Indiana Tribüne, Volume 11, Number 24, Indianapolis, Marion County, 12 October 1887 — Page 1
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Q(itci Aussichten Washington. 12 Okt. mereS, schönes Wetter. Wär. ' Verheeren d er Sturm. N o g a l e s, Ariz , 12. Oktober. Am 7.. und 8. bl. herrschte an der Südküste von Mkxiko ein wüthender Sturm. Die Stadt Quelito. die 8000 Einwohner hat. wurde ganz zrstört und viele Menschen verloren ihr Leben. Die Telegraphen brühte sind abgerissen und Ein,elheiten ihlkN. Der erste Schnee. Ut ica. N. P.. 12. Oktober. Heute chneit eS hier. Der erste Schnee der Saison. Gbitorielleö. Man lese den an anderer Stelle besindlichen Bericht über die Polizeiwillkür n New York. Der Bericht spricht für rch selbst. Ohne die Arbeiterpartei im Felde wäre die Majorität Denny's Wahlschein ich noch größer gewesen. Sicher ist. daß auch ohne Arbeiterpartei Edenharter geschlagen worden wäre. Die associirte Presse und fast die gesummte kapitalistische Preffe unter drückte den Bericht über die schmachvollen Vorgänge in New Jork am Samstag Abend. Da siebt man, welch' feile Dirne die Presse ist. Hätten sich aber die Arbeiter zur Wehre gesetzt, wozu sie offenbar berechtigt waren, und es wären rgend welche von den lieben Polizisten verletzt worden, dann hätte man einmal den Lärm hören sollen. So aber waren es nur die Köpfe der Canaille, die blutig geschlagen wurden. Mit tiefem Bedauern erfüllt uns das Resultat der gestrigen Wahl. Es wird zwar von verschiedenen Seiten gesagt, das Arbeitervotum sei überraschend groß. Wir sind dagegen der Ansicht, daß es überraschend klein ist. Es sind die Stimmen der Sozialisten und ihrer Freunde und die Stimmen von ein paar hundert Greenbackern, das ist Alles. Die große Masse der irischen Arbeiter blieb der demokratischen Partei treu, die amerikanischen Arbeiter theilten sich auch, wie früher, in Demokraten und Republikaner. Eins ist sicher, die 1400 Stimmen der Arbeiterpartei sind die Stimmen von 1400 ehrlichen überzeugungstreuen Män nern, von Männern, die ein großes Prinzip vertreten und nicht bloß die Stimmen von Arbeitern. Wir weisen bloß auf ein Beispiel hin. Als der alte Herr Vonnegut zum Stimmen ging, ließ er sich ein Ticket der Arbeiterpartei geben, hielt es hoch, daß Jeder es sehen konnte und sagte: Das ist das Ticket, das ich stimme." Deutsche Geschäftsleute im südlichen Stadttheil stimmten in großer Zahl das Arbeiterticket. Die große Masse der Arbeiter zog es vor, sich zu Gunsten des Sklavenjoches zu erklären, in dem sie sich befindet. Betrachtet man jedoch die eigentlichen Umstände, unter denen die Wahl statt fand, so wird man die Sache nicht so ganz unbegreiflich finden. Auf der einen Seite der wüthende Haß gegen Cov. und die Tally Sheet Fälscher, der Alles was republikanisch war, mit fortriß, auf der andern Seite der wüthende Haß gegen Denny, der die Demokraten zu der ener gischsten Thätigkeit anspornte. Unter unzünftigeren Umständen konnte die Ar beiterpartei gar nicht austreten. Rechnet man dazu, daß die alten Parteien in ei nem einzigen Precinkt mehr Geld zur Verfügung hatte, als die Arbeiterpartei zur Führung der ganzen Campagne, so sind die 1,400 Stimmen doch ein Sporn für die Partei zum Weitergehen und Weiterstreben. Wenigstens können diese 1,400 Stimmgeber von sich sagen, daß sie inmitten des wüstesten Treibens der alten Parteien, inmitten des abscheulich sten Schachers, fest standen für ein erhabeneS Prinzip, für die Rechte und die Wohlfahrt des Volkes. Um auf die Ursachen, welche daS Re sultat herbeiführten, zu sprechen zu kommen, so freut es uns wenigstens, daß der Telegraph" ehrlich und offen genug ist, die Wahrheit zu bekennen. Kurz", sagt er, mag nur bemerkt werden, daß die Gesammtbevölkerung es für ihre Pflicht hielt, nicht diejenige Partei zu strafen, welche immer Wahlbetrug pflegte, sondern diejenige, welche den letzten derartigen Betrug nach dem
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Ausweise gefälschter Wahlberichte zu der antwörien hatte." Nichts Anderes hat die Niederlage der Demokraten herbeigeführt, als die all gemeine Erbitterung über den Wahlschwinde!, und das straflose Ausgehen der Fälscher. Die Majorität Dennis ist so groß, daß wenn von den 1,400 Stimmen der Arbeiterpartei 1,200 die Demokraten und 200 die Republikaner bekommen hät ten, Denny trotzdem gewählt worden wäre. Es ist jedoch wahrscheinlich, daß von den, ,1,400 Stimmen der Arbeiterpartei nur - die kleinere Hälfte von Solchen kam, die vielleicht andernfalls demokra tisch gestimmt hätten.' In der, 24. Ward stimmten viele Republikaner daS Arbeiterticket, von den Sozialisten hätten die meisten wahrscheinlich gar nicht gestimmt, wenn keine Ar beiterpartei im Felde gewesen wäre. Wer die Zahlen nur einigermaßen aufmerksam liest, der wird finden, daß die Mehrheit Denny's noch größer geworden wäre, wenn die Arbeiterpartei nicht im Felde gewesen wäre. Ganz sicherlich wird kein Mensch wahnsinnig genug sein, behaupten zu wollen, daß beinahe das gesammte Arbeitervotum den Demokraten zugefallen wäre, und doch hätte nur dies allein die Sache ändern können. Die Gelegenheit, der Arbeiterpartei Schuld an der Niederlage der Demokraten zu geben, fällt somit zu Boden. Eine solch große Majorität Dennis der verhältnißmäßig kleinen Stimmenzahl der Arbeiterpartei zuzuschreiben, wäre wahrhast lächerlich und kann nur dem Bestreben entspringen, die wirkliche Ursache verbergen zu wollen. So sehr wir es anerkennen, daß der Telegraph" in der Sache offen ist, so sehr differiren wir mit ihm, in diesem Wahlakt die Majestät der Volksregierung zu erblicken. Zum ersten Male in seinem Leben brachte der Redakteur dieses Blattes einen Tag am Stimmkasten zu. Mache der Redakteur des Telegraph" einmal dasselbe Experiment, und anstatt etwas Großes und Erhabenes in dem Wahlakt zu sehen, wird ihn ein Ekel vor der Menschheit erfassen, und er wird sich wundern, wie er zemals glauben konnte, daß sich die Stimmgeber bewußt sind, daß sie ihr höchstes Souveränetätsrecht ausüben. Drahtnagrichten. Ein schreckliches Eisenbahn Unglück. KoutS, Ind.. 11. Oktob. In den ostwärts gehenden Paffagierzug, welcher legte Nacht von Chicago abging, fuhr dahier wahrend der Zug stillstand, ein Frachtzug mit voller Gewalt, und richtete ein fürchterliches Unglück an. Der Schlasaen und einige andere Wagen wurden vollständig zertrümmert. Die Trümmer fingen Feuer und aus diesem ChaoS heraus hört! man die Schmerzen? ruse der Verwundeten. Bis jetzt sind neun schrecklich verstümmelte Leichen auf gefunden worden. Etwa 12 Personen sind verlebt. TaZ furchtbare Unglück entstand da durch, daß der Passagierzug auf ein paar Minuten anhielt, um Waffer einzuneh men, und nicht da? nöthige Signal gab. um den erwarteten Frachtzug zu warnen. Die Zahl der Todten und Verwunde ten beträgt vielleicht dreißig. DaS Ent sedlichste bei dem ganzen Unglück war. daß die Flammen sich so rasch ausbreite ten. daß die in den Trümmern einge zwängten Verwundeten nicht mehr her vorgezogen werden konnte?. Die Hilfe rufe derselben, als ihnen vie Flammen immer näher und näherkamen, waren erschü.ttrnd und hörten erst auf. alS die Unglücklichen ganz von den Flammen eingehüllt waren. Der Angriff auf das Versammlungsrecht und die Redefreiheit. (Postnachricht) New York. 10. Okt. Gegen 10.000 Menschen hatten sich am Samstag Abend auf dem Union Square eingefunden. um der Versammlung der Progressive Labor Paity zum Zwecke der Ratifikation ihrer Platsorm und Kandidaten beizuwohnen. O'Neill eröffnete die Versammlung, dann folgte Schewitsch mit einer Rede, ihm folgte Hall, der Kandidat für das Amt m Staatssekretärs. Nach Hall sprach Col. Hinton. AIS derselbe mitten in seiner Rede war. rückten plötzlich 150 Polizisten im Halbkreis von hinten auf die Vn sammelten heran und hieben ohne Wei tereS und ohne irgend welche Veranlag sung aus die Köpfe der Dastehenden, auf Männer, Frauen und Kinder, ohne Un terschied. Mehr als fünfzig Personen wurden bis zur Bewußtlosigkeit geschla aen und Vielen floß da Blut in Strö men vo Kopfe herab.
Da hörte man auf einmal eine Stimme aus dem Hintergrund : .Mein ; Gott, wa? geht da vor V Und Policeicommis sär VoorhiS sprang plötzlich mitten zwi schen die wild drauf loS knüppelndenPott zisten hinein und benützte seine Autorität, um die blauberockten Anarchisten zurück zutreiben. SeinenBemühunqen und An strengungen gelang eS. dem Treiben der wüthenden Polizisten Einhalt zu thun; in Front der Versammlung befanden sich Viele mit blutigen Köpfen und sie riefen Hinton zu, mit seiner Rede fortzufahren. Ein Reporter gab Hinton eine kleine amerikanische Flagge in die Hand und sagte : .Stehe fest, ich und die Uebri gen hür werden eher sterben, als solche Schändlichkeit dulden Die Scene war watrhast dramatisch. Hinton schwang die Flagge über seinem Kopfe, ober eS dauerte 10 Minuten bis er wiedtr sprechen konnte. AuS der Menge h.rauf ertönten Rufe wie: .Stehe fest, wir stehen Dir bei. oder stirden mit Dir!" Hinton rief: .Bei Gott!. Ich habe unter dieser Flagge gekämpft und ich bin be reit, unter ihr für die Freiheit zu sterben." Schewitsch trat dann vcr.und sate : .ES sind keine Arakchisten hier als diejenigen mit Knüppeln. Ich bitte Euch auSzuhatten, das Recht ist auf Eurer Seite Wakeman hielt darauf eine Rede, in elcher er sagte: Diejenigen, welche zuerst da? Schwert ziehen, werden zuerst durch's Schwert umkommen. Wm. Penn RogerS war. der nächste Redner. Er sagt', seine Vorelttrn seien vor zwei hundert Jahrm nach Amerika gekommen, heute schäme er sich, amerika nischer Bürger zu sein. Noch einige we'tire Reden wurden ge halten, worauf Schewitsch sagte: Wenn un das Gesetz nicht gegen diese gesetz losen Würger hilst, dann müssen wir unö selbst helfen und sie vernichten. Wir schwören eS bei Gott, daßi wir die ameri' kanische Freiheit witderhejstellen. Hinton rief: Nehmt die Hüte ab und schwöit! Die Hüte flogen hkrab. ein Hurrahruf erfolgte und die V rsammlung war zu Ende. E kann gar kkinZweifUdarüber be stehen, daß die Sahe von, der Palizei giplar t mar. und daß eS daraus abgese hen war. eine zweite Heumarktaffaire zu veranlaffen. um Gelegenheit zu haben, verschieden Personen an den Galgen zu bringen. Die Bäcker.Uaion beschloß, keinem Polizisten mehr lai Wärmen in den Backstuben zu gestatten, und jedem Mit gliede, ra3 einen Polizisten der seinen Posten verläßt zur Anzeige bringt, eine Belohnung von $25 zu geben. Vr Kabel Die Wahl in Bulgarien. Sofia. II. Okt. Bei den stattgefundenen Wahlen zur Sobranje (llatio nalversammluna) wurden hier sammt liche Candidaten der Regierungspartei gewählt. Ktiner dir Kandidaten der RadoSlawisten erhielt mehr all 20 Stirn men, und die Zankojfistln erhielten nur je 1 oder 2 Stimmen. Auch die Wahl resultate in den Provinzen sind der Re gierung günstig. ES wurden im Ganzen, soweit bekannt, 250 Regierungscandi baten und 40 OppositionScandidaten er wählt. Ein Haufe Bürger veranstaltkte gestern Abend vor den Palästen des Fürsten Fer dinand und des Premierministers eine begeisterte Demonstration. Der Fürst hielt eine Ansprache, in . welcher er die Loyalität deS Volke pries. DaS Blatt .Swoboda" sagt, die russtsch.türkischen Verhandlungen seien vergebliche Liebes mühe gewesen und e sollte ein sür allemal bekannt sein, daß Bulgarien niemals von dem Fürsten, welchen eö erwählt werde aufgegeden werden. In Plesna und an mehreren ander: Orten ist eS . Übrigens zu blutigen Kea wallen gekommen. W i e n. 11. Okt. Deutschland, Oester reich und Italien sollen entschlossen sein daS NichlinterventionS Prinzip, soweit Bulgarien in Betracht kommt, ausrecht zu erhalten. Wollen sie unterdrücken. London. 11. Oct. Der Lon doner Correspondtnt der Daily NewS' berichtet auS' zuverlüffiger Quelle, daß die Regierung beschlossen habe, die Na tionalllga vollständig zn unterdrücken. ScSlffsnchridten. Angekommen in: New Por k: .Wisconsin von Liverpool. Amsterdam: .Zaandam- von New York. Hamburg: .Cleveland" von New Dork. QueenStown: .City of Richmond" von New Port.
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E i n ' f r a n r o s i s ch e r O f f i zier, Gelinet, -hat die. Revue Cercle Militaire" mit einer Denkschrift über das Großherzogthum Luxemburg, beglückt, worin nachgewiesen wird, daß Lurembürg,, obgleich, seine Festungswerke geschleift' seien, doch noch von Natur so fest.und für Deutschland so wichtig sei, daß sich schon hieraus das Verlangen nach dieser Stadt und nach dem Großherzogthum erkläre". Gelinet findet nämlich, die zweite Festungslinie der deutschen Wcstgrcnze, Metz-Diedenhofen, wird so lange gefährdet bleiben, als die Deutschen nicht. Luxemburg besitzen, darüber. hinanL. bis, an .den Rhein hat Preußen keine. Festung, .die im Stande wäre, eine französische. Armee, die siegreich' diese Linie überschritten hätte und auf Koblenz, Köln und Mainz rückte, aufzuhalten". Daraus, daß der Plan zu einem verschanzten Lager bei Trier, in Conz, wieder aufgegeben worden sei, zieht der französische Osficierdcn Schluß, daß Deutschland die feste Zuversicht habe, sich Luxemburgs zu -bemächtigen", und nur desbalb nichts thue, um seine Grenze zu decken.. Gelinct ist dabei überzeugt, daß in'cinem Kriege Deutschlanb Frankreich entweder durch Belgien öder durch eine der Schluchten, die sich, die erste Zwischen der -belgischen Grenze Und . Vcroun, die zweite zwischen Toul und ' Epinal befinden, oder durch die Schweiz" auf den ' Leib rücken werde. Letztere Annahme kommt weniger in Betracht, fie wäre uns Franzosen zu günstig; erstere würde sehr schwere'diplomatische Verwicklungen mit England herbei? führen; es blieben also die Einfällthore an der belgischen Grenze, die aber zu eng für eine große Armee find ; es spricht daher alles dafür, daß die Deutschen sich entschlossen haben, das Gebiet des GroßHerzogtums und selbst das dcS belgischen Luxemburg unschätzbar als Vafis für ihre Operationen, um ohne Schwierigkeiten in der Richtung auf Longuyon in Frankreich einzufallen Also, die Macht, die das Großherzogthum befitzt, kann Luxemburg seine frühere Wichtigkeit als stärkster Wafsenplatz wiedergeben". Bekanntlich haben die Franzosen von , je her nach Luxemburg getrachtet, daS sie von 1799 bis 1815 besessen, und sie haben es nie verschmerzt, daß es 1815 zum deutschen Bunde mit preußischer Besgtjung kam und 1842 sich dem Zollverein anschloß. Der Londoner Vertrag vom 11 Mai 18G7 erklärte daS Großherzogthum für neutral, die preußische Vesatzung mußte abrücken, Luxemburgs Werke wurden geschleift. Die Franzosen trauen aber dem Frieden nicht, fie finden, daß Teutschland zu seiner Sicherheit diese Festung gar nicht entbehren könne, deshalb nach derselben trachten müsse und bei Vismarcks Einficht in die Sachlage auch gelegentlich so oder so die Lücke in der Befestigung seiner Westgrenze auözufüllen suchen werde. Das wird fast bei jeder Gelegcnheit,wenn der Name Lurem-
bürg vorkommt, von den sranzottzchen Blättern ausgeführt, und so auch jetzt wieder. Von einem furchtbaren Kampfe zwischen einer Frau Und einer Bärin wissen die savoyischen Lokalblätter Folgendes zu melden: Vor einigen Tagen wurde ein Schäfer von Chambel le Maurienne von einem Bären zerrissen aufgefunden. Die Bergbewohner veranstalteten am nächsten Tage eine Treibjagd, um das Ungeheuer zu erlegen. Bei der Rückkehr von dieser bemerkte man, daß -dich Mutter deö gctödtcten Schäfers, eine Frau Blayuepron, welche darauf bestanden hatte, an der Jagd, mit einer Flinte bewaffnet, theilzunehmen, nicht mit den übrigen Dorfbewohnern zurückgekehrt war. Man kehrte nach dieser Wahrnehmung in den Wald zurück und fand, nachdem man die ganze vcacht gesucht, am nächsten Morgen die Unglückliche Mutter mit zerrissenen Kleidern und gebrochenen Armen auf der Erde ausgestreckt: fie gab fast kein Lebenszeichen mehr von fich. Neben ihr lag eine ungeheure Bärin mit durch eine Flintenkugel zerschmettertem Haupte. Die Verwundcte wurde sofort in ihre Wohnung getragen, und man hofft, fie zu retten, obgleich sie bis jetzt noch nicht wieder zur Besinnung gebracht worden ist. Man ergeht fich in Vermuthungen über dieses Drama. Der Kampf zwischen der muthigen Frau und der Bestie muß furchtbar gewesen sein, wenn man nach dem traurigen Zustande urtheilt, in welchem fich das unglückliche Opfer der Mutterliebe befindet. D i e malerischen RebenHügel, welche unterhalb Dresdens in weitem Bogen das rechte Elbufer umsäumen, das ganze Weingcbict von Radebeul, Kötfchcnbroda, Wahnsdorf und Zitschcwig, eine Strecke von 7krn Ausdehnung, ist von der Reblaus verseucht. In den'könialichen Weinbergen muß das weinmördcrische Jnscct bereits seit Jahren vorhanden sein, und daß die Verwaltung dieser Berge sich Nlchl schon lange von dem Wesen der Reblaus an geeigneter Stelle unterrichtet hat, um ihr Auftreten rechtzeitig wahrnehmen zu können, ist einfach unverantwortlich. Die Regierung hat jetzt, das Vcrnichtungswerk in den verseuchten Weinbergen sofort in Angriff genommen. Unter Anwesenheit des Zccichscommissärs Koch leitet diese Arbeiten der Garteninspector des Freiherrn v. Friescn-Rötha, ."Lämmerhirt. Die Gesammtkosten der Arbeiten und die Summen für die Entschädigung der Weinbergbefitzer, werden auf mehr als eine Million Mark geschätzt.
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