Indiana Tribüne, Volume 10, Number 260, Indianapolis, Marion County, 8 June 1887 — Page 2

ändiana Tribune. Erscheint - gägtitZ und S snntsgs.

0i$ t,ttch, Erttft lattt durch Un Xrt 11 f mtl per Boch , feit eomrtagl,Xrt)iatfr Civil ? et Boche. Btib mfaamix II ttnil. V Pd matsch In Boxesl&ta9Ut 1 Px 3o4?. Office: ISO JO- Marvlaudür. Indianapolis, Ind., 8. Juni 1337. Die Vrauerti.Jndustrie. )em Jahresbericht über den Stand der Nrauerei'Jnbustrie, welcher dem Brauer Convent in Baltimore unterbrei tet wurde, entnehmen wir folgende interessanten Angaben. Seit den letzten 23 Jahren ist der BierConsum bestandig gestiegen, von 885,272 Barrels im Jahre 1863 auf 20,710,933 Barrels im Iahte 1886, und man darf wohl annehmen, daß derselbe in diesem Jahre 21,000,000 wett übersteigen wird. Geradezu enorm ist die Steigerung des Bier-Consums in den letzten 9 Jahren. Im Jahre 1879 betrug das jährliche Produkt noch 9,810,060 Barrels; dasselbe hat sich seitdem trotz Prohibition um 1 1,000,000 gesteigert. Im genann ten Jahre zahlten die Brauer der Negierung 59,473,360.70 an Steuern, im Jahre 1636 war die Steuer auf $19,. 676,731 gestiegen. WaS die verschiedenen Staaten an Biersteuern zahlten, ist auS nachstehender Tabelle sichtlich. Staaten u d kerntorien. 16. 1S85. Alabama $äjO53.7d 2,749.25 Atkansas V92.10 919.17 California .,211.23 480,857.37 Colorado 103,s51.8'2 100,901.70 Connecticut 120,875.57 r2;,032.5l Delaware LM,13.V7l 19,4 '3.21 Florida . 61.43 725.83 Georgia 11,773.75 11,605.59 Il!moi.Z 1,'288,163.70 1,143,698.08 Jndiaila 370,132.39 344,631.17 Iowa 195,711.02 171,438.32 jtanfa4 21,097.62 20,826.33 Äentuckl, 251,438.15 237,068.13 Louisiana 111.467.95 87.351.21 Maiile 2.301.24 1.728.34 Maryland 417.723.39 405,304.65 Massachusetts 916.392.30 839.083.35 Michiqan 4.'3.660.63 378,944.89 Minnesota 299.423.21 271,935.48 Mississippi 4.363.74 3.643.43 Missouri 1.128,314.05 1.073,843.03 Montana 31,854.64 30.26.82 Ncbraska 134,694.90 111,086.59 Nevada 31,900.14 25,331.69 NewHampsKire 310.292.78 002,249.72 New Jersen 996.078.16 900,083.17 New Mexico 10.952.51 9.413.97 New)ork 6,517,814.39 6.052,592.07 NordCarolina 1.738.35 1.705.67 l)io 1, 073,705.32 1,589,022.12 cregcm 58,924.20 50,859.91 Penltsnlvania 2,020,093.65 1,891,582.81 !1iKode7oland 5,328.65 52,973.33 EudCawliua 14.697.21 9.463.79 Tennessee 23,102.39 10,714.58 Tera.) 48,863.71 35,247.66 Vennoitt 1,400.95 l,f33.35 Virqinia 35. 'Z 1.39 30,231.63 Wcst.Virginia 70,753.99 63.653.82 WiocollslN 1,401,435.20 1.331 4- 1.1 Total 19.676.731.29 18,230,782.03 Die weiteren statistischen Tabellen ergeben, daß die Zahl der Bierwirthe in den Ver. Staaten in 1886 sich auf 8409 belief; das sind natürlich Wirthe, die blos Bier und keinen Whisky verkaufen. Die Zunahme in dieser Zahl der ausschließlichen Bierverkäufer ist auf die in letzterer Zeit in vielen Staaten einge führten Getrankesteuern zurückzuführen, welche den ausschließlichen Bierverkauf geringer besteuern, als den Schnapsverkauf. An Wirthen, die Schnaps, resp. Bier und Schnaps verkauften, gab es in 1833 190,121 gegen 182,313 in 1635. Interessant ist es, aus den Statistiken die Verschiebungen zu studiren, welche die Brauindustrie seit 20 Jahren erlebt hat. Der Staat New York steht zwar noch immer oben an, nicht aber die Stadt New York, welcher St. Louis und Milwaukee den Nang streitig machen. Für den Export braut St. Louis äugen scheinlich das meiste Bier, dann erst kommen New Z)ork und Milwaukee. Die Ausfuhr hat )tit 16 Jahren einen erstaunlichen Aufschwung genommen. Im Jahre 1870 hatte die Ausfuhr von Flaschenbier einen Wertb von nur 22250, im letzten Jabre wurde für S590, 608 Flaschenbier ausgeführt. Unsere Hauptabnehmer sind Australien, Co lumbia, Mexico, Central'Amerika und Hawaii. Die Einfuhr aus Europa ist nicht mehr bedeutend und erreicht einen Werth von $1,231,388. wovon 31,021,621 auf Eng. land und Irland und nur 8109,776 auf Deutschland kommen. Unprofitable Schiffahrt. Da die Ver. Staaten in allen Zwei gen der Industrie und des Handels eine hervorragende Stellung einnehmen, so hat man sich schon oft darüber gewundert, wie es komme, daß unsere Schifffahrt gegenüber derjenigen anderer seefahrenden Nationen noch immer eine so untergeordnete Nolle einnimmt. Die Lösung deS Räthsels ist nicht schwer und dieselbe gereicht dem praktischen Ge schäftsgeist der Amerikaner entschieden nicht zur Unehre : eS steckt nämlich in dem Geschäft kein Geld, und die Ameri kaner wollen einfach nicht ihre Capi talien in unsicheren und sich schlecht bezahlenden Unternehmungen anlegen. Sie i - i m c . . ürerlasien vies anveren canonen, oen Engländern, Franzosen und Deutschen, und ziehen eS vor. aus ihrem Gelde auf ine andere Weise einen lohnenden Gewinn herauszuschlagen. Nachrichten aus England zufolae liegt gegenwärtig an den Doas von London und von Liverpool, sowie am Clyde ent lang eine große Menge von Schiffen - . . r rs 1'. vounanvlg müßig. xiiei?nigen engn schen Schisse, welche im Laufe des letzten JahreS zur Beförderung von Frachten benutzt wurden, brachten ihren Eigenihümern auch nur höchstens 2 Procent von der Eapitalanlage ein. Nach Angäbe des Commandeurs Chadwick von . m m nvi r i st m der engllZHen Alarme mo m nglano imHabre 1834 überhaupt 50 Bcent

cs; ;,mn-i;i-'.-.'-ri-rVV; - fc -, s.',' w5

wemgit &t gebaut lvMeii, m int vorhergehenden ayre, und ganz Dieselfce Abnahme war auch im Jahre 1835 zu verzeichnen. Neuerdings macht sich die Neigung geltend, mehr Segelschiffe, als Dampfer, zu bauen. Ein Segelschiff ist billiger, als ein Dampfschiff, erfordert keine so große Bemannung und frißt nicht so viele 5lohlen. Letztere zehren manchmal den ganzen Prosit der Oceanreise eines Dampfers auf. Auch wird darüber geklagt, daß die englischen Schisse lange nicht mehr so gut ausgerüstet und bemannt sind, wie m früheren Azoren, iüie üfatrojc werden schlecht behandelt, schlecht bezahlt und erhalten ungenügende Kost, weil die Schissseigenthümer oft nur den billigsten und schlechtesten Proviant ankaufen, um auf diese Weise etwas sparen zu können. Man findet jetzt nur noch selten amerika nische Matrosen, und selbst die wenigen amerikanischen Schisse sind fast durchweg mit Ausländern" bemannt. Es fällt keinem richtigen Amerikaner ein, für einen Hungerlohn zur See zu gehen, während er noch auf dem Festlande sein gutes Auskommen sinden kann. Es müssen schon ganz besondere Umstände sein, die ihn bewegen, Matrose zu werden. Solange ausländische Schisse den amerika nischen Frachtverkehr billiger ausführen können, als amerikanische Schisse, so lange werden die Amerikaner Wohl auch kein großes Verlangen danach tragen, anderen Nationen in dieser Beziehung Eoneurrenz zu machen. Beinahe ein Justizmord. Vor einigen Tagen st'aib in San Francisco einer der ersten californischen Pioniere Namens Goldon N. Moll, welcher schon im Jahr? 184;' sich in den Minendistrict von' Auburn als Goldsuche? niedergelassen hatte und bereits im folgenden Jahre von seinen Ä!itbürgern zum öountyrichter erwählt worden war. Durch' seinen Tod wird man an einen Vorfall erinnert, welcher in der damaligen Zeit viel von sich reden machte. Ein Goldgräber hatte in der Umgegend von Maryville für etwa 85000 Goldstaub gefunden und befand sich auf dem Wege nach San Francisco, um sich von dort aus mit seinem Schatze nach dem Osten einzuschiffen. Er hatte Maryville noch nicht weit hinter sich, als er von einem Räuber überfallen, erschlagen und seines Goldes beraubt wurde. Einige Tage später fand man seine Leiche, und unter den V!inenarbeitern in der ganzen Gegend herrschte wegen des Mordes große Aufregung. Jeder Fremde, der irgendwie verdächtig aussah, wurde angehalten und gründlich untersucht, doch lenkte sich eine ganze Zeit lang der Verdacht auf keine bestimmte Persönlichkeit. Als man schon beinahe ganz die Hoffnuna aufgegeben hatte, des Mörders habhaft zu werden, wurde plötzlich in Erfahrung gebracht, daß ein bekannter Dieb und Mörder Namens Jim Stewart sich in der Nach barschaft befand. Sofort war Jedermann davon überzeugt, daß Niemand anders den Mord verübt habe, als Stewart. Es gelang, ihn zu verhaften, und Jedermann freute sich, daß man endlich den Verbrecher erwischt habe. Sonderbarer Wseedoch leua. tete, Tom Aerdue zu heißen und den Mann, den er angeblich vorstelle, noch in seinem ganzen Leben -nicht gesehen zu haben. Zuerst glaubte man ibm nicht und lachte ihn aus. Dann begannen bei einigen Leuten Zweifel an der Jdentität des Mannes aufzutauchen. Schließlich kam man dahin überein, ihn vor dem Zkichter Gordon N. Z)!ott dem regulären Gerichtsverfahren zu unterziehen. ES war der erste bedeutende Proceß, welcher überhaupt in Ealisornien verhandelt wurde. Berdue wurde auf eine sehr fähige Weise vertheidigt, und auch der Staatsanwalt batte einige nach damaligen Begriffen sehr tüchtige Advokaten als Beistand. In dem Proceß handelte es sich bald nur noch um die Frage, ob der Angeklagte auch wirklich' Jim Stewart sei. War er's, dann mußte er auch der Mörder sein und als solcher gehängt werden,war er's nicht.dann war selbstverständlich seine Freisprechung zu erwarien. Der Fall war durchaus nicht leicht Wurde von dem Staatsanwalt ein Zeuge vorgeführt, welcher beschwor, daß der Angeklagte wirklich Jim Stewart sei, dann brachten seine Vertheidiger einen anderen Zeugen herbei, welcher das direkte Gegentheil aussagte und steif und fest behauptete, der Angeklagte habe mit Jim Stewart absolut nichts gemein. Auf beiden Seiten waren 21 Zeugen erschienen. Viele derselben gaben an, auf welche Weise der echte Stewart identisicirt werden könne. Ein Mann sagte aus, er habe Stewart schon im Osten gekannt und wisse ganz genau, daß derselbe unter seiner Haut auf der Schulter einen Klumpen habe, welcher sich leicht bewegen lasse. Man befahl dem Gefangenen, seinen Nock auszuziehen und seine Schul tern zu zeigen. Auf der Schulter, gerade über dem rechten Schulterblatt, fand sich wirklich ein derartiger Klumpen vor. Habt Ihr ihn gesunden Y fragte der Zeuge. . Ja," sagten die Eraminatoren, welche die Schultern des Angeklagten untersucht hatten. Dann ist's auch Jim Stewart," schloß der Zeuge in dem festen Bewußt sein, die Wahrheit gesagt zu haben. Trotz alledem waren andere Zeugenaussagen so günstig für den Gefangenen, daß man allgemein glaubte, die Geschworenen würden ihn freisprechen. Dies war indessen nicht der Fall. Die Geschworenen kamen nach einer nur kurzen Berathung wieder in den Gerichtssaal und erklärten, der Angeklagte sei des Mordes im ersten Grade schuldig. Richter Mott schickte ihn wieder in das Gefängniß zurück und kündigte an, daß er nach zehn Tagen den Urtheilsspruch fällen werde. Seit der Zeit waren bereits 9 Tage verflossen, als in Maryville die Nachricht eintraf, daS Vigllanz Comite in San Francisco habe mit einer ganzen Bande von Verbrechern aufgeräumt, und zwar habe sich in dieser Bande auch der berüchtigte Jim Stewart befunden. Die Kerle hätten ihr Ende sämmtlich am Oalaen aefunden.

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Diese Nachricht niäöli dtn Rtöter Mott stutzig. Er schob die Verkündigung des Urtheils auf, bis aus San Francisco vollständig zuverlässige Berichte eingetroffen waren. Dann konnte kein Zweifel mehr darüber herrschen, daß der wirkliche Stewart in San Francisco gelyncht worden war. Die Anwälte des Pseudomörders stellten den Antrag auf :inen neuen Proceß, derselbe wurde bewilligt und Tom Aerdue erlangte seine Freiheit. Er reiste sofort nach San Francisco, wo er weaen seiner ausae standenen Todesangst allgemeine Sym-! , r ? . . rz.- l. ru.r:x r paioie sano. ui ivurve anjuii8lu gefeiert und erwies sich als ein gänzlich barmloser Bursche. Ueber seine späteren Schicksale ist nichts bekannt. Pferdefleisch und Rindfleisch. Der Inspektor der Schlachthäuser in Paris theilte zur Unterscheidung zwischen Pferdefleisch und Rindfleisch folgende Merkmale mit : Pferdefleisch ist röthlich braun, je nach seiner Qualität mehr oder weniger dunkel, und wird an der Luft allmählig noch dunkler. Es hat einen charakteristischen Geruch, ist weich und nur wenig fest, so daß der Finger leicht einsinkt. Die Fasern brechen leicht beim Bearbeiten und werden weich. Die Muskelfasern sind lang und fein durch sehr compactes Zellengewebe vereinigt. Beim Kochen erhärtet das Pferdefleisch und wird dichter und compacter, alsRindfleisch. Unter dem Mikroskop erscheinen die Fasern und Streifungen des Muskelgewebes feiner, als im Ochsenfleisehe. Baillet hat eine auf ähnlichen Unterscheidungsmerkmalen beruhende Tabelle veröffentlicht; indeß gelang auf Grund dieser Anlagen keine ganz sichere Unterscheidung zwischen Pferde- und Rindfleisch. Dagegen fand man, daß die Fette sehr wesentliche Unterschiede zeigen. DaS Fettgewebe des Pferdes ist weicher und schmieriger, alS das des Rindes. Fett von verschiedenen Theilen des Pferdefleisches wurde, in kleine Stücke geschnitten, in einem Glase auf dem Wasserbade geschmolzen, heiß abgegössen und dann das spec. Gewicht bei 100 F. bestimmt Dasselbe betrug stets 0908 bis 09037. DaS aus Fletsch, welches völlig von Fettgewebe befreit war, durch Kochen mit Wasser erhaltene Fnt hatte bei 100 F. das spec. Gewicht 09034. Das geschmolzene Pferdefett bildete bei 70 F. ein klares Oel und der Betrag an bei niedrigeren Temperaturen abgeschiedenem festem Fett war verhältnißmäßig gering. Das Rinderfett war bei gewöhnlicher Temperatur stets fest und die Schmelzpunkte desselben wechselten zwischen 1 10116". Der belgtzche Aufruhr. (TmI dem .Franks. Journal".) Welchen Ausgang die Arbeiterbewe gung in Belgien nehmen wird, läßt sich zur Zeit schwerlich vorherseben ; der ofsiciöse Telegraph arbeitet in Beschwichtigung und Beruhigung, während anderweitige Nachrichten eme Ausdehnung der Strlkebewegung melden. Räumlich ist das Gebiet der Bewegung allerdings immer noch beschränkter, wie der Schau Platz der Arbeiterrevolte im Mörz und Wvtr.r fc -" 0IrvD- 9 r r r r r r w . r . X yaotn nc aucy zene ireueuyaren nlcyr Wiederholt, welche den vorjährigen Arbeiteraufstand zu einem so blutigen machten ; daß es zu solchen noch nicht gekommen ist, verdankt man Wohl einzig und allein dem raschen und entschiedenen Eingreifen der 3!egierung. Der bisherige verhältnißmäßig glimpfliche Verlauf der belgischen Arbeiterbewegung kann aber keinen Augenblick täuschen über die Gefährlichkeit der Situation im Allgemeinen, über die Trostlosigkeit der socialen Zustände Belgiens. Zwar trägt die augenblickliche Bewegung vollständig den Charakter eines ProducteS anarchistischer Wühlereien, doch wirft die Thatsache, daß derartige Wühlereien bei der belgischen Arbeiter bevöikerung einen so ungemein günstigen Bcden sinden, ein grelles Schlaglicht auf die dortigen Verhältnisse. Schon anläßlich der vorjährigen Arbeiterunruhen haben wir constatirt, daß Belgien derjenige Staat des europäischen Festlandes ist, in welchem die Manchesterdoctrin am reinsten und consequentesten in volkswirthschaftliche Erscheinung und Herrschaft trat, wo aber auch betreffs der Regelung der Existenzbedingungen des zahlreichen Arbeiterproletariats die allgemeinsten Gebote einer ausgleichenden staatlichen Gerechtigkeit unbeachtet blieben. Die wüsten Ausschreitungen der Arbeiterbevölkerung rissen in die Vorfiellung vom belgischenMusterstaate ein weites Loch die v!othwendigkeit vom Staate durchgeführter socialer öieformen drängte sich mit rücksichtsloser Schärfe auf, u. bald wimmelte es in den Blättern der Regierung und denjenigen aller Parteien in Belgien von Reformvorschlägen und socialen Programmen. Die Thronrede, mit welcher die auf die Arbeiterunruhen folgende Parlamentssession eröffnet wur de, enthielt ein vollständiges System socialpolitischer Reformen, welche in der Altersversorgung der Arbeiter gipfeln sollten. Von all' deu schönen Reformideen, welche die blutige Märzrevolte von 1886 gezeitigt hatte, ist bis zetzt nicht eine einzige in die Praris übertragen worden. Das Labinet Beernaerdt hat nichts getban, um eine Wiederkehr der Tu multe in den Kohlendistricten zu verhin dern, um das Elend in dem Lütticher Kohlenbecken, in der Provinz Hennegau aus der Welt zu schassen. Von den so cialreformerischer. Beschlüssen, welche im vergangenen Herbste auf dem Lütticher Katholiken Congresse unter der Mitwir kung deutscher Bischöfe und unter dem Einflüsse des apostolischen Segens gefaßt wurden, ist nicht ein einziger auS dem Stadium des Gedankens herausge treten. Die jetzigen Arbeiterunruhen in Belgien sprechen der klerikalen belgischen Regierung das Urtheil. Das Einzige, was von den vielen Reformprogrammen übrig blieb, war die Einsetzung einer großen Commission zur Untersuchung der Lage der Arbeiterbe völkerung. Aus den übrigens recht fleißigen Arbeiten dieser Commission ging auf das Klarste hervor, daß das Elend der belgischen Arbeiter, namentlich der Grubenarbeiter, das denkbar größte sei. Die Commission machte Vorschläge zur Abhilfe: die Verwirklichnng derlei

bei! ttedl äöer noch in todlem geilt;

Geradem ungereimt muß eö erscheinen, wenn Angesichts des thatsächlich unerborten Elends der belgischen Arbeiterbevölkerung in deutschen Alättern als eigentlicher Grund" der Arbeiterbewegung die Forderung des allgemeinen Wahlrechts oder gar die Erbitterung gegen die noch gar nicht in Kraft getretenen Fleischzölle erklärt wird. Daß diese Momente in die Bewegung mit hineinspielen, ist wahr ; dieselben werden aber von den Agitatoren und Hetzern nur als stimullrende Mittel verwendet. Ver Grund und Boden, auf dem die jetzige wie die vonährlge Arbexterrevolte gewachjen ist, r . c t w l L r . TJ . : A - in oas uienD ver oetg!ia?en nroenerevölkerung, die zeder Hoffnung aus Besserung ermangelt. om Inlands. Das Schaufelngeschäft in Pittsburg macht sich. Eine dortige Firma führt Schaufeln nach Südamerik und allen Theilen Europas aus. Pittsburger Schaufeln haben die englischen in Australien vollständig verdrängt. In South Sioux City in Nebraska wurde kürzlich das erste Baby von weißen Eltern in der Stadt geboren. Die Bürger begrüßten den neuen An kömmlinz Abends durch ein Ständchen und machten ihm eine der besten Corner Lots" zum Geschenk. Ein Mann in Jowahat sich soeben 300,000 junge Fichtenbäume aus Black River Falls in Wisconsin kommen lassen, da mehrjährige Erfahrung ihn belehrt hat, daß die Fichte sich zum Anpflanzen auf den Prairien von Iowa am besten eignet. Der Baum wächst schnell, ist sehr widerstandsfähig und giebt den besten Schutz gegen die Stürme ab. Vom l. Juli ab wird in sämmtlichen Städten der Ver. Staaten, welche eine Bevölkerung von 10,000 Seelen haben oder deren Postämter einen Ueberschuß von 510.000 jährlich erge ben, das System der freien Ablieferung von Briefen, soweit dies bis jetzt noch nicht der Fall ist, eingeführt werden. Von der neuen Maßregel wird eine große Menge von Sckdten in allen Theilen des Landes betroffen. Ueber die Entdeckung einer Goldader in Mexico wird bericht tet : Arbeiter, welche in der Räh? des Concepcion-Bergwerkes in Talpupyaha ein Stück Land ebneten, auf welchem ein Holzhof angelegt weroen soll, stießen kaum einen Fuß unter der Oberfläche auf eine Goldader, die eine sehr reiche Ausbeute zu liefern verspricht. Einige Erzstücke wurden auf ihren Gehalt geprüft und ergaben ungefähr 540 Gold auf die Tonne. Die drei Soldaten, welche bei dem Vreisexerciren in Washington die ersten Preise erhielten, tragen merkwürdiger Weise alle drei deutsche Namen : H. G. Stark von San Antonio (erster Preis : Goldmedaille und S100), Chas. F. Conrad von Washington (zweiter Preis : silberne Medaille und $75) und I. N. Wagner von Louisville (.dritter Preis: Bronce - Medaille und 550). Sollten die Preisgekrönten ihr Exerciren etwa vlüben" gelernt haben? ctx:- vu.wo ((.. v?i5lavt New York ist seit L30 Jahren in folgendem Verhältniffe gewachsen: Im Jahre 1656 hatte New York 1000 Elnwohner, hundert Jahre später 10.331. Der Census von 1L00 zeigte 60,489, von 1820 123,706, von 1830 202.598, von 1840 312,852, von 1850 515,547, von 1860 805,651, von 1870 942,292, von 1880 1,206,590 und von 1887 1,683,423. Man schätzt, daß die Stadt bei der nächsten Bolkszählung über zwei rt l V ST r w . V cmlonen tZlnwoyner yaoen wnd. Durch seinen Esel in's Pech gebracht wurde einer der Missourier .,Bald Knobber" Namens Swearingin. Eine von der maskirten Bande mißhan delte Frau beschwor, daß diese in der Richtung nach Swearingins Gehöft ab zog, und daß sie bald darauf dessen Esel schreien und seine Hunde anschlagen hörte. Die Bauern an der Jury kannten diese Bewillkommung des Hausherrn durch seine Hausthiere aus Erfahrung und erklärten den Jdentisicirungs-Beweis gegen Swearingin als vollständig erbracht. In der Umgegend von Gre ville, Cal., waren Arbeiter beschäftigt, den Boden für einen Keller auszuheben, als der Grund plötzlich nachgab, und zwei von ihnen in em etwa 8 Fuß tiefes Loch stürzten. Als sie sich darin umsahen, fanden sie eine ziemlich geräumige, von behauenen Steinen eingefaßte Grabkammer. In der einen Ecke derselben lag das Skelett eines allem Anschein nach sehr großen und kräftigen Mannes, umgeben von rohgearbeiteten Schmuck sachen, einer Art von schwarzem Obsidian und einigen Pfeilspitzen, und den Wän den entlang standen grotesk bemalte Thongefäße mit Knochen von Hirschen und anderem Wild. In die Wände waren Schriftzeichen eingehauen, die natürlich keiner der Aröeiter entziffern konnte. Das Grab hat jedenfalls ein hohes Alter, es wird aber Wohl schwierig sein, dasselbe auch nur annähernd festzu stellen. Ein neues Niesenmonopol, für welches die Verhandlungen vor ei' mgen Tagen in New ?)ork abgeschlossen wurden, soll die Ver. Staaten beglücken. Es besteht in nichts Geringerem, als in der Vereinigung aller GummiwaarenFabriken und -Großgeschäfte des Landes zu einer einzigen Körperschaft, oder Un terstellung derselben unter eine gemeinsame Leiwng, in abnlicher Weise, wie sie vom Standard Oil Trust" über die Gewinnung, Reinigung und den Verkauf des Kohlenöls ausgeübt wird. Den An stoß dazu haben hauptsächlich George A.. Alden & Co. in Boston und Earle Eroteers in New Aork gegeben. Wie bedeutend die Gummifabrication unseres Land ist, erhellt aus der Thatsache, daß in vJngen Jahren die Einfuhr von Rohgmi von 11 Millionen auf 27 Millionen Pfund gestiegen ist, daß ein Capital von 50 Millionen Dollars in der Industrie angelegt ist, und das jähr liche Erzeugniß sich auf 100 Millionen Dollars beläuft. Das neue Monopol hat sich mit einem Capital von 35 Millionen Dollars gegründet, und zahlt feinen drei mit unbegränzter Vollmacht ausgestatteten Direktoren, den Herren Baniaan. Alden und Mever, ein Lab

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wird der Einkauf für sämmtliche Gummifabriken des Landes durch eine einzige New Zlorker Firma geschehen, was dem Geschäft von etwa 200 Gummi-Jmpor teuren New-Dorks erheblichen Schaden zufügen wird. Das riesige Schatzgewölbe, welches durch die fortgesetzte Prägung von Silberdollars nothwendig geworden ist, wird zur Aufnahme von nicht weni ger als 100 Millionen Silberdollars im nördlichen Hofe des großen Schatzamts gebäudes m Washington angelegt und ' . - . . loll im September fertig werden. Die obere Wölbung wird gerade dem Erdboden gleichkommen und mir Nasen be deckt werden. Das Gewölbe wird im Innern 69 Fuß lang, 50 Fuß breit und . . - . -w - r 0' n , velnaye u yoa? lein, nie aasteinmauern werden 4 Fuß 6 Zoll dick. Der Boden wird drei Fuß dick fein und auf eine Unterlage von 6 Zoll Cement ruhen. Die Backstein-Arbeiten sind für 813.000 in Contract vegeben. Man wollte anfangs zwischen den Cement und den Backsteinboden Eisenplatten legen, um das Emgraben zu erschweren. Aber das vom Congreß bewilligte Geld reichte nicht aus, und man glaubt, daß die Lage innerhalb des chatzamts-tLevaudes das Gewölbe ohnehin gegen die Beraubung mittelst unterirdische Stollen schützen wird. Das Gewölbe wird durch einen Gang, der längsweise durch die Mitte führt, in zwei Hälften getheilt. Jede Hälfte wird acht einzelne Abtheilungen von 20 Fuß Tiefe und 10 Fuß Breite enthalten. Die einzelnen Abtheilungen werden rundum an hen Wänden, auf dem Boden und im Dachgewölbe mit eisernem Gitterwerk eingefaßt werden. Sollten Diebe vom Schatzamtsgebäude aus einbrechen wollen, so würden sie eine eiserne Thüre zu öffnen haben, welche acht Fuß im Quadrat mißt und vier Zoll dick ist. Auch wird jede Abtheilung noch ihr eigenes Thor erhalten. Vom Auslande. Das Berlin er Verbrecher album enthält auch die Photographien jener Verbrecher, die als Frauen verklei det ihre Verbrechen verüben. Weist man nämlich denKöeraubten das Herrenbild eines solchen Verbrechers vor, so wird er den Thäter fast nie erkennen. Auf einer solchen Photographie glaubt man z. B. das Bild einer Dame in Balltoilette zu sehen. Die Büste ist dekolletirt, die Schultern sind wohlgeformt; Blumen schlingen sich durch das reiche Haargelock, das Gesicht ist etwas voll, aber nicht un schön. Diese Dame", welche in der photographirten Toilette den Corps de Ballet-Vall besucht und mit schneidigen Cavalieren einer Flasche Sekt nach der anderen den Hals gebrochen hat, ist ein Schneidergeselle. Einige Blätter weiter fällt das Bild einer pikanten Schönen mit schlanker Taille und einem sehr reizenden, ausdrucksvollen Gesicht auf. Auf ,einer anderen Photographie sieht man dieselbe Dame" im Hosen rollen-5kostüm einer Chansonetten-Sän gerin. Nun, diese interessante Persönlichkeit, welche in früheren Jahren am Victoria-Theater als Figurantin enga girt war und später 6 Wochen lang in BriiN'I (JpHnrn s,vivte, ist ibcf falls ein der Criminalpolizei nur zu gut bekannter Verbrecher. Wenn ein Mit glied des Verbrecheralbums das Zeitliche segnet, so errichtet ihm die Feder des Cnminalbeamten das Grabkreuz. Wenn ein Verbrecher, was jedoch nur höchst selten sich ereignet, sich bessert und wieder ein ehrliches Mitglied der menschlichen Gesellschaft wird, so löscht man sein Bildniß aus der Sammlung des Ver brecheralbums, indem man die Photo graphie des Betreffenden mit weißem Papier überklebt. Eine Anzahl unserer wich tigsten Getreidegräser und Kulturpflanzen ist bisher im wilden Zustande noch nicht mit Sicherheit aufgefunden worden. Es gilt dies besonders für die Weizensorten, den Mais, die Saubohne, die Linse und die Kichererbse. Diese Pflanzen treten sogar kaum außerhalb des bebauten Landes vorübergehend auf, trotzdem beim Einsammeln und Wegsah ren dtö Getreides große Mengen von Körnern verloren gehen. Diese Körner werden jedenfalls durch die zahlreichen Nager und körnerfreffenden Vögel, deren Lermehrung der Ackerbau begünstigt, vernichtet. Die Samen der genannten Pflanze.arten, so führt der berühmte Pflanzengeograph Alphonse Decandolle in Genf in einem kürzlich erschienenen Aussatze aus, sind sehr mehlreich, und da auch ihre Größe beträchtlich ist, so wer den sie nicht leicht von den Thieren ver schont bleiben. Außerdem wird ihre geringe Festigkeit verhindern, daß sie unverändert und keimkrüftig wieder von den Thieren ausgeschieden werden, während zum Beispiel das festere Haferkorn durch den Verdauungskanal des Pferdes, ohne sich zu verändern, hindurchgehen kann. Durch die Kultur der Getreide- und Gemüsepflanzen wurde die Vermehrung der Nagelhiere und Vögel, welche auf den Feldern reichliche Nahrung fanden, au ßerordentlich begünstigt. Die Folge die ser starken Vermehrung war wiederum, daß die Thiere in der Natur jedes einzelne Körnchen aufsuchten und schließlich aucy die Körner der vereinzelt stehenden wilden Pflanzen und so schließlich di ganze Stammpflanze vernichteten. Das ist nach Decandolle die Ursache, daß wir diese Pflanzen jetzt nicht mehr im wilden Zustande antreffen. Ein unerhörterFall hat sich wie dem P..H." berichtet wird, in Gran (Ungarn) in der städtischen Mädchenschule zugetragen. Eine Leh rerin an der erwähnten Anstalt drehte dem sechsjährigen Töchterchen des Gewerbetreibenden Mihalovics angeblich weil sich das Mädchen einen Griffel wi derrechtlich angeeignet hatte, ein Papier um die Finger und setzte dasselbe dann in Brand. Als das Kind das. Papier herabriß, wiederholte die Lehrerin die Procedur, indem sie das Papier mit einem Faden an der Hand des entsetz ten Kindes festband und mit Hülfe einer zweiten Schülevin fcsthielt. . Unbeirrt .von den Schreckensrufen der entsetzten Kinderschaar setzte die Lehrerin die grau same Operation" so lange fort, bis die arme Kleine in Folge der an der Hand erlittenen Brandwunden und deS aus gestandenen Schreckens halb ohnmächtig zusammenfiel und dann zu' ihren Eltern ücküdrt wurde. .

Gcner als Dianiüiitött

ist das Geschenk der See! Advokaten Barea en Tenq & Erovsy, 1 Himmer 6 und 7 Talbott & em Block Jndianaroli, 4. Axrtt t87. ) Marshall E. Wood 3c 0.: Verehrte Herren! Ich kaufte beute eine Schachtel Ihre Heilmittel! genannt Ocean Wave Lim". Meine Frou und ich gebrauchten und and,n daß S in ausgezeichnet Heilmittel ist. Ich litt tit 1872 an Nagen schmerzen und Unveidanlichkeit. Manchmal fand ich zwar temrerär niemal aber dauernde Hif Aber der Versuch dn ich mit Ocean lMlPjtWAM A A Ma A, hk II.Ain At M ÄutttmidnM'chEi. Wave in " gemacht have, überzeugt ich raß l S e'egn5elt ygve kam meicn xtiDtneen iite zu dringen. Achtung vollft I. . SD e n ti 9, SxGen. Anwalt. Geld zurückerstattet sollte diese Mittel nicht helfen. Wir wer den unstr Versprechen nicht brechen. Marshall C. "Woods & Co. No. 9 Süd Mendian Straße. Jndianapolt, Ind. Preis tzl. Per Post $1.15. il Quick Meal" Gasolin - Oefen, Keine Davmschrauben an denen ma sich die in ger tbrenni, oder v eiche di Leu'e verwirren. Der tran'eri'bar Ofen hat zwei rcinr. S rade recht um einen Wsschkeet auf,ustelln, Sauf, nicht ehe Jzr den .Quick Meii ekeht i abr. Durchaus unzkiShrlich, sparsam' und guter Back ofen. Alaska RefrigeratorS - tXT" Hetzöfen können bei uns während det Som mirs untergebracht werken. Wm. H. BonnetC S i on, 920. 38 Süd Meridian Strafet. Dr. O. G. Was, OIrzt, Oundarzt Geburtshelfer. Offtee : 4J3S Aalion Are LpXchftun 5 : WoTsiinl on 8 til 9 mi. Machmittag i il 8 Uhr. d 0 7 di Uhr. ET l,do ?. Qohnnug : 141 N. Alabama. Öt. Zc!rbon 92. Vicherheit, (Sparsamkeit und Bequemlichkeit kann nicht beffer gewahrt werden, als durch die Koch- Gas -Ocfcll! z ie finden der unglüc:lichen Kaiserin Charlotte von Mexico, der Gattin des Kaisers Max, die nun seit 20 Jahren geistesumnachtet ist, soll nach dem Pester Lloyd" jetzt eine auf fällige Besserung eingetreten sein. Die Besserung des seelischen Zustandes of senbart sich vornehmlich in der Thatfache, daß die Ex Kaiserin ihre Aengst lichkcit und ihr unstüles Wesen ver'.oren hat. Sie wird nicht mehr von Schrecken ergriffen, wenn sie zufällig ein ihr unbekanntes Gesicht erblickt, was bei der großen Dienerschaft, die im Schlöffe um die hohe Patientin beschäftigt ist, von Zeit zu Zeit unvermeidlich ist. Sie verbrmgt auch nicht mehr, wie sie dies seit Jahren that. Stunden und halbe Tage mit dem Suchen von Gegenständen auf dem Boden. In dem ganzen physischen und seelischen Leben der Prinzessin ist vielmehr eine normale Regel Mäßigkeit eingetreten, welche die Aerzte für ein sehr erfreuliches Symptom erklären. Die Kranke spricht jetzt oft Stun den lang mit den Hofdamen über Toi ketten, V!usik und auch über die politischen Vorgänge. Die Prinzessin bat nämlich seit jeher eine große Vorliebe für das Zeitungslesen an den Tag gelegt, und die königliche Hofverwaltung in Brüffel expedirt täglich ganze Stöße von Zeitungen nach Schloß Conchout. Selbst verständlich werden die Zeitungen vor erst in Brüffel genau durchgemustert, damit nicht etwa irgend eine Notiz unliebsame Erinnerungen bei der Prinzessin erwecke. Wie die in Sofia erscheinende Sloboda" meldet, ist der bu! garischen Negierung eine unverhoffte und recht beträchtliche Unterstützung zu Theil geworden, indem ein in Athen lebender, soeben verstorbener reicher Bulgare Namens Saraoulou sein über zwei Millionen betragendes Vermögen dem bulgarischen Staate vermacht hat. Die Testamentsvollstrecker, zu denen der frühere Finanzminister Geschow gehört, schicken sich an, diese Summe zu erheben. Ein originelles Jubiläumsgeschenk wird der Königin Victoria zugestellt werden. ES ist dies eine Witt wenhaube, die der mit dem Wittwen stand längst vertrauten englischen Köni gin von einer jungen Wittwe, der Köni gin Christine von Spanien, verehrt wird. Diese Wittwenhaube ist denn auch eine Spezialität. Die Haube baut sich auf aus kostbaren spanischen Spitzen mit ge stickten Schleiern, die bis zum Fußboden wallen. Der Stirntheil ist mit einem perlengestickten Diadem geschmückt, einer Handarbeit der Königin Christine. DaS Ganze ist einem altsparnschen Modell nachgebildet, das die Königin auf dem Portrait einer vor vielen hundert Jahren verstorbenen KbnigSwittwe in der Bil dergalerie ihres Palastes entdeckt at. Dem Geschenk ist ein eigenhändiges Schreiben der Regentin beigegeben, in welchem sie sagt, sie habe sich in ihren schweren Stunden stets nach dem leuch tenden Vorbilde ihrer verwittweten Schicksalegenossin aus dem englischen Thron gerichtet. Die feinsten Früchte wie Oraugen, Bananen, Feigen, Datteln, Kastanien. Trauben u. s. w. bei Schaffner. Eisenwaaren jeder Art Pulver. Munition u. s. w. zu mäßigen Vreisen im neuen Laden von B. H. Vanier, Nordost Ecke der Morris und Meridian Straße. ' Merrfüaurapfeifen, lange deutscke Pfeifen, Cigarrensplden etc. bei Wm. Hiucho, No. 199 Oft Washington Str.

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