Indiana Tribüne, Volume 10, Number 356, Indianapolis, Marion County, 13 September 1887 — Page 2

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Zndiana Tribune. Erscheint Möglich nd KßVtkg5. t,iäzuq, .rnZKn- Mtt nx$ den tua ,tt Ooche, iit svntagi Triit, b Cents x, Kch. mfcmtatn 1 ,t. x, V-tt ingeJVSt a z,kvk!S 9 2ait. Ofe,: 120 O, Marvlandklr. Indianapolis, Ind., 13. S,pt'br 1887. Str Weg zum Ruin. Vor einigen Tagen nnirbe aus Chat tanooga in Tennessee eine gar rührsame Eeschichke gemeldet, über roelche sammt liche gutgesinnte Bürger der Stadt in hochmoralische Entrüstung geriethen. Ein vierzehnjähriges Mädchen lebte in dem Haufe ihrer Schwester, einer Witt roe. Ein verheirateter Mann, der Vater von zwei Kindern, dessen Vergangenheit so anrüchig war, daß er sich vcranlaßt gesehen hatte, einen andern Namen anzunehmen, hatte die Wittwe und ihr Schmesterlein häusig besucht und das Letztere kürzlich zu einer Spazierfahrt eingeladen. Die freundliche Aufforde-rung-wurde mit Dank angenommen, und die Beiden fuhren davon, vergaßen aber das Wiederkommen. Jetzt weint die Wittwe blutige Thränen darüber,daß der Familienstand den Ruf ix Schwester für immer ruinirt habe, und alle empsindsamen Seelen in der Stadt hegen für das Leid der Frau die tiefste Sympathie. Indessen gibt es auch Leute, welche der Ansicht sind, daß die Wittwe an dem Ruin ihrer Schwester srlber die größte Schuld trägt. Wahrhaft herzerfrischend und wahr sind die Worte, welche man höre und staune! ein englisch: amerikanisches Blatt über diese Wnrrefenenfwit f-firtff ......,. I.nvi. Es sollte", so heißt es in diesem nach landläufigen Begriffen durchaus unamerikanischen Blatte Niemand darüber sich wundern, daß der stete Verkehr des jungen Mädchens mit dem ohnehin anrüchigen Manne zu einem derartigen Resultale geführt hat. Unter solchen VerHältnissen wäre es vielmehr ein Wunder gewesen, wenn das Mädchen der Versuchunq widerstanden hätte. Man braucht nicht bis nach Ehattanooga zu gehen, um die Wahrnehmung zu machen, daß die schrankenlose Freiheit, welche man hier zu Lande jungen Mädchen gewährt, dieselben direct auf den Pfad des Verderbens führt. In jedem Theater und öffentlichen Vergnügungsorte kann man die Wahrnehmung machen, daß junge, unerfahrene Mädchen aus anständigen Familien sich in der Gesellschaft von einzelnen Männern befinden, von denen man in der Regel nur weiß, daß sie den Eltern vorgestellt sind. Diese leere Formalität genügt den Eltern, umdaSWohl und Wehe ihrer Töchter Leuten anzuvertrauen, über deren Eharacter sie nichts Genaueres wissen. In vielen Fällen liegt die Schuld ander Verführung junger, unerfahrener Mädchen an ihren eigenen Eltern allein, und manches Fraucnzimmer hat es in seinen späteren Jahren, als sein Verstand bereits mehr gereift war, bitter bereut, daß es von der Erlaubniß der Mutter, mit jungen Männern ausgehen oder ausfahren zu dürfen, Gebrauch gemacht hatte. Es mag allerdings recht gut sein, das Selbstbewußtsein der jungen Mädchen zu fördern und zu ermuthigen, doch sollte man dabei nie vergessen, daß sie noch keine Lebenserfahrung haben, und daß ihnen die Erwerbung derselben theuer zu stehen kommen kann. Kein vernünftiger Mensch, welcher öffentliche Plätze besucht, kann sich der Ueberzeugung erwehren, daß eine gründliche Reform in den gegenwärtigen rein amerikanischen" (efellfchaftssitten dringend Noth thut. Es gibt allerdings viele junge Mädchen, welche genug Eharacterstärke besitzen, um allen Verführungskünsten ihrer männlichen Begleiter" die Spitze bieten zu können, doch ist es nichts desto weniger für vernünftige Eltern, die ihre Kinder lieben, eine dringende Pflicht, sie vsn allen Versuchungen möglichst fern zu halten, bis sie genügende Eharacterstärke gesammelt haben." (?lf Neisen durch Afrika. Einer der bedeutendsten Afrika-Reisen-den der Gegenwart ist Lieutenant Wißmann, welcher bereits elf Erforschungstouren durch daö schwarze Eontincnt" zurückgelegt hat. Schon nach seiner er)ttn Reise brachte er Neuigkeiten heim, die allgemeines Erstaunen erregten. So erzählte er, er habe in einer Gegend südlich vom Eongo Neger angetroffen, die einen ungewöhnlich hohen Grad von Eultur erreicht hätten. Außerdem sei die Gegend äußerst dicht bevölkert, und Landbu und verschiedene Künste ständen dort in hoher Blüthe. Auf diese Angaben des Reisenden hin wurden sobald als möglich Agenten des Congo-Staates in die Gegend des oberen Kasiai und dessen 3!ebenflüssen gesandt, wo Wißmann die groszen Negerr. t -t o namme aeiunoen yaoen wollte. vie Agenten bestätigten seine Angaben vollständig. Sie fanden, daß er wirklich die Wahrheit gesprochen hatte, als er berichtete, die intelligentesten Ureinwohner Afrikas seien an den südlichen 9ceben flössen des Eongo wohnhast. Die besondere Bedeutunq der letzten Reise Wißmanns beruht auf der That? sache, daß sie sich über das ganze Eontinent südlich vom Eongo, also von Ocean zu Ocean, über em Gebiet erstreckte. welches bis dahin von den Weißen noch nie besucht und auf den Landkarten bisher nur stets als unerforscht" bezelch net war. Die Forscher im Eongo-Becken haben allerdings im Laufe der letzten fünf Jahre groe Erfolge erzielt, doch erstreckten sich ihre Nachforschungen zu meist nur auf den Lauf der bedeutenderen Flüsse und auf die nahen Useraeaenden. so daß über die etwas entfernter lieaendenReaionen oerhältnißmäßiq wenia be kannt wurde. Diesem Uebelstande hat itx. . cn:r. fc ieyl oer energiicyc izinann aogeyolsen, indem er anderen Forschern den Weg ge-

zefat hat, welchen ste versolaen fouen, um

gründliche Kenntnisse über das Innere Afrikas zu erlangen. Einer der Nachfolger Wißmanns, Dr. Wolff, berichtet, daß er in der Gegend der Flüsse Sankuni und Lomami Städte gefunden hat, deren Bevölkerung seiner Ansicht zufolge mindestens 15,000 fctrug, und dabei sei das zwischen diesen Stadten liegende Land gleichfalls sehr dicht bevölkert. Ein anderer Reisender, Grenfell, schlug die nördliche Route ein und kam in die Umgegend der Flüsse Bussera, Tschupa und Lulami, wo er gleichfalls Hunderte von Städten fand, in welchen ein ungewöhnlich reger Verkehr herrschte. Auf den Flüssen schwärmte es förmlich von Booten, die nach allen Richtungen hin den Verkehr vermittelten. Es ging auf ihnen sogar lebhafter zu, als auf einzelnen Theilen des Eongo selber. Ueberall an den Ufern dieser Flüsse erstrecken sich fruchtbare Ebenen und weite Wälder, deren Pracht die Reisenden nicht genug rühmen rönnen. Es unterliegt fält keinem Zweifel mehr, aß diese Gegend berufen ist, in der Geschichte Afrikas dereinst noch eine arone Rolle zu spielen. Lieut. Wlkmann befindet sich auf der Heimkehr von seiner elften afrlkaniichen Tour", und man erwartet von ihm, daß er viel Interessantes zu erzählen haben wird über Das, was er auf dieser Reise erlebt und gesehen hat. Man ist gewohnt, stets neue Aufschlüsse über das (5ongo-Vecken und dessen Einwohner von ihm zu hö ren. Die OsienV? Krawatte. Ueber die vom Kabel nur kurz qa zel beten Schlägereien zwischen englischen u?d belgischen Fischern enthält die zioln. Ata. solaenden Bericht: Am Abend des 22. August kamen drei englische Fahrzeuge, der Dampfer Lamberton" und die beiden Schaluppen Violet" und Erpreß", mit dem Ergebniß ihrer lfchereisahrt im Oftender Hafen an. Schon seit mehreren Jahren sind die Betehungen zwischen belgischen und englichen Fischern sehr qespannt, und es vergeht kein Monat, wo das Ostender Bezirksgericht nicht mehrere dortige Fischer verurtheilt, weil sie die Rehe ihrer Mitbewerbe? wahrend der Fahrt durchgeschnitten. .Ob auch Engländer für gleiche Vergehen verurtheilt werden, vermag ich nicht zu sagen. In der letzten Zeit aber stieg die Aufregung in Ostende deshalb, weil von England ziemlich bedeutende Ladungen von gesalzenem Stockstich ankommen. Der Hauptgrund aber mag der sein, daß die belgischen Fischer bei der Löschung in englischen Hafen Gebühren im Verhältniß von 24 M. fü 100 Kg. zahlen mutten, wahrend die Engländer hier freie Einfuhr haden. Run hatte ein Ostender Fischereirheder, ein gewisser Dossaert, nicht weniger als neben englische Fahrzeuge unterwezs, zu denen auch die drei genannten geborten, deshalb entstand gleich bei der Ankunft der letzteren große Unruhe im Hafenviertel : die Mischer, welche seit Jahren keine rigenen Fahrzeuge mehr befitzen und auch zu arm sind, um Genossenschaften zu bilden der Wochenlohn für harte Arbeit beträgt zwischen 8 und 10 , mahnten die Englander unter Drohungen, nur ja nicht die Fische nach der Verkaufshalle zu bringen. Am 23. früh nun brachte die Bemannung des Lamberton" ihren Fang auf den Staden; die Fische wurden sofort von den in beenge herbeigeeilten Ostender zurückgeworfen. Ebenso erging es den beiden anderen Fahrzeugen. Polizei war zwar an Ort und Stelle, aber nicht stark genug, und als bald darauf auch Gendarmen kamen und einige der Akuhestörer festnehmen wollten, wurden diese von ihrn Genossen befreit. Nun machten Gendarmen und Polizisten von der blanken Waffe Gebrauch und die Engländer konnten ausladen. Bald aber kam die Menge zurück, durchbrach den Ring der Schutzmannschaft, zerstampfte die Fische oder wars dieselben den Gendarmen in's Gesicht, wobei sich auch die Frauen hervorthaten. Ein Fischer wurde bei dem Angriff durch einen Bajonettstich tödtlich ein anderer leicht verwundet. Auch aus andere Fahrzeuge wurden Angriffe versucht, von den Gendarmen, die dreimal in die Luft schössen, aber abgewiesen. Nun durchzog die Menge mit einer belgischen Fahne, unter Abstngung der Vrabanonne und vläinscher Lieder, die Straßen der Stadt. Da die Aufregung stch mehrte, wurde die Bürgerwehr aufgeboten und eine Abtheilung Reiterei von Brügge verschrieben. Uebertriebene oder wahre Gerüchte schürten das Feuer. Es hieß, der genannte rr r m c -ossaerr yaoe aus oie beenge gegossen. Am 24. früh erfolgten weitere Angriffe. Zwei englische Schaluppen wurden zu Wasser und zu Lande verfolgt. Ter Befehlshaber der Büraerwehr forderte die Friedensstörer dreimal auf, abzulaffen, und ließ dann in die Luft schießen. Die Fischer entblößten ihre Brust und riefen: Schießt nur, damit Ihr die Farbe des Blutes eines vlämischen Fischers kennen lernt!" Nun wurde auf das Fahrzeug, worin sie sich befanden, gefeuert, zwei blieben todt, viele andere wurden verwundet; leider wnrde auch unsern davon ein Unschuldiger getroffen. Bald darauf mußte am Staden wiederum gefeuert werden und wiederum sielen Verwundete. Nachmittags herrschte heillose Verwirrung. Das Geschäftshaus Dossaerts wäre beinahe geplündert worden ; alle Fensterscheiben darin wurden von der wüthenden Menge eingeworfen, der Besitzer verließ mit seiner Familie die Stadt. Wir haben es hier mit keiner socialistifchen Verirrung zu thun, sondern mit einem Verbrechen aus Elend. Im April deutete ich gelegentlich die Verwahrlosung des armen Ostender Fischervolkes an, welches wirklich bis auf's Blut ausgebeutet wird. Es muß daher auch an das heutige Ercigniß ein ganz anderer Maßstob angelegt werden, als an die Ruhestörungen, die stch unter den gewerblichen Arbeitern Belgiens ereignen z weit mehr als bei diesen müssen für die Ostender Fischer mildernde Umstände in Erwagung gezogen werden. Das heute vergossene Blut kommt wiederum auf dicjenigen, welche, die Mittel in der Hand hatten, um der Sklaverei der Fischer iin

End'c zu machen. Ich meine die qronen

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Herren in der Kammer, die bisher für das Volk nichts gethan, ob dasselbe sich nun Ackerknccht, Fischer oder Bergmann nennt, während sie schon Gelegenheit fanden, um ihre durch Mißwirtschaft gefährdeten Gewinne durch Zollauflagcn zu retten. Wenn es so weitergeht, könnte es schließlich dahin kommen, daß an jeder belgischen Waare Blut klebet. Das ist die Folge der Politik der kapitalistischen Ausbeutung, welche dem Armen nichts darzureichen weiß, als die Schnapsflasche, Geleimt. Hat Jemand von Ihnen vielleicht eine Banknote gefunden?" fragte neulich ein aufgeregter Mann mehrere Leute, die am Union Depot in Chicago herumlungerten. Haben Sie denn eine verloren?" fragte ihn ein ältlicher Mann. Der Angeredete bejahte dies. Es war ein H50-Schein," sagte er. Der Aeltliche" zog bedächtig eine große Rolle Papiergeld aus der Tasche und begann in derselben nachzusuchen. ! Hier," sagte er dann, indem er einen Kö0-Schcin herauszog und ihn dem erfreuten Fremden überreichte, diesen Schein habe ich vor einer Weile hier am Depot gefunden; es wird wohl der Ihrige sein." 3ch danke Ihnen herzlich." saate der Fremde, Sie sind ein ehrlicher Mensch, und ich kenne meine Pflicht und Schuldigkeit. Sie haben mir meine $50 wieder gegeben ; hier, bitte, nehmen Sie $10 dafür." Der Alte schien sich anfänglich z'Z sträuben, nahm aber doch schließlich di $10, steckte ste in seine Tasche und ging. Der Fremde wollte seine gefundenen $50 später wechseln und erfuhr zu seinen Schrecken, daß die S50-Bill gefälscht war. Er sucht bis auf den heutigen Tag vergeblich nach dem ältlichen, ehrlichen Herrn." Henry Villard. Bekanntlich ist Henry Villard, dtt frühere Präsident der nördlichen Pacisic bahn und fünffache Millionär, vor emtgen Tagen aus seinem freiwillig gcwählten Eril in Deutschland wieder in den Ver. Staaten eingetroffen, um angeblich im Interesse eine's deutschen Syndicats mit einem Capital von sechs Millionen Dollars von Neuem stch hier an Eisen-bahn-Spcculationen u. s. w. zu betheiligen. Es ist fraglich, ob es ihm gelingen wird, seine frühere hervorragende Stellung in der amerikanischen Börsenwclt wieder zu erobern, jedenfalls aber zeigt der Mann eine rastlose Thatkraft und Energie, und wird aller Voraussicht nach bald wieder festen Boden unter seinen Füßen" haben. Henry Villard ist vor 54 Jahren in Speyer in Rheinbaiern geboren. Sein Vater war der Gerichtspräsident Hilgard in Zwcibrückcn, und in letzterem Orte genoß Heinrich seinen ersten Schulunterricht. Dann wurde der Knabe in eine französtsche Lehranstalt in Pfalzburg in Lothringen gefchickt und besuchte später das Gymnasium in Speyer, welches er im Jahre 1853 absolvirte. Es waren bereits mehrere Mitglieder seiner Familie nach Amerika ausgewandert, ein Vetter von ihm ist der Prof. Hilgard vom Küstenvermcssungs-Dienst in Washington. Der junge Mann faßte eine leidenschaftliche Vorliebe für das freie Amerika, und seine Eltern ließen ihn ziehen, obgleich er ihr einziger Sohn war. Eines Tages im Jahre 1853 landete Heinrich in Rem Aork. Er suchte Beschäftigung und erhielt eine solche als Bücheragent. Um seiner Familie die Schande zu sparen, daß er auf eine so kümmerliche Weise seinen Lebensunterhalt verdienen müsse, veränderte er seinen Namen in Villard und hat denselben seither beibehalten, trotzdem er später wiederholt den Wunsch äußerte, seinen alten Familiennamen wieder annehmen zu kön? nen. Ein Jahr lang blieb er in New Fork, dann begab er stch zu seinem Onkel in Bellcville, Jll., und begann von dort aus, an einzelne Zeitungen Eorrcspondenzcn zu schreiben. Später ging er nach Chicago und wollte Advocat werden, das Studium der amerikanischen Rechtswissenschaft behagte ihm jedoch so wenig, daß er dasselbe bald aufgab und sich von nun an ganz der Journalistik widmete. Er erregte zuerst die Aufmerk? samkeit weiterer Kreise durch die Berichte, welche er im Jahre 1858 über die berühmten Debatten zwischen Lincoln und Douglas schrieb, dann arbeitete er für den Eincinnati Eommercial", machte im Auftrage dieser Zeitung eine lange Reise nach Colorado und war später für den New Yorker Herald" thätig. Während des letzten Bürgerkrieges wirkteer gleichfalls als Eorrcspondent für mehrere Zeitungcn und errichtete später mit Horace White und A. G. Hill ein Neuigkeitenbürcau in Washington. Im Jahre 1866 heirathete er in Woston eine Tochter des bekannten Abolitio-nisten-Führers William Lloyd Garrison. Als der Krieg zwischen Preußm und Oesterreich auöbrach, reiste er nach Europa hinüber, um für die N. I. Tribune" Kriegsberichte zu liefern, besuchte die Pariser Weltausstellung und roar nach seiner Rückkehr nach Amerika editoriell am Boston Advertiser" thätia. In dieser Stellung verblieb er, bis der große Slnea zwischen Deutschland und Frank reich ihn wieder nach Europa rief. Von jener Zelt an oattrt sein Austreten als Financier. Er w.nde mit Capitalisten in Deutschland bekannt, und dieselben gewannen eine so vortheühafte Memuna von seinen Fähigkeiten, daß ste im Jahre '674 ihn mit genügenden Geldmitteln versahen, damit er für ste in Amerika stch an Eiscnbahn-Speculationen bttheiligen könne. Errichtete sein Hauptaugenmerk auf die Orcgon-Rcgion und hatte bald den bekannten Bunden Pool" errichtet, der in der Geschichte der Wall-Straße ohne Gleichen dasteht. Villard verfügte über ein Capital von $10,000,000 bis $12,000,000, ohne daß die Eigenthümer dieser Niesensumme wußten, wie er ste venvenden werde. Er hatte Erfolg. Die nördliche Pacistcbahn und verschiedene Eisenbat)n-Systeme in Oregon gelangten unter seine Controlle, und er verfuhr so schlau und kühn, daß er sogar den alten Spihbuben Jay Gould zu übervorthei: !en zierstand. . . . .,.

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über die von ihm erworbenen Systeme mit despotische? Macht. Er sorgte unermüdlich dafür, das; die nordliche Pacistcbahn zu Ende gebaut wurde, und viele Leser werden sich noch des Aufsehens erinnern, welches die große, von ihm veranstaltete Ercurston machte, als eS stch darum handelte, die Eintreibung dcS letzten Nagels in das Geleise dieser Bahn zu feiern. Die Ercurston kostete der Eisenbahn -'Gesellschaft 5100,000 bis &oss) nnn tpfi sh-siirfinn sollte für mwwwvv V---' I"" I " " I I Villard verhängnisvoll werden. Viele ! Aktionäre seiner Unternehmungen waren mit der Verschwendung - unzufrieden, welche auf derselben geherrscht hatte, und i rrv u . ... cr ff rL...r.. ti ole Zvaren oer vau lraszc macyien stch diesen Umstand zu Nutze, um auf den bisher unangreifbar gewesenen Eisen-bahn-Magnaten einen neuen Angriff zu machem. Sie trieben die Actien der Nördlichen Pacistcbahn von Pari auf 70 und die der Orcaon Tnscontinental" von 90 auf 60 herunter. Billard machte v r r rvr C uoermenscyilcye ÄNsrrengungen, um oen Preis der Actien wieder ZU beben. Er war zu jener Zeit ein fünffacher Millioc r? t.L rr.o i 3 nar uno yaire sicy ein prall)ivoucs saus in New York gebaut. Alle feine Habe aina in dem Kamvfe verloren: er übertrug die Reste desselben seinen Glaubigern und kehrte wieder nach Deutschland zurück. Jetzt ist Henry Billards Name wieder in aller Munde. Als Repräsentant mehrerer Millionen Dollars, die er von vertrauensseligen Eapitalisten Deutschlands erhalten hat, wird er unzweifelhast in kurzer Zeit in der Wall Straße New Z)orks von sich reden machen. Dctttscnc okttlnachrltl.:. Provinz Westfalen Der Handelsmann Ongstek von Her ford wurde überfahren uno getödtt! und der Müller W. Kuhlmann von Spork wurde vom Getriebe zermalmt. Niedergebrannt stnd : in Altena die Ortlinghaus'sche Besitzung, in Gcoelsberg das Haus des WirthS Kämper, in Hcvcn das Beckenberg'sche Anwesen, in Hille das des Kolonen F. Bockcmcycr und in Lcmbeck das Haus des Küsters Gülkcr und drei benachbarte Häuser. Königreich Württemberg. DaS Doppelhaus des Bauern I. F. Kull in Bernbach sammt Scheune und Schuppen niedergebrannt. Kull wurde unter dem Verdachte der Brandstiftung verhaftet. In der Hutfabrik von A.Daibcr in Ebingen ist in Fo7ge einer Lohnherabsetzung von 2 3 Pfennigen pro Slück für das Walken ein Stri'k: ausgebrochen. Die davon betroffenen Arbeiter erklärten, für die herabgesetzten Löhne nicht arbeiten zu können ' weitere Unterhandlungen blieben ergebmßlos und schließlich wurde den Walkern gekündigt. In Folge hiervon standen noch am gleichen Tage auch die anderen Arbeiter aus. f In Ellwangen Regierungsrath v. Heinz. Die Heilsarn.ee ist von Stuttgart nach Eßlin? gen eingerückt und macht, ebenso wie dort, bedeutend? Fortschritte. In Wiesen: stettcn lat der Sohn des Schultheißen Hank die Tochter des Hirschwirths Sckä: fcr mittelst eines Revolvers erschossen und dann sich selbst eine Kugel in den Kopf gejagt, so daß er schwer verwundet darnicderliegt und an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Vom herrlichsten Wetter begünstigt wurde das zweite oberschwäbische Gausängerfcst in Jönn abgehalten. Ueber 400 Sänger aus Oberschwaben bethciligten stch an demselben. In Verbindung mit diesem Feste beging der dortige Liedcrkranz" sein 50jähries Jubiläum. Der langjährige Gememderath und Stiftungspflcger Konrad Rudolf und seine Ehefrau Katharina, geborene Hagenbach in Oeschingen feierten im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel die diamantene Hochzeit. Der Restaurateur Nagele in Navensburg wurde bei einer Hochzcitöfcier von dem 19jährigen Mar Ströhle erstochen. Taglöhner Johann Ludwig Honald von Höroelstngen bei Ulm und der Maurer Franz Hausmann haben stch erhängt. Der Fuhrmann Klumpp von Altenstcig und der Bicrführer Gottlieb Schick vol? Unterurbach wurden von ihren . Fuhrwerken überfahren und gctödtct; einem Schlage anfall erlagen der Schmidt Essig aus Eberdingen, der Eisenbahn - Wagcnwärter Herter und der Buchhalter Schwarz, beide aus Stuttgart; der 10 Jahre alte Friedrich Grcincr aus Vissingen ist ertrunken; der Gemeindcrath und Stiftungspfleger Ulmer aus Pleidelshcim wurde von einem Stiere zu Tode gestoßen und der Oekonom Sebastian Stellwag ans Weitzcndorf zwischen einem geladenen Wagen und dem EinfahrtSthore zu seinem Hofe zu Tode gedrückt. Großherzogthum Baden. Der Kürschner Earl Rausch in Freibürg wurde wegen Verbreitung verbotener socialdemokratifcher Schriften zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. f In Langenbach Altbürgermeister Hummel. Der von Langenhardt, Amts Lohr, gebürtige, zuletzt in Ossenburg ansässig gewesene Scsselmachcr Ferdinand Flcig ist, ohne Hinterlassung einer Adresse, von hier verschwunden ; zurückgelassen hat er dagegen seine Frau, 'Mit welcher er seit etwa - vier Wochen verheirathet ist und zahlreiche Schulden. Von dem Vermögen seiner Frau hat er gegen 1400 M. mitgenommen. Außerdem fehlen in der Kranken- und VegräbniLcasse des Gewerkvercinö der deutschen Tischler, deren Kasstrcr Fleig hier war, etwas über SO Mark, welche er jedenfalls auch mitgenommen hat. In der Pflüger'schen Weberei in Schöpfheim erplodirte der Garnkochkesscl. Der mehrere Zentner schwere Deckel desselben wurde dabei durch den darüber liegenden Holzboden geschleudert' zertrümmerte einen Theil der Rcbcnmand und das Gebälk und riß ungefähr die Hälfte des Daches fort. Ein Arbeiter wurde verwundet. Der Privatier Wilhelm Kurschmann in Wcinheim wurde wcaen ! Verbrechen gegen die Sittlichkeit zu 7 ! Monaten Gefängniß verurtheilt." Der 1 Salinenarbeiter A. Schneider von Dürrheim und der 33 Jahre alte Johann Hartmann von Grießen haben stch erhängt, die ledige 27 Jahre alte Louise Siegmann von Hüffenhardt und der Landwirth Fritz Sturm von Hüsingcn haben di ertränkt, der Sohn des Mechanikers

D". in 3ca statt hat stch erschossen und die Frau des Schuhmachers Sicbcrt in Ried-

hohrmgcn machte ihrem Leben cm Ende, indem sie stch die Kehle durchschnitt. Durch Unglücksfällc kamen nm's Leben: die Frau des Landwirths Stcfan Bachmann in Bruchsal (von einer Kuh gespießt), ein Sohn dcö ZicglerS Kußlcr in Dinglingen (überfahren), der 45 Jahre alte Johann Stortz von Fischbach und der Sohn des Rathsschrcibcrs Steinbach in Gisstgheim (Sturz vom Wagen) und der Direktor der Uhrenfabrik Union Elock Eo." in Furtwangen, Villing (stürzte mit seinem Vclocipcd einen Bergabhang hinunter) : Aus der Rheinpfalz. In der Nähe des Friedelhäuser KirchHofs bei Wolsstein wurde die Leiche des Krebsfängers Dster gefunden. Selbstmord begingen: in Grethen der SteinHauer Jacob Weber, in Hütschenhausen der Bildhauer Joh. Voglgesang, in Thalsröschen in einem Anfall von Schwermuth die Frau des Straßenwärters Wagner. In Frankcnthal wurde das Kind der Frau Helf von dem Fuhrwerk des Oekonomen Knclle überfahren und gctödtet, in Großkarlbach wurde der Fuhrmann Christ überfahren und tödtlich verletzt. In Bobenheim bei Kaiscrslautern verunglückte der 14jährige Karl Kraft durch einen Sturz von der Dreschmaschine. In Ludwigshafen ertrank der 9jährige Sohn des Locomotioführers Paul Bachmann. In Steinseld verunglückte der Schuhmacher Jacob Labbö in der Dreschmaschine. Elsaß-Lothringen. Die Eheleute Vracher-Minet in Vlotzheim feierten kürzlich das Fest der goldenen Hochzeit. Neulich erfolgte auf dem St. Georgs - Kirchhofe in Hagenau die feierliche Ucbergabe des Grabdenkmals, welches Freunde und Verehrer des verlebten Kreisdirektors Freiherrn Senfft von Pilsach errichtet, an dessen Familie. s Der Steinbruch - Unternehmer und frühere französtsche Kapitän Jean Prosper Vincent in Dcutsch-Oth. Mecklenburg. Güstrom. Die Hrn. Wulf in Badenbieck gehörige Eröpachthufe mit Inventar (das Rindvieh ausgenommen) ist an den früheren Pächter von WilhelminenHof, Hrn. Müller, fKr den Preis von 120,000 M. verkauft worden. Dieselbe umfaßt 42,000 Quadratruthen Acker, halb Roggen-, halb Weizenboden. Vor I Jahren hatte Hr. Wulf die Stelle für 27,000 M. gekaust. Kürzlich feierte der Domänenrath Heinrich Friedr. Ludwig Edler v. Paeple Quassel mit seiner Gemahlin, einer Tochter des früheren englischen Geschäftsträgers für Mecklenburg, Oldenburg, Holstein und die Hansestädte, Mr. Henry Eanning, das Fest der goldenen Hochzeit. Der einzige Sohn des ChaussecgeldeinnehmerS Abrahm im nahen Bentwisch ist beim Baden ertrunken. Derselbe war Schüler der Prima im Realgymnasium in Bützow. Braun schweig. A n ha l k. Lippe. Der Schlächter Hagemann in Bodenstädt, welcher in seinem Fuhrwerk, auf dem sich eine Kuh befand, die Eisenbahn bei Wierthe überfuhr, wurde von einem heranbrausendcn Zuge erfaßt. Mann, Fuhnvcrk und Kuh wurden zu einer formlosen Masse zertrümmert und zerquetscht. Das Bockmann'sche Ehepaar in Jerrhcim feierte kürzlich in voller öcüstigkcit die goldene Hochzeit. Der Briefträger Schütte in Ocrlinghauscn, dessen 4 Kinder kürzlich bei einer Feuersbrunst verbrannten, während er selbst schwere Verletzungen davontrug, ist im Landkrankcnhause in Detmold gestorben. Rhe inp r ovinz. Der in weiteren Kreisen als sozialdemokratischcr Agitator bekannte Schuhmache? Dicdrich Schmitz in Crefeld ist flüchtig geworden, nachdem er ein Geschaft um einen größeren Posten Waaren beschwindelt hatte. Der Bauunternehmer Lovis Küppers von Barmen starb in Folge eines Sturzes und der Matrose Martin Sartory von Bopppard ist ertrunken. Provinz Hessen-Nassau. Der Bierbrauer Heinrich Bermann in Frankfurt a. M., der, wie f. Zt. berichtet, in der Eurich'schen Brauerei einen Vrauburschen durch einen Schuß venvundct hat, weil ihm Arbeit versagt worden war, wurde zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt. In dem Garten des Ingenieurs Schmick in Hailer wurde ein Reblausherd entdeckt. Kaufmann L. in Hanau ist unter: Mitnahme von ca. 10,000 M., worunter auch Vereinsgelder, flüchtig gegangen. Jubiläen: Organist Heinzerling in Eschwege und Lehrer Vrassel in Lichtenau feierten das 50jährige Dienstjubilämn; in Rüdesheim beging das Franz Schmidt'fche Ehepaar das Fest der goldenen Hochzeit, in Cassel Konststortalprasldent Wcyrauch nebst Frau das der silbernen Hochzeit und in Niederrad Pfarrer Volpenhenn das 25jährige Pries sterjubiläum. Der 23 Jahre alte Josef Funk von Großauheim hat stch erschossen. Der 12jährige Wilhelm Waldschmidt von Frankfurt ist ertrunken. ; Königreich S a ch sen. Im Lauf d.J. haben in Ehrenfriedensdorf nicht weniger als 5 Ehepaare die goldene Hochzeit gefeiert. Das letzte an der Reihe war der Verginvalid W. Mürer mit seiner Ehefrau. Der frühere Bürgermeister Ernst Wilhelm Thiemer in Jähstadt ist wegen Untreue und Unterschlagung zu 3 Jahren Gefängniß verurtheilt worden. s In Meißen Postdirektor Friedrich Härtcl. Der Soldat Jäckcl von der l. Komp. des 'Infantericrcg. 103 in Vautzcn und der Grcnzausseher Karl Friedr. Schaarschmidt aus Obcrwildenthal haben stch erschossen; erhangt haben stch: der Hüttenarbcitcr Aug. Friedr. Neubcrt aus Heidersdorf, der Gartenhausbesther Unger aus Ortmannsdorf und die 64jährige Wittwe Nöder aus Werdau, ertränkt: der Fabrikarbeiter Weißenfels aus Kirchberg und der Laubsagearbeiter Paul Uhlemann aus sebnitz. Von den von ihnen geleiteten Fuhrwerken übersahren und getödtet wurden: der Oekonom Robhold aus Cunnersdorf, der Kutscher j Tunger in Diensten der Firma Fr- Lan- ' ge aus Falkenstein und der Kutscher Iran Müller aus Hinterjessen; der Sohn des ' Beraarbeiters Glöckner aus Eonradsdorf

ist" ertrunken : der Hanvarbclter träger aus Freiberg wurden verschüttet; die Bauern August Schneider in Krappc b. Bautzen bcdlenstete Magd Marie Kaiser starb an Brandwunden; der Bruukcnbauer Eichler aus Meinitz erlag einem Schädelbruch und der Schuhmacher Mieth ?us Quatitz brach das Genick. Hessen-Darmstadt. Ein entsetzliches Brandunglück hat die Gemeinde Klein-Anheim bctrofsen. Im Ganzen sind 21 Wohnhäuser und 13 größtentheils gefüllte Scheunen, ein ganzes Viertel des 1600 Einwohner zählenden Dorfes, von einer Feuersbrunst zer stört worden. Auch ein Kind kam in den Flammen um. Das Feuer entstand gegen 7 Uhr Abends in der Maltz'schen Wohnung und soll durch Kaffee kochendt Kinder veranlaßt worden sein. Bahnassistent Stein in Mühlheim, ein vcrhcirathete? Mann, ist unter der Beschule!gung, ein Verbrechen gegen die Sittlichkeit beaangen :u baben. verbaftet n??rd: Platform Arbeiterpartei von Jnbianavolis

Die Union Labcr Pa tei ist eine Pa tei der Erranzipallrn. tiwt Varlei der Wiederherstellung natürlicher Rechte, um welche die Arbeiter duich ein Industrie system bkkaudt wurden, welches ohneRuckficht auf Empfindungen und Berürfmsse Arde't'krast alö bl ße Waare betkackttt. Der Endzweck drr Hart,, ist die Abschaf. fung einks Systems, unter welchem dkr Akbeit r laum genug um Lebende, kommt, während der g'öbkre Theil des Resultates seiner Arbeit sich in den Händen Weniger ansammelt, eines Systems. wklchks Weniae über alles Maß dinan bereichert, während die Masse des Volkes immir mehr verarmt, eines SystkmS me! chtS Klassen schafft, und welches is, Laufe der Zeit blob wei Klaffen übria lassen wird, die tx Reichen und die sehr Armen ; eines Systems, welche? die voll tische Jreibeit und freie Regierunasfor men vkrnichtlt. weil die sehr Armen die Sklaven der setr Reichen werden müssen. Es ist der Endzweck dieser Partei an Stelle dieses Systems ein andere zu tktzen, uvte? welchem die Arbeit urab bängig ist vom Kopital und unter in sichern menschliche ArdeiUkrost zum Zwecke ihrer Anwendung nicht abhängen sollvon dem Willen des Kapital. Zu diesem Zwecke erklären w r. dab wir die in dr Eonvention za Cincinnatl am 22. ffebruar 1887 onkevommene Platform bestätigen. Und für die Pewaltung unslrtt Stadt in der unmutelbortn Zukunft, erklären wir. dafc wir zu Gunsten folgender Vorschlägt sind: 1. Alle Unternehmungen, welch ihrer Natur nach monopolistischen Charaiterö stnd, sollt. ausschließlich t on der Stadt ctsütrt werden zu Gunsten der Bürger. Solche UnNrnehmungen stnd: Straöen' bahnen, Wasserwerke, Gaswerke. Tele phoneirrichtungen u. dergl. So lange diese Institutionen jedcch in Händen von Privaterrpzrationen sind, sollen dilstlbkn durch daö Getth gezwungen werden, ihre Geschälte so zu führen, daß die gebctenen Facilitüten stch aus olle in gleicher Weise erstrecken, und dak dieselben keire unge bührlichen Vo,t?)kile waehmen können. 2. Freie Bäder sollen errichte unv mtt allem Comfo,t auSgtflatt t werden, besten die Mittel der Stadt vermögen. 3 Nachdem die StaN für N50,000e!t!e Halle gebaut hat. von welcher die Armen gar keinen Vo,thei! haben, begünstiaen wir die Errichtung öffe, tlicher Parks in solcher Nähe der Stakt daß ste auch für Dikjenigen erreichbar sind, welche keine Fuhrwerke halten und nicht viel Geld an Straßenbahnen zu vergeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Etkuergesetze dkrzit, daß genarnre Ver mögenSar.gaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Stadtverwaltung bezahlt; alle Ländereien lnn,rhald der Strdtaren zen sollen besteuert werden, doch soll das Seim und die HauSeinrichtung armer Wittwen steuerfrei fein.. 6. Wir stnd nicht für das Uebertraaen stüt t scher Privilegien an StaatSdramte und stnd der Ansicht, dab die Polizeiver wallung etne der Funltlonen der .S:adt und nicht des Staates ist. 6. Besondere Privilegien für die Be nützung öffentlicher Straßen sollen nicht an Prlvatcorporatlonen vlrzeben werden, und. wir hallt es für besonders unmo ralisch und den Rechten deS Volkes at fährlich, solche Privilegien im Voraus zu Vptlulattonezwraen mit Be chlog zu be legen, und alle sür solche Zwecke existirende Contrakte zwischen der Stadt und Corvo rationen oder Personen, wie z. B. der in Bezug aus das untenrdlsche Legen tUU trischer Träthe sollen widerrufen werden. 7. Gesundheitövorschriften und Gesetze f M xur Anorinaung von nre escapes an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durch gefühlt und auf Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbeitir beschäftigt nnv. 8. Das Besprengen der Siraken. die Fortschaffung von Abfällen und Asche soll durch die ktakt geschehen. 9. W r verlangen die Durchführung res Achtflunoenge ekes für du Anue stellten der Stadt. 10. Wir befürworten die Ukberbrü ckung der Eifenbohngeleife an Virginia Avenue in der Weise, daß dieselben an einem Punkte zusammengeführt werden und dak die Etsenbahngesellschasten den auf . sie fallenden Theil der Kosten bezah len. 11: Zum Schlüsse betonen wir, das das Neckt des Volkes feinen Willen am Stimmkasten auszudrücken, mit der grö ten Sorafalt gero.ahrt werden soLte, dieses Rkcht ist eines der heiligsten Ihmlegien ,in,S freien Bürgers, ein Reckt für da? Nationen gekämpft und Patrioten ihr Blut vkraossen haben. Die Sprache Hit nickt Worke genug, um Versuche zu verdammen, diese? Recht durch Betrug und Schwindel u verkümmern. Wir be troätin solche Versuche, sowie da? Kauten von Stimmen als ein oroßes Ver .brechen an dem Volke, welches promp teste und schärfste Bestrafung verdient. Dr. O. G. Psass, Orzt, Ounvarzt Mtt (Geburtshelfer. Offiee: 485 Madieon Atp, SxchftU d ! noxgtnl , 8 MI ff 12t achittagl vsn 1 MI I Uhr. - re, T ti I r. C7 i,bo SB : Oshsnug : 141N. A.lalatxin Gr. ' drton 080.

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