Indiana Tribüne, Volume 11, Number 12, Indianapolis, Marion County, 30 September 1887 — Page 3

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gcgcn entzündlichen Vhcuznatisuus. 3- Berichts über die Erfolge von Ct. Jakobs Oel. welche vor Jahren erzielt ?urden und jetzt fceftiiit werden. Gia Rjeamatiltr erhellt 1880. Hamburg. Vertt Co., Pa. Eier Wochen litt ich an entzündlichem Rheu atiSmu-Z. Aente konnten meine Schmerzen nicht lindern. Ich war gezwimzen im Hause zu blcidcn; meine Glieder waren gescbmollen. Nach einigen Einreibungen mit St. IakobZ Oel oarcna!leZchmer?enverschmundenund bei fort LeZctztem Gebrauch wurde ich gänzlich yeheilt. Noland X. Leonard. 6 JaZre sjiZlk? dsnerud gkhkilt. Hambur, BerkZ Co.,Pa., 19. Okt. 133. Vor ungefähr 6 Jahren wurde ich von ent ländlichem Rheumatismus befallen. Nach An wendung von einigen Flaschen Ct. Jakobs Oel war id vollständig geheilt. Sßit eranügen bestätige ich mein früher gegebenes Zeuzuiß über die ausgezeichneten Wirkungen des St. Jakobs OelZ. Roland X, Leonard. varluemTePnty'?heriff-Znnl1581-seiettt. Attleborough. Mass. Im letzten Mal war ich in Folge von acutein Rheumatismus gezwungen im Bette zu bleiben. W7i.'wurde angerathen St. Jakobs Oel zu ver suchen. Ich that tl und war am nächsten Taze so gesund wie jemals. Elijah Capron, Texut? Sheriff. 5 Jahre später LoLställdig geheilt. Nttleborcmgb. Raff., 19. November 1SS6. Ich hatte einen schweren Anfall von akutem RheumatisAuZ und war nicht im Stande einen Schritt zu gehen. Ich versuchte alle ohne Erfolg.bis ich St. JakobS Oel anwandte. ES heilte mich vollständig und ich kann eS empfehlen. Elijah Capron, Teput.sheriff. THE CHARLES A. VOGELER CO., Baltimore. Md ' M IuMKocniK V IWl' AV " m m - m. m HAMBUKGE.K M. TRQPFEM "1 i.itn Blutkranklzeiten, Leber- u. Magenleidea Hitii, 50 Ccnt cfcrt fünf glas Jbtn IM i in ttt Kxotieken u hab. THI OI1EIJ3 A. YOGILIR CO. BALTTXOßE. SB. 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Andre Cornclis.

Pariser Roman don Paul Vourget. Deutsch don Anton V e t t e l h e i m. (Fortsesuna.) Äon diesen beiden Thatsachen erklärte sich die erste auS sich selbst. Es war ganz natürlich, daß Jaques Termonde die von ihm ersonnene Legende deS Selbstmordes, lvclche einst den anderen vom Vagno befreit, nicht Lugen strafte, tes ist niemals angenehm, als seinen nächsten Vcrwandten einen Tieb, Fälscher und Deserteur anzuerkennen. . . . Aber das ist nur ein grausamer Verdruß. Nicht also stand ! es mit dem zweiten Faktum. Das MißVerhältniß war zu groß zwischen der von i meinem Stiefvater zugestandenen Ursache und dem Ergebniß des auf ihn ausgeübten Schreckens. Die Herrschaft von Eduard Termonde über seinen Bruder schien nicht gerechtfertigt durch die bloß Drohung seiner Rückkehr ohne jede andere Folge, als die eines sogleich erstickten öffentlichen Skandals. Meine Mutter konnte sich mit diesem Grund begnügen, weil in ihren Augen ihr Mann ein gerechtes Herz, eine schöne Seele war, nicht aber ich ... . Mir kam der Gedanke, das Militär-Straf-Gesctzbuch zu Rathe zu ziehen. Ich fand da im Artikel 184, daß die Verjährung für das Delikt der Desertion erst von dem Tage zu laufen beginnt, an welchem der Ausreißer das 47. Lebensjahr vollendet. Wahrscheinlich siel Eduard Termonde also noch unter das Gesetz. Konnte der Wunsch, diesem schändlichen Bruder eine Disziplinarstrafe zu ersparen, bei meinem Stiefvater eine so langwährende Schwäche und eine tiefgehende Beunruhigung erklären? Ich vermuthete dahinter einen anderen Grund, irgend ein dunkles schreckensvolles Band der Mitschuld zwischen diesen beiden Männern. Ich dachte, daß vielleicht Jacques Termonde seinen Bruder dazu gebraucht, meinen Vater zu todten. Und wenn dem so war, wenn der Mörder irgendwelchen Beweis für diese Mitschuld besaß? Ohne Zweifel waren ihm die Hände gcbnnden den Behörden gegenüber, damit konnte sich immerhin meine Mutter zufrieden geben: konnte diese aber genügen, einen liebenden Gatten zittern zu machen, seinen unbändiger Troh zu zähmen? Kaltes Blut," wiederholte ich mir. Kaltes Blut!" Und ich setzte meine ganze Kraft darein, die vhnsischen und moralischen Anhaltspunkte, die ich für 5as Verbrechen hatte, wieder vorzunchmen. Es handelte sich für mich darum, zu prüfen, ob ein Punkt, ein einziger Punkt dunkel blieb, sowie man die Jdentität von Eduard Termonde und Nochdale annähme. Die Zeugen hatten übcreinstimmend Nochdale als groß und stark geschildert, meine Mutter hatte Termonde als schwerfällig und dick geschildert. Es lagen fünfzehn Jahre zwischen dem Mörder von 1864 und dem gealterten Vagabunden von 1879, aber nichts hinderte es, daß er dieselbe Person gewesen. Meine Mutter hatte bemerkt, daß die Farbe der Augen blaßblau bei Eduard Termonde, wie bei seinem Vruder. Nun hatte der Portier deS Hotel Jmpcrial aber in seiner Aussage, die ich auswendig wußte, weil ich dieselbe so oft gelesen hatte, die ungemern helle, blaue ,5arbe der Augen des angeblichen Rochdalc als besonderes Merkmal hervorgebobcn. Er hatte dies Detail wegen des EontrastcS der Augen mit der gebräunten Gesichtsfarbe bemerkt. Eduard Termonde war am Tag nach seinem vermeintlichen Selbstmord nach Amerika geflüchtet und was hatte Herr Mafsol gesagt? Ich hörte ihn noch, wie er mir mit seiner Flötcnstimme und seiner methodischen Handbervegung sagte: Ein Ausländer, ein Amerikaner oder einEngländcr, vielleicht ein in Amerika ansässigcr Franzose " Thatsächliche Unmöglichkeil lag ak'o nicht vor. Und moralische Unmöglichkeit? Ebensowenig. Um mich besser davon zn übencugen, ging ich in der beschichte des Verbrechens auf den Zeitpunkt zurück, in welchem die Eorrespondenz meines Vaters sich über Jacques Termonde aussprach, d. i. also auf den Januar 1864. Um mein Urtheil von jedem Eindruck persönlichen Hasses loszulösen, unterdrückte ich in Gedauken die Namen. Ich führte das entsetzliche Erlebniß, unter dem ich soviel gelitten, auf eine trockene, abstrakte Anekdote zurück. . Ein Mann ist unsinnig verliebt in die Frau eines seiner nächsten Freunde. Dieser Mann kennt diese Frau als unbedingt anständig; wenn sie frei wäre, dann würde sie ihn, er fühlt es, er sieht es, lieben ; da sie aber nicht frei ist, wird sie ihm niemals, niemals angehören. Dieser Mann ist mit dem Temperament begabt, das die Verbrecher macht; von zügellose? Heftigkeit in der Leidenschaft, frei von jedem Bedenken, despotischen Willens, von der Gewohnheit erfüllt, alles vor seinen Wünschen niederzuwerfen. Er bemerkt, daß sein Freund eifersüchtig wird. Noch eine Weile und die Thür dieses Hauses wird ihm verschlossen sein Wie sollte ihm nicht der Gedanke aufsteigen: und wenn der Mann verschwinden würde? .... Der Traum vom Tode desjenigen, der seinem Glück allein im Wege steht, fährt diesem Mann einmal, dann noch einmal durch den Kopf. Er dreht nnd wendet den verhängnißvollen Einfall, er gewöhnt sich an denselben. Er kommt soweit, sich zu sagen: Wenn ich es wagen würde....," dem Ausgangspunkt der abscheulichsten Verbrechen. Die Idee wird immer deutlicher in seinem Geiste. Er begreift, daß er Denjenigen tödten lassen könnte, den er jetzt haßt und von dem er sich gehaßt weiß. Hat er nicht in weiter Ferne, einen nichtswürdigen Bruder, dessen Aufenthalt nicht nur, nein, dessen Existenz der ganzen Welt unbekannt ist? Welch bewunderungswürdiges Mordmerkzeug ist dieser entartete, dürftige, verworfene Bruder, den er in vollkommener Abhängigkeit erhält durch dieGeldunterstützung, die er ihm anaedeihen läßt! . . . .Und immer. verlockender wird die Versuchung. Die Stunde schlaat. wo sie stärker ist. als alles Uebrige. Dieser Mann ruft T m i . 1 seinen nruoer nacy Pans, entschlossen, diesen letzten Trumpf ausiusvielen Wie? durch ein oder zwei Briefe, welche

vor oen Augen ves qelmes dle Hoff

nung aus den Gewlnn erner ungeyeurcn Summe aufblitzen laijen und zugleich als

Bedingung für diese Hoffnung vollkom-' meye 'Geheimhaltung dieser Ncisc ford'crn Der Andere nimmt an. Er lan-' dctin Europa, nachdem er die Vorsichtsmaßregeln vervielfacht. Was wäre leichter?. ... Dieser Auswürfling des Lebens hat.kcine Verwandte, noch irgendwelche BrzieHungen, er verbringt seit Jahren XinZsAlcnloscs Abenteurerleben Nun , stehen löie beiden Brüder einander gegen-ilbcr..-Sowcit ist alles nur logisch, nur aen'au'' übereinstimmend mit den möqlichcn-' Entwicklungsstufen cincS Vorhaben? dieserArt. j - . . . Jchufte nun die Ausführung des Letzteren und fuhr fort, wiederum, ganz ' unpersönlich, meine Folgerungen zu zie- j hen.- Der reiche Bruder schlägt dem armen den Bluthunde! vor. Er bietet ihm Geld, viel Geld an: einmalhunderttausend, zwcimalhunderttausend, dreimalhunderttausend Francs. Welche Gründe sollten den Nichtswürdigen hindern, anzunehmen? Moralische Ideen? Wie viel Werth besitzt die Moralität eines Lebemenfchen, der vom Wüstlina zum Dieb herabgesunken ist? Seit Jahren und unter dem Einfluß meiner Rachegelüste hatte ich zu eifrig die Tageschronik der Zeitungeu und die GerichtsVerhandlungen gelesen, um nicht zu wissen wie man Wkörder wird. Gcldnoth und die Gewohnheit der Ausweisung: das sind die Voraussetzungen für einen Mörder, in Disponiblität. Wie viel Messerstiche sind ausgetheilt, wie viel Revolver abgeschossen, wie viel Tropfen Gift eingeträufelt worden mit voller Ungewißheit des Prosites unter den gefährlichsten Bedingungen, einzig und allein, um gleich nachher das Mordgeld in irgend einer Lasterhöhle zu vergeuden. Verworfene Wüstlinge, sie mögen nun beim Laster Halt machen oder bis zum Verbrechen herabsinkcn, beschweren sich überHaupt nicht mit dem Ausmalen der Zukunft. Die augenblickliche Empfindung ist zu mächtig in ihnen. Ihr Bild löscht alle andere aus, sie verschlingt alle lebendigen Kräfte des Temperaments und des Gemüthes. Eine sterbende Mutter, hungernde Kinder, eine verzweifelnde Frau Diese Bilder der Folgen ihrer Thaten, haben sie jemals die Trunkenbolde, die Spieler und Mädchcnjäger aufgehalten? Ebensowenig wie die tra. gischen Phantome vor Gericht, Kerker und Guillotine, wenn sie, von Geld entblößt, tödten, um sich welches zu verschaffen. Das Schaffet ist weit, aber die Thür des Lupaners an die Straßenecke und der Strolch schlachtet einen Ren: tier ab, wie der Fleischer ein Rind abschlach.et, um hernach mit voller Tasche in das verrufene Haus zu gehen, in dem er seine Lust sicher büßen kann. Das ist der tägliche Lauf des Verbrecherlcbens. Warum sollte der Wunsch nach rafsinirterer Ausschweifung nicht denselben verbrecherischen Anreiz auf anders gewöhnte, Leute ausüben, die jedes moralischen Gefühls ebenso unfähig sind, wie die Messerhelden der Diebsschänke? Auch, es war ein zu grausamer, unerträglicher Gedanke, daß mit dem Blut meines Vaters Soupers in einer Nem-?)orker Nachtkneipe bezahlt worden seien. ... Ich verlor die Kraft, meine kühnen Folgerungen fortzusetzen und eine Hallucination begann die mir ein Cabinet particulier zeigt, wie ich sie besucht: der Tisch gedeckt, der Sammtdioan mit den lahmen Sprungfedern, der Spiegel voll mit Buchstaben, eingeritzt mit den Diamanten der Ringe, das osfene Klavier, an' dem man freche Tänze aufspielt und der Ehampagner, der in den Gläsern schäumt und die Dirne, die lacht, mit der entblößten weiben Brust, den Seidenstrümvien. den Zahnendes wilden Thieres, Parfümdüfte vermischt mit Speifen-, Tabaks- und Weingeruch und der Mann ihr zur Seite.... Nein, iß nicht von diesem Essen, trink' nicht.von diesem Wein, lass' Dich nicht anrühren von diesen Händen, nimm' dieses Gd nicht. An alledem klebt Blut Der Mann, der Dich" umarmt, der Dich begehrt, der Dich bezahlt hat, ist ein Mörder, ein Mörder, ein Mörder!...." Mein Verstand geht in die Irre," sagte ich mir, als ich so da stand, unbeweglich, mit klopfendem Herzen, mit starren Augen, derselben Erregung preisgegeben, als ob ich wirklich die abscheuliche cene sähe: ich sah sie ja wirklich in einem augenblicklichen Aufblitzen. Ich wandte mich dann zum Bilde meines Vaters ich schaute ihn lange an, ich sprach zu ihm, als ob er mich hatte t)oren können, ich flehte ihn an: Hilf mir... Hilf mir. . Und ich fand zwar nicht die Ruhe, wohl aber die Kraft wieder, die furchtbare Hypothese wieder aufzunehmen und sie Stück für Stück zu zergliedern. Sie war anfangs so unwahrscheinlich, wie der Alpdruck einer kranken Phantasie. Ein Bruder, der seinen Bruder zum Mord eines Mannes dingt, dessen Frau er heiratheü will. . . . Aber obwohl der Plan und die Annahme eines derartigen Anschlages in das Bereich der außergewöhnlichsten Phantasie gehörten, sagte, ich mir: Immerhin! Aber in der Welt des Verbrechens gibt es keine UnWahrscheinlichkeiten. Schon durch den Entschluß zu morden, hört der Mörder auf, sich im Nahmen der Gewohnheiten des socialen Lebens zu bewegen." Und zwanzig Beispiele von Missethaten waren mir gegenwärtig, die unter ebensolchen Ausnahmsbedingungen vollbracht waren, wie diejenigen, deren größere oder geringere Wahrscheinlichkeit, ich in diesem Augenblick erörtert. Eine Einwendung erhob sich sogleich. Zugegeben, ein so complicirtcs Verbrechen wäre überhaupt denkbar; wie kam es, daß ich zuerst diesen Verdacht hegte? Warum hatte Herr Massol, dieser feine und gewandte Eriminalist nicht hier die Erklärung für das blutige Geheimniß gesucht, dem gegenüber, er seine Ohnmacht einbekannte? Nun denn," antwortete ich mir, Herr Massol hat nicht daran gedacht. Das ist alles. Die Frage ist zu wissen, nicht, ob der Untersuchungsrichter die Thatsache geargwohnt hat oder nicht, sondern vielmehr, 'ob die Thatfache an sich wahr ist oder nicht." Und dann, welche Anzeichen sollten Herrn Massol auf diese Fährte aeführt haben? Wenn er die häuslicheu Verhältnisse meines VatcrS studirt haben sollte, wurde er die Gewißheit erhalten haben,, daß meine Mutter eine hochehrenwerthe- Frau gewesen. Er hatte ihren aufrlcbtiam Scdmcn acscbcn und er batte

dicht, wie ich, die Briefe in den Händen gehalten, in welchen mein Vater seine Eifersucht gestand und die Leidenschaft dcö falschen Freundes offenbarte. Hatte übrigens Jacques Termonde nicht für ein Gefühls-Alibi vorgcsorgt, wie er zum Voraus ein physisches Alibi sich gesichert und dazumal offen eine Maitrcsse gehalten? Aber angenommen, der Richter hätte in dieser Richtung Nachforschung gehalten, er hätte in den ersten Tagen einen Trcubruch meines künftigen Sticfvaters im Auge gehabt. Dann hätte es sich darum gehandelt, seine Mitschuld!gen zu entdecken, da unter allen Umständen Herrn Tcrmonde's Anwesenheit bei uns in der Stunde der Mordthat vollkommen verbürgt war. Und wenn selbst Herr ' Massol an den verschwundenen Bruder gedacht hätte, wo sollte er die Spur dieses Bruders aufsinden? Wo und wie: Wenn Eduard und Jacques Mitschuldige in diesem Verbrechen waren, mußte ihre erste Sorge nicht gewesen sein, eine Art der Eorrespondcnz zu ersinnen, welche die Polizei nicht entdecken konnte? Haben sie eine Zeit lang nicht jeden BriefWechsel eingestellt? Was hatten sie einander mitzutheilen? Eduard hatte das Blutgeld, Jacques beschäftigte sich damit, das Herz meiner Vutter vollends zu erobern Gut! gesetzt, auch dem wäre so," fuhr ich fort, wenn aber Herr Massol des wichtigsten Vcweismittels entbehrte, wenn er die Leidenschaft von Jacques Termonde für die Frau des Ermordeten nicht kannte, fo wußte doch meine Tante um diese Leidenschaft, sie hielt den untrüglichen Beweis vom Mißtrauen meines Vaters in Händen warum hatte sie nicht gedacht, was ich in dieser Stunde dachte?...." Aber wer versicherte mich, daß sie nicht daran gedacht? Der Verdacht halte sie verzehrt.

auch sie; sie hatte damit gelebt, sie war damit gestorben. Nur hatte sie meine Mutter miteinbczogen, unfähig, ihr die Leiden eines Bruders zu vergeben, den sie anbetete. Gegen meine Mutter ver aeben, hieß gegen mich vorgehen. Das hatte sie sich stets versagt. Und wenn sie das selbst gewagt hätte, wie sollte sie über leere Vermuthungen hinauskommen, da auch sie an dem Alibi meines Sticfvaters nicht zweifeln und von der gegenwärtigen Existenz von Eduard Termonde nichts wissen konnte? Nein ! daß ich der erste war, der den Mord meines Vaters so erklärte, wie ich das that, das bewies nur, daß ich neue Anhaltspunkte für die Voraussetzungen des Verbrechens gewonnen, nicht aber, daß die auf diese Anhaltspunkte gegründeten Hypothesen unsinnig gewesen. Andere Einwände erhoben sich. Wenn mein Stiefvater seinen Bruder zu diesem .Mordgeschäft herangezogen, weshalb hatte er seiner Mau die irrenz dleseS Bruders enthüllt? Die Antwort ans diese Frage ergab sich von selbst. ' Wenn das Verbrechen unter den Bedingungen der Mitschuld vor sich gegangen, dann konnte nur ein Beweis desselben übrig bleiben, nämlich, die zwei oder drei Briefe, welche Jacques Termonde an Eduard gerichtet, um ihn nach Europa zu rufen und seinen Reiseplan vorzuzeichncn. Diese Briefe wird Eduard aufbewahrt haben. Durch sie und durch die Drohung, dieselben meiner Mutter auszuliefern, hatte er seinen Bruder in der Hand. Die Letztere vorbereiten, wie mein Stiefvater das, in beschränktem Maße, gethan, hieß diese Drohung, mindestens theilweise, unschädlich machen. Wenn sich der Mordgeselle jemals entschloß, das gemeinschaftliche Geheimniß der Wittwe des Opfers auszuliefern, welche die Frau des Anstifters dieses Mordes geworden, dann würde dieser Letztere zum mindesten die Echtheit der Briefe leugnen, auf die frühere, vertrauliche Eröffnung sich stützen und in der Denunziation die Nichtswürdigkeit einer durch eine Fälschung verschärften Rache nachweisen tonnen. Und dann, war diese Vertraulichkeit meiner Mutter geljenüber nicht noch durch einen anderen Grund gercchtfertigt, gerade dann, wenn das Verbrechen in der von mir angenommenen Weise vollbracht worden war? Die Gewissensbisse, von welchen ich meinen Stiefvater gefoltert glaubte, waren gewiß der beunruhigten Zärtlichkeit seiner Frau nicht entgangen. Sie hatte ohne Mühe im Gemüthe Dessen, den sie liebte und von dem sie sich geliebt wußte, die düstere, nicht zu bannende Gegenwart einer niemals verscheuchten Traurigkeit wahrgenommen. Wie viel Wolken hatte sie auf dieser Stirn sehen müssen, nicht einmal durch ihre Gegenwart vertrieben! Wie viel trauriges Nachsinnen in diesen Augen, welche ihre Liebe nicht mit tiefem, vollen Glück zu erfüllen vermocht. Wer weiß ? Sie hatte vielleicht die Eifersucht gekannt, die schlimmste von Allen, diejenige auf den steten Gedanken, den man den Andern nicht sagt, diejenige auf eine fremde Empfindung, die man dem Andern verbirgt. Da hatte er ihr ein Stück der Wahrheit gesagt, um ihr eine gewisse Unruhe zu ersparen, um sich selbst Fragen zu ersparen, welche.sein Gewissen ihm unerträglich machte. Es bestand also kein Widerspruch zwischen dieser halben, meiner Mutter bewiesenen Vertraulichkcit und meiner Vermuthung über die Mitschuld der beiden Brüder.... Ich begriff auch, daß er, bei dieser Vertraulichkeit, nicht über einen gewissen Punkt hatte hinausgeben und die Nothwendigkeit des Schweigens, mir gegenüber hatte halten können ein Schweigen, das nie gebrochen worden wäre, ohne eine zufällige Bewegung, ohne meine Rührigkeit und Beharrlichkeit, ohne diese plötzliche Ankunft von Eduard-Termonde, welche die arme Frau buchstäblich toll gemacht Wie aber war die Unklugheit' zu erklären, daß er einem Bruder in höchster Noth und fähig, Alles zu wagen, Geld versagte? Auch das konnte ich mir zurecht legen. Es war vor dem Tode meiner Tante, zu einer Zeit, in der sich mein Stiefvater für immer vor mir gesichert hielt. Er wähnte sich durch Verjahrung vor der Justiz geschützt. Er fühlte sich schwer krank. Was natürlichcr, als der Wunsch, um jeden Preis die Briefe an sich zu nehmen, welche, wenn er einmal todt war und in verbrechenschen Händen Anlaß zu einem schmählichen Schacher werden und sein Andenken im Herzen seiner bis zum Verbrechen geliebten Frau entehren konnten? Ein ähnlicher Handel konnte nur mündlich geschlossen werden. Mein Stiefvater Latte sich aesaat. dak sein Bruder seine

Drohung nlcht ausführen wurse, vcvor er einen letzten Versuch gewagt. Er würde nach Paris kommen, die beiden Mitschuldigen würden cinandcx von Angcsicht zu Angesicht gegenüberstehen. Er würde ein ncucs Gcldangcbot machcn müssen, aber das letzte und gegen die Auslieferung des einzigen VcwciSmittels, das geeignet war, daS .Dunkel des Geheimnisses vom Hotcl Jmpcrial aufzu hellen. In diesem Ealcul hatte mein Stiefvater unterlassen, vorauszusehen, daß scin Bruder auch im Haus der Voulcvard Latour Maubourg vorspreche; daß man ihn in den Salon zu meiner Mutter einführen würde und daß die allzu gewältige Aufregung, ihm, der bcrcks durch so lange' Qualcn erschüttert war, einen neuen Anfall seines Lebcrleidens verursachen würde. Es gibt in den Ereignissen ein Stück Unberechenbares, das die Gewandtheit unserer feinsten Anschläge zu Nichte macht. Und wenn ich dachte, daß soviel List, eine so beständige Ueberwachung seiner sclbst.und der anderen zu diesem Ergebniß geführt, fühlte ich von Neuem, daß der Hauch des Geschickes über uns alle hinweht sofern nämlich diese Hypothesen nicht ein Noman, eine Ausgeburt meines Hirns wären, das vom Fieber und vom verzehrenden Verlangen nach Rache eingenommen war. Wirklichkeit oder Dichtung, diese Hnpothesen standen vor mir, der nicht mehr in Unklarheit oder Zweifel verharren konnte. Und am Abschluß dieser verschicdcnartigen Vermuthungen, von wclchcn die Einen die Wahrscheinlichkeit mcincr neuen Erklärung des blutigen Gehcimnisses bekräftigten, während die Anderen dagegen sprechen, fand ich auch eine bestimmte Thatsache: mit Recht oder Unrecht hatte ich die Möglichkeit ci-

nes Anschlages angenommen, oel dem Eduard Termonde seinem Bruder als Mordwerkzeug gedient hätte. Wenn es nur eine Aussicht, eine gegen tausend gegeben, daß mein Vater solcherart getödtet worden, dann mußte ich dieser Spur bis zu Ende folgen, wenn ich mich nicht als der letzte der Feiglinge verachten wollte. Die Zeit schmerzlicher Träumereien war vorüber ; es galt zu handeln und handeln hieß hier wissen. Der Morgen war unter solchen Gedanken herangekommen. Meine Lampe, welche diese traurige Nachtwache erhellt, mischte ihren trüben Schein mit dem bleichen Licht der Morgendämmerung. Ich ösfncte mein Fenster, ich sah die fahle Zeile der hohen Häuser im anbrechenden Tag und ich schwor mir feierlich bei dem erwachenden Leben, daß dieser Tag' den Anbegirni dessen sehen sollte, was ich thun mußte, der nächste die Fortsetzung und so die folgenden Tage immer weiter fort, bis ich mir würde sagen können: ' Ich bin gewiß. .. ." Ich besaß die Kraft, den Sturm der Wahnsinnigen, während der Nacht in mir entfesselten Empsindungen zu bändigen und meine Gedanken nur auf das Problem zu richten: Gibt es ein Mittel, zu beweisen, daß Eduard Termonde und der sogenannte Nochdale von 1864 nnr eine und dieselbe Person?" Um die so gestellte Frage zu beantworten, konnte ich nur auf mich allem, auf dieHilfsmittel meiner Einsicht und meines persönlichen WollcnS zählen. Ich darf mir das Zeugniß ausstellen, daß ich mährend dieser grausamen Stunden nicht eine Minute lang die Versuchung hatte, ein- für allemal die Schwicrigkciten meiner tragischen Aufgabe dadurch abzuschütteln, daß ich mich an die Gerichte wendete, wie ich. daS sicher gethan, wenn ich nicht auf das Leiden meiner Mutter Rücksicht genommen hätte. Ich hatte mir gesagt, daß sie niemals von mir diesen furchtbaren Schlag erhalten und erfahren sollte, daß sie fünfzehn Jahre lang die Frau eines Mörders gewcscn. Damit sie stets in Unkcnntniß dieses Eriminal - Dramas blico, mußte der Kampf zwischen meinem Stiefvater und mir beschränkt bleiben. Und wenn ich ihn gleichwohl schuldig fände? dachte ich.... Bei dieser Idee allein, die jetzt nicht mehr unbestimmt und fern erschien, sondern heute, morgen, in wemgen Stunden eine unbestreitbare Wahrheit werden konnte, malte sich ein schrecklichcs Vorhaben vor meinem geistigen Auge. Aber soweit wollte ich für's erste die Blicke nicht irren lassen; ich antwortete mir: ich werde später daran denken" und ich zwang mich, all' meine Gedanken auf das Nächstliegende zu beschränken. Ich kehrte zu dem Problem zurück: auf welche Art die Jdcntität zwischen Eduard Termonde und dem falschen Nochdale feststellen?" (itonußuna total.) Reiner Wer Efftz Fc per Gallone. Wir garantiren denselken als vollständig :ein zufriedenstellend. I. S E. Mueller. 200 Oft Wafbwgtonstr. . Aolmstou. 62 Oft Washwatoa Str. Empfiehlt seine große Auswahl in N.ckv.KtvelZklNAe für Hotels und Private. Ib Lyman Gasoiin-Oefen die besten der. Welt. Die vorzüglichen Eis ' Behälter aus hartem Holz. Tlrgand NangeS u. Kochöfen und 2TXTTIDIfc-fIICIrfcXll4

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For füll inforination, time cards, solders, etc., D. B. TRACT. F. P. JEFFKIFS, Nor. Pass. Agt., Detroit, Äich. Dist, l'ass. W.n.FlSNEU, E. W.MrGCIP.E, üen'lAgt., Indianapolis, Ind. Ticket Agt., Or General rassenper Agent, o. C. C. WAITE, Vice Prest. and Gen'l Manager. Platform der Arbeiterpartei von JubianavoliS. Die Union Labor Paitei ist eine Pai tei der Emanzipation, eine Partei der Wiederherstellung nalürliÄer Rechte, um welche die Arbeiter durch ein Industrie shstem beraubt wurden, welches odneRück ficht auf Empfindungen und Bedürfnisse Arbeitskraft als bl fec Waare betrachtet. Der Endzweck der Partei ist die Abfchaf. fung eines Systems, unter welchem der Arbeit r kaum genug zum Leben be' kommt, während der größere Theil de? Resultates feiner Arbeit sich in den Händen Weniger ansammelt, eines Eystems. welches Wenige über alles Maß hinaus bereichert, während die Masse des Volkes immer mehr verormt, eines Systems velches Klassen schafft, und welches im Laufe der Zeit bloß zwei Klaffen übrig lassen wird, die sehr Reichen und die sehr Armen ; eines Systems, welches die polt tische Freiheit und freie RegierungSfor men vernichttt. weil die fehr Armen die Sklaven der Ulx Reichen werden müssen. Es ttt der Endzweck die ir Paittl an Stelle dieses Systems ein anderes u fetzen, unter welchem die Arbeit ur.adbangig ist vom Kapital und unter wel chem menschliche AroeuZkrast zum Zwicke ihrer Anwendung nicht abhängen follvon dem Willen deö Kapitals. Zu diefem Zwecke erklären wir. daß wir die in der Convention zu Cincinnatl am 22. ffebruar 1887 angenommene Platform bestätigen. Und für die Vewaliung unserer Stadt in der unmittelbaren Zukunft, erklären wir. daß wir zu Gunsten folgender Vor fchlägestnd: 1. Alle Unternehmungen, welche ihrer Natur nach monopolistischen Charalterö sind, folltm auSfchließlich ron der Stadt aefütrt werden zu Gunsten der Bürger. Solche Untkrnehmungen sind: Stiaßen' bahnen, Wasserwerke, GaSwirke. Tele phoneirrichkungen u. dergf. So lange diese Institutionen jedoch in Händen von Privatccrpztatlonen sind, sollen dieselben durch das Gesetz gezwungen werden, ihre Geschälte fo zu führen, daß die gebotenen Jacilitüten sich aus alle in gleicher Weise erstrecken, und daß dieselben seit c unge bübrlichen Voltdeile warnehmen können. 2. Freie Bäder sollen errichtet und mit allem Eomfort ausgestattet werden, dessen die Mittel der Stadt vermögen 3. Nachdem die Stadt für $I50.(X)0 eir.e Lalle gebaut hat, von welcher die Armen gar keinen Votteil haben, begünstigen wir die Errichtung öffentlicher Parks in solcher Nähe der Statt, daß sie auch für Diejenigen erreichbar sind, welche keine Fuhrwerke halten und nicht viel Geld an Straßenbahnen zu vcrgeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Steuergesetze derart, daß genautre Ver mögenSangaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Stadtverwaltung bezahlt; alle Ländereien rnnlrkalb der Stadtzren zen follen besteuert werden, doch soll das Heim und die HauSeinrichtung armer Wittwen steuerfrei fein. ö. Wir sind nicht für das Uebertragen städtischer Privilegien an StaotSdeamte und sind der Anstckt. daß die Polizeiver waltung eine der Funktionen der S:adt und nicht des Staates ist. 0. Besondere Privilegien für die Benützung öffentlicher Straßen sollen nicht an Privatcorporationen vergeben werden, und wir halten es für besonders unmo ralifch und den Rechten des Volkes ge fährlich, solche Privilegien im Voraus zu Spekulationszwecken mit Beschlag zu be legen, und alle für solche Zwecke existirende Contrakte zwischen der Stadt und Corpo rationen oder Personen, wie z. B. der in Bezug auf das unterirdische Legen elek irischer Träthe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheitsvorschriften und Gesetze zur Anbringung von iiro esoapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch gefühlt und aus Gebäude ausgedehnt werden, in welchen UrbeiNr beschäftigt sind. 8. DaS Besprengen der Clraßen. die Forlschaffung von Abfällen und Asche soll durch dle Etadt geschehen. 9. W r verlangen die Durchführung des AchtstunbengefetzeS für dle Angestellten der Stadt. 10. Wir befürworten die Uebcrirückuna der Eisenbahngeleise an Virginia Avenue in der Weise, daß dieselben an einem Punkte zusammengeführt werden und daß die Eisenbahngesellschasten den aus sie fallenden Theil der Kosten bezah len. 11. Zum Schlüsse betonen wir, daß das Recht des Volkes seinen Willen am Stlmmkasten auszudrucken, mit der grö ten Sorgfalt gewahrt werden foöte, die es Reckt ist eine der beiltasten Prtvi legten eines freien Bürger?, ein Recht für da? Nationen gekämpft und Patrioten ihr Blut vergossen haben. Die Sprache Hot nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel zu verkümmern. Wirbt trachten solche Versuche, sowie das Kau sen von Stimmen als ein großes Ver brechen an dem Volke, welches promp teste und scharlste Beflrasung verdient.

. im Points 6 I FHnt, Klatrara Falls, JarLson, Toronto. E O O -r V-v r-a-a V - m. v . Lima, riqsa, Sidner. Trcy, NOHTIIEUN OlITO. Teoria, Springfltld, Qulncj. Eeoktiu IN THE WEST. e P Xadlson, La Croste. H VQ W n Dabsqae, Sirqaette, THE NORTHWKST. . . ..Reclining Chxir Car. CHICAGO UND CINCINNäTI. ad Jress sollowing agents: VT. H. TTHITTLESET, Ast., Toledo, O. Cent'l Pass. Agt, Da jton, O. j. F. McCASTHT, Rlrhmond, Ind. Sou. Pass. Agt., ClnclaaaU, O. 200 W. Fourth St., Clnclnnatl, 0. CIIAS. II. HOCKWKLL, GenU Pass'r and Ticket Agent. C. PINGPAN&'S deutsche Buch - Handlung ! vko. 7 Süd Dllabanlaftr. Bücher aller Sprachen. Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage sozialistischer Werke und Aug schristen. Qlcherbelt, Sparsamkeit und Vcquemlickkeit ann nicht besser gewahrt werden, als durch die Koch-Eas-Oefen! . rrf-'fS. . &i?t : Eisenbahn .Zeit Tabelle. Ankunft und Abgang der Elsenbahnzüge . in Indianapolis, an und nach Sonn tag, den 2. Januar 1887. Zrffkrsondille, Nadissn nn Judisvapoli Oifeabata. b g an g: Ankunft: Sd tfr Sa ß .i5Ba3abStatKce.. 10 en ft i. 9v9 ' mh xim Mmni w mww w f l Vf v KJ U znd tb Aail OJ 8 1 p 51 ?lE,. 45 ii9lV tkig. 7.00 5. 1 CtS 22t2al0 2HCn t 33abC.cc. Vaudalia Liue. CottXraln .... 7.50 L lag Sn. p 11 55 8! Cerr aat (C. .i0 0$nc3?ag .... Cail nd Lee. Taq nrt... ervrß Lchnkllzug . 3 .15 .io.n ea . 4 6 . 4 15 B .3255k tsaetne rj ii wem iSsttrn ALil... 8 0J3tin kleöeland, Tolnmdns, kiaeisuatt und Indio. uapelik iseuba;a (Lee Line.) 3 r .. 2.cc bi Snbcrton 5r ...11.C5 t?m 3 1 2 tj tlg 635 5 3s .11.24 B H5JSx.... 515 Kn 15., 3Ätjl 3 03 Kot 0 O Ct 8 e;.Kl.3 Scnlon Har. j.lO.li Z? Carton tlCl. 7.3) C 3t a V o ,.... 7.M Jt o,dn 8r4.tt) Nichigan expreß. 4.30' Brisyiwood Didifion, C. E. k.und 3. ng täglich. 2.50 Lm - 30 " ....... .3 ( 3?ci tügli. tu Km 10.33 11 11.05 da 11.3 1 .. .. 2.10 3.00 X 3 4 ttgitch. 5.50 Km t3gli$.10Js "tn 10.45 Km Uzlich. 3.V5 R i 5 0Z N I tSzlich. 7.40 kineinnati, Judiasapolit, St. Loait u. Chicago Visenbahn. Tweinnati Didisiou. CSoutl8.ffS. 3:0 Cn Ctnctnnatt jsier 11 ;3 Snbiansp See. 10 45 Um S'tk rx. ,1.4s fSftcm G, ... 10 45X f Ot 8 & glich I cc. 11.10 Lafayette Zcc... 4.45 R Post,. 3.1 St t. tX 6.6b $n 4-3' Cm t rxreß. Chicago Didifton. C ml . 7.10 iieago UaU p..2.(5Rai U,ftrn Oj 6.00 Hm 18 S täglich I t 11.3 Km L.fayktte ce... 6.00 5. Lsaanlxort (It.. 7.10 Vm bieLo? . täglich eul.. 3. ifkVtt, c ..11 tm CLUaUxe.. L, Z m Peoria Srxrki.. tAim Sndiana, Lloomwgton nndVkKkrn klsenbahs. Jin,il.. 70 B tn2jg2tc 4. 5 ff 1 13 00 K Oft 3 i tkgll.00 ft6 aSira ff x. taglich 3.50 B Ctn Cpic 10.40 fßm KtUnttcffia. 3.35 CPtct JU K.5 Oeftliche Didisiou. Oftl. ,.. ..4.10 I Pacific Isvttl... 7 S0B Tägl. cpri t.... 9 00 315 H 3 j 10 30 Ktlanttc 8(p.... 3 5dR Wftr xp .... 3 5 Vabash, St. Loui & Paeifle. Bt CJitRail 7.15 B C X i 2.15 Cli9ttch9i t ci 7.00 a& C6UI8 jtflg 1.15 B toi ?t ffr.. 10.45 B Dt HHU. 45 d Indianapolis nnd Vieeaek kisenbah. Nail ffolio 9t 7.15 B I Brncinnil CC.10 55 B BtacfttAfl C . 4.15 Etll Cttt. IM ff (hriasariamUbs&ScMasapdltifttftsbaha Jbx cta V 4.00 B OfltllOtatc 5.30 Zndxli u ei. L.io5v itnD.T.N.V 30 m 0nol2k 85 B all. 11.45 B 3r.t n Ct4utll0.45K iacinnott e 4 55 Jin Indianapolis, Deeatur & Spriogsield. Dee 3t Peo Nail. 8 ZcBm lHontunta tc tgl aulg Sonnt. 6 802V Schntll,ugre...10 5ü5 echnellzug t c I .. 3 50V Mnte,uma See aulg Sonnt... 10 lira Kctl 555 hicago, St. Louis & Pittsburg. BPSBP I Kin Kcc !. ffriagi lich 4.30 B I flcnorn Bonnt. 9.40 B BAS 9x auletKU)D B u omcitnSonnl.llXO Da ÄC See aulg. ConatOfil 4.00 YPUBV täglich,.. l.lZXm Zi tözlich 11.4, B Jndianap. ce. ZJOW öftr laU.. .lo.jj Ehieags Vtcutt dia Kekoms. K)U40 SchniS t tfig 11.15 v C&ieaaoODrt 1.10.35 5 Jnd'I CH. echttiSiua... 4.00 r Jndxl' Jt fiou. ffirtft 3J0R 3&MaaapoIU nd Ct Lsnis kisenbahs at 9nxti; cc. täglich 7.25 B Boft u et 8 fr. 5.30 Xm B et 2 i tkzUch I u CC.IOOR Limt Sro tgl... UM B B B ff, tilg ee 2.g Lscl Pa?sngr.10.00 B SDap fcc tSgl. CJ35K 3nbiaxelt 2z 3.40 LsuisdUle,Rev ldanh & Chieags. Vir-Line. dieago ffz tgl.. 11.10 l bieag ffr. tgl.. 3.VL onon ce 5.60s I Konon c ...... 9.55 C ich Eit ffhicag. ich. it, ;U. Er viau 11.109! I ffr NaU. 3.455 Züge nkit , t, Lhskfflea nit I, 6chUftix ttt p, Pari,..

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