Indiana Tribüne, Volume 10, Number 256, Indianapolis, Marion County, 4 June 1887 — Page 2

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Zndiana Tribüne.

Erscheint Fäglich Ld S svlgs. c?VU,ll4, .riianc !oet bs den Hrüjitil nt xriSoch, dt, Sonvtaz ,Tr1e,iemtl p D09. Viid icsaaaen ii 3atl. Ui PLft 3gif?tlt i BntaxICf.;s;iaa ?e pn Sahe. Ss1?ce: 130 Marvlaudstr. Indianapolis, Ind.. 4. Juni 1887. Ein Schadgräber. Vor einigen Tagen kam Maje Vron son, ein alter Prospector", nach der kleinen Stadt Powder Niver in Wzo ming und begab sich sofort in eme Wirthschaft, wo er mehrere Bekannte traf. Ick bin," so erzählte er, Jjitt im Lande schon seit einer langen Reihe von Jahien, aber ich habe noch niemals so viele CrankS" gesehen, wie in der letzten Zeit. Der alte Howitzer Brown hinterließ ein Testament, in welchem er mich zu seinem alleinigen Erben anstellte. Es war ein sonderbares Schriftstück, doch enthielt es ziemlich klare Bestimmungen. Eine derselben lautete, daß ich an einer bestimmen Stelle 20,000 in Gold sin den würde. Das Geld sollte ich unter der Bedingung behalten, daß ich seine Leiche nach Laramie bringen und über derselben einen billigen Grabstein errichten sollte. Wo das Geld zu finden war, stand in dem Testament so klar verzeich' nct, daß es fast unmöglich war, sich in dem Platz zu irren. Ich schickte alle meine Kameraden fort, als ich das Testament gelesen hatte, und sagte ihnen, ich würde schon selber mit der Ausführung des Testamen! fertig werden. Der alte Brown batte in seinem Testament geschrieben: DasGold, im Werthe von 820,000, wird in Zinnbüchsen in der Erde 14 Schritte nördlich von meinem Blockhaus und 14 Schritte östlich von demselben gefunden werden. Besagter Bronson möge die ersten 14Schritte bis zu einem Stein abmessen, der sich dort'in dcr Erde befindet, und dann 14 Schritte weiter östlich gehen. Er wird einen mit Büsselgras bedeckten Platz sin den, unter dem in einer Tiefe von drei Fuß der vergrabene Schatz ruht." Am nächsten Tage sah ich mir die Ge gend ordentlich an und gelangte zu der Ueberzeugung, daß ich mich in Bezug auf den Aufbewahrungsort des Schatzes in keinem Irrthum befand. Der erste Stein befand sich richtig an Ort und Stelle, und auch das Büst'elgras war da, wo es nach dem Testamente hätte sein müssen. Ich sing an zu graben, konnte aber nicht auf den Schatz stoßen. Müde und abgearbeitet, mußte ich mein Werk aufgeben. Am nächsten Tage sing ich wieder von vorne an. Ich grub in die Erde ein Loch, groß genug, um eine ganze Kirche in dasselbe stecken zu können, aber von dem vergrabenen Schatze zeigte sich noch immer keine Spur. Mich überfiel der Gedanke, daß der alte Brown vielleicht nicht recht bei Sinnen gewesen sei und nicht gewußt habe, was er niederschrieb. So ging ich die 14 ersten Schritte bis zu dem Stein, wendete mich aber alsdann nach dem We sten. Ich traf richtig einen mit Büffel gras bedeckten Flecken, und war nun ganz entschieden der Meinung, daß ich den richtigen Platz gefunden habe. Ich sing an, zu graben, bis mir der Schweiß vom Angesicht lief, ich fand aber nichts. Die Geschichte kam mir verdächtig vor. Ich setzte mich hin und studirte das Testament von Neuem durch. Die Worte standen da, so klar und bestimmt, daß kein Zweifel an ihnen aufkommen - konnte. Ich versuchte mir jetzt auf eme andere Weise zu helfen. Ich ging 14 Schritte südlich und dann 14 Schritte nach dem Osten zu, fand aber nichts, trotzdem ich ein tiefes Loch in die Erde grub. Schließlich kam ich zu der Ueberzeugung, daß es nichts schaden würde, wenn meine Kameraden eine Gelegenheit bekä men, gleichfalls nach dem unterirdischen Schatze zu suchen. Ich lud sie zu diesem Zwecke ein und gab ihnen das Testament in die Hände. Sie studirten dasselbe gründlich durch, und bald waren auch sie eifrig am Graben begriffen. Sie hatten sich fast zu Tode gearbeitet, als sie endlich die Erklärung abgaben, es sei hnen nicht möglich, den Schatz zu sin den. Brown muffe ein Crank gewesen sein. Meine Freunde zogen davon, und ich beschloß, mir die Geschichte ordentlich zu überlegen. Schließlich kam ich auf die Idee, daß Brown sich verschrieben, und nicht 14, sondern 41 Schritte gemeint hatte. Diese Berechnung" führte mich in ein tiefes Loch, wo bereits Jemand vor mir nachgegraben hatte. Dann rechnete ich aus 23 Schritte, und gelang' te wieder an eine Oeffnung im Boden. Ich versuchte es alsdann mit 140 und mit 230 Schritt, hatte aber keinen Erfolg. Dann nahm ich 7 Schritte nach Norden und nach Süden, doch auch da bei kam nichts heraus. Ich arbeitete ununterbrochen vier Wochen lang, bis mir die Geschichte endlich aus dem Halse herauskam. Ich bekam Angst, ich würde an dem Plae festkleben bleiben, und ich faßte den Entschluß, mich unter allen Umständen aus dem Zauberbanne des aeheimen Schatzes zu entfernen. So habe lch mein Pfc?) gesattelt und bin jetzt hier. Zum Kuckuck mit dcr Erbschaft, kommt, Jungens, wir wollen eins trin ken I" i Blutegel auf Long Island. In früheren Jahren warLong Island durch seine Teiche berühmt, in welchen Blutegel und Forellen gezüchtet werden. Die Blut?.z-l-Jndustrie hat in der letzten Zeit jedoch ganz bedeutend abgenommen. Einer d?r größten Blutegel-Teiche bei Welt befindet sich in Newtown auf Long Island. Derselbe wurde in früheren Jahren von einem Deutscher bewirthschaftet", welcher jedes J.hr Hun derttausende von Blutegeln aus Frankreich zu importiren pflegte. Dcr Teich hat einen Umfang von 13 Ackern. Wäh rend auf dieser Blutegelfarm" in fett

Deren Jabren jeden Tag mindestens lOüu Blutegel verkauft wurden, hat sich die Nackkraae nach denselben aeaenwärtia

so sehr verringert, daß jetzt zeden Tag höchstens 100 Stück verkauft werden. Der amerikanische Bluteael ist für medicinische Zwecke vollständig werthlos. Er ist schwarz und will kein Blut annehmen. Bon den ausländischen Blutegeln genießen diejenigen aus Frankreich und aus Ungarn den besten Ruf. Bisam- und Wafferratten sind die schlimmsten Feind: der Bluteqel und richten unter der jungen Brüt derselben manchesmal grcße Berheeriü-gen an. Als die Teiche in Newtown noch beffer mit Blutegeln besetzt waren, wurden in der Regel zum Füttern derselben Kühe Verwendet, die man in's Waffer trieb und an deren Füßen mm sich die Würmer mit Blut vollsauaen liefe. Die Kübe ließen sich jedoch diese Procedur nur sehr j ungern gefallen. Gegenwärtig füttert , man die Eael mit geronnenem Blut, welcheö man, in Säcke gebunden, im Waffer aufhängt. Ein erwachsener Blutegel braucht nur alle sechs Monate einmal Futter. Die Aerzte der modernen Schule Hai ten nicht viel von Aderlaffen oder von Blutegeln, und dies hat zur Folge, daß die Nachfrage nach den letzteren fortwährend im Abnehmen begriffen ist. Man hat jetzt so verschiedene Heilmittel in der Medicin, daß man in den meisten Fällen nicht nöthig hat, zu Blutegeln zu greifen, wenn man örtliche Entzündungen aufheben will. Im Jahre 1846 allein wurden in Frankreich 30 Millionen Blutegel gebraucht, während jetzt der Gesammtverbrauch der ganzen Welt höchstens? Millionen Stück per Jahr beträgt. Gute importirte Blutegel brin gen hier zu Lande einen Preis von 2? Eeitts per Stück ein. OaS schweizerische SchnavöMonopol. Mit 252,781 gegen 127,474 Stim men hat das Schweizervolk das vielumstrittene Alkoholgesetz mit dem B u n d e s m o n o p o l für den Verkauf gebrannten Waffers genehmigt. Mit dem nunmehr desinitiv angenommenen Gesetze gelangt auf legislatorischem Boden eine Bewegung aegen den übermäßigen Alk o h o l g e n u ß in der Schweiz zum Abschluß, die aus kantonalen Bestrebunaen allmählich emporgewachsen, seit dem Jahre 1831 zu einer nationalen Angelegenheit der Schweiz geworden war. Selten allerdings, schreibt das Frkfrt. Journal", hat eine Frage innerhalb der Grenzen der Schweiz den Widerstreit der Meinungen und Jntereffen in einem so hohen Grade wachgerufen, wie es dre Alkoholfrage that. Und doch zeigte sich von vornherein, daß die Zahl derer, welche wirksame Maßregeln gegen die verHeerende Branntweinpest für unerläßlich erachteten, die überwiegende Mehrheit aufwies. Die Nothwendigkeit derartiger Maßregeln fand ihren konkreten Ausdruck in der Branntweinstatistik, welche ergab, daß die Zahl der Brennereien nachgerade jedes vernünftige Maß überstieg man zählte rund 1000 Brennereien und daß bei der ungeheuerlichen Produktion von 33 Millionen Liter Branntwein nicht weniger als 10 Liter auf den Kovf der Bevölkerung trafen. Diesem Uebel zu steuern, wurde zu einer patriotischen Pflicht. Im Jahre 1881 lud die Bundesversammlung infolge von Eingaben von Privaten und Behörden den Bundesrath ein, Anträge betreffend Maßregeln zur Bekämpfung deS übermäßigen Alkoholgenuffes einzubringen. Man wurde sich bald darüber klar, daß die angestrebte sittliche Reform Hand in Hand gehen müßte mit einer sinanciellen, daß die erstere die letztere bedinge. Es war eine glückliche Idee, die Besteuerung des Branntweins vorab als Preis der Ablösung der Ohmgelder (des intercantonalen Getränkezolles) aufzustellen. Mit dem directen Wegfall der Ohmgelder erreichten die Gegner des Alkohols schon halb ihren Zweck. Infolge des intercantonalen Getränkezolles waren nämlich in der Schweiz Wein, Bier und Most vcrhalmißmäßig dreimal so hoch besteuert als der Aranntwein ; das Aufhören jener Zolleinrich tung mußte also die ersteren Getränke bedeutend entlasten und sie auch den Aermeren zugänglich machen. Die zweite Hälfre deö Planes der Anhänger einer Reform der Alkobolgesetzgebung bestand darin, dem Br an nt'w e in den durch die Beseitigung der Ohmgelder entstehenden sinancrellen Ausfall tragen zu lajen. Gleichzeitig sollte für möglichste Fernhaltunz von ungesunden Bestandtheilen aus dem Branntwein Sorge gv tragen werden. Diese Grundzüge einer Verfaffungsrevijion gelangten in der Bolksabstimmung vom 25. October 1835 mit 229, 619 gegen 157,035 Stimmen zur Annähme. Es waren aber noch so viele Schwierigkeiten zu überwinden, daß eS erst in diesem Jahre gelang, die Verfaffungsanderung in einem Bundesgesetze zur Ausgestaltung, zu bringen. Zur Verwirklichung der angestrebten sinanciellen und sittlichen Reform schien den gesetzgeberischen Factoren der Schweiz gegenüber der ungeheuren Ausdehnung I w ni ii.. ... ct. L!. r i. - ver rannliveinpejl vie msuyrung oes Alkoholmonopols wirksamer, als der Er laß eines Steuerge-setzes. Für die Reinbaltung des Alkohols, für die BeHerrschung der Kaufpreise, d Eindämmung der Production und Consumtion, wie für die Ausgleichung der Jntereffen der verschick i;c!i Eanwne, erblickte man indem in die Hände des Bundes gelegten Monovol die einzige Garantie. Dabei ver pflichtete man die Eantone directzur BeiHilfe zur Bekämpfung des Alkoholismus, indem die Bestimmung getroffen wurde, daß 10pCt. der neuen Ernnahme zu diesem Zwecke verwendet werden sollen. Die Erträgnisse des Monopols fließen den einzelnen Cantonen nach Maßgabe ihrer Bevölkerung zu; der Bund als solcher erhält nur die Summe des bisher von ihm aus der Spiritus einfuhr bezogenen Zolles. Wie übrigens noch die ,Irankf. Ztg." auseinandersetzt, ist das SchnapSmono Pol in der Schweiz sehr verschieden von dem, was man sich gewöhnlich unter dieser Bezeichnung vorstellt. Ein eigentliches Brennereigewerbe besteht in der Schweiz überhaupt nicht, da der Brennbetrieb fast schließlich landwirtb-

gastlicher Klemvetneo tu, wercyer aucy keineswegs durch das Gesetz erpropriirt,

fordern nur zum Lieferanten des Landes gemacht wird. Ferner braucht der Bund bei diesem kleinen Umfang des schweizerischen Brennereigewerbes sich auch nicht wegen des Exportes graue Haare wachsen zu lassen, da die Schweiz im Gegentbeil drei Viertel ihres Consums vom Auslande beziehen muß. End lich bleibt der Handel in Alcohol auch unter dem Monopol nacb wie vor ein freies Gewerbe. Das Monopol", welches von den Schweizern angenommen, würd -, ist daher wenig anderes als eine Eonsiimsteucr, zu deren Erhebung aller Alcohol durch die Hände des Landes in den freie?'. Verkehr gelangen muß, wag bei den lächerlich kleinen Quantitäten, um die es sich dabei handelt (der ganze Consum der Schweiz wird auf 120,000 Hektoliter angeschlagen, d. h. den 40. Theil der deutschen Produktion), sich ohne große Weitläusigkeit bewerkstelligen la$i. Oesterreichs Jammer. (Aus dem .91. W. Tagebl.') Darin liegt die Misere unserer sincmz wirthschaftlichen Lage : Wir haben die Sparpfennige aufgezehrt, die anderwärts für die Zeiten der Noth beiseite gelegt werden. Wir haben keine Reserven. Wir brauchen uns nicht mit Projekten zur Einführung von Monopolen abzumühen; die werthvollften Objekte des Monopols, Tabak und Salz, sind schon längst über Gebühr verwerthet, und der Geist des Alcohols er will sich nicht bezwingen lassen. Das Gebiet der Besteuerung ist abgegrast, und selbst die progressive Personal - Einkommensteuer, welche die Verfassungsaera als bisher unbenütztes Erbe hinrerlassen hat, vermöchte heute nicht mehr des Uebels Herr zu werden. Wir sehen daher nicht mit allzu stark geschwellten Hoffnungen den praktischen Ergebnissen der Steuerreform entgegen, welche Finanzminister Dunajewski für die nächste Session abermals in Aussicht gestellt hat. Der Bedarf des Staates wird immer größer, die Leistungöfähigkeit der Bevölkerung immer kleiner. Die Redner der Linken wie der Rechten, Fürst Liechtenstein ebenso wie der Abgeordnete Neuwirth, sie sehen die wesentlichste Ursache unserer tristen Lage in den ruinösen Kosten des Militarismus. Das ist die traurige Lehre, die aus dem fortschreitenden Deficit zu ziehen ist. Der schwere Druck des MilitärPanzers wird allerdings, wie der Abgeordnete Neuwirth in seiner Rede so richtig hervorgehoben, auch anderwärts emPfunden, allein nirgends so schwer, wie von unserer Monarchie. Andere Staaten haben in früheren Jahrzehnten Fett angesammelt, von dem sie jetzt zehren. Und bei uns? Die Anforderungen des Staatshaus' Haltes, sowie die Kräfte des PrivathausHaltes sie erfahren in den Ziffern, die der Abgeordnete Neuwirth anführt, eine gar düstere Beleuchtung. Die Ausgaben sind in den letzten sieben Jahren um 103 Millionen gestiegen, ungeachtet einer Vermehrung der Einnahmen um nahezu 87 Millionen. Das Deficit hat eine Vergrößerung um mehr als 30 Millionen erfahren, und dies Alles in den Zeiten des tiefsten Friedens. Noch mehr beherzigenswerth sind die Symptome, welche die Abnahme der Leistungsfähigkeit des Volkes verkünden. Für das Jahr 1887 sind Steuerexecutionen in der Höhe von 854,000 Gulden präliminirt. Nicht eine einzige Schichte der Bevölkerung ist frei von dem Drucke der wirthschaftlichen Depression. Drei der größten Transportgesellschaften sitzen auf dem Trockenen und der kleine Mann seufzt unter den Folgen des hohen Agios. -Das ist das Bild, wie es der Abgeordnete Neuwirth entrollt. Darin liegt eben der Ernst unserer wirthschaftlichen Lage, daß die Steuetfrage zugleich eine Existenzfrage für den Staat, wie für den Bürger geworden ist. Wenn das Ministerium auch nicht mehr über den Parteien zu stehen erklärt, die Steuersrage steht bei uns über den Parteien. ??ur zu sehr ist die Resolution, welche Herr Neuwirth im Namen des AbzeordnetenBurgstaller eingebracht hat, am Platze, die Resolution, daß die Regierung es ernstlichst in Erwägung ziehen möge, ob nicht eine Jnvestitionsanleihe zu beschaffen wäre, deren Verwendüng ausschließlich productiven Zwecken wie Flußregulirungen, Eisenbahn-, Kanal und Hafenbauten zu gelten hätte. Die unproductiven Auslagen unseres Budgets üben eine zu übergreifende Herrschaft auf den ganzen StaatshauShalt und die Mahnung, daß der Staat nicht gleichgiltig zusehe, daß die Steuerquellen vertrocknen, sondern daß ein Theil dieser Ausgaben productiven Zwecken zugewendet werde, erhält in der Budgetdebatte und auch in der Lage unse serer Staats- wie Volkswirthschaft eine starke Begründung. Nouvlerö Aussichten. Aus den nachfolgenden Ausführungen der Franks. Ztg." ergiebt sich, daß das neue Ministerium in Frankreich sich vielleicht doch längere Zeit wird halten können: Das Ministerium Goblet ist wie sein Vorgänger über die Finamnoth zu Fall gekommen. Wie Herr v. Freycinet, so hatte auch Herr Goblet beim Antritt der 3iegierung versprochen, das Gleichgewicht der Finanzen ohne . An leihen und ohne neue Steuern herzustellen, aber wie Herr v. Freycinet, so sah sich auch Herr Goblet schließlich außer Stande, seine Versprechungen zu halten. Vom Wege der Reformen, auf den die Kammer drängte, hielt Herr Goblet nichts, weil die Republikaner nicht einig seien und von denjenigen Reformen, welche die Regierung vorschlug, der Miethssteuer und der Abschaffung einiger Unterpräfekturen, nichts wiffen wollen. Der Präsident der BudgetcomMission, Herr Rouvier, bestand jedoch darauf, daß es nicht schwer sein könne, an einem Budget . von drei Milliarden 50 Millionen zu ersparen und 100 Millionen durch schärfere Contrsle aus den bestehenden Steuern zu ziehen ; : das sei aber Sache der Regierung, nicht der Commission. Die Kammer gab der Commission . Recht ; sie besteht darauf, daß das Gleichgewicht nur durch Erspar nisse und schärfere Controle hergestellt Werde. Das ist. keine unmögliche Sache,

denn es ist notorisch, dau vre Bericyleude'

rung der Staatsgelder eine große ist, und Lcon Say, ein Mann, der es wiffen kann, hat schon vor Jahren constatirt, daß dem Staat jährlich rund 100 Millionen durch Steuerdefraudationen und unmotivirte Straferläffe entzogen werden. Hier muß ein Cabinet den Hebel ansetzen, seine Reformen beginnen und ein neue Finanzpolitik begründen. Große Finanzgenies hat freilich die Republik zur Zeit nicht ; es fehlt den ofsiciellen Finanzleitern entweder an Kenntnissen und Erfahrungen, oder an Muih und Schneidigkeit. Immerhin giebt eö gewiß viele Dutzende, die beffer sind als x Dauphin, der Jurist, der zu einer Unglücksstunde einmal inanberichterstatter und dann aus Gefälligkeit der Finanzminister seines Freundes Goblet geworden ist. Dom Jnlanve. Auf sonderbare Weise ) kürzlich der Farmer L. L. Brown, ein Mann von 52 Jahren im County Lewis im nordöstlichen . Miffouri, verunglückt. Er fuhr mit einem vierspännigen Wagen voller Schweine auf der Straße. Ein unglücklicher Zufall brachte den Wagen zu Fall, die Schweine sielen auf den Farmer und erdrückten ihn. Als man ihn fand, war er schon seit wenigstens einer Stunde todt. Bon einem giftigen Katzenbiß wird aus North Middletown in Bourbon County, Ky., berichtet: Vor einigen Tagen traf Frau Thomas Goff, während sie durch ihr Zimmer ging, zufällig auf eine Katze, und diese biß sie in die Fußspitze. Der Fuß und das Bein bis zum Knie sind jetzt furchtbar ange schwollen und das Fleisch hat eine grünliche Färbung angenommen. Man befürchtet, daß Blutvergiftung eingetreten ist, und daß es nothwendig sein wird, da8 Bein zu amputiren, um das Lebcn der Frau zu retten. Erne schwierige Operation ist dieser Tage in dem Countygefängniß tu Coshocton, O., an einem Gefangenen Namens Jacob Miller vollzogen worden. Dieser hatte zufällig ein Stück Glas von der Größe eines halben Dollars ver schluckt, und das Glas setzte sich in der Gurgel fest, verhinderte natürlich den Unglücklichen, Speise zu sich zu nehmen, und spottete auch aller Versuche, es auf demselben Wege hinaus zu befördern, auf dem es hineingekommen war. Es mußte deshalb zur Oeffnung der Gurgel geschritten werden. Dieselbe wurde von drei Aerzten vollzogen und ist dem Anschein nach völlig gelungen. Das Dorf Woodland in Marshall County, Alabama, befindet sich in furchtbarer Aufregung. Der Farmer Emmons erzählte seinen Nachbarn, seine Frau sei von einer Klapperschlange gr bissen worden und liege todt in einem Schilfbruch. Er geberdete sich dabei, als ob er vor Gram fast wahnsinnig sei. Als man nun die Todte aufbahrte, machte man die Entdeckung, daß das Genick derselben gebrochen war. Bei einer näheren Untersuchung der Leicke stellte eö sich heraus, daß die Vnaxi erst durch Strychnin vergiftet worden war, worauf ihr Jemand das Genick gebrochen haben mußte. Der Verdacht siel sofort auf den Gatten, doch rettete sich derselbe durch die Flucht. Frau Emmons war ein Jahr lang in einer Irrenanstalt gewesen und fand, als sie als geheilt nach Hause kam, in demselben eine Maitresse ihres Mannes vor. Die Rückkehr seiner Frau ärgerte Em monö und er schritt zum Morde, um seine Geliebte nicht aufgeben zu brauchen Einen entsetzlichen Kampf mit einem Gefangenen hat in der Umgegend von Lincoln, NebraSka, ein Constabler Namens Jacoby gehabt. Ein Mann Namens Glenan, gegen den seine Frau eine Ehescheidungsklage eingereicht hatte, saß in Lincoln im Gefängniß. Der Constabler hatte der 12 Meilen von Lincoln wohnhaften Frau Glenan eine Vorladung in der Sache überbracht, und hielt sich, da es heftig zu regnen begönnen hatte, noch einige Zeit im Hause auf, als Glenan, der aus dem Gefängniß zu entkommen gewußt hatte, ankam. Jacobys Fuhrwerk erblickend, schnitt er, die Stränge ab und trieb die Pferde auf den Steinweg ; dann begann er sein eigenes HauS mit Steinen zu bombardiren, und es gelang ihm, seine Frau und zwei Kinder schwer, das eine der letzteren sogar tödtlich zu verwunden. Der Constabler warf sich, nachdem es ihm in der Dunkelheit nicht gelungen war, Glenan zu schießen, auf ihn und versuchte ihn zu meistern, erhielt aber mit einem Knüttel einen Schlag über den Kopf. Trotzdem ließ er von Glenan nicht ab, und die beiden starken Männer rangen miteinander die ganze Nacht hindurch, bis sie eine Meile vom Glenan'schen Hause beide gänzlich erschöpft gefunden wurden. Glenan ist schwer verletzt, aber nicht tödtlich ; dagegen wird Jacby dem der Schädel eingeschlagen ist, schwerlich mit dem Leben davon kommen. Eine interessante Scene spielte sich kürzlich in dem Bureau des Registrators zu Pittsburg in Pennsylvanien ab. Ein junger Mann betrat in Begleitung eines älteren Herrn das Bureau und begab sich nach dem Hinter stübchen, wo Capt. John Hieber die Heiraths-Licensen austheilt. Der ältere Mann setzte sich auf den ersten besten Stuhl, während der jüngere auf Capt. Hieber losschritt und rhn mit demüthiger Stimme um eine Heiraths-Licens bat. Wie alt ist die junge Dame V fragte Capt. Hieber. Achtzehn Jahre," lautete die Antwort. Dann müssen Sie die Einwilligung des Vaters, bringen, ehe ich Ihnen eine Licens geben kann," sagte der Capitain. Mit den Worten: Da sitzt mein zukünftiger Schwiege?Vater," zeigte der Bräutigam auf den alten Mann, den er mitgebracht hatte. Da kam aber der Schwiegersohn" schön an. Wie von einer Natter gestochen, sprang der Alte von seinem Stuhle em por und schrie mit vor Wuth zitternder Stimme : Was, Du willst merne Toch ter heirathen, und sagst mir kein Wort davon, bis in der letzten Minute ? Also deshalb hast Du mich hierhergefchleppt? Warte, ich will es Dir anstreichen!" Mit diesen Worten stürzte sich der auf. geregte alte Herr auf den jungen Mann, und es hätte sicher eine Keilerei gegeben, wäre der Capitain nicht dazwischen getre?en und hätte die Streitenden getrcnnt. Kurz darauf verließen sie das Bureau und haben sich seither in dem5?lben nicht wreder blicken laffen.

Vunosgemern yanoelten

y.t Prohibitionsspitzel Pierce und Potts in Des Moines in Iowa, indem sie mit roher Hand das Krankenbett einer Wöch nerin i ach Whisky durchwühlten. Ste drangen Räuber in das H.iuS deS Ehe?2.rreS Lacey ein und kebrten das Unterste zu oberst. Frau Lacey lag krank und schwach im Bett, denn sie h.itte erst 21 Stunden zuvor einem Kinde Le5?n gegeben. Als die Schnüffler im Hause nichts fanden, mußte Lacey dem Potts die Thüre zu einem Anbau öffnen, um auch diesen zu durchsuchen. Während die Beiden draußen waren. machte sich Pierce über das Bett her, in welchem die schwache und durch den Vorgang auf den Tod geängstigte Frau mit dem Säugling lag. Er wühlte Alles durch und beachtete die Hilferufe der armen Frau nicht. Auf das Rufen eilte Lacey in's Zimmer, und als er sah, was da vorging, zog er in berechtigtem Zorn )'N Revolver, um den elenden Schuft niederzuschießen. Glücklicher oder un glücklicherweise ging der Schuß nicht los, und im nächsten Augenblick war Hitf) von den beiden Banditen entwaff net. Diesen schien nun doch eine Ahnung ihres Mißverhaltens auwedämmert zu sein und sie machten sich aus den Staube. Lacey wandte sich dann zunächst zu seiner Frau, um diese zu beruhigen. Nachbarn, welche die Hilfe rufe der Frau gehört hatten, kamen herbeigeeilt und sahen die beiden Schergen noch gerade das Haus verlaffen, wobei Pierce triumphirend ein Medizinfläschchen schwang mit dem Rufe : Ich wollte Whisky suchen, und hier habe ich ihn gefunden!" Wie es sich herausstellte, hatte der Lump die Medrzin der Kran ken geraubt. Lacey begab sich dann nach dem Bureau deö Friedensrichters Egglestone, um Verhaftsbefehle gegen ie Zwei zu erlangen. Sie wurden auch sofort auSgefertiat. PottS wurde bald verhaftet, aber sein Spießgeselle konnte vorerft nicht gefunden werden. Vom VuSlande. Ein Prozeß um Kinderpuppen das ist das neuesteEreigniß", welches zur Zeit die oberen Zehntausend" Marseilles beschäftigt. Die Baronin Claire d'Affonne, die auf einem einsamen Schlöffe nächst Marseille lebt, hatte für den Geburtstag ihres Töchterchens ein Puppentheater bestellt, welches pünktlich abgeliefert wurde und das größte Entzücken der kleinen Desiree und ihrer Freundinnen erregte. Auch die Baronin war hocherfreut, doch diese Freude verwandelte sich in Bestürzung, als sie die Rechnung des SpielwaarenHändlers . Blonton . in Händen hielt. Derselbe verlangte nämlich für das kleine mechanische Theater, die Bühne und Dekorationen hundert Francs,' für die Toileiten und Kostüme der beschäftigten mechanischen Puppen neunhundert Francs. Da stand es harrklein zu lesen : ein Schlafrock für die erste Liebbaberin in blauer Seide mit weißen Spitzen vierzig Francs, dazu paffende Äiorgenhäubchen zehn Francs ; ein Ballkleid für dieselbe Künstlerin, die blaue Augen und rothe Bäckchen hat, kostete fünfunddreißig Francs. Dann war noch eine ganze Reihe von Promenaden kleidern und Kostümen für die Darstellung von alten Ritterschauspielen fund Opern. Ein altdeutsches, goldgesticktes Sammtkleid mit der dazu affortirten blonden Gretchenperrücke stand in dem unglückseligen Konto mit vierzig Francs angemerkt. Selbstverständlich hatten auch die übrigen Mitwirkenden schöne Gewänder ; der erste Held hat allein um 150 Francs Fracks und Claques, ein Ritterkostüm deffelben in rosa 'Sammet, genau jenem nachgeahmt, das Laffalle in der Pariser Oper trägt, kommt auf 33 Francs zu stehen. Bei den gerichtlichen Verhandlungen hat die Baronin, welche sich weigert, die Rechnung zu zahlen und die Höhe derselben beanstandet, über das gelieferte Material nur Worte des Lobes, ja sie erklärt, das ei nige Damen von Marseille zu ihrer höchsten Belustigung die Toiletten der Puppentheater - Künstlerinnen für sich selbst nachahmten. Nach vielem Zureden entschließt sich der Händler die gelieferten Kostüme für ein anderes Puppentheater zurückzunehmen, und die Ba ronin zahlt, völlig zufriedengestellt, 550 Francs. . Alexius von Thaiß, der gewesene Ober-Stadthauptmann von Pest, erzählt im B. Journal" seine Memoiren, welche mancherlei Jntereffantes enthalten. Recht hübsch ist eine kleine Begebenheit, welche sich an den Besuch des Sultans Abdul Aziz in der Ofener Hofburg knüpft. Damals war Herr von Szentkiralyi Oberbürgermeister, Thaiß Ober-Stadthauptmann. Ersterer nahm an der Spitze einer Deputation Audienz bei dem Padischah. Der Sultan schritt auf uns zu. Szentkiralyi, als Oberbürgermeister, stand am Empfangsflügel der Deputation, ich als Oder-Stadt-hauptmann war der nächste an seiner Seite. Der Ceremonienmeister stellte uns dem Sultan vor und der Großtürke sprach türkisch (in der einzigen Sprache, deren er mächtig war) mehrere Sätze, die uns der Dolmetsch lapidarisch wie folgt übersetzte : Se. Majestät freut sich, die Herren kennen zu lernen." Dann ließ der Sultan Szentkiralyi's hagere Gestalt unbeachtet und kam direkt auf mich, der ich mich damals einer ziemlichen Wohlbeleibtheit erfreute, zu. ' Der Padischah sprach längere Zeit zu mir und mn ward ganz bange ob dieser Auszeichnung, da sie mir auf Kosten deS Oberbürgermeifters, des ersten Vertreters der Stadt, zu Theil wurde. Ich wich bestündig zurück, um den Sultan dadurch, ohne daß er es wollte, zu einer Ansprache an Szentkiralyi zu bewegen. Wie sehr ich aber auch retirirte, der Sultan folgte mir immerfort nach und zuletzt,, da ich bereits an der Wand angelangt war, hatte die Audienz ihr Ende erreicht. Wir lachten und zerbrachen uns den Kopf viel über diese auffällige Huld, die mir erwiesen wurde. Ihren Gipfelpunkt erreichte aber unsere Heiterkeit, alö uns die wahr- ! haft originelle Erklärung für dieselbe ' von einem türkischen Würdenträger of- ' fenbart wurde. Se. Excellenz erklärte ' uns nämlich den Umstand, daß der Sul- ' tan den hageren Szentkiralyi mied und mich, den Wohlbeleibten, mit feiner Huld überhäufte, wie folgt : Se. Majestät konnte nicht glauben, daß die Stadt Mt einen so mageren Pascha habe."

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