Indiana Tribüne, Volume 11, Number 5, Indianapolis, Marion County, 23 September 1887 — Page 2

Zndism Tribüne. Erscheint SNd S onvt ZS.

& tajlif .Irtar Kn Zxlul r ,tk x r Qoch, fcU ess,tezZ,Srilis-3 f pi fÄ. ?O zskT? ti S,?!S. p, itfii3.2i w ft.-Tiy sit'is rs J2fl. ft D, kMnrslandS?. JndianQpoliZ, Ind., 23. Scht'br 1887. -VLcandal im Hause Haböburg. Den Zeitungen in Oesterreich sowohl u?ie in Teutschland ist durch die Censur und den Staatsanmalt der Mund geschlonen, aber durch englische und amerikanische Correspondenten erfährt man, daß es im Hause Habsburg" wieder einmal einen richtigen Scandal abgesetzt hat. Die Kronprinzessin Stephanie, Gattin des Kronprinzen Nudolph, hat nämlich ihren Gatten verlassen und sich zuerst nach Paris begeben, um nach einer Berathung mit den dort stationirten Gesandten Oesterreichs und Belgiens sich für längere Zeit auf die Insel Jersey zurückzuziehen. Von dort aus will sie später in ihre Heimath nach Belgien zurückkehren und dort für immer verbleiben. Die männlichen Mitglieder der Familie Habsburg haben sich durch ihre geschlechtlichen Ercejje in der ganzen civilisirten Welt keinen guten Namen erworden. Man erinnert sich vielleicht noch, daß auch der jetzt regierende Kaiser Franz Joseph im Jahre 1802 von seiner Gemahlin verlassen wurde, weil sie sein wüstes Treiben nicht mehr mit ansehen konnte. Es bedürfte längerer Zeit, ehe sie sich bewegen ließ, aus ibrem damali gen Strohwittwen-Sitz in Madeira wies der in die Arme ihres kaiserlichen Gemshls" zurückzukehren. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamine: Kronprinz Rudolph ist um kein Haar besser. Er war in seiner Kindheit, gerade wie' der Prinz von Wales und andere hochstehende Fürstlichkeiten", sehr streng erzogen worden, und als er 'endlich aus der Fuchtel seiner Aufseher und Lehrer kam, da schlug er erst recht über die Schnur. An dem Prinzen von Wales hatte er ja ein glänzendes Muster. Er ergab sich den tollsten Ausschweifngen, die seinen Namen bald in Verruf brachten. Noch drei Monate vor seiner Vermählung mit der Prinzessin Stephanie unterhielt er mit einer verwittweten Baronesse in Prag ein offenkundiges Verhältniß, welches im Laufe der Zeit zum allgemeinen Stadtgespräch wurde. Eines Tages fuhr er von Prag aus nach Wi?n und bestellte bei einer renommirten Firma prachtvolle Möbel, die ausreichten, um ein ganzes Haus zu schmücken. Die Möbel wurden in dem Schaufenster der Firma ausgestellt, und allgemein wurde der Gcfchmack des Kronprinzen pflichtschuldigst gelobt, da man annahm, daß er die Einrichtung für seine Braut, die Prinzessin, bestimmt habe. Die Enttäuschung war allgemein, als man erfuhr, daß die kostbaren Sachen nach Prag abgesandt wurden, um dort das Haus der V a r o n e s s e zu zieren ! Sogar der Kaiser sah sich veranlaßt, von dem Scandal, der dadurch entstand, Notiz zu nehmen, er nahm dem Kronprinzen daS Commando über die in Böhmen stationirten Truppen ab und verurtheilte ihn zu zwei Monaten Arrest. Eine andere Freundin" des Krönprinzen, eine hübsche Schauspielerin im Burgthcater, wurde noch 14 Tage vor der Hochzeit ihres Liebhabers auf eine nicht ganz ungewöhnliche Weise vom Kaiser unschädlich gemacht. Es fand sich am Hofe ein alter Edelmann, der es für eine Gnade" ansah, als ihm der Kaiser anrieth, die Schauspielerin zu heirathen. Der alte Schmarotzer ging um so will!ger auf den schmutzigen Handel ein, als ihm außerdem neben der kaiserlichen Gnade" noch ein ganz bedeutendes Geldgeschenk zu Theil wurde. Die Hochzeit Rudolphs mit der Pnneß in Stephanie fand im Jahre 1831 statt. Zwei Jahre später gab die junge Frau einem kleinen Mädchen das Leben. Die kaiserliche Familie roar etwas enttäuscht: allgemein hatte man einen männlichen Erben erwartet. Aber das Geschehene, ließ sich einmal nicht ändern. Vielleicht, so tröstete man sich, würde das nächste Kind ein Knabe sein. Bisher ist diese Hoffnung der Habsburger Kaiserfamilie nicht in Erfüllung gegangen. Der Kronprinz lebte nach wie vor liederlich in den Tag hinein und bekümmerte sich nur wenig um seine Frau. Er brach ihr die Treue so vielfach und so offenkundig, daß sie bereits im Februar vorigen Jahres beschloß, ihn zu verlassen. Sie begab sich in eines der Schlöster am adriatischen Meere und blieb dort drei Monate lang, während welcher Zeit sie von sämmtlichen Mitgliedern der Kaiserfamilie besucht wurde, nur nicht von ihrem eigenen Gatten. Nach langer Ueberredung, gelang es, sie zu einer Reise nach Franzensbad zu bewegen, wo sie sich mit ihrem Gatten versöhnen sollte. Die - Versöhnung" fand allerdings statt, aber der männliche Thronerbe, auf den besonders die Großeltern sich so sehr gefreut hatten, blieb aus und'ist bis auf den Heutigen Tag nicht gekommen. Ueber die eigentliche Ursache des gegenwärtigen Scandals, welcher die KrönPrinzessin veranlaßt hat, die Reise in ihre Heimath wenn auch auf Umwegen, anzutreten, liegen uns bisher keine genauen Angaben vor. Jedenfalls muß der Herr Kronprinz" wieder einmal ganz fürchterlich über die Stränge geschlagen haben, so daß die Geduld seiner jungen Gattin vollständig erschöpft wurde. Noch schlimmer, als Kronprinz Nudolph, treibt es sein Vetter, der Erzherzog Otto, Sohn des Bruders des Kaiers, Karl Ludwig. Vor etwa einem Jahre verheirathete er sich mit Prinzessin Joseph, der liebenswürdigen Tochter des Fürsten Georg von Sachsen. In den letzten paar Monaten hat er sich aber so betragen, daß man qeneigt war, anzunehmen, er sei seiner Sinne nicht recht mächtig. Die Beleidigungen, welche er seiner jungen Gattin zufügte, nahmen kein Ende, bis sie schließlich in solgenVorfalle aiufelten'

Eines Tages war Erzherzog Otto auf einer ausgedehnten Bummeltour in Klagenfurth gewesen, wo sein Regiment stand. Ungefähr um 11 Uhr Nachts kehrte er in sein Schloß zurück. In sei- ' ncr Gesellschaft befanden sich mehrere ! leichtsinnige Frauenzimmer und einige seiner Zechgenossen. Die Erzherzogin, j welche binnen drei Monzten ihrer Ent bindung entgegensah, befand sich bereits zu Bette. Die lustige Gesellschaft veranstaltete nun im Schlosse eine wüste Orgie, die bis gegen drei Uhr Morgens dauerte. Da forderte der betrunkene Schloßhcrr seine Gäste auf, ihm zu fol- i rt f r " ist c.-l

gen, er woue ue lammincy tn oas Schlafgemach seiner Gattin führen. Die Bande ging jubelnd auf den Vorschlag ein, als sie jedoch vor das Schlafzimmer gekommen war, zog der wachthabende Ofsicier seinen Revolver und drohte Jeden zu erschießen, der es wagen würde, das Zimmer seiner Herrin zu betreten. Darauf zog sich der betrunkene Haufe langsam zurück, und Erzherzog Otto mußte auf Befehl des Kaisers wegen dieses Vorfalles auf drei Monate in Arrest wandern.' Nach dem salischen Gesetz würde eben dieser Erzherzog Otto Kaiser von Oestcrreich werden, falls Kronprinz Rudolph ohne männliche Erben sterben sollte. RudolphS Tochter dagegen würde die Krone Ungarns erben, wo das salische Gesetz nicht herrscht. In diesem Falle würde also auch die Personal-Union aufhören, durch welche Oesterreich und Un, garn zusammengehalten werden. Wird England ttmcvl An der hohen" Politik nimmt dtt Engländer noch immer viel weniger Antheil, als an den Fragen, die unmittelbar sein Wohlergehen berühren. -Daher kommt es, daß ein Vortrag, den der bes deutendste Statistiker des Landes am 1. September hielt, mehr Aufsehen erregte, als die große Parlamentsdebatte über die irische Zwangsbill. Denn dieser Vortrag behandelte die Frage, ob England in der That wirthschaftlich zurückgeht und mit dem Verluste seiner Stellung im Welt markte bedroht ist. Der Vortragende, Robert Gissen, gehört ju der Schule der sogenannten optimistischen Statistiker, wenn man bei einem Manne, der hauptsächlich, ja fast ausschließlich Alles durch Ziffern und Zahlen berechnet, von Optimismus oder Pessimismus sprechen darf. Angesichts der fortwährenden und von allen Seiten kommenden Klaaen über schlechte Zeiten" während der letzten Jahre hatte Gissen es sich nämlich zur Aufgabe gestellt, den Beweis zu führen, daß der Wohlstand Englands fortwährend im Steigen begriffen sei, daß Handel und Industrie blühen, daß der Arbeiter heute hundertmal" besser bezahlt werde 'und lebe, als in früheren Zeiten, und daß hauptsächlich jener Satz ganz falsch sei, daß die Rache stets reicher würden, während die Armen immer mehr verarmten ; ja das gerade Gegentheil hätte stattgegefunden. Alles das versuchte Gissen seit Jahren angesichts der ernstesten Opposition Jedermann klar und verständlich durch die riesigsten Tabellen und Zahlenreihen darzulegen. Allein selbst der durch keine Thatsache früher zu erschütternde Optimismus von Giffcn muß während der letzten zwölf Monate doch ein klein wenig von des Gedankens Blässe angekränkelt worden fein, und in der erwähnten Rede, welche der große Statistiker vor der Vritish Association hielt, begegnet man schon hin und wieder doch einigen Zugeständnissen von etwas schlechteren Zeiten, geringern Fortschritten und enttäuschenden Resultaten, wenngleich, wie nicht anders zu erwarten stand, die allgemeine und gesammte Schlußfolgerung eine ermuthigende und aufmunternde bleibt. Es sei nämlich kein Grund vorhanden, zu zweifeln, daß England in Zukunft ebenso prosvcrirend, wenn nicht prosperircnder lGiffen selbst gebrauchte dieses Wort) sein werde, wie bisher. Das nationale Leben Englands scheine heute ebenso frisch und kräftig, wie jemals zuvor, nur müsse man den veränderten Verhältnissen auf vielen Gebieten volle Rechnung tragen und die höchste Energie, Beweglichkeit, sowie alle Hilfsquellen anwenden, um aus der Höhe der Zeit sich zu erhalten und zu bleiben. Gissen giebt jetzt zu, daß seine Gen eine Art von einseitigem (prima lacie) Beweis erbracht hät-' ten, welcher weniger günstige Schlußfolgerungen zulasse, als er selbst immer bisher gezogen habe. Allein die Vehauptung, daß England sich im Rückgange Befinde, statt im Fortschritte, erklärt Giffen als vollkommen falsch und allen Zahlen widersprechend. Eine Thatsache jedoch lasse sich nicht leugnen, nämlich, daß der Fortschritt Englands auf materiellem Gebiete während der letzten zehn Jahre, weit geringer und langsamer war, als während der dieser Periode vorhergehenden zehn oder zwanzig Jahre. Sowohl die Einkommensteuer - Ausweise wie die Erzeugung von Kohle und Eisen und anderen Hauptartikeln deS Handels und der Industrie zeige diese Thatsache auf den ersten Blick; hätte der Wohlstand Englands zwischen 1875 und 1885 in demselben Maße zugenommen, wie zwi schen 1865 und 1875, so müßte das Ein-kommensteuer-Jnlands-Vermögen heute 882 Millionen Pfund betragen; thatsachlich macht es jedoch heute nur 31 Millionen aus. Aehnliche Erscheinungen zeigen sich auf anderen Gebieten; Wollen- und Vaummollenwaaren, Thee und Zucker werden weniger gekauft. Allein Giffen führt den Nachweis, daß trotz dieser Verminderung, welche eine relative im Vergleich zu den Sprüngen" erTekade 1865 bis 1875 ist, der Wohlstand Englands im Großen und Ganzen und nicht nach einer einzelnen Periode berccknet, im stetigen, wenngleich jetzt langsamen Fortschritte sich besinde. Dieser Beweis wird versucht durch die Vergleiche der Zunahme der Bevölkerung und des Verhältnisses der Almosenbedürftigen (der Paupers in den Workhouses als gesetzlich Armer") zurGesammtbevölkerung, welche Proportion sich jährlich günstiger stellt: durch die Löhne ! der Arbeiter und die Preise der wichtigsten 1 Gegenstande für deren Nahrung, Kle düng. Wohuung :c.. welche lehtere fal

sen, wahrend Die rönne steigen ; vurcy die Einlagen in Sparkassen; durch die Ergebnisse der Post und der Telegraphen, welche stetig zunehmen, was nur bei wachsendem Wohlstande der Fall sein kann. Die Behauptung, daß die Eoncurrenz anderer Stckaten das Wachsen des Wohlstandcs Englands verhindere, erklärt Gissen als vollständig' unrichtig und weist diesen Irrthum durch den Stillstand während der letzten Jahre in Deutschland z.B. nach: viel wichtiger sei, daß gewisse Industrien in ganz neue Eanäle qe-

lenkt werden; daß alte Stapelartikcl verschwinden und neue an deren Stelle treten; als thatsächlich begründet will daher Gissen nur zulassen, daß das Wachsen des Wohlstandes, der Fortschritt Englands auf materiellem Gebiete in den letzten zehn Jahren langsamer gewesen sei, als in der vorhergehenden Dekade; allein im Allgemeinen vermebre sich und wachse trotzdem der Wohlstano England von Jahr zu Jahr. Diese Behauptung Gissens dürfte auch richtig sein. Es fragt sich aber, ob der Wohlstand der Massen in demselben VerHältnisse wächst, wie das sogenannte Nationalvermögen. Sicher ist, daß der Mittelstand" immer mehr verschwindet und die Zahl der abhängigen Lohnarbeiter immer größer wird. Das gilt allerdings nicht nur für England, sondern für alle Industrieländer. Die Beschwerden Englands sind diejenigen dec ganzen civilisirten Welt. Sie entspringen de berrickenden Prodn.etionssv.stem. Vom Jnlande. In einer der letzten Nächte herrschte in der Gegend von Eanajoharie und Montgomery im Staate New Jork ein starker Frost. In letzterer Ortschaft zeigte das Quecksilber nach Sonncnaufgang auf einen Grad unter dem Gefrierpunkt. Juden meisten nördlichen Staaten sind in diesem Jahre die LimaBohnen sehr schlecht gerathen. Die Nanken wollten in Folge der großen Dürre nicht recht wachsen, und seit dem Eintritt der Regenzeit war es für diese Vohnenart zu kalt, um noch viele Schoten anzusetzen. Inder Nähe von Kenesaw in Adams Eounty in Nebraska erlebte die Familie Knappe kürzlich ein auffallendes Ereigniß. Dieselbe hatte sich gerade zum Abendessen niedergesetzt, als plötzlich ein heftiger Sturm herangezoge kam. Diesem auszuweichen, begab sich die erschreckte Familie nach einem anderen, fester gebauten Zimmer. Der Sturm traf die Küche, in der das Essen aufgetragen war, und riß dieselbe 70 Fuß weit fort, ohne daß auch nur ein Teller beschädigt wurde. Ein tapferes Fa.rmermädch en ist Mvrtie Richards, die 17jährige Tochter eines Farmers aus der Umgegend von Grand Rapids in Michigan, welche in der Familie von James McGrath dient. Während der Abwesenheit ihrer Dienstherrschaft und als sie selbst im Stalle mit Melken beschäftigt war, gelang es einem Tramp, in die Wohnung einzudringen und aus dem Schreibtische S300 zu stehlen. Sie kam gerade hinzu, und der Gedanke, man könne sie möglicherweise für die Diebin halten, regte sie so auf, daß sie eine Mistgabel ergriff und dem Räuber nachsetzte. Als sie an verlassener Landstraße auf denselben stieß, versetzte sie ihm erst zwei wuchtige Hiebe über den Kopf und spießte ihn mit den Kleidern an den Zaun, und verlangte dann die Herausgabe des Raubes. Der Bursche besann sich nicht lange, durfte sich aber erst entfernen, als bis das tapfere Mädchen das Geld nachgezählt und richtig befunden hatte. . Landungs-Superintcudent Heinzmann in Eastle Garden hat einen 69 Jahre alten Mann in seiner Obhut, welcher mit dem Dampfer ,,Slavonia" aus Stettin übcr's Meer gekommen war. Derselbe gab bei der Rcgistrirung an, Ferdinand Friederici zu heißen, Goldarbeite? zu sein und fünf Jahre lang für eine Firma in Brooklvn gearbeitet zu habcn, deren Namen und Adresse er aber nicht weiß. Er behauptete weiter, 26 Jahre lang in Amerika gewesen, aber nicht Bürger zu sein, und seine Familie wohne jetzt in 117 Johnsonstraße, Brooklyn. Er komme eben von einer Reise nach Trcptow in Pommern zurück, wo er seine verheirathete Tochter besucht habe. Dem Eapt. Heinzmann siel der Mann auf und er richtete daher verschiedene Fragen an Friederici, wobei sich herausstellte, daß derselbe sein ErinnerungsVermögen fast gänzlich verloren hat. Nachfragen in No. 117 Johnsonstraße, Brooklvn, ergaben, daß der Mann dort gar nicht bekannt ist, und er wurde daher vorläufig im Lazareth untergebracht. Wenn seine Angehörigen sich nicht melden, wird der alte Mann wahrscheinlich nach Europa zurückgesandt werden. Der vielfache Millionär Henry W. King ist der Besitzer des größten Kleiderqeschäfts in Ehicaao. Voriges Jahr verlobte sich seine Tochter mlt dem Qsotjne des alten Mllllonars Ventlcy. Die Verlobung wurde öffentlich bekannt gemacht, und gleichzeitig wurden große Vorbereitungen für die Hochzeit getroffen. Mit einem Mal, im letzten Herbst, war die Geschichte wie abgeschnitten. Lttemand tarn dahinter, weshalb die Hochzeit nicht stattfand. Die junge Braut reiste nach Europa, wo sie bis jetzt verweilt. Vor einigen Tagen so erzahlt ein Emcaaoer Blatt be gegnete ein Herr X. dem farbigen Hausmeiste? KingS. Ich habe Mr. Kings Dienst verlassen, Mr. X.," beaann der Hausmeister; ich konnte es oa nicht langer aushalten ; serne Tochter Vessie anch nicht." Was ist denn los?" erkündigte sich Herr x. Sehen Sie," entgegnete Jener, ,,olä Ventley uud Mr. Sima haben einen furchtbaren Streit ge habt, nämlich wcgen der acht Anarchisten IN der Iall. Aentlen saate zu jlinq, die Verurteilung dieses Männer sei eine Infamie, und machte ihm Vorwürfe, weil er (King) alles anfgeboten hatte, um diese Verurthctluna yerbelzufuhren. King wurde so wüthend darüber, daß Bentlcy die Partei der Anarchisten nahm. ' daß er ihm schlechtweq erklärte, sein (Bcntlev's) Sohn könne jetzt Bessie nicht mehr zur Frau laben. Als das junge Paar davon keine Notiz nahm, drohte Mna .seiner Tochter. datL sie enterben

werde, wenn sie den jungen Ventley nicht fahren lasse. Vessie weigerte sich seitdem, nach Hause zu kommen, und erklärt, daß sie ihren Verlobten auch dann hcirathcn werde, wenn sie keinen Eent Vermögen bekomme Der alte Bentlcy besteht darauf, daß King ein Schuft (villain). ist. Einer der furchtbarsten Kerle in Tcras war Bill Longlcy vom Eounty Lee im mittleren Theile des Staates. Er hatte seine sicbcnunddreißig Mordthaten aus dem Gewissen. (Endlich wurde er

, , , - . . I aber vor 11 Jahren wegen einer dcrzcl-1 ben in Giddings, dem Hauptorte des aenannten Eounty. ;umTode verurthcilt. j Doch der damalige Sheriff Jim Brown war früher selbst ein Mitglied der Strol-! chenbande Longley's und hatte seine acht Mordthaten auf dem Gewissen. Schon bei der durch diesen Sheriff vollzogenen Hinrichtung seines vormaligen Hauptmanns stiegen daher allerlei Zweifel über ihre Aechtheit auf. Jim Brown, welcher noch lange Jahre nach jener Hinrichtung Sheriff von Lee Eounty blieb, ist inzwischen seiner würdig gestorben, nämlich mit den Stiefeln an den Füßen in einer großen Nauferei mit Schußwaffen. Und jetzt stellt sich, nach dem Zeugniß des Campbell Longley, des noch lebenden und für einen zvverlässigen Mann geltenden Vaters des Bill Longley, Folgendes heraus: Als für Longley keine Aussicht mehr war, durch Ädvokatenkniffe dem Galgen zu entgehen, zahlte sein reicher kalifornischer Önkcl dem Sheriff Jim Brown H-1000 für Fälschung der Hinrichtung. Freilich konnte sie nicht wie durch Poo Bah im Mikado lediglich auf dem Papier gefälscht werden, sondern sie mußte zum Schein stattfinden. Ein teranisches Blatt schildert fie so: ,,Bill Longley wurde am Hinrichtungstage in aller Form auf das Galgenbrctt gefübrt. Allein die Sache war so eingerichtet, daß beim Fall das Gewicht des Körpers nicht ans das Genick, sondern auf einen eiscrnen Haken siel, der an Lederstreifcn, welche den Körper hielten, befestigt war. In der That machte also Bill Longley in der Leder - Bandage nur einen Sprung durch die Luft. Unten angekommen, ahmte er mit den Beinen den Zuckungen eines Sterbenden nach und wurde dann, nachdem der aufte Arzt den Tod bestäticjt hatte, scch?rt in den Sarg gelegt und seinen Freir..en übergeben. Während aber später der mit Steinen gefüllte Sarg dem Kirchhof zu getragen wurde, saß Bill längst im Eisenbahnwagen und eilte der Küste zu." Bill soll jetzt der Besitzer beträchtlicher Landstrecken und Viehheerden in Central - Amerika sein, und er kann dort als eine der schönsten Blüthen teranischer Justiz ein hohes V.tttx erreichen. Vom Auslande. Man hatte geglaubt, schreibt man aus London, daß unter dem neuesten irischen Agrargesetz Ausschreitungen und brutale Thätlichkeiten, wie sie bei den Vertreibungen von G Äauernfamilien in HerbcrtStown, in Limerick vorkamen, unmöglich seien. In das genannte Gesetz ist von der Landlordpartei ein Paragraph eingeschobcn worden, mU cher an Stelle der öffentlichen Ermission unter den Augen des Sheriffs einen registrirten Brief setzt, dessen richtige Ablieferung genügt, um den Pächter seines Vcsitzrcchts zu berauben. Weßwegen im vorliegenden Fall der Großgrundbesitze? O'Grady und seine Pächter es haben zum Aeußersten komnicn lassen', ist überhaupt nicht ersichtlich. O'Grady ist kein sehr harter Landlord. Er ermäßigte die Pachtzinsen im Jahre 1883 um 15 Proccnt; sein Einkommen von seinen Gütern vor dicsemJahre war Lstr. 1600. Im Jahre 1886 weigerte er sich, einen Abschlag zu gewähren, da seine Pächter 40 Proccnt verlangten. Sie nahmen darauf den Feldzugsplan an undO'Grady fand sich bereit, diezuäioial rents um 15 Procent, die alten Pachtzinsen um 25 Procent zu ermäßigen. Das wurde von den Pächtern abgelehnt, sie verkauften ihren Vichstand und deponirten ihre Pachtzinsen bei Vertrauensmännern. Darauf leitete O'Grady gegen einen der Pächter, Maroney, das Bankcrottverfahren ein und der Nichter Boyd ließ ihn sammt dem Priester Nyan und zwei anderen Zeugen in's Gefängniß werfen, weil sie sich weigerten,' auszusagen, was aus dem Eigenthum des Pächters geworden sei. Moroney ist noch hinter Schloß und Riegel, die anderen mußten eines Formfehlers wegen auf freien Fuß gesetzt werden. Noch vor wenigen Tagen erbot sich der Landlord, einen Abschlag von 20 pCt. zu qcwähren, falls die Pächter die bedeutenden Kosten des gerichtlichen Verfahrens tragen wollten. Da er aber Moroney von der Woyltyat auönahm, zerschlugen sich die Unterhandlungen, auf Nyans Vorschlag hm, und jungst sind 6 Pächter an die Luft gesetzt worden, wobei es zu Auftritten kam, welche an die schlimmsten Vorfälle in Glenbeigh und Vodyke erinnern. Zwei Engländer und ein irisches Parlamentsmitglied wurden von den Konstablcrn mit ihren Knütteln verwundet. Später wurden noch mehr Ausschreitungen ' vorgenommen. Unter den Touristen, die sich nach England begeben haben, um den Spektakel mit anzusehen, befand sich auch ein Londoner Alderman sammt Gemahlin. Eine irische Vauernhctze ist ein feiner Sport, fü' gaffende Zuschauer. Ein neuer P ostdieb stahl ist auf dem belgischen Postschiff Parlement" verübt worden, worüber derAllg.Ztg." aus Ostende berichtet wird: Eine Londoner Firma hatte der englischen Post eine größere Anzahl von Säcken, gefüllt mit oänischcm Gelde, zur Beförderung an ein holländisches Bankhaus übergeben. Die englische Post dirigirte die Sendung über Ostende und übergab dem belgischen Postdampfer Parlement" genau die gleiche Anzahl von Säcken, die sie selbst übernommen hatte. Zur größeren Sicherheit wurde jeder Geldsack in einer mehrfach versperrten eisernen Kiste eingeschlössen. Der belgische Postbcamte ließ diese Kisten in den unteren Schiffsraum, in welchem die Schiffsgüter untergebracht sind und welcher deshalb immerwährend unter Bewachung steht, transportiren. Die vor der Abfahrt vorgenommene Nevision in Dover ergab das Vorhandensein und die Unversehrtheit sämmtlicher Kisten. Als nun der belgische Postbcamte einige Minuten vor der Landung deS Dampfers

in Os5cnde die Geld listen öcyuss Uever gäbe an die Eisenbahn musterte, bemerkte er, daß zwar keine Kiste verschwunden, daß aber mehrere erbrochen waren. Die angestellte Nachforschung ergab, daß nicht weniger als 17 Geldsäcke entwendet worden waren. Hiervon waren zwölf mit je 2000, einer mit 1000 und vier mit je 200 Kronen versichert. Dem Umfang nach müssen die entwendeten Säcke jedoch weit größere Summen enthalten haben. Der Diebstahl ist vollständig räthselhaft. Da in den Schiffsraum, in welchem das gestohlene Geld sich befand, nur Postbeamte und Matrosen Zutritt haben, so ist die Annahme berechtigt, daß einer der Echisfsleute zummindcstcn dcn Dicbstahl begünstigt hat. Was sehr auffälliq ist.

ii cic yaisacye, oa ote leoe eine 1.0 große Menge Silbermünzen zu beraen ? rx. c ? . rv f. i r . r . e r. c v vermochten ohne sich zu verrathen. Man steht also :n zeder Dichtung vor einem Räthsel. Die belgische Negierung hat eine namhafte Belohnung für die Ergreifunz der Diebe ausgesetzt. Ein Mord durch Scheidewasser .machte in .den letzten Wochen in London viel von sich sprechen, da der Thäter, ein Mnischer Jude, Namens Israel Lipski, energisch leugnete und Manches gegen seine Schuld zu sprechen schien. So hatte man nicht allein sein Opfer, eine Frau Miriam Angel, mit Scheidewasser im Schlunde gefunden, sondern auch ihn selbst unter dem Bett, ohnmächtig und mit verbranntem Munde. Lipski behauptete, selbst das Opfer von zwei Attentätern geworden zu sein. Man verurtheilte ihn trotzdem zum Tode, aber der Minister wurde bestürmt, die Hinrichtung aufzuschieben. Als endlich dennoch die Hinrichtung festgesetzt wurde, schritt Lipski vor einem Rabbiner und dem Direktor von Nemgate zu dem Geständniß, daß er wirklich Miriam Angel im Schlafe ermordet habe, um sie zu verauben. Als er Schritte hörte, goß er sich selbst den Nest des Scheidewassers in den Mund und wurde ohnmächtig. Die Hinrichtung fand nun in der ersten Septemberwoche statt. Lipski hatte die Nacht ziemlich gut geschlafen und ging gefaßt und ruhig seinem Schicksal entgegen. Der Rabbiner Singer begleitete den Verurtheilten auf seinem letzten Gange und sprach die Sterbegebete. Gefragt, ob er noch irgend etwas zu sagen habe, antwortete Lipski mit fester Stimme: Nichts mehr, ich bin schuldig." Die Hinrichtung wurde vom Scharfrichter Verrv ohne Störungen vollzogen. Vor dem Gefängniß hatte sich eine etwa 5000 Köpfe zählende, meist aus Neligionsgenossen des Verurteilten bestehende Menschenmenge anaezammelt. Genau um 8 Uhr zeigte oie schwarze Fahne, welche auf dem Gefängniß aufgehißt wurde, an, daß der Gerechtigkeit Genüge geleistet war. Lipski war 22 Jahre alt. I n der russischen Stadt Nostow am Don hat vor Kurzem eine Türkenhetze stattgefunden, wobei drei türkische Gasthöfe vollständig' demolirt wurden. Es brach Feuer aus, das aber schnell gelöscht wurde. Der Plünderung eines vierten Gasthofes machten die Kosaken ein Ende. Die Türken vertheidigten sich mit Schußwaffen. Anlaß zu den Ercessen gab das leere Gerücht, daß die Türken die Nüssen mordeten. Thatsächlich hatte ein türkischer Hotelier einem Landsmanne einen Messerstich versetzt. Zwei r'u s s i s ch e Mädchen, )ie Schwestern Gorlschakom, haben am 21- v. Mts. die höchste Spitze des Montblanc erstiegen. Sie legten den Weg in zwanzig Stunden zurück. Die von zwei Führern geleiteten Damen wurden nach ihrer Rückkunft in Chamounir stürmisch begrüßt und mit Blumen überschüttet. Unter den 1032 Personen, welche den Berg bisher erstiegen, befand sich nur eine einzige Dame, eine Franzosin. Der Afrika reisende Dr. Holub, ist Anfang September mit seiner Gattin in Plymouth eingetroffen. Am 18. November 1883 hatten Beide die Heimatl) verladen, um Südafrika, welchcs Holub bereits früher erforscht hatte, von 3!cuem zu durchstreifen. Vor einem Jahre entrannen sie nur mit größter Muhe einem Uevcrsalle der Maichuku lumbcn und erreichten nach unendlichen Beschwerden, völlig erschöpft. Ansang dieses Jahres die Grenze des TransvaalStaates. Von den sechs Begleiteni, die Holub in Wien angeworben hatte, ist einer dort mit einer Sendung Holub'S schon vor einigen Monaten glücklich cmgetroffen ; zwei kehren mit dem Ehe paare in die Hcimath zurück, während zwei dem Kluna und Sollner den Srcc ren der Maschukulumbcn erlagen. Durch den Ucberfall verlor Holub zwar viele Sammlungen, sowie 18 von seinen 32 Tagebüchern, vermochTe aber trotzdem noch 143 Kisten mit ethnologischen und naturwissenschaftlichen Gegenständen zu retten. In der bekannten Kontra o e r s e, die zwischen dem Berliner Bakterioloaen Prof. Robert Koch und dem französischen Forscher, über den Werth der Pastcur'schen Schutzimpfung gegen Milzbrand neuerdings wieder entstanden ist, hat Letzterer aus die von uns mltge theile Erklärung Kochs geantwortet. Pancur spricht mdem sranzostlchen achblatte "Ia sernaine rndicale" die An sicht aus, daß die Mcinunqsvcrschieden heit zwischen ihm und Koch bezüglich deS praktlichen Nutzens scmer Äcilzbrano Impfungen 'wohl ausgeglichen werden könne. Wenn stoä) nichts als eine GaVlntie für die von Pasteur angeführten günstnjen statistischen Daten fordere, so erkläre er sich bereit, dieselben zu liefern. Der demnächst in Wien stattfindende Hygienische Kongreß werde die beste Gelcgcnhcit zur Verständigung bieten. Alle Berichte der Thicrärzte über den Ausfall der Milzbrand-Jmpfung'cn sollen dann Herrn Koch und Jedem, der sich für die Frage intercssirt, zur Verfügung gestellt und die Methode der Schutzimpfungen diökutirt werden. Leider sei Pasteur selbst durch Gesundheitsrücksichten verhindert, nuf dem Kongresse zu erscheinen, - doch werde einer seiner Schüler, Herr Dr. Ehambcrland, Verfasser eines Berichtes über die Präventio-Jmpfun-gen, die Schlußfolgerungen feines Berichtcö im Sinne Pasteuxs vertheidigen. Voraussichtlich werden auf dem Wiener Kongresse auch noch andere Forscher ihre Ansichten über -die Milzbrand-Jmpfuna aussvrecben. und es ist tu erwarten, bav

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