Indiana Tribüne, Volume 11, Number 16, Indianapolis, Marion County, 4 October 1887 — Page 3
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Andre Cornelis.
Pariser Roman dou Paul Lonrget. Deutsch ton Anton Vettelheim. (Fortsesung.) 'Oie vtacht war vollends während sol chen Sinnes herangekommen. Ich ward einer fieberhaften Aufregung zur Beute, welche in. seltenem Widerspruch stand mit der Ruhe, die mich wenige Stunden vorher erfüllt hatte, als die Stufen der Stiege im Grand-Hotel hinaufging. Es hatte sich die Sachlage aber gewaltlg geändert. Damals bereitete ich mich auf einen Kampf vor, zu einer Art von Zwei kämpf. Ich sollte einen Menscken angreifen, den ich besiegen mußte, iym in's Angesicht, ohne Verrätherei und ich hatte nicht gezittert. Die unedle Heuchelei dagegen, die in einem Meuchelmord liegt, hatte mich zittern machen be der Idee, meinen Stiefvater im Dunkel eines Hinterhaltes, zu tödten. Ich hatte dieses Erzittern ein erstes Mal wieder gerüngen. Ich fürchtete, daß es mich wieder ergreifen könnte und ich von jener Schlaflosigkeit befallen werden könnte, aus der man aufsteht, unfähig, mit kaltem Blut zu handeln. Und ichon fühlte ich mich außer Stande, das Warten zu ertragen: ich wollte gleich am nächsten Morgen handeln, sofort den Plan ausführen, zu dem ich mich entschließen wollte binnen vierundzwanzig Stunden, gleichviel zu welchem. Gleich von Stund an konnte ich meine nervöse Aufregung durch den Beginn einer derartigen Handlung täuschen. Um zum Vorhinein jedem Verdacht zuvor zu kommen, mußte ich mich nicht unter Menschen blicken lassen, die nöthigenfalls bekräftigen würden, daß sie mich ruhig, sorglos, fast heiter gesehen? Ich kleidete mich an, entschlössen an einem Ort zu speisen, ws man mich kannte und den Rest dieser Nacht im Klub zu verbringen. Als ich in den Champs Elvsees war. in welchem es an dem lauen Abend dieses strahlenden Maitages von Wagen und Spaziergängern wimmelte, tatte ich die physische Empfindung reiner rn der Luft verbreiteten Daseinöwonne. Am Himmel zitterten zahllose funkelnde Sterne. Das junge Laub bebte unter der Liebkosung eines linden Lafthauches. Guirlanden von Licht luden zum Eintritt in die Lustgärten. Ich ging bei einem Restaurant vorüber, das eine Tische bis an 'den Rand des Baumganges gerückt hatte. Junge Leute und junge Frauen endigten da gerade fröhlich ihre Mahlzeit. Die Blechmusik der Tingel-Tangel tönte gedämpft durch die Entfernung zu mir herüber und die Wagen rollten immer' fort und nahmen aus dem BoiS taufende von Küssen und zärtlichen Worten mit mir fort. Der Gegensatz zwischen diesem Pariser !vrühlingsfest und dem Tragischen meines Geschicks ergriff mich allzu mächtig. Was hatte ich dem Geschick zu Leide gethan, daß ich der Einzige in dieser Menge, eine svlche Prüfung verdiente? Warum war mir auf meinem Weg ein Mann begegnet, fähig, die Leidenschaft bis zum Verbrechen zu steigern, in einer Welt, in welcher die Leidenschaft gewöhnlich so zahm, so armselig, so mittelmäßig ist? ES gab vielleicht in der ganzen vornehmen Gesellschaft nicht vier Mensck)en, die verwegen genug waren, um einfach ein Vorhaben zu planen, gleich demjenigen, das Jacques Termonde mit der unerschrockenen Logik seiner Begierde ausgeführt batte. Und gerade dieser Frevler, mit der erschreckenden Tiefe seines Gefühls, war mein Stiefvater. Noch einmal fühlte ich den Hauch des Fatums über mich hinwehen, der mich schon so oft mit geheimnißvollem Schauder ergriffen hatte. Ich fühlte mich unfähig, den Anblick eines menschlichen Antlitzes zu ertragen. Ich kehrte dem lärmerfüllten, erleuchteten Treiben der Champs-Elnsee's rasch den Rücken und ging zum Triumphbogen hinauf. Ich schlug unwillkürlich den Weg zum Bois ein, wandte mich rechts, um den Wagen auszuweichen, dann kam ich immer tiefer auf fast menschenleere Wege. War ich unbewußt einer der nahezu animalischen Erinnerungen gefolgt, die uns auf Wege führen, die wir schon betreten haben? So erkannte ich hier in dem weichen, bläulichen Lichte der Frühlings-Mond-nacht die Stelle, auf welcher ich in diesem Winter in Gesellschaft meines Stiefvaters gegangen war. Bei dem ersten Ausflug, den wir zusammen in das Bois de Boulogne unternommen. Es war dies an dem Tage, an welchem er zu mir gekommen war unter dem Vorwand, ein Nevue-Heft zurückzuverlangen, und an dem ich ihn gezwungen, deur Bild seines Opfers in's Antlitz zu schauen. Ich sah ihn wieder in Gedanken, wie er unter dem kalten Winterhimmel, uf demselben Pferd, zwischen dem dürftigen Rasen fortschritt, ich sah auch seine ergrauenden Haare und seine hohe Gestalt, von seinem Ueberrock umschlossen. Ich erinnerte m!ch,welch' merkwürdiges, Mitleid mirdas Herz zusammengeschnürt, da ich ihn also ticftraurig, ganz gebrochen wie besiegt gesehen hatte.Die Beschwörung dieses Andenkens stellte ihn so lebendig vor Augen, als ob er noch da, zwei Schritte weit von mir, zur Stelle gewesen wäre. Und diese erhöhte Empsindurg seines Daseins ließ euch Zllgleich die volle Bedeutung des erschreckenden und geheimnißvollen Wortes: Tödten" noch besser empfinden... Tödten? . Ich sollte ihn tödten, vielleicht in roenigen Stunden, höchstens in wenigen Tagen. Die Angst, der ich zu entfliehen gesucht, als ich das Haus verließ und also weiter ging, erfaßte mich neuerdings und ich stellte mir endlich die Frage, vor der ich gerade zurückgeschreckt war: Ich will ihn todten; habe ich aber auch das Recht dazu ? - Wie sanft rauschten die Blätter rings um mich herum, der, vom Schmerz gemartert, auf eine Bans gesunken war. Ich war im Schatten. . . Ich horte Stimmen von Herankommenden. Zwei Gestalten gingen, ein paar Schritte weit von mir, vorüber. Es war das ein junger Mann und eine junge Frau, die mich nicht sahen. Sie blieben stehen, um ihre Lippen in einem Kusse zusammenzuschließen. Der Mond badete sie mit seinen Lichtstrahlen. Ich zerfloß in Thränen. Ich weinte, weinte, endlos. Ach, auch ich wriun. jauctj ich
hatte im Herzen eine Muty' von ZarrllS- ! keit, die mich fast erstickte. Und in dieser duftigen, sternhellen, bebenden Nacht saß ich in einer finsteren Ecke, mit wilden Plänen, beschäftigt, einen Mord zu über, legen. Nein," sagte ich mir eine Hinrichtung. Hat mein Stiefvater den Tod verdient? Ja. Muß sich der Henker, ?velcher das Haupt des Verurtheilten in den 'Korb fallen läßt, einen Mörder nennen? Nein ; auf denn ! ich werde der Henker sein nichts sonst...." Ich erhob mich von dieser Bank, aus der ich. die letzten Thränen der Feigheit geweint.' Also bezeichnete ich vor mir selbst i diese heißen Zähren, deren ich heute ge- ' denke als des letzten Beweises dafür, daß ! ick nicht zu dem geboren war, was ich gethzn. Ich machte mich aus den Rückweg ' i . ifi c r n . '
Ullv sammelte aue raste oes heisres aus den einen Punkt: Ich habe das Recht, den Mörder meines Vaters hinzurichten.... Wenn die Gesellschaft einen Schuldigen trifft, in wessen Namen entscheidet t, daß dieser Schuldige den Tod verdient hat? Besitzt sie eine Sendung von oben für dies Werk der Gerechtig keil? Sie hat einfach von allen Mitgliedern, deren Gesammtheit sie ist, die Sendung erhalten, in ihrem Namen zu handeln. Das Recht Aller, sich zu vertheidigen, begründet ihr Necht, zu strafen. Es besteht gleichsam ein stiller, zwischen ihr und uns abgeschlossener Vertrag. Wenn nicht jeder Bürger sein eigenes Recht hätte, sich zu vertheidigen, so würde die Gemeinschaft nicht das Recht haben, die Verbrecher zu züchtigen, da ihr Recht nur die Zusammensetzung des Rechtes von Allen ist. Es findet sich, daß der zwischen ihr und mir geschlossene Vertrag aus höheren Gründen nicht ausaeführt werden kann. Ich kündiae den Pakt und nehme mein Ursprungliches Recht zurück. Welches Recht? Dasjenige, mich zu vertheidigen.... Gibt es nicht in Wirklichkeit ein Recht der moralischen Vertheidigung, wie es ein Recht der physischen Vertheidigung gibt? Mem Stiefvater hat meinen Vater getödtet und er hat meine Mutter geheirathet. Er hat mir die beiden kostbarsten Neigungen meines Lebens geraubt und eS wäre"nicht gerechtfertigt, ihn niederzuschlagen, wie einen Dieb, der Nachts zum Fenster einsteigt ! Ich vervielfältigte die Gründe. Zeitweilig- kam ich dahin, eine Stimme zum Schweigen zu bringen, die in mir sprach, lauter, als mein Rachehunger und meine Nörgeleien und diese Stimme sprach die Worte, welche dereinst die meiner Tante gewesen waren: Man muß es Gott überlassen zu strafen...." Mein Christenthum kommt wieder zum Vorschein, wie bei den Kranken, die vor der Hölle zittern, an die sie nicht glaubten, so lang sie wohl waren...." Und dann erschienen mir alle Gewissensbedenken kalte und leere Erörterungen, gut für Philosophen und Beichtväter. Es aab ein unbestreitbares. unbedingtes Faktum: ich konnte es nicht mehr ertragen, daß der Mörder meines Vaters weiterhin der Gatte meiner Mutter blieb. Es gab ein zweites, nicht minder feststehendes Faktum: ich konnte diesen Menschen nicht dem Gericht anzcigen, ohne meine Mutter gleichzeitig zu tödten oder doch mindestens ihr Leben für immer zu vergiften. An mir war es also, mein eigenes Tribunal, Richter und Henker in eigener Sache zu sein. Was verschlugen mir die Sophismen für und wider? Ich mußte vor Allem meinem Instinkt als .Sohn hören und dieser Instinkt schrie mir zu: Tödte!" Ich mußte tödten. Ich ging schnell weiter, den inneren Blick mit einer Art von tragischer Wonne diesem Gedanken zugewendet, denn ich fühlte, daß wenigstens meine Unschlüssig, keit aufgehört und daß ich handeln würd?. Plötzlich, als ich zum Triumphbogen abbog, erinnerte ich mich, hier zum letzten Male einen meiner Club-Genossen getroffen zu haben, der fich am nächsten Tage erschossen hatte. Durch welches Geheimniß ließ diese Erinnerung plötzlich eine Reihe neuer Gedanken in mir aufsteigen? Ich blieb stehen mit klopfendem Herzen.... Ich sah einen rettenden Ausweg vor mir. Thor, der ich gewesen, wie immer, fortgerissen durch meine kritiklose Einbildungskraft. Mein Stiefvater wird sterben müssen, ich hatte ihn im Namen meines unverjahrbaren Rechtes als rächender Sohn verurtheilt, aber konnte ich ihn nicht zwingen, sich mit eigener Hand den Tod zu geben? Hatte ich nicht Mittel in meiner Gewalt, ihn zum Selbstmord zu treiben? Wenn ick zu ihm ging, ohne Zweideutigkeit und Umschweife und ihm sagte: Ich halte den Beweis in Händen dafür, da Sie der Mörder meines Vaters sind. Ich lasse Ihnen die Wahl sich selbst zu tödten, sonst verrathe ich Sie meiner Mutter...." Was würde er mir antworten? Er, der seine Frau mit derselben Vergötterung, die sie für ihn hegte, liebte und unter der ich so sehr gelitten, würde er einwilligen, daß sie die Wahrheit ersahren würoe, daß sie ihn als rnchtswürdigen, feigen Morder ansähe? Nein, niemals. Er würde lieber sterben wollen . . Und alsbald stürzte sich mein Sinn, von soviel schmerzlichen Empfindungen erschöpft, dieser plötzlich geöffneten Thür der Hoffnung entgegen. Ich werde meine Pflicht gethan, "sagte ich mir, und. kein Blut an den Fingern haben... Mein Gewissen wird mit diesem Flecken nicht besudelt sein. .. Und ich fühlte mich wie entlastet von dem ungeheuren Druck derGemissensbisse, die ich in meiner früheren Herzensangst zum Voraus empfunden. Ich malte mir also das Bild der Zukunft aus, endlich befreit von der düsteren Wolke, welche mit ibrer Trauer den Himmel meiner Jugeno umdüstert hatte : Er wird mich tödten, meine Mutter wiriHhn beweinen. . . . Aber ich werde die Kunst verstehen, ihre Thränen zu trocknen. . .. Jbr Herz wird bluten, aber ich werde aus diese Wunde den Balsam meiner Liebe legen Alle die süßen Stunden, welche der Mörder uns gestohlen, werden wir zusammen verbringen, wenn er nicht mehr da sein wird, wenn ich ihr werde zeigen können, wie sehr ich sie liebe. Die Liebkosungen, die ich ihr nicht gegeben habe, als ich noch ein Kind war, weil der Andere mich schon durch seine Gegenwart erstarren ließ, sollen ihr nun werden. Die Worte, welche ich sie nicht hören ließ, die Llebesworte. die in meinem üerien. auf
meinen L5ppen erstarrt waren, werde ich aussprcchcn. Wir werden Paris und diese traurigen Erinnerungen verlassen. . Wir werden in irgendeinem abgcschiedenen Winkel, weit, weit fortziehen, wo sie nur mich haKen wird, wo ich sie nur haben werde. . . .Ich werde mich ihrem Alter widmen. Welch anderer Liebe, welch anderer Familie werde ich noch bedürfen? ....Leiden stimmt das Gemüth immer weicher. Dies Leiden wird sie mich noch mehr lieben lehren. Ach, wie wir glücklich sein werden! " Von Neuem kamen mir Thränen, die auf meinen Wangen trockneten, wie sie herabgebrochen waren unter der jähen Wirkung eines neu auftauchenden Gedankens. Die innere Stimme hob wieder an: Und wenn der Nichtswürdige sich weigert, sich zu tödten?. .. ." Ja, wenn er mir nicht glauben wollte, wenn ich ihm drohen würde, ihn sonst dem Gericht anC. .1. :
zuzetgen 5 ane er rniuj niaji vcooacytet, wie ich mich seit Monaten zum Mitschuldigen seiner Bestrebungen gemacht, die Verblendungen meiner Mutter zu nähren? Wußte er nicht, wie sehr ich diese Mutter liebte, er, der so eifersüchtig gewesen auf meine Sohnesliebe, wie ich eifersüchtig war auf seine Gattenliebe? Würde er mir nicht antworten: Denuncire mich doch!" zum Voraus gewiß, daß ich der armen Frau diesen Schlag nicht zufügen würde? .... Nicht doch", antwortete ich auf solche Einwendungen. Visher hatte ich blos Verdacht gehegt, heute weiß ich Alles. Er wird nicht dcran zweifeln, daß mich diese Gewißheit fäbig machen wird, alles zu wagen Und dann, wenn er sich weigert, wenn ich das Unmögliche versucht habe, um den Mord zu vermeiden Mag das Geschick sich erfüllen!" 17. ES war vier Uhr Nachmittags, da ich im Boulevard de Latour Maubourg vorsprach. Ich wußte, daß meine Mutter, aller Wahrscheinlichkeit nach, ausgegangen sein würde, um einige Besuche u machen. Ich dachte auch, daß mein Stiefvater sich nicht wohler fühlen könnte nach der Morgenausfahrt, die er TagS zuvor nach dem Grand - Hotel gemacht. Ich hoffte also, ihn daheim, vielleicht zu Bett, zu finden. Meine Mutter war in der That fort und er war zu Hause geblieben. Er war in seinem Arbeitszimmer mit dem -dunkel ausgetäfelten Holzplasond, den mit Corduanleder überzogenen Wänden, in der wir unsere erste Auseinandersetzung gehabt. Diejenige, welche ich nun herbeizuführen gedachte, war von anderer Bedeutung und doch war ich diesmal weniger bewegt, als dazumal. Die endlich erlangte Gewißheit verschaffte mir eine eigenartige Ruhe, so zwar, daß ich ich erinnere mich dessen noch einen Augenblick mit dem Diener sprechen konnte, der mich einließ und ein krankes Kind hatte. Ich entsinne mich auch, daß ich zum erstenmal, durch das Stiegenfenster, einen langen, rauchenden Fabrikschornstein bemerkte, der ohne Zweifel in die? sem Winter jenseits des kleinen Gartens gebaut worden war. Ich war also vollkommen Herr meiner selbst ich muß daS wohl zugeben, um bis zu Ende aufrichtig zu bleiben noch in dem Augenblick, in welchem ich in das geräumige Gemach eintrat. Ich bemerkte sofort meinen Stiefoarcr, der in einem großen Fauteuil am Kamin, dessen Klappe hinabgelassen war, ein neues Buch mit einem Dolch mit breiter, kurzer Klinge aufschnitt. Er hatte dieses Messer aus Spanien mitgebracht, wie viele andere Waffen, die fast allerorten in den verschiedenen Räumen, die er bewohnte, umhergestrcut lagen. Ich begriff nun, auf welcher Gedankenverbindung diese seltsame Manie beruhte. Er war gekleidet, als ob er ausgehen wollte, aber der veränderte Charakter seiner Physiognomie bewies, wie stark sein letzter Anfall, gewesen, der der noch auf seinem ganzen Wesen lastete. Wahrscheinlich drückte mein Gesicht einen außerordentlichen Entschluß aus, denn ich sah an seinen Augen, sowie sich unsere Blicke begegneten, daß er in meinen tiefsten Gedanken las. Er sagte mir nichtsdestoweniger das Herkömmliche: Du bist es, Andre, wie liebenswürdig, daß Du gekommen" .... ein Wort, das mir noch einmal bewies, in welchem Grade er sich zu beherrschen wußte und er reichte mir seine Hand hin, die ich nicht nahm. Mese seltsame Ablehnung seiner entgegenkommenden Geberde gegenüber, das Schweigen, da3 ich in den ersten Minuten beobachtete, zweifellos auch die Ver:errung meiner Miene und meine trotzenden Blicke klärten ihn vollends auf, über die Gesinnung, in der ich zu ihm kam. Ruhig legte er auf den großen Tifch in Mitten des Zimmers sowohl das Buch, wie das spanische Dolchmesser hin, dessen er sich eben bedient hatte. Er erhob sich, lehnte sich an das Marmorgesimse des Kamins unb betrachtete mich, die Arme kreuzend, mit der hoffährtigen Miene, die er anzunehmen wußte und mit der er mich so oft während meiner Jugend gedemüthigt.' Ich brach das Schweigen zuerst ; ick sagte ihm, als Antwort aus seine verbindliche Phrase in rauhem Ton und indem ich ihm fest in das Gesicht sah: Die Zeit der Lüge ist vorüber Sie haben errathen, daß ich alles weiß " Er runzelte die Stirn, wie ihm das begegnet, wenn ihn eine Zornesaufmallung befiel, die er zu bemeistern hatte ; seine Blicke hielten die meinigen aus, mit unüberwindlichen Stolze. Ich verstehe Dich nicht . . . . " antwortete er einfach. Sie verstehen mich nicht?. . . ." entsegnete ich; gut, ich will Ihnen ein Licht aufstecken...." Meine Stimme zitterte, da ich diese Worte aussprach; denn meine Kaltblütigkeit begann zu schwinden. Tags 'zuvor, - in dem Gespräch mit dem Bruder, hatte ich der nichtswürdigen Niedrigkeit eines Spitz buben und Feiglings auf den Grund zu schauen. Mein gegenwärtiger Feind, wenngleich er verbrecherischer war, als der Andere, fand dagegen Mittel, eine Art von moralischer Ueberlegenheit selbst in dieser furchtbaren Stunde zu behaupten, in der er wohl fühlte, daß seine Missethat fich vor ihm aufrichten würde. Ja, dieser Mensch war ein Verbrecher, aber ein Verbrecher in großem Stil und ohne Gemeinheit. Der Stolz entzün bete alle seine Flammen auf diekr.von
j7cmftici vsiirn, aus oer wcoer urcyr, nocy vttut sich zeigte. In seinen Augen, die denjenigcn seines Bruders vollkommen glichen, offenbarte sich trotzige Entschlossenlicit. Ich fühlte, daß er sich bis auf's Aeußcrste zu vertheidigen gedachte. Er würde sich nur der Evidenz ergeben und diese Seclenstärke in einem solchen Augenblick entfaltet, brachte mich zur Verzweiflung. Das Blut stieg mir zu Kopf, mein Herz schlug schneller als ich fortfuhr : . Erlauben Sie mir, etwas weiter auszuholen 1864 lebte in Paris ein Mann, welcher die Frau seines vertrautesten Freundes liebte Obwohl dieser Freund sehr vertrauensvoll, sehr, sehr leicht zu hintergehen war, wurde er dieser Liebe gewahr und begann darunter zu leiden. Er wurde eifersüchtig, obwohl er an der Herzensreinheit seiner Frau nicht zweifelte eifersüchtig, wie man eö ist, wenn einer zu sehr liebt. . . . Ter Mann, der ihn also betrübte, bemerkte diese Eifersucht. Er sah voraus, daß ihm dies Haus verschlossen werden würde. Er, seinerseits, wußte, daß die Frau, in die er verliebt war, sich niemals dahin erniedrigen würde, einen Galan zu nehmen. . . . Und nun wagte er es, den folgenden Plan zu fassen : er hatte irgendwo in der Ferne einen Bruder, einen Nichtswürdigen, der für todt galt, übrigens mit der schlimmsten Schmach bedeckt, ein Dieb, ein Fälscher und Deserteur. Er sagte sich, daß dieser Bruder ein gefundenes Werkzeug sei, um sich des Freundes zu entledigen, der seine Leidenschaft behinderte .... Er ließ den Nichtswürdigen insgeheim kommen. Er gab ihm ein Stelldichein in einem der entlegensten Winkel von Paris auf dem Trottoir einer Straße am botanischen Garten und des Nachts .... Sie sehen, daß ich gut unterrichtet bin. . . . Wie er es ansing, um den alten Dieb zu bestimmen, die Rolle eines Bravo zu spielen, ist nicht schwer zu begreifen. . . . Wenige Monate später wurde der Gatte in einem Hinterhalt von diesem Bruder ermordet, welcher der Gerechtigkeit entkam. Der treubrüchige Freund heirathete Die, wclche er liebte, fast gleich nachher Er ist heute ein Mann der Gesellschaft, reich, geehrt, dem seine reine, heilige Frau einen Cultus der Zärtlichkeit und der Achtung weiht.... Beginnen Sie jetzt zu begreifen?.. .." Um nichts mehr " antwortete er mit ebenso unbeweglichem Gesicht. Er hatte Recht, keine Schwäche aufkommen zu lassen. Was ich ihm eben gesagt hatte, konnte auch nur ein Versuch sein, ihm sein Geheimniß zu entreißen, unter der Vorspiegelung, AllcS zu wissen. Indessen hatte ihn gleichviel die Angabe über den Ort, wo er seinem Bruder dies erste Stelldichein gegeben, erbeben gemacht. Hier mußte man zustoßen und geschwind. Der feige Mörder," fuhr ich fort, ja der feige, da er nicht gewagt, sein Verbrechen selbst zu vollbringen, hatte alle Umstände des Mordes wohl überlegt.... Aber er hatte ohne einige kleine Umstände gerechnet, so beispielöweise, daß sein Bruder die drei Briefe, die beiden ersten nach Ncw Joxt, den dritten nach Liverpool gerichtet, aufbcwahren würde, in welchen die auf die Stationen dieser geheimen Nse bczüglichen Weisungen enthalten sind. Er hatte auch nicht darauf gerechnet, daß der Sohn seines Opfers groß werden, zum Manne heranwachsen und Verdacht schöpfen würde in Betreff der wirklichen Urfachen des Todes seines Vaters, um sich endlich die niederschmetternden Beweise für das finstere Complott zu verschaffen Herunter also mit der Maske," fügte ich brutal hinzu. Herr Jacques Termonde, Sie haben meinen unglücklichen Vater von Ihrem Bruder Eduard umbringen lassen. Ich habe die Briefe in Händen, welche Sie ihm im Januar 1860 geschrieben haben, um ihn nach Europa zu bescheiden, zuerst unter dem falschen Namen Rochester, dann Nochdale. ... ES lohnt nicht der Mühe, mir gegenüber den Entrüsteten oder Erstaunten zu spielen.... Die Komödie ist zu Ende...." Er war furchtbar bleich, geworden. Seine Arme blieben indessen verschränkt und sein verwegener Blick wurde nicht unsicher. Er machte einen letzten Versuch, den Stoß, den ich gradaus gezielt, abzuwehren, und besaj; die Energie, mir Zusagen: (vorlsetzung folgt.) , 1 - c t w . Deutsche Lokal - Nachrichten. Provinz H e s s e n - N a s s a u. f Dr. Volkmar, Professor am Homberger Lehrerseminar und berühmter Orgelcomponist. Der der Taunusbahn zugetheilte Postbeamte Sp. in Frankfurt a. M. hat sich erhängt. Der Rcchtsanwalt und Notar Karl Heller von Hanau und der Oekonom Jakob Wagner von Seelenberg i. T. erlagen einem Schlaganfall. Königreich Sachsen. An ein und demselben Tage feierten kürzlich der Hutmachermeister Karl August Wagner in Kamen; mit seiner Gattin Auguste, geb. Kelling, die goldene Hochzeit und deren Schwiegersohn, Stadtbaumeiste? Grabich nebst Frau, daS silberne Ehejubiläum. Ein früherer Handlungsreifender Namens Prüfer auS Klosterneulitz, der in Leipzig Wohnung genommen hatte, unterhielt seit einiger Zeit ein Verhältniß mit einer geschiedenen Nestauratcursfrau in der Nittcrstraße, wclches zu einer Verhcirathung führen sollte. Hierbei waren seine Ersparnisse theils aufgezehrt, theils sonst verwendet worden, und er drang nunmehr darauf, daß die Ehe geschlossen werden möchte. Da trat aber die Frau unvermuthet zurück und wollte von der Heirath nichts wissen. Bei einer letzten Zusammenkunft gab Prüfer drei Revoloerschüsse auf die Frau ab, traf dieselbe lebensgefährlich in den i Nucken und schoß sich dann selbst zwei 1 Kugeln in den Kops. Er blieb auf der Stelle todt. Der seit Mai d. I. ver- ' mißte Stcinschläger Schuh aus Hcinwalde wurde im Hofcbusch bei Großschönau erhängt aufgefundeil ; der Ren- ' tier und Großgrundbesitzer Carl August Freyer in Meißen hat sich erhängt und der Bremser Oskar Hermann Koch aus Zwickau hat sich ertränkt.- "r
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Tsl PIMPIMNATI fl Wnere dlwt eonnfctlcna are mnde with DonMe DaUjTraim SarTlco IU uUlÜlllilHI 1s U. sor all points in the Last, Sonth, Southeast and SouUiweU Detroit to Cincinnatl. Parlor Car on Dar Trains; Slecper on Kight Train. Toledo to Cincinnatl - - - Indianapolis to l'inclnnatt - ttrand lUplda and Fort Warne to Cineinnati - Keoknk, Iowa, and Springtleld, 111,., to Cincinnatl Reclinln Chair Car. SOLID TRAINS BETWEEN CHICAGO AND CINCINNATL Ask Ticket Ajents sor Tickets via C. II. & D K. R. . . For füll information, time carda, folders, etc., address followmg agents: D. B. TBACT, F. P. JEFFRIFS, W. II. WHITTLESET, Nor. Pass. Agt., Detroit, Mich. Dist, Pas. Axt., Toledo, O. Cent'l Pass. Agt-, DartO, 0. W. H. F1SHEU, E. W. MeGülttE, j. F. MfCASTHT, Gea'l Axt., Indianapolis, Ind. Ticket Aj;t., Blchraondj lad. Sou. Pass. Agt., Cincinnatl, O. Or General Passenrer Agent, So. 200 Vf. Fourth St., Cincinnatl, 0.
C. C. WAITE, Vice Prest. and Gen1! Manager. Platform der Arbeiterpartei von JubianavollS. Die Union Labor Paitei ist eine Par tei der Emanzipation, eine Partei der Wiederheistellung natürliÄer Rechte, um welche die Arbeiter durch ein Jndusirie system beraubt wurden, welches ohneRück' ficht aus Empfindungen und Bedürfnisse Arbeitskraft als bl.ßt Waare betrachttt. Der Endzweck der Partri ist die Abschaf. sung eines Systems, unter wtlchem der Arbeit r kaum genug ,um Leben be kommt, während der giößere Theil des Resultate? seiner Arbeit sich in den Hör. den Weniger ansammelt, eines System, welches Wenige über alles Maß hinaus berkichert, während die Masse des Volkes immer mttr verermt. eines Systems wei cheö Klassen schasst, und welches i Lause der Zeit bloß zwei Klassen übrig lassen wird, die sehr Reichen und die sehr Armen; eine Systems, welches die poli tische Freiheit und freie Regierungsfor men vernichtlt, weil die sehr Armen die Sklaven der setr Reichen werden müssen. Es ist der Endzweck dieslr Paitei an Stelle dieses Systems ein andere? zu setzen, unter welchem die Arbeit urad düngig ist vom Kapital und unter wel chem menschliche Ardeitökrost zum Zwecke ihrer Anwendung nickt abhängen sollvon dem Willen deö Kapitals. Zu diese Zwecke erklären xoj. daß wir die in drr Konvention zu Cincinnatl am 22. Februar 1887 angenommene Platform bestätigen. Und für die Vemaltung unsirer EtZdt in der unmittelbaren Zukunft, erklären wir. daß wir zu Gunsten folgender Vor schlüge sind: 1. Alle Unternehmungen, welche ibrer Natur nach monopolistischen Charalters sind, sollten ausschließlich r on der Etadt gefüllt werden zu lÄunsten der Bürger Solche Unnrnehmungen sind: Straßen bahnen, Wasserwerke, Gaöwtrke. Tele phoneivricykungen u. dergf. 0 lange diese Institutionen jedoch in Händen von Privatccrp Nationen sind, sollen dieselben durch das Gesetz gezwungen werden, ihre Geschäfte so zu führen, daß die gebethen Jacilitäken sich aus olle in gleicher Weise erstrecken, und daß dieselben keire unge bübrlichen Voitöeile warnehmen können. 2. Freie Bäder sollen errichtet und mit allem Comfoit auögestattlt werden, dessen die Mittel der Stadt vermögen 3. Nachdem die Stadt für $150.000 eine Halle gebaut hat. von welcher die Armen gar keinen Vortheil haben, begünstigen wir die Errichtung öffertliche? Parks in solcher Nähe der Statt, daß sie auch sür Diejenigen erreichbar sind, welche keine Fuhrwerke halten und nicht viel Geld an Straßenbahnen zu vergeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Steuergesetze derart, daß genauere Ver mögenöangaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Stadtverwaltung bezahlt; alle Ländereien innerhalb der Stidtren zen sollen besteuert werden, doch soll das Heim und die HauSeinrichtung armer Wittwen steuerfrei sein. 5. Wir sind nicht sür dos Uebeitragen städtischer Privilegien an Staatsbeamte und sind der Ansicht, daß die Polizeiver waltung eine der Funktionen der Stadt und nicht des Staates ist. 6. Besondere Privilegien sür die Be nützung öffentlicher Straßen sollen nicht an Privatcorporationen virzeben werden, und wir halten es sür besonders unmo ralisch und den Rechten deö Volkes ge säbrlich, solche Privilegien im Voraus zu Epekulationszwecken mit Beschlag zu be legen, und alle sür solche Zwecke existirende Contrakte zwischen der Stadt uno Ccrpo rationen oder Personen, wie z. B. der in Bezug aus das unterirdische Legen elek irischer Treibe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheitövorschriften und Gesetze zur Anbringung von sire escapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch geführt und aus Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbeiter beschäftigt sind. 8. Da? Besprengen der Straßen, die Fortschaffung von Abfällen und Asche soll durch die Stadt geschehen. 9. W r verlangen die Durchführung des Achtstundengesetzes für die Ange stellten der Stadt. 10. Wir befürworten die Ukberbrückung der Eisenbadngeleise an Virginia Avenue in der Weise, daß dieselben an einem Punkte zusammengesübrt werden und daß die Eisenbahngesellschasten den auf sie fallenden Theil der Kosten bezahlen. 11. Zum Schlüsse betonen wir, daß daS Reett des VoZkeS seinen Willen am Stimmkasten auszudrücken, mit dir gröten Sorgfalt gewahre werden foBte, dieses Richt ist eine'S der beiligsten Pridi. legien eines freien Bürger, ein Recbt für da? Nationen gekämpft und Patrioten idr Blut veraoffen haben. Die Sprache bat nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel u rerkümmern. Wir be trachten solche Versuche, sowie da? 57au ten von Stimmen als ein großes Ver brechen an dem Volke, welches prompteste und schärfste Bestrafung verdient.
Points
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Lima, riqos, kidner, Troy, NORTHERN 'OHIO. SpriajtUld, Xookit. XadlsoB, La Croaio. m uuDuqn, Aarqut.ia, THE NORTHWÜST. CILV5. II. ROCKWELL, Gen'l Pass'r and Ticket Agent. C. PINÖPÄNR'S deutsche Buch - Handlung ! to. 7 Süd Alabamaür. Bücher aller Sprachen. Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage sozialistischer Werke und Flug schriften. euer-Al:m-Signale. 4 Pennsylvania uufc 2S artet, b EnglishS Opernhzu. 6 0?.4trat uno ?orf. 7 Nskkl nr.b Riigsn trat. 8 J:rs,.et:eit u.l a?achskttlr. 9 Winfton und iorbä.xr&6. 1Isauxt?!'e tie. 5t i grticr 2frrr?na tttl. 13 Baffauftcttl 2c. aoh 9?bU 6t. 18 Itlatsu tr, uni Jen 8Eanc pt. II Ns Aktie anb Aer. Qar Ccisu. 15 Cent Cir. ankKs'a5ifft; ?, 18 j$rtsltcr. tc. nnfc i; tu. 17 $at.2s..an&i.;:.i 18 Sani9l tt. ur.h 5".aUU rj 19 Arche? vr.,Lo)n j& -tf '.-- ' f P j s und Tikdinte :,. 121 Zttadam und Sidnt Cn. 125 Ueridian und ikdenti Str. 126 and, Ltr. und Lincoln 1X7 Eolumdia und (3 Ave US fftniral Bs. und tc da 129 upttvne-Pf stufet. ui auikcta uno'wtm'crt Ctr 132 RoZzmx! ur.b Lchte Ct: 184 oCije Lr. und etr. 135 Hom v. ur.b Dela5r St IS8 Sifaaar cd ffitgan &!:. 137 Rewman und 8 Ztz 21 tt. 39 nf JlltnotS. A Pennsylvania un Vatt Sir. 24 Mrtdtan und 3 Etr. 25 Sio. 5. nerne Heus C ;f , n A,,.. 28 isfisflrxi Ct. Ctt. 17 Illinois und NiHtLan S 18 Vknns,l?anta Ztr. und I Sir 19 NZftsftxvi und CUrU St.. 213 X rnitfiti und Siliern ?tt. Zk ?,nnl7lvanla ünd Nlchigen t. 4 3Riri9 und Herbert Vtr. 215 Farbigen Waisenhaut. 216 Tennesst, und I Ltr ZI Jndian Lv. und ttttgan en. 2 ertdiau und Balnat Ctr. 14 f al.fcrnia und Ctruteni rtx. 55 Sla: und N? vor! Ct:. U Indiana ?,. und Zt. (ctr eti 87 Ctadt-Öoftitftl. las und Nord Str. 89 LttchigLn uud gvI 6ti. III Heb 22 alaut Ctr. ZU OlS und Dkitt, St,. 314 ettCint d Hsard et. 41 Sashingtsn, nah Qc ) ZU. 43 Skikiudsrs und SasZington Vt, 4 SStflocri vd 92 gort Ctr. 45 trlbta und shtnAtsn Ott. (6 35tncil und 0)10 et?. 47 rv,Zs, und aafirtfitsn Ctt. u Jtiegan'l orf$cufi. 19 Zd!kl. 412 Hiigsut! und rgland Str. 41 ilst!ft?rt und vadzsS et?. 419 Sftorrll uno durch 421 3- B. . rund Housk. 42 Insan fja. 424 Kilt 9 Ave und National ?iga , 5t 2fttH uaiüirnA et. 62 aCtnotluBd Loulftan eti bt Ktffft und tteftang Ctr. 84 nd South Str. kg, ud orßta eti. 57 fMrUtan nd an et?. bi adiso Lv. nd Konti eti. 69 ad,; o. n rnnloi Ctt 112 Bin und Vokod et?. 518 Äintulg Lv. und ?:: 81 BnU und Vicrril Ctr 518 ALinoil und Xanfal kS 41t Brrrtl und Xecotcl Ctt. 518 Zükississixxi und Henry 619 Termessee und MeSattn 521 üttcribian und Palmer. S2Z ttorrtSftr und Urtklbahn kl outh nah Dlawar Str. tt yvnsylvania und Loutftana Ctt. U Dlaar nd IRcCart? St. H On und Vtkettn Ct?, 65 lad ud virgiava v. ff Btttftni . nn rdsd et f8 Oft nd Tods? et?. eg Vniylenia Str. und Vadiio . 1? nd Drdr. Stt. SlZ Sajl und Lincoln La 614 Nertdian und Toutt) 15 Stobt ub South 617 Rm Jerle? und erri '1 Luginra v. naö Hur Str. OS und ergia 5tr. Jt anhing! vd Bnton Ctr. fl .te uud s.crgla et?. . 758tnc. und Pin. ?, Duron und 8t8 et?. 78 Virginia T. und iZlov. 79 ltch? . und TAttn. 7ii epnc und ?toftn etn 718 v und Lau! t?. 714 Wiom l?liv St?. t DutschWaisndau. 7 19 Laurl und Orange Tib V),ld? und tolles et?. 81 . te - o , J?1y Ctt. 82 vashlnat d D!? tt. Oft ud tZa?l Stt. , 84 , o?k vd Daid!8 vt? uditnrAtt. ,. Staate BtaU 8? Dtitnta! und CaUtaßtcn vtt. N , sknrntT. 812 o.S SchlLUch'Hau. Oft BW,f &,, 811 Karlit und odl et?. 14 Obto d ftr Stt. 8?t Pan Handle Ehor SIZ SLa:e,tt uud arte? B21 Tücke? und Dorlrv tUU et? 91 anzland ah rtdla tt. rldian nd Siorii SttaZ. t1Fu?auk. . .., l-Vl und , wlfct8lt.Bi'tri laaal sL??e?'Dr. tnt tkstf, Druck d. Lwölf LchUg 13 Uhr Utak.
