Indiana Tribüne, Volume 11, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1887 — Page 3
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gegen Neuralgie. Verlöte fifer fcte c?rfnT,- c? Cd, roele vor.Jahren erzielt wurden und jetzt be stätigt erden. NeuraZaleluuö Lähmung geheilt.?:,. 1880. . Cxringsield, Tenn. Tuxm trau litt 18 Monate an Neuralgie "nd Lähmung, kein Mittel wollte ibr helfen. I.'adem sie ungefähr eine Flafch Ct. JakobZ Ccl aufzelzraucht hatte konnte sie wieder gehen. Jof. P. Murxhy. 6 Js5re spZZer.-Tauernölgkheilt. Cxrinzsteld. Ztnrt., Oktober 17, 3SSC. Meine flrau war gelähmt nd konnte keinen Schritt fliben. Ehe sie eine Flasche St. Jakobi Ccl enszebraucht hatte ar sie im Stande im Hause herumzugehen. Jos. P. Zviurxh,. ßüstenleidru gkheilt-Nodrmde? 1SS0. Scott Tevot. Putnam Co., 23. La. Ehe 15 anfing St. Jatob Oel zu gebrauche war ich bettläqeriz in Folg von Hüstenschmer z?n : jetzt bin ich im Stande mit Leichtizkeit tat Zimmer herumzugehen. , Thomas Torm?. 6 Jahre fpSter-Tanernl, gehtllt. Scott Tevot.Putnam Co., 23. SBa.,85 Okt., 188C Zwölf Taze war ich dettlügeriq in Folg rheumatischer Schmerzen in der Hüfte. NicktS Krackte mir Linderung ln3 ich eine Flasche St. Jakobs Oel anwandte. Nach einer dreimalt gen Lnmendunz war ich eheilt. Thoi. Toraey. Neuralgie nd henmatiZmnZ geheilt. Tower 12, Apvomato? Co.. La., Nov., 1336. Iakire lernn fcatte ich an Neuralgie und 91 & ein matiSmuS gelitten. Tag und Nacht quälten mi t, acute Schmenen. Ich versuchte Et. Ja kobS Oel und alle Schmerzen verschwanden. Robert B. Jlule. THE CHARLES A. V0GELER CO.. Baltimore. Md. w z Ptl HAMBURGER BRUSTTHEE gk.zkN alit iviantcitc trt Vrust, Lungeii und der Kehle. Kux in Ciijinal:'Tacfctm. Prri?, 23 6ntl. 2 atls pc-thefm ;u baden. TUE 11UUIX3 X. YWELtlt CO., BALTMOBT, HD. 1 V., - . . If T I '" " ' --Vl. - V " 2, I schen ?lrtt;ä ße?SSr5J fc, nienk-' tctira.. Awir.i?"' 'rclcke an Man.. ren uh.T.-,.? , . "-'vtuta, inrp, , , - vi u-mii-i r,.ft,:, , fcttÄ"5 ? 3WS fceriocrBnB fiefr ,lC M die , rcr S' : scjPnannwri'MsTi renende i i-;;- ,V"JrJ"J 408. uch von 2.3ViV;n " ?." fft. sturern, refft f'n-rt i-f . W,te"rrfi$'n lese GS Ü?: "er, I 121 E Trc, W?"irLTZ, ' " Trasse, yew Icrk, y. T VtSCr. rn. "f'.-' Cures nd Removes Tan, Sunburn, Bde Stlns3, Mos qu'to and All Insect Citss, j HtiiEor3, Eirth-inarks, and every sonn osskin 1 ijll LXy i.ijlf i,lli., btcn'Acs, ios:wVc2y cured cn tho xnost dslicato ekln without lcavin ecar, by Uox O1n.tzri.02Lt. Prlco C3ct3., COcts. and $1. At druT-ista or trr mail. . Tho Hop rm I'mTi; Co., Ucvr London. Conn. Uttle Hop PilUsoreick-headaclie.dyspcpsia, biüousnecsand constipaticnhavenoequal. 25c vnft.. f.Bi. In allfn Axotheken zu haben. Wenn Sie den besten, reinsten und stärksten S f f 5 A ! Backpulver, 0aking powJer,) Eiract, (flavoring extracts) und k würze, Alli rein und unvirfälsÄt laden wollen, dann fragen Sie raö S. V'. SÖLLXDAY'S ymaavcu 'uul zebranchen Sie seine andern. 90, 88 55 100 Sud Pennsylvania Str. Indianapolis, Ind. t& Zdeizgeschaft in Wtchita, Kan. Anstreicher - Arbeiten t.anl entlich Contratte jnm Anstreichkn von Däusern werden aixf'J Schönste ausgeführt von CA11L IIQWWÄm, 130 Madlson Av5. Preise mäßig. Söue und gute Arbeit wird garautirt. , . tk"A. 3 I.LCmSVUtE.WEWAlSAHT& CHiCAeQ RY (j- ' Die körbst; und direkteste 2mU vo 1 NDIANAPOL.I8 r.ach Frankfcrt, DIpbi, Monticello, Michiga Cnv, Chicago, und allen Orten 1N nördlichen Jndiana, Micht. gau, nZrdlichen llinciS, Wisconsin, Iowa, Minnesota, ZZebrot'a, Kansa, ?tto 27lcjifoDaksta, ZI?dida, öirads, C.a!ifon:ien und Oregon. 2 blttUt Jüqe tägltcd S von Indianapolis nach M:aao; ebenso nach Vichigan City. el?zantc Pullmann Schlafdaggous auf den Rachtzüg.''. SepSZisarken bis an's Re:fezi!l ertheilt. ,tk ahn dat areß;r I uemlichkett, ode, dilliger Raten al rot?. ,let und quixirung nicht u tdertre fTen. Stah!-VIkt. , Ui,r iltttforci ,gz etof;fsia Su!rtnfn und a.sdrnn tu richtungen, rnü6ertrfi!i4? SJorthei'i für Sig:an. ten, and nnfcloun'ltn.i-cte nav irgend ttses Ort, der von anderen tt'thk'ei: bri:h, wird. &)rrn iren n5?d', s2dl:. kZItc) uxt wmi , reisen wünst. kaufe man nicht da, nVji Ctl, lil an ur.fet rr.fe u. s. . zeschen. ege lSrm uiede an fich ,T. D. Uiilil win, Distrikt Paffagi 1gni. 9t. 7 üb Zlltnoi trai, Indtanar k, I". Jodn v. Sttsl?. . S. Vekd.. a,nra!S?ar. eral Vaffaaie p,?. T)tea.ZZ. ezzi,,JZ,.
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Andre Cornclis.
Pariser Roman von Paul Vonrget. Deutsch von Anton V e t t e l h e i m. (Fortsesung.) Dscs'cö 'ttchcn war schwierig, ich war mir sogleich klar darüber. Thatsachen? konnte ich schwerlich herbeischaffen. Wie und wo die Sache also anfassen? Schon das einfache Aufstellen des Problems nahm mir jede Hoffnung, was immer durch etne regelrechte Untersuchung zu entdecken. Worunr handelte es slü) eigeutlich? Mich zu vergewissern, ja oder nein, ob Herr Termonoe der Mitschuld! gc des Menschen war, der meinen Vater in den Hinterhalt gelockt harte. Diesen Menschen selbst aber kannte ich gar nicht. Ich hatte keinen anderen Anhaltspuukt in Vetresf desselben, als die Einzelkjeite'n seiner Verkleidung unb die un bestimmten Vermuthungen- eines UnterfuchungsrichterS. . Und. wenn ich diesen Nichter nur hätte zu Nathe ziehen, mich seiner Erfahrung nur hätte bedienen können! Wie oft habe ich das Päckchen vers rätherifcher Briefe an mich genommen, entschlossen, eö ihm zu bringen, ihn um einen Rath, einen Fmgerzeig, eine Unter Stützung anzugehen! Ich kam bis vor seine HauStl'üre, dann machte ich Halt. Das Bild meiner Butter Verrammelte mir den Eingang. Wenn er auch sie verdächtigen würde, wie das meine Tante gethan ? Dann kehrte tch wieder in meine Wohnung zurück und sperrte mich stundenlang ein, streckte mich auf daS Spha meines Rauchzimmers hin, und betäbte mich mit Tabak. Dann las ich wieder öie verhängnisvollen Briefe durch obwohl ich sie beinahe auswendig wußte, um meinen ersten Eindruck zu prüfen, den ich noch immer zu vernichten hoffte. Ich bestärkte mich aber in demselben bei jeder neuen Lektüre. Ich gewann dabei wenigstcnS die Erkenntniß, daß die Gewißhcit. nach der ich strebte, nur eine psnchologische sein konnte. Zum Schlüsse hatten all meine Einbildungen die morali schcn Voraussetzungen des Verbrechens zum Ausgangspunkt, da ich die faktischen nicht zur Stelle schaffen konnte. Ich mußte mich also einzig und allein leidenschaftlich an diese moralischen VorauSsctzungen halten. Und ich begann, genau so wie in Eompinge zu folgern: Gesetzt, Herr Termoude sei schuldig, in welchem Geisteszustände muß er sein? Und wie müßte man vorgehen, um ihm ein Zeichen seines Schuldbewußtseins zu entreißen? " Ueber diesen Geisteszustand hegte ich keine Zweifel. Er war leidend und düster, seine Gcmüthsstimmung sehr gedrückt ; wenn dieses Leiden, diese Traurigkeit, diese Angst mit der Erinnerung an eine Mordthat sich paarten, dann roar dieser Mann das Opfer geheimer Gewissensbisse. Meine Aufgabe bestand also darin, einen Vorgang zu ersinnen, durch welchen ich diesen Gewissensbiß gleichsam verkörpern könnte, das Schreckbild der begonnenen Frevclthat jählings, gewaltthätig vor ihn hinzustellen. War er schuldig, dann war es unmöglich, daß er nicht zusammenschauderte; war er unschuldia, daun würde er die Prüfung gar nicht bemerken. Wie aber sollte ich die plötzliche Beschwörung des Verbrechens vor die Augen desjenigen, den ich verdächtigte, Kcrvorrusen? Auf der Bühne und in Romanen vex gegenwärtig! man eine Mordscene vor dem Mörder und erspäht dabei in seinen Mienen den Augenblick, in dem er sich nicht beherrscht. In der Wirklichkeit hat man, wenn man das Gewissen von irgendwem sondiren will, nur das schwer zu handhabende Werkzeug deS Wortes zur Verfügung. Ich konnte doch nicht geradeaus auf Herrn Termonde zugehen und ihm in's Gesicht jagen: Sie haben meinen Vater umbringen lassen...." Unschuldig oder schuldig, gleichviel! er würde mich daraufhin zur Thüre hinaus werfen, wie einen Rasenden. Nach mehreren Stunden der Ueberlegung sah ich, daß ein einziger Plan vernünftig und nützlich wäre, nämlich, mit nleinem Stiefvater unter vier Augen, in einem Moment, in dem er am wenigsten darauf gefaßt wäre, eine nur in Andeutungen und Anspülungen sich bewegende Unterredung zu führen, bei der jedes Wort gleichsam den Finger auf die schmerzhafteste Stelle in seinen Gedanken legte, für den Fall, als diese Gedanken die eines Mörders wären. Jeder meiner Sätze möchte ihn zwingen, sich zu fraaen: Warum sagt er das, wen er mchtS weiß? Weiß er etwas?.... Und ro5 weiß er? " Ich kannte fnn Mienenspiel bis in'S Kleinste, ich kannte je! einfachsten Geberden. Ich kannte sein ganzes' Wesen und Benehme so gena. Kein noch so leises Zeichen der Verwirrung konnte mir bei ihm mtgeKen. Wenn ich auf die Art den kranken Punkt icht herauSsinden sollte, dnn muße ich darauS wohl auf die Nichtigkeit von Berdachtsgründen schließen, die seit de Tode meiner Tante unaufhörlich neu era tauchten. Ich möchte daxn dto einsacke', wahrscheinliche Erklärung zulassen, di auch mit den Briefen meitteSVaterS icht in Widerspruch stand, daß cwrlich Hr Termonde meine' Mutter gettebt, hoff nungsloS bei Lebzeiten khrS ersten jätt nes, dann aber an sei Ziel gÄanet st durch eine Wittwenschaft, bh er fett nicht einmal zu hoffen ggt. Stoßt ich dagegen während unserer Ifofaal tung bemerken, daß er nrnn Verdacht begriffen und errathe, daß er mein Worten ängstlich folge, wn ich i stzinem Blicke jenen Blitz überraschte, . d den unbewußten Schrecken 73 TyieS offenbart, daS gerade in dnn Augenblick angegriffen wird, in dem eS sich am fich stcn wähnt, wenn die Probe gsfönge, dann. . . . dann. . . . Ich wagte eö cht, dieses Dann" weiter cm5zadtm. Schon diefe Möglichkeit kefchättert nch zu rief. Würde ich aber die Kraft zu dieser Unterredung sinde? Es mtjte das ein Kampf werde, w eine dsr Skbelduelle, bei welche der Sieg dnjenigm zufällt, der sogleich richtig auölegt. Und ich gab mir volle Rechenschaft darüber, daß meine immer reizbare Empsindlichkeit mir diese Rslle schwer machte, als jedem AnderZn. Sehsa wenn ich daran dachte sehlug mein Her, schneller und zogen siH meine Ner,en zulammen.,. . . SaS? ei dem erüen. ftai
darbietenden Ansaß, zu yändeln, mtcy dem Rachewerk zu weihen, das ich seit meiner Jrrgend auf mich genommen und begehrt hatte, sollte ich zaudern.... Glücklicher oder unglücklicher Weise atte ich als Rathgcbcr einen Gefährten, 'der mächtiger war, als mein Zobern: das Bild.meineS VaterS, das jetzt rn mernu Rauchzimmer aufgehängt war. In der Racht'erwachte ich, von diesen Gedanken gemartert. Ich zündete mein Licht an und betrachtete ihn wieder, wie sich sein
Antlitz hell von der Tapete vhod. V5le , Xff9X- .-V iMAWiiM u- A fe rn( jtK Js. L js. I uyuiiv.y ivii iiiiuiiun icuicii, wiriliu Nlcht ganz so kräftig gebaut war. Wie sehr waren wir EinS! Wie nahe suhlte ich mich ihm! Wie liebte ich ihn! Dtefe hohe Stirn, die braunen Augen, den tU was breiten Mund, das etwas lanae Kinn ich betrachtete all das mit unsägllcher Bewegung. Den Mund rnsbesondere, den ein schwarzer, ganz so wie der meiniae gestützte. schnurrbart verdeckte: er hatte nicht nöthig, sich zu öffnen und mir zuzurufen: Andre, Andre, erinnere Dich uuiner!" Neiu, aru?u Todter, ich konnte Dich nicht eitck lo vor mir sehen, be'vor ich das UnmOglicye versucht, Dich zu rächen und ich hatte nur ein Gespräch anzuknüpfen, nichts alS ein Gespräch. Mehr nervöses Unbeha gen wich einer fieberhaften und zugleich kalten ZsillenSminun tamofil zugleich ; Ulld mit einer beinahe unbedingten Herrschaft über mich selbst, nach einer ziemlich langen Zeit innerer 5?kmpfe, mit dem wohlerwogenen Plan meincr vccdcn, begab tch mich nes vtachmittaas zu Anfang Februar in daS Saus Boulcvvrd Latour Maubourg. Ich war fast sicher, meinen (suefvatcr allein anzutreffen. Meine Mutter war bei Mabmne Bernard, da wußte ich. Er wao zu Hause und wirklich allem. Vorwärts, Andre," sagte mir die innere Stimme, welche dem Soldaten verbietet, zurückzuweichen, sei ein Manu." Wieder einmal fühlte ich, wie sehr Handeln beruhigt und welche Wopthat Re Ver wcgenyeit in sich schließt. 5vurch zu el Denken, durch ni viel Beschauen dei eigenen Herzens leidet man. Ach, daß tan nicht immer handeln kann! Herr Termonde war in seinem ArbrHzmuner. MS ich eintritt, rauche er, aus einem niedrigen Stuhl sitzend, frierend dicht beim Kamlnfeuer. Auch er ietäubte sich, wie ich in meinen b5sen Stunden, mit Tabak, ssgeich nach einer ander: Cigarre tankend, 'wenn er eine auSgerancht. DaS Gemach, m daS ich nur selten kam, zHte knne besondere Eigeneut, d eten Zttdkschluß auf die Person zuließe, elche diese Einrichtung geShtt. LS war ein zerilumigeS, luruxiljtü und zglch nichtSfaedeS (Semach. Me dunkle Holztülckung dK Plafonds, die hellbraunen, goldcprc ten Taveten aus cordovarrtschem Lcder an den Wänden, die Farbe deS ounkelrotbcw Teppichs und die verblaßten Tinten vor Gobelins der Portieren stimmten mit dem gedämpft durch die beweglichen, in diesem Augenblick geschlossenen GlcrS? fenstcr einfallenden Licht. Im Uebrigen erinnerte ein Durcheinander von Möbel stücken auS aller Herren Ländern an die Reifen des weitläufigen Diplomaten: zwei spanische Bargnenos in leuchtenden Purpurfarben, niedrige Stühle mit ge schnitzten Lehnen im Florentiner Stul,, im Kamin hohe, schmiedeeiserne Feuer bocke, in Nürnberg gekauft, mit phantastischen Ungeheuern und über dem Kamm eine alte Eopie des Rafaelischen BildnisscS von Eäsar Borgia. Eine große Bibliothek nahm eine ganze Mauer ein. Geschäfts und volkSwirthschastliche Werke in grünen oder schwarzen Einbän den auf den oberen Fächern ; unten was ren andere, geheftete Bücher in -hellen Umschlägen, die Mordromane. Ein großer, flacher Schreibtisch stand inmitten des Zimmers; darauf alles erforderliche, sorgsam geordnete Schreibgeräthe und einige Photographien in MaroquinRahmen, die meiner Mutter, dann die des Vaters und der Mutter von Herrn Termonde. Nur einen hervorstechenden Zug im Wesen desjenigen, der das Gemach jetzt mit den blauen Rauchwolken seiner Eigarre erfüllte, konnte man aus diesem Arbeitszimmer herausfinden; das peinliche Bestreben, correkt zu erscheinen. Aber dieses Bemühen, das ihm mit so vielen Leuten seines Kreises gemein war, kann ebensowohl schaler Gewöhnlichkeit, ie der raffinirtesten Heuchelei zum Vor wand dienen. Und nicht allein in seiner äußeren Lebensführung erwies sich mei Stiefvater so unergründlich, ohne daß man errieth, ob hinter seiner Höflichkeit und Eleganz tiefere Gedanke fxiim oder nicht. Diese Betrachtungen hatte ich oft angestellt, noch zu einer Zeit, r der mich nur die Neugier reizte, die g heinten Falten seines CharackterS $u entschleiern. Sie erfaßten mich mit arötzter Lebhaftigkeit in diesem Augmblicke, in dem ich zu ihm kam, mit ei so feste Vorsatz, in seiner Verg.aHcheit zu lesen. Einstweilen schüttelten rmr ander die Hände, ich nahm Platz zr Seite deS KaminS, ich zündete eine Clta rette an und sagte ihm endlich, zur örklärung meines VesuchsS zu so 5 roohnter Stunde: .Mama ist nicht zu Huse?" $at sie Dir denn nicht nurlich Ke oay sie bei Mad Bcwaä zu Baiöä frühpack aelideu ist?" ant44 mir. Sie tpt neu Utiiua Zlok or in oaö Atelier vox Lzano so hZ ein spanischer, seit zwei Jahren sehr snchter Make um das Porträt z se, h, daö er gerade von Madame Vemcrch macht Willst Du Deiner Mutter etwas sagen toffe?. . . . fügt er ein fach l)inzu. Drese wenigen Worte genüaeu, um mir zu beweisen, daß er daS Äußuybwöhnliche meines Besuches wobnerft hatte. Sollte ich mich darüber fr oder betrüben i . . . . Zch iad ldn also raus vorbereitet, daß ich kam, gstrbe durch em besonderes Motiv, ab (pvtät das würde meinen Worten erst ihr voR Tragweite verluheu. lch lenkte des Gespräch anfangs auf nu &titfüi'QU tttwi und begum vo duu Dcaör pl rede, von dem ich em guS 55i tanute: Tazende Ziaeunerumeu in emer irthsstuöe von Gumada. Ich beschrieb ch du Udm (stüunHen, den Heu etu, die rochen Nslken im dunklen Haar, das maurische Gesicht des Guitarrekirttrö mkd fast M Über.SvanieA aus. Ausn-
schnnlih an?ottrre er mir nr aug Höf lichkcit. Während er seine Cigarre wciterrauchte, schürte er daS FeUcr, dann nahm er ein Sttlck glühender Kohle wischen die Feuerzange, hierauf, ein zwettes. An dem Beben seiner Finger, dem cinzigen Anzeichen seiner nervösen Bewegung, das er nicht zu unterdrücken vermocht, erkannte ich, daß ihm meine Gegenwart, wie immer, unangenehm war. Er plauderte indessen mit feiner gewohnten Artigkeit, mit dieser leisen, sast klanglosen Stimme, die den Eindruck macht, als babe er nck für diese Art tu ndcn cinae-
übt ; seine Äugen waren auf die Flams men gerichtet und sein Gesicht, das ich im Profil sah, hatte diesen Ausdruck nned . - mn'-r-'i- t ijs. s - ..i. itcyer cuoiglcn, oen u gm rannre, etmaS unsagbar Unbewegliches und Trauriges, mit. tiefen Falten um den wie durch bittere Gedanken verzogenen Mund. Da ich dies verhaßte Profil mit aller mrr innewohnenden Aufmerksamkeit bcobachtete, ließ ich, ohne jeden Uebergang von einem Geaenstand zum anderen, die Bemerkung fallen : Ich habe heute Morgen einen schr interessanten Besuch gemacht." Das unterscheide Dich von mir, " crwiderte er gleichmüthig, denn ich habe meinen Morgen damit verthan, meine Csrrespondenz zu erlcdiam." Ja, gewiß," fuhr ich fort,, höchst intcressant. ... Ich war Zwei Stunden bei Herrn Maffol " Ich hatte auf die Wirkuug dieses Ramenö seyr gerechnet, der chm zugleich auch die Untersuchung deS RitthselS deS Hotels Jnrperial in Erinnerung bringen sollte. Keine Muskel in seinem Gencht zuckte. Er legte die Feuerzange beiseite, lehnte sich in seinen FkmtoeÄ zurück ud fragte mich mit zecpnr Miene: Der frühere NnkrschuVrichtcr ? 'Otn macht Der fätV War eS mSalich, dcch er wirklich nicht vmHte, wo dieer Mann lebt, Derjenige, r dem er sich, wen er schuldig war, 6 mvifien hüten mußte? Wie ergrünftä, ob dieser Gleichmuth nur erkünstelt war? Die Falle, die ich gelegt, erschien vaü plötzlich als die Eingebung einoZ mckven KindeS. Zugestanden, daß mein Ätiefvater jetzt sein Herz beklommen Mte, dak sein PulS fttzt fieberisch ging, dag er sich bnn fragte: wo will er hkrauS " Dann ar daS ja ein Grund mehr für ihn, fene Erregung noch besser zu Verbergen .... Gleichviel. Ich hatte begonnen. Nun galt es fortsichren und einen Haliptschlag führen. fHerr Maffol ist Rath am Obcrgc erwiderte ich und setzte hinzu, obdaS nicht richtig war ich sehe ihn hÄlfig. . . . Wir haben heute früh von Jdrbrcchen gesprochen, welche der Strafe enrWkz. Denken Sk nur: cr ist davon nbvrzcugt, daß Troppmann einen Mitschulden hatte. Er glaubt das nach en Mnzelnhciten des Verbrechens, b9 seines ErachtenS nur zwei vollbringen konnten Wen dem so ist, dann muß man zugeben, daß die Herren Mörder ihre eigene Ehre haben, so bizarr daS auch erscheinen mag, da sich dieser ungcheuerttcke Kinderschlächter den Kopf, abhacken knß, ohne den Anderen zu vcrrathen Der Mitschuldige hat übrigens trotzdem böse Stunden durchmachen müssen seit der Entdeckung der, Leiajen und der Verhastuna seincS'Spicßgelellcn. . . . Ich würde mich . auf diese Ehre nicht ver lassen und wem: mich die Lust anwandeln wurde, ein Verbrechen zu begeben, würde ich allein handeln. . . . Und Sie?" fragte ich wie scherzhakt. war nichts an diesen beiden Worten, nicht?, als ein bedeutungsloser Scherz, wenn Derjenige, dem ich diese abssnderllche Frage vorlegte, unschuldig war. Im entgegengesetzten FaU, ah!mußte ihm das Mark in den Knochen gefrieren. Er hatte mich angehört, immer stärker dampfend, mit halb geschlossenen Augenlidern. Ich sah seine linke Hand nicht mehr, die cr hinter dem Stuhl hielt, wahrend er die Rechte in die Rocktasche gesteckt hatte. Er ließ eine Weile verstreichen, bevor er antwortete eine sehr kurze Weile, aber diese Minute, welche zwischen meiner Frage und seiner Antwort lag, brannte mir auf die Seele. Aber wie ? Hastiges Reden war überhaupt nicht seine Art, dann hatte meine Frage kein Interesse sür ihn, wenn er nicht schuldig war; wenn er eö aber war, mußte er da nicht im Nu die Tragweite derAntwort ermessen, die cr an mich richten würde? Wie das wiederum ergründen? Er schloß die Augen ganz, wie ihm daS häusig begegnete, dann sagte er mir in dem lässigen Ton eineS Mannes, der ganz im Allgemeinen spricht: Es ist gewiß, daß Regungendes GewissenS bei sehr verworfenen Leuten vorkommen. DaS sieht man besonders in Landern, wo die Zustande urwüchsiger, der Natur näher sind, als bei uns. Sich, in demselben Spanien, das Dich so lebhast intcressirt, gab es, als ich noch dort lebte, Räuber Man schloß Verträge mit ihnen, um ungehindert die SierraGegenden zu durchstreifen Es kam kaum jemals vor, daß sie Are Verpflichtuna nicht eingehalten. . . In der Geschichte berühmter Criminalfälle wimmelt cS von Missethätern, die treffliche Freund, ausgezeichnete Söhne, vollendete Liebhaber waren.... Aber ich bin wie Du, ich meine, e sei das Beste, nicht $ sehr darauf zu zählen . . . . " Auch er lächelte, da er diese letzten Worte sprach und jetzt blickte er mich mit seinen blauen, so bellen und zugleich so aeheimnißvollen, so undurchdringlichen Augen an. Nein, ich war der Aufgabe nicht gewachsen, in seinem Herzen zu lesen. Dazu bedürfte eS eines anderen Talentes, als deS meinigen, einer anderen Scharfe des Blickes, einer anderen Energie, um dieser Persönlichkeit gegenüber die Rolle des Polizisten u sptelen, der einen Schuldigen magnctistrt. Warum wuchs nichtsdestoweniger mein Verdacht, da ich sah, wie heuchlerisch, zugeknöpft, maskirt dieser Mann war? Giebt cS nicht so geartete Naturen, die sich ohne Grund verschließen, wie andere sich öffnen, Nachtseelen, wie Tagscelen? Vorwärts, Muth und noch einen Schlacr geführt. Hm: Massol und ich begann ich wieder, haben uns auch die Frage vorgelegt, was für ein Leben dieser Mitschuldige Troppmann'S oder vielmehr Rochdale's führen könne, auf dessen Entdeckung weder er, noch ich, verzichtet haben.... Denn Herr Massol hat dafür aesorat. bevor er duseS Gericht verließ
ole ersky'rung zu unterbrechet um wir haben Jahre vor uns, um wcitcrzuforschenk... Schlafen diese Verbrecher in Frieden? Sind sie, selbst in ihrer zeitweiligen Sicherheit, bestraft durch die Angst vor der Gefahr, durch Gewissensbisse? Es wäre eine seltsame Ironie, wenn sie nun brave und ruhige Staatsbürgcr wären, die ihre Cigarren rauchen, wie Sie und ich, die lieben und geliebt würden Glauben Sie nicht an Gewiss ensbisfe?" Ja, ich glaube daran," antwortete cr.
War es der Gegensatz zwischen der af , scktlrtcn Lclchtscrtlgkelt meiner Redeweise und dem Ernst, mit dem cr gesprochen, der mir seinen Ton ernst und nachdrücklich erscheinen ließ? Doch nein! Ich irrte mich, de.ln cr hatte ohne Schaudern die Nachricht vernommen, daß die VcrjäHrung deZ Verbrechens unterbrochen worden eine erschreckende Meldung für ihn, wenn er mit dem Morde zu schaffen hatte, und mit ruhigem Tone fuhr cr fort, indem cv auf die philosophische Seite meiner Frage einging: I Und glaubt Herr Massol an Gcwissensbissc?" j Herr Massol," sagte ich, ist ein Ey- . nikcr. Er hat zu abscheuliche Dinge gc- ! sehen. Er sagt, das wäre eine Hrage - des Magens und der religiösen Erzijlitt (vr nistn!' dnf? tn Wnrnt dp? mj j vt V mm j v prächtig verdauen wurde und dem man in seiner frühesten Kindheit niemals von der Hölle gesprochen, vom Morgen bis zum Abend stehlen und morden tonnte, ohne jemals andere Gewissensbisse zu kennen, als die ,vurcht vor den Gendarmen. . . . Diese Frage von Jenseits soll übrigens in der Einsamkeit cinc gewisse Rolle spielen, so behauptet selbst dieser Skcptlkcr. .. Und ich glaube, datt cr recht thut, denn sehr oft muß ich ohne Veranlassung des Nachts an den Tod denken ich, der nicht mehr an viel glaube und dann habe lch Furcht Ja wohl, ich habe Furcht . . . . Und Sie," fragte ich, giernben Sie an eine andere Welt?" Ja," sagte er Und diesmal glaubte ich deutlich cinc innerliche Bcwcgung in seiner Stimme zu merken. Und an die Gerechtigkeit Gottes?" An seine Gerechtigkeit und an sein Mitleid," antwortete cr mit cigenthümli ckcm Tone. (Fortfetzung folgt.) Vom Auslande Ueber das neueste G l ock-ner-Unglück wird aus Hciligenblut, 26. August, dem N. Wr. Tgbl." berichtet. Der Verunglückte heißt Richard Johannes Eduard List, 1859 geboren, ledig, Beamter der Allgemeinen deutschen Ercditanstalt in Leipzig. List hatte in Gcmcinschaft des Mainzer Realschullchrers Herrn Walther Staudingcr, der mit seiner Gattin aus einer Fcricnrcisc begriffen ist, cinc längcreAlpcntour unternommen. Von Vrnck-Fusch aus kam dic kleine Reisegesellschaft über dic Pfandlscharte nach dem Glockncrhausc ; am 2. August sollte, dies war der Plan, die Tour über KalS nach Mdnti fortgesetzt werden. Am 25. Nachmittags machten sich dic beiden Herren zum Edclweißpflückcn auf den Weg, während Frau Staudinger im Glockncrhausc zurückgeblieben. Sie gingen über die Franz Joscf-Hohc, die Pfandlscharte kreuzend, ans linke Ufer des PfandlbachcS und hier glitt List es war genau 3 Uhr aus Unvorsichtigkeit aus und stürzte von einem 45 Meter hohcn Felsen, der sich sehr schroff niedersenkt, in die Tiefe. Im Sturze überschlug er sich einige Male und blieb dann blutüberströmt bewußtlos unten liegen. Der Unglücksfall wurde sofort auch unten bemerkt; zufällig waren nämlich Dr. Johann Schauer, Advokat aus Wels, Theodor Grohmann, VizePräsident des Tcplitzcr AlpcnvcrciucS, und ein Herr Maicr aus Wien auf dem Wege von der Franz-Joscf-Höhc ins GlockncrhauS begriffen und sie hatten von dem Standorte aus, auf welchem sie sich gerade befanden, den genauesten Ausblick auf die Unglücksstättc. Sie sahen List stürzen , und sofort eilte nun Dr. Schauer ins GlockncrhauS um Hilfe, während Herr Grohmann einige Bauersleute, dic gerade daher kamen, am Rcttungswcrk thcilzunchmcn bewog. Vom GlockncrhauS niachtc sich af die Nachricht von dem Unglück sofort auch Prof. Sattler aus Prag auf den Weg, um dem Abgestürzten, wenn cS nicht in spat war, noch ärztliche Hilfe zu bringen. List wurde in furchtbarem Zustande aufgefunden; er hatte enorme Blutverluste crlitten und Prof. Sattler constatirte mehrfachen Schädclbruch und cinc schwere Gehirnerschütterung. Dcr Verunglückte wurDc naa) Hclllgenblut transporUrt,woselbst man um 8 Uhr anlangte und wo stuä, mcl. Theodor Beer aus Wien die nöthige Hilfe leistete. Um 2 Uhr Nachts kam anch Doktor Boschitz auS Winklern an List'S Krankenlager; cr fand dcnPatientcn noch immer in tiefster Bewußtlos sigkcit versunken. Auch unter den Varkccpern gibt es manchmal recht dumme Jüng linge. Ein solcher erhielt neulich in Bccmcr in vccbraSka von einem fremden eine $50-Bill, aber in c 0 n f ö d e r i rtem Gelde. Dcr Varkccper nahm das werthlose Papier ruhig an, zog slch den Betrag für die kleine Zeche ab und gav ihm den Rest $40.50 in gutem, echtem Papiergelde wieder. Seit dcr Zelt ist dcr fremde aus Bccmcr verschwunden. Unbegründeter Zweifel. Arabella : Warum schcn Sie mich so forschend, so feierlich an, Baron? Vanr r . r c !ffron: 2Ü5CU ich immer meyr oaran zwelsle, dah Sie einer dauernden Empfindung" fähig sind, theure Arabella. Arabella: Doch, doch, lieber Freund, ich emvsinde zum Beispiele stets andauernden Hunaer." Manche Frauen üben eine allzu große Nachsicht, indem sie Jedem nachseerd. Jobn Weilaröt?. Saloon n. BilliardHaLe 83 Venusvlvauio (Ztr.
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