Indiana Tribüne, Volume 11, Number 41, Indianapolis, Marion County, 29 October 1887 — Page 1

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: ; - t r SshxgMs 11. Osstce : Ho. 120 Stt SwrizlMb SttiHs. zsuuer 41. Jnvianapolio, Zndkaua, Samstag, den S. Oktober i887.

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Neues per Telegraph. t t e k . u l t Ä t e n Washington. LS Okt. Etwa? küöler. dann zrmeZ. lzübscht? Wttter. Svekulirt auf einen Posten Neu York, 29. Okt. Eine Depesche an die .Sun sagt, da Pomdeily a!S Jüdrtk der KaigttZ os 2abor abdanken wil?, um Chts deS AebeitSbureauS welches der Congreb errilttm soll, zu werden. Eöitorielles. - Der N. I. Herald" rühmt sich, daß auf eine Anzeige, in welcher ein tüchtiger Corresondent in mehreren Sprachen für 565 Monatszehalt verlangt wurde, bin nen 24 Stunden nicht weniger als 40G Anfragen einliefen. Der Harald" mag sich rühmen, daß eine Anzeige in seinen Spalten eine solche Wirkung hat. Doch ein andrres Blatt meint mit Recht: Die Sache hat auch eine andere Seite, denn sie zeigt, wie groß die Zahl der beschäftigungslosen sogen. Kaufleute" sein muß, wenn über 400 auf eine derartige Anzeige gleich anbeißen. Man bedenke: Nur $15 die Woche für eine derartige Thätigkeit, die Vorkermtnisse und Vorstudien erfordert, noch dazu in dem theueren New Iork; wogegen ein Backfleinmaurer, ein Grobschmied, ein Zimmermann oft daS Doppelte von 515 n der Woche in New Pork verdient." Der Vorfall ist lediglich ein Beweis für die Thatsache, die wir kürzlich bespra chen, daß die Zahl der überflüssigen Kopfarbeiter in erschreckendem Maße zu nimmt. Menschen werden immer überflüssiger. Die Natur ist freigebig wie immer, aber die sozialen Einrichtunzen bringen eS mit ich, daß tagtäglich immer mehr Men schen vor der immer schwerer zu beant worteten Frage stehen: Woher heute Brod nehmen V Selbst in juristischen Kreisen fängt man an, die Ungeheuerlichkeit des Ehicagoer Urtheils zu begreifen. Der Legal Adviser" in Chicago, eine Art Gerichts zeitung, herausgegeben von und für Ad vokaten, schreibt Folgendes : Ja dem Anarchistenfall haben die Nichter des Jllinoiser OöergerichtS mit einem einzigen Federstrich die theuer er kauften und geheiligten Rechte der Redeund Versammlungsfreiheit aufgehoben und die consritutionellen Garantien dieser Rechte zu Nichte gemacht. Sie haben da durch unverantwortlichen Polizisten die Macht übertragen, welche gelehrte Nichter (Chancellocs) von sich gewiesen und sich geweigert haben, sie auszuüben, die DZacht, die Ausübung deö Rechtes, sich zu versammeln und über irgend eine Angele genheit sich frei auszusprechen, zu ver hindern. Die Polizeibehörden können wirklich. nach unserem Jllinoiser Obergericht, be stimmen, ob ein Mann öffentlich sprechen darf oder nicht ; und worüber er sprechen darf, wenn er spricht ! Und die geschä digte Partei kann dann auf Schadenersatz klagen! Aber was kann das nützen. wenn die Gelegenheit für die Rede vor über ist oder wenn die schuldigen Polizi sten völlig außer Stande sind, die zu er langenden Schadenersatzansprüche zu be zahlen, oder trenn die Klage von einem Gerichtshof entschieden wird, der solche Grundsätze anerkennt, wie unser Oberge richt? Und diese Richter nehmen an. daß der Verlust des Rechts der freien Rede und Versammlung mit Geld entschädigt Werden kann. In der That, eö möchte dann scheinen, daß nach ihrer Ansicht Geld begehrenswerther ist als Freiheit oder Gerechtigkeit, oder selbst die Ehre. ES ist noch nicht so gar lange her, bloß einige hundert Jahre und was sind einige hundert Jahre im Laufe der Geschichte? daß man es nöthig fand durch Gesetze dem Luxus Einhalt zu thun. Man erließ sog. Aufwandgcsetze. Die Menschen hatten es, wie man glaubte, zu gut. Da finden wir Vorschriften, wie z. V., daß dem Gesinde nicht mehr als zweimal täglich Fleisch und Wein zu verabreichen sei ; daß (in England) die Gesellen ange halten werden sollen, nicht bloß fünf, sondern sechs Tage die Woche und wenig stens acht Stunden per Tag zu arbeiten. Solche Gesetze sind heutzutage nicht mehr nöthig. Und doch sagen unsere Weisen, die Menschen leben heute besser als ehemals. Wenn man unter den Menschen bloß die Reichen versteht, dann ist dies wahr, wenn man aber darunter

daS arbeitende Volk versieht, dann ist eS eine Lüge. Bloß daS arbeitsscheue Ge sindel lebte ehemals schlechter. Zur Zeit, da es noch keine Fabrikarbeiter, sondern Meister, Lehrlinge und Gesellen gab, da lebte das Volk, das arbeitende Volk weit besser als heute, und waS die Hauptsache ist, weit sorgloser. Arbeitslosigkeit kannte man nicht. Es war die Zeit, da das Handwerk wirklich einen goldenen Boden hatte. Seitdem aber Maschinen erfunden wur den, seitdem die Fabrikation allenthalben im Großen betrieben wird, da ist aus dem Handwerker, der nach des TageS Mühen seine frohen Feste feiern konnte, der Fa brikarbeiter, der Proletarier geworden, dissm Existenz eine kümmerliche, eine un sichere und aussichtslose ist und der froh sein muß, wenn er nicht zum Tramp" wird. Von all den klugen Menschen, die da behaupten, die Lage der Arbeiter habe sich fortwährend verbessert, hat Keiner Geschichte gelesen, weiß Keiner wie es früher war, sie sind unwissende Menschen, welche Phrasen drehen, bloß um dem Ar beiter Etwas vorzuspiegeln. Schlechter, immer schlechter ist es ge worden, und wenn noch mehr Maschinen erfunden werden und der Großbetrieb noch mehr monopolisirt wird, so wird in wen! ger als 25 Jahren die Hälfte des Volkes der Vagabundage in die Arme geschleu dert werden und nicht mehr wissen, wovon es leben soll. Dratztoalyrichteu. Vergiftete feinen Freund. Sa Francisco, 23. Okt. Gestern wurde über Henry Benhavon Leichenschau abgthalten, von dem es hieß, daß er sich am letzt: Sonnt lg durch Blausäure urn'3 Leben gebracht habe. Ein Detektiv NamenS Capt. LeeS will j tzt in Erfahrung gttracht habe?, daß Benhavon durch Blausäure gctödtet wurde, die ihm von seinem Freunde, dem Buchazenten A. Dimmla. durch Vermittelung deS ?r teS Dr. BomerS verschafft wo:den sei. Dim mig ist auf Grund dr gegen ihn erhöbe nen Anklagen vkrhastit worden. Der .Budler" Sharp. Alb any, R. Y.. 23. Okt. Gestern begannen im AppellotionSgericht die Bee bar.dlungen in der BtschwirZtsache für den wegen Bestechung der New Parker Aldtrmen zu ZuchtdauS vcrulthkitm 70 jätrigen .Jake- Sdarp. Der grobe Saal war mit Neugierigen vollgepfropft. Die mündlichen PlaidoyerS wurden auf zniei Stunden für jede Paltei festgesetzt. Bzurke Ccckran plaioirte für die Ver thtidigung und verlangte au? denselben Veünden. auS welchen in Aufschub de Utteilkvollstttllltng gewährt worden war. einen neuen Prozeß. Der Anarchistenprozeß. Washington. 28. Okt. Gene ralanwalt Hur.t verzichtete darauf weiUr zu sprechen und Grinnell nahm daö Wort. Er begann damit eine lange Lob rede auf die Geschworenen zu halten, welche in diesem Propste fungirten. Die Geschworenen waren Muster amerikani scher Bürger, höchst irtelligente Leute, gar kein Kapitalist war ' unter ihnen, fondern ClerkS und kleine Händler. ES war keine Klaffen.Jury. Alle Mitglie der derselben waren compet.'rt Nachdem Grinnell seine Lobrede auf die Jury zu Ende gebracht hotte, kam er auf die Beschlagnahme zu sprechen und meinte, er sei nicht gekommen, um sich zu entschuldigen. Er erzühtte dann die Bor gänge auf dem Heumarkt, den Einbruch in der Office der .Arbeiterzeitung" und daS Aufbrechen der Pulte und Schubladen tn der Olfice, sowie deS Koffers in der Wohnung Linag's. Butler unterbrach hier Grinnell und sagte er möchte ihn gern inS Kreuzv?rhör nehmen. Grinnell fuhr fort : Die gefundenen Sachen lagen vor dem Gerichte. E? war nicht Sache deS Gerichtshofes darnach zu fragen, wie sie dahingekommen seien, ge nug sie waren da. und wurden alS Be weiSmatrial benutzt. ES mag ja fein, daß die Wegnahme der Dinge unrecht mäßig geschah, aber daS habe nicht? mit diesem Prozeß zu thun. Gen. Ben Bütler sprach zuletzt. Er sagte er bedaure, daß der CtiatSanwalt Dinge hereingezogen habe, die eigentlich nicht hcreingehören. Dazu habe er die Sache noch falsch dargestellt. Er (Butler) muffe deshalb et oa? mehr Zeit in An spkuch nehmen, als ihm zugedacht ge wtseti. Grinnell unterbrach ihn hier mit einer Bemerkung, worauf ihm Butter erwiderte, ta er nur einem gentleman antworten werde, elche? nicht den Dieb stahl von Menschen und Sachen vertrete. Darauf fuhr Butler fort: Bei der Heumartt-Affaire wurde ein Bombe ge

warfen und in diesen 8000 Seiten der

Zeugenaussagen ist auch nicht eine Silbe enthalten, welche zeigt daß einer der Augeklagten Etwas damit zu thun hatte. Bloß Drei von ihnen waren überhaupt anwesend und einer der Drei hatte seine Frau und seine Kinder bei sich. Frazen wurden während deS Prozesses gestaltet, die mit dee Anklage in gar keiner Der bindung standen, und nicht ein einziger Mann war an der Jury, der nicht vor eingenommen, sogar enthusiastisch vorein genommen gegen die Angeklagten war. Butl'r beschrieb . dann die Art und Weise, wie die Gtschworenen augswäb!t wurden, beschrieb die oanze Prozbsüh rung und sagte man müffe sich in der Ttat ernstlich fragen, ob eS nicht besser wäre, wenn die Regirung durch Anarchie gestürzt würde. a!S dß man solche Dinge dulde. Ich bin der Einzige im Lande, welcher jemals Leute verurteilen und hinrichten ließ. ..weil sie die Negierung stürzen wollten. Man hct dafür eiren PreiS aus meinen Kopf gefetzt und Jeff. DaviS hat 25000 Dem geboten, der mich tort oder lebendig sängt, und tkctzem wenn sich Jtff DaviS hier als Ange klagter vor Ihnen befände, würde ich eS für meine Pflicht- halten, ihn zu ver theidigen. Bvtler sprach dann üder die von der BundeSverfaffung gorant'r.'en Rechte und Freiheiten. Vuv procoss flaw bedeute nicht, ein RechtSverfahren unter dem Gisetz irgend eineö StaoteS oder einer Gemeinde, sondern unter dem Landesge setze unter der BundeSv rfaffung. Jede andere Auslegung sei lächerlich. SpieS und Fielden seien AuSlander. Sie seien zu all den Privilegien berechtigt. welche zur Zeit bestanden, als die Bcr t äze mit England und Deutschland ad geschlossen wurden. Kein Ctiot hct daS Recht, ste nach Gesetzen zurichten, welche beim Abschluß der Verträge nicht Landes gesetz waren. Die Frage sei wichtig für Amerikaner, denn wenn ein Amerikaner im Auslande in die gleiche Lage kommn sollte, wenn z. B. ein amerikanischer Bür ger in Jrlar.d wegen republikanischer Aeußerungen' vlriaftet würde und man wollte ihn unter der .Crimes" Akte pro zessiren, so sebe eS schlecht für ihn auS, wenn die englische Regierung diesen Prä cidenzfall. von Amerika selbst geschaffen, sür sich hätte. Denn eS darf nicht über sehen werden, bcfe dieselben Conzessionen. welche unter diesen B.rkrägen in Amerika wohnenden Ausländern gemacht wurden auch lm Auslande wohnenden Amerika' nun zu Gute kommen. Die Angeklagten haben ein Recht auf eine unpalteiische Jury, auf eine dumme Jury, wenn Sie wollen, denn ich g'aube nicht, daß Jemand durch die Lügen der Zeikungen klüger oder unpa.tnischcr wird. Die Angeklagten hatten keine urparteii fche Jury. Wenn ich vor einer solch par keuschen Jury vrozessirt werden sollte, dann ginge ich lieber zu den Hottentotten, wo mehr Girechtigkeit zu finden wäre. Butter sprach darauf über die Hau? fuchungen und die Wegnahme dir Effek ten und Papiere der Angeklagten ohpe gerichtlichen Befehl. Die Haussuchung wurde vorgekommen vermittelst eines Einbrüche?, an dessen Spitze der Staats anmalt stand. Nicht ein lumpiger Poli zist oder Constabler begeht den Einbruch, sondern ein StaetZanwalt begett Ein beuch und Diebflal. Er. versucht noch darüber zu triumphiren und meirt. man könnte ihn ja wegen "trespazz" verklagen. Ein schönes Hilfsmittel das. wenn man Aussicht Hot, eine Jury unter dem Gesetze von JUinoiS zu bekommen. Zum Schlüsse faete Butler noch: Wenn eö mir erlaubt ist, noch eine Be merkung zu machen, so möchte ich Fol nendeS sagen: .Wenn das Leben eineS Menschen in der Weise genommen wer den kann, wie eS hier geschildelt wurde, dann ist eS besser Anarchie zu haben. Besser gar keine Gesetze zu haben, alS solche Damit hatte daS Plaidoyer ein Ende. Q)t üabtl. Temperenzlerifch. Wien. 23 Okt. Die österreichische Regierung Hot im Reichörath eine Vor läge behufs Einschränkung der Trunksucht in ganz Oesterreich eingebracht. Ochiss6nchrtcdteu. Angekommen in: New York: .Brittanic' von Liver vool, .Aller von Bremen, Wiriand" von Hamburg. Hamburg: .Moravia von New Bork. QueenStown: .Wisconsin" von New ZZork. Wm. C. Miller, ein Ktaft hti Grand Hotel, wulde gestern Nacht als Vagabund verhaltet. Er war aufgefcr dert werden, seine Hotelrechrung für zwei Wochen zu bezahlen, worauf er erwiderte, daß er so etwa nicht aewohnt sei. Sein wahrer Name ist McSlure und seine Hei math ist in Velfountaine, O.

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