Indiana Tribüne, Volume 11, Number 1, Indianapolis, Marion County, 19 September 1887 — Page 2

Zndiana Tribune.

Erscheint Sä g li H und S sssta gS. i tS(U9t Zrisanc" taflet durch de 7tljri3 tZxttSbch, dU BcnulaiS rrtiia" (tvil per 134$. ?id isfssmt 11 3tl. Y?? ss1$tt ta EorfBttlrsfc P 2k. fÄe ILi)D.Marv!anbSr. Indianapolis, Ind., 19. Vbt 1837. Neuer Landweg nach Indien. England fpt bei der (Regierung de5 Sultans neuerdings einen grcuen Sieg gewonnen: eine englische Eesellschaf: t,zi uämlich durch ein kaiserliches Jrse die Erlaubniß erhalten, eine Eisenbahn cern Bosporus bis nach Bagdad zu bauen, von welcher Stadt aus Bombay binnen wenigen Tagen vermittelst Dampfern, die den persischen Golf, den Golf von Oman und den nördlichen Theil deö ara bischen Meeres durchkreuzen, oder vermittelst einer Eisenbahn erreicht roerden kann, welche durch Beludschistan führt, dessen Stämme unter englischer Botmä: ßigkeit stehen. Die neue Eisenbahn wird durchweg durch türkisches Territorium laufen, und zwar von Scutari aus durch ganz Kleinasten bis nach Diarbekr in Kurdistan, von dort bis nach Mosul am Ufer des Tigris und den Ufern dieses Flusses entlang bis zu der uralten Khaltfenftadt. Sie wird eine ange von mehr als 1200 Meilen erreichen, in etwa Z 2 Jahren oollende: sein und dem Voranschläge derJngenieure zufclge nicht mehr als $90,000, 000 kosten. Es wird nicht nitg:theilt, ob die türkische Regierung sich verpflichtet hat, das riesige Unternehmen durch Landschenkungen oder Geldzuschüsse zu unterstützen. Es wäre jedenfalls ebenso sehr für die Türkei, wie auch für England von dem größten Werthe, wenn die Eisenbahn möglichst schnell gebaut roerden würde. Aus strategischen Gründen würde eine Eisenbahn von Scutari bis nach Diarbekr für die Türkei von hoher Bedeutung sein. Eine solche Bahn würde wesentlich dazu beitragen, die östliche Grenze der Türkei von Erzcrum bis an das Quellengebiet des Tigris gegen einen etwaigen russischen Ueberfall zu beschützen. Fast noch wichtiger würde sie für den Staatssäckel des fransen Mannes" sein. Die Eisenbahn würde nicht allein billig und schnell Frachten befördern, sondern auch den-Karawanen-Verkehr entbehrlich machen, welcher stets vielen Gefahren ausgesetzt ist. Im Besitze einer solcken Bahn könnte Kleinasien im Welthandel wieder dieselbe Stellung einnehmen, welche e3 zu Zeiten des romischen Kaiserreiches bekleidete und die mit geringen Unterbrechungen anhielt, bis die verhältnißmäßig civilisirten Seldschucken von den siegreichen Türken verdrängt wurden. Könnte Kleinasien sich auch nur auf den Standpunkt aufschwingen, welchen eS im dreizehnten Jahrhundert einnahm, dann würoen die Einkünfte der Pforte sich so bedeutend erhöhen, daß sie bald ihre Schulden bezahlen könnte. Seit der Ausdehnung der transcaspischen Bahn bis vor die Thore AfghanistanS hegte Niemand mehr einen Zweifel darüber, daß es für England eine sehr wichtige Frage sei, nach Indien schneller gelangen zu können, als dies zu Schiff vermittelst des Suez - Eanals geschehen kann. Ist die Bahn von Scutari nach Bagdad erst einmal fertig, dann könnten in spätestens 11 Tagen englische Soldaten in Bombay gelandet werden. Außer? dem würde die Regeneration Kleinasiens das türkische Reich derart stärken, daß es ein starker und nützlicher Bundesgenosse Englands sein könnte, während es ge?enwärtig in dieser Beziehung fast gar einen Wertb besitzt. Sogar Persien würde durch oie neue Bahn gezwungen sein, dem Einflüsse der Türkei und EnglandS gegenüber den Wühlereien Runlands mehr Rechnung zu tragen. Es steht zu erwarten, daß auch die malische Handelswelt das Unternehmen nach besten Tratten unterstützen wrn. Die Vor theile, welche sie durch einen schnelleren Verkehr mit Indien erreichen würde, sind so osienbar,dan sie emsach gar nicht über sehen werden können. Mutter und Kind. Eine eigenthümlicke Scene spielte sich oor einigen Tagen der R. Y. Staatszeltung" zufolge in der Rotunde von Uaitle Garden ab. Es handelte sich da bei um die Trennung einer Mutter von lyrem Kinde, welche durch traurige Familienverhältnisse bedinqt war. Am 25. August traf eine in den besten Jahren ti.-r.-L.- ." r r n. m ' sieyenoe rujiijcvc sraemln namens Lehrbaum mit ihrem 9 Jahre alten Töchxerchen in New York ejn und theilte dem Agenten Jaworower von den United Hebrew Ehanties" bei der Registrirung mit, sie wolle zu ihrem seit drei Jahren ausgewanoerten hatten Samuel nach ,. olumvus, reisen, jaworower telegraphirte dem Mann, erhielt aber von diesem die Antwort, daß er von ferner ? Frau geschieden sei und nichts mehr mit ..oerzetven zu thun yaoen wolle, dagegen bereit sei, das Kind ;u sich zu nehmen. Die Frau, welche die Scheidung entschie.'z den in Abrede stellte, wurde darauf vor- . läusig auf Ward's Island unteraebracht. und Jaworower stellte weitere NachForschungen an. Diese ergaben, daß die Frau die Unwahrheit gesagt, da sie that- .' sächlich von ihrem Gatten aeschieden war, und zwar nicht allein, wie dies bei den russischen Jsraeliten gebräuchlich, durch einen Ikabbiner, sondern auch im - 1 1 IXifljr. Ci- r . c lrguluieil gnuumcaen -nersayren, uno daß der Mann damals der Frau 500 Rubel unter der Bedingung ausgezahlt hatte, daß sie ihm die drei älteren Kinder überliefere, während sie das jüngste, das mit ihr angelangte Mädchen, behalten i könne. Jaworower begab sich nach Erlangung dieser Information nach Ward's Island, und tfttiu Vehrbaum gestand nun zu, daß sie von ihrem Gatten qeschieden, sie wies iedock das Ansinnen, diesem ihr Kind ui ' . K überlassen, entrüstet zurück. Jaworower Uellte ihr vor. da, es schmierig für sie

sein würde, sich mit dem Kinde durchzuschlagen, und ermähnte sie, sich die Angelcgcnhcit sorgfältig zu überlegen und dabei besonders zu erwägen, bei wem das Kind am besten aufgehoben sein würde. Mit schwerem Herzen erklärte die BcdaucrnSwerthe sich schließlich im Interesse ihres Kindes bereit, dasselbe dem Vater zu überlassen, behielt sich aber die Zurückforderung vor, im Falle es ihr gclänge, sich selbst hier eine Existenz zu gründen. Gestern wurden W!utter und Kind von Ward's Island geholt, als aber Jaworower an der Brust des hüb-

schcn und intelligenten Kindes einen Zcttcl, welcher die Adresse des Vaters und eine Empfehlung an den Eisenbahnconduktcur enthielt, anheftete und die Mutter aufforderte, Abschied zu nehmen, brachen Mutter und Kind in herzbrechende Klagen aus. Es war wahrhaft rührend, mitanzusehen, wie das Kind dann unter bitterlichem Schluchzen die Hand der Mutter ergriff, diese zärtlich streichelte und kute und sie zu trösten suchte. Als die Zeit zur Abfahrt herannahte, hielten jich Beide krampfhaft umfchlunaen, die unglückliche Mutter riß sich aber schließlich mit edler Selbstüberwindung los und winkte ihrer Tochter noch einen Abschiedsgruß zu, worauf sie, von ihren Gefühlen ubermamar, zusammenbrach. Das Kind wurde laut weinend auf den Zug gebracht. Die United Hebrem Eharlties" werden sich ocr unglucrzellgen Mutter annehmen und derselben einen möglichst hohen Verdlenzt zuzuweljen su, chen.' Die Franklin Voys". John Franklin ,oar ein ehrsamer Methodistenprcd'lger in Milan in Sulli oan-Eounty in Missouri. Er wurde zum Lehrer einer Sonntagsschule ernannt und übernahm die Verpflichtung, jede Woche einmal sieben Meilen weit zu gehen, um Religionsunterricht zu ertheilen. Er kam seinen Pflichten qetreullch nach, selbst wenn draußen arges Unwetter herrschte, und als er starb, sagte man ihm allgemein nach, daß er em braver Mann gewesen war. Er hinterließ außer eincr Wittwe, die ihm seither im Tode nachgefolgt ist, sechs Söhne Namens Jim, Bill, Fletch, Aleck, Eoon und Eharley. Die (-ohne schlugen nicht sämmtlich den Eltern nach. Während Jim bis auf den heutigen Tag sich den Ruf eines anständigen Menschen bewahrt hat und zwei andere Sohne des alten Predigers sich eines wenigstens nicht anrüchigen Namens erfreuen, gelten Bill, Eoon und Fletch als Raufbolde und Verbrecher ersten Ranges, und Jedermann, der sie kennt, ist fest davon überzeugt, daß- sie keines natürlichen Todes sterben roerden. Bill und Fletch beqannen ihre öffentliche Laufbahn" als Pferdediebe in Sul-livan-Eountn. Sie stahlen in Gemeinschaft mit emem Verbrecher aus Iowa Namens Owens ein Pferd ihres Nachbarn Alcck Hotman. Die Diebe wurden verfolgt, und Bill Franklin und Owens wurden in Ehariton-Eounty verhaftet und nach Mua zurückgebracht, wo man sie in das Eounrygefängniß sperrte. Hier machten sie einen Versuch, aus dem Gefängniß durchzubrennen. Owens und ein anderer Genosse wurden bei diesem versuche wieder verhastet, Bill jedoch bewerkstelligte seine Flucht und hielt sich längere Zeit im Jndianer-Territorium auf, wo er bald eine förmliche Diebsbände orqanisirte. Im Jahre 1879 wurden Fletch und Eoon in Missouri verhaftet, well sie m Mills-Eountn in Iowa Pferde gestohlen hatten. Sie sprangen von einem mit voller Schnelliakeit fahrenden Eiscnbahnzug, wurden jedoch Beide wieder verhaftet. Eoon bekannte sich schuldig und versuchte seinen Bruder loszueisen", weil er Eoon glaubte, seines jugendlichen Alters weaen werde er freigesprochen werden. Er sollte sich jedoch darin irren, denn er wurde zu drei Jahren Zuchthaus verur? theilt und brachte auch wirklich zwei Jahre im Gefangnisse zu, bis er wieder begnadigt wurde. Im Frühjahr 1884 wohnte Fletch auf einer Farm in der Nähe von Reger in Missouri, und sein Bruder Eoon wohnte mit ihm. Ihre liebste Beschäftigung bestand darin, auf einander Schicßübungen anzustellen. Sie stellten sich in einer Entfernung von etwa 00 Jards hinter zwei Eichen auf und schössen frisch auf einander los, bis beide Bäume von Kugeln durchlöchert waren. Sie spiel ten dabei ein förmliches Versteckspicl. Hinter den Baum durfte erst getreten werden, wenn der Gegner seinen Revolver abgeschossen hatte und der Rauch von oem ?cyus,e zu seyen num spater hat a C o- f m - ' icn oie rannln Vous" ernes neuen Pferdediebstahls Kälber einen harten Kamps mit einem Sheriff und der HilfsMannschaft desselben zu bestehen. Sie erschossen einen Bealcitcr des Sheriffs und wußten sich mit ihren wohlgezielten Schüssen ihre Verfolger derart vom Leibe zu halten, daß es ihnen gelang, ihre c f.-Jf. x. ( T-.'-T " ' tfiuaji surcyzusuyren. Die Franklin Bons" aenießen iebt in ihrer Heimath ungefähr denselben Ruf, wie die Mitglieder der berüchtigten James-Vande. Die Vertreter von Gesetz und Ordnung" scheinen eine heillose Angst zu haben, auf sie Jagd zu machen, doch herrscht kaum ein Zweifel darüber, daß sie demnächst in ihren Stiefeln" sterbe werden. Kartoffeln. Die meisten Kartoffeln, welche in der Stadt New Jork verzehrt werden ttwa zwei Millionen Barrels jedes Jahr kommen aus Washington - Eounty im Staate New York. Dieses Eountn ist überhaupt durch seinen Kartoffelbau berühmt. Die ganze Strecke von Fort Ticonderoga bis nach' Eagle Bridge und von Fort Edward bis zu den äußersten Grenzen der Ortschaft Hebron ist zur Sommerzeit nur ein einziges großes Kartoffelfeld. Die Kartoffeln sind in diesem Jahrein Washlngton-Eounty ganz ausgezeichnet gerathen. Die Dampfer von Tron uni Albanv bringen schon jetzt je 300 bis 500 Barrels nach New Iork, und aus Troy werden bald jeden Tag mindestens 1000 Barrels nach New Jork gesandt werden. An Stelle des Getreides und des HolUS. welches bisher aus der Gegend nacd

New Nork verschifft wurde, werden jetzt

von den Schiffen zumeist Kartoffeln dorthin gcbrscht. Alle Schooners und Barken sind mit ibnen beladen, und an den Abladeplätzen m New Fork herrscht in Folge dessen ein ungewöhnlich lebhafter Verkehr. Gegenwärtig werden noch für ein Barrel im Großhandel durchschnittlich Hl. 75 bezahlt, doch wird dieser Preis wahrscheinlich bald aus $1.60 bis auf 81.50 fallen. Unter diesen Preis hinab wird das Barrel schwerlich sinken, da die Herbstkartosfeln, welche später einkommen werden, die Frühkartoffeln an Güte bedeutend übertreffen. Auch werden später viele Kartoffeln nach dem Suden erporhrt werden, so das; man nicht zu befürchten braucht, daß eine Ueberfüllung des New Yorker Marktes eintreten wird. Sogar nach Cuba und den anderen Inseln Westindiens werden von New yoxt aus Kartosteln versandt. Uebrigens ist die diesjährige Kartoffelernte in Ohio und weiter westlich nicht so gut ausgefallen, wie in sonstigen Iahren, sodaß der Staat New York auch uach dieser Richtung bin ein gutes Absatzgebret finden wird. Die Güte der Kartoffeln läßt in Washington Eounty nichts zu wünschen übrig, und die Folge davon ist, daß sie emen bessern Preis erzielen, als sonst um diese Jahreszeit. Besonders prachtvoll waren die Kartoffeln, welche zuerst von Long Island aus auf den New Yorker Markt kamen. Es war keine Seltenheit, daß ein Farmer von einem Acker 350 Aushel Kartoneln erntete und beim Verkauf mehr als einen Dollar per .Bushel bekam. Bei emem solchen Ertrage konnte er es schon durchsetzen, daß er seiner Frau ein seidenes Klew und seiner Tochter ein Piano kaufte, wenn er mehrere Acker Land mit Kartoffeln angebaut hatte. So lange kein Frost eintritt, werden die meisten Kartoffeln aus WashingtonEounty zu Schlsf auf dem Hudson-Flusse nach 9!ew 2)ori versendet werden. Sväter erfolgt die Versendung per Eisen' bahn. Uebrigens ist auch in Neu-Schottland in diesem Jahre die Kartoffelernte ganz ausgezeichnet gerathen, und die 9!euSchottländer werden ihren Ueberfluß an dieser Frucht auf dem Seewecze nach New Bork auf den Markt zu schicken. Dieser Umstand wird wesentlich dazu beitraaen, daß der Preis für Kartoffeln selbst im Winter aller Voraussicht nach nicht sehr hoch steigen wird. Viele Fischer befolgen das Verfahren, daß sie ein qanzes Boot voll Kartoffeln nach New Fork bnngen und den ganzen Wmter über km dortigen Hasen bleiben, um mt Kartoffeln im Kleinen zu verkaufen. Vom Jttlllndc. Trotz der Ehinesenhey? an der Pacisicküstt wohnen in San Fr?N'. cisco gegenwärtig mehr Ehin:fen, als je zuvor. Eine große Ai.;cb! deut scher Einwanderer bes.nüe: sich aus dem Wege nach dem mittleren Ealif?r.:en, um dort eine Eolon:e zu gründen. I n P a t e r s o n, New Jersey, feierten die Italiener ein Picn:c, an irel cBern iick mindestens 2000 crlcnfn etheiligten. Es kam eine riesige seidene rv r rf , , l r V ayne zur nlsaltung, welche oie aroen Italiens und gleichzeitig auch diejenigen der &er. Staaten trug uno $2800 gero stet hatte. Pech hatten ein P o l i z i st und ein Blutbund in Wabaik in Zndiana. Der Polizist hetzte den Bluthund aus die Spur eines Brandstifters, und er fand sie und hatte den Verbrecher fast erreicht, als sich eine furchtbare Dogae aus den Bluthund st).rzie 'nd ihm mit wenigen na rm t . Äislen den daraus machte. er ÄkViostifter entkam. Vor ei nigen Tagen gab eine Negerin Namens Floren Barker, die in einem der Vororte von Montgomery im Eounty Trigg in Kentucky wohl, dem Säugling einer Nachbari drei Theelöffel Terpentinspiritus ein, um ihn zu beruhigen. Das Mittel half wider alles Erwarten. In kurzer Zeit war das Kind mäuschenstill: eö war gestorben. Die unfreiwillige Mörderin wurde verhaftet. In East Tawas in Michigan wurde vor einigen Tagen der Versuch gemacht, Nachts ein photographisches Äte: lier vermittelst Dynamit in die Luft zu sprengen. Das Vorhaben mißlang, doch wurden in mehreren benachbarten Häusern die Fenster zertrümmert und 2 Personen, Eharles Marksund einFräulein Rofenthal, zu Boden geschleudert und verletzt. Marks behauptet, die UrHeber der Schandthat identisieiren zu können. DerEongreß zurFörderug des Gefängnißwesens, welcher Nser Tage unter Vorsitz des früheren Präsidenten Hayes in Toronto in Eanada seine Sitzunaen abhielt, beschäftigt? sich u. A. mit der wichtigen Frage, ob es rathsam sei, den Sträflingen Tabak verabfolgen zu lassen. Die Ansichten waren getheilt, und eine Entscheidung über die Frage konnte nicht eruelt werden. !edt wissen die Sträflinge noch immer nicht, ob es moralisch ist, wenn sie von ihren Aufsehern Tabak geliefert bekommen. Seit mehreren Tagen haben die Agenten von Henrv Villard im Stillen in New York und Ehieago alle Actien der nördlichen Pacisicbahn, deren sie habhaft werden konnten, aufgekauft. Heute ist es kein Geheimniß mehr, daß Villard und seine Freunde die nördliche Pacisicbahn wieder erobert" haben. Chicago wird durch die bevorstehende Vereinigung der Wisconsin Ecntral- und der Oregon Transcontinental- mit der nördlichen Pacisicbahn directe Verbinung mit der nordwestlichen Pacisicküste erhalten. Auf eine schaurige Weise kam in Ehicago der 18jährige John Mcnilcs, ein Angestellter m G.' P. Vores AuctionSlocal, im Hause No. 200 Madisonstraße um's Leben. Mcniles Iwtte das Klingelzeichen gegeben, um den Fahrstuhl nach dem betreffenden Stockwerke zu rufen, in welchem er sich gerade befand. Nachdem er ewige Zeit vergeblich gewartet hatte, steckte er den Kopf in Zen Schacht, um zu sehen, ob der Fahrstuhl noch nicht käme. In diesem Augenblicke sauste gerade der Elevator herab, Warf den Unglücklichen m Boden und

trennte seinen Kops fast gänzltcy vom Rumpfe. Die schrecklich verstümmelte Leiche des Mannes wurde nach der Morgue gebracht. Fast unglaublich erscheint die Höhe der R'cchnung, welche Samuel I. Tildcns Hausarzt, Dr. Ehas. G. Simmons, für seine dem Verstorbenen geleisteten ärztlichen Dienste den Nachlaßvcrwaltcrn eingereicht hat. Sie belauft sich nämlich auf einhundert und drei und vierzig tausendDollarL. Dr. Simmons, der zugleich

Oommissioner of Chantics and Corrections" vom Staate New S)ork ist, erklärt, daß er Tilden sieben Jahre und lf Monate lana behandelt und lhm wahrend dieser Zeit wohl täglich einen Besuch gemacht habe. Er sei nicht nur Tildens Arzt, sondern auch Tildcns Freund gewesen, und dieser habe sehr viel für ihn ethan. In Folge der zwischen ihnen estehenden Freundschaft habe er nie seine Rechnung eingereicht und Tilden habe nie danach gefragt, und deshalb habe er erst l h sti )srt1-rtrstf vfrtfrt 517? rtn Vtr gespannt darauf sein, wie viel die bekanntlich sehr hartleibigen 3!achlaßoerV viitw ivuiuu vivvvwi v koalier Tildens ihm bewilligen werden. f j-- r i yerr'r. simmons yar, wie es scyclnr, für jeden Besuch 50 berechnet. Ueber einen Kampf zwischen Hengsten meldet ein canadischcs Blatt: HerrJamesMcKee vom Blandshard niiportirte in Frühjahre zwei Hengste aus England, die sich nicht vertragen konnten und bei jeder Gelegenheit mit ein ander in Kampf aeriethen. An einem Tage der letzten Woche brach einer derFr - l IT-1 " l. T..--T. f. selven aus oem Weloeseive uno vcgao sicy in den Stall, wo der andere Hengst angebunden war. Es begann zwischen den beiden Thieren sofort ein Kampf auf Tod und Leben, und Herr McKce lies hinaus, um sie von einander zu trennen. Bei diesem Versuche wurde er von einem der Hengste in die Schulter gebissen, was ihn so erschreckte, daß er sich um-, wandte, um sein Heil in der Flucht zu suchen. Bei dieser Gelegenheit versetzte ihm jedoch ein Hengst einen solchen Hufschlag auf den Rücken, daß er gegen einen Pfosten geschleudert wurde, drei Rippen brach und bewußtlos auf dem Boden liegen blieb. Als man ihn auffand, zweifelte man, daß er am Leben bleiben werde, doch hat er sich seit: her zusehends erholt. Eines der Pferde wurde in dem Zwcikampse derart verwundet, daß es erschossen werden mußte. Der GrundeigentumsVuhm in Los Angeles hat auch seine Schattenseiten, wie folgender Stoßseufzer eines dortiaen Blattes beweift: Wir haben jetzt ungefähr 200,000 leere Stadt . Mf lolö im eounty, aus oenen narnrilcy in den nächsten zwei Jahren gebaut wird und welche von wenigstens einer Million hungriger Seelen bewohnt werden sollen. Dann wird die Fraae entstehen: Wie verdienen wir zu unserem Leben das nöthige Geld? Bei der Zeit wird kein Boden mehr übrig sein, auf dem man Korn, Trauben, Orangen, Eochcnille u. s. w. ziehen könnte, nichts zum Füttern der Schweine, da die Gerste für Bier verbraucht wird. Uns hungert bei dem Gedanken. Wir können nicht, immer von Lots leben. Es muß einmal eine Zeit kommen, in der Jemand etwas producirt und dafür Spendulir" bekomm!. Der Hinterhof eines 50 Fuß tiefen Bauplatzes ist für die Ernährung einer Familie nicht genügend. Die Ranchcs sind alle weg m 50 Fuß-Lots verschnitten. Was sollen wir anfangen, wenn die Lots alle verkauft, bebaut und bewohnt sind? Wo sollen wir dann das Geld .hcrnch men?" Unter solchen Umständen ist es eine günstige Fugung des Schicksals, daß man in der Gegend setzt Pctroleumauellen entdeckt hat. Das ist wenigstens tln Trost. Deutsche Lorlnachrichtett. Provinz Brandenburg. 7. Der berühmte Berliner Rabbiner Dr. I. F. Frankl und der Kanzlcirath Wilh. Wölcker. t In Potsdam Bau rath Gctte. j Pfarrer Neimann zu Merz. f Drcrlermcister Sam. Wicbe in Brandenburg. t Diakonus Franz Niesemann in Neuwedell. Selbstmord begingen: In Berlin der Rentier V. in Folge des lüdcrlichen Lebenswandels seiner Tochter; in Forst die Frau des Tuchmachers Berthold mit ihrem taubstummen Tochtcrchen durch Ertranken lm Muyl araben. 5?n Berlin erstickten im chcmi schen Laboratorium der Apotheker Herholz an Gartenstraße (Zum Aesculap) der Apotheker Herholz selbst und der Hausdiener desselben Karl Kuhnke; an den Folgen eines unglücklichen Sturzes starben daselbst der Klempner Flcmming und der immcrmann Krüger. In der Tuchfabrik zu Eottbus verunglüche der cm e r ' r st stl'ii 4. I. caicylncnoauer vt. virnjici, vuiu) vü.r: . aj-.s s. Vrt.a syyjxw; Piöl0ll einer -CUUllumiumpt vu j.kv.v chen des Gastwirths Strache in Gilsow In der Dreschmaschine zu Pankow fand der Arbeiter Peters seinen Tod; in Woxfelde ertrank der Sohn .des PostagentenBensch. Provinz Pommern. Als der Brandstiftung in Gaulitz oringend verdächtig wurde die verehelichte Johanna Butenhos von dort verhaftet. Selbstmord durch Erhängen beging bei Stolp die Ehefrau des Büdners Franz Ziebell. Ertrunken sind der Arbeiter Malzow aus Groß-Stepenitz, der Matrofe Franz TiegS und der Schlosser Parnow von Eolberg und der Soh'i des EigenthümerZ Heinrich W!ewes von Stolp. In Stettin erlitt der Arbeiter Carl Eggert beim Einfahren in das Thor einen tödtlichen Schädelbruch. Provinz Schlesuiig-Holstein. Folgende 4 dänische Staatsangehörige sind als lästig gefallen" von Schleswig ausaewiesen worden: Husnexsohn Hans Christian Kaufmann, gebürtig aus BlanS, durch Option Dänischer Staatsangehöriger, Arbeiter Andreas Peter Petersen aus Heinsvig, Dienstknecht Andreas Madsen,Julius Rasmussen aus Nordskov und Haushälterin Maren Thomasdatter aus Trauberg. Die 600jährige Jubelfeier der Gründung der Rendsburger Marienkirche soll am 11September stattfinden. Die Marsch. X. r . ff i O.lC. .vs(n m-n uyll ou am i. wuy vnv.. 2a Ladersleben beaina die Wartefrau

des dortigen Seminars Selvstmoro,

ebenso bei Lutzhorn der Drechsler Jakob Jürgensen. In Neustadt wurde der Zünoholzfabrikant Brecde von einem Pferd geschlagen und schwer verletzt; daselbst wurde der Sohn des EinwohnerS überfahren und tödtlich verwundet. In Oldcsloe verbrannte der Sohn des Arbeiters Jürgcnscn. . Provinz Schlesien. f der frühere Prorektor am ElisabethGymnasium, Professor Dr. Ludwig Kambly inBrcSlau. Der Stellcnbcsitzcr Wollny in Zlattnik hies. Kr., hat bei einem Streit seine Frau erschlagen. Selbstmord begingen: in Brcslau der Handarbeiter Bcrndt, in Neisse der Füilier der 10. Eomp. Pawlik, in Warmbrunn Schneidermeister Krieael. In Breslau wurde überfahren und tödtlich verletzt der Sekretär urban der Oberschlesischen Bahn und der Arbeiter Friedrich Tschuschke ; durch einen Sturz aus dem Fenster verunglückte daselbst die Tochter des Schneidermeisters ,Plewa, Luise, durch einen Sturz von der Treppe der Arbeiter Krowatsch ; in der DampfMaschine verunglückte der Arbeiter Karl König in der Friedmann'schcn RoßhaarSpinnerei. In Glogau stürzte Oberstlicutenant Seldner mit dem Pferd und wurde schwer verletzt; in Goldberg erlitt -V c r i rau Finger ourcy einen rurz aus einem Neubau des Maurers N. eine schwere Verletzung, ebenso bei derselben Gelegenheit der Acaurer John aus Petersdorf. 'Provinz Posen, f In Radogesch die Ortsarme Wittwe Klugi, 107 Jabre alt. In Görchen der Veteran Gottuev Gcrlach. Der Bureaudiener Johann Kopowski in Nakel ist mit 15,000 M. flüchtig geworden. t In Vandsburg der Besitzer Zuther. In Argenau wurde der Hilfswärter Dittmann überfahren und aetodtet, inJnomrazlaw ertrank der Vogt Sternke, m Neustadt b. P. wurde dem SchwarzviehHändler Verndt ein Auge ausgeschlagen, rn Vandsburg verunglückte der Maurer Klein durch einen Sturz vom Gerüste. f In Mühlhausen Zimmermeister und Gastwirth David Ehlert. In Memel ertränkte sich der Füsilier de Sombre, welcher desertirt war; in Trunklaken bei Vcrschkallcn wurde der Besitzer Rudat von einem Pferde erschlagen. Provinz Sachsen. Der Sergeant Schwarzlose vom Maa oeburgcr Kürassier - Regiment No. '' wurde wegen Hehlerei, militärischen Diebstahls in 13 Fällen und Betruges vom zirleasaerlcht iux Ausstonunq aus dem Heere, 3jahrigem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und 4 Jahren Zucht Haus verurtheilt. Selbstmord begingen : in Gördeniv der Sohn des Schuhmachers Lchmann, auf Helgoland der Kaufmann Ncumann von Halle a. S., bei Berlin der GenchtSassefsor K. von Magdeburg, in Ascherslcben Klempnermcistcr Hcrm. Thormeyer, in Salzwedel die Frau des Partikuliers St., in Schmer; bei Gräscnhainchen der Auszügler Gottfr. Panier, in chlcpzlg der Auszuqler Gottsr. Ohme. Ueberfahren und schwer verletzt wurde m Oscherslebendle Wittwe Kluge, todtgcfahrcn wurde in Nordhauscn der Fuhrmann Karl Rathsfeld, ebenso in Erfurt der Bahnhofsarbeiter Schwanengel. Im Getriebe der Mühle wurde in Löbcjün der Müllerlehrling Göricke gc: todtet. In (alzwcdel ertrank die Toch ter des Lohgerbers Köthke; in Schöne witz wurde der Sohn des Ortsschulzen Heinemann von einem Fohlen todtge? schleift. Provinz Hannover. I srt C 9 r- Jtß mm . t. Previger erm. vc. A. olly tn Hannover. Die in Konkurs geraihencn Gebr. Jacobsohn m Vuradors wur den verhaftet. Selbstmord begingen der Dicnstmann Homann in Hannover und der Schmidt m Remels bei Stickhausen. Der Viertclhöfer Hcin rich Vüggel aus Freschinneberq wurde von einem Stier aufgespießt und getödtct, der Dienstmann Aureden ' aus Hannover erlag einem Schlaganfall, der 24jährige Sohn des Eisenbahn-Stations-assistcnten Vollmann daselbst wurde von einem fallenden Balken erschlagen, der Klempner Reiche aus Herrenhauscn brach das Genick bei einem Sturz in den Verscnkungsschacht am Hosthcater, der Eisenbahnarbeiter Rcese aus Kl. Freden ist ertrunken, der Zimmermeister H. Thielke aus Linden erlitt einen tödtlichen Scha delbruch und die Ehefrau des Arbeiters Sperling aus USlar wurde ln emer Sand grübe verschüttet. Provinz Westfalen. f In Tclgte der Veteran aus den Frei yeltsknegen, Johann Bern. Tlemann. Der in Lchnstcdt angestellte Lehrer chmolert hat gelegentlich eines Tanz Vergnügens im benachbarten Ort Wulsbüttel ein junges Mädchen tödtlich .verletzt. Der Kolon Kuhlmann aen. Nottmcier Nr. 37 und dessen Ehefrau Wilhclmine, geb. Meier Nr. 1, feierten in Nammcn b. Minden da? Fest dcr goldenen Hochzeit. Der Redakteur Karl crn rz: - cvr -i". 1" :.T. jjizizx vom vcicijcHet jiu;ciiuiuii ij weaen Bismarckbeleidiauna zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. '' Der Sohn des Landwirths Weusthoff in Hörne wurde vom Blitz erschlagen. ... ; R h e inp r ooin z. Auf der Fleckertshöhe allerdings dem höchsten Punkte auf dem vorderen Hunsrücken hat es am 15. August geschneit. Der mehrere Jahre hindurch in ' Erefeld ansässige, aus Gladbach stammende Kaufmann Jakob Keller, der auch einige Zeit in Amerika gelebt hat, wurde durch fannliäre Verwicklungen jenseits des Dceans zu einem amerikanischcn Duell genöthigt und hat sich in Berlin erschossen. Um sein Vorhaben mit voller Sicherheit auszuführen, hat er sich in das offene Fenster seiner Wohnung gestellt und sich dort eine Kugel durch den' Kopf gejagt, worauf er aus der Höhe, des 3. Stockes auf , das Straßcnpflaster stürzte, auf dem er mit zerschlnetterten Schädel als Leiche aufgefunden wurde. Eine Fcuersbrunst zerstörte 'kürzlich m Malban 10 Häufer mit Oekonomiegebäuden. f Im städtischen Krankenhause zu Elberfeld in Folge einer BlutVergiftung, die er sich bei der Behandlng eines am Scharlach Erkrankteu zu: , - c xx Tvr ftimo Stifsf,T mmn me lcl

asja-ataera

Königreich Sachsen. Jn Frankcnhausen mußten die Schulen vegen hereingebrochencr Diphteritis geschlössen werden. Die Schützcngcscllschaft in Geithain beging mit großen. Festlichkeiten den 350. Jahrestag ihrer Gründung. Die Hauptnummcr des Programms bildete ein Umzug durch die Etadt, an dem sich zahlreiche Brudervereine aus Nah und Fcrn bcthciligtcn. Selbstmord begingen: durch Ertränken die Ehefrau des Handarbeiters Röthling von Augustusburg bei' ?!ofscn, der Strumpfwirker Claus von Bockau und der Schuhmacher Joh. C. Siegel von Schnccbcrg ; durch Erhängen der Gutsbesitze? Pötsch von Bockwitz und der Tagarbciter Meier, an der 3!eißgasse in Ostritz wohnend; durch Erschießen der Rittergutsbesitzer Albert Rothkirch von Kleinwaltcrsdorf (letzterer soll durch seinen unverschuldeten Ruin zu der That bewogen worden sein). Der auf dem Vorwerk Lindhardt bei Borna beschäftigte Arbeiter Menge starb an einem beim Fal len von dem Heuspeicher erlittenen Schädelbruch und der Gutsbesitzer Lorenz von Waltersdorf wurde von feinem eige? nen Fuhrmerk überfahren und getödtet. Thüringische Staaten. t Stadtkantor Zech in Weimar. Der frühere Pastor Adler von Gahmcr. Der Vahnhofsassistcnt Verger in Kahla erlaa einem Schlaaanfall und der Müller Heineckc aus Roda wurde von einem Eisenbahnzuge überfahren und getodtet. Abgebrannt sind: die Oekonomiegcbäude des Feldhausbesitzers Fried. Schutz in Fraureuth und die Hossmann'lcke Wirthschaft in Stadtilm. Platform der Arbeiterpartei von JndianavoliS. -T.-"r Die Union Lablr Daltei ist eine Da. tei du Emanzipallon. eine Varttl der Wikdelherftellung nalürlicher Rechte, um welche die Arbeiter durch ein Industrie system beraubt wurden, welches obneRück ficht auf Empfindungen und Bedürfnisse W 1 a . r a. ? CYT 1 . . . M. t L. Atvt'iZlkaii ais oi bi vaarr oeuaccui. Der Endzweck der Partei ist die Adschaf sung eines Systems, unter welchem der 9Irfi.t r kaum aenua mm K,n ht kommt, während der g,ökere Theil des Resultates seiner Arbeit sich in den ar oen weniger an,ammeil, eines uuems, welches Wenige über alles Mab dinaus bertichert. wahrend die Masse deS Volkes immer mehr verarmt. nneS System? we! cheS Klaffen schafft, und welches i-i Lause der Ze,t bloß zwei Klaffen übrig lassen wird, die et; Reichen und die sehr Armen ; emeS Systems, welches die voli tische ffrelbklt und freie ReaurunaSfo men vcrkiichtkt, weil die jthr Armkn die Sklaven der dx Reichen weiden müssen. is i oer ynoraea cutcr yauti an Stelle dieses Systems ein andere? zu n r9 w a m m setzen, unter welchem die Arbeit urab' dängig ist vom Kavltal und unter wel chem menschliche Arbeitskraft zum Zwecke idrer Anwendung nicht abhängen jollvon dem Willen des Kapitals. Zu diesem Zwecke ci klörcn w r dak wir die in dcr Convention zu Cincinnati am 22. ffebruar 1887 angenommene Platsorm bestätigen. Und für die Vewaltung uns, rer Stadt in der unmittelbaren Zukunft, erklären wir. dak wir zu Gunsten folgender Vor schlage Und: I. Alle Unternehmungen, welche ibrer Natur nach monopolistischen EbaratterS sind, sollten ausschließlich l on der Etadt geführt werden zu Gunsten der Bürger. Solche Untlrneymungen sind: Strafen bahnen. Wasserwerke, Gaöwlrke. Tele phoneinnchtungen u. dergl. Eo lange diese Institutionen jedoch in Händin von Privatcrrpzrationen sind, sollen dieselben durch daö Gesetz gezwungen werden, ihre Geschaste so zu führen, dak die gebotenen Facililäten sich auf olle in gleicher Weise erstrecken, und dak dieselben seine unge bübrlichtn Vortheile warnehmen können. 2. freie Bäder sollen errichtet und mit allem Comsdrt ausgestattet werden, dessen die Mittel der vtadt vermögen. 3 I?arthm hit KtnM fstt 000 sin Halle gebaut hat. von welcher die Armen gar keinen Vortheil haben, begünstigen wir die Errichtung öffentlicher Parks in solcher Nähe der Stadt, dak sie auch für Diejenigen erreichbar sind, welche keine ffuhrwerke halten und nicht viel Geld an Straßenbahnen zu vlrgeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Steuergesetze derart, dob genauere Ver mögenSangaden erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Stadtverwaltung bezahlt; alle Landerettn innrrhalb der Stadtzren zen sollen besteuert werden, doch soll dos veim und die HauSeinrichtung armer Wittwen steuerfrei sein. 5. Wir sind nicht für das Uebertragen stäkt scher Privilegien an Staatsbeamte und sind der Ansicht, daß die Polizeiver waltung eine der Funktionen der Sladt und nicht des Staates ist. 6. Besondere Privilegien für die Be nützung öffentlicher Straßen sollen nicht an Privatcorporatldnen vlrgeben werden. und wir halten es sur besonders unmo ralifch und den Rechten des Volkes gefährltch, solche Privilegien im Voraus zu SpekulationSzwecken mit Beschlag zu be legen, und alle für solche Zwecke existirende Controlle zwischen der Stadt und Corporationen oder Personen, wie z. B. der in Bezug aus daö unterirdische Legen elckirischer Trälhe sollen widerrufen werden. 7. Gefundheitövorschriften und Gesetze zur Anbringung von fixe escapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch gefühlt und auf Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbeitt? beschäftigt sind. 8. DaS Besprengen der Straßen, die Forlschaffung von Abfällen und Asche soll durch die Statt geschehen. 9. W r verlangen die Durchführung des Achtstundengesetzes für die Ange stellten der Stadt. 10. Wir befürwoitm die Utbkrirückung der Eifenbahngeleife an Virginia Avenue in dir Weise, daß dieselben an einem Punkte zusammengefüirt werden und daß die Eisenbahngesellschasten den aus sie sollenden Theil der Kosten bezah len. 11. Zum Schluffe bltonen wir, laß das Recht des Volkes seinen Willen am Slimmkasten auszudrücken, mit dir grö ten Sorgfalt gewahrt werden sollte, diese Recht ist eines der heiligsten Privi. legitn eines freien Bürgers, ein Recht für daS Nationen gekämpft und Patrioten ihr Blut verqoffen haben. Die . Sprache hat nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel zu verkümmern. Wir berächten solche Versuche, sowie da Kau fen von Stimmen als ein arobes .Verbrechen an dem Volke, welches prsmpteste und schärfste Bestrafung verdient.

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