Indiana Tribüne, Volume 10, Number 266, Indianapolis, Marion County, 14 June 1887 — Page 2

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l-gu .i. Jndiana Tribune. Erscheint Füglich und Sonntags. Slft3U9l .Zri&ftnt kostet bu,H bin ZiltnD Ttlxr Voch, M eonnUB .XHIliCt Ctitl ti Bo$i. f)ib iuJmhb II Stell. V V ac74utt in 8obxISio)Ish fS nt Lahr. Office: 1L0 O. MarvlandMe. Indianapolis, Ind., U. Juni 1337. Afrikanische Menschenfresser. Im Herbst vorigen Jahres tourdi Capt. Van Gele, einer der hervorragend ften Reisegencsien des Afrikaforschers Stanley, von der Negierung des Congo. Staates beauftragt, auf dem Dampfe? Henry Reed den Mobangi Fluß, den großen nördlichen Nebenfluß des Congo, zu erforschen. Capt. Van Gele nahm ' seine Aufgabe sehr gewissenhaft und machte einige sehr interessante Emdeckun' gen. Er fuhr den Fluß 207 Meilen dinauf und fand, daß derselbe sich schließlich in drei Arme theilt. Die Frage, ob der Mobangi oder der Kaffai auf den Anspruch des größten Neben flufses des Congo machen kann, würd übrigens auch von ihm nicht gelöst. Ungefähr an der Einmündung des Nghin in den Mobangi fand Van Gele eine so dickte Bevölkerung, wie er sie bisher in Afrika noch nicht gesehen hatte. DaS linke Ufer der beiden Flüsse war fast ununterbrochen etwa 70 Meilen weit von dichtbevölkerten Dörfern be deckt. Während seiner Fahrt auf dem Fluß bot sich ihm mancher Anblick dar, den er in dieser Einöde" nicht erwartet hatte. Besonders interessant war die Fahrt auf dem Flusse zur Morgenzeit. Es er eignete sich hausig, daß der Neisende auf einmal 300 Boote zu sehen bekam, die mit schnellen Nuderschlägen am Dampfer vorbeifuhren. Die Canoes" waren meistenteils mit Frauen und Kindern angefüllt, welche sich auf die in der Nahe des Fluges befindlichen Felder begaben, um dort zu arbeiten, doch gab es auch Boote mit Fischern, welche hinausfuhren, um die wahrend der vorhergehenden Nacht in den Netzen gefangenen Fische einzusammeln. Der Fluß schwärmt förmlich von Fischen, und daS Uferland bietet eine geradezu koloffale Ausbeute an tropischen Früchten. Die Bewohner der Gegend besinden sich in der glückli' chen Lage, daß sie eine Hungersnoth nicht einmal dem Namen nach kennen. Trotzalledem ruht auf der sonnig-hei teren Gegend ein gräßlichen Fluch : ihre Einwobner sind Menschenfresser, und zwar' Menschenfresser aus Leidenschaft. Jedesmal, wenn die Frauen zur Arbeit auf die Felder hinausfahren, gehen auch die Männer mit. Die Letzteren sind nach ihren Begrinen schwer bewaffnet und haben die Aufgabe, die fleißigen Arbeiterinnen vor Ueberfällen Seitens feindlicher Stämme zu beschützen. Würde den Frauen ein derartiger Schutz feblen. dann wären sie jeden Tag der Gefahr ausgesetzt, von irgend einem benachbar ten Stamme entführt, fortgeschleppt, ge schlachtet und aufgegeben zu werden. Alle am Ufer des Flusses wohnenden Stämme und es gibt deren eine große Anzahl liegen sich fast fortwährend in den Haaren, und zwar lediglich nur des halb, um sich in den Besitz von frischem Menschenfleisch zu setzen. Alle Feinde", welche in der Scklacht petödtet werden, müssen an den Bratrost wandern und werden verspeist, das gleiche Schicksal wartet auch der Gefangenen, obgleich man dieselben vorläufig leben läßt, um sie erst bei emer spateren, passenden Ge legenhcit abzuschlachten. "Vor der Erforschung deö Congo-Tha kes war man allgemein der Ansicht, daß es in in demselben nur wenige, vielleicht gar keine Menschenfresser gebe. Auch Llvinastone traf trotz semer ausgedeyn ten Reisen in Afrika mit Ausnahme der Mauyenas auf keine Cannibalen. Erst seit Eröffnung" des fcongo Beckens hat man in Erfabrung gebracht, in welch grauenhafter Weile dort das (ianrnoa lenthum herrscht. Unzweifelhaft gibt es dort noch Hunderttausende von Menschen, denen es als ein natürliches Vor rech: erscheint, ihre besiegten Nebenmenschen abzuschlachten und wie jedes andere Fleisch zu ttn. Eine amerikanisch'türkische Schule. Auf einem der höchsten Hügel von Scutari in Kleinasien, gerade Constan tinovel aeaenüber. befindet sicb eine Lehranstalt, wie man eine zweite nicht in der ganzen Türkei findet. Es ist die amerikanische Missionsschule für Mäd fcn. in roelcker unaekäbr 100 iunae Orientalinnen Türkinnen besinden sich unter den Schülerinnen fast gar nicht ihre Ausbildung von einem halben Dut' zend amerikanischer Lehrerinnen erhalten, fei bei dieser Arbeit von fast ebenso vielen einheimischen Lehrkräften unterstützt werden. Der Unterricht umfaßt in 'erster snifce -naliscke Svracbe und Literatur sowie die Unterweisung in amerikanii. , , i i3.i:.:3t.z..x Cjttl ilien uno ellgivi!Vgrvluuur,i .s streckt sick von den Elementanweigen bis zur höheren, klassischen Aus büduna. Nie Laae der Scbulaebäude ist reizend. Hat man sich durch die engen Straßen der Stadt bis zu dem Hügel emporgearbeitet, dann ist man leicht geneigt, zu vergessen, daß man sich in der Türkei be findet, und glaubt, in Amerika zu sein. ,?; (Ann. in saktiaem Grün drangen der Garten umgibt die Anstalt, und die üt Hauptgebäude derselben sowie die verschiedenen kleinen Nebenbauten haben für emen Ameruaner eiivas ianirncin ,a. welckes aeaen die fremdartige Um ,s,na anaenebm absticht. Hinter der Schule, weiter nach dem Innern des - . , r r-x. -i- i : ... r . i Landes zu, eryeoen iy jwci rrgglr!, .r vliöett" und der ..kleinere" Taul majohn, von denen sich der erstere durch einen sehr neuen Auigang aiwjcuynci. Tfr,r ;r fei Aussiebt von seinem Givie! us sad,u und... Man kann einen wetten xnxu uoei vuo asiuiuiuiw Dlttt bis nach Constantinopel hinübe? . w teeifen und mm .auuBciujL ein? cm

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s?! zückende Aufsicht über Scutart und cu benachbarten Berge. Robert College so heißt nämlich die Anstalt wurde vor 15 Jahren auf Betreiben des amerikanischen Missionars Dr. Hamlin gebaut, welcher damals in der Ortschaft Bebek thätig war. Di Geschichte der Schule ist überhaupt seht interessant. Zur Zeit des Krimkrieges gelangte ein reicher Amerikaner Namens Robert auf einer seiner Reisen auch nach Bebek. Aus einem Hausedrang ihmdel Duft von frischgebackenem Brote entge gen, welches ihn an das Brot in seinn alten Heimath so lebhaft erinnerte, daß er nicht umbin konnte, in das Haus ein zutreten und sich nach dem Bäcker zu erkundigen. Er fand dort den Simonen Dr. Hamlin. Die Beiden lernten sich gegenseitig schätzen und achten, und es entwickelte sich ichlietzl'ch zwischen ihnen ein Freundschasverhältniß, welches da zu führte, daß sie den Beschluß faßten, gemeinsam eine amerikanische Schule in Scutari zu errichten, wo die Töchter des Landes" Gelegenheit haben sollten, sich nach amerikanischer Sitte und Lebensan schauung auszubilden. Die meisten Schülerinnen der Anstalt Wohnen und beköstigen sich in derselben. Unter ihnen sind etwa ein Dutzend verschiedener Nationalitäten vertreten. Die Mehrzahl besteht aus Armenierinnen, dann giebt es auck Bulgarinnen, Grie chtnnen u.f.w. Der Unterricht wird diglich in der englischen Sprache ertheilt, und erstreckt sich auf einen Cursus ' von vier Jahren. Viele Schülerinnen erlan gen im aufe dieser Zeit eine solche Kenntnis; der englischen Sprache, daß sie sich dreist den besten Schülerinnen in amerikanischen Schulen an die Seite stellen könnten. Katkoff gegen Kalkoff. Der jetzt angeblich zum Schweigen ge brachte Panslavistenflhrer Katkoff und die von ihm geleitete russische Lügen presse wurden bekanntlich von der ?cordd. Allg. Ztg." m emer ganzen Reihe von Artikeln festgenagelt". Durch amtliche Belege zeigte das SXany Irrblatt, daß an dem Mißerfolge der russischen Orientpolitik nicht der Undank Deutschlands" schuld war, sondern die Dummheit Gortschakosss. Doch den eigentlichen Hauptschlaq gegen atkon führte die deutsche St. Petersburg Ztg." Mit beißender Ironie schrieb dieselbe: Wir halten es für ein Glück, in der Lage zu sein, gegen die Moskauer Zei tung" eine Autorität ins Feld führen zu rönnen, die sie selbst bei ihrer bekannten Abneigung, sich Autoritäten zu fügen, wird gelten lajien muen. D , e s e Autorität ist Niemand anderö, als Herr atkoff tn eigener Person, wenn auck nicht derKatkoff von heute, sondern der Katkofj aus dem Jahre 1883. Es hatte damals um die Jahreswende Herr Iwan de Woestyne schwindelhaften Angedenkens f ' Ml f9 T ÄA im Figaro emen Armet La guerre" veröffentlicht, der die Notwendigkeit eines Krieges zwischen Nußland und Deutschland plaidirte. Mit schneidiger Logik und ehrlicher Entrüstung trat Herr atton diesem unnttlichen Berhetzungsversuch entgegen und wies die gan;e Un sinnigkelt eines Krieges mit Deutschland nach. Besonders energisch weist Herr Katkoss den Jrrtbum zurück, Demschland babe die lbm 1870 erwiesenen Dienste vergessen, habe wäbrend der orientalischen Ereignme sich hinterlistig und feindselig erwiesen und unsere Lor beeren nach dem Kriege gepflückt. Die Pflicht der historischen Wahrbeit nölbiut uns, uns gegen diese, nicht ohne Hintergedanken verbreitete und völlig falsche Anschauung zu erheben." Man setze böse Absichten bei denen voraus, die man selbst ungerecht behandelt habe. Herr Katkosf schob damals die Scruld an dem Borurthril den un glaublichen Sonderbarkeilen unserer Diplomatie" zu, die komischen Ursprungs, in ihren Wirkungen verhäng Nipvoll waren." Unsere Diplomatie heißt es weiter in dem hochinteressanten Artikel wünschte nicht nur vor und nach dem Kriege keine Freundschaft mit Deutsch land, sondern verhielt sich sogar jedem Versuche gegenüber, ein Einvernehmen zu erzielen, feindlich. Unsere Dlloma tie stellte es sich zur Aufgabi, rein in gar nichts mit dem deutschen Kanzler zusammenzugehep, selbst darin nicht, wo es sich um das Interesse und die Ehre Rußlands handelte. Sie zog es vor, mit dem unzweifelhaften Feinde Rußlands im Orient, mit England, mit den Lords Veaconsfield und Salisbury Compromisie abzuschließen. - Wir traten auf dem Congreffe bereits mit einem fertigen Programm auf, und dieses Programm stammte aus London.' Alle unsere Zugeständnisie wurden .England und nicht Deutschland zu Gefallen gemacht. Dagegen stand in allen noch offenen' Fragen F ü r st Bismarck stets auf unser e r Seite. Den Jnteresien seines Landes dienend, erschien Bismarck bis weilen russischer selbst als unsere Diplomatie, die keinen nationalen Boden un ter ihren Füßen fühlte. Die aus unreiner Quelle stammende Intrigue, der es darauf ankommt, unsere Beziehungen zum ?!achbarstaat zu trüben, agitirt jetzt gegen den Berliner Traktat, der uns angeblich vom deutschen Kaiser aufgehalst worden sein soll. Es ist nichts fälschet, als diese Insinuation. Sogar das Geschick Bosniens und der Herzegowina war längst vor dem Berliner Congreß entschieden, unter Vermittelung nicht des deutschen, son dern des russischen Kanzlers, gelegentlich der Entrevue in Reichsst a d t." So schrieb der Katkoff vom 2. Januar 1883 dem Katkoff vom Jahre 1687 daö Urtheil. Die WissensÄaft vom Menschen kennt kaum eine merkwürdigere und bis her so völlig unerklärt gebliebene Thtsache wie die, daß in europäischen Staa ten, die eine zuverlässige Statistik der Geburten betreiben, sich herausgestellt hat, daß durchschnittlich auf je 100 GeKurten von Mädchen 106 Geburten von Knaben entfallen und zn?ar so regelmü ßig, daß selbst jedeS einzelne Jahr an nähernd genau dies constante Verhältniß ausweist. Unter diesen Umständen ist es

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von t7ohem Jnteresjs zu ersahten, da auch in anderen Welttheilen die nämliche Erfahrung gemacht worden ist. Nach einer Mittheilung d r Allgem. Ztg." sind nämlich in Japan zur Welt gekommen : ImJayre i8'2: 54.,? Kn'lbkn, ,22,230 Mädchen. " 13 : L48,LI4 " 327,755 " 1834 1 3U3.775 " 341.351 - Id.'. : 4 3,301 433,79!) " I,5l l.80i Knaben, 1,425,135 Mädchen. Die Anzahl der in der Periode von 1832 bis 1885 geborenen Mädchen ver hält sich also zu derjenigen der männli chen Geburten desselben Zeitraumes fast genau wie 100 : 106, wöbe: die kleme Ab ! weichunz möglicherweise noch dadurch ' entstanden, daß die Todtgeborenen nicht unter die Geburten gezählt sind. 2Bäb rend aber in Europa trotz des Ueberscbus-! ses stets neueintretender männlicher Welt bürger die Zahl der svrauen diejenige der Männer übertrifft im Deutschen Reiche z. 58. gegenwärtig schon beinabe um eine gane ausgezahlte Million! hat Japan dagegen zur Zeit bei 18,711,110 weibli chen und H),157,8?7 männlichen Be wobnern einen Ueberschuß von 446,767 Männern, offenbar nicht nur deshalb, weil wie in de? Allg. Ztg." ausge' führt ist die Zahl der Knabengeburten größer ist. sondern weil die Auswanderung, der Atilitarismus und . die ins ungeheuerliche vergrößerten Schwierig keiten des Kampfes ums Dasein für die Mebrzahl der vkänner, welche Faktoren in Europa den Ueberschuß an Frauen hervorrufen, in den ursprünglichen Ver bältnisien Japans nocb nicht in volle Wirksamkeit getreten sind. In den Ver einigen Staaten von Amerika (ausgenommen Neu-England), in Australien und überhaupt in den Colonien, liegen die Verhältnisse ahnlich wie in Japan. Heilkräftiger Honig. In der sranzösischenZeitschriftProgreZ Medical" lenkte Dr. ThomasCaraman aus Forges les'Gau die Aufmerksamkeit der medlcinischen Welt auf ein neues Naturheilmittel, welches in Tasmanien in Australien entdeckt worden ist. Der Doctor erzählt : Vor etwa drei Jahren kam ein in Tas manien reisender französischer Naturforscher camens Guilmety m emen Ham, der aus riesigen Eucalyptusbäumen be stand. Die Bäume waren 260 bis 390 F?ß hoch und häusig so dick, daß 40 Eingeborene mit ausgebreitetenArmen kaum im Stande waren,den unteren Stamm zu umfassen. Hoch oben in luftiger Höhe" entdeckte Guilmeth Auswüchse, die er anfänglich für große Galläpfel hielt, doch bemerkte er bald, daß dieselben den Aufenthaltsort wilder, kleiner, schwarzer Bienen bildeten, die ihm bisher noch nicht bekannt gewesen waren. Er be nannte diese Bienenart Apis nigra mellisica. und Dr. Thomas Lara mon 'empfiehlt, diesen Namen beizubehalten. He Guilmeth machte den Versuch, diese Bienen zu zähmen, hatte jedoch damit keinen Erfolg. Er ließ auch einige der großen Bäume fällen, in welchen die Bienen ihren Wohnsitz aufgeschlagen hatten. In einem der Baume fand man 11,000 Pfund reinen Honig vor. Im Allgemeinen war der von den Eucalyvtus - Bäumen gewonnene Honig eine dicke, gleichartige, etwas durchsich tiae, syrupartiae Masie von dunkler Orangefarbe. Schon aus sein'M Geruch konnte man entnehmen, daß er röesentliche Bestandtheile des Eucalyptus enthielt. Er war in Wasser, Milch und Wein löslich, schwerer dagegen in Alcohol, und konnte kaum zum Gähren ge bracht werden. Tausend Theile dessel ben enthielten 611 Theile Zucker, 2 Theile Asche, 215 Theile Wasser und 17lTheile'Eucalyptol, Eucalvptin, TarPin, Eymol und wohlriechende, harzige und farbige Stoffe. Der Geschmack des Honigs war sehr angenehm. In einer Quantität von 25 Unzen Hunden eingegeben, verminderte er die Herzthätigkeit derselben ganz bedeutend und setzte ihre Temperatur um mindestens einen Grad herunter. Die Wirkungen dauerten mindestens einen ganzen Tag an, und fuhrten eine leichte Neigung zum Schlaf herbei, ohne daß indessen die einem Rausche gewöhnlich folgende Zleaction sich einge stellt hätte. Dann versuchte Dr. Tho-mas-Caraman den Honig an sich selber und an mehreren seiner Freunde. . Er nahm einen Eßlöffel voll in etwas warmem Wasser oder in Milch ein. Nach einigen Minuten fühlte er, wie eine angenehme Wärme seinen Körper durchdrang, seine Stimme wurde bell und klar, die Lungen wurden elastisch und athmeten freier. Er wendete eine Woche- lang jeden Tag 4 Eßlöffel von dem Honig an sich selber an. Er fühlte sich nach dieser Zett wie neugeboren und konnte u. A steile Treppen, deren Besteigung ihm früher sehr schwer gefallen war, mit Leichtigkeit erklimmen. Dr. Thomas-Earaman meint, das neue Heilmittel werde sich bet emer gan zen Menge von Krankbeiten als äußerst werthvoll erweisen. Es biete, einen aui ten Er atz für Leberthran, ser em Heil mittel für Fieber-und Herzkrankheiten, m denen man sonst den giftigen FmgerHut (Digitale) anzuwenden Pflege, und werde sich zweifelsohne auch für verschiedene Blasen- und sttierenkrankheiten als äußerst nutzreich erweisen. Es ist nur die Frage, ob die ..Apis nigra rnelli l'ica" auck fleißig genug sein wird, um die ganze Welt mit ihrem Honig zu ver sehen. Die Lotterie.Pest. In einer der jüngsten Sitzungen des österreichischen NelchsrathS hielt der Avgeordnete Dr. Noser, dem die in Oester reich bestehende sogenannte Kleine Lotlerie" so verhaßt ist, wie Earthago es dem sel'.aen Eato gewesen, und der nch eine gewisse Berühmtheit durch seinen ausdauernden Kampf gegen diese das Volkswohl im höchsten Grade schädigen de Staatseinnahme erworben hat,wieder einmal eine Philippica gegen diese seine bete noire. Er sagte: Wir sind in Oesterreich so glücklich, drei Domänen zu besitzen, welche die ärmere Bevölkerung demoralisiren : den Branntwein, das Desicit und das Lotto. Man kann nicht genug betonen, wie verderblich das Lotto wirkt. Das Lotto ist ein Spiel, das unter den Fittigen des kaiserlichen Adleri den ärmüen Tbeil der Bevölkerung auS'

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saugt, ein betrügertsches ptel.daS unter der Aegide des Staates das Verbrechen großzieht. (Lebhafter Beifall.) Bei dem Morde Stockhammer hat das Lotto so gute Geschäfte gemacht, daß sich der Lottodirekror denken mochte : Acb, wenn es nur immer so bliebe ! (Laute Heiterkeit.) Ist es nicht eine Schmach, aus so unlauteren Quellen zu schöpfen i Bismarck hat die Spielbanken aufgeboben, indem er erklärte, eine Schmach für Deutschland ist diese Hallunkenwirthschaft.' Dr. Julian Dunajewski. Professor der National Oekonomie, sagte in einem Vortrage über das Lotto : Das Lotto ist das verwerflichste und unmora lischest? Spiel. Ich erinnere den Finanzminister Dr. v. Dunajewski an dieses Wort, denn ich glaube, daß er den Professor Dunajewski kennt. (Laute Heiterkeit.) zm vorigen Jahrhunderte schon sang man in Berlin : Die Pest gab Natur dem Oriente Unbillig ist sie Dafür gab sie dem Occidente Die Zahlenlotterie !" (Lebhafte Heiterkeit.) Die Auf. Hebung des Lotto wäre unter dem !üm sterium Taaffe sehr leicht gewesen, denn nie hat ein Finanzminister mebr Geld verschleudert, nie standen einem Finanz minister reichere Hilfsmittel zu Gebote als ihm. Noch heute ließe sich der Ausfall bes Lotto-Einkommens durch die Erhöhung der Branntweinsteuer herein bringen : die noch mögliche Erhöhung der Branntweinsteuer hat ja Abg. Hausner auf 21 Mill. geschätzt. Die Majorität har ie Sonntagsruhe eingeführt; kann man das verderbliche Treiben in den Lotto-Collecturen und Branntweinkneipen eine Sonntagstuhe nennen 'i (Bravo! Bravo !) Eine Negierung, der die Cultur des Volkes am Herzen liegt, sollte nicht zugeben, daß der Sonntag aus so gemeine Art entheiligt wird. Ver Finanzminister hat sich in seinem Ex Pose gegen den geistigen Lurus ausgesprechen. Die Mawritat wird gewiß in's Zeug gehen, wenn sie gegen die Schule geführt wird. Je weniger Schulen, desto dümmer werden die Leute ; je mehr Tölpel es aber giebt, vesto mehr wird m die Lotterie ge'etzt. (Lebhafte Heiterkeit.) An der deulsch böhmischen Grenze haben wir sogar das blaue Lotto. Hier sagt man, an der blauen Donau, dort sagt man beim blauen Lotto. Ha ben wir denn kein Monte Carlo in Oesterreich? Ich babe mich jüngst mvvgnito unter das Volk gemischt (Stürmische Heiter keit.). Wen finden Sie beim Totalisateur ? Geschäftsdiener, herabgekom mene Commis Vovazeurs, blutjunge Bursche, welche die Ersparnisse ihr r Väter verprassen. -ijKusV. So ist's !) Der Jockey-Club verschmäht es nicht. diein Leuten das Geld abzunehmen. Es heiß: ja: Lasset die Kleinen zu mir kommen! (Laute Heiterkeit.) Und wie gut der Jockey-Club ist. zeigt sich darin, daß er sogar die Einsatzgeldzr herabgesetzt bat. um ja nur diesen Leuten den letzten Gulden aus der Tasche zu ziehen. Eine Interpellation, die ich wegen des Totalisateurs einbrachte, wurde nicht einmal eine? Antwort für würdig erachtet. Alle diese Verhältnisse zeigen, daß Oesterreich ein reiner Lotteriestaat ist, und diese Zustände entsprechen der Frivolität, die in höchsten und niedersten Klassen herrscht. Ich muß bedauern, daß meine Mühe ich spreche heute das vierund zwanzigstemal über diese Frage obne Erfolg blieb, daß man die Sache immer als lächerlich hinstellte und datz die Negierung nicht den sittlichen Ernst hat, die Sache in entsprechender Weise zu re geln. So lange ich Abgeordneter sein werde, werde ich nie aufhören, gegen die ses Scheusal deö Staates und diesen Schandfleck Oesterreichs zu kämpfen. Ich stelle daher folgenden Antrag: Die Ne zierung wird aufgefordert, noch im Laufe dei gegenwartigen Session einen Gesetzentwurf einzubringen, durch welchen die Abschaffung des kleinenZahlenlottos verfügt wird und,so lange das Lotto nicht ab geschafft erscheint, die Sonntagsruhe in den Eollekturen einzuführen. (Lauter Beifall und Händeklatschen.) Die Resolution wird hinreichend un terstützt und dem Budget- Ausschusse zu gewiesen. Deutsche Lokalnachrichten. Hessen-D armstadt. t der aroßberz. Kriegsminister!! sekretär Hermann v. Carlsen in Darmitadt. Der verminte Holzhändler Wol linger in Bingen wurde als Leiche aus dem Wasser gezogen. Das L. Ad. Volk'scke Ehepaar in Gammelsbach feierte die diamantene Hochzeit. Der seit 47 Jahren bei der Taunusbahn be dienstete Adam Thomas in Kostheim feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Der frühere Führer der Männer Social demokraten, Schneider Leyendecker, der durch die Frankfurter Fnedhofsassaire bekannt geworden ist, wurde in letzter Zeit vielfach laut bezichtigt, durch eine Denunciation die jüngsten Maßnahmen gegen die Socialdemokraten veranlaßt zu haben. Um sich von diesem Vorwurf zu reinigen, hat Leyendecker gegen men der Verbreiter der Nachricht Klage erhoben. Der Inhaber der Mainzer Filiale der Württemberger Metallwaarenfabrik, Boleg aus Heilbronn, ist in Gesellschafl einer rumänischen Kellnerin bei Nacht und Nebel verschwunden. Ueber sein Vermögen wurde der Konkurs verhängt. Bis jetzt sind bereits 160,000 M. Förderungen angemeldet. Der aus Frankfurt ausgewieseneReichstagsabgeordnete Gabor hat seit einiger Zeit in Mainz seinen Wohnsitz aufgeschlagen. Der auf der Expedition der Offenbacher Morgen zeitung" angestellte Buchführer Eeuard Lanio wurde wegen Urkundenfälschung. Betrugs und Diebstahls zum Nachtheile des Blattes zu 17 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Schreinergeselle Bern hard Müller aus Hainstadt im Oden Walde, welche Ende November in der Hauskapelle der Barmherzigen Schwe stern in Seligenstadt einen schweren Eiw bruch verübte, seinen Arbeitgeber. Schreinermeister Harth, bestahl und dann die Flucht ergriff, wurde von der Darmstädter Strafkammer zu 7 Jahren und 8 Monaten Zuchthaus veruriheill. Königreich Baiern. t Senatspräsident Dr. Anton v Langlois und Oberstabsauditeur Knl Frhr. v. Godin, in München. DerMak: ler Spinaler in Ebersbach ist in Folge von unasundem .Lleilch gestorben.

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Äeßen UnlttschlaAllnS uMde der Nentamtsbeibote Schott verhaftet. t Bürgermeister Friedrich Fleischmann in Baiersdorf. Der Soldat Pfeiffer des 15. Ins. -Regiments in Neuburg a. D. wurde auf dem kleinen Exerzierplatz durch einen von einem anderen Soldaten abgegebenen sogenannten blinden Schuß an der rechten Schulter verwundet und ist am Starrkrampf gestorben. Da der Turnrath in Nürnberg die Aufhebung sämmtlicher Erkneipen beschlossen hat, wird von vielen Mitgliedern ein Massenaustritt und Gründung eines neuen Turnvereins geplant. Ein Sohn des Medizinalraths Dr. Reuter in Nürnberg der als Einjahrig-Freiwilliger bei dem 2. Ehevauxlegersregiment diente, war vor einigen Wochen von einem Pferde geschlagen worden. Es trat Blutvergif tung ein, die den Tod herbeiführte. Amtsrichter Anton Niederleuthner in Passau erhielt vom Prmz-Negenten eme prachtvolle goldene Busennadel mit der Krone in Smaragden und Brillanten und dem balenschen Nautenwappen in goldgefaßten Diamanten und Türkisen, nebst einem schmeichelhaften Handschreiben. Die Stadt ernannte die Herren Niederleuthner und Historienmaler Ferd. Wagner durch Beschluß der beiden städtischen Collegien zu Ehrenbürgern. Die Jnwohnersfrau Therese Pölke von Finsterau, durch deren Schuld mehrere Wöchnerinnen gestorben sind, da sie sich für eine Hebamme ausgab und die Frauen ganz falsch behandelte, ist unter Anklage gestellt worden. Der Gütler Spitzberger inWeißenstein hielt Hochzeit, wobei der beim Schmied Boxhorn bedienstete B. Wimmer die Hochzeit mittelst eines Schmiedeambosses anschoß" hierbei geriety em Funke m die den Pulvervorrath haltende Schüssel, so daß der ganze Inhalt explodirte, und Wim mer an den Händen, Hals und Eesicht gefährlich verbrannt wurde. f Der Senior der Geistlichkeit der Diö zese Negensburg, Jubelpriester I. B. Frischholz, ehemaliger Benesiziat in Partendorf, Administrator der VermögensVerwaltung des Klosters St. Clara. Das Schwurgericht von Niederöaiern verurtheilte den Bauern Georg Sonn leitner von Haid bei Passau, und den Dienstknecht Georg Kohlhofer von Prein" ting zum Tode. Sonnleitner hatte seinen Knecht Kohlhofer veranlaßt, seine Frau zu erwürgen, damit er seine Magd Maria Stadlbauer heirathen könne. Ebenso wurden der Gütlerssohn Josef Edmeier von Hochholz und dessen Mutter Anna Markl zum Tode resp, zu 9 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Edmeier hatte seinen Stiefvater Markl ermordet ; da bei hatte ihm seine Mutter, mit der er Blutschande trieb, geholfen. Der praktische Arzt Dr. Geis von Uebersee wurde wegen fortgesetzten Verbrechens wider die Sittlichkeit zu 2h Jahren Gefängniß verurtheilt. In Jppesheim warf der 20jährige Wirthssobn Sämann einen Prügel nach seiner Mutter und traf sie so wucktig an der Brust, daß sie sofort todt war. Der Bursche ist flüchtig. Selbstmord begingen : ist Amberg der Gewehrfabrikarbeiter Bayer, in Detten bach der Organist Val. Noth, in Erlangen die Frau des Schuhmachers Rieß, in Jfsigheim der Polizeidiener I? G. Hamm, in Johanniskirchen der Milchhändler Nrt. Zcrndl, in Lindau der Gastwirtb Adolf Kressiz, in Michelfeld der Kutscher Kaspar Seyfferth, in München ver Premierlieutenant a. D. Karl Dalbertz, in Würzburg der Kaufmannslchrling Seamoni. In Amberg verunglückte der Zimmermann Kreitter durch Sturz von einem Gelüst; bei Aschaffenburg wurde der Häusler Helmstätte todtgefahren ; in Bayreuth wurde der Taglöhner Joh. Roß in einem Steinbruch von einstürzendem Gestein zerschmettert ; in Dettelbach ertrank der Gastwirth Val. Schneider ; in Freyung wurde der Holzhauer Anton Seidl von einem stürzenden Baum erschlagen. Auf dem Bahnhof in München wurde der Schreiner Georg Kam merlochner von einem Schlagfluß getrof fen, so daß er sofort todt war. Bei Oberviechtach stürzte der Bauer Michael Greß von einem Baum und brach das Genick. In Schillingsfürst wurde der Häusler I. Eichinger durch einen fallenden Baum tödtlich verletzt ; in Simbach verunglückten der Hausbesitzer Ruv. Hell und dessen Schwager Math Fuchs dadurch, daß sie aus dem Wagen geschleu dert wurden. Königreich Württemberg. Kaufmann C. Miedemann in Stuttgart bat seine Zahlungen eingestellt. f Journalist Dr. P. Gauzer "in Stutt gart. s Der Pomolog Hans Broder-sen-Hitz in Boll. Wegen Kaiserbeleidigung wurde der Schlosser Bächtle in Ulm zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der seit 25 Jahren in der Maier'schen Druckerei in Ravensburg thätige Schriftsetzer Ernst Huber begmg sem silbernes Arbeiterju.biläum. Die goldene Hochzeit feierten der Amtsdiener Schwarz und sau m Oedheim und der pensiornrte Lehrer Schwab und Frau in Wurzach. Der Sohn des Restaurateurs M. am Salzwerk in Heilbronn und der Schuster W. Beutler von Seitmgen harn sich er schössen : der Wittwer Hangst m Neuen stadt hat sich erhängt. In Folge eines Sturzes kamen ums Leben: Der Bauer Christoph Cpißmann von Bietigheim der Ziegler Balbach von Elpersheim,die Tochter des Schneidermeisters Pfäffle in Eßlingen, die erwachsene Tochter des Bäckers Frank in Schorndorf und bei Schieferdecker Angst von Stuttgart. Niedergebrannt sind: das Wohnhaus von Karl Schlecht in Gunninaen, daß Anwesen des Bauern Venedikt Rist in Hüttenberg bei Ztavensburg, dasjenige des Gastwirths Michel Münz in Michel bach a. Lücke, das Haus des Bauern . r. cv pr i . lreicyer m vuiavi, uno oie zwei auo meter von Friedingen bei Riedlingen ge legene Kunstwollefabrik. Großherzogthum Baden. Stadtratb A. Bickel in Z?reibura.Der Geschirrhändler David Scheffel in Kebl wurde weaen Blutlckande iu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt. Von der tt 1 5 MM 5 Im W äk VtA 1wllUlUUlUlC( Ul JlUIllUII 1UUIVCII U(i urtbeilt : Hobanna Bübner weaen Unter schlagung zu 3 Jahren Gefängniß und Mar Fuchs von Steißlingen und dessen Ebekrau Lucie weaen Körververlekuna zu 6 resp. 3 Monaten Gefängniß. Der Nlllier Hermann veltz m slereyelm ist wegen unters cyiagung rym anvettrau ler Mündelgelder iu 4 Wochen Gefäna

Dr. O. G. Pfass, Orzt, OZnnderzt Geburtshelfer. Office: 4S Ulacll&Gn A.Ve, Spchftu d : rg bi S Uh,. Nachmittag, von 1 MI I Nhk. ESinkl o 7 5il 8 W. 57 lttdo 181. Oshunug : 141 IM. Alabama St.

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