Indiana Tribüne, Volume 11, Number 5, Indianapolis, Marion County, 23 September 1887 — Page 3

77?.. ... äi KtMIIA-MklUNS HAMBURGER nnnrrfif WV inurrcra 115 gegen Magenleiden. KW Berichte Lber die Erfolge von Tr. Vugst tflma'i Hamburger Tropfen, welcbe vor Jahren erzielt wurden und jetzt bestätigt erden. icherex Trfslg September 1876. Ct. Boniface. Pa. View Sohn litt seit lZngerer Zeit an eine Üagenleiden, welches keinem der vielen ange canMen Mittel veichen wollte. Auf Sinratön in Freundes gebrauchte ich Dr. August ÄS nig'l Hamburger Xrovfen und in kurzer Zeit war er wieder hergestellt. ThonaSOtt. 114 11 Jahren obige? Zeugniß bestätigt. Et. Boniface. 8. Februar. 1337. Vorjahren litt mein Sohn an einem hefti tigen Maqenleiden. Ein Nachbar rieth mir, ihm Tr. ugufl önig'S Hamburger Tropfen zu geben, ich befolgte den Rath und er wurde geheilt. Heute ist r in gesunder und krafri. ger junger iKann. Thol. Ott, Postmeister. . Senge ebxaZt Zai 1878. Manchester. 91. H. Cfion seit JaZre gebrauch ich Tr. ugusl ÄBntg'4 Hamburger Tropfen, si wirken immer auzjichnt und solltenin keinemHaufe fehlen. Herman Rittner. R4 9 Z?rrn. Züanchester. 31. H.. 8. Februar, 1387. Vereitmilliä bezeug ich. daß Dr. August önig' Hamvurger Tropfen mich von Unver daulichkett, te. geheilt haben und kann ich die Anwendung diese ausgezeichneten Heilmittels nicht warm genug empfehlen. Herman Ritt-ner. THE CHARLES A. VOGELER CO.. Baltimore. Mi. AMvbZ JR W St) Gtfrs ftftrcmatlfmn, SJeernTgiit. Frestbeulen, 45zeichn. Sreuzweh. ückeuschmerzku, vrrpiuchuugea, Brkhnnzen, SchnittwnnökN. Lsbnschmerzen, opswey, JörGtibtoanber. Vt SO ttcatl tn allen xothrkk n laben. OL1 UU&LH X. T06UU tü.,BiLiuoi;i,T;a WZTZ -cm)g?CT r.trs. sHTsflVlIt-n.. - - .""""T-" " "'C liier i:3nr?I.nt. h,.f , - -mCU3 , 1ae ÄfSeeb-fe,?T ?neten 7''7..?. '"Nkhetten. fetri . -"7. ?o rem Sfcjunsifi. k.,. ' ---..! uauruen . - nrea leid,. SvZrHl fügendmn- m r vtwrii nn n u . . l ?.'? iktilbaf.r.Ki ?! 1 i ..:r""'.oic crifj J.-fulb i VmBuch v?n flm sä jn, nebst einem Änhqe üb?,' enograacnrßranerni ki..kk! 121 E. lar' T 'rLTZ, 1 " 1CS- Strasse ew Tork, ff. Cures Md Removes Tan Sunburn, Be Stlngs, Mosqulto nnd All . Inaect Bites, 4 iTvmviSA, BLOTCHES, Humen, Birtli-maris, md every form osaüa blemi&hao. postfvely enred on ti xaoet dolicate skin without laaviE ocar, by Hod Oi xft33Q.e33.ti. Pric aöeta., COcta. and $1. v At drurziiti er by nasL . Tut iicmtnu inrg uo.tnw ijonaon,tona. Uttl Jlp Plll sor ick-headadie, dyspepeia, bUioiuneag tad cwaBtipation have no eqnaL 25c In allen Apotheken , Haben. Wenn Sie den besten, reinsten und stärksten S ssi g! Oackpalver, (baking powder,) OttOCt (flaroring extracts) und Gewürze. HUti rein und unvirfälsck! Haben wol len. dann fragen Sie ra H. W. SOLLIDAT'S Waaren ml gebrauchen Sie keine andern. vlk, VS 100 Süd PcnosYlvauia Str. Indianapolis, Ind. 7 Zioeizgeschäft in Wtchita, Kan Anstreicher - Arbeiten namentlich Kontrakte zum Anstreichen von Hän se r n werden aus'S Schönste ausgeführt von CkttL HOFMANN, 136 Madison Av?. Preise mäßig. Schöne nnd gute Arbeit wird garantirt. Sjp$mtziv ELiiÄifi Chicago , T ,. - . Die kürjzste und direkttste Linie vo ra j Xivre-eVPOMo nach Franlfrrt, SWpfci, Montittllo, Michigan Citv, Chicago, Mtd allen Orten nördlichen Judiana, riichi. an, nördliche Illinois, Wikconfin, Iowa, Vinnesoia. s!ebral"a, Stxnii. New Nerieo Daköta, .edadL, Ealirad, Caüfcrnien nnr OKoa. 2 direkte Iüqe täglich 2 Ho Indianapolis nach ebieago; ebenso nach Nichtgan City. Slezantt Pnllman Schlaf, vsggsu auf den Nachtzug.. TepSckmarke bi an' Reiseziel ertheilt, tat ahn hat gröSere 81 uemlichkettea cbei HUltgere Rate al wir. S'leii und auiviru, tcht ea ebertreffen. Stahl-Selei. , iller Platter nd SUßttffen, Lu'tbresen und a,i modernen Cln Achtungen, unLdertreMS Lorth:', für mtgra. Le, Land undrrtknBtllt nav irgend et Orte, der von anderen adne ltrt$i üb. Oevn au nörili, südlich, ökUch tder enlich reis wünscht, kauf man nicht da aig BiiH, ttl an nfer Pr:f u. f. w. gefeh,. Oegen Züähere seodk man fiH , J. X. Baldwln, Distrikt Paflagle, Igevt. 21 rä Jlinoti CtT!f, Indianar, I, I, Vod 0. Vrso. O. . tlalK. Sesnäl-LenvaUer. 9iRtl Vaff apitn tf C)Uie.3II' CMMf3SI'

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Andre Cornelis.

Pariser Roman von Paul Sanrget. Deutsch von Anton Vettelheim. (Fortst,ung.) Ich fühlte meine Unfähigkeit, meine Gedanken zu beherrschen, doppelt durch den Gegensatz, der zwischen diesen Sturmen in meinem Innern und der tiefen Stille im Hause der Todten bestand. Mein Leben floß hier dem Anschein nach so einförmig, in Wahrheit höchst ausgeregt, feffellos dahin. Ich stand spät aus, ich ordnete Briesschaften, ich lag sie bis zur Stunde des Gabelfrühstücks, das ich allein einnahm, stets bedient von Julie, die nach wie vor nicht erlaubte, daß sich jemand Anderes mit mir befchäftige. In diesem stillen Speisezimmer hatte ich den Haushund Don Juan und zwei Katzen ZU Kameraden, welch Letztere icb früher einmal selbst meiner Tante geschenkt hatte, zwei Halbblut - ÄngoraZ, die Eine mit dem Spitznamen Haarkugel, wegen ihre? dichten Felles, die Andere Pierrot, wegen ibrer schlauen Miene und ihrer Bosheit, ijch futterte diese ganze Menagerie. Ich entsann mich jenes Robinson, den ich in meiner Kindheit so sehr geliebt, und der Scenen, in welchen der Einsiedler sich zu Tisch setzt, umgeben von seinem kleinen Tierstaat. Ach ich selbst war der Robinson, der im Sand die Spur eines unbekannten Fußes wahrgenommen und, in sein friedliches Asyl zurückgezogen, seine Besorgniß dahin verpflanzt. Julie ging hin und her in ihren Trauerkleidern. Die Katzen pusteten, wenn Don Juan sich ihnen näherte. Wenn ich sie vernachlässigte, so streckten sie die Pfote aus und krallten sich in daö Tischtuch, wobei sie verschmitzt ihre Schnauze spitzten. Ich hörte daZ Ticken der flach in ihrem Futteral liegenden Vur-gunder-Uhr und sah den kupfernen Penbei hin, und hersHnnngen in der runden, in das Hslzgehäuse eingeschnittenen OeffnunA. Und in dieser so gemüthli chen,' philisterhaften Umgebung war ich im Zuge, Wahrfcheinttkeitkbeweise für die Schuld meine Stiefvaters zusameutraen. Ich sagte mir: Dar Hanpkeimvand gegen jede eitere Untersuchung ist der Nachweis des Alibi ; daS Alibi bezieht sich auf die physischen Voraussctzungen deS Verbrechens und bei Nachforschungen der Art sind neben den thatsächlichen auch die moralischen Vor aussehungcn zu prüfen. So lang dieselben nicht zusammenfallen, bestehen Zweifel und die wichtigste Aufgabe für einen geschickten Mordgesellen besteht gerade darin, diesen Zweifel hervorzurusen. Wenn man sich mit dem Anschein der thatsächlichen Unmöglichkeit bescheiden wollte, wie wenig Untersuchungen brächte man überhaupt zum Abschluß? " In folchen Gedanken stand ich auf und ging gewöhnlich in den Wald. Nings um mich das endlose Schweigen eines Win-ter-NachmittagS. Das dürre Laub kleidcte den Hochwald in bewunderungSwürdige fahlrothe Farben und mittendurch kam bisweilen ein Fleck der gleichen Nuance zum Vorschein: daS Fell eines vorbeispringenden Rehes. Dasselbe welke Laub raschelte unter meinen Füßen und ich fuhr in meinen Grübeleien fort. Ich erwog die Folgerungen der einen aus der anderen Hypothese.... Angenommen, Herr Termonde wäre schuldig. Er war, er ist noch leidenschaftlich biS zur Gemalttchätigkeit; daS ist die erste Thatsache. Er liebte meine Mutter maßlos: daS ist die zweite. Mein Vater war eifersüchtig bis zur Schmerzhaftigkeit: das ist die dritte. Hier aber beginnt die Ungewißl?eit: hat Herr Termonde diese Eifersucht bemerkt? Hat er mit meinem Vater einen der stummen Mftritte gehabt, na.ch welchen ein Mann von Welt begreift, daß daS Haus deS Freundes,-dessen Frau er den Hof mackt, ihm fortan vcrfchlossen bleibt? Diese Voraussetzung kann ohne Schwierigkeit zuaeaeben werden. Von da bis zum Wunsche, sich eines sonst für immer unüberwindlichen Hindernisses zu entledigen, ist der Uebergang schon schwerer zu begreifen, aber die Sache ist noch möglich " Bei diesem Punkt meiner Analyse fand ich eine Schranke an dem, was ich die physischen Voraussetzungen des Verbrechens nannte. Der falsche Rochdale lebte, daS war wiederum eine Thatsache, verschiedene Leute hatten ihn gesehen, gehört, gesprochen. Er wartete im Zimmer deS Hotel Jmpörial, während Herr Termonde bei uns zu Tisch war und mit unS plauderte. War Herr Termonde an dem Verbrechen betheiligt, dann mußte man also ein Einverständniß zwischen diesen beiden Menschen anneh men, so zwar, daß der Eine, der falsche Rochdale, ein Werkzeug, eine Art Bravo war, gedungen für Rechnung des Anderen. Der AusnahmS-Charakter dieser neuen Vermuthung sprang zu sehr in die Augen, als daß ich ihn weiter verfolgt hätte. Als ich diese Idee zum ersten Male faßte, machte ich mich grausam über mich selbst lustig. Ich erinnerte mich meiner kindischen Furcht und der seltsamen Proben, die ich damals für die Leichtigkeit hatte, mit der ich Einbildung und Wirklichkeit verwechselte. ES war mir wiederholt zwischen meinem siebenten und zehnten Jahre begegnet, daß ich in der Nacht erwachte und da, allein inmitten der Finsterniß, sagte ich mir, daß eS vielleicht Tag und ich nur blind geworden fei. Es war eine Narrheit. Ich sperrte die Aug.cn weit auf, um daS Dunkel zu durchdringen. Die Nacht wurde nur noch schwärzer; die Angst vor der Möglichkeit meincr Blindheit wurde dann so stark, daß ich zu meiner Beruhigung tastend ein Zündhölzchen suchen und eL an der Schachtel entzünden mußte; und erst der Anblick der Flamme verscheuchte meine Beklemmung. Wie war ich mir eAeich geblieben, wie unfähig, plötzlich vor mei' nem Geist aufgestiegene Trugbilder zu bannen! Ich hatte eben wieder den Beweis dafür gehabt, in dem Erlebniß mit Mama, und gleich darauf wurde ich wiederum daS gelehrige Opfer einer ahn? lichen Täuschung ! . . . . Ich hatte gut mir das zu wiederholen und auf die Unwahr? fcheinlichkeit eines derartigen Abenteuers zu bestehen: der falsche Rochdale von Herrn Termonde gedungen, um meinen Vater zu tödten da? war zum Schluß nur eine Unwahrscheinlichkeit und keine unbedingte Unmöglichkeit. ist bei

Verbrechen eben alles möglich. Jcy. gesiel mir darin, mich an abenteuerliche Gerichtsfälle zu erinnern, die meinm Gedächtniß gegenwärtig waren. Meine Phantasien wurden blutroth, wie der Horizont, an welchem die Sonne hinter dem braunen Buschwerk niederging Ich kehrte nach Hause zurück. Ich aß zu Mittaa, wie ich gefrühstückt hatte.

ganz Allein, dann verbrachte ich den! Abend im Salon, an demselben Platze sitzend, - an dem meine Mutter gesessen hatte. Ich hatte solche Angst vor dem ' ausschweifenden Wahnwitz meiner Ge-' danken,- daß ich Julie bat, zu mir zu kommen, nachdem sie ihr Mahl beendet. Die alte Frau nahm auf einem kleinen, bretonischen, ganz niedrigen Stuhl, in einer Ecke beim Feuer, Platz, roie Jemand, der gewohnt ist, sich auf die Ofendank in der Küche zu kauern. Sie strickte einen Strumpf und ließ die Stricknadeln in den braunwollenen Maschen auf- und niederlaufen; bei dem Anlaß rückte ste auf die Rase eine Brille, die ihrem runzligen, verzogenen Gesteht 'das Aussehen einer Carricatur aufprägte. Es begegnete ihr, daß ste also den ganzen Abend arbeitete, ohne einLZort zu reden ; während Haarkugel, ihr Liebling, zu ihren Füßen schnurrte, und Pierrot eifersüchtig den Kopf an sie drängte und auf den Pfoten stehend eine Liebkosung erbettelte. Anderemale sprach sie wieder und antwortete auf die Fragen, die ich ihr in Betreff meiner Tante stellte. Sie wiederholte mir, was ich schon wußte: die Besorgniß des armen Geschöpfes um meinetwillen, ihre Gedanken über die Gefahren, in die ich laufen konnte, ihre Angst aus dem Todtenbett. Sie kam mit Nachdruck auf den untröstlichen Kummer zurück, den die treue Schwester bei der Heirath der Wittwe ihres Bruders empfunden und auf den Haß, den sie Herrn Termonde geweiht. Jedes Mal, wenn sie stch entlchloß, Deine Mutter zu besuchen fuhr Julie fort, es geschah Deinetwegen, Andre war sie acht feig? vorher vor Aufregung krank. Und nach der Rückkehr zehrte die Trauer wieder wochenlang an ihrem Herzen." Diese kleinen Einzelheiten waren mir nicht neu. Ich kannte sie seit Langem ; in meiner gegenwärtigen Gemüthsstimmung führten sie mich jedoch zu meinen grausamen Vermuthungen t zurück.- Ich begann die Analyse meiner Gedanken über Herrn Termonde in anderer Weise. Angenommen, er wäre schuldig," dachte ich wieder, giebt eö eine einzige Thatsache seit der Katastrophe,' welche durch diese Schuld nicht aufgeklart würde? Der Abscheu meiner Tante ist eine Jnzicht dafür, daß ich kein Sinnloser bin, denn sie hat einen Verdacht genährt, gleich dem meinigen Aber sie verdächtigte auch fntine Mutter ; sonst hatte ste Einspruch erhoben gegen eine Ehe, die ihr als der schrecklichste Frevel erscheinen mußte. Nun denn ! Sie konnte sick in Betreff meiner Mutter irren und Recht behalten meinem Stiefvater gegenüber " War die Abneigung dieses Letzteren gegen mich nicht gleichfalls eine Jnzicht? Ich maß diese Antipathie an der meinigen. War das nicht ctwaö mehr, als der AntagoniSmus zwischen Stiefvater und Stiefsöhn? Aber wie mußte er mich erst verabscheuen, wenn ich ihm meinen Vater lebendig vergegenwärtigte, diesen Vater, dem ich so auffallend ähnelte und den er vielleicht getödtet! Und dann, diese merkwürdige Uneleichmiißkakeit in seinen Stimmungen, daS abwechselnde Bedarf niß nach Betäubung und Einsamkeit, die finstere Schwermuth, in die er, wie ich durch meine Mutter wußte, so oft rersank.... ich hatte diese Eigenheiten sei neö Wesens bisher aus dem Leberleiden erklärt, das seit einigen Jahren seine Wangen bleifarben, seine Augenlider braun werden ließ und ihn von Zeit zu Zeit auf das Bett warf, von fo heftigen Schmerzen durchwühlt, daß dieser starke Mann laut aufschrie. Konnten diese Eigenheiten, konnte diese Krankheit aber nicht auch die Wirkung des dunklen und gleichwohl unleugbaren, in den seltsamften Formen austretenden Phänomens, von Gewissensbissen sein? Kannte ich nicht aus Erfahrung den engen Zusammenhang des Moralischen mit dem Phnfischen, die Verheerungen sirer Ideen in unserem Gesundheitszustand, die mörderische und unwiderstehliche Gewalt des Gedankens ich, der keine einzige, etwas heftige Gemüthsbewegung durchmachte, ohne gleich darauf von einer Neuralgie befallen zu werden? Und abermals fühlte ich mich vom Verdacht erfaßt. Wie unglücklich ist Derjenige, der also zweifelt. Sein hin- und hergeworfener Geist ist ewigem Rütteln und Schütteln preisgegeben. DaS Schiff erbebt stch, dann flnkt es zurück und bald rechts, bald links, in die Tiefe, wie in die Höhe wird der kranke Reisende geschleudert, bedeckt mit Schmeiß, seine Euergie ist dahin, und bei jedem neuen Stoß glaubt er, daß er sterben wird.. .. 10. Gegen dieses unerträgliche Unbehagen gab es nur ein Mittel, dasselbe, welches mir meine Mutter gegenüber so gut angeschlagen. Den Ausschweifungen der Phantasie galt es die Wirklichkeit entgegen zu halten, mich dem Manne zu zeigen, den ich verdächtigte, ihm gerade in das Gesicht zu schauen, fs wie es war, rncht so, wie er sick mir in meinem Geiste zeigte, der täglich fieberhafter, unfähiger wurde, diese Visionen zu oeurtheuen. Derart würde ich unterscheiden können, ob ich das Opser eines Alpdrucks gewesen. Je schneller, desto besser, denn meine Anst wuchs, und wuchs in meiner Einsamkeit. Mein Kopf verwirrte sich. Ich zweifelte zum Schluß überhaupt nicht mehr. Was nur eine schwache Inzicht hätte sein dürfen, ward nun in meinen Gedanken zum niederschmetternden Beweis. Es war hohe Zeit, daß ein Rückschlag eintrat,, schon im Interesse meiner Untersuchung, die ich vorwärts bringen sollte; ich wäre sonst in den nervösen Zustand zurückgefallen, den ich nur allzu genau kannte und der mir zedeS kaltblütiae Sandeln unmöglich machte. . . Ich entschloß mich also, Compisgne zu t-f rfv . m M vertanen, zcy wonre nacy Paris zurucrkehren, meinen Stiefvater sehen und nach dem ersten Eindruck, den ich ihm bei einer unvorhergesehenen Begegnung machen würde, den größeren oder geringeren Werth meines Verdachtes beurtheilen. Ich gründete diese Hoffnung auf Eraft Su.NLen. die lieft scbon meiner. Mutter ac

genüver bewahtt hätten. Ja) fagreTnir-, daß Herr Termonde, wenn er in den Mordanschlag auf meinen Vater versteckt gewesen, vor Allem den Scharfblick meiner Tante gefürchtet haben-müsse. Ihre Beziehungen waren förmlich gewesen, mit einem Rest von Haß auf Seiten meiner Tante, der gewiß einem so feinen Beobachter nicht entgangen war. Wenn er sich schuldig wußte, mußte er nicht besorgen, daß das alte Fräulein mir auf demTodtenbette ihre Gedanken anvertraut haben würde? Die Haltung, welche er mir gegenüber bei unserer ersten Zusammenkunft einnehmen würde, mußte dem-

gemäß ein um so schlüssigerer Beweis sein, je plötzlicher diese Zusammenkunft vor sich ging und je weniger Zeit er sände, sich darauf vorzubereiten. Was wagte ich übrigens dabei, wenn ich diese Prüfung versuchte? Höchstens, würden mir weitere Zweifel bleiben, aber es war wahrscheinlich, daß ich sofort aufgeklärt werden würde. So kehrte ich nach Paris zurück, ohne irgend Jemanden, nicht einmal meinen Kammerdiener und Hausbesorger, zu verständigen und machte mich fast allsogleich auf den Weg nach dem Boulevard öatour-Mauboura. Ich sehe mich noch, wie ich vor der Thür des kleinen Hauses aegen zwei Uhr Nachmittags Halt machte. In diesem Augenblick war ich fast gewiß, Herrn Termonde zu Hause anzutreffen. Er blieb gewöhnlich bis drei Uhr Nachmittags und rauchte nach dem Gabelfrühs stück in der Halle. Dann ging meine Mutter ebenso wie er selbst aus, Jede? seiner Wege, um Besorgungen und Vesuche zu machen, um sich gegen sieben Uhr, vor dem Essen, wieder zu treffen. Ich war zu Fuß gekommen, um meine Nerven zu kräftigen; unterwegs behandelte ich mich übrigens mit voller Beachtung. In dem Maß, als ich der Wirklichkeit näher kam, erschienen mir die Trugbilder meiner Einsamkeit mehr und mehr als das Ergebniß der Phantasie eines kranken KindeS. Ich dachte daran, wie erniedrigend, ja lächerlich die Ankunft meiner Mutter in Eompiögne sich für mich gestaltet. Ich war ikr entgengekommen, wie Orestes der Klytämnestra und ich hatte eine Frau gefunden, die mit ihren Trauerkleidern, ihrem Hut, ihrer Reisetasche und -Pölsterchen beschäftigt war. Hatte ich denselben ironischen Gegensatz bei der ersten Unterredung mit meinem Stiesvater zu gewärtigen? Wahrscheinlich; noch einmal würde ich mich ,da wohl von der Leichtfertigkeit überzeugen, mit der ich mich von meinen eigenen Ideen berauschen ließ. ES that mir immer sehr weh, diese Schwäche zu erkennen und die Unfähigkeit, scharf und klar zu sehen. Ich verglich mich in Gedanken den Kampfstieren, die ich gelegentlich eines Ausflugs in die Pyrenäen in der Arena von San Sebastian gesehen, diesen dummen Thieren, die rasend werden, wenn man ihnen ein Stück scharlachrothes Tuch vorhält, statt geradeaus auf den gelenken Gladiator loszugehen, der mit ihrem Zorn spielt. In solcher Entmurhigung zog ich an der Klingel. In der halben Minute, die ich da wartete, sah ich das kunstreich, fast in der Höhe deSHäuschensaufgerichtete Holzlager des daneben wohnenden Händlers an. Ich erinnere mich, wie ich vormals an jenem SonntagSmorgen diese symmetrischen Stöße und ihre compllcirten Zeichnungen betrachtet hatte. War ich viel vernünftiger, als dazumal? Die Thür ging auf. Ich erkannte den engen Hof, oaS gläserne Regendach, den rothen Teppich der Stiege. Der Hausbesorger, der mich grüßte, war nicht mehr derjenige, von dem ich mich in meiner Kindheit vcmchtet wähnte ; aber der Kammerdiener, drr mir die WohnungSthür . öffnete, war derselbe geblieben. Sein glattrasirtes Gesicht zeigte mir die Physiognomie von ehedem, dieselbe, welehe mir, wenn ich aus dem Eollegium kam, einen so unverschämten, verletzenden Eindruck machte o, über die Kinderci! Auf meine Frage antwortete mir dieser Mensch, daß nuine Mutter da war, ebenso Herr Termonde und eine ihnen befreundete Dame, Madame Bernard. Dieser Name brachte mich vollends in die richtige Lage zurück. Es war das eine recht hübsche Person, sehr schmächtieund sehr braun, mit Stirnlöckchen, mit einem etwas aufgestülpten Näschen, mit sehr weißen Zähnen, welche ihre etwas zu kxrze Oberlippe in ewigem Lachen zeigte, ein Gassenjungen - Gesicht im Wertteau-Stil und der ganzen Mnudfertigkeit einer mit den klernften Klatschereien wohlvertrauten Weltdame. Ich siel aus meinen erhabenen Träumen als Rächer in der Einbildung in die volle Pariser Frivolität. Ich werde von der letzten Modekomödie, von einigen Scheidungs und Ehebruchs Prozessen und neuen Hüten sprechen hören. Es lohnte wohl der Mühe, mir daZ Herz in den letzten Tagen abgefressen zu haben eine bitlere Nahrung. Der Diener führte mich also in die wohlbekannte Halle mit ihrem orientalischen Dioan, den grünen Pflanzen, den seltsamen Möbeln, den Teppichen mit den halbverblaßten Farben, mit dem Bild von Meissonier, auif derselben schön drapirten Staffelei, auf der früher das Bild meines Vaters gestanden, mit seinem Gewimmel von Kleinkram, dem ungeheuren, offenen japanischen Sonnenschirm. An den Wänden zeigten grvße chinesische Gewebe Figuren, deren Schnurrbart und Haar mit schwarzer oder weißer Seide ausgenäht waren. Auf den ersten Blick sah ich meine Mutter, auf einem amerikanischen Schaukelstubl hingelagert, durch einen Schirm vor oem Feuer beschützt ; Madame Vernard saß ihr gegenüber, den Muff in der einen Hand, mit der anderen gestiknlirend ; Herr Termonde stand ausrecht, den Rücken an den Kumin gelehnt, das Bein eingebogen, um sich die Schuhsohle zu wäynen, und rauchte eine Cigarre. Bei meinem Eintritt stieß Mama einen leichten Schrei freudiger Uebcrraschung aus und stand aus, um mir entgegenzugehen. Madame Vernard legte alsbald die herkömmliche betrübte Miene einer Salondame an, welche sich anschickt, einer, von einem großen Unglück heimgesuchten Person ihrer Vekanntschaft eine unerläßliche BeileidsBezeugung angedeihen zu lassen. Ja, ich bemerkte auf der Stelle alle diese kleine Einzelheiten, ebenso den Ruck, den eö Herrn Termonde plötzlich gab, das jähe Niederschlagen seiner . Augenlider, den ungemein rasch niedergehaltenen Ausdruck naiuienebmer LleberrÄckuna. die .ikm

meine Anwesenheit verursachte. Aber wie? War es nicht gerade ebenso mit mir? Ich hätte darauf geschworen, daß in diesem Augenblick sich sein Herz ein wenig zusammenkrampfte, wie das mcinige, daß er in Hals und Brust eine gewisse Beklemmung fühlte. Was bewies das? Daß von ihm zu mir dieselbe Strömung der Antipathie hinlief, wie von mir zu ihm. War das ein Grund dafür, daß dieser Mensch ein Mörder war? Es war einfach mein Stiefvater, und ein Stiesoatcr, der seinen Sticfsohn nicht liebt. Das war so seit Jahren.

und dennoch berührte mich nach der Woche sorgenvoller Angst, die ich durchgemacht, diese unfreiwillige,- flüchtige Ncgung so sonderbar, da ich seine Hand faßte, nachdem ich meine Mutter umarmt und Madame Vernard begrüßt hatte. Die Hand? Nein, sondern, wie immer, die Fingerspitzen, die ein wenig zwischen den meinigen zitterten. Wie oft hat meine eigene Hand ebenso bei dieser Berührung gebebt aus unbesieglichem Widerwillen! Ich hörte, wie er die theil--nahmsvollen Phrasen hersagte, die er mir tn meinem (schmerz sagen lnußte, nachdem er sie mir schon auf das Land hinausgeschrieben hatte. Ich horte ein Gleiches von Madame Vernard. Dann ging das Gespräch weiter fort und in der halben Stunde, während welcher die junge Frau noch da blieb, schaute ich mehr als ich redete, indem ich im Geiste die Physiognomie meines Stiefvaters mit derjenigen der Besuchen und meiner Mutter verglich. Ich empfand von dies fen drei Gesichtern einen Eindruck, der sich nie so deutlich vor mir gezeigt, nämlich denjenigen ihrer Verschiedenheit nicht allein dem Alter, sondern der Energie und Tiefe nach. Wie wenig Räthsel bot das meiner Mutter, leicht zu entziffern wie ein mit sehr deutlichen Buchstaben beschriebenes Blatt! Wie offenbarte sich auch die Seele von Madame Bernard, diese leichtfertige, unschuldige, arme, weltliche Seele beim ersten Blick auf ihre zarten und zugleich gecuohnlichen Züge. Wie wenig Reflexion, Entschlossenheit, undurchdringliche Eigenart war hinter der poetischen Anmuth der einen und der graziösen Geziertheit der Anderen zu sinden ! Welche starke und ausdrucksvolle Jndividualität verkündete dagegen der Charakterkopf meines Stiefvaters ! Mit seinen blauen, von einander etwas abstehenden Augen, welche jede Beobachtung zu fliehen schienen, mit seinem dichten, vorzeitig ergrauten Haar, mit den großen, bitteren Falten um den Mund, mit seiner gallgrüncn Gesichtsfarbe wies dies Antlitz bei dem Mann von Welt, der mit diesen zwei Salondamen sich unterhielt, wie auf daS Geschöpf einer anderen Race hin! Welche Leidenschaften hatten dies Blut vergiftet, welche Gedanken diese Stirn gefurcht, welche Nachtwachen diese Augenlider welken machen. War das die Erscheinung eines Mannes, dem alles geglückt war; der, von Hausaus reich, der Sohn einer trefflichen Familie, die Frau gehcirathct hat, die er liebte; der weder die herbe Sorge des Ehrgeizes, noch die Demüthigung gekränkter Eigen!iebe kennen gelernthat? Gewiß, er war leberkrank. Warum aber schien mir die Antwort, mit der ich mich bis dahin be gnügt hatte, plötzlich kindisch und fast einfältig? Warum erschienen mir all' die Anzeichen des Verfalles und der Lei-, den als die Wirkunaen einer geheimen Ursache, die ich erstaunt war, nicht früher ergrundet zuhaben? Warum empfand ich plötzlich, m seiner Gegenwart, gerade daS Gegentheil von dem, was ich vorhergesehen, das Gegentheil von dem, was mir mit meiner Mutter begegnet war. noch tiefer hinabgcstoßen in den Abgrund des verdachtes, aus dem hcrausukom men ich so sehr gehofft hatte? Warum fürchtete ich, als unsere Blicke sich eine Sekunde lang begegnet chattcn, er könne meine Gedanken zn meinen Augen lesen. und weshalb wandte ich sie, wie beschämt und erschreckt ab?....... Ach! Feigling, dreifacher Feigling, der ich war! Entweder hatt ich Unrecht, solche Gcdankco zu hegen und dann mußte lch das um den Preis wissen, oder ich batte Recht. und dann mußte ich es um so bestimmter wissen! Aber leidenschaftliches Suchen jener Gewißheit war das einzige Mittel, das mir blieb, um meine Selbstachtung zu bewabrcn! (Fortsetzung folgt.) Indianapolis WATER COMPANY 23 Süd Pcnnsywaniststr. liefert ausgezeichnetes Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen, Baden, für bydraulische Elevators, Maschinen und Motore, sowie zum Feuerschutz. Kosten äußererdeutlich mäßig. Thomas V. Morris, Präsident. JLiSaJlSi& W für die Saison 1887. A. Caylor, Office: L0 Nord West Str. BT Telkvbon 949. Deutsche MjWWw, M ?., rnr.' Etablirt seit 1859. siiMßg MßjjGii tGo., Eckß Nassau und Spruce Street, (Trünne Etiülir.) New York, : besorgen Ile Arten Ton Geschäflsa nzeigm,Persona la uff orderu n gen etc für die Zeitung, sowie für alle deutschen Blätter in den Ver. Staaten und Huropa. Elrnrntlich Deutich-Arneritanische Zeitungen liegen in unterem Oeach&f ta-Lokal sur freien Ilasicbt des Publikums au Di fftehrttn Herausgeber deutscher Blatter werden achtungsvoll ersucht, uns Ihre Publiksr tioaea für unsere Begiatratur m tbersendeiw .

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C. C. WAITE, Vice Prest. and Gen'l Manager. Wötfprm der Arbeiterpartei vonJnblanavoliS. Die Union Lader Pait.'i ist eine Pal tei der Emanzipation, eire Partei der Wikderhelstellung natüllickei Reckte, um welche die Arbeiter durch ein Industrie shstem.beraubt wurden, welctcs odnkRück stcht auf Empfindungen und Beduifnisse AkdeitSkraft a!S bl Ke Wiare UUaü.Ut. Der Endzweck der Parte, ist die Adschaf. sung einks System?, unter wkZchem In Arbeit r kaum genug ?um Leben be kommt, während der giöbere Theil des Resultates seiner Arbeit sich in den Hürden Weniger ansammelt, eines System?, welches Wenige über alles Mab hinaus bereichert, während die Masse des Volkes immir mtx vercrnt. eines Systems wel cheö Klassen schafft, und welches im Laufe der Zeit bloß zwei Klassen übrig lassen wird, die sehr Reichen und die sehr Armen ; eines Systems, welches die polt tische Freiheit und sreie Regierungsfoi men vernichtit, weil die sehr Armen die Sklaven der selr Reichen werden müssen. ES ist der Endzweck biesir Paitei an Stille dieses Systems ein andere? zu .letzen, urter weichem die Arbeit urab hüngig ist. vorn Kopital und unter welchem meiischUche Arde?t?krast zum Zwec.'c ihrer Anwendung nickt abhängen sollvon dem Willen deS Kap'tdl. Zu diesem Zwecke erklären w r. das: wir die in dir Eonvention zu Cincinnali am 22. Februar 1887 angenommene Platsoim beflötiger'. Und für die Vewallung unsrr Ctatt in der unmittelboren Zukunft, erklären wir. daö wir zu Gunsten folgende? Borschlage sind: 1. Alle Unternehmungen, welch ibrer Nati:r noch monopolistischen Charatters sind, sollt.'!, auSschlickIich t on der E tadt aesütrt werden zu Gunsten der Nürkr Solche Unt,rnehmungenstnd: Ctiaen bahnen, Wasserweike, Gaöw rke. Tele phoneirricytungen ir dera'. so lange diese Institutionen jedcch in Händen von Privalcirpiiationen stnv, sollen dieselben durch daS Gesd pezwungen werden, itre Geschälte so zu führen, daß die gebctkren Facilitäten sich auf olle in gleicher Weise erstrecken, und dak dieselben keii-e ungc bübrlichen Vortheile warnehmen können. 2. Freie Bäder sollen errichtet und mit allem Eomfort auSgestatt t weiden, dessen die Mittel der Stadt vermögen 3 Nachdem die Statt für $150,000 cire Halle gebaut hat. von elcher die Armen gar keinen Voiteil haben, b?oünstizer' wir die Errichtung öffentlicher Parks in solcher Nöhe der Statt, daß sie auch für Diejenigen erreichbar sind, welche keine Fuirwerke halten und nicht viel Geld an Straßenbahnen zu vergeben baden. 4. Wir verlangen eine Revision der Steueraeseke derait. deß genauere Ver mögenSar.gaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Stidlverwaktung bezahlt; alle Ländereien lnnkr(alb der Stidtren zen sollen besteuert werden, dcch soll das Heim und die HauSeinrichtang armer Witiwen stkuerfrei fein. 5. Wir sind nicht für das Uebntragen stäktlcher Privilegien an Staatsbeamte und sind der Ansicht, daß die Polizeiver. Haltung eine der Funktionen der S'adt und nicht des Staates ist. 6. Besondere Privilegien sur die Be Nutzung öffentlicher Straßen sollen nicht an Privatcorporationen vergeben werden, und wir halten es für besonders unmo ralisch und den Rechten beö Volkes ae fährlich, solche Privilegien im Voraus zu SpekulatlonSzweaen mit Beschlag zu be legen, und alle für solche Zwecke existirende Contrakke zwtschm der Stadt und Ccrpo rationen oder Personen, wie a. B. der in Bezug auf das unterirdische Legen elek irischer Träthe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheitövorschristen und Gesetze zur Anbringung von tue escapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch geführt und auf Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbeiter beschäftigt sind. 8. DaS Besprengen der Straßen, die Forlschaffung von Abfällen und Asche soll durch die Statt geschehen. 9. SÖr verlangen die Durchführung des Achtstundengesedeö für die Ange stellten der Stadt. 10. Wir besurvoitm die Uebkrlrückung der Eisenbahngeleise an Virginia Avenue in der Weise, daß dieselben an einem Punkte zusammengeführt werden und daß die Eisenbahngesellschasten den auf sie fallenden Theil der Kosten bezah len. 11. Zum Schlüsse bltanen wir, laß da? Recht des Volkes seinen Willen am Stimmkasten auszudrücken, mit d:r gröten Sorgfalt gewahrt werden soöte, diese Recht ist eines der heiligsten Privi. legien cincS freien Bürger?, ein Recht für da? Nationen aekämpft und Patrioten ihr Blut versoffen haben. Die Sprache hat nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel u verkümmern. Wirke trachten solche Versuche, sowie da? flauten von Stimmen als ein großes Vrr brechen an dem Volke, welches promp teste und schärfste Bestrafung verdient.

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Points nint, Kia?ara Falls, u JidsoB, Toronto, FT & LIm t - tJ J , riqu, Sidne?; Troj, NORTHERN OIIIO. CIIAS. II. ROCKWELL, Gen'l Pass'r and Ticket Agent. C. PINGPANK'S deutsche Buch - Handlung ! Vo. 7 Qüd Dllabamaür. Bücher aller Sprachen. Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage sozialistischer Werke und Flug schriften. Slcherbeit. Sparsamkeit und Vequemlickkeit ann nicht besser gewahrt werden, als durch die Koch-Gas-Ocstn! fS$ Z ü .3uiH 'VZS?-i.? V r.'i- -.V A dS&ht i T 7 - .. . - f KifenbaZm - Bett Tabelle. w Ankunft und 7vdg?N'Z de: Cifeniahnzüge in JndianapoliZ.an und r.sch Sonn tag. den 2. Januar 1887. tfftrovMUtf Vadisan Lud Z2di5skpslik Ctf'aMs. Ebnete,: Ouknufl: 51 iflg. I V sUtXrtakScc. 10 2Z e I Ä Zd Skc... 8 ä lct ?r&Sfctc9iM0l0 0J a Zzi,5V,d all 01 r.a j & l sj. 6 44 Pu r x taj. 7.03 ' ! ?IZ 5 zLtö!0Z,xn Vandülia Link. ailTkoia .... 7.?r,h 9rt, r II Ztm rt . S radSt Western all.. . 0i Nm SnLzzg 45 nail nnd e..10.(0Ba Tng Mf.... 4 SA tTTt 4 15 Da Schnellzug 3 3&Xrc Llevklakd, Eolnmdus, kiaetLsati und 3&M& ?Qpolll eiseubahn (Lee Liae.) R 9 Cfr l.. nderZon Cj..ll.s5Prn taown Ci tz- 7.2 i L BBB er... 7.L0 R S 1t o5h (4.00 Hu Sttigan irfxtl, 4.30.8321 2 Ct S si taj lK4 5, Ar .!!.? s, 3 ffr.... M9 MB B., 3 totatil 3 00 99 V 8t .1M.js a Lenton ar. j. 10.15 Tm Dri.Ztwood Didtfio, C. 4.1. urb 3. täglich. 2.50 fßm tecua. . s r 30 t.a 1(UJ in 11 SuSji 2.00 9ta 3, ilzlich. i.M Um ta 8 . 1(.10 T m U.45?Int " 7.8 Vm ' ll.(6 501 ...... .ti.3) ca .1.10 t5a!ich. Z.dS fim 5 03 9trx IftcltA. 7.40 Sla Cuxcüxaati, Judianapoltk, Ct. Senil n. Chicago EifeudaZz. Ciscisnsii Didisioz. KLouio.?k. 2 Jndianax Lee. iO 43 S.neinnati 11 SZ Cn Poftzug. S Hu S'"'. tx ... 6.8b 12 rxreß.... 4J Cm SJ 8'8tUl IS. 11.4, Ctt Stiftn 13 45X9 i Ctü . tiiliH 4 t cc 11 10 t afcctte cc... 4.4S ?! Ehieago Sitttoa. P,o Bnrl . 7.10 hieig, UaU x.:I. ö ?! vk,rn r bM&m k täglich re 11.3iSn L ifa?ette Bcc... k.i a; L,ganxort 9t.. 7..0 Um SbUou?c L. glich eu.. 3.30 Lfa?:t k ..il ik HÜ atl pc. .3 R Peoria Erxre.. k 4l Zadiana, Llooi2gtea slQexera eifbat)n. ye ,nil.. 7.50 cnZ,, g See 41 Sa R& $ 4i 13 00 K ffjs I , tfislll.IV M iaSim C ff x. tZgltZ S.S0P 4'tcc epte 10.40 Ba Ulanttk I. 3 W i&.ti t.s) Oeftliche Division. Oeftl.kNaU....4.10Lm I Vacifte rxr,Z... 7 B rsgl. crrki.... 9 ou 2b tt 3 I 10 30 ftUantic tP.... 3 öd ö,ftr 4jp .... 3 6rn adafh, St. LvNik & Pacific. Ct ticRatl 7.15 6a tII 2.15 Rat ltziKtch l c Cl 7.00 Zld ?tSg 1.15 Cm Xcl ütU X..1U 45 hm Iit UsillaU. 6 45 Äb Jkdiauadslis und ViLeeuseö Siseubahu. all Kairo 3j 7.15 , I Crttnml C(t..l0 55 B Lit,u, kk . 4.15 4 Kstl ir .450 KhtciasaH,lamiIioae:3siaaap9liltlf(sbal)a Jd? Cta 95 S 4.1 B .ocjurloiScJUc 5.30 4s )dxllnet. .105B iin., D.r.N.Y 3.50 aoBnitlclScEff 85 B UaiL 11.45 0 Ind, u Ctuill 45 Km trrtnnatt Cu 4 55, Indianapolis, Deeatur & Springsicld. Dee Peo Wail. 8 3iBm ottuma tc tl auig Sonnt. 6 iCZl Lchtk,ug t cI...10 5;.ä5 echnelljug re.. 3 50B Viontezuma kk auii Sonnt... 10 IM? atl ilikm Chicago, St. Loni & Pittöburg. VVWSV Kt4 Htc aus g?v Connt. 9.40 Q ftt)t)Q 9 V3 C; tSgli ....11.4 Ca Jndianax. Lce. 3. 0 Wftkn l...l'i2' i t&iU 4 30 r t)Ä4iou2noanc nSor.nt.11.00 L ) ceau6. Coantaa 4.00 X ySSSy UlK C$t:aao Ko?!, litcga 6niS i3tft(j 11.15 V tcc8oOrr.c.l;'.3& & via Zkoksrao. Znd' A Lo. .C4ncCn(i... 4 VO I Jndxl'I Los. rjrii S.fO X Jsdiauapolit nnd t atl kisenbah qo ercnt.ee. V s k löa tSflllÄ 7.2iB I CC 20 lli eoftu ets r. 5. fl S u f t ir .ZU Eacal $afis .;n . JO.ik. B Da,? e cttgl 6.1ö Jniiaisrou r tliU4l u ec.lO.COKa imt i tgl... ll.'J rn Lsuibdille, New Ibanh Ss Sh'.eago. Zlir-Line Chicago !tl..li.Z05m Konoa ftec &.00K ich U, Z hicag. 9i all lMOfta li'.cago J;. tgl.. .VZCa sva e 9 55 11$. Ctta ;ic 9t Hau. , 3.4S6a Zilg mit x t, Lehaskfftl.la mit t, Sch!alage rntt x, Parlor.Ear.

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