Indiana Tribüne, Volume 11, Number 1, Indianapolis, Marion County, 19 September 1887 — Page 1

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.:- 'I l s ? ZShrZZJS 11. Office : Ho. 120 Ost Clorölcuö SxrHZ. ANuer 1. Jndkanapylio, Zodiaua, Montag, den 19, September iZ87.

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Anzeigen tn dieser Spalte koste L Cents per Zeile. Avz'Zzen in Kelcheu Stelln gksacht, oder offerirt werden, siaden unentgeltliche llufnahme. DiestS bleiben Tage flehen, könzei. &Ut ubeschrünlt erneuert de.den. Hciigen, ??!Se fcü ZXtttagt l E$t adge Ledn teerten, parn noch am se!b.'eu Tüge Lnfnahme. QerZsKet. verlaust: Ei gt:S MZdchkn. L:hn ZZ. No. 433 fiort Meridian Straße. 20s Stegegesuche. Sefucht icit) Stell von einem Mlbchen, das Jcochcn und HauZzrbeit verrichten kann, ähere t7i) Lit,Uend-.an trabe. lf Zu verkaufen. Z u verkaufen in Wllthkiaft mit guter Äunb 4aft. Na, fragen in der Office dS. Blatte, zai sch,n 2 und 4 Uhr achmittaz. 22 da

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NeneL per Telegraph. 3f!tet4tt9H6tcn. Washington. 19. Sept. WSr. mlriö Wetter, gefolgt von Regen.

Sozialisten. Kongreß. Bufsalo, N. Y, 19. Stpt. Der Kongreb trat beute wieder in Sitzung. Heute Abend findet eine englische Mas senversammlung statt Fallissement einer Brauerei. Cincin na ti. 19. Sevtemb. Die George Weder Bttwing Co. hat heute fallikt Aktiva $300.000; Passiva $400,000. Ebitorielles. Der Redakteur deS Telegraph" bemüht sich schon seit einer ganzen Reihe von Tagen in einer Serie von Leidarti kein, deren Zusammentragen nicht wenig Schweiß gekostet haben mag, die soziale Frage zu lösen, und wir sind in Stele genheit zu entscheiden, ob die Geduld der Leser, oder die Geduld des Redakteurs größere Bewunderung verdient. Mit der ihm angeborenen Bescheiden I,.. r-. ... . hell kOMMt er er t VölM llj. VUllKl aitt die Species zu welcher er gehört, nämlich auf die Klaffe der Lohnschreiber zu sprechen. Da der Arme aber die traurige Stellunz eines Lohnschreibers noch gar nicht zu begreifen scheint, kböN so WöNlg Wlt dtt " u ' . ' " . i 1 CDU? an 5 wlluvc ICINaid ZUM ewULileiN Im'm. ?lm. I lemer mentazenunivurolaen 2!aae aelom semer menschenunwürdigen Lage gekommen ist, so halten wir, die wir der Sklaverei in jeder Form opponiren, es für unsere Nrlickt. dem Lobnsckreiber am ,&hwv weich er sicb befindet, etwas besser in veran schlichen. cm:- uTt i;; r qh u.k ivvuvit 4ytk hvv vvti iwvyii' schreibe? vom Telegraph" selbst über seine Lage sprechen lassen. Er schreibt nämlich Folgendes : mz vor Eintritt de, Verfassers dieser Artikel in seine gegenwärtige Stelln, al Re t v .f..Lt ur. er " ' . altt .weiler. 'reckt uliebea,ürdizer Mensch, daß es ziem graph übttnehme. ? b e r bekannt! ch ein L Mensch, daß es ziemlich einerlei sei, welcher die Ridaktia de .Tel?. Nun ist der Lahns ch r e i c!i ein Lo b'nar b e it er. aeuau so, wie jeder Andere, der für seine Arbeit eine sestgesete Bezahlung erhä t. Wozu diesks. sedenfalls nicht als Kompliment, sondern als eine Herabseung gemeinte Wart, Loh nschri der? Und daö au der Feder eine! Mannes, der sich dem Loh narbeiter als bester Freund aufspielen will ! Ja, da au der Feder de Herrn Rappaport, der selbst noch ein Loh schreib ist. Wie erklärt sich dieser krasse Widerspruch ?" Unser Nackbar saat w in demselben I ' ' " " Artikel, daß er ..mit der Literatur der 1 . . . deutschlandlschen Sonaldemolratle, na I mentllch Mlt den Schrrsten von Karl ... Marx, Ferdinand Laffalle undDr. Johann Jacoby Wohl bekannt sei", aber es dünkt I uns, da sem Studmm docb kem sebr einnofnko3. f Vm a Cor Cr nitC Crtn vni(ttA k"VVW bv.vv,v. ,v up, ,v.,,. .vpv er z. B. wissen, daß Ferdinand Lassalle über Leute vom Schlage des Redakteurs des Telegraph" Folgendes sagt . .Ein Lohnarbeiter ist für mich etwa sehr abrenwertbe. aber ein Losckrkiber da I 7", T-l-t - e aan, andere Säckel I v Und an einer anderen Stelle : ,Wnrn Jemand Geld verdienen will, so mag er Kotton fadriziren oder Tuche, oder auf der Börse spielen. Aber d man um de schnöden Tewinnste willen alle Bruunea de Volk geiste dergifte und dem Volke den geistigen M kredenze,-. fann I .Ihr Proletarier derkaust Euren l Arbkitöherren doch uur Sure Zeit und mate. . ., mmm ... . - . illU 4 tU II. t U 4. HU VllkUUlll IUU Seele! Denn der Korrespondent muß schreibe, wie der Eigenthümer will; der Eigen thümer aber, wo die Abonnenten wollen, oder die Regierung (in diesem Falle die Parteipolt tiker. Anm. d. Setzer) erlaubt ! Wer aber. der ein Mann ist, würde sich zu einer solchen Prostitution de Geiste hergeben ? .Da sind die modernen Landsknechte hnri htr Kthrr. fcfll eig,ae Proletariat, da w w www W - " Ov r" Ow T V stehde Herr der Zeitnnglschreiber, da Lffent. liche Meinung macht und dem Volke tiefere Wuntea geschlagen hat, al da siehende Heer 4, . - -is. -1 - v v: .r. . tiii v . . v t. I VCI WVVVUWU VH4 VIVl 4144 VVVfc 44444 V 44444, äußere Gewalt da Volk zu Boden, jene bringt I uri(t.t ZK. 1 I IQU VlC lUlllll 444444, 4, V44y4444 4 4 4 A4444 ..V Zkt. H UHU vU44 Wir könnten noch eine ganze Reihe sol cher Aussprüche LassaüVs citiren, nament lich in seinem Julian" hat er den Herren Lohnschreibern derb die Wahrheit gesagt, aber Obiges dürfte genügen, um den Redakteur des einseitigen Organs zu über,euaen. fcafe ti nock viel ..unliebenswür mu Menschen als Herr Rappaport einer ist, gegebm hat.

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Er dürste wohl auch daraus ersehen. daß gerade die Feder eines Mannes, wel cher ein wahrer Freund der Lohnarbeiter ist, den letzteren keinen besseren Dienst erweisen kann, als indem sie den Lohnschreibe? und seine Motive bloßstellt. Und indem Lassalle so scharf ausführt, was ein Mensch sein muß, um ein Lohnschreiber zu sein, sind wir auch der Mühe enthoben, die Behauptung zu widerlegen, daß Herr Rappaport zu derselben Klasse gehöre, zu welcher sich der Lohnschreiber des Telegraph" zahlen muß. Nein, für solche Kameradschaft danken wir bestens. DrahtnagrilJten. Der Anarchistenprozeß. C h i c a g o , 18. Sept. StaatZanvalt Grinnell kehrte heute vom Osten zurück. In einer Unterredunz. bttreffend den Anl.rchisttnproztß, drückt er sich dahin aus, daß die Entscheidung des Ober gerichtS sür Niemand eine Ueberraschung gewesen sei. Die Zeugenaussage in Betreff der Schuld sei überzeugend gewesen, die Jury sei intelligent und unparteiisch gewesen. Befragt, ob er etwas zu Gunsten der Verurtheiltkn zu thun gedenke, verneinte er dies, fügte jedoch hinzu, daß er den Freunden derselben i, ihren Be mühungen, vom Gouverneur eine Um Wandlung der Todesstrafe zu erlangen, nicht hinderlich sein wirde. Chicago, 18. Sept. Alle lokalen Arbeitkrorganisationen sind mit Exem plaren der P.tition zu Gunsten der verurtheilten Anarchisten versehen worden und dieselben füllen sich mit Unterschrift ten. Auch Geldbeiträge für einen Fond, den Fall an daö OberbundeSgeriitt ap pelliren zu können, lausen reichlich ein. Eine einzige Ardeiterorzanisation, welche 500 Mitglieds zählt, steuerte 51000 bei. und eS heißt, daß andere diesem Beispiele folgen werden. New York. 18. Sept. Distrikt Assembly No. 49 d.r ttaighlS of Labor passtlte heute Beschlüsse, Gouverneur Oglesby von Illinois zu er'uchen, das Urtheil der sieben Verilrtheilten umzu wandeln. Schon vor einigen Wochen wurde ein Comite iriannt. Unterschriften von Leuten zu sammeln, w.lche mit den AnarHisttn syVpathistren und auch Geld beitrüge in Empfang zu nehmen, um den Verurtheilt.'n zu helfen. Long Island City. N. Y . 13 Sept. In einer stark besuchten Anarchi sten Versammlung, welche heute Nachmit mittag im Schüdenpark stattfand, hielt Johann Most eine Rede in welcher er sich in heftigen Redewendungen gegen die Chicagoer Behökden erging und Rache androhte, im Falle die Venntheilten ge hängt werden sollten. Seine Worte wurden von der Majorität der Zuhörer mit Beifall aufgenommen. awrm rv m. vitro Aork. 18. tsepk. In einer Versammlung der englischen Sektion der sozialistischen Arbntekpa.tei wurde ein Brief von A. R. ParsonS, dem verurlheil ten Chicago Anarchisten verlesen. In demselben bemerkt er, daß er bereit sei zu sterben, wenn durch seinen Tod die Lage der arbeitenden Massen verbessert werden kann. Er verdammt die kapitalistische Presse und den Henker Gary sür ihre Bestrebungen, die Russen noch überbieten zu wollen. Rtvark. R. I.. 18. Sept. Die hiesigen Ainarchistkn hielten heute Nach mittag in William? Hall eine Versamm lung ab, in welcher sie die Erklärungen deS Anarchistenpartei gegen die Richter des Illinois ObergerichtS guthießen. Der Haddock Mordprozeß. Sioux City. 18. Sept. Bald nach 2 Uhr heute Nachmittag trachte die Jury ihren Wahrspruch ein, in welchem sie Fred Münchratd jr. deS TodtschlagS schuldig findet. Da? höchste Strafmaß für Todtschlag im Staat Iowa beträgt acht Jahre Zuchthaus. Der Richter kündigte an, daß er das Urtheil am Montag sprechen werde. Der Angeklagte vernahm daS Verdikt mit Ruhe ; er befin det sich gegen Bürgschaft auf freiem Fuße. Die neue amerikanische Partei. Philadelphia. 17. Sept. In der heute Nachmittag stattgesundenen Versammlung wurde die Platform der .amerikanischen Partei angenommen. Dieselbe richtet sich in erster Linie gegen die Einwanderung und strebt ferner dar nach. daS Stimmrecht der bereits hier anlässigen Fremden zu beschränken. Vom Feld der Arbeit. Chicago. 18. Sept. Die Ange stellten der West Division Straßenbahn Gesellschaft hat beschlossen, daß, wenn ihre Forderungen bis zum Mittwoch Abend nicht bewilligt würden, am Donnerstag Morgen ein Streik in Szene gefetzt wtr den würde. Sie verlangen 22 Cents per Stunde.

C i n e i n n a t i. 13. Sept. Nur einige

Wagen der Kabelbahn und der Mt. Adams Straße liefen heute ; um acht Uhr. Abends jedoch wurden alle Wagen in die Schuppen gebracht. Gewaltthätig keiten kamen heute nicht vor. doch war jeder Wagen ' von einer starken Polizei Abtheilung besetzt. (Spezialcorrespondenz der Jndiaua Tribune.) Bussalo. 17. September. Mit ganzen Gliedern und mit heiler Haut bin ich hier angekommen. DaS ist gewiß erwähnenSwe.th und wenn daS Publikum sich auch bielleicht nicht allzu sehr sür diese Thatsache interesstrt. so muß ich doch gestehen, daß sie für mich von sehr bedeutendem Interesse ist. Eine Eisenbahnreise ist heutzutage nämlich gar kein Spaß und wen uns schwachen Menschenkindern auch allenthalben der Tod droht, so sind doch daheim die Chancen g'ößer, daß min mit ganzen Gliedern in den Himmel oder sonstwohin fähit. Einige der Delegaten zum Soz?alisten Kongrkß sind schon hier. Von New York Alizander JonaS, der Redakteur der VolkSzeitung-, und W. L. Rosenberg, der Sekretär der National-Exekutive. Ich habe mir die beiden Heiren ganz anders vorgestellt. Ich hätte m'r lm Leben nicht einfallen lassen, daß ein Mann, der so energisch auftritt, eine so scharfe Feder führt und so philosophisch durchdachte Leitartikel schreibt, so ein behäbiges, run deS, bartloses Gesicht haben könne. Aber geistreich ist das Gesicht. Herr JonaS hat eine Denkttstirne und die zarten, wohlgepflegten Hände geben ihm ein aristokratisches Aussehen. Ebenso wenig hätte, ich mir Heirn Rosenberg so jung und so dünn vorge stellt. So viel habe ich bereit; gemelkt, daß ich nicht die Fähigkeit bestde, mir auZ Wort und Schrift eine? Mannes ein Bild ton diesem selbst zu machen, und ich werde eS auch in Zukunft bleiben lassen. " ! Die englische Peesse scheint sich für die Sache zu interessiren, ein Reporter deS .Buffalo Courier" erkundigte sich schon gestern Abend angelegentlich nach Allem Die deutsche Presse abe? sprich mir von allen Schrecken deS GemmenS. nur von der deutschen Presse BuffaloS sprich mir nicht. Hier nur ein Beispiel! Ich besuchte heute Morgen Herrn GSdel, den Redak teur der ?u Presse. Warum daS Blatt .Freie Presse" heißt, ist warscheinlich ihm selbst ein Räthsel. Herr GSdel ist den ZeitungSlesern von Indianapolis nicht unbekannt. Er war im Anfange der Siebziger Jahre Redakteur des .In dianapoliS Telegraph- und der damals noch florirenden .Zukunft" daS Organ des TurnerbundeS. cri m. w .nii! am M...1 r. . rn . yiaaj oem uoiiarn 'ausiaujaj von e grukungen, rkunolgungen u. f. w. fragte ich ihn. ob die deutsche Presse der Stadt Notiz von dem Congreß nehmen werde, worauf er meinte : .Schwerlich, wir sind hier sehr conskrvativ. .Ich meine nicht, ob Sie editoriell von der Sache Notiz nehmen werden" bemerkte ich .sondern ob Sie in Ihren Lokal spalten Bericht erstatten werden". .Ich glaube, kaum!" war die Antwort. .Aber", warf ich ein, .über dergleichen berichtet man doch als eine Stadtneuig keit. Berichte über Vorgänge in der Stadt bringt doch eine Zeitung ohne Rücksicht auf die Tendenz." .Ja wir sind zu conservativ, um von der sozia listischen Sektion Notiz zu nehmen." Und das sagt in Mann, der Redak teur der .Zukunft", des Turnerorgans war, und in demselben für .die Freiheit, die ich meine" schrieb, und der jetzt eine .Freie Presse" redigirt. Herr Göbel ist in den fünfzehn Jahren, s.it er von Indianapolis fort ist, dick und fett geworden. Der ConservatiömuS bekommt ihm offenbar und es gefüllt ihm, wie er sagt, in Buffalo. Ciiacuri a son gout sagt der Franzose. Auf deutsch heißt'S: die Geschmöcker sind verschieden. Der Congreß wird heute Nachmittag um 3 Uhr eröffnet. Die meisten Dele guten werden erst in der Mittagsstunde ankommen. Philip Rappaport. Buffalo, 17. Sept. Gegen 2 Uhr Nachmittags trat in der Turnhalle, deren Fronte hübsch dekor.rt war, der Congreß zusammen. Bei der Eröffnung waren vierzig Delegaten anwesend. W. L. Rosenderg, Sekretär der National Executive rief die Versammlung zur Ordnung. George M. Price von Buffalo wurde zum temporären Vor sibtnden gtlvählt. Herr Rappaport stellt darauf den An trag, daß die ossijielle Sprache des CongrsiS englisch sein, daß aber Jedem ge staitlt sein solle, die Sprache zu gebkau. chen. ln welcher eS ihm beliebe zu sprechen. Der Antrag stieß zuerst aus heftige Opposition. Herr Lawrence Grönland

und Herr Rappaport erklärten jedoch die

Nothwendigkeit deS Gebrauch? der eng tischen Sprache und der Antrag ging schließlich nahezu einstimmig durch, nur Fabian und Walther von New York stimmten dagegen. Zu temporären Sekretären wurden Metzler von Philadelphia und Busche von New Haven gewählt. DaS National.Exccutlv Comite legte eine Reihe von Berichten dlr sozialistischen Organisationen des Auslandes vor. Die. selben sind zu umfangreich al? daß ich sie ausführlich mittheilen könnte, trotzdem sie sehr intereffant sind. Sie würden viel leicht vier ganze Seiten des Blatte? füllen. und das verbietet sich doch von selbst. Aber folgende kurze Zusammenstellung sei hier beigefügt: England. Die Social Dcrnocratic Föderation, (iozial'demolratische? Bund) Hot 49 Zmeigvereine, daranter 23 in London. Der Bericht schildert die Schwierigkeiten m't denen der Bund zu kämpfen halte, daß aber in London in allen Kreisen sozialistische Vortrage jetzt an der TageS ordnung sind, und die Bewegung auch in die Provinz dringe. Spanien. Der Bericht aus Spanien wurde durch die Redaktion deS in Madrid erscheinen den BlatteS "El Socialisten üvermitt.It und bespricht die Gründung der Partei in 1873 zuerst unter dem Namen: .Re publikanische Paitei". Die Partei besitzt in Spanien 120 LokalorganisationtN. Dänemark. Die Partei von Dänemark berichtet. daß es ihr gelungen sei, im Juni zei Kandidaten in da Jolkething. daS Un t.rhauS deS dänischen Parlaments zu wählen. Die Pa,tii ist natürlich ebenfalls der Verfolgung ausgesetzt, breitet sich aber trotzdem über daS Land aus. DaS Organ der Partei "Social Deraocrate" hat 18,000 Abonnenten. Frankreich. ES waren Berichte vom Generalrath (coun8oil gencniis) der Partei, sowie von der Pariser ".'.gglomcration" der Arbeitkrpartei eingelaufen, welch' beide Berichte melditkn. daß seit 1876 die Par tei bedeutende Fartschrilte gemacht habe. Italien. Der B. icht an? 3tal.cn ist sehe cu8südllich, er entä't die Gschichke dr Partei, sowie die Mi t.'ilung. doß tu selbe bereit; in 138 zwe' M tlieder ins Parlament wählte. Deutschland. Die Stellung der Pa tei in Deutsch land ist unseren Lesern zu bekannt, a!S daß wir eS für nöthig hielten, auf den Bericht einzugehen. Der angemeldete Bericht auS Oester reich ist noch nicht eingetroffen. AuS Holland war eine Depesche eingelaufen, welche dem Congreb Glück zu sei nen Arbeiten wünscht. Ferner v.rlaS der Sekretär ein Be grüßungöschreiben von der Central Labor Union in Chicaao, sowie eines von dem sozialistischen Arbeit r-Frauen und Mädchenbund von New Bedsort über mittels. WaS die Organisation des Kongresses betrifft, so wurde beschlossen, jeden Tag einen Vorsitzer und jeden Vormittag und jeden Nachmütag einen Sekretär zu wählen. Zu permanenten Vorsitzern sür den Tag wurden Lawrence Grönland und Wm. Krieghoff gewählt. Die Frage, welche stehende Comite? gewählt werden sollen, rief eine höchst überflüssig lange Debatte hervor, schließ lich wurde ein Preßcomite erwählt, dem sämmtliche Journalisten unter den Dele gaten beigegeben wurden. Ferner wurde ein Revistons und ein UntersuchungS comite ausgestellt. Ein Antrag, den Bericht der National Exekutive in geheimer Sitzung zu ver lesen, wurde verworfen. Der Bericht der National.Exekutive umsaßt eine Darstellung der Arbeiter bewegung in den letzten Jahren, sowie der Agitation der sozialistischen Orga nisation. Da das Verlesen des Berichtes eine ganze Stunde in Anspruch nahm, so ist es begreiflich, das ich den Inhalt desselben an dieser Stelle nicht mittheilen kann. Nur so viel, daß jetzt in 68 Städ ten dir Union Sektionen sich befinden. Zum Schlüsse diese Berichtes will ich noch bemerken, daß die beiden bedeutend sten hiesigen englischen Blätter, sowie der deutsche .Buffalo Demokrat" Reporter zu dem Kongreß abgeschickt haben, welche ausführliche Berichte bringen. Mr Bericht der NationalExekutive, sowie die Bericht auS dem Auslande wurden zum Druck im Parteiorgan bk ordert. Phil. Rappaport. (Kabelnachrichten auf der 4. Seite.) Merrschaumpfe.fen, lange deutsche Pseifen, Cigarrenspitzen etc. bei Wm. Mucho, No. m Ost Washington Str.

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