Indiana Tribüne, Volume 10, Number 272, Indianapolis, Marion County, 20 June 1887 — Page 2

X

Zndiana Tribüne.

- Erscheint d S snt gs. Siglich rjXitJtt3 .ZrUftnc' kostet durch d XrlMtD kntl ,r Ooch,, Mi Cattatagl CtU xk och. fiii infamm 11 CttUI. P Po? OffI9i6 t B8zasbtahla8 H ptt LaZ. Owee: 120 O. MarvlanbQr. Indianapolis, Ind., 20. Juni 1887. NuNlfcheS Visen. ' In Freeport, einer kleinen Stadt drei ßiz Meilen nördlich von Pittsburg ir Pennsvlvanien, wird gegenwartig eine Fabrik gebaut, in Kelcher russisches Eisen" hergestellt werden soll. Die Einwohner der Stadt haben den Bauplatz für die Fabrik sowie 53000 zur Er richtung derselben geschenkt. Ein Mitglied der Firma erzählte neulich einem Reporter : Dies wird die erste Fabrik für russisches Eisen sein, die je außer bald Sibiriens gebaut wurde. Eine 3lachabmung des russischen Eisens wurde in die'em Lande schon seit längerer Zeit hergestellt, doch Hut es sich ausgewiesen, daß das nachgeahmte Eisen dem Rost keinen Widerstand leistet. Das richtige russische Eisen wird vom Rost nicht angegriffen. Mit der Einführung dieser neuen Jn dustrie in Amerika hängt eine kleine Geschichte zusammen. Nur wenige Leute haben eine Ahnung davon, mit welch großen Gefahren der Versuch verknüpft war, das Geheimniß der Herstellung des russischen Eisens zu ergründen. Außer halb Rußlands giebt es gegenwärtig nur drei Leute, Kelche dieses Geheimsiß kennen, nämlich Mr. William H. Rogers, seinen Vater und seinen Neffen. Herr Negers gelangte in den Besitz des GebeimnisseS auf folgende Weise : Vor etwa 18 Jahren wurde er von Pei?nsylvan'en aus als Staats-Geologe nach Nußland gesandt. Er hatte Empfehlungsbriese an Ex-Gouverneur Eur tin, den damaligen amerikanischen Gesandten in Petersburg, und wurde von den vornehmen russischen Kreisen mit großer Achtung empfangen. Besonders zeichnete ihn die Fürstin jDemidow aus. Als er den Wunsch äußerte ihre Eisenminen in Sibirien besuchen zu dürfen, sagte sie ibm nicht allein sofort zu, sondern erklärte auch, daß sie die weite Reise dortbin mit ihm zusammen unternehmen wolle. Es ging 500 Meilen weit bis in das Uralgebirge, und wäh rend der ganzen Fahrt wurde der amerikanische Geologe mit dem größten Pomp und der größten Zuvorkommen beit behandelt. Ueberall, wohin die Reisenden kamen, wurden sie von dem russischen Adel mit herzlicher Gastfreundschaft aufgenommen. Sehr häusig wurde ihm der Rath ertheilt, in Sibirien einige Millionen Acker Land zu kaufen und darauf eine amerikanische Eolonie zu gründen. Ich habe kein Geld," pflegte daraufhin Nögers zu antworten. O, das ist nicht gefährlich," wurde stets zu seiner Beruhigung gesagt, mit einigen Millionen Dollars können Sie schon ein recht hübsches Stück Land er werben." Endlich langten die Reisenden in den Minen an. Solange Nogers seine Auf merkfamkeit nur den Minen zuwandte, dachte man nicht daran, ihn zu bewachen, sobald er aber seinen Fuß in die der Fürstin Demidow gebörende Eisengießerei sei):?, änderte sich das Verhältniß wie mit einem Schlage. Man beobachtete ihn genau, obgleich er sich den An schein gab, als ob er von der Herstellung des Eisens nichts verstehe. Nur mit vieler Mühe gelang es ibm, binter das Geheimniß zu kommen. ' ' Eines Tages sagte einer der Vormänner in der Fabrik zu einem anderen: Dieser Amerikaner ist ein sonderbarer Geologe. Ich habe ihn im Verdacht." Rogers verstand den zarten Wink" und machte sich aus dem Staube, so bald er konnte. Welchen Abschied er von sei' ner fürstlichen Gönnerin genommen hat, wird nicht gemeldet, aber hinter das Ge heimniß war er gekommen. Amerikaner in Afrik. Es ist eine interessante Thatsache, daß die neuen Handelsunternehmungen am oberen Eongo in.Afrika sich vorwiegend in den Händen von Amerikanern besin den. Die Eongo - Gesellschaft, deren Hauptsitz Brüssel ist, und die sich mit der Entwickelung des Handels in jener Gegend Afrikas beschäftigt, steht unter der Leitung des Herrn Sanford, unseres früheren Gesandten in Belgien, und Lieutenant Taunt, der früher zu der Marine der Ver. Staaten gehörte, steht an der Spitze der Erpedition, welche sich gegenwärtig im Eongo-Vecken befindet. Das Unternehmen wird indessen von zwei belgischen Eapitalisten, den Herren JuleS Malon und Montesiore Levv, am meisten unterstützt. Die erste Sendung Waaren vom oberen Eongo ist bereits in Europa eingetroffen. Die unter Lieut. Taunt stehende Er pedition bezweckt, am oberen Eongo die I w, ms . r ' ' 5 ,? vesten Playe sur oie nniage von yan delsstationen mit den nothwendigen Ge . bäuden u. s. w. zu sinden. 9)ian hegt die Abncht, besonders mit Palmöl. Gummi und Elfenbein einen möglichst lebhasten Handel in jenen Gegenden zu betreiben. Die Ervedition unter der Leitung des -Lieut. Taunt war die erste, welche es zu Stande brachte, ern Dampsboot am obe ren Eongo zu landen und an den Ufern deffelben mehr als eine Station zu errichten. Die holländischen und franzö' fischen Handelsgesellschaften, welche den Conao-Flaß hinauf gekommen sind, aelangten bisher nie über Stanley Pool hinaus. Die Stanford-Gesellschaft indessen hat nicht nur eine hübsche Station in Kinshasha gebaut, sondern auch die Stationen und Gebäude m Manpanga, Eauatorville und Luebo im EongoStaa te gekauft. Manpanqa befindet sich in der " m r wr . Wassersau regend unleryaiv von ran ley Pool, und alle AfrikaReisenden, welche durch diesen Ort gekommen sind, rühmen ihn als einen oeoemenoen an

?iM

tVtiptuc. uiTi in? eingebohrten aus allen Theilen des Landes strömen, um Täuschhandel zu betreiben. Equatorville stand in dem 3kufe, die schönste Station der Weißen am oberen Eongo zu sein, so lange die Negierung des Staates die Aufrechterhaltung derselben für nöthig hielt. Die Station Luebo be findet sich in der Nähe des großen Kas' sai-Flusses inmitten einer großen, Elfendein producirenden Gegend, ungefäh? 600 Meilen von Stanley Pool. Lieut. Taunt erwartete, daß er bis zum Juni von diesem entlegenen Han delsposten wieder Besitz ergreifen könne, doch traten ihm Hinderniffe in den Weg, welche durch die neueste Ervedition Stznlevs zur Rettunq (rrnm Paschas verursacht wurcen. Ehe seine Maschinisten im Stande waren, die Dampfmaschine in sem neues Schiff, die Florida", zu stel len, wurde das Schiff von den Leuten Stanleys in Beschlag genommen und nach Stanley Falls geschleppt. Sowie die Florida" wieder nach dem Pool" zurückkehrt, wird sie ordentlich in Stand gesetzt werden, damit sie bis nach aijai hinauffahren kann. Das taniord sche Unternebmen v,t sehr kostspielig. Unter dem Eommando des Lieut. Taunt besindet sich eine große Menge von Weißen, unter denen Amerikaner, Belgier und Engländer die Mehr zahl bilden. Fast jeder Dampfer, der von Europa aus den Eongo hinauffährt, hat Leute an Bord, die sich verpflichtet haben, auf den verschiedenen Stationen am Fluß Dienste zu leisten. Hoffentlich wird das Unrernehmen sich auch finan' ctell als lohnend erweisen. Tocialiöu in Holland. Ein Amsterdamer Eorrespondent sdi ttfcx einen langen Bericht an die ..Franks. Ztg.", in welchem er darzuthun versucht. daß die socialistische Agitation in Hol land ganz hoffnungslos sei. Die eigentliche socialdemokratische Partei in Holland, sagt er, stebt noch in ihren Kinderjähren. Wiewohl schon bei früheren Gelegenheiten der Widerstand gegen die Polizei eine Hauptrolle spielte, hörte man bis vor wenigen Jahren von einer eigentlichen socialdemokratischen Partei nichts, selbst dann noch nicht, als Domela Nieuwenhuis schon als ihr anerkannter Führer aufgetreten war. Und doch ist derselbe schon seit etwa acht Jahren die Seele der ganzen Bewegung, denn er ist einer der wenigen, oder viel leicht der emnge wmenschaftlich gebildete Mann, welchen die Partei in Holland unter ihren Mitgliedern aufweisen kann. Als Sohn eines Amsterdamer Profeffors und einer angesehenen Familie entspros sen, widmete Nieuwenhuis sich dem geistlichen Stande und wirkte in dieser Eigenschast verschiedene Jahre, zuletzt vier Jahre als Prediger bei der lutherischen Gemeinde im Haag, m Jahre 1879 legte er aver sem Amt nieder, das mit der Rolle, welche er bei der mehr und mehr m den Vordergrund tretenden Arbeiterbewegnnz spielte, nicht gut zu vereinigen war. Die Gründe, welche ihn zu diesem Schritte bewogen, jetzte er in zwei Abschiedspredigten, welche er an seine Gemeinde hielt und welche später im Druck erscoienen sind, auseinander. Als Diener der Kirche und von ihr besoldet," sagte er darin u. A., darf ich die Kanzel nicht als die öffentliche 3!ednertribüne betrachten, wo ich durch meine Predigten gerade Dasjenige untergrabe. Was das Wesen der Kirche ausmacht. Auf diese Weise verließ Nieuwenhuis die Kirche, welche ihn in seinem Streben, nur im Dienste der Humanität zu wir ken, beengte. Fortan sollte er nur im Dienste der Letzteren seine natürliche Beredtsamkeit und seine scharfe Feder gebrauchen. Als Apostel der alleinseligmachenden Lehre des Socialismus durchzog e? nun das ganze Land und hielt überall öffentliche Vorträge, in denen er den niederen Volksclaffen das Unrecht, das ihnen von den Eapitalisten zugefügt werde, recht deutlich vor die Äuzen stellte. $n demselben Sinne schrieb er auch eine Neihe von Broschüren und Flugschriften, von welchen die bedeutendste den Titel trägt: Wie unser Land auf dem Papier und in der Wirklichkeit regiert wird." Dieses Buch gibt eine Darstellung des holländischen Ne gierungssystems, und . Nieuwenhuis kommt schließlich zu dem Resultat, daß Holland nichts mehr und nichts weniger ist, als ein moderner Sklavenstaat, in welchem die nichtbesitzenden Elaffen von den Eapitalisten auf die schändlichste Weise ausgesogen und unterdrückt werden. Der Eorrespondent behauptet nun weiter, daß Nieuwenhuis bisher nur sehr schwache Erfolge gehabt habe, da die niederländischen Arbeiter zu treu am oranischen Herrscherhause hängen. Er sei in Folge dessen immer maßloser in seinen Angriffen auf den König geworden, sodaß die Negierung schließlich gezwungen war, ihn zu Processiren und auf ein Jahr in's Gefängniß zu bringen. Dann heißt es weiter in dem Berichte : Und was sind nun eigentlich die Forderungen der Socialdemokraten in Holland 'i Im Jahre 1883 wurde auf einer Versammlung im Haag ein Programm festgestellt, das den Titel trägt Programm der socialdemokratischen Partei in den Niederlanden." Dasselbe beruht im Wesentlichen auf den von den Socialdemokraten in Deutschland angenommenen Principien, welche auf speci sisch holländische Verhältnisse angewendet sind. Im Vordergrunde steht der Satz, daß die Arbeit die Quelle von al lem Reichthum nnd aller Bildung sei. und daß das Ergebniß dieser Arbeit unter allen Mitgliedern der Gesellschaft gleichmäßig vertheilt werken müffe, während unter den gegenwärtigen Verhältniffen die Arbeitsmittel ein Monopol der Eapitalistenclaffen seien. Von diesem Grundsatze ausgehend, erstrebt die socialdemokratische Partei mit allen ihr zu Gebot stehenden Mitteln" den freien Staat der socialistischen Gesellschaft und die Aufhebung des Systems der Lohnarbeit. Zur Ausführung dieses Programms, das außerdem eine lange Reihe von Forderungen bezüglich der Staatsverwaltung enthält, sind aber bier zu Lande noch nicht die ersten Schritte geschehen. Im Vergleich mit Deutschland, wo die socialdemokratische Partei, gestützt durch das allgemeine Stimmrecht, bereits durch mehrere Mitalieder im Reichst vertreten ist, l

ftnul stch yltt dtt SocUlvemölrütle &u wiß noch im embryonischen Zustande. Ob sie jemals irgend welche Lebensfähigkeit entwickeln wird, muß sehr bezweifelt werden, besonders wenn ihre Führer auf dem eingeschlagenen Wege weiter geben und durch ihre sinnlosen Hetzereien gegen jedwede Autorität sich den Kern der wirklichen Arbeiter ganz und gar entfremden. In der bisherigen Weise weitergeführt, muß die ganze Bewegung früher oder später untergeben, denn für eine Agitation, deren einziger Zweck. es ist, die öffentliche Ruhe zu stören, sind die 3!iederlande mit ihrer ordnungsliebendenund ruhigen Bevölkerung sicher kein günstiger Boden." Wie man sieht, hegen die Holländer genau dieselbe Zuversicht, wie bis vor Kurzem die leitenden Kreise in dem parlamentarischen Musterstaate" Bel gien. Eines schönen Tages wird dann die ordnungsliebende und ruhige" Be völkerung sehr unsanft aus ihrer Sicherheit aufgerüttelt werden. Holland hat nämlich, gerade wie Belgien, bis jetzt noch nicht das Geringste zurHebung derArbeiter gethan. Der V7orAt,tv(5anal.

Slxt berechtigtem Stolze begrüßt man in Deutschland die Grundsteinlegung zu dem Nordostsee Eanale, die am3.Juni in Holtenau von dem greisen Kaiser Wilhelm persönlich vollzogen wurde. Von welcher Bedeutung dieser Eanal sein wird, ergiebt sich ausfolgenden Darlegungen eines Sachverstandigen : Der blos für ganz kleine Schisse benutzbaren Schleusencanäle, die auch, und zwar in einzelnen Fällen selbst über Gebirge hinüber von Ocean zu Ocean führen, giebt es in Frankreich, England, Schweden, Deutschland eine ganze Anzahl. Anders mit den für die größten Schiffe zugänglichen, unvermit telt von Ocean zu Ocean führenden Niveaucanälen, deren Bau zuerst in Suez (eröffnet IG. November 1809) durch einen der größten unter allen lebenden Franzosen verwirklicht worden ist. 9!ennen wir noch den Panama Eanal und den Eanal von Korinth, fo ist die kmze Liste der schon vollendeten oder auch erst in Angriff genommenen Niveaucanäle bereits erschöpft. Der nordamerikanische FloridaEanal, der 189 Millionen Mark kosten würde, ist bisher ein Entwurf, und ob die geplante Durchstechung der malayischen Halbinsel noch in diesem Jahrhundert zur Ausführung gelangen wird dürfte füglich nur zu hoffen sein. Nächst dem Panama Eanal (dem kühnsten von allen) und dem SueZ'Eanal ist demnach unser Nordostsee-Eanal das bedeutendste und wichtigste Unternebmen dieser Art, w?l ches bisher auf der Erde geplant und in Äv griff genommen worden ist. Die Geschichte des Nordostsee-Eanals ist allerdings nicht vieltausendjährig gleich derjenigen seines College von Suez, reicht aber doch um beinahe vier Jahrhunderte zurück.- Denn in den Iah ren 1391 13W ist der erste, eine Ver bindung zwischen Lübeck und Hamburg herstellende Nordostsee-Eanal, welcher allerdings blos flachgehende Fahrzeuge trug und demnach für die Seeschiffahrt bedeutungslos war, thatsächlich zur Aus führung gelangt. Von den sehr zahlreichen Entwürfen sind blos noch zwei weitere in die Wirklichkeit übergeführt worden, nämlich der 1525 angelegte, aber schon bald wieder zugeschüttete Alster-Eanal und der 1735 von den Da nen geschaffene, noch heute von 4500 Schiffen jährlich benutzte, aber blos 9 Fuß tiefe, nur den allerkleinsten Kano nenbooten unserer Marine zugängliche Eider-Canal. Zu erwähnen ist noch, daß Wallenstein als kaiserlicher Oberbefehlshaber zu Wasier und zu Lande 1628 einen Eanal plante und eine erste deutsche Flotte gründen wollte Entwürfe, an deren Ausführung er durch die Enthebung von seinem Amte gehindert wurde. Preußen ist der Canalfrage zueist in Verbindung mit der schleswig holsteinschen näher getreten. Die Thronrede vom Januar 1666 erwähnte zum ersten Mal den Plan, eine private Canal-Actiengesellschaft staatlich zu unterstützen. Daß wenigstens später in militärischen Kreisen die Anschauungen über Werth und Nützlichkeit des CanalS getheilt waren, beweist die Thatsache, daß Moltke 1873 im Reichstage gegen den Eanal gesprochen, dann aber 1881, falls die Kosten nicht, allzu groß seien, dessen Nützlichkeit zugestanden hat. Nachdem der Reichstag den von der Reichsregierung vorgelegten, die Kost? auf 156 Millionen Mark beziffernden EntWurf am 25. Februar 1886 angenom men, und nachdem sich das preußische Abgeordnetenhaus am 27. Mai zu einem Beitrag a soiids perdu von 50 Millionen Mark bereit erklärt hatte, ist am 17. Juli 1886 durch kaiserliche Perordnung die Eanal-Eommission" mit dem Sitz zu Kiel in's Leben getreten und es sind am 13. September 1836 die Herren Regierungsrath Löire sowie Regierungs und Baurach Fülscher an die Spitze der Baubehörde gestellt worden. Mit den thatsächlichen Arbeiten, bei denen man 810,000 Arbeiter zu beschästigen ge denkt, wird, nachdem die Grunderwerbsfrage erledigt ist, etwa im Herbst dieses' Jahres begonnen werden können. Die Länge desCanals wird 99km be tragen gegenüber 160km beim Suez Eanal und bloß 73km beim Panama Eanal. Die Tiefe soll mit 8$m dieselbe sein wie beim Panama-Canal, also einen halben Meter mehr, als beim heu tigen Suez (öanal. Die Breite an der Sohle ist 6m (gegenüber 22 in Suez und 24 in Panama), diejenige in der Linie desWaffeispiegels 60m (gegenüber 60 bis 110 beim Suez-Canal und bloß 28 bei den felsigen. Theilendes Panama Canals). In Holstein müssen 64 Millionen Eublkmeter Erde ausgeschachtet werden, aus der gebirgigen Landenge von Panama dagegen - trotz der kürzern Route beinahe das Doppelte, nämlich 120 Millionen, und auf dem schmalen, ziemlich flachen Isthmus von Korinth bloß 12 Millionen. Die größte Höhe über dem Meeresspiegel erreicht das Terrain des 3!ordostsee EanalS auf der westliche Seite bei Grondal (30km von j der Westmündung), wo bis zur Eanal fehle ,30rn ties m den Boden emgeschnitten werden muß. Die Gesammtkosten betragen beim Panama-Canal rund tau , send Millionen Mark (eine Milliarde), ' heim. Suez Eanal (allerdina.? ohne

ÄSSSiÄ

EtMetiöetv, da bet Boben gejchenki wurde, und ohne die vom Kbediv zur Verfügung gestellten 25,000 Aibeiter zu zählen) 380 Millionen Mark und beim Nordostsee - Eanal, wie schon erwähnt, 156 Millionen Mark. Beim Suez-Canal machen die Sandstürme und das Abbröckeln der Sandufer das Ausbaggern besonders schwierig, sodaß die ursprüngliche Breite und Tiefe sich ohne ganz besondere Anstrengungen beständig verringern würde. Die dem wider Erwarten angewachsenen und noch stets sich steigernden Verkehr auch nicht annähernd gewachsene Leistungsfähigkeit wird, ehe man dem Bau eines zweiten Eanals näher tritt, zunächst durch Anläge dreier gewaltiger, je eine kleine Flotte fassender Ausweiche vermehrt werden. Eine sogenannte wandernde Küste sowie die sehr starken Strömungen in der Nähe des Rothen Meeres vermehren die Schwierigkeiten der Jnstandhal . tung lauter Dinge, mit denen , der Nordostsee-Eanal keinesfalls zu kämpfen haben wird. Und dann wird auch beim Nordostsee - Eanal die Arbeit eme billl gere sein. Vom Inlande. In Parkersburg in West' Virginien gerieth neulich ein VollblutsPferd in die Nähe eines Zigeunerlagers, wo sich eben mehrere Bären mit ihren Kunststücken zeigten Der Anblick der Bären versetzte das Pferd in einen solchen Schrecken, daß es todt zu Boden siel. In dem-Staats Departement zu Washington ist die Meldung eingetroffen, daß eine Amerikanerin Namens Lydia I. Thurburn, toelche in Great Ztiver im centralamerikanischen Staate Nicaragua als Hotelcassirerin fungirte, von mehreren Nicaraguanern ermordet worden sei. Nähere Angaben über den Vorfall liegen noch nicht vor, doch wird Herr Bayard die Geschickte wahrscheinlich näher untersuchen lassen. In einem Walde zwischen Tremont und South Wareham, Massachu setts, wurde unlängst James C. Chase, der Eigenthümer bedeutender Preiß:l-beer-Pflanzungen, von zwei Räubern überfallen. Sie banden ihn an einen Baum, leerten ihm du Taschen und gin gen mit ihrer Beute, kt in 3500 in baarem Gelde nnd tinsx Uhr bestand, davon. Ihr Opfer ließen sie sestgebunden am Baum, bis Ehase durch Zufall von anderen Leuten gefunden wurde. Schreckliche Leiden hatten zwei Fischer Namens John Brown und Eduard Hogan auszustehen, welche zum Fischerei-Schooner Richard Lester" von Gloncester gehörten und auf hoher See in einem Boote umhertreibend aufzefunden wurden. Aus Halifar in Neu Schottland wird darüber gemeldet : Sie trieben länger als sechs Tage auf dem Ocean herum, ohne einen Bissen Nahrung oder einen Tropfen Wasser zu genießen. Nachdem alle erdenklichen Mittel, ihren Durst zu löschen, erschöpft waren, schnittBrown seinenArm auf, damit sie fein Blut lecken könnten, es wollte jedoch keines fließen. Schließlich gaben sie alle Hoffnung auf Rettung auf, wurden aber von der Barke Ka:e C. Maguire" in fürchterlich erschöpftem Zustande aufgenommen, und zu Noit Sydney gelandet." I n New Aork kamen im October v. I. zu Händen des dortigen französischen Consuls fünfzig Ehassepots nebst Zubehör an, die von der französischen Regierung für die gegenseitige Hilfsgesellschaft" in San Francisco zum Geschenk bestimmt waren. Der New Aorker Zollinspector war der Ansicht, "daß ausländische Regierungen nicht das Recht haben, inländisch: Vereine mit Massen zu versehen, und belegte die Waffen mit Beschlag. Jetzt hat der Finanz-Secretär in Washington dem französischen Eonsul anheimgegeben, die Waffen nach Frankreich zurückzusenden. In seiner Entscheidung erklärte der 'Finanz-Secretär, die Frage, ob ausländische Ztegierungen inländische Vereine mit Waffen versorgen dürfen, sei zu wichtig, um von dem Finanz-Departement entschieden werden zu können. Die Angelegenheit müsse dem Congreß unterbreitet werden. ZuRaleigh, derHauptstadt von Nord Carolina, ist kürzlich eine zärt' liche Mutter, die schwindsüchtige Frau McNeilly, auf folgende rührende Art gestorben : Sie fühlte Abends ihr Ende herannahen. Ein Gewitter zog herauf, als sie ihre Kinder zum letzten Male zu sehen verlangte. Man brachte sie ihr, doch der jüngste dreijährige Sohn konntt nicht aufgefunden werden. Alle Nachbarn begannen zu suchen, doch die Nacht verging und man fand ihn nicht. Endlich gegen Morgen sah einer von den Suchenden eine Bewegung in einem Felde von Besengras; dort fand man den Kleinen, der die Nacht im Unwetter draußen zugebracht hatte. Er wurde zur Mutter getragen, die der Wunsch, ihn noch einmal zu sehen, so lange am Leben erhalten hatte. Sie sah ihn noch, küßte ihn zweimal und starb dann. Die Zählung des Baargeldes in Bundes-Schatzamte, die jetzt vor sich geht, hat die Thatsache erwiesen, daß der Raum in den Schatzgewölben durch auS unzureichend ist. Das Schatzge wölbe war schon vor einiger Zeit in al len Räumen gefüllt, und es blieben noch acht Millionen Stück Silbe'pollars, die wegen Mangel an einem besseren Platze in Säcken in der Thorfahrt aufgeschichtet werden mußten, die zu dem Gewölbe führt. Beim Zählen mußte man sie in einen Vorsaal dringen, wo sie jetzt nur durch emen Bretterverschlag geschützt sind. Daher sind sie jetzt dem Schutze der Wachen im Gebäude anvertraut, die am Tage mit einem Revolver und Nachts mit einem Repetirgewehr beWaffnet sind. Die Zählung wird noch fünf Wochen dauern. An' dem neuen Silbergewölbe wird fleißig gearbeitet, damit es. bis September fertig gestellt gestellt werden kann. Als eine Frau Farr in St. Thomas in Canada vor einigen Tagen das Abendessen bereitete, siel es ihr auf, daß das eingemachte Obst bläulich ge färbt war. Bei näherer Untersuchung fand sie heraus, daß Jemand Rattengift auf das Obst gestreut hatte. Bei ferne- ; rem Nachsuchen fand sie auch die Erd .beeren im Schranke sowie eine Schüsse : mit kalten Kartoffeln mit dem Gift über schüttet, auch waren aus einem Koffer verschiedene Geaknltande fort. Am fpl

SMMSkÄWZsösV

gettbeü Tagt würben elttlgelset gestohln nen Sachen in dem Zimmer der IZjähri gen Tochter eines 9!achbars gefund:n. Das Mädchen legte das Geständniß ab, daß es während der Abwesenheit der Frau Farr sich Eintritt in das Haus derselben verschafft, das Gift auf die EßWaaren gestreut und die Sachen gestohlen habe. Es konnte keine Ursachen für seine Handlungen angeben. Seine Eltern wollen es nach einer BesserungsAnstalt bringen lassen. Endlich haben die Behörden in San Francisco ein Gestand-. niß darüber, daß in Ehina mit Chinesen Pässen, durch welche solche Chinesen, die schon früher in Amerika waren,, zur Rückkehr dahin ermöglicht werden, ein förmlicher Handel getrieben wird. Mit dem Dampfer City of Sydney" traf in San Francisco unlängst ein alterer Chinese Namens Ng Ah Qua alias Lem Geang ein, der auf Grund eines in San Francisco ausgestellten Retour Passes an's Land kommen wollte. Der Paß gab das Alter des Chinesen, für den er ausgestellt war, aus 18 Jahre an, während der Inhaber desselben mindestens 40 Jahre zählte. Es wurde ihm das Landen verweigert, nachdem er versucht hatte, die Zollbeamten erst durch 820 und dann durch L30 zu bestechen. Lem Geang oder dessen Freunde leiteten hierauf ein Habeas Eorpus-Verfahren ein, das vor Bundesrichte? Hoffmann zur Verhandlung kam. Der Chinese schwor, daß er erst 18 Jahre alt und im Jahre 1L34 von San Fran cisco nach China zurückgekehrt sei. Im Kreuzverhör sagte er jedoch, dß er 30 Jahre alt und daß sein Name Leong Chang sei. Als so das Eis gebrochen war, erklärte er, daß er den Paß in Hong kong von einer chinesischen Firma ge kaust habe, die von den nach China zu rückkehrenden Chinesen die Retourpässe aufkaufe und sie an andere Chinesen, die nach den Ver. Staaten auswandern, wiederverkaufe ; der Paß koste ihm $10, seine ganzen Ausgaben 892, während ein Garantiebrief S140 gekostet haben würde ; durchschnittlich, sagt er, beliefen sich die ganzen Kosten eines falschen Pas ses auf 9100. Richter Hoffmann ordnete die 3tücksendu''g dieses Chinesen nach China an. Deutsche Lokal - Nachrichter. ProvinzPommern. Auf Anordnung des Handelsministers wird in Falknburg eine Kunstwebeschule eingerichtet werden. Die Strafkammer verurtheilte den Rechtsanwalt Goldstein in Stargard wegen Zweikampfes zu 3 Monaten Festungshaft. Zu einer gleichen Strafe wurde der Gegner, Referendarius Henning, schon vorher vom Militärgericht verurtheilt. Großes Aufsehen erregt das plötzliche Verschwinden des Kaufmanns und Kommissionärs Otto Quandt in Stolp. Derselbe hat sich der Unterschlagung ihm anvertrauter Mündelgelder (über 10,000 M.) und einer Reihe von Wechselfälschungen schuldig gemacht. Der Restaurateur Wilhelm Ronneberger in Stralsund wurde wegen verschiedener Betrügereien zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt. Der Matrose Wilhelm Ebert von Stet tin starb in Folge eines Sturzes, der Zimmermann Peuß von Putbus wurde von einem Eichenstamm erschlagen und der Fischer Ehlert von Rügenwalde ist ertrunken. In Buchbolz brannte das Haus des Schlächters Müller nieder; in Bütow richtete Feuer in dem Schnitt Waarengeschäft von Louis Hirschfeld bedeutenden Schaden an. Provinz Schleswi g-Holstein Senator Christ. Vollmar inRatzeburg. In Altona feierten der Schlosser C. Hallmundt das 60jährige Meistcrjubiläum und Cord Behrmann das 50jährige Jubiläum als Gastwirth ; ferner begingen Peter Christensen in Flensburg und Böttcbermeister Höling in Rendsburg mit ihren Frauen das Fest der goldenen Hochzeit. Der Arbeiter A. Bechmann von Altona wurde beim Entlöschen eines Kohlendampfers erschlagen, der Gemeinbevorstehe? Thaysen von Atzbüll, der Weinreisende Claußen von Flensburg und der Ä)!aurer Weber von Jtzehoe sind ertrunken und der Sohn ds Hufners Leuschau von ötanderedorf starb in Folge eines Sturzes. Niedergebrannt sind : die bei Flensburg gelegene Leimsiederei und das Gewese des Landmanns N. Jes' sen in Süderholz bei Apenrade. Provinz Schlesien. Hauptlehrer Paul in Lauban feierte das 50jährige Amtsjubiläum. Der Weber Wagenknecht von Goldentraum, der Bauer Woyde von Laßwitz und der Arbeiter August Brauer von Schwusen haben sich erhängt. Durch Unglücksfälle kamen um's Leben: die Wittwe Langer von Greissenberg (.Brandwunden I erlegen), dr Sohn des Gutsbesitzers Kloze tn Hattmannsdorf (aus dem Wa' gen geschlendert), der Knecht Pajonk von Klvschczowka und der Maurer Thomas von 3tabsen (crtrun.'en) und ein Knabe Namens Hildebrand von Ober-Metlau (von dem gleichaltrigen Sohne des Dominaldieners Stiller zufällig erschossen). Jn Beuthni a. O. brannte die Dampfsckneidcmühle des Zimmermeisters Jacob I nieder und in Lichtenwalre die Fabrik vonoicy'.e & io. Provinz Sachsen. Der Restaurateur A. Vaumgarten und Frau in Magdeburg wurden w?gen schwerer Kuppelei zu je 1 Jabr Zucht Haus und der Komptoirist Paul Schreck nnd der Kaufmann S. Schlesinger von Äuckau wurden wegen Unterschlagung bezw. fahrlässigen Bankerrotts zu 6 resp. 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. In Creisfeld wurde der Bergmann Prescha bei einer Schlägerei durch Messerstiche tödtlich verwundet. Pastor emer. (S. Rosenthal und der Fuhrherr Schaaf in Halle feierten mit ihren Frauen das Fest der goldenen Hochzeit. Kreis Ge- ' richtsdirektor a. D. v. Schnehen in ; ligenstadt feierte mit seiner Frau das Fest der goldenen Hochzeit. Der 70jährige Rentier Weise in Quedlinburg, wurde von seiner ebenfalls hochbetagten, ; langjährigen Wirthschaften im Bette ' überfallen und gewürgt. Die etwas ' geistesschwache Frau trug sich schon längere Zeit mit dem Gedanken, ihren Herrn umzubringen, weil er ihr nicht sein ganies Vermöaen vermachen wellte. .Nur

sr-ö

SM)AN'S Drug Store, (ÄpAtyeke.) No. 22 West Wasbingtonstr. Neuer Laden; gute, reine und frische Waaren. Recepte werden mit Sorgfalt angefertigt und nach irgend einem Theile der Stadt gelüfert. Greo. W. Slonu & Co., tZf Ö wird Deutsch gesprochen. i, Quiek Meai" Gasolin - öefen ine Deumschraubtn an denen man sich dtein ger verbrennt, oder weiche di, Leme verwirren. Ter j rranssttilbar Ofen hat zwei Brenn,'. Serade recht I um eiin W'schteffel auf, stelle?, Kaufr nicht eje j 331 ven uuia awe u- ee?eyen ravr. Durchaus unzefLhrlich, sxarsam und g,ter BaS o'tn. Alaska Rfeigerator 9 Heizöfen können de! uns vZbrtnd iti Som, rnerS untergedracht teerten Wra. IX. Bennott A: So. s. 38 Süd Meridian Strafe Mozart - Gatte ! .lucob Boh, Eigkntbnmer. Da größte, schönste und KlteKe derartige Lokal in der Stadt. Die geräumige und schön eingerichtete Halle steht Vereinen, Logen und Privaten zur Abhaltung don Lallen, Conzerttn nnd Versammlungen unter liberalen Äedin. gen zur Verfüguna. C. PINGPANK'S deutsche. Buch - Handlung ! o. 7 Süd Alabamaftr. Bücher aller Sprachen. Neue und gebrauchte Bücher. Niederlage sozialistischer Werke und Flugschriften. oem umslanoe, daft emige Hausbewobner das Eintreten eines solchen Falles befürchtet hatten und in Folge dessen dem Bedrohten zu Hilfe eilten, ist es zu verdanken, daß ein Mord verhindert wurde. Der Bergmann Möbring in Riestedt, der, wie s. Zeit berichtet, den Gerichtsvollzieher Quosigk von hier durch einen Schuß schwer verwundet hat, wurde zu 3 Jahren Gefängniß verur theilt. Die Veranlasiung des Attentats War, daß der Gerichtsvollzieher in Möhring's Hause eine Pfändung vornehmen wollte. Der Nachtwächter Nickter von Brackstedt und die ledige Minna Klatt von Gerbstadt baben sich erhängt und die ledige M. Kircher von Merseburg hat sich ertränkt. Durch Unglücksfälle kamen um's Leben: der Knecht Golde von Canena und der Kossath Behrens von Nochau (in Folge eines Sturzes), der Sohn des Amtsvorstehers Scbmidt in Kirchheim (ertrunken) und der Knecht Hermann von Niestedt (in Folg? eines Sturzes). Provinz Hannover. Statioris-Aufseher Buck und der frü here Kopist am Obersteuer-Kollegium, F. Willing in Hannover begingen hre goldene Hochzeit. Der Schneider H. Steinecke in Hannover wurde wegen Sittlichkeitsverbrechen zu 18 Monaten Zuchthaus und der Handelsmann I. Simon ween Betrugs zu 4 Wochen Ge fängniß verurtheilt. f Der letzte hannover'sche Generaladjutant,Oberst Dam mers in Dresden. In Nette erschoß sich der 24jährige Sohn Heinrich des Hofbesitzers Offenkopv. Kurz vorher hatte derselbe einen heftigen Streit mit seinen Eltern gehabt, wobei er dieselben mit einem Beil bedrohte. Zum Schutze hölte dann der Vater den Ortsvorsteber herbei, bei dessen Ankunft der junge Offenkopp den betr. Schuß auf sich abfeuerte. Der Zimmerlehrling AdolfHegers von Oedesse wurde in Üetze durch einen Schuß schwer verletzt. Der Sohn des Cigarrensorti rers Wehnert in Hildesheim ist als Soldat der französischen Fremdenlegion in Tongking an der Cholera gestorben. Altentheiler rothe und Frau . in Bleneln feierten das Fest der goldenen Hoch zeit. Kreisphysikus Dr. Schirmeyer in Osnabrück feierte das Fest der silbernen Hochzeit. i Der frühere Bürgermeister von Wunstorf Geh. Regierungsrath a. D. Wyneken. Der Arbeiter Friedrich H. von Ellerode und die Frau H. Stichenoth von Hedemünden haben sich erhängt; Durch Unglücksfälle kamen um's Leben: der Arbeiter Hermann Becker von Hannover (in Folge eines Sturzes), der Sohn des Ackerbürgers Heinrich Sommer von Gieboldehausen (von einem Pfluge überfahren, wobei ihm der Kopf vom Rumpf getrennt wur de), die Wittwe Steckhan von Goslar (Brandwunden erlegen, die sie sich bei einer Pulverexplosion zuzog, bei der noch zwei andere Frauen schwer verletzt wurden),, der Fischer Schieber von Hammen (ertrunken) und der 72 Jahre alte Hausschlachter Mever von Rehrtngen (von eirem Windmü'lenflügel erfaß?). Provinz Westfalen. Der Kaufmann Siemer in Brünings Haufen ist unter Hinterlassung bedeuten der Schulden entflohen. Der Kaufmann Gottfried Fischer von Breckhagen wurde wegen Meineids verhaftet. Der Oekonom Rüffel von Ergste wurde wegen unmenschlicher Mißhandlung seiner Frau und der Kinder derselben aus erster Ehe zu 3 Jahren Gefängniß ver urtheilt. Große Aufregung herrscht 1 über das Verschwinden des Kaufmanns ; M. Guthmann in Letbmathe. Wie sich ' herausstellt, hat derselbe durch Aufnah me von Geldern auf Hypotheken, Wech selaccepte usw. 80,000 M. an sich gebracht. Der Kolon Strathe von Bon neberg wurde von herabstürzenden Bal ken erschlagen. Niedergebrannt sind: bei Herne die Kohlenwäsche und ein Theil der Separation der Zeche Sham rock" und bei Oberkirchen daS Haus deö Schmieds Bolte.

tSTTTt''

. A. Aoknötoo. 5 62 Oft WaZhwgton Str. Empfiehlt seine große Zluiwahl in Zs.KI).st?6l1kuiiM für Zote's und Private. M Lyrnan Gasolin-Oefen die besicn der D.e vorzügliZzen Eis - B e h n l t e r aus hartem Holz. Argaud Nangcs u. Kochöfen und FEUER.HEERDE WAS ASM MOOTE ! Falls Sie die Stadt nach irgend einer RiÄ tung hin zu verlassen beabsichlizen, gehen Sie zur Vadash TiZet.5)ssiee, Jo. 56 MeS Waj9igtsn Straße, Indianapolis. id erfragen die Fahrpreise und näheren Mit ryellungeu. Besondere Vusmerksarnkeit rond Kaud-Käuferri - und - - Emigranten zugewandt. Rundfahrt-Ticket,! nach aile?l Platzen im Westen imd Slordwesten Die direkteste Llulr nach FORT WAYNE, TOLEDO, DETROIT nnd allen östlichen Städten StAhlwausonS, Palaft'SchlafwaggouS, zuverlässiger AnsSluß und vollständige Sicherheit machen die große Wabajh Bahn die beliebteste PasZagier-Bahn in Amerika! JT. X. Wacl.v Distnkt.Paffagier. und Land.Agen Jndianap li, Jn. I o . S m h, General Ticket.Manacer. T. Chandler, Sea..Pass.. und Ticktt.Agt. St. Lonis. Mo Chicago, rtt. i.oul uuu PlttHbur Rallroad. geü-TadtJe sät Zurchzedend, nnd Üekal.nze. Dom V. STCar, t&7 gftt vtrbrfcn eai Union. joepetntr II., st rolgt: 6t&tionn. ,chLzg iZzoftzkg SchnZizz I l5.anianotn Knt.tvastlt'gtit , Sttchmond .... w fcavton .Vtqu- , Nr bar. a , olumfcul.... !:! r'i-ll WC M:s5Ksi H.00 t':lO, 6:4) , ' 6:i3 . ! 1 9 'ttr 6:3 . 7:ju 9 00 . 9 . v:r4 ll: - b: , l 31 8:5 3.24 . :'3 r.'ji . 9:4t . 4-s . 11:10 '(,. , Rtvatt , 6tcubcnoi3i. . LHeNL . pittsburg.... . fcarriStnro... )12-3.f5iai l U08m 4:3U . !.., ... 4:iü , 6:ib . . 3:'.0 4a tt.'V 5M . 1 WC 4 5 . I . i 5:00 . 7 31 . i 3:00 Km , . Baltimore.... fi:"i1 . m öashinato. , 5!httadlvtz!a .NeVort... m Boston v o:w , 9:ii , 7:S0 m TLftliS. t ?S!ich, ca4flnommui Sonntag. Punmänn'I tf'alaft, Kchf. und fcotil.?isigm brch bis Pittbr. arrtiburg, PHtlad.xiiu un Xk vtk, 8(n äStcbjtl, mot ein laugtaa:ifii ach LsUUoor, Washington und Lsston. JCST Fahrkarten naH allen Oestkich Ctabwn TCVtn tSsn Hauxt-SahrkaNn.Buk,a bc Westen und in Um StabtÖuiau, ilt der JHinotk und Sasktngton tra& und im Unten 2 pol fturtju Jbia?laVoU, zu haben, chlaagen'arten tön n ta Voraul Ltftchert werden durch Kxptttatt, bei den Seenten m StadtBulau aUz ua UnUw Devot u Zbte.apolia. Jb. 0. N. erlog, . S. P. . ordoft.Sck c?;taa. ton und Jllwbi Straße, nd'vl 9smt Cttti, ent. Nana?,!. Pinztlz Ps. . . 9 9 1 b, Seal. tcH-G n S.act.,a ?'M ÄdNch. j Sir kikz?Sk x?fc ltr SsZ 4 Lcraisville, Nashviile, MerapUa, Chat tanooga, Atlanta, Savannah, jackgonvüle, Mobile and New Orlsans. tl ist vorthellhaft fit? Psssagt, ach de Süden, eine dirette Ronte zn nehrnk. Palaü, Schlaf, und Parlsr-Wagen zrot'cheu Chicago und LouUville u- St ?onit nnd öonttdille ohu Wagenwechsel. Tomfort, Schnelligkeit nvd Sicherheit bittt die ,Sff" die alte zuverlSsflge B. Ml. & 5d. Oft. Oft. II. 1. Dorlng, sftftent Senetal $aflagt.I jein. ordofiZ, BafttaaUn und JSinsi Str., Jud! V. F. Black, Rn-vrintAn-'ffi.ioUISVIUE.Htrt TlBiWY CHICAGO Rnfc- ' 'W ' Die kürzeste und direttefte Linie von INDIANAPOLIS nach Franlscrt, Dchbi. Monticello, Michigan Citv, Chicago, nnd allen Orte un nördlichen Jlldiana, Michi. gan, nördlichcu .llinoik, Wisconsin, Iowa, Mwnesota. Nebrai'a, Kansa, Nev MericoZ Dakota, evada, klirado, Califorvien nnd Oregon. 2 direkte güqe täglick 2 von Indianapolis nach irago; ebenso nach Michigan City. Slegantc Pullmann Schlaf Waggons auf den Nachtzüg.,. Gepäckmarken biß an' Reiseziel ertheilt. eine ahn hat größer 9 ukmlichkette d billiger Rate als u?r. 0?ldi nnd Sauixirung nicht zu übertreffen. Stahi-Selet. , StN,r Platfor nd StoKtrffen, öuftbremsen und a.' odernen Ein richtungen, unübettrefsttch Bottt):' sür Etgra. ten, Land und Touristen, BiUt naq irgend te Ort, der von andere ahnen berühl roird. Senn an nördlich, südlich, bstltch it ttch , reisen wünscht, kaufe man nicht da nvij 0 bis man unser Pre.s u. s. w. gsh. Sege Sicherem wende man sich 0 X.X). 13nlcivlu, Distrikt Passagt, Igent. N. 2 Sud ILinoi trat, Indtanax, , Zobn 0. Gttiom, 0neaIenttaUi fti2II t3.ft.Calh.. ,,r,l Pessage. tmih an.

1 & I R

R