Indiana Tribüne, Volume 11, Number 11, Indianapolis, Marion County, 29 September 1887 — Page 2
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r-yt3U$t .XrfSttn- lattt durch Urt XilgiiD int, x,r Osch,, Hl Gcmtssl SriUift Ciatl r z,. Ctii cfcmac 1 SjntJ. fttt i?pf4it U 89razf3ts$tog 5 ;r Sar. Ssstes: 180 S. Marvlandgr. Indianapolis, Ind., 29. Skpt'br 1887. JuanitaS Ende. ES car am 4. Juli 1 851. Ctt Gold such am Vuba-Fluße in Californien, ttaa 5000 lauter kraftige,' rsettergebräunte Männer, caren nach der - ihnen zunächst gelegenen Minenstadt Deu?nerille gekoinmen.um am Tage der amerikairischen Unabhängl'gkeit-ErMrung recht lustig zu sein. Eie führten ihren Vorsatz auch irklich aus. Der Äormittag war der ofsiciellen Feier gewidmet. Auf einer eigens zu diesem Zwecke errichteten Platform wurden von hervorragenden" Persönlichkeiten die üblichen Festreden gehvlten, dann vertheilte sich der Volkshaufe auf die zahlreichen Restaurationen und ließ es sich beim Glase wohl sein, bis der Abend angebrochen war. Jetzt entwickelte sich ein wüsteS Treiben. Schaaren betrunkener Goldgräber zogen von Haus zu Haus und lärmten und schrien, bis sie die Eigenthümer ges weckt und veranlaßt hatten, mit ihnen weiter bis zu der nächsten Kneipe zu ziehen, wo natürlich von Neuem getrunken wurde. 'Auch vor das Haus eines mericanischen Gamblers, der in der Stadt wohl bekannt war und eine hübsche Frau Namen? Juanita hatte, 'kam ein solcher betrunkener Haufe. Der Engländer Joe Cannon, ein riesenstarker Kerl, der von allen seinen Kameraden wegen seiner Ehrlichkeit und Gutmüthigkeit fast vergöttert rourde, diesmal aber fast sinnlos betrun ken war, wollte den ihm bekannten Mericaner wecken und stieß mit seinem Fuß so heftig gegen die Hausthüre, daß sie aus ihren Angeln brach und in den Hausstur stürzte. Die Betrunkenen kümmerten sich nicht weiter darum und zogen lachend weiter, biö die späte Nacht sie zwang, sich zur Nuhe ui begeben. Am nächsten Morgen siel es dem gutmüthigen Eannon ein, roaS er gethan. Trotzdem eZ ibm im Kopfe noch immer tobte und roiroelte, begab er sich vor das Haus des McncanerS, um ihn um Verzeihung zu bitten und ihn für den angerichteten Schaden zu entschädigen. Er trat arglos in daS HauS uud wollte eben mit seiner Ncde beginnen, alS Juanita !e eine Tigerin mit einem langen Messer in der Hand auS einer Ecke aus ihn stürzte und ihm, ohne ein Wort zu sagen, dasselbe blS an's Heft in die Brust begrub. Die Kunde von dem schrecklichen Morde verbreitete sich in der Stadt wie ein Lauffeuer. Von allen Seiten strömten Leute herbei, um sich zu überzeugen, ob e5 wirklich wahr sei, daß eine Frau, eine schwache Frau, es gewagt hatte, den erklärten Liebling der ganzen Stadt auf eine so heimtückische und durch nichts gerechtfertigte Weife um das Leben zu bringen. Kaum hatte der Unglückliche seinen letzten Seufzer ausgehaucht, als sich feiner Kameraden eine furchtbare Wuth bemächtigte. In einem Augenblick war die Mericanerin gefangen und fortgeführt, um wegen des begangenen VerbrechenS mocefsirt" zu werden. Man brachte sie auf die hölzerne Platform, die am Tage vorher von den Festrednern benutzt worden war, und zwang sie, auf derselben Platz zu nehmen, während sich unter den Anwesenden schnell eine auS zwölf Mann bestehende Jury bildete, um über ihrzu Gerichte zu sitzen. Da Verfahren war eine reine Farce. Wenn schon heutigen Tags die Achtung vor dem weiblichen Geschlechte unter den wilden Abenteurern des Westens im Allgemeinen sehr groß ist, so war dies damals noch viel mehr der Fall. Jedes Frauenzimmer, und mochte eS noch so liederlich sein, war für den Goldgräber der damaligen Zeit unantastbar. Und doch war die Erbitterung der Leute so groß, daß sie keinen Augenblick darüber im Zweifel waren, was mit Juanita zu thun sei. Die Mörderin sollte und mußte an den Galgen! Ein Arzt fand sich, de? auf die Platform trat und erklärte, die Frau sei in einem Zustande, der es nicht erlaube, sie hinzurichten. Er wurde dafür von der Bühne gestoßen. Ein anderer Redner, der für die Frau ein gutes Wort einlegen ollte, wurde derart geprügelt und gestoßen, daß er froh war, als er mit Zurücklassung von Hut und Reitpferd sich aus der Stadt retten konnte. Die Geschworenen gaben einstimmig das Urtheil ab, daß Juanita für ihre That am Galgen sterben müsse. D:e Hinrichtung sollte binnen wenigen Stunden stattfinden. Juanita war der echte Typus einer mericanischen Schönheit. In ihren Adern floß das Blut eines Spaniers und einer Indianerin, uud in ihrem bleichen, von rabenschwarzem Haar umgebenen Antlitz funkelte ein Paar dunkler Augen von wunderbar tiefem Glanz. .Dabei u?ar sie zart und schmächtig gebaut und sah unschuldig aus, wie ein Kind. Bei ihrem Anblick, hätte kein Mensch qedacht, daß in diesem schwachen Körper blutige Mordgedanken Raum finden konnten! Sie nahm das Urtheil mit stoischer Ruhe auf.. Keine Muskel ihres Gesichts zuckte, weder Uebcrrafchung noch Trauer malte sich in ihren Gestchtszügen. Man sah es ihr an, dan sie nichts Anderes er wartet hatte und daß sie aesonnen sei. sich dem Tode als etwas Selbstverständlichem zu fugen. Man brachte sie in ihre Hütte zurück. wo sie die ihr noch übriggebliebene , kurze Zelt dazu verwendete, um sich auf den Tod vorzubereiten. Sie vertheilte ihre geringe Habe an ihre Freunde, trug ihnen Gruße an ihre verwandten rn der Heimath auf und nahm von ihrem Manne, der von der Kneiperei vom Festtage her noch immer so betrunken war, daß er kaum wußte, was vorging, Abschied. Als die zur Hinrichtung bestimmte Stunde herangekommen war und die .Richter" kamen, um ihre Gefangene
abzuholen, erklärte sie sich sofort bereit, ihnen zu folgen. Eine riesige Volksmenge hatte sich an gesammelt, um die Hinrichtung der Mericanerin mit anzusehen. Der Zug bewegte sich in düsterem Ernste zu der über den 5)uba führenden Brücke, auf welcher Pfeiler mit Querbalken angebracht waren, die sich ganz ausgezeichnet zu einem Galgen eigneten. Juanita ging leichten, elastischen Schrittes einher und plauderte unterwegs mit ihren Freunden, als ob sie sich nur auf einem Spazicrganz befinde. An der Richtstätte angelangt, schüttelte sie nochmals ihren Bekannten die Hand und nahm ruhig von ihnen Abschied. Dann ging sie festen Schrittes die Leiter hinauf, welche an den Querbalken angelehnt war. Ein Freund hatte ihr einen Manneshut auf den Kopf gedrückt; oben angelangt, warf sie den Hut mit freundlichem Lächeln dem Eigenthümer wieder zu. Dann band sie sich rasch ihre langen, schwarzen Zöpfe dicht um den Kopf, glättete ihr Kleid, legte die Schlingt sorgfältig um ihren Hals, hob ihre Hände in die Höhe, die sie vorher nicht hatte binden lassen wollen, rief: "Adios, Lenoros!" und schwebte im nächsten Augenblick an dem Seil in der Luft. Einige wenige Zuckungen, und sie ? todt. Das war Juanitas Ende. Russischer Vildungödrang.
Weil die Nihilisten meist aus Studen tenkreiscn stammen, hat bekanntlich der Ezar einen Ukas erlassere, demzufolge nur die Söhne des Adels, der Geistlichkeit, de3 Veamtenthums und der Kaufleute erster Elasse zu den Gymnasien zugclafscn werden sollen. In Folge dessen werden aber jetzt viele junge Leute aus den sogenannten unteren Ständen zur Ausbildung nach Deutschland geschickt. Viele russische Familienväter aus den niederen" Schichten haben es, in pccu niäre? Beziehung, ni etwas gebrach?. Ihnen gilt eS gleichsam als Ehrensache, ihre ohne (Lymnasien besuchen zu lassen, wenn sie sich auch sonst herzlich wenig darum kümmern, was ihre Sprößlinge außerhalb der Gymnasien, in ihren freien Stunden, thun und treiben. Sind dieselben später zur Universität reif, so müssen sie studiren 2c, das ist nun einmal der Stolz der Familie, die dann mit ihrem .Studenten" nicht wenig renorn mirt. diesem nun aber erst reckt vollste Freiyeit läßt. Daß solche Elemente für ihre Mitschüles, später für ihre Eommilitonen, in moralischer Beziehung recht gefährlich werden können, liegt auf der Hand. Um sie los zu werden, schüttete man aber das Kind mit dem Bade aus und erschwerte überhaupt den Söhnen der niederen Volksclassen den Eintrit ins Gymnasium. Für viele Familien ist das bedeutend erhöhte Schulgeld fortan unerschwinglich, doch von diesen kann hier keine Rede sein, denn sie vermögen erst recht nicht die Mittel zur Erziehung im Auslande aufzubringen. Diejenigen Eltern aber, welche das können, und welchen in Rußland ihr Stand hindernd engcgentritt, wandten sich nach dem Auslande, speciell nach Thorn, Königsberg, Breölau, Lemberg, Przemysl und auch nach Brüssel mit betreffenden Anfragen. Von Lemberg und PrzcmySl sollen abschlägige Antworten eingelaufen sein ; die Gymnasien sind dort bereits überfüllt. Anl günstigsten erscheinen den Russen die Antworten aus Vreslau. Dort hat, wie Petersburger Zeitungen melden, ein Dr. Zimmermann eine Prioatschule nicht allein mit vollem Gymnasial-Eyclus, sondern auch mit einer besonderen russischen Abtheilung errichtet, in welcher speciell auf russische Sprache, Literatur und russische Geschichte Bedacht genommen ist. Man darf wobl gespannt darauf sein, wie sich die 'russische Regierung dieser Wendung der Sache gegenüber verhalten wird. Die russische Presse constatirt vorläufig nur den Thatbestand, ohne das Für und Wider" zu besprechen. Der größte Vortheil dabei, meint das ,,Berl. Tag.", erwüchse' unbedingt den jungen Leuten selbst, die aus dieseArt eine gediegene Bildung erhalten welche man ihnen in Rußland verwehrte und, was noch viel wichtiger, die strenge, aber so wohlthätige deutsche Zucht und Ordnung kennen lcrnen, wirkliche Arbeit, Gewissenhaftigkeit u. s. w., sämmtlich Dinge, welche die Russen, in Rußland selbst, meist auf die die leichte Achsel nehmen. Merkwürdig ist's und bleibt's, daß, nachdem in den letzten Jahren die höheren Sphären die Entsendung ihrer Söhne ins Ausland mehr und mehr einschränkten eine neue Partei Westler" sich aus den niederen Gesellschaftsklassen heranbilden dürste. Feldherren-Jusanrmenkunft. Aus Pest wird geschrieben: Die großen Manöver in Ungarn haben begonnen, die zu allererst abgehaltenen Konitzer Manöver sind bereits vorüber und es wird versichert, daß diese glänzend ausgefallen seien. Der Eorpscommandant, Feldmarschall - Lieutenant Rheinländer, sowie die Divisionäre Sznetenay uud Pokorny sollen sich des höchsten Lobes würdig gezeigt und die Truppen das Beste, theilweise sogar Außerordentlichcs aeleistet haben. Es ist zu wünschen, oaß alle diese Behauptungen vutchaus der Wahrheit entsprechen. Der Wunsch unseres Monarchen, den GeneralQuarticrmeister des d e u t s ch e n Heeres, den Grafen Waldersee, bei den diesmal!gen Manövern als Zuschauer und Beurtheilcr an seiner Seite zu haben, entspricht ganz der außerordentlichen Wichtikeit des augenblicklich ausgeführten militärischen Schauspiels. Es wird dadurch zugleich anerkannt, daß ein Mann, welcher die erste Armee der Welt von eincr so hohen Stelle aus zu übersehen hat, welcher neben dem ersten Feldherrn unserer Zeit arbeitet, dadurch allein schon eine Zuständigkeit erhält, deren Gleichen es nicht leicht giebt. Daß aber diese Autorität nicht nur als erwünschter Gast betrachtet, sondern auch thatsächlich eingeladen wurde, hat eine militärische und eine politische Bedeutung, welche man nicht unterschätzen darf. Es kommt dies zwischen, der Kaisercntrcvue und der Kanzlcrbegcgnung einer FeldherrenZusammenkunft gleich, die kaum weniger Wichtigkeit hat, als jene beiden. DaS deutsch - österreichisch - ungarische Wündniß hat den Fall einer gemeinsamen KrieaSfübruna voraescben. und e5
ist daher gewlß wertvoll, wenn dte beiden Verbündeten von Zeit zu Zeit ihre
gegenseitigen Kräfte genau beobachten j und ihre Ansichten über die noch noth- j wcndia werdenden gemeinsamen Maßre- ' - . r im gern austauschen. unsere iüivnangic sucht den Krieg mit Niemandem, also auch mit Nußland nicht. Aber es wäre ganz müßig, zu verhüllen, daß wir, durch russische Eroberungsgier genöthigt, bereit sein müssen, uns mit diesem Staate tu messen. Es ist möglich, ja wahrscheinlich, daß diese Bereitschaft nnsden Krieg selbst erspart, daß unsere gerüstete und gefaßte Haltung allein schon hinreicht, die Entwicklung der Dinge im Qrient auf eine Bahn zu beschränken, die nicht nothwendig zu einem österrei-chisch-russischen Zusammenstoße führt. Aber wir müssen uns militärisch aenau so einrichten, als ob wir jeden Tag den Zusammenstoß erwarteten, und im Hinblick auf diese Möglichkeit muß das deutsche Heer, das ja in gewissen Fällen genöthigt sein kann, uns zu unterstützen, gleichfalls auf einen solchen Kamps eingerichtet sein. Dieser Fall ist unzweifelhaft in Kornitz mit dem Grafen Waldersee militärisch besprochen worden, ebenso wie er in Friedrichsruhe, oder wo sonst Graf Kalnoky den Fürsten BiSmarck sprechen wird, vom politischen Standpunkte aus behandelt werden wird. Ein reiches Weizenland. Das reichste Weizenland in den Der. Staaten, x vielleicht in der ganzen Welt, liegt im Walla Walla-Tbsl am Fuße der Blue MountainS. und zwar dem Hochland entlang, welches sich im Bassin des Palouse . Flusses befindet. DaS Areal umfaßt etwa fünf Millionen Acker. DaS Land ist durchweg Hügelsörmig und wird von tiefen und engen Schluchten durchschnitten. Der Boden besteht auS dunklem, fast schwarzem Lehm, welcher auf einem weißem Unter gründe ruht. Letzterer besteht aus feinem, verwitterte vulkanischen Felsgestein. Dieser Voden ist so ungeheuer fruchtdar, daß der Acker nicht selten 60 Bushel Weizen liefert. Bei der schlechtesten Vearbeitung und Pflege trägt der Acker 40 Bushel ein; der Durchschnittsertrag ist S0 Bushel. Ist ein Farmer zu faul, um das Land nach eingeheimster Ernte von Neuem zu pflügen, dann läßt er eS einfach liegen, so wie es ist. Zwischen den Stoppeln sproßt bald von selber eine neue grüne Saal hervor, welche das Feld von Neuem bedeckt, als ob sie frisch gesät wäre. Dieser erste Nachwuchs liefert in der Regel 40 Bushel per Acker. Der Farmer kann ruhig seine. Hände in den Schooß legen und zusehen, bis der neue Weizen reif zur Ernte geworden ist. Hat er ZUM zweiten Male die Fruchte seines Fleißes" acerntet, dann kann er noch einmal sein Glück oder vielmehr seine Faulheit ersuchen und das Stoppelfeld unberühtt liegen lassen. Auch eine dritte Ernte ist ihm sicher, obgleich sie gewöhnlich nicht mehr als 20 Bushel per Acker liefert. Auch andere Getreidearten gedeihen Vorzüglich, und wohl nirgends gibt es so üppiges Gemüse, wie dort. Wäre das Land im Besitz energischer, fleißiger Leute, so könnte es in einen blühenden Garten verwandelt erden.. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die dortigen Ansiedler zeichnen sich keineswegs durch Unternehmuncsgeist aus und bearbeiten das Land aus erne geradezu nachlässige Weise, wenn sie dies überhaupt thun. "Ueberall wuchert Unkraut, die Felder sind nicht ordentlich eingezäunt, die Saatzeit wird selten pünktlich eingehalten, und trotz des natürlichen Bodenreichthums ist nirgends ein wesentlicher Fortschritt bemerkbar. Die meisten Farmer sind obendrein tic! verschuldet. Das Klima ist mild und trocken. Oft regnet es monatelang nicht, und der Boden wird so dürr, daß man glauben sollte. Alles müßte vertrocknen. Von künstlicher Bewässerung ist keine Rede. Es ist geradezu wunderbar, daß trotz dieser Trockenheit Alles wächst und blüht, als ob es dort nie an befruchtendem Regen fehle. Auf den Gipfeln der Hügel, die naturgemäß am meisten unter der Dürre zu leiden haben, wächst der beste Weizen! Trotz alledem ist es für neue Ansiedler nicht rathsam, sich in jener Gegend njj derzulasscn. Die Eisenbahnen berechnen für die Beförderung von Weizen u. s. w. bis zum Hafen (o hohe Frachtpreise, daß die Farmer dabei auf keinen grünen Zweig kommen können; Brennund Bauholz ist knapp und sehr theuer; das meiste noch unbesiedelte Land ist von Spekulanten in Besitz genommen, die etwaigen Käufern enorme Preise berechnen, und die steilen Hügel und Schluchten ruiniren so viele landwirthschastliche Maschinen, daß die Farmer Mühe haben-, dieselben stets in Ordnung zu halten. Alle diese Gründe vereinigen sich, um das dortige Farmleben mit manchen Mühseligkeiten zu umgeben, die man in minder fruchtbaren Gegenden nicht kennt. Groß artige Unterschiede wurden im Wiener Hauptzollamt entdeckt, deren Spuren auf viele Jahre zurücksühren sollen. Eine Reihe von Personen wurde bereits verhaftet und es scheint, daß noch weitere Mitschuldige dem Gesetze verfallen werden. Die Unterschleife scheinen in der Weise betrieben worden zu sein, daß die mit den Abschatzern im Emverstandnlß befindlichen Beamten in Gemein schaft mit denselben die von den Parteien eingelangten Avisi fälschten. Hierdurch gelang es in einzelnen Fällen, den ganzen Zollbetrag zu unterschlagen, in anderen wieder einen großen Theil, und zwar in der Weise, daß z.B. anstatt oeS höheren Zolles für Seide der gerrn gere für Wolle abgeführt wurde. Mecklenburg. Der Sohn des Gutsjäqers Staaae zu Katelbogen, der sich zum Besuch der städtischen Schulen bei seinen Großeltern hier aushielt, ist beim Baden ertrunken. Das ausgedehnte Waarenlager des Kaufmanns Grapentin in Köpelin wurde kürzlich ein Raub der Flammen. Ein anstoßender Kornspeicher sowie das Haus c . jf n . ' r l. i t es cmieocs evlyn wuroen oeocureno beschädigt. Der Präsident des OberlandeSgerichts I. F. Budde in Rostock serte kürzlich sein ölhahnges Doktorluviiaum.
Vom Jnlanve. Ein häFlicher Anblick bot sich vor einigen Tagen in der Newcastle Jail zu Wilminaton in Delawar dar. ES wurden elx Sträflinge öffentlich durchgepeitscht. Vier derselben, durch weg Neger, erhielten je 20 Peitschenhiebe, und zwei wurden je eine Stunde an den Pranger gestellt.
Ueber einen ..Corner i n Wcißtannen wird aus MinneapoliS gemeldet : Die Mississippi River Logging die Sägemühlen und Tannenwälder der Enavv-Stoutl5omvanv"inMenomenee. Dubuque und St. Louis zu kaufen und 0invt mn ff Itrt sCrtr" iri Ktfi,rtnsttlä VtltVIl ttWlilV(t ViUtltVt lllliivvnuiv Weißtannen - Geschäft zu Wege zu bringen." Für Ansiedler eröffnet sich ein ncueS Gebiet. Der Vorsteber des Bundes-Landamts zu Fergus Falls in Minnesota bat dieser Taae die Bekannt machung erlassen, daß durch eine Verfügung des ecretars des Innern Äun desländereien, welche der Nord PacisicBahn wieder abgenommen worden sind, vom 1. December dieses Jahres an An siedlern zu Besiedelung osscn stehen. l3 handelt sich um 25,000 bis 30,000 Acker Land in den Counties Otter Tail und Douglas in Minnesota. Wie seiner Zeit gemeldet, haben sich kürzlich die Firmen, welche Gummiwaaren fabriciren, zusammengethan und zwei Vereine zum Schutze ihrer Geschäfts-Jntcressen gebildet. Die eine dieser Vereinigungen nennt sich die Gossamer Rubber Clothing Manufacturers Association" und zählt 22 Firmen und Gesellschaften als Mitqlicder. während die andere, zu welcher 14 Gesellschaften gehören, die Rubber Elothmg Manufacturers' Association" heißt. Zwischen beiden Vereinigungen besteht die größte Harmonie, und haben dieselben kürzlich die Preise für die von ihnen erzeugten Waaren um 15 bis 20 Procent erhöht. Voraussichtlich werden sich die beiden Vereinigungen demnächst zu einer verschmelzen und dann die Preise ihrer Waaren noch weiter steigern. Ein schrecklicherUnfallereignete sich dieser Tage in der Nähe von Eovington', etwa 25 Meilen von Memphis, Tennessee. Mr. Leander M. Hall, ein hervorragender Farmer, fand zu seinem Entsetzen, als er das Thor seiner Cottonpresse öffnete, die zermalmte Leiche seines 5 Jahre alten Sohnes in der Mitte eines soeben gepreßten Cottonballens. Der Kleine hatte während des Morgens in der Gin gespielt, war vermuthlich in die am Abend vorher halbgcfüllte Presse geklettert und in der Baumwolle eingeschlafen. Der Neger, welcher die Presse besorgte, füllte sie vollends an, preßte die Baumwolle zusammen und erstickte das Kind. Das Geräusch der Maschine machte seine Schreie unhörbar. Der Kleine war nicht vermißt worden, bis der Vater beim Oeffnen der Presse die zerquetschte Leiche fand. Der amerikanische Gesandte in Ehina, Herr Denbn, hat dem StaatsSecretär m Washington einen Bericht unterbreitet, worin es heißt, der Hauptgründ für den schwachen Handelsverkehr Zwischen den Ver. Staaten und Ehina sei darin zu suchen, daß die amerikanischen Fabrikanten die Bedürfnisse und den Geschmack der Chinesen nicht kennen. Er nennt verschiedene Artikel, namentlich Eisenwaaren, welche mit großem Erfolge in China importirt werden könnten, während es anderseits leicht möglich sein würde, verschiedene Producte aus China, welche hier gute Verwendung sindcn wärden, nach den Ver. Staaten zu bringen. Herr Denbn erklärt, daß viele curopäische Nationen, namentlich Frankreich, Deutschland und Belgien, dem Handelsverkehr mit Ehina jetzt größere Ausmcrksamkeit zuwenden, als früher. Sie haben sich mit chinesischen Fabrikanten von Novitätcn in Verbindung gesetzt und betreiben jetzt mit denselben lebhafte Geschäfte. Ein französisches Syndicat hat sogar in China eine Ausstellung französischer Producte eröffnet. Ueber eine Doppel-Entfüh-cung, die zu einer Comödie von Jrrungen führte, wird aus Merrill in Wisconsin gemeldet: Chris. Thorton entführte die vierzehnjährige Clara Sweeney und Peter Hellback überredete die ebenfalls vierzehnjährige Rosa Flynn, sich mit ihm dem befreundeten Paare anzuschließen. Die Eltern telegraphirten an die Polizei in Junction City und baten, die Flüchtlinge zu verhaften. Die Polizei nahm es mit diesem Auftrage furchtbar ernst und arretirte frisch draus los, was ihr unter die Hände kam. So wurden nacheinander Lee Willard, ein Student vom IUi3h Medical College" in Chicago, ein Mann Namens Fred. Vallschneider, dann der Cadett John Hamil, der sich auf der Reise nach AnnapoliS befand, sowie die dreizehnjährige Carrie Skinner und deren Bruder Edward verhaftet. Ballschmeidcr und Willard wurden sogar Handschellen angelegt. Unterdessen waren drei der wirklichen Durchbrenner in Tamah verhastet; der vierte, Peter Hellback, desertirte in Centralia und überließ seine Braut ihrem Schicksal. Er ist der Vetter der andern VraÄt. Die jungen Leute sind Kinder angesehener Familien, welche über den Vorfall ganz außer sich gerathen sind. JmSuperio r-G e r i ch t von öutts Eounty in Georgia ist jetzt ein Proceß entschieden, welcher vor 29. Iahren anhängig gemacht wurde. In Butts Countv lebte zu jener Zeit Algernon Grier. der Sohn des bekannten Verfasfers von GrierS Almanach, ein Mann von etwas beschränktem Verstände. Auch schon vor dem Kriege scheint es vorgekommen zu sein, daß Leute ihr Vermögen zu niedrig einschätzten, um weniger Steuern bezahlen zu müssen, aber es muß nicht allgemein geübt worden sein, denn die Gerichte nahmen davon .noch Notiz und gegen Algernon Grier wurde im Jahre 1858 eine Klage wegen zu geringer Einschätzung erhoben. Das machte ihm große Sorge, denn die darauf stehende Strafe war hoch, und schließlich folgte er dem Rathe seines Freundes Dr. Bryans, diesem für $2, 2000 die Summe, auf welche er sich eingeschätzt hatte sein gesammtes Eigenthum, bestehend aus 2400 Ackern Land. LOSklaven. 10 Maul
omvany", welche kürzlich erst vlc großen Lager der Eau ClaireLumber Eomvann" aekauit hat. suckt in aller Stille
thicren, 2 Pferden, 43 Ballen Baumwolle, nebst allem sonstigen Vieh, Futtcrvorrath :c. zu übertragen. BrnanS gab ihm einen Wechsel auf 22,000 und vier auf je $1300 als Zinszahlung auf vier Jahre im Voraus, und erhielt die Übertragungsurkunde. Das Ganze sollte aber nur ein Scheinverkauf sein und bei Gericht zum Beweise dienen, daß Grier sein Eigenthum wirklich nicht mehr als K22.000 werth erachtet habe. Nach einem Jahre aber verlangte Bryans die wirkliche Ucberragung, die Grier verweigerte, und die Sache kam vor die
Gerichte. Im Jahre 1863 starb Grier. aber der Prozeß wurde von seinem Nach laßvcrwalter weiter geführt, und jetzt. j nachdem alle dabei betheiliaten Pferde, Rinder, Maulthiere und Schweine todt, alle Neger befreit und meist wohl auch schon todt sind, auch von den Advokaten, welche mit dem Processe zu thun hatten, nur einer nrch lebt, ist der Proceß endlich zu Gunsten des Grier'schen Nachlasses entschieden und der mit Dr. BrvanS abgeschlossene Kauf-Eontract für ungiltia erklärt. In KingSley in Iowa herrscht unter den Gegnern der Prohibition br rechtigte Schadenfreude über die Verhaftung von D. R. Mamrer, wegen Verkaufs aeistiger Getränke ohne Regie-rungs-Licenz. Mawrer, welcher früher Friedensrichter in Kingsley war, ist ein wüthender Prohibitionist und zeichnete sich durch die Strenge aus, mit welcher er die Uebcrtreter des Clark'schen Gesetzes bestrafte. miß t Vs Anlan5e. DieAnfiedlungScommission besitzt, jetzt infolge der Zahlreichen Ankäufe, bereits über 5 Qnadratmeilen jungefähr 30,000na), für welche ein Gesammtkauspreis von 16 Millionen Mark gezahlt worden ist. Hiermit dürfte die Zeit der Masscnankäufe vorläusig abgeschloffen sein, da der Besitz für eine selbst in großem Stil behandelte Anstedlung zunächst vollkommen ausreicht und inzwischen weitere Erfahrungen gesammelt werden - können. Im nächsten Jahre sollen dem Vernehmen nachl 0,000ha zertheilt werden, sodaß dann rn ganz anderer Weise die Gesuche berücksichtigt werden können als es in diesemJahre möglich war. Die Pos. Ztg. kann beidieser Gelegenheit die Bemerkung nicht unterdrücken, daß, so frei von allem bureaukratischen Geiste und so entgegenkommend die bisher bekannt gegebenen Ansiedlungsbedingungen auch sind, der Verkaufspreis angesichts des noch immer anhaltenden Rückgangs der Preise für landwirthschastliche Ercugnisse etwas niedriger anzusetzen sein dürfte. Schmoller schließt seinen höchst lescnswerthen Aussatz über die preußische Colonisation des 17. und 13. Jahrhunderts mit den Worten: Die wesentliche Bedingung des Gelingens (der gegenwärtigen Eolonisation scheint mir dabei zu sein, daß, man nicht zu siscalisch verfahre, sich nicht scheue, wenn man nur die rechten Leute hat, auch einige, selbst einige Dutzend Millionen zunächst zuzusetzen." Es hat dies letztere um so weNiger Bedenken, als Friedrich Wilhelm I. und Friedrich der Große Verhältnißmäßig viel beträchtlichere Summen für die Besiedelung des Ostens aufgewandt haben, ohne an eine Zurückerstattung zu denken, da sie wohl wußten, daß sie so dem Staatswohle am besten nützten. Eine bcmcrkcnSwcrthe Ansiedlung wurde kürzlich in Westpreußen vollzogen. 16 deutsche Bauernfamilien in Äußland, preußische Unterthanen, hatten sich an die AnsicdlungScommission mit der Bitte um sofortige Änsicdlung gewandt, da sie die russischen Verhältnisse nicht länger mehr zu ertragen vermöchten, hatten aber abschläglich beschicken werden müssen. Trotzdem hatten sie sich mit Weib und Kind und aller Habe auf den Weg gemacht und kamen nach fünfwöchcntlicher Reife (1 Woche Aufenthalt an der Grenze wegen des Pfcrde-Ausfuhrverbots eingerechnet) auf ihren eigenen Wagen in Westpreußen an, ein jeder Bauer etwa im Besitz von 400500 Rubeln. Da die Leute preußische Unterthanen sind und sie nicht gut zurückgewiesen werden konnten, so mußte nun in aller Eile Rath geschafft werden, und man entschloß sich dann, sie im Westpreußischcn in der Bricscncr G gcnd anzusiedeln. D i e Hartnäckigkeit, mit welcher die Cholera das Feld ihrer verderblichen Thätigkeit in Italien zu beHäupten scheint, ist .zum wesentlichen Theile auf rein äußerliche Momente zurückzuführen. Italien ist seiner geographischen Lage nach, als Mittelstation der anglo-indischen Weltverkehrsstraße, gegen Cholera-Jnvasionen auf das denkbar Ungünstigste situirt, indem es sich permanent gezwungen sieht, seine sanitäre Action mit doppelter Front gegen Einschleppung des Krankheitskeims von Außen und gegen Fortpflanzung desselben durch Inzucht zu führen. So ist die wiederholtes Ausbreitung der Epidemie während dieses Sommers mit höchster Wahrscheinlichkeit auf Reueinschleppungen über Brindisi bezm. Malta über Suezcanalroute zurückzuführen und e3 kann den Eifer der italienischen Sanitätsbehörden kaum anspornen, wenn ihre erfolgreichen Bemühungen um Eindämmung der inneren Gefahr immer wieder durch Invasionen von außen illusorisch gemacht werden. Das Verdienst der sanitären Vorbeugungs- und Abwehrungsmaßregeln Italiens wird durch ihre beschränkten Erfolge keineswegs eingeschränkt, wenn man erwägt, unter wie erschwerenden Umständen daselbst gear, beitet wird. Die Er-Kaiserin E u genie weilt seit einigen Tagen als Gast der Königin von England im Schlosse Balmoral. Die Kaiserin ist sehr gealtert und unendlich schwermüthig gestimmt. Am . d. M., als die Gesellschaft bei Tische versammelt war, sagte die ErKaiserin thränenden Auges: Eine Sorge bekümmert mich. Mein Gatte ließ eine Wittwe zurück, die ihm die Leichenfeier veranstaltete, meinem Sohne leistete die Mutter den letzten traurigen Liebesdienst, mir aber wird nur kalte, theilnahmlose Neugierde zum Grabe folgen." Königin Victoria schloß schluchzend ihren Gast in ! die Arme und sagte? Beruhigen Sie ' sich, meine Freundin, zedes meiner Klnder und Enkel, die Sie überleben, wer- . den es sich zur Ehre anrechnen, Jhneo zum Grabe folgen zu dürfen."
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