Indiana Tribüne, Volume 10, Number 259, Indianapolis, Marion County, 7 June 1887 — Page 2
Zndiana Tribune.
Erscheint Füglich und Sesutags. 25 tUtlgllch Xxilint" kostet durch den XrlfixiS ct 11 taosjt, tt rag, , CiitJ ftt Qo3. UtiU infaaai U mtl. tt Psfi atf4tli In Bonil5ialafl 13 P 31. Öfflc 1L0 O. WarvlavdSr. Indianapolis, Ind., 7. Juni 1337. Zum belgischen Strike. KvlZ den europäischen Blättern erfährt man, daß der große Strike im Hennegau von Leuten angezettelt worden ist, wel che die Arbeiterpartei in den Bann ge than hat. Bekanntlich kam es auf dem letzten belgischen Arbeitercongreß zu Spaltungen und zur Ausstoßung des Agitators Defuisseaur. Bereits wenige Wochen nach jenem Congreß hat die Spaltung zu einer offenen Trennung de, beiden Fraktionen geführt. Auf einem am 17. April in Mons stattgehabten Sondercongreß der Parteigänger De fuisseaur', an welchem etwa dreißig De legirte theilgenommen, war beschlossen worden, eine neue, von dem General rath unabhängige Arbeiterpartei zu grün den und für die a l l g e m e i n e Arb e it s e i n st e l l u n g Propaganda zu machen. Aus Soignies, Brüffel und Lüttich waren dieser Versammlung zahlreiche Zustimmungen zugegangen und seitdem predigt der Combat", das Organ dieser Fraktion, unablässig im Sinne rücksichtslosen Vorgehens. Anfänglich hatten die Nadicalen" wenig Erfolg. So heißt es in einer (Korrespondenz vom 17. Mai : Noch widersetzen sich die Ge mäßigten und Vernünftigen der Anwen dung eines so extremen, mit offenem Aufstand gleichbedeutenden Kampfmit tels, indem sie auf die ungenügende Or ganisation und den Mangel an geordneten und mit hinreichendem Gelde ausge statteten Ra)w hinweisen ; auch Wider streben hie und da die Frauen dem Strikewesen, von dem sie nur noch größere Noth als unvermeidliche Folge be fürchten. Allein die Agitatoren benutzen neben den vielfach vorhandenen Gründen zur Unzufriedenheit jetzt auch noch den jüngsten Kammerbeschluß über die Fleischzölle, um die erregten Gemüther noch mehr zu erhitzen. Unter diesen Umständen mußte der Ausbruch einiger Strikes im Revier des Centre als das Signal zu einer ausgedehnten Arbeits niederlegung erscheinen. Die begleitenden Umstände verstärkten diese Annahme. Mit Revolvern und Picken bewaffnete Haufen von Kohlengräbern zwangen den Maschinenmeister von St.-Vaast unter Vorhaltung der Waffe, sich vom Schacht zu entfernen, weil man nicht mehr ar beite. Am selben Tage noch griff der Strike um sich, indem die Arbeiter der Gruben von Maurage und ein Theil der Mannschaften in den Grubenwerken von Housiu und Tars-Longchamps nicht mehr anfuhren. InForchies-La-Marches wur de ein v-ttdiZ:S Neziwg abgehalten und beschaffen, die Arbeit niederzulegen. Die Nacht vorher waren in La Louviere und in den Jcachbargemeinden mit dem Pinsel geschriebene Plakate, die Aufschuften wie diese : Allgemeine Arbeitseinstellung ; keine Feiglinge" und ähnliche trugen, angeschlagen worden. Unwahrscheinliche, aber vielfach ge glaubte Gerüchte liefen in Menge um, wie z. B., daß die Cooperativ-Ääckerei in Jolimont mit Dynamit in die Luft gesprengt werden sollte, daß die Leute des Combat" einen Schlag gegen die Gruben von Avaleffere und SainteBarbe (bei La Louviere) beabsichtigten, . und andere mehr. Thatsache ist, daß die Zkohlenarbeiter im Centre und Charleroier Revier sich im Besitze einer Menge Revolver befinden und daß auch an geheimen Orten Dynamit aufbewahrt wird. Es geschah jedoch von dem Befürchteten nichts und, wenngleich die fieberhafte Erregung fortdauerte, nahmen die meisten von denen, die in den Gruben des Centre am Freitag Strike gemacht hat ten, am folgenden Morgen bereits zum größten Theile die Arbeit wieder auf. Da goffen die Ordnungswächter" Oel in die Flammen. 20 Gensdarmen hieden mit Säbeln und Bajonnetten auf einen zwar lärmenden, aber unbewaffne ten Haufen ein, wobei es m vielen Verwundungen kam. Die erste und unmit telbare Folge dieses sinnlosen Angriffs war, daß die Metallarbeiter der Construktionswerlstätten von La Croyere, von denen einige zu den Opfern des Uebereifers der Gensdarmen zählen, sofort sich dem Strike anschlössen und der letztere sich über das ganze Centre-Revier ausdehnte. Auch in Charleroi und anderen Bezirken ist die Gährung groß. Zum Glück sind die Städte ruhig geblieben, und die Regierung war klug genug, erst die Bürgerwebren zu verwenden, das eigentliche Militär aber nur für den autzerlten Nothfall berett zu halten. Alles in Allem ist es klar, daß der Aufstand auf die Vernachlässigung der (nicht stimmberechtigten) Arbeiter von Seiten de Staates, auf die Fleisch zolle und endlich auf die Ungeschicklichkeit der BeHorden zurückzuführen st. Eine seltsame, in der Geschichte der Schöffengerichte vielleicht noch nicht dagewesene Sitzung hielt dieser Tage das Schöffengericht in Staffel ab, vor welches fünf große MetzgerHunde behufs ihrer Jdentitätsfeststellung geladen waren. Ein in der Unterneustadt wohnender Metzgermeister hatte ein Strafmandat zugestellt erhalten, weil sein Hund ohne !)!aulkorb herumgelausen sei, versicherte aber auf das Bestimmteste, daß sein Hund an dem betreffenden Vormittage auf dem Hofe angebunden aewelen sei. hierauf kam die (SaA hnr das Schöffengericht, woselbst dem die .Anzeige erstattet habenden Schutzmann die gedachten fünf Hunde, von ziemlich gleichartig gelber Farbe und ähnlichem Äörverbau, vorgestellt wurden. Da der selbe nicht mit aller Bestimmtheit den Uebelthäter bezeichnen konnte, so erfolgte kostenlose Freisprechung des Beklagten. Die Thiere sollen sich mit edler Würde Benommen yaoen und des seierltchen Moments sich gleichsam 'völlig bewukt CtÜtUn lein.
Zur Geschichte der Metalle. In Jahre 1854 entdeckte Victor Place bei seinen Ausgrabungen in Khorsabad (3 Stunden von Ninive) unter einem Eckstein des vom Affyrerkonig Sargon gegründeten Palastes einen Steinkasten, der eine Anzahl mit deutlichen Keilin schriften bedeckter Votivtafeln enthielt. Die Inschriften bezogen sich auf die im Jahre 706 erfolgte Gründung des Ge bäudes und stimmten bei den einzelnen Tafeln im Wesentlichen überein. Es ging aus ihnen hervor, daß ursprünglich sieben solcher Platten vorhanden waren. Drei davon sind verloren gegangen, die übrigen vier besinden sich im Museum des Louvre zu Paris. Sie sind rechteckig, hab?n verschiedene Größen und jede be steht aus einem anderen Stoff. Der Chemiker Berthelot hat sie kürz lich einer chemischen Analyse un terworfen und festgestellt, daß die kleinste (167 g wiegend) aus reinem Golde, die nächst größere (435 g) aus reinem Silber, die dritte (952 g) deren Stoss man früher für Kupfer ansah, aus Bronze besteht. Die vierte Platte ist die interessanteste von allen. Sie wiegt etwa 185 g und besteht auö einem blen dend Weißen, undurchsichtigen, sorgfältig polirten Stoff, den man bisher für ein Metalloryd gehalten hat. Man bezeichnete die Tafel sogar als Antimontafel,
ja auch als Zmntafel, indem man an nahm, daß sie ehemals aus einem dieser Metalle bestand, welches dann allmählich oxydirt wurde. Berthelot erkannte je doch sogleich, daß diese Annahme nicht richtig sein könne, und die chemische Analyse hatte das merkwürdige Ergeb niß, daß die Platte aus reiner, krystallisirter kohlensaurer Magnesia besteht. Das Merkwürdige hieran liegt in dem Umstände, daß die Magnesiasalze im Alterthum und sogar noch im Mittelalter unbekannt waren und daß die reine krystallisirte kohlensaure Magnesia eins der seltensten Mineralien ist, welches Hauy, der berühmte Mineraloge, im Anfang dieses Jahrhunderts noch nicht kannte. Eine weitere höchst interessante Entdeckung machte Berthelot bei der che mischen Untersuchung eines gegossenen Metallringes, der die Mündung eines Gefäßes bildete und aus den von Herrn Sarzec in Tello vorgenommenen Ausgräbungen stammt. Tello ist ein seit der Zeit der Partherherrschaft unbewohnter Ort, welcher die Ueberreste der aueuen cyatoalZcyen onnuianon etn schließt. Cs ist daher gewiß überraschend, daß der erwähnte Gefäßrest, wie Berbelot fand, aus einem Antimon besteht. Die ses Metall wurde als selbstständiger Stoff erst gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts entdeckt und beschrieben. Man wußte bisher nichts davon, daß es im Alterthum bekannt gewesen sei, abge sehen von des Dioskorides Angabe, daß der von den Alten in der Heilkunde ver. wendete Grauspießglanz (Schwefelanti mon) auf glühenden Kohlen sich in Blei verwandele. Was er für Blei hielt, ist metallisches Antimon. In Legirungen mit anderen Metallen sindet dieses Ele ment jetzt vielfache Verwendung ; aber aber es ist weder aus neuerer Zeit noch aus der Vergangenheit ein Beispiel be kannt, daß es in reinem Zustande zu einem ähnlichen Zwecke, wie in dem hiel geschilderten Falle, benutzt worden sei. Schließlich sei noch der von Berthelot ausgeführten Untersuchung einer kleinen aus Tello stammenden Metallsigur, eine knieend dargestellte Gottheit vorstellend, gedacht. Sie trägt den eingravirten Namen Gudeah und bat nach Herrn Oppert ein Alter von etwa 6000 Jahren. Bauernfängerei. Wer da glaubt, es sei jetzt nicht mehr so leicht, Farmer zu betrügen, befinde sia? enlicyieven aus oem Holzwege. Um reisender Agent" erzäblt : Ich habe einen Geschäftstheilnehmer. Manchesmal sammelt er Abonnenten für eine Familienbibel, oder er verkauft Patentrechte für die Fabrikation von Buttersässern und Käsepreffen. Er be gibt sich in eine reiche, dicht besiedelte Gegend.schlägt seinen Wohnsitz bei einem wohlhabenden Farmer auf und sucht aus vorsichtige Weise möglichst viele Reuig leiten einzusammeln. So erfährt er, an welchen wirklichen u. eingebildeten5lrankheiten die Leute leiden, wer Geld auf eine geheimnißvolle Weise verloren hat, wem theure Anverwandte durch den Tod geraubt werden sind, und wer Neigung zeigt, abergläubischen Ansichten zn huldigen. Mein Partner" notirt Alles, was er hört, m cm 9!otlzbuch auf, und übersendet dann dasselbe mir. Unterdeffen bin ich in einer andern Gegend tbatlg gewesen, und wenn lch dorthrn komme, wo mein Freund thätig war, hat man seiner beinahe schon vergeffen. Ich rrene ganz yarmlos vor einer rarm ein, deren Bewohner mir durch das Notizbuch meines Gefährten ganz genau bekannt sind, und werde natürlich gastfreundlich aufgenommen. Nach dem Abendeffen frage ich ganz beiläufig" den Farmer nach seiner Schwester Helene, die vor 10 C-t. V- ffXi-' l.f..j.i r Jahren an der Schwindsucht gestorben sei, dann erkundige ich mich bei ihm, wie es kam, daß ihm in der Nacht zum 21. September 1879 daö beste Pferd aus dem Stalle gestohlen wurde, drücke ihm mein tiefes Beileid aus, daß ihm im folgenden Jahre seine Scheune in Folge eines Blitzschlages abbrannte, und weiß überhaupt Alles, was in seiner Familie vorging. Die Leute sehen mich an, wie einen Herrgott. Woher wiffen Sie dies Alles", fragen sie mich. Ich bin der siebente Sohn eines siebenten Sohnes," lautet meine Antwort, und Alles kam über mich, als ich Euer Haus be trat." Ein solcher Anfang ebnet mir den Weg von vorneherein. Die Leute glau ben an meine übernatürlichen Kräfte und wenden sich' an mich mit unbegrenz tem Vertrauen. Sie fragen mich, wer aus der Familie zuerst sterben werde, wann die Schweinecholera wieder auf tauchen werde, oder ob sich in der Umge gend kein vergrabener Schatz befinde. Ich bin natürlich gern erbötig, alle erwünschte Auskunft zu liefern, kann dies jedoch nicht umsonst thun. Ich verlange mindestens L25, doch sind die Fälle durchaus nicht selten, wo ich bis L200 bekomme. Verlangt Jemand nur Auskunft über seine Vergangenheit und seine Zukunft, dann mache iches in derLkegel
billiger, torti er aver wissen, wo ern ge heimer Schatz verborgen ruht, dann muß er gehörig blechen. Es geschieht gar nicht selten, daß in einer einzigen Nach barschaft von 20 Familien 18 meine Dienste in Anspruch nehmen, und ich verdiene dabei so viel Geld, daß ich noch lange Zeit davon in Freuden leben kann. Ich habe noch nie einen Farmer ge troffen dem ich nicht hätte einreden können, daß sich auf auf seinem Lande ein verborgener Schatz befinde. Wir mein Gefährte und ich haben stets eine An zahl alter Gold und Silderstücke, die wir zum Vergraben in der Erde be
nutzen. Gewöhnlich legen wir nur 540 t.it.-s ' ' cfz 11- t. vtS ou in einen x.vyi, zuiaun aoer . ... dem ZZarmer, außer diesem klemen Schatze seien auf seinem Lande noch zwei andere mit Goldstücken gefüllte Töpfe vergraben. Er sindet den ersten Topf mit 540 bis $60 und glaubt uns dann Alles. Wir scheeren ihn so gründlich, wie wir nur können, und machen uns davon, ehe er Zeit gehabt hat, nach den beiden anderen Schätzen zu suchen. Das Geschäft geht ganz ausgezeichnet : die Dummen werden einfach nie alle." Leben in Liberia. Dr. Ralph W. Perry, der im Auftrag' öes eviscopalen Missions VorstanleZ nach Liberia gereist war, um dort die Aussicht über ein Hospital zu übernehmen, ist wieder nach den Ver. S:aaten zurückgekehrt und erklärt, er denke nicht daran, einen ähnlichen Posten je wieder anzunehmen. Seine Ersahrungen in Afrika waren derart, daß ibm der Au?' enthalt daselbst in kurzer Z-it gänzlich verleidet wurde. Die Hauptstadt der Negerrepublik Liberia ist bekanntlich Monrovia, welche diesen tarnen zu Ehren des Präsidenten Monroe erhalten hat. Sie zählt etwa 5000 Einwohner, unter denen sich genwärtig nur 11 Weiße besinoen; bei Nest der Einwohnerschaft besteht aus Mulatten oder aus Vollblutnegern. Das geschäftliche Leben der Stadt ruht in den Händen von weniger als 100 Personen, von denen der ganze Rest der Bevölkerung mit ihrem Lebensunterhalte abhängt. Gewöhnliche Handarbeit wird in Liberia sehr schlecht bezahlt. Auf den Plantagen giebt es gewöhnlich nur dann Arbeit, wenn es gilt, die Kaffeernte ein zuheimsen. Die Neger, welche aus un seren Südstaaten nach Liberia auswan derten, führen in der Regel ein wildes und zügelloses Leben, welches sich nur wenig von demjenigen der Eingeborenen unterscheidet. Geld giebt es fast gar nicht, und die Arbeiter haben sich damit zu begnügen, was man ihnen an Zah lungsstatt giebt. Mehl, welches in New York 84 per Barrel kostet, kann in Mow rovia nicht unter 815 gekauft werden ; gewöhnlicher Muslin kostet 25 Cents per Jard ; ein Pint Milch, und noch ein kleines dazu, muß gleichfalls mit 25 Cents bezahlt werden und ähnlich verhält es sich mit allenanderen Lebensbedürfniffen. Der Schissskehr wird von belgischen und deutschen Firmen controllirt, und die Handelsagenten, welche von diesen mr men nach Liberia gesandt werden, sind rn der Regel contractllch verpflichtet, da selbst drei Jahre lang auszuhaaren. Nur wenige von ihnen halten es so lange aus. da fast kein einiger Weißer dem bosar tlgen afrikanischen Fieber entrinnen kann. Auch Dr. Perry hatte sich nur kurze Zeit in Monrovia aufgehalten, als er von der schlimmen Krankheit angegrif fen wurde. Dank seiner kräftigen Con stitution gelang es ihm bald, den ersten Anfall von sich abzuschütteln, doch kam kurz darauf ein zweiter und' spaterbln noch ein dritter Anfall. Die Krankheit kehrte mit so hartnäckiger Zähigkeit ,mmer wieder zurück, daß er schließlich allen Lebensmuth und auch fast alle Le b.'.iskraft verlor. .Sie hat Symptome, die den des gelben Fiebers ähnlich sind. doch unterscheidet sie sich von demselben dadurch, daß sie baung wiederkehrt. während das gelbe Fieber in der Regel nur einmal sein )pser heimsuoyt. Es gibt in Liberia nur zwer Jahres zeiten, die naffe und die trockene. Der Unterschied bestebt nach Angabe des Dr. Perry hauptsächlich darin, daß es in der na sen Jahreszeit Tag und Nacht regnet. während in der sogenannten trockenen der Himmel seine Schleusen jedesmal nur zur Nachtzeit öffnet. Die Regenzeit ljt die gesundeste, weitste verhaltnißma ßig viel kühler ist, als die andere. Trotz alledem steigt in ihr das Thermometer haustg bis aus 120 (Lrad und sinkt nie mals unter 60 Grad hinab. Die Fahrt von New Aork nach Libe ria wird gewöhnlich in Segelschiffen zu rückgelegt und dauert selten länger, als 45 i,age. LandwirthschaftlicheS. Die außerordentlichen Ver Wüstungen durch Insektenfraß, unter wel cken die amerikanischen Ernten leiden. sind,, wie ein reserirender Artikel der ' r r Yt . . - . ?rn,fM,vrth SfthtvV" ,,Lk,-,Kv4 ktV sächlich eine Folge der extensiven Kultur W w M f ..VVtfctV MMVIMW, tHUVt der vcahrpstanzen der betreffenden Jnsek ten. Vor 200 Jahren existirte der wilde Apfelbaum noch nicht m Amerika und daher gab es auch keine Apfelinsekten. Die Einführung der Obstpflanzen von Europa wurde begleitet von derjenigen einiger ihrer natürlichen Parasiten. Die ausgedehnten Flächen, welche ausschließ lich der Kultur emer bestimmten Nutz pflanze gewidmet sind, bilden ebensoviel Brutstätten für die In ekten, die sich da von nähren. So befindet sich z. B. in der Nähe von Hudson im Staate New yoxl eme Apselvaumvslanzung von 300 Ackern, welche 26,000 Apfelbäume ent hält. Der Psirsichgarten zu Orchard Hill (Georgia) enthält 54,000 Pfirsich bäume und nimmt eine Fläche von 540 Ackern ein. Ein Obstzüchter in Califor nien hat ein? Traubenpflanzung von 1010 Ackern, deren Ertrag sich auf vier Millionen Pfund Muskatbeeren beläuft. Eine Baumwollpflanzung bei Albany erstreckte sich 1872 über ein Areal von 500 Ackern; eine Farm in Nebraska enthielt 12,000 Acker Hafer und 24,000 Acker Weizen. Drei Weizenfelder im San Joaquin-Thale dehnten sich beziehentlich über 17,000, 23,000 und 36,000 Acker aus. Ein Kartoffelfeld in Colo rado bedeckte, eine Fläche , von 150 Acker
uns yane emen Lrttag vöN 25,1)00
30,000 Bushels. 1 Millwn Quarts Erdbeeren wuide 1877 in Dighton (Mass.) geerntet. Die allgemeine Tendenz des Ackerbaues in Amerika ist auf die Erzeugung bestimmter Ernten in iv nem Maßstabe gerichtet, der nur in der Schwierigkeit' ihrer Bewältigung eine Schranke sindet und das endliche Nesultat hiervon muß die Ausrottung der Landwirthschaft selbst sein, falls nicht geeignete Mittel angewendet werden, um die Ernten vor den Feinden zu schützen, welche sie heranziehen und ernähren. Einen Begriff von den durch die letzteren angerichteten Verheerungen geben fol aende Nat?n ' cm r l i rar r , . - (. rm ' Wayreno oes AUfrrerens oer reizenmücke, Diplosia tritici, 1854 und 1857 sielen in einem County 2000 Acker bei der Ernte aus, welche ver Acker 30 Bushel hätten ergeben können. Die Weizenernte in New Zlork ergab 1854 emen Verlust von 3 Mill.' Liter. In Ohio war der Verlust noch größer, in Canada zerstörte dasselbe Insekt 8 Mill. Bushel Weizen. Der baare Werth des 1864 im Staate Jllmols durch die Chinchbug zerstörten Getreides wird auf 73 Vtill. Dollars geschätzt. Dasselbe Insekt verursachte in Miffouri 1874 ei nen Schaden, der sich aus 19 Millionen Dollars belief. Der Verlust durch die Verheerungen derFelsengebirg-Heuschrecke in den Staaten Kansas, Nebraska, Iowa und Miffouri im Jahre 1874 wurde auf bei nahe 56 Mill. Dollars geschätzt, er jährliche Schaden, welchen derc0ttf)nworm", die Larve der arguilla--cea, in den 14 Jahren bis 1878 in 9 der ersten Vaumwollstaaten anrichtete. betrug 6 Mill. Dollars. Wahrend die gesammten öffentlichen Einkünfte der Vereinigten Staaten in dem Jahre 1882 524 Millionen Dollars betrugen, schätzt man den jährlichen Werth der Agrikul tur'Erzeugniffe, welche von Insekten ver tilgt wurden, auf mindestens 200 Mill. Dollars ; nach N. D. Walsb würde er sich sogar aus 300 Mill. belaufen. Deutsche L kal - Nachrichten. Königreich Baiern. t in München die Kammersängerin Sosia Dietz und der Landschaftsmaler Anton Doll. Wegen Meineids wurde Schneidermeister Konrad Wagner von Oberisling zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Burgermelster Biber m Königshöfen, der unter der Anklage des Memeides nach Nürnberg vorgeladen war, ist verschwunden. Er hinterließ seine Frau nebst 6 unmündigen Kindern. Der Holzhändler Jngerr von Achdorf wurde unterwegs von einer wüthenden Kuh gespießt und schwer verletzt. An einem und demselben Tage nahmen sich in Würzburg vier Personen das Leben. Am Morgen erhängte sich der Gastwirth Zum weißen Roß" Sebastian Bröm mer ; dann erschoß sich der Uhrmacher Karl Dorfler aus Llebesgram : im Gut tenberger Walde wurde die Leiche des Dieners der k. Banksiliale Rietzau mit durchschnittener Kehle aufgefunden. In der Nacht endlich erhängte sich in der Frohnveste der PostPraktikant Friedrich Drechsel, welcher wegen mehrerer Ver brechen gegen die Sittlichkeit, verübt an Kmdern, verbastet worden war. Auver dem ist ein Arbeiter von einem Erdrutsch erschlagen worden. Selbstmord begingen außerdem noch folgende Personen : in Aschaffenburg der Lokomotivführer Werringer, in Nördlingen die Tuchscheererswittwe Margaretba Rollwagen, m Wendelstein die Fabrikarbeiters Ehe frau Marie Riedel. In Bambera brach bei einem Sturz der Pflasterer Strobel das Genick, in Burgkundstadt wurde der Bürger Joh. Günther in einer Kiesgrube verschüttet ; rn Eham wurde dem SteinHauer Schloderer durch einen vorzeitig losgehenden Sprengschuß der Kopf zerschmettert, in Kagenhof (bei Fürth) wurde der Oekonomensohn Gugel vom Blitz erschlagen. Das Kmd der Müllerseheleute Weis von Längenprozelten wurde vom Mühlrad zermalmt. In München verbrannte die 14jährige Elise Hier! ; in Obernheim wurde der Wirth Franz Scheiber vcn einem Pferde er schlagen, in Oberrammingen starb der Brunnenmacher Sylvester Mayer durch einen Sturz rn den Brunnen. In Nik kering bei Schwanenkirchen wurde der Bauer Zacher vom Postomrnbus über fahren und getödtet. In Schweinsürt ertrank der Handlungscommis Ender. In Uttenreuth starb der 14jährige Sohn des Bierbrauers Sauerzapf rn Folge ei, nes Sturzes von einem Baum. Königreich Württemberg. Gestorben in Freudenthal der Bete ran der Befreiungskriege Karl Trinkner. Ueber 30 Personen, meistens junge Leute aus dem Oberamt Göppingen, reisten kurzlich mit dem Bremer Dam pfer Fulda" nach Amerika ab. Der ledige Schuhmacher Friedrich Grimmer in Lindach wurde wegen Einbruchs in l. ' . t r t i- , ? r vie sog. yammeriaMieve zwlscyen UDtz--Eßlingen und Berkheim zu 2 Jahren iöesangniv verurtheüt. Der Stangen reiter beim 1. Feld'Artillerie'Neg. in Ulm, Jakob Junginger von Langenau, warf sich unter emen Eisenbahnzug und wurde getödtet, und der Tagelöhner mtiQit von Weingarten yat ncy erdangt. )er Bahnwarier Ziegler der Ebers bach a. F. brach bei einem Fall das Ge nick, dem Heizer Wilhelm Schmid von Friedrichshafen wurde der Hirnschädel an einem Laternenpfahl beim Einfahren in den Stuttgarter Bahnhos zerschmet tert, Joseph Eisele von Scheer erlitt ei nen tödtlichen Schädelbruch bei einem Fall vom Heuboden und der Nödle Wirth" LouiS Bader von Schorndorf ifj ertrunken. . Aus der Rheinpfalz. Die Wittwe Leitner in Speyer wurde m ihrem Zimmer todt gefunden. Der Ackerer Ehbrecht in Erpolibeim, welchem vor Kurzem HauS und Scheuer :c. abbrannten, wurde wegen muthmaßlicher rand tittung verhastet. In Franken thal fand die Enthüllung des von Frl. Amalie Foltz gestifteten und von Profes sor Perron in München ausgeführten Denkmals der Königin Karoline statt. Die Festrede hielt Prof. Scheftlein. -t In Kandel der Einwohner Groß. Seit einiger Zeit ist der Buchhalter Otto Trautermann in Kaiserslautern,. in ei. nem hiesigen EtablisZement bedientet.
versywunden. Werselve wird von emer auswärtigen Behörde wegen mehrerer Verbrechen der Unterschlagung verfolgt, und dürfte dies der Grund seiner Flucht sein. In Eontwig ist das Wohnbaus des Hrn. Heinrich Becrmann eingesUnzt, glücklicherweise ohne Menschenleben zu gefährden. Selbstmord begingen : in Grünstadt der Bader Jakob Becker, in Dürkheim der Mechaniker Henry Antjes, in Kaiserslautern der Blechschmied Georg Becker. In Frankenthal verunglückte der Besitzer Adam Koffler durch Sturz von einer Leiter, in Kaiserslautern trank
das Kind des Schuhmachermeisters Diehl an der Pariserstraße Salisäure und starb daran; in Kirchenarnbach wurde der Ackerer Franz Schreiber III von einem Pferde erschlagen. In Mutterstadt ertrank das Töchterchen des Ackerers Schuler m der Dunggrube : der Fuhrmann Heinr. Weil von Quirnheim wurde in einer Kiesgrube verschüttet. In Schal lodenbach stürzte das Kind des inwoh, ners Peter Schalmer in kochendes Was ser und wurde zu Tode verbrüht. Großherzogthum Baden. Vor mehreren Wochen starb der allaemein geachtete Kaufmann A. BeckinEtrenheim, langlahnger Verrechne? der Ge werbe- und Vorschußkaffe. Um so grö Heres Aufsehen erregt es jetzt, daß durch die Kaffen und Bücherrevision bedeu tende Unregelmäßigkeiten mit einem DeMit von über 20,000 M. entdeckt wurden, und Konkurs erkannt werden mußte Anselm Fromm in Freudenthal wurde zum Bürgermeister gewählt. Bankier W. Köster in Mannheim, Premlerlieutenant der Reserve des 15, Ulanen-Neglments, der wegen des bekannten Duells mit dem Lieutenannt Scheele, in welchem dieser getödtet wurde, zu L Jahren Festungshaft verurtheilt worden war und seine Strafe seit Ende Januar d. I. in der Festung Ehrenbreitstem verbüßte, ist vom Kaiser begnadigt worden. Die internationale Gaunerbände, welche Betrügereien durch werthe lose Checks gewerbsmäßig betrieb und vor einem Jahre hier bei dem Versuche, den Goldarbeiter Schneider zu betrügen, er tappt wurde, fand ihre Aburtheilung vor der Strafkammer in Mannheim, indem alle ;u Zuchthausstrafen verurtheilt wurden, und zwar der Kaufmann Wintersield von London zu 5. der Handels mann Löwin und der Kaufmann Heine bürg, beide von New-Z)ork. zu je 2?.und der Handelsmann Waßmann von Mul sten a. Harz zu 2 Jahren. Waisenrich ter und Fondsrechner Heimgärmer von Lippertöreuthe, ein Gegner des dortigen Pfarrers Speich, erbielt wegen Beamtenbeleidizung 4 Wochen Gefängniß. Er hatte nach einem Prozesse, den der Pfarrer gewonnen, die Behauptung aus' gesprochen, die Nichter seien von Speich bestochen worden. Der Landwirth Georg Jockers in Willstett wurde wegen Sittlichkeitsvergehen verhaftet. Der Buchbinder Himmer von Heidelberg bat sich erschoffen, der Arbeiter Josef Jäger von Konstanz, der Landwirth Johann Rogge von Unterlenzkirch und der LandWirth Philipp Kärcher von Weingarten haben sich erhangt und Hutmacher Josef Haas von Ossenburg beging Selbst mord, indem er sich die Kehle durchschnitt. Durch Unglücksfälle, kamen um's Leben : der Landwirth Jakob Spathelf von Gutach (überfahren), die Wittwe des Kupferschmieds Krebs von Villingen (Brandwunden erlegen) und der Schiffer Johann Seelia von Wertheim (ertrunken). In Jstein brannte das Haus des Backers Jakob Schmidt nieder. Elsaß - Lothringen. Durch Verordnung des Statthalters wurden folgende Bürgermeister ihres Amtes enthoben: Georg Humbert in Bu chdorn, Michael Türk in Ersdorf und Eugen Leroy in Plesnois. Er nannt wurden : Joief zfy für Klenz heim, Theodor Frey für Niederbronn und Georg Lux für Numersheim. Der Ackerer I. Dillinger von Goxweiler und der Weber L. chnebelen von Ram mersmatt haben sich erhängt und der pensionnte französische Ofsizr Baltha ser Lauth in Wolsisheim hat sich erschos sen. Der Wirth and Mühlenbesitzer Maurer zu imoach genety in s Getriebe seiner Müble und wurde zu Tode ge drückt. Das Anwesen des Gärtners Jehl in Schlettstadt wurde durch Feuer zerstört. Braunschweig. Anhalt. Lippe. Wegen Kindestödtung und Unterschlagung anvertrauter Sachen wurde die Hebamme Minna Kinkel, geb. Klaue, rn Braunschweig zu 4 Jahren Gesang niß verurtheilt. Der zuletzt in Wölfenbüttel ansäßige Schmied Menge, aus Halberstadt gebürtig, murde während zwei Wochen vermißt. Jetzt ist seme Reiche mit großen Stichwunden am Kopfe m der Oker aufgesunden worden. Zwei Tischler sind als des Mordes ver dächtia in Haft genommen worden. Der Hofkapelldiener a. D. Anton 'Kilz in Deffau feierte nebst Frau das Fest .der goldenen Hochzeit. Auf der Glashütte bei Stadthagen erhängte sich derArbeiterKlapproth. Niedergebrannt sind : das Kolonat deS Bergmanns Ko nig auf der Bückeburer Beke uno ein Theil des SchanzenhauS" m Noßlau. Freie Städte. Einen eklatanten Fall von Geiz gab eine ältere frühere Klavierlehrerin in Hamburg, die in einem armlichen Stüb chen in der Dammthor-Terraffe wohnte und gegen ihre Verwandten stets über die Noth, welche sie leiden müffe, klagte, und reichliche Unterstützungen von den selben empsing. Seit einigen Monaten verweigerte sie Jedem, auch ihren Verwandten, den Zutritt in ihr Zimmer, so daß Letztere ihren Geisteszustand als emen gestörten zu betrachten gezwungen waren. Der zur Untersuchung des Gei steszuftandes der Frau beorderte Arzt fand diese in einem durch Entbehrungen verkommenen und entkräfteten Zustand in einem kleinen, vor Schmutz starren den Zimmer, so daß er sich aeiwunaen sah, sie behufs Neinigun; nach dem Kurhause zu senden. Be, der daraus er folgenden NetNigung des Zimmers wur den in Lumpen gewickelt im Bette und sonstigen Verstecken ru fische Obligatw nen im Werthe von ca. 50,000 M. vorgefunden. Der Zustand der Genigen ist ein derartig schlimmer, drö der Arzt an ibrer Wiederherstellung zweifelt.
Anstreicher - Arbeiten namentlich Kontrakte zum Anstreichen
von 45 a it t c t n wirbln nui'5 Schönste auSgesübrt von CARL H0FMAM, 136 Madison Ave. Preise mäßig. Schone und gute Ar beit wird garantirt. i, Quick Meal" Gasolin - (Men. Rtint Dovmschrauben an denen man sich die ?in oer verbreki nt, oder c eiche die Leute verwirren. Ter trantseriibar Ofen hat zwei Brennt'. S.rade recht um inen TZischkefikl uuftustellen, Kauft nicht ehe Jdr den .Quick Mea" ce?ehen UM. urchaus unzefahrnch, sparsam und gr Baa ofen. Alaska R,frtgkratorS IXT Qilzöfen können bei unl ährekd de Eom mtxi untergebracht werden Wrn. II. Bennett & isoii, 0. 38 Süd Meridian Straß Dr. O. G. Pfass, Qrzt, Wundarzt Gedurtskclfer. Ofst : 4125 ftlndlfcoi AYt , Sxchftu d : orgent r,n 9 ttl ö tttjr.Machulittagl 1 ttl 8 Uhr. deutzi 9 f MI I k. 37 eittdv 85. Qohunug : 141 As. iVIaliinia. fct ?eie,bon 9S6. Der Mi5r5er des ixt St. Paul? erstochenen Drechslers Karl Nabe ist in der Person des Knechtes Pagels aus Mal chin ('Mecklenburg) ermittelt und verhaftet worden. f Dr. I. P. Reitz in Hamburg. Schweiz. f In Glarus der älteste Bürger der Gemeinde, Schustermelster Johann Staub, der an Kindern, Enkeln und llr enkeln eine Nachkommenschaft von über 100 Seelen hinterläßt. Einer seiner Söhne sst der bekannte schweizerische Generalkonsul in Bukarest. Der ehemalige Geschäftsreisende Mühlemann von Zielebacb (Bern) ist wegen Einbruchs in eine Villa in ver dläbt von Solothurn und Diebstahls einer Summe von 5000 Fr. verhaftet worden. Die Eheleute Schuhmacher Herzog in Otto berg sind wegen Brandstiftung gefänglich eingezogen worden. i In Nizza der ehemalige Gemeindepräsident von Lausanne, Hr. Dapples, der während einer Reihe von Amtsperioden Mitglied und einmal Präsident deS Nationalrathes war. Im Jahre 1860 wurde er vom Bundesrath wegen der Savoyerfrage mit einer diplomatischen Mission nach Berlin und St. Petersburg be traut. In Sitten ist der Sohn deS Generals Wolf, Artillerieofsizier Heinrich Wolf, nahe der Nhonebrücke von seinem scheu gewordenen Pferde abgeworfen worden, und zwar derart, daß er einige Zeit nachher starb. Ein in Zürich ertappter Hochstapler und Betrüger Ela renbach aus Sachsen, der wegen seiner sämmtlichen Werke mit Gefängniß und Landesverweisung bestraft wurde, ent puppte sich bei der Untersuchung als be' zahlte? deutscher Polizeispion. Eine entsetzliche K a t a strophe, de? drei Menschenleben zum Opfer gefallen sind, spielte sich am 15. Mai in Weißensee ab. In dem hinter dem dortigen Schützenhause gelegenen Pulver-Laboratorium der Herren Feuer werker Bock u. Sohn explodirte unter donnerähnlichem Knallen der Inhalt ei nes Arbeitsschuppens und eine Feuer säule stieg thurmhoch zum Himmel hin an. Nach einigen Sekunden erfolgte eine zweite und gleich darauf eine dritte Detonation. Nach einer Viertelstunde etwa wagten sich die ersten Bewohner Weißensees heran. Hier bct sich ein entsetzlicher Anblick. Die beiden Söhne des genannten Feuerwerkers, sowie des sen Frau lagen verstümmelt und voll standig verkohlt da hier ein Kopf, dort ein Arm und an dritter Stelle ein Bein. Sin ebenfalls daselbst beschäftigt gewe sener Arbeiter war, obwohl durch den Luftdruck zwanzig Schritte abseits ge schleudert, gänzlich unversehrt davongekommen. Bald nach der dritten Explo sion gelang es dem Kutscher des Schläch termeisters Schleußner, in den brennen den Raum einzudringen. Er holte mit Lebensgefahr noch drei Säcke mit Pul ver, sowie verschiedene Zündschnüre her auö. Fürwahr ein seltener Heroismus. 5 ii vjun nannnupci uv sielen vor einigen Wochen fünf Studen ten der dortigen Medresseh (mohameda-nisch-theologisches Seminar) SchezadehBaschi ihren Profeffor Ali Efendi, der sie bei emer Prüfung hatte durchfallen lassen, in seinem Studirzimmer und erstachen ihn sammt seinen; Diener, der seinem Gebieter zu Hilfe geeilt war. Am 9. Mai standen nun alle fünf Angeklagten vor dem Eriminalgericht, das die drei Hauptschuldigen derselben. Achmed und Mehemed Tschausch und Omar tamadar, zum Tode durch den Strang, li Chara, zu zehnjähriger Festungshaft verurtheilte, den fünften dagegen, Naa man, freisprach. Anzüglich. Dichter: Sie waren so gütig, mir als Revanche für meme Ihnen gewidmeten poetischen Er güsse eine herrliche Pastete zu schicken !" Dame : Da muß ich Mich noch ent schuldigen nicht wahr, Sie nehmen es doch nicht übel, daß ich Ihnen für Ihre Gedichte etwas Genießbares geschickt " Auch ein Glück. Beamter: Sie heißen?" Handwerksbursche: Josef Weinigel !" Beamter : Sapperlot, das nenn' ich Glück!" Handwerksbursche : Wieso?" Beamter : Nun, Sie könnten doch ebenso gut auch Josef Schweinigel heißen !" Mustern zubereitet aus iode erdenkliche Art bei Schaffner.
S. A. Aolmston,
rvny O ' 62 Oft Washington Str. Empfikhlt seine große Vutwahl in M. & D. Steel Range für Hotels und private. New Lyman Gasolin-Oefen die btflen der Wc't. Die vorzüztiäzen Eis Behälter au harttm Holz. Argaud Nangeö u. Kochöfen und FEUE1MIEERDE. WABASH ROTJTE Z ßaU Sie die Stadt acb irgend einer 91 V . tng hin u verlaffen beabsichiigkn, gehe Eie zur Wabash !icket.s)fsiee, Wo. 56 Mett Masyirgtsu Kttaßk, Indianapolis, und erfragen die Fahrpreise und näheren Mit theilungen. Besondere Äusmcrksarakett trird Land-Käufern und Emigranten zugewandt. Nundfahrt-TicketS nach allen Plätzen inr Westen und Nort Westen ! Die direkteste Linie nach FORT WAYNR, TOLEDO, DETKOlT und allen östlichen TtZtten VthltoallgonS, Palaft'SchlafwagggnZ, zuderlässiser Anschluß und vollftändige Sicher, heit machen die arosie Wabach Bahn die beliebteste Passagier-Babn in Amerika! F. I. Viii Diftrilt.Payagier. und Land.Agen Jndtanap it, Ind. I o . T m h, eneril liLet.Maaazer. T. C h a n d l e r, Ten..Pass.. und Ticket.Ägt. St. Loni. Mo. , (Dj.lOUISVIllC.NEWABAM T CHICA6J RT JqDie lürz:fte und direkteste Linie von I NTIVIViVI'OLIH noS Frankfort, Delpbi, Monticello, Michigan Cirv, Chicago, nd allen Orten in nördlichen Jndiana, Vkichi. gan, nördlichen Illinois, Wisconsin, Iowa, Minnesota, ebrai'a, Kansas. ew Mexico Dakota, Nevada, S-inado, Californien und Orezon. 2 direkte Züge täglich 2 von Indianapolis nach Chicago ; ebenso nach Michigan City. Slegantt Pullmann Schlaf Waggons aus den Nachtzüg epäckmarkku bi an'S Rtlseziel ertheilt. Rtint ahn at größer C uemUchkettin vd, biäigere Rate al wir. lti und qutxirunz nl4t ju Übertreffen. Stahl-Sele,. , tller Ptattorm nd Stoßklffen, Luftbremsen und a'e moderne tu, ritungtn, unübettreffttche Vorthe,' für irntjra ten, Land undTourtften.Billete na irgend e:em Orte, der von anderen ahnen beruh, wird. Wenn an nördlich, südlich, östlich ter westlich , reisen manscht, kaufe man nicht da rn tiitUi feil man unsere Preise u. s. w, gesehe. Wege Näherem wende man ftch a J.I. Buldwia, Distrikt Passagier Ijent, o. 3 eu JSinkt Straße, Jndianax, I, I. ?oon 8. arsom. . . Vaid!.. e,,alLenvaUtk. eniral yaagtek hir4 asttaoa. Olile&a'o, St. iionl efctiil Pittsbtirjg' Xtcillroad 8eU-taiP fr ru.chjZ'drnd nd Lokül-SSge. Voi'. Uläti, 18c7i: &Qt Bttlaflea SU Unt,xot,Adxl., w fol!
lechnttig Postzug..Schnll,g cccu. 430tf f)l OOB :'m ti 6:i3 , l ovtw v:ZZ , 6:io , 6:4 , 1:31 , 7:)9 6;4. S:. 3.2i . 9c. . ..... 83 8:30 . 9)4 , :41 4: . y:t4 . 11.40 . 6W , 11 :W . i, Zvm I .OOBm 4:lo , 4:iO o:00 . 6 4 5:V . o in 7 Obfm 3:;0ftm 4 6i , 6;.S . ... . .. 7 4 6 03 m t.tM 7:3J S: d , 3:oojim 7:but'm . .
Rba.51ndtanavl' Unt.iamd'gtit, , tchmvad.. aizto.... taua , uicana , COlUBlbU,... KISBII , Stevbenvill. , Whieltng . ttttbura.... , Harrtlburg... , Baltimore.... w uai9inain. . Philadelphia .New yoxt.... , Boston. Täglich, t ?Sglich, aaönommen Ssnniaz. Pllann' Valaft, Schlaf, und HotelkZaiea dnrch bi PiUIbvra. Harrtbrg, Phtladelthia und ero vori. eh Wechsel, los ein Wagenirechs,! ach valttmore, Washington und Boston. LZJ Fahrkarte nach alle Oeftlrchea lüd fadtn allen HauxrahrtattenBureau d Weften und in dem Stadt'Vureau, flie vir JSmol und Wasbtnzton Straße nd im Union Dep: ure,r Jnttar arolt, zu haben. ichl:friagen.arten köv en t orau gesichert weiten da:ch RrpSitatur bet den ilgenten rm tadtureeu t im ttnic Dexvt N Jndtenapoli, Ind. C. . ering, Ä. G. P. , o:dS't.,Ze ÄaZhiugto und 'iZtnoi Sl'u 8mc CtcOns, enl. Wanaßir, PittSdurz, P,. 1. ft. ?d, lel. Üaflajiet. ua .Sti..t - GSöNch. 1 1 &1 U ß SZk ttrzrfik eil Itflf Cca kch Louisville, Nashville, Mornphis,-Chat . tanooa, Atlanta, Savannah, J aclcsonville, Mobile and New Orleans. 81 13 dortheilhaft für Passagiere ach dem Siiden, ine direkte Ronte zn nehme. fialaö, Schlaf, und Parlor-Vagen zwischen Chicago und Louisville uvv St Loni und Lonildille oljiiv Vagenvechsel. Comfort, Schnelligkeit und Sicherheit biete die tff die alte zndnsflge B. Ml. & 3, M. M. IX. XI. Dorlxiß-, ksftftent Seaeral Passagier, ordon ashtngts ud Jl,t tr., Zd,l Yt F, Black, Superintendent
