Indiana Tribüne, Volume 11, Number 8, Indianapolis, Marion County, 26 September 1887 — Page 3

Sl 13gegen alle Schmerzen. 3"" Berichts über den Erfolg von St. Jakob F&U'rtä or Jahren erzielt urden uao jetzt destätlgt werden. EWIderrenktkZ Handgelenk geheilt Jnnl 1881. Beaver, Beaver Co., Pa. Vor einigen Tagen siel ich vom Wcgen und Verrenkte nir das Handgelenk in einer schlimm tnen Weise ; die Schmerzen aren furchrbar, Konnte keinen ZZiner beniegen und nicht schla fen. Nachdem ich St. JakobS Del angewandt hatte waren alle Schmerzen in 10 Minuten er Ichwunden. G. C. AtkinS. ß JsZre feiier. Beaver. Beaver Co.Pa., LS. Oktober 1LSS. Lor etlichen Jahren siel iS vom Wagen und verrenkte mir das Handgelenk. Ich urd eranlafet St. Jakobs Oel ,u ersuche und artn kurzer Qtxt vollständig geheilt. 0. CLKtllnl. Sie Leide eineZ rdattenrS. Vloomington, JIZ., Oktober 1880. Ich habe iele Jahre an rheumatischen Schmerzen in meinem Aenkel gelitte und konnte durch nichts Linderung finden. Drei Einreibungen mit Et. JakobS Oel stellten mich fast gan, wieder her. P er e, Zl. F olfom. 9 Jahre später' geheilt. Lloominzton, JllZ., IS. Okt. 1886. Jch'alaube eS war im Jahre 1830, als ich durch Et. JakobS Oel von RheumatiSnvtZ be freit wurde. Derselbe hatte sich im Aenkel ikstgesezt und ich konnte nicht ohne Stock gehen. Nach einigen Einreibungen mit dem auSge zeichneten Cchmerzenstiller war ich hergestellt und bin seit der Zeit von allen Schmerzen er schont.geblieden. Perc, .'.Folsom. THE CHARLES A. VOGELER CO., Baltimore, Md AlVUÄWlenigÄ HAMBURGER TROPFEN Öeartt Slntkrankkzeiten, Leber- u. Magenleideu w, 60 Kent tltx fünf Flaftk 1.00 ; in ittca Kxotbkken zu hade. ELI CK.R1S3 A. TOG&IXB CO., BlLTnOBX.XI. mm Cures Removes Tan Sunburn. Bee Stlnsst Klos qulto and AU fc Insect Dites, . j . miPLES, ELOTCHES, Humors, Eirtli-Eiarta, and every form ossün eratahea, positively cnred on uio nost delicate Irin without leaviaj a scar, by ZEZ!ox Olu-tmont-Prico 25cts., COcts. and f 1. At dru-irista or by maü. . Tho HopPül MiaTe Co., Iew London. Conn. Little Hop Plll for sick-headache, dyspepsia, biliousnecs and constipation have no equal. 25c. In allen Lvotlzeken u Haben. OOOO-KM-O Eine kinderlose Ehe ist selten eine glückliche. Wie und wodurch diesem Uebel in kurzer Zeit abgeholfen werden kann, zeigt te? Siettungs, Anker", 2S0 Seiten, mit natur treuen Bilrern, welcher von dem alten deutschen tzeil-Justitut in New Fork h?rauSz?zcben wird, aus die k l a r st e W e t s e. Junge Leute, die in den Stand der Ebe treten wollen, sollten ten Spruch Schillers: D'iurn prüfe, wer sich ewig bindet", wohl beherzign, und ta$ vortreffliche Buch lesen, k sie den wichtigsten Schritt des Lebens thun l Wirb für 25 Lenls in Postmarken, in deutscher Errate, sorgsam verpackt, srei versandt. Adresse : Deutsches Heil-Institut, 11 Clinton Place. New York, N. Y. JndianaroliS, Ind., beim Buchhändler G. Keyler, Süd Delaware St. 000000 Wenn Sie den besten, reinsten und stärksten ssig. Backpulver, (baking powder,) Ojttst Ct ff (flavoring extract9) und G wärze. All.'? rein und unvkrsälsck! haben wo! len, dann fragen Sie raH H. f. SOLIJDAY'S Mnaren nd gebrauche Sie keine andern. 9Ö, 8 100 Süd Pcttgfljlvaaia Str. Indianapolis, Ind. KT" Zweiggeschäft in Wtöita, Kan Anstrcichcr Arbeiten uamenttich Contrakte zum Anstreichen don Häusern vtrden auj'S Schönste ausgeführt von GAUL IIOFMANN, 136 Madlson Avk. CT" Preise mäß'g. Schöne und gute Ar beit wird garautirt. OUISYlUC.IltWÄlBÄMY CH1CA60 RT CQ' w Die kürzeste und direkteste Linie ut 3fWIIANA POLI nach Frankfcit, Delpbi, Monticello, Michigan Ciiv, Chicago, nd allen Orte un uördlicheu Jndiane, Nlchi. gau, nördlichen Allinoii, WiZeonfin, Iowa, Rwnesota. Nebrai'a, Aansaö, New Mexico Dakota, Tcevz, ??irsds, lteliforuieu uud Oregon. 0 bixtttt Süqe täglich s von Indianapolis nach Chicago; ebenso nach Michigan City. Slegantc Pullmann Schlafdaggou auf den Nachtzüg.'-. SepZckmarkeu di an' Reiseziel ertheilt. Kein ah hat größer, uemltqkeiten ode, HUltger Raten all rot,, elei, und autvirung Nicht IN Sbertreffen. Stahksli. , tZer Platform ni eußkrsien, öuftbrestsen und &i obern in, Achtungen, unübertreffitch Qortftet'i für rntgran. Un,2n nd Touriftn,!Si2t, na irgend einen Orte, bei von anderen Babnen berllhl wirb. Wen an nördlich, südlich, östlich tuet eftlich in reifen Snscht, kaufe man nicht da hig, titSft, hi unser Pre-.se u. s. vo, seh,. RSß, SZZberem d an ftch an j.l. Baldwln, Diftrikt Pafsagitt lant, 5!,. 21 nb JStnoil Ctiafe, Inbianap, I, Jnb gobn O. Crso, O. 0 6IKr 4Tal0roaUi, niral Paiagi, ts,z'. ui89axi

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Andre Cornclis.

Pariser Roman von Paul B o u r g e t. Deutsch vou Anton Vettelheim. (Fortsezung.) Seltsame Gerechtigkeit," nes tcy aus, die wiewohl sie alles kann, mit der Strafe zogern würde! Das sagte mir mcine arme Tante immer, wenn ich ihr davon sprach, meinen Vater zu rächen: UeberlaV es Gott, zu strafen .... Nun denn," fügte ich hinzu, wenn ich den Mörder hätte, wenn ich ihn vor mir sähe, wenn ich sicher wäre.'. . .Nein, würde die Stunde dieser Gerechtigkeit Gottes nicht abwarten " Ich hatte mich bei diesen Worten erhoben, hingerissen von einer unwillkürlichen Erregung, deren Kinderei ich sofort fühlte. Herr Termonde hatte sich von Neuem über das Feuer gebückt und die Zan, ge genommen. (5r erwiderte nichts auf meinen Ausfall. Hatte er wirklich, wie ich das eine Sekunde lang geglaubt, eine gewisse Veruhigung empfunden, als er mich von diesem unvermeidlichen, furchtbaren Morgen" nach dem Tode sprechen hörte, vor dem auch ich zurückscheue, seit ich Blut an meinen Händen höbe? Ich konnte es nicht erfahren. Sein Profil war ebenso unbeweglich und traurig, wie gerade vorher. Die Aufregung in seinen Händen, die mich an die Geberde erinnerte, mit welcher er seinen Spazierstock hin- und herdrehte, als ihm dazumal mcine Mutter das Verschwinden meines Vaters anzeigte, gewiß, die Ausregung in seinen Händen war außerordentlich: aber eben zuoor hatten sie mit derselben Fieberhast das Feuer geschürt. Jählings war eS still geworden zwischen uns Beiden, aber wie viele Schweigpausen der Art batten wir also bei jedem Zusammensein durchgemacht! Und dann, wa5 sollte er gegen den Ausbruch meines, des Verwaisten, Schmerz und' Haß sagen oder thun? Unschuldig oder schuldig mußte er gleicher Weise schweigen und er schwieg. Eine ungemessene Enrmuthigung überkam mich. Ach, in diesem Augenblick hätte ich die Folterwerkzeuge des Mittelalters in meiner Gewalt haben wollen, die Daumschrauben, die glühenden Eisen, das flüssige Blei, mit dem man dem bestverschlossenem Munde sein Geheimniß entreißt. Unfruchtbare, ohnmächtige Wuth. Mein Stiefvater sah nach der Uhr; dann stand er auf mit den Worten: ,,Soll ich Dich irgendwo hinführen? Ich habe den Wagen für drei Uhr bestellt. :ch habe um halb vier ein Stelldlchem im Club, wo wir uns wegen einer morgenden Wahl besprechen wollen " Statt des zermalmten Verbrechers, von fcrir. ich g?traumt, hatte ich einen Mann der Gesellschaft vor mir, der an seine Elubpstichren dächtt. Ich lehnte sein Anerbieten stotternd ab. Er begleitete mich lächelnd bis in die Halle. ..... Warum erschien mir denn eine Viertelstunde spater, als wir unS zusällig auf dem Kai begegneten, ich, der ich zu Fuß heimging, er in seinem Wagen. . . . ja, warum erschien mir sein Gesicht so verstört, so tragisch, so sinster? Er sah mich nicht. Er war in die Wagenecke gelehnt. Sein Gesicht hob sich, ganz erdfarbig von dem Hintergrund des grünen Lcders ab, seine Augen blickten. . . . wohin und wonach? Es war ein Jammerbild, das an mir vorüberzog, so verschieden von der lächelnden Phnsiognomie von vorhin, daß sie mich, plötzlich in außerordentlicher Bewegung, wie erschreckt durch meinen Erfolg, ausgucken machten mit der Frage : Sollte ich daö Nichtige getroffen haben?" 11. Dieser Eindruck des Entsetzens beherrschte mich wählend des ganzen Abends an diesem Tage und an allen folgenden. Es besteht ein unendlicher Unterschied zwischen unseren, wenn auck noch so bestimmten Einbildungen und dem kleinsten Atom der Wirklichkeit. Gewiß, die Briefe meines Vaters hatten die tiefsten Fibern in meinem Innern getroffen und tragische Bilder mir vor Au gen geführt. Und darnach: diese einfache kleine Thatsache, die Verstörung im Gesicht meines Stiefvaters, bei der Ausfahrt nach unserer Unterredung, erfaßte mich mit anderem Griffe. In meinem Herzen hatte ich selbst nach der wiederholten Lektüre der Briefe die geheime Hoffnung bewahrt, daß ich mich irrte, daß eine'leichte Probe einen Verdacht, den ich für unsinnig hielt, benehmen würde vielleicht, weil ich zum Voraus die entschliche Pflicht scheute, die sich am Tage der Gewißheit vor mir ausrichten würde. Ich hatte einem Liebhaber geglichen, den ein Zufall von der Treulosigkeit der Geliebten in Kenntniß setzt. Zu stolz, um den Verrath zu ertragen, schreitet er an eine genaue Untersuchung mit dem uneingestandenen, aber glühenden, leidenschaftlichen Wunsche, diese Frau möge unschuldig sein; denn sowie dieUntersuchung beschlossen und die Schuld bewiesen, wird es gelten, zu wollen. Und er weiß zu gut, was ihm dieser Wille kosten wird ! . . . . Auch ich hatte, von der ersten Stunde an, das unvermeidliche Ergebniß vorhergesehen, wenn mein Stiefvater schuldig sein sollte. Ich würde wollen müssen. ' Wollen?. Ich wagte es nicht, dieser Nothwendigkeit iu's Angesicht zu sehen. Nein, ich hatte sie nicht in's Auge gesaßt, bevor ich meinen Feind schmcrzdurchwühlt auf. den Kissen scincj Wagens gesehen. Jetzt wagte ich, daran zu denken. Was werde ich zu wollen haben, wenn er wirklich schuldig ist? Sowie ich heimgekehrt war, hatte ich die Kraft, mir dieses Problem zu stellen und icy erkannte das ganze Entsetzen der Lage. Wohin ich mich auch wenden mochte. überall sah ich unerträgliches Leid. Daß die Sache so fortginge, das war nicht auszuhalten. Ich sah, wle meme Mutter sich Herrn Termonde näherte. wie sie das öfter that, um ihm mit der Hand liebevoll über die Stirn fuhr, oder einen Kuß auf diese Stirn drückte. Hlelt sie eö so mit dem Mörder meines Vaters, dann stockte mir das Blut schon bei dem bloßen Gedanken, es war wie " Orr 'f.- '.i. . c er rr ...n c r mic Pikil,i,!öe. le mix oit zruil. ouraz

übxii. Sei's Venn! Ich' werde handeln ich werde die Kraft haben, zu meiner Mutter zu gehen, um ihr zu sagen: Dieser Mann ist ein Mörder" und ich werde ihr das beweisen. Dabei empfand ich aber schon den erschreckenden Schmerz, der sie bei diesen Worten heimsuchen würde. Es schien mir, daß ich sie sah, wie sie die Augen öffnete, ich sah, welch ein Riß dann durch ihr ganzes Wesen ging und daß sie, auf der Stelle wahnsinnig oder todt hinstürzen würde... Nein, ich werde mit ihr nicht sprechen. Wenn ich die überzeugenden Beweise in Händen halten werde, dann würde ich vor Gericht gehen und damit stieg eine neue Scene vor mir auf. Ich sah mcine Mutter in dem Augenblick, in dem man ihren Mann verhaftete. Sie würde da, in demselben Zimmer, bei ihm sein. Und welchen Verbrechens ist er angeklagt?". .. .würde sie fragen und dann die furchtbare Antwort vernehmen. Und ich würde die freiwillige Ursache davon sein, ich, der seit meiner Kindheit und um ihr jeden Kummer zu ersparen, alle meine Klagen linuntergewürgt zu einer Zeit, in der mein Herz so viel Seufzer, so viel Thränen, so viel Schmerzen in sich schloß, daß es mir die größte Erlelchterung gewesen wäre, ihr mein Leid zu klagen. Damals hatte ich das nicht gethan. Ich wußte, daß sie glücklich dahinlebte und daß dies Glück allein sie gegen meine Schmerzen verblendete. Und ich zog es vor, sie blind und beglückt zu missen. Und jetzt? Ich konnte Dir diesen Schlag nicht anthun, gebrechliches, theures Wesen! Dieser erste Blick auf das zweifache Mißgeschick, wenn mein Verdacht sich bewahrheiten sollte war grausam. Und allsogleich mehrte ich mich mit allen Kräften gegen eine Vision, die solche Folgen nach sich ziehen mußte. Gegen meine Gewohnheit machte ich mich zum Mitschuldigen glücklicher Vermuthungen. . . . Was bewies es, daß mein Stiefvater so traurig in seinem Wagen saß? Waren nicht zehn Gründe ür Besorgnisse denkbar, angefangen von einer täglich mehr schwankenden Gesund: zeit? Eine einzige Thatsache würde mir als unbedingter, unanfechtbarer Beweis erschienen sein. Wenn er in jähem Schreck aufgefahren wäre, während wir plauderten, wie ich das gesehen, als der Oheim Hamlets, meines Bruders in Todesqualen, sich erhob, fest, das Gesicht verzerrt vor dem unversehens aufgestiegenen Spicgelbilde seines Verbrechens. In Termonde's Gesicht hatte keine Muskel gezuckt, kein Aufleuchten seiner Augen war zu sehen gewesen. Weshalb also diese Kälte als wunderbare Heuchelei auslegen, dagegen aber die Verstörung in seinen Zügen, die ich eine halbe Stunde nachher bemerkt, als daö eigentliche Geständniß? Das waren richtige Folgerungen, zum mindesten erscheinen sie mir heute so, da ich mit kaltem Blut diese Erinnerungen aufzeichne. Sie vermochten nichts gegen den verhängnißvollen Antrieb, diese Fäbrte weiter zu verfolgen. Ja, es war absurd, eS war thöricht, fast unbesehen daS Ungeheure vorauszusetzen, daß Herr Termonde meinen Vater durch einen Anderen habe ermorden lassen. Ich konnte mich nlcht entbrechen, diese unwahrscheinliche Geschichte immerfort für möglich, bisweilen sogar als feststehend anzusehen. Wenn man solchen Ideen Eingang in seinen Geist erlaubt, dann kann man sie nicht kommen und gehen heißen. Entweder ist man ein Feigling oder man geht seinen Gedanken auf den Grund. Ich war es meinem Vater, ich war es meiner Mutter, ich war es mir lclbst schuldig. Gewißheit zu haben. Ich sing stundenlang in meinem Arbcit,zimmer mitso sinstcrcn Gedanken auf und zb. Mehr als einmal begegnete cS mir, :ine Pistole zu nehmen, sie zu laden und mir zu sagen: ,,Ein leiser Druck, eine schwache Bewegung und ich machte die entsprechende Geberde und ich bin für .immer von dieser Todesangst befreit.Aber sowle ich die Waffe nur in die Hand nahm und den kalten glatten Lauf fühl te, stand mir auch derräthselhaftt Auftritt vor Algen, in dem mein Vater war ae:od:et w?:den. Ich sah den Salon des Hytk! Jmrerial, den rerklktdeten Mann, der warreie. meinen Vater, der eintrat, sich an den Tisch seyte, in B?:efschaften blätterte und wie eine Pistole, gerade so wie diese da, wenige Centime-, ter vom Nacken, auf ihn gerichtet wurde, das plötzliche Zusammenbrechen, das Niedersinken des Hauptes auf den Tisch, sah, wie der Mörder die Schußstelle, aus welcher das Blut hervorschoß, mit Servietten umwickelte, und dann die Hände wusch, als ob er ein gewöhnliches Ge; schäft mit Behagen, gemessen, vollendet hätte. Der Rachedurst -tobte bei diesen Bildern in mir. Ich ging auf das Bild des Todten zu, der mich mit unbeweglichen Augen ansah.... Und ich hatte Vermuthungen über den Anstifter dieses Mordes und ich sollte dieselben nicht weiter untersuchen, nur aus Angst, nachher zur That schreiten zu müssen! Ach; ich könnte ja später meinen Entschluß fassen. Vor Allem gilt es, Gewisses zu erfahren, um jeden Preis ! So verbrachte ich drei Tage damit, mich in solcher Unschlüssigkeit herumzuwälzen und gleich darauf als unpraktisch zu verwerfen. Gewisses erfahren ? . . . . Das war bald gesagt, aber nie und nimmer vermochte ich ein Geheimniß, wenn eines vorhanden war, einem Mann abzudrängen, der sich dergestalt in der Gewalt hatte, wie mein Stiefvater; ich, der so leidenschaftlich, so entnervt, so unfähig war, die Raserei meiner wechselnden Erregungen zu beherrschen! Dieses Gefühl seiner Kraft und meiner Schwäche ließ mich seine Gegenrede zugleich ebenso sehr fürchten, als herbeiwünschen. Dem unbestimmten schmerzlichen Unbehagen, das eS mir stets unerträglich gemacht, neben ihm zu athmen, zu sprechen, zu essen, gesellte sich nun noch die peinlichere Schwierigkeit meiner Haltung ihm gegenüber. Ich war wie ein Neuling, der sich mit einem sehr gewandten Gegner schlagen soll ; er will sich vertheidigen und siegen, er ist muthig und entschlossen, aber er zweifelt an seiner eigenen Kaltblütigkelt. Was sollte ich jetzt thun, nachdem ich den ersten Streich gesührt und der nicht entscheidend gewesen? Wenn diese Unterredung wirklich einen Druck aus sein Gewissen ausgeübt, wie sollte ich mich benehmen, um die erste Wirkung iu verdoppeln, um sein Gemüth vollends

zu zermartern? So wett hielt tcy m meinen Erwägungen, immerfort zerstörte Pläne bildend und umbildend, als ein Briefchen meiner Mutter kam, die sich darüber beklagte, daß ich nicht wieder gekommen seit dem Tage, an dem ich sie verfehlt hatte und mir zugleich anzeigte, daß mein Stiefvater Tags vorher neuerdings von einem heftigen Anfall seines Lebcrleidens heimgesucht worden sei. . . . Tags vorher? Das war also genau am Tag nach unserem Gespräch. Auch da würde man gesagt haben, daß das Geschick sich darin gesiel, die Zweideutigkeit c r. r r i ... c... c

oer nzlcyicn, oen urgruno meiner argsten Verzweiflung zu verdoppeln. Erklärte diese drohende Krise die angstvollen Mienen meines Stiefvaters in feinem Wagen? War sie eine Ursache oder vielmehr die Wirkung des niederschmetternden Schreckens, der ihn treffen mußte unter seiner angenommenen Maske der Gleichmüthigkeit, sofern er sich nämlich schuldig fühlte, als ich ihm meine dro- ! hendcn Worte in's Angesicht schleuderte? Ach! abscheuliche Ungewißheit! Und sie vermehrte sich noch, als meine Mutter . mir, die ich ihrem Ruf gefolgt, die Worte ! sagte: Es ist der zweite Anfall innerhalb zweier Monate; niemals früher hatten sich dieselben so rasch wiederholt. . Was mich am meisten erschreckt, sind die Morphium - Dosen, die er jetzt nimmt. um seinen Schmerzen zu entfliehen. . . . Er hat nie einen guten schlaf gehabt. . . Seit Jahren schläft er keine Nacht, ohne Narkotika, aber er war vernünftig, währcnd er heute...." Die arme Frau schüttelte traurig den Kopf und fragte mich, statt sich zu beklagen, ob das nicht ein weiteres Anzeichen wäre, ob diese Schlaflosigkeit nicht von schrecklichen, unbesieglichen Gewissensbissen herrührte, während sie doch andererseits die gewöhnliche Folge organischer Leiden sein konnte. Willst Du ihn sehen?". . . . fuhr mcine Mutter fast ängstlich fort und da ich zaudecte und meine Angst vorschützte, ihn zu ermüden, da ich in Wirklichkeit ganz überrascht war von diesem Anerbieten, meinte sie: Er selbst hat nach Dir verlangt. ... Er wollte von Dir hören, wie die gestrige Clubwahl ausgefallen " War das das wirkliche Motiv für seinen Wunsch, mich zu sehen ein Motiv, das ich auch nicht enthalten konnte, sonderbar zu sinden oder wollte er mir beweisen, daß ihm unsere Unterredung gleichgiltig geblieben? Sollte ich in dem Auftrag, den er meiner Mutter ertheilt, ein Zeichen mehr finden für die außerordentliche Wichtigkeit, welche er den unbedeutendsten Kleinigkeiten in seinem weltlichen Treiben beilegte oder kam er nur meinem Mißtrauen, das er errieth, zuvor? Oder war er selbst von dem Wunsche gefoltert, Gewißheit zu haben, von dem Bedürfnis gequält, seine Neugier durch den Anblick meiner Züge zu befriedigen, um daselbst meine Gedanken zu enträthseln? Als ich in das Schlafzimmer ging, welches in meiner frühesten Kindheit das meinige gewesen, und in das ich seit Iahren nicht mehr kam, befand ich mich in demselben Zustand, wie an dem Tag, an welchem mir der Kammerdiener die Thür zum Arbeitszimmer meines Sticsvatcrs aufmachte. Ich hatte übrigens eine Hoffnung weniger, nämlich die, daß Herr Termonde von meinen direkten Anspielungen auf das abscheuliche Verbrechen, dessen ich ihn schuldig hielt, niedergeschmettert worden. Meine erste Empsindung, als die Portiere zurücksiel, war grausam. Ich hatte noch eine und die andere Stelle in den Briefen meines Vaters gegenwärtig, in welchem er beiläufig auf eine geheime Scheidung der Lebensgcmeinschast zwischen ihm und seiner Frau hinwies, während nur der bloße Anblick dieses Schlafzimmers meines Stiefvaters einen neuen Beweis für die enge Gemeinschaft erbrachte, in welcher meine Mutter mit ihrem zweiten Mann gelebt hatte. Mit seinem schmalen Bettchen und seinem etwas kahlen Mobiliar hatte diese Stube nicht das wohnliche Gepräge eines beständig benützten Wohnraumes. Mein Stiefvater schlief nur während seiner Krankheit hier. Sonst kleidete er sich in diesem Raume nur an. Die dunkelgrünen Tapeten, schlecht beleuchtet durch eine einzige Lampe, mit rosenfarbener Kugel, welche aus einer kleinen Säule hübsch weit vom Bette stand, um den Kranken nicht zu belast!gen, hatten keinen anderen Schmuck, als ein Bildniß meiner Mutter, eine de. frühesten Frauenstudien von Bonnat. Es war nur ein Brustbild, aber überraschend scharf herausgearbeitet und besonders scharf hervortretend in dem ungewissen Licht des Äimmers. Das Bild hing zwischen den zwei Fenstern, dem Vett gegenüber, der Art, daß Herr Termonde, wenn er hier schlief, Nachts den letzten und Morgens den ersten Blick auf diesem Antlitz ruhen lassen konnte, in welchem der Maler sehr kräftig die Nace - Schöne heit und zugleich sehr fein das halb Thcatralische, die etwas affcktirten Züge um den Mund, den schwankenden Vllck und den etwas abenteuerlichen Kopfputz zum Ausdruck gebracht hatte. Ich betrachtete zuerst dieses Bildniß. das sich meinem Blick darbot, sowie ich die Thüre gecffnet. Dann erst sah ich im Bett liegend meinen St:ef?a:er, und in die Kissen. aedrückt seinen Kops mit den weißen Hza? ren, sein selbes, einaefallenes Gesicht. Er krua uV. den Hsl5 ein mZilb!cues Feulardtüchlem, das ich trühkr e:nm:l am als meiner Mutter :esehe?! - ,ch ; kannte auch die icthe W?l!de-c, die si: ihm ge'trick: hatte., aanz ähnlich emer anderen, d:e sie für h:i) gemacht, eine niedliche, mit Bändern eingefaßte und mit Seid) gefütterte Frauenarbeit, mit der ich sie stundcnlana beschäftigt gesehen hatte. So sollten immer und immer wieder die unsä)einbars:en Nebendinge den grausamen Eindruck de? Theilung erwecken. unter der ich so lang gelitten. Heute war mir dieser Eindruck noch grausamer geworden durch meinen Verdacht. Ich fühlte, daß meine Augen den Ausruhr in meinen Gefühlen verrathen mußten und vermied deshalb, semen Blicken zu beaca nen, während ich mich an daS Bettende meines Stiefvaters setzte und ihn nach seinem Befinden fraate mit einer Stimme, die ich hörte, als ob fie die eines Anderen wäre. Meine Mutter war ymausgegangen, gleich nachdem sie mich hineingcführt, ohne Zweifel, um während meines Besuches allerlei für ' ihren geliebten Kranken vormforaen. Diefer Letztere fragte nach den Wahlen im Club, die er ium Vorwand aenommn für den

Wunsch, mich zu sehen. Ich hatte den Ellbogen aus die Akarmorplatte dcS Nachttisches gestützt und die Stirn in meine Hand gedrückt. Obwohl ich seinen Blick nicht sah, bemerkte ich, daß er mein Gesicht siudirte und ich ließ nicht ab, in der halboffenen Schublade dieses Nacht-Kastcns neben einer Uhr und einer braunscidencn Geldbörse, diese letztere wiederum eine Handarbeit meiner Mutter eine ganz kleine englische Taschcnpistole, englisches Fabrikat, zu siriren. Welch' tragische Gedanken offenbarte das Vorhandcnsciu dieser, gerade hier, in Griffweite und wahrscheinlich einer dauernden Gewohnheit gemäß bei der Hand liegenden Waffe. Errieth er meine Gedanken auS der Stetigkeit meines Hinschauens? Oder hatte er selbst zufällig auf diese Waffe hingeschaut und überließ er sich den Ideen, welche der Anblick derselben in ihm wachrief, um das immer stockende Gespräch zwischen uns nicht verstummen zu lassen? Thatsache ist, daß er mir wie zur Beantwortung der Frage, die ich mir im Stillen stellte, sagte: Du siehst diese Pistole an. . . . Sie ist hübsch, nicht wahr?" Damit nahm er

sie, drehte sie hin und her, dann legte er sie in die Lade, dle er zuschob. Hch habe diese wunderliche Manie Ich konnte Nicht schlafen, ohne eine geladene Waffe so dicht bei mir zu haben rotz alledem ist das eine Gewohnheit, die Niemanden weh thut und ihre Vortheile haben kann.'... Wenn Dein armer Vater eme Waste wie die hier bei sich gehabt hätte, als er in das Hotel Jmperial ging, wären die Dinge weniger einfach für den Mörder abgelaufen. ..." Diesmal konnte ich mich nicht enthal ten, meine Augen zu erheben, um die seinigen zu suchen. Wie konnte er, wenn er schuldig war, es wagen, diese Ennncrung zu wecken? Und weshalb, wenn er es nicht war, dies jähe Abbrechen, warum flohen feine Blicke die meinigen? Gehorchte er, da er also vom 4.00 meines Vaters sprach, einer einfachen Jdcenverbmdung, oder wollte er die vollkommene Freiheit seines Geistes dem Gegenstand unserer letzten Unterredung gegenüber beweisen? Oder war auch das nur ein Anlegen der Sonde, um die Tiefe meines Mißtrauens zu ergründen? Er fugte noch wie im Anschluß an die Anspielung auf den qeheimnißoollen Mord, der mich zum Waisen gemacht, hinzu: Und da wir nun einmal dabei sind. hast Du Herrn Massol wieder gesehen?" Rein," sagte ich, in der Zwischenzeit nicht." Er ist ein sehr einsichtiger Mann," fuhr er fort. Bei jenem' schrecklichen Anlaß habe ich als vertrauter Freund des theuren Todten und Deiner Mutter vlel mit ihm geplaudert. . . Wenn ich gewußt hätte, daß Du mit ihm zusammenkommst, hätte ich Dich gebeten, ihn von mir zu arüßen. ..." (Fortietzuna folgt.) Deutsckze Loralnaäjrichtcn. Königreich Württemberg. Der Schneider Christian Schuler in Ebcrsbach wurde kürzlich todt in seinem Bette gefunden. Bei seiner Leichenschau bemerkte man Spuren am Halse, die auf Selbstmord oder Mord durch Strangulirung deuteten und eine eingehende Untersuchung ergab, daß ein Mord vorliege. Auf Anordnung des Staatsanwalts wurde die Frau Schülers verhaft tet. Um sich Reisegeld nach Amerika zu verschaffen, kaufte der verheiratete Metzger Christian Bühlcr Kälber in Eßlingen im Gesctmmtwcrth von 189 Mk. auf Credit an, schlug dieselben sofort los und reiste nach Hamburg. Bevor er jedoch das Schiff bestieg, wurde er verhaftet, zurückgebracht und zu 2 Monaten Gefängniß vcrurthcilt. Christoph Friedrich Schönthaler in Feldrcnnach feierte mit seiner 70jährigen Gattin Anna Marie, geb. Bürkle, daS Fest der goldenen Hochzeit. Der NathSschrcibcr und VcrwaltungsactuarEzechiel Vogt in Murrhardt, welcher seit einiger Zeit wegen mehrfacher Vergehen der Fälschung im Amt in gcrichtlichcr Untersuchung sieht, wurde schließlich wegen dringenden' Verdachts der Untreue und Unterschlagung von Pflcgschaftsgeldern in Haft genommen. Innerhalb vier Stunden sind in Nagold IS Wohnhäuser und 7 Scheunen niedergebrannt; 26 Familien sind obdachlos. Das Feuer brach in einer Scheune der Schmiedgasse aus und griff mit rasender Schnelligkeit um sich, so daß in einer Viertelstunde bereits 5 Gebäude inFlammen standen. Unter den abgebrannten Gebäuden sind die bedeutendsten die Metzgerei von Jacob Häußler und das Gasthaus zum Posthörnle". Der Sohn des Gemeinderaths Schweizer ist von dem Sohn des Schultheißen Schccf von Hofen in den Rücken geschossen worden und liegt hoffnungslos darnieder. Die beiden juugen Leute waren eines Mädchens wegen in Streit gerathen. Der älteste Verein wohl nicht allein Tübingens, sondern wahrscheinlich ganz Schwabens, die Schützen-Gcscllschaft, feierte kürzlich ihren 325. Geburtstag durch cin sogenannteS JubiläumS-Festschießen. Der 17jährige Schaas von Alfdorf wurde von einem beladenen Wagen zu Tode gefahren ; derSohn des Weingärtners Aldinger in Cannstatt starb an Darmverschlingung in Folge eines kalten Trunkcs Bier; in Folge Sturzes sind verunglückt: der Landwirth Gemcinderath Jacob Bräuning aus Gültstein, der Cteinhaucr Kicnle aus Rcnningcn, dcr Hofschieferdecker Schneider aus Stuttgart und die Frau des Schuhmachers F. Wciger aus Tuttlingcn; cincm Schlaganfall crlagen: der Weingärtner Adam Maicr aus Hof und Lcmbach, dcr Sohn dcs Schäfereipächtcrs Hcß aus Lauffen a. N. und der Ackcrer Christoph Schule aus Ncuffen ; der Knecht Karl Sigl von Gcradstetten, in Diensten dcs Hofbauern Händle in Siegelhausen stehend, wurde von ei, nem Pferd erschlagen. Oldenburg. An der Strecke Oldenburg-Sandkrug ist ein Wärtcrhaus abgebrannt, wobei die Frau des Wärters Reiners in den Flammen umkam, während der Mann schwer verletzt zum Hospital nach Oldenbürg geschafft wurde. Die Wittwe Herrn. Reins zu Osterscheps hat sich in der Nähe ihrer Wohnung an einem Baume erhängt.

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C. C. WAITE, Vice TresL and Gen'l Manager. Platform der Arbeiterpartei vonJnbianavoliS. Die Union Labcr Pmtei. ist eine Pai tei der Emanzipation, cire Partei der Wiederherstellung nalürlicher Rechte, um welche die Arbeiter durch ein Jndusirie system beraubt wurden, welches odntRück. ficht auf Empfindungen und Bedürfnisse Arbeitskraft a!S bl ße Waare betiaät.t. Der Endzweck der Partkt ist die Abfchof. fung cincS Systems, unter nulchem tet Arbeit r kaum genug fum Leben le komtrt. wahrend der gtößtte Theil de? Resultates feiner Arbeit sich in den Hörsin Weniger ansammelt, eines Systems, welchls Wenige über olles Mak hinaus b.r.ickert. wahrend die Masse dlö Volkes irnrnii tnelr vercrirt. eincÖ Systems welches Klassen schasst, und welches ixi Laufe der Zelt bloß zwei Klassen übrig lossen wird, die UU Reichen und die seht Armen ; eines Eystcms, welche? die pol:tische Freiheit und freie Regierungsfoimen vernichitt. weil die sehr Armen die Sklaven der setr Reichen weiden müssen. Es ist der Endzweck diesa Paitei an Stelle dieseS Systems ein andere? zu ittzen, wUx welchem die Arbeit uraddangt ist vom Ktip'tat und unter wel chem menschliche txn i-trot zum Zwkck. iöier 'Nrwknduna niät abhängen sollvon dem Willen deö K"pt itS. Au dielem Zw cke erklären xo x. dai nur die in or Eonventwn zu Eincinnaii am 22. Februar 1887 angenommene Plaisorm bestätigen. Und für die Vewaltung unscrer Stadt in der unmitteldcrkn Zukunft, erklären wir. dab wir zu Gunsten folgender Vor ,chISgettnd: 1. Alle Unternehmungen, welche ilr?r Natur nach monopolistischen Charakters sind, sollten ausschließlich i on der Stadt gkfütrt werden zu Gunsten der Bü'er Solche Untlrnehmungen sind: Strafen' bahnen, Wasserwerke. GaSw'ike. Tele phoneirrichiungen u dergt. lange riefe Jnstilutionen jedcch in Händen von Privatccrp zrationen sind, follkn dieselben durch daö Ges.l) oezwungen werden, ihre tÄeschästi so zu .führen, daß die aebrt?ren Facilitüten sich auf olle in gleicher Weise erstrecken, und dak dieselben keir e ungebübrlichen Vorteile warnehmen können. 2. Freie Büder sollen erricht?! und mit allem Comfoit auögestatt't werden, dessen die Mittel der Stadt vermögen 3 Nachdem die Stadt für $150,000 eine Halle gebaut hat. von welcher die Armen gar keinen Vortheil haben, begünstiger wir die Errichtung össertlicher Parks in solcher Nähe der Statt, daß sie auch für Diejenigen erreichbar, sind, welche keine ffuhrwerke halten und nicht viel Geld an Strahenbahnen zu vergeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Steuergesetze derart, daß genauere Vermögensangaben erzwungen werden und Jeder seinen gereckten Antheil an den Kosten der Stadtverwaltung bezahlt; alle Länderelen innerhalb der SüMjrenen fallen besteuert werden, doch soll dos veim und die HauSeinrichtang armer Wittwen sttuerfr?! fein. 5. Wir sind nicht für dos Uebntragen stäkt fcher Privilegien an Staatsbeamte und sind der Ansickt. dsk die Polizeiver waltung eine der Funktionen der S?a)t und nicht des Staate? ist. 6. Besondere Privilegien für die Be nützung öffentlicher Straßen sollen nicht an Privatcorporationen vlizeben werden, und wir halten es für besonders unmo ralisch und den Rechten deö AolkeS ge fährlich, solche Privilegien im Voraus zu Spkkulationszwecken mit Befchlag zu be legen, und alle für solche Zwecke existirende Kontrakte zwischen der Stadt und Ccrpo rationen oder P.rsonen. wie . B. der in Bezug auf das unterirdische Legen elek trischer Träthe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheit. Vorschriften und Gefetze zur Anbringung von sire escapes an öffentlichen Gebäuden sollien striki durchgej'ldit und auf Gebäude ausgeednt werden, in welchen Arbeitt? beschäftigt sind. 8. Da? Besprengen der Slraßkn. die Forlschaffung von Abfüllen und Asche soll durch die Stakt geschehen. 9 W r verlangen die Durchfübrung des Achtstun.engefebeS für die Ange stedtm der Stadt. 10. Wir befürwo:tkn die U'brrtrückung der Eifendahngeleise an Virginia Avenue in der We,s, daß dieselben an einem Punkte zusammeneesütrt Werder, und daß die Eisenbahngesellichasten den aus sie fallenden Theil der Kosten bezahlen 11. Zum Scklusie bttonen wir, daß das Reckt des Volkes feinen Willen am Stimmkastkn auszudrücken, mit d r gröten Sorafalt gewahrt werden fokte, diese Recht ist eines der heiligsten Privi legten 'ine freien Bürger, ein Reckt für da? Nationen gekämpft und Patrioten ihr Blut vrriossen haben. Die Sprache Hot nicht Worte aenug. um Versuche zu verkommen, dieses Reckt durch Betrug und Schwindel zu verkümmern. Wir betrachten solche Versuche, sowie daS Kau sen von Stimmen als ein proßeS .Verbrechen an dem Volke, welches promp teste und schärfste Bestrafung verdient.

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d( I m2T Flint, fciasrai Kiairara Falls, V V k n JarVson, Toronto, 0 O tj Lim, riqoa, Sidnej, Troj, NORTIIEUN OIIIO. Peoria, Springfleld, Qnlnej-. . EeokvA. IN THE WEST. A Xadiaoa, La Croase, f Dabnque, Xarqaett, THE NORTHWEST. CIIAS. II. ROCKWELL, Gen'l Pass'r and Ticket Agent. C. PINGPAffR'S beutfri)' Buch - Handlung ! Ko. 7 Qüd Alabamastr. Bücher aller Sprachen. s&- Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage sozialistischer Werke und Flug schriften. Slcberbekt. Sparsamkeit und Bequemlichkeit ann nicht bester gewahrt werden, als durch die Koch-Gas-Ocfen! - '- ' C-ri7'T' i -.. - . A V T .f-JT'4ll Eisenbahn -Zctt.Tadellc. Ankunft und Abgang de? etsendahnzüge w Jndianadolik. an und nach Sonn tag. den 2. Januar 1887. SksserfsuviH, Nadifou und Zutlooapolis tiendaia n d z e üb kr ta?. c. s.iftrai Änknust: "dZNadSce.. 10 23 Ca 1 5 kiadec... 8.'5 C ' 5nkKhtcitöaio o Zd ab SSall 0 i5w j. 6 45 iftti 9iv ta. 7.3 ?: ' et 8 ?st3jioj.fcn Vandalia Ltue. Sstllfat .... T.SO?a ksz 9rr, V .....11 5) Cm &asie 3cc. firt Caciflt r 11 10" StftemSSaU... dvlNm ch,,, 3 45Pn Katl nb:c... 10.00 Ba Xci $ Pn Crrrcft 4 is fta Schnellzug.. -7... 3 3Xn Tlkvkland, Colunbul, kmetnnati und 3cbto . . it mm i r tt - . a napouf uenDsgu iree rtne.) ftperi.. 2f.i;p 9 3t 8 i g 6.53 Mb sast ts .11.31 i3I.... 5.15 X .,3 aoor tj ta r.in.3-ffi ftntcr ci...ii.ca cm D9toti6lX. 7.3JK XPf) .... 703t 9 1 of&en O;4.00 3ts Klliaan (Erriefe. 4.30 m enton ar. j. 10.15 ZZ Örttoonb rwifiLN, C. .5. Lud 3 g tSzlich. Z.N 30 , ttölich. i5ta 7.3 Cm 11 .l 5 Um U.3 1 Tm iuä rm 11 'S 2X0 3 4, tS?NÄ. 5.60 ftm tlah.lO.r rta 10.45 Um ttzliq. Z.R ! 5 03 I ttllich. 7.40 Gweinuali, Sudlauapoli, St. Loni u. Chicago Viseudahs. Cin rinn aii Dldifiou. Otouikv.Zs 8. 3 40 Km JndtaaV te. 10 45 8 'neinnatt Ute 11 3 Cm 6'Btiii r t. tl.io Voft,ua. fi.6 i 9lv j et ä 4 Z 'Lm , tflclt n tt 11 iOn I Lafayettt Zu.. 4.45 R Chicago Didifto. ijth Ki i Bffttrn Bt 1:1 1& , -. r. tot 2 rrttfe Qt9 Buti, . 7.104a litcigo Hott p.:5 . b 9rn Uk!irn Si 6 ooa S t c ....11.3 lest L .fayette ftre... 6-iH) Im L,anxott 7.'0 fbm khikLou g L. tiiiim c cm.. z.?7 a t?av:: kcc ..11 iB L Vitt IC. 3 Peona Strret.. ki 4) Zudiane, BUorAiasbs naiS3:?en: Clfcclata, Stc finmtl.. 7.5ö B nIjgfici 4. I rt RAS t 1300 Q'l Jr tlflllV ft f att-ra 6 Uz. UgliS 3 SOtt Ctnc 6nc 10.40 Sa tlCKttc 0;. 3 25 VZVTtl 8.30 Efc OeSliche Didifisu. Oefi:.kaU.....t0Lm I Paeifte rrß... 7 igl. Epi.... 9wfc5 l J ) j 10 30 Xm ttantte 3 Min Wettern (Ijp .... 3 5n Wabas?, St. out & Pari?!,. CittJtcttcnatI 7.15 m tVix att:g i.i5 cm LliStn fttU4 9i e 7.00 Ab tei gtS3 5X..UI 45 Sa SCtt h 4 aii. 6.45 Indianapolis ttsb Eisfccne: Siseababn. aiUAdatrj! T.15 ta tc'fnitf i Uee 4.15 f." i i.rctrr D3 m ! e-.tü ttre j. 4 50 m .witÄatt,e)ankiltouö:ZdtaJ tg .lttffiservk,hu et N V 4.1 Cr , or?,Ivi5,Ak: 85 Bö. onils.iit1.tc 5 .30 yn j Uatl 11 45 u tnlvUntt. d '0 'S I :.d? u Lc? ' , 5? Ztn., ? 1. rt f nf.-iiM et 4 55 Xn Jadlauapolik, Decatur fc Spnagsield.' '. ttt Peo aii. 8 0m j ?chn2,uz t I.. 3 jtonttjuma ftic 1 2kor.uuma ;"cc - tA au onnt. 6 9Z2.b i autz Sonnt. ..10 USm Lchsellzuz r f... l sd ! Lsn iiüm Chicago, St. Louis & Pittsburg. - f 2 u , HiU f c 4j iial;S 4.30 C.vu gen.;-. ecnt. 9.43 e faulte- k -I S y B1infh5o.irt.ll.C0t'-T . Z t5-U$ ..,M.4tln tcjca'c. j Oat;a-,ap. E;e. 3. 0 fla tOfcatay i.JO .s äSrst: Ui.xl... B U v V a.t;3u55.. 4 'e ! Cdtcags Rcztt via ?okrss. lZ4,0 SNt, . Jld'i s. ,UL tse I.l5i JÄitliUl... .1,3) i.UIm Ciltoasarpttl 1".35 5 I Jndrl'I 4ou. rrtel s.rojlm SaMaaoIU un et oui kiseubsh? tat tnrit, c c V S z tk ttgliS 7se cc. 2.m riz soft et 8 ti. ä.jOR D u et k tx tSpIiS I u CC.10.B0 9? 0tl33a'BCt lu.ot'Om Ds, ke tägi e.3iia Jza,arU 9x 3.40 km imtrv tgl... 115 Bnt Lon'.tdLle,Nev Llbanh & Chicago. UK.LiLe. iieag, ex tgl..ll.i0N I itcago X tll.. 32 L onon A...... b.SO ono c 915 S ich ir, Thic?. ich. u, tt C(ic - - es all ujoga I ex nrX..... suc Lüge mit x t, c5njtfftl5ar mit I, e5chl4saze tt Pf Vlr,E.

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