Indiana Tribüne, Volume 10, Number 246, Indianapolis, Marion County, 25 May 1887 — Page 2

initfana Tribune.

- Erscheint FSglicZ und Sonntags. r-yitlfllcht .Zrtt&ai taflet dch Un Ztlttrli V Cmtl fit &$, feil eonmUgl,Xrt)ta"fr Sttl TU Dach. ctb4 ,!, 11 mtl. C VsA i BsxarJo'iftftls W pit 2. Office: 120 O. QarvlanbSr. JdianspoliS, Ind., 25. Mai 1837. Die bildender yrairien. Als der Pfadfinde? Frnnont das große Landbecken durchstreifte, welches jetzt Nevada und Utah umfaßt, waren die Indianer in jenen (Legenden noch' that sächlich Wilde. Ihr Hauptaugenmerk richtete sich nur darauf, genug Lebens Mittel zu ihrem eigenen Unteryalt zube kommen und zur Erholung" mit den Nachbarn Krieg zu führen. Die Man ner lebten abgesondert für sich, dasselbe thaten die Frauen. Während die Bucks" alles Wild erlegten, welches sie mit Pfeil und Bogen erlangen konnten, waren die genügsameren SquawS" wfrieden, wenn sie genug Pflanzen oder selbst Jnsecten zur Stillung ihres Hun gers auftreiben konnten. Als eines Tages Fremont mit seinen Begleitern zweitaufend Fuß hoch auf ei nem Berge in der Nähe emer Quelle sein Lager aufschlug, entdeckte er in der Nähe die Spuren von zwei bloßen Frauenfüßen, ohne daß sich jedoch Anze,chen von der Anwesenheit anderer Menschen in der Umgegend vorgefunden hätten. Bei der Truppe befand sich gleichfalls der berübmte Pfadsinder Kit Carson. Als die Männer ihr aus saftigem Anti lopenbraten bestehendes Abendmahl eingenommen hatten, lagerten sie sich be quem um ihr Lagerfeuer und begannen zu plaudern und zu rauchen. Kit Car son hatte sich sich mit seiner Pfeife im Munde auf den Rücken gelegt. Seine Hände ruhten unter seinem Kopfe, während seine Füße gegen das Feuer gerichtet Waren. Plötzlich sprang er auf und wies mit der Hand nach der anderen Seite des Feuers. Seht!" rief er auS. Bei dem hellen Schimmer, welchen das Lagerfeuer in der Dunkelheit des Abend verbreitete, konnte man eine alte Indianerin erblicken, die vollständig unbekleidet war. Ihr graues Haar hing ihr in wirren Locken um das Gesicht, und sie bedeckte wie geblendet mit beiden Händen die Augen. Sie hatte geglaubt, auf ein Lager der Ihrigen zu stoßen, war aber förmlich 'vom Schrecken ge lähmt worden, als sie nur die Gestalten von Bleichgesichtern" erblickte. Sie wollte stieben, die Männer hiel ten sie jedoch fest und sagten ihr, sie brauche sich vor ihnen nicht zu fürchten. Da sie bungrig war und fror, machten sich dir Männer ein Vergnügen daraus, ihr einen Platz am Feuer einzuräumen und ihr ein Stück Braten vorzulegen. Sie wurde nach einer Weile recht gesprächig und erzählte, sie sei von ihrem eigenen Stamme verbannt worden, weil sie zu alt sei, um ihren Angehörigen in irgend einer Weise noch zu nützen. Später in der Nacht machte sie sich wieder aus dem Staube, doch wiesen ihre frischen Fußspuren nach, daß sie noch einmal an der Quelle gewesen war, um sich frisches Wasser zu holen. Die Wei. ßen ließen mitleidig etwas Proviant zurück, damit sie ihr Leben etwas länger fristen könne. Damals kannten die Indianer in jener Gegend noch keine Feuergewehre, besaßen aber ganz ausgezeichnete Bogen, mit denen sie baarscharfe Pfeile absaos sen. Die Pfeile waren mit Spitzen aus vulkanischem Glase versehen und sehr sorafSlt'a gearbeitet. Einmal wollten die Indianer die Truppe Fremonts in einem von wildem Salbei bedeckten Felde angreifen und überschütteten dieselbe mit Pfeilen, wur den aber bald durch wohlgezielte Flintenschüsie verzagt. Nur eine Menge Pfeile, fächerartig vor dem Standpunkte eines jeden Krie aers" ausgebreitet, blieben auf dem Platze liegen. In ihrer wilden Flucht c m.iff ..1. . ci - -f- 1. i yaiien vle noioyauie leine 3c.11 geyaoi. dieselben mitzunehmen. Nnehrlicke Ofsieiere. flft !! Inf(rn rrf(t Yte VVk VH)V. v 7 " " O " " "w - - 7 ri(st ylss,ken. bau kockstebende Oskiciett wym "l7" I 7 ---- unserer Bundesarmee sich soweit der . . ... c ITT J-t : V geen vanen, mlirels grover afiamot leien ihr Einkommen erhöhen in wollen. 11m fiify Vii fc?3 siiarnifons 'V 'O - W - lebenS im fernen Westen zu vertreiben, hatten sie um Geld Karten gespielt und . -r . ic rj...rw. :t. .t. -14 zur caungiui wwvhi iyvc wtwuvi Weisungen mehrfach verkauft. cfer hhri mein wieder von einem Sbn Jm wwmw - V - -ww-ww-rw-w lichen Fall. Es handelt sich um den Secondelieutenant I. I. Shaw vom 6. c?,?i,?eZment. welcher die Sräli Q'""F " " f " schung seiner Soldanweisungen aus eine wahrhaft großartige Weise betrie s. bnt l?z keit von ihm. dan er in m -7 " K ' " " w einem Zeitraum von drei Monaten min bestens 16 Mal seinen Sold bezogen hat, . .ui.i Caam-. m (aCa W ja man ceyauv ivg;, yuw s twaniia Male aetban. wm 0'- - O'O f - 1 Es ist festgestellt worden, daß sieben f;r 5?ald-Quittunaen von den ArmeeZahlmeistern honorirt worden sind, wäh- ' 7 r c t-tiA3 1 :r rend G) vle anoeren eyatlvanweiiun ihm TinA in den bänden Yim U(t V ." tvy - . . - . r.jessioneller Wucherer besinden. Plötzlich war er von der Bildfläche verschwunden. Vor einiger Zeit traf ein Brief aus fco in sinnlstnb mit seiner Unterfvw " o schrift ein, worin Shaw ganz kaltblütig meldet, er leiste auf seine Stellung in der Vundesarmee Berzicht und wünsche V.i.T f-,n ,ntkunden iu werden. Ob WH KV)" ' - (7 der Mann selber nach London gereist ist m p L cir.-W tx oder den Vkles nur vurry noere yai nach Amerika besorgen lassen, ist bis ,, ?A festgestellt worden. Lieut. Shaw hat den Schwindel mit den Gehalts-Anweisungen allerdings bis auf die Spitze getrieben, doch gibt es auch viele andern Ofsieiere, die ihm in dieser Beziehung nicht sehr nachstehen. s r . c . er 0:...i.u.i Qc 00 yar oer eronve '!utriiitl z. . m rr . d lM.f..? Sm Vk1?4 lI50iyCu vom injuiwvfcrw , l' f. CM mXTatf (Ans 9Tttot. rruar Gi;i( omuv uuvüi itvM

sungen aus seinen 'Mottatswlde ausge stellt, die sämmtlich dem GeneralZahl meisteramt zur Bezahlung unterbreitet wurden. Natürlich waren diese Anweisungen, bis auf eine, sämmtlich falsch. Auch im Beginn dieses Monats wurde der Lieutenant I. H. G. Wilcox vom siebenten Cavallerie Regiment für schuldig befunden, seinen Sold doppelt bezo gen zu haben. Bekanntlich steht es unter dem gegen wärtigen System jedem Ofsicier der Bundesarmee frei, seinen Sold von irgend einem Zahlmeister, den er trifft.

zu beziehen. Auch darf er eine Anwei sung auf seinen Sold an irgend Jemand verkaufen. In der Marine ist es anders. Jeder Ofsicier in derselben ist auf einen bestimmten Zahlmeister angewiesen, wenn er seinen Sold beziehen will, und dies hat zur Folge, daß in der Marine solche Soldschwindeleien wie in der Landarmee ganz unmöglich sind. Es liegt auf der Hand, daß daS in der Armee bestehende Besoldungssystem, so weit es die Ofsieiere betrifft, gründlich reformirt werden muß. DaS Einfachste Wäre es jedenfalls, mit den Landofsicie' ren ebenso zu verfabren, wie mit den Officieren zur See. Die Ersteren sollten auch nur auf ganz bestimmte Zahlmeister angewiesen sein. Dies würde dem gro ben Unfug mit den gefälschten SoldanWeisungen in unserer Bundesarmee, welcher den Ofsicieren derselben nur zur Schande gereichen kann, für immer ein Ende bereiten. Mexicaniscke Justiz. Die gegenwärtige mexicanische Re gierung unter Präsident Diaz ist von dem ernsten Streben beseelt, im ganzen Lande möglichst gesicherte Zustände zu schaffen, damit es sich umgehindert der Segnungen der Civilisation erfreuen könne. U. A. hat sie ihr Augenmerk auf die öffentlichen Landkarten und Ei senbahnen gerichtet, damit Leben und Eigenthum auf denselben gesichert sei. Letzteres war um so wichtiger, als in sehr vielen Theilen der Republik Räube reien auf den Landstraßen noch bis in die neueste Zeit hinein an der Tages ordnung waren. Dies Unwesen schien so tief eingewurzelt zu sein, daß man sogar befürchtete, der Verkehr auf den Eisenbahnen werde darunter ganz ve denklich leiden. Man verfiel auf die Idee, daS Nauberunwesen durch ungewöhnlich strenge Maßregeln auszurotten. Es wurde in Folge dessen von dem mexicanischen Eongreß em Geietz erlanen, welches die Bestimmung traf, daß Jedermann, der bei einem Straßenraub ertappt wurde, ohne Weiteres an Ort und Stelle zur Verantwortung gezogen werden soll. Auch die absichtlichen Verüber von Eisenbahn - Unfällen werden nach diesem Gesetz in dieselbe Kategorie gerechnet. Wird Jemand bei einer That ertappt, die den Tod oder die ernstliche Verwun dung eines Reisenden auf der Eisenbahn znr Folge hatte, dann soll er vor em halb Militärisches Gericht unter Vorsitz deS Sheriffs (ie5s volttico) gestellt und nach Feststellung seiner Schuld so fort niedergeschoen werden. Das Gesetz bat natürlich seine Schattenseiten, da es ein rein summarisches Verfahren anordnet und manchen Un schuldigen der Gefahr aussetzt, dhne genügende Beweise als Verbrecher erschos sen zu werden, doch hat es trotz alledem viel Gutes geschaffen. Jetzt hölt man rn lvcexico von Straßenrauoern fast gar nichts mehr. Die Landstraßen im gan zen Lande können mit'mindestens ebenso großer Sicherheit bereist werden, wie n den Ver. Staaten, da die Klauber wissen. daß ihrer im Ergreifungsfalle ein siche rer Tod harrt. Erst vor einigen Tagen ist das Eesetz Wieder einmal zur Ausführung gelangt. Eine Depesche aus Pascuaro im Staate Michoacan meldet nämlich, daß dort drei Leute bei dem Versuche ertappt wurden. einen Eisenbahnzug aus dem Geleise zu bringen, um ihn später ungehindert be rauben ni können. Man machte mit ihnen kurzen Proceß. Bald waren die Gerichtsbeamten, darunter auch der Jefe politico", an Ort und Stelle, der Thatbestand wurde aufgenommen. mehrere Zeugen wurden verhört, und dann erfolgte die Verurtheilung der Verbrecher zum Tode. Ohne daß man sie erst in's Gefängniß abgeführt oder ihnen viel Zeit zur Besinnung gelassen hätte, wurden sie von einer eilends herheigeordneten Abtheilung Truppen auf der Stelle niedergeschossen, für sie zur Strafe und für andere Verbrecher ihrer Art zur Warnung. Man mag dieser mericaniTchen Justiz nachsagen, was man will, so viel steht aber fest, daß sie vor der amerikanischen Lynchjustiz entschieden den Vorzug ver dient. Sie weibt wenigstens keinen An geklagten dem Tode, ohne ihm ein Verhör vor gesetzmäßigen BeHorden ge gönnt zu haben. Von einem L)unde gerettet. Vor einigen Tagen brannte Seyboth c m.i.f.if!. er rrrt ,-,.! uno Pooiaslis nuricyner-erillalle m Brooklyn, N. A., bis auf den Grund ab. Dieselbe befand sich in einem großen hölzernen Gebäude an der ElleryStraße. Das Feuer entstand Morgens 1 Uhr im äußersten westlichen Ende des untersten Stockwerks. In einem oberen Zimmer in demselben Theil des Gebäu des schliefen zwei junge Arbeiter Namens Hasset Jacobs und Hirsch Mendel. Rover, ein Neufundländer Hund, der Herrn John Seyboth gehört, befand. sich zur Zeit deS Feuers gleichfalls im Gebäude und scheint dasselbe zuerst entdeckt zu haben. ES ist meikVürdig, mit wel chem fast menschlichen Verstände der Hund darauf verfuhr. ES stand natürlich nicht in seiner Macht, daS Feuer auszulöschen. Dafür aber rannte er, so schnell wie er konnte. in daS oberste Stockwerk, wo die beiden Arbeiter schliefen, und versuchte dieselben aufzuwecken. Dies wollte ihm nicht gelingen, und er sah sich gezwungen, die Deöe von dem ersten Bett, in welchem Jacobs schlief, mit seinen Zähnen herunterzuzerren. Doch auch dann wurde Jacobs nicht wach. In seiner Verzweiflung pürUe sich der Hund auf den schla fenden Mann und biß ihn in die Füße, Arme und Hände, bis Jacobs wenigstens theilweise wach wurde. Jacobs sprang aus seinem Bette und lief halbbetäubi

die Treppe hinunter, der HauSthüre zu. Leider war dieselbe geschlossen, und der Mann war noch immer so verwirrt und schlaftrunken, daß er absolut nicht wußte, was er beginnen sollte. Er konnte nicht einmal das Schlüsselloch zu der Thüre finden. Unterdessen hatte sich das Feuer so verbreitet, daß es unmöglich war, auf einem anderen Wege, als durch diese Thüre, aus dem brennenden Hause zu entkommen. Der Hund begriff die Gefahr vollkommen. Er setzte sich hin und brach in ein lautes Geheul aus, welches von den Leuten, die sich mittlerweile auf der Straße versammelt hatten, deutlich gehört wurde. Dies hatte zur Folge, daß die Thüre von außen eingebrochen wurde, und Jacobs

und der Hund stürzten Beide gleichzeitig l ' r a - e. r aus sie irae hinaus. Der brave Rover" hatte jedoch den anderen Schläfer nicht vergessen, welcher ohne Kenntniß von der ihm drohenden Gefahr im oberen Stockwerke noch im r r 1 f ( 'r.cc , mer ruylg icguer. ovaio oer Hund na) überzeugt hatte, daß Jacobs gerettet war, sprang er in das brennende Gebade zurück und eilte von Neuem die Trrppen in das oberste Stockwerk hinauf. Diesmal machte er wenig Umstände. Er packte Mendel mit den Zahnen an der Schulter, zerrte ihn zum Bette hinaus und schleppte den betäubten Menschen bis zur Treppe. Hier ging es schon leichter. Die Zähne fest in das Nacht gewand des Mannes gepreßt, zog er ihn die Treppen hinunter, bis Beide im un tersten Stockwerk anlangten. Als Mew del von diensteifrigen Händen vollends auf die Straße befordert wurde, war er vom Rauch so betäubt, daß man ihm erst eine ganze Menge Wasser in's Gesicht spritzen mußte, ehe er wieder zur vollen Besinnung kam. Hunderte von Menschen waren Zeugen der Rettungsthat des braVen Hundes. Rover ist etwa zwei Fuß hoch und sieht sehr intelligent aus. Er ist etwas über zwei Jahre alt und sieht wie ein Vollblut-Neüfundländer aus, ist aber mütterlicherseits mit der Rae der süd amerikanischen Bluthunde verwandt. Gine GaffenjungeuNegieruus. (u dem Vrsen-Suri.) Sie haben eS durchgesetzt, die Schrei Hälse von Paris, daß Herr Lamoureur von der weiteren Aufführung des 2o hengrin" in Paris Abstand nehmen mußte. Aus höheren Rücksichten hat Herr Lawoureux sich entschlossen, daS Unternehmen aufzugeben, dem er bereits große materielle Opfer gebracht, auf welches er große künstlerische Mühen ver wendet hat, und zwar, wie von kundiger Seite versichert wird, mit großem Erfolg verwendet hat. DaS franzosische Mini sterium hat sich bewogen gefühlt, Herrn Lamoureux den Verzicht auf die weiteren Aufführungen nahe zu legen, und dieser ist dem geäußerten Wunsche gefolgt, sei es aus Patriotismus, sei es, weil hinter dem Wunsche der Zwang stand. Denn seltsam, überaus seltsam sind die Ver Hältnisse in dem republikanischen Frankreich. Dort herrscht neben einer schran kenlosen Freiheit eine beinahe ebenso schrankenlose Dictawr. Die Freiheit ist für den Mob, die Dictatur für den ge bildeten Mann, die Freiheit für den Gassenjungen, die Dictatur für den Ge sitteten. Wenn wahnsinnige Menschen unter Verhöhnung alleS sittlichen Gefühls sich öffentlich zusammentbun, um den Meuchelmord und jedes schlimmste Verbrechen zu preisen, so ist die franko sische Reaieruna obnmäcbtia, daS au bin dern. Die Gesetze des Landes etabliren eine derartige Freiheit, und gegen die Gesetze kann die Regierung nichts unter nehmen. Wir haben diesseits keinerlei Interesse daran, ob den Parisern daS Vergnügen gegönnt ist, Wagner fche Werke kennen u lernen : woyi aver vaven wir em sehr lebhaftes Interesse daran, daß in Frankreich eine Regierung bestehe, welche wirklich regiert und nicht regiert wird. Das französische Ministerium, nicht bloS das jetzige, sondern eine ganze lange Reihe von Ministerien haben ohne Aus nähme Beispiele von Willenloiigkeit ge geben, die uns unbegreiflich vorkommen müssen. Jede Ausschreitung war in Paris gestattet, wofern sie von dem wü thendsten Radikalismus und von den Gassenjungen ausginge. Der Pöbel und der Radicalismus durften Tag für Tag ohne jede Verhinderung die heiligsten Gefühle ihrer Mitbürger verletzen. Das konnte man sich im Namen der Freiheit am Ende gefallen lassen, ob wohl die Freiheit in dieser Form nicht eben ein anmuthendes Aeußere hat; Wenn aber Jemand wagte, die Gefühle des wüthendsten Radicalismus oder die Anstandslosigkeit deS PöbelS zu derlei zen, so trat alsbald eine mehr oder muv der gewaltsame Rectification ein, und es fehlte Nicht viel, daß eme förmliche An klage wegen beleidigter Majestät des Pöbels erhoben wurde. Wo blieb hier die Freiheit ? Die Freiheit bestand nur für den yJloü, sie bestand nur für den Auswurf der Gesellschaft, nur für die ' Niedrigkeit der Gesinnung, nur für die Anstandslosigkeit, nur für die Zucht und Sittenlosigkeit ! Wenn den Franzosen eine solche Re aierung zusagt, so ist daS ihre Sache, und Niemand hat ein Necht, sie zu zwingen, von ihren Gewohnheiten abzulassen: aber sie müssen auch die Consequenzen t. m i rm - ivrer eivoynreiien iraaen. Wenn vie öffentliche Moral Frankreichs darin hl steht, daß unter keinen Umständen die niedrigen und unverständiaen Neiaunaen des Pöbels verletzt werden dürfen, so wird man sich rm Verkehr mit Frankreich auf einen entsprechenden Ton einrichten. und da dieser Ton der deS internationalen Verkehrs nicht ist, so wird Frankreich es sich gefallen lassen müssen, auS dieser Vesfll,chast ausgeschlossen zu werden. Die französische Reaieruna bat schon oft dadurch Anstoß erregt, daß sie solchen Anforderungen, welche als natürliche er schienen, nicht entsprechen konnte, weil angeblich die Gesetze ihres Landes dieS nicht zuließen. Die französische Regie rung hat aber niemals Gelegenheit yenommen, die nachgewiesenen Lücken th rer Gesetzgebung auszufüllen, und so ist ist sie denn für die Lücken selbst verant wortlich geworden. Was sie einmal überraschte und deshalb Entschuldigung verdiente, das erschien daS zweite Mal ' als vorbedacht und Äkrlfgt. In der

TyÄt hat die französische Regierung nur mit gutem Vorbedacht und mit reifliche, Ueberlegung die Lücken in der französi' schen Gesetzgebung bestehen lassen. Die französische Regierung zeigt dem franzö sischen Pöbel gegenüber eine grenzenlose Nachgiebigkeit, so daß man annehmen muß, sie identisicire ihre Interessen m'v denen des Pöbels und billige dessen Handlungen, gegen welche einzuschreilc sie selbst niemals die Macht verlangt. So lange die französische Regierung nicb: durch die That bewiesen haben wird, daß es ibr ernsthaft darum zu thun ist.

über den französischen Pöbel Herr zu werden, so lange wird man berechtigt sein, daran zu zweifeln, daß die französische Regierung überhaupt von irgend einer Macht als vertragsfähig angesehen wer' den rann. Vom Jnlande. Der Staat Nord-Carolina versorgt seinen Gouverneur mit einer amtlichen Wohnung. ES wird jetzt für diesen Beamten ein neues Haus gebaut, welches $50,000 kosten soll. Zwei Neacrjunaen, der 15 jährige Alfred Stevens und der 13jährige Harvetz Hines, geriethen neulich in Connelton in Jndiana mit einander in Streit. Stevens zog sein Messerund durchschnitt seinem Gegner die Gurgel ader, so daß der Tod fast augenblicklich eintrat. Der jugendliche Mörder ist ge vi l r 1 , x. x. a . r. . a. slvyen uno vls zetzi nocy rncyr oeryafiei. Sein Vater sitzt seit vier Jahren als Dieb im Zuchthaus. Ein canadischeSVlatt klagt: Die Schulden Canadas haben laut Bericht des Finanzministers im letzten Rechnungsjahr um ungefähr 826,000,000 zugenommen; das macht 52,166,666 per üvconat. Die Schulden der Ver. Staaten wurden im Monat April um 13,000,000 vermindert. Die Gegensätze in befriedigender Weise zu erklären, wäre etwas für die Bewunderer und Verherrlicher unserer Tory-Regierung." Mit Antoine Mauca de Vallambrosa, Marquis de Mores, dem bekannten Viehzüchter und Fleischhandler, schemt eS schlecht zu gehen. Er wurde in New Jork unter der Anklage verhastet, einem semer Glaubiger, dem er $20,000 schuldet, nach Europa durchbren nen zu wollen. Der Marquis behauptet entrüstet, er habe nie die Absicht gehabt, seine Gläubiger zu betrügen. Er ist unter 52500 Bürgschaft gepellt wo den. Eine Schwindelfirm a, die sich F. S. Fine k Co'" nannte, ist in Chicago entlarvt worden. Dieselbe hatte Rundschreiben ausgesandt, in welchen Jedem,der fünf Dollars einsenden würde Frauenkleider in Packeten im Werthe von 5200 versprochen wurden. Der Käufer sollte das Recht haben, die Klei der gegen 40 Procent Commission weiter zu verkaufen. Viele Leichtgläubige gingen auf den Leim. Die Firma" ist mittlerweile verduftet, wahrscheinlich nach Canada. In San Francisco hat das Familienleben noch immer keinen großen Anhaltspunkt gewonnen. ($ giebt dort weniger Familien und verhältnißmäßig weniger Kinder, als in irgend einer andern Stadt von derselben Größe. Die meisten Männer in der Stadt führen ein Junggesellen Leben und nehmen ihre Mahlzeiten im Geschäftstheile der Stadt ein. Ein guter Lunch" kostet in den Hotels 25 Cents, doch muß man für ein reguläres Mittagessen einen Dollar bezahlen. Einen seltsamen Tod hat sich die Frau eines gewissen Calvin Brown in Kokomo, Jndiana, gewählt. Sie hatte schon mehrfach zu ihren Bekannten geäußert, sie sei deS Lebens überdrüssig und wolle sich dasselbe neh men. An einem der letzten Tage führte sie ihre Drohung auch wirklich aus. Sie tränkte ihre Kleider mir Petroleum und steckte dieselben in Gegenwart ihres Man nes in Brand. Ehe es ihm möglich war, die Flammen zu löschen, hatte sie so schwere Brandwunden davongetragen, daß sie kurz darauf starb. In der Nähe von Somer ville in Alabama wollte sich Frau Mary Edminson mit ihrem kleinen Töchterchen das Vergnügen machen, auf den Fischfang zu gehen. Die Mutter beugte sich über das Wasser im Bach, um ihren Durst zu stillen, als eine Mocassinschlange sich ihr links auf dem Halse niederließ und ihre Fänge ihr tief in das Fleisch hineinbohrte. Die erschrockene Frau mußte Gewalt brauchen, um das giftige Reptil sich von dem Halse zu ziehen und wankte dann, von ihrem Töchterchen unterstützt, mühsam das Ufer binauf. Sie sagte dem Kinde, sie sei sehr schwer erkrankt, und dasselbe eilte nach Hause, um den Vater zur Hilfe zu rufen. AIS derselbe ankam, war es be reit zu spät. Etwa 200 Schritte von dem Platze, wo daS Unglück mit der Schlange geschehen war, lag die Frau todt auf dem Boden. Sie hatte es versucht, nach Hause zu gehen, doch war sie unterwegs todt zusammengestüizt. In Süd Californien gibt es jetzt eine deutsche Colonie Karlsbad, über welche berichtet wird: Bei den Bohrungen nach Wasser, in der jetzt Karlsbad getauften deutschen An sied lung, fanden die Besitzer dieses herrlichen Platzes ein Mineralwasser, das nach der Analyse von Professor Colby in San Francisco, welche von Professor Hill gard, dem Präsidenten der Medical Association" von Californien bestätigt ist, fast genau dieselben Bestandtheile enthält, wie daS berühmte Karlsbader Wasser in Böhmen. Das Karlsbad in SüdCalifornien hat aber vor seinem Namensvetter in Böhmen noch einen großen Vorzug, denn es bietet durch seine reizende Lage am stillen Meer, welches hier den reinsten Sand als Badegrund hat, die Annehmlichkeit, daß Jeder mit der Brunnencur Seebäder genießen kann.' Aus diesem Grunde steht dem Platze eine große Zukunft bevor, und der Preis für Grundeigenthum ist in stetem Steigen begriffen. DaS Zuchthaus zu Lincoln in NebraSka war kürzlich während eines Ungewitters der Schauplatz emer schreck lichen Scene. Alle Gefangenen waren vom Wärter mit Ausnahme der in der Gießerei beschäftigten in ihre Zellen ge schickt worden. Dort begab sich der Sträfling Gleason, welcher geschmolze

nes Äfttt zu tragen yatte) an den von einem farbigen Sträflinge mit Namen Andrew Jackson bedienten Schmelzkessel, um seine Pfanne zu fülle. Als dies geschehen war, wandte er sich um, stol perte und verschüttete etwas von dem flüssigen Metall; ein Tropfen traf wahrscheinlich Jacksons Bein, worauf dieser eine Eisenstange ergriff und sie mit einem Fluche auf Gleasons Kopf nieder sausen ließ. Die Pfanne entfiel der Hand des Getroffenen und er sank zu Boden in das glühende Metall, welches seinen Oberkörper in schrecklicher Weise zurichtete. Er wurde nach dem Hospi

tal dcr Anstalt geschafft und mit aller Sorgfalt verpflegt, verstarb aber schon in wenigen Tagen. Sein Angreifer ist für seine unselige That zur Verantwor lung gezogen worden. In Tennessee ist wieder einmal ein Mord während einer öffentlichen Serichtösitzung vorgekommen. In den fünf Meilen westlich von Knoxville bele genen kleinen Orte Bell Camp hatte ein gewisser Willis McKanney beim Nach hausekommen seine Frau in einer ver däcdtig?n SteUung mit einem Nachbarn 'amens LouiZ Stall ertappt. Stall flücttetc . sich, wid McKanney prügelte seine Fro.u so fürchterlich durch, daß man befürchtet, sie werde an den erlittenen Verlegungen sterben. McKanney wurde unter der Anklage auf thätlichen Angriff in mörderischer Absicht verhaftet undur Voruntersuchung vor einen Friedensrich ter in Knoxville geführt. Als Haupt zeuge im Termin war Stall erschienen. Er legte sein Zeugniß ab und wollte sich gerade von dem Zeugenstande entfernen, als McKanney ihn auf die Seite rief und sofort aus seinem Revolver auf ihn zu schießen begann. Jeder Schuß, den er that, war tödtlich,so daß Stall leblos zu Boden stürzte. McKanney machte sich darauf unbehelligt aus dem Staube. Er wird jetzt von Gerichtsbeamten ver folgt, es ist aber fraglich, ob sie ihn er wischen werden. Vom Auslande. Ein recht unangenehmer Prozeß steht nächster Zeit einem Petersburger Arzt bevor. Im vorigen Jahre erschien bei jenem Ärzte eine sehr reiche Dame, die trotz vorgerückten Allers durchaus noch zu den jungen gezahlt werden möchte und erbittet sich Rath gegen allerlei eingebildete Uebel Nerven schwäche, Migräne, Herzaffektion u. s. w. Nach sorgfältiger Diagnose verschreibt der Doktor über ein halbes Dutzend Mixturen und erklärt der Patientin, daß bei rationeller Behandlung ihrer Gesundheit keine ernstliche Gefahr drohe und sie bald geheilt werden könn:e. Die Kranke konsultirte den Arzt fort und fort und zahlt brillant. Endlich wird ihr dieSache zu langweilig ; sie erscheint seltener. Der Arzt merkt etwas und als sie nach längerer Zeit wieder einmal bei ihm erscheint, eröffnet er der Dame, sie sei jeht so weit hergestellt, daß es nur einer kleinen Nachkur bedürfe, um auf lange Zeit von jeglicher Medizin befreit zu sein. Zu diesem Zweck müsse sie absolut die Hauptstadt verlassen, um am fernen Kurort N. sich in die Behand lung des dortigen Arztes zu begeben ; er werde diesem genaue Informationen geben u. s. w. Mit Dank geht die Dame auf diesen Vorschlag ein und läßt sich gegen ein letztes höchst anständiges Honorar (100 Rubel) das Begleitschreiben geben. Zu der Reise kommt eS aber nicht, da einige Bekannte davon abrathen und, um doch zu erfahren, was der gute Doktor seinem fernen College über ihren Zustand geschrieben, entschließt sie sich, den Brief zu öffnen. Er lautet : s,Jch schicke Dir eine alte Närrin. Sie ist so gesund wie eine Kuh, doch habe ich sie ein halbes Jahr hindurch behandelt. Ich rathe Dir, sie gehörig zu melken u. s. w." Man kann sich leicht denken, daß dieser Inhalt die Dame erst recht bestimmte, nicht in jenen Kurort, dafür aber zu einem renommirten Advokaten zu gehen. Die letzten Nachrichten aus Atjeb erzählen wieder von allerlei Scharmützeln der Negierungstruppen mit den Eingeborenen, sowie von der Ben Beri-Krankheit. Mehr Truppen ! DaS ist die Parole, und stärker wird dieser Ruf. Kein Wunder, daß man in Hol land anfängt, sich ernstlich zu beunruhigen, daß man Massenpetitionen an die Regierung einschickt. Letztere scheint sich jedoch noch stets in sorgloser Ruhe zu wiegen ; es wird wohl erst der Stimmen aus dem Auslande bedürfen, um sie aus ihrem süßen Schlummer zu wecken. Neu lich brachten verschiedene deutsche Blätter die Nachricht, daß die deutsche Negierung der holländischen angeboten habe, im Falle der Noth die Europäer auf Java unter ihren Schutz zu nehmen. ' Diese Nachricht erregte große Sensation, obgleich sich bald die Grundlosigkeit der selben herausstellte. Jetzt bringt auch die St. James Gazette" einen Artikel, in dem unter Anderem der Satz vorkommt : Wenn keine energischenSchrit te, und zwar schleunigst, gethan werden, so ist der Untergang deS niederländischen kolonialen Reiches nicht mehr fern ! . . . In so äußerst wichtigen Fällen ist größte Eile nothwendig, und es ist sicher, daß, falls nicht baldigst eine starke Truppen macht nach Sumatra gesandt wird, die ganze Insel in einem Zustand der Anar chie verfallen wird zum Schaden von taufenden Europäern". Wenngleich die inländische Presse diese Jeremiade oder vielleicht richtiger gesagt, diese Drohung der St. James Gazette" für grundlos hält, so kann sie doch nicht umhin, zuzu geben, daß die Zustände sehr ernst sind, und daß es durchaus nothwendig ist, die Truppenmacht in Indien zu verstärken und damit Holland das Prestige, welches das Reich als Kolonial-Macht besessen hat und welches in den letzten Jahre, stark verblaßt ist, wieder erringe. Nachdem diePolizei von Petersburg die Nihilisten, welche am 13. März ein Attentat gegen den Czaren auszuführen beabsichtigten, verhaftet hatte, wurde derselben außerordentliches Lob gezollt, weil sie sich so gut unterrich tet und geschickt gezeigt habe. Wie nun aber aus den Prozeßverhandlungen her vorgeht, war dieses der Petersburger Polizei gespendete Lob unberech tigt. Dieselbe hat nämlich der An klage-Akte zufolge bis zum 11. März von dem Komplott nichts gewußt. Die Polizisten haben freilich vor öericht ausge saat, daKsie scon am 5. März Kenntniß

Notiz für Contraktoren. Illinois Qtraße Tunm l. cfsie de städtischen ivil?ngri'r Jndtanap'ks, dn 12. Mal 1887. Hiermit wird Nachricht gegebin, daß rsie gelte Offerten für den U?bau deS Jllinoik Straße Tunnel, den jetzt in der Office deS Etadt.Jngenieurs befind lichen Plänen vn Spezifikationen gemäß. vtnGi sendahn,Eomite, dem Et,dtaroa?t und dem Inge nurin der Office de? Unterzeichneten i kcurt Hause der Stadt Jndianapolil ntiegen genommen werd. Ofs'-r'kn irren lit 4 Uhr achm'.ttazS. den 28.

Hai 1837 entgegen genommen. Dai Recht, ein oder alt Offerten zurückzuweisen. wird vorbehalten. Z H. Sbearer. Versucht -JGDlIxiriöILIlcöI'ö feinsten Oolong und Gun Powder h e es gr ist KSakich! EwaX Heller Qd. 200 O Wasbingtonstr., Ecke der New Jersey Str. bon dem Attentatsplane , geyadk' yatten, allein dann sind sie sehr ungeschickt voraeaangen. Am 12. Man fuhr am lich der Kaiser über die Polizeibrücke auf dem Newski, gerade als Ossipanow den Zaren nicht rechtzeitig bemerkt hatte und entfernte sich daher verrichteter Sache. Einige Polizisten sahen ihn, und man begreift nun nicht, warum sie ihn frei einhergehen ließen, wenn sie be reits von dem Attentatsplane Kenntniß hatten ? Gestatteten sie doch sogar noch einem, der am 12. März Verhafteten, serne Bombe eme halbe Stunde lang mit sich herumzutragen. Die Bombe wurde erst in Anwesenheit von 40 Personen auf den Boden geschleudert, wo sie glücklicherweise nicht explodirte. Der Czar hat dem Berl. T." zufolge einen vollständigen stenographischenBericht über den Prozeß erhalten, durch welchen. A. auch festgestellt wird, daß momentan in Rußland vier nihilistische Comites existiren: nämlich in Petersburg, Wilna, Charkow oder Kiew und in Sibirien. Die meisten Gelder für die Vorbereitung des Attentats gab der Pole Pilsutzki. Ende Mai soll ein neuer Prozeß ge gen 23 Personen stattfinden, welche be schuldigt werden, an dem Komplott zur Ermordung Ssudeikin's theilgenommen zu haben. 37 andere angebliche Mitschuldige sollen auf administrativem" Wege verurtheilt werden. Die Leibärzte deö Sul' tanö verlangten kürzlich von demselben, er-möge da am Goldenen Horn mehrere Blatternfälle konstatirt worden sich sowohl wie seine Damen im Harem impfen lasien. Was nun seine Frauen betrifft, war der Padischah bald dafür zu gewinnen ; nur wollte er bei der Im pfung persönlich anwesend sein, die an deren Vorsichten ungerechnet, die dabei in punct.o Züchtigkeit beobachtet wer den sollten. In einem der Säle des HaremS wurde eine spanische Wand auf gerichtet, in welche eine kreisrunde Oeffnung geschnitten war. Durch dieselbe kam abwechselnd je ein blendend weißer, ein mattgeloer oder gar bräunlich ange hauchter Frauenarm geschlüpft, der Dok tor machte die Inokulation, hinter der Wand ließ sich jedesmal ein kleiner Schmerzensschrei vernehmen und die Operation war beendet. Was nun den Sultan selbst betrifft, erklärte er fü, seine Person, erst dann in die Impfung zu willigen, wenn er die Ueberzeugung erlangt habe, daß diese bei den HaremS damen keine bösen Folgen nach sich ziehe. Ein herrenloses Stückchen deutscher Erde sind nach dem L. T." die sogenanntenSaffenhölzer" zwischen Gesell nnd Göttengrün in Thüringen. Wiederholt sind dieselben der Zankapfel zwischen den benachbarten Jagdpächtern gewesen, da man nicht wußte, ob diese! ben zu Preußen oder zu Reuß j. Linie gehören. Die Lundräthe von Breiten bach-NaniS und Dr. Albert - Schleiz leiten die Grenzregulirung und haben durch persönliche Einsichtnahme und Ver gleichung der betreffenden Flurkarten die Verhandlungen wesentlich gefördert, die aber bis zu einem bestimmten Endresul täte noch nicht aedieben sind. Älne lnterejsante Aneb Kote von dem französischen Präsidenten Jules Grevy erzählt der Pariser Corre spondent der Krzztg. wie folgt : Vor einigen Tagen traf eine Mit dem Präsi denten Grevy im Jura benachbarte Fa milie hier ern nnd wurde zum Frühstück nach dem Elysee geladen. Wie mit alten Bekannten, so plauderte man ganz offen über allerlei Angelegenheiten. Un ter Anderem erzählte die Dame auS dem Jura von ausgedehnten Baumpflanzun gen, welche sie auf ihren Gütern vorzu nehmen gedenke, aber," so fuhr sie fort, in Zeiten wie die jetzigen fürchtet man sich irgend etwas zu beginnen, und ich zögere daher mit meinen neuen An Pflanzungen." ' Ach !" entgeanete Gre vy, Sie besorgen Krieg ?" Die Dame entgeanete : Und Sie Sie fürchten ihn Nicht V Herr Grevy mit dem ihm eigenthümlichen Lächeln zu der Dame sich wendend, erwiderte: So viel ich weiß, ist Fürst Bismarck ein sehr über legender Staatsmann und handelt nur im Jntereffe seines Landes, welches ganz eben so wie das unsnge in der Erhaltung des Friedens besteht ; ich meine, liebe Freundin, daß Sie Ihre Bäume ruhig können pflanzen lassen." Herr Grevy hält keine großen politischen Reden, doch intime Gespräche, die daS eben erwähn te, sind ab und zu wichtiger, als feierli cheKundgebungen, und die, welche Herrn Grevy kennen, behaupten, daß er die Gewohnheit hat, nichts umsonst zu re den." , OO äff Oet S deep-aea dufletnnbabfn In allen he . . - UCu UCvmdv1

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