bestehen.

Der Cleveland Anzeiger" schreibt :

Den Vertheidigern der Anarchrsten

bat das Aundes'Ooergericht bis i tzt ganz

aukr0tdentllche uzttan0nU: gemacht

Gwöhnl'ch daif cer Antrag, ein vrit

of error' zu bewilligen, gar nicht argu.

mentnl werden, sond.rn die Antlagstellrr

haben bloß anzuführen, daß es sich um

me soaenannte Uicr. ötaatengraae han

delt. N'.chter Harlan aber gab den Ver

theidtgern in Ourn Falle die iÄclegenhelt.

ihre Angaben auch zu begründen, und

zwar unmittelbar vor dem ganzen (öe-

llchtshofe. Letzterer gins dann noch wei

ter, ineem er sich entschloß. Ärgumente

anzuhören, nicht blos über den Punkt,

ob iracno welche Vundesiraaen im

Staats-Obergericht thalsächlich erhoben

unk entschieden wurden, sondern auch über

die Art dieser Fragen." Die Vertheidi

ger und somit in der Laze, weit über die rein technischen Einwände hinauszugehen.

auf welche sie lbre N chtigkeiisbeschwerde gestützt hatten. Od letztere schließlich wirk)

bewilligt werden können, ist natürlich noch

sehr die Fraae. aber man wird dem böch

sten Gerichtsbofe unter- allen Umstanden

die Anerkennung nicht versagen können.

daß er stck über die seit 100 Jabren be stehenden Präcedenzen hinweggesetzt bat.

um den Beschwerden der Acht gedührenve

Aufmerksamkeit widmen zu können."

Wir differiren sehr mit dem Anzeiger"

in dieser Sache. Das Verfahren deS

Oberbundeszerichtes zeigt durchaus nicht.

daß dasselbe den Beschwerden der Acht gebührende Aufmerksamkeit zu schenken

Willens ist, sondern unserer Ansicht nach

das Gegentheil. Die Verhandlungen vor dem Oberbun

desgericht sind nicht die Appellation selbst.

sondern es handelt sich bloß um die Er

laubniß appelliren zu dürfen. Der

writ o5 error, den die Verurtheilten ver langen, ist bloß die Erlaubniß zum Appel liren, aber er entscheidet den Fall nicht

DaS Gericht kann den Writ" bewilligen und dann doch gezen die Beurtheilten

entsche-den.

Nun war es bis jetzt die Praxis, daß

ein einzelnerNichterden Writ" bewilligte.

selbst wenn es zweifelhaft war, ob Grund

zur Appellation an die Bundesgerichte

vorlag, oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit

war sür den Nichts maßgebend und es

war niemals besonders schwer, den Writ"

zu erlangen.

Hier aber verlangen die Richter mehr.

sie verlangen, daß die Gewißheit, ich bloß die Wahrscheinlichkeit des Appella tionszrundes nachgewiesen werde, sie ver

langen, daß eine Mehrheit des ganzen aus neun Richtern bestehenden Gerichtshofes,

nicht bloß ein Nichter überzeugt werde,

und sie citiren, was sonst nie der Fall

war, auch den gegnerischen Anwalt herbei,

von dem doch gewiß nichts Andere? zu er warten war, als daß er alle möglichen

Gegenzründe vorbrachte.

Da scheint es uns doch, daß der Ge-

richtshöf die PrLc?denzfälle nur bei Seite

setzte, um den Verurtheilten alle mögli chen Schwierigkeiten in den Weg zu legen. Das stimmt auch mit allem früher Vor gegangenen mehr überein, und so wirds wohl auch sein. ' Drahtnachrichten. Aier in derSoldatenbeimalb. D a y t o n, O., 30. Okt. Gen. Pat rick. Gouverröc der Soldotendeimatd.

sagt in Bezug auf die Einriatung der BterbaUe daielbst: Vom 12 Juli 1833

bis 1. Juli 1886 wurden in Day'on 433

Soldaten meen Trunkenheit vertastkt

In demselben Ztttroum nach Einrichtung

dlr Bierha.kle wurden bloß 271 verbafiet.

In 1835 erkranlt.n 35 an AlkodoltSmuS.

36 in 1836. im letzt:n Jlhre bloß 14

Nicht in Fünftel durch Trinken Ei krank-

ter kam ins Hosp ii!. Nie war die

DiSz plin biss r.

.ES freut mich, sagen zu fönnt-n, silgle

der Gouverneur bei. .daß selbst die ingtjleilchtegen Pkohidiiio'istm zugtben müssen, da die Errichtung der Bierholle von den besten Jolgkn degleittt ist. Bloß

Fanatiker, welche niema.I hier waren uns

Nicht die geringste Kenntniß von den

Verhältnissen laden, können sagen : Nie

der mit dem Birialoon in der Soldaten

dimatd. Jeder Oisiner w rö bestätigen. daß seit der Einrichtung der Bttrhallt

Laster. V rbrechen. Trunksucht. Kcankdei,

und Verschwendung abgenommen haben

Die Zrbl der gegenmürtig in der Heimatd

BksindllÄen ist 4284, die DukchschniltZ.

gabt betragt 5176.

Gould' schlecdteS Gerotflen

New Bork. 30. Ott. DaS.Evenina

Telegram" behaup:ete gestern auf Grund eines Interviews. Jay Gould gebe deS wegen ii.'S Aukland, um am 11. Novem der. dem Tage, an welchim die verurtlzeil

ten Cöicagoer Anarchisten lzingericht't werden sollen, richt in den Ver. Staaten zu fein, weil er die Rache der Anarchisten

fürcht-. Er behaupt,, sagt daS B'att. die

Anarchisten hielten idn für die Bereite

lung d.r Achistunder.bkwegung. sür die

Splkngung der C)!caaoer Heum.rkt-

Versammlung und den mysteriösen Bom

benmuif und für die Veruethlilung ihrer

i ibaski'tn Genossen in erster Linie ver ant votiich und er hade schon viele Droh briefe erhalten, die ihm schließtich doch große Angst machten.

Central Labor Union in New V ork. New Z) ork.30. Okt In der heuti g?n Äeriammlung der Central Lader Union ging eS sehr lörinend zu. Die Henry George Lkvl und die Sozialisten

jchimpsken aus einander Io3 und schließlich

murren zmelMitglieder. welche am meisten

Märn matten, au8 der Halle aemieten.

Ein Schreiben von den Jederrit d TradeS UnionZ vure verlesen, wrrln empfoblen wird. im F'lle die Ccaoer narclisten gedüngt werden, einen allgemeinen Streik in Scene zu srtzen. Da Scheiden vurke

an ein Comite vr vielen.

Untergang eine Schis f.eS M i l m a u k e e . 30. Okt. Der BaffagierSampfer .V.raon- ging während eines schrecklichen SturmeS aus dem 'Hkichigan See mit Mann und MauS unter. Die Mannscha'.t bestand auS 22 Personen, die Zahl der Passagiere ist un bekannt. Entsetzlich. St LouiS, 30. Okt. BeldkrSckluß. Vorstellung der .Letzien Tage von Pom-

peii" stieg Antonio JnfanteS mit einem

mit heiber Lust gesüllken Ballon auf. In

einec Höhe von 500 Fuß platzte der Bal

lon. JnfanteS fiel herab und gerade auf

eine eiserne Stange, von welcher Raketen

abgeschossen worden waren. Der Unglück

liche wurde aufgespießt und war sofort

todt. '

EinBrief an denPräfidenten.

Washington. 30. Oft. Im Wei

fetn HauS ist gestern folgendes an den

Präsidenten Cleveland adressirte

Schreiben eingetroffen : .Im Haag. Holl.. 15. Okt. An den Prüstver ten der Ver. Staaten. Der Generalroth der Socialdemoke Föderation in Holland, welcher Etitkü

stung suhlt üblr lai infame Urtheil deS Jllinoiser OderstaatSgerichlS im Falle der

Chicago? Anarchisten, hält an der Mel m . rrn 9 f m

nung fest. 00.B oas wtxjtri einer Bomvk in der Versammlung vom 4. Mai 1886

provocirt wurde durch einen niederträch tiaen Angriff der Polizei auf daS Rede

freiheitSRecht des Volke. Ferner ist.

da der Werft? der Bombe gar nicht be

kannt ist. die Anschuldigung gegen die 7

Anarchisten, die That verschuldet zu

baden, eine lediglich willkürliche und der

Ausfluß von Klusienhaß Deshalb pro

testirt die sccialdemolrztische Jöderotion

von Holland im Namen der Menschlich

ke t. Freiheit und Gerechtigkeit gegen die

Vollstreckung de TodeSurtheilS über die

Chicagoer Anarchisten, und indem wir

die bischenden Klassen verachten, weil sie sich zu Mitschuldigen de Morde machen, werden wir den Präsidenten der Ver. Staaten persönlich dafür vk'a-t wcr lich machen, wenn Jenen da Leben genommen wird. (Gez.) Der Genekalrath. C Cr o l l. SekrrtZr KnightSofLadorprotestiren

New York. 30 Oltob. Unter den Auspizien, der KnigitZ of Labor fand beute Abend auf dem Union Sqare eine

Protestoerlaatmlung gegen die Hinrich tun der Chicagoer Anarchisten statt.

E wurden Resolutionen aigenommen.

welchen tai OdertundeSgericht direkt aufaefordlrt wird, zu Gunsten der Ver utt?eilt,n zu entscheiden.

Außerdem wurde ein Comite ernannt.

welche, fall da Bundesgericht unür stig

entscheiden foLte, vr öilich beim Gou

virneue von Jllinoi vorsprechen wird. Die Anarchisten. Geistliche

verdammen da Tode urtbei'l. Chicago. 20 Okt. .ES heilt dab

zuveelüssige Mitheilungen dahin geben.

dak Samuel Fielden unter allen Um ständen vom Gouverneur begnadigt

werden wir''. Prominent: Geschäftsleute

haben den Gouverneur um die Begnadi

gung JieidenS angegangen und Fielden

soll selbst die Plt t on unlttschtieben

haben. (?)

ES heißt ferner, daß der Gouverneur

geneigt wäre. PzrsonS, Schwab und Fischer ebenfalls zu begnadigen wenn sie um Gnade bitten würden.

Chicago 30 Okt. Pastsr I V.

Blake von der dritten Unitarier Kirche gab beute Morgen bei dem zahlreich br suchten Gottesdienst feine Gründe dafür an. warum die Anarchisten nicht gehängt werden sollten. '

Er sagte ur.t:r Anderjn: .Ich halte

diese Leute für schuldig in gewissem

Sinne, aber sie gehören nicht zu den ge

wöhnlichen Verbrechern, j Diese Männer

stnd die Produkte unserer sozialen Einrich

tungen. Der Widerstand gegen die

Tyrannei wast in ihrem Blute. Man mag sagen, die Handkinsiveise dieser

Leute wäre in Europa zu entschuldigen.

aber nicht hier, wo wir daS allgemeine

Stimmrecht haben. Ich aber frage.

haben w'r einen unb.-fleckten (pitt-o)

Stimmkasten? Werden unsere Legis

la'uren nicht gekauft, werden die Wahl

resultate nicht gkfälscht, werden die

Stimmküsten nicht gestohlen? BegeN nicht die riestze Conzentraiion

des ftjp-.tjis die schändlichsten Geletzner. letzungen. indem sie die Gesetzgeber kaust und dem Volke trotzt?

Ich kann solche Handlungsweise mit keinem andern Namen a!S m t V,rbrkchen

bezeichnen, und durh solche Verbrechen matt man Anarchisten.

Nachdem der Pastor seine Rede beendigt

halte. verlaS er eine Begnabigungip tltion an den Gouverneur, welche sofort

mit 100 U terschrifien bedecke wurde. Ein Comite wurde ernannt um nach Lprinsicld zu reifen und daS BegnadigungSgefuch dem Gauvtrneur zu unteibreiten New York, 30. Oktob. Prsisior Felix Adler Ki'll heute vor seiner Gl meinde in Chickring Hall einen Vo t a , über die verurtheilten Anarchisten, und sprach sich gegen die Ausführung deS TodeSurtheilS au?. Al er einen Thnl der Rede Fielden'S verlaS, wurde auf der Gallerie staek applaudirt. Dem Applaus folgte Zischen und der Rednir untersagte fide weit re Demonstration. Scdisse)uchrtcdren.

Angekommen in: New Pork: .Bobemia" von Ham bürg, .La Bratagne- von Havre. London: .Hkloet a" von NewPork QueenStown: .Bolhnia' von Boston Deutfcbe -Lokal - Nachrichten . Aus der Sheinp salz. f In Kirchheimbolanden der, frühere Vezirkshauptmann,I!eg!erungsrathKollmann. In Vellhcim erhängte sich Mi? chael Venz, ein Vater von 7 Kindern, in Welchweiler ertränkte sich die an Geistesstörung leidende (Zhefrau des Ackerers Gras. In Visterschied wurde das Kind deS Ackerers Lange todtgcfahren. in Frankcnthal wurde der Arbeiter Schick lebensgefährlich gequetscht und der Mau, rer Seb. Golfong von fallendem Gestein tödtlich getroffen; in Kaiserslautern wur? de der Erdarbeiter Wilh. Bernhard von einem 200 Centner schweren Thonklumpen erschlagen ; in PirmasenS wurde der Wirth H. Gaulatz todtgefahren, in Niesernheim starb der Tagner I. Stumpf in Folge eines Sturzes. Vraunschmeig. Anhalt. Lippe. W a l d e ck. Das Anwesen des Altoater Sprengel in Lutter a. V. ist durch Feuer eingeäschert worden. j Der Veteran Oberst

Wclm kn Bcrnburg. Dcrtmmcrmann Louiö. Mchler. in . Vernburg brach das Genick bei einem Sturze aus dem Fenster oc3 3.. Stockwerkes. f Major v. d. Wenfe, Flügcladjutant dcS Fürsten, 'in Arolfen. Elsast-Lothringen. Die Wittwe Marie Nuhlmann hatte bei einem Streite mit der im selben Hause in Strahbnrg wohnenden Näherin Frau Fricdcrike Laster, letztere mit Vitriol übergössen.- Sie wurde diescrhalb zu 10 Monaten Gefängniß vcrurthcilt. Der Sohn dcö Wirthes Mühl in Geudertheim hat beim Spielen mit einer Vozelflinte den Taglöhncr Hamm erschossen. Der katholische Pfarrer Edel in H'"lttenheim feierte sein 50jährigcS Priesterjubiläum. Dem Lehrer Gasser in Munster wurde aus Anlag der Feier seines 50jLhrigen Dienstjubiläums der Kronenorden 4. Klasse mit der Zahl 50 verliehen. f Der Obcrpostdirektor Schult) in Metz, der erst vor fünf Wochen hier eingetreten war. Beim Pflücken von Obst brachen der Ackcrcr Oll) von Vrumath und der Gemeinderath Karl Müller aus Haegen bei Sabcrn daö Genick; der Schisser Ludwig Schneider ans Kemfcs und der Fabrikarbeiter Daniel Thomas aus Nülisheim sind ertrunken; der Arbeiter Sl: mon von Klcin-Lebcrau 'bei Markirch wurde von einem Baumstamm crschla: gen; der Bannrvart Karl Lejeune in Metzcrwiese starb' an Verletzungen in Folge eineS Falles; der Feuerverfiche-

rungS-Agcnt Plumcz aus Ltodern erlag einem Schlaganfall. Freie Städte. Der Schriftsetzer Petcrsen in Hambürg. Nr. 14 Hcinrichsstrujze, fiel aus einem Fenster dcS 3. Stockwerks und erlitt höchst lebensgefährliche Verletzungen. (5 in im Sommer vielfach genannter Hochstapler, der unter den Namen Kallf; mann, Krämer und Dr. ined. Kremser mehrfach die Großstädte brandschatzte, u. A. auch Hannover, und dort Gafthofbesitze? und Juweliere betrog, wurde in Hamburg zu Lj- Jahren Gefängnist vcrurtheilt. Kürzlich brannte das Wohnhaus dcö KäthnerS Bastion Michaclfen in Neuengamn'.e, Hintcrdcich, sammt dem dahinter liegenden Stall bis auf den Grund nieder. In levtercm ist auch eine Kuh mitverbrannt. Als der Vrandstiftung dringend verdächtig stnd die C'heleule Johann Gutstcin,' Nachbarn tcö Michaelfen, gefängiich eingezogen worden. Die W'ittwe'Mackclburg, eine 70jährige Greisin, wurde in Lübeck zunr Tode verurtheilt, weil sic im Verein mit ihrer Schwiegertochter deren Kind crmorbet hatte; die Mutter deS'KindeS wurde wegen Beihilfe zu 4 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Die Frauen hatten das Kind im Bette erstickt. Schweiz. Vom Schwurgericht Baden wurde der Gypsmüller Schmid von Untcrchreiidingen wegen Wechfelfälfchunz zu sechs Iah; reu Zuchthaus vcrurthcilt. Der früherrWkrth der abgebrannten Vierhallc in Ainningen wuide in Mühlhauscn verhaftct und zwar wegen Verdachts der Brandstiftung, sowie wegen betrügerischen VankerottZ. Neber o00 Personen haben in Vaselstadt eine Petition an den Großen Rath unterzeichnet, damit die fakultative Feuerbestattung eingeführt werde; der Apparat würde ans dem neuen Gottesackcr in Kleinbasel aufgestellt werden. Vor Kurzem fand die Einweihung der Birsigthalb.hn statt; es fuhren 2 hübsch geschmückte Züge von Basel nach Thcrwyl. Im Stadtkastno in Basel war am Abend großes Bankett. Als schlimmes Omen wird es angesehen, dag eine Frau bei Binningen vom Zuge überfahren und gctödtet wurde. f In Brunnen Dr. M. Hungeröühler, viele Jahre Lehrer der englischen und deutschen Sprache an der Kantonöschule in Solothurn. V e r w e 6) s l u n g. Lieutenant (auf der Wache zu seinem Diener): Geh' einmal zum Conditor und hole mir ein?n Schnecken" zum Kaffee!" Der Diener kommt zurück und meldet: Herr Lieutenant, es gibt keinen!" Der Lieutenant schickt einen andern Soldaten fort, der dtit gewünschten Schnecken" bringt. Lieutenant (zum Diener) : Nun, siehst Du, das; cS doch Schnecken gibt ! Warum hast Tu keinen gebracht?" Diener: Entschuldigen Sie, Herr Lieutenant, ich habe schon noch gewußt, daß Se a' Vieh haben wollten, aber nicht mehr, was für ein's, und da hab' ich halt einen Frosch verlangt!" Verhinderte Trauer. Denken Sie sich nur meinen niederträchtigen Zustand: Stirbt gestern mein intimer Specialfreund Tipperl, mit dem ich Abend sür Abend meine schöne Tarokparthie hatte! Blutige Thränen möcht' ich darüber vergieß! bin aber mit dem besten Willen nicht im Stande zu wei-' nen!" Warum nicht?" Weil heute mein ärgster Concurrent'Plcite gemacht hat!" Zeitgemäßer Nath. Principal: Sie erhalten, nachdem Sie sich als verwendbar gezeigt haben, vom nächsten Ersten angefangen, anstatt dreißig Mark, um zehn Mark mehr, also monatlich vierzig Mark aber ich bitte, deß-

I izalb nicht gleich zu helrathen ! " l Der Kritiker. Lob ich den Guten, ich mache mir tausend Feinde; den einen Schlechten zu tadeln erweckt - mir nur den einzigen Feind,

PUB8ELL und MED8KEB, sind die einzigen Agenten sür den Favorite Kochofen, welcher früher bei Vötle vcrkauft wurden. Grohe Auswadl von Base VurncrZ uao Heizöf-n üün Sotten. Der ; W e st.P o i n t" nimmt ' ie kalte Lt vom-Boden au, "rd entiührt sie durch den Rücktheil des O eri. Deslbcn Ventile sind am Double Hca-ter-angebracht.

-dMtS VlK'. m; Ar -i , Vi. y4n lll ? l,'" " ' vvaTT i .. iKFWK - ( ZU I w l 2 ?'V'sV ) 1 V 1 ' I ' 'MMWM iui rftc5-Ä:-xti L-S i.4 jTjk r' . 1 ÄrACtÄ V22s- i ".T'V-" 1 WUMDN) iwkr MZ rpW-JiS"1-' 1: ' . ' i . vk ViKVÄi ifejf.vfr.J Ji?-'"tV tPpt&iK C i tf vW' ; . V-x -tT 1 r Tri.i-ö-4 ?M ; . ' ".' 4,r-'. JSf ).? MMM (HV kMMi. mMffi 4:'

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