Indiana Tribüne, Volume 10, Number 273, Indianapolis, Marion County, 22 June 1887 — Page 2

Zndiena Tribüne.

Erscheint $&afi(9 , d S ot g S flitSli4c .ZtUftne tonst durch den ZrlitxxS tl f tt Boch, i Oonmtttgl-.XrtlA-Clitl per Dcchl. Citii iBfamm 1 S.nif . V4 Qflft jBjrttchi a BaraxISmiloag 18 ,saav Cfet lOft CTarö-anhJt. Indianapolis, Ind.. 22 Juni 1887. Die kalifornische Flagge. In der prachtvollen Halle des califor nischen Pioniervereins für Geschichte und Kunst in San Francisco sind gegen värtig zwei seltsame Flaggen ausge stellt, vie eine sehr interessante Geschichte haben. Jin Februar 1846 ka?n Gen. Fremont an der Spiye einer vdn den Ver. Staa ten ausgesandten Erforschungs Expedi tion nach (Kalifornien, welches damals noch zu Mexico gehörte. In der Nähe des Foits Gabilon kam es zwischen einem Mitglieds der Mannschaft Fremonts und einem eingeborenen Caltfornier eines Pferdes wegen zu einem Streit. Ire mont weigerte sich, das von dem Cali frinier beanspruchte Pferd auszuliefern und bot den mezikanischen Behörden Trotz. Am 5. Juni desselben Jahres kam ein mexicanischer OfsicierNamenS Arce nach der Niederlassung des Amerikaners John Sutter, welche sich in der Nähe von So noma befand und ihrer mit Pallisaden umgürteten Wohngebaude wegen unter dem Namen Sutters Fort bekannt war. Er lieg unvorsichtiger Weise die Bemer kung fallen, er sei beauftragt, Pferde zu kaufen, weil die mericanische Negierung die Amerikaner aus (Kalifornien verja gen wolle. Sutter schickte sofort Boten an alle in der Umgegend wohnhaften Amerikaner und forderte sie auf, auf eigene Faust den Mericanern Krieg zu erklären. Es würde ein Leichtes sein, alle Alcaldes und sonstige Beamten, sowie die nur sehr schwach besetzten Posten in den vereinzelten Garnisonen gefangen zu nehmen und das Land zu einer freien Nepublik, wie es damals in Texas war, zu machen, ehe die mericanische Negie rung Zeit hätte, energischen Widerstand zu leisten. Der abenteuerliche Plan fand allgemeinen Beifall. Gen. Fremont wurde geb ten, sich an die Spitze der Revolutionäre" zu stellen, er lehnte jedoch den Antrag entschieden ab. Nur wolle er in der Näbe bleiben, um vielleicht auf in pirecte Weise den Ausständischen Hilfe leisten zu können. Die Amerikaner ließen den Muth nicht sinken Sie wählten sich den Ezekiel Merritt zum Führer, einen Iankee aus Bermont, einen Mann, der sich durch Schlauheit, Kühnheit und Unerschrocken beit auszeichnete. Die Aufständischen ritten nach Sonoma, dem damaligen einzigen mexikanischen Militärposten nördlich vom Goldenen Thor". Am Sonntag den 14. Juni um di Mittagszeit langten die Adenteurer in Sonoma an. Es war einsehr schwüler Tag und alle Einwohner der Stadt salen draußen vor ihren Häusern oder an den Fenstern. Niemand in der Stadt batte eine Idee davon, was die Fremdlinge beabsichtigten. Letztere ritten bis vor das mericaniscbe Fort, und Merritt verlangte von der Garnison, daß sie sich augenblicklich ergeben solle, und zwar im Namen der unabhängigen Republik Calif?rnien". Die Garnison war so verduyt und schreck:, daß sie sich wider stand? los gefangen gab, obgleich ihre Angreifer nur 37 Mann zahlten. Die Gefangenen, darunter der Ge necal'Ermmandan: des FortZ, M.. G. Vallejo. und sein Schwager, der Amerikaner Jacob V. Leese, der es jedoch mit den Mexikanern hielt, wurden nach Sut ters Fort in die Gefangenschaft geschickt. Merritt selber befehligte die Escorte, welche die Mexikaner nach dem Orte ihrer Bestimmung bringen sollte, und den Oberbefebl über Sonoma übernahm William B. Jde, ein alter, kühner Pionier. Der amerikanischen Besatzung Sonomcs fehlte jetzt nichts mehr, als ein sichtbares Zeichen ihrer Gewalt, eine ' Flagge. Gern hätte sie die amerikani schen Farben ausgezogen, sie durfte dies jedoch nicht thun, da die Ber. Staaten sich nicht in einem Kriege mit Mexico be fanden. Sie mußte also eine eigene Flagge für die neue Republik schaffen, wie Texas eine hatte. Leider gab es in ganz Sonoma kein Stück Zeug, Mull oder Flannel, welches sich zu einer Flagge geeignet hatte. Die ftrau eines der Pioniere Namenö John Sears, die sich mit auf dem Ero derunasmae befand, wußte Rath. Sie zog sich auf eine Weile zurück und brachte - - .t. ? . , (VI teine weire, roivveroramie tf iagge yer bei. die sie aus ihren Unterkleidern in aller Geschwindigkeit zusammengenäht ' fcatte. Ein des Malens" kundiger Krieger Namens William Tood pinselte dann mit Oelfarbe aus einer Stellma-cher-Werkstatt einen Stern und einen Grizzly Bären" auf das Tuch und setzte darunter die Worte: California Re Public." Die Zeichnung war greu lich, sie erfüllte aber ihren Zweck. Noch an demselben Tage flatterte feie 55laaae der Republik Kalifornien" über dem Fort. Sie blieb dort bis zum nächsten Juli, d. h. bis die Ver. Staaten den Mericanern Krieg erklärten. Als die freudige Nachricht davon in Sonoma eintraf, zogen die Amerikaner ju belnd ihre neue flagge he:umer und ersetzten ne durch das lud, aue ter. nendanner. Der Hafen von Vera Cruz. Dalfirf Nera dxu die bedeutendste Seestadt der Republik Mexico ist, besitzt sie doch einen Hasen, der den tarnen ei n,s solchen kaum verdient. Derselbe ae währt den in ihm ankernden Schissen so 7 r Z w2.v: : n z x:zz . geringen O?uy, capoic wni yvyin capuaine es vor;ieyen, eci cmiumudem Sturme die Anker zu lichten und lieber in die höbe See hinauSzufah ren. als ihre Schiffe im Hafen dem fast sicher; Verderben auszuseöen. .

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Schläfrig Und' ohne Unternehmung' seist, ließen sich die Bewohner der Stadt diesen Zustand ihres Hafens gefallen, bis die immer näher heranrückende mexicani sche Centralbahn ihnen begreiflich mach te, daß der gesammte Handel der Stadt Gefahr laufe, durch die Eisenbahn an derweitig abgelenkt zu weiden. Beson ders die Kaufleute sahen ihre Existenz bedroht und wandten sich stürmisch an die Nationalregierung mit der Bitte, ih nen bei der Ausbesserung des Hafens zu helfen. Diese sagte bereitwillig zu, und der bekannte Capt. Eads wurde von hx aufgefordert, den Hafen zu untersuchen und einen Plan zur Abstellung des Uebels zu entwerfen. Capt. Eads leistete dem r - tt P rr r rvm geworrenen Auftrage wluig tfoige, und im April 1883 wurde mit der fran zösischen Firma Buette, Caze & Co. der Contract zur Ausführung der von Capt. Eads vorgeschlagenen Bauten abgeschlos sen. Drei Jahre lang ließ die Firma an den Hasenverbesserungen arbeiten und vollendete auch einen kleinen Theil derselden, dann wurde sie bankerott, und die mexikanische Regierung, die ihr bedeutende Gelvvorschüsse geleistet batte, sah sich genötbigt, das gesammte Bau Material mit Beschlag zu belegen. Von der Fortsetzung der Bau:en war vor , m taung leine neoe. Jetzt hat die mericanische Regierung einen neuen Contract mit einem Herrn Augustin Cerdan, dem Vertreter eines Syndicats von Capttalmen, abgeschlossen. Daö Syndicat verpflichtet sich, für 84,500,000 in der Zeit von 40 Monaten die von Eads geplanten Bauten zu vollenden. Die Regierung will wahrend dieser Zeit jede Woche an die Unterneh mereineAbschlaszahlung von S5000rna chen. Ob die beiden contrahirenden Parteien im Stande sein werden, ihre Ver pflichtungen zu erfüllen, bleibt abzuwar . ten. Zu leichtes Kaliber. Der militärische Sachverständige deS Berl. Vörs. Courier" schreibt über den neuen französischen Kriegsminister : Der Nachfolger Boulangers, der es nicht mehr Mit der Politik, sondern mit der Armee d. h. mit seiner Pflicht halten will, muß, und das ist die Anschauung der weitaus größten Zabl der denkenden Officiere des sranzonichen Heeres, vorerst mit den Boulanger'schen Projecten und Gesetzentwürfen aufräumen und an die Stelle der Demokratisirungsbestrebungen solche festester Disaplirnrung setzen. Wer das nicht thut, sondern die Boulanger'schen Pläne aufnimmt und weiter verfolgt, bringt sich von vornher ein um sein Ansehen im Heere und kann nur ein Mann sein, dem eine glänzende und machtvolle Stellung auch auf Kosten seiner beperen EmNcht Nicht zu theuer bezahlt erscheint. Ein solch' gefügiges Werkzeug baben die Herren auf der Ministersuche" im General Ferron, Commandeur der 13. Division, entdeckt. Viel ist von Herrn Ferron nicht zu berichten. Tbeopbile Andrien Ferron ist am 19. September 1830 in Pre Saint-Evroult im Departement Eure et Lolr geboren und !L50 in die ols politeichn que die Kriegsschule für die Genie-Waffe eingetreten. 1852 kam er als Souslleutenant m die ecole c app loation rn Metz und wurde 1851 Lieutenant im 3. Genie Regiment in Montpellier. Im Krim-Feldzuge gelang es dem jungen Ingenieur Ofsicier, sich beim Sturm aus die kleine Malakon vcedoute am 3. ?eptember 1855 auszuzeichnen und die 2hrenlegion zu erwerben. Von da an ist die ganze weitere Carriere friedlich u"v ebne irgend welche besonderen vorfalle verlaufen. Nach kurzer Dienstzeit in Algier kam Ferron als Capitan (I8o7) zu seinem Regiment nach Montpellier zurück, von wo er als Mll'tärlehrer an die ecole d appl cation nach Metz commandir? wurde. Im Jahre 18Wi wurde er nach den Colonien versetzt und w als Genie Director nach Neu Caledonien, wo er 1869 ium Stabeofficier befördert wurde. Dort befand er sicb auch während des deutschfranzösischen Krieges und kehrte erst am 1. März 1871 nach Frankreich zurück. Hier nahm er noch an den letzten Käm Pfen gegen die Commune insofern Antheil, als er auf der Avenue de la grarde Armee eine Batterie gegen Nmillv. errichten ließ. Während der späteren neuen Befestigungsbauten an der Grenze leitete er die Arbeiten an den Außensorts von Epinal. 1375 wurde er Oberstlieutenant, 18 3 Oberst. Nachdem er wiederum kurze Zeit in Algier in Garnison gestanden hatte, erhielt er 1379 die Stellung eines Genie Direktors in Bourges und wurde von hier aus zu allgemeinem Erstaunen plötzlich vom General Galli fet zum Generalstabschef des 9. Armeecorps gemacht. Im nächsten Jahre ver trame man ihm sogar die Stelle eines Sous-Chef des Generalstabes imKriegsMinisterium an, und verblieb Ferron nach seiner 1832 ersolgten Ernennung zum Brigade General noch einige Zeit in der Stellung als Chef deS Stabes des Kriegsministers, bis er dieselbe mit der des Commandeurs der 13. Division vertauschte. Man muß tbatsächlich sehr in Verlegenheit gewesen sein, wem nach der Ableb' nung Saussiels das Kriegs-Portefeuille angeboten werden könne, daß man schließlich auf einen Ofsicier verfallen ist, der außer als junger Lieutenant keinen Krieg erlebt und vor allen Dingen niemals Gelegenheit gehabt hat we der im Kriege noch im Frieden die deutsche Armee kennen zu lernen. Im Uebrigen ist Ferron als ein kriegswissenschafllich sehr gebildeter Ofsicier bekannt, unermüdlicher Aüreau-Arbeiter und nicht ungewandter Fachschriftsteller. Nack 1U70 hat er zwei Brochuren über die Vertheidigung von Paris und der Grenzen, und einen Essai über Eisenbah nen veröffentlicht, die von Fachzeitschrift ten gelobt wurden. Chinesische Bahnen. Die so häusig besprochene chinesische Eisenbahnfrage ist endlich gelöst. Die Kaiserin hat die von ihrem Schwiegervater, dem Prinzen Tschin, dem Victkönig Li und dem Marquis Tseng abgefaßte Denkschrift über den Bahnbau gebilligt ; eö hat sich eine Ge' sellschaft, die Kaiping'Eisenbahngeselllchaft gebildet, deren Äctionare sammt'

lich ylnesen stnv, und demnächst wird mit dem Bau der Bahn von den Kaipung Kohlengruben nach Taku, dem Hafen von Tientsin, begonnen werden. Daran schließt sich eine Zweigbahn von 40 Kilometer Länge von Taku nach Tientsin selbst, sodaß Peking in den Bereich der Kohlenbezirke gelangt, und schließlich eine Küstenbahn von 240 Kilomeler von Taku nach Schanhaikwan, dort, wo die chinesische Mauer das Meer eireicht. Der Zweck der Babnen ist zunächst durchaus militärischer Art ; es handelt sich darum, die chinesische Flct'te, die im Laufe des .Sommers

durch die Ankunft der neuen m deutschland und England gebauten Schisse eine Mehrung erfährt, von den Kaiping Kohlerg, üben aus mit Brennmaterial zu versorgen und ihr dadurch die Ver theidigunz von Peking zu ermöglichen. Nebenbei aber wird der wissenschaftliche Zweck nicht aus dem Auge verloren, und da vor allem Peking durch den Ausbau der Bahn von Taku nach Tientsin in den Genuß billiger Kohlen kommt, hofft man die mächtige Partei der Beamten und Litcraten' für die Sache zu gewinnen. Amerikanische Zeitungen. Vor zwanzig Jahren Kurden in den Ver. Staaten im Ganzen nicht einmal 6000 Zeilungen und Zeitschriften gedruckt. Heute ist ihre Anzahl bereits auf 14,7(i6 gestiegen, so daß im Durchschnitt auf jede Familie drei Zeitungen entfallen. Die meisten Blätter werden natürlich in englischer Sprache gedruckt. Nächst den englischen nehmen aber de deutschen den ersten Platz een Es wer den ihrer gegenwärtig 724 herausgegeden. Französische Zeitungen giebt eS nur 112. Ferner erscheinen: in scan dinavischer Sprache 59, in spanischer 34, in böhmischer 16, in holländischer 12, in polnischer 7, in dänischer 4, in wali sischer 5, in sinnischer 8, in italienischer 5, in portugiesischer 2, in hebräischer 4, in chinesischer 2 und in ungarischer, in dianscher und in der Cherokese-Sprache je eine. Die meisten Zeitungen sind natürlich der Politik und den Tagesnachrichten gewidmet. Hierauf folgen der Anzahl nach die Zeitschriften religiösen Inhalts, deren es gegenwärtig 727 gibt. Mit Landwirthschaft beschäftigen sich 149, mit Viehzucht 62 Blätter. Der Hühnerzucht sind 32 gewidmet, der Obst- und Weincultur 20, der Milchwirthschaft 10, dem Zuckerbau 4, der Medicin und Wundarzneikunde 136, der Zahnheilkunde 16, der Gesundheitslehre 26 und 10 dem Apotheker- und Droguen-Geschäst. Im Interesse des Unterrichts und ver schiedener Lehranstalten werden 256 Zeitschriften veröffentlicht, für Erziehung 96 ; für Taube, Stumme und Blinde 16. für.Kinder und junge Leute 63, für Justiiwesen 43, für Einwanderung 13, für Wissenschaft 42, für Geschichte 9, für die Tanzkunst I, für Moden 17 und 9 für die Armee und die Marine. Außerdem haben noch alle geheimen Gesellschaften ihre besonderen Organe. So haben die Freimaurer 27 und die Knights of Labor" 21 Blätter. Die Neger baben 31 Zeitschriften, die sich ausschließlich mit den Interessen der farbigen 3!asse beschäftigen, 87 Blätter sind dr Befürwortung der Prohibition gewidmet, und 9 Zeitschriften beschäftigen sich ausschließlich mit dem FrauenStimmrecht. Ferner baben die Architee tin, Bierbrauer, Backstein Fabrikanten, Metzger, Zimmerleute, Conduoren, Köche, Groceristen u. s. w. ihre eigenen Fachblätter. Es gibt sehr viele Zeitungen in den Ver. Staaten, welche denselben Namen fübren. Am meisten verbreitet ist der Name New", welcher 761 mal vor. kommt. Zeitungen mit dem Namen Times" gibt es 591, ferner sind zu verzeichnen : ,.Herald"(568),Journal" (5-9), Demokrat" (512). Gautte" (390), Ätrpublican" (327), EnterPrise" (228) u. s. w. In manchen Fällen kommen doppelte Zeltungsnamen vor, wie Commercial - Advertiser", Chronicle Telegraph", CommercialGazette", Times - Star", ,.Globe Demokrat", Post Diepatch", CourierJournal", Mail and Expreß" u. s. w. Die Namen sind gewöhnlich durch Consolidirung zweier Zeitungen entstanden. Den kürzesten Namen unter allen ame rikanischen Zeitschriften hat das deutsche W tzblatt Au", welches in Milwaukee erscheint. Auch der längste Name unter allen Zeitungen gebührt einem deutschen Blatte, welches gleichfalls in Milwaukee gedruckt wird und den Namen ..Deutsch amerikanische Gewerbe und IndustrieZeitung" führt. Geradezu komisch sind die Namen mehrerer Zeitungen, welche hauptsächlich im Süden und im Westen vorkommen. Manchesmal sind diese Namen in's Deutscke geradezu unübersetzbar. Eine dieser Zeitungen heißt Hufeisen", eine andere Meteor", eine dritte Die flie gende Schlange". Dann gibt es unter ihnen ein Stachelschwein", eine Wespe", einen ..westlichen Crank", einen Grenzstrolch", eine Kreissäge",, einen Adam", ein Pendel", einen Biber", tinen Cowboy", ein Tomahawk" u. s. w. Die Liste derartiger Namen ließe sich schier in's Unendliche ausdehnen. Eine riesige Viehranch. Einer der bedeutendsten Viehzüchter öer Ver. Staaten ist H. H. Campbell, der Eigenthümer der unter dem Namen Matador" bekannten Viebranch in Texas. Dieselbe befindet sich in dem Quellengebiet des Pease Flusses und nimmt nahezu das ganze Mot leyCounty, ungefähr ein Drittel von DickensCounty, ein Drittel von Cottle und ein Viertel von Jloyd County ein. Sie enthalt mehr als eine Million Acker Land und ist um nahezu 300 Quadratmeilen grö fc?, als der ganze Staat Rhode Island. Das ungeheure Gebiet eignet sich für die Viehzucht, wie sie im Westen betrieben wird, ganz vorzüglich. Es wird von den drei Zuflüssen durchströmt, welche daS Quellengebiet des Pease Flusses bilden, und enthält außerdem noch einige Nebenflüsse des Brazos-Systems. Ferner wird es von einer ganzen Menge von Bächen und kleineren Flüssen durchfttteit, die ihren Ursprung aus den fast zahllosen Schluchten und Canyons her-

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löitSn, von denen das ganze Gebiet durchstrichen wird. Der Boden der Prairien besteht aus ro:hem Thon, während die Thäler und Schluchten sandigen Lehm und die Hügel vorwiegend Sand und Kies vorweisen. Für Stiere und Pferde sind fünf besondere Weideplätze eingerichtet, für Kübe zwei Einer der letzteren umfaßt 90,i 00 Acker, der andere U '0.000 Ackcr Land. - Auf der Ranch befinden sich 16 v!tständia einaerich:ete, aeräumiae Corralö, in welchen die Kälber mit Brand-! marken versehen und nöthigenfalls der. pflegt werden. , Auf der Ranch befinden sich 4000 Zuchl stiere verschiedener Nassen, wie Hcrfo ds, Angus,Sdotthorns.Turhams u. A. An Zteit und Zugpferden sind gleichfalls mehr als 1000 Stück ; vorhanden. Die Anzahl der Jahraus Jahrein aus der Ro.nch angestellten CcwdorF beziffert sich auf 75. Sie durchstreifen cas nj'.i e Gebiet jeden Tag, um nach j dem .,!ecvtkn zu sryen und zu helfen, wo ;s Nolb thut. Die Arbeit wird sehr systematisch durchgeführt, und es herrscht in Allem die. strengste Ordnung. Jede Pflicht versäumniß oder Nachlässigkeit 'ettenS der Angestellten wird strenge bestraft. Es ist eben eine nahezu mili läriscke Disciplin nothwendig, um in ei nem so großen Unternehmen keine Unord nnnz einreihen zu lassen. Das Wohr. Haus des E'genthumers dieses riesigen Gebiets besindet sich am viifc einer Hochebene, die sich langsam zu einer riefen Tbalschlucht hinunter'eiikt. In der vcähe des Hauses sind Quellen mit krystallklarem Wajjer gelegen, welches vermittelst Röhren in ein bochaeleaenes Reservoir geleitet wird. von wo aus es weiter in die Küchen, Badezimmer u. s. w. gelangt. Auch wird das Wasser zur Berieselung eines ausgedehnten Küchenganens benutzt. Natürlich ist das Haus mit allem nur erdenklichen Ccmfort ausgestattet. Ferner befinden sich in der Näh? ein großes Lagerhaus für die auf der Ranch gebrauchten Waaren, eine Schmiede, eine Stellmacher Werkstatt, eine vollständig eingerichtete Sattlerei, ein Kleiderladen, eine Schubmacher-Wttkstatt und eine Vostanstalt. Die Cowboys" wohnen lernab in bequemen, kleinen Hütten, und erhalten von ihrem Arbeitgeber Bü cher und Zeitungen frei. Vom Jnlande. Der kürzlich verstorbene, frühere Vice-Präsident Wheeler hat in seinem Testamente die einheimischen Missionen mit 25,000, die ausländischen dagegen mit $5000 bedacht. Seine alte Haushälterin, Betsy Chambers, bekommt 5500 und einige Freunde erhalten verschiedene kleine Legate. Es heißt, daß einige Leute, die Ansprüche auf die Hinterlassenschaft des Verstorbenen zu haben glauben, das Testament gerichtlich anfechten wollen. In Oliver County, Dakota, hörte die Frau von John Day eines frü hen Morgens in ihrem Hühnerstall ein ungewöhnliches Geräusch. Da ihr Mann nicht zu Hause war, so eilte sie selber in den Hof und entdeckte, daß eine riesige Wildkatze 35 Hühner und 10 Enten getbdtet hatte. Die Frau holte sich eine Flinte und schoß auf das w'.lde Thier, verwundete dasselbe jedoch nur leicht. Die erboste Katze stürzte sich"nun auf seine Angreiferin, die schnell eine Axt zur Hand nahm. Ein Kampf auf Tod und Leben folgte, wvbei die Frau nicht unbedeutend verwundet wurde, ehe es ihr gelang, das Thier zu todten. JnHazlehurst in Appling County, Georgia, bat eine alte Dame eine Ehescheidungsklage gegen ihren gleichfalls hochbetagten Mann, den sie erst vor Kurzem gebeirathet hat, auf folgende gelungene Gründe hin anhängig gemacht. Sie erklärt, daß sie in Folge ihrer Kurzsichtigkeit vor der Heiratb nie recht im Stande gewesen sei, sein Aussehen festzustellen. Jedt höre sie, daß r eine Warze auf der Nase und gar röche Haare habe. Zweitens schnarche er. und es sei ihr unmöglich, mit ihm zu ichla fen, und drittens erwei'e er ihr nicht die Aufmerksamkeit, die eine? guten Frau gebühre und habe sie seit der Trauung noch nicht ein einziges Mal geküßt. Ein neuer Beitrag zu der Vortrefflichkeit mancher Wohlthätig-. keitsAnstalten" hier zu Lande wird aus Wabash in Jndiana gemeldet. Es ist dort Samuel A!eyers, der Superinten dent des Miami County-Armenhauses, unter der Beschuldiaunz verhaftet wor den, weibliche Insassen angegriffen und grausam geschlagen zu haben. Minerva Taggert, die blödsinnige Schwester des Constablers Tagzert, welche in dem Asyl" eingesperrt war, trat als Hauptzeugin gegen Meyers auf. ie zeigte furchtbare Striemen auf dem Rücken und an den Armen, wo sie der Superinten dent geschlagen hatte. Nach dem Zeug' nisse Anderer war diese unmenschliche Behandlung ganz ohne gegründete Ursache. An einem der letzten Tage ereigneten sich zwei Selbstmorde aus sehr entgegengesetzten Ursachen. In Toronto ertränkte sich eine59jährige Dame, die früher wohlhabend gewesen war u d der sogenannten feinen Gesellschaft angehörte, iu letzter Zeit aber obdachlos gewesen war und Noth und Hunger zu leiden hatte, obwohl zwei ihrer Töchter in Toronto verheirathet sind und sich in verhältnißmäßig guten Verhältnissen befinden. Die Nacht vor ihrem selbst bereiteten Ende hatte sie-auf den Stufen einer Kirche zugebracht. In Atlanta in Georgia dagegen erschoß sich, nachdem seine Frau iyn verhinderte, sich den Hals Abzuschneiden, ein 76jähriger alter Herr Samens Jonathan Owens, der mit seiker Frau und vier erwachsenen Kindern in den glücklichsten Verhältnissen und dem schönsten Einvernehmen lebte und l sich überdies der besten Gesundheit erfreute. Er hatte seiner Frau gesagt, er habe für e i n e n Menschen bereits reichlich genug Glück und Gottes Segen ge nossen, und er halte es jetzt für seine Pflicht, aus dem Leben zu scheiden. Zu Medan in Madison County, Tennessee, erwachte vor drei Monaten ein gewisser M. Murchison Nachts in seinem Bette und fand zu seinem Schrecken, daß seine Zunge gelähmt War und daß er nichts hinunterschlingen könne. Er hatte sich schon Während heö ganzen vergangenen Iah

res nicht jeyr woyt resunden, psatz er oft des Lebens überdrüssig war. Er sah ein, daß er jetzt weder Speise noch Trank einnehmen könne, und erklärte sich willig bereit, zu sterben. Der Tod erfolgte sehr langsam. Murchison fastete i)0 Tage lang. Aerzte aus der Stadt und von auswärts besuchten ihn und waren über seinen Zustand nicht wenig erstaunt. Während des langen Fastenö batte er überhaupt keine Bedürfnisse mehr, wie ein anderer Wiensch. Er war ungefähr 45 Jahre alt und hatte während des letzten Bürgerkrieges im 14. Tennesseer Cavallerie-Regiment gedient. -Icatürlich hatte sein Körpergewicht währcnd der Fastenzeit ganz beträchtlich abgenommen, sodaß er bei seinem Tode nur noch aussah, wie lauter Haut und Knochen. Die Mexicaner scheinen in vielen Fällen einen förmlich instinctiven Haß gegen die Amerikaner zu haben. So dient das kürzliche Verfahren der Re giernng des Präsidenten Dia;, wodurch bekanntlich einigen Amerikanern Erlaubniß ertheilt wurde, sich in Mexico anzusiedeln und dort öffentliche Anlagen zu machen, den Organen der OppositionsPartei zum Vorwand, um die 1!egierung auf's schärfste anzugreifen. Am heftig ste spricht sich das bedeutendste Oppositior,sb!att. de? Nacional", darüber aus. Präsidenr Diaz muß ssch'u. A! sa5 eil lassen, daß den Mer.kaem denn doch lieber Europäer willkommen sein sollten, ' als Amerikaner, wenn man durchaus Ausländer im Lande haben

müsse. Man lasse Spanier, Franzosen, Engländer und Deulsche in das Land wandern, aber nur nicht Amerikaner. Die Europäer würden den Mericanern belfen, den amerikanischen Einfluß in ü1!erico einzudämmen. Dankees zum Eintritt in's Land einzuladen, sei gleichbdutend, als ob. man seinen Erbfeind .u sich zu Tische laden wollte. Die mexicanijchen Knownothing befinden fich änlich in der Minderheit und können mir ihrem Geschimpfe wenig ausrichten. Vor einigen Tagen kam eine junge Frau, welche angab, daß sie Jennie Schneise? hriße, nach dem Civilstands Bureau i Niw Aork, um gesetzliche Beweise ibr Verheirathung mit einem Manne Namens Adolph Braunett zu erlangen. Sie wies einen Trauschein vor, dcr in hebräischer Sprache geschrieöen war, aber nicht den Namen des Geistlichen enthielt, welcher die Trauung vollzogen hatte. Sie erzählte, sie sei am 29. Mai nach einem Stellenvermitt' lungs Bureau gegangen, wo sie dazu überredet wurde. Braunett zu heirathen. Nach der Trauung sei sie mit ihrem Äianne fortgegangen, und Alles, was ihr noch erinnerlich, sei, daß sie sich am nächsten Morgen allein in einem Zimmer in der obersten Etage eines Brook lyner Tenementhauses befand. Ihr Vorgeblicher Gatte habe sie um SI10 in Baar und Fingerringe im Werthe von S40 bestohlen und sei verschwunden. In den Büchern des Civilstands-Bureaus tvar keine Eintragung von der Ehe zu finden, und ixt Beamten gelangten zu dem Schluß, daß die Frau in die Hände von Gaun gefallen sei, welche sie zum Opfer einer Schwindelheirath gemacht batten. Jennie sagte ferner, der Mann Braunett sei auf ihr Betreiben verhaftet worden. Vom Vuölande. E i n P a r i s e r C o r r e s p o ndent der Post giebt eine interessante Schilderung dai über, wie unter General Boulanger die geheimen Fonds des Kriegsmlnisteriums zur Schürung des Deutschenhasses nicht nur in Frankreich, sondern auch in Rußland verwendet wurden. Wir entnehmen daraus das Folgende : Die Empfänglichkeit gewisser französischer Journalisten für eine thatkräftige Beeinflussung, wie sie unter dem 5iaiserreiche existlrte, ist dieselbe geblieben. Eine kleine Anzahl französischer Zeitungen existirt noch heute unter glänzenden Bedingungen, so z. B. derFiga ro", der jeder Zelt in der Lage ist, für eine große RdUme eine entsprechend bedeutende Summe zu zahlen. Jedenfalls hat das genannte Blatt, nach dem Urtheile von Sachverständigen, keine Ertravaganz begangen, indem es 12.000 Franken zrbite, um den altereschwachen General Leflo, der bis dahin für einen Ehrenmann gegolten batte. duich Herrn deKera.ry;u veranlassen, Staatepap ere, deren Gcheimhallung seiner Beamtenehre anvertraut wo'.den war, im Figaro" zu veröffentlichen. Aber derFkc,an" steht mit seiner Freigebigkeit heute ziemlich isolirt in Frankreich da. 'Nur wenige Mitarbeiter an anderen großen Zeitungen können sich rühmen, daß man ihnen ihre Prosa auch nur annähernd so gut bezahle, wie der F'giro" dem Hrn. de Keratry o)er seinem Suobmann, dem General Leflo ; ja, manche Journalisten, Welche früber im Golde geschwommen i hatten", wie man sagt, und es sehr unbequem sti'.den, dieser einträglichen Bewegunge.itsazen zu müssen, können heute bei allem Fleiß nur ein küm merlichcs Dasein fristen und zeigen sich unausg'. 'etzt bemüht, gut zahlende Abnehmer für ihre politisch publizistischen Leistungen zu sinden, und in ein zelnen Fällen bereit, für gute Zahlung Beweise ihrer politischen Vielseitigkeit an den Tag zu legen. Ueber diese gelb durstigen Scribenten hat sich nun jüngst ein tvahrer Goldregen ergossen. Paul de Cassagnac versichert in der Autorite", mit dem ihn charakterrsirenden Freimuth, daß die 4500,000 Frcs. geheimer For.ds des Kriegsmimsteriums, welche für Spionendienste im Kriege reservirt gehalten werden sollten, inklusive aller Erspalnine, die unter dem letzten Kriegsminister General Campenon die respektable Summe von 700,000 Frcs. er reicht hatten, in jüngster Zeit ausschließlich für Preßzwecke im In und Aus lande verwendet und verbraucht worden sind. Unter denen, die daran prositirt haben, nennt man in erster Linie und ganz allgemein einen bekannten Demokraten und Pamphletisten, dem sein Deutschenhaß und sein Enthusiasmus für die in Aussicht genommenen Reformen in der Armee die Summe von 160,000 Frcs. eingebracht baben sollen. Unter den ausländischen Blättern, über die sich die kriegsministerielle Manna ergössen hat, macht mnn hier hauptsächlich die Nowoje Wremja" namhaft, der da für die Aufgabe zugefallen zu sein scheint, den Jntrasiaeant", die France" und

Mozart -Satte!

Xa.oot Bon, Eigenthümer. Da größte, schönste und älteste derartige Lokal in der Stadt. Die geräumige und schön eingerichtete Halle steht Vereine?, Logen und Privaten zur Abhaltung von ?ällen, Conzcrten und Versammlungen unter liberalen Bedivgea zur Verfügung. i für die Saison 1887. A. Caylor, Office. 40 Nord Wont etr. ßT Telephon 949. "QuictMeal" Gasolin - Oefen, Atine Davmschraubkn an denen man sich die Mn ger ve, brenn,, der welche lit Leute verwirren. Tr tranliib're Ofen ht zmet rern-. rade recht um einnffi schkeq. l auf stelle?, Kaufr nicht ehe Jor ven . Quick Me" ae'ehen l ab:. DurchilvS ungefährlich, sparsam und guter Back ofen. Alaska RtfrigeraiorS Heizöfen können bei unt ährend US Som mS untergebracht werben Wm. IX. BennetC fc hon, 0. 33 Süd Meridian Strafe Bisser als Dismanten ist la3 Geschenk der See! Advokaten Bareaa von Te py & Cro?k, ) Himmer C und 7 Talboti Sc lern Block Andianaroli. 4. Avrtt 1887. Marshall C. Wood & o.: Verehrle Herren! Ich kaufte beute eie Schachtel Ihre Heilmtttkl genannt Oeean Wive tme-, ne jtrou u-b tch gebrauch, n , und banden daß ,S ein auSge,e,ch, ereS Heilmittel ist. Ich litt ie:t 1872 an Magen chmerzen und Upveidaulichk it. Manchmal fand ich z ar temrerSre mein', aber dauernde Hilfe der der Versuch dn ich mit Ocean Wive Li e- jzemairt habe, üdr,euot mich ah rief S Uxxal mir daue,nte v'tngt. Hch hoff dfc Ste ? cccnteit baben ternit viele leidenden (ilfc ,u brmen. Achtungsvollst 3. C. De n ox.Sen. Arirs,. Geld pxtüätxttatiet sollte diese? Mittel nicht bklsen. Wir nun den unser Versprechen nicht trechtr. MarshBll O. Wood Oo. No. 9 Süv Meridir Straße. Indianapolis. Ind. Preisn. Per Post n. 15. andere sranzvsNche Hetzblätter in idrer Verdächtigung Deutschlands aa Nohbeit und Verlogenheit womöglich noch zu überbieten ! Der Schreiber, obiger Zei--len verspricht eventuell weitere Enthüllungen über dieses Thema. Demnächst wird wieder in Petersburg ein Nihilistenproze zur Verhandlung kommen. In demselben werden sieben verschiedene nihilistische Verbrecher zur Aburtheilung gelangen und auch die Fabrikation von Sprengstoffen und die Thätigkeit einer Geheim druckerei in Dorvat. Obwohl die sieben Vergehen in keinerlei Zusammenhang stehen, ist der Hauptangeklagte Namens Lapatkinow doch an allen betheiligt. In ihm steht einer der Führer des Nihilismus vor Gericht. Abermals ist das pol nische Element stark vertreten ; auch mehrere Frauen befinden sich unter den 21 Angeklagten. Die Abnrtheilung er folgt diesmal durch ein Kriegsgericht, welches vor dem 2. Juni seine Sitzun gen kaum wird beginnen können. Die Verlesung der 575 Druckseiten starken Anklageschrift wird allein zwei Tage dauern. C i n vt eilender aus Karlsruhe, der, weil er keinen Auftrag erhalten, an einen Elberfelder Kaufmann die folgende offene Korrespondenzkarte schickte, wurde zu 500 M. Geld strafe verurtheilt. Sie' Rindsvieh, wenn Sie Reisende haben, waö ich nicht glaube, wie wird es denen gefallen, wenn dieselben bei Anbietung Ihres Schundes von den Leuten so angeschnauzt werden, wie Sie Heuochse es mir gethan haben, Sie Grobian. Wenn Sie nichts gebrauchen, sagen Sie einfach nein, Sie Esel von Elberfeld. So viel Schnee flocken seit der Völker-Sch lacht bei Leipzig gefallen sind, so viele Flöbe sollen Ihnen beiden, Lump.'L. B. Widecke." Das neueGesetz über den Jmmobilienbesitz von Ausländern in Rußland wird von den russischen Blättern mit Freuden begrüßt, da sie dasselbe als hauptsächlich gegendie Deut schen gerichtet ansehen. Die Nowoje Wremja" schätzt die Zahl der in den westlichen Gouvernements grundbesitzen' den Ausländer auf eine halbe WiU lion! Das Blatt empfiehlt eine Expropriation dieser Kolonisten", wobei auf das Vorgehen der preußischen Negierung gegen die Polen in Posen hingewiesen wird. Außerdem hätten die ausländischen Colonisten" sich in vielen Fällen gewiffermaßen" außerhalb des Gesetzes gestellt, indem sie ihre Fabriken und industriellen Etablissements so nahe von der Grenze erbauten, wie es das Gesetz absolut nicht gestatte; in diesen Fallen könne man sich weder durch i Unkenntniß des Gesetze? noch auch dadurch entschuldigen, daß die Behörden das gesetzwidrige Erbauen der Fabriken ja nicht verhinderten, jeder Mensch sei selbst für seine Thaten verantwortlich.das sei die Grundlehre der gesetzlichen Ver , antwortlichkeit. Zu deutsch : in solche Fällen brauche man nicht einmal eine Entschädigung zu zahlen. Der le tzte direkte Nach, komme Martin Luther'S lebt gegenwär tig in Reichenbach in Böhmen. Es ist dies Frau Jda Werner, geb. Grosse, dercn Mutter, eine geborene Luther aus Niederdietendorf, noch im Besitz des Trauringes der Katharina von Bora ist. Kaum dagewesen ist es wohl bis jetzt, daß ein Mensch dreilehn" Wnnrtf O,kn?k K,sik?n Finf g7' f v u vi i yv w i ? rr-. . si.r '.-l ais quinrasen wegen erzaumniß des Unterrichts durch seine Kinder. In Landsberg a. d. W. ist'S geschehen. Eine andere Frau hat ebendaselbst fünf Monate zudiktirt erhalten und noch eine weitere Haft in Aussicht.

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