Indiana Tribüne, Volume 11, Number 2, Indianapolis, Marion County, 20 September 1887 — Page 3

MMKnW HAMBURGER TDnnccw saun te fltßcn vcrschicdcne KranKheitcu. pelfen stetS. Portzze, JEiSc, 6. Februar 13S7. 331 U ?crznüqen kann ich kestätizen. ba& r. Stürmt König's Hamburger Tropfen mir in den Verschiedenftcn tfran.l)eti?fäUeii schon auZze zeichncte.Ticnste sielt istet haben und möchte ich nicht ohne diejeiben sein. FrcuA. Eulberg. Geh wrrthdoll. antptcrn, rfetra, 6. 7fc5. 1S?7. Ihre wertvollen Dr. Augu König' Hamburger Familien.ediinen haben mir icho in vielen Krankheitsfällen große Tienste ge leistet. Sie wirken immer, enn andere Mittel irkunzSlsZ aren. ehr. Fink. 8$Ctt ihreZ lZleiche. New Britain Conn., 8. FeZruar 1397. Ihre berühmten Tr. August künig'S Ham burger Familien Medizinen bnvähtten sich in jedem Falle, wa ich Gelegenheit hatte dieselden anzuwenden. Schon seit vielen Jabren halte ich diese auZzezeichneten HauZmittel stet! im Haus vorräthiz und möchte nicht ohne die selben sein. Andre Slover. vedähreu sich immer. LenZoben, QiZc. 13. FeZruar, 188T. Mit Verzügen bescheinige ich. daß Jbr Dr. Au. König'S Hamburger FamilienMedi zinen schon seit einerNeihe von Jahren in mei nem Haus angewandt werden und waren die Erfolge, welche mit deren Anwendunz erzielt wurden, stetS zufriedenstellend. John Grundhofer. THE CHARLES A. YOGELER CO., Baltimore, Md. rr T!f M. VI Cetjrn henmatksmnZ. Neuralgia, Frastdeuleu. Hkieuschusz. Krruzwrh, liefen schmerzen, Lerstauchunaen. Vrühungcn, i CchnlttweJden, " ? Zahnschmerzen. Kopfweh, Ärandmunden. ztxt 50 Cent!; in allen Lxethekei, u laben. QU CUiCm X. TOCELEB lO, ElXIUOILE. ZW. wählte ffrfntrrr euisazenArs TnrrfVrtt..- - meiner Wa. kr.i' we che an Vann,zi fen ThZ'y 3:lln ö'tten, son'i, 7; 35a öCl3eo ten 5n,WC l - - 11 oeiten i c. .r-y-r . fcmodnnn fAntrtt.t L?' ?te 1 foir.-!' ' cofirnntn faa!!:. KJVLcLaItn.cn und tcrfenfce T .'""Mu fütnJ 1 u neuern. MM.: - - . 1 , rn 2j?uch r:n 230 "ÄiSI 121 E. 'UCLTZ, - I0C Strasse, eir Tork X T. Oft "i " MiMWM nsyv-'Vvy!ttttßßkI II Cures1 Removes Tan, Sunburn, Bee Stings, Mos ' qulto and AU In Art flitPfiJ 1 jfpiHPLES, BLOTCUE3, Humors. Eirtli-marka and cvery form osskta blemishes, poeitively cured on tho raost delicato Blrln witioul leavins a scar, by Hop 03xttn.e3X"t. Prieo 25cts., COcts. and $1. At drurrista or by mall. . Tn ITop Pül ÄianTff Co., Lew Lonaon, uonn. Llttle riop Pll 1 fcr siclt-headache. dyspepsi tiliOU3ne?8 and constipati on have no equaX. S5c I allen Avotheken u hab. Wenn Sie den b e st e n. reinsten und st ä r k st e n s?i g! Backpulver, (baking powiler,) GvtXCICtt, (Üavoring extracts) und G? würze, Alles rein und unvtrsZlscht (aben wol Im, dann fragen Sie räch H. F. SOLLIßAY'S Waaren äI zeirauhen Sie seine anbetn. 00, 98 & 100 Süd Pennsylvania Str. Indianapolis, Ind. tST Zweiggeschäft in Wlöita. San I. A. Joknston, 62 Oft Washington Str. Empfiehlt seine große VuZwahl in jtf. & D. Steel Banges für Hotels und Private. Ib Lyrnan Gasolin-Besen die besten der fficU. Die dorzüzlichkn E i 9 ' Behälter aui hartem Holz. Qrgand NangeS u. 5kochöfen und ITJECUIrt-13SI2I13IS. Bau und Unterlage - Wz! Zwei, und dreifaches Asphalt DachMaterial, Dach-Filz. Pech, ohlen-Theer, .Dach-Farben. feuerdichter Asbest - Filz, slcher gegen Motten und Wanzen. H. C. SMITHEil, (Nachfolger on Siml 5 Smither.k 169 Weit Marvlandür. Telephon Kl. 3 für die aion 1837. A. Caplor, Office: O Nord Wot 8tr. Telephon 949.

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Andre Cornelis.

Pariser Roman von Paul Baurget. Deutsch bon Anton Vettelheim. (Fortsesung.) Ich wollte einen Theil der Nacht bei der Todten wachen. Ich konnte mich nicht abwenden von diesem unbeweglichen Antlitz, auf dem ich lange, lange Jahre hindurch volle, ganze Lieb? gelesen, und das nun nur starre Züge, geschlossene Lippen, hcrabgesunkene Lider und einen Ausdruck trostloser Traurigkeit auswies, die ich' auf dem Gesicht keines anderen Todten gesehen. . Alle schwennüthigen, verschwiegenen Gedanken, welche daS Herz der Lebenden vergiftet hatten, stiegen jetzt auf die Oberfläche dieser, die volle Wahrheit offenbarenden Phvsiognomie. Ach! Schon dieser Ausdruck unbegrenzter Traurigkeit allein hätte mich sogleich antreiben müssen, die geheimnißvolle Ursache derselben in den Briefen zu suchen, welche ihren Geist beschäftigt hatten, bis an die Schwelle deö ewigen Dunkels, wie aber hätte ich in mir die Kraft, zudenken, finden sollen angesichts dieser schmerzerfüllten Erscheinung? Ich sagte mir, daß dieser V!und mich stets die süßesten Worte hatte vernehmen lassen und fortan nicht mehr zu mir sprechen würde, daß diese Hände nur Liebkosungen für mich gehabt und fortan nicht mehr meinen Druck erwidern würden. Die Verzweiflung gescllte sich in mir also zu einer Art sckreckhaften Entsetzens. Vor einem Todten, der uns theuer war, hat man so viel Mühe, zu glauben, daß all das wahr und wirklich sei, daß es fortan nur meyr Schweigen, für immer Schweigen geben solle, wo ehedem ein Herz schlug, ein Geist strahlte, eine Seele liebte. Eine Nonne, die neben mir bei meiner Tante wachte, sagte ihre Gebete her. Auch ich ließ mich bewegen, die Formeln herzusa gen, an die ich nicht mehr glaubte. Ich sagte: Vater Unser, der Du bist im Himmel" und Gegrüßt seist Du, Maria." Und ich dachte dabei, wie oft sie, die arme, alte Jungfer, diese Gebete hatte hersagen mögen, indem sie Gott m Glück und Frieden für mich anflehte. Um drei Uhr früh löste mich Julie an dem Todtenbett ab. Ich ging auf mein Zimmer, das in demselben Stockwerk, wie das meiner Tante war; nur eine Rumpelkammer schied die beiden Gemächcr. Ich warf mich auf man Bett, wie zerbrochen durch die Abmattung. Die Natur triumphirte über meinen Schmerz. Ich versank in jenen tiefen Schlaf, wie er nach einer großen Verausgabung von Nervenkraft stck einstellt und aus dem man erwacht, fäyig, von neuem zu leben und zu ertragen, was unerträglich erschien. Als ich erwachte, tagte es. Ein trauriger, düsterer Winterhimmel, verschleiert, wie der des Vortags, doch drohender wegen des dunklen Gewölks, umsing den kahlen Garten. Ich ging an das Fenster und betrachtete lange die düstere, vom Waldsaume abgegrenzte Landschaft. Ich verzeichne diese kleinen Einzelheiten, um meinen genauen Eindruck von dazumal besser wiederzusin? den. Und als ich mich umwandte und auf den Kamin zuschritt, um mir die Hände am Feuer zu wärmen, das die Dienerin gerade entzündete, siel mein Blick auf das Päckchen Briefe, die ich meiner Tante gestohlen Ja wohl I gestohlen das war das richtige Wort.... Es lag da, gerade so, wie ich es am Abend vorher hastig ans das Marmorstms des Kamins zwischen meine Börse, den Schlüsselbund und die Cigarettenlasche hingelegt hatte. Ich nahm es mit Herzklopfen, das kleine Päckchen, dessen Büge bezeugten, daß es ost auf- und wieder zugemacht worden war. Noch stand cS in meiner, Macht, die Lüge, welche ich der Sterbenden gesagt, wettzumachen. Ich brauchte nur die Hand auszustrecken, und diese Papiere sielen in die Flammen, und der letzte Wunsch der Todten war erfüllt. Ich ließ mich in einen Fautcuil fallen und betrachtete einige Minuten lang das Feuer, das gelb und hurtig um die Scheite züngelte. Ich wog das Päckchen. Es mußte, darnach zu schließen, eine große Anzahl von Briefen enthalten. Ich fühlte mich von physischem Unbehagen der Uuschlüssigkeit befallen. Ich versuche eS nicht, diesen zweiten Abfall von meiner Redlichkeit zu rechtfertigen, ich suche ihn zu begreifen.... Nein, diese 'Briefe gehörten mir nicht. Ich hätte sie mir niemals aneignen dürfen. Ich mußte sie vernichten, ohne sie geöffnet zu kaben, um so mehr, als die Aufregung oer ersten Auczenblicke vorbei war, dieser plötzliche Anturm von Gedanken, der mich gehindert. der angstvollen Bitte meiner Tante zu gehorchen. WeShalb diese Angst?" fragte ich mich indessen von Neuem, invem ich die von meiner Tante auf den Umschlag gesetzte Inschrift überlas: Briefe von Justin 1864. Und welch' schlechte Nathgeberin war mir die Stube selbst, in der ich da saß. schmankend zwischen der Pflicht unantastbarer Pietät und dem unstillbaren Wissensdrang!.... War doch das Zimmer elnjt dassenlge meines Vaters gewesen und die Einrichtung seitdem unverändert geblieben. Nur die Färbung des hellen Stoffes, mit welchem meine Tante das i)emacy hatte tapczuen lassen, damtt sich die Augen meines Bruders ausruhen. war etwas verblaßt. Er hatte sich an die-. semKamln an elnemWlntermorgen.so kalt und dunkel, wie der yeutiae. acwarmt. Er hatte die Stunden schlagen hören in dem falschen Glocrenton der Alabaster Uhr, die nun auch mir in dieser Stunde der Verwirrung schlug. Die kleine bronzene Dogge mit dem unwirschen Ge sicht und den hängenden Wangen, welche das Uhrwerk trug, hatte ihn aus diesem Teppich mit den halbverwischten Blumenmustcrn auf- und abgehen sehen. Als junger Mellfch und als fertiger Mann hatte er ln demselben Alkoven, in demselben Bett, das ich eben verließ. qeschlafen. An diesen, nahe beim Fenster auerüber gestellten Schreibtisch, der ihm so gemüthlich war, hatte er tagsüber gearbeitet. Nein, dieses Zimmer ließ mich nicht mehr frei handeln, es stellte mir meinen Vater allzu lebendig vor Augen. Es war, uls ob das Gespenst des Ermordeten aus seinem Grab aufgeftieaen wäre, um mich Lu! bitten, dgs Ge-

lüvde d'er !15acye, die iü) jcincm Nrrörnren so oft iuaeschworeu. einzulösen. Wenn

diese Briefe nur eine Möglichkeit, Eine ; gegen Tausend geboten hätten, mir ein ' Anzeichen über das Seelen-Leben meines Vaters zu geben, ich hätte nicht zögern dürfen. Was verschlug es mir, in kin- I dischem Zweifel an dem festzuhalten, was i zweifellos nur die letzte Läune eines kranken Geistes gewesen. Dies frevlerische Raisonnement führte ich in's Feld gegen die letzte Anwandlung meiner Pietät, um vollends mit ihr fertig zu werden. Ich bedürfte weiter keiner Gründe, um dem wahnsinnigen Verlangen nachzugeben, das ln mir wuchs und immer hoher wuchs. Diese Briefe, die letzten, die seine Hand geschrieben: diese Briefe, die mir sein Seelenleben hüllenlos am Vorabend des blutigen Ueberfalles offenbaren sollten, ich hielt sie in Händen und sollte sie nicht lesen!.... Genug des kindischen Zauderns ! . . . . Und ich loste mit einem Ruck den Umschlag ab, der diese Eorrespondenz umschloß. Die Blätter zitterten mir zwischen den Fingern; diese letzt' schon vergilbten Briefbogen, mit ihren etwas verblaßten Schrlstzuaen. Ich erkannte die engen, viereckigen, nahe aneinander gerückten Buchstaben meines Vaters, mit den Absätzen mitten im Wort. Die Angabe des Datums hatte mein Vater oft unterlassen, dann hatte meine Tante das Versehen wieder gut gemacht und Zaa und Monat angemerkt. Arme Tante, deren Zärtlichkeit auch diese liebevolle Aufmerksamkeit bezeuate, ich dachte in meiner Aufregung nicht einmal daran, daß zwei Schritte von mir entfernt ihre Leiche aufgebahrt lag. Als Julie kam, und Weisungen für alle äußerlichen Vorkehrungen erbat, die ein Todesfall erfordert, erwiderte ich, daß ich zu sehr niedergebeugt wäre, daß sie alles nach ihrem Willen entscheiden sollte, daß ich allein sein wollte während des Morgens, und damit versenkte ich mich dermaßen in meine Lektüre, daß ich sowohl die gegenwärtige Stunde vergaß, als die iLreignisse um mich her, das Essen und Ankleiden, ja selbst Die wiederzusehen, welche ich verloren hatte, während ich mich noch am Anblick ihrer Züge hätte erlaben können Ja, arme Tante, gegen welch' ein Herz war ich so undankbar. Gleich nach den ersten Seiten begriff ich nur allzu gut, warum sie mich hatte hindern wollen, das Gift zu trinken, welches jeder Satz in mein Herz träufelte, wie er es in das ihrige geträufelt hatte. Diese entsetzlichen Briefe! ES war nun, als ob das Gespenst gesprochen hätte, mit jener dumpfen Stimme, wie sie der Ton der Beichte ist, und ein verborgenes Drama rollte sich vor mir auf, dessen Traurigkeit ich nicht geahnt hatte. Ich war noch ein vollkommenes Kind, als sich die tausend kleinen Auftritte zutrugen, deren Einzelheiten mir diese Eorrespondenz vergegenwärtigte. Ich konnte damals das Räthsel heikler Verhältnisse nicht lösen und die einzige Person, welche mich seither in diese düstere Geschichte hätte einweihen können, war gerade diejenige, welche die Zurückhaltung soweit getrieben, mir zeitlebens selbst die Eristenz dieser nur allzu beredten Papiere zu verschweigen; dieselbe, die auf ihrem Sterbebett an deren Vernichtung lebhafter als an ihr ewiges Seelenheil gedacht hatte und die sich ohne Zweifel wie eines Verbrechens anklagte, die Verbrennung dieser verhängnisvollen Blätter verschoben zu haben. Als sie sich dazu entschlössen hatte, war es zu spät. Der erste Brief war vom Januar 1864 iiatirt. Er begann. mit Danksagungen ! O" . . rr r .? f an meine anic sur mein ceusayrsgeschenk: eine Festung mit Bleisoldaten, die mich entzückt hatten, wie der Brief sagte, weil die Reiter aus zwei Stücken bestanden, dem Mann, der sich vom Roß heben ließ. Und alsbald wandelten sich die landläufigen Redewendungen dieser Danksagung in eine Ergießung gekränkter Liebe. Schon aus dem Ton, in wclchem der Bruder zu seiner Schwester sprach, aus den Aeußerungen des Bedauerns über die entschwundene, gemeinsam verbrachte Kindheit, errieth man ein gequältes Gemüth, dürstend nach Liebe und unzufrieden mit seinem gegenmärtigen Geschick. Aus diesem ersten Brief klang eine verhaltene Klage durch, die mich sehr überraschte, denn ich hatte immer gewähnt, daß mein Vater und meine Mutter vollkommen glücklich mit einander gewesen. Ach! diese Klage wurde immer lauter, immer deutlicher. Mein Vater schrieb seiner Schwester jeden Sonntag, selbst wenn er sie während der Woche gesehen batte. Wie es bei stetigen, eifrigen Eorrespondenten vorzukommen pflege fanden sich die kleinsten Ereignisse mit voller Genauigkeit verbucht und all unsere damaligen Lebensgewohnheiten standen bei dieser Lektüre wieder vor meinen Gedanken, und begleitet von melancholischen. Erläuterungen, welche unheilbare Mißverständnisse zwischen Denjenigen verrieth, von welchen ich damals gemeint, sie- wären durchaus eines Sinnes. Ich sah meinen Vater wieder, so wie er mich um sieben Uhr morgens in. seinem Hauskleid empfing, das er angelegt, um mit mir zu frühstücken. Um acht Uhr mußte ich in die im Speisezimmer Schule und mein. Vater hörte kurz meine Ausgabe ab : ' dann setzten wir uns zu dem ungedeckten Tisch, aus welchem uns Julie zwei Schalen von einer Chokolade kinstellte, deren, süßer Duft meiner kindischen Genaschigkeit schmeichelte. Meine Mutter stand viel später auf und seitdem ich die Schule besuchte, hatte mein Vater, um sie nicht zu früh zu wecken, ein Schlafzimmer für sich allem. Wie lieb war mir diese morgende Mahlzeit, während deren ich nach Herzenslusk schwatzte von meinen nachstcn Aufgaben, von meinen Leseböchern, von meinen Kameraden. Ich batte ein köstliches Andenken von diesen sorglichen, herzlichen, entzückenden Augenblicken bewahrt. Auch mein Vater sprach in seinen Briefen von diesem Frühstück, aber wie ein Mann, der unter der Entdeckung litt, daß meine Mutter sich seines Erachtens zu wenig um mich bekümmerte, und daß ich nicht genugsam ihr Leben, das Leben emer träumerischen. etwas frivolen Dame ausfüllte. Er schrieb Sätze nieder, deren traurige Prophezeihungen die Zukunft verwirklichte: Wenn ich ihm jemals fehlen würde, was soll aus ihm werden?" Um bn Übr kam ick aus der Schule beim:

mein Vater war La schon ni feme" Geschäfte vergraben, ich selbst mußte meine Aufgaben vorbereiten und sah ihn erst um halb zwölf Uhr wieder, beim Gabelfrühstück. Mama war nun zur Stelle in einer ihrer Morgentoiletten, welche ihrer zarten, geschmeidigen Schönheit so wundervoll standen. In der Entfernung, und während meiner Knabenjahre, war mir oieser Familicntisch so oft verklärt durch herzlichste Eintracht erschienen. Wie viel Heimweh hatte ich danach cmvfundcn, wenn ich bei dem Gabelfrühstück T ' o- L . rr jr.

an meinen cicnagcn zwischen meiner Mutter und Herrn Termonde Platz nahm? Und jetzt fand ich in den Briefen meines Vaters den Beweis, daß die Scheidung der Herzen schon damals an unserem Tisch bestand und das zwischen den beiden Personen, welche meine Kindesliebe m einer und derselben Neigung vereinigte; und dieselbe Scheidung bestand wiederum bei unserem gemeinsamen Mittagsessen und unseren Soireen zu ii n. i. Mein Vater liebte seine Frau leiden i'chaftlich. und er fühlte, daß seine Frau ihn nicht liebte. Diese Empfindung war in diesen Briefen unaufhörlich zum Ausdruck gebracht: nicht in so schroffen, be stimmten Worten; wie aber sollte ich nicht die geheime Bedeutung von all' die sen Sätzen bearmen haben, tch, der eme Jugend durchgemacht, von so seltsamer Uebereinstimmung mit dem Drama diese3 Manneslebens? Gleich mir, ja mehr noch, als ich, war mein Vater ein Schweiaer. Er hatte unheilbare MißVerständnisse zwischen sich und meiner Mutter platzgreifen lassen. Gan, so wie späterhin ich, war er ebenso leioenschaftllch, als unbeholfen m seiner Zaghaftigkeit verstummt vor dieser so aristokratischen, stolzen Frau, die so verschieden war von ihm. dem Sohn eines halben Bauern, der Eivil-Jngenieur geworden war durch, die Kraft seiner personlichen Begabung. Ach l wie ich, doch nicht mehr als ich hatte er die Qualen schiefer Verhältnisse erkannt, die nicht aufgeklärt werden können, eS wäre denn durch Worte, die auszusprechen der Mund niemals die Kraft finden wird. Welch ein Jammer, daß die Schicksale also wieder von vorne beginnen, und daß dieselbe Gemuthsbeschassenhelt sich beim Sohn entwickelt, nachdem sie beim Vater ihre Entwickelung beendigt, damit das Unglück des Emen dem des Anderen gleiche! . . . .Ach, die Briefe des Vaters, der mir nur allzu ähnlich war, waren voll von Klagen, die meine Mutter niemals geahnt vergebliche Seufzer, ihre beiden Herzen' möchten sich willig finden Seufzer der Sehnsucht nach dem unmoglichen Trugbild getheilten Liebesglücks verzweifelte Seufzer nachdem Ende einer moralischen Scheidung, die um so unwiderruflicher war, als deren Ursache nicht so sehr in wechselseitigem Unrecht bestand Falles wird vergeben, wenn man sich liebt), sondern in dem unzerstörbaren, fast animalischen Gegensatz der beiden Naturen. Er gefiel ihr durch keine einzige seiner Eigenschaften, er mißsiel ihr durch alles, was etwa an Fehlern in ibm war, und er betete fie an ! . . . . Jich hatte, seit ich die Gesellschaft besuchte, genug Spielarten von schlecht zusammenstimmenden Paaren gesehen, um zu begreifen, welch' stumme Hölle diese Ehe hatte sein müssen, und die beiden Gestalten zeichneten fich scharf vor mir ab: meine Mutter, mit ihren etwas manierirten Geberden, mit den gebrechlich zarten Händen, ihrer Blässe, ihrer ziemlich leisen Stimme, dem schwer zu beschreibenden, ätherischen, über ihre ganze Person ausgebreiteten Wesen, mit Augen, deren Blick so kalt und geringschätzig sein konnte und andererseits die kraftvolle Erscheinung einer starken Arbeitsnatur, wie sie mein Vater war, sein breites Lachen, wenn er sich der Heiterkeit überließ, das Fachmäßige, Praktische, und, die Wahrheit zu sagen, Plebejische in seinem ganzen Beheben, im Denken und Sichgeben, Bewegungen und Recken. Aber dieser Plebejer war so edel, so höchstehend, durch seine edelmüthige Sinnesart. Er konnte sie nicht zeigen und das war sein VerbrechKi. Von welchen Erbarmlichkeiten hängt doch, wenn man eZ bedenkt, unbedingtes Glück oder unheilba res Mißgeschick ab ! Schon im Verlauf der ersten Briefe kam der Name des Herrn Termonde wiederholt meinem Vater in die Feder und da er im elften oder zwölften, ich weiß nicht mehr in welchem, brach er in einen Schrei wilden Schmerzes aus, der mein Herz erbeben, meine Hände erzittern, meine Augen naß werden ließ. Plötzlich, in einigen zur Nachtzeit geschriebenen Blättern, deren Schriftzüge allein eine tiefe Erregung verriethen, gestand der Mann, der sich bis dahin beherrscht, seiner Schwester, seiner milden, treuen Vertrauten, daß er eifersüchtig war. . . . Ja, eifersüchtig und auf wen?. . . . Eben auf denselben, der ihn eines Tages an seinem Herde ersetzen und derjenigen ei nen neuen Namen aeben sollte, die Ma dame Eornölis gewesen war; auf diesen Menschen mit dem katzenartigen Wesen, den blassen Augen, dem mein Kinderinstinkt einen so frühzeitigen, so daueniden Haß geweiht ; er war eifersüchtig auf Jaques Termonde ! Er bekannte diese Eifersucht in diesen plötzlichen Bekenntnissen, mit dem herben Ton, welcher das Gemüth von allzu lang verhaltenem Unbehagen entlastet. In diesem Brief, dem ersten einer Reihe, welche erst der Tod unterbrechen sollte, sagte er, wie lang diese Eifersucht schon währe und wie sie entstanden war, oa er die Blicke wahrnahm, welche Termonde aus meiner Mutter ruhen ließ. . Er sagte, daß er schon damals an den Beginn einer Neigung bei diesem Menschen geglaubt, daß Termonde dann eine große Reise angetreten und daß er, mein Vater, diese AbWesenheit der Redlichkeit eines aufrichtigen Freundes zugeschrieben, einer edlen Anstrengung, von Anfang eine sträfliche Leidenschaft zu bekämpfen. Dann war Termonde zurückgekehrt. Seine Besuche im HauS meines Vaters hatten wieder begonnen nnd waren immer häusiger geworden. Alles berechtigte ihn dazu. Mein Vater war sein vertrauter Freund schon auf der Realschule gewesen; er würde ihn zum Trauzeugen gewählt haben, wenn der Andere in jener Zeit durch seine diplomatische Thätigkeit nicht außerkalb Frankreichs wäre festgehalten gewelen. Mein Vater,estand in diesem, wie

auch in folgenden Briefen, das; er um zärtlich geliebt, dergestalt, daß er seine eigene Eifersucht als ein unwürdiges Gefühl, als halben Verrath angesehen habe. Aber man hat gut eine Leidenschaft tadeln, sie ist nichtsdestoweniger da, in unserem Herzen, das sie zerreißt und zerfrißt. Scir Tcrmondc'S Rückkehr hatte diese Eifersucht zugenommen, mit der Gewißhcit, daß auch die Liebe desjenigen, der sie verursachte, zunahm. Gleichwohl hatte sich mein ungluMcher Vater nicht für berechtigt gehalten, seinem Freund sein Haus zu verschließen. War seine Frau nicht die reinste, rechtschaffenste der Frauen? Selbst ihr Hang zum Mysticismuö und zur übertriebenen Frömmigkeit, den er ihr manchmal vorwarf, bot die Bürgschaft, daß sie sich niemals ctwaS erlauben würde, was ihr Gewissen beflecken könnte. Zudem war die Beflissenheit Termonde's von so offenkundigem, unbedingten Respekt getragen, daß sie keinen Anlaß zu nem Vorwurf gab. , Was thun? Eine Auseinandersetzung mit seiner Frau haben, er, dem das Herz schlug schon bei dem einfachen Gedanken eines ernsteren Gespräches? Fordern, daß sie aufhören sollte, seinen eigenen Freund zu empfangen? Aber, wenn sie einwilligte, dann hätte er sie ja einer wirklichen Zerstreuung beraubt und das hätte er sich selbst r.icht verziehen. Wenn sie aber nicht einwilligte?. . . . So hatte mein armer Vater orgezogen, sich in dieser Hölle des Zweifels und der Unschlüs sigkeit herumzuschlagen, in welche die Schweigsamen und Zaghaften hinabstürzen, um sie nicht mrhr. zu verlassen. Und er erzählte das Lad bis in's Kleinste meiner Tante, und er wies nachdrücklich auf den krankhaften- Eharaktcr seiner Empfindlichkeit, er flehte sie um Nath und Mitgefühl, dann klagte er seine kindische Eifersucht an und machte sich darü ber lustig ; und trotz allcdem blieb die Eifersucht und er konnte nicht ablassen, sie zu bereden und die offene Wunde im Herzen und die Unfähigkeit, sich aufzuraffen, was seine Genesung bedeutet hätte. Die Briefe wurden och düsterer. Wie kö zu geschehe:! pfleg , wenn man einer falschen Situation nicht rasch und ganz im Ende gemacht, Wbl mein Vater unter en Folgen seiner Schwäche und sah ann, wie sich diesclcn weiter gestalteten ohne einzugreifen, eil er, um sie jetzt aufzuhalten, furchti'ere Scenen hätte heraufbeschwören nMen. Nachdem er es geduldet, daß sein Freund seine Besuche vermehrte, war e3 ihm ein Martyrium, sich zu vergegenwärtigen, bis zu welchem Grade seine Frau den Einfluß dieses Verkehrs erfahren hatte! Er sah, daß sie sich in den kleinsten Dingen Raths bei Termonde erholte über eine Toilcttensrage, den Ankauf eines Gescheukes, die Wahl ihrer Lcctüre. Er fand die Spur dieses Mannes bis zu den Geschmacksäilderungen meiner Mutter, beispielsweise aus musikalischem Gebiet. Er sah es gerne, daß sie dcS Abends, wenn wir allein zu Hause waren, sich mm Elavier setzte und lange uach freier Wahl spielte. Heute wählte sie nur neue Stücke, welche Termonde bezeichnete: Dieser Letztere hatte von seinen Reisen eine ziemlich gründliche Kenntniß der deutschen Meister mitgebracht, während mein Vater, in der Prooinz und neben seiner Schwester aufgewachsen, die selbst wieder die Schülerin eines Prooinzlehrers gewesen, dem Eultus der italicnischen Bcusik treu geblieben war. (Jortietzung folgt.) Vem Vlnölauds. A m 55 o !) e r des englischen Unterhauses circulirte vor einigen Tagen folgende köstliche Geschichte: An einem Freitag nahm ein betagtes ParlamentSmitglicd, ein sehr eifersüchtiger Herr, der obendrein das etwas gefährliche Glück besitzt, eine hübsche junge Frau sein eigen zu nennen, auS dem Ankleidezimmcr einen Scidenhut, den er für den feinen hielt. Am nächsten Morgen entdeckte er in seinem Hausgang einen fremden Cylinder, anf dessen Innenseite ein fremder Namenszug sammt einer Krone darüber angebracht war. Am Abend zuvor war seine Frau aus Südfrankreich zurückgekehrt, während ihr Gatte feinen Pflichten in St. Stcphens oblag. Er eilte spornstreichs in ihr Boudoir, stellte sie zur Rede und fragte, wer ihr als Escorte gedient habe. Die Frau wicS mit begrcifl!u)cr Entrüstung den Verdacht zurück, aber der Gatte, keineswegs von der Unschuld seiner Frau überzeugt, schlug im Dcbrctt" nach und fand, daß der Namcnszug und die Krone auf den ältesten Sohn eines Lord paßten. Dieser Junker hatte ebenfalls einen Sitz im Unterhaus, aber im feindlichen Lager. Er erhielt noch am selben Tage einen Brief vom RcchtSanwalt des Gatten, der ihn mit allen erdenklichen Strafen für seine beleidigte Hausehre bedrohte. Der Junker, der ebenfalls mit einem fremden Hut spät Abends nach Hause getrollt war, sah den Mißgriff seines Gegners

sofort, ging jedoch aus den scherz ein und beauftragte seinen Rcchisanmalt, dem eifersüchtigen Herrn Gesetzgeber einen Drohbrief wegen Entwendung eines Hutes zu schicken. Da gingen dem Gatten die Augen auf; er that Abbitte und ist nun eifrig bemüht, die der Gattin zu gefügte Kränkung durch verdoppelte Liebenswürdigkeit gut zu machen. Englische Blätter erzählen folgenden, fast unglaublich klingenden tfall. Vor vierzehn Tagen marschlrte ein Regiment von Shorncliffe durch einen Wald nach dem Erercierplatz. Die Soldaten sahen einen alten Mann unter einem Baume liegen, beachteten ihn aber Nicht weiter. Zehn Tage spater marschirte das Regiment denselben Weg und fand den Greis noch immer unter dem Baume liegend. Diesmal nahm man sich des anscheinend Kranken an. Er war sechzig Jahre alt und von Eanada nach England gekommen. Als er seinen letzten Pennn' ausgegeben, begab er sich in den Wald, um daselbst Hungers zu sterben. Während seines Aufenthaltes im Wald goß es in Strömen, aber der Alte blieb ruhig liegen. Scchsundzwan zig Tage lag er so und während dieser Zelt hat er nicht die geringste vcahruna zu sich genommen. Man brachte ihn nach Ethum, dem nachstgelegcnen Ort, aber die Aerzte zweifeln an seiner Net tung. Es sei ohnedies ein Wunder, daß ein Mann in so hohem Alter fast einen Monat ohne Nahrung gelebt habe.

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And Points SOUTH FROM

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E'rCItj, Bh.llXWSB- Jarlson, AND ALL TOIXTS IX MICHIGAX AND CANADA.

ta"Äl1H, TOLEDO, AND ALL TOINTS IN XORTIIERN OIIIO.

Terre Haute, Hattoon, St. Louis, Greencastlc

AND ALL POINTS IN THE WI ST. - - ...... - ) lUlwaakee, JUaneapolIs, jf mm m A Xadison, LaCrosia, St. Paul, Bocklaland, W lil 1 JT fi Vi W bubaque, Barett, AND ALL POINTS IN THE NORTHWEST.

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