Indiana Tribüne, Volume 10, Number 348, Indianapolis, Marion County, 5 September 1887 — Page 2

Indiana Tribüne. Erscheint giglicZ sud SonstsgL.

i,t!i,ttq, .Tribävr tafle bntch Hn XrlfteiD VJ ,, Ooche, esnvtagl ..TNS'b IliJ Boche. Brid jaf skio 1b Stets. Cit ys? ,u?sZZ: ia Lo?ZbiajKS ?v s 2ait. Office 120 O. Marylanda?. Indianapolis, Ind., 6. September 1887. P a rn i r. Pamir, im Tartarischen eine allgemeine Bezeichnung für unbewohnte Wildniß, speciell aber, für eine müstenähnliche Hochfläche in Ccntralasien, welche sich zwischen dem Hindukusch und dem-Thian-schan:Eebirge auf der Wasserscheide zwischen den Quellflüssen des Vlmii Darsa und Tarim an der Grenze von Ost- und öZest-Turkistan erstreckt, gilt für das bedeutendste Hochplateau der ganzen Erde. Schon vor 1000 Jahren sagten die Chinesen, Pamir bilde den halben Weg zwischen Himmel und Erde, und die Eingeborenen rühmen sich bis auf den heutigen Tag, daß sie auf dem Dache der Welt" wohnen. Noch vor 20 Jahren war diese Gegend der civilisirten Welt fast gänzlich unbesannt. Was man von ihr wußte, war nur in einem einzigen Eapitel der Reisebeschreibungen von Marco Polo enthalten. Man war geneigt, den Angaben dieses Reisenden keinen Glauben zu schenken und hielt dieselben für mindestens stark übertrieben, doch haben rufstsche Reisende, welche in der neuesten Zeit dieses Gebiet durchstreiften, Marco Polos Angaben durchweg bestätigt. Polo erzählte, die Hirten auf der Hochebene von Pamir hätten die Gewohnheit, aus den riesigen Hornern der wilden Schafe Zäune zu errichten, um innerhalb dieser Zäune Nachts ihre Heerden unterbringen zu können. Die Russen haben nun gefunden, daß dieses wirklich der Fall ist. Die Hörner dieser Bergschafe sind bis 5 Fuß lang und so schwer, daß manchesmal ein Mann kaum im Stande ist, zwei derselben zu tragen. Polo behauptete ferner, die Luft auf diesem Hochplateau sei so dünn, daß es ihm nicht möglich gewesen sei, auf demselben ein helles, warmes Feuer anzuzünden. Diese Wahrnehmung ist von neueren Reisenden bestätigt worden. Auch erklärte der berühmte Reisende, die Hochebene von Pamir sei das beste Weideland der ganzen Welt. Ein mageres Stück TZieh würde dort fett in zehn Tagen.. Die Hochebene wird hier uud da von niedrigen Gebirgsrücken durchzogen, unter denen manchmal ein gewaltiger, in Schnee und Eis gehüllter Bergriese emporragt, der sich in Bezug auf Höhe mit den größten Gipfeln des Himalaya-Ge-birges dreist messen kann. Von dem Hochplateau aus, auf welchem sie stehen, scheinen sie allerdings nicht öher zu sein, als z. V. der Mount Washington in den Ver. Staaten, doch rührt dies daher, daß ihre Grundlage, das Plateau selber, 10,000 bis 16.000 uökmck. über, dem irrrslGK, warum oic Verge in Pamir uno nördlich in der Richtung nach Thibet zu keinen gewaltigen Anblick darbieten, trotzdem sie sich in Bezug auf relative Höhe mit allen anderen Bergriesen der Erde messen können. Gerade unterhalb einer der höchsten Stellen des Plateaus errichten gcgcnwärtig die Russen ein Barackenlager für ihre Truppen und beabsichtigen, in demselben eine stetige Garnison zu halten. Warum dies geschieht, wird nicht angegeben. Nur so viel ist bekannt, daß die Grenze von Indien nur 150 Meilen entfernt ist, und daß sich fast zu Füßen des Lagers der afghanische Staat Vadakhschan erstreckt, dessen Einwohner mit den Russen mehr sympathisiren, als Englands Schützling, der Emir. Einer alten Tradition zufolge hat die große arische Völkerwanderung, welche Europa bevölkerte, von diesen lustigen Höhen" herab ihren Ursprung genommen, indem sie westwärts die Flüsse Orus und Jarartes entlang zog. Die Russen sind jetzt wieder dort angekommen, wo ihre Vorfahren herkamen. Staatö-JrrenanstalteninMichigan Es dauerte ziemlich lanae, bis die Einzelstaaten im Gebiete unserer Union sich dazu verstanden, die Sorge für die Geisteskranken zu übernehmen, und jetzt hat es fast den Anschein, als ob sie diese Fürsorge übertreiben wollten. Als man hier im Lande Irrenanstalten zu gründen begann, ging man von der Ansicht aus, dan sie wenigstens annähernd im Stande sein . würden, ihre Unkosten zu .decken. Kam ein Geisteskranker in eine solch Anstalt, dann mußten seine Angehörigen die Vervflegungskostcn bezahlen. Nur ganz arme Leute wurden auf Kosten des Countvs, zu welchem sie gehörten, untergebracht. Seither hat sich jedoch die Sachlage in den meisten Staaten , ganz bedeutend geändert. In Michigan z. B. giebt es vier Jrrenanstalten, die direct vom Staate aufrecht erhalten werden. Eine dieser Anstalten ist lediglich für geisteskranke Verbreche? bestimmt. Für die Ausnahme in den drei anderen sind folgende Bestimmungen getroffen: Jeder Bürger des Staates ist berechigt, einen Geisteskranken in eine dieser Anstalten zu schicken, wenn er ein von zwei Aerzten unterzeichnetes Attest über den geistigen Zustand des Patienten einsendet und sich verpflichtet, für den Unterhalt desselben jede Woche $4 zu bezahlen. Auch Counties haben das Recht Geisteskranke in die Staats-Jrrenanstal-ten zu schicken, müssen aber für den Unterhalt derselben mindestens zwei Jahre lang aufkommen, worauf der Staat die weitere Sorge für die Kranken übernimmt. In der PrariS hat sich jetzt das Verfahren derartig gestaltet, daß fast alle Irren zuerst vom County aus in die Anstalten geschickt und dann nach zwc Jahren dem Staate aufgebürdet werden. Im Jahre 183 betrugen die Unkosten für die Ausrechterhaltung dervier StaatsIrrenanstalten im Ganzen $746,219. Von dieser Summe wurden nur $37,000 Seitens der Familien-Anaeböriaen der

K'iüttken befahlt, während 'die ounnes nur $87,000 lieferten. Den ganzen Rest mußte der Staat aus seinem eigenen Säckel bezahlen. Ist Jemand erst einmal in der Irrenanstalt, daun bleibt er auch gewöhnlich sein ganzes Leben lang darin. Die Aussichten auf geistige Genesung sind in der Regel nur gering, obgleich die Patienten körperlich ganz gesund sein und so lange leben mögen, wie ' ein geistesgesunder Mensch. Von je 100 Patienten, die in den Staats-Jrrenanstalten von Michigan behandelt werden, gelangen alljährlich fünf auf den Weg der Besserung, vier werden vollständig geheilt und können wieder in ihre Heimath entlassen werden, drei sterben, und dcrRest von 88 Kranken bleibt in der Anstalt für immer. Jeder Patient, der in der Anstalt geheilt wird, kostet in runder Summe $7,500.; ein Patient, der soweit wieder hergestellt ist, daß er seinen Angehörigen wieder anvertraut werden darf, kommt dem Staate auf durchschnittlich $3000 zu stehen. Man kann nicht leugnen, daß die Jrrenanstalten wesentlich dazu beitragen, den Staat und die Bewohner desselben vor der Gefahr zu bewahren, daß geistig unzurechnungsfähige Menschen Verbrechen aller Art verüben. Allerdings giebt es auch harmlose Irre, die man getrost der Fürsorge ihrer Angehörigen anvertrauen könnte, doch hat sich schon seit lange die Praxis eingebürgert, daß auch die Angehörigen dieser Kategorie in den Irrenanstalten gelassen werden, wo für sie in vielen Fällen besser gesorgt wird, als dies daheim geschehen könnte. Leider ist es nicht nur eine Thatsache, daß die Geisteskranken nur in den seltensten Fällen geheilt werden, sondern auch, daß ihre Anzahl von Jahr zu Iah? fortwährend zunimmt. Veränderte Colonlalpolitik. (AuS der ,Hamb. Reform'.) In der Eolonialpolitik scheint sich eine Wendung vorzubereiten. Die Berliner Banquiers zeigen sich immer unlustiaer, noch für colonialpolitischc Unter? nehmungen Antbeile zu zeichnen oder auf gezeichnete Antheile neue Zuschüsse zu leisten. Das ist ganz natürlich. Die Gesellschaften, welche in dieser Weise für Südmestafrika, Neuguinea, das Witugebiet und Ostafrika gebildet worden sind, versprechen zum Mindesten in diesem Jährhundert noch nicht die geringsten Einnahmen, während die colonialpolitv schen rpeditionen das vorhandene geringe Gescllschaftscapital rasch aufzehren. Ein ordentlicher Geschäftsmann schreibt daher Antheile an colonialpolitischen Gesellschaften schon sofort bei der nächsten Jahresbilance von seinem Vermögen vollständig ab. - Auch die ostafrikanische Gesellschaft war nachgerade mit ihren Geldern fertig, als im Frühjahr die größten Anstrengungen gemacht wurden, noch die letzten Mitglieder der Geldaristokratie in den Provinzen, welche für colonialpolitische Zwecke bis dahin nichts geopfert hatten, für diese Gesellschaft tributpflichtig zu machen. Wie sich nun aber erst in den letzten Tagen mit völliger Gewißheit herausgestellt hat, sind für die ostafrikanische Gesellschaft die neuen Mittel Staatskasse gesivsscu. vcr Zeichnungen für die Gesellschaft sind zum großen Theil seitens der preußischen Seeandlung erfolgt. Die übrigen privaten Zeichner hat man dann durch den Hinweis auf die Zeichnungen der Seehandlung zu ködern gesucht. Die preußische Scehandlung ist gleichbedeutend mit der preußiscken Staatskasse. Die Gelder der Sechandlung sind Staatsgeldcr, ihre Gewinne fließen dem Staate zu und ihre Verluste hat der Staat zu tragen. Darum wird auch die Seehandlung nach den Anweisungen des Finanzministers verwaltet, wie andere demselben untergebene Staatseinrichtungen. Die Scehandlung hat nur ihr besonderes von den übrigen Staatsgeldern getrenntes Capitalconto in der Höhe von circa 30 Millionen Mark. Der HausHaltsetat setzt fest, wie viel die Sechandlung jährlich an die Generalstaatskasse abzuliefern hat, sei es aus Ueberschüssen, sei es durch Abschreibung vom Capitalconto. Die Seehandlung hat hiernach nicht einmal die relative Selbständigkeit der Rcichsbank, welche auf Geschäftstheile von Privatpersonen gegründet ist, denen gewisse Aufsichtsrechte zustehen. Auch die Firma Seehandlung" hat bisher nur eine historische Bedeutung. Im Jahre 1772 ist die Seehandlung freilich gegründet worden, wesentlich zum Betrieb des überseeischen Aussuhrhandels. Seit vierzig Jahren aber hat die Seehandlung keine Seeschiffe mehr gehabt und keinen Seehandel mehr betrieben, sondern sich auf Bankgeschäfte und den Betrieb etlicher aus der früheren Zeit überkommenen industriellen Etablissements beschränkt. Das scheint nun jetzt wieder anders werden zu sollen. Bei der letzten Auflegung einer Reichsanleihe hatte die Reichsdank, und nicht wie früher die Seebandlung die Führung. Statt Vankaeschäfte, scheint jetzt die Seehandlung wieder überseeische Spekulationen betreiben zu sollen. Seide hat dabei die Seebandlung niemals gesponnen, wohl aber große Ver? luste gehabt. Die überseeischen Geschäfte waren die Ursache, warum in den 40er Jahren die Seehandlung mehrmals zahlungsunfähig wurde und nur durch wiederholte Staatszuschüsse gehalten werden konnte. Dies gab auch 18.47 Zeran, lassung zur Einschränkung der Geschäfte der Seehandlung. Vorläufig handelt es sich für die SeeHandlung allerdings nur um eine halbe Million. Aber diese halbe Million ist gleichbedeutend mit der Fortsetzung der Ostafrikanischen Gesellschaft. Die ersten privaten Unternehmer bei derselben waren mit ihrem Gelde fertig. Sie ließen sich bei der Umformung der Gesellschaft zu einer Eorvoration mit 1,257,600 M. Antheilen am neuen Eorporationsvermögen abfinden. Auf 2,080,000 M. wurde letzteres normirt. Von den an 2,080,000 M. noch fehlenden 822,400 M. übernahm die Seehandlung500,000 und zahlte darauf 250,000 M. &aar ein. Von dieser Einzahlung werden seitdem die Stationen unterhalten und die Kosten der Reisen des Hrn. Dr. Karl Peters bestritten. Wenn demnächst auch diese Geld. ufgeiehrt.. sein werden, was

dann?' Dann wird die SeedanDlung immer neue Zubuße leisten, oocr die ganze neue Ostafrikanische Herrlichkeit alsbald zur Liquidation führen müssen. Und wie zuerst die Ostafrikanische Gesellschaft, so werden demnächst auch die anderen Eolonialgesellschaften nach der Hilfe der Seehandlung rufen und Zuschüsse aus der preußischen Staatskasse in Form von Antheilen der Scehandlung verlangen. Die Hauptsache aber ist, daß mit dieser Betheiligung der Scehandlung die gesammte Eolonialpolitik eine andere Rich-

tunq wie bisher einschlägt. Am 26. Juni 1884 kennzeichnete Fürst Bismark ferne Eolomalpollttk im Reichstage als eine solche, welche beabsichtige, die Verantwortlichkeit für die materielle Entwicklung der Colonien, ebenso wie ihr Entstehen, der Thätigkeit und dem Unternehmungsgeist unserer seefahrenden und handeltreibenden Mitbürger zu überlassen. Nunmehr wird die materielle Entwicklung der Colonien abhängig gemacht von oen Zuschüssen aus der Staatskasse und an Stelle des Unternehmungsqeistes von Privaten tritt die Leitung der Geheimen Finanzräthe in der Direktion der Seehandlung am Gendar: menmarkt in Berlin. Vom Jnlande. Im nachstenEongreß werden sich 20 Zeitungsleute befinden. In OshkoZH in Wisconsin hat sich das Glück einem armen Pferdeknecht, der eine Frau und -al hungrige kleine Mäuler zu ?ersorgen hat. günstig aezeia Er hak zzn eine Onkel in ZJales 8100.000 geerbt. JnWallaWakl im Territo. rium Washington wurde ein Arzi neulich von einer gisrtgen Fliege auf den Arm gebissen. Kurze Zeit darauf trat Blut. Vergiftung ein, dem Arzte schwoll In Arm und de? Nacken ganz sürch::rlich an und er mußte sterben. Im Hasen von N,w Jerk betrug die Toteleinwanderunz in vergan gener Woche 4222 Personen, gegen 677S in derselben Periode des Vorjahres. Man hat im Eastle Garden die Ansicht, daß die Herbsteinmanderung in diesem Jahre nicht größer sein wird, als voriges Jahr. Als Grund zum Selbstmord gab Peter Montanus, ein deutscher Schneidermeister in Brooklvn, vor seiem Tode an, daß einige seiner geschicktesten Arbeiter ihn verlassen hätten. Der Mann hatte immer seinen Stol; darein gesetzt, die beste und eleganteste Arbeit zu liefern, und da er dies nicht mehr thun konnte, so jagte er sich eine Kugel durch den Kopf. Die Stadt Tucson in Arizona wurde kürzlich von einem Samum heimgesucht, der sich mit den Samums der Sahara vollständig messen konnte. Er kam direct von Süden und versetzte die Stadt auf eine halbe Stunde in fast völlige Dunkelheit. Alle Thüren und Fenster mußten geschlossen und verhangen werden, um das Eindringen des feinen rolyila)en rauoes zu vcrmnoern. D i e C a li fo rni er verstehen es ganz ausgezeichnet, ihren Staat zu boomen". Brachte da eme Zeltung in 57 l?."tt.zunt $20 Goldstück auf der Straße gefunden und dasselbe dazu vervendet, um eine Anzahlung aus einen Bauplatz zu machen. Zwei Wochen später verkaufte die Frau ihr Anrecht auf den Platz für $1,250. Sie hatte demnach ihrgefundcnes Pfund" weise angelegt. In der Nähe von Versaillcs in Missouri pflegten die beiden Farmer Sam Goins und Frank Wilson ihren Wasserbedarf aus derselben Quelle zu holen. An einem der letzten Tage hatte Wilson die Kinder seines Nachbars von der Ouelle fortgewiesen, worüber der Letztere ärgerlich wurde und mit Wilson in Streit gcrieth. Derselbe endete damit, d iß Sam Goins seinen Revolver zog und seinen Nachbar erschoß. Der Mörder befindet sich jetzt im Gefängniß. Im st adtischen Hospital zu Louisville haben sie einen Patienten, der Blut schwitzt. Er ist ein Pole und heißt Joh. Kobieski. Die Aerzte Um nen sich das Phänomen nicht erklären, trotzdem dies durchaus nicht der erste Fall dieser Art ist. Mitunter läuft ihm das Blut, gerade wie heftiger Schmeiß, in Strömen aus den Poren. Kobieski hat früher drei Jahre lang am PanamaEaiial gearbeitet und es ist leicht möglich, daß er in jenem mörderischen Klima sich die Grundlage zu seiner gegenwärtigen Krankheit geholt hat. Der wüthend prohibitioni st i sche Obcr-Staatsanwalt Bradford von Kansas hat kürzlich eine Reise vollendet, die er als höherer Spitzel durch den ganzen Staat machte. Er berichtet, dvß mit Ausnahme von Wichita, Argen, tine, Harper, Dodge Eiry, Ellsworth, Kiowa und Ellis das Vrobibitionsaeseb I überall streng durchgeführt werde. In ' den benannten Orten seien von ihm rm m ... ' . ' - Maßregeln getroffen worden, um auch da dem Gesetze Nachdruck zu verleihen. Er gesteht indessen selber ein, daß das Gesetz vermittelst der Apotheken umgans gen werde, von denen viele nur verkappte Saloons" seien. Aus dem westlichen Teras, welches bekanntlich im letzten Jahre von einer großen Dürre heimgesucht war, hat einer Meldung aus El Paso zusolge eine Auswanderung der Ansiedler nach Alaska begonnen. Es heißt, daß die Bewegung, welche sich vorerst durch vereinzelte Auswanderer -Partien kundgiebt, größeren Umfang annehmen werde. Die Leute haben sich Jumeau in Alaska und das umliegende Gebiet als Ziel auserschen, das sich sür Viehzucht gut eignen soll und reiche Waldungen für die Holzfällerei sowie guten Fischfang bietet. Eine kleine Anzahl der Auswanderer wird sich nach den Goldwäschereien am VukonStrome wenden. In Lerington in Georgia starb vor einigen Tagen im Alter von 80 Jahren ein gemisser Jonathan Bell, der vor dem Kriege sehr reich gewesen war ' t-i.:in: tu c ' f r. imu vuiuajuicgeö ruiioeigenluum owle "Hunderte von Sklaven besessen, durch den Krieg jedoch sast seine ganze Habe verloren hatte. Vor mehreren Jahren liek er sich einen Sara anfertign und be-

hlelr' öenselben sn seinem Hause. v!culich sagte er seinen Freunden, cr werde jetzt sterben ; cr bitte sie, ihm seinen Sarg in's Zimmer zu holen. Dies geschah. Der Sarg mußte nun in seiner Gegenwart wasserdicht gemacht und mit Wasser gefüllt werden. Nachdem der Deckel zugeschraubt war, ließ Bcll den Sarg umdrehen, um sich zu überzeugen, daß der Sarg wirklich nicht lecke. Am nächsten Tage war Bcll todt und wurde in diesen .arg gelegt. Einer barbarischen M i ß-

Handlung seines acht;cl)njähriqcn Sohnes hat sich der Neger Eharlcs Madison in North Hale bei Grecnsboro-in Alabama , schuldig gemacht. Der Junge hatte aus dem Wege zur Schule den Garten seines Großvaters um eine Wassermelone erleichtert. Beim ?!achhausekommen wurde er von seinem Vater', und zwei anderen Negern empfangen, die ihm die Kleider vom Leibe rissen" und ihn erst mit HickoryGerteu und dann mit der Peitsche learbeiteten, bis sie müde wäre:,, und ihn indlich mit den Beinen c;i einen Vaumast banden und dann vo.i Neuem auf ihn einHieben. Daß der unglückliche junge Katz Eriminalgericht übcrwi?sei. Ueber e i n e n interessanten Fall wird aus Washi'.tgton berichtet: Im August 180:; wurde John Prior für drei Jahre in die Liste der 1. Eompagnie der Jndiana-Eaoallerie eingetragen und erhielt 25 Handgeld. Bald darauf wurde er vor einem Kriegsgerichte wegen Mordes proccssirt, schuldig befundr ind zum Tode verurtheilt. Im Sbember 1805 wurde die Eomvagnik ausgemustert und aufgelöst und im folgenden Monate wurde das Urtheil Priors ln lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Im Januar 1373 wurde Prior begnadigt und freigelassen. Darauf reichte er ein Gesuch um Auszahlung seines Soldes und seines rückständigen Werbegeldes ein. Dasselbe wurde dahin beantwortet, daß er zu dem Empfange seines Soldes bis zum 20. September 1805, an welchem Tage die Compagnie aufgelöst wurde, berechtigt sei, doch habe er auf Bounty" keinen Anspruch. Er habe von der Armee keinen ehrenvollen Abschied erhalten. Vom Auslande Aus M a r k i r ch im Ellaß schreibt man der Straburger Post": Wie sehr der Haß gegen die Deutschen in alle Schichten des französischen Volkes gedrungen ist, zeigt folgender Fall: Einige deutsche Knaben im Alter von 10 Jahren machten einen Spaziergang in ein benachbartes französisches Dorf. Kaum waren dieselben dort als Deutsche crkannt worden, als sie sich auch schon von der Schuljugend, wohl dreißig an der Zahl, umringt sahen, welche ihnen V!ve la France, ä bas la Prusse" und abas Bisrnarck" und dergleichen mehr zuriefen. Hätte nicht eine bekannte Familie sich der Kleinen angenommen, so würde es denselben am Ende noch schlecht ergangen sein. Ein frankfurter Reisender erzählte hier Folgendes: Alljährlich bin ich rcn&OÄ zusuchen. In diesem Jahre machte ich schlechte Geschäfte und kürzte meinen Aufenthalt in Frankreich daher bedeutend ab. Seit Annahme des Mobiltnachungsgesetzes ist das Volk aus Rand und Band und glaubt, es müßte unbedingt der Krieg bald ausbrechen, wodurch die Geschäfte ungemein leiden. Deutsche Reisende haben einen schweren Stand. Wie oft wird man mit scheelen Augen angesehen. Ich mied absichtlich die Eafs, um nicht von irgend einem Hihkopf als Spion anlzesehenu werden, letzten Sonntag war lch in St. Diö. Früh um 4 Uhr wurde das dort garnisonirende Militär Versuchs: weise alarmirt. Hierbei rief ein Spaßvogel: Die Preußen kommen!" Bald hatte sich diese Nachricht zum Schrecken einiger Einwohner verbreitet, und es soll wirklich vorgekommen sein, daß Jemand Anstalten traf, um seine Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen." E i n fatales Llbenteuer ist vor einigen Tagen einer Dame der Pariser Halbwelt, Gabrielle Ellnini, die sich nach der Realisirung ihres Vermöa.ens in Nizza niedergelassen hatte, pasnrt. Ihr wurden nämlich so behauptet sie wenigstens 800,000 Franken gestohlen, 300,000 in Juwelen und 500,000 in Wertpapieren. Am jüngsten Freitag kündigte sie ihrer Dienerschaft an, sie gedenke sich für einen Monat nach dem Bergdorfe Saint-Martin-Lantosque zu begeben, und willigte in das Anerbieten ihrer eben anwesenden Wäscherin, Frau Auda, sich auf der Fahrt von ihrem Manne begleiten zu lassen. Auda besorgte nun alles Nöthige bei einem Miethskutscher, und um elf Uhr Abends trat man beim schönsten Mondschein und angenehmer Kühle die Fahrt an. Gegen drer Uhr Morgens wünschte die Reisende ein bischen zu gehen und stieg mit der Dame, welche ihr als Gesellschafterin dient, aus dem Wagen, während dieser langsam bergauf fuhr, von dcn Krümmungen des Weges theilweise verdeckt. In einem Augenblicke, da er in kurzer Entfernung wieder sichtbar ward, standen zwei Individuen an den Kutschenschlägen und entfernten sich dann eilenden Laufes. Ellnini ahnt das Schlimmste und ihre Ahnungen sollten sich bestätigen ; die Missethäter hatten den Handkoffer, der ihre Reichthümer enthielt, geraubt. Auda, welcher bewaffnet war, aber doch nicht schoß, rieth ihr, nach Nizza, zurückzukehren, um Klage zu erheben, was sie denn auch that, indeß wahrscheinlich die Diebe sich in Sicherheit brachten. Der Staatsanwalt ließ sogleich den Kutscher und Auda verhaften, weil deren Venehmen ihm mehr als verdächtig schien. Emir A b d u r r a h m a n, so schreibt man der Labore Ga;etta" aus Kabul, litt vor einigen Taaen an einem . heftigen Nackenaeschwür ; sein Leibarzt,, e ? 5 . . jf .t t i. cm usgyanljHer zuaaialoer, veroroneie ihm eine Salbe zum Schmieren, damit sie das Geschwür zur Reise bringe. Die Salbe verursachte jedoch dem Emir gewältige 'Schmerzen, so daß er in der Nackt aar mckt scklasen konnte.' Am anderen Morgen ließ er dann dem Arzt den Kops abbauen.

Mensch dieser enteliiC 'Deyandluug nicht erlegen ist, beweist daß ein Neger zuweilen ein zäheres Xden besitzt, als eine Katze.' Die drei Bestien sind dem

Ein interessanter Proceß beschäftigt augenblicklich in Neapel das Gericht erster Instanz und die vornehmste Gesellschaft. Don Franz d'Avalos, Marquis von Vasti und von Peöcara, direkter Nachkomme jenes Helden, in dessen Hand Franz I. nach der Schlacht von Pavia seinen Degen gelegt, verliebte sich in seiner Jugend in ein schönes Mädchen aus dem Volke, Eherubina Eaturano, und ließ sich nach einigen Jahren wilder Ehe im Jahre 1805 kirchlich und bürgerlich mit ihr trauen. Zehn Jahre später anerkannte der Maiauis durch ei-

nen notariellen Akt fernen natürlichen Sohn Joseph als vor der Hochzeit geboren, und dieser Joseph sollte dereinst das ungeheure Vermögen des Hauses d'Avalos erheben. Vor vier Jahren ist Marquis d'Aoalos gestorben, und jetzt strengt Regina, Herzogin d'Aoalos, als Nach? komme einer Seitenlinie der Familie, einen Proceß aus Ungiltigkcits'-Erklärung des notariellen Altes an, der den obengenannten Joseph als natürlichen Sohn des Marquis anerkennt. Die Klägerin behauptet, daß eine gesehwidrige Unterschiebung stattgefunden habe. Cherubina Eaturano hatte zwei Schwestern, deren älteste an einen Bedienten verheirathet war und bei ihrem und ihres Mannes frühen Tode ihr Söhnchen, Namens Joseph, der zweiten Schwester überließ. Diese Schwester war zu arm, um den Knaben dauernd zu behalten, sie brachte ihn deshalb zu Cherubin, die den Neffen bei sich aufnahm und unter den Dienstboten aufwachsen ließ. Als der Knabe älter wurde, weigerte er sich, länger im Gesindezimmer zu bleiben, und bat seine Tante, ihn seiner nahen Verwandtschaft entsprechend zu behandeln. Cherubina's Ehe war kinderlos, und sie soll nunmehr den Marquis veranlaßt haben, den kleinen Joseph für seinen natürlichen Sohn zu erklären und zu legitimiren. Die hervorragendsten Anwälte Italiens, une? Anderen die vormaligen Minister Mancini einerseits und Pessina andererseits, werden in diesem seltsamen Proceß die Herzogin Regina d'Aoalos und die Marquise Cherubina d'Aoalos vertreten. OeutZche Lokalnachrichten. Provinz Brandenburg. Vor dem Landgericht I in Berlin spielte sich ein großer Spielercroceß ab. Ter gewerbsmäßige Spieler Kaufmann Hcinr. Müller wurde zu 1 Jahr Gefängniß und 2000 M. Geldstrafe verurtheilt, seine Eompliccn Richard Gehricke. Mar Lewin, Ad. Heller und Ehrist Bloch zu geringeren Geldstrafen. Ocffentlich belobt wurde der Sekundaner des hiesigen Victoria - Gymnasiums, Ernst Höpker in Potsdam, weil er den 10jährigen Knaben Johannes Eckert, welcher im vcrgangenen Winter beim Schlittschuhlaufen in eine offene Stelle der Havel gerathen und bereits untergegangen war, durch Untertauchen im Wasser vom Tode des Ertrinkens aercttet hat. Frl. Helene Riebe von Potsdam ist in Krummhübel im Rleengebirge vom Blch erschlagen worden. s In Erosscn Amtsgcrichtsrath Netter, bekannt besonders als Autorität auf dem Gebiete des Wein- und Obstbaues. In Berlin erschossen sich der an der Lindenstraße ml)n?d' reiche KaufmmMk " Ferd. Henhe wegen unglücklicher Liebe. Der bekannte dortige Gctreidehändler Siegmund Sobernheim machte wegen unglücklichen Spekulationen einen SelbstMordversuch und liegt hoffnungslos in der Eharitö darnieder. In Kutzdorf erschoß sich der Bauernaltsiber und chemaliger Gemeindevorsteher Ehrist. Hübner. Ertrunken sind bei Schildhorn die Lehrerin Frl. Smcdorf, die Frau des Pferdcbahn-Eondukteurs Ncubert und deren Tochter Ella, und der Schriftsetzer Müller von Berlin. Sie waren Theilnehmer an einer von dem Personal der Hartmann'schen Maschinengießerei veranstalteten Landpartie. Ferner ertranken die Tochter des Schiffers Winkler von Dammhast, und die Tochter des Bauerngutsbesitzcrs Pein von Sicversdorf. Durch einen Stur; in den Fahrstuhl verunglücktc in Berlin der Fahrstuhlwärter Jahns an der Memelerstraße. Todtgefahren wurden daselbst der Eisenbahnschaffncr Krause und der Kutscher Tietze. Am Sonnenstich starb der Fabrikarbeiter Noack von Kolkwitz. In Neinsberg verunglücktc der Schuhmacher Rebstock durch einen Sturz vom Scheuncnbodcn. Provinz Ostpreußen. - Die Inhaber der Firma Heymann & Mendelsohn in Lnck sind verhastet worden. Dieselben hatten vor etwa 13 Monaten ein Manufaktur- und Schnittmarengeschäft eröffnet, welches an Größe und Leistungsfähigkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Nichsdestoweniger meldete die Firma alsbald den Konkurs. an, welcher letztere z. Zt. noch nicht aufgehoben ist. Wie verlautet, wird den Verhafteten unordentliche Buchfübrung vorgemorfen. Die Unterbilanz betragt 33,000 M. Der Stud. theol. I. von Jnsterbürg und dessen Braut haben sich erschos? sen, weil die Mutter der letzteren ihrer Tochter den ferneren Verkehr mit ihrem rr . m w ' ' . verlobten untersagte; der Landwlrth Warnicke von Saatfeld hat sich erbängt. Durch Unglücksfälle kamen um's Leben: die Besitzerssrau Brien von Bartkamm (Hitzschlag), ein Sohn des Besitzers Neuber in Judendorf (überfahren) und die Hirten Plickert von Kiauten und Tyrann von Plawischken und die Wirthssöhne ScharkowSki von Szielaskcn und Franz von Zwirhallen (ertrunken.) : Provinz Westpreutzen. Der Kaufmann Nichard Meyer in ranzig unv vejjen früherer Prokunlt Georg Pfeiffer wurden wegen wiederholten Betrugs zu je 9 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Seconde-Lieutenant Graf v. Westarp von der Unterofsicier- ' Schule in Marienwerder hat sich durch einen Schuß aus einer mit Wasser geladenen Pistole dcn Kopf zerschmettert. Der Altsitzer B. von Neuhof starb in Folge eines Sturzes und der Zimmermann Wegncr von Schlochau und ein Knabe Namens Schulz von Stangendorf sind ertrunken. i ProvinzPommern. - Superintendent Müller und Frau in Bahn feierten das Fest der goldenen Hoa)teil. Der kal, Förster Schwochow.m-

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m gegen Nückenschmerzen. Berichte über die Erfolge ron.St. JakokS Oel. welche vor Jahre erzielt wurden und jetzt bestätigt werden. Reigen in Itn Lende gedeilt MZe, 1882. No. 103 Prince.Ttr., Nem York. N. D. Ich hatte heftige Schmerzen in den Lenden Und konnte kaum gehen. Ich ersuchte eine Flasche St. Jakob Oel, c3 linderte die Schmerzen, eine zweite Flasche heilte mich. C. C. Shayne. 4 Jahre später geheilt. 103 Prince-Ttr.. New York. N.D., 1. Nov. 1886. Ich bestätige mein früher gegebene Zeugniß, wurde vollständig geheilt. St. Jakob Oel steht an der Spitze. Ich kann ti aus' wärmste empfehlen. C. C.SHa,ne. ölkenschmerze gkhcllt Lugnst 1881. 219 Middleskz.Str., Lomell. Mass. Vor ungefähr zwei Monaten hatte ich Rücken, siechen, die heftigsten Schmerzen quklten mich und ich war unfähig da Hau zu Verlassen. Ich ersuchte St. Jakob Oel und weniger wie eme Flasche heMe.unch. David Lawrence. 5 2hre sittrk geheilt. Lowell, Mass., tt Okt. 183. vor einigen Jahren bekam ich einen heftigen rheumatischen Anfall. Ich ersuchte St. Jakob und war in einigen Tagen ieder herzestellt. Daoid Lawrence. Ei Leidender. ' ' Straßburgh, TuSearawa! Co., Ohio. Ich litt seit Jahren an Rheumatismus und nicht linderte meine Schmerzen bU ich St. Jakob Oel anwandte. Der Se!?auch von Iwet Flaschen linderte lie Schmerzen ganz be eutend. ' JohnAtffenbacher. THE CHARLES A. VOGELER CO., Baltimore, Md. ftjfj WWEbKoenZK 1 Vv3 1IAMRIIRRPR TfcWllWlMl TROPFEN (Starrt Slnttrankheite, Leber- n. Magenleiden lprei, 60 Cent! ein fünf Flasche $2X0 ; in kl Lxothekkn u hab THX CHAELE3 A. TOCSLK& CO, BXITLIOSX, SO. Besser als Diamanten . ist Ui Geschenk der See! Advokaten vureaa von Tenny & drorfp, ) Zimmer 6 und 7 Talbott Htm Blk. Jndianaroli, 4. April 1887. Narslzall S. Wood Co.: Verehrte Herr l Ich kaufte heute ine Schachtel Ihre Heilmittel genannt Ocean Ware Lime". 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Der Buchhalter Mar Arlt von Görlitz hat sich in Hirschberg an dem Grabe seiner Braut, Emma Hoffmann, welche auf der Rückreise von einer Vergnügungstour erkrankt und gestorben war, erschossen. Die Leiche des vor 2 Jahren in Prosen gestorbenen Stellenbesitzers Thasler ist wieder ausgegraben morden. Die Untersuchung derselben hat, n?ie verlautet, ergeben, daß Thasler seinen Tod durch Arsenik gesunden hat. Die Wittrot des Verstorbenen, die bereits vor längerer Zeit verhastet wurde, soll drmaend der Thäterschaft verdächtig sein. Sri Poischwitz begingen der Gutsbesitzer Schneider und Frau das Fest der diamantenen Hochzeit. In Zlönitz hat der Häusler Eduard Clemens seine Frau, mit welcher er seit Jahren in Unfrieden lebte, cischlagen und dann, um die Spuren deö Verbrechens zu verwischen, sein Haus angezündet. Dasselbe brannte vollständig nieder; unter den Trümmern fand man die verkohlten Ueberreste der Ermordeten. Der Kaufmann Paul Grätz in Schweidnitz wurde wegen einfachen Bankerotts zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Sohn des Gutsbesitzers Walther in Altwasser hat sich erschossen und der Handelsmann Christian Knppel von Grünberg hat sich erhängt. Durch Unglücksfälle kamen um's Leben: die Wittwe Misch ke von Friedrichsdorf, die Arbeiterfrau Pätzold von Goldberg (von einer Dreschmaschine erfaßt), der 60 Jahre alte Anton Kühn von Jäschkowitz (überfahren), die Arbeiter . Förster von Klein-Wierau, Paul Sonka ' ' von Laurahütte und Wilhelm Blümel von Tarrdorf (ertrunken) und der Zimmeryianli Tschirschnitz von Neuk f?üvw ,

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