Indiana Tribüne, Volume 11, Number 11, Indianapolis, Marion County, 29 September 1887 — Page 3
DAM-BenZD Hamburger brustthee gegen Prusi- und Luvzenlkidcn. Berichte CBfr r. Slitvjst König's HamS. fier Brustthee, welche vor Jahren erzielt wurden und jetzt bestätigt werden. Jahre Iank Leidru vrhritt Crtkker 1576. Ost Kendall, N. F. Ueber ein Jahr litt ii an VruflsSmer'en und mcktS wollte helfen, diS ich meine Zuflucht ,u Tr. August jlöniq'l Hemburger Brustthee nah, elcher vuch in kurzer Zeit heilte. John TZiller. II Jahre später dauernd geheilt. Ost Aendal, 51. 1., 8. Februar 1S37. SeZZ Packe.' Ir. Aug. König' Hamburger Drusnhee Haber: Brustschmerzen geheilt, an denen ich seit Jahtti gelitten hatte. JohnMiller. kit Jahren rbraucht. Baltimore, Md.. 1. Januar, 1537. Geit einer Reihe von Jahren gebrauche ich Dr. August König' Hamburqer Brustthee und habe gesunden, dak dieser Zhee ein ganz or üqliche Mittel gegen Erkältungen ist. Der lelbe bewährte sich in den schlimmsten Fällen. Ich halte denselde stets im Hause vorrathig. EmmaLezhe, 2019 OrleanS.Str. Immer mit Crfalg ngedandk. fieswnt, 323., 31. Zanuar, 1337, Dr. August Znig'S Hamburger Brustuhee ist ein ga, ausgezeichnetes Mittel gegen Erkäl tungen und hat sich in hiesiger Segend schon seit langen Jahren bemahrt. In den meisten Familien wird er ßt I vorräthig gehalten. ! I. S.Bodenlchatz. THE CHARLES A. VOGELER CO., Baltimore, Md. AeglMZMMgÄ HAMBURGER TROPFEN QluttxünlUUtn, Leber- u. Magenleiveu fjxcii, 50 ttcatl cbtT fünf Rtaf tfn SXOO tu all Spotteftit u habe. SEX CHiBT.KS A. TOfcSUtt CO. ClLTTZOEX, SSL Jcj'n MMi Cures Removes Tan Sunburn, Be Stlnssf Mos- " qulto and AI! . Insect Ditec;. j narixi, blotculs, Humors, IJirUiiLSLris, and every form oss2cia omisliea. posltively cured oa tao xno6t celicate nxin witiout leavlnj a Bear, by HIoip OlXL-tzra.02a.t;-Prico 25cts.. COcta. and Hl At drorriata er hy mall. Th Hop Pill MiaTff Co., I.ew London, Conn. uttie iiop i-niior mcx-neaaacce, oyspepsia, biliouanesa and conatipation have no cquaL. 20c I allen Zcothctcn U haben. 000000 Qine kinderlose he lii selten ine glückliche. &5ie uno wodurch diesem Uebel ia kurzer Zeit abgeholfen werte kann, zeigt der SeettungsiAnker", i!50 Seiten, mit natur getreuen Urern, welcher on dem alten deutschen Heil.Justitut ia New Jork herzuszezebea wird, auf die klarste ZI eise. Junge Leute, die in den Stand der Cbe treten wollen, sollten den Spruch LchillerZ: ,2'rura prüfe, er sich ewig bindet, wobl beherzigen, in.b taS rortreMche Buch lesen, ehe sie den wichtigsten Schritt deZ Leben? tbun 1 Wird für 2ö Cenls in Postmarken, in deutscher Srrache, sorgsam v e rr ackt. frei versandt. Adresie : DeutechesHeil-In3titut,ll ClintonPlace. 2ew York, N.T. In Indianarelis, Ind., beim Buchhändler G. Keyler, 29 Sad Delaware St. 000000 -tlOUISVIlCE fttW jtlBÄtTYI CHICACO Rt (&-' w Die küsste und Mtettejh Linie von TNTXSLTJTOJLT& Rtt FranIfoN, D?Ipöi, Monticello, Michiga Cnv, Chicago, und allen Orten un nördlichen Jndiana, Wicht aan, nördliche Allinoi, Wiiconfin, Iowa, Minuesoia. Zcebrat'a, Kansa, Rew MexieoZ Dakota, Nedada, Salizado, Calisornieu und Orezon. 2 direkte Züge täglich 2 ton Indianapolis nach t'Mcago ; ebenso nach Nichigan City. Slegantt. Pnllmann Schlaf daggons ans den 5.acht;ü'. Lepäckmarken bit an' Re:seziel ertheilt. Kein Bahn hat grörr ve nemliiZkeiten ode billiger Raten all wir. 3Ui und Euixirnng nicht ju ttsrtxfln. Stahl, Slt. , iflet Plat'or nd Otzßktsskn, Lftdremsen und a. modernen Vin, richtusgen, unkdettrefsttche Lorthe;' für Smzgrsn. tn. Land und Tsurtstn?i2t nav irgend ine Ort, der on ander Bahne veruht wird. Wenn an nördlich, füdUlZ, östlich im westlich , reise wünscht, kaufe an nicht dei txigt Sillet, lii man unser Pr,s u. s. vo, gesehen. Eigen 3Jlhmn ede an sich an J.D.Baldwla, Distrikt Passagier IjenU 2 Cttb JEinoil Straß, Jndianaxe I, In, Svd O. Sttss, 6 V!dz.. iTaUCr3(xUtT. aitrsl Va?a?ier Kmi.l". Mir f8a, Sesützt i, VVI. LIRE Warum? Dell fie dit körzestt und beste Linie übn Otm Xoula, ÜXlöoixrl, Kud aas, Iowf, IVobPCislcek, 'JOgx.om, Arlraneasi, Colorado, TS&vr RXoacioo, Kooota und Calirornin. tJ. Das Vahnbett ist von Stein und die Schie Neu find aI Stahl. Die Vg haben die NtteSen Verbessernngen. Jeder Zug hct Schlaswsgen. Passagiere, ob sie nun Sillel erste? Klaffe oder tzm'.geanteU'Villete haben werden durch nusere Paffagierzsgk erster lklafk befördert. Ob Sie ulln ein Lillet zz ößigten yni. es, ein Ezenrfknedillet oder irgend eine Sorte ZisendahnbiLete tvolle, konM Sie, oder schreiben Sie a , XI. XI. Xorlstr sflstevt Stsiral yzssagiir-Zlgent. rd,-, Oafhlngto und Jlltnsi tr., Ind'xl' . 111, Cta'l Sat Ct. Loei5, o. Q & td. s,'lss..?et. St Ltt n 'MSI ADVERTISERS can learn the exact cost of any proposed line of adverhs-ing in American papers by addressing Geo. P. Rowell & Co., Nwspaper Advartising Bureau, lO Spruce St, New York. Vnd lOota for 100Pe tmjnalümU
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Andre Cornclis.
Pariser Roman dou Paul S o u r g e t. Deutsch von Anton Bettelheim. (Sottietuno.) So waren meine Erwägungen, da ich die mit ein?m rothen Teppich bedeckte und durch bemalte Fenster schön erleuchtete Treppe hinaufstieg, die zur Lieblingsballe meiner Mutter emporfübrte. Der Kammerdiener, der mir die Thür zu diesem Gemach öffnete, antwortete auf meine Frage, da es meinem Stiefvater i besser ginge und ich trat heiterer, alls ge- ! woknllch, m das Zimmer, an das flch doch meine traurigsten Erinnernngen knüpften. Wie weit war ich entfernt, zu ahnen, daß das Zifferblatt an der Wanduhr in dirsem Augenblick auf eine der feindlichsten Stunden meines Lebens wies. Meine Mutter, saß vor einem kleinen Schreibtisch, der in der Ecke des großen Erkers stand, der auf den Garten hinausging. Sie stützte die Stirn in die linke Hand und in der Nechs tcn hielt ste, anstatt an dem begonnenen Brief weiterzuschreiben, den Federstiel, den ich noch vor mir sehe einen goldenen Federstiel mit einer weißen Perle an der Spitze, ein kleines Detail, daß für sich allein die übertriebene Sorgsalt ihres Lurus bewiesen hätte. Sie war so tief in Nachsinnen versunken, daß sie mich garnicht eintreten hörte. Ich betrachtete sie lange, ohne mich zu rühren, ganz ergriffen durcy den Aus druck der Verzweiflung auf ihrem schönen Gesicht. Welch düsterer Gedanke schloß ihren Mund, faltete die Stirn, verkrampfte.ihre Hand, verzerrte ihre Züge? Diese sichtliche Voreingenommenheit stand zu sehr im Gegensatz zu der gewöhnlichen Heiterkeit dieser anmuthigen Phvsiognomie, als daß ich davon nicht betroffen ge-. wesen wäre. Nur als ich sie also sah, ganz allein, am Ende eines hellen Früh lingstagcs, vom frischen Grün der Gartenpflanzen umgeben, die einen fröhlichen Hintergrund zu ihrer Schwermuth abcaben, empfand ich wieder einmal, daß lch unfähig war, auf diesem geliebten Angesicht die Spuren wahren LeideS ni ertragen. Was fehlte ihr aber? Ihr Mann war wohler. Weshalb sollte sich die Sorge der letzten Tage für sie bis zum Schmer; gesteigert haben? Hatte sie eine Ahnung von dem Drama, das sich neben ihr, in ihrem Hause, seit Monatcn, abspielte? Hatte sich Herr Termonde entschlossen, sich ihr gegenüber zu beklagen, damit ich ihn nicht mehr mit meiner Zudringlichkeit quäle? Nein. Wenn er mich, wie ich glaubte, schon am ersten Tage zu errathen, ohne daß ich dessen übrigens sicher gewesen wäre, dann konnte er ihr doch nicht gesagt haben: ,, Andre hat mich im Verdacht, daß ich seinen Vater habe umbringen lassen" . . Oder hatte der Arzt gefährliche Svmptome hinter der scheinbaren Besserung im Befinden dcS Kranken wahrgenommen? War mein Stiefoatcr vielleicht in Lebensgefahr? Bei diesem Gedanken erfaßte mich helle Freude, dann alsobald Schmerz Freude darüber, daß er, und das für immer, aus meinem Leben verschwinden würde, Schmerz darüöcr, daß er, wenn schuldig, scheiden würde, ohne daß ich mich gerächt. Unter meinen Zweifeln, Skrupeln, Zögerungcn hatte ich diese wilde Nachegicr in mir. groß werden lassen, die sich nicht einmal mit dem Tod des verhaßten Wesens begnügt, wenn man nicht selbst die Ursache desselben ist. Ich durstete nach dieser Nache wie ein Hund, der einen langen Sommcrtag im Sonnenbrand sich müde gelaufen, nach Wasser dürstet. Ich mußte mich darin herumwälzen, wie dieser Hund sich darin herumwälzt und wäre eS selbst, die Schmutzlake einer Pfütze.... Ich sah meine Mutter noch immer an und rührte mich nicht. Plötzlich stieß sie einen Seufzer aus und sagte laut: ,,?lch, mein Gott, welch ein Jammer!".... und da sie ihr thränenüberströmteS Gesicht in die Höhe hob, sah sie mich. Sie schrie vor Ueberraschung leicht auf und ich ging auf sie zu. . . . Du leidest, Mama," sagte ich. W3 fehlt Dir?" Die Furcht vor ihrer Antwort ließ meine Stimme erzittern. Ich kniete mich vor ihr nieder, wie in der Zeit, wo ich noch ganz klein war. Ich faßte ihre Hände, die ich mit Küssen bedeckte. Ach ! Und noch in dieser Stunde traf mein Mund den Goldreif, den Ehering, d:n ich haßte, wie ein lebendiges Wesen. Dieser bittere Eindruck hielt mich nicht ab, kindlich zu ihr zu sprechen. Ach," sagte ich zu ihr, wenn Du Schmerzen hast, wem sollst Du sie denn anvertrauen, wenn nicht mir?.... wo würdest Du Jemanden finden, der Dich mehr liebt? Behandle mich doch als Freund," fuhr ich fört, fühlst Du denn nicht, wie theuer Du mir bist?.... Sie senkte den Kopf tiefer und tiefer; dann gab sie mir durch Zeichen zu verstehen, daß sie nicht sprechen könne und brach in Schluchzen aus. Habe ich irgendwie Deinen Kummer verschuldet?" fragte ich. Sie schüttelte den Kopf verneinend. Dann sagte sie mit einer vor Bewegung halberstickten Stimme, indem sie mir liebkosend wie ehedem über die Haare strich: Du bist so gut für mich, mein Andre " Wie einfach waren, die wenigen Worte und doch griffen sie mir an's Herz, wie wenn eine warme Hand sich darauf ge? legt hatte Wie hatte lch sie entbehrt, diese kleinen Worte, die sie mir niemals gesagt, diese anmuthigen Redensarten, die gleichsam unwillkürlichen Geberden der Seele, zarte Liebkosungen von Geist zu Geist und, nun erhielt lch, was ich so sehr ersehnte, und in welchem Augenblick, durch welche Mittel! . ... Und ich sagte, um ihr wohlzuthun, Worte, von denen jede Silbe mir den Mund verbrannte. Geht es unserem theuren Kranken etwa schlechter?" Nein! er besindet sich wohler er schläft gerade," sagte sie, indem sie mit dem Finger nach dem Zimmer meines Stiefvaters deutete. Mutter," begann ich wieder, sprich Dich doch aus, vertraue Dich mir an, damit ich mit Dir weine, damit ich Dir vielleicht helfen kann. ... Es ist mir so schmerzlich, daß ich S).ich unversehens
uoerrascyen musz, um Dich auöwemen zu sehen!?. Ich fuhr fort, sie mit Fragen und Klagen zu bedrängen. Was hoffte ich denn diesem Munde zu entlocken, dessen Lippen zitterten und geschlossen blieben? Jchwollte, um jeden Preis, Gewißheit. Ich war außer Stande, neue Geheimnisse zu ertragen. Ich war gewiß, daß mein Stiefvater mit diesem unerklärlichen Kummer zu schaffen hatte. Er allein und ich vermochten es, das Herz dieser Frau dermaßen aus der Fassung zu bringen. ' . Sie war nicht meinetwegen bekümmert; das hatte sie mir eben gesagt. Ihn betraf also diese Sorge und es be- i tras nicht seine Gesundheit. Hatte sie, I auch sie, irgendwie Anzeichen gefunden?!
Wenn der abscheuliche Verdacht auch ihr durch den Kopf gegangen? Bei dieser einfachen Vermuthung begann ich zu siebern. Und ich wurde immer dringender. Ich fühlte, daß sie nachgab, schon durch die Art und Weise, wie sie den Kopf zu mir niederbeugte, wie ihre Hand sich auf mein Haar legte, an ihrem hastigeren Athemzug. . . . Wenn ich sicher wäre," sagte sie end lich, daß dies Geheimniß zwischen Dir und mir begraben sein wird?. . . . O! Mama," erwiderte ich in so vorwurfsoollem Tone, daß sie sich schämte und ich sah, wie ihr das Blut in die Wangen stieg. Vielleicht bestimmte sie diese kleine Regung der cham vollends.. Sie küßte .mich auf die Stirn, wie, um die Wolke wegzuscheuchen, welche ihr ungerechtes' Mißtrauen herausbeschworen. Verzeih' mir," sprach sie, ich bin im Unrecht.... Wem soll ich das anvertrauen, wenn nicht Dir? Wen um Rath fragen?.... Und dann," fuhr sie fort, als wenn sie mit sich selbst sprechen würde? ,,wenn er sich jemals an ihn wen den würde?" .Welcher Er?" fragte ich. Andre! sagte sie fast feierlich. Kannst Du mir bei Deiner Liebe für mich schworen, daß Du nie, horst Du, niemals die leiseste Anspielung auf das machen wirst, was ich Dir erzählen werde?" Mama," erwiderte ich in demselben Ton des Vorwurfs und setzte noch hinzu, um sie schneller zu bestimmen Ich gebe Dir mein Ehrenwort." Nicht einmal. . .." Sie sprach den Namen nicht aus, aber sie wies von Neuem mit dem Finger auf dieselbe Zimmerthür. Niemals", antwortete ich. Hast Du von Eduard Termonde, sei nem Bruder, sprechen gehört?" Sie sprach leise, als ob sie schon voi ihren eigenen Worten Angst hätte und diesmal hatten mir schon ihre gegen die verschlossene Thür gerichteten Blicke angezeigt, daß es sich um den Bruder ihres Gatten handelte. Ich kannte diese Geschichte nur ganz beiläufig. An diesen Bruder hatte ich gedacht, als ich die Erb-lichkeits-und Verwandtschafts - Verhältnisse meines Stiefvaters studirte. Ich wußte, daß Eduard Termonde in wenigen Jahren sein Erbtheil, eine ungeheure Summe, zmölfmalhunderttausend Francs vergeudet hatte ; daß er fich dann anmerden ließ; daß er im Regiment sein Lotterleben fortführte ; daß er ohne Unterstützung von Seiten der Seinigen, nach Verlusten im Spiel, sich hatte verleiten lassen, zu stehlen und eine Fälschung zu begehen. Dann war er, eben da seine Scbuld entdeckt werde sollte, descrtirt. Endlich hatte er selbst Gerechtigkeit geübt, und sich in die Seine gestürzt, nachdem er seinen Bruder um Verzeihung ge? beten in einem Briefe, dessen Worte einen letzten Rest moralischen Zartgefühls bekündeten. Das gestohlene Geld war von meinem Stiefvater ersetzt, der Skandal erstickt worden, Dank demVcrschwinden des Elenden. Ich hatte mir den ganzen Handel nach den Indiskretionen meiner guten alten Kinderfrau in der Knabenzeit zusammengereimt und späterhin Bemerkungen darüber in einigen Vriefstellen meines Vaters gefunden. Als meine Mutter mir ihre Frage in so bewegtem Tone stellte, sah ich voraus, daß sie mir von Familien-Aerger ihres Gatten sprechen würde, der mir ganz gleichgiltig war und mit einem Gefühl der Enttäuschung fragte ich sie: ' Eduard Termonde ? . . . .Derselbe, der Hand an sich gelegt?" Sie neigte das Haupt, um zu crwidcrn: Ja", auf meine erste Frage; dann aber sagte sie noch leiser: Er hat sich nicht umgebracht, er lebt noch immer." Er lebt noch immer," wiederholte ich mechanisch, ohne zu begreifen, welchen Zusammenhang die Existenz dieses Brudes mit. den Thränen haben konnte, die ich sie eben hatte vergießen sehen. Du kennst jetzt das Geheimniß meineS Schmerzes", sagte sie in festerem Tone, wie erleichtert aufathmend, dieser infame Bruder ist der Henker von Jacques,der ihnTag fürTag mit den scheußlichen Kümmernissen, die er ibm verursacht, zu Tode peinigt. . . .Nein, dieser Selbstmord fand nicht statt. Menschen, wie er, haben nicht den Muth zum Selbstmord. . . .Jacques war es, der ihm diesen Brief diktirte, um ihn vor dem Vagno zu retten, nachdem er uvor alles für seine Flrcht vorbereitet uno die Mittelan die Hand gegeben, ein neues Leben zu beginnen, wenn er das gewollt hätte. . .. Armer Freund ! er hoffte aus dieser entschlicken Geschichte zum wenigsten die Reinheit seines Namens zu retten ! . . . . Diesen Namen Termonde mußte Eduard allerdings ablegen, um sich jeder Nachforschung zu entziehen Er floh nach Amerika .... und lebte dort .... wie er hier gelebt. Das Geld, das er mitgenommen, war bald ausgegeben. Er wandte sich neuerdings an seinen Bruder ......Ach! der Elende hatte begriffen, daß Jacques der Ehre seines Namens sooiele Opfer gebracht und als mein Mann ihm das Geld verweigerte, das er begehrte, bediente er sich dieser Masse, die er für sicher hielt . . . .Dann begann der widerwärtigste, häßlichsteHandcl : Eduard drohte seinem Bruder, nach Paris zurückzukommen. . . .Vor die Wahl gestellt, nach Frankreich in den Bagno zu gehen oder in Amerika Hungers zu sterben, entschied er sich lieber für den Bagno meinte er und Jacques willfahrte ihm ein erstesmal. . . .Er hebte ihn, trotz alledcm, war er doch sein einziger Bruder. . . .Du weißt, daß man verloren ist, sowie man solchen Leuten eine Scbwäcbe aeieiat bat
....Die Drohung seiner Wiederkehr hatte gewirkt. Nun bediente er sich ihrer zur Erpressung von Summen, welche Du Dir kaum vorstellen kannst Jahre lang dauert diese abscheuliche Auöbeutung, ich aber weiß davon erst seit dem Krieg Ich sah meinen Mann so unsäglich traurig Ich sah, daß ein Kummer an ihm zehrte und da hat er mir eines Tages alles gesagt Solltest Du es glauben? Um meinetwillen Hatte er Angst. Was soll er mir denn thun?" fragte ich. Ach, er ist zu Allem fähiq. um sich zu rächen", ant-
wortete er mir Und dann sah er mich selbst so betrübt über seine Schmcrmuth ! j Ich habe lhn so lange gebeten, daß er zuletzt Widerstand geleistet. Er hat jede Unterstützung rundweg abgeschlagen. Wir haben einige Zeit nichts mehr von dem Elenden gehört Aber er hat seine Drohung verwirklicht, er ist in Paris!" Ich hatte meineMutter mit wechselnder Aufmerksamkeit angehört. Zu jeder Zeit meines Lebens würde ich, der nicht ihre Illusionen in Betreff der Empfindsamkeit meines Stiefvaters hegte, mich gewundert haben über den eigenthümlichen Einfluß, welcher dieser entehrte Bruder auLübtc. Es gibt Geißeln der Art in zu vielen Familien, als daß dieWelt nicht ein Interesse daran hätte, die verschiedenen Vertreter eines und desselben Namens von einander zu sondern. Ich kannte Herrn Termonde als so energisch und gcwalttthätig, daß ich mich erst gefragt haben würde, weshalb er der Androhung eines Skandals gegenüber gefügig wurde, den er nach seinem richtigen Werthe beurtheilen durfte. Dann würde ich diese Schwäche mit Kindheits-Er-innerungen, mit irgendeinem den Eltern am Todtenbette geleisteten Versprechen erklärt haben. In der Seelenstimmung, in der ich mich befand, mit dem Verdacht, den ich seit Wochen hegte, war es jedoch nicht möglich, daß fich mir nicht ein anderer Gedanke aufdrängte. Und dieser Gedanke wurde mächtiger, immer mächtiger in mir. Mein Blick offenbarte ohne Zweifel das jähe Entsetzen, mit welchem dieser plötzliche Einfall in mir aufblitzte, denn meine Mutter unterbrach plötzlich ihre Vertraulichkeit, um mir zu sagen: Fühlst Du Dich nicht wohl. Andre?" Nein", hatte ich die Krast zu erwidern, es hat mir einenSchmerz gegeben, als ich Dich gerade weinen sah. Das wird vorübergehen...." Sie glaubte mir. Sie umarmte mich zärtlich und ich bat fie, ihre Erzählung fortzusetzen. Sie sagte mir dann, daß in der vorigen Woche ein Fremder meinen Stiefvater zu sprechen wünschte unter dem Vorgeben, er käme von einem ihrer Londoner Freunde. Man hätte ihn in dieselbe Halle, zu ihr geführt. Sowie HerrTermonde diesen Mann erblickt, hätte fie nach seiner außerordentlichen Erregung errathen, daß es Eduard wäre. Die beiden Brüder hätten fich dann im Arbeitszimmer eingeschlossen. Sie war da geblieben, halb todt vor Angst und ab und zu scheltende Stimmen hörend, ohne die Worte unterscheiden zu können. Der Bruder war endlich aus der Halle fortgegangen und hatte fie mit Blicken gemessen, bei welchen es ihr eiskalt vor Schreckenvurde. Und an demselben Abend", sagte sie, begab fich Jacques zu Bett .... Begreifst Du nun meine Verzweiflung. . . .Ich erwiderte ihm unaufhörlich ; was kann das uns' anhaben? Kann dieser Schmutz uns besudeln?.... Aber seine Gesundheit!.... Der Arzt sagt, daß jede heftige Erregung für ihn ein Glas Gift ist . . . .Ach", rief fie aus, er wird ihn mir umbringen." Diesen Aufschrei, der mir noch einmal die Tiefe ihrer Leidenschaft für meinen Stiefvater offenbarte, mußte ich in diesem Augenblick hören und dabei denken, was ich dachte! Hast Du ihn gesehen?" fragte ich fast ohne mir Rechenschaft von meinen zigenen Worten zu geben. Aber lch sagte Äir a schon, dau. er ier vorbeiaekommen " und dabei wies i ie auf den Teppich mit der Miene höchjten Entsetzens. Und Du bist gewiß, daß es sein Bruder war?" Jacques hat es mir Abends gesagt", erwiderte fie. Aber das war nicht nöthig, ich hätte ihn an seinen Augen ersannt.... Wie selten das ist! Diese beiden so verschiedenen Brüder, Jacques, so fein, so vornehm, so edelgeartet Und er, dieser derbe, plumpe, unedle, gemeine Geselle, ein abscheulicher Verbrecher: die Zwei haben denselben Blick." Und unrer welchem Namen ist er in Paris?" Das weiß ich nicht", antwortete fie. .Ich wage es nicht, von ihm zu sprechen. Wenn er wüßte, daß ich es Dir gesagt. . er mit seinen Anschauungen ! .... Aber nicht wahr, Kleiner, Du würdest es ohne hin eines Tages erfahren haben? Und dann", fuhr sie bestimmter fort, würde ich Dir schon längst von diesem traurigen Geheimniß gesprochen haben, wenn ich es gewagt hätte. . . .Du bist ein Mann und nicht durch diese übertriebenen Bedenken brüderlicher Schonung zurückgehalten. Rathe mir, Andre, was soll geschehen?" Ich verstehe Dich mckV erwiderte ich. Ja," meinte sie, es muß ein Mirtel geben, die Polizei zu verständigen und ihn verhaften zu lassen, ohne daß davon in den Zeitungen oder anderwärts gcsprochen wird .... Jacques möchte das nicht, weil eö ja doch sein Bruder ist. . . . Aber wenn wir, wie unsererseits handeln würden? ... . Ich habe Dich sagen hören, daß Du diesen Herrn Massol sähejr, den wir in urrem damaligen Unglück kennen gelernt!.... Wenn ich ihn aufsuchen und um Rath fragen würde? Ach," rief sie, ich will, daß mein Mann leben bleibe, ich liebe ihn zu sehr !".... Weshalb bemächtigte sich meiner ein so wilder Schrecken bei dem Gedanken, daß sie dies neue Vorhaben verwirklichen und sich an den früheren Untersuchungsrichter wenden könnte da ich ja doch nicht mehr gewagt, nach dem Tode meiner Tante wieder zu 'ihm zu gehen, aus Furcht, er könne meinen Verdacht errathen, nur indem er mich ansehe? Was sah ich denn mit solcher Deutlichkeit, daß ich mich anschickte, fie davon im Namen der Liebe, die fie für ihren Mann hegte, abzuhalten? .Du wirst das nicbt tbun." saate id
ihr. Du hast keln siecht dazu. . . . Er würde Dir das nicht verzeihen und er würde Recht haben. . . . Das hieße ihn verrathen!" Ihn verrathen," meinte fie. Es hieße ihn retten!" Und wenn die Verhaftung seines Bruders ihm einen neuen Schlag zufügen würde ? . . . . Wenn Tu ihn krank, ja kränker sehen würdest wegen dessen, was Du gethan?" Ich hatte das einzige Argument gcfunden, um fie u überzeugen. Seltsame Ironie dcS Schicksals! Ich beruhigte sie, ich überredete sie, nichts zu thun, ich, dem mit cincmmal die unaehcucrliche
Vermuthung aufstieg: daß der Vollstrecker des Verbrechens, das gelehrige Werkzeug in den Händen meines Sticfvaters dieser schändliche Bruder gewesen, daß Eduard Termonde und Rochdale eme und dieselbe Person seien. . . . Entsetz, liche Vision! 14. Die Nacht, welche ich nach dieser Unterredung verbrämte, bleibt in meiner Erinnerung als die aufqereateste, welche ich durchgemacht und wie viel Schlaflosigkeit und Kämpfe der Art habe ich doch in dem allgemeinen Schlummer um mich herum kennen gelernt, und einen Gedanken un Slnn, der mich wach hielt und mir das Herz verzehrte.... Ich glich dem Gefangenen, der alle Plätze seines Kerkers erforscht hat, die Mauern, den Fußboden, die Decke und der zum Hundertstenmale die Gittcrstäbe seines Fensters umklammernd, mit einem Male Iühlt, wie eine der Eiscnstangen unter einem Druck nachgibt. Er wagt kaum an dieses Glück zu glauben und setzt sich auf den Boden, wie wahnsinnig, schon bei der Möglichkeit der Befreiung, die seinem Geiste aufsteigt. Seit so lanaer Zeit war ich wie unter Schloß und Riegel in meiner Angst, mich an allen' Seiten an unbesiegliche Schranken stotzend und nun, plötzlich,- öffnete sich eine Perspektive und welch eine Perspektive! .... Kaltes Blut," sagte ich mir, in dem Rauchzimmer auf- und abschreitend, in das ich mich zurückgezogen, ohne das Mahl zu berühren, das mein Kammerdiener aufgetragen. Der Abend war gekommen, dann die fchwarze Nacht; der Morgen kam, dann Heller Tag ; und ich war nocb da und versuchte es, klar zu sehen in diesem Wirrsal von Vermuthungen, das ein an sich einfaches Ereigniß aber im dem Zustand der Krisis, in dem ich mich befand, gab es keine einfachen Ereignisse mehr in mir erweckt latte Ich war schon zu sehr an diese innerlichen Stürme gewöhnt, um nicht zu wissen, daß das einzige Mittel des Heils darin besteht, sich an positiven Thatsachen wie an festen unverrückbaren Felsen anzuklammern. Im gegenwärtigen Fall beschränkten sich diese positiven Thatsachen auf zwei: ich erfuhr erstens, daß ein Bruder Tcrmonde'S lebte, der für todt galt und von dem mein Stiefvater niemals sprach ; zweitens, daß dieser entehrte, geächtete, ruinirte, unter falsche: Name sich herumtreibende Bruder über seinen reichen, geehrten, tadellosen Bruder eine Sckrcckcnskerrsckaft ausübte. (dorlsesung folgt.) Wenn Sie den b e st e n, r e i n st e n und stärksten f f i st! Backpulver, (wNu? powder,) QtZGCttf (flavoring extracts) und Gewövze. Alles rein und unverfälscht haben wol len, dann fragen Sie nach H. F. SOLIilBAY'S Waaren nnl zebrauchen Sie keine andern. gg. 88 SS 100 Süd Pennsylvania Str. Indianapolis, Ind. tST Zweiggeschäft ia Wlchita, Kan. MNSitoN, W Ost Washington Str. Empfiehlt seine große Zluiwahl in U. & I). Steel Banges für Hotel und Private. Ib Lyrnan Gasolin-Qefen die besten der Welt. Die vorzüglichen Eiö - Behälter ans hartem Holz. Argand NangrS n. Kochösen und ITIDUmR-HIC EBDC XIhm tiil Deutsche MlM-MM, Etablirt seit 1859. uWIeMMöo., Ecks Nassau und Spruca Street, (Triiune Building.) New York, besorgen alle Arten Ton bichäflanzrigenlPeraotuilaufsordrungen etc für die Zeitung, oteie für alle deutschen Blätter in den Ver. Staaten und Europa. Blmmtliche Deutsch-Ameritaniscbe Zeitungea liegen in unserem Geschafts-Lokal sur freien Einsicht des Publikums au Di geehrten Herausgeber deutscher Blatter werden achtungsvoll ersucht, uns ihre Publikationen für unser Registratur ra übersenden, .
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I B 8a gNCINg AHHAMILTOM ä DAYTDN HR. I TT riInt Fall, W B B i Jackson, Toronto, feav BJ B f Lima, riqua, Sldoer, Tror, NORTHERN OIITO D H I IC PeorIa I U L I O 9 nlnex. Springfleld, Eeokik. IN" THE WEST,. a aiadlson, La Cro, sft A V Daboqne, Zteyvttt, THE NORTHWEST. address followinj ajjents: T. H. WHITTLESET, Ajt., Toledo, O. Cent'l Pass. Agt, Dafton O. J. F. McCASTHT, Elfhmond, lad. Sou. Pass. Ajt., Cincianatl, O. 200 W. Fourth St., Clndnnati, O. CIIAS. II. ROCKWELL, Gen'l Pass'r and Ticket Agent. C. PIffGPANK'S deutsche it . tSTtfr t kjuui ' amiiuuuiu ; ' J vco 7 5SU0 54!avamaur. Bücher aller Sprachen. Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage sozialistischer Werke und Flugschriften. Feuer-Lllarm-Jignale. i Pennsulvanla uud Verlet. S English Oxernhaul. 6 Ofl'Ltraße und Sie Vor!. 7 9icbI und Kiijaa Ctrot. Rce Strfcittac hk Rcffa$ulcttls. 9 Wtnfton und Korb.etraSe. ll$au;Uua:tir itl mcr iersrtea ntl. 13 affschuN ve. nahe Nedl Str. 15 Sclaxtr t?tr, und Fort SSatjnc So. II ?.tro JerZe, und ?iOn San Qofrnc. 15 Pkru Cit. und N55uftt ve 18 esristia S?e. und Lslz Str. 17 Psrt . und TnV.tr Str. 18 arre tr. und Nslett 19 SrZt? ud 2s)n Str. ia an und etcjnt et. 124 Zlladöa und Cietcntt Ctt. Lzft Kertbian und GitUntt Str. 126 bandst Ctt. und L,ncol Sp 117 Eolumdta und Htll c IM cn.rel v. und $te 6ti 129 kutnekungl.ckkbLad. 131 Klaftern uno Rerr:don 6t:. 182 Rohamxtsn nd C$t Ctt 184 ollkge See. Nd Ztönre Ctt. 1S5 tonte Ko. und Dlasare Str. 150 D!as und ViHigan Str. 137 Newman und 8 Ltr 21 . 30c nc 3 Kino II. 93 Pennsylvania nd Prstt Str. 24 Meridian und 3 Ctr. 25 N. 6. enj;n suc e4st, nsd 26 Rtssisftrxt und Si. Clair Ctr. ÄT aiinotl und VZtZtiZN Et?. 98 Pennsylvania Ctx. und I Ltr 39 RiZsisflsU ud Sterte Str. 213 Z nnifl! an KS'.Siarn Str. III x.!Nn!.,!va!a vnd Richigan lk. 914 Jttssil und ItxUxt Str. 215 Farbigen Waisenhaus. 216 Tennefsei und 1 Slr 31 Jndiana Be. und ichigan Str. N SikUisn vnd Zlnnt tr. 14 kialisarnia und Qsnnsnt Str. U ZlzU u,d öle Fsrk Str. ' !S Indisni re. und St. Glai, t, 57 Stadt.Hospital. 33 Sla! und ord Ctt. 39 ichisan und Lgnel St,. 113 lS? und Salnut Str. 313 ve? und Tritt, Str. 311 Vtebent und Howard Str. 11 asZington, na SZeft St. 13 flitlinborf und SZisiinet? öl 18 ZZiiIourt und Sie ZZor! Str. U Reridian und Ssshinzten Str. 4 Zltnotl und Oiio Str. 17 Xtnvtfu und aashinLto tr, J3 mlllliiilAii.ila M VW"I 49 3HokoU. 112 iffouri und Usr?lad Str. 413 Sisftsftxxt und Sadash Str.' 413 Morris und Shurch 421 Z. B. 5 B. und Housl. 423 ansän '?Ua. 421 Mileu Ave und National Raa, Sl ättnfl oniNirnfl 6t i. 62 SJlaotl und Lvuiftana St, U Sen und karr, Str. 04 0sl d v3 Str. 16 kss,i nd tftorfita Ctr. 37 nertHon nd i, et,. 63 Nadiso Be. und Bontl :,. C9 vadiso vi. n unlo, et 112 Dft und Stock et,. 613 ntatfo v. und Rerrta 514 Utu uud nonril Stt 816 S&lnoil und Kausal S 7 srrtc und Xaeetad etr. 515 Mississippi und Henrn 619 Tennesiee und MeTartn 621 Meridian und Palmer. 123 orrilft, uad rteldahn El South vaZ Dtlaseri Str. 3 Penns,lvaia nd Louiftana Str. 33 laan nd Rratt, Str. 4 0, ad ÖcCart? :r, 69 Äladataa d Btrtiana l 17 Btrgtnta . ud Zradsha t, 68 Oft nd kodvr tr. 69 Vns,laia Str. und Matts . 1? ncXtroan un Doghrt, Str. 612 Last und Linrol Lae 614 Meridian und South 615 s:dt und Soutd 617 Rem Jerle? und errill 1. fiitgtrna ckvß. naoi Huri tr. 79 Ound S,rsia Ltr. 73 Zashingte un rcttt tr. 71 rmsn und lkeorgla Str. 7öffeavl.ud vtni. n TU und rat tr. 78 ir?intavß.d Dtnon. . 79 81!$,? ß nd iUe. 713 rrue und Prosv Stk 713 c!W v und Lur,l Str. . mm 1 mmmm T f. 4lm ziSW'UJ i'itw lö Deutschel Waisenhaus. 719 Laurel und Orange 713 Söili ud cttQtt tr. 81 !".tt . ., zrs? tr. on wo mti am mr" 7Tar fit. OA kMy Vk w mmrmmmmmww 33 Dft und iiatl (ftt. 84 Rimz potl und raaid'on Ctt 33 audkinLnnalt. 38 v. Staate r1al. 87 Orital und astzingto tt. 89 ?re Seslngnii. ... A . 312 5. 8 Clau"taB3, Oft Sas,lkt,str3, 818 art, und odl tr. 11 Odt ,d ev,y . 871 Pan Handle Shors 823 Wa:eett uud kaNer 821 Tack und Dorse, tat, Str 91 angland nah Meridian Str. V2 ft'iviin nd Svrgta Straz, llti i.d.,dU. l' Xtn 3-8 Si al sü, Ku,'Dr,. 9)ri Sle, 9)61 ed. LLlf chUg, 12 Uhr Itttp,!. j
