Indiana Tribüne, Volume 10, Number 358, Indianapolis, Marion County, 15 September 1887 — Page 2
Zndiana Tribüne.
Erscheint Figlie) und K snntkgs. rÄlltlglichi .XriMne taflet durch Un Ztltitli S xr feit ,ag Xrifti" U if Co;i. OHM lüfscata li ,tl. Cn VöJ sg!5t4t tu Ote,,aZlsnz Z 8$t. flflee: I20O. MorvlandÄr. Indianapolis, Ind., 15. S.pt'br 1887. .Die Sonnenblume. Bereits vor mehreren Jahren s schreibt die Landw. Z:z." bc5 am burger Correspondenten-, rourdc wie derholt auf die Wichtigkeit der Sonnen, blume (Helianthus annuus) als sehr schätzenswerthe Culturvflanze tingelviesen. denn dieselbe gewährt nicht bloZ vielseitigen Nutzen, sondern auch sehr be .deutende Erträge, wenn bei deren uultivirung sachgemäß vorgegangen wird. Und öennoch, trotzdem die angestellten kleineren Versuche (die auch diesem Spätsommer wieder von den noch nicht überzeugten Interessenten angestellt werden könnten) ein höchst günstiges Resultat lieferten, will sich deren Ausnahme in die Zahl der regelmäßig gebauten Culturpflanzen bei uns nicht Äahn brechen, obgleich die in Nußland erzielten Erfolge nur aufmunternd roirken können, zumal die Pflanze durchaus keine besonderen Ansprüche an den Boden stellt und selbst in sandigem, armem Erdreich noch fortkommt. . Die Sonnenblume, aus Amerika (Peru und Mexico) stammend, ist eine einjährige Pflanze, die in vielen Varietäten vor? kommt ; in landwirthschaftlicher Hinsicht, d. h. für den Anbau im Großen, kommt nur jene Spielart, die unter dem Namen gemeine Sonnenblume, sowie ferner die kaukasische Sonnenblume näher in Vetracht, da dieselben, im Großen gebaut, den reichsten Ertrag zu liefern vermögen, weil die übrigen Abarten sich zu viel verästen und viele Fruchtscheibcn ansetzen, die dann wenig Körnerertrag bieten. Die Sonnenblume erreicht je nach dem Standorte eine Höhe bis zn beinahe dre! Meter, bei einem Stengeldurchmeszervon roei bis acht Centimcter. Der Stengel lst behaart; an demselben sprossen große, herzförmig gespitzte Blätter hervor, nebst runden gelben Blüthen, die bei großen Exemplaren bis zu einem halben Meter Durchmesser erreichen können und stets nach dem Stande der Sonne gerichtet sind, woher die Pflanze auch den Namen erhielt. Die zahlreichen Samen variiren vom hellen Grau bis zur schwärzlich dunkelgrauen Färbung. Wie bereits erwäznt, stellt die Sonnenblume geringe Ansprüche an den Boden; am besten jedoch gedeiht sie auf gutem, kräftigem Lehmboden; dort erzielt man die höchsten Erträge. Sie ist roetterhart und verträgt auch die Dürre ziemlich gut. Gedeihlich ist für die Entwickelung der Pflanzen der reihenweise Anbau in mindestens 60 Ecntimeter großen Neihenab? ständen. Als Düngung hat sich am besten verdünnte Jauche oder gute Eom- . post-Erde erwiesen. Die Herrichtung des Ackers erfolgt wie zum Hackfruchtbau bcreits im Herbst ; die rauhe Furche bleibt über Winter liegen. Je tiefer der Boden gelockert wurde, desto besser ist es für den (stand der Pflanzen. Am besten hat sich bewährt, im Frühjahr mittelst Marqueurs auf etwa 60 Eentimeter Reihenentfernung die Caatreihen zu bezeichnen und in den Kreuzungspunkten je zwei Samenkörner nicht allzu tief mit der Hand einzusetztt' (etwa 4 bis 5 Eentimeter). Besonderes Gewicht ist auf guten, keimfähigen Samen zu richten, der ent weder selbst gezogen oder durch eine Sa-men-Controlstation geprüft werden sollte. Daß der Acker unkrautfrei zu halten sei, was durch die vermöqe des weiten Standes mögliche maschinelle Bearbeitung ohne - große Kosten zu erreichen ist, bedarf kaum besonderer Erwähnung. Je nach der Entwicklung der Pflanzen läßt man die stärkeren stehen und zwickt entweder die schwächeren mittels einer Scheere ab oder versetzt die überflüssigen an Fehlstellen. Die mit der Fortentwicklung der Pflanzen sich einstellende Astbilduna wird durch Entfernung aller Triebe bis auf 2 oder 3 Stock gehindert, um diese dann zu einer vollkommenen Entwicklung gelangen zu lassen. Die mittelst eines scharfen Messers abgeschnittenen Zweige und Blüthen bieten ein vom Rindvieh und Schafen sehr gerne aufgenommenes Futter, das den Muchertrag rncht unwe- ' sentlich steigert. Tritt die Körnerbildung ein. so muß das Feld vor den qeflüaelten Gästen geschützt werden, die mlt Vorliebe dte Sonnenblumen aussuchen und oft er heblichen Schaden anrichten. Nicht selten stellen sich auch die Ohrwürmer ein, die man durch Abschütteln und diesem solaendes Vernichten abwehren muß, da dieselben die ausreifenden Blumen arg zernagen. Die Ernte beginnt, sobald die Samenkorner sich dunkel zu färben ansangen Die Nosen, welche oft taufende von Kör nern enthalten, werden mittelst eines scharfen Messers oder einer Sichel mit ' . . . r . f T r l etwa au uim. langen vsncien aogecyniiten und dann an einem trockenen Orte, der Vögeln und Mäusen nichr zugänglich ,st, am besten ln Nelhen ausbewahrt. Der Samenertrag wechselt je nach dem Iahraanae und der Bodenbeschastenheit. Die verbolzten Stengel geben ein gutes Brennmaterial ab. Ueberhaupt ist jeder Theil der Sonnenblume in der Wirth . schaft lohnend zu verwerthen. Die Sa menkörncr liefern ein Speiseöl, das an Geschmack und Reinheit dem besten Oll venöl nicht nachsteht und vielfach zur ZZälschunq des sogenannten Prooenceols verwendet wird. Die Samen sind sehr ölreich. da die Ausbeute 35 bis 60 Procent an Oel beträgt. Die Samenkörner - bilden überdies ein beliebtes Futtermltte für manche unserer Ziervögel, sowie das Geflügel, welch letzteres danach reichlicher Eier leae soll. Weiter benutzt man die .. r , , Zonnenblumenjamen als urrogaimil tel in der Ehocoladebereitung, wenn die selben noch vollkommen frisch sind. Di 'bei der Oelbereitung übrig bleibenden ,Preßrückstände haben mindestens den .Wertb der Leinökkuchen und werden vom
Rindvseh' sehr gerne ' ausgenommen, wo bei dieselben gleichsam eine diätische Beikost liefern, wenn sie gekocht werden, wodurch eine öligschleinnge Mischung entsteht. Das Vich nimmt sie gerne aus. Daß die grünen Bestandtheile der Son. nenblume, Blätter und Fruchtscheibcn vom Vieh mit Vorliebe verzihrt werden, haben viele Versuche ergeben. Die Stengel und ausgelösten Fruchtscheibcn geben nebst einem guten öligen BrennMaterial noch die Möglichkeit, Pottasche und Salmiak daraus zu gewinnen.
Abacsehen von den wirthschaftlichen. Eigenschaften der Sonnenblume, besitzt dieselbe nach den Untersuchungen des Garten-Jnspectors Aouche, öle durch Versuche in Amerika unterstützt wurden, die bemerkenswerthe Eigenschaft die übrigens allen großblätterigen Pflanzen zukommt dunstige, mit Miasmen erfüllte Atmosphäre zu reinigen. Das Auffassungsvermögen der Sonnenrose für die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit ist sehr bedeutend, die Umsetzung i latenten Sauerstoff hierdurch erheblich. Vielfach wird datier nicht mit Unrecht der Sonnenblume eine ähnliche Rolle zugeschrieben, wie sie der .hucalyptus glo oulus in manchen Gegenden (wird in manchen wärmeren, sumpfigen Gegenden mit Vortheil zum Austrocknen des Vodens angepflanzt) zum Äegen der Menschheit ausübt, wobei nur zu bemerken ist. daß der Anbau der Sonnenblume nicht an jene engen Grenzen gebunden ist, wle dies bei dem genannten Gummibaume der Fall ist. Wie großartig und lohnend der Anbau von Helianthus sich gestalten kann, beweist Suorußland, wo hunderttaufende von Eentnern Oel aus dieser Pflanze gewonnen werden, die außerdem von den dortigen Bienenwirthen sehr geschätzt wird. Eine krankhafte Idee. (AuS der yauib. Reform".) . ffuf allen Gebieten menschlicher ThilZ tigkcit giebt es krankhafte Ideen, dU dann um so schwerer zu beseitigen sind, wenn sie sich an irgend eine Leidenschaft oder Schwäche klammern und durch diese Verbreitung sinden. Von derartigen Ideen werden nicht etwa nur einzelne Menschen besannen, sondern auch aanze Klassen. Ja, ganze Nationen werden zuweilen von einer krankhaften Idee ersaßt, rate wir m der lunqsten Zelt an Frankreich und Rußland erleben müssen, welche sich berufen glauben, durch ein russischfranzosisches Bundniß ihre Vortheile gegen Deutschland wahren zu sollen. Freilich muß auch gesagt werden, daß die krankhaste $oet an der Newa sowohl wle an der Seine stark an Anhängerschaft verliert, weil schließllch m cmer aan;en Nation doch die ruhige und kalte Vernunft die Oberherrschaft gewinnt, und die politischen Narren erkannt werden. Wir haben bisher auf die russischfranzösische Alliance nicht viel gegeben und stets davon abgerathen, dieserhalb uns in unnöthige Kosten zu stürzen. Jeder verständige Mensch fühlt, wenn jedes Wort auch nur ausgesprochen wird, einen Widersinn an sein Ohr schlagen. Hort man von der russisch-sranzösischen Alliance reden, so hat man daS Gefühl, als wurde eine Verbrüderung znmchcn zwei sich widerstreitenden Elementen empfohlen, ein Unding, das allen physikalischcn Gesetzen zuwiderlauft. Man wende nicht ein, daß schon im siebenjährigen Kriege Russen und Franzosen verbrüdert gewesen sind. Das Frankreich Ludwig des Fünfzehnten konnte seine Truppen canz gut im Bunde mit der (5zarln (zllsabcth gegen Frankreich marschiren lassen. der Gründer des Hirschparks und die Wachtstubcnkaiserin waren einander werth. ts kam auch noch hinzu, daß der französische Bauer vor hundertunddreißig Jahren eben so rechtlos und verachtet war, wie der russische Muschlk; an der Seine trat man das Volk nicht minder mit Füßen, wie an der Newa. Aber die Ncvzlution von 1789 hat einen tiefen Riß m die europaljchcn Zustande gemacht, und seit einem Jahrhundert besteht zwischen Rußland und Frankreich ein Gegensatz, den keine Phrase überbrückt. Im Westen der Kampf für die Freiheit, im Osten der starrste Absolutismus ; von Frankreich her die Verbreitung liberaler Anschauungen, von Rußland her ern ewiges Bemühen, die freie Sto rung des Geistes zurückzudrängen, zu unterdrücken. Die Verbrüderung der Russen und Franzosen zu preolgen, sie in einen unna türlichcn Bund pressen zu wollen, ist pomische Kuppelet der schlimmsten Art. Traurig genug, daß sie betrieben wird. Aber man muß sich die Leute, welche sie zum Geschäft gewählt haben, genau an sehen und nach ihren Beweggründen forschen. ES sind mitunter Russen, meistens Franzosen. Alle haben etwas (harlatanartiges an sich, und jeder dieser volitischen Marktschreier, wozu wir die verstorbcnen Skobelem und Katkow und die lebenden Deroulede und Boulanaer recknen, wird von den eigenen Landsleuten Mit mißtrauischen Blicken betrachtet Man bleibt allenfalls vor ihrer Bude stehen und hört zu, wie sie ihre Wundertinktur anpreisen; man amüsirt sich vielleicht auch gelegentlich an ihren Traktätchcn, die kein politischer Narr packender, aber auch im Grunde genommen inhaltsloser abzufassen versteht, wie Rochefort, aber man kaust nichts, weil man den Schwindel merkt. Bei dem Einen ist e5 Großmannssucht und Größenwahnsinn, wie bei Deroulede und dem seligen Skobelew, bei den Anderen Geschäft, wie bei Katkow und Rochesort. Die Besten von ihnen dürften noch die sein, bei denen die Triebfeder Haß und Neid ist." Und in der That, glühender Haß gegen Deutschland lst auf beiden Seiten vorhanden; ebenso fressender Neid beiden Russen wegen der höheren deutschen Cultur, giftiger Neid bei den Franzosen wegen der deutschen Siege. Die Einen können die geistige Überlegenheit der Deutschen nicht vertragen, die Anderen die eigenen Nie derlagen nicht vergessen. Russe und Franzose lieben sich nicht im Mindesten. Die Russen betrachten die französischen Radikalen als Feinde der Gesellschaft, die Pariser Wander-Apostel der Alliance mit Rußland speien Feuer und Flammen gegen den Cäsarismus, aber sie geben sich die Hände und schwören gemeinsam Deutschland Rache. Die reine Parodie des Rütli. Den vatrioti-
schen Franzosen, denen der llkcoanchege danke nicht den Kopf verdreht hat, ist das Schauspiel schon längst zuwider, es graut ihnen, sehen zu müssen, wie Söhne der Revolution sich auf den Kosakencultus verlegen. Bitter wäre es zu beklagen, wenn sich aus der Liebäugelei, die zwischen Paris und Petersburg betrieben wird, in der That ein russisch-französi-schcs Vündniß gegen Deutschland entwickeln würde, denn es müßte dixs einen Krieg bedeuten, der nur mit völliger Erschopfung der betheiligten Völker enden könnte. Aber man braucht nicht zu zit-
tern, denn auch in der. Politik verwirklicht sich das Unnatürliche schwer, und der Gegensatz zwischen Rußland und Frankreich wird durch Derouledcsche Tischreden und Rochefort'sche Vrandartlkel nicht hsnweqgeschasst. Das Ganze ist eine krankhafte Idee, von der die betrestenden Nationen verschont bleiben werden. Vom Jnlande. Ander Pacisicküste ist jetzt die Hopfenernte in vollem Gange. 5inCalifornien wird aeaew wärtia durch Waldbrände großer cha den angerichtet. In der Nähe von Elwood in New Jerscy wurde kürzlich eme Wassermelone abgepflückt, welche 6S Pfund wog. ' Die Stadt Ensinada im un? teren Californien macht augenscheinlich in der Cultur große Fortschritte. Zwei Unternehmungir: werden dort gegenwärtig errichtet: eine.Universität und eine Bierblauerer. Das Territorium Montana hat in diesem Jahre seit Januar bis August an Belohnungen für getödtete Eichhörnchen, Praruhunde, Aaren, Verglöwen, Wölfc .d Coyotes $96, . - r - . r - vza.iv ausgegeoen. xin lt) eurer van : In New Nork soll d e m nächst in einem chinesischen Theater ein Schau spiel unter dem Namen Töchterlicht Liebe" aufgeführt werden. Es werden fünf lange Abende erforderlich fern, um daS Spiel zu Ende zu führen. Dir Ernte an Erdnüssen (PeanuU) wird in diesem Jahre in Virglnlen allein aus 1.600,000 Bushels berechnet. Es gibt dort neun Fabriken, welche sich damit beschaftlaen, die Russe zu reinigen und für den Markt fertig herzustellen. 5int merkwürdige B eh auptun stellt ein Wechselblatt auf. Es meint, unter den amerikanischen Quäkern herrsche die Farbcnblindheit auf eine ganz ? . ff . c sr" ? c - f ir-jr aujjaucnoe uetc, uno zwar yaupriaa?llch deshalb, well sie m threr Tracht sich stets an das eintönige Grau halten. Ein gewöhnlicher Elephant producirt 120 Pfund Elfenbein, welche in England einen Werth von 60 Pfund Sterling, also von etwa H300 nach amerikanischcm Gelde, besitzen. England verbraucht jedes Jahr etwa 650 Tonnen Elfenbein, wofür 12,000 Elephanten ihr Leben lassen müssen. Etwa ein Drittel' von allem Elfenbein der Welt wird in Sheffield in England verarbeitet. Unter den Vögeln in Florida werden gegenwärtig von gedankenlosen Menschen große Verheerungen angerich tet. Jäacr suchen die Brutplähe der Vögel auf und todten die Letzteren haufenweise, um später die Federn derselben als Schmuck nach London zu verkaufen. Ein Jäger rühmte sich neulich, er habe an emem einzigen Platz 130 alte Vogel getödtet und die Brüt derselben dem Verhungern preisgegeben. In Lafayette County in ArkansaS hatten zwei Jrländcr in dem Laden eines Mannes Namens Lee ziemlich stark dem SchnapS gehuldigt und geriethen schließlich mit einander in Streit. Der Eine brachte dem Andern einen so gefährlichen Messerstich bei, daß der Verwundete am folgenden Tage sterben mußte. Ein Mann Namens Woods wollte den Mörder festhalten, wurde aber von ihm angepackt und wußte sich mcht anders zu helfen, als daß er ihn auf der Stelle mit einem Flintenschüsse nieder streckte. Woods lieferte sich sofort einer herlsss;ury aus, wurde aber von derselben nach einer kurzen Verhandlung freigesprochen. nvcew X) oxi griff o er in der östlichen 53. Straße wohnende Ri chard Hallen, der sich einen kanibalischen Rausch angetrunken hatte, seine Frau mit einem Beile an und spaltete lhr die Hirnschale. Dann warf er sich auf eme andere, bei seiner Frau zum Be such anwesende Dame und verwundete auch diese am Kops und an verschiedenen Stellen ihres Körpers. Das nächste. was der Wüthende that, war, daß er Oel in's Zimmer goß und dasselbe ansteckte. Die Nachbarn entdeckten das Feuer und bemerkten, dsß Hallen sich in ein Zimmer fjr rr.- . , v ' ry eingcjauoen naue. ic flammen wurden gelöscht. Halley aber widersetzte sich mit aller Macht seiner Verhaftung und konnte, nachdem die Polizei die Thüren ausgebrochen hatte, nicht eher festaenommen werden, bis er einen Schuß in den Arm erhielt. Der Wahnsinnige wurde mltsammt seinen Opsern in das Bellevue Hospital gebracht und schien sich der Große der vor ihm verübten Verbrechen gar nicht bewußt zu sein. Ueber den Grafen Mickiew i c z, dessen abenteuerliches Vorleben letzthin erwähnt wurde, verlauten immer hübschere Geschichten. Er scheint auch jetzt noch aus seinen zweiselhasten Bahnen , I . . weiter ni wandeln. ixin AZlatt in Ehicago läßt sich aus San Francisco telegraplnren: Man ist auf die unae heure Masse von Gepäck aufmerksam aeworden, welches Graf Mickiemicz mit aus vlylna gebracht hat und welches aus Anordnuna des Staatsdepartements einqeführt wurde, ohne von den Zollbeamten untersucht zu sein. Die San Francisco Post sagt, Mickiemicz hatte sechs oder sieben Koffer, acht Packete verschiedener ätt . " r. . c r r !, vrrobc uno 22 Mittelmäßig grosze lilen, welche eine auffällige Aehnlichkeit mit solchen Kisten haben, in denen Seidenwaaren und andere werthvolle Artikel importirt werden. Sein Mandarin hatte ebenfalls zahlreiches Gepäck bei sich. Ein Wechselblatt stellt die Frage auf, ob der Herr Graf die beiden Eigenschaften als Gesandter und Schmuggler mit einander verschmolzen habe, und meint, es wäre doch angebracht, die .internationale j Höflichkeit nicht so weit auszudehnen, daß Schwindler und H.ocültavler unter
em- 'ecrmautet derselben iyr Wesen treiben können. Vor einigen Jahren geriethen W. B. Jones, ein Buchhalter in Elliotts Holzgcschaft in Dallaö in Texas, und seine spätere Frau durch ein Heirathsgcsuch zusammen und wurden Mann und Frau. Nach einigen kurzen Flitterwochen fanden sie aus, daß sie durchaus nicht zu einander paßten. Sie lebten zwar zusammen, lagen sich aber fortwährend in den Haaren. Eines Abends es war nahezu Mitternacht kam Jones rttr.ffr'i . rv - y. ...r.
in v2Keuq;ajr zweier Scanner naa) jjnuje und gcricth mit denselben in Streit. Jones wurde bei dieser Gelegenheit von einem seiner Gaste mit einem Brett zu Boden geschlagen, und die Nachbarn beschwcrten sich über den Lärm bei der Po lizei. Jones und seine Frau wurden verhaftet, und ihr Proceß sollte in der Eounty Eourt stattsinden. Kurz vor dem Beginn des Termins trafen sich die Beiden im Eorridor des Eourthauscs. JoncS F i m w t f r - c zog sosorr seinen mcoolver uno scuocrelmal auf seine Frau. Erst beim vierten Schusse siel ihm der Hilfssherlff Martin in den Arm und entwaffnete ihn nach heftigem Widerstände. Die Frau starb kurze Zeit darauf m Folge der erlittenen Verletzungen. Ein aufgeregter VolksHaufe versammelte sich am Gefängniß und versuchte den Mörder zu lynchen, wurde jedoch daran durch die Beamten verhindert. Vom A:lo!atte. F ü r st i v n: 5 v i r i ' ? ü hk? seinen Par! . xitlxx&rivi xazt allgemeinen Besuch gcöffnei. '.:n? namcntr j" ' -i neu ole amvurger pneattt' ma?'e:il?zsi dahin zu fabrcn, um den Rcichstanzler zu sehen. 5e:t einiger ntit i)l aber cer Park gesperrt und wiro Fremden der Zutritt nicht mehr gestattet. Ueber die Gründe dieser Maßregel wird der Ben liner Rundschau" geschrieben: Die .- c ... . ' i .v...r. -r. remoen waren meji nur manenya,! zu geströmt, sondern hatten auch mancherlei Schaden angerichtet. Blätter, Blüihen u. dgl. wollte fast Jeder als Andenken mitnehmen: damit aber nicht genug. verfuhr man nur zu oft mit einer ')cucksichtslongkeit, welche schon mehr Unver: schämtheit genannt werden konnte. Da durch wurde natürlich der Neichskanzlcr F f .. . 1 - umiomeyr geärgert, aio er ein großer Freund der Gartenkunst ist, sich täglich in seinem Park aushalt, viele Bäume u. dgl. eigenhändig gepflanzt hat, ie selbst beschneidet und auch die geringste Kleinigkeit kennt und liebt. AuS den Neichstagsverhandlungen ist ja seine Aeußerung bekannt, daß er früher davon geträumt habe, im Alter feinen (harten pflegen zu können. Deßhalb kränkte ihn das erwähnte rücksichtsloseBenehmcn, das er zuerst mit Witz und Güte zu begegnen suchte. Als er beispielsweise eines Tages mehrere junge Damen dabei betraf, wie sie sich Blätter abpflückten, sagte er zu den Ueberraschten: Meine Damen ! Wenn jeder Besucher nur Ein Blatt aus dem Garten mitnehmen wollte, würden hier bald nicht mehr Blätter übrig bleiben, als Haare auf meinem Kopse." Später wurde er, wo es angcKrackt schien, schon deutlicher. So lehnten sich einige Herren eines Tages in rechtbequemer Weise gegen einen kostbaren Zierstrauch, der dabei natürlich nicht ge rade gut gebogen, zerdrückt und geknickt wurde. Da klopfte plötzlich der Fürst dem Einen von hinten auf den Nucken und sagte ernst: Wenn tc wußten, welche Mühe es erfordert, einen solchen Strauch aufzuziehen, würden Sie sich nicht so' dagegen lehnen." Als aber Alles nichts half, auch Bekanntmachngen und Warnungstafeln erfolglos blie den, wurde schließlich der größere Theil des Gartens und Parkes' dem Besuch verschlossen. Lange genug hatte der Fürst damit gezögert. Jetzt ist der Eintritt verboten. Wer jedoch sonst den Kanzler sehen will und sich einige Tage ln Frledrichsruye aufhalten kann ei nem Orte, von dem aus sich übrigens sehr lohnende Ausfluge machen lanen der kann dem Fürsten rn seinen val dern oft genug begegnen. A ii 3 London, vom 17. August schreibt man: Während noch ein halbes Dutzend Ausstellungen in verjäne denen Landestheilen in vollem Gange sind, spricht man schon von neuen unternehmen für das nächsteJahr. Und zwar soll diesmal die Frauenwelt den owen antheil erhalten. Unter dem Patronat der Köniqin Victoria hat sich ein Eomite hochgestellter und einflußreicher Damen qebildet, ni denen auch Lady moscbery. geb. Rothschild gehört, um im nächsten Sommer in Glasgow eine Ausstellung von Frauenarbeiten abzuhalten. Aus allen Ländern, civilisirten sowohl als un civilisirten, werden Eremplare eingesammelt, um der Welt zu zeigen, was das weibliche Geschlecht zu lhun im Stande ist. Es soll eine ernst gemeinte Ausstcllung abgeben und nicht ein bloßer Bazar sem, sur Tandelarbelt.uno nutzlose Zierrathen. Unter anderen werden Puppen und Arbetten Mit Glasperlen und Lap vendecken nur ausnahmsweise zugelassen, während der Ausschuß den löblichen Entschluß gesaßt hat, crochirte oder gestrickte stuyl- UND sopyaOecren oq. Vilütnia: macassars") gemalte Schirme, Thcctopfr.tff , r T".r?.ji ! yuuen (jog. uojies vnucicien, ljctrocknete Blumen und Algen und Nah: men aus Kork ganzlich auszuschließen. Sonstigem Krimskram, der in müßigen Stunden von geduldigen Frauenhänden fabricirt wird, wie Blumen aus Wolle, Haar, Fischbein oder Wachs und dgl. ist selbstverständlich ebenfalls der Eintritt verwehrt. Im Mär; nächsten Jahres sollen kleinere Ausstellungen für NäharVeiten und gestrickte Waaren in London, Dublin undGlasgom abgehalten werden ; eine Auswahl des Besten von diesen wird für die Hauptausstcllung im Sommer reseroirt. Man . verspricht sich Großes von einem Unternehmen, das für die Frauenwelt von besonderem Interesse sein muß. D i e Kosten der bevorstehenden Vermählung des Kaisers von China sind auf nahezu 2 Will. Pf. St. veranschlagt und sollen durch besondere Beiträge Seitens der verschiedenen Provlnzen aufgebracht werden. Die Kaiserin Wittwe hat über die Angelegenheit folgendes Dekret erlassen: Es gehört sich, daß jetzt Vorbereitungen getroffen werden für das große Ereigniß der Vermählung Sr. .Majestät des Kaisers. Wir Kaben dem. Controleur des kaiserl.
Haushalt? anbeföhlen, alle die cyrltte zu thun, die für diesen Anlaß in den Ncichsgcsetzcn vorgeschrieben sind. Die Staatsausgaben sind durch festgesetzte Regeln streng beschränkt und das Werk der Hecresrcorganisation erfordert große Allsgaben. Mehr als einmal ist Elend allgemein in allen Provinzen gewesen und die Rücksicht auf die Leiden der Bcvölkerung verschärft die Nothwendigkeit von Sparsamkeit. Der Hos sollte der Nation mit dem Bcispic5 der Sparsamkeit vorangehen und die heilige Pflicht aller
hohen Würdenträger ist, unserem Wunsche gemäß zur Einfachheit der Lebensweise aufzumuntern und Extravaganz zu cntmutylgen. .'coqen sie demnach ihre Untergebenen ermähnen, rechtschaffene Wege zu wandeln. Zu diesem Zwecke haben Wir dem Prinzen Ehun anbefohlen, von Zeit zu Zeit alle die unter dieser Rubrik eröffneten Kontos zu prüfen. Was die Pflichten und Vorkehrungen betrisst, dlc ln olge dieses Ereignisses den verschiedenen öffentlichen Departements obliegen, so möge jedes derselben nach vollkommener und achtungsvoller Prüfung der hergestellten Gebrauche Denkschriften über den Gegenstand an uns richten und unsere weitere Befehle abwarten." Das den verschiedenen Sportgattungcn zuneigende Wienerthum hatten einen neuen, echt wienerischen Sport zu Tage gefördert. Plötzlich, in vorgeschrittener Abendstunde ertönen im Kancehaus- oder Nestaurationsqartcn die Anfangstakte eines aus einem Walzer herausrhytmisirten Marsches, ,n Wcaner sein Schan!" heißt das sidele Musikstück, welches zu der Entwicklung des neuen Wiener Sports den Anlaß gegeben hat. Alle Augen leuchten auf, die Lippen spitzen sich unwillkürlich. .. .die Hände greifen nervös in die Taschen, um daraus kleine Pfeifchen herauszuziehen und athemlose Spannung vrägt sich in allen Gesichtern aus. Der Kapellmeister dirigirt seinen Marsch weiter und endlich gelangen die Musiker an eine Stelle kurz vor dem Schlüsse des Musikstückes, wo die Musik jählings abbricht. Ein Wink des Dirigenten und ein gellender Psiff nach Art der Juchezeter saust mit künstlerischer Präcision durch den Garten. Das Orchester fällt mit einigen Schlußakkorden ein und der brausende Jubel der Anwesenden tönt durch das Lokal. Die Mitwirkung an dem Vortrag dieses Psisfes nimmt immer größere Dimensionen an. Das klingt, als cd hundert frisch' geputzte Locomotiven ib?e Dampfpfeifen ertönen lassen. Aus Nussisch-Pole n werden gegenwärtig nicht allein Deutsche, sondern ebenso auch Polen, welche Angehörige deö Deutschen Reichs sind, ausgewiesen. So kam unter Anderen, der Pos. Z." zufolge," neulich ein Färber polnischer Nationalität, welcher 15 Jahre lang in Warschau gelebt hette und von dort mit seiner Frau und zwei uicht erwachsenen Söhnen ausgewiesen worden war, in Thorn an und bat dort Landslcute um Unterstützung, um die Reise nach Posen, wo er Beschäftigung suchen wollte, fortzusetzen. In Warschau hatte ihm der deutsche Konsul eine Untcrstützung gewährt, so daß er nach Thorn hat gelangen können. Von der Sparsamkeit des Fcldmarschalls Moltke weiß dieSchweidnitzcr Zeitung Krcisau, das Gut des Grasen Moltke, liegt bekanntlich in der Nähe von Schweidnitz folgende hübsche Anccdotc zu erzählen: Gras Moltke oe suchte von seinem Gute Krcisau jüngst auf clncm scmcr Ausflüge emen Gastwirth und ließ sich ein Glas einfaches Bier ernschanken. Der Wlrth führte nur das sogenannte einfache Bier und ausnahmswcise auch einmal Doppelbier, welches in dortiger Gegend sehr beliebt ist. Von ersterem kostet ein Glas fünf Pfennig, von letzterem aber 10 Pfennig. Der Wirth glaubte nun, dem Herrn Grafen das bessere Bier vorsetzen zu sollen, was auch geschah. Feldmarschall Graf Moltke, welcher bei diesem Wirth schon zn öfteren Malen Emkehr gehal ten, legte, nachdem er das Vier getrunren und im loveno uver oas etve ausge sprachen hatte, ein ZehnpfeNnigstück auf den Tisch, in der Erwartung, daß der Wirth 5 Pfenni herausgeben wurde. Da nun der Wirth das Geldstück dankend einsteckte und nichts herausgab, empfahl sich l))ras Moltke, ohne ein Wort zu verlieren. An einem der nächsten Tage kehrte der Feldmarschall wiederum, wie gewöhnlich, bei dem Gajtwlrthe ern und verlangte ein Glas Bier. Der Wirth schänkte auch heute ein Glas Doppelbier ern. Vor der Abfahrt wurde der.Wlrth qcrufen und Moltke sprach zu demselben: Ich habe Ihnen beim letzten Hiersein 10 Pfennig gegeben, und da ie mir nichts herausgaben, so habe ich noch 5 Pfennig . e r st r . er . r. . gur, womit oas yeunge V2nas ier oe zahlt ist." Auf die Bemerkung dec Wirthes, daß es ja Doppelbier gewesen r t.f-, n crT tf.fi.sei, welkes iu Pscnnig ivsle, cnuiocuc Feldmarschall Graf Moltke: Ich habe ja kein Doppelbier bei Zhncn bestellt!" Sprach's und fuhr lächelnd davon. Von einem naiven Bittaesuch an den Kaiser erzählt der Anz. f. d. Havcll.": iZin vierzehnsähriaer Knabe aus Spandau hat an den Kaiser ein Schreiben gerichtet, in welchem er seine -v i rrii r C ri C m'ii. Neve zur vJimu runogleor uno oie Vine aussprickt. turn Musik - Direetor in der Armee ausgebildet zu werden. Nachdem bei der Behörde Icachsrage über de Knaben gehalten war, ist derselbe dieser Tage Herrn Musikdirektor Noßberg vorgestellt worden, der ihn betreffs seines musikalischen Talents prüfte. Das Eramen soll zu Gunsten des jugendlichen Bittstellers ausgefallen sein. Ein gräßliches Brandunglück hat sich in Auerbach bei Paffau (Bayern) ereignet. Zweiselsohne von Nlchloser Hand war in dem Gebäude des Gastwirths Stadler Feuer gelegt worden,.das sich rasch über dieses, den Stall, sowie das Wohnhaus verbreitete und alle drei Gebäude in Asche legte. In dem Gebäude hatte eine größere Anzahl von Eisenbahnarbeitern Nachtquartier genommen; da aber die Flammen, welche in k !,s!,c r?rttfnrtrrrt tfiri i VI 11 ivlll llliyi.lllillH.I iIHVVVMl(HI reiche Nahrung fanden, mit ganz unglaublicher Schnelligkeit um sich griffen, so konnten die unglücklichen Leute nicht mehr hinaus, und unter herzzerreißendem Geschrei, das von den Umstehenden mit ! Entsetzen gehört wurde, fanden sie ihren Tvv in dem Ulaininenmeer.
Platsorm der Arbeiterpartei von Jndianavoliö.
Die Union Labor Paitei ist eine Pa. tei der Emalizipalion. eine Parlki der Wiederherstellung natürlicher Rechte, um welche die Arbeiter durch ein Industrie syflem bkiaudt wurden, welches ohneRuck stot aus Empfindungen und Btdütfstisse Ardc'tZkraft alS b! fei Wiare betracktkt. Der Endzweck der Part, ist die Abschassuna einls System?, unter welchem der Arbeit r kaum genug um Lebkn be kommt, wavrend der größere Theil de? Resultate seiner Arbeit sich in den Här. den Weniger ansammelt, tin?s Systems, welches Wenige über alles Maß binau bereichert, während die Masse deö Volkes immkr mtU verarmt, eines System? we! cheö Klosien schafft, und welches ia Lause der Zeit bloß zwei Klassen übrig lassen wird, die sehr Reichen und die sehr Armen ; eine? System, welche? die volitische Jreibeit und freie Regierungsfor men vernichtit. weil die sehr Armen die Sklaven der tix Reichen werden müssen. ES ist der Endzweck diesir Partn an Stelle dieses Systems ein andere zu sstzen, unter welchem die Arbeit uradHÜngig ist vom Kapital und unter wel chem menschliche Arbeitskraft um Zwecke ihrer Anwendung nickt abhängen lollvon dem Willen des Kapital?. Zu Diesem Zwecke nklören w r dafe wir die in dir Convention zu Ciricinnati am 22. ffebruar 1887 onbtnommene Plaisorm beflötigen. Und sur die VewaUung unsnr Stadt in der unmittelbaren Zukunft, erklären wir. dofe wir zu Gunsten folgender Vorschläge sind: 1. Alle Unternehmungen, welch xixit Natur noch monopolistifchen Charaiter? sind, sollt n auSschliekllch i on der Stadt otsüirt werden zu tÄunsten der Büruer Solche Untirnehmungen stnd: Straken bahnen, Wasserwerke. Ga?w,rke. Tele phoneirrichtungen u. dergl. So lange diese Institutionen jedcch in Händen von Privatccrpzrationen sind, sollen dieselben durch daö Gejetz gezwungen werden, ihre Geschäft; so zu führen, daß die gebotenen Facilitätkn sich auf olle in gleicher Weise erstrecken, und dafe dieselben keine ringe bübrlichen Vortheile warnehmen können. 2. Freie Bäder sollen errichtet und mit allem Eomfort auSgestatt.t werden, dessen die Mittel der Stadt vermögen. 3 Nachdem die Stat für $150.000 circ Halle gebaut hat. von welcher die Armen gar keinen VortZzeil haben, begünstigen wir die Errichtang öffertlicher Parks in lolcher Nähe der Statt daß sie auch für Diljer.igen errtichbar sind, welche keine Fuhrwerke -halten und nicht viel Grld an Straßenbahnen zu vergeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Steuergeseke deutt, dob genauere VermögenSor.gaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Städkvttwaltltng bezahlt; alle Ländereien innrrtnld der Stadtren zm sollen besteuert werden, doch soll das keim und die HauSeinrichtung armer Wittwen stu?rsrii sein. 6. Wir sind nicht für das Uebk, tragen stäkt scher Privilegien an SlaJtSdeamte und lind der KnUt dafe die Polizeiver. waltung eine der Funktionen der Smdt und nicht des Staates ist. 6. Besondere Privilegien sur die BeNutzung öffentlicher Strafeen tollen nicht an Prlvatcorporationen vtrgeben werden, und wir halten es für besonders unmoralisch und den Rechten deö Volke ge sährlich, solche Privilegien im VoiauS zu SpkkulatlonSzwlcken mit Beschlag zu de legen, und alle sür solche Zwecke kMir?nde Kontrakte zurnch? der Stadt uno Coroo rationen ober V rsonen. wie j. B. der in Bezug aus daS unterirdische Legen elek irischer Trälhe sollen widerrufen werden. 7. GesundheitSvorschriften und Gesetze zur Anbringung von tiro oscapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch gefühlt und auf Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Aldcihr beschästigt und. 8. Das Besprengen der Straßen, die Fortschaffang von Abfällen und Asche soll durch die Etadt geschehen. 9. W r vlrlangen die Durchführung deö AchtstundengesetzeS für dre Ange stellten der Stadt. 10. Wir befürwort n die U.blrlrückung der Eisenbahngelelse an Virglnia Avenue in dir Weise, daß dieselben on einem Punkte zusammengeführt werden und daß die Elsenbahngtstllschasten den auf sie fallenden Theil der Kosten bezahlen. 11. Zum Schlüsse betonen wir, daß laz Rkctt des Volkes feinen Willen am Slimmkasten auszudrücken, mit der g röten' Sorgfalt gewahrt werden soöte, dieses Recht ist eines der heiligsten Privi. legien eines freien Bürgers, ein Recht für das Nationen gekämpst und Patrioten ihr Blut vrrzossen baden. Die Sprache Hot nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel u verkümmern. Wir be trochtm solche Versuche, sowie das Kausen von Stimmen als ein probe Ver dreien on dem Volke, welches vromp teste und schSriste Bestrafung verdient. Dr. O. G. Psass, Wnvßarzt Qsburtöhelfer. Office : SXadlson Ave vpklchftnnbl! Slotfit I ton 8 Hl 9 vir. 9ta$ixtttaaf 3 bt H5r . cak r Vh IZT tetodo 189. Oohnnng : 141 ?ss. Alabama fdr. C et,don 080. Henry Klansmann's jr. WevMMs. . t 07o. sas und 2 7 Nord New Jersey Str. Tische, Stühle u. Stande werden auf Bestellung angefertigt. Möbel werden überzogen, aufgepolstert und lackirt ! Matratzen werden aufgepolstert. Neue Nohrgeflcchte für Stühle.' Vllliqe Vreise. Vrompte Bedienung.
GchyeßMy
C. PINGPAra'S d eutsche Buch - Handlung ! Cfo. 7 Süd Sllabamattr.
Bücher aller Sprachen. Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage sozialistischer Werke und Flug schriften. WABASB BOIJTE! Fall Sie die Stadt nach iraeud einer RiS tung hin zn verlasse beabsichtigen, gehen Sie Wabafh Ticket.k)fsice, ?o. 5K Meli Mafyi'gton StraZ,, Indianapolis, und erfrage die Fahrpreise und näheren Mitlyeunngen. Befondere Aufmerksamkeit wird Land-Käufern und (Emigranten zugewandt. Rundfahrt'TiZetS nach allen Plätzen im Westen und lllordwesten ! Die direkteste Linie nach FORT WAYNE. TOLEDO, DETROIT und alle östlich en Städten SthlvaggoZ, Palaft'Schlafwaggalls, nverlösfiger Anschluß und vollständige Sicher, heit machen die Kroße Wabach Bahn die beliebteste Passagier-Bahn m Amerika! F. I. Wade, Distrikt.Paffagier- und Land.Zlgen Indkanax 0 lt , I b. I 0 . Smith, Venerel Ticket-Nanager. 1. C h a n d l e r, en..Pass.. nud Ticket-Agt. Ct. Louis, Mo. SSölZch. JI&IRR Sie kirzefie sm) drpe Ca$s Loaisville, Nashvill8, Mcmphis, Ciir.t tanooga, Atlanta, Savannab, Jack scraville, Mobile and Ne Orleans. 01 Ist vottHeiHaft f ?cflaUrc nach In Skden, eine direkte Kont? zv Hme. Palast-, Lchlaf, nr.d Vürir-???!;? t KHieago und Coaliblll un ?oni u.l LoLidille.oHr.. Vag,nd?ee5'ki Tsmfort, ?chneMz??i. ? d 5r)i d''e d'e ef die alt? si,4tt:f.a TSIl. & B. M. II. Tt. Derlnar. ttflSent tncial Vkff?gi, Dtbonfft Baf6natfw vil f.liiril tt., $rT' . W. F. Black, FTwri4 Luxus ! Die Bee Line Koute" (l &, ST L UNd C C C & I BAIIN). Diese auSgkzeichtiete Bahn brföibrrt Passagiere nach' Cinoinnati, Clovolainl, Biissalo, und allen Neu - England Städten. Schlafwagen zvischen Jndlanapotts und New Aork, ohne Wagenwechsel. Direkte Verbindung nach AÜ880uri, Arkansas, Texas, Kansas, Nebraska, Colorado, Californien und Mexiko. Aiediigfle Katen. ET" Man wende sich wegen näherer Information an D. B. Martin, Gen'l Pafs. Agent, E l e v e l a n d. W. J. Nichols, Gen'l West. Agenr, 6t. tttft. MW -e))7lOUlSVllt,WWtlBAIT CHICA60 V Die fürz:fte und direkteste Linie von JTlJTjl?ClL.Ja ach Frankfort, SMBl Montieello, Michiga Ciw, Chicago, und allen Orte un nördlichen Jndiana, Vichi gan, nördlichen Zllinoiß, Wiiconstn, Jowa Mwaesoia, ebrat'a, Kausas, Zled Veriuj Dakota, evada, lirado, Californien und Orezon. 2 direkte Jüqe täglich 2von Jndianapolit nach bieago; ebenso nach' Michigan City. Slegantc Pullmann Schlafe Waggon aus den Nachtzüg.' GepäckmackNi bi an' Reiseziel ertheilt. ein Sah hat größer B vemttchktte n iItgtre Skalen all wir. Selet vnd Eqtxtrur. tchi Ud?tssn. Stahl. lt. . tllr Viatf ad Stoßttffen, Luftbremsen u,d a. moderne 9nr r-chtugen, unübertrefsitch vorthtl'e silr Smtgra,.ten, Ld nd Tourist, n.Btllt av irgend et Dzt. bei on andere Babne dertldi ird. I ZkLenn an nördlich, südlich, tftlich itx weZttich - "sen wknscht. taufe man mqt da iwj H A man unter Prs f. . seh, DißB äZere ede man fich T. X. Baldwln, Distrikt Paffagi? Agent. Z kd Jllno Straße, Jndtanax, k. Zd von 0. Oütfou. O C OclK.. Cmial'Cencstttt, Central aiüt gtttr nutmma. 't. Cüutlbl.
