Indiana Tribüne, Volume 10, Number 259, Indianapolis, Marion County, 7 June 1887 — Page 3
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M MS cv gegcn'alle Schmerzen. Beriete über den Erfolg von Ct.Jakob5 Oel. welch vor Jahren erzielt wurden und jetzt bestätigt eröin. SiderrektkZ Haudgelenk geiellt Junl 1881. Beaver, Beaver Co., Pa. - Vor einigen Tagen siel ich vom Wagen und Verrenkte mir da4 Handgelenk in einer schlim mtn 2Seie; die Schmerlen roaren surcdldar. Konnte keinen Finger bewegen und nicht schla sen. ö?achde:n ich 3t. JakobZ Oel angewandt harte waren aUe schmerzen in 10 Minuten ver schwunden. S. C. Atkin. 5 Zaire spü!cr. Beaver, Beaver Co..'Pa., 9. Oktober 7336. Bor etlichen Jahren fiel ich vom Wagen und verrenkte mir das Handgelenk. Ich wurde veranlagt Lt. Jakobs Del zu versuchen und war in tarier it vollständig geheilt. 0. E.Attin. Sie ?ei0eu eines evsttcurZ. Bloornington. JllZ.. Oktober 1830. Ich habe viele Jahre an rheumatischen Seiner; en tn meinem Aentel gelitten und könnte durch nichts Linderung finden. Trei Sinreibunaen mit Et. JakobS Del stellten mich sasr ganj ttder her. Pexey A. Jslsom. 6 Jahre später' geheilt. lsominzton, JllZ., 13. Okt. 1388. Ich glaube ei war im Jahre 1330, als ich durch Lt. JakobZ Oel von Rheumatismus be reit würd. Derselbe hatte sich int Aenkel seftzesezr und ich konnte nicht ohne Stock gehen. Nach einigen Einreibungen mit dem au?ge zeichneten Schmerzenstiller war ich hergestellt uns bin seit der Zeit von allen Schmerzen er schont.geblieben. Perc? A.'.J o l o tn . THE CHARLES A. VOGELER CO.. Baltimore, MJ M PMuÄVoelllg's v LiARüniinnrn m s rir m firr nH v n iniir n WaOa TROPFEN ' titirn Blutkrankheiten, Leber- u. Magenlkiveu oO Mtni4 tltx an ien i.uo i ia aiXca Atotbtdn ja fcaben. 1Ü iiURU.3 A. &GH.IH tu BiLTllOBE. BP. Wenn Sie den b e st e n. r e i n st e n und stärksten ffi g! . Backpulver, (baking" polier,) dllV(lctt, (stavoring extracts) und Grwkrze, A7eS rein und unvirfälschl taben wol len, dann fragen Sie räch H. F. SOLLIPAY'S Waaren nnd gebrauchen Sie keine andern. !6, 98 öd 100 Süd PrunMania Str. Indianapolis, Ind. C8T Zweiggeschäft in Wlchita, Kan. 1848. R. Browning. 1387. R. C. Browning. Browning & Son, Arotjeker und kändler in Doa:n, hemikalien, ärztlie Instrumenten. VandZg'n. Glatmaaren, Durften, am artn, feinen Parfümerien, Toilettenar tikeln, Swür,en. Aärbeftofsen ic. Am alte Platze. Apotheker Holle ! 7 & 9 Ost Washington Straße. f&urui Am klNMil Weg INanneökrastvollsiänVialzeriuftellen wwyN--wwNrNysNANrf'vN tinb selbst die fi?tnb nndellbaren Zille vonl Pü5eileitt3iiaiUletten pmer uno oaurrno ji.heilen, serner, genaue VluutarunzuLeronn rkeit! Weidlichkcit ! ßlze! Hiuderuisje derVf::4 Cnm4 slO.K'TI ( tH if 1! t II II J tCN2."l r i I Vtzii in Voö-StampS, srgiam rerpan., ,rfri4hw ' - ri ' ' j ' .versanrt. . I SUreifite : Deutsches HeiTinsUut.lltiinxoni Place, nahe Broaaway. New Tor, w. i. irurjJiff Odrz? Buch tfl'auch U haben bei uchiändler 8 Ä 1 ll t, 29 E2dDelazr, Sttake. SLOAN'S
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Das Gespenst der Ehre.
Roman von Haus Vachenhusen. (Fortstvung.) Werner !" rtts sie, vor l'ym nlever knieend und seine Hände erfassend. Werner, trage ich Schuld, so verzeih mir, es geschah nur aus Liebe zu Dir, über die kein Vorurtheil der Welt etwas vermag. Wälze Deinen Kummer aus mich, ich bin stark genug, ihn zu tragen ! Mein Herz hat offen vor Dir gelegen ; Du weißt, es öffnete sich Dir an jenem ersten Tage, da Du mir von Deiner Liebe sprachst! Bin ich schwach genug gewesen auch das bekenne ich Dir, mich selbst und nicht Dich zu fragen, warum diese jungen Männer, die uns während der ersten Wochen unseres Hier-! seins so eifrig umgaben, es an schuldiger Achtung für Dich fehlen ließen, mein Herz würde in seiner Liebe für Dich nie gewankt hüben. Als ich die halben Worte des Herrn von Pernegg ange hört, beschlich mich in all' meinem Kum mer ein Stolz in dem Bewußtsein, daß ich damals über Dich gesiegt! Laß uns fortgeben von hier ! Morgen schon ! Wir ziehen auf Deines Vaters Gut und wollen gegenseitig nur uns le ben!" Sle barg ihr Antlitz in seinen yan öen. Werner blickte trauernd auf sie hin ab. Was sie da eben sprach, erweckte gerade die schmerzendste Erinnerrlng in ihm. Er sah seinen Vetter aus der benacbbarten Garnison mit schweißbedecktem Noß in den Gutsdof springen, wie derselbe mit auf der Steintreppe des Hauses rasselndem Säbel nach ihm begehrte, ihn vom Krankenbette des Vaters hatte rufen lassen, um ihm zu sagen, welche Gerüchte über ihn unter seinen Kameraden verbrei tet sei'en. Und dorthin sollte er, um gerade dort am sichersten denselben frostigen AÜenen zu begegnen, denn eben dieser Herr von Pernegg hatte seit Kurzem erst den Dienst in jener Garnison quittirt, um zur Diplomatie überzugehen,und was er gesprochen, war sicher das Urtheil, das die Offiziere dort über ibn gefällt!.... Werner kam, während sie vor ihm kniete, zu einem Entschluß. Er richtete, sich selbst überwindend, ihr Antlitz auf, lächelte sie melancholisch an und küßte sie auf die Stirn. Sie sollte nichts wissen davon. Wir wollen es überlegen !" sagte er. Snche die Mutter und zeige ihr nicht, was in Dir vorgeht. XVII. Meta begab sich mit Werner auf den Gesandtschaftsball Weriler liebte es, seine Gattin bei sol chen Gelegenheiten, m glänzendster Toilette zu sehen, und sie hatte ihm hierin auch diesmal bereUwillig nachgegeben. Sie erschien in weißer, mit einer ganzen Brandung kostbarster Spitzen bedeckter Robe, mußte sich sogar die Last der Diamanten gefallen lassen, mit der sie Werner's Hochzeitsgeschenk beladen hatte, und übte eine blendende Wirkung in der Gesellschaft, als sie mit heiter strahlendem Antlitz die großen Räume betrat, in denen sich schon das buntfarbige, bewegliche Ehaos der Toiletten und goldblitzenden Decoration vor ihr ausbreitete. Mda war bald von einem Kreise umdrängt, in welchem man wetteiferte um die Aufmerksamkeit der schönen jungen Frau. Pernegg hielt sich auffallend zurück, während er sonst der Eifrigste gewe sen, ihr den Hof zu machen ; er mochte fürchten, bei ihr in Ungnade gefallen zu sein. Auch seine Beziehung zu ihrem Gatten war natürlich eine gespannte geWorden, denn nachdem sie sich mit Formlichkeit flüchtig begrüßt, vermieden' sie sich Beide in allen Formen der Eonvenienz. Werner batte Unterhaltung genug qefunden, während seine Gattin, die sich trotz ihrem Lächeln jetztwenigeralsjezum Tanz ausgelegt fühlte und sich nur gezwungen an demselben betheiligte, ihn, wo es ihr gestattet, heimlich beobachtete und durch ihre Wahrnehmung ihr Gemüth mit ihrem Lächeln in Einklang zu bringen vermochte. Auch.Werner schien vergeben zu haben, was ihn beunruhigt; seine Stirn war klar, sein Auge hell ; er war wieder der frühere heitere und gewandte Cavalier und begegnete lächelnd den Blicken seiner Gattin, die er der Gesellschaft heute überlassen mußte. So wann zinige Stunden der S.oiree verstrichen, Werner stand eben plaudernd in einer Gruppe, als Pernegg, den er aus den Augen verloren,mit zwei jungen Männern zu einer andern Gruppe dicht neben ihm trat und diese mit seiner langen Gestalt überragend, mit absichtlich ausdruckslosem Gesichte, das Monocle im Auge, auf ihn hinüberschaute. Betroffen erkannte Wemer in den beiden jungen Männern zwei der Ofsiziere, die Zeugen jenes Abends gewesen. Pernegg schien, ohne sich die Miene zu geben, dieselben auf ihn aufmerksam gemacht zu' haben ; sie schauten beide gleichzeitig zu ihm hinüber und begegneten seinem Blick. Aber wie verabredet regte sich kein Zug in ihrem Gesicht, als sie ihn der knappsten, gleichgültigsten Verbeugung würdigten, dann, als hätten sie eine gebotene Form erfüllt, sich abwandten mit der erkenntlichen Absicht, lhn zu tgnonren. Werner erblakte. aber er beberrsckte sich und führte die Unterhaltung fort, wohl zerstreut, aber ohne merkbare Ge mütbscrreaunq. Konnte ihm noch der geringste Zweifel r . . r 'r - jein, oap man !yn als elgtmg verurtheilt, so überzeugte ihn jetzt das Benehmen dieser Belden. Was er schon im Stillen geplant. mußte gescbehen. Kostete es ihn sein Glück, das seiner Gattin, er mußte die Schmach von sich wälzen, die man so kaltberzig und schonungslos auf ihn häufte. Die Ehre des Mannes stand über dem Glück des Gatten, nur durch ihre Wleoerausrichtung konnte das letztere ge deihen..Auch Meta mußte sich überzeugt haben, daß das Eine ohne das Andere unmogllch geworden. Mochten dle Fol gen sein, wle sie wollten, sie durfte ihn um derselben willen nicht verurtheilen. . ' Diese iand ibn a&rc in eisiger. Ruhe
wieder in dle GestllschaftT' zuruckleyrte. Aber sie schien jetzt die ihrige verloren zu haben, denn er glaubte in ihrem Lächeln
eine ängstliche Spannung ihrer Züge zu erkennen. Meta hatte in der That an Pernegg's Seite den einen der beiden Officiere erkannt, der damals in Deutschland am Morgen vor ihrer Trennung von Werner vor dem Hotel nach ihm gefragt, er war es, der den Andern vor dem Hause erwartete, bis dieser zurückkehrte. Sie suchte den Gatten und las heimlich die Bestati gung in seinem Antlitz. Ich fühle mlch Nlcht Wohl, Werner," ! sagte sie, sich an seinen Arm hängend. Dieses Gewühl ist erdrückend für mich, man bestürmt mich mit Aufforderungen zum Tanz, ich will dem entgehen Laß uns aufbrechen !" Werner s Antutz beooachtete dleielbs Ruhe, als er zärtlich ihren Arm drückte. n ihm war dme Rübe, sett snn Unt schluß gefaßt. Die Spanne Zeit, die zwischen heute und dem Tage lag, der kommen mußte, sollte ihm nicht zu lang sein; Meta sollte keine Ahnung von seiner Absicht haben, damit nicht ihre Gemüthsruhe gestört ' werde, denn sie litt mit ibm, er wußte es ; ach ihren eige nen Worten hatte sie erkannt, daß sie die Scduld trug, aber sie sollte es durch irni nicht noch mehr empsinden. Zudem : was geschehen mußte, durfte durch si nicbt noch einmal vereitelt werden. Meta war glücklich, als sie, die sich in der ewigen Stadt anfangs so wohl ge fühlt hatte, dieselbe verlassen sollte. Aber helmwarts. schon ln den kalten Winter ! Da traf vor ihrer Abreise ein Bries von Henrike ein, die ihr von Paris melbete, sie gehe demnächst mit der Fürstin für den Rest der Winterzeit nach San Remo und hoffe, Meta werde auf ihrer Lluckrele sie dort besuchen. Werner, der seit jenem Ballabend eine eifrige telegraphische Eorrespondenz un terhalten, kam Meta's Wünschen sie überraschend entgegen. Der Ort sei .langweili, lächelte er, aber er sei bereit, ihr dorthin zu folgen ; die Riviera sei eine einzige Hotelgasss, in der man mit dem Nachtsack in der Hand täglich seine Nachbarn und Freunde besuchen könne; er werde der letzteren vielleicht übergenug sinden And für den Fall fti dieser Ort ei angenehmer Rückzugspunkt. Frau von Schrader ihrerseits war mit dem Tausch zufrieden. Diese tägliche Jagd nach Sehenswürdigkeiten, zu der Meta sie in der ersten Zeit aufgeboten, war schließlich über ihre Kräfte gegangen, und jetzt nahm auch das Gesellschaftswesen erst seinen stürmischen Anfang. Die Ruhe am Meereöstrand wird uns Beiden wohl thun," sagte sie zufrieden. Wir Werder, uns da ein Landhäuschen für uns allein miethen, und wenn die Schwalben und Wachteln zurück über das Meer geflogen kommen, werden wir ihnen nachziehen Den Papst zu sehen, ist mir freilich noch nicht gelungen," setzte sie lächelnd hinzu, aber das wird Anderen in Rom auch schon so ergangen sein." XVIII. Winter war's nur dem Kalender nach am Gestade des Mittelmeers, der vielgesuchten Riviera. Die Sonne, die zur Sommerzeit die Lunge ausdörrt, und wenn der Scirocco weht, das Paradies zur Hölle macht, sandte ihre warmen Strahlen auf die Felsen, auf die Gärten, die Villen und tanzte in Millionen von Lichtern auf den blauen Wellen. Die Möven schwännten über die lieblichen Inseln, über die armen, vom Mistral zerzausten Palmen, die von den Vorgebirgen ihre Wedel über das Meer dahin strecken; ein einziger, ununterbrochener Blumenflor gürtete das Ufer mit seinen Palästen und Landhäusern, lustig schwärmte die lizurische Fischerflottille aus der Meereshöhe, und 'am Horizont zogen gleich 'majestätischen Märchenschwärmen die stolzen Dampfer der Mittelmeerlinien dahin. Wie immer um die Zeit der Jahreswende, rollten die gefüllten Personen züge an der Riviera die Ponente, sich kreuzend, von Genua und Marseille, auf dem engen launenhaften Ufer dahin, sich schlanzenhast zwischen den Ausläufen der Seealpen windend, bald versinkend unter dem Felsboden, bald hoch über das Gestcin dahin rasend und ihre Reisenden an all' den poetischen, von Gottes unerschöpflicher Hand so gesegneten Plätzen vorüberführend. Sie waren wie immer gekommen von aller Welt Enden ; sie redeten aller Welt Sprachen, trugen aller Rassen Gepräge und hatten nur dje eine gemeinsame Aufgabe, die Zeit zu tödten. sei es um die des Leidens zu kürzen, oder die der Freuden zu genießen. Monte Carlo war wie immer dn Hauptsammelpunkt Aller das märchen haft aufaevudte Uferfelsvlateau. aus dem die schwarze Seele des kleinen Naubstaats Monaco und wle man sagen darf : das böse Gewissen von ganz Europa wohnt. Hier, im Casino" wie sich die Spielhölle so vornehm ? p . 'r t r .i . "w glelpnerla) nennr, nane oer beulet wlede? eine ganze Welt um sich: die Säle waren bis elf Uhr Nachts überfüllt, auf der großen und imposanten, vom Bahnhöfe zu den Feenqarten dieser rel zendsten Stätte der Erde führenden Treppe strömten die Gäste zu jeder Stunde auf und ab, denn selbst für den Tugendhaftesten, den sein Weg durch die Riviera führt, hat das Wort Monaco oder Monte Earlo, wenn es der Schaff ner der Eisenbahn ruft, einen wundem bar verlockenden Klang. - Jeder will den Teufel da oben sehen, und wenn er erst oa ist, )o hat der ihn. Unter den Reisenden, welche Nach mittags den Bahnhof verließen, betraten zwei junge Männer, die auf den ersten ent' r" X i.'ir f . rsrr sr , ioim ncy als oeui,cye sslnere utuurn verriethen, die große Sandsteintreppe Berthld's hohe kräftige Gestalt, das gebräunte Antlitz unter dem weichen Filzhut, in elegantem Reisecostüm, und neben ihm. einer der Kameraden aus Urlaub, Lieutenant von Schuewen. Sie hatten sich in Nizza wiedergetroffen und ' gemeinsam den Ausflug nach Monte Earlo gemacht, und wie Jeder, der in seinen Principien nicht r.rpr. r . . i w . ganz incysen, verraten iie vle treppe mt einem beklemmenden Vorgefühl. Bert hold schaute, eine Stufe nach der ande ren nehmend, düster ..vor sich hin ; er
war schweigsam ilnv für die paradlestsche Umgebung unempfänglich ; sein Kamerad, der sich im Sommer für ein Jahr a la suite hatte stellen lassen, um die Welt zu sehen, athmete dagegen mit vollen Lungen; entzückt blickte er umher, schaute er auf das weite Meer hinaus und brach in lautem EnthusiasMus aus. ... Hundert Francs riskire ich!" rief er auf dem Plateau angesichts des SpielHauses. Meinetwegen auch zweihundert, die schaden meiner Reisekasse nicht. Du wirst doch auch Dein Glück versu-
chen, Hollmayer?" Berthold antwortete nlcht; er zuckte die Achsel, dann lüftete er den Hut, trocknete den Schweiß von der Stirn und murmelte etwas vor sich bm inden , dunkelblonden Vollbart. Seine blauen Augen schauten so zerstreut umher, über den Platz vor dem Casino, auf die weiblichen Gruppen an dergroßenFon taine. Komm!" rief er und betrat festen Fußes die Freitreppe des Hauses. Ihm war das Herz nicht so leicht wie das des Kameraden. Mit einem verzweifelten Entschluß war er hierher gekom men. Die tausend Mark, mit denen er ausgezogen, die ihm eine so große Summe erschienen, waren für die Schweizer Hotels eine Bagatelle gewe sen und so war er mit hundert Francs in Nizza eingetroffen. Sein Kamerad hatte ihn dort in einem Kaffeehause gefunden. Er erzählte ihm von dem fabelhaften Glück, das ein anderer der Kameradell während der letzten Tage in Monte Carlo gehabt. Komm mit; ich fahre am Nachmit tag hinüber, in einer Stunde sind Wh drüben. Du scheinst kein Glück in der Liebe zu Haben, folglich wirst Dll's im Spiel sinden !" Kein Glück in der Liebe ! BertHold's Eitelkeit bäumte sich. - Des Kameraden Aeußerung verletzte ihn tief, und dennoch lag Wahrheit darin. ' Von Ort zu Orl war er durch die Schweiz gezogen, rnu nach der Einen suchend an all den Stät' ten, wo sich die Fremden gesammelt, bii der Herbst diese über die Alpen verjagt Nur einmal, in Genf, glaubte er ihn Spur gefunden zu haben, aber sie hatt ihn getäuscht. Die letzten hundert Francs !" rief ei zähneknirschend. Gehen die verloren, so mag eine Kugel diesem elenden Daseiv ein Ende machen !" Den Revolver zu sich steckend, suchte et den Kameraden und der Zug trug ihn av die Schädelstätte so manches zertrümmere ten Lebensglücks. Zaudernd und bangend noch vor bei Ausführung des verzweifelten Entschlusses, der ihn hierher geführt, stand n lange an einem der Spieltische, während Kamerad Schliewen schon mit heiß Spr ihm gegenüber in dem eng schlossenen Kreise im Feuer stand. Aber sie gehörten ja nicht mehr ihm, diese wenigen Goldstücke, die ihm in derHand sobranw ten ; er war sie bereits in Nizza schuldig und gingen sie hin, der Verlorene bezahlt ja mit dem Letzten, über das er gebietet, mit dem Leben !.'... Und dennoch zögerte er. Da legte sich ihm ein kleines Weißes Händchen auf die Schulter ; er fühlte einen warmen Athem an seinem Obr und eine fremdartig und ihm doch so be kannt klingende Mädchenstimme rief halk laut : f V, Sie find's, Herr von Hollmayer ! Wie ich mich freue, Sie wiederzusehen ! Das bedeutet mir Glück ! Setzen Sie doch diese . fünfzig Francs für mich auf Rouge !" Seitwärts schauend, sah er Eva Westerström's goldblondes Köpfchen sich an seine Schulter neigen, wie sie, keinen Raum in der um den Tisch gedrängten Kette sindend, ihr Händchen über dieselbe streckte, um ihm einige Goldstücke zu reichen. Ihm war's, wie sein Blick nun das liebste, rosige Profil streifte, als könne ein Geschöpf wie sie, kein Untheil bringen. Das bedeutet mir Glück ! echoete es auch in ihm, und , in dem Gedränge unfähig, ihr Raum zu verschaffen, auch zu befangen von seinem Vorhaben, nahm er das Geld aus den keinen Fingerspitzen. Eva's Händchen blieb inzwischen auf seiner Schulter ruhen ; neugierig folgte sie seiner Hand, wie sich dieselbe auf das grüne Tuch ausstreckte. Und Eva's Hoffnung bestätigte sich. Sie gewann. Betroffen und verwirrt, wollte er das Geld einziehen, aber ein eigensinniges nein, nein !" und ein Druck auf seine Schulter hinderte ihn. Es muh ja mehr gewinnen !" flüsterte ihr Athem in sein Ohr. . Er meinte, er fühle ihre Lippen an demselben und starr haftete sein Blick vor sich. Und als jetzt wirklich Rouge wieder und noch einmal kam, verlor er den Rest seiner Besinnung. Er warf das Gold, das ihm schon so heiß in der Hand geworden, zu dem Häufchen, das sich auf dem rothen Felde gesammelt. Das Herz zitterte ihm in der Brust; er hörte nicht, was Eva ihm zuflüsterte, sah nur sein Gold. Was von da ab mit ihm geschah, traf ihn wie einen halb Betäubten, dann wie einen vom Traum Befangenen. Schlag auf Schlag ward Rouge annoncirt; Goldrollen und Banknoten häuften sich aus dem rothen Feldchen. . Endlich erwachte er, fuhr erschreckt zusammen und streckte die Hand aus. Nein, nein, lassen Sie doch! Es kann ja noch immer mehr werden !" bat Eva, und ängstlich preßte sie die Hand auf seinen Arm. Und durch ihre kindliche Aufregung, wie sie seinen Arm so fest zurückhielt, verlor er jeden eigenen ryni r mr p r . m . Wluen. mit seucyter nrn icyame er hin, zitternd für das schon Errungene,das ihm bereits eme neue Welt öffnete und doch jeden Augenblick in nichts zerfließen konnte. Es summte ihm im Gehirn, es guckte in seinen Händen ; er meinte, es sei genug, es sei Wahnsinn, noch mehr zu wagen; sie wußte ja nicht, was für ihn aufdemSplel stand ; ein großes Kind, wie sie noch war, spielte sie mit dem Golde wie mit ZahlPfennigen, ohne seinen Verlust zu empsinden. Und immer wieder kam Rouge ; immer mehr häufte sich das Gold, als könne es nicht anders sein, und immsr fe lter klammerte sich.ßva's Hand M..sti
nen Arm, wi? sie dicht an Ihn gedrängt mit freudigem Lächeln auf den Mammon schaute. Endlich war's Bcrthold, als werde er aus einer namenlosen Qual erlöst. Eva's Hand ließ von seinem Arm. Ich glaube, es ist jetzt genug !" flü sterte sie ihm schelmisch zu. Die Leute sehen uns Alle schon so schadenfroh an; wir wollen ihnen einen Possen spielen !" Und nur dessen gewärtig, hastig, habgierig beugte er sich über den Rand des Tisches, als der Employe eben die letzten Goldrollen zu dem Häufchen gerollt. Mit Gier strich er Alles, zusammen, in seine Taschen, in seinen Hut, und hoch Athem holend, drängte er sich rückwärts aus dem Kreis. Eva stand bereits außerhalb desselben; mit übermüthigem Lächeln die Hände zusammenschlagend sah sie ihn kommen. Nicht wahr, das haben wir gut gemacht?" rief sie schelmisch. Kommen Sie, dort drüben auf dem Divan wollen wir theilen ! Die Mutter sieht uns nicht; sie sitzt im letzten Salon." Sie zog ihn in kindlicher Unbefangenheit mit sich, und unter dem Fenster ihm gegenüber sitzend, schaute sie zu, wie er die Goldrollen und Banknoten ausbreitete. Zählen Sie! Ich mag das schmutnge Geld nicht anfassen," bat sie, ihn so zutraulich anschauend und sichtbar erfreut, ihn zum Theilnehmer ihres Glücks gemacht zu haben. Ich wußte ja," plauderte sie, während er zählte, daß ich heute gewinnen werde, denn beim Lunch saß ein buckliger Herr neben mir, und das bringt unfehlbar Glück, so sagte man mir. Da kommt auch meine Akama, sie braucht nicht zu wissen, wie viel wir gewonnen, und da wir Beide heute eine so glückliche Eompagnieschaft haben, speisen Sie nachher mit uns im Hotel de Londres! Nicht wabr, Herr von Hollmayer?" Sie lächelte . ihn so kindlich froh an, daß Berthold in seinem ihn erschreckenden Glücksbwußtsein nur ein stummes Nicken hatte. Und doch jagte ihn, als die Theilung vorüber und er mit allen Taschen voll Gold dastand, ein banges Gefühl von der Seite der schönen Blondine. Die Goldrotten in seiner Brusttasche erdrückten ihn fast. , Er wünschte allein zu sein, um sich mit seiner neuen Situation zu verständigen, zu überlegen, was er thun solle. Er versprach also zerstreut, ins Hotel zu kommen, wechselte das Gold bei der Bank gegen Papier, stürmte dann hinaus in den Garten und suchte sich den einsamsten Platz. Welch' ein Thor, sich um Geld zu sorgen, wenn es hier so spielend zu erreichen war! Er zeichnete, jetzt wieder vertrauend auf seine Zukunft, Meta's Namen vor sich in den Kies, vergaß seinen Kameraden und eilte hinab in die Stadt, um ein Quartier zu suchen, denn hier war sein Glück; . hier wollte er schöpfen mit vollen Händen; hier lag die Entscheidung über sein Schicksal ! Die schöne Eva wartete vergeblich auf den Undankbaren. Sie suchte ihn am Abend ebenso vsrgeblich in den Spiclsälen. lfforttttzung solgt.)
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