Indiana Tribüne, Volume 11, Number 4, Indianapolis, Marion County, 22 September 1887 — Page 3

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gegen Rheumatismus. 5H- BeriSte übcr die Erfolge von St. IakobZ Del, ivelche vor Jahren erzielt urdcn und jetzt bestätigt erden. vo einer indiauischen riiiilon, Karl 1882. Ct. NlphonfuZ Kirche. Glen'S Falls. N. ?). Ich war bettläqeriz in olae rheumatischer Schmerzen und versüßte St. Jakob-! Oel. Nach der ersten Einreibung ließen diccdmenennach. Nev. L. S t . O n g e, P. P. I Jahre sKSter. VoliZläudig geheilt. Glen'S 7?allS. N. 2? Oktober. 13SG. NlchtZ wollte mir helfen bis ich Et. IakobZ Gel ersuchte. Eine Einreibung war fleniiqend die Schmerzen in 10 Minuten zu lindern ; cinize eitere Einreibungen heilten mich. Nev. L. 3t. St.Onge,P. 61 gesehener ddokat-Spril 1882 geheilt. Ter beschnzorene Bericht von Ta?id Strouie, 5!em Haven, Conn.. sazt in Kürze : Jch litt an hestiaen rheumatischen Schmerzen im Arm, Hand. Bein und Fuß. Ich gebrauchte ein, Flasche St. JalobZ Ocl und wurde geheilt.4 Iah später. Tauernd gehellt. New Haven. Ct., 1. November 1336. Ich litt an hefkiaenzrheumatiscken -cbmerzen. Eine Flasche St. IakobS Ocl heilte mich. Ich halte ti für eilt kuSge,eichnetc5 Hausmittel. David Strouse. vkußte wle ei Kind behandelt werdea-TZai 1882 Krämer. Gnade? Co.. Penn. Ich hatte Rheumatismus in einem solchen Grabe, daß ich wie ein Kind behandelt werden wußte. Nach dem Gebrauche von zwei Zlaschen Ct. JakobS Oel war ich geheilt. John Jield. Jahre später ramer. 5. November 1880. Ct. Jakobs Oel heilte mich. John Fiel. HE CHARLES Ä. VOGELER CO.. Baltimore. Md. AlAuguÄ-VocmSÄ HAMBURGER TD n DCTM i nun fc-n 1 rinnt BlBtfronltjtitcn, Leber- u. Magenleivkv Euil, 50 6eu:i et fünf laff txi UQ i 2e Sxetbeke u habe. HLX CH-IBXXS A. JQGX.LZB. CO.. BALTT20BE, SD. lciraaif. irfff.-. s.. : . u,,ne' I I w,f- vciriit uno fi af.vii 1 "rWUUr" WBiBCelfiaftfr. XSZJl? I VA - ' V iCLiriTTTn t-uaTT, Xiaalü tcr-or.. i I WÄ I . m..j: "'ff?? fern-net I &&SK.sH I uoe und Sraoern firaaiK;;;" ' Sltrefüre: Dr. iii-t4. icti r iai'Vi '-i IOC. Strafe, eir Tort, y. y. - j . iii ii TW.- T-" .-.-I -T. t. fL iMMlMi? Cures Rernoves Tan, Sunburn, See StlngSf Mos- " qulto and All IriRACt Eites. inaWIS, ELOTC1IES, Humors, Eirth-roarka, and every form osskin emislie3, positivcly cured on tno nost dclicato Ekln witiout leavinj a acar, by XIox OlntzixeTVt. Prico 23ct3., COcta. and $1. At irurclsts or by mau. Th Hoi Llttle Llttle TIop Plll sor sic-lioadaclie, dysjepsla, oi iin wxnTg Co.. iew xxnaon. conn. blliousess and constipatioa luve co cquaL. 25c nr. In allen Arotheken zu haben. Wenn Sie den besten, reinsten und stärksten sig! Backpulver, (kakln? powder,) Oxtvact", (flavoring extracts) unb Gewürze, AllcS rein und unverfülscht iaden xool Im, dann fragen Sie räch H. F. SOLLIDAY'S Waaren na! zebrauchen Sie keine andern. U, 8 L5 10 Süd Pennsylvania Str. Indianapolis, Ind. IST Zweiggeschäft in Wlchita, Äon Anstreichcr Arbeiten L2ment1ich Contraktc um Anstreichen von H a s e r n wnden cuj'ä G4änf!t ausgelöst von CARL HOFMÄM, 1U Madison 91. - ty Preise mäßig. Schöne und gute Ar beit wird garantirt. . ms Am T1)), ICUlSTUlc.WtWAiOAWT vnu.Au ii - Die kZrz:ste und direktefte Linie von INDIANAPOLIS nach Frankfort, D-.lpbi. Montieello, Michigan Citv, Chicago, nd allen Orten un nördlichen Jndiana, Mlchi aan, nördlichen Illinois, Wisconsin, Iowa, dinnksoia, tbrai'a, Kansa, New Mezico Dalota, V.kvata, ksi,ds, Kalifornien und Orezsa. 2 direkte Jüqe tägllcb' 2 don Indianapolis nach tticago; ebeufs nach Michigan City. legant Pullmann Schlaf Waggon auf den Nachtzüg.. epäckmarkev bis au't Reiseziel eriheili. et ah hat pröß,r , ttchkett tUt i2tgN St al wir. 9lti) und qutpitung Nicht in Nberttesien. Ttahl,Jlei. , Miller PlaUor mnh Stoßriffen, Suftdremsen und a.' obern in Achtungen. unüdlrstftich Borthe, für mtgra. tn, Land undTounften.vtUet nav irgend t, Ort. dr on anderen adnen berüht wnd. Wn an nördlich, südlich, bftltch kx eftlich pm ktisen wünscht, kaue man richt da nü)tg tHet, lil an unser Pr,s n. s. W. isthk. Sae XZhereoi wende an sich a j. D. Baldwin, Distrikt Paffagi 1 flint, jj. 31 Süd JZmoi traie, Indianap, , Jd. Lob B. Erfo, 0 C 0ltC. 0I0naUi, Vasiaat,? tL ;uan. ZWU Cittii, s.

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Andre Cornclis. Pariser Roman dou P a u l L o u r g e t. Deutsch von Anton Bettelheim.

(Fortfesung.) Tu erkennst' mich'," sagte sie mir. während ich der Kammerfrau den Wagen zeigte, damit sie dort das Gepäck ablege ; und indem sie auf ihr Kleid aus kastanienbraunem, schwarzbesehten Tuche zeigte, sagte sie: Tu stehst, ich werde meine Trauerkleider erst morgen haben Sie konnten nicht mehr fertig werden, aber morgen mit dem Frühesten sollen sie kommen.... Und als lch ihr rn den Wagen half, fügte sie hinzu: Ich habe noch eine Hutschachtel und einen Koffer." re lächelte em werng, als sie mir das sagte, um auch mich lachen zu machen. Es war ein alter Anlaß zu kleinen Neckereien zwischen uns, diese Anhäufung kleiner. selbst unnüder Gepäckstücke, mit welche sie reiste. In jedem anderen Geifteszustande würde ich darunter gelitten haben, neben dem Liebesbeweis, den sie mir durch ihr Kommen gab, die bestandige Spur dieser weltlichen Frivolität zu treffen. War das nicht eine der kleinen Ursachen meines großen Unglücks? Aber in diesem Augenblick war mir im Gegentheil erne grivolitat so angenehm . Das war also die Frau, von der ich ge? rade vorher gewähnt, sie käme zu mir mit dem düsteren Vorhaben, die Papiere meiner todten Tante zu durchwühlen, und die möglicherweise daselbst vorsindlichen Anklageakte zu stehlen oder zu vernichten ! . Das war die Frau, welche ich mir morgens wie eine Berbrecherin, mit der Gemissensschuld der feigsten Mordthat beladen, vorgestellt hatte! Ja, ich war mahnsinnig gewesen, ich hatte dem scheu gewordenen Pferde geglichen, das dem eigenen Schatten nachjagt. Aber welche Beruhigung war es, diese Narrheit festzustellen, welche Entlastung! Zch vergaß darüber fast die sanfte, theure Todte! Ich war wohl traurig im Grund meiner Seele und gleichviel glücklich, während die alte Kutsche uns durch die Stadt führte, deren beleuchtete Fenster in der Nacht strahlten. Ich hielt die Hand meiner Mutter, ich hatte Lust, sie um Verzeihung u bitten, den Saum ihres Kleides ;u küszen, ihr zu wiederholen, daß ich sie liebte und anbetete. Sie sah wohl meiue Bewegung, die sie dem Unglück zuschrieb, das mich betroffen. Sie beklagte mich. Wiederholt sagte sie mir: Mein Andre . . . . " (5s geschah so selten, daß ich sie bei mir batte, ganz für mich allein und gerade in der Herzensstimmung, die meine krankhafte Empfindlichkeit bedurste. Ich hatte für sie das Zimmer im Erdgeschoß neben dem Salon herrichten lassen. Ich errinnerte mich, daß dies ihr Zimmer gewesen, als sie mit meinem Vater einige Tage nach ihrer Hochzeit nach Compiögne gekommen war und ich hatte mir gesagt, daß der Eindruck, welchen der Anblick des Hauses, wie hernach derjenige des Zimmers auf sie hervorbringen möchte, mir helfen würde, meinen entsetzlichen Verdacht zu zerstreuen. Ich hatte mir geschworen, genau auf die leiseste Aufregung in ihrem Wesen zu achten bei der Wiederbegegnung mit einer Vergangenlieit, die von Neuem auflebte durch diese Physiognomie von Dingen, die sich nicht so schnell ändert, wie ein Frauenherz. Ich wurde jetzt schamroth über diesen Einfall eines Polizisten. Ich fühlte, wie schmählich es ist, seine Mutter zu richten, ihr nicht so einen unbedingten Glauben zu schenken, der selbst der Evidenz gegenüber unerfchüttert bleibt. Das empfand ich um so besser, je weniger die schuldige Frau sich überwachte. Sie war in das Zimmer eingetreten mit ruhi: ger Miene, sie setzte sich an den Kamin und wärmte ihre feinen Füße an dem Feuer, das mit seinem Flammenschein ihre blassen Wangen röthete. Und mit ihren aanz schwarz aebliebenen Haaren. mit ihrer gaz jugendlichen Gestalt hatte sie noch im Dämmerlicht dieses Gemaches den auserlesenen Reiz ihres adeligen Wesens, von dem mein Vater in seinen Briefen sprach. Sie schaute lange um sich und erkannte die meisten Gegenstände wieder, welche die Pietät meiner Tante an ihrem Platze gelassen. Mit trauri gem Tone sagte sie: .Wie viel Erinnerungen !".... Aber die Bewegung, die sich aus lhren Zügen spiegelte, haltte Nichts Bitteres an sich. Ach! Diese Augen, rieser Mund, diese Stirne hat nicht eine Frau, die in das Zimmer zurückkommt. in welchem sie vor zwanzig Jahren mit : . 11 ... " . c . einem aiien geieor, oen sie yar ermoroen la en, nacyoem ue lyn verrathen bat! .... Während des ganzen Abends gab es Nicht ern Detail, das mir Nicht derart .bewiesen hatte, wie leichtfertig meine km dische, entehrende Phantasie Diejenige verleumdet hatte, welche mir hatte aeyel ligt sein müssen. Julie hatte uns eine Art Abendessen hergerichtet, das sie uns auftragen wollte, wie sie mir Tags zuvor T ?i f .11. rv r r i r . . - serviii ane. :$m verramiele nc aue Beide, die Eine der Anderen aerade ae genüber, die alte Dienerin und ihre frühere Herrin, ch wuute. dak ihre Eha rakter früher nicht zu einander aepaht. und doch bereitete es Beiden eine sehr angenehme Empfindung, sich wiederzusehen. Die arme Julie insbesondere, das schlichte, jeder Verstellung unfähige C ... r r y l X Frauenzimmer, war jo zusrieoen, cay sie mich einige Minuten vor diesem bescheidenen Mahle bei Seite nahm, um mir zu r fi o- .i . 4 lagen, umlege 4.rosi es iyr in lyrem Kummer bereite, meine Mutter so gütig gegen mich wiederzufinden, und uns Beide an demselben Tisch, wie ehedem zu r..: tt.i o ... ? . ci vevieiien. ioenn es zu jener Zkir im pelzen meiner Mutter eines der Verbrecher!schen Geheimnisse gegeben hatte, das treue Tienstleute besser errathen, als iryendwer sonst, dann hatte die rechtschaf sene Dienerin, die uns Beide mich und meinen Vater aufgezogen, das bestimmt gemußt und nicht verziehen. . Ich würde eine pur davon auf diesem Gesicht mit den eingefallenen Lippen gesunden haben. ln welchem jede Runzel ihre Beredtsamkeit für mich hatte. Meine Mutter wiederum würde sich nichts behaglich gefühlt uucii in vIegenwarr Dieser Zeugin ner anen cyuio. yre lLeberden würden einen versteckten Zwang offenbatt haben und wäre es auch nur der Hochmuth ge?esen. . mit dem. wir. wie zum voraus.

einem Tadel begegnen, den wi? einem bei ! Untergebenen errathen. Die Gestalt Julies gehörte für meine Mutter in die Reihe der Dinge, welche mit ihrer ersten Ehe zusammenhingen und sei es, daß der fast plötzliche Tod meiner Tante sie so tief bewegte, sei es, daß die Empfindung des Vergangenen ihrem Geschmack für das Romanhafte schmeichelte weit entfernt, diese Erinnerungen abzuweisen, überließ sie sich denselben und ich segnete sie innerlich dafür, daß sie schon durch ihre Haltung die letzten Spuren meiner stummen Verleumdung verlöscht. Wel-

chen Dank murmelte ich noch in Gcdanren, als sie mich spater, in der Nacht bat. die Todte zu sehen, um ihr ein letztes Lebcwohl zu sagen. Wir traten zusammen in das Gemach, in dem die Verscheidende gegen ihre letzte Vesorgniß angekämpft, aus der ich so abscheuliche Folgerungen aeiogen hatte. Meine Mutter näherte sich dem Bett Der Tod, der so traZische Eigenheiten hat, hatte die Aehnlichkett, welche b Lebzeiten meiner Tante zwischen ihrem Gesicht und dem meines r i c . Malers oeslano, nocy cryoyr. les unbewegliche bleiche Prosil erinnerte insbesondere wegen des Kinntuchcs, das der Mund geschlossen hielt, unwiderstenlich an das andere Prosil, das ich im Gedächtniß behalten und vor dem meine Mutter mich so heiß umarmt hatte. Wir standen von Neuem zusammen vor einem Todtenbilde. Aber ich war kein Kind mehr, wie sie keine junge Frau mehr war. Wie viele Jahre lagen zwischen diesen 'beiden Todesfällen und welche Jahre! Dieser Vergleich drängte sich ebensosehr meiner Mutter, wie mir auf. Sie schwieg Anfangs, dann sat5sie mir: Wie ähulich sie ihm ist ! ... . &t näherte sich meiner Tante, drückte einen Kuß auf diese eisige Stirn, dann kniete sie zu Füßen des Bettes meder und begann zu beten. Diesen Beweis, den ich kaum zu hossen gewagt, hatte sie aus freien Stükken so wahr und ungezwungen erbracht... Ich habe seitdem viele andere Proben für die unbedingte Reinheit des Herzens melner Butter erhalten, ich habe aus dem Munde Desjenigen, der den ganzen Anschlag angestiftet, Worte vernommen, welche die edle Frau vollkommen reinigten. Es war nicht mehr nothwendig. Der Anblick, sie vor der todten Schwester meines todten Vaters knieen zu sehen, hatte genügt, das Gespenst zu bannen. Als sie zu Ende gebetet, wollte sie werter Todtenwache halten. .Ich hinderte sie daran, weil ich die Aufregung einer derart verbrachten Nacht für sie fürchtete und lch nothlgte sie hmabzukommen. Aber sie war zu sehr beunruhigt und bat mich, ihr noch eine Weile Gesellschaft zu leisten. Ich willfahrte mit Freuden: so groß war meine Furcht, fern von ihr wiederum die Hallucination zu erdulden, welche ihr ganzes Gebahren so vollständig zerstreut hatte. Ich fühlte mich so voll und ganz als il)r Kind an diesem Abend, daß ich wie einst in meiner wirklichen Kindheit über ihre kleinste Gcberde außer inir gerieth. Ich bewunderte die Kunst, mit der sie sofort die Ecke neben dem Kamin im Salon, in dem wir saßen, wie in einen abgeschiedenen, uns ureigenen Plauderwinkel umgewandelt hatte. Sie ließ mich die spanische Wand an ihr Ruhebett heranrücken. Sie legte auf einen kleinen Drehtisch ihre Reiscuhr, den Flacon mit dem Riechsalz, und eine Eigarettentasche. Sie selbst hatte einen meichen Schlafrock angezogen, und Kopf und Schultern in eine schwarze Mantille gehüllt; auf die Füße legte sie eine gestrickte bebänderte Rofa-Woll-Decke. Sie stützte ihre Wange auf einen der beiden rothseidenen Polster, deren sie sich auf der Ei senbahn bedient hatte. Einige Waldveilchen, mit welchem Julie eine kleine Vase geschmückt, mischten ihren Duft mit dem Wohlgeruch des frischen Parfüms, den sie umhersprengte und ich fühlte mich wohl dabei, also in allen Kleinigkeiten ihrer auserlesenen Eleganz der frühesten Eindrücke, die ick von ihr empfangen, wieder ausleben zu lassen. Ich liebte es vor Allem, sie so sprechen zu hören, wie sie es that, da sie ihr Herz aufschloß und so viele Erinnerungen zum Besten gab. Sie hatte mich zuerst über die Krankheit meiner Tante ausgefragt. Dann unterhielt sie mich von meinem Vater, was ihr nur. selten begegnete. Es war auch so selten, daß wir einander so vertraulich begegneten! In diesem ganz von Reliquien erfüllten Salon, mit dem meinem Geiste so gegenwärtigen Andenken an die eben gelesenen Briefe, war es mir eine sehr merkwürdige Empfindung, nun auch sie die Geschichte ihrer Ehe erzählen zu hören. Sie sagte mir, was ich schon wußte, wie diese Ehe zu Stande gekommen ; daß sie meinen Vater aus einem Ball bei einem Advokaten getroffen, der die Damen schon aus gesellschaftlichen Beziehängen kannte. Sie beschrieb mir ihre Toilette aus diesem Ball, dann schilderte sie mir meinen Vater, dem der schwärze Frack nicht besonders saß, mit einer schlecht gebundenen schwarzen Eravatte und seinen allzulangen Handschuhen. Wenn man ein junges Mädchen ist," fügte sie hinzu, ist man so albern.... Er ließ sich bei uns einführen, dann hielt er.einmäl und zum zweitenmal um mich an: Und beide Male habe ich ihn ausgeschlagen, weil mir die Kinderei mit den allZurangenH ndschuhen Nicht aus dem Kopfe'wollte. . . .Das dritte Mal wollte er unter vier Augen mit mir sprechen. . . Mama war dieser Ehe sehr geneigt, trotz gewisser Verschiedenheiten in unserer Herkunft und Erziehung.... Dein Vater war so rechtschaffen, so thätig, so fähig und dann bewunderte er Mama mit so viel Naivetät, wie ein Götterbild Endlich willigte ich in diese Begegnung. . Ich empsing Deinen Vater mit dem festen j-w M w m Vorsatz, irzm nein zu saaen. aocr er sprach so herzlich, so taktvoll und beredt . . . .Ich sah auch so deutlich, daß er mich liebte.... Und ich sagte ja...." Welche Erklärung der ganzen Eorresvondenz meines Vaters bot mir dieses Vorspiel seiner Ehe, dies Symbol aller folgenden ijahre! A, bis zu der letzten, Gemeinsam einaenommenen Mahlzeit kal ten sie also gelebt sie, indem sie sich mit dem nächfichtigen Stolz emer tfnw ne ben ließ, die weiß, daß sie an Feinheit und Vornehmheit überlegen ist und er. der arbeitssame Geschäftsmann, der den Volkskreisen noch ganz nah steht, voll Liebe für diese zarte Frau von seltenem Reiz, voll Veraotteruna für Ihre Ueber legenheit, und in rührender Unkenntniß der eigenen Ueberlecienheit. Das ärgste

Glsffur das Herz ist' schweigen. Das hatte ich zu sehr an mir selbst erfahren, ich erfuhr es nun auch in Betreff dcsjenigen, dessen Sohn ich war, dessen argwöhnische und verschlossene Gemüthsart ich geerbt. Und mit herzzerreißender Ironie kam meine Mutter aus die Gaben meines Vaters, seine Geradheit, seine Thatkraft und auch auf die Eharaktercigenschaftcn zurück, die ihr unvcrständlich geblieben waren. Seitdem er so traurig zu Grunde gegangen," fuhr sie fort, habe ich mich gefragt, ob ich ihn so glücklich gemacht, wie er es hätte sein können. . . . Ich war damals recht

jung und wir hatten wenig gemeinsame Neigungen Ich habe immer die Gesellschaft geliebt; das lag im Blut und er mochte sie nicht; er fühlte sich da nicht recht wohl .... Ich war sehr gläubig und er war ein Voltaireaner. . . . Er glaubte, daß die anderen Menschen ebenso gut seien, wie er selbst und dachte, daß man auch ohne Religion leben könne Wir haben seitdem gesehen, wohin das fuhrt . ...ir war nlcyr eisersucyng, oenn er hat mir nie eine Bemerkung gemacht über den freundschaftlichen Verkehr, den ich mit einigen Männern anknüpfte ; aber es war eine gewisse Unruhe m ihm. . . . Wenn er Paris für einige Tage verlassen munte, wenn ich meinen tagtaglichen ; Brief etwas zu spät auf die Post gab, ! mm uyinuj uii uiijiumm, wuu imu; ängstlich nach meinem Befinden fragte. . j tt . TdlArtrtmm Va m.i4. ' Wenn ich Abends etwas später als aewöhnlich nach Hause kam, fand ich ihn r r - f x t.r. ganz oesorgr, uoerzeugi, oa mir em un(lud begegnet sei. . . . Und dann hatte er chmermüthiqe Anwandlungen, ohne jeden Grund in langes Schweigen versunken Ich wagte nicht, ihn auszuforschen Das hast Du von ihm, mein armer Andre " Dann sprach sie mir von seinem qeheimnißvollen Tod: Ich habe so viel darüber geweint," sagte sie, und seitdem habe ich so viel darüber nachgedacht . . . .Dein diäter hatte keinen Feind. Er war seinen Weg so lauter gegangen .... Meiner Ueberzeugung nach hat der Morder darauf gerechnet, daß er einen großen (Geldbetrag bei sich hatte. Beachte wohl. daß wir nicht wissen, was Dein Vater in der Mappe bei sich hatte Ach ! mein Andre, wenn Du wußtest, welche Zeiten ich durchgemacht In diesen Augenblicken habe ich meine wahren Freunde kennen gelernt .... Und damit nannte sie Herrn Termonde und zählte mir die Beweise seiner Ergebenheit im Einzelnen auf. Aber ich verdachte es ihr nicht, daß sie in dieser Stunde nicht begriff, daß sie diesen Namen nicht aussprechen konnte, ohne mir weh zu thun. Da sie einmal im Zug war, ihren Erinnerungen freien Lauf zu lassen, weshalb sollte sie gerade hicrHalt machen? Welches Bedenken hätte sie hindern sollen, mir von ihrer zweiten Ehe und dem .rost, den sie dann gefunden, zu sprechen? Hatte sie doch mein wirkliches Verhältniß zu meinem Stiefvater ebensowenig errathen, wie vordem die Gefühle meines Vaters derselben Person gegenüber. Gewiß, es lag für mich etwas Tiefbetrübendes in diesen vertraulichen Bekenntnissen, welche für mich das grausame Gegenstück der Andern, derjenigen ausmachten, welche mein Vater meiner Tante in seinen Briefen ablegte. Aber so groß meine Trauer auch darüber war, die Tiefe des Mißverständnisses zu ergründen, das diese beiden Wesen geschieden, was war das neben dem tragischen .Alpdruck, den ich durchgemacht? Und so hörte ich den ganzen langen Winterabend hindurch meine Mutter also zu mir sprechen, mit der süßen berauschenden Gewißheit, daß niemals,nein, niemals mehr der ungeheuerliche Verdacht sich meiner wieder bemächtigen würde. Alles in den Briefen meines Vaters erklärte sich also. Er war gründlich cisersüchtig auf seine Frau und er hatte es nie gewagt, diese Eifersucht zu bekennen, deren Urgrund ein moralischer Einfluß war, der vielleicht selbst Derjenigen unbekannt geblieben, die ihn erfuhr. Nein, das Geschöpf, welches mir diese ganze Vergangenheit mit so hellen Augen, mit so ruhiger Stimme, mit so viel Ünbesangenhcit im Bekenntniß ihrer Mißverständnlsse, mit dieser offenkundigen Auf? richtigkeit ihrer ganzen Natur erzählte gewiß ! dieses Geschöpf konnte nur unschuldig fein, selbst an den Schmerzen, die es verursacht hatte oder es war ge--radezu ein Ungeheuer an Heuchelei. Und das habe ich wenigens nie von Dir geglaubt, Du schwache, aber gute Frau, wohl fähig, ein Leid zu verkennen, doch unfähig, es geflissentlich hervorzurufen ; und seit jenem Abend m mein Glaube an Dich keine Erschütterung mehr ersahren. Ich war V5 oÄ Imitxilt Zweifeln erlöst. Ja. ich kann mir die Gerechtigkeit zu Theil werden lassen, daß ich von Stund' an nicht eine einzige Krisis derartige? Zweifel an meiner Mutter durchgemacht habe. Während des Nestes der Nacht, welche diesem Gespräch folgte, noch wäh rend des nächsten, des Begräbnißtages, noch während der weiteren Tage und als sie mick verlassen hatte, hörte ich nicht me.hr die schmachvolle Stimme, die in mir so laut gegen Diejenige gesprochen, die ich zuletzt hätte verdächtigen sollen, wahrend ich der Erste war, sie für schuldig zu halten. Nicht so stand es meinem Stiefvater aeaenüber. Wenn das Mißtrauen in einem Punkte geweckt ist . , V r . i rn.,. und wenn es sich um ein so iragislyes, ,o einiaendeS Interesse handelt, wie um die Ermordung, meines Vaters, dann, schläft dieses Mißtrauen nicht mehr ein, r , r T.i.'A. fc "Cl. : lA. vevor es eine ewlszyeii vcruyu, zu um Händen gegriffen hat. Gewißheit der cr w i 1 . . Cf,.m mi naue ia; gewonnen in em ugrnblick, in dem ich meine Mutter umarmte. in dem ich ste hatte sprechen hören. Aber . . 7 (V wie ? Bewies die Unschuld meiner Aemter auch die Unschuld meines Stiefvaters? Sowie ich allein war und bis ins Kleinste die verhängnitzvollen Briefe . . ' L Tl studirt hatte, drängte stcy me e neue staltung des Problems meinem Geiste sofort auf. Bon wenigen, aus vem uever maß des Schmerzes herrührenden ungerechten Anwandlungen abgesehen, hatte mein Vater stets die Verantwortlichkeit semer Frau und dlezemge semes freundes in dem Verkehr, auf den er eifersüchtig war, unterschieden. Stets hatte er meine Mutter iu Gedanken losgezählt, dagegen hatte er aber niemals Tremonde's Leidenschaft für sie in Zweifel gezogen. DaS ' war der .wirkliche, unleugbare SaSver

I)alt, den ich vor der Lektüre der Briefe nicht gekannt: daß nämlich dieser Mann ein außerordentliches Interesse dai'an hatte, meinen Vater seite zu schaffen. Vor dieser Lektüre konnte ich glauben, daß seine Liebe zu meiner Mutter erst entstanden war, nachdem sie die Freiheit gewonnen, ihn zu heirathen. Trotz meiner Eifersucht hatte ich es natürlich gefunden, daß eine junge, schöne, Unglückliche Frau den leidenschaftlichen, alsbald in Liebe umgewandelten Wunsch, sie zu trösten, selbst dem nächsten Freund ihres todten Gatten einflößte. Nun erschienen mir die Trüge unter einem anderen Gcsichtswinkcl. Ich übeclas die Briefe nochmals in der Einsanit'eit des Hauses von Eompiögne, in dem ich mich verweilte, anstatt nach Pari zurückzukehren, anscheinend, um einige Geschäfte zu ord nen, in Wirklichkeit, weil ich dem vermundeten Edelwild glich, das seinen Schmerz im tiefsten Wsld birgt. Eine Reliquie vor Allen, welche dies Haus bevölkcrtcn, erweckte in mic das Verlangen der ökache und Sühne, welches meine Kindheit beherrscht hatte. 5s war, auf dem kleinen Schreibtisch, neben der Mappe, die meinem Vater gehört und noch Briefpapiere und Esuvcrts mit seinem Namenszug enthielt, ein Blockkalender, von dem man täglich ein Blatt abreißt. Dieser Kalender stammte auS

dem Jahre 1864; meine Tante hatte ihn unberütrt gelassen seit dem Datum deS Tages, an welchem sie die furchtbare Nachricht von der Ermordung erfahren hatte. Samstag, den II. Juni zeigte das kleine Deckblatt der anderen an und diese anderen waren all die Tage des Jahres, die mein Vater nicht mehr erlebt hatte! Der 11. Juni 1864! Donnerstag, den neunten, war er also gctödtet worden. Ich war damals neun Jahre alt, ich zählte heute vierundzwanzig und der Todte war nicht gerächt Wes halb? Weil der ZusaU mir kein Anzcichen gegeben. Ich konnte uur keine Vermuthung bilden, die auf einer genau beobachteten. sicheren Thatsache beruhte. Heute hatte ich ein derartiges, wenn au noch so zweifelhaftes Anzeichen, eine wenn auch noch so unwahrscheinliche Hypothese und nun hatte ich auch kein Recht mehr, zurückzuweichen. Ich mußte meinen verdacht bis zum Acußcrsten treiben. Wenn ich zu Herrn Massol gehen wurde," so sagte ich mir, um ihm diese Eorrespondenz zu übergeben und ihn zu Rathe zu ziehen, würde er diese neue Enthüllung über unser häusliches Leben, über die Empfindungen des Opfers, über diejenige des zweiten Mannes meiner Mutter als Beweismittel vernachlässigen?" Nein, tausendmal nein, so zwar, daß ich es nicht gewagt hätte, ihm diese Briefe zu überbringen. Ich würde davor gezittert haben, die Spürhunde der Gerechtigkeit, auf diese Fährte zu lenken. Wir hatten soviel darüber nachgesonnen, er und ich, wer ein Interesse an diesem Verbrechen gehabt haben konnte: Wenn er an meinen Stiefvater gedacht, so hatte er mir wenigstens nie von ihm gesprochen. Welche Jnzicht hatte er, die ihn berechtigt hätte, auch nur eine Sekunde lang diese Beun ruhigung in meine Gedanken zu tragen? Diese Jnzicht konnte ich ihm bringen, und diese Jnzicht ich suhlte eö wohl war ernst, von furchtbarer Bedeutung! Wie würde ich mich enthalten haben, mich immer tiefer in dieselbe zu verscnken, sie zu prüfen und zu überprüfen und mich immer den Gcdan kcnrcihen zu überlassen, in welchen sich Glied an Glied schließt, wenn das Rädchen unserer Ideen einmal in Bewegung gesetzt erscheint? (Fortsetzung folgt.) Vem Vlnland. Das eidgenössische Schwingfest" in Bern hat am 28. Aug. von schönstem Wetter begünstigt, unter großer Betheiligung von Roch und Fern den besten Verlauf genommen. Um 10 Uhr Vormittaas beaab sich der Fcstzuq, bestehend aus den Mitgliedern des lcitendcn Ausschusses, Turnern und Schwin gern, vom Easino durch die Hauptstraßen Berns unter den Klängen fröhlicher Marsche zum Turnplatz. Die Zahl der Schwinger war so groß, daß nicht alle zu dem Wcttkampfe zugelassen werden konn ten. Eine neue, das Kampjspicl belebende Einrichtung war, daß je ein.cm Schwinger immer ein Turner gegenüber stand ; so wurde, da die Turner schnell zu einem entscheidenden Angriff überzugehen pflegen, das bei den Schwingern vom Lande übliche lange Hin- und Herschieben vermieden. Einen stürmischen Jubel erregte es daher auch, als gleich beim ersten schwingen" eltt Turner, derlei) rer Vncche von Viel, den Oberbündcr Schwingcrkönig Fuhrer mit einem kräftigen Hosenlupf sofort auf den Rücken legte, welche Niederlage letzterer allerdings beim zweiten Gange wieder wett machte. Auch noch ein anderer Turner, ein Uhrmacher von St. Immer, warf seinen Gegner mit Eleganz. Jedenfalls haben die Turner den eigentlichen Schwingern vom Lande nicht nachgegeben. Den Schluß des Festes bildete die Ueberqabe einer neuen Fahne an den Pra sidentcn des cantonalcn Berncr SchwingVereins. Preise, welche in Schafen bestanden, erhielten acht Turner und zwölf Schwinger. In der Auslegung o e s Auslander-Ukascs in Rußland sind Zweifel darüber entstanden, wie mit den Akticngesellschaften zu verfahren ist, die von Ausländern und mit ausländischem Gelde gegründet worden sind, deren Statuten sich aber der allerhöchsten Genehmigung erfreuen. Denn auf Grund eben dieser Etatuten lst m den besagten Instituten eine Reihe von Aemtern, als Dircctoren, Vorsitzende und Mitglieder der dermal tungsräthe, sowie mancherlei anderer Posten, an welche eine Verantwortlichkeit für die Verwaltung des unbeweglichen Vermögens geknüpft ist, mit Actinären jener Gesellschaft besetzt ist, di? ihrerseits wiederum meistens Ausländer sind. Als Actionare sind nun diese Art von Bcamten aus Grund des genehmigten Statui gesetzlich berechtigte Mitbesitzer des unbe weglichen Vermögens; als Ausländer wiederum aus Gnind des Ausländer Ukases zu solchem Besitz uicht berechtigt. Zur Lösung dieses Gcsetzconflictcs haben r c" n .f t c ?Lf x st na) oie eyoroen oer wquiaj? )ouvernements UM Entscheidung nach Petersbürg gewandt.

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Ealarnazoo, Bay Cltf. WJ Sm B 1VV B I Jarkson, AND ALL POIXTS IX MICHIGAN' AND CANADA.

Sanduskf, Adrian,

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For füll Information, time cards,.foldcrs, etc., D. B. TEACT, F. P. JEFFRIFS, Nor. Pas. Agt., Detroit, Hieb. Dist, Pass. TT.n. FISnER, R. W.McGClUE, Üeo'l A-t., Indianapolis, lad. Ticket Axt., Or General Fassender Afent, Xo. C. C. WAITE, Vice Prest. and Ged'l Miniger. PZatform der Arbeiterpartei von JnbianavoliS. Die Union Labor Paltei ist eine Pattet der Emanzipation, eire Partei der Wiederherstellung naiürlicher Rechte, um welche die Ardeiter durch ein Industriesystem beraubt wurden, welches olzneRück' sicht auf Empfindungen und Bedülfnisse Arbeitskraft als bl.ße Waare deikackt.t. Der Endzweck der Barm ist die Abschaf. fung eines Systems, unter wtlchem der Akbeit.'r kaum genug jum Leben U komrr.t, während der gtößere Theil des Resultates seiner Arbeit sich in den Här den Weniger ansammelt, eines Systems, welches Wenige über alles Maß hinaus bereichert, während die Masse deö Volkes immer mehr verarmt, eines SystimS.wel cheS Klassen schafft, und welches im Lauft der Zeit bloß zwei Klassen übrig lassen wird, die tx Reichen und die sehr Armen ; eines Systems, welche? die politisch Freiheit und freie RegierungSfor men vernichtit, weil die sehr Armen die Sklaven der sehr Reichen werden müssen. Es lst der Endzweck hehr Paittt an Stelle dieses Systems ein anderes zu setzen, ur.ter welchem die Arbeit urad bangig ist vom Kopital unk unter wel chem menschliche Aroeitttraft zum Zwecke ihrer Anwendung nicht abhängen soll von dem Willen deö Kapitals. Au diesem Zwicke erklären wr. dak wir die in dir Convention zu Cineinnati am 22. Jebruar 1887 angenommene Platsorm benötigen. Und für die Vewallung uns'rer Stadt in der unmittelbaren Zukunft, erklären wir. daß wir zu Gunsten folgender Vorschlägt sind: 1. Alle Unternehmungen, weicht irrer Natur nach monopolistischen Charalters sind, sollten ausschließlich ton der Etadt geführt werden zu (Äunsten der Bürger Solche Untkrnehmunaenslnd: Stiaken' bahnen, Wasserweike, Gaöwtrke, Tele phoneivrichiungen u. dergl. So lange diese Institutionen jedoch in yänden von Privatecrp Nationen sind, sollen diesilbrn durch das Gesttz gezwungen werden, ihre Geschäste so zu führen, daß die gebctenen Jacilitäten sich auf olle in gleicher Weise erstrecken, und dak dieselben keine unge bübrlicken Vortheile warr,ehmen können. 2. Freie Bäder sollen errichtet und mit allem Comfoit ausgestattet werden, dessen die Mittel der Stadt vermöaen. 3 Nachdem die Stadt für Zi50.000 eine (alle gebaut hat, von welcher die Armen gar keinen Voitheil haben, baünstiaer wir die Errichtung öffentlicher Parks in solcher Nähe der Stakt, dak sie auch sür Diejenigen erreichbar sind, welche keine Fuhrwerke halten und nlcht diel Geld an Sirabenbahnen zu vergeben haben. 4. Wir verlangen eine eviston der SteuergeseKe derart, dob genauere Ver mögenSongaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil on den Kosten der Stadlverwaltang bezahlt; alle Ländereien innerhalb der Stidtren .cn sollen besteuert werden, doch soll dos V'im und die Hauöeinrichtung armer Wittwen steuerfrei sein. 5. Wir sind nicht für das Ube, tragen stält.scher Privilegien an Slaattdeamte und sind der Ansicht, dak die Volizeiver waltung eine der Funktionen der S?adi und nicht des Staate ist. 6. Besondere Privilegien für die Be Nutzung öffentlicher Straßen sollen nicht an Privatcorporationen vtrzeben werden, und wir hallen es für besonders unmoralisch und den Rechten deö Volkes ge fährllch, solche Privilegien im Voraus zu SpekulationSzwecken mit Beschlag zu be legen, und alle sür solche Zwecke exiftirende Eontralte zwischen der Stadt und Ccrpo rationen oder Personen, wie z. B. der in Bezug auf das unterirdische Legen elek irischer TrZthe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheitövorschriften und Gesetze zur Anbringung von fite cscapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch gefühlt und aus Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbelhr beschäftigt sind. 8. DaS Besprengen der Straßen, die Forlschaffung von Abfällen und Asche soll dvrch die Stakt geschehen. 9. W.r verlangen die Durchführung des AchtflundengesedeS für die Ange stellten der Stadt. 10. Wir besürwoiten die Ukberdrü ckung der Eisenbahngeleise an Virginia Avenue in der Weise, daß dieselben an einem Punkte zusammengesübrt werden und daß die Eisenbahngesellschasten den auf ste fallenden Theil der Kosten bezah len. 11. Zum Schlüsse betonen wir, la das Recht des Volkes seinen Willen am Stlmmkosten auszudrücken, mit der grö ten Sorgfalt gewahrt werden sollte, dieses Recht ist eines der heiligsten Pkivl legien eines freien Bürger, ein Reckt für da? Ratione.1 gekämpft und Patrioten ihr Blut veraosien baden. Die Sprache hat nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel u verkümmern. Wir be trachten solche Versuche, sowie das Kau ten von Stimmen als ein großes Ver brechen an dem Volke, welches promp teste und schärfste Bestrafung verdient.

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Points Cf CINNATLHAMIITOM & DAYT071 RJL m mm FUat, Kiatrara Falli, . Toronto, Lima, fiqna, SldneT, . TröT. NORTHERN OIIIO. Peoria, Sprlnjfleld, Qnincy. Keokck. IN THE WEST. . . - - Reclinin? Chlir Cr. addre&s following agents: Vf. H. TVIUTTLESET, Axt., Toledo, 0. Cent'i Pass. Ast., Daftoa, O. j. F. McCARTHT, Rlchraond, lad. Sou. Pass. Agt-, Claelnaati, O. 200 W. l ozrth SL, Clncinnatl, 0. C1IAS. II. ROCKWELL, GenU Pass'r and Ticket AftnU C. PINGPANK'S deutsche Buch - Handlung ! 7 üd VlabaZnaNr. Bücher aller Sprachen. Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage sozialistischer Werke und Flug schriften. - Fuer-Alarm-Oignale. i Pennsnlvania uu Startet 5 EnglishS Oxrnhaul. 6 Oft.Ltraöe und Nem ?ork. 7 Nobel u"d Michigan Strai. I N JrstU'LtLik ur d Sassachrsettt?,. 9 Winfton uud NordStraße. II tau?:gua-.ti:tI Fur Derart Mtl. 13 sssachuffeUk Sri. aa$t Neb! Str. IS Delaware Str. unb Fort kLaan . 1 R Jkrseo und s?or: kSarn, venu,. 15 P,ru 6tr. end VkflnHusztt f 1 hrlsti-r Sr. und 51h vtr. 17 Park Lse. und ut kk Stk. 19 9a:r03l Ztr. ua Nalstt 19 Lrcher und 3c$n Str. ll Ash und Si,bnte r 121 EU533U und Ciefccnif Str. VA WtUMan und Siebente Str. 186 bandst fett, und Stncrln , U7 Columbia und Hill Ziv US Ctnital . und Stc St, 129 Hulniunfl.6äubt. Hl aialona uno &torrti on 6tr 132 olarapton unb cht tr 134 vlkg 8c. und Lhtk Ctt. 136 Home to. und Sclatoar Ctt U5 5CIoTOor r Vttchigan Str. 137 ewman und 8 Ste ii S:. Joe CU., rat J?inoik. 88 Pknnsalvania und Qrctt Ctt. x 24 Meridian und 3 Str. 25 0. 6. ng,n Heus C4ft. nah, I, 28 Mtsftsftxxi und Ct latr fttr. rt acinoil und Michtzan Str. 13 Vnns,lvania tr. und Str 19 isstsftsri nd Cicxti 6tr. 213 X nnfsc d William Str. 31k P,nnZ,lvantk und Richigzn tu. 214 Jlinoi und Ztxbttt Str. 215 Farbigen Waisenhaus. 216 Tennessk, und 1 SU 31 Indiana v. und Viichigan Str. 2 rtdta und Lalnut tr. Ii Tal'.szrnig und Qiraont Sir, 85 tolalt und 9U Pott tr. 55 Jadlsna So, und Ct. lair Et, 87 tadt.öosxitLl. Ut und 9Ior et. t9 Richtgan und Str. til uH nd Salnut Str. 113 VH und Drttt tr. 514 Siebente nd toccid tu. 41 ashingta, na5 Wft t. 43 ft;Kdort und Washington St, 43 tsssuki und a oi! Str. 45 TOtbta und fdafh'.RfUn Str. 49 JSinoti und Ohis Sir. 47 nneff, und Uashineton Str. 4 Ivza' Perk Hous. 4 Jutiaroia. tl2 lurtftourtunfc SUrvlaa ett. 411 Uisstsflkki und Batafi Str. 415 Morril un Shurch 421 I. JB. r KB. Mtani H,s. t Zssiak szlun. 421 Biiley Av un Rational Roa St üut un sxttrii ext. t'i JlliLkil Nd Lsutsisnz St, 58 Ött und Ucftarta ett. m und eouo en. 6c Xinnrtsti und tfioroU etr. 67 CerUian und Ka, Str. 5 Mafcifo c. und !Uoril ett. 6i adisg ct. cn 5Daaiop ett 112 Btt und sood Stt. 618 JUntuct s. und IRrrtB e 614 Union und vrril eu 516 aitnotl und Xansal C 17 Harrt und üaeateh Qti. 518 Mjssisfixxi und H,nr M9 Tenness und MeEarty 52i Meridian und Palmer. 523 Uvrrilftr ud Urtelbahn 41 South nah Delawar, Str. SS Vns?lvLia nd LoutftanA Str. 88 2laat und RcCarta Str. 64 O und 9cCanu Str. es Ilaiarna nd BUfiiasa v. 17 iriini Sb. und trafcfU St, 88 OS i n odukn ett. C3 Vsalaia Str. nd adtso ,. 12 NeKrna und Dvvaherth Str. 13 Saft und Lincoln Lau 614 Meridian und South VIS Rodle und South L17 New Jerse und errill Birginta . ad Qnton Str. 73 vnd Seorgi Str. 73 ashiugta Zton Str. 74 tan nd oraia Str. 7Sorftv,.nd VW. 71 Dilo und af tr. 78 tratnta . Stftan. 79 Flktchlk o. und Diva. 713 erruc und Preskitt ttf. 718 liih v und Lanr,l vtr. 714 Wtlou, nk kZttv Str. I Deutsche Waisenhaus. 7t9 Lautti und Orang ri ?iov uud JQr Str. 81 a,tvt Jersezett, 82 shingto uud ,laar Str. VN nd arl Str. M!5'MUSlh'3 VN 85 aud: uu,Unitalt. 8 Staatau riat. 7 OrisutaUnd Washington Ctt. 89 Braut SesangaiZ. nm a 812 o.echlau.ea8. DU X3ishtt8Btr8t 813 Brit und odl etr. 14 sZhts und Ha ? SU. 82t Pan Hndi Shor 2Z Waatt uud arrer 24 Zaiti und Tors? Ct etI 91 UarHland nah ridia Str. rw nnd Sorgia StraZ. Feueraul, . 1 an Kantn iederbolt. ,ki 4 f Uni a8 Sig a al für Fu,DruS. t ele. ru 8d. a mn ßfflJIf Lch Lg 12 Uhr itt.?

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