Indiana Tribüne, Volume 11, Number 22, Indianapolis, Marion County, 10 October 1887 — Page 2
Zndiana Tribüne. Erscheint. SSgliH und K stk gs. 9VttgU$i XrUüne kostet du?q TtHtri (mtB pct Bol, Ml tonntagi ..Xrlliufft liati xe oS. OiUa ,u:n 11 Civil. V, VÄ !B21Jt3t ta Bc;aa55iia5l5 t8 5 5 S'd' QfZcs: 129 O. Mszylaudkir.
Jndianapelis, Ind., 10. Oktober 1837. - Prohibition im Nordweften. Der bekannte Reiseschriststeller Frank Wilkeson, allerdings ein excentrischer Mann, dem eZ aber nicht an langjähriger Erfahrung und 'manchesmal auch nicht an Scharfblick fehlt, bat einen seiner letzten Artikel der Prohibitionsfrage im Nordwesten gewidmet. Er sagt da rin, daß es noch vor IS Jahren lacherlich gewesen sein würde, mit den Farmern im Nordrvesten über Prohibition auch nur zu sprechen. Sie standen sich gut; der Weizen brachte einen hohen Preis, und jeder Farmer lebte herrlich und in Freuden. Kam er in die Stadt mit einer Ladung Weizen, dann waren ihm die besten Getränke nicht zu theuer, und er kam selten heim, ohne sich einen gehörtgen Rausch angetrunken zu haben. Die Städte, in denen keine Wirthschaften eröffnet werden durften, gingen den Krebsgang. Kein Mensch wollte indem Nest" Geschäfte machen, wo es nicht einmal einen ordentlichen Schluck Whisky gebe, und die Farmer fuhren mit ihrem Getreide lieber einige Meilen weiter, um sich besser amüsiren zu können. Man pflegte damals zu sagen, daß Whisky und Speck die Hauptfactoren zur Entwickelung des Nordwestens gewejen seien. Man betrachtete es als eine unnütze Verteuerung der Lebensmittel, zu welchen man auch den Whiskn zählte, als in einzelnen Orten die Wirthschaften eine Hochlicenz von $100 bis $500 bezahlen mußten, und es schien einfach unmöglich zu sein, dem Handel mit Getränken Einhalt zu gebieten. Und jetzt? Wilkcson erzählt, er habe viele Gegenden in Michigan, Wisconsin, Minnesota und Dakota besucht und unter den dortigen Farmern eine große Erbitterung gegen die ,,Saloons" gefunden. Die meisten Amerikaner und die intelligenteren candinavier seien entschieden für Prohibition. Sie würden am liebsten jede Wirthschaft zertrümmern und in kci'nem Falle dafür stimmen, daß man den ,, Wölfen in Menschengestalt, welche , .stinkige Schnapshöhlen" ihr Eigenthum nennen, bei Einführung der Prohibition auch nur einen Ecnt Entschädigung für den Verlust ihres Geschäftes und ihres Eigenthums bezahle. Die Befürworter der Prohibition beHäupten, unser Volk scr jetzt genug civilisirt, um die Schädlichkeit des Genusses geistiger Getränke einzusehen, und es verlange aus moralischen und religiösen Gründen die Aushebung des GetränkeHandels. Wilkeson erklärt dagegen diese Annahme für vollständig irrig. Seiner Ansicht nach hat die Prohibitions-Ve-wegung im Nordwesten mit Moralität und Religion fast gar nichts zu thun, und er belegt diese Behauptung mit folgendcn Beweisen: Als für die Farmer im Nordwestcn im vollen Sinne des Wortes noch der Wcizen blühte und sie an jedem Bushel Weizen eiucn Reingewinn von 70 Ecnts bis zu einem Dollar verdienten, dachten sie nicht daran, sich in ihren Lebensgenüssen Zwang aufzuerlegen. Sie kauften für ihre Frauen und Töchter seidene Kleider und Pianos, hielten sich daheim immer gallonenweise den feinsten Whisky und aßen und tranken das Beste und das Theuerste, wenn sie einmal nach der Stadt kamen, was häustg genug geschah. Da begann der Preis für Weizen zu fallen und sank immer ticser. Die Farmer konnten sich in die veränderten Verhältniffe nicht sogleich finden und machten Schulden in der Hoffnung, daß bald wieder bessere Zeiten eintreten würden. Diese Hoffnnng erfüllte sich nicht, im Gegentheil mußten die Farmer zufrieden sein, wenn ihnen schließlich ein Bushel Weizen einen Reingewinn von 10 Cents bis zu 20 Cents abwarf. Auch die Preise für Schlachtvieh und Schweine' sanken immer tiefer hinab. Die Gläubiger verlangten ihr Geld wieder und wurden immer stürmischer. Die bedrängten Farmer sahen endlich ein, daß sie sich auf das Nothwendigste beschränken müßten, um nur überhaupt eristiren zu können. Auch den Wyisky mußten sie aufgeben, so schwer ihnen dies anfänglich ankam. Es war ihnen wie ein bitterer Hohn, wenn sie in die Stadt kamen und das lustige Treiben in den Wirthschaften saBen. Andere Leute konnten noch immer Whisky trinken, soviel sie wollten, und nur sie, die Farmer, ssllten darben? Neid und Haß gegen die Glücklicheren" begann sich in die Seele des biederen" Farmers anzuschleichen. Die Prohibitionsbewegung kam ihm gerade recht. Wenn ich jetzt zu arm bin, um Whisky trinken zu können," so sagte er sich, so sollen wenigstens auch die Anderen" keinen haben. Fluch den nichtswürdigen Saloons! Ich bin für Prohibition, jetzt und immerdar!" Die Temperenzfanatiker hatten unter solchen Umständen leichtes Spiel. Mit frommem Schaudern hörten ihnen jetzt die Farmer zu, wenn sie von der Sündhaftigkeit und der Teufelei berauschender Getränke redeten, und lauter Beifall ertönte, wenn ein ProhibitionSrcdner mit urkraftigem Behagen" die Wirthe und die Saloons ;ur Hölle verdammte. Ja. zur Hölle sollten fic gehen! Warum war auch derWeuen so billlg.daß kein Mensch mehr" sich einen ordentlichen Schluck Whisky" kaufen konnte, ohne bankerott iu werden lind sollte das junge Volk, das daheim ohnehin nie recht arbeiten olle, durch die SaloonZ verlockt werden, das bischen Geld aus dem Hause zu schleppen Die Wirthe suchten sich natürlich geen die ihnen drohende Gefahr zu wehxtn, so gut sie konnten, ihr Widerstand erböhte aber nur den Inarimm der Sxt--deren" Farmer. Die Städter sollten über das Land nichj herrschen, das. stand
bei den Farmern säst. Sie versuchten nun aus reinem Oppositionsgeist, Prohibitionisten in die Legislatur zu wählen. So geschah es in Kansas und Iowa, wo jetzt, dank dem billigen Weizen und dem leeren Geldbeutel der Farmer, die Prohibitionsidce ihre tollsten Orgien feiert. , Weiterhin schreibt Wilkeson wörtlich: Die Minenlager in den Rocky Mountains schwärmen von jungen Amerikanern, die von der Rasse der Pioniere abstammen, die in den Wäldern des Nordostens sZck ibre warmen aründcten. Diese Män-
ner sind die Brüder Derer, welche inen alten Heimstätten in Neu - England gebliebensind. Sie haben dieselbe Erziehung und dieselbe moralische Schulung aenossen, und sollten demnach auch denselben Jdeengang und dieselbe Ueberzeugung haben. WaS geschieht aber? Ich war neulich in Dutzenden von Minen: lagern, und ich hörte dort kein Wort von den Segnungen, welche die Prohibition in ihrem Gefolge haben würde. Jedermann in den Minen konnte mit Leichtig: keit $3 bis den Tag verdienen. Geld war in Fülle da.' . Jeder Arbeiter hatte (35oIb in der Tasche und aeiUe damit durchaus nicht. . Berauschende . Getränke slossni in tromen und wurden in enormen Mengen vertilgt. Diese Männer waren eifrige Vefürworter der Prohibition, als sie noch' im Osten lebten und in Noth und At-muth ihren väterlichen Boden bebauten. In den Minenlagern der Rocky Mountains, wo sie mit Leichtigkeit $90 bis $120 den Monat verdienen können, hat sich ihre Ueberzeugung vollständig geändert. Sie tteten dort offen gegen die Prohibition auf und wissen nicht genug zu betonen, daß kein Mensch in Bezug aus seine persönliche Freiheit einer Einschränkung um terworfcn werden soll." Der verlorene Sohn. Während des letzten Bürgerkrieges wohnte Herr Tod R. Caldwell in seinem friedlichen, behaglichen Heim indem kleinen Städtchen Morganton in NordEarollna. Von einer alten Familre aostammend, die ihm ein bedeutendes Vcrmögen hinterlassen hatte, lebte er sorglos und zufrieden, und sein Glück wurde noch dadurch vergrößert, daß er einen Sohn besaß, an dem fern Herz mit zartlicher Liebe hing. Leider sollte sein Glück nicht von steter Dauer sein. Im Winter dcS Jahres 18G2 war John, sein Sohn, 20 Jahre alt geworden und zeigte eine krankhaste Sehn sucht, mit in den Krieg ziehen zu dürfen. Seine Eltern suchten ihn von dieser Idee abzubringen; er bestürmte sie aber mit seine Bitten so lange, bis sie endlich lhren Liebling davonziehen ließen. Er trat ln das 33. Jnfanterle-Regr-ment von Nord'.Earolina und zeichnete sich bald so aus, daß er schon im Mai des nächsten Jahres zum Lieutenant befordert wurde. Da kam die blutige Schlacht bei Gettysburg. Am Nachmittag des 3. Juli 1363 hatte sein Negiment einen Abhang zu erstürmen, der sich nur 60 Fards von den Linien der Unionsarmce befand. Es kam zu einem Kampf auf Bajonette, und die Conföderirtcn sahen sich genöthigt, sich etwas zurückzuziehen. Der junge Caldwell hatte sich bei dem Angriff in der Frontlinie befunden, von jener Zeit an aber blieb er verschollen. Niemand wußte, was,ut ihm geschehen war. Sein Vater erfuhr von seinem Verschwinden nnd gab sich alle mögliche Mühe, etwas Näheres über das Schicksal seines Lieblings zu erfahren, hatte aber keinen Erfolg. Die Behörden wollten nicht dulden, daß man auf der Suche nach dem jungen Caldwell die Gräber der gefallenen Soldaten öffne, und eS ließ sich durchaus nicht feststellen, ob John noch am Leben und vielleicht in einem Gefängnisse, oder ob er todt fei. Die stete Ungewißheit peinigte die Eltern derart, daß ihre geistigen Kräfte darunter zu leiden begannen. Schließlich raffte sich der Vater auf und verbot Jedermann, auch nur den ökamen seines Sohnes in seiner Gegenwart zu nennen. Im Jahre 1871 wurde Gen. Caldwell Gouverneur von Nord-Carolina. Zwei Jahre später wurde ein früherer conföderirter Soldat Namens Lucas von HydeCounty in die Legislatur gewählt und kam nach Raleigh, wo er die Geschichte von dem verlorenen Sohne des Gouverneurs zu hören bekam. LucaS hatte in einem anderen Regimente gedient, als John Caldwell, war aber in unmittelbarer Nähe gewesen, als Caldwells Negiment den Bajonettangriff auf die UnionStruppen machte. Er hatte gesehen, wie Caldwell bei dem Rückzug der Seinen von einer Kugel getroffen wurde und dann noch knicend mit einem New Yorker Soldaten mit dem Bajonett kämpfte, bis er todt niederfiel. Auch wußte LucaS, daß John später mit den anderen Todten zugleich begraben worden war. Er ging zum Gouverneur und erzählte ihm Alles. Der alte Herr begab fich in ein Privatzimmer und weinte dort einen ganzen Taq lang bitterlich. Erst dann trat er wieder den Seinen gegenüber, sagte aber zu seiner Frau kein Wort von dem, was er gehört hatte. Vor einigen Tagen schickte Maj. Charles W. Cowtan aus New Iork einem Zeitungscorrespendenten ein altes Stück Pergament, welches blutig und zerfetzt war und daS Ofsicierspatent für John Caldwell enthielt. Der Correspindent, welcher die traurige Geschichte der Caldwells kannte, übersandte die Reliquie aus alter Zeit" an die noch lebende Mutter des todten Jünglings. Jetzt erst, nach 24 Jahren, hat die arme Frau die Gewißheit erhalten, daß ihr Sohn nicht mehr unter den Lebenden weilt. ' Die Quelle der Jugend. Vor ungefähr drei Jahren ließ die TeraS und Pacisie Eisenbahn-Gesell-schast" einige Meilen östlich von Sierra Vlanco, einer kleinen Ortschaft, die 95 Meilen östlich von El Paso liegt, einen artesischen Brunnen bohren. Die Arbeiter waren mit dem Bohren bereits bis zu einer Tiefe von 600 Fuß in das Innere der Erde vorgedrungen, als der Bohrer plötzlich aus eine unterirdische Höhlung stieß. Ein scharfer Luftstrom drang zu dem Bohrloch hinaus, und die weitere Arbeit mußte eingestellt werden.
Das Phänomen erregte damals kein besonderes Aufsehen, und Niemand gab sich die Mühe, dasselbe einer näheren Untersuchung zu unterziehen. In der letzten Zeit jedoch wurde die Aufmerksamkeit des Eisenbahn - Superintendenten Judy auf den Brunnen gelenkt. Er begab sich selbst an Ort und Stelle und nahm den Brunnen in Augenschein. Auch der frühere Gouverneur von Tenncffcc, John E. Vrown, gegenwärtig Verwalter der Texas u. Pacific-Bahn", sowie mehrere andere Herren überzeugten sich persönlich von den seltsamen Eigenschaftcn dcS Brunnens und bestätigen
vollinhaltlich die Angaben deö Herrn Judy. Die Gegend, in welcber sich der Brunnen besindct, ist nur spärlich besiedelt, doch ist er allen Leuten in der Umgegend sehr wohl bekannt. Bei besonders heißem Wetter im Sommer pflegen sie an den Brunnen zu kommen, um die demselben entströmende kühle und stärkende Luft einzuathmen. Eine der sonderbarsten Eigenschaften des Brunnens besteht darin, daß der Luststrom eine Ebbe und eine Fluth aufweist, gerade wie das Meer. Von 10 Uhr Vormittags bis 10i Uhr Abends dringt aus der Röhre ein Luststrom mit einem Geräusch, wie er von der Dampsröhre einer Locomotive verursacht wird. Das Geräusch ist jedoch nicht so stark und kann nur bis auf eine Entfernung von 50 ZlardS gehört werden. Punkt 10 Uhr Abends hört der Ausfluß von Luft aus und der Brunnen fängt an, Luft von der Erdoberfläche einzusaugen. Der Saugungsproccß oder die Ebbe dauert volle 12 Stunden lang, worauf wieder die Fluth" einsetzt und gleichfalls mit regelmäßiger Pünktlichkeit 12 Stunder anhält. Naht sich dem Brunnen Jemand zu Pferde, dann machen sich sofort starke magnetische Erscheinungen geltend. Man braucht dann nur die Mähne des Pferdes zu berühren, und sofort sprühen aus derselben elektrische Funken heraus. Vor einiger Zeit saß ein Mann aus Sierra Blanco dicht am Brunnen, um sich abzukühlen. Zum Zeitvertreib zog er aus seiner Tasche ein Messer, um mit demselben zu schnitzeln. Wie überrascht war er, als er sah, daß ein Nagel, den er mit dem Messer in derselben Tasche getragen hatte, wie angeklebt an der Messerklinge festhielt ! Er hielt nun das Messer direct in den Luftstrom und entdeckte bald, daß feine magnetische Kraft dadurch noch wesentlich verstärkt wurde. Superintendent Judy hatte vor mehreren Wochen sein Tafchenmesser gleichfalls in den Luftstrom gehalten. Dasselbe ist noch bis auf den heutigen Tag stark magnetisch. Die Leute ln der Umgegend glauben, der magnetische Wind sei überaus heilkräftig und besonders gegen Nervenlciden zu empfehlen. Sie nennen den Brunnen, der so merkwürdige Eigenschaftcn besitzt, die Quelle der Iugend". Vom Jnlande. An 5 Anlaß der Prohibitions frage droht in Elarksville in Tennessee ein allgemeiner Aufstand unter der farbiqen Bevölkerung auszubrechen. Rev. ii. I. StckeZ, Prediger der Ersten Ne-ger-Baptistenkirche, hatte, von seiner Gemeinde unterstützt, einen Kreuzzug qegen die Schankwirthe und für die Prohibition gepredigt, und eS ist ihm jetzt mitgetheilt worden, daß sich ein Mob organisirt habe, um ihn aus der Stadt zu treiben. Gouverneur Martin von KansaS war neulich in Atchison, KansaS, in GcfaÜr. erschossen xu werden. Der Gouverneur befand sich mit einem Freunde aus dem Heimwege, als ein Zeitungsschreibe? Namens John M. NeynoldS aus ihn zutrat und ihn zu beschimpfen begann. Der Gouverneur verbat sich eine solche Sprache, worauf Reynolds einen großen Revolver hervorzog. Ehe er jedoch schicßenkonnte, wurde er von einem Polizisten gepackt und verhaftet. Vor einigerZeit war die Frau eines Halbblut-Jndianers Namens Michael in der Nähe des Lesser SlaveLake im Nordwesten der canadischen Do, minion wahnsinnig geworden. Es herrsch! unter den dortigen Indianern der Ge brauch, jeden Wahnsinnigen zu tödten, und der Gatte der Unglücklichen sowie der Vater desselben befolgten in diesem Falle die alte Sitte und brachten die Frau um's Leben. Der Vorfall wurde indessen den Behörden angezeigt, und jetzt befinden sich Vater und Sohn im Gefängnisse, um sich wegen vorsätzlichen Mordes zu verantworten. D er bei I Vyvi lle in Canada wohnhafte Farmer Hermann Lee jagte vor einigen Tagen Nachts einem Stinkthier nach, das sich in einem Holzhaufen auf seinem Hofe versteckt hatte. Plötzlich rannte das Thier aus seinem Versteck hervor und Lee gerade zwischen den Beinen durch. Er feuerte seinen Revolver ab, traf aber statt des Stinkthiers sich selbst in das linke Bein. Er fuhr sofort zum Arzte'in die Stadt, derselbe konnte ihm C . 1 C - V . t zeoocy oie jcugei nicyi yerauszieyen, uns Lee ist jetzt der Gefahr ausgesetzt, an Blutvergiftung zu sterben. Ein schreckliches Ereigniß hat sich in Green Vay in Wisconsin zugetragen. Dort kam vor einigen Tagen die Frau von Wenzel Schwartz auf die Polizeistation und meldete, daß sie ihren Mann erschlagen habe. Diesen fand man denn auch in seinem Hause noch lebend, aber mit eingeschlagenem Schädcl. Wie cö heißt, hat Schwartz schon seit langer Zeit seine Frau schwer mißhandelt, und die Folge war, daß sie wahnsinnig geworden ist. Man will sie jetzt nicht in'S Gefängniß, sondern in eine Irrenanstalt schickt. Eine merkwürdige, ia u n q eheuerliche Entscheidung hat der Richter (ÄlvtN ln Des Moines abgegeben, dahin lautend, daß registrirte Apotheker nicht criminalgerichtlich verfolgt werden können, wenn sie das Schankgesetz übertreten (wohl aber alle anderen Leute), sondern daß gegen sie nur auf dem Civilwege bchuss Widerrufs ihrer ApothekerGerechtigkeit vorgegangen werden kann. Wenn also ein Apotheker, wie das ja in Iowa jetzt an der Tagesordnung ist, un ter dem Vorwandc, eine Apotheke betreiben zu wollen, eine Schnapsbude eröffnet, so ist er straffrei ; jeder Andere aber, der sich einfallen jat, gMg.e Getränke
zn verkaufen, ja sie nur" für seinen persönlichen Gebrauch im Hause zuhalten, ist der Haussuchung und schwerer Strafe, ausgesetzt. Ein entsetzlicher, wenn auch von der Dunkelheit etwas verhüllter Anblick wurde neulich AbendL dcn Vorübergehenden an der -Woodward Avenue und Campus Martius in Detroit zu Theil. Sechzig Fuß über der Erde sah man in einen Netz von Telcgraphendrähtcn eine Leiche hängen, deren Arme und Beine sich bewegten, wie die eines Hampelmannes. Mit großer Schwierigkeit holte die
Feuerwehr sie herunter, (sie erwies sich als die des Telegraphen - AuöbessererS Hiram Cortis, der nack einem Leck suchend, offenbar durch den elektrischen Strom der Brush-Beleuchtuugs-Leitung getödtet worden ist. Letzterer war es auch, welcher die Arme und Beine des Todten noch in Bewegung setzte. Wie lange Cortis dort oben als Leiche gehangen hat, war nicht zu ermitteln. In der Nähevon Sabinet im Staate Chihuahua in Mexico war der Jrländer John Lloyd vor längerer Zeit aus der Spree" gewesen und bildete sich in seinem Schnapsdusel ein, daß die Mexikaner ihn e rmorden wollten. Er setzte sich in den Besitz einer Winchester - Büchse und sagte einem deutschen Fuhrmanne Namens Weiner, er werde sich schon gegen seine Feinde beschützen. Weiner theilte einem mexikanischen Vormann Namens Nodriquez mit, was Lloyd ihm gesagt, und Nodriquez ging zu Lloyd, um ihn zu beruhigen. Lloyd richtete seine Flinte auf Nodriquez und schoß ihn sofort todt. Er schoß dann auch auf Weiner und verletzte ihn in den Lenden, worauf er sich in die Office des zurZeit abwesenden Superintendenten flüchtete und sich dort verbarrikadirte. Er wurde später überwältigt und vom Militär nach Casa Grandes gebracht. Eine Bande Farbiger, melche erst kürzlich aus Virginien nach den PlcasantUnity:Cokcregioncn bei Grcensbürg in Pennsylvanien gebracht worden waren, hatte' sich, nachdem sie ihren Verdienst ausgezahlt erhalten, einen tüchtigen Rausch angetrunken und übersiel auf einer nur wenig frequentirtcn Station der Sewicklcy-Zweigbahn der Southwest Pennsylvania-Strccke einen Personenzug. Mit vorgehaltenen Revolvern und Messern bedrohten sie die Passagiere, vertrieben das Zugpersonal von ihren Posten, stießen den Locomotiv-Führcr und Heizer von der Maschine herunter und bemächtigten sich somit des ganzen Zugcs. Nachdem sie denselben einige Stunden mit blitzartiger Geschwindigkeit hatten dahinbrausen lassen, während sie sich ein Vergnügen daraus machten, die Passagiere fortwährend in Todesängsten zu halten, verließen sich den Zug, schlugen sich seitwärts in die Büsche und entkamen. Die National Consumers Company" des Marquis de Mores ist jetzt wirklich verkracht und unter den Hammer des Sheriffs gelangt. Dazu bemerkt ein Wcchsclblatt: Der Franzose Morcs hatte unstreitig den besten Willen, mit dem Unternehmen einen Erfolg zu erzielen, allein ihm fehlte das erfordcrliehe Capital und die nöthige Geschäftskenntniß. Es ist kein geringes Unterfangen, aus einer Entfernung von mehrcren tausend Meilen den Fleischbcdarf für eine Großstadt liefern zu wollen. Er scheint dabei Zweierlei außer Acht gelasscn zu haben: den Widerstand, der ihm von den New Iorkcrn Schlächtern erwachsen mußte, und die Gegnerschaft des Chicagoer Fleischbarons Armour, der sich in seinem Monopol bedroht sah. Das Scheitern dcS Unternehmens ist um so mehr zu bedauern, als jetzt dem Monopol wieder völlig freie Hand gegeben ist. Für New Z)ork ist dieses sehr unangenehm ; nicht minder aber für den Westen, denn dieser fällt den Monopolen damit mehr und mehr zum Opfer und wird schließlich nur noch an diese verkaufen können. Darin liegt für die Viehzüchter eine große Gefahr, die zusehends wächst, je mehr das Monopol jeden Mitbewcrk zus dem Felde schlägt. Deutsche Lokalnachrichten. Provinz Brandenburg. In CottbuS der frühere Direktordes Gymnasiums Dr. Turmann; ferner starb in Burg der emcritirte Kantor Post. Die Papierfabrik der Gebr. Ebart in Spechthausen feierte das Fest ihres 100jährigen Vcstebens. In derselben wird bekanntlich das Papier zu den preußischen und deutschen Banknoten hergestellt. Der auch in weiteren Kreisen bekannte Lehrer Wilhelm Zowe in Kriele feiert demnächst sein övjährigcs Dienstjubiläum und wird damit gleichzeitig in den Ruhestand treten. In der Braunkohlengrube zu Neu-Lagow ist in Folge von Brandstiftung ein verheerender Brand ausgebrochen. Die Lcbuser Umgegend ist seit einiger Zeit von Feuersbrunsten heimgesucht worden. Es brannte in Manschnow. in Podelzig und in Melnow, sowie jenseits der Oder in Alt-Zeschdorf. Wie sich erst jetzt herausstellt, hat der in diesem Frühjabr vcrstorbene Prediger Sootzman von Spaatz eine Schuldlast von 60,000 M. hinterlassen. Das Stelleneinkommen beitrug 5,000 M. Sootzman war ein eifriger Verfechter der konservativen Sache, für welche er vor der letzten RcichstagSwahl öffentlich agitirte. In Gutsrode starb der köngl. Sanitätsrath Dr. Wittcke aus Nackel, dessen Name weit über die Grenzen des Königreichs hinaus in der mcdizinischen Welt rühmlichst bekannt war. Die beiden Söhne der Sander'schen Eheleute in Pitzwalk, der 13jährige Karl und der 9jährige Albert, welche ihren Eltern unter Mitnahm? von 21 M. und einiger Sachen von bier entlaufen waren, sind in der Gegend von Metz bettelnd angetroffen und festgenommen worden. Ertrunken sind : . in Berlin der Sohn des Bäckermeisters Kniqer und bei Gubcn im Mühlcnsce der Maurer Ed. Vurtchen. Bei Crosscn verunglückte der Besitzer der Neuen Mühle" im Getriebe des Mühlwerks. Der Sohn dcS Gastwirths Kllnkmüller in Freesdorf (bei Vuckau) siel in einen Kessel mit kochendem Wasser und wurde zu Tode verbrüht. In Nauen wurde der Knabe Bergmann tadtgefahren und der Technikcr Herm. Schonnovy verunglückte im Getriebe der Dampsschneidemühle. In Mirdoxk stgrb der Arbeiter Ad. jickmann
rn Folge eines Sturzes vom GasometerDache. Provinz Ostpreußen. Der Oberbürgermeister in Königsberg Selke, feierte sein 25jähriges Bürgermcistcrjubiläum. In Lötzen erschoß sich der Soldat Jorczyk. Bei Bartenstein wurde der Besitzer Wolsf von Abbau Kicvittcn todtgcfahren, ebenso bei Jnstcrbürg der Sohn des Bahnwärters Deries. In Tilsit verunglückte der Holz, bracker HcnnicS an einer Kreissäge. Niedergebrannt sind : bei Gollub das Mühlcngut Picszgodda, in Licpnickcn vier Wirthschaften, bei Soldau ein Bauernhof dcS Abbau Hohendorf. P r ov in z W e st p r eu ß en. Der Stadtverordnete Böhm in Elbing wurde wegen Beleidigung des Directors der höheren Töchterschule Dr. Witte zu L00 M. Geldstrafe event. 20 Tagen Gefängniß verurtheilt. Im Dorfe Parskow hatte der Schiffer Gustav Utsching mit seinem Schwager, dem Fleischer Jablonski aus Sackrau, einen ötreit gehabt, und Jablonski hatte ihn mit einem eisernen Gewicht geschlagen. In der Erregung hierüber lief er nach seiner Wohnung, holte sich eine geladene Flinte und schoß seinen Schwager, welcher gerade in der Hausthür der Wohnung seines Schwiegervaters stand, nieder. Jablonski ist seiner Verletzung erlegen, und Utsching wurde noch am Abend in das hiesige Gerichtsgefängniß eingeliefert. Der Schuhmacher Schlaak in Graudenz, über dessen Vermögen der Conkurs eröffnet wurde, ist wegen dringenden Verdachts des Betruges verhaftet worden. In Marienwerder ertränkte sich das Dienstmädchen Emilie Wenzel. In Konitz'wurde der Ackerer Schiller in der Dreschmaschine getödtet, in Ctuhm starb die Scharwerkerin Basner in Folge eines Sturzes von der Tenne. Provinz Pommern. Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feierte das Rentier Schwarß'sche Ehepaar in Cöslin und gleichzeitig beging ein Enkelkind, eine Tochter des Rentier Brewing, ihre eheliche Verbindung mit dem königl. Förster Hrn. Dieterich. Ertrunken sind : der Fischer Erdmann und dessen Frau, der Knecht Joh. Krause und die Wittwe Meyer von Stolpmünde. In Jager wurde der Knecht Christ. Jsinb von einem umstürzenden Schornstein erschlagen, bei Neustettin wurde der Ackerer Friedrich todtgefahren, in Stargard verbrannte das Dienstmädchen Auguste Schröder in Folge einer PetroleumErplosion, in Stettin siel der auf dem Heuboden nächtigende Schuhmacher W. Haase aus den Hof hinab und blieb dort todt liegen. Provinz S ch l e s m i g - H o l st e i n. f in Flcnöburg der Geschäftsmann u. frühere Stadtverordnete Heinrich Jepsen. In der Aula des Gymnasiums saiid eine Gcdächtnißfeicr für den verstorbenen Gymnasiallehrer Wienandt statt. Niedergebrannt sind : in Börlund das Gewese des Hufners H. P. Brodau, in Frcstet drei Gebäude des Landmanns Kruse, in Gcesthach. 42 Gebäude. Provinz Schlesien.
as Knabcnhospital in der Neustadt in Breslan feierte sein 100jährigcs Stiftungsfest. Der Eisenwaarcnhändler Emil Engel zu Dahl wurde wegen ErPressung zu ö Wochen Gesängnis' verurtheilt. Durch ein Großfcucr wurden in Richtcrsdorf mehr als 20 Häufcr eingeäschert. f In Harpcrsdorf der Rittergutsbesitzcr und Hauptmann a. D. v. Kamptz. Unter der Anklage, sein Kind so mißhandelt zu haben, daß es starb, wurde der Häusler Kaczmarcznk in Glowczntz verhaftet. Der katyolische Pfarrer Mordl in Passcndorf ist in seiner Wohnung erdrosselt worden. In Bunzlau ertränkte sich die 19jährige Ma: ric Stengel, in Lauban erschoß sich der Feldmesser Grcff. In Breslan ertrank der Knabe Alfred der Wittwe Scharlitzke. ander Tauentzicnstraße; durch Unglücklichcn Stur; wurden daselbst der Ärbeiter Joh. Menzel und die Arbeitcrsfrau Auguste Roth tödtlich verletzt. In Coscl wurde der Ackcrer Gottlieb Scholz todtgcfahren; in Flicsberg wurde der Sohn der Hebamme Kellert von einem herabfallenden Holzklotz getödtet; in Neissc stürzte der Lehrling Schott dcS Malers Ebert vom Gerüst und brach das Genick; in Sebnitz fand der Maurer Tilgner durch einen Sturz von der Standlcitcr seinen Tod. In Svrottau starb der Maurer Kubncrt an Blutvergiftung; daselbst wurde der BahnhofsWächter Menzel todtgefahren. Provinz Posen. Aufsehen erregt die Verhaftung des evangelischen Predigers Kemper aus Groß-Drensen. in Labischin Bürgermeister Wagner. Die evangelische Gemeinde in Sarne feierte das 100jährige Jubiläum ihrer Kirche. In Krojanke ertrank die Tochter des Arbeiters Bannisch in -einem Brunnen, in Krotoschin erstickte das Kind der Wittwe Bartsch, in Posen wurde der Arbeiter Ernst Burkert todtgesahren, in Schubitz fand der Dach' becker Hamm durch einen Sturz vom Dach Bitten Tod. P r o v i v $ Sachsen. Der glückliche Gewinner des großen Looses der Luthcrdcnkmal-Lotterie ist der in Nordhauscn in dcr Mauthncr'schen mechanischen Weberei als Heizer in Arbeit stehende Arbeiter Karl Völke aus dem Nachbardorfe Hesserode, ein braver und arbeitsamer, aber unvermögender Mann und Vater dreier Kinder, dem das Glück recht zu gönnen ist. f Im Scebade bei Curhafen der Gymnasiallehrer Dr. Schnackenburg aus Salzwedel. Selbstmord begingen: in Oberrisdorf der Bäckermeister Alte, in Roßleben der Drescher Seumert, in Zwochau Barbier Franz Kicsche. In Dornstadt wurde der Sohn des Häuslers König todtgefahren, in Holzhausen verletzte sich der Knecht Zcttler durch einen unvorsichtig abgefeuerten Schuß ; im Ottoschacht bei Eisleben verunglückte der Bergmann Cchott, in Pölsfeld wurde der Sohn des Kossathen Liebau von Hunden zerfleischt. Merrschaumpsetsen, lange deutsche Pseisen, Clgarreninen etc. bei Wm: Mucho. No. 199 OS Washington Str.
Platform der Arbelterpattet von JndiauavoliS.
Die Union Labcr Paltet ist eire Pai tei der Ewanzipation. eine Partei der WikdkihelsteSung natürlicher Rechte, um welche die Vrbkiter durch ein Industrie systembliaudt wurden, welchcs obneRück. stcht aus Empfindungen und Bedürfnisse ?lrd tzkrast als b! ße Wzare bel,aö.t.t. Der lLr.dzwcck der Partei ist die Abschassung kints Systems, unier wklchcm.dcr Arbeit r kaum genug ?um Lrben be ' komnt. während drr g'öß?re Theil des ( Resultate feinte Arbeit sich in den Här den Weniger ansammelt, eines Systems, wclchis Wenige über alles Maß dinau brnichert, während die Masse dkö VolktS immkr melr verl rmt eintS ShsltmS tue!chkö liessen schasst, und wtlchrs in Lause der Ze,t dlob zwei ttlassen übrig lcssen i wird, die sftr Reichen und die sehr Armen ; eines Systems, welche? die pol?tische Jreihkit und freie RtgierungSfo.. men vtraichttt. weil die sehr Armen die Sklaven dkr tix Reichen weiden müssen. ! iLs ist der Endzweck kies.r Paiti an Stille diesrö Systen.s em andeieö ,u jktzen. iirt.'t lmlchkm die Aldi t u,a' düngig ist vom Kapital unn uMrr wil chcrn menschliche ArdeltZkrost zum Zw.cke ! ihrer Anwendung nicN abhübe:, soll von ! dem Willen dcS Kapitals. Zu diesem Zwecke erklären w r defc wir die in dir Konvention zu Circlr.nall am 22. Februar 1887 angenommene Pla!so,m bestötiger'. Und für die Vewal'ung uni r r C tUt in der unmittelbaren Zukurft. erklären wir. daß wir zu Gunsten folgender Vor schlage sind: 1. Alle Unternehmungen, welch Hut Natur nach monopolistischen ClzaratterS sind, sollt? ausschließlich , on der E tadt gesüt.rl werden zu iÄunsten der Bürger. Solche UnNrnehmungen sind : Etra'ökN' bahnen, Wassrwe,ke. Gaöwrke. Tele pboneinrichtungkn u. dera'. . So lange diese Institutionen jedcch in Händen von Privatcorpziationkn sino. sollen dieMben durch das Gesetz erzwungen werden, ihre Geschäfte so zu südren. daß die czebrtnen Jacililüttn sich aus olle in gleicher Weise erstrecken, und daß dieselben keire ungk büdrlicden Voitheile warnehm?n können. 2. Freie Bädrr sollen erricht:! und mit allem Comfort auögestott t weiden, dessen die Mittel der Stadt vermögen 3 Nachdem die Stalt für $150.000 ur Halle gebaut hat. von welcher die Armen gar keinen Vorteil baden, begünstigen wir die Errichtung öffentlicher ParkS in solcher Nähe der Statt, daß sie auch für Diejenigen erreichbar sind, welche keine ifulrarnke halten und nicht viel Geld on Straszendahntn zu rnrgeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Steuirgeseke derart, dab genauere 93ermögenSangaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Stadtverwaltung bezahlt; alle Ländereien inniralb der Stidtren' zen sollen besteuert werden, doch soll dos veim und die HauSeinricttung armer Wittwen stkUttsrn sein. 5. Wir sind nicht für das Uebeltragen statischer Privilegien an Staatsbeamte und sind der Anstck.t. daß die Polizeiver traltung eine der Funltlor.en der S'a)t und nicht des Staates ist. 6. Besondere Pr.vilegien für die Be Nutzung öffentlicher Strafen sollen nicht an Privctcorporationey virzeben werden, und wir galten es für besonders unmoralisch und den Rechten deö Volkes ge fährllch, solche Privilegien im ÄoiauS zu SptkulationSzwkcken mit Beschlag zu delegen, und alle für solche Zwecke existirende Kontrakte zwischen der Stadt und Corpo rationen oder Vcrsonen. wie j. B. der in Bezug aus das unterirdische Legen elek irischer TrZthe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheittvorschriften und Gesetze zur Anbringung von sire escapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch geführt und auf Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbeiler beschäftigt sind. 8. Da Besprengen der SlraKen. die Fortschaffung von Abfällen und Asche soll durch die Stadt geschehen. 9. 23t vlrlangen die Durchführung des Achtstundengesetzes für die Ange stellten der Stadt. 10. Wir besürworten die Uebkrkrückung der Eisendahngeleise an Virginia Avenue in drr Weise, daß dieselben an einem Punkte zusammengesührt werden und dak die Eisenbahngesellschasten den auf sie fallenden Theil der Kosten bezah len. 11. Zum Schlüsse bltonen wir, dak das Recht des Volkes seinen Willen am Slimmkasten auszudrücken, mit der grö ten Sorgfalt gewahrt werden soöte, dieses Recht ist eines der heiligsten Vrivi legien eincS freien Bürgers, ein Recht für da? Nationen gekämpft und Patrioten ihr Blut vkrqossen haben. Die Sprache Hot nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel zu verkümmern. Wirketrachten solche Versuche, sowie da Kaufen von Stimmen als ein aroßeS Vcr brechen an dem Volke, welches vromp teste und schärfste Bestrafung verdient. Olcherbtit, Sparsamkeit und Bequemlichkeit ann nicht beffer gewahrt werden, als durch die Ko ch - Gas -Ocfell! TZl,stS,SVrSSht VANDAHA LIM ! - Warum? Weil sie die kürzeste und beste Linie über G,. Xxnlfl, 3Xlssouii, Kan feJ6,&, lofr IVebrouslxcL, Tozaa, A.rlnuieas9 Colorado, New Mexico, Xecjota ca California ist. Dat Vahniett ift don Greta nnd die Schi nea find ant Stahl. Die Gsata haben tte nnrefte Verbesserung:. Jeder Zug bet Schlafwagen. Passagiere, ob sie nv Villet trütr Klaffe oder minauteu-Villete bade? werden durch nnsere PassagierzLge rfi läse ; befördert. i Ob Sie un ein VUlet zn eruäßigteu yrei. sn, ein SrcnrftnbiIIet der irgend eine Sorte eisenSahLbillkte wollen, konuseu Sie, odkl . schik,n Sie aa ! XX. H. Derlnff, llssiftent Central yaslagignt. stark Dal&ington und Illt,i Ctr Ind'pl G $111, Cra'I Enpt. St. LosU, VXo. OlS'l Tgl., Ct L,U
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