Indiana Tribüne, Volume 10, Number 301, Indianapolis, Marion County, 20 July 1887 — Page 3

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Unverstandene Franen.

Novelle von Karl Wartenbnrg. (Fortsedung.) 'Mrtwurdig sagte er zu dem Kt noristen, was für ein Gedächtniß so eine Frau bat. Ich habe mit keinem Athemzug an den Geburtstag gedacht." Weil Tu blos Petroleum, Baumwolle und Kaffee im Kopfe hast, liebes Männchen," lachte Fanny, dle nun ge wonnenes Spiel hatte. Ich aber muß nach Hamburg," er klärte der Kaufherr, doch zum Geburtstag der Schwägerin werde ich wieder da sein. Und jetzt, mein liebes Kind, nimmst Du es wohl nicht übel, wenn ich Herrn Braun Dir entführe, um mit mir ein paar Dutzend Austern tti frühstücken. Es ist nicht weit von hier," setzte er zu dem Sänger gewendet hinzu. Der Sänger nickte zustimmend und die beiden Herren . verabschiedeten sich von Fanny, die in übermüthiger Laune an das Klavier eilte und ein Liedchen aus Boccaccio" hinausschmetterte, des' sen Refrain: Doch bei allen Neckereien Muß dem Manne treu man sein," ibr besonders zu gefallen schien, denn sie wurde nicht müde, ihn immer und immer zu wiederholen. Du brauchst heute nicht mit dem Mittagessen auf mich zu warten. Der Bau wird heute gerichtet und es kann spät werden, ehe ich komme," sagte der junge Baumeister zu seiner Frau. Es ist gut antwortete Elsa gleichgiltig, während Albert Hut und Stock nahm. Ehe er das Zimmer verließ, warf er noch einen Seitenblick nach seiner Frau. Sie bemerkte es nicht. Unverwandt sah sie hinab auf den leb hasten Verkehr der Straße. Ein einziges freundliches Wort von ihr und er wäre auf sie zugeeilt und hätte gefragt, ob dieses traurige Leben fortdau ern solle? Ob sie noch ferner trotzen wolle, warum sie ihm eigentlich zürne? Dann hätte er sie in seine Arme ge nommen und die Thränen und Vor würfe weggeküßt und Alles wäre wieder gut gewesen. Aber sie schwieg. Tief verstimmt verließ er seine Wohnung und eilte dem Bauplatz zu. Aber auch Elsa fühlte sich tief unglücklich. Sie dachte an die Rückkehr in das Haus ihres Onkels, ja selbst ans Sterben Sie fühlte sich grenzenlos ge täuscht in ihrer Ehe. Freilich, wenn Jemand sie aufs Gewissen gefragt hätte, warum sie so unglücklich sei, sie würde Mühe gehabt haben, irgend einen bestimmten Grund dafür' anzuführen. Aber gerade darin lag die Gefahr, daß die Entfremdung zwischen ihr und ihrem Gatten, von dem sie sich nicht verstanden glaubte, eine iminer größere wer den würde. Er verstand sie nicht ! Er war gleichgiltig gegen ibren Schmerz, wie er es gegen ihre Ideale gewesen war. So bildete es sich Elsa ein. Am meisten kränkte es sie, daß er, wie sie fest über ?eugt war, seinen Freund Rößler ange tiftct hatte, ihre Kunstschwärmerei lächerlich zu machen. Es war nichts als Hohn gewesen, wenn Nößler behauptet, er kenne den berühmten Sänger Georg Braun nicht, den Sänger, welchen sie so hoch Verehrte! Als sie sich jetzt wieder daran erinnerte, brach sie m ein nervöses Weinen aus, und wenn Frauen weinen, sind sie immer fest davon überzeugt, daß man ihnen schweres Unrecht gethan hat. Wie ganz anders hatte sie sich da? Leben in der Hauptstadt gtträumt, wie gan anders war es gekommen ! Der einzige Sonnenblick in ihrem trüben Dasein war das Gastspiel Georg Brauns, aber seit acht Tagen war sie auch nicht mebr in der Oper gewesen. Allein wollte sie das Theater nicht besuchen, ihren Mann dazu aufzufordern, war sie zu stolz, und zwischen ihr und Fanny hatte sich auch etwas Frem des eingeschoben, ihre Freundschaft war nicht mehr so innig. Gestern hatte Fanny sie zwar besucht : Aber es waren nur ein paar flüchtige Minuten gewesen, die sie bei ihr zuge bracht hatte. Sie hatte ihr erzählt, daß ihr Mann nach Hamburg abgereist wäre, daß sie noch einige Wochen bei ihrer Schwägerin bleiben werde, : daß sie sehr von Besuchen in Anspruch genommen, sie hatte auch Elsa gebeten, sie einmal zu besuchen, dann war sie wieder fortgerauscht. Ueber das, was Elsa am meisten interessirte, über Brauns Gastspiel hatte sie kein Wort fallen lassen. Da Fanny den Sänger nicht erwähnte, so hatte Ela auch nicht von ihm gesprochen. Ein unbestimmtes Mißtrauen hielt sie zurück. Sollte Fanny absicht lich über den Mann, den Beide als ihr Ideal verehrten, geschwiegen haben? Sollte sie ihr etwas zu verheimlichen haben, sollte Fanny gar den Sänger lieben ? Elsa erschrak bei diesem Gedanken. Aber je länger sie ihm nachhing, desto wahrscheinlicher erschien er ihr. Zetzt erinnerte sie sich des seltsamen' Blickes, mit welchem Fanny sie während der Vorstellung der Martha" gefragt, ob der Sänger Elsa schon besucht habe. Es war die Eifersucht, welche Fanny hatte fragen lassen. Da pochte es an der Thüre. In lhrer Erregung überhörte es Elsa das erste und auch das zweite Mal. Es klopfte zum dritten Mal, stärker, lebhafter. Sie rief Herein". Die Thüre öffnete sich. Ein leiser Schrei der Ueberraschung aus Elsas Munde es war der Tenorist, der vor ihr stand. ' Störe ich, gnädige Frau?" fragte er mit weichem, schwermüthig ange hauchtem Tone. Aber bitte, schicken Sie mich nicht fort, wenn ich auch zu ungelegener Stunde komme. Jcb war heute so traurig, so voller Sehnsucht , . rfr t i t i ' r

nacy emer mltsuylenoen eeie, oaß :cy selbst auf die Gefahr eintrat, lästig zu fallen, um hier Trost und Ruhe zu finden." Ueber Elsas reizendes Gesichtchen zuckte es z widerstreitende Gefühle kämpften miteinander. . Sie Md stets wMkommen, Herr

Vräun, sagte ne, rym vit Hanovie ' er an seine Lippen drückte, zum Gruß entgegenstreckend. Ob Sie aber hier ! di Ruhe und den Trost sinden, die

ie lucven, vei einem armen, cywacyen Weib das weiß ich nicht," und dabei entstieg ein tiefer Seufzer ibrem Busen. Er setzte sich an das offene Klavier und ließ seine Hände über die Tasten gleiten. Die Arznei kranker Seelen," raunte er mit leiser Stimme Elsa zu, die den schwermüthigen Akkorden, welche der' Sänger anschlug, lauschte. Harmonirten doch diese melancholischen Töne mit den Empfindungen ihres schmerzzerrissenen Herzens. Braun war kein glänzender Klavierspieler, aber er verstand auf dem Instrument zuphantasiren. Mit einem Male hielt er inne, warf der jungen Frau einen zärtlich schmachtenden Blick zu und sang das Tannhäuserlied: O Du mein holder Abendstern." Er sang es mit allem Schmelz seiner Stimme, und seine Augen, die unverwandt an Elsas Zügen hingen, leuchteten in schwärmerischem Feuer. Elsa war verzaubert. Sie vergaß ihren Kummer, ihre Thränen und lauschte hingerissen dem Gesang. Plötzlich stand der Sänger auf, schlug die Hände vor das Gesicht und zu Elsas Füßen niedersinkend und seinen Kosf in ihren Schooß verbergend, brach er rn ein leises Weinen aus. ,Ueberrascht, geängstigt durch diesen Ausbruch einer heftigen Gemüthsbewegung vergaß die junge Frau das Sonderbare dieser intimen Annäherung. Mit leise bebender Stimme fragte sie, zu dem vor ihr Knieenden sich nieder bnigend: Was ist Ihnen?" ' Ich bin sehr, sehr unglücklich," seufzte er, sein Hauvt erhebend, so unglücklich, daß ich ster5?n möchte." Und warum?" hauchte Elsa erblas send. Weil ich unverstanden durchs Leben gehe, weil ich kein 'Herz mein nennen darf, dem ich das anvertrauen könnte, was meine Seele bewegt." Unverstanden durchs Leben gehen," wiederholte traurig Elsa. Das war ja ihr eigenes Geschick. O, das ist schmerz lich, Sie armer, armer Mann," weinte sie. Ja, Sie haben Recht, ein armer Mann bin ich," wiederholte er mit dem ganzen Pathos eines Theaterhelden, und doch möchte ich leben, möchte ich glücklich sein, möchte ich ein Herz mein nennen. Elsa, meine theure Freundin, Sie sind die Einzige, zu der ich Ver trauen habe, wollen Sie mein guter Genius sein, der mich vor Verzweif lung, vielleicht" er streckte die Hand abwehrend aus, wie um eine entsetz liche Erscheinung zu verscheuchen ja, vielleicht noch vor Schlimmerem bewahrt?" Einer solchen Beschwörung konnte die nervös aufgeregte, sentimental-schwär merische junge Frau nicht widerstehen. Es galt eine Menschenseele zu retten vor Verzweiflung. Durch das glühend fecifec Äöpschen der iungen Frau flogen Erinnerungen an berühmte Schauspie Kr und Länger, die dem grauen Ge spenst des Wahnsinns verfallen waren. ES wäre entsetzlich, wenn dieser gott begnadete Sänger, dieser edle Trouba dour demselben Schicksal erliegen sollte. Dieser Gedanke ließ Elsa alles An dere vergessen. Was lhr unter anderen Verhältnissen als eine dreiste Keckheit erschienen wäre, das betrachtete sie jetzt als etwas Na türliches. Sie war die Erkorene, welch einen großen Künstler der Welt und dn Kunst erhalten sollte. Und überwältigt von dieser Idee streckte sie dem Teno risten ihre Hände entgegen und über ihre Lippen bebte es: Ich will eS, ich will es." Ich danke Ihnen," hauchte der Sän ger, nahm die kleinen Händchen dn jungen Frau in die seinen, zog die zu sammenschauernde Elsa an seine Brust und preßte einen heißen Kuß auf ihre Stirne, auf ihren Mund nd legte dann ihr Köpfchen auf. seine Schulter. Elsa ließ widerstandslos Alles gefche hen. Sie war wie betäubt, nur von der einen Vorstellung beherrscht, daß sie einen gottbenadeten Künstler der Welt erhalten müsse. Der Tenorist triumphirte. Er bebte vor Verlangen, als er die junge reinde Frau in seinen Armen zittern fühlte, aber er beherrschte sich. Noch war der entscheidende Augenblick nicht ge kommen, wo sie sich ihm ergeben würde. Man muß das Täubchen kirre machen, pflegte er zu sagen, wenn in intimem Kreise, um die Mitternachtsstunde beim Wein, die Rede auf das Kapitel von den Frauen kam.. Und,er war in bestem Suge, dieses Täubchen zu kirren. Aber in demselben Augenblick, in welchem der Sänger ihren Kopf an seine Brust drückte, erschien auf der Schwelle des nur durch eine Portiere von dem zwei ten Gemach getrennten Zimmers die Gestalt eines bärtigen Mannes. Es war ötößler, der seinen Freund Weber besuchen wollte. Er war durch das erste Zimmer gegangen, dessen dicke Teppiche den Schall seiner Schritte bis lur Un Hörbarkeit dämpften, und hatte die Vor tiere erhoben. Verwundert betrachtete er einen Moment Elsa und den ihm un bekannten Sänger, welche Beide keine Ahnung von dem stummen Zuschauer auf der Thürschwelle hatten. Dann ließ Rößler langsam den Vorhang fallen und ging ebenso geräuschlos und unbe merkt wie er gekommen. Endlich gab Braun die junge Frau, die erschöpft von der aufregenden Scene in den neben dem Klavier stehenden Sessel sank, frei. Er selbst nahm neben ihr Platz. Sie hob die blauen, sanftschmachtenden Augen zu dem Sänger, und mit einer Miene, in welcher - sich Verschämtheit und ein glücklicher Stolz ausdrückten flüsterte sie: Ich glaubte, daß Frau Fanny Lüdecke Ihr guter Genius sei. Sie ist so klug, so energisch und so schön." Um den Mund des großen Sängers spielte ein spöttisches Lächeln. Der be rühmte Tenorist kannte die weiblichen Schwächen sehr genau. Frau Fanny Lüdecke mag eine kluge ttxau sein, auch sebr eneraisck. wenia UenS Ihrem Manne seLenüber, .ahr

was ihre ' Schönheit' Matt'gt ' -." cr stockte.- - : - Nun?" frug Elsa erwartungsvoll und überrascht, ist sie nicht auch eine schöne Frau?" Ich liebe die Riesendamcn .nicht," antwortete der Sänger. Die Riesendamen ?" ' staunte Elsa, die das Wort in seiner Beziehung zu Fanny nicht verstand.' Nun ja," lächelte er, die Achseln zuckend. Frau Lüdecke ist mir zu imposant, zu üppig, um schön zu sein. Ich schwärme für zierlichere Gestalten." Sein flammender Blick bei diesen Worten ließ die junge Frau tief errö then. Sie sind der Erste, der von Fanny nicht bezaubert ist," sagte nach einem augenblicklichen Stillschweigen ' Elsa, sonst haben Alle, welche meine Freundm kennen lernten, sie für eine der schönsten Frauen erklärt. Sie hat so feurige Augen." Jawohl," und wieder erschien das spöttische Lächeln des Sängers, so feurig, wie die funkensprühenden Räder beim Feuerwerk, denen zu nahe zu kommen man Furcht hat. Nein, nein," flüsterte er mit zärtlicher Stimme, ich liebe jene sanft schmachtenden Augen, die uns anschauen wie die Vergißmein nicht-Blümchen." Dabei wirbelte er mit den Fingerspitzen die Enden seines schwarzen Schnurrbärtchens zusammen und sah der Ijungen Frau so verliebt in die Augen, daß diese verlegen das Gesicht senkte. Sehen Sie Frau Lüdecke öfters?" fragte nach einer kurzen Pause Elsa. Ja," antwortete er, rasch überlegend, daß ein Leugnen hier nicht am Platz, da Elsa leicht die Wahrheit erfahren konnte. Ich will in Hamburg gastiren, Herr Lüdecke hat dort einflußreiche Verbindungen. Sie verstehen mich, theure Freundin. Auch der Künstler hat gewisse Rücksichten zu nehmen. Außerdem beabsichtigt Frau Lüdecke, ihre Schwägerin, deren Geburtstag am zwanzigsten November ist, mit einer musikalischen Soiree zu überraschen, bei der ich natürlich meine Mitwirkung nicht versagen konnte und auch das nöthigt mich, Frau Lüdecke öfters zu besuchen und ihr einige Lieder einzu studiren." In Elsas sanften Augen blitzte es zornig aus. Das war Fannys Freundschaft! Kein Wort hatte sie davon gesagt. Diese Falschheit empörte sie. Von ihrer besten Freundin so hintergangen zu werden, das traf Elsa ins Herz. Ach, wenn sie sich doch an der hinter listigen, verrätherischen Freundin hätte rächen können. Da blitzte in ihrem Köpfchen ein Gedanke auf. Mein lieber Freund," schmeichelte sie mit süßer, sanfter Stimme, indem sie sich bemühte, ihre Erregung zu bemeistern, wollen Sie mir eine Bitte gewähren ?" Verlangen Sie, was Sie wollen mein Blut, mein Leben antwortete der Sänger mit theatralischem Ausruf. Ich bin keine Kannibalin," lächelte Elsa schelmisch, ich will nicht Ihr Blut, nein, nur um ein paar Stunden Ihrer kostbaren Zeit bitte ich. Frau Anna Lüdecke ist sehr liebenswürdig gegen uns gewesen, auch ich möchte sie zu ihrem Geburtstag überraschen. Man sagte mir oft, daß meine Stimme nicht unangenehm sei, wenn Sie die Güte haben wollten, Herr Braun" und die schönen, sanften, blauen Augen hoben stch langsam bittend zu ihm empor, mir auch ein paar Lieder einzustudiren. Aber Sie sagen Niemandem davon, auch Fanny nicht." In des Sängers Zügen mischten sich Erstaunen und Freude. Diese reizende junge Frau kam ihm ja auf halbem Wege entgegen. Günstiger konnte sich ihm die Gelegenheit nicht bieten. Und was das Beste war, er hatte gegenüber einer etwai gen eifersüchtigen Anwandlung des Herrn Gemahls eine genügende Rechtfertigung für seine Besuche. Verfügen Sie über mich, theure Freundin," stieß er fteudig hervor, ihre kleine Hand an seine Lippeu drückend, und wollen Sie mir die Auswahl der Lieder überlassen ?" Sie nickte. Sehr gern." Und wann beginnen wir unsern Un terricht, liebe Schülerin?" fuhr er fort, in halb scherzendem, halb ernsthaftem Ton, ihre Hand noch immer in der sei nigen haltend. Je früher, desto besser, denn wir haben nicht viel Zeit mehr bis zum zwanzigsten November," meinte Elsa. Gut dnn, also übermorgen," sagte er aufstehend, um dieselbe Stunde, in der ich heute zu Ihnen kam." Sie nickte. Wer," fügte sie dann lächelnd hinzu, Sie sprechen nicht darüber, Fanny soll ebenso überrascht werden wie die-Andern." Der Sänger legte die Hand betheuernd aufs Herz. Dann einen Blick nach der Uhr werfend, fragte er: Und Ihr Herr Gemahl? Soll auch nichts davon erfahren?" und ein lauernder Seitenblick fiel auf Elsa. Die junge Frau sann ein paar Sekunden nach. . Vielleicht ist es doch besser, ich sage ihm davon," meinte sie, den Tenoristerr fragend anblickend. Der Sänger zuckte mit der Achsel, als wolle er damit ausdrücken, daß er ihr die Entscheidung überlasse. Aber," sagte sie plötzlich, es ist besser, wir überraschen ihn auch." Mich ruft jetzt die Pflicht," sagte er, nach seinem Hute greifend, ich habe Probe zu Stradella". Also auf Wiedersehen übermorgen, meine liebe theure Freundin." Und wieder zog er ihre tand an seine Lippen und drückte einen uß darauf. Auf Wiedersehen, mein Freund," ant wortete sie, und noch einmal" sie vollendete nicht, sondern legte lächelnd den Zeigesinger an den Mund. Er senkte stumm das Haupt, die Hand auf die Brust lezend. Schon auf der Schwelle stehend, wendete er sich noch einmal um, der jungen Frau ein leises, sehnsüchtig schmachtendes: Auf Wiedersehen" zuflüsternd.

Kurt Nößler war nach der seltsamen Szene, deren unbeobachteter Zuschauer tt eben aevem. in WeiÄua

gangen. Hebte eine gemülhllche Knelpstunde Er' setzte sich dann mit seiner Flasche in eine Ecke, das Treiben um sich herum beobachtend. Mitunter ließ cr sich auch in "eine 'Unterhaltung ein,, wenn 'er einen 'interessanten Nachbar fand....,. - ......... , Heute aber trug er aber kein. Verlan? gen nach irgend einem Gesprächs und wenn es selbst das anziehendste gewesen wäre. . -Er achtete deshalb auch nichtauf die Unterhaltung einiger junger Männer augenscheinlich Künstler verschiedener Berufe Maler und Schäuspielerwelch'e dicht neben ihm an einem nmde Tische Platz genommen hatten. Ihn. beschäftigte einzig und allein die merkwürdige Situation, in welcher er die junge Frau seines Freundes und den ibm unbekannten Herrn überrascht hatte. War der junge Mann' ein Verwandter, Bruder, Freund Elsas -oder' ibr Ge liebter? Das Letztere wollte er nicht glauben. Und doch war ihm bei jenem Mittagessen in der Wohnung seines Freundes nicht entgangen,' daß zwischen dem jungen Ehepaar nicht Alles ' so war, wie es hätte sein sollen, daß eine Verstimmung zwischen den beiden Gatten herrschte, daß die kleine Frau vielleicht Er dachte den Gedanken nicht aus. Ueber die Persönlichkeit jenes Unbe kannten, an dessen Schulter ruhend er Elsas blondes Köpfchen erblickt, mußte er sich zunächst Gewißheit verschaffen. Obwohl er kaum zwei Sekunden sein Gesicht gesehen, so batten sich doch die Züge des jungen Mannes fest in sein Gedächtniß eingegraben. Das dunkle, lockige Haar, der blasse Teint, die lüster nen Augen, das Schnurrbärtchen über den aufgeworfenen Mund er hätte den Menschen malen können. Albert gegenüber beschloß er über das Erlebniß zu schweigen. Es konnte das Lebensglück seines Freundes auf dem Spiele stehn, vielleicht erklärte sich aber die Sache in ganz harmloser Weise. Jedenfalls mußte er sich über die Verhältnisse genau unterrichten. Freilich war dies nicht so leicht. Mit diesem Gedanlen beschäftigt, achtete er nicht auf das immer lebhafter werdende Gespräch am Nebentisch. Die Künstler redeten von den schlechten Zei ten für die Kunst, kein Mensch wolle mehr Gemälde kaufen. Ein Herr, den man Professor nannte, meinte, wie anders wäre das vor zwölf Jahren gewesen, nach dem französischen Kriege, wo neue Villen und Schlösser, die alle ihre Gemälde-Galerien haben wollten, wie Pilze aus der Erde wuchsen. Ach, das wvren goldene Zeiten! Ein bärtiger Herr, den man Äubens nannte, zog gegen die Socialdemokraten und Fortschrittler zu Felde, die wären Schuld an den schlimmen Zeiten für die Kunst. Die Kunst brauche Ruhe und die Gunst der Hohen und Mächtigen. Da wo das Volk das Heft in Händen, habe die Kunst nie geblüht. Darum bin ich auch konservativ, jeder Zoll vom Scheitel bis zur Sohle ist bei mir reak tionar." Ganz mein Fall," fiel der tragische Held und Liebhaber eines renommirten Theaters ein, ich hasse die Demokraten aus dem Innersten meiner Seele," und zur Bekräftigung seiner mit dem Pathos eines Marquis Posa vorgetragenen Behauptung trank er daZ Glas seines Nachbarn aus Aber erlauben Sie, mein verehrter freund", bemerkte sein Rachbar, der Karikaturzeichner eines bekannten Witzblattes, das ist nun das dritte Mal, daß Sie heute mein Glas leeren. Diese kommunistische Praxis harmonirt schlecht mit Ihren konservativen Grundsätzen." Dabei fuhr Herr Eharivari, wie man den Karikaturzeichner nannte, mit der mageren, schmalen Hand durch sein fand farbiges, struppiges Haar und strich sich den spitzen Kinnbart seines hageren Ge sicbts. (Fortedung folgt.)

Ein eigenartiges Jubiläumsgeschenk hat die Königin Victoria von einem Mr. Lewis erhalten. Der loyale Unterthan sendet ihr seine Photo graphie, aus deren Rückseite sich die Wid munaszeile befindet, daß das Original des Bildes der schwerste und dickste Bürger ist, der sich im Königreich Großbri tannien befindet. Der Spender ist 40 Jahre alt und wiegt die Kleinigkeit von 660 Pfund. Das ist wohl der beste Be, iweis, daß es sich unter der Königin 'Scepter gut leben läßt. HÖV gegen entzündlichen Rheumatismus. Berichte über die Erfolge von Ct. Jakobs Orl. welch vor Jahren erzielt wurden und jetzt bestätigt erden. ?! ienmatiker geheilt 1850. Hamburg BerkZ Co., Pa. ' vier Wochen litt ich an entzündlichem Rheu matiimuS. Aerzte konnten eine Schmerzen nicht lindern. Ich war gezwungen im Haus u bleiben; meine Glieder waren geschwollen. Nach einigen Einreibungen mit St. Jakobs Oel waren alleZchmerzenverschwundenund bei fort gesetztem Gebrauch wurde ich gänzlich geheilt. Roland T. Leonard. 6 Jilhre später -dauernd geheilt. Hamburg, BerkZ Co.,Pa., 19. Okt. 1886. Vor ungefähr Jahren wurde ich von ent ländlichem Rheumatismus befallen. Nach An 0 wendung von einigen Flaschen St. Jakob Oel war ich vollständig geheilt. Mit erSnügen bestätige ich mem früher gegebenes ieuguit über die ausgezeichneten Wirkungen tot Et. JakobS OelS. Rolands. Leonard. van eleDepty'SheriKJi 1581-grheilt. Attleborough. Mass. Im lehten Mal war ich in Folge von acutem NheumatiSmu gevungen im Bette zu bleiben. Mir wurde ange?Sthen St. JakobS Oel zu ver - suchen. Ich th'at es und roar am nächsten Tage so gesund wie jemals. Elijah Eapron, Deputu Sheriff. 5 Jahrs später vollständig geheilt. Attleborough, Mass., 19. November 183. Ich hatte einen schweren Anfall von akutem Rheumatismus uc war nicht im Stande einen Schritt zu gehen. Ich versuchte alles ohne Erfolg. bis ich Ct. JakobS Oel anwandte. ES heilt mich vollständig und ich kann empfehle. Elijah Cavron, Teputo.Sheriff. THE CHARLES A. VOGELER CO.. Baltimore. Md iOfltlstS . HAMBURGER TROPFEN Olntkrankhetten, Leber- u. Mageulcidea egk Vxtit, 50 ftentl der fünf ?Utr fiXO i i U poteertn caotn. IBI C1IABLX3 A. TO0ELUI , IMXTUIOSX, SO

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