Indiana Tribüne, Volume 10, Number 282, Indianapolis, Marion County, 30 June 1887 — Page 2

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Zndiana Tribune.

Erscheint Füglich und Kssntags. crl tsgii9i V Statt i I .ZnSflnt' Lntt knrfi de ZtlttilS f ntl tu fio$t, Mt Con.tagS,riHt5 mti pi BoC. CMU ,us 1 mtl. Vi VS isgtfchitt In 86bsSt2a?X&af r ps 3&i. Ofai ILtt O.MarvlaudSr. JndianspoliZ, Ind., 30. Jun! 1887. Hauptstadt Gelüste. Im westlichen KansaS haben sich sei: einig $zt ganz eigenthümliche Au--yiance enlwmelt. idt dort rnrnoc stens einDutzend neubesiedelter Counttes. die noch leinen bestimmten Countvsiv baben. Ueberall gibt es kleine, erst im Ausblühen begriffene Orte, welche gern ich mit nicht u unterschät senden materiellen Vortheilen verbunden ist. Sebr bäusig liegen die Städte.,r, '. . k.,.. ..m-v v. MX. Wll VVHIIttllll kill' I den, dicht beieinander, und da jede ? Wi nnrt. itt s if,r Möglichstes versucht, um als Siegerm aus dem Kampfe bervoraeben, so kann man sich leicht denken, daß es an ernstlichen 3!eibereieli zwischen den Nebenbuhlern nicht fehl:. Vrenzstrolche, die sonst keine Arbeit sinden konnten, haben sich diese Verhältnisie zu Nutze gemacht und suchen als professionelle Eountv Kämpfer" überall von Beschäftigung, wo man sie gerade drauckt und miHnI ist- ihnen das meu fte Geld zu bezahlen. Sehr häufig ge schiebt es, daß sie für gegnerische Städte in Dienst genommen werden und kraft ihres Amts" gezwungen sind, ge gen einander semvetig aufzutreten. Vor einigen Monaten kamen drei solche Jndustrieritter nach Greelev-Eountv. In demselben wohnten bereits einige Aii,ie?ier, vie svgenannien raore im Countv bennden sich aber noch zumeist aus dem Papier. Einer der Strolche lietz sich m Lombard, der Zweite in Horace und der Dritte in Tribune nieder. Die drei Städte" sind je drei Meilen von einander entfernt, und jede derselt -?ff- T LiL T . . ven moc?ie gern auplilaor oes ioumys werden. Es stand zweifellos fest, dak eine dieser Städte eingehen mußte, so. Wie emmal die Frage wegen des Coun. rysitzes entschieden wäre. Horace hatte noch die meisten Einwohner, und eS war die Aussicht dazu da, daß es bei dem

cie ;jtre haben möchten, die Hauptstadt i" '"' ibres Ecuntys zusein, besonders da gezwungen, nck zu crnc?ccji und )ia) ge diese Ebre auch mit nicht ;u untersckät. gemeit mtt Peitschenhieben zu zuchw

Kampfe um den Eountysitz den fcieg. da- vor einigen Tagen das folgende Gestandvontragen würde. niR ab : ..Die Ritter der Ruthe sind in

Der prose ,lonelle Kampfer" in Trtbune rief die Bürger der Stadt, die er unter seme Obhut genommen" hatte, zu eine? feierlichen Berathung zusammen, Wir muffen," so erklärte er ihnen, auf diplomatische Weise verfahren, wenn wir m unserem Ziele aelanaen wollen. E ist nothwendig, daß wir zu diesem Zwecke uns mit Lombard verbrnven unv vieler ladt vorläufig zum Countysitz verhelfen. Gelingt uns dies. dann hat orace ausgespielt. Die dort ansässigen ..Mucker werden sich über Hals und Kops beeilen, den Ort zu ver latten. ati einer !2doche wird die ganze Stadt aus Rädern sein. Die meisten werden wohl nach Lombard gehen, das

macht aber nichts aus. Einige werden bestimmten Versammlungsorte einzudenn doch zu uns nach Tribune kommen, sinden. Ist erst Horace aus der Welt geschafft. Die' Ansichten über die Thätigkeit der

oann oieioen nur nocy z:omoaro.uno i Tribune übrig, und beide Städte sind secks Meilen von einander entfernt. Die Avftlmmung uver den endgiltigen l2ounr".- t mT i. r t r . i. ? I iijN9 lnn itxqi verfcyooen weroen, vis ii uns gelungen it, noch mehr Ansiedler W gewinnen. Dann haben wir dieselden Aussichten auf Erfolg, wie Lombard, Selbst wenn wir verlieren sollten. Ware der Vortbell noch immer auf unserer fiT'L- ..li c fr.- ccn.'t... I eiie. eine iaoi, oie lecn lyicucn vom Countysitz entfernt ist, kann immeivrn aus ein guies vsefcyasr recy nen." Der Vorschlag Wurde angenommen. und es yerrfcvt letzt kaum em Zweiset darüber, da Lombard den Countysitz NI V,? Vril r- Vn.rVi innKI Va , m . . -r ...I .w'v: ,4"v vv I pokere amp- zi,cyen omoaro uno Tribune ausbrechen. Aehnliche Zustände herrschen auch in t r Mtynoan IX t..? den anderen Counties. TtraflingSleben im Süden. Ich war" - so erzählt ein Einsender in der Mempbis Avalanche" - längere Zeit Aufseher im Zuchthaiise zu Jackson, Ä!issiffippi' Eines Tages wmde ich tint Giri, rtA .... ,, , z,,. ii v -w m - tage beordert, wo bereits mebrere SträsImat mit dem Pflücken von Baumwolle m uciccaiiuii iaicu. uz. ücuic raiicn r ? er i cr'.. o...a. c.iA .o dort gut. Die Aufseber waren menschlich und quälten sie nicht, auch war die Kost ausreichend. Es war nichts Seite nes, daß einer der Gefangenen 150 Pfund und mehr Baumwolle den Tag über pflückte, und keinem derselben siel es ein, die Flucht zu ergreifen. Manche mal nahmen wir Aufseher sie auf die Jagd in den Wald mit, oder schickten sie allein mit Aufträgen nach der fünf Meilen en.f:rnten Stadt. Sie kehrten stets pünktlich und gewiffenbaft zurück. Die gute Zeit für sie hatte ein Ende, als ich beauftragt wurde, sie nach Hattiesburg in Perrv Coanty zu bringen, wo mit dem Bau einer neuen Eisenbahn begonnen werden sollte. Als wir mit der Arbeit anfingen, kamen häusig Bür ger aus der Stadt herbei, um uns zuzuschauen. Das ärgerte die mit dem Bau der Bahn betrauten Boffe". Sie konnten an den Gefangenen nicht so ibr Müthchen kühlen, wie sie eö gern gewollt hätten. Schließlich wurde den Boffen" die Geschichte zu arg. Wenn Neulinge auö der Stadt kamen, wurde ihnen bedeutet, daß man soeben einer Verschwörung un ter den Gefangenen auf die Spur ge kommen sei. Wahrscheinlich würden sie bald uusbrechen, und dann werde es nicht an zahlreichen Schüffen fehlen. ES sei besser für die Städter, sich in Sicherheit zu bringen. Die Mahnunq half, und die Bahnaufseher brauchten sich nicht mehr zu geniren. Die Stra fen, mit welchen sie die ausgehungerten und abgematteten Eefansenen quälten.

matert geksdezu darbarffch. Wär em A!ann u müde, um noch so flink arbei ten zu können, wie die Anderen, dann mußte er seine Kleider ausziehen und sich auf einen Holzblock legen. Widerstand gegen diesen Befehl war einfach unmöglich. Dann nahm der betreffende Auf seher eine lederne Peitsche zur Hand, die drei Zoll breit, drei Fuß lang und auf einem zwei Fuß langen Stiel befestigt war. Mit furchtbarer Gewalt sauste die Peitsche auf den nackten Leib des Unglücklichen, dessen Webgeschrei man zweihundert Jards weit hören konnte. Versuchte er seinen ttopf zu erheben, o

sauste lhm ein schwerer Knüppel aus den Schädel. Oft wurden die Sträflinge gezwungen, während dieser Strafprocedur den Mißhandelten festzuhalten, und zwar m der Welse, daß sich ,ym emer aus den Nacken und ein anderer auf die Füße setzte. Einer der Sträflinge hatte das Verbrechen begangen, da lhm denn &st9Tcn von We ver cyuvtarren Brett g litt. Er erhielt dafür rrnt fürchterlichen Peltsche UO Hiebe. Fahren von Erde der Schubkarren vom der Eines Tages wurden zwei Gefangene. U)en armen Vurzc?en uanoen vie Thränen in den Augen, als sie, von der arauenbanen Arbeit müde, um Gnade Y s 't . baten. Jyr Leiber wareu Mit dickge schwollenen Striemen bedeckt, und tU neue Hieb fügte einen neuen Striemen hlnzu. Die anwesenden Wachter lachten und freuten sich über das Schauspiel, während der Capitain" mit rauher Stimme besaht, dafc die armen Opfer noch weiter sich mißhandeln sollten. Auch weibliche Gefangene werden nicht bester bebandelt. Wagt es ein Zücht ling, die Flucht zu ergreifen, dann Wirt t . . r t. .n ... er verfolgt und niedergeschossen, wie eir. unv. D,e Ritter der Ruthe. Die ..Ritter der Nutbe" im südlichen Jnbiana beschränken sich nicht aus eine !ackbarscba:. ia nickt einmal aus ein t'müziz (Tcuntti. iSBit man beute, da n, in Grates orb Countvemand aelvnckt haben, dann kommt morgen vielleicht die Nackr ckt.da in Sarrl on eine ..Vrüael. strafe" an einem Delinquenten von den Rittern der Ruthe vollzogen oder daß gar in der Nähe vonMadison in Jeffer on Countv von- der modernen Vehme tn Haus niedergebrannt worden sei. Viele Leute sind der Ansicht, daß die I ' ' . Gitter der Ruthe" (Knights of the ZtI, ttn sssteOraanisation kaben. sondern nur iö'nack Keleaenbeit und Bedarf zusammentreffen, um Uebelthäter auf eine allerdings gewaltsame Weise zu inem befferen Leben zu bekehren, Ein Mitglied der Organisation legte Loaen abaetbeilt. aerade wie die rei. maurer oder die ..Ood Fellows". Sie baben aebeime dicken, durck welche sie sich erkennen. Sie treffen regelmäßig an bestimmten Bläken Zusammen, dock tra. gen sie dafür Sorge, daß dies nicht in b,wbnten .u?ern und an denselben Stellen zu häusig geschehe. Am meisten werden die Versammlungen in der Sommerzeit in abgelegenen Hainen abgebal' ten, wo die Ritt" vor jeder Ueber rumpelung nahezu sicher sind. Ein Zeichen" für verschiedene Logen besteht in zwei Fenzriegeln, die quer über die Strake aeleat worden sind. Dies be heutet für ieoes ?!italied der Oraanisation. fick in der nächsten Nackt an dem Ritter der Rutbe" sind natürlich ge zilt. In Harrison Countv . B. aiebt es viele Leute, welche von der Nützlich. seit der Ritter" vollkommen überzeugt '. . " sind. Da es eine Schmach für den aesenden Menschenverstand und für ein ordnungliebendes Land ist, solche nacht, licke Gerecktizkeitsknechte" berumwirtb schaften zu seben, scheint den Leuten in i-ner sckönen Geaend aar nickt eimu ' , , . . . . 7 u kickten. S t ünh a ,usr,eden. wenn vxt niederträchtige Bande sie nur selber verschont. cr:, st VUnhe her qkitter" ker Meiükaven" wurde vor etwa 17 ?tnh I W W V 9 1 W W V W vvvw ren im Township Scott in Harrison Countv organisirt. Ihr erstes Opfer er rv M-' ww l'"T V " w " - war ein armer Farmer camens zames Kean. der unter dem Verdachte stand, mebre kln- iebstäble verübt ,u baben, und der ein liederliches Leben führte. I , .' st wurde von den ..Ättllern aus eine wahrhast unbarmherzige Weise durchgepeitscht. n " 8 ! er Jack Reed von den Rittern" aus fürchterliche Wei?e verhauen. Er 'd unter dem Verdach e, fremde Staken Weizen m Brand gesetzt zu haben, doch -ni . . rtt f Z ein v Jl? lm S?'" ll b'sher der Achtung aller seiner Nachi caxn exitcui vauc. uno au a eine in luar c a. . n . i . v:. - - man der Ansicht, daß die ..Ritter" sich uf ungerechte Weise an ihm vergrinen hatten. Der Mißhandelte brachte die Angelegenheit vor die Gerichte und be schuldigte sieben seiner Nachbarn direct. sich an der Gewaltthat betheiligt zu ha ben, doch war es ibm nicht möglich ihnen ihre Schuld zu beweisen, und so kamen sie mit heiler Haut davon. Ein Einziger von ihnen wurde zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt, es gelang ihm aber, einen neuen Proceß zu erhalten, in welchem das erste Urtheil umgestoßen und er vollständig freigesprochen wurde. Von der Zeit an wurden die Knights" nur noch immer kühner. Im Township Heath drangen sie Nachts in das Haus eines gewissen John H. Dy'eS und prügelten denselben und seine beiden Söhne windelweich, weil in der Nachbarschaft allgemein geglaubt" wurde, die Dykes seien Diebe. Auch ein Mann NamenS Hannegan wurde durchge peitscht, weil er in dem Verdachte stand, Welschkorn gestohlen zu haben. In Spencer Township hatte ein junges, unveryeuatyeles Frauenzimmer Namens Tipton vor mehreren Jahren Zwillinge bekommen. Die Ritter" holten sie NachtS aus dem Bette und prügelten sie mit Hickoryruthen Windel weich. Sie hatte ihrer Meinung nach mehrere ibrer Peiniger erkannt und verklagte dieselben vor Gericht, ehe jedoch das Urtheil gefällt wurde, geschah es, daß die Klaaerm ihre Klage zurückzog, ? ul.c v& v.:.. cd:. v 3 iähhi vb 50 "!"s5 vhv

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gküllknztttlmet eukly Aezatlüttg einer großen Geldsumme veranlaßt hatten, von einer gerichtlichen Bestrafung ihrer Peiniger abzusehen. Dann ereignete es sich, daß in Mauck Port ein gewiffer William Fester von dvn Rittern" angegriffen und durchgepeitscht wurde, weil er angeblich seine Frau schlecht behandelte und überhaupt ein liederliches Leben füh?. Fvller setzte sich seinenAngreifern zur Wehre und versetzte einem derselben mit einer Axt einen schweren Schlag über den Kopf, doch war es späterhin unmöglich, festzu-

stellen, wer den cylag eigentlich erhalten halte. Sehr beliebt unter den Strolchen, die sich Ritter nennen, ist die Bestrafung solcher Leute, welche es versäumen, das für den Hausgebruch nothwendige Brennholz aus dem Walde z holen. So war in Township Scott ein aus Tenneffee stammender Mann angeklagt. seiner rau nicht genug Vrenntzolz herbeizeschafft zu haben.Die Ritter" hol ten ihn Nachts aus seinem Bette, zwangen ihn, in den bloßen Unterkleidern und barfuß sich vor den Schlitten zu spannen es war mitten im Winter, und für zwei age Brennholz aus dem Walde zu holen. Er erkältete sich nicht. Dasur sorgten die Prügel, mit deren er unterwegs regalirt wurde. Im Townsbip Blue River wobnte ein kräftiger, gesunder Farmer Lem Arnold, von dem seine Nachbarn wußten, daß er ein liederlicher Bursche war. Es fiel ibm u. A. nicht ein, für den Holzvor rath für den Winter zu sorgen, und seine Frau muvte jedesmal selber in den Wald, wenn sie in ihrem Hause BrennMaterial haben wollte. In einer schönen Mondscheinnacht wurde er von den Rittern besucht. Sie spannten ihn vor einen Schlitten, und er mußte in seinen dünnen 'Nachtkleidern mit in den Wald hmaus. Einige Wochen später war cr todt. Es hieß, er sei an der Schwindsucht gestorben. Im Mai 183 war n Eorhdon und Umgegend vielfach die Rede davon, daß die Countv - Beamten ihre Pflicht nicht erfüllten. Die Beamten erhielten eine geheime Warnung, ihre Rechnungen mit dem County auszugleichen. Sie thaten r , i t . e. r es mHk, uno vie tfoige davon war, van. die ganze Stadt in einer Nacht von maskirten ..Rittern der Ruthe" über fluthet wurde. Die Bande durchzog in militärischer Ordnung die Stadt und zerstreute sich erst später, ohne daß es Jemand gewagt hätte, ihr gegenüber zu treten. Am nächsten Morgen erhielten die County Commiffäre sowie einige Zeitungsmenschen in der Stadt verschie. dene Drohbriefe. Die Beamten, gerletben dadurch in solche Angst, daß sie eine Untersuchung ihrer Bücher verlangten nnd sedes Denen sofort beglichen. Es kommt Einem komisch vor, daß Leute, die auf eine solche gewaltthätig Weise Gesetz und Ordnung" handhaben, sich den ..Foreianers" gegenüber eine' höberen Civilisation brüsten ! Vom Inlande. Ein in der Nähe von Water öille in Maine ansässiger Franzose besitzt einen Neufundländer Hund, welchen er gleichzeitig als Pferd verwendet. Er kam neulich mit einem klemen.zweiradrlzen Fuhrwerke, vor welches der Hund gespannt war, nach Waterville und erzähl te. er komme soeben mit dem Wagen aus einer Entfernung von 150 Meilen, welche der Hund in drei Tagen zurück zelezt habe. Der Köter könne besser und schneller laufen, als ein tüchtiges Pferd.' In der Ortsch aft Roberts in Ford County in Illinois verbanden sich dieser Tage Fräulein Lirne B. Ev pelheime? und Charles A. Webb für'S Leben. Beide sind taubstumm, und bei der mit Hilfe von Zeichen vorgenommn nen Trauung wurde kein Wort gespro chen. Sogar der Geistliche, welcher das Paar zusammengab, ein Prof. Reed, ist ein Taubstummer und zugleich ein Leh rer rn der aubftummen-Anttalt von Jacksoiiville, deren Schüler die beiden m m 1 mm . W mnaen nute gewesen sind, onenttlcy wird es in der neuen Ehe an lauten Streitigkeiten zwischen den Gatten f?h len. Ueber einen neuen Nassen kämpf wird aus New ?)ork gemeldet: James A. Bradlev, welcher den Platz, auf welchem sich jetzt Asbury Park besinn det, für eine, verhaltnivmakig geringe Summe erwarb und aus demselben ein großes Vermögen herausschlug, beschwerte sich in einem Interview darüber, daß die in den Hotels und VillaS des BadePlatzes angestellten Farbigen sich an dem Meeresstrande aushalten. Dies sei den Sommergästen zuwider, welche dieses Element nicht an den Badeplatzen zu sehen wünschten. Die Farbigen wollen nun eine öffentliche Bersammlung adyalten. um. gegen die Auslassungen deö Herrn Bradtey emen geyarniscyten zprocey einzulegen. Eine seltsame Geschichte wird aus dem Badeort AtlanUc Clty bei Nero Nork aemeldet. Am Strande der I ,in, nrnfcp nnh ekaant sleflei ' dete Frau ein kleines Kind, welches sie Pv f) wwvfj y " in den Armen dielt, und warf es als dann in die See. Mehrere Leute, welche den Vorfall mitangesehen hatten, verfolgten die Frau, doch zog dieselbe einen Revolver und drohte, sie werde Jedermann niederschießen, der sich ihr ;u näbern waae. 3m nächsten Augen blicke war sie rn einer Alley verschwun den, und Niemand wagte es, ihr nachzugehen. Man suchte mehrere Stunden lang nach dem Kinde im Waffer, hatte jedoch damit keinen Erfolg. Ein Bewohner von Americus in Georgia erzählt: Vor einigen Tagen sah ich gegen Abend etwas, daß ich bisher noch nie gesehen : eme Sand Wolke. Sie war etwa 500 Fuß hock und sah aus, wie ein umgekehrter Trich ter. An der Basis schien üe eine Breite von 40 bis 50 Fuß zu besitzen, während das andere Ende sich spitz in die Luft j bis zu etwa 5000 Fuß Höhe erhob. Die Wolke beweate fic& mit rasender Ke , schwindigkeit immer weiterund war bald meinen Blicken vollständig entschwunden. Sie war von einem Geräusch beleitet, als ob ein Eisenbahnzug einherfahre. . Anfänglich glaubte ich auch, es sei die Eisenbahn, bis ich selber die Wolke sab. Das seltsame Naturereiaiß fand etwa 2 Meilen nordwestlich K v. ' 7 von Amen!? wm.

WreAiiisegeseye iw Staate Michigan sind durch eine amendirte Bill bedeutend verschärft worden. Die Vesteueruug der Gewerbtreibenden in dieser Richtung ist erhöht, sodaß die LicenzGebühr für alle Kleinhändler von Bier und Wein von 5200 auf L300 hinaufgeschraubt und und die der Händler mit destillirten Spirituosen von 300 auf 8500 erhöht worden ist. Großhändler von Bier und Wein haben fortan 8500, die von Spirituosen L800 ziahlen. Zu tlsi Vif rtiJk brtf Vs3 (WiiiH

mvm vvn .viiirn niv, vv vmv 2vvy , es für einen Friedensbruch erklärt, ! wenn Bier, Wem oder Schnaps in den Stunden von 11 Uhr Abends bis 7 Uhr früh verkauft werden. Die Polizei soll das Recht haben, dilVerkaufer ohne richterlichen Befehl vom Platz aus zu verhasten und das Local ohne Rachsicot und Verzug zu schließen. Bis jetzt mußte wenigstenS eine formelle Anklaqe gegen den ..Sünder" erhoben werden, ferner wurde bis jetzt dem säumigen Zahler seiner Steuern ein Aufschub bewilligt. Nach dem neuen Gesetz fällt auch dieses weg. tf? das Gewerbe der Bier- und srnt Händler ist das verschärfte' Gesetz em Wuchtiger Schlag seitens der Prohibitionsfanatiker, der um so tiefer sitzt. als Proteste gegen denselben nichts nutzen. Bor einigen Tagen hat in New 5)ork eine für die elektrische Beleuchtung wichtige Versammlung statt: gefunden. Wie man weiß, werden zur Herstellung des elektrischen Lichtes Kohlenstäbchen gebraucht, welche durch den elektrischen Strom in Weißgluth versetzt werden. Davon werden jetzt ungefähr 60 Millionen jährlich verbraucht, und mit ihrer Herstellung sind mehrere Fabriken beschäftigt. Sie kosteten' von S10 bis S12 das Tausend. Bor etwa zwei Mo. naten thaten sich indeffen die Fabnkanten zusammen und erhöhten nach bewährten Mustern" den Preis auf 520 bis $25. ES gibt nur eme Kohle, die sich zur Herstellung der Kohlenstäbchen eignet, und das ist die bei der Petroleumund Naphtba - Fabrikatton zurückbleibende. Um sich nun das Nohmaterial zu sichern, hatten die elektrischen Beleuchtungs - Gesellschaften mit der Standard Oel Compagnie Unterhand lungen angeknüpft, ihr ihren sämmtllchen Petroleum- und Naphtha QoU abzunehmen. Das Anerbieten wurde an genommen, und zwar will die Standard" nur 83 per tausend berechnen, jedenfalls in der Absicht, um die ander e r t fi r T. 11 ren üavriten von oyiennavcyen, gielcyfalls ..nach bewährten Mustern", in. den Bankerott zu treiben. Dann werden die Stäbchen jedenfalls wieder theurer werden, aber Zehr. Eine tavfereFrau ist Alwine Weiß in Detroit. Ihr Gatte, Christian Weiß, betreibt in der dortigen Ruf-sel-Straße ein Metzgergeschäft. Der Laden wird gewöhnlich von der Frau versehen und sie dadurch zu? Heldin sol gender Geschichte geworden ist. An einem der letzten Nachmittage, als Frau Weiß allem nn Laden war, kam ern Buggy" mit zwei Männern vorgefahren. Einer der Männer sprang heraus, kam in den Laden und bat um Kleingeld für eine Zehndollarnote. Frau Weiß nahm Silbergeld aus der Schublade und zählte es auf den Lad:ntisch. Ehe sie damit sertig war, griff der Fremde nach dem Geld, die Frau war aber schneller, als er. Sie riß das Geld mit einer einzigen Bewegung unter den Tisch und wendete sich dann gegen den chuft, der aus der Thüre floh, um zu seinem draußen har V st l-)a . fti renoen jtamctaucu in ouggy zu ).'iiu aen. Wie der Wind aber war Frau Wein binter ihm der, und ehe die beiden Kerle das Pferd antreiben konnten, hatte die muthige Frau es schon am Zügel und hielt es fest. Die beiden Manner hieben mit der Peitsche auf das Pferd und auf die Frau ein, sie aber bat emen guten Griff, und das sich bäumende Ther konnte nickt von der Stelle. Die Nachbarn eilten herbei, die beiden Gau ner sprangen aus dem Buggv und entslo hen, das Fuhrwerk im Besitz der rau Weiß hinterlassend. Vom Auslande. Ein dreifacher Kinder mord, begangen durch die eigene Mutter, hat am 1. Juni Abeads in der Stadt Eolne in England stattgefunden und die dortigen Einwohner in große Aufregung versetzt. Em dort wohnhafter W der, NamenS Nußton, ging mit seiner Frau und seinen drei Kindern im Alter von sieben, fünf und zweieinhalb Jahren am Nachmittag spazieren. Während er so dann eine Wirthschaft aufsuchte, begab sich die Frau mit den Kindern nach Hause. Bald darauf ging die Frau zu ihrer in ' derselben Stadt wohnenden Schwester und theilte ihr mit, daß sie ihre drei Kinder in den Himmel gesandt habe". Die Schwester eilte sofort mit der unglückseligen Frau nach der Wohnung, wo sie die drei Kinde? nebeneinander auf einem Bett todt liegen sah. Es fand sich ein dünner Strick vor, mit welchem die Mutter ihre kleinen Opfer, wie sie gestand, erdroffelt hatte. Die Frau ist ungefähr 35 Jahre alt und wird allgemein für wahnsinnig gehalten. Zwei nahe Anverwandte haben Selbstmord verübt. Die Mörderin wurde sofort in's Gefängniß geführt. Den Professor Böcklin, den berühmten Schweizer Maler, läßt die Sucht, auch Erfinderruhm zu ernten, nicht schlafen. So hat er unlängst dem deutschen Verein zur Förderung der Luftschifffahrt" in Berlin einen Vorschlag zur Lösung des ilugproblemS gemacht. Profeffor Böcklin hat den Vogelflug sehr eingehend studirt und ist auf den schon vielfach und-namentlich auch in neuerer Zeit mehrseitig angeregten Gedanken gekommen : die Mechanik des Vogelfluges nachzuathmen, um den Mensehen die Möglichkeit des Fliegens zu geben. Er hat berechnet, daß hierzu 400 ! Quadratmeter Fläche vorhanden sein ! müssen, und hat dieses Quantum Fläche j auf ein bewegliches Gerippe vertheilt, I das aus einer Längsachse besteht, auf der Querstäbe liegen, an deren Enden : wieder vertikal stehende Stäbe befestigt ' sind, über welche ein leichter Stoff gcspannt ist. Die Bewegung soll durch die menschliche Kraft- allein erfolgen. In der sich anschließenden Diskussion wnrden nicht nur begründete Zweifel an d r Ausführbarkeit des.Böcklinschen Projlk' tth dessen - interessante öimelnböiten

man anerkannt laut, sonbetU man glaubie überhaupt wainen zu min'; sen, den Gedanken der rein dynamiscycn Luftschiffahrt allzusehr zu vei folgen. Wie Major Buchholz, der Chef der Militär.LuslschifferAbtheilung, im Speziellen ausführte, würde es an sich schou wenig rationell sein, den Weg zu verlaffen. auf dem man bisher wenigstens einige Erfolge errungen, den der Benutzung eines Ballons von möglichst geschickter Form und einer geeigneten Triebkraft. Fortschritte dürften allerdings nur sehr langsam zu

erwarten sem, da die Schwieriglei- j ten, die der praktischen Verwirklichung auch der theoretisch richtigen Ideen ge- ! genubcrstehen, ganz colossale seien. Wenn man jetzt in Frankreich eine Geschwindizkeit von 6.20 M. erreicht habe. so müsse man mit 8 Metern als nächstes Ziel zufrieden sein und könne etwa er warten, in 10 bis 20 Jahren 10 Meter zu erreichen. Es -sei vor allem ein colos saler Irrthum, wenn man glaube, ganz neue Ideen aufstellen zu können ; seien die Naturwissenschaften auch in den letzten Jahren weit vorgeschritten, so seien die Gesetze der Physik doch nicht so bedeutend geändert, dan wir neue Theorien ausstellen könnten. Die rein dynamische Luftschifffahrt hielt Major Buchholz auch um deswillen für bedenklich, weil auch die bestconstruirte Maschine einmal ver sagen könne und dann der Luftschlffer einer sehr bedeutenden Gefahr ausgesetzt sei. Auch das Abkommen von der Erd oberfläche würde bei der hier herrschen den unruhigen Luftströmung sehr schwierig sem. Der Proceß eine? Malers macht rn Brüssel viel von sich reden. Um die Sammlung der Porträts von Mitgliedern der belgischen Königsfamilie im Brüsseler Gemäldemuseum zu vervoll ständigen, batte das Ministerium emem Brüffeler Maler die Anfertigung des Porträts der verstorbenen Königin Louise Marie vor einigen Jahren übertragen. Eine Verabredung über den Preis war unterblieben. Der Male? arbeitete eifrig und ließ sich aus der Staatscaffe nach und nach Vorschüsse in der Höhe von 12,000 Frcs. zahlen, die obne Weiteres bewilligt wurden. Dieser Tage theilte nun der Künstler dem Kunstminister mit, das Bild sei beendet; die Experten des Ministeriums fanden das Gemälde vortrefflich, nahmen es für den Staat in Empfang und forderten den Maler auf, seine kleine Schlußrechnung" dem Minilterium zu unterbreiten. Das geschah, aber der Minister war starr vor Ueberraschung. Der Maler forderte 50,000 Frcs., also nach Abzug der schon erhaltenen 12.000 Frcs. den Rest mit 33,000 Frcs. Der Minister ließ den Maler nach dem Grunde dieses nach seiner Meinung zu hohen Preises befragen und erhielt als Antwort das Erscheinen des Huissiers mit der Aufforderung, den Betrag sofort anzuweisen, und dem Bemerken, der Maler Gallait habe für die An-, fertigung der Porträts des jetzigen Kö--nigspaares 100,000 Frcs. erhalten, sein Gemälde sei nicht weniger werth. Da der Minister die Zahlung bis jetzt ablehnte, so ist es zu einem Proceffs gekommen, auf dessen Ausgang die Kunstlakreise sehr gespannt sind. Von den innerenVerhält nissen in Rußland entwirft ein vom London Daily Telegraph" veröffentlich:er Privatbrief aus Kiew nachstehende Schilderung : In jeder Classe der Be völkerung sind Symptome einer tiefemgewurzelten und zunehmenden Unzufrieeenheit zu sinden. Davon ist selbst die Armee nicht frei. Das gehässige System der Ueberwachung der Ofsiciere seitens oes Regiments - Commandeurs und der Ossiciere unter einander ist auch ganz dam angethan, den kameradschaftlichen Geist zu lockern und dem Argwohn die Thüre zu öffnen. Es ist bereits so weit gekommen, daß der Commandeur verantwortlich gemacht wird für die priva ten Beziehungen, ja selbst für den BriefWechsel seiner Officlere. Jüngst soll von Petersburg ein Ukas an die Mili-tär-Commandanten erlaffen worden sein, dahin gehend, daß den Soldaten ihr? Briefe erst verabfolgt werden sollen, nachdem ihr Inhalt geprüft worden ist. Liegendes Eigenthum befindet sich unter einem Banne, da die großen Grundbesitzer einerseits von Regierungsbeamten bedrückt und anderseits don den Bauern bedroht werden. In Streitigkeiten der Grundbesitzer mit den Bauern nimmt die Centralbehörde aus Furcht vor agrarischcn Unruhen in der Regel Partei für die Bauern. Ueberdies wird der Bodenwerth auf den Punkt des Ruins herabgedrückt durch das Verbot, Güter an Polen oder Juden zu verpachten, die im Südwesttn Rußlands die besten und auf. geklärtesten Landwirtbe waren. Die I Demoralisation der Behörden ist mehr I .. notir im ST" ST?fiIMIIV MIVV ,i)UithyMtll. 0' gion macht das Sectenthum, besonders die Secte der Sundisten, ungeheure Fortschritte. Mittlerweile bietet diese Bau- ' ernbevölkerung, geplündert von den Re gierungöorganen, angestachelt von den Panslavisten, geschmeichelt von den Ni hilisten und ganz und gar in einer Lage ökonomischer Verschlimmerung, ein trauriges Beispiel und gewährt jedenGrund, ' Im .(Mt.n s?VtAjt Vn ft&.(S.t$ ttnttr. lil cwiti tiunnum vvt vuywHiitiH' fte zu besorgen. Ueberall Zersetzung und Verfall." Was auf der Eisenbahn Alles vergessen wird, erzählt das Ber v "W ff Ät r r '

w t n er - r I xi I y Kn.er Tagbl." Die rege wiapigen fcnbc ard zählt, daß er häuft? ter. Zeiträumen wiederkehrenden Auktionen Beduinen Nachrichten empfangen, die der in den Eisenbahnwaggons zuruckge. ! stl unglaublich verwarf, weil er ohne laffenen und nicht uHarnutm egen Telegraphen die schnelle Verbreitung stände bietet bekanntlich den Bewets, daß cüx unmöglich hielt, die sich aber sväter Ö-7lf0 und gut rst, bestätigten. Die Verbreitung geschieht als daß es nicht von zerstteuten Netsew f folgende Weise : In jed!m Bedui. den unterwegs vergeffen werden konnte, nenlager gibt es müßige Burschen, die Daß aber eme Mutter auf der Reise rhr M ciön Gewerbe daraus machen. Neuigeigenes Kmd vergaß, durfte Wohl bis leiten von Stamm zu Stamm m brinaen.

Mm o.un , an weem age n) ver Fall, den wir hier mittheilen wollen, ereignete, Nicht vorgekommen sem. Bom Bahnhof in Vinzelberg Station der Magdeburger Halberstädter-Linie ging um 9 Uhr 30 Minuten Abends ein Personeni.ua nach Stendal ab. Nach Ab .u n , a. xaa abrt de ZugeZ bemerkten die Bahnf bsibeam,en ein Ich alt Kind au, dem Perron, welches chenb von

0ö m Peru der Lauser, dte fich die Befehle nutzte, hur zurückgelassen worden war. zutrugen. Die Konquistadores, (diespa. Und richtig, so war es auch: mit dem rir irfcrrV wa., s,u L

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um 1 Uhr 30 Minuten aus Etendal m Lmzelberg emtrenenden Zuge kam em Serr an. der das verloren iMn " ... . ..'i. .'.i

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