Indiana Tribüne, Volume 10, Number 310, Indianapolis, Marion County, 29 July 1887 — Page 1
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Anzeiger!
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Neues ver Telegraph.
Q e t 1 1 1 r u 1 1 1 4 1 1 n Washington. 29. Juli. Wärmeres Wlttkr. Ostamd. Feuer in einer Bäckerei und Menschenverlust. Chicago. 29 Juli. Heute in 6er frühe brach Feuer in der Bäckerei von Cba. Hkffkn aus. Ju dem Gebäude wohnten'vitte Personen, welche sämmtlich btrauSgelrzgen werden mukten. Sie waren sämmtlich in Folge deS Rauche bewußtlos. Maria Truao war bereits erstickt und vier andere Personen werden sttrben. Acht liegen schwer erkrankt dar nieder. (Sdttoricllco. Die Farmer sind wie in der ganzen übrigen Welt, so auch in Amerika noch sehr konservativ, aber das kann nicht mehr lange dauern ; auch sie werden durch die Gewalt der Thatsachen in die Re formbewegung gedrängt werden. Die Thatsache, deren Gewalt sie dahindrän gen wird, besteht darin, daß der Land bau nicht mehr lohnend ist, und daß der Farmer verarmt. Der Staat Illinois ist eine der bedeu tendsten Agrikulturstaaten, das Land ist fruchtbar und Transportgelegenheiten zahlreich. Charles F. Mills, der Sekretär und Statistiker der Ackerbaubehörde giebt in seinem letzten Berichte die Kosten für die Produktion eines Ackcrs Welschkorn auf $10.50 an. Dies schließt Pachtkosten für daS Land, resp. Zinsen der Kaufsumme, Steuern und Arbeit ein. Er führt dann den Gesammtertrag der Ernte und den Preis, welcher erzielt wurde, an. Die Tabelle umfaßt die Jahre 1860 bis 1836. Da ergiebt sich dann daß im Jahre 1832 der für die Welschkornernte erzielte Betrag um $l,273.571 kleiner war, als die Kosten der Produktion in 1333 um 53.621.440, in 1834 um 511.730.559, in 1335 um 510,831,701, in 1836 um 519.870,259. Dies sind also die Summen, welche alljährlich beim Welschkornbau verloren wurden, 552, 377,523 in fünf Jahren. Unsere gelehrten Herren Nationalöko nomen pflegen immer die Landwirthschaft als das Fundament jeder ökonomischen Entwickelung eines Gemeinwesens hinzu stellen, wie man aber sieht, ist dieses Fun dament ziemlich wackelig. Wo geht dieser ungeheure Verlust hin? Die Fraze ist nicht so schwer zu brant Worten, Wenn man serner berücksichtigt, daß zwei Drittel aller Farmen im Staate Illinois mit Hypotheken belastet sind. Der Beruf deS Farmers ist ein müh samer, schwerer, ein Leben voller Plage und Arbeit, aber wie man sieht, trotzdem kein lohnender. Bedarf eS noch eines Beweises dafür. so liegt derselbe in dem Umstände, daß mit Ausnahme von 15 Counties, in denen sich größere Städte besinden, alle Coun tieS an Bevölkerung verloren haben. Mit anderen Worten: die Landbevölkerung nimmt ab, die Stadtbevölkerung nimmt zu. Der Grund ist einfach : Der Bauer kann sich auf seinem Lande nicht mehr er nähren, die Vodenwirthschaft bezahlt sich nicht mehr. Aehnlich wie mit Welschkorn, ist es mit Weizen. Der Statistiker rechnet einen ähnlichen Verlust heraus. Während die Statistik zeigt, daß die Bauern von Illinois im Jahre 1834 einen Verlust von rund 20 Millionen an Welsch korn und Weizen erlitten, erzielten in demselben Jahre die Eisenbahnen des Staates einen Reingewinn von ebenfalls rund 20 Millionen. Das ist bezeichnend. DaS ist die Lage der Bauern. Wie in Illinois, so ist es auch in anderen Staa ten. Was ist die nothwendige Folge da von? So lange der Farm r im Stande ist, sich die Zinsen auf feine Hypotheken vom Munde abzusparen, hält er auf seiner Farm auS, wenn eS nicht mehr geht. dann giebt er die Farm auf, oder viel mehr die Farm giebt ihn auf. Das Resultat dieses Prozesses ist, daß das Land nach und nach in die Hände der Kapitalisten fällt und der Bauer in die Städte wandert, Tagelöhner wird und daS Proletariat vergrößert. Bis jetzt hat der Bauer die Ursache seiner mißlichen Lage in dem Geldmangel gesehen, er hat zunächst empfunden, daß ihn die großen Zinsen auffressen, und die hohen Eisenbahn.Frachtraten. Wie Jeder immer nur die Nächstliegenden Ursachen sieht, hat darum auch. der. Bauer den Ei senbahnen Feindschaft geschworen und sein
Heil in der Greenbacktheorie gesucht.
Aber der Bauer wird nach und nach auch klüger und er sieht ein, daß dies ganze gesellschaftliche System nichts taugt, daß der Kapitalismus oder der Merkantilis mus den Bauer ebenso, wie den Fabri kanten aussagt. Der Bauer, der das Getrside erzeugt verarmt, der Händ ler in der Stadt wird reich. Der Bauer, der bisher geglaubt hat, daß seine Interessen verschieden von den Interessen des städtischen Arbeiters sind, sieht nach und nach ein, daß seine Interessen dieselben sind, daß Beide einen ge meinsamen Feind haben. Unter dem heute herrschenden Gesell schaftssystem, unter dem alle Produkte der Arbeit erst Gegenstände deS Handels werden, ehe sie zum Verbrauche kommen, kann der Erzeuger der Waaren niemals die Früchte seines Fleißes genießen. Es ist dasselbe ob es sich um Erzeugnisse der Landwirthschaft oder der Industrie handelt. Solche Verhältnisse lassen sich weder durch Wuchergesede, noch durch Zollgesetze ändern. Auf dem Boden der heutigen Gesellschaftsordnung giebt es überhaupt kein Mittel dagegen. Nur Eines kann helfen, das ist die Placirunz der gesebgeberischen Gewalt in die Hände einer Par tei, deren Endziel die Schaffung einer neuen gesellschaftlichen Ordnuaz ist. DraytnaHrichtell. Zu viel Feuer. New York. 28 Juli. Die ver schiedenen FeuerverstcherungSaestUschast ten sind in Folge der häufig vorkommen den schweren Blände nicht wenig ausge regt. Die GeschäftSleit'r erklären, kag sie genöthigt sein erden, die Berstche rungSraten zu erhöhen oder die Geschäfte einzustellen, da sie schon seit längerer Zeit mit V rkust arbe t-n. Trubel in Aussicht New V crk, 2S Jul'. Die 0 a i dampferEompagnieen sind übereina - kommen, die Union der B rlader nicht mehr anzue, kennen, sonder anzustellen. wen sie wollen ohne Rücksicht ob der Betr ffende M tied der Union ist oder nicht. Menschenhandel in Canada. Ottawa. Oa'.. 23. Juli. Die be reitS in Kürze angekündigten Enthüllun gen übrr den Menschenhandel mit jungen Mädchen von 12 bis 14 J:tren. (,u UnstltlichkeitSz'vkcker). welcher hier, in drr Hauptstadt der Dominion vlrukommen ist. und in welchen eine Menge .prominenter" Einwohner sowohl, als auch ein flußreiche Politiker mtroicktl! sind. versprechen einen grööeren Skandal her vorzurufen, als sein r Zeit die von der .Pall Mall Gizttte- in London ver. öffer.t'.ichtm Gtschicht.n. Eine Enthüllung folgt der anderen und versetzt die Einwohner Ottawas in die größte Aus regung. Gestern Abend wbr e eine Ve, sammlung abgeholt n unter den Auspi c!en der .Gesellschast sür Beihütuna von Grausamkeiten-.. in welcher die Mittel und Wege bkstr'cken wu-den. um den guten Namen der Hauptstadt wieder her zustellen. Es wurde hschlossen, daß hie zu sp cielle GesetzeSvorschläge eingebracht werden sollen, und zwar schon in der nächsten Session deS Parlament?. Man glaubt, daß der Polizeiches Beweise in Händen bat, welche zur Verurteilung vieler hervorragenden Bürger führen dürsten, wenn dieselben gerichtlich verfolgt werden selten, lab aber etwaige c?ctj eSvorschläge in dieser Richtung im Par lamerte nicht durchgebracht werden könn t n, da mehrere Mitglieds? deS Senate? und des UnterhauskS mitvlrartheilt wer den müß'en. Der deutsche Lebrertaa. Milroaukee. 28. Juli. Gestern trafen die meisten Theilnehmer an dem 13. deutsch amerikanischen Lehrertag ein. Ihre Zahl ist ein außerordentlich große. AbendS 8 Uhr eröffnete Herr Moximtlten Großmann die erste GtschästSversamM' lung mit einer trefflichen Ansprache, aus welche He'r Soldau von St. LouiS er widnte. Der BundeSprüstdcnt Herr Nippert konnte Krankheit? halber nicht anwtsend sei", und deshalb wurde seine Ansprache Detlefen. Zum privisorischen Verübenden wurde B. AbramS von Milvaukee, zum Vice präsiderit'N Dopperich von Belleville. zu Sekretären Dr. Stun und Frl. Böhr von St. Louis gewählt. Heute Morgen wurden einBewillkomm nungsschreiben vom Seminarverein ver lesen. Da Comite sür Statistik de drutschamerikanischen Schulwesens erstattete Bericht. Derselbe umsabte die Städte Baltimore, Chicago, Cinctnncti. Jntia uapolis, St LouiS und Milrsaukkk.
In Milvaukee berheiligten sich im leb
ten Schuljadt 13 285 Kinder am deutschen Unterricht in den öffentlichen Schulen,' Zahl der deutschen Letter 6Z. In St. LouiS lernen 22.247 Kinder deutsch. Zahl der deutschen Lehrer 75.' In Chicago S0.237 Kinder ..Zahl der deutschen Lehret 143. In Sinctnnati 16 740 Kinder, in Bal timore 5670. in Indianapolis 2763. Diese Zahlen haben bloß aus die öffent lichen Schulen Bezugs Nebenbei giebt k natürlich in all diesen Stätten noch deut sche Kirchen und Privatschulen. Herr Rink von St. Paul hielt einen Vortrag über die Grammatik und den Unterricht in sremden Sprachen und Herr Rosenstengel von Madison. Wi?.. über Reformen im Sprachunterricht. Hält ihn für unschuldig. St. LouiS. 23 Juli. Samuel N. VrookS. der Vater deS zum Tode ver' urtheilten Huh M Brooks, alta Max. well, btsindet sich hier. Er reiste speziell zu dem Zwlcke von England hierher, um womöglich seinen Sohn vom Galgen zu retten. Er behauptet, sein Sohn sei völ lig unschuldig vnd habe keinen gerechi'n Prozeß gehab'. Foreaker nomi i r t. Toledo. O. 28. Juli. Die republi kanilche StaatSconvention von Odio stell'.e den gegenwärtigen Gouverneur Foteaker wieder alt Kandidct für den GouvernerSposten aus. T urnlehreTong retz. Cincinnat i. 28 Juli. Seit vor gest xn ist der Tr r.tlehrercongr b in Siduno. Folgende Themata kamen zur Bespre chuna : Praktische Uebungen im Feuer rettungSdienst: da? Turnen in den öf t iii rA.'f. . e leniiicocn azuren ; es raroiam rn oen Tvrnschulen Sommerstrien emzusübren? Der Congreß ist von etwa dreißig Turn lehrein auS den größeren Städten dkS Landes besucht. . Der von TönSseld von St Loui grhaltene Vorirag über FeueneltungSdienst wurde durch Uebungen am Gebäude der Turnhalle praktisch illustkirt. Die Ue bungen waren sehr interessant und wur den gut durchgeführt. Ver Dabei. Kaiser und Kronprinz. Berlin. 28. Juli. Au Gastein wir) gemeldet dok der Kaiser sich beim besten Wohlsein befindet. Kaisir Franz Joseph wird am 6 und?. August in Gastein sein unddie Zusammenkunft mit dem Kaiser Wilhelm habe?. Die neuesten Nachrichten. auS London über den Zustand deS Kronprinzen Friedrich Wilhelm gehen dahin, daß seine Genesung rasche Fortschritte mache. Er hat keine Schwierigkeit beim Spre chen, doch rathen ihn seine Nerzt', Sorg fält zu üben. Möglicherweise wird Pro fcssoe Virchow behusS einer neuen Con sultation nach London berufen werden Heute Abend hl't Professor Virchow vor der Medicinischen Gesellschaft dabier einen Vortrag über daS Leiden deS Kron Prinzen. Bulgarien. Sofia. 23. Juli. Man glault daß Prinz Ferdinand im August hie? eintreffen und die Regierung antreten wird. Amnestie in Bulgarien. S o s i a . 28. Juli. Die Regentschaft hat eine Amnestie aller derjenigen polit' schen Verbrecher, die nach der Türkei flo hen, angeordn.t Ausgenommen sind solche, die sich krimineller Verbrechen schuldig machten. Eine neue Constitution sür Serbien. W i e n . 23. Juli. Da serbische Mi niflerium Hot eine Commission sür den Entwurf einer neuen Constitution er na int. Dieselbe ist gleichmükig aus Vertretern der drei Po! ttschenParteien deS Landes zusammengesed'. TSiffnc5riSt,n Angekommen in: N e w Y 0 r k : WaeSland" von Ant werden. Soutbampton: .Saale- von New Pork noch Bremen. Vo OnSlande Bei der St7r7reise Boulan gers gab eS in Paris abscheuliche Scan dale. Man schreibt darüber von dort: Die Vorgänge aus dem Lyoner Bahn Hof haben daS Ansehen VoulangerS keineswegs erhöht. Als er durch die S.raße' fuhr, schrie und heulte man : Vive Boulanger! und umdrängte seinen Wagen, viele küßten ihm gar die Hände oder den Saum seines schwarzen Ueberrocks. Er selbst grüßte huldvoll nach rechts und lin?S, sodatz man glau den konnte, er suhle sich schon als Bou langer I. von Frankreich. Auf dem Bahnhof änderte sich aber die Scene. Das Jubelgeschrei, daS bei seiner An kuntt kukStstoim wurde, jpar vjellMt
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81 Ost noch stärker, als im Hotel du Louvr'e, aber die Schreier traten dem ehemaligen französischen Kriegsminister und gegen wältigen Corpscommandanten keines Wegs mit der schuldigen Achtung ent gegen. Als er aus dem Wagen stieg, machte ihm Niemand Platz, im Gegen theil, man stürzte über ihn her, umririg;e, st.ieß ihn, und er würde wahrscheinlich gar nicht bis zum Wartesaal gekommen sein, wenn nicht zwei Polizeidiener, die bemerkten, daß der General einer Ohnmacht nahe war, sich seiner er barmt und ihn weite? geschleppt hätten. AuS dem Wartesaal flüchtete cr sich zuerst in einen Wagen dritter Classe, dann in den für ibn bestimmten Wagen des Zuges, der ihn nach Clermont-Ferrand bringen sollte, schließlich aber, da seine Bewunderer ihm auf Schritt und Tritt nachfolgten, rettete er sich auf eine Loco motive, auf die man ihn hinaufschob. Mit ihm fuhren Laguerre und zwölf Pa tristen, die sich nicht von der Locomonve entfernen ließen. Ein großer Theil von Gassenbuben behandelte die Sache offen bar als einen lustigen Sport. UeberdieS ist Boulanger klein und imponirt in bürgerlicher Kleidung der Menge wenig, was vielleicht anders wäre, wenn er eine hochgewachsene und schneidige Erscheinung wäre oder sich mit eigener Kraft durch die Menge hatte Bahn brechen können, statt daß mrtleidige Polizeidiener ihn ins Schlepptau nehmen mußten. Schon von sechs Uhr ab am Abend begann die Menge sich vor dem Louvrehotel, wo Boulanger wohnte, anzusammeln. Gegen S Uhr füllten über zehntausend Personen die Rue de Rivoli. Zu dieser Stunde ver ließ die Droschke Boulangers, der einige andere folgten, den Gasthof. Die Men ge warf sich den Pferden entgegen.brüllte Hoch Boulanger ! Hoch die Armee ! Nieder mit Grevo ! Abdankung! Boulanger tierbleiben!" und suchte die Droschke aufzuhalten. Es gelang indeß dem Kutscher, das Pferd frei zu bekommen, und er fuhr in scharfem Galorp davon. Eine Weile liefen di? Flinksten der Volksmenge unter Gejohl nach, blieben aber schließlich zurück. Auf dem ganzen, gegen fünf Kilometer langen Wege zum Lyoner Bahnhof stand.' Leute, die Boulanger im Vorüberfahren anschien. Seit einiger Zeit i st in Oberhessen viel von einer in dem Dorfe Ober Mörlen Q Stunde von Bad Nauheim) krank daraiederliegendenFrau die Rede, welche in einem lethargischen Zu stände seit 9 Monaten wecer Speise noch Trank zu sich genommen hat. Der Zustand der Kranken, die bereits die Aufmerksamkeit vieler Aerzte auf sich ge zogen hat, erinnert an den bekannten schlafenden Ulanen in Potsdam sowie an daS schlafende Mädchen in Velp'e (Herzogthum Vraunschweig), das sich ungefjihr ein halbes Jahr lang in einem todesahnlichen Zustande befunden und in dem Marienstift in Vraunschweig, wohin es auf Veranlassung des Vereins der Aerzte in Braunschweig gebracht wurde, seine Gesundheit wiedererlangt hatte. Insofern jedoch unterscheidet sich die Kranke in Ober-Mörlen von den er Wähnten Kranken, als sie nicht, wie es bei diesen der Fall war, fortwährend ohne Lebenszeichen daliegt, sondern öfter Kopf und Knie gleich dem Pendel einer Uhr in kurzen, gleichmäßigen Zwischen räumen hin und her schaukelt, und zwar bewegt sich dann der Kopf nach rechts, während die Knie? die Bewegung nach links machen. Die Augen sind ge schlössen, alle Versuche der Aerzte, sie zu öffnen, blieben erfolglos. Oft hat die Frau einen ganzen Tag lang krampfartige Anfälle, hm und wieder in Ver binoung mit Nasenbluten. Ob sie hört und Wahrnimmt, was um sie her voracht, ist nicht genau festzustellen. Der Verein der Aerzte des Kreises Friedberg ist vor einiger Zeit zusammengetreten, um die Frau, die sich bereits früher zweimal in einem ähnlichen, jedoch nicht so lange andauernden Zustande befunden haben soll, auf seine Kosten nach Gießen schaffen und auf der dortigen Universität behandeln zu lassen, indessen haben die Angehörigen der Frau einfache Bauersleute dieses Anerbieten abge lehnt, da sie befürchteten, daß man an ihrer Verwandten Operationen vorneh men werde. .
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