Indiana Tribüne, Volume 10, Number 352, Indianapolis, Marion County, 9 September 1887 — Page 2
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D iatözNH, Ztitant' ko?t durch Un XTll kt xkiö4, ei costa ,xnIistl ?tt C3c$t. ?3li4 mTacatx t J 6 ttUI. r vs? aef4u!i in Ls,k,,e?!2?z k' s k JTJ,. Cfflts: ITOO WttrvlandRr. Indianapolis, Ind.. 9. Siptmbir 1837. Tas Cttde eines Desperados. Jsaae N. öllinger, ein junger, acht barer Mann, Hatte im vorigen Jahre die Cottonwood-Nanch in Arizona, dicht an der Grenze von New Mexico, käuflich übernommen und auf derselben seine Heimstätte aufgeschlagen. Er hatte dieselbe im vorigen Herbste indessen für einige Zeit verlassen, uud seine Abwesenheit wurde von einem gewissen Craig benutzt, um die Ranch selber in Besitz zu nehmen. Ellinger fand bei seiner Heimkehr sein Eigenthum von Eraig besetzt und ritt in Gesellschaft seines Freundes Wilds P. Plummer auf die benachbarte Ranch der Clantons hinüber, wo er aufgefordert wurde, zu Mittag zu essen. Er leistete dieser Aufforderung Folge. Außer ihm und seinem Freunde waren noch mehrere andere Männer zu Tisch anwesend, naml!ch Jke und Phin Clanton, Lee Renfro und Bill Jackson. Während der Esjenszeit verhielten sich Alle ruhig, als dieselbe jedoch vorüber war, forderte Lee Renfro den Ellingcr auf, ihm in das nächste, von Phin Clanton bewohnte Blockhaus z . folgen. Kaum hatte Ellinger das Blockhaus betreten, als Renfro mit ihm Streit anfing und drohend seinen sechsläufigen Revolver aus der Tasche zog. Jke Clanton wollte zwischen beide Manner treten und sie von einander halten, Renfro kam ihm jedoch zuvor und jagte Ellinger eine Kugel in die Brust. Der Verwundete stürzte zu Boden und litt mehrere Tage lang unsägliche Qualen, ehe ihn der Tod von seinen Leiden erlöste. Unterdessen hatte der Mörder von seinen Gastgebern ein Pferd erhalten und war in die Berge Arizonas entflohen, wo er sich vor den ihn verfolgenden Beamten der Justiz erfolgreich zu verbergen verstand. Anfangs dieses Monats hatte Renfro mit einigen Spießgesellen sein Lager in einem Canjon am Rio Vonito in der Reservation der Apache - Indianer aufgeschlagen. Ein seltsames Spiel deö Zufalls wollte es, daß zu derselben Zeit ein Bundes - Detectiv mit einigen Mannschaften sich in der Gegend befand, um nach gestohlenen Rindern nachzuforschen, welche zu der San Carlos - Agentur gehörten. Als der Detectiv über ein Hochplateau ritt, sah er aus einer Thalschlucht einen Mann in Hemdsärmeln hervorkammen, der von Weiten eine große Aehnlichkeit mit dem seit langer Zeit gesuchten Lee Renfro hatte. Er gab seinen Begleitern den Auftrag, zu jenem Manne hinüberzureiten und ihn zu bitten, über einige Geblrgspfade nähere Auskunft zu ertheilen. Der Fremde ging in die Falle und kam. E3 war wirklich Lee Renfro. Als er etMl 16 Schritte weit von dem Detectiv entfernt war, hob derselbe mit Blitzesgeschwindigkeit seinen Revolver in die Höhe nnd schrie: Lee Renfro, hebe Deine Hände auf!" Der Mörder leistete dem Gebote keine Folge, sondern versuchte, seinen eigenen Revolver zu ziehen. Der Detectiv zauderte nicht uns schoß. Die Kugel drang Renfro durch Herz und Lunge, und er stürzte zu Boden, ehe er Gelegenheit gehabt hatte, selber zu schießen. Der Detectio lief schnell zu ihm hinüber. Haden Sie auf mich des Geldes wegen geschössen?" fragte der auf den Tod Vervundete. Nein," gab der Detectiv ehrlich zur Antwort. Ich hätte Ihnen nichts zu Leide gethan, roenn Sie sich Ihrer VerHaftung nickt widersetzt hätten." .Mit mir ist's aus," klagte Renfro. Ich fühle es, die Kugel hat mich in's Herz getroffen. Schicken Sie die goldene Uhr und die anderen Werthsachen, die Sie bei mir finden werden, an meinen Bruder in Cowboy in Teras." Mit diesen Worten verschied er. Craig, der Mann, der dem biederen Ellinger die Ranch gestohlen hatte, durfte sich seines Raubes auch nicht lange freuen. Er wurde bei einer Prügelei in Fairviw in New Merico todtgeschojsen. Deutschlands Handelsflotte. Die deutsche Handelsflotte hat sich im Jahre 1886 nicht nur auf der dritten Stelle unter den Handelsmarinen Europas behauptet, sie nähert sich der normefischen Ziaufsahrteiflotte, welche die zweite stelle einnimmt, auch fo erheblich, daß deren baldige Ucberflügelung in Aussicht steht. Denn, während 18b5 der Unterschied in dem Tonnengehalt beider noch rund 82,000 Tonnen betrug (1,492,000 zu 1,410,000 Tonnen), stellte sich derselbe 188 nur noch auf 23,000 Tonnen, (1,447,000 zu 1,424,000 Tonnen) also auf nicht voll den dritten Theil. Bleibt daher die Bewegung in dem laufenden Jahre derjenigen in dem verflossenen auch nur annähernd gleich, so ist die Annähme gerechtfertigt, daß Deutschlands Rhederei, am Ende desselben die zweite Stelle in Europa einnimmt. Während der Tonnengehalt der norwegischen Flotte um reichlich I pCt. zurückging, weist derjenige der deutschen eine wenn auch nur geringe Zunahme von über l pCt. auf. Dies ist um so erfreulicher, als die größeren Handelsmarinen, mit denen Deutschland zu concurriren hat, mit der norwegischen das Schicksal eines mehr oder minder beträchtlichen Rückganaes theilen. Die britische Handelsflotte ging von 11,165,000 auf 10,165,000 also um über 5 pCt., die französische von 1,056,000 Tonnen, also um über 2 pCt., zurück. Spanien, Schweden, Dänemark, Griechenland, Oesterreich u. s. w. weisen gleichfalls einen Rückgang auf und ebenso die Vereinigten Staaten, deren Handelsmarine die zweitgrößte der Welt ill.unb.kit deutsche noch um 50 Procent
übertrifft. '-Ccr Rückgang der letzteren betrug ziemlich genau 2 Procent. Nur die russische und italienische HandelSmarine bewegen sich mit der deutschen in aufsteigender Linie. Doch bleibt die Zunahme der ersteren absolut und relativ weit hinter derjenigen der deutschen Flotte zurück; sie beträgt bei jener nicht voll 2000 Tonnen und f Proccnt gegen 14,000 Tonnen und über l Proccnt bei dieser. Der Aufschwung von Italiens Handelsflotte übertrifft dagegen noch denjenigen Deutschlands: er betrug 42, s 500 Tonnen odcr nahezu 5 Procent. Wenn bei dcr deutschen Rhcdcrci die Zahl der Schisse nicht cbcnss stieg wie dcr Raumgchalt, so hat dies seinen Grund in dem fortschreitenden Uebergange vom Segelschiffe zu dem Dampfschiffe und der gleichfalls stetig sich vollziehenden Ersetzung der kleinen Schiffsgefäße durch größere. In Deutschland hat die Zahl der Segelschiffe sich um 117 mit einem Raumgehalt von nicht voll 37,000 Tonnen vermindert, die Dampfschiffsflotte um 20 Schiffs mit mehr als 50,000 Tonnen - Gehalt vermehrt. An durchschnittlichem Raumgehalt übertreffen die' deutschen Handelsschiffe mit 630 Tonnen diejenigen Frankreichs, der Vereinigten Staaten und Norwegens mit rund 600, 500 und 400 Tonnengehalt, bleiben aber hinter der Durchschnittstragfähigkcit der englischen Kauffahrteischisse mit rund 800 Tonnen erheblich zurück.
Ein König entfernt. Robert Garrctt, der Beherrscher von Pvei tausend Meilen Eisenbahnen, tritt vom Schauplatz ab. Die Nachricht, daß die Baltimore und Ohio Eisenbahn und die dazu gehörigen Erpreß- und Telegra-phen-Compagnien in andere Hände übergehen würden, hat große Sensation verursacht. Diese Compagnie galt als eine der solidesten des Landes ; sie gehörte zu den wenigen, die nicht gleich von Anfang an verwässert wurden, und hielt sich auch später von Schwindeleien fern. Ihre Papiere galten als fo sicher, daß die Stadt Baltimore und die dortige John Hopkins Universität viele Millionen derselben in Besitz hielten, und kein Mensch hätte je an dcr, Zahlungsfähigkeit der Gescllschaft Zweifel gehegt. Nun ist die Baltimore und Ohio Bahn keineswegs bankerott, aber es ist bezeichncnd, daß auf ein Vesitzthum, welches nach dem lebten Rechnungsausweis 104 Millionen Dollars werth nnd nur mit 71 Millionen belastet war, unter der jetzigen Leitung nicht einmal 10 Millionen zu besorgen war, um eine schwebende Schuld in diesem Betrage zu tilgen. Vor die Gefahr gestellt, sich demnächst als zahlungsunfähig erklären und die Bahn in die Hände eines Receivers kommen lassen zu müssen, so sah König Garrett sich gezwungen, sich seinen Feinden zu überliefern, die nun daran gehen, den großartigen Besitz unter sich auszuschlachten. Die Garretts fcrc jetzige Präsident Robert ist der Sohn des Begründers der Bahn, John W. Garrett hatten den Ehrgeiz, em Verkehrssystcm vollkommen unabhängig von den großen Monopolen zu halten, welche die einzelnen Zweite beherrschen. Ihre Bahn sollte m Opposition zu dem Trunk Linien Pool stehen; ihr Telegraph der Gould'scheu Western Union die Spitze bieten; ihr E r p r e ß-Dienst mit den unter einander verbundenen Adams" und United StateS" rivalisiren; ihr Schlaf-wagen-Svstem bildete die Opposition ni dcr Pullman Gesellschaft. Alle diese Pläne und Bestrebungen sind zu Wasser geworden und Garrett sieht sich heute genöthigt, gerade vor dieser Combination die Waffen zu strecken, die sich, in irgend welcher Form, in den Raub theilen wird. Der Sturz Garrett's beweist nur wiederum die unwiderstehliche Tendenz der Centralisation auf dem Gebiet der Oekonomie, dcr sich selbst ein so gewaltiger Capital-Magnat wie er nicht erfolgreich widersetzen kann. Die Geschichte deö Niederganges dieser mächtigen Compagnie ist nicht uninteressant. Als der alte Garrett vor fünf oder sechs Jahren starb, hatte sie ein Saldo von 42 Millionen Dollars über ihre Verbindlichkeiten; in dieser kurzen Zeit ist er, wenn auf den Ausweis der Compagnie etwas zu geben, unter Anrcchnung dcr schwebenden Schuld, auf 25 vermindert worden. Vor 14 Iahren war ihre Bond - Schuld nur 13 Millionen, ihre JahresEinnahme 16z. Millionen; vor zwei Jahren dagegen betrug die Schuld 56, die Einnahme aber nur 16j Millionen. Die Schulden vervierfachten sich, während die Eingänge fast gleich blieben. Die Ursache dafür ist zu suchen in der jedem kapitalistischen Betrieb auferlegten Nothwendigkeit, sich ausz u d e h n e n, um nicht von Rivalen überflügelt zu werden. ' Das mußte auch diese Compagnie thun und dabei Geschäfte übernehmen, die ihr nichts einbrachten. Der Versuch, sich aus dieser Situation zu retten, brachte Garrctt gerade den Untergang. Um den Kamps gegen die verbündeten Bahnen, die von West nach Ost laufen (die Trunklinien"), erfolgreich aufnehmen zu können, mußte seine Bahn in New ?)ork einmünden. Mit einem Aufwand von 25 Millionen baute er auf Büchsenschuß Weit von der von dcr Pennsylvania Comp. beherrschten Linie eine neue Bahn von Baltimore nach Philadelphia, nur um hierin einem großen Tunnel stecken zu bleiben. Er hatte mit Gowen von der Reading" vereinbart, mit Hilfe dieser Bahn nach New Fork zu kommen. Aber die Rechnung war ohne den großen Pool und ohne die prekäre Lage dcr Reading gemacht. Der geniale Gowcn hatte die Rcading an den Rand des Bankcrotts gebracht, indem er gegen den Giganten der Pennsylvania ankämpfen wollte. Die Geschichte dieser Riescukämpfe ist in diesem Blatte schon erörtert worden. Gowen rief Vanderbilt zu Hilfe, der ihm einen Ausgang nach Westen schaffen wollte. Vanderbilt kam; um sich an dcr Pennsylvania zu rächen, die ihn mit dcr Invasion seines Gebietes" bedroht hatte, ließ er die South Penn" in Angriff nehmen. Die Pennsylvania rächte sich, indem sie sofort j eine Concurrenz-Linie der Reading durch das Schuylkill-Thal bis in das öen der
K'ohlcn-Vtcgion ssäufe. Vanderbilt' und Roberts verständigten sich schließlich, die South Penn" blieb ungcbaut, Vanderbilt zog sich mit ci.iigcn Millionen Dollars Verlust aus Pennsylvanicn zurück ; die Pennsylvania zog sich aus seinem Gcbiet zurück und die Reading war bankcrott. Als Garrett mit seiner Bahn nach Philadelphia kam, fand er seinen Vcrbündeten Gowen abgesetzt, die Reading zu Füßen dcr Pennsylvania und daö Thor nach New Jork verschlossen. Die Vergeudung von 25 Millionen Dollars an eine Sackgasse das war die unmittelbare Veranlassung zum Sturz Gar?ettö. Die Börsen haben seinen Sturz mit einer gewaltigen Hausse in Bahn-, We-stern-Union, Erpreß ?c. Papieren begrüßt und sie hatten Grund dazu, denn der gefährlichste Concurrent war abgeschlachtet. Wenn nicht Alles täuscht, wird ihm in wenigen Wochen auch Mackey-Bennett (Commercial Cable Compagnie) nachfolgen, die Gould schon fest an dcr Kehle hat. Damit wäre die letzte nennenswerthe Concurrenz der verbündeten Eisenbahnkönige diesseits des Mississippi und nördlich des Potomac beseitigt und das Publikum wird dies bald zu verspüren bekommen. Denn die einmal gebauten Parallel-Linien bleiben da und für die Verzinsung des in ihnen steckenden und verwässerten Capitals sorgt schon die Combination. (Phil. Tagebl.) 23orn Inland e. Einen fröhlichen Tod hatte der lustige New Yorker Bäckermeister Valentin Schnarr, dessen Ruf als 'Festpoet und carncoalistischer" Schwänkemache? daselbst felsenfest stand. Er war ein hervorragendes Mitglied des GesangVereins Eichcnkranz" und starb, wie er gelebt, lustig und guter Dinge. Bei einem Concert im New Yorker Terrace Garden, als er mit Freunden und Gerstensaft am Tische saß, verschied er urplötzlich am Herzschlag, nachdem er noch so eben gezecht und gescherzt hatte. Ueber eine, eigenthümliche Krankheit wird aus Wilmington in Delaware gemeldet: Die 14 Jahre alte Tochter des Absalon Baker in Wicomico County in Maryland hat seit länger als 40 Tagen keinen Bissen gegessen. Im Juni wurde sie magenleidend und konnte schließlich keine Speise mehr vertragen. Sie befindet sich jetzt in einem Zustande der Betäubung, aus welchem ske nur durch Anwendung einer elektrischen Batterie erweckt werden kann. Einer ihrer langen Schläse dauerte 62 Stunden, und auch Kier mußte die Batterie angewandt weroen, um sie aufzuwecken. Sie hat von Zeit zu Zeit Krämpfe, leidet aber sonst augenscheinlich keine Schmerzen. Der behandelnde Arzt vermag keine Aenderung ihres Zustandes zu bewirken. Die Kräste der Kranken schwinden schnell, und sie wird kaum noch einige Tage le ben." Eine Seuche, die schwarze Diphtheritis genannt, tritt in Lockport in Pennsylvanicn, einer Ortschaft mit etwa 200 Einwohnern an der PennsylvaniaBahn, etwa 00 Meilen von Pittöburg, epidemisch auf. Fast die Hälfte der Bewohner des Ortes liet an dcr Krankheit darnieder, und allein m den letzten fünf Tagen kamen 13 Todesfälle an derselben vor. Neulich war ein alter Viaduct, der einen Theil des Staatscanals bildete, durch Dynamit zerstört worden. Es blieben Pfützen mit faulem Wasser zurück, und man ist allgemein der Ansicht, daß die Epidemie aus diesen Wasserlachen ihren Ursprung genommen hat. Die Opfer werden von schwerem Erbrechen befallen und sterben gewöhnlich binnen drei Tagen. - Wegen fünfzehn Cents ist kürzlich in San Francisco ein junger Deutsch-Californier NamenL Carl Gehrdes an seinem Freunde Andreas Frcese zum Mörder geworden. Die Väter der beiden jungen Leute sind Partner im Wirthsgeschäft, und der junge Gehrdes ist Schankwärter. Frcese, der mit einigen Freunden vorgesprochen hatte, sollte angeblich noch für drei Glas Vier schulden, als er gehen wollte, und deshalb geriethen diese Zwei in Streit. GehrdeS zog im Verlaufe des Streites feinen Revolver und streckte den Frcese todt nieder. Beide jungen Männer hatten sich erst vor Kurzem verheirathet und beide erwarteten nächstens Familienzuwachs. Die zwei jungen Frauen sind in Folge des Schrekkcns ernstlich krank geworden. Gehrdes ist kurz nach seiner Blutthat verhaftet worden. Ueber einen Regenschirm Ns Mordwaffe wird aus Washington berichtet: Ein Weißer Namens Robert B. Morris wurde von einem Farbigen Namens Beverly Joncs ermordet. Morris hatte eine Flasche Whisky in dem Stalle versteckt, in welchem er als Pferdewarter angestellt war. Jones fand die Flasche und that einen tüchtigen Schluck daraus. Darüber kam es zwischen Bei-
den zum Streit. Als Morris dem Nef. er mit Prügeln drohte, erwiederte dieer, er werde dem Morris mit einem Negenschirm, den er gerade in der Hand hatte, das Auge ausstoßen. Er machte auch die Drohung sofort wahr und stieß dem Unglücklichen die Spitze des Schirmes tief in ein Auge. Nach einigen Stunden gab Morris unter entsetzlichen Schmerzen den Geist auf. Der Mörde? ist verhaftet worden." Glücklich sind die Heubaucrn im südöstlichen Dakota. Aus der dortigen Landschaft Canton wird gemeldet: Tausende und aber Tausende von Ackern unbebauten Landes im SiourThale sind mit großeu Staken Heu von dem herrlichen Wildgras Dakotas bedeckt, und viele Farmer im Siour-Thale werden dieses Jahr an Einnahmen aus dem Heuvcrkaus genug erübrigen, um ihre Verschuldung zu tilgen. Fünfhundert Tonnen Heu von der Farm wird eher über, als unter dem Durchschnitt sein. Wenn erst die Heuzüge in die von der Dürre ausgetrockneten Gebiete von OstIowa und Illinois einströmen, dann wird zweifelsohne ein stetiger Rückstrom von Baargeld in die Taschen der Heudauern von Südost-Dakota stattfinden. Heu brinat bereits $5 die Tonne und mag in einigen Monaten vielleicht schon , $10 werth sein.
Die O b st v e r s c n d u n g von Calisornien- nach dem Osten hat einen großartigen Aufschwung genommen, und täglich gehen Obstzüge nach Chicago und dem Südosten ab, mittelst deren in 12 bis 13 Waggons jedesmal 300,000 Pfd. befördert werden sollen. Die Züge, die an Schnelligkeit den Passagicrzügen gleichkommen, sollen mindestens bis Mitte October fortgesetzt werden, und man berechnet, daß auf diesem Wege allein gegen 15 Millionen Pfund californischen Obstes auf die Märkte deö Ostens gelangen werden, was nach Abzug der Kosten einige Hunderttausend Dollars in den Händen der Producenten im nördlichen Theile des Staates zu lassen verspricht. Der Transport nach dem Osten nimmt überhaupt solche VerHältnisse an, daß in den großen Eisen-bahn-Werkstätten zu Sacramentos nicht genug gearbeitet rocrden kann, obschon im Augenblick über 2000 Mann darin angestellt sein sollen. Vierzig ueue Locomotiven sind im Bau begriffen, und eine Menge Erpreß- sowie gewöhnlicher Fracht-Waggons wird theils neu gebaut, theils ausgebessert, um der steigenden Nachfrage, namentlich für die Obstver.schickung, zu genügen. DerOrkan, welcher zu Ende des August auf hoher See wüthete, hat vielen Schiffen bös mitgespielt. So brachte am 1. September der aus Havana in New 2)ork eingetroffen? Dampfer City of Älerandria" den Capitän Hamen und die 17 Köpfe zählende Mannschaft des deutschen Vollschiffs Lina" nach New Jork mit. Dieses Fahrzeug, Eigenthum von I. D. Bischaff in Geestemündc, fuhr am 7. August mit einer Ladung Bauholz von Pensacola nach Dortreihl in Holland ab. Am 23. August brach ein orkanartiger Sturm los. Das schwerbeladene Schisf vermochte ihm nicht genügenden Widerstand zu leisten, verlor zwei seiner Mastcu und wurde in der Nacht des 25. August leck. Obgleich die Mischaft unausgesetzt arbeitete, konnte es hennoch nicht verhin? dert wenden, daß bas Schiff sich mehr und mefr mit Welsser füllte und zum vollstäMgen Wttwt wurde.. Endlich, am Morgen des 37. August kam die amerikanische Barke Monrncy" in Sicht und nahm die schiffbrüchische Mannschaft an Bord. Kurz darauf versank die Lina". Zwei Tage später traf man die Eity of Alerandria", und da die Vorräthe auf der amerikanischen Barke auszugehen drohten, wurden die Schisfbrüchigcn auf den Dampfer verpflanzt. Sie haben ihre gestimmten Habseligkeiten verloren. Vorn Jluslande. L u ch o n ist ze g e N5? 5 rtig die besuchteste uns fasllonabelste Sommerfrische dcr Pariser in den Pyrenäen. Der Correspondent eines französischen Blattes giebt folgende Schilderung aus dem Saisonleben in Luchon: Die Som: mergäste in Luchon genießen noch das Vergnügen der Roulette, daß sonst mit Ausnähme von Monte Carlo in ganz Europa verpönt ist. Portellon ist eine spanische Enclave, in der ein geschickter Unternchmer, Dank dcr Toleranz der spanischen Behörden, eine Roulette und ein Trcnte-et-quarante etablirt hat. Alle Welt begiebt sich von Luchon nach Portellon und spielt dort die ganze Nacht. Eines Abends rollte die Kugel ihren verhängnißvollen Weg, die Croupiers rufen eben ihr Le jeu est fait!" als plötzlich der Ruf ertönt: -Die Carabiniers!" Die spanischen Carabiniers erscheinen im Gegensatz zu ihren .College in den O stenbach'schen Operetten, niemals zu spät. Sie dringen in den Spielsaal, und ihr Commandant ertheilt mit dröhnender Stimme den Spielern den Befehl, sich nicht vom Flecke zu rühren. Man protestirt, man schreit, das Spiel sei von den Behörden geduldet; aber die spanischen Carabiniers verstehen keinen Spaß. Sie sind Alle meine Gefangenen", ererklärt der Brigadier, ich habe hohen Befehl." Männer und Frauen kreischen mir durcheinander, die Soldaten haben kein Erbarmen, seit dem Morgen ist das Hazardspicl verboten die feinen Pariser und Pariserinnen müssen gehorchen, die Gendarmen sperrten die Thüren ab und die ganze Gesellschaft ist gefangen. Jetzt wird Rath gehalten ; der Telegraph ist zur Nachtzeit gesperrt, es bleibt nichts übrig, als Einen aus der Gesellschaft auszuwählen, der sich zu Fuß nach Corida durchschleicht, um von dem dort residirenden Gouverneur die Freilassung zu erwirken. Man wählt einen geborenen Spanier und versieht ihn mit Reisegeld. Der Abgesandte tritt seinen Weg an und entkommt glücklich in's Freie. Während seiner Abwesenheit arrangirten sich die Zurückgebliebenen so gut es eben geht, um die Nacht in dem elenden Casino zuzubringen, in dem es kein Schlafzimmer giebt. Eine Dame verbringt, die Nacht auf dem B illardtisch und deckt sich mit einem Tischtuch zu, während sie einen Fußschemel mit einem Plaid als Kopfkissen benützt. Endlich wird es Tag und der Abgesandte kehrt, freudig begrüßt, zurück. Er deutet schon von Weitem durch ein Triumphgeschrei an, daß seine Mission geglückt ist. Der Gouverneur hat den Befehl zur Freilassung der Gefangenen gegeben und dem Brigadier für seinen übertriebenen Diensteifer eine Rüge ertheilt. Er ist in seiner Liebenswürdigkeit noch weiter gegangen und gestattete, daß an der Roulette noch vierundzwanzig Stunden weiter gespielt werden kann. Aber die Pariser sind disgoustirt, sie reisen alle ab und lassen nur den Brigadier zurück, um von der ertheilten Erlaubniß cn ihm beliebigen Gebrauch zu machen. Ueber die Aussichten, welche das Kchlkopflciden des deutschen KrönPrinzen in Bezug auf Rückfälle giebt, enthält die angesehene ärztliche Zeitschrift "Tue rnedical Xews" Folgendes: Wie mir letzthin berichtet haben, hat das Kehlkopfleiden des Deutschen Kronprinzen nichts Bösartiges an sich, und jetzt, m Hinsicht auf die offenbaren Erfolge der operativen Behandlung, bekommt die Frage, wie weil die Geschwulst einem Rückfall ausgesetzt ist, das höchste Intereffe. Nach unserer Meinung ist bjc gewöhnlich angenommene Schalung des Recidive von Kehlkopfpapilloncn viel zu groß, und viele sogenannte Rückfälle" sind einfach neue Wucherungen von Nesten unvollständig entfernter Geschwülste. Gemöbnlichaeben die Patienten,., .beson
ö'?rs wenn sie' zum Zweck ihrer Vchandlung von Hause fort sind, so schnell als möglich aus dcr Behandlung, nachdem sie eine Erleichterung ihrer Krankheit erlangt haben, und oft eben mit Uebcrblcibsttn uncntferntcr Geschwulstthcile. Daher ist cs wichtig, die Patienten, nachdem die operative Behandlung aufgehört hat, noch für einige Wochen unter Aufsicht zu halten. Frische Geschwülste allerdings können in einem Kchlkopf, welcher vorher der Sitz einer Wucherung gewesen ist, wieder vorkommen, doch geschieht dies nicht häusig, cs müßte denn sein, daß die Person gerade außerordentlich sorglos dcr Kälte sich aussetzt odcr besonders bei Heiserkeit ihre Stimme überanstrengt Bedingungen, welche die krankhafte DisPosition, die in der ersten Geschwulst gipfelte, wieder aufregen. Aus diesen Gründen sind wir geneigt, zu glauben, daß unter i'orgfältiger Aussicht und unter Beachtung der gewöhnlichen Vorsichtsmaßregeln bei Erponiruna des Körpers und beim Gebrauch der stimme keine Wiederkehr der alten Geschwulst, noch die Entwickelung einer neuen an einer frischen Stelle in einem Kehlkopfzu suchen ist, welcher sorgsam von der Wucherung befreit ist und für eine genügende Zeit nachher unter ärztlicher Beobachtum steht." Aus P e st wird gemeldet: Der bei dem Großhändler Jenas Hecht als Cassier angestellte David Vondv bewohnte mit seiner Familie eine Wohnung im zweiten Stocke des Hauses No. 9 in der Königsaasse, zu den drei Rosen". Nach dem Mittagessen begab sich Vondy in Gesellschaft semer Frau Amalie und seiner sechszehnjährigen Tochter Eoeline auf den Corridor, wo sie, an das Gitter gelehnt, mit einander im Gespräche, gerade auf einer von zwei aus der Mauer hervorragenden Stützen getragenen Steinplatte, die etwa zwei Meter lang sein mochte und in der Mitte einen Sprung hatte, standen. Während sie ahnungslos plauderten, barst die Steinplatte plötzlich in der Mitte auseinander tfnd alle Drei sielen in die Tiese. Die stürzende Platte zertrümmerte auch den Boden im Corridor des ersten Stockwerkes, so daß die Unglücklichen durch die cntstandene Bresche hindurch in den unter dem Gange besindlichen, gerade' offenstehenden Keller stürzten. Die Verunglückten wurden schleunigst in den Hof geschafft. Sie waren ganz von Blut überströmt und konnten kaum ein Lebenszeichen von sich geben. Am schwersten verletzt war die Tochter Bondy's; die Kopsdecke war zertrümmert, sie athmete sehr schwach und starb während des Transportes in das Rochusspital. Die Eltern dürften den Tag auch kaum überleben. Nachmittags hat eine technische Commission das Haus untersucht und die nöthigen Delogirungen vorgenommen. Das Haus ist ein morsches, altes Gebäude. Vor einem Jahre untersuchte dasselbe eine städtische Commission, fand aber mit Ausnahme der Closcts Alles in Ordnung. Eine neue Krankheit dcr Weinberge ist in den wcinbaucndcn Gcgenden des Cantons Genfund am waadtländischen Ufer des Leman ausgebrochen, welche in einigen Tagen den üppigsten Weinberg zu verwüsten im Stande ist. Man hält sie für Schmarzfäule, obgleich die Erscheinungen ihres sehr raschen Verlaufs nicht ganz mit dieser übereinstimmen. In drei bis vier Tagen ist ein angestrcckter Nebberg vernichtet. Diese Krankheit, die jetzt noch auf die Reblaus folgt, wurde bereits in Südfrankreich beobachtet und in dcr Schweiz zuerst in Cologny bei Genf entdeckt. In der deutschen Schweiz zeigt sich ein anderer Schädling, der sog. falsche Melthau. --Ueber den verheerenden Brand in Skutari, der einen großen Theil der Stadt vernichtete, wird jetzt näheres bekannt. Das Feuer brach in dem Hause eines' 'griechischen ZimmermannS aus und .verbreitete steh, durch einen starken Nordwind getrieben, bald nach allen Richtungen. An eine Lokalisirung des Brandes war nicht zu denken, da dcr Wind brennende Holzstücke überallhin trieb, fo daß dcr Ört gegen 9 Uhr Abends von mehreren Seiten brannte. Die Thätigkeit der Feuerwehr war tbeils durch die örtlichen Verhältnisse, tyeils durch den Umfang dcr Katastrophe sehr beengt und überdies machte sich ein vollständiger Wassermangel fühlbar. Die Bewohner mußten trachten, das nackte Leben zu retten. Meilenweit war der Bosporus und dessen astatisches Ufer von blutigrothem Scheine überstrahlt und ganz Konstantinopel war auf den Beinen. Endlich gelang es gegen 5 Uhr Morgens, des Feuers Herr zu werden, aber nicht so sehr durch die Anstrengungen der Feuerwehr, als durch den glücklichen Umstand, daß ein die Stadt durchschneidender freier Platz dem Feuer Einhalt that. Während der ganzen Nacht eilten Adjutanten zwischen Konstantinopcl und Skutari hin und her, um dem Sultan Bericht zu erstatten. Der Kriegsund Marincminister, der Stadtpräfekt und zahlreiche hochgestellte Persönlichstten weilten am Orte des Unglücks und feuerten die zur Hilfeleistung befehligten Truppen an. - Tausend Häuser und Verkaufshüttcn sind dem gefräßigen Element zum Opfer gefallen, das auch drei Menfchenlcben verschlang. Auch zwei Kirchen wurden zerstört. Dcr Sultan hat sogleich 3000 türk. Pfd. aus seiner Privatkasse gespendet und angeordnet, daß die nach dem Brande von Arnautkjöi eingesetzte Hilföcommission ihre Thätigkeit auch auf die Opfer dcr jüngsten Katastrophc ausdehne. Dcr materielle Schaden ist vorläufig noch nicht zu bestimmen. Georg K o zm a, e i n O r t sbcwohner in Piskoli (Ungarn), trieb cs eines Abends im Wirthshause gar lustig. Inmitten dcr lärmenden Unterhaltung erklärte er mit cinemmalc halb im Scherz, halb im Ernst, daß er sein Weibchen wem iinmer um zehn Gulden verkaufen würde. Georg Puökas, dem der Kauf angeboten wurde, war nicht geneigt, sich in den gefährlichen Handel einzulassen. Anderer Meinung war dagegen Georg Nvikita, der den Vorschlag als Vortheilhaft und interessant zugleich erachtete und denselben, ohne erst viel Worte zu verlieren,sosort acceptirtc. Er borgte auf der stelle von dem mitanwcsenden Johann Uevcges zehn Gulden, die er Geora Koma als Kaufpreis einhändigte.
Am folgenden Tage, zcirlla morgens, erschien Nyikita thatsächlich in dcr Wohnung des Verkäufers, ur.i das ant Vorabend erworbene Gut in Empfang zu nehmen. In diesem entscheidenden Momente zeigte cs sich abcr, daß sich beide Theile verrechnet hatten; das dralle, junge Weibchen, wollte um keinen Preis in den Handel willigen. Eines TagcS brachte sie die ärgerliche Angelegenhcit zur Kcnntniß dcs Ortsvorstandes. Als dcr Käufer, Gcorg )!uitita, sah, daß er weder sein Geld noch die Schöne bekam, machte cr den Streit zum Gegenstand einer gerichtlichen Klage. In derselben machte cr als 'Forderung an Georg Kozma den Betrag von 20 fl. geltend und begründete dies damit, daß Letzterer sich erbötig gemacht habe, die doppelte Summe des KaufbctrageS zurückzuerstatten, wenn die Gattin in das Geschäft nicht willigen sollte. Der Verklagte schien nun die Geschichte zu bereuen, wenigstens leugnete er bei der Verbandlung, je ein derartiges Geschäft, wie das erzählte, abgeschlossen zu haben. Allein die vom Nichter verhörten Zeugen bestätigten den Kauf in seinem ganzen Umfange. Kozma wurde hierauf zur Rückzahlung des Betrages von 10 fl. verurtheilt. Der Jcichter wies das klägerische Ansuchen mit der Motivirung ab, daß der Pact, in Folge dessen der Geklagte 10 fl. erhielt, nicht als rechtsgiltig betrachtet werden könne, weil das Kaufobjekt" in diesem Falle im Sinne des Gesetzes dem Käufer nicht als rechtmäßiges Eigenthum" übergeben werden konnte. Nytkita hat gegen dieses Urtheil sofort die Berufung eingelegt.
Platform der Arbeiterpartei von ÄnbkanavoliS Die Union Labrr Pa t:i ist eine Pa tei der Emanzipation, eine Varlki der Witderherstetlung natürlicher Rechie, um welche die Arbeiter durch ein Industrie systembnaudt wurden, welchks odneRvck stcht auf Empfindungen und Btdütsriche Arde'tskraft alS bl Waare betrackt.t. Der Endzweck dir Parttl ist die Abschaf. fung einls System?, unter wllchem der Arbtit r kaum genug um Lebt be komlr.t. während der a-fißnc Theil des Resultates seiner Arbeit sich in den cV ben Weniger ansammelt. eireS System, welches Wenige über allls Mak dinou berlichert, wührend die Mäste deö Volkes immr meir vercrzrt ein,s SystkmS we'chkS Klassen schafft, und klcheS Lauf' der Zeit bloß zwei Klassen übrig lassen wird, die UU Reichen und die sehr Armen; eine EystemS. wrlcheS die voli t sche Jreiheit und freie RegierungLform,n vernichtit weil die sehr Armen die Sklaven der lelr Reichen werden müssen. Es ist der Endzweck diesir Pa,t?i an Stelle dieses Systems ein andere? zu jltzen, urter welchem die Arbeit urab bängig ist vom Kapital und unter welchem menschliche Arbeitskraft zum Zwecke ihrer Anwendung niät abhängen sollvon dem Willen deö Kapitals. Zu diesem- Zwecke erklgren w r dafe wir die in dr Convention zu Cineinnall am 22. ffedruar 1887 angenommene Platform beflötiger. A Und für die Vewaltung unstrr Ctatt in dir unmittelbcren Zukunft, erklären wir. dab wir zu Gunsten folgender Bor' schlggennd: 1. Alle Unternehmungen, wrlchk lxix Natur nach monopolistischen CharalterS stnd, sollt n ausschließlich on der E tadl aisütrt werden zu Gunsten der Bürger Solche Unternehmungen sind : Straßen bahnen. Wasserwerke. Gaöwirke, Tkle pboneirricylungen u derg?. So lange diese Jnstitukicnen jedoch in Händen von Priv2,crrp Nationen sind, sollen dieselbln durch das Gejeß gezwungen werden, ihre Geschü!t: so zu führen, daß die gebotenen FacililüKn sich auf olle in gleicher Weise erstrecken, und dak dieselben keire ungebübrlichen Vo'tdeile warrehmen können. 2. ffreie Bödkr sollen errichtet und mit allem Comfoit auSgestott t werden, dessen die Mittel der Stadt vermögen. 3 Nachdem die Statt für N60.000eire Halle gebaut hat. von welcher die Armen gar keinen Bo,t)eil haben, degünstigen Wir die Errichtung Lffertlicher Parks in solcher Nühe der Stakt, daß sie auch für Dujenigen erreichbar sind, welche keine ffuhrwerke hatten und nicht viel Geld on Straßenbahnen zu rnrgeben haben. 4. Wir verlangen eine Revision der Steuergesktze derart, daß genautre Ber mögenSangaben erzwungen werden und Jeder seinen gerechten Antheil an den Kosten der Stzdiverwaltung bezahlt; alle Ländereien rnniriald der Ct2dtzreN' zen sollen besteuert werden, doch soll dcs veim und die HauSeinrichtang armer Wittwen stkUirsrei sein. 5. Wr sind nicht für das Uebertragen städtischer Privilegien an StaotZbiamte und find der Ansicht, datz die Polizeiver altung eine der Funktionen der S:M und nicht deö Staate ist. 6. Besondere Privilegien für die Be nützung öffentlicher Straßen sollen nicht an Priootcorporationkn vergeben werden, und wir halten es für besonders unmoralisch und den Rechten des Volkes ge fährlich, solche Privilegien im Voraus zu SpekulationSzwkcken mit Beschlag zu be legen, und alle für solche Zwecke existirende Controlle zwischen der Stadt und Cerpo rationen oder Vasonen, wie j. B. der in Bezug auf da unterirdische Legen elek irischer Träthe sollen miderrufrn werden. 7. Gesundheitövorschriflen und Gesetze zur Anbringung von tire esoapeg an öffentlichen Gebäuden sollten strikt durchgefüh t und auf Gebäude ausgedehnt werden, in welchen Arbeit? beschäftigt sind. 8. DaS Besprengen der Slrabn. die Forlschaffung von Abfüllen und Asche soll durch die Statt geschehea. 9. W r verlangen die Durchführung deö AchtstundengesetjeS für die Ange stellten der Stadt. 10. Wir befürwoit n die Ueberbrückung der Eisenbahngeleise an Virginia Avenue in der Weise, daß dieselben an einem Punkte zusammengesübrt werden und dak die Cisenbahngeskllschastn den auf sie fallenden Theil der Kosten bezahlen. 1!.' Zum Schlüsse b.tznen wir, daß das Recht des Volkes seinen Willen am Stimmkasten auszudrücken, mit dir grö ten Sorgfalt gewahrt werden soLte, dieses Recht ist eines der beiligsten Privi legien 'inrö freien Bürgers, ein Reckt für da? Nationen gekämpft und Potriolen ihrBlut vkraossen haben. Die Sprache hat nicht Worte genug, um Versuche zu verdammen, dieses Recht durch Betrug und Schwindel u verkümmern. - Wir betrachten solche Versuche, sowie da Kau sen von Stimmen aI8 ein grobes Ver brechen an dem Volke, vklchtS tromp teste und schärfste Bestrafung verdient.
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