Indiana Tribüne, Volume 11, Number 15, Indianapolis, Marion County, 3 October 1887 — Page 3
' ' - ,J - - J" - """v """r." " mm ,"" - - -4Afffy. . .""' f " -CT" " 1 'V '" - 1 " .'M'., -'.v. k....,vM. W. " - . . . x. . j
,TM VMuÄ-MtlüS ' lk. Ä 'M. V K M A .
HAMBURGER TROPFEN gegen rerschiedkne Krankheiten. Velfeu petS. Poriaze. E3t3c, S. Februar 1S87. TJit Cersnügen kann ich bestätigen, daß Dr. Auzuit König's Hamburger Tropfen mir in den Derichiedensten KrankheitZfällen schon auSge. lexdinett'.ZienHi geleistet haben und Schte ich nrcht ohne bicfelficit sein. FrauÄ. Eulberg. Eehr derthds?. Hamxton. Iowa. 6. FeS. 1837. Jre ertbvollen Dr. August König'S Hain burger Famitien.Medinnen haben mir schon in tuen Krankheitsfällen große Dienste qe. leistet. Cie wirken immer, enn andere Mittel irkunzSUiS waren. Chr. Fink. Sachen ihre? Gleichen. Nero Qritairt Contt., 8. Februar 1397. Ihre berübmten Dr. August Snig'S Ham vurgerFamUien Medizinen bewährten sich in jedem Falle, mg ich Gelegenheit hatte diese! den amuuzenden. Cchon seit vielen fahren halte ich dies ausgezeichneten Hausmittel stets ,m Hause vorräthiz und möchte nicht ohne die. selben sein. Andre Slover. Vedahren sich immer. Lenkoben, WiZe. 12. Februar, 1337. Mit VergnJzen bescheinige ich. daß Ihr Dr. Vua. König'S Hamburger FamilienMedi Linen schon seit einerReihe von Jahren in mei ttevx Hause anqewandt erden und maren die Erfolge, welche mit deren Anvzendunz eniett Vurden. stctS zufriedenstellend. John Erundhofer. . 7e CHARLES A. VOGELER CO., Baltimore. Md. MMvYS Gel Ctgtit VhenmiltlZmns. Neurasqka. ffrostbeulnt. Herenschn?. reuzweh, ückenschmerzen. Berftauchnnflen, Brühnngen, n CchnittweJöen. vahnschmerzen. Kopfweh, randmunden Vxtxt 50 Cent; n allen othrken z laben. 21 UlAKlfci A.TOCELIst 0, BALIUlOUf, S3. WM Cures d Removes Tan, Sunburn, Bee Stlngs, Mos - ' qulto and All Insect Dites, J 'PMPLES, ELOTCUES Humors. Birti-inarlc. and every form osBkin enislie3, posltively cnred oii tno most oclicate BffiTi without leavinj a ecar, by 3IEox Oljo.-tm.eu.t-Prioo 25cts., COcts. and $1. At cLru' ista or by znaU. . The Hop Pill MinTg Co., lievr London, Conn. Llttle flop Pill for Bici-headacho, dyspcpsia, büiousnecsandconatipationhavenoequai. 23c In allen Arotheken ,u haben. 7a Den einzigen Weg im . . . : .u..s.fr. jABTinriiraii ouiianuin urwuiicucu, no elbsteie scheinbar unheilbaren Fälle von' Seschlelttskran!heiten sicher und dauernd zu i Heile, ferner, qcnaue Aufklärung über' Mannbarkeit! Weiblichkeit ! Ehe ! binde? , isse denelbea und Heilung, zngt das ge-l diezeveBuch ,.Ter ettunasnker:"25. Au.. 250 Seiten Mit Zahlreichen ledenstreuen Bildern. Wird in deutscher Tpracke; gegen Sinsenduna von Z-Centä in Post! StamxS, ftrzsam rerrackt, frei versandt.. Adrene: lui-keNei.lnMnt.1I CUn ton Vlarr. nahe Droadway, rtr Tort, N.T. In 3nCianapcli3, gne., dem Buchhändler Q. Eeyler. 29 Süd DeUwire St Anstreicher . Arbeiten uamentlich Contrakte zum Anstreichen don H ä n s c 1 1 uirden aul'S Schönstr auSgelüirt von CAM iI0F3UMT, 136 Madison Ave. Preise mäßig. Schöne und gute Ar. fielt wird garantiri. 'Z.lomLV,tle,lFisclcFso RrijQrDie kürz:fte und diretteßt Linie von ipixiai'ai?o:lis naj) Frankfort, Flpbi. Monticello, Michigan Cüv, Chicago, nsd allen Orten u& nördlichen Jndiana, Michi an, nördlichen Allinoiß, Wisconsin, Iowa, Mwnesoia. p.ebrat'a, Kansa. New Mezico Dalota, Zledada, Slirads, Californieu nnd Orezon. I direkte Züqe täglich 2 Von Jndianapoli nach tticago; ebenso nach Michigan City. Slegantt Pullmann Schlaf daggon ans den Nachtzüg Gepäckmarkeu bi an' Reiseziel ertheilt. ein ahn hat größere uemlichkeiten ob billigere State alS wir. Slt, und qutvirung nicht , ürtreffen. Stahl.Slt. , tll, Plattor nd Stoßttfsen, Lustbremsen und a.i obern in, rtchtugen. unüdertrefsitche Lorthei'e für igran. ten, Land nnd Touristen. Billet nav irgend eine Ort, der von ander ahn beruh wird. Wenn an nördlich, südlich, östlich ir kttich i reisen Snscht. kaufe man nicht da .g, ilet, IH man unser Pr:s u. s. m. gefehe. Sez? Näherem wende man sich an j. D. Sald Will, Distrikt Paffagi, l5t s. Zß Süd ZZinoi ttaße, Jndiansxe k, I. ?od V. Sarso. ral'verwaUer. hitt. 8. COalK. nttal Yasiair SMI. ?! Vlr seSes, 38t SssSht 11s YAFDALIA LESE ccr ES a t n m t -ca ISclI sie die kürzeftk und beste Linie 2 &t. XotxI, MiMHoarS, ftaaooB Torp j r?otx-a.li, ToxajB, A.ilcnxis&M9 Colorado, New Mexico, D' oota nnl Oaliroimla ifl. Das Vahnbett ist von Stein nnd die Schte. km find ans Stahl. Die Vtgen Haien tVi nefte Vnbesseruugen. Jeder Zug tH Ochlafvagen. Passagiere, ob sie nn Villet, n&n Klasse oder migranlen.Villele hsbe? vndeu durch unsere Passagierzöge erÄer Kla' i befördert. Cd SU nn ein Villet j erraöigten Prei. Im, ei Szeurf.vnSdillet ,der trgeud eme vor! iisenbahnbillete vollen, ksnlrncn Sie, ed, schreib Sie a II. It. Dorliisir, sfiAent. eneral V,ffagierznt. d'te aihington und ISiroi trInd'rl S. H il l, vea'l Srcht. St.LoniZ, tXo. V.N.K, 0rnl va?g 6. L,nU Pt
A
SssZW
iz 2 kZ 154 - 5 ( Wf ) ? 3 Ljw
I fr U
t r uw -
WM
z
Andre Cornclis.
Pariser Romän von Paul Vanrget. Deutsch dsn Anton Vettelheim. . (Fortsesung.) Mm Herr,- antwortete er mir und schon aus seinem Tone konnte ich ausnehmen, daß er auf der Stelle wieder ganz seiner selbst geworden warum wollen Sie, daß ich einen solchen Vor schlag ernst nehme ? . . . . Angenommen, diese Briefe wären geschrieben worden und ich hätte Sie aufgehoben, weshalb sollte ich Ihnen ein Dokument dieses Schlages ausliefern?.... Wer bürgt mir dafür, daß Sie, sowie Sie diese Papiere einmal in Händen haben, mich nicht sofort einstecken lassen.... Ah," fagte er, indem er mich diesmal fest in'S Auge faßte, Sie wußten überhaupt nichts? Dieser Name, diese Aehn, lichkeit. . .-. Thor, der ich bin, Sie haben mich angeführt " Die Wuth färbte sein Gesicht wieder purpurn ; er stieß einen Fluch aus. Du wirst cS mir bezahlen," schrie er. Und in diesem Augenblick, in dem ich den Lauf meiner Waffe nicht mehr auf ihn gerich tet hielt, schleuderte er den Tisch so heftig gegen mich, daß ich umgefallen wäre, wenn ich nicht einen Satz zurück ge macht. Aber er hatte schon Zeit gefun den, sich aus mich zu stürzen und mich um den Leib zu fassen. Zum Glück für mich ,rar mir bei dem heftigen Anprall die Pistole aus der Hand gefallen, so daß ich nicht in die Versuchung gerathen konnte, mich derselben zu bedienen und ein Ringen begann zwischen uns Beiden, während dessen Keiner ein Wort sprach. Im ersten Anlauf hatte er mich zu Boden geworfen, aber ich war kräftig und die steten Besorgnisse vor unbestimmten Gefahren die meine Jugend gepeinigt, hatten mich angetrieben, meine Körperkraft durch Leibesübungen aller Art zu üäblen. Ich fühlte seinen Athem auf meinem Gesicht, ich sühltz die Berührung seiner Haut, ich fühlte seine Muskeln an den meinigen, ich fühlte den Geruch seineö Leibes. Der Haß verzehnfachte meine Kraft. Und zudem gab mir die Angst, man könne das Geräusch unseres KampfeS hören, das kalte Blut zurück, das er verloren hatte. 9tach einigen Minuten dieser wilden Uinschlingung fühlte er, daß er schwächer wurde und biß mich so grimmig in die Schulter, daß ich vor Schmerz rasend wurde. Ich konnte einen meiner Arme losmachen und packte ihn an der Kehle, auf die Gefahr, ihn zu erdrosseln.... Jetzt hatte ich ihn unter mir und ich schlug ibm den Kopf auf die Dielen, als ob ich iyn zerschmettern wollte. Eine Minute blieb er regungölos. Ich glaubte, ihn getödtet zu haben. Ich hob meine Pistole auf, die bis zur Thüre fortgerollt war, und ich badete ihm die Stirn mit frischem Wasser, um ihn wieder zum Bewußtsein zu bringen. Als ich mich im Spiegelkasten deS Zimmers erblickte, mit zerrissenem Rockkragen und zerkratztem Gesicht, die Halsbinde zerfetzt, wurde ich von einem Schauer ergriffen, wie wenn ich da vor mir das Gespenst eines anderen Cornelis gesehen hätte. Der widerliche Charakter dieses Abentcuerers ekelte mich an aber es handelte sich gerade um mein Zartgefühl als Gentleman! Mein Feind kam wieder zu sich. Diesmal war ich entschlössen, ein Ende zu machen. Ich hatte das Bewußtsein, alles mögliche gethan zu haben, um meinen Schwur in Betreff meiner Mutter zu halten. Mochte alles weitere auf das Geschick zurückfallen... Ter Elende hatte sich halb aufgerichtet und betrachtete mich, mit vorgencigtcm Oberleib. Ich ging auf ihn zu und setzte ihm den Lauf des Revolvers fest an die Stirne. Noch ist es Zeit," sagte ich ihm: ich gebe Dir fünf Minuten, um Dich zu dem Handel zu entschließen, den ich Dir gerade vorgeschlagen: die Briefe und hunderttausend Franks mit der Freiheit, sonst eine Kugel durch den Kopf. Wähle.... Ich habe Dich meiner Muttcr wegen schonen wollen, aber ich will nicht beide Möglichkeiten der Rache auf einmal verlieren.... Wenn Du Dich rührst, bist Du verloren. Man wird mich festnehmen, man wird Deine Papiere durchsuchen, man wird sehen, daß ich auch das Rech! hatte, Dir die Hirnschaale zu zerschmettern.... Meine Mutter wird außer sich sein vor Schmerz. Abu ich werde aerächt sein. . . . Du hast fünf Minuten Bedenkzeit, nicht eine ein? zige darüber. Ohne Zweifel war meinen Mienen ein unwandelbarer Entschluß aufgedrückt. Der Mörder betrachtete dies Gesicht, dann die Uhr. Er wollte eine Geberde machen: da sah er, daß mein Finger an den Drücker fuhr. Ich ergebe mich," sagte er. ,, Sehen Sie auf", erwiderte ich. Er gehorchte mir von Neuem mcchanisch. Wo sind die Briefe?" fragte ich ihn. Wenn Sie dieselben haben werden", bat er mit thierischer Gemeinheit in den verworfenen Zügen, werden Sie mich ziehen lassen?" Ich schwöre es Ihnen," sagte ich und da ick die höchste Besorgniß in seinen Augen sah, fügte ich hinzu: bei dem Andenken meines Vaters . . . . " Und ich fragte noch einmal: Wo sind die Briefe?" Hier", sagte er, indem er auf den in einer Ecke stehenden Koffer wies. ,,Da ist das Geld", sagte ich, indem ich ihm die Brieftasche hinwarf, welche daS Bündel Banknoten enthielt: Gibt es eine Art moralischen Magnetismus im Tonfall gewisser Worte, in einem gewissen GesichtSauSdruck? War es die, in diesem Augenblick besonders ergreifende Beschaffenhrit deS SchmureS, den ich eben ausgesprochen? Oder hatte dieser Mensch qenug?eisteSkraft,um sich zu sagen, daß oer Glaube an meiner Zuverlässigkeit ibm allein einen Weg deS Heiles darbot? Wie dem auch sei: er zögerte keinen Augenblick. Er öffnete den eisenbcschlaaenen Koffer, zoq aus einem der Fächer eine Schachtel aus gelbem i:eoer, dle mit emem Sicherheitsschloß versperrt war, dann aus dieser Schachtel ein ziemlich großes Couvert, daS er mir binaeworfen batte. meinerseits.
hatte keinen Augenblick die Besorgniß, ! daß er eine Waffe aus seinem Koffer ho- ' len oder mich anfallen würde, während ich den Inhalt des Couvcrts prüfte, das nur drei Briefe enthielt: die beiden ersten ' mit dem Poststempel von Paris und New Vork, der dritte mit dem von Paris und Liverpool und alle drei mit dem Da tum des Januar oder Februar 1864. Ist das . alles?" fragte er mich. Noch nicht", gab ich zur Antwort. Sie müssen sich verpflichten, heute Abend mit dem nächsten Zug abzureisen.
ohne Ihren Bruder gesehen, ohne ihm geschrieben zu haben." Zugestanden und dann i" Wann wollte er wieder zu Ihnen kommen?" Samstaa", saate er und zuckte die Achseln.... Der Handel war abgemacht. Er wollte mit der Zuzählung des Geldes bis zum Tage meiner Einschlsfung in Havre warten, um ganz sicher zu sein, daß ich nicht in Paris bliebe Das ist vorbei", fügte er hinzu, und jetzt wasche ich meine Hände in Unschuld". Eduard Termonde", sagte ich, mich erhebend, erinnern Sie sich, daß ich Gnade habe walten lassen: aber führen Sie mich kein zweites Mal inVersuchung, indem Sie sich auf meinem oder auf dem Lebenswege eines Wesens betreten lassen, das lch liebe. ..." Mit einer drohenden Geberde ging ich aus dem Zimmer und ließ ihn am Tisch beim Fenster sitzen. Ich war kaum aus dem Gang, als mich meine Nerven, die mir so überraschend während des NingenS gehorcht, mit einem Male im Stiche ließen. Meine Beine versagten mir den Dienst. Ich hatte Furcht, hier, auf dem Gangteppich umzusinken und wie dann die Unordnung meiner Kleider erklären? Ich hatte den Muth, die Fetzen meiner Halsbinde nothdürstig in Ordnung zu bringen, den Kragen meines Rockes umzuschlagen, um sowohl seine Risse, wie den Zustand meines Hemdes zu verbcraen und den Staub von meinem Hut zu schütteln, der während des Kampfes ganz verbogen worden war. Ich trocknete mein Gesicht mit dem Sacktuch ab und stieg die Treppe hinab in einem Schritt, den ich mühsam ruhig u halten suchte. Der Inspektor des ersten Stockes war ohne Zweifel am anderen Ende des Ganges beschäftigt. Zwei Kellner sahen mich an und schienen erstaunt über meinen Anblick. Mein gutes Geschick wollte es, daß sie sich nicht damit aufhielten, nach der Ursache meiner sichtlichen Unordnung zu forschen.... Ich war bereit, einen erdichteten Ueberfall vorzuschützen, aber ich fühlte, daß meine Venvirrung die schwersten Folgen nach sich gezogen l)ätte. Endlich war ich im Hof. . .Ich durchschritt ihn mit Bangen. Wenn Jemand Bekannter dagewesen wäre Ich warf mich in den ersten Fiaker, und sagte ihm meine Adresse. Ich hatte mein Wort gehalten. Ich hatte gesiegt. 16. Diese so theuer erkauften Briefe hatte ich sie doch mit dem Opfer meiner halben Rache bezahlt diese für meinen Stiefvater niederschmetternden Briefe, welche ihn in meine Gemalt gaben, wie sie ihn Jahre hindurch in die Gewalt seines BruderS gegeben hatten was wollte ich mit ihnen anfangen? Ich begann sie in dem Fiaker zu lesen, der mich in die Avenue Montaigne zurückführte. Der erste, sehr lange und sehr eingehende, erinncrte Eduard Termonde an seine früheren Fehler und an seine trostlose Lage. Dieser Brief deutete weiterhin, ohne irgendwelchen deutlicheren Hinweis, ein Mittel an, um möglicherweise zum Theil soviel Mißgeschick wettzumachen und wieder zu Vermögen zu gelangen. Die erste Bedingung war, daß der Verlorene sich unbedingt den Geboten seines Bruders unterwarf. Er mußte vor Allem seinen Bekannten seine Abreise aus New Z)ork anzeigen, dann in ein anderes Viertel unter neuem Namen ziehen und dort den nächsten Brief abwarten. Das war der zweite. Eine Antwort Eduards lag augenscheinlich dazwischen, in welcher Eduard Jacques' Anerbieten annahm. Dieser neue Brief schärfte dem Nichtswürdigen ein, sich nach Liverpool zu begeben, wo er andere Weisungen finden würde. Diese Weisungen, der Inhalt des dritten Briefes, beschränkten sich auf ein Stelldichein, das aus ein sehr nahes Datum, gegen zehn Uhr Abends, auf dem Trottoir der Rue de Jussies, gegenüber der Rue Gug-de?la-Brosse stattsinden sollte. . Um diese Stunde sind die beiden, zwiscken'.dcm alten botanischen Garten nnd den großen Wein-Kellereien gelegenen Straßen so verlassen, wie ein abgelegener Platz in einer Provinzstadt. Von dem von Jacques Termonde geplanten Vorhaben, welches den Gegenstand ihres ersten Gespräches nach so langen Jahren ausmachen sollte, war in diesem Billete nicht mehr die Rede, als in den beiden anderen. Aber wenn ich auch nicht selbst das Gestandniß gehabt kätte, das ich der entsetzten Ueberraschung oes falschenRochdale abgedrängt, so würde die Uebereinstimmung der Daten zwischen diesem geHeimen Zusammenbestellen und der Ermordung meines Vaters für sich allein einen unleugbaren Beweis erbracht haben. Ich las und las wieder diese verrätherischen Blätter ; genau so wie ich die zur selben Zeit von meinem Vater geschriebcnen Blätter gelesen zuerst in der Micthkutsche, dann zu Hause, in der Einsamkeit meiner Wohnung. Und der greuliche Anschlag, der 'mich zur Waise gemacht, wurde von immer grellerem, abschreckenderem Lichterhellt. Diese Rue de Jussieu, in welcher JacqueS bei Eduard die Rolle eines verhängnißvollen Versuchers gespieli', kannte ich zusällig gan; besonders gut. Mein alter Versalller Schulkamerad, Joseph Dodlot, hatte in nächster Nähe, während der Jahre, die unserem Austritt aus dem Institut folgten, Rue Cuvier eine kleine Wobnung innegehabt. Wie oft hatte ich ihn Nachmittags und Morgens überrasch;, um ein paar Stunden mit ihm ' ....L t co. zuzuorlngen UNO iyn in eines oer Restaurants am Quai abzuholen, durch dessen Fenster wir so aerne die grünen Wässer der Seine, die Arbeit der Schiffsmänner und die vorüberziehenden Boote anschauten? Meine Fune hatten fugllch dasselbe Pflaster getreten, auf welchem die beiden Mitschuldigen während der Stunden dleseS ersten teudlchemS des
BervrecyenS ycrumfpaztert waren. . . . Jetzt sh ich sie, kommen und gehen von einem Gaskandelaber zum anderen, ich hörte das Hallen ihrer Schritte, ich untcrfchied den Klang der Stimme dcsjenigen, der mein Stiefvater werden sollte. Und diese einschmeichelnde, leidcnschaftliche Stimme sprach Worte, deren Folgen auf meinem ganzen Leben lasteten. Mein Vater war an diesen Worten gestorbcn, ebenso meine Tante, da der Kummer die Quelle des Gehirnleidens gewescn, das sie fortraffte. Ich selbst hätte während meiner Krankheit nicht soviel gelitten, ich würde nicht in dieser Minute so leiden, wenn nicht der Worte willen, die aus diesem Straßcnpflastcr gewechselt
worden waren.... Und ich sah auch das verstörte Gesicht des infamen Schurken wieder, dessen Biß meine linke Schulter so tief verletzt hatte, daß ich sie nur mit Schmerz bewegen konnte; ich sah ihn jetzt auch, wie er, gleich nachdem ich sein Zimmer verlassen, seine Kleider in Ordnung brachte, seine Koffer schnallte, auf die Glocke drückte, um den Kellner zu rufen, wie er seine Rechnung verlangte und sie mit einer der Banknoten bezahlte, die ich ihm hingeworfen.... und dann reiste er ab. Man lud den Koffer auf den Wagen, er ließ sich eilig nach dem Bahnhof surren ohne Zweifel den Nordbahnhos, weil der der Grenze am nächsten ist. Er bestieg den ersten Zug, er hatte ihn bereits bestiegen Und er fuhr fort und ich werde ihn nie mehr m meiner Macht haben .... Die Wuth erfaßte mich von Neuem. Er hatte nicht die Zeit gehabt, sehr weit zu fliehen. . . . Wenn ich auf die Polizeipräsektur liefe. Die Perfonsbeschrcibung, die ich geben konnte, wurde genügen. Man wurde ihn verhaften. Ich hatte ihm bei dem Andenken an meinen Vater geschworen, daß lch ihn abreisen lassen wurde. Ach was, Schwüre einem solchen Banditen gegenüber! Man würde ihn verhaften. Man würde auch ihn mitoerhaften. Und meine Mutter? Meine Mutter? Zum ersten Male, seitdem der Verdacht der grausigen Wahrheit in mir rege ge? worden, lehnte ich mich gegen diese Erinnerung auf In diesem Augenblick und unter der Aufwallung des Zornes, mit dem mich das Bild oeS fliehenden Mörders erfüllte, wagte lch mir die fromme Lceaunq, die mich bewogen, die Hälfte meiner Rache der Ruhe dieser so heiß geliebten Mutter zu opfern, als Schwäche vorzuwerfen. Mag sie leiden," so sagte ich mir grimmig, mag sie dafür bestraft werden, daß sie dem Andenken des armen Todten rncht treu ge blieben!". . . . Und dann schämte lch mich einer derartigen Verirrung meines Gedankens, wie eines Verbrechens.... Fünfzehn Jahre neben einem Mörder gelebt zu haben, seinen Namen tragend, sein Leben theilend! Ach ! sie würde diese Enthüllung nicht ertragen ; und ich würde die Gewissensbisse nicht ertragen, ihr etwas so Scheußliches enthüllt zu haben. Nein," fuhr ich fort, mag er entwischcn".... Und unwillkürlich sah ich nach der Uhr. Der Zeiger ging vorwärts und bei jedem weiteren Vorrücken wurden die Aussichten für die Flucht des Elenden zahlreicher. Welchen Weg hat er eingeschlagen?" so fragte ich mich; ,,er muß wohl nach England abgereist sein. ..." Und ich vergegenwärtigte mir einen Eisenbahnzug in der Nacht.... einen weiten Hafen. Die schwarze Fluth wogt unter dem Packctboot, die Reisenden stürzten auf die von Kienspänen beleuchtete Schiffbrücke. . . . Ein langes Pfeisen . . . . Die Schraube wühlt das Meer auf Das Schiff ist jetzt in Vewegung.... Noch wenige Stunden und der Mann ist in London.... Er ist verschwunden in der ungeheuren Stadt. . ,,O, meine Mutter, meine Mittler!" rief ich aus, indem ich mich auf das Ruhebett warf und vor Verzweiflung die Hände rang. ,,Was werde ich für Dick gethan haben!".... Ich erhob mich. Ich verbannte gewaltthätig dieses Bild, um das des Anderen, des Bruders ün seine Stelle zu fegen. Der wenigstens konnte mir nicht entrinnen. Wenn die Rache ein Gerücht ist, daS man kalt genießt, dann hatte ich alle Muße, die meinige vorzubereiten wie es mir behagte. Der würde nicht entfliehen, wie sein Mitschuldiger. Gerade der Erfolg seines Verbrechens, seine Ehe mit meiner Mutter machte ihn zu meinem Gefangenen. Ich wußte, wo ich ihn immer finden konnte und immer würde ich die Freiheit haben, ihn anzutreten, zwischen uns Beiden die Scene herbeizuführen, welche zur Ausführung meiner Absicht nothwendig war. Welcher Absicht? Aber eben derselben, die mich schon heimgesucht hatte, derselben, die mir von Ansang als ein genügender Ersatz erschien, wenn ich den einen meiner beiden Feinde entkommen lassen würde. Jählings stand diese Absicht klar vor meinem Geiste mit der vollen Klarheit eines unwandelbaren Entschlusses und ich hörte mich selbst mit lauter Stimme die Worte aussprechen: Ich werde ihn tödten, ich werde ihn tödten ..." Und mehrmals wiederholte ich: Ich werde ihn tödten. . . ." mit einer Art von Raserei, wie taumelig durch eine plötzliche Hallucination, welche mir den Leichnam des nichtswürdigen Gatten meiner Mutter zeigte starr die Augen erloschen, deren Blick ick so lange ertragen stumm der Mund, der den Handel vorgeschlagen eisig die Stirn, hinter welcher der Plan aufgekeimt war. Niemals wird sich der Leib wieder regen, dessen Bewegungen ich jederzeit verabscheut hatte. Diese Vision des Hasses verschaffte mir einige Sekunden seltsamer Wonne. Endlich, endlich," so sprach ich wieder laut, werde ich ihn todten." Und sofort erhob sich die unvermeidliche Frage: Was ich um jeden Preis hatte vcrmciden wollen, war, daß meine Mutter über die Vorgänge beim Tod meines Vaters aufgeklärt würde ; ich hatte aus frommer Scheu vor ihren Illusionen meine erste Rache nicht geopfert, um die unglückliche Frau duach die Folgen der zweiten noch grausamer zu treffen. Man mußte also diese zweite Rache derart in's Werk setzen, daß ich selbst gewiß war, den Gerüchten ni entrinnen. . ..Ich mußte ebensoviel Vorsicht anwenden, um meinen Sticfvater umzubringen, wie er ehedem, um meinen Vater umzubringen .... Rund herausgesagt. Mußte ich ihn morden? .... Ermorden. ja. so nennt man die Handlung ei-
nen Menschen zu tödten, ohne Dan er Gegenwehr leistet und also würden die Dinge vor sich gehen. So sinnreich die Schlinge auch sein mochte, in der ich ihn sing, ob ich ihm tropfenweise Gift eingab; ob ich ihm an einer Straßenecke auflauerte, um ihm zu erdolchen, ob ich ihm eine Pistolcnkugel in den Leib jagte es gab keine zwei Benennungen dafür. Eine Mordthat? Dann werde ja auch ich ein Mörder sein Alles, was dieser Ausdruck an niedriger Gemeinheit in sich schließt, stand mir mit einem Mal vor Augen. Und zum ersten Mal hatte ich Furcht vor der Rache, die ich so heiß
ersehnt, der ich seit meiner Kindhelt entgegengcharrt, als der einzigen größten Sühne für soviel Jammer. Als ich diescr plötzlichen Ohnmacht mcmcr Encrqie vor der endlich möglichen That gewahr wurde, blieb ich Aufangs wie erstaunt. Ich schloß die Augen, um mich besser zu sammeln und lch mutzte mir neuerdmgs sagen: ,,Jch habe Furcht" Furcht wovor? Furcht vor einem Wort! Denn das war bloß ein Wort. Diese Rache, der ich sogar die Pietät geopfert, welche man dem Willen der Sterbenden schuldig ist hatte ich doch dem von melner Tante im Todeskampf ausgedrückten Wunsch zuwidergehandelt diese Rache fand mich mit einem Male erschreckt, weil das Werk, das ich zu vollstrecken hatte, widerstrebte wem? Den Vorurtheilen meines Standes und meiner Zeit...." lautete die Antwort, sowie ich klar dieses jahe, feige Stocken bemerkt hatte. ,,Ja",' fuhr ich fort, ich bin feige. . . .ich fürchte mich davor, zu morden.... Wenn ich aber im Italien des fünfzehnten Jahrhunderts geboren wäre. würde ich zögern, den Mörder meines Vaters zu vergiften ? Würde ich zogern, auf ihn zu schießen, wenn ich auch nur vor fünfzig Jahren ln Eorslka aufgewachsen wäre? Bin ich denn nichts als ein Civilisirter, ein elender ohnmächtiger Träumer, der wohl handeln möchte, aber nicht wagt, sich die Hände bei der That zu beflecken? Und ich stellte mir das Dilemma meiner gegenwärtigen Lage in seiner unbcdingten, unvermeidlichen, gebieterischen Deutlichkeit; entweder meinen Vater zu rächen, indem ich seinen Mörder der Staatsjustiz auslieferte, da der kluge Herr Massol so vorsichtig gewesen, einige die Verjährung unterbrechende Gerichtsakte zu setzen oder selbst Gerechtigkeit zu üben. Noch eine dritte Möglichkeit gab es, eine einzige: den Frevler zu schonen, zu duldcu, daß er die Stelle seines Opfers einnahm, am Herd meiner Mutter, an meinem eigenen Herd, von dem er mich verjagt hatte. Bei diesem Gcdanken bemächtigte sich meiner wiederum grimmige Wuth. Wenn der Eivilisirte aus Bedenken zögerte, so verhinderte diese Zögerung nicht den Wilden, der in uns schlummert, die Begierde nach Vergeltung zu empfinden, welche, wie Hunger und Dürst, die ganze thierische Natur des Menschen, sein Fleisch und Blut bewegt. An's Werk denn", sagte ich mir, ich werde meinen Stiefvater ermorden, da dies das einzige Wort ist. Hat Er etwa Furcht gehabt, meinen Vater zu ermorden? Er hat getödtet. Er wird getödtet werden. Aug' um Aug', Zahn um Zahn, das ist das'Urrecht unt alles Ucbrige ist Lüge. ..." (Jortsedung folgt.) Deutsche Lokal -NaÄrickt n. Provinz Schle sten. Der kgl. Förster Maschke' ans Zawisz wurde todt aufgefunden. Er war durch einen Schuß am Hintcrkopf getödtet worden. Die Behörden bieten Alles auf, um den Thäter zu ermitteln. Bis jetzt sind drei Personen aus Cchumm, Kreis Roscnbcrg O.-S., verhaftet: Stellenbesitze? Wilczck und Sohn, sowie Stcl lenbcsitzcr Maciej. In Raicrsdorf ist' der dortige Einwohner Tittcrt in Folge von Mißhandlungen, die ihm in dem Wirthshause von Ober-Seitcnbcrg zugefügt wurden, gestorben. Während des Kindcrfestes aus dem Steinbcrge bei Lauban starb der sog. Pfeifcnhauptmann", der hochbctägte Hauptmann v. Gaedccke, an einem" Schlagflusse. Müllcrmcister Barufke von Barschdorf erschoß den Arbeiter Tinzmann, den er beim Fclddicbstahl erwischte, nachdem dieser auf Barufke geschossen und dcnsclben schwer verletzt hatte. In Ouas wurde die Frau eines Stellmachcrmcisters von Vierlingcn entbunden; Mutter und ein Kind sind gestorben, während die übrigen Kinder wohl und munter sind. Selbstmord begingen in Brcslau die Arbeiterfrau Caroline Rudolf und die geistcskrankrFrau Wollny im Allerheiligen-Hospital. Durch eine Feuerwerkserplosion wurde in Bolkcnhain der Pyrotechniker Rcinsch schwerverletzt; in Breslau starb in Folge eines Sturzes oom Wagen der 68 Jahre alte Josef Herder; todtgcfahrcn wurde daselbst der Nangircr Mar Prüfert, an Tauentzienstraße wohnend. In Glogau ertrank in der Pferdcschwemme der Hauptmannsbursche Füsilier Schick ; in Schwarzort verunglückte Maschinist Becker; in Woischnik wurde der Vürgcrsohn Thomas Scigalla bei einem Brande von einer einstürzenden Mauer tödtlich ver, letzt. Rheinprovinz. Die Strafkammer in Bonn vcrurtheilte den Notar Franz Hubert Schmitz aus Obcrkasscl wegen falscher EintraZungen, die er in 18 Fällen in amtlicher Eigenschaft gemacht hat, indem er den Stempel als kossirt beurkundete, während cS in Wirklichkeit nicht geschehen war, zu einem Jahre Gefängniß. Die Zündhütchcnfabrik von Braun & Blocn in Stoffeln ist durch eine Erplosion in die Luft gesprengt worden. Der Bergmann Heinrich Fcldermann anf dem Neuen Schacht" der Zeche Alstadcn wurde von dem FördcrungSkorb zu Tode gequetscht: der Taglöhner Friedrich Krebs von Barmen (Kleinwcrthstraße) j starb an Blutveraiftuna in Folae eines . Hundcbisscs und der Fabrikant G. zu 1 Ohllgs litt der Bech) wurde von seinem Wagen überfahren und sofort getödtet. Abgebrannt sind: 13 Wohnhäuser und 9 andere Gebäude in Langenlohnshcim, : das Anwesen deS Oekonomcn Dörnemann ,n Ostcrfeld und dasscnige des Grubcnstcigcrs Gräber in Spicsen.
JlSli rifjrifjiiÄTi Mi vJi 1 km ff M ulllUlllllH I öfrTTlf rf M n'k 1 fufjl fci l'Ü s (fiN r J3 KbW roint8 MI Irjt B 13 3 'M V ' "W . 1 , Tl II 1 M , -T t j II ff jtjMsm. mmm.mmmmmu rnoM sWi,MnMM ..
CrandUirids, EastSsginnr, ffv P" "2" ET) f g -r KAlaniazoo, Bar Cltr, ü' fil VLJ B S
AXD ALL, POIXTS IX Sa&dasky, Adriau, "S" f? Frcmont, Elrria, fl V7 (La AND ALL POINTS IN Terxe Haute, Xattoon, St. Louis, Greencastle AND ALL POINTS flilwftokee, JUaneapoUs, f SLPao, Bock Island, fcl AND ALL POINTS IN TO CIHC1NHATI, 0. Detroit to Cinclnnati Toledo to tincinnatl Indianapolis to Cinclnnati Urand Itanlrfa nd Fnrt Wtrm a r:nit.ni Keoknk, Iowa, and Springfleld, Ills., to CinVinnati SOLID TRAINS EETUIEEN
Ask Ticket Agcnts for Tickets via C. H. & D E. E. For füll inforination, time cards, solders, etc., address fellowing agents: D.E.TBACT, F. P. JEFFBIFS, V. II. WHITTLFSET, Nor. Pass. Agt., Detroit, Mich. Dist, Pas. Agt., Toledo, O. Cent'l Pass. Agt., Dajton, O. W.n.FlSIIER, E.W.cGÜIIIE, J. F. Sff AHTNT, Gea'l Agt., Indianapolis, Ind. Ticket Agt., Richtn ord, lud. Sou. Pass. Agt., Claclnaati, O. Or General Tassenper Agent, 5,0. 203 W. Fourtli St., Cindnnati, O.
C. C. WAITE, Vice Pre&t. and Gen'l Manager. PZatform bet Arbeiterpartei von JnbtanavollS. Die Union Labor Paitei ist eine Par tei der Emanzipation, eine Partei der Wiederhelflilluna natürlicher Rechte, um welche die Arbeiter durch ein Industrie systemderaubt wurden. welches odneRück. ficht auf Empfindungen und Bedürfnisse Arbeitskraft als dhfec Waare betiachtlt. Der Endzweck der Partti ist die Abschaf. sung eines Systems, unter welchem der Aibeit r kaum genug ?um Leben lt kommt, während der giökere Theil des Resultates seiner Arbeit sich in den tzär. den Weniger ansammelt, eineZ Systems, welches Wenige über allks Maß hinaus bereichert, während die Masse deS Volkes immtr mehr verarmt, eines Systems we chtS Klassen Zchasst. und welches im Lause der Zeit bloß zwei Klassen übrig lassen wird, die sehr Reichen und die sehr Armen; eines Systems, welches die poli tische Freiheit und freie Regierungssoi men vlrnichtltweil die sehr Armen die Sklaven der selr Reichen werden müssen. Es ist der Endzwea dlesir Paitel an Stelle dieses Systems ein anderes zu setzen, unter welchem die Arbeit uradhüngig ist vom Kapital und unter wel chem menschliche AroeitSkrast zum Zwecke ihrer Anwendung nicht abhängen sollvon dem Willen deS Kapitals. Zu diesem Zwecke eeklSren wir. daß wir die in dtr Konvention zu Cincmnatl am 22. Februar 1887 angenommene PlatsokM bestätigen. Und sür die Vewalkung unscrer Stadt in der unmitleibaren Zukunft, erklären wir. dafc wir zu Gunsten folgender Vorschlage sind : 1. Alle Unternehmungen, welche ihrer Natur nach monopolistischen Charakters sind, solltin auöschlieklich ron der Etadt geführt werden zu Gunsten der Bürger. Solche Untirnebmungen sind: Straizen' bahnen, Wasserwerke, Gaswtrke. Tele phoneirrichtungen u. dergl. So lange riefe Institutionen jedoch in Händen von Privatccrp zrationen sind, sollen dieselben durch das Gesctz gezwungen werden, ihre Geschäste so zu führen, daß die gebrt'nen Jacilitüten sich auf olle in gleicher Weise erstrecken, und dak dieselben keire unge bübrlichen Volt)eile warnehmen können. 2. Freie Bäder sollen errichtet und mit allem Comfort auSgestottct werden, dessen die Mittel der Stadt vermögen. 3- Nachdem die Stadt für $150.000 eine Halle gebaut hat, von welcher die Armen gar keinen Vortheil haben, begünstigen wir die Errichtung öffentlicher Parks in solcher Nähe der Stadt, daß sie auch sür Diejenigen erreichbar sind, welche keine Fuhrwerke halten und nicht viel Geld on Straßenbahnen zu vergeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Steuergesetze derart, dak genauere Ver mögenöangaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil on den Kosten der Stzdkverwaltang bezahlt; alle Ländereien innerhalb der Stidtzren en sollen besteuert werden, doch soll das Heim und die HauSeinrichtung armer Wittwen sttUttfrtt fein. 5. Wir sind nicht für daS Uebeltragen stättischer Privilegien an StaatZdeamte und sind der Ansicht, dak die Polizeiver rcaltung eine der Funktionen der S:adt und nicht deS Staate ist. 6. Besondere Privilegien sür die Be Nutzung öffentlicher Straßen sollen nicht an Privatcorporationen virzeben werden, und wir halten es für besonders unmo ralisch und den Rechten deS Volkes ge fährllch, solche Privilegien im Voraus zu SpekulationSzvecken mit Beschlag zu be legen, und alle sür solche Zwecke existirende Contrakte zwischen der Stadt und Corpo rationen oder Personen, wie z. B. der in Bezug auf das unterirdische Legen elek irischer TrZihe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheitövorschriftcn und Gesetze zur Anbringung von tire escapos an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durchgefühlt und aus Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbeiter beschäftigt sind. 8. DaS Besprengen der Straßen, die Fortschaffung von Abfällen und Asche soll durch die Stadt geschehen. 9. W r verlangen die Durchführung des AchtstundengesetzeS für die Ange stellten der Stadt. 10. Wir befürworten die Uberbrü ckung der Eisenbahngeleise an Virginia Avenue in der Weise, dak dieselben an einem Punkte zusammengeführt werden und daß die Eisenbahngisellschastm den aus sie fallenden Theil der Kosten bezahlen. 11. Zum Schlüsse bttonen wir, daß da? Recht des Volkes seinen Willen am Stimmkasten auszudrücken, mit dir gröten Sorgfalt gewahrt werden soLte, dieses Recht ist eine der beiligsten Privi. legien eines freien Bürgers, ein Reckt für da? Nationen gekämpft und Patrioten ihr Blut vergossen haben. Die Sprache bot nickt Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel zu verkümmern. Wir de trachten solche Versuche, sowie das KaV fen von Stimmen als ein großes Ver brechen an dem Volke, welches promp teste und schärfste Bestrafung verdient.
Uint, Niagart Falls, n Jackson, Toronto,
MICHIGAN AND CANADA
E? 5k Lima, Till. Sldncr, W Troj, NORTHERN "OIIIO.
. INDIfiNflPOLiS,rca,TOl?:
Keok. IN THE WEST. r x Jladigon, La Crosse, f 4 . Dabsqne, Xarqsette, THE NORTIIWEST.
connrrtions are made wttlt Double Dallr Trala Srflca
Last, Konto, Southeast and SouLhwoit.
. . . .Parlor Car on Day Trains; Sleeper on Night Trains.
....Redinlng Chair Car. CUICRGD UND CUWINNRTI. CHAS. II. ROCKWELL, Gen'l Pass'r and Ticket Agent. Henry Klausmann's Mminev W&w9$ütte9 Mo. 2(i3 und 267 Nord New Jersey Str. Tische, Stühle u. Stande werden aus Bestellung angefertigt, Möbel werden überzogen, aufgepolstert und lackixt ! Matratzen werden aufgepolstert. Neue Nohrgeflechte sür Stühle. Btlliac'.Vreise, Prompte Bedienung. Kksenkakn.Aeit. Tabelle. 1 - - y rj - -ww Ankunft und Abgang der Fisenbahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonn tag, den 2. Januar 1887. ScZ?erssJville, Ndison d Zrtdlavapoli SsenbaZL. Nbgang: S 2! n n f t : ei et tag. i.. .15 sc 1 ssnatÄ.. lousm 3 adn... 8 15 ' ?nd5Thtcer tSji01) ? Id Ävad Kali 4 0) Sn 5 ß k l 9j. 6 is Sa E!lbir tä&. 1.y)ZTiny i 5i8 3taal0.3iSC Vandalia Eise. ffatltraia .... 7.50? 9rtf v .... .11 55 R 5rSjb0 I siCn 52 sil nd ce...K'."0 ca Ta rreß.... 4 45 Elrreß 4.15 59a Schnell, 3 35 9tm ren, Haute e. Sa caene 9x mal! Western all... 8 00 Km Tlevelaad, Colcm&af, Siseicncü nnd 3nMa vspolis Glfesbalr. (Bee Line.) fl &9l.. 210 aderis Cj. ..11.05 Fr. Ceoton C; i. 7.3 ) Ca R!)S Sk ... 7.8) Xn b et 8 i tag e .5ö 3S.113QBa S 31.... MB 0., a at Cj j a 0) Ö Kt 8 Er lll.Mli a 3 aas et jt.oa T3 Michigan Expreß. 4.30;sm Serien Har. f .10.13 Kot LrtzZÄood Didilis, K. E.5.nnd 3. og tüßliq. m 2.50 Cm .30 t5!ich. . 10.30 0i 7.3 ' öm I1.C 5 ti.Zi r X.ll) 11 3uB 2.00 31a Ujica. , j 4.io.n l.'.45m ttgkiH. 2.55 I 5 03 a I täglich. 7.4Zm s Sractanatt, Indianapolis, Ct. 2cnii n. Thieagö Sisendahs. wei2natt Division. CftlOUllB.ffS. 310 31 2nbtGn-j Etc. 10 43 m 'OtBre. ,1. Cuiclttnatt See 11 i3 vm Poftzug. H Ka I Bffttra ex.... 13 45 ft. tret rxreß. 6.5b ? I et . 4.3. Cin i tliliA ec 11 iOm afa9cttc See... 4.45 Xa Chieazo Didion. Z,o Oarl n. 7.103m khZeago Uail p.'J.rft f;c? Skiern Jj 6.00 am Sä tLuq i tt ....11 3Nm L:fa?ette Hcc... 5.00 5m Lsganöxott lt.. 7.10 Orn CMcoafl ß. tZzliZeeu.. 3.33 Sn Sefar-ttt See ..H UB C L U v .. 8. Peoria Sexrei.. 4J Zudiasa, Vloomwgtou ndLSeftern Visenbahn. See lil.. 7.50 V in Icj g See 4 M I 13 00 13 Ca W 3 i tJslll.tx tb ü&tttn 6 9x. taai4 s ob 6tr.c Sxee 10.43 B Atlevtte eiN. Z Z S.'rrei k. Oeftliche Didision. Oeftl.Glail....4.10Bm I Paeifte rxnß... 7 SC8a kägl. Scxreg ... 9 00 5 8 A R 3 5z 10 305 Ktlantic rp. .. 3 bdm Wefter (i(S .... 3 &K kZzbas), St. Lölli, & PaeiZZk. DetF hie ttai! 7.li Bn X I rn cttsrnfl i i!v Cilt4 i X-Ci r..,u Eb Dkt tt Sh all. 6.45 Ld . 7.00 25 Indianapolis und Lweennet Sis-ubab?. Uai! atro Z 7.15 B I Bteei 5: c. 10 55 B Biaeeane I Krc . 4.1 N Keil ZiUo 9. 4 50 Sa kiÄetQnati,HamiltoniöJndiaa2VoliZSiseubahu .T, W UM ToservillSec 5.80 5k Zdx! u St. .105Ba i., D.r.ZrN.V 3.50 n k ma nn i m oasttlclSHc 8L5B ail. 11.45 B U et2tttll0 4S , tnctnnatt ftec 4 5 KK Jndianapolit, Deeatur & Springsield. Dee dt Peo Mail. 8 3CBnt ttntkuma Sie tzl aulg Sonnt. 6 L02d Schnellzug ree... 10 5u&6 Schnellzuz rel. Montezum Lee 3 50B aukg Sonnt.. .10 lv all I&5X Chicago, St. Loui & PitUburg. YPVBKP -täglich 4.30 B C it 9t age BOtsntenConni.lt.W 8n :taug. Contagl 4.00 Sa VVUBP z täglich &.. 4 '5Ä Kin ccc ul fitnorn Connt. 9.40 B ft g o a a o i täglich .....ii.45 Bn Jndianav. Lee. 3.0tt Hefter al...l'jj R Ehieags Vtev.lt via Kokoeui. lhikga Schnei ,g tSff 11.15 B khiecgo nrZ.li.'.35 Äd Id' ett. Schnei.,... 4.00 ? Indxl' ifitu 9nxtl . S.tOR Indianapolis und Ot Üctl visenbah tii Qivuh ee täglich 7.2) B BoftnetS 6i. l.KRu y u St L z täglich I CC. 10.60 LimtSrvtgl... 115 Brn KSsBIltii cc ?. Loeel Passe ger. lo B DaySre etZzl, 6.Z5 Jn,tasxolt, r 1.40 I Lsuiiville,Nev Aldanh & Chicago. Air.Line Vttß X tgl.. 11.1051 hicago r. tgl.. 3JJ5B onon See S.V05!m I oo Xc 9.55CO ich u hieag. ittich. Cttn hie. Ql Mall 11.1032m I 9t all. 3.44 t Züge mit t e, t)nf(ftclCar mit I, Lchl4faök mit v, Barlor.E.
'7rvTJEy ffass?!iaAti l'Vr-vTy vyA?,.3 V ---sZWWsM
