Indiana Tribüne, Volume 10, Number 253, Indianapolis, Marion County, 1 June 1887 — Page 2
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tk tZkl:q, ,Srilßnta testet durch den xiSftTD is:i xrVoZ, Mt Lsn-tss nil pci Btd zssasA, ii ?!. V Py? J3jilc5t in Vvrs?;;,!Z!u F 3ü:. LfKes: 12Ü S. MarvlaubSr. Jndia?:2pcliS, Ind., 1. Juni 1337. Verschwörung gegen Lincoln. In derPhiladelphia TimeS" erschien vor einigen Tagen ein interessanter Ar tikel aus der Feder des bekannten confö derirten Kundschafters Capt. Thomas N. Conrad, in welchem derselbe berichtet, wie einmal der Versuch gemacht wurde, den Präsidenten Lincoln aus Washing ton zu entführen. Capt. Conrad schreibt: Während des Krieges wurde zu derschiedenen Malen darüber geplant, Lincoln aus Washington zu stehlen und ihn nach Ziichmond zu schaffen. Einige Leute Mosbys beschäftigten sich einge hend mit diesem Gedanken, doch kamen sie nie dazu, ihn auszuführen. Endlich faßte ich in Gemeinschaft mit zwei Gesinnung?genossen den Entschluß, mich an die Ausführung des Unternehmens zu wagen. Ich bat den Kriegssecretär Seddon, mir dabei zu helfen, und derselbe überreichte mir folgenden Armeebefehl : Die conföderirten Staaten Ame rikas, Kriegsdepartement Nichmond, Virginien, den 15. Sept. 1864. Oberstlieutenant Mosby und Lieutenant C. A. Wood sind hiermit angewiesen, dem Capt. Conrad bei seinen Unternehmungen zu helfen. James A. Seddon, Kriegssecretär." Ich begab mich nach Washington, um an Ort und Stelle das Terrain für mein Unterneblnen zu recognosciren. Ich bielt mich gewöhnlich auf dem LafayetteSquare auf, wo fast fortwährend Leute anwesend waren. Lincoln fuhr damals sehr häufig nach der Soldatenheimath hinaus, und darauf baute ich meinen Plan. Die Soldatenheimath befand sich in der nördlichen Vorstadt Washingtons. Nach tagelangem Wachen brachte ich heraus, daß der Präsident bei kühlen Abenden ohne jede Begleitung nach der Soldatenheimath hinauszufahren und dort die Nächte zuzubringen pflegte. Meine Genossen standen mit mir in fortwährender Verbindung. Wir einig, ten uns dahin, den Präsidenten über die untere Potomac-Noute nach Nichmond zu bringen, wenn es uns gelingen sollte, ihn abzufangen. Zwei von uns wollten uns wohl bewaffnet zu Pferde setzen und ohne jedes Aufsehen der Kutsche des nach der Soldatenheimath fahrenden Präsidenten folgen. Der Dritte sollte uns in einer verschlossenen Kutsche folgen. An einer von uns vorher be stimmten Stelle des Weges wollten wir an die Kutsche des Präsidenten reiten, dem Kutscher des Wagens einen Nevolver vor den Kopf halten und ihn dadurch zwingen, seinen Platz aufzugeben und in die verschlossene Kutsche zu steigen. Dann sollte einer von uns die Zügel der Pferde in die Hand nehmen und im schnellsten Gallop nach einer Stelle am Potomac fahren, wo unserer bereits ein Boot mit genügender Bemannung war tete. Binnen zehn Stunden würde del Präsident als Gefangener in den Reihen der confoderirten Armee weilen. Den Kutscher des Präsidenten wollten wir nur eine Nacht gefangen halten. Wir wußten wohl, daß weder er, noch der Präsident im Weißen Hause bis zum nächsten Tage vermißt werden würden. Wir hatten Alles auf's Beste besorgt, und wollten die Entführung am nächsten Samstag Abend vornehmen. Man denke sich unser Erstaunen, als bereits am Freitag Abend die Kutsche des Prä sidenten auf der Fahrt nach der Soldatenheimath von einer starken Truppe berittener Soldaten umgeben war ! Am nächsten Morgen erschien' in Washingtoner Zeitungen die Nachricht, man sei einem Complott zu? Entführung des Präsidenten auf die Spur gekommen, so daß derselbe gezwungen sei, sich fürderhin bei seinen Ausflügen nach der Soldatenheimath einer Militär-Escorte zu bedienen. Wer unseren Plan verrathen hat, habe ich nie erfahren. Vielleicht war auch ein anderes, ähnliches Unternehmen im Gange, durch welches das unsere vereitelt wurde. Jedek'alls wäre Lmcoln nie meuchlings ermordet worden, wenn es uns damals gelungen wäre, ihn zu entführen." Frauen als Farmerinnen. Eine Dame in Californien, die für oen Beruf einer Lehrerin ausgebildet war und nebenbei das Buchsühren aus dem Grunde gelernt hatte, gerieth ein mal m ernt Lage, rn welcher ue nur zu wählen hatte, ob sie Kosthaus-Wirthm oder Farmerm werden wollte. Sie ent schloß sich, auf die Farm zu gehen. Es gelang ihr, Land unter sehr günstigen Zahlungsbedingungen zu kaufen, und sie hatte Geld genug an Hand, um die erste Anzahlung zu leisten. Einen Theil ihrer ?axm bepslanUe ue sofort mit Pnr sieben, Ncctarinen,;Aprikoscn, Feigen und Trauben, weil diese Früchte bereits im zweiten Jahre IN Californien tragen. Auf den Nest ihres Landes pflanzte sie Pflaumenvaume, die erst in drei, und Aepfel, Birnen und Kirschen, die erst in fünf Jahren Früchte liefern. Außerdem legte sie einen Gemüse- und Alumengarten an, weicher uoer alles ist warten gedieh. Sie verstand mehr von der Differen-tial-Ncchnung und von den Commentaren Cäsars, als von den Katalogen der Samenhändler und hätte gern einen guten Lkatb rn Bezug aus ihre FarmwMy schaft entgegengenommen, wenn sie nur einen Miede hatte erkalten tonnen. Die ersten Jahre ihres Schaffens aus der Farm waren für sie sehr schwer, aber bald genuq sollte sie die Früchte für ihre Bemühungen und Entbehrungen 'ernten. Es waren noch keine vier Jahre vergangen, als sie sämmtliche Schulden,
d?e auf ihrer tfärrn hafteten, getilgt hatte. Außerden lieferten ihr ihre wohlgepflegten Obstbäume u. s. w. per Acker mindestens 8150 jahrlich. Freilich mußte sie stets selber wacker mithelfen, um diesen Gewinn erzielen zu können. Jetzt ist sie wohlhabend und braucht draußen nicht mehr zu arbeiten. Sie ist selbst ständig geworden, ohne sich auf die Hilfe eines Mannes verlassen zu müssen. Eine andere Dame aus einer reichen, später jedoch verarmten Familie entschloß sich, eine Farm von 20 Ackern in Califormen für $4000 zu kaufen. Sie hatte nur 91,300 und mußte den Rest des Kaufgeldes mit 3 Procent verzinsen. rw 1 prri rr 1 r . .
AUßeroem seyile es iyr an Verrieoscapi' tal für ihren neuen Besitz. Kurz ent schloßen, nahm sie eme Stelle als Slo chin in dem Dorshotel an, welches nahe bei ihrer Besitzung lag. Mit ihrem auf diese Weise verdienten Gelde kaufte sie eine Menge Obstbäume und ließ dieselben auf ihrem Lande pflanzen, der Baumhändler hatte sie jedoch betrogen, und die meisten Bäume gingen nicht an. Sie mußte noch ein Jahr warten und neue Bäume kaufen, bis es ihr gelang, einen richtigen Obstgarten anzulegen. Ihre freie Zeit verbrauchte sie draußen auf der Farm; sonst besorgte sie ihre Pflichten gewissenhaft in der Küche des Hotels. Vier Jahre vergingen. Die Bäume draußen gediehen prächtig, und lieferten so viele Früchte, daß die Eigenthümerin daran einen Neingewinn von S3000 er zielte. Sie konnte mit Leichtigkeit den Nest des Kaufgeldes für ihre Farm be zahlen, und kann jetzt fast mit Gewiß heit jedes Jahr aus eine reichliche Ein nähme rechnen, die ihr ein bequemes Le den gestattet. Derartige Beispiele von Farmerinnen in Californien stehen durchaus nicht vereinzelt da. Unsere Milizen. Der Washingtoner Corresvondent der N. I. Staatszeit." schreibt : Daß das Preis-Erercieren, wie es gegenwärtig in Washington stattsindet, einen militarischen Werth hat, welcher der vcüü sehr nahe steht, bedarf wohl kaum des Beweises. Wenn man . B. einen Preis darauf gesetzt hätte, welcher Staat das vollzähligste, für den Felddienst am be sten ausgerüstete und am tüchtigsten dis ciplinirte öiegiment nach Washington schicken würde, so hätte die Sache noch einen praktischen Zweck gehabt : aber ein Preis'Exercieren unter Compagnien von 24 Mann, zwischen Squads" von 12 Rotten, kann allerhochstens zeigen, ob der betreffende Capitain ein guter oder schlechter Corpora! ist, und liefert Nicht den geringsten Anhalt für seine Fähigkeit als Compagnlefuhrer oder gar für die militärische Tüchtigkeit der Staatsmiliz, der die vorgeführte Compagnie angeHort. Daß diese Art der Eoncurrenzen namentlich im Süden Mode und auch hier hauptsächlich von südlichen Organisationen patronisirt sind, während diejenigen Staaten, welche im großen Gan zen die besten Milizen haben, nur sehr schwach vertreten sind, ist ein Beweis dafür, wie wenig derMilizmann von solchen Schaustellungen halt, sobald er einiger maßen über den Standpunkt des reinen Parade-Soldaten erhoben worden ist. Dennoch ist das Nationale PreisExercieren insofern interessant, als es Milizen von der großen Mehrzahl der Staaten von Michigan und Wisconsin bis .hmab nach Florida, von Nhode Island bis weit vom fernen Westen her. hierher gebrachthat und so eme guteGelegenheit bot, Bergleiche anzustellen und den Charakter der Milizen zu studiren. Da ist denn im Allgemeinen gleich hervorzuheben, daß in der wirklichen Ausbildung des Soldaten die Organisationen, welche auf dem Paradevlatz das meiste Furore machten, soweit bis jetzt beobachtet werden konnte, herzlich wenig höher, oft tiefer stehen, als weniger auf den Fancy"-Soldaten herausgebildete Leute. In den Gassen der Lager mancher dieser ,.Crack"-Compagnien seh es schon am zweitenTage nichts weniger als reinlich aus, einfach weil namentlich der südliche Paradesoldat die sehr nothwendigen Noutine-Arbeiten des Lagers dem Nigger" überläßt, beidem Fünf immer gerade ist. Mehr vom eigentlichen soldatischen Lagerleben war in einem Obio3!egiment zu bemerken, das auch in zweckmäßiger feldmäßiger Ausrüstung, Ossieiere und Mannschaften im blauen Flan-nell-Hmd, über welches die lose blaue Undreß - Uniform" der Ver. Staaten getragen wird, einen mehr feldmüßigen und soldatischen Eindruck machte, als andere Truppen, die ich bis jetzt gesehen. Nächst den Ohioern kam die Staatsmiliz von Birginia in Bezug auf praktische Ausrüstung. Bei den Parade Soloaten ist die Ueberladung mit himmelhohenVärenmützen, Schnüren. Epau ketten :c., die Einzwängung in Schnürrocke, enge Hosen u. s. w. manchmal so weit getrieben, daß selbst die Parade darunter leidet. Ich sah 21 Mann von Vicksburgh, die das Entzücken des ganzen Publikums erregten und wirklich wie die Puppen exercirten selbst die Salden wurden herausgerissen, als kämen sie aus einem Gewehr und ich bin überzeugt, daß ein Corpora! des alten Fritz (der jetzize preußische Feldwebel hat schon andere Ideen) seine helle Freude daran gehabt hätte; aber die Geschichte ging nur gut, so lange sich Alles im gemessenen altfränkischen Pa-rade-Schritt bewegte, nach jeder etwas flotteren Bewegung, einem Laufschritt, dem Niederknieen zum Schießen :c., machten drei oder vier der armen Kerle Noihzeichen im Gliede und dann mußte hier eine über die Nase gerutschte zwei Fuß hohe Bärenmütze wieder in die .Balance gebracht werden, um den Mann vom Ersticken zu retten, dort ein Bajonnet wieder in die Scheide gesteckt, ein Schnur :c. in Ordnung gebracht werden. Eine andere sonderbare und Zfür die militärische Disciplin im Ernstfall nicht unwichtige Erscheinung ist der Mangel an militärischer Etiquette unter den Ossicieren und der äußeren AchtungsbeZeugungen seitens der Gemeinen den Ossicieren gegenüber. Die New Iorker und Ohioer, überhaupt diejenigen, welche weniger Paradesoldaten sind, zeichnen sich auch darin 'vortheilhaft aus. Im Lager wird vor den Borgesetzten anderer Truppentheile selten ein Honneur gemacht, und in derselben Compagnie ist ein ..Oallo Cbarlie!" einem Officier
eegenüb"er viel häusiger als ein Salut. Lluf dem Exrrcierplatz vor den Zuschauern giebt man sich allerdings außer ordentliche Mühe, die richtigen Honneurs mit Anstand zu machen ; aber man kann dann sich nicht darüber wundern, wenn ein Ofsicier beim Salutiren den gezoge nen Säbel wie ein Ellenmaaß in die linke Hand nimmt und mit der Rechten am Helm salutirt, solche Ceremonien ist man eben nicht gewöhnt. Daß selbst die Schildwachen vor Ossicieren nicht Honneur machen, scheint so die Regel zu sein, i r n 1 er . . r r
oap icy ztw oaiur von toren ameraden gehänselt sah, weil sie sich emes lolchen Vergehens schuldig machten. Und dieselben Ofsiciere, welche vorher in Scheuerledern und Bärenmützen paradirt, stolziren bei den Exercitien anderer Compagnien mit offenen Röcken, obne Westen und in einem Anzüge herum, der nichts weniger als militärisch genannt werden kann. Im Allgemeinen ist zu bemerken, daß das Material, welches gegenwärtig in Washington versammelt, wie überall in den Ver. Staaten, ein vorzügliches ist, daß aber auch hier der Mangel an einer rationellen gründlichen, praktischen Ausbildung nur zu deutlich hervortritt. Viehsucht in Wyoming. ES war für die Viehzüchter im Territorium Wyoming ein empfindlicher Schlag, als sie hörten, daß die Gebrüder Swan, welche unter den reichsten Viehzüchtern im Territorium stets eine hervorragende Stellung eingenommen hatten, plötzlich bankerott geworden waren. Trübe Gedanken beschlichen bei dieserKunde dasHerz eines manchenViehbarons, der bisher gewohnt war, auf seinen" großen Weideplätzen wie ein König zu herrschen, und es hat jetzt ganz den Anschein, als ob diese bangen Vorahnungen durchaus nicht ganz ungerechtigt gewesen wären. Noch vor 12 Jahren waren Zäune in Wyoming fast ganz unerhört. Man pflegte um die eigentliche Ranch" un gefähr ein halbes Dutzend Acker Land einzuzäunen, um darauf etwas Welschkorn und Gemüse zu pflanzen, im Hebrigen siel es Niemand ein, sich an die Errichtung kostspieliger Zäune zu wagen. Ueberall war das Prairiegras reichlich vorhanden, sodaß das Vieh im Sommer einen Ueberfluß an Nahrung hatte. Auch im Winter fehlte es nicht an Weide. Das buschige Prairiegras pflegte noch vor Eintritt der kalten Jahreszeit zu trocknen, und bot in dieser Form ein natürliches Heu, welches von den Pferden und Rindern noch lieber gefressen wurde, als künstliches, in Schobern aufgestell tes Wiesenheu. Die Thiere ließen oft das beste Heu im'Stich und begaben sich in die Prairie hinaus, nm dort unter dem Schnee trockenes Prairiegras aufzustöbern. Sie waren an dasselbe gewöhnt, es mundete ihnen und sie gedie hen dabei ganz prächtig. Seither hat sich Alles ganz gewaltig verändert. In mehr Leute sich in dem Territorium ansiedelten, desto feuchter wurde das Klima. Während früher Regengüsse im Sommer oder im Herbst fast uneihört waren,traten sie jetzt regelmäßig bis kurz vor Anbruch des Winters auf. Unter solchen Umständen war an ein natürliches Trocknen des Prairiegrascs nicht zu denken. Im Gegentheil wuchs und grünte dasselbe üppig bis zum Anbruch der ersten kalten Nächte, denen es dann plötzlich oft in ei ner Nacht erlag. Es erfror, ohne trocken geworden zu sein, und verfaulte. Das Vieh hatte bisher den Winter hindurch fast ausschließlich von dem wilden Prairieheu gelebt, was sollte man jetzt anfangen ? Die Viehzüchter sahen ein, daß sie unbedingt auf eine andere Weise für Futter Sorge tragen müßten. Sie beschlossen, die Flußufer und niedrig gelegene natürliche Wiesen, die im Sommer einen .reichlichen Graswuchs zeigten, mit Drahtzäunen zu umgeben, damit das Vieh nicht daran könne. War das Gras hoch genug gewachsen, dann wurde es niedergemäht und als Heu für den Winter aufbewahrt, um Ersatz für das verloren gegangene trockene Prairiegras zu bieten. Die Drahtzäune erstreckten sich oft meilenweit. Die Viehzüchter hatten zur Errichtung derselben kein Recht, denn das Land, welches sie eingezäunt hatten, gehörte der Regierung. Was kümmerte man sich aber darum ' In Washington dachte man jedoch anders. Es kamen Klagen aus dem Territorium, daß das Unwesen mit den Zäunen keinem Ackerbauer mehr gestatte, sich dort auf Regierungsland niederzulasten.' So erließ Präsident Cleveland aus Anordnung des Congresses den Befehl, daß dikiehzüchter alle Zäune auf ihnen nicht gehörendem Lande nieder reißen müßten. Der Befehl wurde einfach verlacht und hatte zur Folge, daß nur noch mehr Zäune errichtet wurden. Jetzt hat der Präsident bestimmt, daß in Cheyenne ein dauernder Militärposten errichtet werden soll. Die Soldaten sollen alle ungesetzlichen Zäune zerstören, und sie werden zweifellos auch diese Aufgäbe erfüllen. Gegen die Bundestruv pen sind aber die Viehzüchter machtlos. ? ' r i -wr 1 im ie weroen ruyig vle cyuymauern" ihrer Wiesen aufopfern und sich anderswo nach Winterfutter für ihr Vieh umsehen müssen. Die ?!anchers" sind verzweifelt. Sie sehen sich - jetzt in ihrer Existenz bedroht, und wissen nicht, was sie anfangen sollen. Traurig Zustände. Unter dem neuen Prohibitionsgesetze in Maine dürfen die Farmer nicht ein mal selbstgemachten Cider an fremde Leute verkaufen. Die Farmer haben sich bisher an dieses Gesetz nicht gekehrt, und die Folge davon war, daß viele derselben vor Gericht verklagt worden sind. So war auch ein Farmer in der Nähe von Bar MillS angeklagt, einem seiner Bekannten Cider verkauft und ihm sogar erlaubt zu haben, mehrere Gläjer davon in seinem des Verkäufers Hause zu trinken. Als Zeuge für die Anklage wure ein gewisser Frank Boyton, ein alter Soldat und ein Mann von ungeheuer ausgeprägtem Ehrgefühl, vor die Schranken des Großgeschworenen - Gerichts in Alfred geladen. Er stellte sich pünktlich zum Termin, als man ihn aber ; fragte, ob er von seinem Nachbar Liauor", d. h, in diesem Falle Apfelwein,
gerautl yave, va gav er zur Antwort, der Angeklagte sei sein Freund und er könne es nicht über sich bringen, gegen ihn vor dem Gerichte etwas auszusagen Man erlaubte ihm schließlich, nach Hause zu gehen, jedoch mit der Bemerkung, daß er am nächsten Tage wieder vor den Schranken des Gerichts erscheinen müsse. Er möge sich die Sache Wohl überlegen. Wenn er dabei beharren wolle, sein Zeugniß zu verweigern, dann werde man ihn wegen Mißachtung des Gerichts in's Gefängniß schicken. Als Boyton sich auf dem Heimwege
befand, beklagte er sich einem Freunde gegenüber bitter über die Lage, in die cr acrathen sei. Was soll ich thun ?", sagte er. Den Verräther spielen ka:n ich nicht. Ich bm em alter Soldat, und meine Ehre ist mir mehr werth, als mein Leben. Ich kann es nicht über mich bringen, meinen Nachbar wegen emer solchen Geschichte in's Unglück zu stür ttn, das geht meiner Ehre zuwider. Was soll ich unglücklicher Mex.sch thun ?" Boyton kam unter solchen vimn nach Hause, konnte jedoch vor Aufregung sich gar nicht beruhigen und ging erst sehr spät zu Bette. Es war noch früh am Morgen, als er sein Haus verließ. Ulk mand wußte, wohin er gegangen war. Nach einiger Zeit wurde seine Familie unruhig. Man begab sich auf die Suche nach ihm und fand schließlich seine Leiche. Er hatte sich in einen seichten Wassertümpel in der Nähe seines Hauses gelegt und sich dort freiwillig ertränkt, um nicht als Verräther gegen seinen Freund dazustehen oder in's Gefängniß wandern zu müssen. Die Trauer um den armen Boyton ist in der ganzen Umgegend allgemein. Er war überall beliebt und geachtet, und sein schreckliches Ende hat die Herzen vie ler Menschen mit bitterem Haß gegen das einfältige Gesetz erfüllt, welches den Menschen verbieten will, sich der Segnungen der Natur auch nur bei mäßigein Genusse zu erfreuen. Die einzige Stadt in Maine, welcher es bis jetzt gelungen ist, sich den Klauen der Prohibitionsfanatiker zu entziehen, ist Bangor. Dort gibt es noch viele Wirthschaften, in denen geistige Getränke unbeanstandet verkauft werden. Sonst herrscht überall im Staate der bitterste Temperenzzwang und du mit ihm stets Hand in Hand gehende Heuchelei. Vom Jnlande. In Westville in Virginien sind zwei Männer und ein kleines Mädchen durch den Genuß von Erdbeeren schwer erkrankt, welche von einem Felde stammten, das zur Tödtung von Jnsecten mit Pariser Grün bestreut worden war. Glücklicher Weise ist Aussicht zu ihrer Genesung vorhanden. Der amerikanische Consul in Toronto hat sich den besonderen Zorn der Jrländer und Jrländerfreunde zugezogen, weil er die Zumuthung. zu dem Empfange, welcher dort dem irischen Agitator O'Brien bereitet wurde, die amerikanische Consulatssahne Herzuleihen, zurückgewiesen hat. Die grünen Patricks scheinen sich als die Herren der Ver. Staaten zu betrachten, und der Consul hatte entschieden Recht, als er die frecheLumuthung von sich wies. Ueber Gras aus Jerusalem" wird aus New Jork berichtet : Mazzip Tomlus, der 10jährige Sohn eines in No. 70 Washington Str. wohnenden Türken Namens Lucien Tomlus, wurde in Centre Str. verhaftet, weil er mit Gras aus Jerusalem" hausirt hatte. Im Tombs Polizeigericht sagte er zu Richter Tuffy, sein Vater habe ihn zum Hausiren gezwungen. Die ZlinderschutzGesellschaft wurde ersucht, den Fall zu untersuchen und Mazzip bleibt bis dahin vorlausig in Haft." Bei derAbfahrt des Da mpfers Thanemore" hatten sich vierzig blinde Passagiere" in Liverpool auf das Schiff geschlichen und sich in demselben versteckt, um auf diese Weise kostenfrei nach Quebec zu gelangen, wohin der Dampfer seine Fahrt richten sollte. Der Dampfer war noch nicht weit in See gegangen, als es gelang, 24 der unerwünschten Gäste aus ihren Verstecken herauszuholen. Sie wurden ohne Weiteres wieder an das Land zurückgebracht. Besseres Glück hatten die übrigen 16 Blinden". Man fand sie erst so spät, daß es unmöglich war, ihretwegen noch einmal die Rückfahrt nach Liverpool zu unternehmen. Nothgedrungen mußte man sie bis nach Quebec durchfüttern. Es waren sämmtlich grüne Jungen im Alter von 1416 Jahren. Ein asiatischer ExpreßDienst" soll binnen Kurzem eröffnet werden. Es wird beabsichtigt, Passagiere von Jersey City nach San Francisco und in Verbindung mit der Oriental und Occidental Dampf-Compagnie nach Japan und China zu befördern und den Verkehr nach diesen Plätzen durch den Suez-Canal abzulenken. Die Tickets für diese Fahrt sollen m allen größeren Plätzen in Europa sowie in Tokio, Jokohama, Hongkong und Canton verkauft werden. Die Passagiere sollen von Jersey City nach San Francisco ohne Wagenwechsel befördert werden, und es ist die Absicht, diese Strecke in 100 Stunden zurückzulegen. Die Re'se von Londsn nach Dokohama via New Jork und San Francisco wird so-' mit nur ungefähr einen Monat in An spruch nehmen. Im Zuchthause zu Anamosa in Iowa sollte kürzlich ein Sträfting, Namens Williams, wegen eines Bergehens gegen dieZuchthaus-Ordnung zur Strafe die dunkle Zelle" beziehen, weigerte sich aber, dem Befehle Folge zu leisten. Er gerieth sogar m eine solche Wuth, daß er dem Aufseher, der ihn zum Gehorsam zwingen wollte, mit einem Messer zu Leibe ging. Der Aufseher sah sich genöthigt, nach seiner Amtsstube zu fliehen. Williams folgte dem Beamten, der sich der Angriffe des wüthenden Sträflings nur mit Mühe er wehren konnte. Da legte einer der im Zuchthause stationirten Wächter seine Büchse an und schoß auf den Sträfling, dem die Kugel mitten in's Herz drang. Der Tod erfolgte augenblicklich. Williams war wegen Ermordung eines Poleisten in Cedar Rapids vor einigen Monaten nach der Strafanstalt gebracht worden. A. M.Newell, ein farbiger Kohlengräber in Coal Centre in Penn-
sylvanien, hak em Patent für eine von ihm erfundene, in den Kohlengruben anzubringende Fallthür herausgenommen, welche durch den Führer eines Kohlenzuges selbst geöffnet und geschlossen werden kann und mit Signallampen versehen ist, die ebenfalls von den Führern der Züge gehandhabt werden, sodaß die Collisionen mit ihren verderblichen Folgen, welche so oft durch die Unzuverlässigkeit der Trapper-Jungen" verursacht wurden, jetzt unmöglich gemacht werden. Durch die neue Ersindung werden die Dienste dieser Jungen ganz überflüssig. Sachverständige erklären die Ersinduna
für einen vollkommenen Trfolg, und dieselbe wird sich für den glücklichen Ersinder wahrscheinlich als eine Goldgrube ausweisen. Die Fabrication der neuen Falllhüren wird wahrscheinlich einer Firma in Pittsburg übergeben werden. Ein schmutziger Proceß scheint eine Erbschaftsklage zu werden, welche von einem Fräulein Mary Maud Watson in New Aork gegen den Nachlaß ihres Großvaters John Anderson angestrengt ist, der zwanzig Millionen Dollars hinterließ, den größten Theil dieses riesigen Vermögens seinem ältesten Sohn John Charles Anderson vermachte. Die übrigen Kinder wurden theils mit geringen Summen abgefunden, theils, wie die Mutter der Klägerin, ganz enterbt. John Charles soll der Klage zufolge seinen Vater ungebührlich beeinflußt, wenn nicht gar'das Testament gefälscht haben, und der verstorbene Millionär selbst wird angeklagt, vor einem halben Jahrhundert ein hübsches Fabrikmädchen Namens Mary 3logers ermordet zu haben. Der Sohn soll die Beweise für diesen Mord in seinen Händen gehabt und dadurch den Vater förmlich mit Gewalt gezwungen haben, ihm fast die ganze Erbschaft zu hinterlassen. Auch Ehebruch und andere Dinge werden in dem Processe eine Rolle spielen, so daß sensationslustige Leute demselben mit großer Spannung entgegensehen. Wie gefährlich Becingstigungen für Kinder sein können, zeigt auch ein trauriger Fall zu Harolds Creek in Kcntucky, acht Meilen von Louisville. Eine dortige Frau MileS nahm ihr zartes achtjähriges Töchterchen zu einer spiritualistischen Vorstellung, welche im Hause einer Frau Grandt abgehalten wurde. Die Kleine, deren Phantasie durch Schauergeschichten bereits aufgeregt war, gerieth bei den sonderbaren Spulvorstellungen in eine unbeschreib liche Angst und bat ihre Mutter wiederholt, mit ihr nach Hause zu gehen. Man war unvernünftig genug, das Kind auszulachen, ja der Sohn der Frau Grandt kroch hinter den Stuhl des Mädchens und stieß einen unheimlichen Ton aus, um eine Geisterstimme" nachzuahmen. Das arme Kind erschrak so heftig, daß es in Krämpfen vom Stuhle fiel, und vor den Mund trat ihm weißer Schaum. Alle waren tödtlich erschrocken und die Mutter war untröstlich. Ein Arzt fand sich vorerst nicht, und das Kind blieb bis zum andern Tage bewußtlos. Als eS dann von einem Doktor in Behandlung genommen wurde, schlug es die Augen wieder auf, aber das unheimliche Feuer des Wahnsinnes blitzte aus denselben hervor. Auch das Leben des Mädchen? ist in Gefahr. Vom Auslande. In Ober-Birma find die altenglischen Besitzungen an der Meeres küste an die neuen Hauptstädte am rechten Jrawaddi-Ufer durch eine ununterbrochene Reihe von Militär- und PolizeiPosten angeschlossen und hinauf bis zur Stadt Alt-Pagan ist der Aufstand nieder geworfen. Die Gegner, welche die angloindischen Regimenter bei ihrem Zuge durch das Land antrafen, waren noch vielfach mit Bogen und Pfeil bewaffnet, aber durch ihre überlegene Zahl nicht zu verachten; die Thalniederungen sind d.ichter besiedelt und die Bewohner gesittcter. Der ganze Feldzug stellte große Anforderungen an die Viarschfähigkeit und Ausdauer der Mannschaft, war aber im ganien nicht blutig. Um so bedeutender ist der politische und praktische Erfolg. Kein selbstständiger Stamm nöthigt künftighinmehr zur Unterhaltung einer- starken Militärmacht ; statt des Jrawaddi und seiner Zuflüsse als einziger Zugangssiraße sind jetzt auch die alten N!ilitärlinien wieder eröffnet, auf denen mehr als eine birmanische Armee nach Unter-Bengalen herabstieg. In Indien knüpft man an das vergrößerte Ansehen Englands in Hinter-Jndien große Hoffnungen; der Handel in Baum Wollwaaren nach Südasien und China hat in den letzten Jahren bereits einen Ausschwung genommen, wie er in der dortigen Handelsgeschichte ohne gleichen ist. In Alrona hat, wie der Berliner Volkszta." geschrieben wird, kürzlich eine auffallende Maßregel auf Grund des Sozialistengesetzes stattgesunden. Es wurden nämlich auf Grund des kleinen Belagerungszustandes drei Personen ausgewiesen, darunter ein Korbmacher, der Frau und fünf Kinder, von denen das jüngste acht Tage alt, besitzt, die unter Strafandrohung am 13. Mai das Belagerungsgebiet ver lassen mußten. Das ist nun an und für sich gar nichts Auffälliges, sondern schon einige hundertmal dagewesen. Das Auffällige aber ist, daß diesen drei von der Regierung zu Schles"kvig Ausgewiesenen bei Strafe von 1000 Mark verboten worden ist, das Hamburger Gebiet bei ihrer Abreise zu betreten. R'un verursachte dieser Befehl aber den Ausgewiesenen große Unkosten,wenn dieselben nach dem Westen oder Süden Deutschlands reisen wollen, um Arbeit zu suchen ; sie müßten dann nach Lübeck reisen und dort über Ratzeburg, Lauenbürg die Eisenbahn benutzen. Das ist r . l . r ' - ... eme Henvergeuoung von einem vls zwei Tagen und eine Reisevertheuerüng von einer für Arbeiter nicht unbedeutenden Summe. Wie das die Altonaer Behörden begründen wollen, ahnen wir nicht einmal. Vielleicht werden die Reichstagsverhandlungen im nächsten Herbst, die verschiedenen Belagerungszustünde betreffend, darüber Anfklärung schaffen. Durch einen amtlichen Constantinopeler Bericht giebt die türkische Regierung bekannt, derZwischenfall, welcher zu den Gerüchten über Unruhen auf Kreta Anlaß gegeben hat, sei auf folaende Vorkommnisse zurückzuführen:
Zu verkanfen : Grund'Eigenthum. ?e-.sikgelle Offerten mt den in der Ossi des :tadt.El,rk biö ontag, den 6 Juni 1887, Nachmittag 4 Uhr. entgegen ge?om. nen :ür den Verkauf des folqeuien beschriebenen Grundeigenthums : Vierzig (40) Fuß bei sieben und neuv,ig und einen halben Fu? (97;) von itt norfc östlichen Scke deö Lot acht 8 in Square fünf und dreißig (3ö) ns dreizehn und drei Liertel k13) bei sieben un? neunzig und einem halben Fuß (97) von der südöstlichen Ecke Ul Lei neun (9 in Squaie fürs und tuifc.g (35 ; drt find die drei Wohnhäuser, bekannt als No. 113, 115 und 117 old JlliroiS Str , in der Stadt JndianroliS. Auch sechsj-hn (16) Fuß mitten im Lot vier '4) in Square vier und treißig (&) und die westliche HZlsle von Lot fiinf (I) in
Square vier und dreißig (34): dies ist bat Backstein ; Wohnhau bekannt als No. 21 Jndiaa Avenue, m genannter Stadt, Alle Offerten roeldcn dem gemein. samen Stadtrath und Boar of Aldermen zur Tri ! nähme oder Zurückweisung vorgelegt werden PIal, ten zur Lnsicht in d'r Office deö Stadt ClekS. . Mlchael F. Shield , Stadt. lerk. "QuM Meal" Gasolin - (Men, Keine DsvmZchrauben an denen man sich die Fin er verbrenn, oder xreLlt die Leute verwirren. Ttt tranSferilbare Ofen hat zwei Brenne . S rade recht um einen W,5ckkeN,l uf, stellen, flaust ni.4t h Ihr den .Quick Ze,l esehen rabt. -. - -. 3 . .f ? I . I? r ? . m urcgius unzeiazrliq, ixariam uns g' irr ofen. Alaska Rfrig,ratorS FV" Htizöfen können bei uS rShrer'd deS Cow merS untergebracht werten. Wm. II. Bcunotc St Hon, 5!e. 38 Süd Meridian StraßeBan und Unterlage - Mlz! Zwei- und dreifaches Asphalt DachMaterial, Dach-Fllz, Pech, Kohlen-Theer, Dach-Farben. feuerdichter Asbest - Filz, sicher gegen Motten und Wanzen. H. C. SMITH ER, (Nachfolger von SimS St Smither.) 109 We5 MartzlandNr Telex hon 861. Sicherheit, Sparsamkeit und Bequ.mlickkeit kann nicht beffer gewahrt werden, als durch die Koch - Gas -Oefen! ,,(in Muselmann aus Zttttan, einem Dorfe bei Canea, war durch einen Flin tenschuß getödtet worden. Einige seiner Glaubensgenossen schössen während des Transportes der Leiche auf zwei Christen und verwundeten dieselben. Drei der Ermordung des Muselmannes angeklagte Christen und die Muhamedaner, von welchen die beiden Christen verwundet worden waren, wurden verhaftet. Während der Nacht entstand eine gewisse Aufregung in Daratzu, einem andern in der Nähe Caneas gelegenen Dorfe; bei einem sich daranchließenden Streit wurden eine Person getödtet und drei verwundet. In Folge der von den Behörden ergriffenen Maßregeln wurde die Ruhe wiederhergestellt. Es habe sich also nur um ein jeden politischen Charakters ent kehrendes Verbrechen gehandelt." In Spanien ist man jetzt auch bemüht, das Heer auf eine solidere Grundlage zu stellen. Das Ministerium hat eine neue Organisation beschlossen, deren Grundzüge soeben den Cortes vorgelegt worden sind. Der Kriegsminister, General Cosiola, hat sich dabei die deut schen Einrichtungen als Vorbild dienen lasten. Nach demselben ist eine zwölfjährige Dienstzeit als Ehrenpflicht jedes wehrfähigen Spaniers vorgesehen, davon entfallen drei Jahre auf den Dienst bei den Fahnen, vier Jahre auf die erste und fünf Jahre auf die zweite Reserve ; für den Dienst in den überseeischen Provinzen ist die Dauer auf acht Jahre ermäßigt. Von der Wehrpflicht befreit sind nur die Mitglieder der staatlich ermächtigten Lehrorden und Missionen, untauglich sind körperlich dienstunfähige Personen, welche nicht das Mindestmaß von 1,55 Meter haben, und solche, die zu Leibes- oder sonstigen entehrenden Strafen verurtheilt worden sind. Wesentlich verschieden von den deutschen Einrichtungen sind die Bestimmungen über den Einjährig-Freiwilligendienst und das Neserveofsiciereorps. Bemittelte junge Leute, welche sich selbst zu kleiden und zu beköstigen vermögen, haben die Vergünstigung, zwischen dem 19. und 20. Jahre einjährig bei einer von ihnen gewählten Waffengattung zu dienen ; sie haben vor ihrem Eintritt durch eine theoretische und praktische Prüfung auszuweisen, daß sie mit der Instruktion ihrer Waffe, den Pflichten des Soldaten, dem Garnison- und Felddienst u. f. w. genau vertraut sind woher sie j diese Kenntnisse haben sollen, ist nicht , recht ersichtlich ; bei guter Führung tre-: ten sie nach geleisteter Dienstzeit für sechs Jahre in die erste Reserve über, ohne die Berechtigung zum Reserveofsicier erlan I gen zu können. Zu Letzteren ist eine andere Klaffe, die Kadetten, ausersehen. Sie dienen mindestens zwei Jahre mit der Waffe und unterliegen im Uebrigen denselben Bestimmungen, wie die Ein-jährig-Freiwilligen ; außer den Kadetten können auch Unterofsiciere, Sergeanten und Soldaten, welche einen akademischen Titel oder entsprechende Bildung haben, zu Reserveossicieren befördert werden. Zroe i junge eure veimvcn sich aufder Wohnungs-Suche. Unter Anverem wird ihnen auch von einem nichts weniger als übermäßig freundlichenLand lord ein nach dem Hof hinauLliegendes nur durch ein halbes Fenster erleuchtetes Zimmerchen gezeigt, deffen Anblick den einen der Beiden zu der in etwas hochmüthigem Ton gestellten Frage veranlaßt : Und was verlangen Sie für diese Hunde - Bude V Hunde-Bude wiederholte der ebenfalls nicht auf den Mund aefallene Wirth Je nun, wenn ' Sie nicht beißen, fünf Dollars die Wo- ! che. Im anderen Fall müßte ich auf sech' se bestehn." " Auster u zubereitet ans jede erdenkliche Art bei Schaffner.
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