Indiana Tribüne, Volume 10, Number 358, Indianapolis, Marion County, 15 September 1887 — Page 1

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fax dies Spalte kosten 6 Cent per ZeUe. Vuzeizen in welchen Stell gesucht, oder offerirt werden, fiaden unentgeltliche Aufnahme. Dieselben bleiben 5 Tage ftkyen, köanea ade, Äbeschr5ntt erenerl tcerlet. VnzeiLen, Kelche dis Jrtltaj ! H$t cbe ieden teciln, f.sten noS 22 selZizen Tae Vnfnah WesZssst. verlangt in deutsche! Rädchen zur Hilf bei br HauSirdett in 0. 519 Ost Oho Straß. 17, v t r ! a g t eil Sild$n von 15 tt 16 Jahren für $f5lnliat Haulardctt. Rachjufragcn bet Henry Sxoaf l. Z4Ö adiso.i Zlo:u. lsp klangt ei ordentliche deutsche! 1'iädchen in etner kleinen imilk für geiröhnll H.Sardeit. Nachzufragen bSl Ztord SladZm, Straß. 16s? erlngt in deutsch, Itchin bet Wilhelm Dell, 655 Ojt SZashingto!, euasje. 16t'p Berlanat in ädck für aemLbnl ö LauSa? rn; sein azqen. ui uio ir. -l Zu verkaufen. verkaufen in 22irt&faft mit guter und ichtft. Na, fragen tn der Office d. Blatt. ,mi Ich, Sund 4 dr achmutaa. v. Verschiedenes. -o vollmachten atlitn emlaefetttgt und ei? ou opa tngKge on eridian i ,g,on odert evf, cff. otar. m oui !r,d!an S:rai. Prsmvt und tiSlg Bedienung. Polilische Ankündigung : Für Vitt) Clerk: Michael F. SbleldS, Mail: 11. Oktober 1887. ZndlanapollS Deutsch Segenseltlge Feuer, VerstcheruuaZ.lIesellschaft. Odia sellschaft rnifle&tt sich den i,entiume,n ?r?ngg.r,ch7den'''' Leit nur :ne, näml,ch dt. N". I" machen, enmie roeroen xrom?i und iiojrai cc 41911. 1 SBer cb der Sefettfch ist antchlttfeen teitt, spreche ge-l taatjft aus t-er Drftt or. Dieselbe befindet sich 0. 118 OS Washington Straße. Herrn. SIebolcü, efretar. Wentsrhen Vereinen ! velche beabsichtigen einen Ausflug auss Land oder ein Yic-N i c ; m zu veranstalten, diene zur Nachricht, daß ' wir eine große Auswahl von Hellen leichten Hüten cWr WhwMi wir u ankerst v V 1; 0 adrigen Preisen offeriren. XZo. 16 DS Washingtoner. Danksagung. Freunden und vekannten. ilche n? bet dem Legrlbiii unsere geliebte Vater, William Kolb. ,t.lTStiln,he.ri.ln. sagen wir hieimu nn. -fern herzlichen Dank. rederickS Sold William ?. olb. tztzfßll lv efliVitifi (CVKWWWV WWt erangaltet vom Cnliniolian llnlorpiiioh Uoko!n ällSll UnierSllielZl Veieill a der neueingerichteten Mozart - Äaüe ? am OYWrrtrt 9si Slerli,r 7 wumuu, w ' Eintritt : H?rr und Dame . . 50 Cents. Jede weitere Dame 25 Cents. .ZZur ufführug kommt : 5Ne Schatzgräber af d m T?nfe!Sierg ! 1.....,.,, tm Atmn! fiacob fl. .rt.Ha2e.Jh. iou)icf, i'" :: : e aneil. v un ai4 w. kn. Sud tt.rid'a Et. H-ff ortt. enner flmn nnivm owM i oeorg 8u:c und oib itier, . " - m ffL..r.l CE.E.A.V ITrthM WnmtTrslBfT. deiner Wer 30c per Gallone. Wir garantircn denselben als vollständig uin zufriedenstellend. .3. H U. 2.(foH?.

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NeneS per Telegraph. Bellte - ulflä len. Washington. 15. Sept. KZHltriS. schönes Wetter, am Freitag viedtr vürmereS Wetter. Starb. Berlin. 15. Sept. Gen. August von Werder. Befehlshaber des dritten Arme corpS im deutsch französischen Kriege, starb 79 Jahre alt. Republikanische Nominat i o n e n. Saratoga. 15. Sept. Die Rt publikaner von New Von nominnten Fred. D. Grant als Staatssekretär. JameS H. Carmichael von Erle als Schatzmeister. JameS A. Dennison als Generalanwalt. Ebitorielles. Das Obeigericht des Staates Jlli nois hat das Urtheil gegen die acht Chicagoer Anarchisten bestätigt. Wir haben nie etwas Anderes erwartet, wir müßten - ... a,rx;xi. K,s.. n nv.v rvn( w...., rxrt e.,-.r, rf r,s, IVIV ivt wyvtt .yv wviiiv MVfcti, ) das Urtheil nicht den acht Angeklagten, sondern der ganzen Bewegung des ge i f , m i9 .3 ?ri oruaren Proierariais. uno es ii ge schichtlich so vollständig natürlich, daß die machthabenden Gewalten eine solche Be wegung mit allen ihr zu Gebote flehenden Mitteln unterdrücken, daß man stch nur I . l c.r. ? c rv c WUNverN lllNN, 0T irgenv kMUNS glaubte, daß der Ausgang ein anderer sein könnte. In einem andern Lande fr mnn Mthf'mltch kn sZek?n?ack? 7" '"7"it""-'t --7rrtV2..4i;;f fsnf K.. Ir, 0V-1 rw,. Öv,-v ... des allmächtigen Dollars lst zeder Versuch I?.. ccvi'x.. - ?? r m r I m oer lcyrung vlonomiiqer formen, . f. v?- cm-fci rt.. 'i-fa ä I cc oic MopMM lurz,, !?st Wenn die Durchführung der Gksche in ..k,. ! n..! I MtlWVltl MitVV -Vy VtHVHlVI VV VII)V wäre, wenn nicht tagtäglich Mörder frei ausgingen, so daß das Volk alles Ver trauen zur öffentlichen Gerechtigkeit ver loren hat und Lynchgerichte veranstaltet, wenn die Verurtheilten nachweislich wirk lich die Bombe geworfen hätten, ja wenn nur erwiesen wäre, wer die Bombe ge- ' - 0llfl werfen hat, so daß man ihn in Zusam menhang mit der Agitation der Verur theilten bringen könnte, dann dürften sich selbst die Verurtheilten nicht über ihr Schicksal beschweren, denn so viel mußten sie wissen und wußten sie auch, daß der Fehlschlag, einen gewaltsamen Umsturz der herrschenden Gesellschaftsordnung herbeizuführen, sie im concreten Falle an den' Galgen bringen mußte. Das Widerliche und Empörende bei dem ganzen Vorgange ist nur das, daß man versucht, diesem Entscheid mit Auf. wand aller juristischen Gelehrsamkeit und 5-:iZk?Zn;:r 6?p,'n re&tUfar aründuna u aeben, und da dieS auf larnnh rhn M Standvunkte KeS unvarteiiscben. funden " 1 Menschenverstandes auS vollständia unmöglich ist, so wird man es niemals v. bmbern ISnnen. baft bie TOan be Bolle ' v diesen Entscheid als einen Akt der KlaffenI I 9 II r 1 iusta und der Nacke anseben wird. Und wenn auch die große Maffe der Arbeiterbevölkerung nicht wagt, dies allentbalben ausmsvrecben so süblt sie es doch, und darum ist diese Entscheidung vom politischen Standpunkte aus eine unkluae. n-.u jv.V4wy. iv V4 v viiiv (wyibyv y v zustellen, kann nur Svenen gegenüber gelinaen. welcke die Bestrebunaen des Droletariats im Ganzen verdammen. In " V Bezug auf Unklugheit des Verfahrens steht die Entscheidung auf derselben E tufe .. .. . er .r ... i rn oer Ruaiion on üeiuixoeiuen. " gdbe Hnb ein Avvel! an die Mackt. Nur i rr lintAirt. kau bi (RmAt KZ, . WV... I VW. vwii V V rW.WV i ' Gewalt besitzen, die Anarchisten sie aber " nicbt besagen. ' Die Grundlage des Urtheils ist in dem Svrucke im finden: ..Wer die Mackt ' hat, hat das Recht !" Wir wollen bloß ein einziges Beispiel aus der Begründung deS Urtheils her. n,.ifen. Das Geriebt saat. dak die T ? V I ' ' Aussagen Thompson's unwiderleglich zeigen, daß Spies und Schwab mittelbar L sw&cthrnrf betbeiliat tonr. Thompson's uSfasrn feien jjontiv, ba3 N-s,eik!un in dies Sacke ur negativ. Was sagte nun dieser Thompson aus? Er sagte, er habe Schwab und Spies zu. m U , r m lammen in vas avcyen treten seyen, habe die Worte "Distols" und "Police" gehört, habe gehört, wie Spies fragte:

Ladiauapolio,

"do you. think one is enough, or had'nt we better go and get rnore ?" Er sei den Beiden nachgegangen, und habe gehört, wie Schwab gesagt habe : "Now if they corne, we will give it to ihem'' Und er habe ferner gesehen, wie Spies einem Dritten etwas in die Hand gegeben habe, und auf das Bild Schnitubelt's zeigend, sagte Zeuge: Die? ist der Dritte." Alles dies stellten Spies und Schwab positiv in Abrede. Spies und Schwab sind Deutsche und es ist nicht anzuneh men, daß dieselben, englisch miteinander sprachen, was jedoch der Zeuge behaup tete. Schnaubelt verstand, wie erwiesen ist, gar kein Englisch. Der Zeuge hatte Weder Spies noch Schwab jemals vorher gesehen, und die Nacht war dunkel, und es standen drohende Gewitterwolken am Himmel. Es ist ein anerkannter Rechtsgrundsatz, daß dem Kläger, hier also dem Staat, die Beweisführung obliegt. Auf ihm liegt der onus prodenä!, die Last der Beweisführung. DeS Einen Ja" ist so gut wie des Anderen Nein". Hier sagen Zwei Nein" und nur Einer Ja" und trotz' dem erklärt das Gericht die Aussage Thompson's für unwiderleglich, genug, um sieben Menschen an den Galgen zu hängen. DaS kann dem leidenschaftslos Denkenden nicht einleuchten. Es kann dem unparteiisch und ohne Vorurtheil Urtheilenden nicht einleuchten, daß Leute eines Verbrechens schuldig sein sollen, bei dessen Begehung sie nicht ein mal anwesend waren und denen ein Vorherwissen nicht nachgewiesen wurde. Ebenso ftenig wird es dem Unbefangenen w ' T . ' " . . sackten Wollen, dsn Narsons ueö frei .'..skt bätte. wenn tt stck des " 0 ü" ' 1 " ' " ' Mordes sckuldia bewukt aewelen Wäre. it u f- vI. lhu dak dieses traaiscke Mo -v mm wnw :ti ...... . .... ...... . , v " . Thäter war, und wie eL möglich ist. Je manden der intellektuellen Urheberschaft des Verbrechens eines Unbekannten schuldig zu sinden, das wird der unzelehrte" Sinn des Volkes niemals begreifen. Das Urtheil als ein auf Recht begründetes L :,m,ra ,,m !" , . 7; VqITt so Weniger, als EmeL über allen Zwelfel erwiesen ist, daß nämlich die Versammlung auf dem Heumarkte eine friedliche war, und die Polizei durch ihr unberech tigteS Einschreiten den Bombenwurf provozirte. Eine juristische Rechtfertigung deS Urtheils ist eine Unmöglichkeit. Es ist einfach ein Niederschmettern der schwächeren Macht durch eine stärkere. Wenn man atf glaubt, daß sich die Pttfse dessen nicht bewußt ist, so irrt man N?- iwenrau oezeicyneno, oa wayreno oas Journal uver vle I scheidung jubilirt, der S.entinel" edito nell vollständig schweigt DaS bringt das Geschäft mit sich! I tm. r r t. ,r t rv i r r t ül oem Uttyell ver remoenyan Rolle spielt, das laßt der Ton der nri pp m r 1' Pk ,q Nttnnen. W die Folgen sein wxden? Wir I r i m . r cm p rr Nno reme Propyeren. uan lese . 'kytcyle ! yeuke, rote es immer Die historische Bedeutung eines Erelgrnffes lst von den Zeltgenoffen n:e. ls begriffen und gewürdigt worden. e wäre thöricht zu glauben,daß ein uver ,ieven Vozialrevotutlonare ver hangtes Todesurthell geschichtlich wir. !unoS sein könnte. Von jeher aber i . . I k4 V Sl) Fisrtfi ntf Vrt Mfn rtortfxll rt -v. .Öv.v.. gerecyntt uno so lsl es aucy yeure. Wr haben noch stets den Appell an I . ii i. rv. wair rn geno einer orm inner lb der Arbeiterbewegung verurtheilt. 5!T?t 3t hri?fn. frrwnn tn 9lrT?3 i ' " i ' . n cpjt-ri .? menge .m rurme ver eivenscyasl einen I tw-. . . . . o-fc r Akt der Gewalt begeht, der Fuhrer aber l c e rx v. ein tt v cm'n ? ar uch ln der Wahl der mitta Niemals l. .... oc...r.p. r rpp ?v von ver eivenlazas! veemsiUsen tassen. I M m . nv vars venseisl unv vie Strömung ver öt nicht außer Acht lassen. Dab die (W T n L!.9 JT. ..is . TÄnarqi,len vies maji geiyan. oas i ,yr Verbrechen und die Arbeiterbewegung hat darunter zu leiden gehabt. Weit schlimmer aber ist es, wenn die Staatsgewalt und die öffentliche Rechtslim m lassen, sich der erhabenen Ruhe des Ureil T1 if5 senströmung tragen lassen. Das bedeutet nichts Gutes für die Zukunft. atUi a mtntt ttWt Uuit I ttn Kontrakt zur Instandhaltung der Uhren im CourthauS gegen eine Cnt. schädkgung von Z3 per Monat.

Jndiano, Donnerstag, den

Drahwai)riHten. $ Anarchistenprozeg. Chicago, 14. Sept. Wie die Nachricht nach Chi cago kam.. Die erste osfizielle Mittheilung über die Bestätigung dc3 Urtheils gegen die Ansrchisten kam dem StaatSanwalt zu. Un mittelbar nachher, aber brachte ein Bote des Telegraphenamte eme Depesche an August Spie? nach dem Gefängnisse. Dt? Schliebkr brachte dieselbe nach Zelle No. 25 und schob sie durch daS Gitter. Er blieb eine Züt laig stehen, um die Wirkung zu beobachten, was ihm jedoch nicht gelang, da SpieS sich in den dunkeln Hintirgrund der Ztlle zurückzog. Zwei Minuten später rief er den Mann heran. der die Wache hatt!, und ersuchte ihn, die Depesche ParsonS zu übergeben. So machte sie die Runde . von einer Zelle zur andern. Die Gefangenen fetzten sich in die Nähe der Zellentörett. lasen Bücher oder Zeitungen, rauchten Cigarren und Lingg pftff sogar ein Liebchen. Auf Anordnung deS Sheriff; wurden die Wachen während der Nlcht verdop pelt, und eine Pslizkimainschait wurde zurBevahung deS Gefängnisses adge schickt. Ein Reporter sprach den V:rthcidiger der Anarchisten, Ept Black, und theilte ihm die Nachricht mit. Derselbe wurde todtenblaß und stieb die Worte hervor; .Ist eS möglich ? Sieben Menschen sollen gehängt werden. Wir können nicht? Anderes thun, als versuchen den Fall vor daS ObirdundeSglricht zu bringen Mayor Röche sagte heute Nachmittag daß die Polizei angemiesen sei, keine Ver sammlungen der Anarchisten und keine aufreizenden Reden zu gestatten. Foster, der bei dem ersten Prozesse An walt der Angeklagten war, sagt, die ein zige Hoff.iung bestehe in der Gnade deS Gouverneurs und er habe Ursache zu glauben, daß die StaatZanwaltschast selbst sich bemühe, damit daS Urtheil gegen vier gemildert werde, er habe sogar deren Versprechen i dieser Richtung. Ee glaube nicht., daß Fielden, Schwab, ParsonS und Fischer gehängt werden. Spät am Nachmittage wurden die Ge fangenen auZ ihren Zellen gelassen und eS wurde ihnen gestaltet, sich mit ihren Freunden zu unterhaltkn. Sie halten stch verabredet, mit keinem Reporter zu sprechen, und eS war diesen unmöglich, ein Wort auS ihnen herauszubringen. Die Begründung deS Ur theil. In der Begründung der Entscheidung sagt die Suprene Court im lEingange : ES wird nicht beflritten, daß die Bombe geworfen wurde, und daß dieselbe den Tod DeganS verursacht'. ES wird zu gegeben, daß Keiner der Angeklagten mit seinen eiginen Händen die Bombe warf. Sie sind angeklagt als Betheiligte am Verbrechen vor Ausführung desselben l.acoeZ8Or!es de5ore the sact). ES hkik! dann, daß die Jury berechtigt war zu glauben, daß die Bombe eine von denen war, welche Lingg machte. Die Verbindung der Internationalen und die Haltung der .Arbeitirzeitung-. wird besprachen, und daS Gericht kommt zu dem Schluss?, da'z die Jury berechtigt war. anzunehmen, daß die Angeklagten das Werfen der Bombe verabredet hatten. DaS Gericht scheint seiner ganzen Entscheidung die Annahme zu Grunde zu legen, daß Schnaubelt der Bombenwer fer war. Denn eö sagt, daß die Beweissührunz. daß SpieS und Schwab oder einer von Beiden dem Manne, der die Bombe warf, dieselbe ln die Hand gab. und daß dies durch die unwiderlegte Aussage Thompson'S bewiest sei. TbompsonS Aussage sei positiv und un widerlegbar, während die Aussagen der Vertheidigung negativ seien. DaS Gericht ist der Ansicht, daß die Int rnationale eine ungesetzliche Verbin dung war, daß ihre Mitglieder Verschwörer waren und daß SpieZ. ParsonS. Schwab und Engel verant oortlich seien für den Inhalt der .Arbeiterzeitung- und des .Alarms Was die Arbeiterzeitung lagt. Die Arb.'Ztz. schrieb heute : Also da Unerhörte, da? für unmöglichGehaltene ist geschehen. Der Athem stockt eS auSzu sprechen, und die Tinte will nicht auS der Feder fließen, eS niederzuschreiben. Die KlassenboSheit der CitizenS'Asso ciation hat über die evidentrsten Förde rungen der Humanität gesiegt. Das Obergericht in Otttwa, daS gesetzliche Instrument der ttapitalherrschast, bkstä tigte heute Morgen daS schmachvolle Ur theil der ersten Instanz, welche? sieben unserer besten Genossen bestimmt, den Märtyrertod für die Sache des arbeiten den Volkes zu sterben und den achten zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Was sie erleiden sollen, ist keine Strafe

für die aus dem Heumarkt gefallenen Po

15. September 1337.

lkzisten. Der Geist der Reuzeit soll am Galgen strangulirt werden. .Ihr Blut komme über uns und unsere Kinder! ist die Anwort, welche die herrschende Klasse aus alle unsere Vorstellungen gibt, dieselbe Antwort, welche einst die Pharisäer den Anhängern deS Jesus Christus von Nazareth entgegenschrie'n. Wir jedoch, die Anhänger von SpieS und Genossen, werden nicht zu ungelegenerZeit die Rache anrufen, sondern alleS thun was zu thun übrig bleibt. Die AnwSlte der Vertjeidigung werden em "Re-Hearing' verlangen. Dann muß der Gouverneur ersucht werden, die Vollstreckung aufzuschieben. Jizwischen müssen Schritte gethan werden, um den Fall vor da? OdkrbundeSgericht zu drin gen und wird irgend ein OberbundeSrich ter um den ''Supersedeas'Yuni den Be fehl zum Aufschub ersucht. Wir hoffen trotz alledem ! Und wenn diese Hoffaung auch zu Schanden wird, hoffen wir doch und erwarlen Zuversichtlich, den tä tlich näher rückenden T,g des serer Erkenntnis. . - Noch ist nicht alle? Tage Ndend ! Johann Most. New ?)ork, 11.. Sept. Johann Most nennt in einem Är.ikU d:r .Ire:heit" die Richter dir Supieme Cou,t in fame und blutdürstige Narren. Die Kapitalisten, sagt ee, wollen Bl,:t sehen. Arbeiter, wollt Ihr dies friedlich zugcben? Kein MZtt:l sollte unversucht ge lassen werden. Dke Arbe'tzr sollten ihre militärische Stärke zeigen. Der Artikel schließt mit den Wort:n: .Hoch die soziale Revolution !" Schemitsch.dkr Redakteur des .Leader, bezeichnet da? Urtzeil als ungerecht, da der wahre Thäler unbekannt, also die Verbindung der Angeklagten mit demselben unerwZesen ist. Montag Abrnd wird in Union Square eine Protestversazimluttg stet finden. ! Ver &abtl. Die bulgarische Frage. Sofia, 14. Sept. Gestern fand eine Versammlung der Nationalpartei statt; etwa 800 Personen waren zugegen. ES wurden von den Führern Reden gehalten. Nach der Versammlung wurde ein Umzug veranstaltet, an welchem sich schließlich 2000 Personen beiheiligten. Der Zug bewegte stch nach dem Palaste und brachte Hoch? auf den Fürsten Ferdinand au. Dann ging eS weiter nach der Wohnung von Karaveloff, wo die Fenster mit Stei nen bombardirt wurden. Die Polizei schritt ein. konnte aber die Unruhen nicht unterdrücken; viele Polizisten wurden verletzt. Wien. 14. Sept. Dem Vernehmen nach sind in Bulgarien außer RadoSlavoff noch viele Osftziere wezen Verschwörung gegen den Fürsten Ferdinand verhaftet worden. St.PeterZbur g. U. Sept. ES wird jetzt halbamtlich bekannt gemacht, daß Rußland, wknn die gegenwältigen Unterhandlungen belresfZ Bulgariens fehlschlagen, stch für völlig berechtigt er achte, den Berliner Vertrag für aufgehoben zu erklären. Die .Rovoje Vremy- sagt: .Die reservikte Hallung, welche England betreffs Bulgariens bewahrt, wird hier auf die Annahmt zurückgeführt, daß die deutsche Intervention in Bulgarien genügen werde, um der Sachlage eine für Ruß land urangenehme Wendung zu geben auch ohne englischen Beistand (Bismarck hat bekanntlich erklären lassen, daß Deutschland in keiner Weise interveniren wolle.) . Politische Arbeiterpartei. Lo nd on. 1i. Sept. DaZ Ex?cutivCsmite der neuen nationalen ArbeiterPartei, zu deren Gründung aus dem kürz lichen GewerkschastZconzreß der Anstoß gegeben wurde, bat eine Adnsse erlassen. welche von 21 Ver!rct:rn der Bkvölkerungöcentren Englands unterzeichnet ist. (Irland, Schottland und Wales sind noch nicht vertreten.) ES heißt in dem Schriftstück, daß die neue Partei eine getrennte Organisation gegenüber den Gewerkschaften habe, jedoch mit diesen soweit als möglich zusammenarbeiten werde. ES ist in der Adresse, welche v. A. auch .Home Rule' verlangt, nicht ausdrücklich gesagt jedoch anaedtut.'t, daß eine allmälige Naturalifirung des Landes (durch hohe Besteuerung) sowie Abschaffung der EtaatSklrche angestrebt wird. SchiffSnachrickten. Anatkommen in : Baltimore: Maliu" von Bremen. QueenSt own: .Arizona." .Bri tannic-vonNew Äork. Southampton: .Aller. von New York. New Vor k: .Nevada" von Liver

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