Indiana Tribüne, Volume 10, Number 263, Indianapolis, Marion County, 11 June 1887 — Page 2

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Zndiana Tribüne.

Erscheint Säglich und S svutags.

rU taU5t .Xridftn tottet durch Un Zrtfiri Cmtlpit Docht, di onntsg .ridi- ö Cittl in Bach, tlx ustmaa 1 ?,tl. (Ut In Voeazsih!ung 8 ? !Wt. Office 1L0 O. MarvlandSr. Indianapolis. Ind., 11. Juni 1837. Sin Triumph der Chirurgie. Ein junger, reicher Amerikaner hatte vor ungefähr zwei Jahren auf dem Co lumbia College in New Ioik sein Exa men als Arzt bestanden und war dann nach Europa gereist, um in Heidelberg seine medicinischen Studien fortzusetzen. Er interesftrte sich besonders für die Che mie und verbrachte seine Zeit hauptsäch lich in dem chemischen Laboratorium der Universität. Eines Abends, als er sich in demselben allein befand, wurde er von Schwefelsäure-Ausdünstungen über wältigt und siel bewußtlos zu Boden, ehe es ihm gelang, das Freie zu errei cden. Im Falle gerieth er auf einen offenen Kamin, in welchem ein lebhaftes Holzfeuer brannte. Als man ihn fand, war er bereits auf eine ganz schreckliche Weise zugerichtet. Das Fleisch aufseinem Kopf von der Stirn bis zur Schul' ter war vollständig geröstet,und als man ihn aufhob, sielen Stücke von seiner Kopfbaut zu Boden, so da man an ihrer Stelle den nackten Schädel sehen konnte. Man brachte ihn nach seiner Wohnung, wo er einen harten Kampf zwischen Tod und Leben zu bestehen hatte. Anfänglich war er vollständig bewußt los, und man glaubte schon, daß auch sein Gehirn von dem Unfall bedenklich gelitten dabe. Auch die Lungen zeigten sich angegriffen und wiesen wäfferige Ablagerungen auf, von denen man nicht wußte, ob sie von der Einathmung der Schwefelsäure oder von den Kaminflam men herrührten. Das Fleisch siel fast vom ganzen Schädel ab, und auf dem Knochen 'blieben nur einzelne Stellen, die ausfaben, wie Oasen in der Wüste. Der junge Mann hatte bisher ein exemplarisches Leben geführt, war stets gesund und stark gewesen und bot da durch die einzige Hoffnung, daß es gelin gen werse, ihn am Leben zu erhalten. Die besten Aerzte Deutschlands wurden zn seiner Hilfe herbeigerufen, und zu seimx Rettung wurde Alles gethan, was die moderne medicinische Wiffenschaft leisten kann. Lange stand sein Leben auf der Schwebe, doch siegte schließlich seine starke Constitution und er konnte sein Krankenlager verlaffen. Freilich dauerte es noch sehr lange Zeit, bis sein Lungenleiden vollständig geheilt war. Am schlimmsten sah es mit seinem Kopfe aus. Die vön Fleisch entblößten stellen seines Schädels mußten stets sorgfältig mit einer Bandage bedeckt sein, da an ein Zuheilen derselben nicht zu denken war. Als er schließlich sich im Stande fühlte, die Reise nach der Heimath anzutreten, mußte er eine Perücke aufsetzen, um die schreckliche Entstellung seiner Kopfhaut zu bedecken. Aber auch die Perücke half nur wenig. Sie verdeckle allerdings den Haarmangel und die Wunden, dafür aber erregte sie eine Entzündung auf dem Schädel, die einen immer gefährlicheren Umfang anzuneh' men drobte. Es wurden mehrere der besten Aerzte von New Iork zu Nathe gezogen, )i wußten aber dem Ue oelstande nickt abzuhelfen. Endlich rieth ein Arzt 'Namens Dr.Kane zu einer plastischen Operation.' vermittelst welcher der Kranke eine neue Kopfhaut von einem Hunoe erhalten sollte. Dies geschah vor einigen Monaten, und der Patient willigte in die Operation ein. Zuerst wurden einige kleine Stückchen Haut der Brust des Patienten entnom men und in die Nähe der Wundränder auf dem Schädel befestigt, wo sie auch wirklich nach einiger Zeit anheilten. Dieses Verfahren wurde fortgesetzt, bis die ganze eiternde Schädeloberfläche einen gesunderen Anblick darzubieten begann. In dem neuen Fleisch, welches sich auf diese Weise bildete, fand sich genug ca pilläre Substanz vor, um zu beweisen, daß es derselben nicht an Keimfähigkeit für Haare fehlte. Nun ging Dr. Kane zu seiner eigent lichen Aufgabe über. Er verschaffte sich einen großen Neufundländer Hund mit schönem langen Haar. Der Patient wurde chloroformirt, und ein anderer Arzt schabte ihm einen Theil seiner be reitS zugeheilten Kopfhaut ab, um eine frische Blutung herzustellen. Unterdes sen war auch der Hund unter Chloroform gestellt worden, worauf man dem selben ein Stück Haut mit den Haaren daran aus einem oberen Schenkel schnitt, ohne jedoch den Hautlappen ganz von dem Hunde zu lösen. Dann wurde das Thier in eine bereits vorher fertig gestellte Maschine auf Rädern gebracht, in welcher es absolut nicht im Stande war, sich zu regen. Als noch das Blut uus dem Fleische des Hundes floß, wurde der Hautlappen des Hundes dem kranken Menschen auf den Kopf gepreßt und mit Pflastern ordentlich an Ort und Stelle befestigit, sodaß er sich nicht verrü cken könnte. Die ganze Wunde wurde dann mit Jodoform überschüttet und zugebunden. Der Patient war noch nicht aus seinem narkotischen Schlafe erwacht, als der Hund bereits an ihn so fest gebunden war, daß weder der Patient noch der Hund sich von der Stelle hätten rühren können. Natürlich hatte man dafür gesorgt, daß für Beide die Lage nicht zu qualvoll war. Die Operation hatte im Ganzen anderthalb Stunden gedauert. Glück licherweise trat bei dem Patienten nach dem Erwachen aus der Narcose kein Er brechen ein, welches vielleicht das soeben mühsam an Ort und Stelle befestigte öundefell wieder losgemacht batte. In dieser Stellung 'mußten sowohl der Patient wie aucb der Hund eine ganze Woche lang zubringen. Der Hund wurde während dieser Zeit regelmäßig gefüttert, er schien aber an fernen Mahlzeuen men großen Ge schmack zu. finden und sah ärgerlich und perdroffen auZ. Der Patient befand sich

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jedoch' um so besser, und al man nacy einer Woche das Stück Hundefell von dem Körper des Thieres ganz ablöste, sodaß der Hund wieder sich frei bewegen konnte, stellte es sich heraus, daß es bereits dem Patienten fest auf dem Schädel angewachsen war. Ein Theil von dem Hundehaar auf dem Kopfe des Kranken siel allerdings später aus, doch blieb noch genug übrig, um die von dem Stück Hundehaut bedeckte Stelle mit üppigem Haar zu versehen. Das erste Experiment war gelungen, und zum zweiten Mal begab man sich an die Arbeit, um eine andere Stelle des Schädels mit Haut und Haaren zu versehen. Auch dieser Versuch gelang, doch waren im Ganzen 13 Operationen nothwendig, ehe es möglich war, den ganzen Schädel des Patienten mit einer ueuen Haut und mit Haaren zu bedecken. In zwer Fällen mißlang die Operation, und die dem Hunde entnommenen Haut stücke mußten wieder entfernt werden, weil sie in's Faulen gerathen Ware. Zur ganzen Kur waren zwei Hunde nothwendig, weil der erste Hund nach der siebenten Operation an Blutverqiftung krepirt war. Der zweite Hund ist frisch und munter, läuft aber mit großen kahlen Flecken auf seinen Schenkeln um her. Der Patient ist jetzt vollständig ge heilt. Sein Kopf ist mit einem üppigen Haarwuchs bedeckt, welcher allerdings erwas ausfällig auszieyk, rmmeryln aver besser ist. als gar keiner. Dr. Kane hat für die Operation ein Honorar erhalten. von dessen Zinsen er bis an sein Ende ganz gemüthlich leben kann. Der Pariser Tkeaterbraud. Äus Paris wird gefcbrieben : D!e 'euersbrunst, welche am Abend des 25. Mai die Komische Oper" verzehrte, stebt in der Geschichte unserer Stadt beispiellos da. Im Laufe unseres Jahrhunderts namentlich war ihm in Paris nichts zu vergleichen, nicht einmal der Brand der Großen Oper" im Herbste 1873, der nach Schluß der Vorstellung stattfand, reichte an das Ereigniß heran, das mitten im ersten Akte eines belieb' ten Tonstückes eintrat. Die Komische Oper" war trotz der schauerlichen Enge ihrer Gange und oberen Treppen noch bei Weitem nicht das gefährlichste Thea ter, wenigstens nicht für das Publikum. Das Palais Royal, die Bouffes Parisi ennes u. A. m. bedrohen ihre arglosen Gäste noch mit ganz anderen Katastrophen, als diejenige war, die jetzt unsere Stadt m Trauer setzt. Nur für das Bühnenpersonal galt die Komische Oper" für mörderisch. Jedermann wußte das, in der Deputirten-Kammer wurde die Frage noch am 12. Mai erörtert. Steenäckers interpellirte die Negierung über die Lage der Oper in Feuersgefahr. Dmch ein Wohnhaus, welches sich von der Seite des Boulevard des Italiens her an die Rückwand des Theaters lehnt, war dem Bühnenpersonal jeder Ausweg nach hinten abgeschnitten. Zur Flucht in Gefahr blieben nur zwei enge Seiten, gänge ; zur Rettung von 400 Personen konnte dies nie und nimmer hinreichen. Kurz vor neun Uhr, während des ersten Aktes von Miznon", gerade als nach Beendigung des Zigeunertanzes Philine (Fräulein Merguillier)ihr Duett mit Laertes (Soulacroir) sang, sielen vom Schnürboden einige Funken auf die Bühne. Ein Leinwand - Hintergrund war an einer Gasflammenreihe angebrannt. Die Sängerin wurde unrubig, das Publikum stutzte. Feuer ! Feuer!" schallte es im Saal. Doch Taskin (Lothario) trat an den Rand der Bühne und beruhigte die Erschrockenen. Wenn Gefahr vorläge, würden wir doch nicht auf der Bühne bleiben," sprach er. Dies wirkte zunächZt. Der Abug der Zuschauer begann in Ruhe. Die Ersten be kamen sogar noch ihre Sachen aus der Garderobe. Das währte kaum eine Mi nute, in solchen Augenblicken scheinen die Minuten lang wie Stunden. Da prasselte hinter dem Sänger eine Kou lisse nieder. Das Bühnenpersonal stob auseinander, die Musikanten voltigirten über die Barriere in den Zuschauerraum und das Publikum stürzte in wilder Flucht zu fcen Thüren. Vor dem Andrang schlössen sich die Flügel. Es begann ein Ringen, ein bestialischer Kampf ; " die Weiber, die Kinder wurden niedergetreten. Wehgeschrei erschallte und verhallte im Prasseln der Flammen, die von der offenen Bühne in den Saal schlugen. In kaum einer Minute .war der ganze Scenenraum in ein Flammenmeer verwandelt. Die Thüren krachten unter den Schulterstößen. Von Neuem ergossen sich die Menschenfluthen in die Gänge, die schon von Rauch erfüllt und vom blutigen Flammenschein beleuchtet waren. Ueber Siuhlbarrikaden wälzten sich die Massen zur Truppe, wo das Ringen von Neuem begann, und die dichten Knäuel bald stürzend, bald stockend zum Ausgang ge langten. Die Feuerwehr kam spät, fast dreiviertel Stunden nach Ausbruch des Brandes. Fünf Minuten hatten genügt, nm die Flammen von der Bühne nach allen Seiten lodern zu lassen, eine Viertelstunde, um das ganze Bauwerk in Brand zu setzen. Was halfen da die Handspritzchen, mit denen die Sapeurs ankamen ! Erst eine Stunde nach Beginn der Feuerstbrunst erschien die erste Dampfspritze. Als der Löschdienst orga nisirt wurde, war an Löschen kaum mehr zu denken. Nur die Nachbarhäuser konnten noch vertheidigt werden ; das Thea ter selber mußte ausbrennen. Bessere Dienste leisteten die Rettungsleitern. AuS den Fenstern erschallten Hilferufe von allen Seiten. Verzweifelte Gestalten erschienen bald auch auf dem Dachgesims, das stellenweise mit Eisengelän der umgeben war. Ein Arbeiter im Kittel that den Todessprung hinab, er prallte an dem Glas und Eisenbaldachin, der auf beiden Seiten des Hauses das Erdgeschoß beschirmte, ad und siel, von Scherben zerfetzt, als leblose, blutige Masse zu Boden. Ein Herr im Frack, der auf dem Gesims hinlief, stürzte ihm nach und hatte dasselbe Schicksal. Jetzt erschienen drei Damen in hellen Soneekleidern und zerrauftem Haar auf der töhe. Ihnen nach kommt wieder ein err. In Verzweiflung wollen sie über daS Eisengitter springen, doch aus der Menge, die das Tbeater umgiebt, schaljt

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tausendstimmigst Warnungsws ymauf. Man schreit ihnen zu, daß die Rettungslei ern kommen. Sie besinnen sich und bleiben. Es vergehen Minuten furchtbarer Erwartung. Die große Leiter rollt heran und wird in die Höhe gekur belt. Doch sie reicht nicht ganz hinauf. Der Sapeur, der sie erklettert muß wieder herunter, um eine Ansatz zu holen. Oben winden sich und zittern die Vier in schauerlichen Qualen. Die Gluth erfaßt sie. Schon lecken die Zünglein der Flammen dmch die Dachschiefer und schlängeln sich durch die berstenden Jen sterscheiben. Endlich, endlich ist der Ansatz am Eisengeländer festgehakt. Doch die Unglücklichen sind schon zusammen gebrochen. Die Feuerwehrmänner tra gen sie auf dem Rücken die Leiter herab und schaffen sie in die nächste Apotheke. Dort ist dichtes Gedränge. Zur Seite liegen drei entstellte Leichen, rzte verbinden die Verwundeten und reichen den Sterbenden die letzten Mittel der Linderung. Vom Ikettungswerke wurde die Feuerwehr bald nach zehn Uhr durch Hornsignale zurückgerufen. Die Kuppel drohte einzustürzen. Noch einmal wollten die braven Pompiers, dem Befehl zuwider, in das brennende Haus eilen. Aus dem oberen Treppenhause glaubten sie Ge wimmer zu hören, doch trieben die Offieiere sie zurück. Schon barst der Dachstuhl. Ein unheilverkündendes Krachen ging durch die Decken, Und mit zwei dumpfen Schlägen stürzte der Plafond in die Tiefe des Saales. (ZharlestonS Aufbau. Fremde, welche jetzt nach Charleston, der durch das Erdbeben im vorigen Jahre so schwer heimgesuchten Haupt stadt von Süd-Carolina, kommen, sind geradezu erstaunt über den Autschwung, welchen die Stadt seit jener Zeit genommen hat. Die Häuser, die früher al! und verwittert aussahen, sehen jetzt schmuck und sauber aus, und überall sieht man neue Häuser im Aufbau begriffen. NiT hier und da fällt noch das Auge auf eine alte Ruine," welche in ihrer Verfallenheit an die Trümmer von Herculanum und Pompeji erinnert und unwillkürlich im Herzen des Beschauers den Wunsch hervorruft, daß sich keine Menschenhand an ihr vergreife. Bekanntlich wurden aus allen Thei len der Ver. Staaten auf eine wahrhaft großmüthig: Weife mehr als eine halbe Million Dollars beigesteuert, um den unglücklichen Bewohnern Charlestons bei der Reparatur und dem Wieöeraufbau' ihrer Häuser zu helfen. So groß diese Sum'ne auch war, so repräsentirte sie doch kaum den zehnten Theil der Ver luste, welche die Sradt durch das Erdbeden erlitten hatte. Nach einer oberflächlichen Schäyunz sind mindestens fünf bis sechs Millionen Dollars nothwendig, um allein den an den Häusern in der Stadt angerichteten Schaden zu ersetzen. Das aus wohlthätiger Hand gespendete Geld ist unter die Nothieidenden ver theilt worden, so gut dies eben anging, und es sind mit demselben wirklich gera dezu überraschende Resultate erzielt wor den. Wie merkwürdig dies auch k?:ngen mag, so ist es dennoch eine Thatsache, daß das Erdbeben in Charleston eine Lust zum Bau neuer Häuser hervorgerusen zu haben scheint, wie sie dort schon seit langen Jahren nicht mehr zu verzeichnen war. Seit dem ersten October des v. I. sind für den Bau neuer Ge bäude nicht weniger als 163 Erlaubnißscheine herausgenommen worden, ein in den Annalen der Stadt geradezu unerhörtes Ereigniß. Die Baukosten dersel ben sind auf 8153,525 veranschlagt. Das Erdbeben hatte verhältnißmäßig nur wenige Häuser derart zugerichtet, daß sie nicht mehr reparirt werden konn ten, es ist also aus obiger Angabe er sichtlich, daß das Erdbeben dazu beige tragen hat, den schlafenden Unter nebmungsgeist in der Stadt wieder auf zurütieln. Vom Inlande. n San Francisco herrsckt sei: einigen Tagen eine so fürchterliche Hitze, wie man sie um diese Jahreszeit noch nie gekannt hat. In Georgia sind bereits frühzeitige Melonen und Psirsiche reif und werden in Massen nach New tyoK versendet, sind aber allerdings noch ein Bissel" theuer. Mehrere Olivenz üchter im südlichen Californien tragen sich mit dem Plane, in diesem Jahr ihre Oliven in Oel zu verwandeln, anstatt sie einzumachen, wie sie es bisher gewohnt waren. Ein reicher Bürger in Thornsville in Georgia Namens G. W. McCormic hat neulich unter einem merk würdigen Anfall von Großmuth gelitten. Er machte jedem weißen Prediger in der Stadt ein Haus nebst Hof zum Ge schenk. Ein Fresser in Jtapmon in Kansas machte kürzlich um 85 die Wette, daß er im Stande sein werde, binnen einer halben Stunde vier Dut zend rohe Eier zu essen. Er gewann das Geld, war aber großmüthig genug, das selbe einem Manne- zu schenken, der bei einem Eisenbahnunfall vor nicht langer Zeit ein Bein verloren hatte. Jetzt will er auf 5500 wetten, daher sechs Dutzend rohe Eier in der Zeit von dritthalb Stunden vertilgen kann. Der Farmer Gibson auf Roberts Island bei Californien schoß eine wilde Taube, und dieselbe siel in der Nähe seines Hauses im Grase zu Boden. Als er hineilte, um den Vogel aufzuheben, sah er durch daS dichte Un terholz sich Jemand der Stelle nähern, wo die Taube hingefallen war. Er glaubte, es sei ein Waschbär, und schoß nach der Züchtung hin, wo sich das Laub bewegte. Er sah nach und fand aus. daß er seinen eigenen 13jährigen Sohn durch die Brust geschossen hatte. Der Knabe starb kurz darauf. Ein trauriger Unfall ereig nete sich in der Nähe von Peoria in Jlli nois. Der dortige Einwohner John Schimmel war im Begriff, die Leiche des siebenten Kindes, welches ihm im Laufe des Jahres gestorben war, nach dem Friedhof zu fahren. Seine Frau und daS einzige überlebende Kind befanden sich mit ihm im Wagen, als die Pferde scheu wurden und das Geführt umwar

fett. Schimmel selbst erllki einen Annbruch und das Kind wurde so schlimm verletzt, daß man an seinem Aufkommen zweifelt. Vielleicht werden die armen Eltern im Laufe eines einzigen Jabres ihre ganze Kinderschaar durch den Tod verlieren. Auch Grundeigenthu msAgenten können manchmal poetisch sein. So verstieg sich einer derselben in Cali fornien zu folgender Leistung, mit toti cher er eine Auction von Bauplätzen in seiner heimischen Stadt ankündigte : Nächsten Mittwoch Nachmittags um ein Uhr werden wir in Louis' Halle an der fftnffrp &trnYa ttt nrtottt r 9sjrftM?

HII.kt Wttupv fttl V V jf V gerung an d?n Meistbietenden verkaufen den Stillen Ocean, um den sich ein West' . licher Himmel aus Scharlach und Gold ; lynevk, eme ar, angesuur mit weloeflügelten Schissen, einen südlichen Hsrizont, der von einer herrlichen Ausmabl" purpurnererge umschlossen wird, die aussehen, wie Schlöffer, Thürme uab ; Burgen ; wir werden verkaufen eine ; froztsreie, erfrechende, warme, und doch nicht ermattende Luft, die von hellem Sonnenschein umrahmt und von süßem Blumenduft durchdrungen ist." Es wird nicht angegeben, welchen Preis der poetische Auktionator für alle diese schönen Sachen bekommen hat. Ein merkwürdiges Testa ment hat ein gewisser Ernst Strack hinterlassen, welcher vor einiger Zeit in Jersey City, Nw Jersey, gestorben ist. Außer seiner Wittwe ist nur noch ein Sohn am Leben, der jetzt 15 Jahre zählt. Strack hat in seinem Testament sein Eigentbum, darunter die Einrichtung und den Vorrath seines Cigarrenladens, den Kindern seines Sohnes vermacht, wenn dieselben 2 1 I a h r e alt sind. Sollte sein Sohn nicht heirathen oder seine Ehe kinderlos sein, dann soll daS Eigenthum unter die in Deutschland wohnenden Geschwister des verstorbenen ver: theilt werden. Mutter vrnd Sohn haben den Anwalt Condit beauftragt, die Umstoßung des Testaments, dessen Bestimmungen vielleicht gar nicht ausgesührt werden können, im Gericht zu veranlassen. Die Frau sowie die Verwandten Stracks sind der Ansicht, daß er geistig unzurechnungsfähig war, als er das Te stament verfaßte. Jedenfalls ist das selbe eine starke Leistung," wie sie ahn lich wohl nur sehr selten vorkommt. In Des MoineS in Iowa ist neulich der Prohibitionsspitzel Pierce eingesteckt worden. Er glaubte mehr Recht zu haben, als andere Leute und fügte sich der Weisung eines Polizisten nicht, bei dem Gedränge in der v!ähe des Athletic Park, wo ein Ballspiel im Gange war, bei Seite zu fahren. Als der Polizeichef darauf bestand, sing er mit diesem Krakehl an und wurde handgreiflich, so daßj drei Polizisten ihrem Chef zur Hilfe kommen mußten. Pierce griff nun nach seinem Revolver, aber die eisernen Fäuste der Polizisten hatten ihn rasch gepackt und hielten ihn fest wie ein Schraubstock, sodaß er seine Wuth nur ,in den ro heften Schimpfereien auslassen konnte. Er mußte buchstäblich nach der Polizeistation geschleppt werden, und hat daber schwere Püffe und Kniffe erhatten. Eine große Menschenmenge verfolgte ihn und verhöhnte den Schuft, der sich in seiner Ohnmacht wie ein wildes Thier geberdete. Vor der Calaboose ang?koN' men, weigerte sich Pierce, hineinzugehen, aber der riesenstarke sarbige Poliz'.st Miller packte ihn am Kragen und am Hinlerviertel, und warf idn in's Loch. Bald wurde der saubere Bursche durch eine von den Prohibitionist''n gestellte Bürgschaft entlassen. Während er sei nen blaugedrückten Arm betrachtete, drohte er die Skadt auf S 10,000 3chadenersatz zu verklagen. Von einem glücklich abgegangenen Handgemenge mit einem Blitz: strahl wird mit der Versicherung, daß die Geschichte vollkommen wabr fei, aus Vesper in der Nähe von Marsbsield in Wisconsin berichtet: Der Civil Jnge nieur P. I. Salscheid aus St. Lois. das Gesetzgebung Mitglied A. I. Cameron und der Handlungsreisende P. I. Ayers auS Fort Wayne in Jndiana saßen ia der mit einem Telephon ver. sehenen Ossice des Herrn Ca cr.n sich gemüthlich unterhaltend, als ein schn eree Gewitter heraunog, ein Blitz de;i Te e phonpfahl herabfudr und mit blenoe,:dec Helle und donnerähnlichem Krch ou dem Apparat hinausschwg. C.nl,ero und Salscheid wurden beide niedirge!?o:. fen. Ersterem ging der Blitz u :l:r den Kleidern am Leib entlang und sch ug in die Sohlen eines jeden seiner beiden Morgenschuhe sechs feine runde Löcher, nicht größer wie von einer Stopfnadel, und dann ein einziges kreisrundes und ziemlich großes Loch in die Diele. Herrn Salscheid ging der elektrische Strom gleichfalls am Leibe, aber nur an der einen Seite entlang, und schlug ein ungefähr viertelzölllges Loch in die Sohle seines einen Stiefels. Seine Haut ist stark angelaufen, und emeS seiner Beine ist fast gelähmt. Herr AyerS kam ohne jede Verletzung davon, doch waren alle drei stark betäubt und klagen über heftige Kopfschmerzen und Schlöf rigkeit. Qom Ät,slnde. In der Klinik des be kannten Neuropathologen und Psychia terö Professor Dr. Mendel in Berlin wurde am 22. Mai ein Baumeister vor gestellt, welcher seit längerer Zeit von einer in Deutschland, namentlich in Berlin, so sehr selten vorkommenden und beobachteten Krankheit befallen ist, daß eS sich wohl verlohnt, dieselbe deS In teresses wegen zu beschreiben. Der blühend aussehende Patient", wie dieser sich in einem vorher an Professor Mendel gerichteten, seine Krankheit schil dernden Briefe felbst ausdrückte, bekommt plötzlich Muskelkontraktionen, die sich folgendermaßen äuß?rn : Die beiden großen Zehen des Fußes entfernen sich ungefähr zwei Finger breit von ihren Nachbarn, die Wadenmuskeln werden völlig hart und was das Merkwürdigste ist unter den falschen Nippen entsteht eine hühnereigroße Geschwulst, welche durch Contraltion der daselbst besindli chen Muskeln gebildet wird. Dieser sonderbare Zustand dauert 34 Minuten, zuweilen auch nur kürzere Zeit, und wikderbolt sich derselbe zwei bis drei Mal .vähre ld einer Nacht. Der Anfall, welcher dem Patienten Schmerzen b.'reitet und ibn aus dem Schlafe wecki. zeigt

sich nährend des Tägcö sehr selten und hört sofort au?,, wenn der Betroffene das Bett verläßt und den kühlen Faßboden berührt Unm telbar vor dem Anfall belchkeicht den Patienten eine leise Ah nung von demselben. Diese seltsame Krankynt ist zum ersten Mal im Jahre 1831 von dem Nervenarzt Cordisar mit dem Namen Tetanie" nicht zu verwechseln mit Tetanus belegt worden. Man hat in England und Frankreich, wo ihr Erscheinen, wenn auch nur selten, aber häusiger als in Deutschland ist, die Beobachtmlg gemacht, daß die Tetanie

epidemisch zuweilen nach Ruhr oder Cholera aufgetreten ist, und daß die Te tanie in hysterischer Form in einer französischen Mädchenschule an einem Tage 4, am folgenden Tage 14 und am dritten Tage 35 Schülerinnen heimgesucht hatte, so daß erst tcrSchluß der schule das weitere Umsichgreifen verhindern konnte. Bei einem an Tetanie leidenden Jndivi' duum kann man in der Regel einen neuen Anfall künstlich durch Druck aus diejenige Schlagader und auf diejenigen Nerven, welche zu den betreffenden Muskeln gehen, hervorrufen. Ueber die Krankheit des deutschen Kronprinzen wird der verläßlichen Wiener Neuen Freien Presse" un term -23. v. aus Berlin geschrieben: Londoner Blätter hatten gemeldet, daß der englische Arzt Mackenzie nach Berlin berufen sei, und gestern verlautete, daß eine Operation, welche vom Gerücht als sehr bedenklich hingestellt wurde, bevorstehe.' Einen sehr ernsten Charakter nahmen die Gerüchte dadurch an, daß es in den letzten Tagen hieß, es handle sich um einen Krebs oder eine krebsartige Erkrankung. Diese ungünstigen Annah' men haben sich indeß als zum Glück übertriebene Besorgnisse herausgestellt. Die Annahme eines Krebses hätte den Zustand aus mehr als einem Grunde be denklich gemacht, einmal wegen der bösartigen Erkrankung an sich und ihrer möglichen Fortpflanzung auf den übn gen Organismus, dann aber auch, weil bisher in ärztlichen Kreisen ziemlich all gemein gegen den Kehlkopskrebs nur die Entfernung des ganzen Kehlkopfes als sichere Behandlung gegolten hat, oder weil man wenigstens die Entfernung eines Theiles desselben durch einen Schnitt von außen für nothwendig hielt. Diese Ansicht entspricht nicht mehr dem neuesten Stande der Chirurgie, aber sie mußte viel zur Steigerung der Besorgnisse um den ho hen Patienten beitragen. Zum Glücke hat sich aber schon sein? Grundannahme nicht bestätigt, und der Polyp, welchen Dr. Morell Mackenzie, der erste Laryngologe Englands und einer der ersten Meister seines Faches überhaupt, aus dem Kehl köpfe des Kronprinzen entfernt hat, scheint ;war größer, als der schon vor einigen Wochen operirte gewesen zu sein, aber das Wichtigste ist, daß es kein Krebs war und daß demnach jede Bösartigkeit der Erkrankung ausgeschlossen ist Es ist ein bekannter mütterlicher Zug der Königin von England, daß sie bei jeder erheblichen Erkrankung von Verwandten auf dem Continente englische Aerzte her überschickt ; in diesem für ganz Europa so bedeutsamen Falle hat sie anscheinend Glück gehabt.; denn es soll die Aussicht auf gänzliche Herstellung des Kronprin zen vorhanden sein. Nebenbei sei be merkt, daß die Ansicht, der Kehlkopfkrebs könnc nur durch Spaltung des Kehl kopfes von außen oder gar durch Entfer nung des ganzen Kehlkopfes operirt werden, nicht mehr für alle Fälle zutrifft. Erinnern wir uns recht, so berechnete ein Professor der Laryngoskopie auf dem vor jährigen Berlin er Chirurgen Congresse über eine Operation eines bohnengroßen Kehlkopfkrebses, welche er an einem 75jährigen Patienten durch Eingehen vom Munde aus vollzog und bei welcher es gelang, das Organ völlig funktionsfähig zu erhalten. Gerade am Kehlköpfe tritt der Krebs relativ gutartig auf, und das Leiden deS Kronprinzen wäre also, auch wenn es sich, um eine Art Krehs gehandelt hätte, nicht ohne Weiteres hoffnungslos gewesen." In Paris lebte seit Iahren eine Dame, welche aus ihren Visitenkarten den glänzenden Namen trug: Prinzessin Henriette von La Tour d' Auvergne. Sie hielt in der Rue de Rennes eine Art politisch - religiösen Salon, in welchem sich die größten No tabilitäten der Armee, der politischen und der literarischen Welt Rendezvous gaben, wo reiche Ehen gestiftet und junge Leute protegirt wurden. Diese mysteri. e Dame besaß sonach einen großen Einfluß. Da der Prinz La Tour d'Auvergne, welcher in Paris lebte, niemals dagegen protestirte,wenn sich diese Prinzessin für seine natürliche Schwester ausgab, so erkannte sie alle Welt als solche an. Jüngst aber wurde, diese angebliche Prinzessin als eine Betrügerin der gewöhnlichen Sorte entlarvt und dem Criminalgerichte überliefert. Dabei stellte es sich heraus, daß sie noch rm zahre 18,9 Unter dem ö!amen Schwester Mathilde 'einem Kloster angehörte, demselben aber entsprungen war und sich unter dem angegebenen Namen einer Prinzessin in Paris angesiedelt hatte. Sie besaß gar kein Vermögen und lebte ausschließlich von Betrügereien, Intriguen und Geschenken, welche sie auf ihre Pro tectionen erhielt. Ein Heirathsschwin del, durch welchen sie einer Dame unter der Vorspiegelung, ihr einen rechten Grafen zu verschaffen, Geld entlocken wollte, brachte die Polizei auf die Spur der Betrügerin. . z s wird in der Welt i :n. mer gemüthlicher. Es werden bald auch Zollschranken gegen Menschenimport errichtet werden ; selbst das internationale London will seine Fremdenhetze haben. Während die Hetze zunächst gegen die ar men jüdischen und deutschenSchuster und Schneider in Ostend gerichtet, war fängt man jetzt an, auch den fremden Commis in der City Aufmerksamkeit zu schenken, denn der Rath der Londoner Handelskammer hat soeben an die Londoner Handlungshäuser Fragebogen zum Aus füllen geschickt, in denen die Zahl der von ihnen beschäftigten fremden Com mis, die Ursachen, warum die Fremden vorgezogen, die Zahl der im Auslande beschäftigten englischen Commis und sonstige Einzelheiten anzugeben sind und ferner die Frage gestellt wird, ob bei gleicher Eruehung englische CommiS die ausländischen ersetzen könnten, und wel che Art von Erziehung zu diesem Zwecke geeignet sein würde.

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