Indiana Tribüne, Volume 10, Number 273, Indianapolis, Marion County, 21 June 1887 — Page 2
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sS?r5' 1 " 11 Zndiana Tribune. Erscheint - ffiglieZ nd Sssstaas. SVl tätliche ,XrMne Kfiet durch Cent 22o$, bt SontagI,rtbS"K Cistl pit Bfl$f . veid ins aaae 1 cutl. V, Vo? nc!$ilt In Bot3sl9ti9)!ttttfl t ?? Lr. SfNee: 120 O. MarvlandSr. Indianapolis, Ind., 21. Juni 1887. Der Vrand in Hamburg. Hamburg, 1. Juni. Ein verheerendes Seuer bat in letzter Nacht einen beträchtlichen slheil unserer Hafenquais zerstört und sehr bedeutenden Schaden an den dort lagernden Waaren, sowie an drn daselbst liegenden Schiffen angerichtet. Baumwolle, die per Dampfer Anni" von New Orleans angebracht war und im Schuppen 18 am Hübenerquai la gerte, gerieth durch Selbstentzündung turz nach 9 Uhr Abends in Brand. Die Flammen ergriffen etliche in der Nähe auf dem Geleise der Hafenbahn stehende vollbeladene Güterwagen, welche sammt ihrem kostbaren Inhalte vollständig zerstört wurden, und sprangen dann auf andere Schuppen, sowie auf die in nachster Nah? liegenden Schiffe über. Letz:ere waren der Gefahr ohne Widerstand preisgegeben, da sie keinen Dampf in der Maschine hatten und somit nicht von der Stelle konnten. So kam es, daß die Dampfer City of Dortmund" aus Dublin, Gladiator" aus Liverpool und Progreß" aus Goole sehr stark beschädizt wurden, der erstgenannte dieser Dampfer sogar völlig ausbrannte. Der Dampfer Anni" hatte Abends 6 Uhr seine Ladung vollständig an Land ge bracht und erhielt deshalb Ordre, auf den Strom hinauszulegen und einem anderen Schiff Platz zu machen, so daß er nur diesem Umstände seine Erhaltung zu verdanken hatte. Zwei der größten Schuppen unserer Qualanlagcn sind mit ihrem Inhalte an Waaren vollständig niedergebrannt, in den benachbarten Schuppen haben die dort lagernden Waaren gleichfalls stark durch Wasier und Feuer gelitten. Hunderte kleinere Flußdampfe? beeilten sich von der Waffttseite mit ihren Damvfspritzen, die dem Element von der Landseite zu Leibe gehende Feuerwehr zu unterstützen, aber erst spät in der Nacht ward man Herr der Flammen. Der angerichtete Schaden wird auf mehrere Millionen Mark abgeschätzt, ein großer Theil desselben ist von englischen Affecuranz Gesellschaften zu decken, der Rest fällt auf deutsche Compagnien. Wie hoch aber der Gesammtschaden sich beziffert und welche Asiecuranz Compagnien zumeist betheiligt sind, läßt sich momentan noch nicht sagen ; die SeeversicherungS'Gesellschaflen haben nahezu alle mit der Klausel einschließlich Ouai" gezeichnet und sich dieserbalb bei den Feuerversicherungs Gesellschaften durch Rückoeckung erholt. Unter allen Umständen dürste der gestrige Feuerschaden zur Ursache einer großm Anzahl von Proceffen werden, da die Verhältniffe sehr verwickelt liegen und nur der Spruch des Nichters unter diesen Um ständen Entscheid zu geben vermag. In den Hamb. Nachr." wird em Besuch der Brandstätte zu Wasser wie folgt geschildert: Von früher Stunde an war der Hafen das Ziel zahlreicher Besucher, die gekommen waren, die durch das nächtliche Feuer entstandenen Verdeerungen in Augenschein zu nehmen. Da nicht Wenige den Weg nach der Feuerstätte in der Jolle zurücklegten, so war es schwer, ein derartiges Fahrzeug zu erlangen und die Nachkommenden mußten oft genug die Rückkunft der Vorausgefahrenen abwarten. Schon in der Nähe des Ufers war das Waffer reichlich mit angekohlten Holztheilen, Papieren, Zeugresten, ja selbst mit Baumwollflocken bedeckt. In der Nähe der Brandstätte selbst, nächst dem Strandquai, wo eine freiere Strömung herrscht, war das Waffer jedoch wieder völlig rein. Da für traten um so sichtbarer die eigentlichen, die HaupUeugen der Verheerung, die Ruinen des Frontgebäudes, die wenigstens in ihren Vordermauern bis zur zweiten Etagenhöhe aufrecht stehen ge , blieben sind, und die Körper der beiden rechtsseitig gelagerten großen englischen Dampfer Gladiator" und City of Dortmund", die total ausgebrannt sind, in feie Erscheinung. Auf dem Strand quai selbst war nur eine geringe Beweaung wahrzunehmen. Einige PolizeiOffizianten und Feuerwehrleute gingen' ab und zu, andere dirigirten die von den Dampfspritzen ausgelegten Schläuche, die unablässig ohne bestimmte Richtrnig, auf das Gerathewohl in die mächtige Trümmerstätte, die sich meiner Ausdehnunz von beiläufig 400 Meter erstreckt, und aus der noch fortwährend leise Rauchwolken aufsteigen, mächtige Wassermaffen warfen. Von dem Gerippe der drei niedergebrannten Schuppen ist hier und da ein einzelner verkohlter Pfosten stehen geblieben, das Uebrrge liegt, so weit es nicht in Rauch aufgegangen ist, in d?m schwarzen, heißen und dampfenden chutt, der dte krummer stätte deckt. Von den kleinen Eisenbahnwagen, die von den Flammen ergriffen worden, sind einzelne bis auf das Gerippe niedergebrannt, andere stehen mit ihrer verkohlten Last, in einander geschoben, auf den von dem Feuer aus - der virfcc herausgetriebenen und verboge nen Geleisen. Am trostlosesten ist der Anoltck der verbrannten Schrffe. Von weitem schon sieht man die schwarzgekohlten Mäste mit den meinem der geschmolzenen Ketten und den halb abgebrannten, leise im Winde wehenden Seilen, die mächtigen Schissskörper übenaaen. Auch dte etsernen Außen wände der Schisse, die während des Brandes zum größten Theile glühend geworden waren, zeigen in ihrer verrosteten Färbung gar deutlich die Merkmale , f r r r ' . ' der Aermqtung, cic uoer iic yinwegge aanaen ist. Am schlimmsten weggekom men sind die beiden obengenannten Schrne und eS ist sraguch, ov ihre vtt paratur sich überhaupt noch verlohnt. Der dritte von den Flammen ergriffene, vor. schwerstem Schaden zedoH no ret
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zemz geooigkne Bälttpstt tf'4H3:ts liegt an der linken Seite der Quaiwand. Auch hier hat die Flamme zunächst das Spierenwerk ergriffen und sich am Mast emporgeringelt, an dessen geschwärztem Ende noch ein verkohltes Psingstbäumchen hängt. Zur Zeit der Vorüberfahrt borte man aus diesem Schisse noch ein Geräusch kommen, das in den beiden anderen, dem gefräßigen Element zum Opfer gefallenen Schissen schon lange verstummt war: das Stampfen der Pumpen. Hier, auf dem Progreß", gab es eben noch zu retten, auf den anderen Schiffen hingegen waren selbst di; Pumpen mitverbrannt. Auch eine, zur Hälfte mit verkohlten Baumwollball:n V . f X L - I . . . V M 1 m vetaoene ocouic ucgi I y" """" : etle oe vsuuiivquiu. ui fen. die dichtaedränat, ringsum lagen war das gewohnte Tagewerk wieder flott j im Gange, dte Ketten radelten, dre ; Schlote dampften, die Kräbne knnchterk ! es war ern seit amer igenay vou Leben zu dem Bild der Oede und Zerstöruna. das unablässig neu herzukommende Boote, die mit schweigenden, oder in gedämpften Tönen sprechenden Menschen gefüllt waren, in weitem Bogen umkrei sten." Lob des Maulesels. ein südliches Blatt schreibt : Den roßten Theil ihres Erfolges im Ackerbau haben die Südstaaten dem Maul esel in verdanken. Er paßt für das Klima, den Boden, die Arbeit und die Arbeiter in diesem Landestheile. Er kann Entbehrungen, Unwetter und harte Arbeit leichter ertragen, als jedes andere Lastthier. Auch bei kargem Futter U sindet er sich wobl und lebt so lange, wie mancher Aemterjäger, dem es gelungen m, ern fettes Amt zu erwlschen, und dessen Hauptarbeit darin besteht, mit geradezu peinlicher Pünktlichkeit sein Gehalt zu begehen. Wre dre- vchafe aus einem Weideplätze an Pflanzen gehen, die von keiner Kuh angerührt werden. so giebt sich der Maulesel im Hos mit Futter zufrieden, von dem dte Pferde nichts wissen wollen. Es mag wobl wahr sein, daß er seine Beine nicht so schnell in Bewegung setzt, wie ein Pferd, dafür aber halt er länger aus und legt im Laufe der Zeit größere Strecken zu rück. Auf seine Füße kann er sich immer und unter allen Umständen verlassen, so gar wenn es sich drum handelt, ngend einem naseweisen Menschen, der es ge. wag: yat, ,yn zu ärgern, emen yerzyasten Fußtritt in die iviagengegend zu appliciren. Es giebt kein Thter, .welches tm Stande wäre, auf altem Ackerland den Pflug, die Egge, die Säe- oderDrillmaschine besser zu ziehen, als der Maulesel. Nur in den seltensten Fällen verfällt er auf die Idee, die von ihm geforderte ArC -1a. . F I il L - ' oeu zu verzagen, oann aoer ipiu ci gründlich. Üeberhaupt - ist sein ganzer Charakter sebr solide angelegt. jr ist sehr häuslich und hält nicht viel von einem steten Wechsel feiner Herrschaft. Man sollte uch eentltch wundern, warum der Maulesel in den nördlichen Staaten nicht so häusig zu finden ist, als im Süden, und dock laßt sich die Ursache ziemlich leicht erklären. Zum Pflügen von Pranteboden, der mtt dichtem Ra'en bestanden ist, sowie für tiefgehende Pflüge sind stärkere Kräfte nothwendig, als der Maulesel sie aufzuweisen hat. Der Ackerbau im Norden verlangt überHaupt schwerere Arbeit. Die meisten Farmer im iicorden wollen ugiylere haben, die nch gleichzeitig zum Anspan nen vor Z tut He oder Zwaaen eignen. Man kann die Maulesel allerdings ebenso leicht zur Feldarbeit, wie am Wagen verwenden, die meisten Leute im Norden schämen sich jedoch, mit Mauleetn zu fayren. ie wollen ua) man lacherlich machen. Alle Nassen im nördlichen Europa mit Einschluß ihrer Repräsentanten im hiesigen Lanke haben gegen den Maulel ein gewisses Vorurtheil. Sie verstehen es einfach nicht, ihn anstandig zu dehandeln, und die Folge davon ist, daß sie von ihm auch nicht die Dienste erlangen. die er unter für ihn günstigeren Lebensbedingungen zu leisten ' im Stande ist. Bei den lateinischen Nassen dagegen ist der Maulesel zu Hause und wird von ihnen ganz nach Gebühr gewürdigt. Auch in den mohamedaniscben Ländern zieht man für Arbeiten aller Art den Maulesel dem Pferde vor. Könnten die nördlichen Farmer ihr Vorurtheil gegen den Maulesel ü'oerwinden, dann würden sie bald ihn werthschätzen lernen. Besonders während der heißen Jahreszeit kann er mehr leisten, als ein Pferd, weil er die Hitze besser vertragen kann. Auch ist er weniger Krankheiten unterworfen und wird von Jnsecten weniger geplagt. Die Liste seiner Vorzüge und Tugenden ist so lang, daß dagegen diejenige seiner Feh ler Und Gebrechen keine Rolle spielt." Die Quellen deö Orinoco. ' Die Quellen des großen venezuelanischen Stromes Orinoco,' welcher ein Ge biet bewässert, das größer ist, als ganz Frankreich, waren vts ur gegenwartigen Zeit unbekannt. Schuld an diesem Umstände trugen der Guaharibos-Jndia-ner, welcbe in einiger Entfernung westlich von dem Quellengebiete des Flusses woh nen und so bösartig sind, daß sich bisher kein neugieriger Reisender in ihre Nähe wagte. Die Guaharibos sind ein äußerst zahlreicher, kriegerischer Stamm, und bewachten bisher das Geheimniß der Orinoco Quellen ebenso eifersüchtig, wie die Mishmis derjenigen des oberen Jrawaddi in Birma. Es ist Herrn Chaffanjon, einem unermüdlichen französischen Forsch r, jetzt endlich gelungen, bis in daL Quellengebiet des Orinoco vorzu dringen, nachdem er bereits einmal, nämlich im Jahre 1885, denselben Versuch gemacht, damit aber keinen Erfolg gehabt hatte. AuS Venezuela ist die Nachricht eingetroffen, daß Herr Ehaffanjon seinen neuen Versuch bereits im vorigen Jahre begann. Aber erst im März d. I. gelang eö ihm, seine Aufgabe zu lösen, nachdem er alle Zuflüsse des Stromes erforscht und über ihren Lauf u. s. w. mehr als einhundert topographische Aufnahmen vollendet halte. Die Hauptarbeit der Expedition wurde in 46 Tagen gethan. Die schrecklichen" Guaharibos ilökten den Indianern $el&c von Henn
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Canänion aus seinen Böoreri als nu derer angestellt waren, solche Furcht ein, j datz er unter eiyttse weniger getreuer Begleiter gezwungen war, ihnen geladene Revolver vor die Köpfe zu halten und ihnen mit augenblicklichem Tode zu drohen, falls sie sich weigerten, weiter zu fahren. Sie mußten Tag u.id Nacht überwacht werden, damit sie nicht aus rissen. Man kann sich leicht denken, daß es unter solchen Umständen keine Kleinigseit war, das Unternehmen zu Ende zu Ende zu führen. Merkwürdiger Weise ging während der ganzen Fahrt auch nicht ein einziges Menschenleben verlo Lt r . i r c t sch Unterrichtsminister Herrn Chaffan- ' ' ' ren. )le LtUsgaoe, wercye oer franko jon gestellt hatte, wurde somit glücklich gelöst. Der berühmte Reisende gedenkt im nächsten Monat nach Frankreich zurückzukehren und vor der Pariser Sorbonne oinon iRpriffr i'ther fin . V 1 V 4 V M t I V 9 ' V W r7 ... f-.ii " CQla V" 'ti ium zu erbauen. ruyin oi Über dasselbe nur spärliche Auskunft. So berichtet er u. A., daß die Quellen des Stromes von einem Gebirgszuge umgeben sind, der sie fächerartig umschließt. Er hat die Berggipfel, denen der Orinoco entspringt, die Ferdinand de Lesseps Berge getauft. Der Name ist allerdings sehr breitspurig, Herr Chaffanjon hat ihn aber gewählt, um seinen berühmten Landsmann zu ehren, da er es hauptsächlich den Bemühungen desselben zu verdanken hatte, daß ihm der ehrenvolle Auftrag wurde, dem Quellen gebiet des Orinoco nachzuforschen. Es ist die Absicht des Herrn Ehassan jon, eine möglichst genaue Karte des Orinoco Gebiets von den Quellen bis zu der Mündung desselben zu verössentlichen. Gleichzeitig hosst er im Stande zu sein, das seltsame geographische Rätbsel in Bezug auf den EassaquiariFluß zu lösen, welcher den oberen Ori noco mit dem Rio Negro verbindet und dadurch eine wichtige Verbindung zwi schen dem Flußgebiet des Orinoco U"d des Amazonen - Stromes herstellt. Er schreibt, daß es ihm gelungen sei, über den Eassaquiari sehr interessante Studien zu machen. Amerikanische Aerzte über fern Frltz. .un. Ueber die Krankheit des deutschen Kronprinzen wurden vor einigen Tagen zwei Specialärzte in New Jork, die Doctoren George F. Shrady und Eeo. R. Elliott, von einem Reporter befragt. Dr. Shrady hat Gen. Grant in dessen letzter Krankheit behandelt, und Dr. Elliott ist durch die .mikroskopischen Untersuchungen bekannt, welche er mit dem Gewächs im Munde des jetzt verstorbe nen Ex-Präsidenten angestellt hatte. Dr. Shrady erklärte als vernünftiger Mensch, bei den mageren Depeschen, die über die Krankheit des Kronprinzen nach Amerika herübergekommen seien, könne einfach kein Arzt sich ein sachgemäßes Urtheil über den Fall bilden. Es sei augenscheinlich, daß die den hohen" Patiemen behandelnden Aerzte nicht gern aus der Schule plaudern wollen. Erst dann werde man sich ein halbwegs sicheres Urtheil über die Krankheit bilden können, wenn Überdieselbe genauere Aisgaben vorlägen. Es sei mögli h, daß der Auswuchs auf den Stimmbändern des Kronprinzen ein Papiloma (eine Art Warze) sei. Wäre es jedoch ein Epithelioma, eine bekannte Art von Krebs, dann würde man vor Allem V suchen müssen, durch häufige und früh' zeitige Operationen die Krankheit im Keime zu ersticken. In diesem Falle sei dies geschehen, und man dürfe deshalb die Hoffnung auf die Genesung des Kronprinzen selbst unter der schlimmsten Voraussetzung nicht aufgeben. Auch Dr. Elliott war der Ansicht, daß sich bei den unzureichenden Berichten keine sichere Diagnose über die Krankheit des Kronprinzen ausstellen lasse. Seien die Angaben über die von Prof.Virchow vorgenommene Untersuchung richtig, dann habe es Wohl mit dem Gewächs keine Gefahr. Dasselbe befinde sich auf dem linken Stimmband und sei schon vor mehreren Monaten einmal auf elektro-cauterischem Wege von Prof. Dr. Gerhard entfernt .worden. Daß das Gewächs sich auf eine so hartnäckige Weise stets von Neuem bilde, sei aller dings ein verdächtiges Zeichen. Gewöhnlich sei der krankhafte Auswuchs, welcher die Stimmbänder zu befallen pflege, ein Papiloma. Dasselbe werde zu.den ungefährlichen Auswüchsen gezählt. Es bestehe aus dem Fasergewebe, aus w.'lchem die Stimmbänder selber gebildet sind, und gehöre nicht zu den bösartigen Neubildungen. Anders verhalte es sich mit den verschiedenartig gen Formen, unter denen der Krebs und ihm verwandte gefährliche Gebilde auftreten. Sie bringen in das Zellengewebe ein vollständig neues Element hinein, welches um sich frißt und wuchert, bis es Eiterungen und eine Zerstörung der umliegenden Körpertheile herbeigeführt hat. Uebrigens komme es auch bei gutartigen Geschwülsten vor, daß tte haustg wieder ' kehren. Besonders sei dies mit Kehlauswüchsen der Fall, da es sehr schwer sei, m der Kchle mit dem Messer zu ope riren. Man dürfe böchstens nur einen Augenblick mit der Zange hineinfahren,' wobei der Operateur einen kleinen Spie gel in den Mund des Patienten halten müsse, um in des Letzteren Hals hinabsehen zu können. Die Luftröhre sei so sensitiv, daß sogar ein Körnchen Staub sie zu krampfhaften Husten reizt, man könne sich desbalb vorstellen, daß es sogar bei Anwendung von Cocain - keine Kleinigkeit sei, derartige Operationen vonunehmen.' Die Thttsache, daß das Gewächs be reits dreimal und zwar einmal von Prof. Gerhird und zweimal von dem Engländer Dr. Mack?nzie entfernt werden mußte, ist ein Beweis, daß es stets schnell wieverkehrt und daß nch die Krankheit des Kronprinzen gegenwärtig in ihrem Uebergangsstudium' befindet. D e u tsche Lokalnachrichten. Nheinprovinz. De? Kaufmann Leopold Reischig in Coblenz wurde zu einem Jahr Gefängniß und drei Jahren Ebrverlust verurtheilt. Derselbe hat eine Wittwe durch das Ver sprechen der Ehe zu einem Schenkungs alte iV.woaen, in welcbcm ihm ein Haus
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im öon MobÜtttt füi 1,200 M. und ausstehende Baarforderungen inr Betrage von 6ft,000 M. v?r macht wurden. Bald nach Ausfertigung der Urkunde äußerte Reischig sich jedoch der Schenkgeberin gegenüber dahin, sie werde sich doch nicht einbilden, daß er ..ein altes Weib" (die Wittwe ist 48 Jahre alt) heirathen werde; jetzt, M o er ein so beträchtliches Vermögen benye. werde er ein junges Mädchen zur Frau nehmen." schließlich ging die swxc eil t ' I ' . J- i atm aut nen Bgle,ch em, wnck er , a aanit -vkimogeii un xmuire iuuv.i Vl'nnn s?,f Z xl Entschädigung von 15,000 M. erhielt. r . . Der Redakteur der Volkszeitung". Kap. lan Nachtigall, wurde wegen Deleldi. gung des Landrajhs Haniel zu Mülhein ; a. fcl R. und des Bürgermeisters Schivary j zu Oberhausen zu 1Ä) M. Geldbuße verurtheilt. Die Bewohner von Vcishn:ii wurden durch einen Mord in nicht geringe Aufregung versetzt. Der dort , wohnhaste Weber Jakob fliesten, viel' cher mit seinem Nachbar schon seit lim--gerer Zeit in Feindschaft lebte, wurde von diesem bei einem Streite erstochen. Der Mörder ist in Haft. f der frühere langjährige nationalliberale Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Saarb-.ül-ken-Ottweiler-St. Wendel, Landgerichts rath a. D. Sello. Der Holzarbeiter Bernhard Nubert von Holten bat sich txschössen. Durch Unglücksfälle kamen um's Leben: der Kutscher W. Krblls von Bergheim (überfahren), der Schuhmacher H. von Stvrum und der Maurer G. v. Berk von Wesel (ertrunken) und der Maurer H. Greven von Uerdingm (in Folge eines Sturzes). In Crese d brannte dc Schuhmacher'sche Gasthaus ,,Zum alten Grünewald" nieder und in Düsseldorf der größte Theil de Dampfsägewetks von W. Wiens & Co. Provinz Hessen-Nassau. Der Schuhmacher Großjohann in Casiel ist wegen fahrlässiger Körpervcrletzung zu 6 Monaten Gefängniß v?--urtheilt worden. Kantor Wolfram in Jmmenhausen feierte das 50jährige Amtsjubiläum. t Der Präsident da Eisenbahndirektion, H. Hendel in Frank furt a. M. In der durch Hettenhausen fließenden Strecke der Fulda wurde die Frau des Schneiders Heil von Gersscld als Leiche aufgefunden. Dcr s. Z. be urlaubte Lehrer Leopold Paul in Wis baden ist nach kaum fünfvierteljährigem Gesangsunterricht, den ihm Professor Stockhausen in Frankfurt a. M. ertheil! hat, von der Direktion des Opernhauses daselbst vom August d. I. an auf 4 Jahce als Tenorist unter den nachstehen-, den Gehaltebedingungen engagirt wi rden : 1. Jabr 3000 M., 2. Jahr 5000 M., 3. Jahr 7000 M. und 4. Jahr 10,000 M. Zu Bürgermeistern wurden neu bezw. wiedergewählt: in Eich-.n-struth Hr. Zeiler, in Faulbach Hr. Ntartin, in Hartenfels Bäckermeister P. Strödter und in Niederhofbeim der bishörige Nechrier Friedrich Zecher ; zum Nachfolger des letzteren als ötechner wurde Geheimrath Gerhard Kleber gewählt. Der Sohn des Ingenieurs F. Ullrich in Frankfurt a. M. wurde vom Blitz erschlagen und der Bahnarbeiter Wisker von Langenstein und die Magd des Gastwirths Nöhrig in Wolfhagen, Christine Schmidt, wurden überfahren und getödtet. Thüringische Staaten. Johann Strauß, der bekannte Walzer, könig, gedenkt seinen Aufenthalt dauernd nach Eoburg zu verlegen. Der Porzellanmaler Florian Wiegand in Alsbach und seine Ehefrau Agnes, geb. Schweizer, feierten das Fest der goldenen Hochzeit. 7 Pastor Stahl in Uhlstädt. Der Handarbeiter Blei aus Grochlitz hat sich erschoffen, aus Nahrungssorgen, wie es heißt. Der Weichenwärter Joh. Friedrich Geyer aus Altenburg wurde von einem Zuge überfahren und getödtet, der Zimmermann Grimm aus No thentbal und sein Lehrling Schubert aus Moschwitz sind ertrunken und der Maurer Gräfe aus Lautenhain wurde von einer stürzenden Giebelwand erschlagen. Hessen-Darmstadt. Gestorben der Hof Zahnarzt Dr. Julius Budde in Darmstadt. Die Schulen in Biblis sind seit längerer Zeit wegen Diphtheritis und Scharlach geschloffen. Vielfach werden auch Erwachsene heftig von der tückischen Krankheit ergriffen. Nach Ansicht der Aerzte soll wenig Hoffnung vorhanden sein, das Uebel vor Herbst ganz zu beseitigen. Gestorben im 77. Lebensjahre Ehr. Gerhard Eckel in Laubach, früher Ävvokat in Amerika. Der evangelische Pfarrer Draudt weigerte sich, am Grabe des Verstorbenen die seelscrgerischen Funktionen zu verrichten, weil Eckel an sei nen Gott geglaubt und auch nicht kirchlich getraut gewesen sei." Der Stein fe wv.bruchbesitzer Alefeld in OherRamstadt hat sich in einem Hztel zu Bingerbrück erschossen. Derselbe soll in der letzten Zeit an Schwermuih gelitten haben. Paul Lehmann, Direktor der Brauer-' schule in Worms, ist plötzlich an einem Blutsturz gestorben. - Die Eheleute F. I. Sperling in Bingen feierten die sil. derne, der Cigarrenhändler Heinrich Fried am nebst Gemahlin in Mainz die a,-: cn;u,;. Ä ?Ä ÄÄÄ bachErbach sche Kammerrath Niedel tn IS-rhflfh nh r h hmr ifnh Wcil in Seligenstadt. Die Buchsetzer Joseph Silbersdorf und Bernhardt Ruf WMMf V WV 0 VVV M 1MV V m Mainz feierten das 50jährige Berufs' jubiläum und der Förster Simon Hahn von Wald-Mich?lbach den 60. Jahrestag seineKiensteintritts. Königreich Bayern. I Der größte Mann in Bambera, der Privatier Bunzel. Er rna& 2 Meter 10 Centimeter. Uebriaenseben dort noch zwei Concurrenten des Niesen, ein Ei senbahnbeamter und ein Schutzmann. Bom Schwurgericht in Bayreuth wur - den verurtbeilt : der Gütler Matthaus Osterlänger wegen betrügerischer Brandstiftung zu 3 Jahren Zuchthaus, seine beiden Söhne wegen Beihilfe dazu zu 8 resp. 6 Monaten Gffängniß ; die lcdige Gütlerin Kunigunde Baumann wegen Kindsmord zu 3. Jahren Gefängniß ; der Korbmacher Heinrich Sündel von Oberremh wegen Meineids zu 2 Jahren Zuchthaus; die ledige Katharin Horn von Pottenftein wegen Kindsmords zu 3 Jahren Gefängniß. Im Chiemsee ertränkte Nch der Swdent der Medicin
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HänS Grdlchet.'-Jn tetflltfcttJerij tvuri ce der Schuhmacher Joseph Zellner von einem in Otenkofen in Dienst stebenden Burschen gefährlich gestochen. Die ILjährige Tcchterdes Bäckermeisters Thalmayer in Dorfen begab sich auf den Marktthurm, ohne Jemandem etwas von ihrem Vorhabin zu sagen. Nachdem sie sich etwa eine Stunde im Thurm aufgehalten hatte, stürtzte sich sie von der Spitze herunter und blieb zerschmettert liegen. Selbstmord begingen : in j Augsburg der Fabrikant Höh. Huber, in fcvwvf vy nuvtttHil ajWt d. UVlli 111 Bamberg der Auzläuser Jb. Sieinfel. h : rn:f.rafc;;f,r k., TV. j,at. ; W l fc W V W U W AJ- JMJ Ä. L Lu DILL UlLl lil 1. eis, in Kicklingen der Ziegler Xaver mn.man :M ?.u...tl "v,. l..Gallemüller, in Tettenhausen der Aus träaer Josef Sorg. - Schweiz. " i Dr frühere Oberrichter Schwab in Bern. Das Srickereigeschäft Adolf Näf v (5o. in St. Gallen ist insolvent.I Ja Chur Negierunzs StatthalterAler. Ballett. Unter großen Feierlichkeiten wuroe im Züricher Polytechnikum das Oei'.kmal zu Ehren Sempers, des großen Architekten, enthüllt. Dit große Weiß-waaren-und Eonfectionssirma Leopold Wdl in Zürich stellte letzter Tage ihre Zzhlungen ein. Die Höhe der Passiven ist noch unbekannt, man spricht von einer Million. Hart betroffen wird die Bank in B.den. Die Katastrophe des angese denen Hauses wird auf die allgemein bestehende Schwierigkeit zurückgeführt, gegenüber der Neigung der schweizeri schen Consumenten für fremde Waare in dieser Branche im Inlands zu confectioniren. In der Burg zu Eglisau ist An fangs April das Kaiser'sche Haus niedergebrannt. Kaiser, seine Frau und Tochter sind jetzt der Brandstiftung geständig. , Landwirthschäftlicheö. Der größte Stall der gamen Welt befindet sich wahrscheinlich in Popino, 9tebraska, und gehört der Union Eattle Company" von Ehehenne. Er ist 700 Fuß lang, 276 Fuß breit und bedeckt einen Flächenraum von 4 bis 5 Ackern. Fichten und deren Gefährten, die Birken, zeigen gewöhnlich ei nen trockenen, felsigen, sandigen oderkiesigen Untergrund an. Buchen einen trocke nen, kalkigen oder kiesigen Boden, Ulmen einen Bodens der reich und etnias sumpfig ist. Eichen und Eschenbäume wachsen gewöhnlich auf schwerem Lehmboden, Pappeln und Weiden auf niedrig belegenen, feuchten oder sumpsigen Ländereien. Es kommt manchmal vor, daß viele verschiedene Baumarten zugleich auf einem Platze wachsen,' und in einem solchen Falle thut man wohl, sich nach der Baumarten zu richten, welche auf der betreffenden Stelle am meisten gefunden wird. In vielen Gegenden wird ge genwärtig rohes Petroleum zum Erzeugen von Dampf in Dreschmaschinen ver wendet. Das Petroleum hat außer dem Vorzug seiner Billigkeit den Vortheil, daß es keine Feuerfunken ausspritzt und dadurch die Gefahr von Feuersbrünsten vermindert. Die Spargelfliege, welche namentlich in jungen Spargel-Anlagen ungeheure Verwüstungen anrichtet, ist ein unbedeutendes, kleines Jnsect, welches von Vielen gar nicht beachtet wird ; manche Spargelzüchter mögen es. kaum kennen. Die Spatgelfliege erscheint Anfangs Mai, bei schönem Wetter auch etwas früher, und ist bis nach Johanni zu finden. Sie legt ihre Eier in die Sparzelköpfe, am liebsten in die jungen, welche etwas beschädigt sind oder durch Nachtfröste gelitten haben. Man muß di? Spargelköpse sofort, nachdem sie abgefroren sind, dicht über dem Boden ab stechen. Aus den Eiern entstehen in knrzer 'Zeit Maden, welche sich in den Stenael einbohren und das Mark bis zum Grunde ausfreffen. Die Spargelstiele verkrüppeln, die ganze Pflanze sängt an zu kränkeln und liefert im nächsten Jahre nur dünne Sproffen. Junge Pflanzen in neuen Anlagen gehen gänzlich ein oder bleiben sehr schwach. Bei massenhaftem Auftreten ist die Spargelfliege im Stande, junge Spargelanlagen vollständig zu vernichten oder doch so zu beschädigen, daß auf einen loh enden Ertrag derselben nicht zu rechnen ist. Diesen Uebelständen entgegenutreten, machte ein Gärtner einen Versuch mit Brumataleim. Er schnitt Weidenruthen von der Stärke eines Spargeltriebes, entfernte die Rinde, damit sie weiß aussahen, steckte sie hier und dort auf die Spargelbeete und bestrich sie mit Brumataleim. Die Spargelfliegen setzten sich auf die Stäbe, -und blieben daran pangen. An jchonen, sonnigen agen fand er aus, daß die Fliegen zu HunderI ten an den Stäbeu klebten. Seither .., cy r ' t rt r . t t ! laßt irn ijrubja 'oDen eparstct, ber durch Nachtfröste gelitten hat, dicht über s dem B?den abstechen. Em anderes gu. ' tes Mittel ist das Verbrennen sammtli. Zer vpargelstengel, wenn dle,elben im ' H'ste trocken geworden sind, denn m ' lh.nen überwintern die Puppen, aus ' welchen im 6ruhiahre die mutn Fl.ege, ! entstehen. .. lar,;r -" 5 "iiiriSfnif sich, ium yelt aus unkenntniN eine Thierquälerei dadurch zu Schulden komi men, daß üe ihren Pferden Scheuklappen ! stnI -A9lii w MfbfÄlst nA . ' J'w ; ? seiner Stellung im Kopfe des Thieres darauf angewiesen, .mehr seitwärts, als vorwärts zu blicken. Wenn ihr nun der Blick seitwärts verwehrt t, so ist es gezwungen, zu schielen, und dem Pferde wird dadurch ungefähr derselbe Zwang angethan, wie einem Menschen, welchem man ein Brett vor beide Augen bindet, so daß er genöthigt wird anstatt vorwärts, mit den Augen seitwärts ni bli- ' cken. Die Scheuklappe ist aber nicht nur eine Thterquälerei, sondern auch völlig nutzlos, weil ein um. Scheuen ' geneigtes Pferd noch nie durch dieses Mittel gebessert worden ist. Es ist ja auch begreiflich, daß ein am freien Um berblicken gehindertes Thier, leichter scheut, als eines, das seine Augen ungehindert gebrauchen kann. Daraus folgt, daß die Scheuklappe eine nutzlose ThierQuälerei ist. welcher man nur fröhnt, weil sie zu einer geschmacklosen Modethorheit geworden. Besitzer von Luxus. und anderen Pferden erachten es -leider häufig für vornehm und daher nothwen big, daß ihre Pferde Scheuklappen tra n. Das ist aber ßeschmacklos. weil
Gcmra! Garten ! Ecke Easl und Washington Sir.
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