Indiana Tribüne, Volume 10, Number 255, Indianapolis, Marion County, 3 June 1887 — Page 2

Jndiana Tribüne. Erscheint FSgliH ÄNd S esÄtsgs. ri 13(11$ .TridSnt- kofiet durch d Xrlgctll J Gents per EoS, bis Sonntags .riSi- b ?et x? Bach. Veid ins 1 nil. Ci! Pofi ,ee15 fa eciaxl3fa5lafl ?3 xz, 2Sr. Ssstee: ILV O.WarvlandNr. JndianavoliS, Ind., 3. Juni 1337. Ein unerschlosseneS Land. Wahrscheinlich ist kein Theil der West lichen Halbkugel so wenig bekannt, wie das zu 9Jirnco gehörende Unter - Galt formen. Der Fluch der Halbinsel ist der Wasiermanqel, denn der kräftige, jungfräuliche Boden trägt überreiche Frucht überall, wo er drainirt ist. Das Klima ist sehr mannigfaltig. Am Fuß der Halbinsel weist das Thermometer häufig 70 Grad Fahrenheit über Null auf, während es am Kopf des Gol fts häufig auf den Gefrierpunkt sinkt. Bis etwa 80 Meilen nördlich von Cap San Lucas ist die Luft stets mild, temperirt durch die milde Seebrise ; weiter nordwärts wird die Hitze unerträglich, besonders in La Paz und Loreto, kühler dagegen in Mulege und nach der Grenz lmie der Ber. Staaten zu. Auf der pacifischen Seite ist die Temperatur stets angenehm, nie unter 50 und nie über 70. Der Himmel ist so schon wie in Neapel ein tiefes, wolkenloses Blau, das sich bei Sonnenuntergang im Westen in Nubinroth, Aiolet und Gold verwandelt. In den wenigen fruchtbaren Gegenden werden überraschend reiche Ernten an Mais, Zuckerrohr, Weizen, Orchilla, Manioc und allen möglichen Arten eßbarer Wurzeln erzielt, ferner an Trauben, die einen Wein, ähnlich dem canarischen, ergeben, an Orangen, Citronen, Datteln, Oliven, Ananas und vielen anderen tropischen Früchten. Auf manchen Nanlhos züchtet man Pferde, Maulthiere, Schweine und Hornvieh, und die Vorberge nähren wilde Schafe und Ziegen. Die Felswand, welche die Halbinsel von einem Ende bis zum andern scheidet, er hebt sich bis zu einer durchschnittlichen Höhe von 2000 Fuß ihr höchster Gipfel, die Riesin, bis u 9000. Die Kette be sitzt zwei erloschene Vulkane und zahllose heiße und Erdpech-Quellen. Erdstoße sind häufig. Auf den Vorbergen wuchern Salbeisträucher und Chagarral, und in brennenden Wüsten zu ihren Füßen wächst der Cactus zu außerordentlicher Höhe empor. Kohle hat man bei Santiago gefunden und Petroleum auf der pacifischen Seite. Goldhaltiger Sand Csold placers) giebt es bei Santa Cruz, Nosario, San Nafael und auf den kürzlich entdeckten Feldern von Santa Gertrudis. Man ist der Ansicht, daß die Berge reich an Edelmetallen sind. Die See ist reich, unglaublich reich an Fischen aöer Art und an Perlen erzeugenden Austern. Im Golf gibt es einen Ueberfluß der schönsten Schwämme, nicht weniger als ein Dutzend verschiedener Arten. Die parasitische oder BaumAuster ist hier ebenso gewöhnlich, wie in den indischen Meeren und sieht genau so aus, wie ein vertrocknetes Blatt, so daß sie selbst das scharfe Auge des nach ihr spähenden Fischreihers täuscht. Man findet sie an den Wurzeln und Z oeigen des Mangrove-Baumes, der in geschützten Buchten am Nande der See wächst. Diese duftigen Haine machen den Eindruck von Meer-Wäldern, und zurFluthzeit hängen ihre höchsten Zweige im Waffer. Die Schaalthiere spinnen sich so fest an den Aesten an, daß man sie oft mit einem Hammer herunterschlagen muß. , Wer weiß, ob nicht hier auch noch ein mal blühende Colonien entstehen, wie im angrenzenden Süden des Staates Californien, der noch vor kaum 30 Jahren als unergiebig, zum Theil als gänzlich unfruchtbar galt? Die Hudson Vai'Lander.

Reifende melden übereinstimmend, daß an der ganzen nordlichen Küste von eö Nord-Amerika keine Gegend giebt, welche so öde, trostlos und verlassen aussieht, wie das Land an der UngavaBai, öst lich von der Küste von Labrador, im südlichen Theile der eigentlichen Hudson Bai. Obgleich man von diesem Eisaebiet verhältnißmäßig wenig kannte, hat dasselbe doch in der letzten Zeit auf eme wahrhaft überraschende Weise an Ein wohnerzahl zugenommen, welche noch fortwährend im Wachsthum begriffen ist. Es ist hauptsächlich die Jagd und die Fischerei, von welcher sich die Ein wohner der Küste nähren. Die Hudson-Bai ist eigentlich ein Binnenmeer, welches sich vom 51. bis zum 64. Grade nördlicher Breite und vom 77. bis zum 1)5. Grade westlicher Länge erstreckt. Die Bucht ist höchstens 1000 Meilen lang und 00 Meilen breit, so daß sie einen Ilächenraum von etwa 500,000 Ouadratmeilen bedeckt. Sie ist nur drei Ä!onate im Jahre schissbar, und zwar von Mitte Juni bis Mitte September. Den Nest deö Jahres ist sie mit Treibeis angefüllt, welches jeden Verkehr auf ihr, selbst auf die kürzesten Entfernungen hin, vollständig unmöglich macht. Die östliche Küste der Bai bietet landschaftliche Schönheiten ersten Ranges dar. An manchen Stellen erheben sich die Klippen 200 bis 400 Fuß vom Ufer rande steil in die Höhe empor. Sie be tehen aus einer gleischerartigen Sub tanz, welche, stets von Eis und gechmolzenem Schnee umhüllt, im Son nenlichte derart strahlen, daß es kaum möglich ist, auf ihnen den Blick ruhen u lassen. Die Einwohner jener Gegend sind keine eigentlichen Eskimos, sondern eine Kreuzung zwischen dieser Nasse und Franzosen und Indianern, die in die Gegend gekommen waren, um sich der Jagd und dem Fischfang zu widmen. Nach längerer Zeit hatten die fremden Ankömmlinge an dem Leben an der rauben Bai Gefallen gefunden, sich mit Eskimosrau.n verbeirathet und auf diese

iasivt zur ?ermeyrung ver inwoynerzahl an der Küste beigetragen. Im Sor.m r steht das Thermometer in den Hudson Bai-Ländereien durch fchnittlich auf 45 Grad über Null, während die Temperatur im Winter häusig auf 60 Grad unter den Gefrierpunkt fällt und im Durchschnitt 25 Grad unter Null beträgt. Die Fische sind in jener Gegend sehr selten, und man kann sie nur in den Flüssen fangen, wie z. B. in demHayes, dem Nelson, Churchill, Moore, Albany-, Weeknisk, Main- und Abbitibee-Flutz. ES gibt dorr eine Menge Se:h'.lnde, aber sie sind sehr scheu und lasse:: sich von den Eingebornen, nur schwer fan gen Gäbe es nicht so viele kleinere Pelz thiere an der Küste, dann würden dle Einwohner der Gefahr des Verhungerns ausgesetzt sein. Die Eingeborenen leben in kleinen Dörfern, von denen ein jedes aus 50 bis 100 rohen Hütten besteht. Von bet Hudson Bai-Compagnie haben die Leute auf keine Hilfe rechnen, und üe könnten verhungern, wenn sie es nicht verständen, für sich selbst zu sorgen. Für die geistigen Bedürfnisse der Ansiedler wird von den moravischen Missionaren" Sorge getragen. Geld gibt es dort überhaupt nicht, und die einzigen Tauschmittel sind Fische, Oel ode' Felle. Stirbt Jemand, dann geht der Häuptling des Dorfes von Haus zu Haus und fordert Jedermann auf, ihm in dem Leichenzuge zu folgen. Die Leiche wird gewöhnlich unter Schnee und Eis zur ewigen Ruhe bestattet. Handelt es sich um eine ver heirathete Person, so wird gewöhnlich schon am nächsten Tage nach einem Ersatz für die verstorbene EheHälfte" Umschau gehalten, und in einer Woche gibt es wieder Hochzeit. Der oder die Todte ist dann bereits vergessen.

chtvachbeaabte Kinder. Ueber Schulen für schwachbegabte, licht gemeinschulfähige" Kinder bericht tet ein Correspondent aus Frankfurt a. M.: Die erste Anregung zur Schaffung besonderer Unterrichtsgänge für nicht vollsinnige Kinder gab Heinrich Ernst Stö ner, seinerzeit Taubstummenlehrer in Leipzig, der bereits im Jahre 1864 eine Ab.ndlung Schulen für schwachbe fähigte Kinder, erster Entwurf zur Begründung derselben" veröffentlichte, und reffen Verdienst um so größer bleibt, als der von ihm entworfene Lehrplan noch heute als maßgebend gilt. Dabei begreift sich leicht, daß die in ihrer Art ganz neuen Schulen noch nicht wie ihre um Jahrhunderte älteren Schwesteranstalten zu altersgeheiligten, unverbrüch lichen Bestimmungen über Lehrplan, Stundenzahl, Aufnahme- und Entlassungsalter ihrer Schüler u. a. gekom men sind. Bürgschaft für ihre gute Weiterentwicklung und ihr fröhliches Gedeihen abek darf der Umstand sein, daß sie das Wesentlichste erreicht und bewährt haben, die Fähigkeit nämlich, ihre schwachbeaabten Schüler, Knaben und Mädchen, schulmäszig zu unterrichten und f"i " ttw m c w I geinig m emem 'uicape zu soroern, wetches die verhältnißmäßig geringen Un terhaltungskosten reichlich lohnt. Ein kurzer Einblick in die Kölner Schule mögs dies veranschaulichen. Sie ist, als am 15. November v. I. eröffnet, wohl die jüngste unter ihren überhaupt noch jugendlichen Geschwistern. Durch den dortigen Schulinspector Dr. Brandenberg lebhaft befürwortet und von der Schulverwaltung sowie von der Stadtverordnetenversammlung bereitwillig unterstützt, umfaßte sie während des abgelaufenen Winterhalbjahrs in ihrer Knabenklasse 30 Schüler und in der getrennt errichteten Mädchenabthei lung 20 Schülerinnen. Durch eigentlichen Blödsinn ganz bildungsunfähigk Kinder werden überhaupt nicht aufge nommen; auch soll in allen Fällen ein wenigstens einjähriger Aufenthalt in der Volksschule oder Gemeinschule" vorangehen, und erst wenn hier Unfähigkeit, am Unterricht erfolgreich theilzunehmen, unverkennbar hervortritt, die Prüfung derartiger Schüler dutch einen Ausschuß aus zwei Schulmännern und einem Irrenarzte bestehend erfolgen und erst daran sich die etwanige Ueberwei sung in die Kölner Schule für nicht normal entwickelte Kinder" schließen. Der Lehrplan der letztern umfaßt in 26 wöchentlichen Unterrichtsstunden, wovon 18 auf den Morgen und 8 auf die vier Nachmittage fallen, Vorübungen und Elementarfächer. Erstere bestehen in Turnen und Singspielen, in Bauspie len, Unterscheidung der Gegenstände und Farben, Anschauungsunterricht und den Anfängen der Articulation, welche zu deu Elementarfächern überleitet. Zu diesen gehören in der Kölner Schule für Schwachbegabte : Biblische Geschichte, Schreiben und Lesen, Schönschreiben, Rechnen, Formenlehre und Zeichnen oder Stäbchenlegen, Gesang, Turnen und Handfertigkeitsunterricht, welch letzterer in der Mädchenabtheilung durch Unterweisung in den weiblichen Landarbeiten ersetzt wird. Um aber diese Unterrichtsgegengände oder Fächer nicht nur stundenplanmäßig vorzunehmen, sondern sie auch für die schwach begabten Kinder anregend und fesselnd, verständlich und dem Gedächtniß baftbar zu gestalten, werden auch in Köln drei, schon von Stötzner aufgestellte goldene Regeln gepflegt und hochgehalten. Dieselben lauten m aller Kürze : Mache alles so handgreiflich und anschaulich wie möglich ! Gehe nicht Schritt vor Schritt vorwärts sondern Schrittchen vor Schrittchen ! und sei nie langweilig ! Grade die letzte Mahnung ist von gro ßer Wichtigkeit. Nur ein tresslicher Lehrer, wie ihn allerdings die dorttge Schule besitzt, ist im Stande, es den Worten und den Mienen der Kinder untrüglich abzulesen, wann ein Unterrichtsgegenstand sie lang genug beschäftigt hat und manchmal vor Ablauf seiner stundenplanmäßigen Zeit zu ermüden beginnt. Noch ehe dieser todte Punkt" gekommen, muß abgesprungen und zu etwas anderm, Verwandtem oder Fernliegendem, übergegangen werden. Geschieht dies rechtzeitig, so gibt es, nach meiner Beobachtung, keine aufmerksamere, dem Lehrer mehr an den Lippen Hangende Schaar, kurz, keine dankbarere i Classe, als die Kölner Gruppe schwachbegabter Schüler. Denn hier kommen sie endlich dock einmal wr Geltung, jene '

sogenannten allerdümmsten", die dtSher in den Gemeinschulen mit ihren täppischen Antworten, ihrem verlegenen Schweigen und blöden Dreinblicken nur Tadel, vielleicht auch verstohlenen Spott seitens der Mitschüler geerntet hatten. Der grundsätzliche Ausschluß aller Blödsinnigen sichert den in der Saule für schwachbegabte Kinder Befindlichen ein Mindestmaß von Geisteskraft. Dies noch glimmende Feuer vor dem Erlöschen zu bewahren, es allmählich anzufachen und sorgsam zu unterhalten, bis eine kleine leuchtende Flamme, ein geistiges Verständniß, das erst den Menschen zum Menschen macht, daraus sich gebildet hat, das alles ist freilich keine leichte Aufgabe für dm Unterrichtenden, aber des Schweißes der Edeln ist sie werth. Nicht als rasch sich bietendes Wortspiel, sondern alles Ernstes sei es gesagt, der Lehrer der schwachbegabte Kinder muß starkbegabt" sein. Ist er das, so eröffnet sich ihm ein mühevoller, aber menschlich sehr bedeutsamer und ein, auch ihn selbst in unterrichtlicher Hinsicht mächtig fördernder, neuer Zweig seines Lehrberufes. Entschuldbar, aber durchaus irrig ist nämlich die Anschauung, als ob eine Klasse schwachbegabte? Kinder den dumpfen Eindruck der Starrheit und Leblosigkeit, der stumpfen Einförmigkeit machen müsse. Nirgends, so möchte ich beHäupten, unter keiner Schaar vollsinni ger Kinder herrscht eine solche Verschiedenheit in den Persönlichkeiten der einzelnen Schüler. Jedes dieser nicht gemeinschulfähigen Kinder bildet für den denkenden Lehrer einen unerschöpflichen Gegenstand der Beobachtung und des Anreizes zu neuen, meist erfolgreichen Mühen. Ist schon die Schwachbegabtheit ihrem Grade nach naturgemäß bei den einzelnen Knaben und Mädchen eine verschiedene, so offenbart sie auch die größte Mannigfaltigkeit in den Hindernissen, welche sie dem Unterrichte und der Aneignung des Lehrstoffes entgegensetzt. Bald sind es mehr leibliche Gebrechen, wie Schwerhörigkeit und starke Kurzsichtigkeit, welche in den Gemeinschulen die Aufnahme des zu Erlernenden bis zur Unmöglichkeit erschwert hatten. In den meisten Fällen aber macht eine zeitweilige oder dauernde Störung in der Entwicklung des kindlichen Begriffs Vermögens, letzteres für die Erfassung eines oder mehrerer Unterrichtsgegen stände, scheinbar ganz untauglich. Und über all diese Hemmnisse und Schwierigkeiten hinweg muß der die schwachbegav ten Kinder unterweisende Lehrer unab lässig nach einem, wenn auch noch so schmalen Pfade, nach einem Eindringen und Vorwärtskommen suchen, um endlich doch obzusiegen ! Er steht zu den ihm als letztem Retter und Eckhart anvertrauten Geschöpfen zugleich wie ein Freund und Vater, ja, gerade in letzterer Eigenschaft wie der Urheber und Erzeuger ueuen geistigen Lebens. Dazu wird es im deutschen Lehrerstande an Kräften Hoffentlich nicht fehlen, sobald neue Schulen gegründet werden sollten!" Dom Jnlande. Die Dampfer, welche den Werkehr zwischen San Francisco und China vermitteln, sind manchesmal Todtenschiffe in der vollen Bedeutung des Wortes. Im Laufe der nächsten Woche werden wieder die Leichen von etwa 600 Chinesen, welche zeitweilig in San Francisco beerdigt wurden, ausgegraben und auf einem der Dampfer, welche den regulären Verkehr zwischen San Fran cisco und Ehina vermitteln, nach dem letzteren Lande gebracht werden. Der Special-Pensions'Exa-. minator Charles Hill hat in Lime Ridge, Columbia County, Pa., einen berüchtlgten Pensionsschwindler Namens T. A. Nayburn verhaftet. Derselbe wehrte sich verzweifelt und feuerte einen Schuß auf den Beamten ab, traf aber nicht diesen, sondern einen andern Mann, welcher gefährlich verwundet wurde. Der Verbrecher wurde schließlich überwältigt und unter starker Bedeckung in's Gefäng niß abgeliefert. Gouverneur Rusk von Wis' consin hat vor einigen Tagen die Frau Amalie Zimmermann begnadigt, welche wegen angeblicher Ermordung ihres Gatten im Jahre 1871 zu lebenslänglichem Zuchthause verurtheilt worden war. Die jetzt 68jährige Frau war damals lediglich auf Grund von Umstandsbeweisen verurtheilt worden. Gouv. Rusk ist nach eingehender Untersuchung deS Falles zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Frau an dem ibr zur Last gelegten Verbrechen unschuldig ist. Ihre Freunde hatten sich seit einer Reihe von Jahren Mühe gegeben, ihre Freiheit zu sichern, haben es aber erst jetzt zu Stande ge bracht. In der Nachbarschaft von Freeze-Gut, 12 Meilen südlich von Rockdale in Texas, spielte sich vor einige Tagen ein schreckliches Familiendram ab. Mark Davis, ein junger, verheirathete? Mann band sein Pferd im Kornfelde seines Schwagers William Wad dall an. Der Schwager erhob Einwand dagegen und bald entspann sich ein Streit zwischen Beiden. Davis stürzte mit gezücktem Messer auf seinen Schw'ager, und der Letztere schoß hierauf auf seinen Angreifer zwei Schüsse aus seinem Mvehre ab. Dav-s wurde augenblicklich getödtet, und der Mörder stellte sich selbst dem Gericht. Mexico ist gegen die Ver. Staatensehr gefällig. Einer Special depesche aus der Stadt Mexico zufolge hat der mexikanische Minister des Aeußern auf das Gesuch d Regierung der Ver. Staaten um Umwandlung des Todesurtheils gegen Col. Arvissa und des sen Gefährten, welche wegen Theilnahme an Ausschreitungen auf amerikanischem Boden in Nogales, Ariz. verurtheilt worden, erwidert, das Gesuch des StaatS-Secretärs Bayard sei dem Präsidenten von Mexico vorgelegt worden. Die mexikanische Regierung habe von der humanen Gesinnung der amerikani schen Regierung gern Kenntniß genommen und werde dieselbe möglichst berückfichtigen, wenn das Endurtheil gegen die betreffenden mexikanischen Ofsicrere aus fallen sollte. Die mexikanische Regierung sei aufrichtig bemüht, mit der Regierung der Ver. Staaten freundschaftliche Bezie hungen zu pflegen, und werde alle Vorschlage derselben in der freundschaftlich st en Weise aufnebmen. Man alaubt nicht.

räß'die verurtheiltsn Ossiciere erschwer werden.

i i F. L. Clark von Honolulu, .. .. m . v r r ver vie onigm apwtant nacy an Francisco begleitet hat und dort geblie ben ist, überreichte im Namen KalakauaS der Academie ' der Wissenschaften in Californien eine aus 200 Exemplaren bestehende Sammlung von Photograph!en von geographischem und historischem Interesse. Die Sujets dieser photographischen Aufnahmen gehen bis auf die Zeit Cooks zurück und sind zum Theil nach Bildern angefertigt worden, die nach Angaben von Leuten gemalt worden sind, welche Augenzeugen der Vorgänge waren, die sich zur Zeit des Besuches von Cook auf den Sandwich-Jnseln abgespielt haben. Eines der Bilder zeigt den Tempel, dessen Umzäunung Cools Leute niederrissen, um Holz als Bauma terial zu verwenden, was die Eingeborenen in einem so hohen Grade erbitterte, daß sie Cook umbrachten. Herr Clark zeigte der Academie der Wissenschaften diese Potographien mit Hilfe eines Stereopticons und begleitete die Schaustellung mit einem interessanten Vortrage über die Geschichte der Sandwich-Jn seln. Es ist interessant, zu höcen, auf welche Weise . das Sonntagsgesetz in den Großstädten Amerikas wirkt. Ueber den letzten Sonntag in New Jork berichtet die dortige Tribune", daß dort mehr geistige Getränke verkauft wurden, als an irgend einem Sonntag, seitdem der Mayor Hewitt den Versuch machte, das Gesetz" durchm führen. Es schien, als ob die Polizisten m vielen Bezirken in ihrem Eifer bedeutend nachgelassen hätten, und es mußte schon ein sehr verdächtig aussehender Character sein, der durch eine. Seiten: thüre keinen Zutritt in einen Saloon erhalten konnte. Viele Getränkeverkäufe' geleiteten ihre Kunden in das z t Stockwerk, wo ein guter Vorrath geistiger Getränke eingelegt war ; auch ver kauften Viele Getränke hinter dicht verhüllten Fenstern. Durstig sein brauchte Niemand. Man hat abermals einen neuen Plan ausgeheckt, um das Gesetz zu umgehen, und derselbe scheint auch erfolgreich zu sein. Clubs von 2030 Mitgliedern werden gegründet, und die Wirthe überlassen einem solchen Club in der Samstag Nacht ein Zimmer. In demselben wird eine große Masse von Wein, Whisky und Bier aufgespeichert. Die Hotelclerks fungiren als Äufwärter und Verwalter. Jedes Mitglied hat das Recht, so viele Freunde einzuladen, als er mag. Nachdem man in dem Innern des Hotels" angelangt, haben alle einen Antheil an dem Dargebotenen. Als Daniel B. Brown in Ann Arbor, Michigan, eines Morgens in seinem Bette aufwachte, fand er aus, daß er um F2700 ärmer war, als am vorhergehenden Tage. Brown ist über 60 Jahre alt, war der erste Sheriff von Washtenaw County, hatte sich beim Goldsuchen in Californien in früheren Jahren ein bedeutendes Vermögen erworden und hielt sich immer selbst für einen sehr schlauen Geschäftsmann. Vor einigen Tagen kam ein Fremder zu ihm, der ihmsagte, er sei früher bei ihm Clerk gewesen. Der fremde erzählte ihm von einem Lotteriegewinnen, und brachte ihn zu einem anderen Mann, einem angeblichen Agenten derLoiusianaLotterie, wo Brown sogleich L27000 gewann. Er mußte jedoch einen gleichen Betrag bei den Agenten deponiren und als dieser das Geld in Handen hatte, sagte er, Brown habe nicht gewonnen sondern verloren. Nun drohte der angebliche ehemalige Clerk, sden Agenten als Schwindler verhaften lassen zu wollen und sagte, er wolle dem Brown die S2,700 ersetzen, falls er zu ihm in seine Wohnung kommen wolle. Sie fuhren nach einem Hause an der Jngally St., wo der Fremde sagte, daß er wohne, und wo er durch eine Seitenthüre hinein ging, und Brown draußen warten ließ. Da er nicht zurückkam, so forschte Brown nach, und fand, daß er ver schwunden war. Auch der angebliche Lotterie - Agent war unterdeß verduftet. Vom Auslande. Die einstige Residenz Kaiser Karls des Großen, der Kaiserpa last zu Jngelheim, gehört bald nur noch der Geschichte an. In der Nähe von Binaen am Rhein, gegenüber dem stol zen Niederwald Denkmal, liegt umgeben von grünen Weinbergen, Nieder-Jngel-heim. Vom Schloße in Jngelheim, das mit dem Namen Karls deS Großen für alle Zeiten verknüpft ist, in welchen auch Friedrich I. Barbarossa wiederholt resi dirte, Heinrich IV. deS Reiches und der Krone für verlustig erklärt wurde, wird man bald nur noch singen und sagen" hören : Im späteren Mittelalter bereits wurde das berühmte Schloß zerstört ; wiederholte Belagerungen und Eroberungen hinterließen ihre Spuren, und zuletzt machten die Mordbrennerschaaren Louvois' gleich Heidelberg 1689 auch der Jngelheimer Herrlichkeit ein Ende; eine öde Ruine blieb an der Stelle des einstigen kaiserlichen Palastes stehen; das Baumaterial wurde fortgeschafft. Die prächtigen, einst aus Italien herbeigeschafften Marmorsäulen gelangten nach Paris, Mainz, Wiesbaden, auch nach Heidelberg. Der vorletzte Besitzer des Schlosses, Herrde Vary ausRheims, ließ das alte Schloß ganz und gar niederlegen und begann den Bau eines neuen.; sein Tod setzte aber der Vollendung 1875 ein Ziel. Bis zum April lag das Terrain wüst und öde, da wur de es von dem NiederJngelheimer Bür germeister Werner und dem Bau-Unter-nehmer Struth käuflich erworben. . Um die ehrwürdigen Baureste zu erhalten, versuchten beide Herren alles Mögliche ; sie annoncirten und petitionirten vergeblich. Das preußische Cultusministertum, an welches sie sich wendeten, bedauerte in höflichen Worten, in der Sache nichts thun zu können, da das Vesitzthum in Hessen liege ; das hessische Minister!' um antwortete ebenfalls ablehnend, es sei nicht in der Lage, auf die .Verkaufs' offerte einzugehen. Es ist nun so weit gekommen, daß die beiden Herren sich entschlossen haben, das Besitztum zu varcelliren und in Theilstücken zu verkaufen. Das einstige Besitzthum Karls des Großen wird also parcellirt ! E in in seinenEinzelhei ten interessanter Ebescbeidunasvroceß

hat, wie tte N. Allg. 'Ztg." berichtet, am 14. Mai vor dem Berliner Landgericht seinen Abschluß gefunden. Ein Fabrikant hatte vor ungefähr 2 Jahren auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege der Heirathsannonce eine Dame kennen g?lernt, welche neben äußeren Vorzügen über ein Vermögen von 130,000 Mark verfügte. Am Anfange des vergangenen Jahres schlössen Beide den Bund für's Leben. Als ein besonders glücklicher gestaltete sich derselbe aber nicht, da die junge Frau sich sehr bald von ihrem Gatten vernachlässigt fühlte. Letzterer hatte nämlich schon geraume Zeit vor der Hochzeit eine Liaison mit einer seiner Angestellten unterhalten und war derselbe nicht im Mindesten geneigt, dieses Verhältniß nach der Hochzeit auf zugeben. Um ungestörter seiner Neigunz nachgehen zu können, unternahm der Fabrikant häusig Reisen, Geschäftsreisen, wie er erklärte, auf welchen ihn seine Geliebte als Gattin begleitete. Die junge Frau ahnte Z zunächst von dieser Sachlage nicht das Geringe, bis ihr eines Tages durch Verwandte die Augen geöffnet wurden. Die durch diese Handlungsweise schwer verletzte Frau verlangte nun die Ehescheidung. Aber diese war nicht leicht durchzusetzen, da für die Untreue des Ehemannes voll giltige Beweise fehlten. Es galt also, diese herbeizuschaffen. Zu diesem Be Hufe wandte sich die junge Frau an einen Privat-Detectiv. Derselbe reiste bei einer neuerlichen Geschäftsreise, welche der Fabrikant mit seiner Geliebten nach Kassel und Frankfurt a. M. unternommen hatte, diesem nach, um sich das nöthige Material zu verschaffen. Ueberall hatte der Fabrikant seine Begleiterin als seine Frau ausgegeben, und Beide hatten sich in den Fremdenbüchern des betreffenden Hotels als Mann und Frau eingeschrieben. Der Detectiv ließ sich nun aus den Büchern photographische Facsimiles der Unterschriften anfertigen. Hierdurch wurde vor dem Richter die eheliche Untreue des Fabrikanten erwiesen, und am 14. Mai hat, wie schon ge sagt, die gerichtliche Scheidung stattgefunden. In e in er höchst fashio nablen Pariser Winter-Schwimmschule, die vorzugsweise von Damen der Aristokratie und jungen Künstlerinnen besucht wird, ist seit vielen Jahren der alte Schwimmmeister Dumont angestellt, der stets einen Stab junger Gehilfen um sich versammelt. In Folge de? wärmeren Witterung der letzten Zeit war auch der Besuch ein stärkerer und Dumont sah sich veranlaßt, noch einen AushilfsSchwimmmeister zu engagiren, der sich Pierre Valois nannte und ihm von einigen Seiten dringend empfohlen worden war. Der neue Meister erwies sich als sehr pflichteifrig; er behandelte feine Schülerinnen mit kühler Gleichgiltigkeit und heimste stets mit dankbarem Lächeln die Trinkgelder ein, die ihm diese zu verabreichen pflegten. Da ereignete es sich kürzlich, daß sich bei der Lektion, die er einer besonders korpulenten Ballerine gab, sein blonder Vollbart vom Gesicht ablöste und in's Wasser siel. Eine kleine Baronesse, die im Bademantel neben ihm stand und der Lektion beiwohnte, rief in entsetztem Tone : Aber das ist ja der Varon Gaston Leckere ; er hat sich hier eingeschlichen. Das ist eine Infamie!" Gegen den indiskreten Baron wurde die Klage eingereicht und derselbe hatte sich vor Gericht zu verantworten. Phlegmatisch sagte er : Meine Herren ! Ich bin nicht aus sündiger Neugierde in die Damen-Schwimmschule gegangen; allein meine Familie hatte den Plan, mich mit im Üppigen jungen Gräsin, welche die Anstalt zu besuchen pflegt, zu verloben und da ich nicht die Katze im Sacke kaufen mochte, wollte ich sehen, was an meiner Braut in spe Kunst ist und was 3!atur." Der Gerichtshof fand diese Forschungen wider die Gesetze des An standes verstoßend und verurtheilte Baron Leclerc zu vierzehn Tagen Gefängniß. Heiter sagte dieser: Das ist's mir noch immer werth, daß ich endlich gesehen, welche magere, geschminkte Person meine üppige Freundin eigentlich ist." Eine aufregende Scene spielte sich dieser Tage in der Ehlbeckschen Menagerie im Prater Wien ab. Der Thierbändiger Max Bettini hatte soeben die Produktion mit den drei prachtvollen großen Löwen beendigt und es sollte der schöne, dressirte Königstiger seine Kunststücke zeigen, als durch Un Vorsichtigkeit eines Menageriedieners anstatt des dressirten ein noch völlig wilder, undressirter Tiger in den Käsig, wo sich der Thierbändiger befand, eingelassen wurde. Die wilde Bestie war deS Mannes kaum ansichtig geworden, als sie mit einem furchtbaren Gebrüll auf ihn losstürzte. Herrn Bettini verließ aber die Kaltblütigkeit nicht, er versetzte dem Thiere einen furchtbaren Schlag, über die Schnauze und schrie den Wärtern zu: Das ist der unrechte Tiger! Hinein mit ihm !" Die Diener eilten denn auch mit Eisenstangen herbei und trieben das Thiere wieder in seinen Käsig zurück. Das Publikum, welches dieser aufregenden Scene mit athemloser Spannung gefolgt war, lohnte die Geistesgegenwart des muthigen Bändigers mit lautem Beifall. I n Stratzburg spielte sich am 11. Mai in der Strafkammer ein seltener Fall ab. Der Sohn einer altelsässischen Bürgerfamilie stand unter der Anklage der Majestätsbeleidiaung vor seinen Richtern. Der 14jährige Knabe trat mit großer Ruhe und Zuversichtlichkeit auf und leugnete nicht einen Augenblick, daß er sich des ihm zur Last gelegten Verbrechens schuldig gemacht habe. Es sei eine Verabredung unter Vielen" gewesen, am 22. März bei dem Hoch" auf den Kaiser, während des Actes auf dem Gymnasium, den Ruf er, schallen zu lassen : An den Galgen !" Alle Mitverschworenen hätten im gegedenen Moment geschwiegen, er allein ha be sein Wort gehalten, wie das seme Pflicht gewesen sei ! Ein Ruf" war es nun allerdings nicht gewesen, viel mehr nur eine mit unterdrückter Stimme geäußerte Randbemerkung"; aber sie war von mehreren Mitschülern vernom nien und zur Anzeige gebracht worden. Man hatte anfänglich die ärgerlicheAngelegenheit intra niuros abzuwickeln gehofft, aber das Gerücht bauschte sich aus und der Staatsanwalt sah sich genöthigt davon Notiz ui nehmen. Nun jstLw

Eemra! Garten! Ecke East und Washington Sir.

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