Indiana Tribüne, Volume 10, Number 357, Indianapolis, Marion County, 14 September 1887 — Page 2

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Zndiana Tribune.

- Erscheint und SsnsikgS. SSgliq tä,Uch, .trtdan kostet dch te Xilf.nl? J (iRtlpif Ba$, dU eoniaol 5 11 9 1 B09. llH ttl0 1 -1 Vl l3t?t tn Ss:a,tti,khlvi P Satt. Cf aet 1Q0 Q. Marvlandlk. Indianapolis, Ind., 14. S pt'br 1837. Niesiger Colonialschwindel. (5in sehr ungünstiges Urtheil über dle deutsch ostafrikanische Gesellschaft fällt ein Herr Lieutenant a. D. Theodor Werner in einem aus Aden, den 9. Juli datirten Briefe an das Hannoversche Tageblatt". Herr Werner war, wie aus seinem Briefe hervorgeht, selbst in Ostafrika, und urtheilt also aus eigener Anschauung. Er führt aus, daß die Gesellschaft gar nicht im Stande ist, über die Verhältnisse in Ostasrka ein comvetentes Urtheil abzugeben, da kein einziges Mitglied derselben weiter als 150 enalische Meilen (ca. 33 deutsche) in das Innere vorgedrungen ist, und daß Graf Pfeil der einzige war, der dies vollbracht hat,. die anderen berühmten" Erpeditionen der Gesellschaft aber nur wenige Tagemärsche ins Innere gemacht haben und z. B. die berühmte" Ervedition in das Somali:Land nichts weiter war, als eine Fahrt ver Dau (kleines arabisches Cegclschisf) von der Insel Lamu die Küste entlang nach Halule (bei Kap Guardafui), und daß genannte Erpedition von dem Innern des Somali - Landes auch nicht das Geringste gesehen hat. . . . Alle diejenigen, sowie auch ich, die nach den erwähnten glänzenden Schilderungen sich verleiten ließen, nach Deutsch - Ostafrika zu gehen, sind völlig enttäuscht zurückgekehrt und können nicht anders, als das ganze Unternehmen einen colossalen Humbuz nennen. Dieses thun unter anderen auch die ersten Pioniere der Gesellschaft selbst, Gras Pscil und Baron von Värensprung, welche bei ihrer Nückkehr in Aden erklärt haben, daß sie mit einem solchen schwindelhaften Unternehmen nichts Mehr zu thun haben wollten und deshalb zurückkehrten. Alle Berichte über die Stationen und Ansiedelungen sind unwahr, denn diese als großartig geschilderten Nieder? lassungen sind nichts als elende LehmHütten, meist ungesund gelegen und in deren Land kaum die für die paar Menschen erforderlichen Lebensmitt?l gezogen werden können, von Handel und Plantagenbau keine Spur. So besteht z. V. die Hauptstation Dares-Salaam aus einem elenden gemietheten arabischen Hause und einem gemietheten vier Mo?gen großen Garten ; die Station Dunda aus einigen Lehmhütten, trostlos an einem Sumpf gelegen mit trauriger bäumloser Umgebung, und es muß gewiß wunderbar vorkommen, wenn durch Schilderungen großartiger Waldungen verlockt. Unglückliche dorthin gehen, um dort Schneidemühlen zu errichten, während sie dort räum einen üJfimoiiomn vorfin den. Auch die Deutsch - Ostafrikanische P l anlagen-Gesellschaft, well che hunderttaufend Morgen Land von der Peter'schen Gesellschaft gekauft hat, macht c i - t f . oercii5 oic iraurige rsaarung, oaß t ihr Geld fortgeworfen hat. Die ausgesendeten Pflanzer der Plantaaenaesellschaft sind zurückgekehrt, enttäuscht und niederaeschlaaen mit der Erklärung daß das Land unbrauchbar, für jeglichen Plantagenbau ungeeignet und daß das ganze Peter'sche Unternehmen ein colossaler Schwindel sei. Die armen Geldgeber sind zu bedauern, denn sie haben nicht gewußt, in welcher Weise ihr Geld verbraucht wird, ohne Nuhen zu bringen. Moaen die Peter lche Gesellschaft und deren Freunde noch so viel agitiren und die glänzendsten Berichte loslassen, die Thatsache können sie nicht beseitigen, daß unendlich viel deutsches Capital durch gewissenlose, sich selbst maßlos überhebende und als Afrikareisende aufspielende Personen dem Vaterlande durch Vorspiegelung falscher yatsacyen entlockt, das; das ganze Deutschland durch erlogene Berichte getäuscht und die Bevölkerung in den roeitesten Kreisen durch Agitationen der Gesellschaft bewogen wird, durch Sammlungen Geldmittel ;usammen;ubrinaen. welche in Tentsch-Ostafrika verpulvert werden. Von emer Rentabilität oder nutzbaren Anlage aller dieser Gelder kann wohl schwerlich dle Rede fern, und muß und wird, wenn die aezeichneten Eavitalien verausgabt sind, das Unternehmen unyaltvar jein. Die Beamten der Stationen vertreiben sich die Zeit mit Voael- und SchmetterllNgsfang :c, und stärken sich nach diesen täglichen großen Strapazen mit Vierund Weintrinken, thun sich gütlich an den mitgebrachten Konserven und füllen, wenn der dritte Mann zu finden ist, die Pausen mit einem kleinen Skat aus. wobei wahrscheinlich manche Mitglieder der Geseuzcyaft. welche früher dem OsMerstände angehört und aealaubt haben. in Os.afrika heldenhafte" Jagden auf Löwen, Tiger, Elephanten :c. machen zu i v er , , u tonnen uno lieg ruymrelcy auszuzelaznen, bitter getäuscht worden sind, aus das aehoffte Vergnügen Verzicht leisten zu müssen, da leider hundert Meilen und wehr in der Runde das menschliche Auge von derartigem Unaethler Nlchts ZU erblicken vermag. In dieser Lebensweise und angesührten Thätigkeit glauben die Mitglieder der Gesellschaft die von ihnen übernommene Pionierarbeit vx erfüllen. und den aläubiqern Lesern wird in den Blättern der Gesellschaft von großen ausgeführten Arbeiten, neu angelegten Stationen und Plantagen und dem Gedeihen derselben in verlockendster Weise erzahlt. Kameradschaftliche Bos heit. Maior: ,,Der Prcmierlieutenant Müller ist um die Erlaubniß zum Heirathen eingekommen, Herr Oberst. Ich denke, wir schlagen sie ihm ab!" ,,Aber warum nicht gar, lieber Major! Wcßhalb soll der eS besser haben als

Stmertkanifche Zeitschriften

Die Gesammtzahl der Zeitschriften, welche bei Beginn deS gegenwärtigen Jahres in den Ver. Staaten und in Eanada veröffentlicht wurden, betrug 15, 420. Davon entfielen auf die Ver. Staaten 14,706 und auf die Storni nion" nur 714. In zehn Jahren hat die Anzahl der Zeitschriften auf dem amerikonischen Continent um ,748 oder nahezu um8ö Proccnt zugenommen. Nach den tuverlässiasten Quellen geben diese Blättcr zusammen jeden Tag 30,165,250 (?remplare heraus, von denen im Durchschnitt 1,950 auf ein einzelnes Blatt entfallen. Von diesen 15,420 Zeitschriften haben 112 eine Auflage von mindestens 37,500: sie haben demnach den vierten Theil aller Leser des Continents. ... w i ? 'if.!fi. ftfe .yeur man mqt ijcnnyicn ,n lassen, so stellt sich das folgende Verhältniß heraus: Turchschnittliche Lliculation Gesamrit Cirkulation 4.772.300 224.0U0 17.940,250 101.000 42.750 6,058.250 796,750 27.500 165,250 Tageblätter '. 3.41 valbwöchenttiche ...-1.21U Wöchentliche ...l.Mo weiwöchkntliche. . ...... ... .1,40-4 DrnwdchenUlche... 9W Aionalllche . ..3.483 ?albmonatllche . . .. .3.454 Zweimonatliche ...... v!6 Ziertelzä hrliche 1,60 j Im Ganzen 30.1K5.L50 Die Gesammtzahl der aeaenwärtiq in Nord-Amerika -herausgegebenen ZeitPf cj ' tfr - m- i nm n rrr cyrislenwlro ausiayruk) ,04,üoü,uuu Eremplare berechnet. Am populärsten lind die Wochenschrif ten, in zweiter Reihe stehen die Monatsschriften in der Gunst des Publicums, und dann erst folgen die Tageblätter, deren Verbreitung gegenwärtig kaum dem vierten Theil derjenigen der Wochenblättcr gleichkommt. Indessen ist die Tendenz der Gegenwart entschieden zu Gunsten der taallchen Zeitungen, und zwar nicht allein deshalb, weil die Veförderunasmittel. wie Eisenbahnen u. s. ro., gegenwärtig so vcrzüglich sind, sondern auch, weil das Publicum jetzt gebildeter geworden ist und den Wunsch hegt, die Tagesncuigkeiten möglichst schnell zu erfahren. Bisher erscheinen noch immer mehr als 75 Proccnt aller Zeitschriften in Nordamerika nur einmal wöchentlich. Mehr als I I Procent ihrer Gesammtzahl besteht aus Monatsschristen, mehr als neun Proccnt erzchemen täglich, und alle übrigen Zeitschriften, wie z. B. die halbmöchentlichen, dreiwöchentlichen. halb- und velmonatllchen sowie dle Vierteljahrsschriften bilden nur nicht einmal fünf Proccnt der Gesammtsumme. Es wird angenommen, daß die Ver. Staaten und Eanada zusammen gegenwärtig etwa 65,000.000 Einwohner haden. Rechnet man im Durchschnitt 5 Personen auf eine Familie, so gibt es in Nord-Amerika im Ganzen etwa 13,000,000 Famlllen-Oberhaupter. Die Elr-culations-Statlstik der Geltungen wurde demnach ausweisen, daß auf jede Familie mlndeitens zwei Zeitungen kommen und daß außerdem noch etwa vier Millionen Zeitungen übrig bleiben, die auf solche Leute vertheilt werden müssen, die mehr als zwei Zeitungen halten. Nach dieser Statistik kommen nämlich 1,195 seit schriften - Ercmplare jährlich auf jede Familie, also mehr, als 3 per Woche. Oblge Zahlen sind em ersreullcherBeweis dafür, daß das amerikanische -Üoir die Wohlthaten der modernen Eultur wohl zu würdigen weis; und sich bemüht, auch in geistiger Beziehung sich von keiner Nation der Welt den Rang ablaufen zu lassen. Daß unter den Zeitschriften sich auch mancher Echund benndet, läßt sich freilich nicht leugnen, doch ist es eine nnbeftrcitbare Thatsache, daß die meisten derselben sich bemühen, Intelligenz und Bildung zu verbreiten. Alte Jungfern in Neu Englans. Eine Frau in einer der kleinen Städte Neu Englands hat seit einer langen Reihe von fahren gewissenhaft Buch da rüber geführt, was aus allen den Mädchen geworden ist, welche in ihrer Hei math die Hochschule durchgemacht batten. Vor einigen agen gab sie einem Zei tungsmann ihre statistischen Zlnern' über die Elasscn von 1871 bis 17, also über eine Zeit, die bereits 11 bis 16 Jahre hinter uns liegt. Im Allgemeinen haben die jungen Mädchen in Neu England das Alter von 16 bls 17 Jahren erreicht, wenn sie die Hochschule verlassen. Man kann danach annehmen, dan die Hochschulennnen aus den Jahren 187176 jetzt ein Alter von 27 bls 36 Jahren erreicht nnd für den Nest ihres Lebens eine bestimmte Nichx r t-.-i . lung clngcimlagcn yaoen. y ist mtere - sant, zu erfahren, in welcher Welse dlcs geschehen ist. Von 99 araduirten Mädchen haben sich 27 vcrhcirathet, 11 sind gestorben, und 61 sind ledig geblieben. Die Todestalle waren in der Regel durch schwindsucht verursacht, welche in icn Neu Eng land-Staaten überhaupt große VerhceZungen anrichtet. Zwei der ehemäliaen Hochschülerinnen wurden wahnsinnig und ...- n ' . mußien in einer rrenanskait untcrgevracht werden, on den unverheirathet gebliebenen 61 sind 21 Lehrerinnen aervordcn. Eine derselben ertheilt den Indianerkindern in Hampton Unterricht, 20 ? c . - r? , f sliiio in oen ossenlilcyen cyuten uno Akademien angestellt. Von den anderen ehemaligen Hochschülerinnen, die bisher noch lcdig geblieben sind, arbeit? 4 als Schneiderinnen, 3 ertheilen Musikunterricht, 15 sind als Näherinnen in Schuhfabriken beschäftigt, 3 arbeiten an Zeitungen als Schristseherinnen, eine hat Medicin studirt, eine andere ist EorrecturLeserin geworden, und die Uebrigen halten sich ohne besondere Beschäftigung im Hause ihrer Eltern oder Verwandten auf. Warum sind fast alle diese Mädchen alte Jungfern geblieben? Die Beantwortung dieser Frage ist nicht leicht. Vor einiger Zeit wurde darauf hingewiesen, daß die Mehrzahl der allein in der Welt dastehenden Frauenzimmer in den Neu Englaud-Staaten aus Wittwen bestehe, deren Männer in Folge ihrer gefährlichen Beschäftigngen durch Nnglücksfälle ihr Leben verloren haben. Die Behauptung ist theilroeise richtig, da es sich nicht läugnen läßt, daß die Beschäftigung der Männer hier zu Lande -und nicht in den Neu ngland-Staaten allein mit viel größeren Gefahren verbunden .ist. als die.

jensge der Frauen, deren Thaiigseit sich

hauptsächlich aus das Haus beschrankt. Aber ein anderer Umstand spielt in diesen Staaten für die Ehelosigkeit der gebilbeten" Mädchen eine große Rolle: es fehlt an jungen Männern, welche in der Heimath heirathen wollen. Es ist kein Complimcnt für die alten Neu England-Ttaatcn, daß in ihnen kein reger Handel und Wandel herrscht und daß sie mit jedem Jahre lmmcr mehr in einen Zustand der Erstarrung verfallen. Die junge Männer, die dort geboren sind, wissen dies und ziehen nach dem Wetten, sowie ste nur alt genug geworden sind, um für sich selber soro.cn zu können, fetc ziehen fort aus der alten Heimath, und kommen in der Regel niemals wieder m dieselbe zurück. Die ,, gebildeten Madchen" haben aber nicht diese Gelegenheit. Sie müssen d5 heim bleiben und müssen geduldig warten, ob sich für sie ei Freier findet. Oft warten sie auf ihn, bis sie alt und grau geworden sind. Auf dlese Weise kommt es, dan es rn den Reu nglano-Ätaa-ten von alten Jungfern wimmelt.. Hautkrankheiten. In der letzten Geiicra! - Versammlung des medicinischen Eongresscs in Washington hielt der bekannte deutsche Specialist für Hautkrankheiten. Dr. Unna von Hamburg, einen Vortrag über die Veziehungen der Dermatologie (Hautheilkunde) zu der allgemeinen Medicin. Die Lehre von den Hautkrankheiten, sagte der Vortragende, sei als-Special - Wissenschaft noch sehr jung, denn obgleich die Behandlung solcher Krankheiten jedenfalls alter sei, als die der innerlichen, habe die Aufstellung bestimmter Theorien, die svstematische Anordnung des Materials, sowie die Elafststcirung der Krankhcitserscheinungcn erst seit wenigen Jahrzehnten beif c rrrx r? - ' . f gönnen. AiUs oem issensgeoier siqer Specialitäten werden immer wieder neue Entdeckungen gemacht, welche alles oder vieles des vorher Festgestellten wieder umwerfen, und so fehle es der Dermato logle bei dem ewigen umbau bis jetzt nocy an jener friedlichen uud systematischen Entwicklung, deren sich andere Zweige der Medicin erfreuen. Der Gnrnd für diese Erscheinung sei ' erstens, sonderbarer Weise, darin zu suchen, daß die Veobachtung der Symptome sehr leicht sei und der Arzt sie sämmtlich auf einmal sofort vor Augen habe ; diese Symptome seien aber selbst bel derselben Krankhelt oft von einer beinahe unendlichen Verschiedenheit und daher sei ihre Erklärung schwer. Wo das Organ dem Auge verhüllt sei und der Arzt nur ein oder zwei Mittel habe, auf den Zustand desselben zu schließen, wo, wie bei den Nieren, die Harnuntersuchung fast das alleinige Mittel zur Erkennung der Krankheiten des Organes ist, da hat man seine ganze Aufmerksamkeit auf das Studium dieses einen Mittels zur Erkennung der Krankheiten gewendet und es selbstverständlich zu großen Resultaten gebracht. Wo aber, wie bei Hautkrankheiten, die so außerordentlich zahlreichen Symptome alle auf einmal vor die Augen treten und für dieselbe Krankheit so außerordentlich verschieden sind, da sei eine solche Ausbildung der Lehre von den Symptomen unendlich schwerer. Die Haut sei nicht allein das größte aller Organe, sondern zeige auch die größten topographischen Verschiedenheiten ; während das Auge, die Nieren u. s. w. einen symmetrischen Bau haben, zeige die Haut des Menschen an den verschiedensten Körperstcllen eine ganz verschiedene Struktur, sodaß nach den Ausscheidungen, dem Vorhandensein von ausgebildeten oder nicht ausqcbllde ten Fettdrüsen u. s. w., eine Masse von Unterschieden gemacht werden müssen. In diesen verschiedenen Hautarten zeigt nun eine und dieselbe Krankheit oft ganz verschiedene Symptome, je nachdem sie am Unterschenkel, an den Händen oder in der behaarten Kopshaut auftritt; und diese Verschiedenheiten seien oft so groß. daß erst die Neuzeit eine Menge von Krankheiten, welche früher alsZ besondere betrachtet wurden, nur als Symptome desselben Leidens erkannt hat. Hierzu komme noch, daß, wahrend man mit Be stimmtheit annehmen könne, daß alle Hautkrankheiten, wie Flechten, Eczema u. f. w. von lebenden Parasiten herrühren, da in der Oberhaut nachweislich eine Menge solcher Lebewesen sich befinden, es wohl gelungen ser, z. V. bei Varlolen, bestimmte Parasiten zu entdecken, dle aber Nicht als die eigentlichen Träger der Krankheit sich entpuppt haben, sondern als secundare Eindringlinge, welche sich festsehen und neue Symptome schaffen, nachdem der Zerset zungs-Proceß von anderen begonnen. Daraus ergeben sich dann Mlschessekte, welche sehr geeignet seien, den Arzt irre zu führen. Schließlich werde aber die Diagnose durch die unendlichen Versch'.edenheiten erschwert, welche mechanische und physikalische Einflüsse, Beschäftiaung, Individualität, Klima und Rasse, Filter, )e chiccyk, ayres;eir :c. ?c. in der Haut und den Hautkrankheiten her vorrufen. Daß nun in der Neuzeit ourcy die genaue Beobachtung einzelner Systeme eine feste Basis der Thatsachen gewonnen worden sei und die Behandlung nicht mehr allein auf dem klinischen Scharfblick des Einzelnen beruhe, sei das große Verdienst der neueren Dermatologen. Daß nun aber bei diesem genauen Zusammenhange des Zustandes der Haut mit innerlichen Leiden, welche bei der Erkennung von Hautkrankheiten in Ve tracht gezogen werden müssen, zu erwarten ist, daß mit der Ausbildung ' der Dermatologie auch der Hautzustand eine . r. rn.. j i f i i größere noue ais leyr pieien mcroe, er scheine unzweiselyast. )t genaue Kenntnis; der in der Haut lebenden Pa rastten müsse aus das Wesen vieler innercr Leiden helleres Licht werfen. Die Haut wurde zu einem Versuchsoraan werden, ans, dem die Wirkung neuer Mittel besser als an Thieren beobachtet werden könnte. Die alte Methode, von dreisten äußeren Anwendungen zu vorsichtigen inneren vorzugchen, werde wieder mehr zu Ehren kommen. Wie man im I. Jahrhundert bei der BeHandlung der Lustseuche von der äußeren Anwendung von Quecksilber zu dem inneren Gebrauch überging, so hätten auch Beobachtungen, welche der Vortragende selbst mit Ichthyol machte, das er Anfangs nur mit außerordentlichem Erfolg für Eczema äußerlich anwendete, tu UU

sen inneren Gebrauch' aefülirf! bel dem

es sich als eine Specialität für Vron-chial-Asthma erwiesen. Nach weiteren Beispielen für die Wichtigkeit der Entdcckungcn von Dermatologen für die Chirurgie :c. schloß der Vortragende mit einem Eompliment für die amcrikanischen Specialisten und dem Wunsche, daß sich ein amerikanischer Bürger sinden möge, der ein besonderes gelehrtes Institut für Dermatologie gründe. Vom JnlandcAuf seinem Landsitz in Fla! Nock in Nord Earolina starb dicser Tage Wm. Aiken im Alter von I Jahren, cv war Gouverneur von Süd Earolinz u 1844 und Mitglied des EongresscS von 1851 bis 1857. Er war vor dem Kriege der größte Sklavenhalter des Staates. Ein greulicher S c a n d a l, der mit den von der Pall Mall- Gazette aufgedeckten große Aehnllch keil hat, bedroht die Sladt Manchester in New Hampsfhire. Verwickelt darin sind eine erhebliche Anzahl angeschener Kaufleute und Advokaten und vier Mädchen im Alter von 11 bis 1 Jahren. Durch das Einaeständniß eines der Letzteren ist ie schmutzige Geschichte an'S Licht gekommen. In V u f f a l o hat der sechzigjährige Arbeiter Alois Pröll während einer der letzten Nächte seine Frau mit einer Art angegrisien und ihr vier schwere Wunden am Kopf beigebracht. Er war kurz vorher verhaftet worden, weil er sich an seiner Tochter thätlich vergriffen hatte, und zwar erfolgte, wie er behauptet, die Verhaftung auf Veranlassung seiner Frau, wofür er sich an der Letzteren habe rächen wollen. Man glaubt, daß der alte Mann im Kopse nicht ganz richtig ist und will ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. A u f den großen Fisch bänken bei Neufundland hat gegen Ende des letzten MonatS ein furchtbarer Sturm geherrscht. Der von dort ln Hallsar eingetrosfene Schooner Ethel wurde von einer 50 Fuß hohe Welle qetrofsen, welche den Steuermann Derird Cotes über Bord riß z der Nest der aus Deck bcsindlichen Besatznng hatte , sich durch Klettern in die Takelage gerettet. Das Schiff war nahe daran, zu kentern, richtete sich aber wieder auf und rettete sich vordem Zcrschlagenworden durch reichliche VerWendung von Oel. Vlus dem Heimwege sah der Ethel" vier auf den Bänken festsitzende Fischerboote, deren Mannschast wahrscheinlich umgekommen ist. In St. Pierre eingetrosfene Nachrichten melden den Untergang des französischen Schooners Eordelia mit sechzehn Mann, ebenfalls auf den Bänken. Ein Junge von gutem Schlag ist der sechsjährige Lawrence Kennedy in Niceton, Pennsylvanien, der sich eines Äbends xuv aewonnilchen Seit .um Abendessen einstellte, mit der lachend hinaewortenen Acmerruna. dau sein ern Jahr älterer Spielgenosse Tommy Palmer ihn im Scherze geschossen habe. Auf näheres Befragen stellte cö sich heraus, daß drei Stunden vorher, als sie im Stall von Palmcrs Großvater spielten, Tommy aus dem dort hängenden Nock des alten Palmer eine Pistole hervorgezogen hatte. Dieselbe war losgcgangcn, und ein Schuß hstte Lawrence in die Stirn getroffen. Der Knabe hatte zwar erst geweint, dann aber wischte er sich das Blut ab und spielte weiter. Man brachte den Knaben in ein Hospital, wo sich die Unmöglichkeit herausstellte, die zwischen dem linken Auge und dem Stirnknochen eingcdrungene und dort fest eingekeilte Kugel herauszuziehen, ohne des Kindes Leben zu gefährden. Und so wird der tapfere kleine Kerl wohl das Andenken an diesen Nachmittag sein Lebcnlang,oder bis sich die Kugel von selbst herausarbeitet, mit sich herumtragen müssen. Zwei Waldmenschen sind auf der Hermlt - Insel im Ehattahootchee Flusse in Georgia aufgefunden worden. Zwei Jäger aus Eolumbus in dem ge nannten Staate waren neulich auf der Elchhornchenjagd und entdeckten dabei in einem hohlen Baum das wilde Menschen paar, das sie mit Hilfe ihrer Hunde einsingen. Man vermuthet, daß diese zwei Wesen, welche Beide Vollblutncger sind und keine bekannte Sprache reden, zur Zeit der Sklaverei, also vor mindestens 25 Jahren, von einer Pflanzung entkamen, in- der Wildniß allmälig ihre )pracye verloren uno zu oem geworden sind, was sie jetzt sind. Sie sind vollkommen nackt, haben keinerlei Waffen oder sor.Llge lLrungenschastcn" der El vilisation in ihrem Besitz, erfreuen sich aber dafür zweier nützlicher Eigcnschasten. d. h. sie können pfeilschnell laufen. wobei sie den Oberkörper vorbeugen, und mit großer Treffsicherheit Steine schlcudern. Ans diese Weise haben sie wohl ihr Kleinwild gefangen oder getodtet. Der eine dieser Waldmenschen mag ungefähr 60 Jahre alt sein, während der andere 45 Jahre zählen mag. In' den fashionablen Negerkreisen Washingtons hat man einen jener Hudu-Zauberer entdeckt, welche mit Schlangenschwänzen, Krötenaugen, besonders aber mit dem linken Hinterfuß eines weißen Kaninchens, dem unter allen südlichen Negern ganz unglaubliche Kräfte zugeschrieben werden, ihren Hocuspocus treiben. Der Washingtoner Hudu" ist ausnahmsweise dadurch merkwürdig, daß er wohlbestallter Pastor einer farbigen Baptisten-Gcmeinde ist. Schon lange haben die Decane jener Gemeinde mit dem Herrn Pfarrer Auseinandersetzung,, gehabt weil er sich die Bibel zurecht leg: te, wie es ihm paßte, und in seine Glaubcnslchrcn eine Masse Aberglauben mischte, aber Nev. Dillard gab ihnen stets zu verstehen, daß seine GemeindeMitglieder sich nach seinen Lehren und nicht nach denen der Decane richten müß.ten. Vor einiger Zeit nun sah einer der Klrchenvorstcher den Herrn .Pfarrer gerade um Mitternacht die KMenthüre offnen und, vorsichtig um sich schauend, in das Innere schleichen. Obgleich unser Darkey" nun nicht - abergläublich war, hatte er das Gruseln doch noch nicht ver lernt und cr zauderte lange, dem Herrn Pastor zu folgen, doch endlich siegte die Neugier und vorsichtig .durch ein Fenster schauend, sal er den Seelsorger bei mattem Lampenschein allerhand Sprünge und Verbeugungen machen, wahrend er, unverständliches Zeug murmelnd, ein graues ILuloer über Altar. Sitze und alle Göns

der Kirche streute. Sicher, daß er es mu

keinem gesahrllchcn puk zu thun haben werde, betrat der Dccan nun die Kirche und fragte den Pastor, der sich durch seine Anwesenheit nicht stören ließ, was cr denn eigentlich da mache. Still," war die Antwort, ich treibe die Teufel aus." Das Pulver, mit welchem der Herr Pastor diesen nützlichen Zweck zu emichen hatte, ergab sich später als eine alte Hu-du-Mischung, deren Hauptbcstandthcile Kochsalz mit Knochenasche sind. Natürlich behielt der Tecan die Sache nicht für sich und der Kirchcnvorstand forderte die Resignation des Pastors. Aber da ergab sich, dasz der ,,ocus-Pocus". be: dcm der Ncvcrcnd ertappt worden, seinen Anhang in der Gemeinde großer statt kleiner gemacht hatte. Viele hatten schon früher Kenntniß von seinen Zauberkünsten gehabt und jetzt, da er allgemein als Hu du" bekannt wurde, begannen die anderen sich vor ihm zu surchren. Nur der Kirchenvorstand hielt zusammen. Da zog nun der Pastor andere Seiten auf. Die Kirche, sagte er. gehöre ihm, er habe das Geld für die Erbauung derselben auf gebracht und habe jetzt noch S4,000 in per sönlichen Noten ausstehen. Wenn man ihn entlasse, würde er der Gemeinde die Kirche über dem Kopf verkaufen. Der Trubel i der Gemeinde sei nur der, daß jeder Kirchenalteste glaubte, er sei geschcidter und könnte - besser predigen, als der Pastor. Soweit ist die Sache jetzt gediehen und wenn der Vorstand mchldit H4,000 austrelben kann, bekommen wr am Ende noch einen Hudu-Tempel in dZ Hauptstadt des Landes. Qom Auslande. Daß ein Affe einen Eisenbahnzug anhalten kann, dürfte wohl auch noch nicht vorgekommen sein, und doch hat sich dies auf der Strecke WerdauGoßnitz ereignet. Einem Italiener nämlich, welcher mit seinem dressirten Assen in vierter Wagenklasse diese Strecke fuhr, entfloh sein vlerhandiger Kunstkollcge auf das Dach des Wagens, woselbst alsbald die Nothlcine die ganze Aufmerksamkeit des wißbegierigen Thieres in Anspruch nahm. Natürlich konnte es nicht ausbleiben, daß schon nach kurzer Zeit das Haltesignal ertönte und der Zug zum Stehen gebracht wurde. Der Uebelthäter wurde selbstverständlich bald entdeckt, sein Herr aber in Strafe geuommen. Mit der geplanten polnischcn Nettungsbank" beschäftigt sich, wie wir der Pos. Ztg. entnehmen, augenblicklich sowohl die Warschauer als auch die Krakauer bezw. Lemberger polnische Presse in eingehender Weise. Die in Krakau erscheinende Nowa Jceforma" bringt einen längeren Artikel über die genannte Bank, der an den Patriotin mus der Polen und vor Allem an die Opferwilligkeit der Magnaten, dann aber auch an die anderen Schichten der polnischen Gesellschaft appellirt. In dem Artikel wird vor Allem erwähnt, daß der Termin für das Jnslebentreten der Bank binnen Kurzem abgelaufen fei. Obschon das projektirte Kapital von 3 Millionen Mark ein verhältnißmäßig niedriges sei, wäre auch diese Summe nicht im Entferntesten gezeichnet worden. So arm, wie von verschiedenen Seiten behauptet werde, sei die polnische Gesellschaft nun nicht. In den Wiener, Pariser. Londoner, ja selbst in Berliner Banken lägen noch verschiedene polnische Millionen, die obendrein sehr niedrig verzinst würden. In früheren Zeiten hätten sich die polnischen Magnateu durch ihren Patriotismus und ihre Opfermilligkcit ausgezeichnet, jetzt dächten die Äillionäre unter ihnen nicht im Geringstcn daran, wenigstens einige Tausend Mark, die sie so leicht entbehren könnten, für die Landsleute in Großpolen" (Provinz Posen) darzubringen. Ueber die Rettung eines Menschenlebens durch einen Vorstehhund deutscher Nasse wird im Hund" mitgetlzcilt: Vor meiner Auswanderung nach 'Amerika besaß ich einen prächtigen stichelhaarigen deutschen Vorstehhund, den ich einem Freunde in Bremen zum Geschenk machte. Als mein Freund eines Tages sah, wie eine alte Frau sich in's Wasser stürzte, rief cr seinem Hunde ein Ap port!" zu. Derselbe sprang sofort der jrau nach, faßte sie bet den Kleidern, kam mit ihr wieder nnter Wasser, erschien abermals an der Oberfläche und zog die Frau an das Ufer. Nur 'auf Gehcin seines Herrn ließ er sich beweqen, die anscheinend Todte den Aerzten zu überlassen, begleitete sie jedoch zum Krankenhause und blieb dort so lange. bis er sie wohlversorgt in einem Bette untergebracht. Von dem Tage an lies er regelmäßig jeden Morgen dorthin und ruhte nicht, bis er die Frau gesehen und beschnusselt hatte. Als dieselbe nach Verlauf von sechs Wochen als geheilt entlassen war, und der . Hund sie am nächsten Tage nicht mehr vorfand, stellte er auch seine Besuche ein. Zu jener Zeit mußte in Bremen eine jährliche Steuer für Hunde entrichtet werden: In Anbetracht der wackeren That des Hundes er klärte der Stadtrath denselben auf die Dauer von 5 Jahren für steuerfrei. M an erinnert sich no ch jencs französischen Abenteurers, welcher als Aurell I. zum Konig von Azankanien gewählt wurde, der in Folge eines Vürgcrkr!egcs sein Ncich verlassen und froh sein mußte, in einem Pariser Hospital ein Bett zu finden, wo er von den langen .Strapazen ausruhen und sanft sterben konnte. Jetzt ist wieder ein Franzose zum Oberhaupt eines kleinen südamerikonischen Staates, , diesmal aber einer Republik, mit dem Titel eines Präsidenten aus Lebenszeit ernannt worden. Derselbe heißt JuleS Gros, ist Ofsicier d'Akadcmie, Herausgeber eines Blattes XouveUes de France et de Colonies" und feine Unterthanen durch Forschungen bekannt, die er am Amazonenstrome machte. Die neue Republik umfaßt' das Gebiet, welches zwischen Brasilien und FranzöstschiGuiana sich über 450.000 Quadrat-Kilometer ausdehnt und bisher t.i c -ii. .:r r t ?r cn... I innen jsjciui ijiuic, iuni uiuuirnca, Pvr- . tugal und Brasilien sich über den Besitz desselben niemals einigen konnten. Sie , nennt sich das Unabhängige Gm'ana, ist , größtentheils von Indianern bevölkert und hat eine Hauptstadt, Namens Eunani. welche aus 35 Häusern und einigen ' Hütten bestehen und 350 Einwohner 2äblen soll. Das Amtsblatt des Unab-

hängl'gen Guiana erzählt pomphast, wie die belebenden Sonnenstrahlen die Kolonisten und Eingeborenen von Emani zu einem Plebiscit weckten, dessen Folge die Einsetzung einer republikanischen Negierung mit 'französischer Gesetzgebung und der französischen Sprache als Landesspräche war. Herr Jules Gros ist beauftragt, der neuen Republik eine Vcrfassung zu geben, die Rechtspflege, die Polizei, das Eigenthum zu organisircn und überhaupt alles zu thun, was er für die Wohlfahrt des Landes für nöthig hält. Herr Jules Gros hat den ehrenvollen Antrag angenommen, weilt aber gegenwärtig noch in Paris, weil die Rcpublikaner von Unabhängig-Guiana vergessen haben, ihm Reisegeld zu schicken oder eine Eivilliste auszusetzen. Um doch etwas zu thun, hat er einen Orden gegründet, den Orden des Sternes von Eunani", dessen Großmeister er selbst ist und der 10 Großkreuze, 20 Groß - Ofsiciere, 30 Eomthure. 100 Ofsiciere, eine unbeschränkte Zahl von Rittern zählen darf. Das Band ist schwarz und roth, wohl vorwiegend roth, damit es im Halbdunkel demjenigen der Ehrenlegion gleicht ; die vier Arme des Kreuzes sind durch einen Olivenkranz verbunden, in der Mitte prangen die Worte: Iabert;r-Ju8tice." Man nennt schon einige Glückliche, welche Ofsiciere und Ritter des ,, Sternes von Eunani" sind. Großkanzler derselben ist ein Herr Guiques, den der

Präsident der neuen Republik u seinem Staatsminister ernannt hat, während ein anderer seiner Bekannten schon den Titel eines General-Jntendanten des Präsi-dentschafts-Palais in spe tragt. Biatform der Arbeiterpartei vonJndianavoliS. Die Union Lader Paltei ist eine Stat tet der Emanzipation, eine Partei der WlkdtthttZttllung natürlicher Rechte, um welche die Arbeiter durch ein Industrie system buauM wurden, lvtltbks obntRück. ficht auf Empfindungen und BtdülfnisZe ArbeitZkrast als bl fe, Waare bttracNtt. Der Endzwkck dir Partei ist die Abschaf. fung eintS Systems, unter welchem der Arvelt r kaum genug ,um Lebkn be. kommt, während der g'ökkie Theil des Resultates sttnir Albttt sich in den Här den Weniger ansammelt, ine Systems. welches Weniae über outs Mak binauö bertichert. wädrend die Masse de Volkes immir xntlx vercrmt. eines SystkMS wk!' chtS KlosstN schafft, und wtlcheS m Laus der Zeit blos; zwei Klassen übrig lassen wird, die UU Reichen und die sehr Armen ; emeS Systems, welche? die poli tische Freiheit und freie Reaierunasfor men vernichtet, weil die sehr Armen die Sklaven der serr Reichen werden müssen Es ist der Endzweck dieser Valtei an Stelle dieses Systems ein andere u iktzen. urtcr welchem die Arbeit urad bünaig ist vom Kavital und unter wkl. chcm menschliche Arbeitskraft zum Zwecke ihrer Anwendung nicht adhangen soll von dem Willen deö Kapitals. 3 diesem Zwecke erklären w'r. dak wir die in dir Convention zu Cincinnati am 22. Februar 1887 angenommene Platsorm benötigen. Und für die Vewaltung uns.rcr Stadt in der unmittelbaren Zukunft, erklären wir. dob wir zu Gunsten folzender Vorschläge sind: 1. Alle Unternehmungen, welche ilrer Natur nach monovolistifchen CharalterS sind, foUt.n ausschließlich i on der Etadt aisütrt werden zu Gunsten der Bürger. Solche Untirnehmungen sind: Straßen bahnen, Wasserwerke, .Gaöwirke. Tele phoneirrichtungtn u. deral. So lange diese Institutionen jedoch in Händen von Privater rp irationen sind, sollen dicsclbkn dmch das Gesrh gezwungen werden, ihre Geschält: so zu führen, daß die gebotenen Facilitütin sich auf olle in gleicher Weise erstrecken, und dob dieselben keire unge bübrlichen Vortdeile warnehmen können. 2. Freie Bäder sollen errichtet und mit allem Comfoit ausgestattet werden, dessen die Mittel der Stadt vermögen. 3 Nachdem die Statt für N50.000eire Halle gebaut hat. von welcher die Armen gar keinen Vortheil haben, brgünstigen wir die Errichtung öffertlicher Parks in solcher Nähe der Stakt dab sie auch für Dujenigen erreichbar sind, welche keine ffuirwerke halten und nicht viel Geld on Straßenbahnen zu vergeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Cteuergesede derart, daß genauire Ver möazSangabkn erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Stzdlvttwattllng bezahlt; alle Ländereien innirialb der Stadtren zen sollen besteuert werden, doch soll das Heim und die HauSeinrichtang armer Wittwen stmersrei sein. 6. Wir sind nicht für daS Uebertragen stäkt scher Privilegien an SlaatSdtamtt und sind der Ansicht, daß die Polizeivec. waltung eine der Funktionen der Sladt und nicht des Staate ist. 6. -Besondere Privilegien für di: Be Nutzung öffentlicher Straßen tollen nicht an Privatcorporationen vergeben werden, und wir halten es für besonders unmo ralifch und den Rechten des Volkes gefährllch, solche Privilegien im Voraus zu SpkkulalionSzwecken mit Beschlag zu be legen, und alle für solche Zwecke existirende .Controlle zwischen der Stadt und Corpo rationen o)er Pirsonen. wie z. B. der in Bezug aus das unterirdische Legen eltk irischer Träthe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheitkvorschristen und Gesetze zur Anbringung von ilre escapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch gefühlt und auf Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbeitlr beschäftigt sind. 8. Das Besprengen der Straßen, die Forlfchaffung von Abfällen und Asche joll durch die Etakt geschehen. 9. W r verlangen die Durchführung di8 AchtAunoengtsetzeS für die Angk. stelltin der Stadt. 10. Wir besürwoit n die Uibkttrückung der Eisenbahngkleise an Virginia ; Avenue in dir Weis?, daß dieselben an einem Punste zusammengesükrt werden und daß die EisenbobngkfeUschasten den auf sie fallenden Theil der ttosten bezahlen. : 11. Zum Schlüsse bitonen wir, daß das Recht des Volkes seinen Willen am Stimmkasten auezudrücken, mit dir grö ten Soraf.ilt gewahrt weiden soöte, diele Recht ist eine der heiligsten Prlvi. legier, einig freien Bürger, ein Reckt für da? Nationen aekämvst und Patrioten ihr Blut vkraossen haben. Die Sprache Hot nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel u Verkümmern. Wir bebrachten solche Versuche, sowie da Kau sen von Stimmen als ein ?roßeS Ver .brechen an dem Volke, welches vrorspteste und schärfste Bestrafung verdient.

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