Indiana Tribüne, Volume 10, Number 350, Indianapolis, Marion County, 7 September 1887 — Page 2
!' L,
j
Zndiana Tribüne. Erscheint FS g lich nd S osutk gs.
I tätlich .XxKllni lo9t durch den T'lztki? ,ntß xk Ssch, die snatsg ,Trib5"S Znü pti Osch. Veids ,usme 1 tntl. P VoA ,n,sJ in B8xaaliclaca 5 per 3at. f Rc 120 O. Marvlanöl. Indianapolis, Ind., 7. September 1837. Diphtheria unter Thieren. Bekanntlich ist durch dieNachforfchum . gen der Herren Dr. Klein und Power in London festgestellt morden, daß Kühe vom Echarlachsieber ebenso angesteckt werden können, wie Menschen, und daß an dieser Epidemie erkrankte Rinder vermittelst ihrer Milch den Krankheitsstoff in vielen Fällen wieder auf Menschen übertragen. Man wird sich der Bedeutung dieser Wahrnehmungen erst dann vollkommen bewußt, wenn man erwägt, daß in England allein in den letzten 30 Jalen über 543,000 Menschen am Tcharlachsieber gestorben sind. Die Sterblichkeit am Scharlachsieber ist in den Ver. Staaten geringer, als in England, dafür aber ist si? hier an Diphtheria sowie an Halskrankheiten überHaupt größer. Nach dem Eensusbericht von 1880 starben in jenem Jahre in den Ver. Staaten an Echarlachsieber 10,383 Personen, während in derselben Frist 36,143 der Diphtheria und 17,960 der Halsbräune (Croup) erlagen. Die Sterblichkeit an TivhtheritiS belief sich in England und Wales für das Jahrzehnt 137180 im Ganzen auf 29,426, während sie in der Stadt New tyoxt während der Decade 187382 allein 14,686 betrug. Im Juni dieses Jahles starben in New Iork an Diphtheria 210 Personen; im Durchschnitt erlagen dieser Krankheit in New X'JorC seit Beginn des gegenwärtigen Kalenderjahres jede Woche mehr als 40 Personen. Die Ursachen der Diphtheritis sind noch nicht so klar festgestellt, wie beim typhösen Fieber. Eine sorgfältige Untcrfuchung der Jnoculation durch Mikro: ben eine Methode, welche kürzlich in Bezug auf das Scharlachsieber angewandt worden ist wird unzweifelhaft tin großes Licht auf den Ursprung und die Ursache ansteckender Halskrankheiten werfen. Dr. George Turner, ein hervorragender Arzt in London, hat an den dortigen Gefundheitsrath neulich einen intcrcs'anten Bericht über seine Nachforschungen in Bezug auf die Weitervcrbreitung der Diphtheria unterbreitet. Ueber den Ursprung der Diphtherie," meint Tr Turner, läßt sich bis jetzt nichts Genaues feststellen, obgleich wir Vieles in Erfahrung gebracht haben, waö auf die Ansteckungsfähigkeit derselben Bezug hat. Das Auftreten dieser Krankheit wird überall dort befördert, wo die Menschen in zu dichten Haufen beisammen wohnen, wo die itfänbc und Keller der Wohnhäuser feucht sind und wo für keine genügcndc Ventilation Vorsorge getrofscn ist. Besonders wuchert die Epidemie in solchen Gebäuden, in welchen der Untergründ von Fäealstosfcn durchdrungen ist oder in welchen Wasser gebraucht wird, in welches giftige Stoffe aus nahen Abtrittsgruben eindringen. Vor fünf Jahren," so berichtet Dr. Turner weiter, wurde mir eine Taube gebracht, welche an der Druse einer bösen Halskrankhcit der Thiere gestorben war. Ich sccirte das Thier und fand in seiner Kehle eine deutlich erkennbare Membrane, wie man sie in dem Halse eines Kindes findet, welches an der Bräune gestorben ist. Ich impfte andere Tauben mit Stoff aus dieser Membrane ein, und sie vcrsielcn derselben Krankheit. . Im Jahre 1833 brach in Braughing (in England) eine DiphthcritiS-Epidemie aus, und zwar zuerst auf einer Farm, in welcher das Geflügel von denselben Krankheitssymptomcn befallen wurde, welche die von mir sccirte Taube kennzeichneten. Drei Jahre später wüthete die Diphtherie in verschiedenen Orten zugleich, wie z. B. in Farnham, Aldershot, Long Eaton, Tongham u. s. w. Merkwürdiger Weise stellte es sich heraus, daß auch das Geflügel in jenen Ortschaften gleichzeitig an Halskrankheiten litt. Besonders Hühner, Puten und Fasanen wurden von ihr befallen und in vielen Fällen getödtct. In Tougham kaufte ein Mann von einem Farmer ein Huhn, welches gleichfalls an einer Halskrankheit litt. Er nahm eS nach Hause, und kurze Zeit daraus brach in seiner Familie die Diphtheritis aus. Durch daS Huhn war allem Anscheine nach die Krankheit in den Ort verschleppt worden, und breitete sich fortan immer weiter aus. Ich machte bei dieser Gelegenheit in Folge eigener Experimente die Wahrnehmung, daß Hühner und Tauben, welche mit diphtheritizcher Membrane auS dem Halse eineS an dieser Krankheit gestorbenen Kindes geimpft wurden, unter allen Symptomen derselben erkrankten. Als die Epidemie in Braughing unter den Menschen aufgehört hatte, siel es mir aus, daß auch Schweine und Pferde in dem Orte an wehem Hals zu leiden bcgannen. Ich hatte damals noch keine dee, daß derartige Krankheiten sich von den Menschen auf die Thiere verpflanzen können. Als ich im Jahre 1830 eine Diphthcri-tis-Epidemie in Vrcnt Pelham untersuchte, brachte ich in Erfahrung, daß in dem Hause, in welchem die Krankheit zuerst auftauchte, vor einiger Zeit eine Katze unter allen Symptomen eines schlimmenHalsleidenö verreckt war. Späxer waren noch viele andere Katzen im Orte derselben Krankheit erlegen. Eine ähnliche Wahrnehmung machte ich in Aldershot und in verschiedenen anderen Plätzen während des Vorherrschen? der Diphtherie. Dagegen machte ich in Peterssield die Wahrnehmung, daß die Katzen nicht die Kinder angesteckt hatten, wohl aber selber von ihnen angesteckt worden waren. In Vlackwater in der Grafschaft Surrcy wurde mir indessen die Mittheilung, daß die Kinder in einem öause erst dann von Diphtheritis
befallen wurden, als die Hauskatze von einem Halslcidcn befallen ivordeu war." Dr. Turner ist ferner der Ansicht, daß auch Pferde von Diphtheria nicht frei sind, und der Ansteckung durch'diesclbe unterliegen. In Moulton tauchte die Diphtheria zuerst in einem Farmhausc auf, nachdem auf der Farm ein Pferd an der Drüse verendet war. In einem anderen Falle war ein Mann von einer Familie als Kutscher angestellt worden. Der Mann war erst vor kurzer Zeit von einem Anfalle von Diphtherie geheilt worden; bald wurden die seiner Obhut anvertrauten Pferde von der Druse bcfallen und niußten vcrcndcn. Auch die Schafe sind von dieser Krank; beit nicht jrci. Unter der Hcerde eines Schäfers in der Umgegend von Portsmouth war eine bösartige Halskrankheit ausgebrochen, welche viele Schafe dahinraffte. Kaum war sie vorüber, als auch die Kinder des Schäfers erkrankten. Sie hatten die Diphtheria, und es kostete den Aerzten viele Mühe, ihnen das Leben zu retten. Später brach unter den Lämmern in der Umgegend wieder eine große Sterblichkeit aus, und bald darauf wurden dort auch zahlreiche Kinder von Diphtheria befallen. Dr. Turner zieht aus seinen Wahrnehmungen eine sehr einfache Lehre. Er meint, man solle der Gesundheitspflege der Hausthiere eine ebenso große Sorg fält widmen, wie derjenigen der Menschen, wenn man sich vor der Ansteckungsgefahr Seitens dieser Thiere schützen wolle. Es sei dies nicht allein im Intercsse der Menschlichkeit gegen die Thiere, sondern auch im eigenen Interesse der Menschen geboten. Dr. Turner erklärt, er werde seine Forschungen fortsetzen, um eo. über die Diphtheria und ihr verwandte Krankheiten noch weiteres Material zu sammeln. Getäuschte Hoffnungen. Das Oleomarczarin-Gesetz ist erst feit acht Monaten in Kraft, und doch läßt sich bereits jetzt ersehen, daß die von den Befürwortern dieser legislatorischen Maßrcgel gehegten hochfliegcnden Erwartungen in Bezug auf die Wirkungen derselbcn sich nicht erfüllen werden. Ein unlängst von der Garden City Dairy Eo." in Ehicago veröffentlichtes Pamphlet liefert hierfür den schlagendsten Beweis. Die Äutterproducenten trugen sich mit der Hoffnung, daß infolge der schweren Besteuerung von Oleomargarin die Fabrikation desselben eine beträchtliche VerMinderung erfahren, und demgemäß der Umsatz und Preis , von Kuhbutter bcdeutend steigen würde. Merkwürdigerweise ist jedoch in Bezug auf den letzteren Umstand das gerade Gegentheil eingetreten. Aus dem obcngenanntcn Pamphlet geht nämlich hervor, daß z. B. der Großvcrkaufsprcis der Butterei zu Elgin in Illinois, einer der bedeutendstcn im Lande, seit November vorigen Jahres, zu welchem Zeitpunkte das Olcomargarin-Gesctz in Krast trat, von 27 Eents auf 19 Ecnts im vergangenen Juli gefallen ist. Die Winterpreise von 1887 waren durchschnittlich um drei bis vier Ecnts niedriger, als in den corrcspondircndcn Monaten (Januar, Februar und März) der Jahre 1880 und 1885. Freilich ist dieser bedeutende Preisrückgang nicht direct auf die Wirkung des Oleomargarin - Gesetzes zu setzen. Die Erklärung dieses auffallenden Umstandcs liegt eben darin, daß in Erwartung eines rapiden Niederganges der OleomarIarin-Fabrikation so colossale Quantitäten Kuhbutter fabricirt wurden, daß schließlich das Angebot mit der Nachfrage außer allem Verhältniß stand, was naturgemäß ein bedeutendes Fallen der Preise herbeiführte. Jusofern als die Butterproduccnten mit dem Inkrafttreten des Olcomargarin-Gesetzes auf einen Aufschwung ihrer Industrie, bczw. bedeutende pccuniäre Vortheile rechneten, ist ihnen alfo eine bittere Enttäuschung zu Theil geworden. Fassen wir nun die Wirkungen des Gesetzes auf Oleomargarin selbst in's Auge, so zeigt sich zunächst, daß kein wescntlicher Preisaufschlag desselben stattgefunden hat. Es könnte noch zu dem srühercn Preise verkauft werden, wären nicht die abnorm hohen Liccnzgebühren von resp. $430 für den Großvcrkauf und
548 für den Illeinoerkauf. Infolge der für die Kleinverkäufe? außerordentlich drückenden Steuer ist die Zahl derselben von 40,00 auf weniger als 2000 gefunken. Die Produktion des Artikels ist indessen von 100,000,000 Pfund vor dem Inkrafttreten des Gesetzes nur auf ungefähr 40.000 reducirt, und es geht daraus deutlich hervor, daß eben ein Monopol geschaffen wurde zu Gunsten Derer, die im Stande sind, die hohen Licenzgcbühren zu tragen. Ein weiteres mißliches Stcsultat des Gesetzes ist der Umstand, daß der Erport von Oleomargarin sehr bedeutend zugenommen hat, was eben doch nur den Erport von natürlicher Butter beeinträchtigt. Der weitere Zweck des Gesetzes, dem mit Oleomargarin insofern getriebenen Schwindel, daß Kleinhändler es an Unkundige als reine Butter verkaufen, ein Ende zu machen, wurde vollständig erreicht. Drr Käufer nxiß nun, daß er, infolge der weifen Fürsorge unserer Gesetzgcber, vor Betrug geschützt ist, er weiß auch ferner, wenn er schlechte und ranzigc Butter auf seinem Tische sindet, daß er den Buttcrfabrikanten dafür verantwortlich zu machen hat, und nicht den vielvcrlästertcn Fabrikanten von Oleomargarin, das früher, wenn auch noch so viel verdorbene Butter im Markte war, stets für die Sünden" der Letzteren herhalten muzttc. Im Großen und Ganzen wird man eben zugeben müssen, daß das Oleomargarin-Gesetz die Vortheile, welche man sich von demselben versprach, nicht gebracht hat, und das ist am Ende ganz wünschcnswerth, denn von Hause aus war es eben doch nichts weiter, als eine durch nichts zu rechtfertigende Maßrcgel zu Gunsten einer Klasse von Gewcrbetreibcndcn auf Kosten einer andc? ren. lBr. fo. Vr.1 Ueber die Cholera in Indien wird berichtet, daß die Zahl der in den Monaten Juni und Juli d. I. in den Nordwestprovinzen an der Cholera Gestorbenen nach den vorliegenden ärztlichen Berichten 70,000 oder 1 Prozent der Bevölkerung beträgt.
Der Amerikaner der Zuknnft. In der letzten Nummer der North American N?view" veröffentlicht ein Herr William Hosca Vallou einen Artikel untcr dem Titel The Future American", in welchem er manche ziemlich gewagte Behauptungen aufstellt. U. A. meint er, es vollziehe sich langsam aber stetig in Bezug aus die Hautfärbe unter der Bevölkerung der Ver. Staaten eine große Veränderung. Die Neger bekämen im Lause der Zeit eine immer weißere Haut, und die Weißen würden immer mchr roth ode? kupferfarbig. An diefe geistreiche" Wahrnehmung knüpft er folgende Bemerkung: Sollten wir je in die Lage gerathen, ein Horoscop für die nächsten 1000 Jahre stellen zu müssen, dnn würden wir sagen, daß die Weißen in jener Periode ebenso aussehen werden, wie jetzt die Rothhäute, und die Necer und südlichen Icassen ebenso, wie die Weißen von heute." Herr Ballou gefällt sich offenbar in der Aufstellung nsdoren Beharr tungen. Wer jw) die Miihe geben nist, den wirklichen Thatsachen nachzuforschen, wird bald heraussinden, daß es mit dem Wcißwerdcn" der Neger in den . Ver. Staaten seine guten Wege hat. Seit Aufhebung der Sklaverei hat sich unter den Negern der Ver. Staaten das Bestreben gezeigt, die Reinheit ihrer Rasse aufrecht zu erhalten. Die Anzahl der Mischlinge oder Mulatten nimmt stetig ab.- Es ist dies eine Folge der veränderten Beziehungen, welche seit Aufhebung der Sklaverei zwischen den Negern und den Weißen eingetreten sind. In erster Reihe haben es natürlich die Negerinnen nicht mehr nothig, sich den Launen ihrer weißen Herren" zu fügen, wie dies zu Zeiten der Sklaverei der Fall war. In Folge dessen hält sich jetzt das richtige afrikanische Blut reiner. Gegenwärtig macht sich im Allgemeinen die Neigung zu Mischehen zwischen Weißen und Farbigen so wenig geltend, daß man kaum an die Behauptung des Mr. Ballou' glauben darf, .die Neger würden in Folge von Blutvermischung mit den Weißen im Laufe der Zeit selber Weiße werden. Das Klima der Ver. Staaten würde ohnehin ein derartiges Resultat nicht herbeiführen. Ebenso wenig sind Gründe dafür .vorhanden, daß die Kaukasier in Amerika eine Veränderung ihrer Hautfarbe erfahren sollten. Seit länger als 250 Jahren ist jetzt daS nordamerikanische Eontinent von Weißen öewohnt, und die Mehrzahl der anderen Ansiedler stammt von Angelsachsen ab. In dieser ganzen Zeit hat sich die Hautfarbe der nach Amerika eingewanderten Europäer nicht verändert und man könnte höchstens behaupten, daß sie noch bleicher geworden sei, als sie es in Europa war. Die ureingcborencn Indianer brachten die charakteristischen Merkmale ihrer Rasse allen ethnologischen Forschungen zufolge bereits mit, als sie nach Amerika kamen. Bestimmte Beweise hicfür lassen sich allerdings nicht aufführen, weil ihre Einwanderung nicht geschichtlich festgestellt werden kann, doch ist immerhin die Annahme gerechtfertigt, daß sie im Laufe der Jahrhunderte ihre Hautsarbe nicht wesentlich verändert haben. Daß das Klima auf die Farbe der Haut nicht immer einen bleibenden Einfluß haben kann, erhellt schon aus dem Umstände, daß es in Süd-Amerika Indianer gibt, welche eine viel hellere Hautfärbe haben, als die Indianer in dem kälteren Nordamerika. Es ist sehr leicht, phantastische Theorien aufzustellen, dagegen fällt es bedeutend schwerer, sie durch wirkliche Thatsachen u erhärten. Höhere Thierquälerel.
Die enormen Verluste, welche die Vichzucht-Jndustrie im Westen im vorigen Winter erlitten hat, werden neuerdings wieder in der Tagcöprcsse besprochen. In Montana, Wyoming und Jdaho allein sind im vorigen Jahr ungefähr 800,000 Rinder erfroren. In Montana bezifferte sich der Verlust auf nmd 90 Procent, während in Wyoming ungefähr die Hälfte aller Rinder draufging. Aesonders verheerend aren die Verwüstungen welche die Kälte unter den Kälbern anrichtete. Die Viehzüchter sind durch den Schaden, welchen sie erlitten haben, derart entmuthigt worden, daß sie um jeden Preis ihren Viehstand los erden wollen, so daß im Viehmarkte in Folge dessen eine bisher unerhörte Flauheit eingetreten ist. In Ehicago allein wurden im Laufe der letzten 30 Tage ungefähr 200,000 Rinder zum Verkaufe angeboten, von denen sich die meisten in einem sehr mageren Zustande befanden. In keinem anderen Theile der Welt hat das Vieh so viel zu leiden und durchzumachen, wie in unserem Nordwestcn, und. zwar haupsächtlich deshalb, nf l unsere Viehzüchter für das Vieh im Winter keine genügende Vorsorge tressen. Ein Viehbaron" mag 10,000 Stück Rinder in seinem Besitze haben, und dock kält ! er es nicht für nöthig, auch nur einen ein- : rr i. f f s. , i j. ijii. iijcn vrnu uuci vc-ujuppcii zu cmajirn, in welchem es während der grimmen Winterskälte Zuflucht sinden könnte. Nicht einmal eine Tonne Heu oder einen Bushel Welsch korn sinden die Thiere im Winter zur Fütterung vor. Ein Eorrespondent der N. V Eoening Post" berichtet aus Montana, im vorigen Herbst seien in die Gegend von Mediane Vom 900 einjährige Kälber aus Neu Merico gebracht worden. Die Kalber wurden verkauft und auf die Weide gelassen. Im nächsten Frühjahr waren von ihnen nur 100 übrig, alle andern waren dem Winter zum Opfer gefallen ! Aehnlich ging es mit 400 Kälbern aus Utah, die zur Ucberwinterung" gleichfalls nach Montana gebracht worden waren. Als der Winter vorüber war, bliebcn von dcr ganzen Heerde nur noch 00 Stück übrig. Wo dcr Platte und der SmcetwatcrFluß sich vereinigen, befindet sich ein Hochplateau, welches im Norden und Südostcn von 12 bis 14 Meilen langen Gebirgsschluchten eingeschlossen wird. Das Vieh rettete sich von Westen aus beim Eintritt des kalten Wetters aus diese Hochebene. Der schneidende Wind trieb eö immer weiter, bis es derart in ! die Enae gerieth, daß es sich aus den tiefen Schluchten nicht mebr retten konnte
und buchstäblich verhungerte. Tie Verwüstung, welche auf diese Art unter dem Vieh angerichtet wurde, war so groß, daß man meilenweit über die. Leiber verhungerte? Rinder gehen konnte, ohne mit dem Fuß den bloßen Erdboden zu bcrühren. Auch in Wyoming hatte das Vieh während des letzten Winters gan; fürch: terlich zu leiden. In einer Thalschlucht fand man dort auf einer Strecke von weniger als einer Meile 107 todte 3!iudcr. Besonders herzbrechend war dcr Anblick einer steifgcfrorcncn Kuh, anderen Eutcr ein junges Kalb, daS gleichfalls todtgefroren war, noch immer zu faugcn schien. Die überlebenden Rinder sahen sammtlich aus, wie Skelette. Sie hatten kaun, noch Kraft-genuI, um sich auf den Füße' zu halten. Im Interesse der Menschlichkeit wär es zu wünschen, daß künftighin das Un: wesen mit der bisherigen Viehzucht im Westen vollständig aufhöre. Das Vieh hat auch ein Anrecht auf menschlichen Schutz, und derselbe wird ihm jedenfalls Seitens dcr Kleinfarmer werden, sobald erst die Viehbarone ausgespielt" haben. Vom Jnlanöe. In der Stav: Delhi. 5! F.. hat sich kürzlich dc? folgende interessante Fall ereignet : Tcr Wir.il; Jamcs Sloat ivar um 50 gestraft worden, weil er am Sonntage Spiritussen verschenkt" hatte. Die Einwohnerschaft von TelawareEounty, in welchem Delhi liegt, brachte das Geld durch Subscription auf und bezahlte für ihn im Eounty-Gcricht die Strafe. Der älteste Mann in Kansas ist ein Neger, welcher glaubwürdigen Nachrichten zufolge als Sklave in Tau-quier-Eounti), Virginien, am 20. November 1775 geboren ist. Er hat demnach bereits das Alter von 112 Jahren erreicht. Er kaut leidenschaftlich Tabak und behauptet, er würde sterben müssen, wenn man ihm sein Primchen" entziehen wollte. Die Eentral-Pacificbahn hat neuerdings eine riesige Hypothek und Zwar im Betrage von sechzehn Millionen Dollars aufgenommen, die mit sechs Procent verzinst werden soll und die an? Üblich dazu bestimmt ist, mehrere der ge; planten Zweigbahnen zu vollenden. )i nicht auch die Besorgniß, die Ver. Staaten könnten doch Ättttcl und Wege sin: den, zu ihrem Rechte zu kommen, etwas mit dieser Hypothek zu thun hat? Die Vermuthung liegt jedenfalls sehr nhe. Nur weil er ihn nicht leiden konnte, schoß kürzlich William Hawthorne seinen Nachbar, den wohlhabenden Jesst Nodgers auf der Landstraße bei Helena in Arkansas todt. Nodgers befand sich zu Pferd, inmitten von einem Dutzend feiner Freunde und Bekannten, als Hawthorne auf ihn zugeritten kam und ihm, ohne ein Wort zu sagen, die Schrotladungen seiner Doppclflinte in den Leib jagte. Hawthorne ist aus Kentucky gebürtig und wohnte früher in Tcras. Er wird von Vielen als mit der Mordmanic behaftet angesehen. Erst vor Kurzem wollte er einem ganz Fremden das Wkesser in die Vrust stoßen, als er hörte, daß dieser ein Freimaurer sei. Wenn man aber wußte, daß Hawthorne an einer so gefährlichen Manie litt, dann war es unverantwortlich, ihn frei herumlaufen zu lassen. Eine muthige Frau hat der Pflanzer und Holzmüllcr T. E. Wil? loughby in Williamsburg Eounty m Süd-Earolina. Nach dessen Vcsttzthum führt eine kurze Zweigbahn der North; eastern-Vahn", über welche Willoughby mit dcr Bahn in Streit gerieth. Eines schönen Tagcs, während er in Geschäften verreist war, erschien ein Zug am äußersten Ende der Zweigbahn und begann, wieder rückwärts fahrend, die Schienen und Schwellen aufzureißen und cinzuladen. Als aber dieser Zug auf das Hauptzeleise fahren wollte, fand er den Weg durch ein Sopha versperrt, auf welchem es sich Frau Willoughbn, eine schön gewachsene Kentuckierin, bequem gemacht hatte. Alle Versuche, sie dort fortzubringen, schlugen fehl; sie blieb die Nacht über auf ihrem Fort und auch noch den ganzen nächsten Tag, und als am Abeno des zweiten Tages der Anwalt der Bahn den Zugführer anwies, die Durchfahrt zu erzwingen, unterließ es dcr Letztere, dem Befehle nachzukommen, als er die Winchester-Vüchse dcr Frau auf sich gerichtet sah. Sie machte den Weg nicht eher frei, als bis die Bahn ihr einen völlig genügenden Schadenersatz geleistet batte. Im Streite mit einem Manne yätte die Bahn jedenfalls gesiegt. Das Ewig - Weibliche" feiert in Amerika Triumphe. Der gegenwärtig in den Ver. Staaten weilende Prinz" Augustin de Jturbide ist der Enkel rn Don Augustin de Jturbide, der im Jahre 1822 unter dem Namen Augustin I. als Kaiser den Thron von Merico bestieg und zwei Jahre darauf als Usurpator erschossen wurde. Die Wittwe des Kaisers Augustin und ihre fünf Kinder erhielten ein Jahrcsgeld von S3000 unter dcr Bcdingung, daß sie nach dem Auslande auswandern müßten. Die Wittwe lebte seitdem in Philadelphia. Der ältere dcr beiden Söhne des erschossenen Er-Kai-sers, Angela, arb im Jahre 1 872 in Merico, er hinterließ einen Sohn, Augustin, welchen der Kaiser Maximilian als zukünftigen Thronerben adoptirt hatte. Als Maximilian im Jahre 1867 erschossen wurde, gelang es dem Einflüsse des amerikanischen Staatssecretärs Steward, Augustin, der den Titel kaiserlicher Prinz" erhalten hatte, frei zu bekommen. Er war damals 4 Jahre alt; er ist zu Washington geboren. Seine Mutter war eine Tochter des früheren Gouverneurs Grcen von Maryland; er selbst graduirte an der Universität in Georgetown und hielt sich meist in Amerika und Europa auf. Als Prinz" ist er ein grimmiger Gegner dcr liberalen Partei, welche jetzt in Mexico die Herrschaft führt. Nach einer vom 10. Juli aus dem eben südlich von der schmalstcn Stelle derBebringsstraße gelegenen Port Elarence dahrten Privatbriefe des Befehlshabers dcsBundesdampfers Bear", Flotten-Lieutenant Charles D. Kennedn, an seinen Vater, besteht eine schwache Loffnung. daß die Mannschaft des im
Sömmer 1883' im Eismeer verlören ge gangencn New VcdforderWalsischfahrerS Napoleon" zum Theil noch am Leben ist. Er schreibt, er habe bei seiner Ankunft in Port Clarcnce die Mittheilung erhalten, daß am 8. Juni ein alter Indianer an Bord des Walsischfahrcrs Huntcr" gekommen sei und ein Brett übergeben habe, in welches in ungeschi?ten Buchstaben Folgendes geschnitten war: 1887 I. B. V. Nap. Tob. Bac. Give, und auf dcr Kehrseite: S. W.E. 10. Help come. Nav." Lieutenant Kcn-
ncdu erklärt diese Inschrift folgcnderma- ! r. r, ns.r...t ... c... rn . i?s . , b'cii: cr noicnocr ocr nolicyasi i wahrscheinlich I. B. Binccnt, der zur Mannschaft dcö Napoleon" gehörte. Er besindet sich zehn Meilen von Eap Navarin in Sibirien. Tobacco give" ist die Bitte, dem Ueberbringer ein Geschenk zu machen. Eap. Navarin liegt ungefähr 400 Meilen von Port Elarence, und der Bear" ist dorthin am 10. Jul' aufgebrochen. Die Ritter von der Nut h e," die Kuklur" und die Weißkappen" im Esunty Harrison in Jndiana werden immcr frecher. In einer der letzten Nächte erschien ein Haufe dieser Strolche in dem Hause des unweit von DePauw wohnenden Herrn Hildebrand, der in der letzten Aprilwahl mit überwiegender StimmenMehrheit zum Friedensrichter des Town shlp Spencer erwählt worden war. Hildebrand ist ein angesehener, friedlicher Bürger, dcr sich nicht genirt, gelegentlich ein Glas über den Durst zu trinken, wenn ihmdics gut dünkt. Die Schand, buben geißelten ihn, indem sie ihm seine Trunksucht vorwarfen, und vergaßen sich sogar so weit, seine Frau mit Peitschenhieben zu tractiren. Nach dieser Heldenthat" begaben sich die Strolche in das Städtchen De Pauw, riefen den Schankwirth Joseph Nosenberger vor die Thüre und befahlen ihm, keine Getränke mehr auszuschänken, widrigenfalls sie ihn wieder heimsuchen würden. In Frenchtown anhaltend, sprachen sie beim Postmeister Paul Henrich vor, erzählten ihm, was sie gethan hatten und befahlen ihm, es allen Nachbarn meilenweit nmher mitzutheilen, widrigenfalls sie wiederkammen und ihn aufhängen würden. Es ist unnothig, zu sagen, daß der Postmeister gehorchte. Vom ?luslanse. In einem Hotel -narr nerstraße in Wien langte vor einigen Tagen ein Engländer an, dcr sich durch Freundlichkeit und Leutseligkeit auszeichncte. Unter Anderem sagte er, daß eine der Hauptursachcn, die ihn in Wien festhalten, der Wunsch sei, ein braves, fleißiges und hübsches Mädchen zu finden, das ihn nach London begleiten solle. Dcr Lohndiener frug, ob das Mädchen vermögend sein müsse, und dcr Engländer verneinte dicS lachend. Blitzschnell erinnertc sich nun der brave Mann, daß seine Hausfrau ein hübsches Töchtcrlein habe, und beeilte sich, diese dem Fremden vorzuschlagen. Mr. F. sagte seinen Besuch für den nächsten Tag zu. In dcr kleinen Wohnung wurde Alles nett hergerichtet, dcr Engländer erschien und sagte dem Mädchen, das vor Verlegenheit kaum aufzusehen wagte: Sie gefallen mir, Sie haben eine sanfte Stimme und ein treuherziges Gesicht. Sie werden auch meiner Frau gefallen, die sich lange ein Wiener Stubenmädchen wünscht." Das Fräulein, daS diese Enttäuschung nicht zu maskiren wußte, siel beinahe in Ohnmacht.... Unerhörte Verbrechen der serbischen Gendarmerie unter Führung eines Lieutenants melden Wiener Blätter. Es sindet sich darunter folgender Fall: Vor etwa fünf Wochen kam ein aus Nußland gebürtiger Teppichhändler Namens Joseph Abramovics nach Pirot, um dort Teppiche einzuhandeln. Obwohl seine Neisedokumcnte in Ordnung waren, wurde er trotz scines SträubenS angeblich auf die Präfektur geschleppt, von wo er nicht mchr zurückkehren sollte. Auf dcr Präfcktur wußte man indeß auf Erkundigung seitens der Piroter Teppichfabrikanten von nichts. Als einige Tage später auf freiem Felde ein Menschenkopf gefunden wurde, ließ der Vertreter des Präfekten den dienstthuenden Gendarmerielicutenant Butrics und alle Gendarmen verhaften. Dcr Lieutenant, der seine ganze Fassung verloren hatte, mußte an einem Selbstmorde verhindert werden, int m t r w t st- f, m t j oqcii zwei )enoarmen solgcnöes (zlejtanonlj; machten: Im Austrage ihres Lleutenants brachten sie um 11 Uhr Nachts den Abramovics zur Polizei. Ein vom Lieutenant verfertigter Befehl mit Amtssiegel, daß man Abramovics wegen Verdachts dcr Spionage sofort an die bulgarische Grenze befördern solle, wurde dem Abramovics vorgelesen und ihm bedeutet, daß seine im Gasthause zurückgelassenen Effekten bereits dahin expcdirt worden feien. Ein einspänniger Wagen (Eigenthum des Lieutenants) stand schon vor dcr Thüre. Abramovics wurde hinausgeschleppt, drei Gendarmen blieben bei ihm und so fuhren sie gegen die bulgarische Grenze. Vor dieser bogen sie aber rechts zu den während des serbifchbulgarischen Krieges zwischen Pirot und Zaribrod errichteten Schanzen ein, ermordeten den AbramovicS, nahmen ihm seine Vaarschaft von 1500 Jmperials ab, und begruben ihn daselbst. Nach anderen Mcldüngen hätte dcr verhaftete Lieutenant im Einvcrständniß mit seinen fünf Gendarmen schon seit zwei Jahren das MörderHandwerk betrieben, und circa sechzig Personen auf solche Weise ermordet, darunter zwei französische Krlcgscorrespondentcn, den Stallmeister des Fürsten Lllexander von Bulgarien u. A. m. Ferner ist wegen eines Mordes in Pozare-, vacs, dcr aber mit lern oben mitgetheil-: ten Falle nicht identisch ist, dcr Kreispräfekt Trobcjak gefänglich eingezogen. ! Die Heilsarmee, die seit geraumer Zeit dcn bcvölkcrtsten Theil der Schweiz okkupirt hält, obwohl ein ausdrücklicher Artikel der Bundesverfassung dahinlautet, daß fremden Armeen (!) dcr Durchmarsch mit Aufgebot aller nationalen Hilfsmittel zu verwehren fei, hat nun endlich dcn Baseler kantonalen Negierungsrath zu einer strengen Maßregel , veranlaßt. In Basel hatte sich trotz dcr dortigen Neigung zur Scktire? rei diese Sportsmannschaft wenig An-. banaes xu erfreuen, man ärgerte sich nur. I daß die Polizei genöthigt war, um denVkandalsuchtlgen zuvorzukommen, oas
Besser als Diamanten ifttaS Geschenk der See! Advokaten Yareaa ven icnrtj CrocTg, ) Limmer 6 und 7 Talbott & New? Blok. AndtanavoU, 4. Axrtl 1887. Marshall S. Wood & So,: erkhrte Herren! kaufte beute eine Schacktel Jdrei Heilmittel genannt .Ocean Wsve im. e,n Jru und ich brauchten , und tanden daß S ein auSge,e,chr,ete HeUmtttel ist. Ach litt Int 1S72 an agen'chmelzen und Unvkidaulichktii. Manchmal fand ich , ar temrerSr mtva:l aber dauernde Hilf der der Versuch dn ich mit Ocean Wave Lin gemacht habe, üder,eupt mich, daß dieses Atttel mir dauernde fctl Dringt, sich hoff Mit Bit Oe'(0n((U haben damit ieien Leidenden ilf zu bringen. Achtunglvollst I. E. D n n Sx.Sen. Anwalt.
Geld zurückerilatlrt solltedieseS Mittel nicht UWtr. Wir wer. den unser Versprechen nictt drchiN. aiax-Kliall O. Wood &, Co. No. 9 Süd Mendian Straße. Jndiaoapolt. Jnd Preisn. Per Post 11.15. n ISSs, fOt die Soilon 1887. A. Caylor, Offi: 40 Nord Wot Wtr. IST ttUtton 99. Bau- und Unterlage - Filz! Zwei' und dreifaches Asphalt DachMaterial, Dach-Filz, Pech, Kohlen-Theer, Dach-Faröen, feundichter Asbest - Filz, sicher gegen Motten und Wanzen. H. C. SMITH K 8, (Nachfolger von Stnl 3c Cmither.l 169 We Marvlaudllr. Telephon 861. MantleS, OrattS und ZiegelHeerde. Große Aus mahl, niedr'ge Preis. Für Naturga etngnichlet wenn gewünscht. .Quick Mkal" Gasolin Oefen. "IIAPPY TIIOUGIIT RANGES. Wir verkaufen RnaeS lSochöfen) billiger all tr gknd kin H,u in der Stadt. ftod)fcr, Bas urrerl und Hei.öfen aller Serien, s bezahlt sich, bet unk vorjuspreche, ehe Sie kaufen. Wm. XX. Bennott & Bon, v. 33 Sud Meridian Straße. avgeiegene gofäi In Ea'.ut'.jten iv Cckutz zu nehmen. 3!un aber haben diese Leute sich an die Kinderwelt gewandt, und das will die Negierung mit Recht nicht zulassen. Der Beschluß des Negierungsra? thes lautet: Es wird den Veranstaltern der sogenannten Heilsarmee untersagt, im hiesigen Kanton solche Versammlungen ausschließlich oder hauptsächlich für Kinder in schulpflichtigem Alter abzuhalten. Zu den übrigen allgemeinen Versammlungen dürfen Kinder in schulPflichtigem Alter nur in Begleitung ihrer erwachsenen Angehörigen zugelassen wer? den. Den Veranstaltern solcher Versammlungen ist von dem Beschluß Kenntniß zu geben unter Androhung strafrechtlicher Ahndung im Falle des Zuwiderhandelns. Vor einigen Tagen wurde in Wien ein etwa dreißigjähriger, sehr ärmlich gekleideter Mann von einem Sicherheitswachmann verhaftet und zur Auswelsleistung auf das Polizei-Com missariat gebracht. Auf dem PolizeiCommissariat gab der Arretirte an, Karl Hüttner zu heinen und Doktor der Philosophie zu sein ; er sei zwar wegen eines kleinen Anstandes" formell des Doktortitels für verlustig erklärt worden ; allein er fühlte sich gleichwohl noch als Doktor der Philosophie; denn einen Titel könne man leicht nehmen, nicht aber die wissenschaftliche Bildung, die an den Titel geknüpft ist. Auf die Frage, ob er gegenwärtig irgendwelche Beschäftigung habe, antwortete ea selbstbewußt, seine Veschäftigung sei die Philosophie; was man so im gewöhnlichen Leben Erwerb nennt, das habe er allerdings nicht, er ziehe schon mehrere Tage ohne einen Kreuzer Geld herum; doch erhoffe er sich großen moralischen und pecuniären Erfolg"von einem psychologischen Werke, das er unter dem Titel Ueber Gott, Welt und Unsterblichkeit" herauszugeben gedenke. Mit diesem Werke sei er eben jetzt in Gedanken beschäftigt gewesen, und man könne ihm daher nicht Arbeitslosigkeit vorwerfen, denn Denken sei auch Arbeit. Da Hüttner nach seinem eigenen Ge? ständnisse ohne Erwerb herumzieht, blieb nichts anderes übrig, als ihn zur Straf? amtshandlung nach 2 3 des neuen Vaga-bundcn-Gcsedcs dem Bezirksgericht einzuliefern. Hüttner horte diese Eröffnung ruhig an und bemerkte, er werde im Anreit des Bezirksgerichts Gelegenheit haben, sein Werk auszudenken". Das Polizei-Commisfcriat hegt Zweifel über Hüttners Angaben bezüglich seines Doktortitels. Erhebungen darüber zu pflegen, wird Sache des Bezirksgerichts sein, dem der Philosoph schon eingclie? fcrt ist. In Mons trat am 15. August der fünfte belgische Socialistencongreß zusammen. Derselbe führte, wie gemeldet wird, zu einer endgiltigen Spaltung der Partei. 45 Delcgirte Südbelgiens verließen den Congreß und beschlossen die Bildung einer besonderen, dcn anarchistischen Tendenzen zuneigenden Partei unter Führung des Advokaten Defuisseaur. Der Neft der Dcleirten verblieb auf dem Congreß und berieth die Frage eines allgemeinen Strikes, ohne indessen zu einem bestimmten Beschluß zu gelangen. Zu der vom Generalrath der belgischen Arbeiterpartei geplanten allgemeinen ArbeitSeinstellung behufs Erringun des allgemeinen Wahlrechts drückten, wie dem Hamb. Correjp." gemeldet wird, die deutschen Socialdemokraten, speciell die hamburgischen, ihre Sympathie aus.
C. PINGFANK'S j
deutsche Buch - Handlung ! o. ? Süd LllabamaSr. Bücher aller Sprachen. Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage socialistische Werke und Flug schristen. SÄdNch. 3 R Dit kökZkZke 5 beSe BU a3 Lo'jlaville, Nashville, Meraphis, Chat tanooga, Atlanta, Sav&iinftli, Jack sou villa. MoMlc ns! Ncv v Oriean tl !ft dorltzkUkaf: c: ?f a?r nft de Süden, eine d??tk $t?au ;o tisB. PfilsiS, Clsif azl 5!' ?'?ge zwischkU Kdieclgs und LoaiI?'.'!l an; toait und Louis divt 0$u Vügecvechsel Coiasort, SchellizkkiZ und i Kie die JStf iU alte judklsössigk Ml. & D. M. X. . Dorin;, Sffi3r.t Seuttal s.af aßir.Xcect ,xso,K Öaf&trfltDti und 3&ttctl l?., W. F. Black, 3i'TrirvrvlrLuxus ! Die Vee Line Route" (l & ST L Und C C C & I BAHN). Diese auSalzeZobnete Bahn beföidert Passagiere nach Cinoinuatl, Clevoland, 13uslalo, und allen Neu England Städten. Scblnfwageu zsischen Indianapolis und ew Bork. ohne Wagenwechskl. Direkte Verbindung nach 2Ii68Ouri, Arkansas, Texas, Kansas, Nebraska, Colorado, Californien und Mexiko. Aitd,igj!e Baten. C3T" Man wende sich Wege näherer Znsor matiou an D. B. Martin, Gen'l Vass Agent. Eleveland. W. J. Nichols, Gen'l West. Agent, S U 2 oa t i. " -f.lOUISVIUt.WtwAlBAY CHICA60 Rt IQ . v . Die kürzte und btreftefte Linie von I1VDIANAPOL.I8 nsch Franksort, D-.Ipbi, Monticello, Michigcm Cirv, Chicago, und allen Orten iu ördllchkn Jndiana, Nicht gan, nördlil'en Illinois, Wiiconfis, Iowa, Mwnesora, edrat'a. Kanso, Tuü Mexico, Dakota, Nedada, ?'lirads, Californien und Ottzon. S direkte Züqe taglich S von Indianapolis nach irago; ebenso nach M:chtgan Sith. SlepanU Pnllmann Schlaf Waggon ans den Nacht, üz. GedLckmarken blft an' Re seziel erthe Ü. et ahn hat größer St uemltchZetten der beigere Rare al veiz. 3UtV und Sautpiru chr zu iibttrfin. EtadlSlet. , lll,r Plarsor ,d Stoßk:sin, Luftdr7ns,n und a1 oder Ctn rHtungen, unüberrrtfHtch Lortd!' für Emigre, t:n, Land und TourMkN'Viu,: nav tr?ed tin tn D U, dr ton anderen Lahnen beruh! lrd. Wenn an nördlich, südlich, oHich tr roeftUch tu tl sen wünscht, kaufe man nicht da nV0 hUri, I I man unser $mf u. s. w. ?&. Segen Näherem mede man sich ob X. D. Bald will, Distrikt Pcfsegte? Agent, . o. U Süd Jlltnoi träte, Jndtanap I, Zd. 9 id 8. VarscK, B. G. f5IbC, eralSirroaltn. rat $cffagir prth TM. 5. 9Hen. I. WABASH SOUTE! Fall Sie die Stadt nach irgend einer Nich. tng hin zn verlassen beabsichtige, gehe Sie zur Vsbash Ticket.5)ssiee, Zlo. 5K Weff Masyi-gisn Straßk, Indianapolis, nd erfrage die Fahrpreise nvd näheren Mit theilungea. Vessndere Aufmerksamkeit dird Land-Käufern und Emigranten zugewandt. Rundfahrt-TicketS nach allen Plätzen im Westen und sttordvestm ! Die direkteste Linke nach FORT WAYNE, TOLEDO, DETIIOIT und allen östlichen Städten VtRhlValMAk, Valaft'SchlafväggouS, zuverlässiger Anschluß nvd vollständige Sicher, heit macheu ixt aroße Wabach Bahn die beliebteste Pafsagier-Bahn in Amerika! F. I?. Wade, Distritt-Paffagier- und Land.Agen Jndiana, oli. Ind. I o k. Smith, Seneral Ticket.Manager. k. h a n d l e r, Scn..Pass.. uud Ticket.gt. St. Louis, Mo.
I&IR
i
i
