Indiana Tribüne, Volume 11, Number 18, Indianapolis, Marion County, 6 October 1887 — Page 1

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Q 1 1 ullichttn Washington. 6. Okt. Regen, kühleres Wkttkk. Eine Panik. New Y ork, 6. Okt. Man entdkckte letzte Nacht, dak daZ große achtstöckige unter dem Namen Holbrook Hall bekannte prächtige Aparimevt'HauS unsicher sei. Die dasselbe bewohnenden zwanzig Ja milien flohen mUtin in der Nacht auS dem Hause. Großmüthig. Pari. 6. Okt. Der Stadtrath von Paris will der Wittwe dtS an der deu.schen Grenze erschossenen WildhüterS 6(XX) Francs unter der Bedingung schen n, daß sie keine Entschädigung von Deutschland annimmt. Gditorielles. Wer für Davy stimmt, hilft Denny chlagen. Die alten Parteien sind Beutepar eien, die Arbeiterpartei ist eine Partei des Prinzips. Die Wahlfälscher auf der demokra ischen und die 1!ck six auf der republi kanischen Seite. Nette Gesellschaft ! Denny ist der Mayor, der mit wirklichen Spitzbuben sehr zart verfährt, aber die Wirthe wegen unbedeutender Vergehen ins Arbeitshaus schickt. Eine Niederlage Denny's bedeutet eine Niederlage des TemperenzfanatiS mus, eine Niederlage Edenharter's ist ein Wahrspruch gegen Wahlfälschungen. In seinen Reden hat Edenharter nichts von Prinzipien zu sagen, sondern bloß über Personen zu schimpfen. Schimpfen beweist nichts. Es kann für einen denkenden Arbeier absolut keinen Grund geben, der ihn veranlassen könnte, nicht sür die ArbeiterPartei zu stimmen. Der dieser Tage wüthende Sturm hat auf den nördlichen Seen viel Unglück verursacht. Viele Schiffe gingen zu Grunde, und viele Menschen büßten dabei das Leben ein. . Wie ernst die Campagne ist, zeigt der Umstand, daß die Republikaner ihre großen Paradepferde, Harrison, Porter u. s. w., vorführen. Das ist etwas Seltenes bei einer Stadtwahl. Denny ist der Mav.or, der einen jungen Mann, trotzdem er seine Unschuld bewiesen hatte, in Haft behielt, weil die Polizei es so wollte. Die Polizei wollte es, weil derselbe zur Arbeiterpartei ge hörte. Die Demokraten sagen, sie haben Nichts gegen Davy, wenn nur Denny nicht gewählt wird. Die Republikaner sagen, sie haben nicheS gegen Davy, wenn nur Edenharter nicht gewählt wird. Da wäre es ja Wohl daS Einfachste, wenn sie alle für Davy stimmten. Da wären ja dann alle Parteien zufrieden. Entweder oder !" sagt die Nord amerikanische Turnerzeitung". Die Freiheit der Meinung und daS Recht, sie aus zusprechen, muß in der Republik eine unbedingte sein. Mag eine Meinung, eine Lehre, irrig, ja vernunftwidrig und verderblich sein, sie soll sich gerade so gut aussprechen und bekannt geben dürfen. als diejenige, welche den Beifall aller Guten hat. Der freie Meinungskampf ist die beste Garantie gesunden Fortschritts. Die Lügen und Irrlehren sind niemals zu fürchten, wenn sie daS Recht der Oeffentlichkeit haben. Je heftiger sie vorgetragen werden, desto eher stumpfen sie sich ab. Staatseinrichtungen, welchen Lügen und Irrlehren gefährlich werden können, sind der Erhaltung gar nich werth. Nur die Wahrheit und besonders die unterdrückte Wahrheit ist eine Macht, welche Regierungen stürzen kann. Wie Borne sagt: Gefährlich ist nur das unterdrückte Wort, das verachtete räch sich, daö ausgesprochene ist nie ver gebens." Wenn ein Theil unserer deutschen Mitbürger es in seinem Interesse sindet, für Edenharter zu stimmen, so ist daS ihre eigene Sache. Hat ja doch Jeder das Recht und die volle Freihei von seinen Bürgerrechten nach seiner inneren Ueberzeugung und in seinem ei genen Interesse Gebrauch zu machen. Ob die Betreffenden dadurch, daß sie für Edenharter, statt für Davy ins Zeug

gehen, einen Irrthum begehen oder nicht,

das haben sie mit sich selbst auszumachen. Welches Jntereffe kann aber irgend ein Deutscher an der Erwählung O'Donnell's oder Bowlus' haben ? DeS Ersteren wird man sich Wohl noch als Polizeisuperintendenten mit dem O' voran erinnern. Er war um kein Haar beffer als Travisist. Wenn er jetzt gewählt würde, so käme daS einer Anerkennung seiner früheren Dienste als Polizeichef gleich. Bowlus ist ein DogberryRow-Advo kat, ein ganz unbedeutender Mensch, Advokat vierten Ranges, Politiker fünften Ranges, Drahtzieher ersten Ranges, der kein anderes Jntereffe kennt, als das sei ner Partei. Sollte nicht unser ganzes Deutschthum, wie ein Mann für John F. White stimmen? Derselbe ist ein schlichter, ehrlicher und gebildeter Arbeiter. Läge Verstand darin für O'Donnell oder Bowlus zu stimmen? Drahtnarichten. B r e m s e r st r e i k. Lou iSville. 5. Okt. Gtstkr.i Abend um 6 Uhr streikten sämmtliche Fracht bremser auf der LouiSville. Cincinnati & Lexingtan Zweiglinie der LouiSville & Nashville Bahn. Der Jrichtverkehr stockte. 25 778 Nashville. Tenn...ö Okt Nach osfiziellen Berichten aus 33 CountieS wird die Majorität gegen das Prohibi sonSamendement aus 25 773 geschätzt. WaS ein frommer Seelenhirt zu sagen hat. Chicago. 5. Okt. Die .Daily NewS- läßt sich solgende Spez'aldepesche unter'm Gestrigen auS Washington chicken : Rtv. Dr. Newman. Pastor der Me. ropolitan - Methodistenkirch', sprach in einer gestrigen Predigt über die zum Tode veruttdtilten Cicagoer Anarchisten und UiU ut.tcr Anderem, nachdem ir sich über den FleihtilSgeist uns rer Z'it belchwkrt: Würde irgend ein amerikanischer Bür ger vor zehn Jahren vorausgesetzt habtn, daß heute Mänrnr, welche sich gute Bürger und Christen nennen, eine Petition zur Begnadigung dieser Leute unterzeich nen und verbreiten würden, deren Hände roth sind von dem Blute der Hüter deS Friedens und der Vertheidiger der Sffert lichtn Sicherheit? Wa3 steckt hinter dieser Ararchie, dieser vtrruchten revolu tionören Bewegung von elenden, feigen Jämmerlingen, die schon lange gehängt hätten werden sollen ? Freiheit bedeutet Gehorsam gegen daö Gesetz; absolute Freiheit bat keinen Platz in diesem Lande und Di'jenigen, welche vom Auslande zu uns kommen, sollten verstehen, daß wir für Diejenigen, welche nach absoluter Freiheit und ihrer traktischen AuSsü(rung schreien, den Kerker, die Galgen oder daS Exil bereit haben." Die Reise deS Präsidenten. Chicago. 5 Okt. Kurz nach 9 Uhr heute Morgtn kam der Präsident hur an. Er btstieg eine Kutsche und wurde eökortirt von Vier Compagnien Miliz. Eine Prozes. ston durch die Straßen wurde arrangirt. aber die Menschenmenge war so groß, daß dieselbe nur mit Mühe und setr langsam vorwättZ kam. Bor dem Auditorium Gebäude wurde Halt gemacht. Auf der Tribüne vor demselben begrüßte der Mayor den Prüstdertzn und dieser ant wartete ln einer kurzen Rede. Etwa fünfzig Menschen hotten sich auf die Tische der Reporter gestellt, als dieselben plötzlich zusammenkrachten und eine sörm licht Panik entstand. ES wurde jedoch Niemand verletzt und AlleS ging glücklich vorüber. Müde und hungrig langte der Prästdet t erst um halb zwei Uhr im Pal mer House an. woselbst am Nachmittage ein öffentlicher Empsang statthatte. DaS Gedränge auf der Straße war so groß, daß mehr als fünfzig Frauen ohnmächtig wurden. Man schätzt, daß der Präsident mindestens 6000 Personen die Hand schüttelten? Teuflisches Verbrechen. Chica g o. 5. Olt. Auf der Illinois und St. LouiS Bahn versuchten einige Schurken einen ExcursionSzug. in dem sich eine große Menge Frauen und Kinder befanden, zum 'Entgleisen zu bringen. Glückliche Weise wurde die LoSlösung der Geleise noch rechtzeitig bemerkt, und so ein entsetzliches Ung'.ück verhütet. Die Thötir befinden sich in Haft. Internationale Brauarbei-ter-Union. Detroit, 5 Okt. Die National. convention der Brauarbeiter-Union hat den Lokal'UnionS Protestbeschlüffe gegen die Berurtheilung der Anarchisten vor gelegt. Diese Beschlüsse wurden bis

jtzt angenommen von BrauerUni?n

No. I New York. No. 2 in Newark. No. 9 in Milvaukee. No. 10 in G.'and RapidS. No. IS in Albany. N. I. Die New Vorker Union bewilligte außerdem für den Prozeßfond $100 und die Newarker 530 Für die in Newark erscheinende .Ar beZterzeitung bewilligte die Bierbrauer Union daselbst einen Zuschuß von 525 und verpflichtete jedes Mitglied die Zei tung zu hatt?. tt ol. L M i n n e a p o l i S. 5 Okt. Nachdem die Corvention d,r K. ofL. fast zwti Tage mit der Frage d.r Zulassung Jo seph N. BuchananS von Cdicaao zuge bracht hatte, wurde derselbe bette endlich mit einer Majorität von etwa 20 Stim men zurückgewiesen. Der Grund dafür ist der. daß seine Affembly wegen Nicht bezahlung von Beiträgen su'pendirt ist. Er war von einer Affemdlv in Colorado gewählt. Während de Vormittags hielt Michael Davitt eine Anrede an die Convention. Powderly schlug einen Sympatdiebe schluß sür die Jrländer vor Frau Se verance hielt eine Rede und sagte, eö sei in Amerika um kein Haar beffer. als in Jeland.' Die Resolution wurde angenommen. Die eigentlichen Arbeiten der Conven tion werden morgen beginnen. Xiz Qadel BiSmarckbeleidigung. Berlin, ö. Okt. Der Redakteur deS .ReichSfreund wurde zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er eine belei digende Bemerkung über BiSmarck ver össentlicht laUt. Erdbeben inGriechenland. Aten, 5. Okt. Gkstlrn früh um 1 Uhr wurde in ganz Griechenland ein Erdbeben verspürt Besonders hestig trat dasselbe an der nördlichen und der südlichen Küste deS GolfeS von Konnt) auf. Unruhen befürchtet. Madrid. 5. Olt. Die spanische Regierung sürcht.t. daß in Marokko, infolge deS gestern gemeldttm Ablebens dkS dortigen Sultans, Unordnung entsteht, und Hot dahlr vorläufig 6000 Mann Soldaten nach Marokka einschiffen lasten, um die spanischen Interessen zu schützen. G e s ch ä d i g t e'r Rheinwein. Berlin, 5. Okt. AuS dem Rdeingau laufen betrübende Nachrichten über die Weinernte ein. Der Sauerwurm und andere Plagen haben ur.tr den Trauben schlimm gehaust. Der Co ngreß der Sozialdemo k r a t e n. Genf. 5. Oktober. DerCongreß der deutschen Sozialdemokraten, der am Frei tag. Samstag und Sonntag in St Gallen stattfand, wurde gestern scrtge setzt. Resolutionen gegen die Zölle aus LebenSmittel. g:gen das System der Be steuerung u. s. w. wurden gefaßt. Eine grobe Majorität der Deleqaten war da gegen, daß min in der Zukunst irgend welche Compromiffe. selbst bei Stichwah len, mit den anderen Paittien eingehe. Wieder eine Verschwörung. Sofia. 5. Okt. Die Regierung hat einen Revolutionöplan der Anhänger Zankoff'S entdeck', welcher am nächsten Sonntag bei den Wahlen sür die Sobranje auSgesührt werden sollte. Bul garische Flüchtlinge sollten zur gleichen Znt an der Grenze losschlagen. Nach den betreffenden Distrik'en sind Truppen mit dem strengen Besehl gesandt worden, jeden Versuch eines AusstaideS sofort zu unterdrücken. H i e si ge S. Gin Straßenräuber. Gistern Nachmittag wurde ein Gärtner der die Three Notch Road hinausfuhr, von einem jungen Manne gefragt, ob er mitfahren könne und er bejahte dies. AlS sie die Zollstation passtet hatten. hörte der Zolleinnehmer Maddur. Hilfe rufe. Er lies hinzu und fand den jungen Gärtner in betrunkenem Zustande und schwer am Kopse verletzt auf dem Wagen liegen. Der junge Mann hatte ihn be raubt und war entflohen. Gestern Nacht wurde John Stark von Jonesville in der Näe vom Union Depot von 3 Männern angegriffen, und mit einem Revolver bedroht, falls er ihnen seine Werthsachen nicht auSliesere. Er gab ihnen seine Uhr und NO. (3- Die Arbeiterpartei hatte gestern Abend vier öffentliche Versammlungen Bei einer sprach Feau Pattcrson. bei einer andtrn Rappaport, bei der dritten W. P. Smith und bei der vierten Herr Jennlngö.

Vom Ausland,

Vor dem Richter Butt in London ist soeben ein Chcscheidungsproi ceß zum Austrag gekommen, der einen internationalen Charakter trägt, indem er einen Konflikt zwischen den Ehegeseten von Deutschland, Oesterreich und Eng: land beleuchtet. Cin Oesterrcicher Namens Sachs machte eines Tages auf einem kurzen Vesnch in Berlin die Lekanntschaft einer Dame und hcirathete sie. Mü der Zeit entstanden ernstliche Dlfterenzen und die Ehcleute kamen zu dem Entschluß, sich scheiden zu lassen. Da eine Scheidung nach gegensciticr Uebercinkunft in Wien nicht zu erhal.e:! war, reiste das Paar nach Berlin und lief) sich dort scheiden. Sachs kam später nach' England, traf dort mit einer Engländerin Namens Jngham zusammen und ließ sich mit ihr in der Gemeinde? kirche St. MartinS-in:thc:Ficld beiCiNring Eroß kopuliren. Bald nachher machte die junge Frau die Entdeckung, daß ihr Mann in Berlin eine geschiedene Frau hatte, der er regelmäßige Geldscndüngen zukoi'lmcn ließ in Ausführung der Scheidungsurkunde. Frau SachS II verlangte darauf von dem englischen Ge? richtöhof die Annullirung ihrer Ehe, im dem sie behauptete, daß die erste Ehe ihrcs Gatten in England noch giltig sei, weil er als geborener Oesterreicher und in Oesterreich domizilirt, dort seine Ehe nicht habe auflösen können; ihre Ehe sei daher trotz der in Berlin ausgesprochenen Scheidung nicht giltig. Der Richter war jedoch entgegengesetzter Ansicht und Frau Sachs II muß sick darein fügen, trotzdem die Berliner SheidungSgründe weder in Oesterreich noch in England anerkannt sind. Ein Paletotdiebstahl unter absonderlichen Umständen ist vor Kur? zem in Frankfurt a. M. ausgeführt worden. In einem Itestaurant besprach i i'r r ! man am lammllfcue oie ungeza)latlcykeit von Leuten, die sich ihre Paletots stehlen lassen, und Jeder in der Runde versicherte, daß ihm so etwas nie passiren rönne. Herr, der nebenan, saß, meinte, sich in's Gespräch mischend, et wolle sämmtliche Stammgäste vom Gegentheile überzeugen. Auf die Frage, wie er dies fertig bringe, meinte er, man verwickle seinen Nachb? in ein interessantes Gespräch, das diesen sorglos mache, erhebe sich dann und nehme einen Ueberrock vom Nagel, ziehe diesen an niid verlasse unter graciöser Verbeugung, mit der Cigarre im Munde, das Lokal. Die akademische Erzählung einer solchen Gaunerei übersetzte der Mann in's Praktische, indem er unter dem Gelächter der Gesellschaft, welche die Sache als Spaß auffaßte, zur Restauration hinausschritt. Als zehn Minuten und nhr vergangen waren und der Herr nicht zurückkam, merkte man erst, daß man es mit einem wirklichen Diebe zu thun hatte der Ueberzieher war verschwunden, mit ihm eine in demselben befindliche Brieftasche mit 200 M. in Banknoten. Ein vielbeschäftigter Seelsorger muß der Pfarrer von Niebra in Sachsen sein. Zu seiner' Pfarrei gehört das zur Hälfte altenburgischc, zur Hälfte sächsische Hilbersdorf, in dessen Kirche das weimarische Nußdorf eingepfarrt ist. ZurHauptkirche Niebra zählen außerdem das sächsische Dorf Loitzsch und die reu? ßischen Orte Otticha und Lichtenberg. Seit geraumer Zeit hat aber der Pfarrer von Niebra auch die Stellvertretung in dem meiningenschen Dorfe Moscn versehen, so daß er, wie die Saale-Ztg." mittheilt, also sein Scelsorgeramt in der sächsischen, weimarischen, altenburgischen, meiningenschen und rcußischcn (j. L.) Kirche ausübt. Ei n d e u t f ch e r E a p i t a l i st i n Berlin hat an das Schatzamt zu Washington einen, iriosen Brief gerichtet. Er schreibt, er uabe gehört, daß die Negierung der Ver. Staaten jetzt ihre Schuldscheine einlöse. Er habe selber eine Anzahl conföderirter Bonds in seinem Besitze und nach langer Berathung mit seinen Freunden sich cntschlossen, dieselbe dem Schatzamt gegen eine Entschädigung von $1000 zur Einlösung anzubieten. Wie viele Bonds" der Schlauberger besitzt, hat er nicht geschrieben; übrigens kommt es. auch gar nicht daraus an. Aus Texas wird berichtet, daß auf beiden Ufern des Rio Grand Hochwaffer große Verwüstungen angerichtet hat. Ganze Farmen sollen unter Waffer stehen, und die in der Näßc des Flusses ansäßigen Familien haben ihr ganzes Hab und Gut einschließlich der Ernte verloren. Meilenweit? Stre cken an beiden Usern sind in einen großen See verwandelt. Die Orte EdkNburgy und La Pueblo sind vollständig von dem Erdboden weggefegt worden, und Santa Maria sieht gleichfalls der vollständigen Zerstörung entgegen. DieserTaqe wurden die Bedingungcn veröffentlicht, unter welchen eine Vereinbarung zwischen der Nort&.v.M V. ITntrtrt '"UrtM tt-eftrtTirt' ltlil UllV Vfc ,,iv. -miivv zu Stande gekommen ist. Nach denselben garantiren beide Bahnen je drei Procent Divideizden aus die Papiere der Oregon Navigation Co." Die Grenzscheide der Bahnen wird die Mündung des Snake Nioer in den Columbia Nioer sein. Die Columbia & Paluse-Bahn", welche den Hauptgrund der früheren Streitiakeiten bildete, ist der Northern Pacisic-Bahn" zum Betrieb überlassen

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