Indiana Tribüne, Volume 10, Number 276, Indianapolis, Marion County, 24 June 1887 — Page 2

Indium Tribüne. . Erscheint Zög litZ ud Ssnnlags.

ritt t3lt .Xrttanr tofttt durch mb XrttuD J ents x Ooch, die ßonataal .Xrtli lltl 9l Böt. Vid Bf3st tfc Cntt. vs lapichti Ib s Si,adl 5v Cf4t iil S Warvland!r Jnd,anavo!is. Ind.. 24 Juni 18S7. Mexicauifche Banditen. Die mexicauischen Banditen sind eine Menscbenttaffe, welche es verdient, ge neue?.studitt m Kerden. Sie. sind mu thig vie der Teufel, hassen das Gesetz, teie die Pest und sind im Umgänge '.nit anderen Menschen äußerst liebensvür diz. Selbst Kenn sie Einem die Börse abnehmen, scheinen ihre Blicke zu spre chen: Ich habe gar nichts gegen Sie. Ich bin sogar geneigt, Sie zu lieben, wenn sie so freundlich sein wollen, mir ungern?: Ihre Geldbörse zu überlasten." Auch fromm sind sie. Vor und nach jeder Naublhat ergehen sie sich zu Golt in inbrünstigem' Gebet. Als ich," so erzählt ein Zeitungs -Berichterstatter, im Jahre 1866 das Amt eines Unter Sheriffs in Santa Clara-County in Ca lifornttn bekleidete, liefen zahlreiche Klagen über eine Bande von vier mexi canischen Banditen ein, die in der Umgegend ihr Wesen treibe. Emem amerika Nischen Fuhrmann hatten sie ein Lasso über- den Kopf geworfen und ihn von dem Wagen gerisien. Als sie ihn seiner Wertbsachen beraubt hatten, ließen sie ihn ruhig weiter fahren. Ein anderes Mal übersielen sie einen Fußwanderer, beraubten ihn seines Gepäcks und Geldes und ließen ihn dann laufen. Ihr letzter Naubversuch sollte für sie verdängnißvoll werden. Sie versuchten einen strammen jungen Deutschen Na mens Otto Gerlach zu fangen, der sich im Besitz eines ausgezeichneten Pferdes befand. " Er gab demselben die Sporen und ritt in rasendem Galopp davon. Die 3läube? folgten ihm mit lautem Geschrei und schwangen fortwährend ihre Lassos in der Luft. Doch gelang es dem Verfolgten, zu entkommen und dieSladt zu erreichen. Er lieferte mir eine genaue Schilderung der Räuber. Zwei dersel ben waren mir sehr wohl bekannt: eö waren Juan Soto und Jesus Orlindo. Auch die beiden andern hätte ich nach der Personalbeschreibung, die mir der junge Deutsche gab, auf der Stelle er lannr. Nach dem Ueberfall waren die Räuber wie von dem Erdboden hinweggefegt. Ich begab mich nach ihnen auf die Su che und zwar vor Allem in dieNodeos", wohin das auf den Weiden umherstrei sende Vieh getrieben wird, um von den Vaqueros (Viehhirten) gebrannt zu wer den. Als ich mich auf Murphy's Ranch im unteren Theile von Santa Elaraz,be fand, wollte es mein Glück,daß ich Juan Soto. einen der Räuber, dort zufällig traf. Er befand sich in Gesellschaft von Hirten.von denen keiner an seinen Raub zügen theilgenommen hatte. Vorsichtig verbarg ich Pferd und Wagen in einem Dickicht und schlich mich leise und unbe merkt an die Gesellschaft heran. Bald ritten die Hirten fort und ließen den Räuber allein. Er war ein mächtig starker Mann von sechs Fuß Höbe und schwarz blitzenden Augen und dunkler Hautfarbe. Er summte selbstzufrieden eine spanische Ballade vor sich hin, als ich plötzlich mit gezogenem Itevolver vor ihm stand. Steigen Sie sofort vom Pkerd und le gen Sie sich auf's Gesicht nieder", be sadr rch. In einem Augenblick batte er die Si tualion übersehen und gab sich aefangen. Er ließ sich ruhig von mir fesseln und zu meinem Wagen führen. Als ich im Begriff war. init meinem Gefangenen so schnell wie möglich fortzukommen, eilten uns die Paqueros nach. Sie erreichten mein Fuhrwerk und fragten mich wü thend, was ich wolle. Als ich ihnen sagte, ich sei der Sheriff, ließen sie mich ruhig weiter ziehen. Soto wurde von den Gerichten zu zweijähriger ZuchthauSstrafe verurtheilt." VoS VenS Vonanza. AuS Socorro in New Mexico wird sollende beschichte berichtet: Was dieser Gegend am meisten fehlt. X Wa ier. Wenn ich nur Waner hätte," bort man oftmals sagen, dann würde ich ein Millionär werden." Ueber all in der ganzen Gegend bohrt man ars Vstsche Brunnen, und manche Leute . las sen sich nicht die Müde verdrießen. Tau sende von Fuß in daS Erdinnere mit dem Bohrer einzudringen, in der Hoffnung, daß es ihnen Klingen werde, auf Waffer zu stoßen, welches in ihren ugen werth voller ist. als Gold. Bob Ben ist ein hiesiger alter A.isied ler, welcher nicht viel zu sprechen pflegt. dabei aber die Augen und Ohren stels offen hält. Er ist zwar von kemem all zugroßen Ehrgei' beseelt, aber es war schon lange Zem Sttumch, einmal ein rei eher Mann zu werden. Oben in dem Socorro Gebirge besin det sich ein alter Mmenschaxt, der von seinen früheren Eigenthümern schon längst aufgegeben L Bob Ben kannte den Platz ebenso genau, wie die andern alten Ansiedler. Er pflegte manchmal der Mme ernen Besuch abzustatten, wie einem alten Bekannten. Man kann es gar nicht unterlassen, in einer alten Mine herumzuschnüffeln," sagte er. Mag man auch noch so genau torncn, daß die letzte Unze Erz aus ihr herausge holt ist oder daß sich in ihr nie Erz be funden hat ; man hat doch immer das Gefühl, als ob möglicherweise etwas Werthvolles m der Mme übersehen wor den sei. Vor einigen Tagen waren die Nach barn lehr erstaunt, als es hieß, Bob Ben habe von der alten Mine sowie von 160 Ackern Land um dieselbe herum im Wege Nechtenö Besitz ergriffen. Als man ihn fragte, ob eS mit dem Claim" feine Nichtigkeit babe, antwortete er bejabend. Was haben Sie gefunden ?" wurde er arfraat. ' .

O, nicht viel," pflegte er zu antwor. ren. Silber?" Eiwas Besseres." Gold v Noch Besseres.' Blei. ,um Donnerwetter ?" Nein, kein Blei." Also vielleicht Diamanten und

Kupfer?" Nein," pflegte Ben zu antworten, ..Ihr Alle versteht nicht zu rathen." Und mit diesen Worten ging er gewöhn ll von dannen. Am nachnen Tage batte der alte Bur sche neben dem Schacht ein kleines Block hauS richtet und erzählte seinen Nach barn. er werde sich jetzt der Gemüseund der Obstzucht widmen. Jedermann hielt ,hn sur verruckt, (im Arzt kam. um seinen Geisteszustand zu untersuchen. Sehen Sle, Doctor", sagte der Alte zu dem Manne der Wissenschaft, dieser Schacht hat seit Jahren Wasser enthal ten. Anfangs ärgerte ich mich deshalb. weil es mich hinderte, tiefer in den Schacht einzudringen. Dann fand ich heraus, daß es stets entweder lo0 oder 100 iyufe boch stand, böber, als das Land rings herum. So dachte ich, ich wollte einen Tunnel bis zum Wassergrund? bauen und das Waffer dam benutzen. um auf meinem Lande Obst- und Ge müsegärten anzulegen. Sie wissen, Doctor, daß wir in unserer Gegend nichts so nothwendig brauchen, als Was ser. Ich habe mir die Leitung ordent llch eingedämmt, und will zetzt als Vjat nur leben. Gebt das Wasser nicht aus. dann wird mein Platz mebr Geld ein bringen, als eme EomstockMlne." Der Doctor und Andere, die BenS Anwesen" besucht baben, sagen jetzt sel ber, er sei nicht verrückt. Seine Was sennine sei eine richtige Bonanza". Die Ueberschwemungen in Ungarn. Ueber die Verheerungen, welche durch die Dammbrüche derTheiß bei Sold.Me;ö-Vasarhely verursacht worden ind.erbält die Wiener N. F. Pc." sehr Dinier lautende Berichte. Die Bevolke iung wurde am Abens des 2. Juni durch oas Lauten der Sturmglocken ausge schreckt. Von 2 Uhr Nachmittags an begannen die Flutben der Thclft wider standslos gegen die Bannmeile der Stadt vorzudringen. Die mit einem Aufman de von 200,000 fl. errichtete Schleuse wurde von der Theiv weggeschwemmt. und die Fluthen ergossen sich mit rapider Geichwindlgkelt über Wiesen und Aecker. Alle noch vorhandenen Schutzdämme und bedroht. In der Breite von etwa fünfundzwanzig bis dreißig lästern dringt das Wasser auf das geschützte errain em. Nachmittags erreichten die Fluthen auch schon den Damm der Eisenbahn der von der Stadt selbst nur durch eine Entfernung von 200 lästern getrennt ist. Die Stadt Sttgedin selbst iit noch nicht gefährdet. Die Bevolke ,ung befindet sich jedoch in furchtbarer Äusregung. Bon den Tanven (Tange choft) flüchten Tausende nach der o alt. Achttausend Joch üppiges Acker 'eid stehen unter Wasser. Flüchtende vrten kommen von Außen nach der ciadt. (js wird so vi?l gerettet, als möglich ist. Das Volk wird zur öffentilchen Arbeit aufgeboten. Die Gefahr ltt stetig im Wachsen. Alle Anstrengun gen, den Einbruch zu verstopfen, waren vergeblich. Die Bevölkerung ist rm bochsten Grade erbittert, weil die weg eiissene Schleuse schlecht gebaut und gesprungen gewesen sein soll. Es nrnr oen biöher 10 Millionen aus Schutzdamme verwendet. Die Bevölkerung ließ lich alle aus ste überwälzten Lasten ge fallen, nunmehr stellt sich heraus, daß Alles vergeblich gewesen. Die Ueber scdwemmungs Eommliiion ist zu'am mengetreten. Der Emtritt einer &ata strcpbe ist icden Augenblick möglich. Die letzten Berichte auS Szegedin besa :i i , - r r gen: vcaajccm m e o r e r e s a? ! s i e erfolglos versenkt worden und. ist nunmehr jede Hossnung aufgegeben. den Dämmn zu verstopfen. Das Was' ier uderttuthete bieher 30.00 Joch Ackerfeld; weitere 70,0 0 Joch sind je dock unrettbar verloren. Be treffet: von der Katastrophe sind Szege din, Vasarhely, MakorFöldeak, Sam son, die Pallavlcmrichen Bentzungenund Lele. Letzteres Dorf und alle Gehöfte auf dem Jnundauonsgeblete sind verlo ren. Die Gefahr kam völlig unerwar tet, da der bisherige niedrige Wasser stand zu keinerlei AewranlN Anlag gab und die Theiß-Maroethaler Gesellschaft bekanntlich etwa zehn Millionen aus Dammbauten verwendet bat. Es wer den allgemein Necriminationen gegen s c rfT M m . die x.tux der :cuöjat eryoven, va schon bei der Uebernahme der Schleuse Bedenken gegen die Solidität derselben laut wurden. Die Uebernahme errolate dennoch. Die Fachmänner riethen vor Kurzem, die Schleuse mittels eines Kreisdammis zu schützen, dessen Herstel lung nur einige hundert Gulden erfor dert haben würde. Der Bau unterblieb jedoh. Der Schaden an den vielver sprechenden Saaten und Gebäuden be ziffert sich bereits auf mehrereMillionen. Wie der Voss. Ztg." aus Pest tele graphirt wird, befahl Minister Barosz angesichts der durchaus verfehlten Unter nehmung der Theißregulirung, daß die königlichen Behörden das ölettungswerk in den bedrohten Theißgegenden zu übernehmen haben. Gleichzeitig wurde wegen groben Verschuldens eine D is' ciplinaruntersuchung einge leitet gegen den Direktor der Negierungs Gesellschaft Pokomandi und gegen zwei königliche (sommissäre. Der Durchbruch bei der Vasarhelyer Schleuse erweiterte sich am 3. Juni bis zu 70 Meter, so daß die reißenden Fluthen nunmehr die blü hende 50,000 Einwohner zählende Stadt Vasarhely ernstlichst gefährdeten. Der ganze Winkel zwischen Tyeiß und Ma rosch bei Szegedin, Basarhelz und Mako mit 80,000 Joch der üppigsten Saaten ist schon verloren. Die Presse aller Parteien tadelt in schärsster Weise die Miß wirthschaft in der Verwaltung, welche bei der Ueberschwemmung wieder einmal grell zu Tage getreten ist. Der P. Ll." schreibt das ganze Unglück der verblen beten Sorglosigkeit der administrativen Organe' zu. Das Budap. Tagbl.meint: ....Wohl hat man Szegedin mit thörichter Großmannssucht neu auf

gebäuk, wohl" ist in anderen, h'auftg von I Fluthen der Flüsse bedrohten Städten f , rf w fr l. -X C CX. -l. .....

ves Ätsolo -Lienancea;, oer cyuy vor Ueberschwemmung auf breiterer Grund läge organissrt worden, allein eine.syste mansche öteform der unhaltbaren Neau luung'överhällnisse ist unterblieben. Die Hockwaffer der letzten Jahre huben die Kopflosigkeit oder Mangelhaftigkeit der kostspieligen Dammbauten zu wieder bolienmalen dargethan, aber die Klagen da beschädigten Bevölkerung haben das Mlnisterium zurJnangriffnabme gründlicher Abhilfe nicht zu verlassen ver möcht. Die Bünden der Temes und Äega-Negulirungs-Gesellschaft schreien mm Himmel" Ueber die Thätigkeit dieser (Gesellschaft geben der D. Z." aus dem Banat Berichte zu, die wahr hast nlederichmettnnd Md. An einer telle sah man einen beschädigten Damm, aber der Beamte, der berufen aewesen wäre,' den Schaden gut machen u lassen, war ohne Urlaub verreist. Dr Bruch war Tagelang ganz klein, er wuchs bis zu 5 Meter und wäre zu verstopfen gewesen keine Hand rührte stchbis die Lücke 200 Meter aro war. In einem anderen Orte konnte man nicht einig darüber werden, auf wessen Kosten die Arbeiten gegen das Hoch' Wasser vorgenommen werden sollten und sie unterblieben. Aus Aurelhaa schreibt man uns, daß die Negulirungs Gesellschaft gar kein Material zur Ver füauna batte ;ur Verltovsuna der Dam me, nicht einmal Kähne waren vorhan den ! Wie constaUrt wurde, beträgt die inundirte Fläcke 57,000 Joch, von denen 12.00 ' hoch liegen ; 43,000 Joch mit mehr als 1000 Häusern im Ge sammtwerthe von Mindestens 4 Millro nen sind verloren. Gegenwärtig strömr die ftlutb schon langsamer, da sich das UeberschwemmungS Terrain zu füllen geginnt und die ThelZ abnimmt. Vom Inland e. In Los Angeles in Cal! formen soll demnächst eine Fabrik zur Herstellung von Ricinusöl errichtet wer den. In der Stadt New Jork gibt eö acht Neger, welche ihr Doctor examen gemacht haben und als Aerzte practiciren. Der Orden deS heiligen Gregor des Großen" ist vom Papste einem Amerikaner, dem in Green Bay, Wis., ansässigen I. H. M. Wigwam, für besondere um die Kirche erworbene Dienste verliehen worden. Der kleinste Mann in den Ver. Staaten ist wahrscheinlich Rees Wittler in Pihmouth in Pennsylvanien. Er ist 34 Jahre alt, wiegt aber dabei nur 58 Pfund und ist 36 Zoll, also nur drei Fuß, hoch. Im schönen Lincoln Park in Chicago wollen die in der Stadt an säßigen Schweden ein Denkmal für ihren berühmten Landsmann, den Botaniker Linne, errichten. Das Denkmal wird S 0,000 kosten und das schönste seiner Art in ganz Chicago sein. &s ist vollständig dem Linn?-Denkmal in Stock Holm nachgebildet. In der letztenZeit wurde in Baltimore sehr über unreines Trink Wasser gellagt. Der Chef-Jngenieur der Wasserwerke behauptet, der schlechte Eeschmack des Wassers rühre von kleinen rothen Ameisen her, welche dasselbe ver pesten. Die Ameisen sterben jetzt aus, und der Ingenieur hofft, daß das Waffer bald wieder seinen früheren Geschmack annehmen wird. In NogaleS in Arizona traf kürzlich eine große Anzahl enttäusch, ter Kolonisten von Topolobampo in Mexico ein. Sie berichteten, daß von den 500 Personen, welche ursprünglich das neue Paradies aufsuchten, nur nocj der vierte'Tbeil dort sei. Die Entbeh rungen. welche die Colonisten auszuhal ten haben, sind den Mit'hiilungen der Zurückgekehrten zufolge im Verein mit der ungeheuren Hitze und der Plage der Sandfliegen geradezu unerträglich. Die Leute l.ben voi Hafergrütze und den et w r i nrt glichen, wetcye ne in oer Val sangen. In Englewood im Staate New Jork wurde Mary Irene Hoyt, die Tochter des kürzlich verstorbenen Mlllw närs Jesse B. Hoyt, dessen Testament sie bestiettet, unter der Anklage verhaftet, ein Dienstmädchen angegriffen zu haben. Die streitbare Millionäretochter schlug dem Polizisten, welcher sie verhaften u..sTt. 1 v (kt r.Xi v 1 m :x.i.: tuuuic, in V uiiu !IN leriHlsziinwer zerriß sie den Verbaftsbefehl. Da? Dlenitmadchen sagte vor Gericht aus. daß Mary in der letzten Zeit sehr stark getrunken habe. Man glaubt, daß sie an Säuferwahnsinn leidet. Sie wurde nach dem Gefängnis in Hackensack ge bracht. Vor einigen Tagen fuhren vier Italiener, welche am Bau der Mahsville und Big Sandv-Babn be schästigt waren, vom Kentuckler Ufer in einem Boote nach Jroaton in Obio bin über Sie besuchten viele Wirthschaften und betranken sich schl'eöllch. Nachdem - si: vielfach Unfug getrieben, fuhren sie gegen lttternacht in ihrem Boote wie der ab. 5kaum waren sie jedoch vom Lande abgestoßen, als unter ihnen ein Streit entstand. Dann hörte man einen Schutz fallen und schließlich Hilferufe. toorauf eö plötzlich wieder still Kurde. Am folgenden Tage fand man das Boot mehrere Meilen flußabwärts. Es war mit Blut befleckt, zeigte aber von den Insassen keine Spur. Wahrscheinlich wurde einer von den Vieren von einem ' seiner Gefährten erschossen, worauf ein anozemenge enlnand, m welchem das Boot umschlug und die Leute ertranken. Vor einigen Wochen starb c w c.oi r. am cciu cci anama uaiivnirien amerr kanischen Dampfer Jroauiö" der Lieu tenant Clarke in Folge einer Schuß wunde. Man nahm bisher an. daß der Mann entweder Selbstmord begangen, oder durch einen Fall die Entladung fei nes Nerolvers herbe'giführt hab?, für beide Annahmen ließ sich jedoch keine haltbare Stütze sinden. Ebensowenig konnte mrn sagen,, ob Clarke das Opfer eines Mordes geworden sei. Nun hat Clarkes Vater, der in Newport in Nhode Island wohnt, die von seinem Sohne hinterlassenen Sachen bekommen. Un ter denselben befindet sich ein Memorandum, aus welchem hervorgebt, daß der junge Mann 6 Wochen vor seinem Tode mehrere Briefe an seine Eltern geschrie 5?n bat. die bei den. Letzteren nirt anze

kvmmen sind. Der Vater LeS Veruordenen ist jetzt der Ansicht, daß sein Sobn ermordet wurde und daß der Mörder ein Interesse daran hatte, die Briefe abzu fangen. Ob das den Tod des jungen Mannes umschwebende Geheimniß je mals gelöst werden wird, weiß Niemand Der Münchhausen vonGeor gia läßt wieder von sich hören und er zählt in dortigen Zeitung? Folgendes: ttürzllch war der Farmer Aderhold bei Douglasville im nordwestlichen Georgia Z'Uge, wie eine große Schlange ein gan

zes vlt)l voll Wachteleter verichluckre. Die Eier waren schon bebrütet, und die kleinen Wachteln würden bald ousge schlüpft sein. Wenige Tage später traf Aderhotds Nachbar Butler die Schlange, wie sie eine ganze Brüt junger Wachteln durch das Feld führte. Die kleinen Vögelchen waren offenbar durch die Wärme im Bauche der Schlange ausgebrütet worden. Diese batte sie von sich gegeben und bielt sich nun für ibre Mutter. Die Thierchen folgten ihr, wie Kücken der Henne, und die Schlangen mutter war offenbar nicht wenig stol aus ihre Brüt. umige Tage daraus erblickte der Farmer McGralb, als sein Haferfeld besichtigte, eine Schlange. die mit hochausgerichtetem Kopfe sich an den Hzfenahren zu thun machte. Jbr sonderbares Benehmen machte ihn aufmerksam. Man sollte es kaum glauben, aber Farmer McGrath, der niemals lügt, hat es mit eigenen Augen gesehen, wie die Schlange die Haferkörner aus den Aebren herauspickte und damit die hungrige Schaar junger Wachteln füt terte, welche ihr folgten. Ueber den gegenseitigen Werth von amerikanischein und russischem Petroleum fällt die Pall Mall Gazette" in London folgendes Urtheil, welches man wohl unparteiisch nennen darf: Das amerikanische Rohöl verhält sich zum russischen 3!ohöl wie ökahm zu abgerahmter Milch. DaS amerikanische Rohöl ergibt ungefähr 75 Procent des feinsten Brennöls, das man kennt; das russische dagegen nur 29 Procent eines Brennöls von schlechter Güte. Amerikanisches Rohöl erzielt außerdem 12 Procent Naphtha so werthvoller Vatur, daß es ohne Schwierigkeit 20 (sents per Gallone mehr bringt, als d?Z Oel. .as russische Napb ha ist unverkäuflich und wird auf der Stelle meist verbrannt, um eS los zu werben. Die amrikanischen Schmieröle, ein weiteres Product des Rohöls, stehen jetzt so niedrig im Preise, daß die rmsischen Schmieröle auf vielen europäischen Märkten tbat sächlich von der Concurrenz ausgeschlossen sind. Amerikanisches Rohöl liefen außerdem einen beträchtlichen Procent' satz Fetr, das zur Kerzenfabrication verwandt wird und von großem Werthe ist. Bei gleichen Gewichtsmengen ist es vier mal so viel werth, als russisches Petro leum. Das .Aohöl von Baku enthält kein Fett. Aan ersieht, welchen Vor. theil das c mexikanische Rohöl vor dem russischen hat. Vom Auslande. Der DeurschenhetzerKat' kow sagt in seinem Blatte bezüglich der bevorstehenden Neuordnung der Gesetzge bung über die 9!aturalisation von Ausländern in Rußland : Einst hätte man allerdings dieser Einwanderung bedurft, nunmehr aber hätten sich die Beoingun gen sehr wesentlich verändert : auf allen Gebieten beklage man sich nicht über Mangel, sondern gerade über Ueberfluß an Specialitäten und Fachleuten. Man dürfe schon aus diesem Grunde der EinWanderung hinfort keinen Vorschub mehr leisten. Rußland brauche keine Frem den, und wenn die Gesetzgebung der westeuropäischen Staaten bestrebt sei, die Einwanderung möglichst zu begünstigen, so wäre eine Nachahmung dieser Tendenz für 3iußland ein schmerer Fehler. Denn: Zu UN) kommt man nicht, um Geld zu verleben, sondern um welches zu verdienen. Schon aus diesem Grunde allem müssen wir in dem Kopiren sremdländischer Gesetzgebung m dieser Sache sehr vorsichtig fein, um so mehr, als d.r größte Theil der in Rusland gemachten Ersparnme in's Ausland gesandt wird; gar oft ziehen Ausländer, wenn sie sich hier ein gute Capital zusammengeschlagen haben, wieder in die Heimatb zu rück. Eine Erleichterung der Naturali sation ist im gegebenen Falle für uns seht schädlich. Kürzlich wurde z. B. verboten, auf den Westbahnen ausländische Unterthanen in Dienst zu nehmen. Und was war die Folge ? Fast Alle nahmen sie sofort die russisch? Urncrtha nenschaft an. So lange es für sie vor: hei! daft ist, werden sie russische Unterthanen sein, sich aber dann, nachdem sie ihr Schäfchen gefchor n haben, wieder in's Baterland" zurückbegeben. Dort wer den sie natürlich mit offenen Armen auf genommen werden, besonders wenn Ne nicht mit leeren Händen zurückkehren. Alle Gesetzgebungen sind in dieser Hinsicht gerade von diesem Geist durchdrungen Solche Ausländer sind augenscheinlicb ein Nachtheil für uns, ebenso wie die verschiedenen Fabriken, die Ausländern gehören, ausländische Arbiter haben,' selbst mit importirtem Material arbeiten und eigentlich nur eine legale Art des Schmuggels reprälentiren." Katkow kommt zu dem Schluß, daß die Abfas sung deS neuen Gesetzentwurfs die streng sten Maßregeln gegen die nur in ibrem eigenen Interesse nach Rußland einwandernden Ausländer geboten seien, wenn man dm Wohle der russischen Natwn dienen wolle. Diese Au führugen las sen erkennen, daß die panslavistische Partei den Krieg gegen die Ausländer oder vielmehr, gegen die Deut schen in Rußland mit allen Mitteln fort zusetzen bemüht ist. Die auf dem Schlosse Malmaison bei Ay unweit Rheims verstorbene Gräfin von Chamisso bat eine große Anzahl von Vermächtnissen hinterlassen. Dem Museum im Louvre vermachte sie außer verschiedenen Kunstge genständen auch eine kleine Gabel mit dem Wappen der Cbamisso's, welche im Graben eines Schlosses Boncourt gefunden worden war. Das Schloß, Geburtöstätte unseres Dichters, wune während der Revolution zerstört, wie es Aval bert von Chamisso so rührend besungen hat. Die kleine Gabel gehörte vermuth lich seinen Eltern und wurde wahrschein lich von ihm in.seiner Kindheit gebraucht Die französischen Chamisso weiche theile weise den Grafen und Barontitel füh

ren, sind nicht von demselben Zweige wie der Dichter. Sie gehören heute noch zu den wohlhabenderen Grundbesitzern der Champagne, einige der besten Weinberge sind ihr Eigenthum. Sie sind alle katholisch, wie es auch die Eltern Ädal berts von Ebamisso waren, und dieser selbst in semer Kindheit. Der Name Eyamisso dürfte eines Ursprungs sein mit dem in Frankreich, besonders der Champagne, s hr häusigen Namen Ca musat, Smmpfnasiger. Was eine italienische Cigarre enthält. Die Schmerzenskinder des italienischen Tabakemonopols sind in

ganz Europa bekannt und können immer wieder von Neuem als treffliches Ad schreckungsmittel jenen deutschen Rauchern empfohlen werden, welche für dies Lieblmgsproject des Herrn v. Scholz schwärmen. Die chemische Untersuchung einer sogenannten Magliani" Cigarre in Piacenza hat nun folgende Bestand theile resp. Funde in dem edlen italienischen Kraut ergeben. Die betreffende Monopol- und Negierungs igarre ent bielt nachstehende Gegenstände : 1. Ein Stückchen Kalk, 2. Gipsstaub, 3. eine Quantität Humus, 4. eine Stück Holz, 5. einen Centimeter Schnur. Es fehlte also, laut der boshaften ötandbemerkung eines römischen Blattes, nicht weiter mehr in der Cigarre, als ein Maurer mit Kelle, um mit einem Dutzend solcher Magliani . Cigarren sofort einen sechsstöckigen Pala);o hinzustellen. Die nothwendigen Matirialien sind ja Vorhan den. Der Frbr. v. Solema cher hat wieder einmal von sich reden gemacht. Vor Kurzem traf er mit eini gen anderen Mitgliedern des rheinischen Verwallungs Ausschusses zur Besichtigung der Taubstummen - Anstalt zusamrren und wurde von Frbrn. v. Loe, dem bekannten Präsidenten des Rheinischen Bauernvereins nicht gegrüßt. Er hielt es für nöthig zu fragen, ob Hr. v. Loe ihn nicht grüßen wolle, und als dieser bejah:e, beehrte Hr. v. Solemacher den erh blich älteren Herrn durch den mit lauter Stimme ausgesprochenen Satz : Sie sind ein Flegel !" Ja, als der Jnsultiite einige Anwesende eriuchte, von dieser Beschimpfung Akt zu nehmen, unterstützte Hr. v. Solemacher die Fest stellung ceS Thatbestandes, indem er sein geistreiches Diktum wiederholte. Zunächst hat der Ausschuß deS Rheini schen sauernvereins seinem Präsidenten' me Genugthuung gegeben, indem er die Ehre der Mi gliedschaft des Hrn. v. 3olem?cher sich verbeten hat. Ein wei lerer Akt wird vor Gericht sich abspielen. Seit langer Zeit schon hatte sich der berühmte Rauberhauptmann Birgilo Sebastians die Gegend von 'onorva (Sardinien) zur unbeschränkten Domäne auserkoren und jede Konkurrenz auf dtm Gebiete des ed leii Rauberhzndwerks mit Erfolg über flüzelt. Groß und gefürchtet war der Jiuf Sebastianos, der sih rrit Bauern gut stellte, um die Gutsbesitzer zu plün dern. So war der Bandit sogar zu einer Art von Home ruler oder Crisvinu geworden, der vortrefflich auf die Dankbarkeit und Bewunderung des Landvolkes spekulirte. Ward er von den Carabinieri gesucht, so konnte er sicher sein, daß ihn vorder ein gutmüthiges Bäuerlein von der Ankunft der Gendarmen in Kenntniß setzte und in Sicherhcit brachte. So entging der edle H.uptnlann lange Zeit dem Auge des Gesetze? und mordete und raubte unter desien ungestört. Seine letzte Helden tbat galt sogar dem Hüter der Ordnung, einem Carabiniere, den er tödtlich ver wundete. Nach unendlicher Mühe ge lang es endlich einem Heer von Carabi nieri und Polizisten, den Sebastians bei Alghero gefangen zu uehmen. Se bastiano, der Bandit, wird nun wahrscheinlich für Zeitlebens unschädlich ge macht werden. Inder Capuzinerk irch e zu Alassio (Vrovinz Genua) wurde der Canonicus Vallega ermordet aufgefun den. Die Kirche war ausgeraubt. Drei der That verdächtige Individuen wur l en verhaftet. Für die russische Armee sind nunmehr gleichfalls alljährliche Uebungen von Zteservisten eingeführt, und zwar werden in diesem Herbst die ersten stattsinden. Es werden künstighin alljährlich zwei Gattungen von Re servemannschaften zu einer drei bis sechswöchenttichen Uebung eingezogen, und zwar solche Mannschaften,, welche wegen höherer wisienschaftlicher Bildung kürzere Zeit, d. h. ein bis zwei Jahre, activ gedient, und ein Jahrgang solcher, welche drei bis fünf Jahre activ gedient baben. Eigentlich beträgt die russische Dienstzeit sechs Jahre, doch wird sie in dieser Dauer nlr bei der Reiterei, der reitenden Artillerie und den Ingenieur truxpen gehandhabt. Daher werden deren Reservisten, falls sie wirklich sechs Jahie activ gedient, nicht mehr eingezo gen. Die U. bungen werden dieses Zayr, wie auch späterhin, Ende September stattsiilden, uns zwar in dem gesammten europäischen Rußland. Man kann an nehmen, daß alljährlich über 200,00; Mann zu einer zeitweiligen Uebung ge langen. Das Kriegeministeriu.n be zeichnet der 3ieihe nach diejenigen Trup' pen: heile, die mit der Ausbildung der Reservemannschaften beauftrogt werden. Die oberste Leitung liegt in den Händen der Dlvisions-Commanbeure be.i der In fanterie ; bei den anderen Waffengattun gen in denen der Bribgade Commandeure bezw. der Befeblehaer der Corxsartille rie. Aus Elsparn,ßrücksichten werden die Reservemannschaften mcht eingeklei det, sonkern üben in ihrer gewöhnlichen bürgerlichen Kleidung, die einige rnili täri'che Abzeichen erhäit. Das wird jeden falls einen sonderbarenAnblick gewähren, denn ie Mannschaften werden immerhin gewaltig gegen die activen Mannschaften in Unisotmen nationalen Schnitts" ab stechen. Uebrigens findet daS gleicheVer fabren auch tei Einberufung deS Land sturms im Kriegsfalle statt. Jeder Re servist der Fußtruppen muß während seiner Uebungszeit 32 Patronen .ver schießen. Die Einbeorderung und Ge stellung geschieht ganz wie bei einer Mo bilmachung, nur daß die Mannschaften früher benachrichtigt werden. DaS of ficielle militärische Fachblatt, der Rußki Invalid, legt gerade diesem Umstand eine große Bedeutung bei, daß die EinZiehung eine Vorübung für eine Mo vttmaSuna sei. Man &r; j

I.S. Z?avrcllKCo Tampfh ,'zungs Contrakror n Plurnbersl Qafilters No. 84 Nord Illinois Straße.

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