Indiana Tribüne, Volume 10, Number 268, Indianapolis, Marion County, 16 June 1887 — Page 2
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Zndiana Tribüne. Erscheint SSgliH und Sonntags. fiVlttsUi Crtonm lastet durch d,n ZtIiiiD ntl , Woch, M oa:aa,Tribt d Tt x och. Cetd foiam 1 nil. Cl Vs? 8gif3Urt ta BotB&lBfi&JlSBf 15 P 3$. Office: 120 O. MarvlanbSr. Jndtanapous, Ind., 10. yurn IW7. . . . . . Qm Mörder alt Richter. Craia Tolliver von Rowan Countv in Kentucky war einer der berüchtigtsten j . Desperados in seine? öeimatd. Wegen seiner Mordthaten waren zahlreiche VerHaftbefehle gegen ihn erlaffen worden, und bäunq genua versuchten auch die Männer des Gesetzes", seiner habhaft zu werde.., ohne daß ihnen jedoch ihr Vorhaben gelungen wäre. Einmal machte ? fc rr- . ? c q ivgar eine ganze Compagnie coioa ten auf, um ihn zu fangen, mußte ieooch unverrichteter Sache wieder nach ause r. l . , p i i . ' geyen. ooesmutyig, icytau wie em xuchs und wild wie der Teufel, Verstand I er es, emen Geanern teto em cynlvvchen zu schlagen. Ein gewlner isopn Martin hatte den Bill Tolliver, einen Bruder Craigs, im Streite getödtet. Das natürliche Ne sultat war, dan die ganze Familie der Tollivers allen Martins und den Ver wandten derselben Blutfehde schwur, r- .. p . . jjai ganze uouniü arm rur 00er rviver -. ri . I vie vlllvers Partei. Der Anführer der Gegenpartei war em gewiner Cook.Humvbries, von dem es hieß, daß er um kem Haar befier sei, r 3 rr rv m it.- n v n t , k3 egeniveii nanoHumpy. ries m dem Ztufe, an Tollkühnheit noch den Führer der Tollivers zu übertreffen. ine oiyeiiung laaismiiizen war nach Morehead, dem Countyjitz von Rowan County, beordert worden, um Ordnung zu stiften. Gefangen wurde jünand, bocy lam .es dazu, oaß vie oeioen uyrer oer selnoilen Parteien sich verpflichteten, die Gegend zu verlassen. Man glaubte allgemein. oap e zeyr wieoer r,eoen uno uoe m (ounty geben werde, doch war diese Aw nähme irrig. Tolliver hatte sein Wort gebrochen und war wieder nach kurzer .7 r . . i. . t I owe,enyeil ,n die Veimary zuruage leoir. Diesmal jedoch trat er in einer neuen ora-r . e r- rr r r ; I Nvue aus. ou. mi immer zagen und verfolgen lassen, wie ein Hund ?" dachteer. Die Leute sprechen immer so rnei vom Geiey. susa i vas Ge,e?z Ein Nichts, elwas, das kem Akensch mit M.. . mm ir k I am I leuim un in. vuvn die eu:e emen 'lann zum iicyler, oe,sen Aufgabe es sem soll, das Gesetz zur Geltung zu oringen. Zweu, warum rann ich selber nicht emRicyter sem? Habeich rr. , " cm rr . I nicht genug Freunde im County? Wer
wuroe es wagen, oer oer ayi gegen raub", nichts von Klagen über unwürmich zu stimmen V4 diae ..Gemnaensckaft" des Statthalters
Dem Gedanken folgte die . That.
Craig Tolliver trat als Candidat für Zurückgabe des Kirchenstaates. Vieldas Nichteramt auf und wurde auch mehr wird in versöhnlichem Tone jede - r r . rs r- r 7 . . .
wirlilcv gewayll. ituxq neien aus ivn nur 20 stimmen, vocy macvle dies nichts aus. Kein Mernch hatte es ge wagt, seine Stimme gegen den berüch tigken Mörder abzugeben, und so erhielt er das Amt. Jetzt ist er obenauf und kann an sei nen Feinden sein Muthchen kühlen. Seit seiner Erwählung haben bereits drei acktbare Bürger aus dem Countv fliehen müen, weil ihr eigenes Leben r ' w : 1 Czl jL I loroie ca iyrer grauen unv w Gefahr war. Als er neulich die zwei Brüder Logan, seine emde, verhaften lassen wollte, kam es zu Mord und Todtschlag, und beide Brüder blieben todt auf dem Platze liegen. iraig tolliver t etwa öoaoreair und hat eine Verbrecherlausbahn von mehr als 30 Jahren hinter jich. Die amerikanischen Nativilten rühmen f r er 1 1 V rrV 2 a C I 1159 iyrer uuuur uno nno empöre uvti die Foreigners", welche sich der einfäl tigen Prohibition und dem Sonntagszwang nicyi sugen ivouen. nge,ilyls r . - . n ar ..rxia solcher Zustande, wie sie m owan solcher R County in Kentucky herrschen, bekommt man von der amerikanischen Cultur eigenthkmliche Begrisie. Ein curiosec Grabstein. Lewis Masauerier wurde vor 85JaH ren in Paris, Kentuckv, geboren. Vor 50 Jahren kam er nach New Z)ork und gründete eine Zeitung auf dem Platze, wo jetzt daS Tribune" Gebäude steht, dann zog er nach Greenpoint und grün . . rrt mT k ä. am rh, dete die Greenpomr azeile . ajix Mann erwies nch als em Weltverdene xtx ersten Ranges. Er hatte stets meh rere Eisen im Feuer. Nach seiner Idee - . . , . ., sollte die ganze iZrde Mit malyemalicyer r. . ... ri m Genauigleit, den rangen- uns reiien graden entsprechend, in Staaten getheilt werden. Jeder Staat sollte eine Hauptstadt haben, die in ihrem Mittelpunkte 4 Acker Boden für Banken, Druckereien und Zeitungen reservirt haben müßte. Jede Zeitung sollte das Recht der freien 7?n c t. r. V Meinungsäußerung haben und portofrei überallbin versendet werden können. Die Staaten sollten in TownshipS von je 6 Quadratmeilen Umsang und diese wieder in Heimstätten von je 40 Ackern Größe getheilt werden, auch wußte Masquerier ganz genau, wo Universitäten, Fabriken u. f. w. errichtet werden solllen. Auch die jetzige englische Ortho graphie gefiel ihm nicht, worüber sich allerdings ein vernünftiger Mensch kaum wundern kann. Ferner befürwortete er die Trennung der Geschlechter von einanoer. Vcrheirathete Leute sollten aller dingS mit inander leben dürfen. Jung, frauen, Junggesellen, Wittwen und Mittwer sollten dagegen getrennt von einander in verschiedenen Townships leben. Der Mann hat lange genug gelebt, um trotz aller seiner Schrullen ein ziem lich beträchtliches Vermögen zu sammeln. AIS seine Frau starb, kam ihm die Idee, daß er wahrscheinlich auch bald werde sterben müssen. Die Welt hatte seine Ideen zu ibrer Verbesserung mit schnöder Nichtachtung gelohnt, er wollte aber dafür sorgen, daß seine Thätigkeit von er.Nachwett nicht vergegen werde. So
5leß tt sich aus lern Cdpreß Hill tfrUD
Hofe in Brooklyn, N. ?)., ein großartiges Denkmal aus Marmor setzen. Oben auf steht die Göttin der Freiheit, hat aber nicht eine Leuchte, sondern eine Erdkugel mit seiner Masqueriers Welteintheilung in der Hand. Die Seiten des Denkmals sind mit langen Inschriften bedeckt, die von den Ideen und Thaten des Weltverbesserers Kunde ablegen. Nur sein Todestag ist darauf noch nicht verzeichnet. - icvt einigen Tagen fand auf dem Friedhof eine eigenthümliche Feier statt : Lewis Masquerier hatte seine Freunde sowie merrere vervorraaende 'Deriönllckketten der etabt eingeladen, sich an der . ' ' (mweibuttg des Grabmals zu bcthelh gen. Die freunde kamen wobl, aber die Prominenten" waren sä'nöde ae nua, durch ihre Abwesenheit m alänien. Besonders webe tbat es dem alten V . ' . Manne, daß (en. John (5. Fremont, Col. Robert Jnzersoll, Henry George, Dr. McGlynn und Dr. W. I. loumans nicht erschienen waren. Er stellte sich an dem Grabstein aus und hielt eine Nede, in welcher er nach einem kurzen Rückblick auf seine VerganCi C v!- "V V f. 5 genyen aus dk oeen zu sprecven lam, deren Vertretung er den besten Theil sei nes Redens gewidmet hat. Mitten in cn.v . Xi i.f.Li: s. '.. . m . - f lemer ieoe macyle er xivtziiky eine 'auje. IN Henry George h,er f" fragte er. rt , i t vt ximroon lautere verneinend, unv seufzte schwer auf. Wahrscheinlich kann Henry George seiner Reformen wegen nicht herkommen", sagte er dann. wie um die Abwesenheit des Mannes zv entschuldigen. Die seltsame Feier dauerte ziemlich lange. Mem ganzes Hab und Gut I, . r c a - r .rr err . r. werve icy oer eivenerung ver juxu . l . ' r r. t . . r .c . widmen, wenn icy nerve", iagle oer alte Mann, 5ls er, gestützt aus seine Freunde. von dannen ging. Italien und der Papst, Bekanntlich hat Leo XIII. eine An. spräche an die in Rom versammelten Cardinäle gehalten, die in ganz Europa großes Aufsehen hervorgerufen hat. Wel chen Werth man derselben beimißt. darüber geben folgende Aeußerungen Auskunft, die wir dem Arl. Tagebl." entnebmen : Der Papst drückt in jener Ansprache zunächst seme Befriedigung über die Bei legung des Kirchenstreites in Deutschland fllla ud im Ankckluk bieran' die Nerbinduna ist vom Ukfcst aewik nickt - ' - . r- . r 1 " V " zufällig gewählt spricht er die Hoff nn na aus. oak aucb in t a 1 1 1 n nun-m-br der Keaensak Zwischen staatlicher 7 " -u- M v 1 -r. - -- 7 - - und päpstlicher Gewalt geschlichtet werde, & beanüat nck aber nickt nur mit die frommen Wunsche, sondern giebt auch das Mittel zur Berwirlltchung an. und was er in dieser Beziehung andeum. p. l r- r r l r XCt jUngt o matzvou und vejqeiven, vav tmt Verständigung uuf dieser neuen rundlaae sebr wobl denkbar ersckeint. 7" .' -v- -1 - Da ist nichts mebr zu hören von zenen srüber üblicken aebarniscbten Protesten n Vergewaltigung" und 'KirchenCbristi. nicktZ von der Zvorderuna der j WW I aß III ä Vereinbarung, die den Frieden anbah nen könnte, als willkommen bezeichnet und ausdrücklich eine Lösung verlangt, die obne Verletzung der Interessen Ita liens möglich Ware. Die Losung soll bestehen in der Herstellung eines Zustandes, in welchem der Papst keiner Macktuntertban ,'ei. in solcher Zustand ist freili' schon durck daS bestehende italienische Garantiegesetz gegeben, welches dem Papste v r . w i volle unavyangiglett verourgl unv von Italien stets in der loyalsten Weise gehalten worden ist. Wenn aber die neue päpstliche Forderung einen Sinn haben soll, so kann es nur der sein, daß Leo XI 'I. die italienische Garantie zu einer internationalen erweitert und die Freiheit des Papstthums unter den Schutz des gesummten Europa gestellt wmen will. Ob er damit noch . rrn rr. r'L. , ven xuunia? veroinoer, vle jetzige varlia nische Freistatt durch eine Gebietserwei terung, durch den Anschluß eines weite 1 . . . , . m n treisens oer raor vxom ausgedehnt zu sehen, mag dahingestellt blei ben. Ein solcher Wunsch würde kaum irgend welche Aussicht aus Erfüllung oder auch nur auf ernstliche Behandlung von Seitens Italiens haben. Ueber den anderen Standpunkt aber, daß der Papst der Abhänizkeit von der itahern schen Garantie enthoben werde und da für die Anerkennung und Gewährlei stung seinertellung durch ganz Europa eintausche, würden auch die Italiener sehr wohl mit sich reden lassen. Denn so eifersüchtig sie darüber wachen, daß C , L . r vom niemals wieoer pavuiy weroe, 10 wenig baden ste doch e:n Jntere t da ran, dem Papst eine Unabhängigkeit zu mißgönnen, durch die der Bestand des t t 1 1. ? rPi.i. r t r uaiienijlyen :,ialionaiilaaies Nlcyr oe I v ti r l. t.; w vrooi,ioncern rter no gelrasiigrrouroe. Daß der gegenwärtige Schein und Zwitterzustand sich überlebt hat und auf eme Aenderung hindrängt, wird von beiden Seilen empfunden und anerkannt, Ein Papst, der, wie Leo XIII., in voller Selbstherrlichkeit mit den Mächten der cv .. .-i- .ri v v . . -. . ri r : 1 rc ' . Erde verhandelt und den päpstlichen Ein fluß in ungeahnter Weise wieder zur Gelmng bringt, kann die Fiktion der Gefangenschaft nicht mehr aufrechterhalten. Ebensowenig kann die andere Fiktion, daß der König von Italien als Kirchenräuber und Ketzer von der Kirche ausge stoßen sei, vor der Thatsache bestehen, daß eben dieser König auf bestem Fuße mir den Kirchenfürsten steht und deren Huldigungen bei den verschiedensten feierlichenGelegenheiten entgegennimmt. Durch solche Vorgänge, die doch nur unter Zustimmung des Papstes geschehen können, ist von diesem mittelbar schon längst das Königreich Italien anerkannt, dessen Wiederau'lösung ein Leo XIII. sicher nicht mehr in den Kreis seiner Be rechnungen zieht. Die Zustände und Stimmungen schei nen daher in der That auf beiden Seiten zu einer Verständigung reif zu sein, und das Steinchen, das Papst Leo in die Strömung geworfen, wird allmälig wei tere Kreise ziehen. Schon weist der ossiciöse Popolo Romano" nachdrücklich auf die Bedeutsamkeit der päpstlichen Kundgebung hin, freilich nicht ohne sich die nähere Prüfuna vsnubebalten. Du
massgebenden Kreise sind iids wobt de
Wußt, daß sie hier vor einem Gebiete stehen, auf das ein großer Theil der Bevölerung mit Mißtrauen blickt und das mit der äußersten Vorsicht betreten sein will. Gelingt es aber dem Papste, die allgemeinen Anspielungen, auf die er sich beim ersten Anlauf beschränkt hat, durch faßbare Vorschlage zu ersetzen, die das Mißtrauen der italienischen Patrio ten zu zerstreuen und das Nationalge sühl zu beruhigen geeignet sind, so wird auch die italienische Negierung aus ihrer Zurückhaltung heraustreten und einen entgegenkommenden schritt wagen kön nen. Die neue Ordnung wird aber nur möglich sein, wenn der Papst selbst auf daö Papstkönigthum verzichtet, dessen endgiltige Preisgebung - beim Clerus vielfach auf schwere Bedenken und harten Widerspruch stoßen dürfte. So paradox es klingt, so wahrscheinlich ist es doch, daß die neue Aktion Leos XHI. schließlich noch leichter bei den NationalItalienern ui den Uebrigen, die drau ßen stehen Eingang nnden kann, als der vielen klerikalen, die auch hier päpstlicher sein werden, als der Papst selbst. Vom Inlande. In vielen großen Hotels m New Aork werden jetzt fast ausschließlich Kartoffeln verwendet, die frisch aus Deutschland importirt sind. Sie sind zwar nicht besser, als die Kartoffeln von den Bermudas, aber billiger. Vor einigen Tagen i st auf den Gipfeln der Otter Mountains in der Näh? von Lynchburg, Va., Schnee ge fallen. Dies ist seit 1657 das erste Mal, daß der Schnee dort so spät in der Sai son siel. Ueberhaupt ist das Wetter m jenen Bergen jetzt auffallend rauh. Unter den 1194 Zwischen' decks - Passagieren, welche neulich mit dem von Neapel angekommenen französi schen Dampfer Chandenagor" m Castle Garden landeten, befand sich auch ein Blatternkranker. Das Fahrzeug wurde an der Quarantäne mspicirt und ausgeräuchert, ehe es weiterfahren durfte. Einen verhänanißvollen Mißgriff beging kürzlich Herr Karl Wal zer m Decatur im mittleren Illinois. Er nahm nämlich anstatt Chinin Pariser Grün ein und starb bald darauf unter fürchterlichen Schmerzen. Walzer hatte das Gift zum Tödten von Kartoffelkäfern benutzt und es im Halbdunkel mit dem ahnlich verpackten Chinin verwechselt. Im Armenhause von Jackson County im östlichen Iowa ist kürzlich in dem hohen Alter von 101 Jahren, 4 Monaten und 22 Tagen James Lafayette gestorben, welcher behauptete, mit dem berühmten Freiheitshelden Lafahette verwandt zu sein. Er war in Sacketts Harbor in New Aork geboren und hat 1812 bis 1814 den Krieg gegen die Engländer mitgemacht. Dieser Mann besaß für sein Alter noch ein sehr klares Ge dächtniß. namentlich für Ereignisse auS alten Zeiten. Seine Liiche wurde von den Mitgliedern der Grand Army zu Miles im genannten Theile Iowas ne ben der seiner Gattin zur Ruhe bestattet. Seine Verwandtschaft mit seinem großen Namensvetter hatte er sich jedoch nur eingebildet. In Chattanooga in Ten-. icssee ist durch (trplosion eines großen Gasolin Behälters im Geschäft der Standard Gas Machine & Economizer Co." an der 4. und Äkarket-Straße ein großes Unglück angerichtet worden. Der Geschäftsführer Humphrey uleeves wurde mit brennenden Kleidern durch das Jen st er auf die Straße geschleudert, bedielt aber noch Besinnung genug, um siäs im Rinnstein zu wälzen und so den Brand seiner Kleider zu löschen. Gleichwohl ist er schwer verbrannt. James Reynolds und W. D. Miller aus Washington im Distrlct Columbia, sowie der Neger Pe ter Jones wurden gleichfalls schwer verbrannt. Das Feuer verbreitete stch mit ungeheurer Schnelligkeit auf zwei an stoßende Gebäude, die Grocery von I. Moenng und das Morgan-Haus ", de ren Insassen nur mit knapper Noth das Leben retteten. Zwei Feuerleute, Henry Jler und James Peake, wurden von einer einstürzenden Mauer begraben. r.t 'ir . . 1 1 r m ier ist vereus loo: unv useaie rann von semen Verletzungen gleichfalls unmöglich genesen. Eine sonderbare Scene spielte sich kürzlich im Tombs-Polizeigr richte in New ?)ork ab. Dort erschien nämlich ein gewiner Henry Pullman warf sich vor Richter Smith auf die Knie und bat denselben flehentlich, ihn doch ihn doch in's Arbeitshaus schicken zu lassen. Als der erstaunt dreinblickende Kadi den sonderbaren Bittsteller um die Grunde semes Gesuches frug, sagte der selbe : Ich bin ein Trunkenbold und Taugenichts und habe seit einem Jahre meiner Frau keinen Cent zur Bestreitung der Haushaltung gegeben. Diesem Stande der Dinge möchte ich nun ein Ende machen, ich kann aber nicht der Versuchung widerstehen und wünsche deshalb, daß Sie, err Nichter, mir da bei helfen, um der Versuchung sowie der Gesellschaft memerZechgenossen aus dem Wege zu geben." Auf dies Geständnis hin dictirte.Richter Smith dem reuigen Sünder einen Monat Strashast auf Vlackwells Island zu und bemerkte, wenn dies nicht genüge, so könne Pullman später mehr bekommen. Letzterer bedankte nch für die gnädige Strafe und ließ sich, geduldig in das Gefängnis abführen. Die Verwaltung der East River - Brücke hat . jetzt ihren vierten rv t t : f. . r . ? t 1 cxr - t ayresoericyr veron.enlila)r. Aus oem selben geht hervor, daß die Benutzung der Brücke fortwährend steigt. Im Jahre 183185 wurde sie von 8,328, L00 Personen per Kabelwagen und von 4,402,700 Fußgängern, zusammen von 12,720,900 Personen benutzt. Im näch sten Jahre war der Kabelbahn - Verkehr aus 13,151,569 Leute gestiegen, der Fuß. verkehr dagegen auf 3,578,402 gesunken, sodaß der Gesammtverkehr auf 21,729, 971 gestiegen war. Das letzte Jahr zeigte eine Verminderung der Fußgänger auf 2,964,800 und eine weitere Ver mehrung der Vahnpassagiere z auf 24, 475,324 oder einen Gesammtverkehr von 27,440.004 und einen durchschnittlichen Tagesverlehr von 75,173 P.'rsonen. Im Ganzen haben seit der Eröffnung der Brücke 15,963,919 Personen den Fußweg und 64,111,556 Personen die
-sin
Kabelvahn benutzt. Daß tttit Ut Zeit der Verkehr über die Brücke sich noch mehr steigern wird, unterliegt wohl keinem Zweifel, denn es gibt Brücken, über welche ein noch größerer stattfindet. Die London und die Blackfriars - Brücke in Lo,dsn z. B. sind in Bezug auf Verkehr der East River-Vrücke über". In Louisville, Kentucky, stand der Neger Charles West unter sei nen Nassegmossen allgemein im Ruf, ein Voodoo Doctor," d. b.ein Heenmeister, zu sein. Vor einigen Tagen stand er vor Gericht unter der 'lnklaqe. dem Neger Heaworth eine Geige und 58 entwendet zu haben. Auf dem Zeu genstande erzablte der Angeklagte, Hea wörth sei zu ihm gekommen und habe sich beklagr, daß sein Bett von bösen Geistern besessen sei. Wenn er sich zum Schlafen niederlege, beginne es in der Matratze lebendig zu werden, und es ertönten so entsetzliche Laute, daß er es Nicht aushalten könne. Der Zeuge wurde beauftragt, die bösen Geister aus zutreiben, und mächte sich auch an die Arbeit. Er schnitt die Matratze des abergläubischen Heaworth aus und fand in derselben einen halben Busbel Ha senvfoten und eme ganze Anzabl seltsamer Säckchen, welche Negerhaare ent bleiten. Zwischen diesen lagen emige Nözel und einige kleine Laubsägen. Der Zeuge hatte einige dieser Dinge bei sich und zeigte sie den neugierig zuhorchenden Geschworenen. Nachdem er die Dinge entfernt hatte, war das Bett in schönster Ordnung, und der Zeuge er klärte,daß er 810 bekommen habe 4 in Baar und die Geige, die er angeblich estohlen haben sollte. Einige andere ieugeu wurden vernommen, und dann zog sich die Jury zu den Berathungen zurück. Als sie den Gerichtssaal verlassen, ließ der Voodoo Doktor schnell ei nen zum Beschwören aller bösen Geister guten kleinen Knäuel in seinen Mund gleiten und wartete dann mit Ruhe der Dinge, die da kommen sollten. Es gelang ihm augenscheinlich, die Jury zu voodooen" denn die Berathung der zwölf Manner dauerte ziemlich lange. Schließlich muß aber doch eine feindliche Fee" dazwischen gefahren sein, denn als endlich der Wahrspruch abgegeben wurde, lautete derselbe zu des fT L - 1 . t'll. ..i . ".. ,,4ollors" oilierner nnaucyung au? S Monate Arbeitshaus. ' Vo DlnS lande. 6 i n eigenartiger Unfall, welcher eines komischen Beigeschmacks Nicht entbehrt, ereignete sich dieier a?t bei der Wiedereröffnung de s EdenThea ters in Brüssel. Während der Vorstellung nämlich löste stch plotzucy, wobl m Folge der Hitze, die Tapete des Plafonds und bedcckre das gesammte im Varquet anwesende Publikum. Der Tumult, welcher hierauf unter der Papierdecke losbrach, läßt sich kaum beschreiben. Die Logeninsassen hatten nach dem ersten Schreck das Vergnügen, bei dem Anblick der bin, und herwogenden Papiermasse sich des Sturmaktö" in der Afrikane im" zu erinnern. A us Fr ascati in deritalienischen Provin; Rom wird vom 2 l. Mai gemeldet : Beim Hochamte in der Kathedrale gerieth der Hochaltar in Brand. Es entstand eine furchtbar Panik, und die Leute flüchteten ra allen Seiten. Weiber und Kinder wurden niedergeworfen und mehrere von ihnen verwundet. Der Brand wurde bald gelöscht. Aus Tokio (Japanl bring: die Köln. Ztg." eine längere Darstellung, daß das Ansehen der Deutschen dort fortwähcend steigt. Die deutsche Kolonie m Tokio ist m letzter Zeit wie derum durch die Ankunft vieler neuen Mitglieder, die meist von der japanr schen Aiegierung berufen find, gewachsen. Die Universität allein zählt zur Zeit neun deutsche Professoren gegen vier Engländer, einen Amerikaner und einen Franzosen. Die Vorschulen sind zum großen Theil mit deutschen Lehrern besetzt; eine neue deutsche Nechtsschnle, an der drei deutsche Dozenten thätig sem werden, wird soeb'en eingerichtet. Von den etwa 250 Studenten der Uni versität sprechen etwa 150deuti. D i e auf die Beschränkung der Fremden, insbesondere der Deutschen, m Nußland abzielende Poll tik hat wieder einen bedeutsamen Schritt vcrwarts gethan. Em iüngst verönent lichter Ukas- an den Senat enthält Be stimmungen über die Erwerbung und Benutzung von unbeweglichem Eigen thum durch Ausländer in einigen Gou vernements und zwar in Polen, Bessara bien, dem Wilna'schen, Witebskischen, Wolhynischen, Grodnoschen, Kiew'schen und Kowno schen Gouvernement, m Kur land. Livland, Minsk und Podolien. Nach demselben können Ausländer nicht außerhalb der Hafenplätze und Städte Immobilien und 3techte auf Benutzung derselben erwerben. In Polen dürfen Ausländer außerhalb der Städte nicht als Verwalter fungiren. Die Vegren zung der Rechte von Ausländern erstreckt sich nicht auf das Miethen von Häusern. Quartieren und Villen. Die Erbschaft von Immobilien in geraderDescendenzlinie und zwischen Eheleuten wird gesetzmäßig gestattet, falls der Erbe in Nußland vor Veröffentlichung des Ukas angesiedelt war; andernfalls muß der Ausländer nach dreijähriger Frist feinen Besitz an einen Nüssen verkaufn. Ge schieht dies nicht, so wird des Eigentyum meistbietend verkauft und der Erlös dem Erben übergeben. Fast gänzlich und? kannt ist es,' daß sich auf der Herrschaft Krieblowitz, wo Feldmarschall Fürst Blücher in seinen letzten Lebensjahren mit Vorliebe weilte, und wo er auch auf einer bewaldeten Anhöhe unweit des Schlosses seine letzte Ruhestätte gefunden hat, ein Mvstua von hohem historischen Werth befindet. Es ist, wie die Schles. Ztg." schreibt, der Reisewagen Napoleons I., welcher durch den Feldmarschall Blücher nach der Schlacht bei Waterloo erbeutet wurde. In dem Städtchen Genappe trafen am Abend des 18. Juni 1815 die den Feind verfolgenden Preußen' unter Blüchers Führung auf den Reisewagen Napoleons, den dieser eben erst verlassen hatte und in dem sich noch Hut' und Degen des Kaisers nebst anderen werth vollen Sachen befanden. Diesen ReisewanbieltSürtt Blücher und bediente
-i nsy'--'itortViiaaaft
sichdteseS'sehr'beüllemetl k?ührwitk Ut nerhin zu seinen Reisen. Nach Blü chers Tode ist der Nagen in Krieblowitz geblieben, wo er in der herrschaftlichen Wagenremise heute noch zu sehen ist. Aeußerlich ist er gut erhalten und der Goldbeschlag noch zu sehen, im Innern aber hat der Zahn der Zeit seine Spurett hinterlassen. Dieser Wagen nebst sechs Grauschimmeln war dem Kaiser von der Stadt Paris bei seiner Rückkehr von Elba geschenkt worden. Auch die sechs Pferde sind einst dem Sieger von Belle ?llliance zugefallen. I n den französischer. Volksschulen ist bekanntlich der Reli aioneunterricht abgeschafft, dafür aber die Moral als Lehrgegenstand in der Schule eingeführt. Diesem Unterricht ist em kleines katechlsmusartlg angelegtes Büchlein von Pierre Laloi zu Grunde gelegt, von dem diedeutsch-freisinnige Station m emer kurzen Besprechung desselben behauptet, daß es durchweg mit Takt und Geschick seine Aufgabe löst." Das freisinnige Wochenblatt theilt selbst einige Proben daraus mit, u. A. folgende: Die Zukunft der Republik ruht auf Euren Schultern. Wenn zeder von Euch seme Pflicht thut, wird sie stark sein, stark genug, um uns ein glückliches Leben zu verbürgen und uns eines Tages unsere verlorenen Brü der von Elsaß-Lothringen wieder zu geden." Den einzelnen Abschnitten sind kleine Erzählungen beigefügt, welche den Jnbalt jener moralischen Senten zen an emem Beispiele klarlegen. In der einen derselben wird von den ver haßten ,,Pru nens" gesagt, daß sie den ewigen Haß verdienen, weil sie selbst ihre letzten Augenblicke dazu benutzten. um noch Kinder und schlafende Weiber zu tödten." Hieran knüpft der Hann. Eour." folgende Bemerkung: Das itt echt französische Moral ! Der Verfasser hat sich aber sicherlich Nicht träumen lassen, daß sich eine deutsche Zeitschrift, noch dam eine, welche den anmaßenden Titel Die Nation" führt, finden würde. ihm Takt und Geschick nachzurühmen, ihm, der die französischen Kinder mit Haß gegen die Deutschen zu erfüllen sucht, indem er ihnen die nichtswürdig' sten Lügen über das Verhalten unsere: Krieger im Feindeslande auftischt." Be l 0 hnun ge n für die Ent deckung von Untiefen hat die Marinestation der Ostsee ausgesetzt. Danach erhält eine Belohnung, wer als Erster das Vorhandensein einer die Schissfahrt ge fährdenden, bis dahin nicht bekannten, in den deutschen Küstengewässern, außerhalb der drei Meter - Grenze und außerhalb der Binnengewässer und der FlußMündungen liegenden Untiefe zur An zeige bringt. Die Belohnung beträgt zwanzig Mark, wenn die Untiefe innerhalb, dreißig Mark, wenn sie außerhalb der sechs MeterGrenze liegt. In Hamburg haben die Bäckergesellen gestrikt ob mit Recht oder Unrecht, lassen wir dahingestellt; Thatsache ist, daß der Strike einen für die Gesellen ungünstigen Ausgang genommen hat. Die Meister haben schnell andere Gesellen gefunden, welche an die Stelle der strikenden getreten sind, und nachdem die strikenden Gesellen einige Wochen lang von den Fachgenossen. und anderen Arbeiter-Vereinigungen nterstützt worden sind, blieb das Resultat eine Anzahl von brotlosen Bäckergesellen. Diese hatten aber das sei zu ihrem Lobe gesagt gar keine Luft, sich dauernd unterstützen zu lassen, sondern strebten ausrichtig darnach, wieder durch klrbeit ihren Unterhalt zu verdienen. Sie baben sich daher kurz entschlossen und sind zusammengetreten, um eine Genossenschafts-Bäckerei zu gründen, zu welcher sie die Mittel aus Ärbeiterkreisen aufzubringen gedenkm. Essollen sich auch schon gegen 5000 Perionen gemeldet haben, welche der Genosi'enschaft beitreien und die nothwendigen Einzahlungen leisten wollen. Damit ist an und für sich das Zustandekommen dieses Unternehmens gesichert, das Gründungscomite hält aber eine noch größere Summe für notbwendig, weil sie die neue Genossenschaftsbäckerei i n großemMaßstabe mitDampfbetrieb einrichten will. Es mag dies Manchem auf den ersten Blick als thöricht erscheinen, da man solche neuen Unternehmungen vorsichtig tastend in kleinem Umfange anfangen sollte; wir müssen aber gerade in dem Umstände, daß die Unternehmer die Bäckerei im Großen mit Dampfbetrieb einrichten wollen, ein Zeichen großer Vorsicht erkennen, da falls die Herren klein anfanqen. ihnen als Gesellen, die ja nach der Meinung unserer Jnnungsschwärmer nicht berechtigt sind, sich selbstständig ihr Brot zu erwerben, leicht Schwierig keiten gemacht werden könnten, welche naturgemäß fortfallen, wenn sie als Leiter einer V r 0 t f a b r i k in die Reihe der Fabrikanten eintreten. (Berliner Volkszeitung.) Ueber die deutschen Be' sitzungen m Afrika gehen dem leuter'schen Bureau aus Vom am Kongo Mittheilungen zu, denen wir Nachstehen des entnehmen : Seit Mitte des Iahres 1884, dem Punkt der Gründung der ersten deutschen Niederlassung, haben Deutschlands Etablissements in Afrika große Fortschritte gemacht. Diese Macht hat unter, ihrer Herrschaft bereit drei ausgedehnte Regionen, deren . Grenzen durch Verträge mit England, Frankreich und Portugal festgestellt wurden. Es handelt sich thatsächlich nich länger blos um die Errichtung etlicher Handelsstationen, sondern um die Theilung Afrikas. An der westlichen Grenze be sitzen die Deutschen in erster Reihe das Kamerungebiet, wodurch sie die direkteste 'Straße vom Meere nach demTschad-See beherischen, und sie besitzen auch Na maqualand, wo Herr Lüderitz in Angra Pequena eine Kolonie gründete. Die Zukunft dieser Colonie rr nicht so viel versprechend, wie die deS Kamerungebiets, aber ihre Ostgrenze bildet der Zambesi, ein großer Wasserweg. Die größte deutsche Colonie in Afrika ist jedoch die an der Ostseite, welche sich von der Jküste nach den drei großen Mittel seen Tanganyika, Nyassa und Victoria Nyanza ausdehnt und durch welche Deutschland in politischem Sinne zum Besitzer der Hälfte von Mittelafrika wird. Aus Sansibar ist die Meldung eingegangen, daß die Deutschen mi Be ariff sind, Zollämter zu errichten, und
vr.? Arzt, Wundarzt und Hkönrisyelfer. Offie n n d Wohnung: c?o. 26 Ost Market Otraße. Sprechstunden : 2 4 Uhr Nachmittag. 7 8 Uhr Abend. t57 Telephon SSO.
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