Indiana Tribüne, Volume 10, Number 245, Indianapolis, Marion County, 24 May 1887 — Page 2

Zndiana Tribune. m Erscheint Täglich und Sountags. (7i, t!,llq, TrtJttn Kt durch den XrlatflS Cmti f ( Bch, bti eonrntagl ..IrtJVtl p Boch. Vid usa 1 fftl. V Pzft l?sS. I BmaldtahlÄ 15 9 Sc$t. Qfflee: 120 O. 3atOlan&ßr

Indianapolis, Ind., 23. Mai 1837. Cine fehlgeschlagene OHeculation. ' Im Winter vom 187980 war Cha ma noch der westliche Endpunkt von der San Juan-Abtheilung drr Denver und Rio Grande-Eisenbahn. Die Ortschaft liegt in Rio Arriba- County in New Mexi co,etwa sieben Meilen von Colorado, und zählte damals eine Bevölkerung von et wa 2000 Personen. Es war ein wildeö und wüstes Volk. Professionelle Spieler, Cowboys, Halsabschneider und Ver brecher aller Art, leichtsinnige Frauen zimmer und Eigenthümer gemeiner Schnapshohlm bildeten das Gros der Be völkerung. In den zahlreichen Tanzhallen", in welchen das niedrigste Gesinde! beider Geschlechter verkehrte, kam fast jeden Tag Mord und Todtschlag vor. Auch die Frauenzimmer waren mit Revolvern ausgerüstet und zögerten nie auch nur einen Augenblick, dieselben bei passender Gelegenheit in Anwendung zu bringen. Von einer Verhaftung oder Bestrafung für irgend eine Mordthat war nie die Rede. Die Stadt" hatte zwar binnen fünf Monaten drei Marschälle gehabt, doch waren dieselben sämmtlich bei dem Versuch, eine Verhaftung vorzunehmen, ermordet worden, so daß Niemand mehr das Gelüste trug, das lebensgefährliche Amt zu übernehmen. Die Denver und Rio Grande-Bahn war allerdings bereits bis Chama fertig gebaut, aber durch die häufigen Schnee stürme wurde der Eisenbahn-Verkehr sehr behindert, sodaß manchmal nur alle vier Wochen ein Zug im Bahnhof einlief. Allgemein benutzte man Schneeschuhe, wenn man aus oder nach Chama gelan gen wollte. Zu derselben Zeit war die Ortschaft Farmington in New Mexico das Hauptquartier für alle Pferdediebe in der gan zen Gegend von Pueblo bis nach Santa Fe und von Ouray und Rico bis nach Albuauerque. Farmington galt als ein verrufenes Nest, konnte aber der Stadt" Chama bei Weitem nicht das Waffer halten. DieS verdroß die Farmingtoner. Eines schönen Tages machten sich zwei Dutzend derselben auf, um über den Schnee hinweg nach Chama zu wandern und den Chamaiten einmal ordentlich den Standpunkt klar zu machen. Sie waren fest davon überzeugt, daß die Eisenbabnler, Spieler und Strolche in Chama wohl gut genug im Stande wa ren, sich gegenseitig im Vchach zu halten, gegen die Farmingtoner jedoch nicht ent lernt auskommen lönnttn. Kaum waren die ungebetenen Gäste m Chama angelangt, als -sie auch gleich prahlend verkündeten, sie würden sich in einer Woche im Besitz der ganzen Stadt befinden. Um diesen riegsplan auSzu führen, beschloßen sie, erst mit den Tanz Häusern aufzuräumen. Es war am Abend des 16. Januar 1830, als 20 Farmingtoner in em Tanzhaus traten, welches von einem berüchtigten Strolch Itamens Red Bill gehalten wurde. Sie befahlen dem Wirth, ihnen Whisky vor Zusetzen und tranken tüchtig darauf los, weigerten sich aber hinterher, ihre Zeche iu bezahlen. Red Bill stand felber hinter dem M rr rr . qanmiqe, ai& feine nusioroerung zur Bezahlung mit ohngelachter beantwor tet wurde. Er griff wie üblich nach sei nem Gewebr, ehe er jedoch das elde er reicht hatte, war er von Kugeln förmlich durchlöchert, eine wilde bchiefeerei ve gann. ES waren mehr als 50 Personen in dem Raume anwesend, darunter allein ungefähr 20 Frauenzimmer. Die Leute aus Chama feuerten einmüthig auf die Farminatoner los, und dieselben machten von ihren Waffen gleichfalls den ausgiebigsten Gebrauch. Die Eindringlinge zogen den Kürzeren und mußten nach einem heftigen Kampfe das Schlachtfeld räumen. Acht der Ihrigen lagen todt in ihrem tute auf vem Bo den ; die Chamaiten waren Verhältniß mäßig Viel better davon gekommen. Bald verbreitete sich in der ganzen Stadt die Kunde von der Schlacht und von der Absicht der Farmingtoner, Cha ma erobern zu wollen. Gegen diese Freiheit empörte sich der FreiheuSsinn der einheimischer Bürger. Alles, was im Stande war, eine Flinte oder einen Revolver zu tragen, eilte dem gemeinsas, . r' omen tzeinoe enigegen. oraurnziin mer mit ihren Revolvern waren dabei nicht die Letzten. Sie stellten sich tapfcr an die Seite der Männer und schwangen ihre Waffen, wie Amazonen. Selbst die Besitz?? der Tanzbuden, die einander aus Concurrenzneid bisher stets bitter befehdet hatten, schloffen sich der Sckaar der Vertheidiger an. Die Uebermacht war zu groß. Die farmingtoner wurden in einen Corral getrieben, 'der sich in der Nähe deö Bahnhofes befand, und eine wild toben de und heulende Menschenmenge hielt die fremden Abenteurer in sortwahren der Aufregung. Die Belagerten suchten sich vor der Wuth ihre Feinde zu schüt' ,en, so gut dies anging, sie konnten es ' V 1 -Tl. r l ir aber troyaueoem man veryinoern, eay einige von ihnen tobt auf dem Platze blieben, ehe noch der Morgen deö nach sten Tages anbrach. ES war bereits 4 Uhr Morgens geworden. als die Belagerer, ihres SlegeS frob. den Beschluß faßten, sich von den Anstrengungen der Schlacht durch eine feierliche Kneiperei u erholen. Am Cowurde nur eine Wache belaffen, um die Flucht der noch am Leben befindlichen ivarminatoner zu veromdern. Daß die Wache nicht gar zu trocken 'blieb, war selbstverständlich. Große Krüge mu ' ImrK.. r a v -c n. iiiiOUlU jorgicn vaiut, vup ic lyicu Durst ordentlich löschen konnte. Cö kam schließlich so weit, daß die Wache ibre Aufmerkfamkeu mehr auf den Whis . ' - m . "W . . a. 1 a

13, als aus vie wninswr. rrsiere.

Diesen Umstand maSten'sich die Gesan genen zu Nutze. Einer nach dem Andern schlich sich unbemerkt aus dem (Soral hinaus, bis zuletzt nur die Todten und zwei schwer Verwundete auf dem Platze blieben. Die Enttäuschung der Belagerer war sehr groß, als sie bci Tagesanbruch sa hen, daß ihnen die Feinde durchgebrannt waren. Dafür sollten aber die beiden Verwundeten für ihre Frevelthat am Galgen büßen, und zwar noch an demsel ben Tage. Bis dahin sollten sie im Corral ausgestellt bleiben. Jedermann, zur Schau. Ganz Chama befand sich n tollem Jubel. Gallonenweise wurde der Whisky vertilgt, auch die Wache am Corral soff tapfer mit, schon aus Patrio tismus. Die Gefangenen ergaben sich anscheinend ruhig in ihr Schicksal und verfügten sogar großmüthig darüber, wer nach ihrem Tode ihre Sachen erben

solle. Unterdenen war em Eisenbahn-Zug vor dem Depot vorgefahren, und die Lo comotive stand schnaubend auf dem Ge leise. Die Todescandidaten gaben em ander emen heimlichen Wink. Mit Aufbietung aller Kräfte schlichen sie sich unbemerkt aus der icape der betrunkenen Wache, kletterten auf die Locomotive, ketteten sie los und fort amg's, den fernen Bergen zu. Ehe die Beamten des Zuges und die Wache sich von ihrem Er staunen erholt hatten, war die Locomo tive längst aus ihrem Gesichtskreise entschwunden. Sie fuhr über 40 Meilen weit, ehe ihr der Dampf ausging. Die m ..- - i. vi rt aigenvogei" reneren na?, nno vie zo comotive wurde erst am nächsten Tag, auf dem Geleise gefunden. Seither ist der Ruhm von Chama verblichen. Es ist nicht mehr der End Punkt einer Bahn, und wird jetzt nur noch von einigen Hundert schläfrigen Akexica' nern bewohnt. Zur Arbeiter, Äd?rage. Die Arbeiterschutz Commission brö deutschen Reichstages hat die zweite Le sung des von dem Abgeordneten Hitze eingebrachten Gesetzentwurfes beendet und beschlossen, dem Reichstage folgendes Gesetz, betreffend die Abänderungen und Ergänzungen der Gewerbeordnung, vorzuschlagen : Kmder unter zwölf Jahren dürfen m Fabriken nicht beschäftigt werden. Äom 1. April 1890 ab ist diese schäftiguna nur Kindern zu gestatten. Welche das dreizehnte Lebensjähr vollendet und ihrer landes gesetzlichen Schulpflicht genügt haben. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen Kinder, welche zum Besuche der Volks schule verpflichtet sind, in Fabriken nur dann beschäftigt werden, wenn sie in der Bolksschule oder m emer von der chulAufsichtsbehörde genehmigten Schule i. r ' r i und nacy emern von iyr geneymigien Lehrplane einen regelmäßigen Unterricht von mindestens drei Stunden taglich ge nießen. Die Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren darf die Dauer von sechs Stunden täglich nicht überschreiten. Junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren dürfen m Fabriken nicht langer als zehn Stunden täglich beschäftigt werden. Wöchnerinnen dürfen während vier Wochen nach ihrer Ittederkunft Nicht beschas tigt werden. Die Beschäftigung von Arbeiterinnen in Aufbereitungsanstalten, Brüchen oder Gruben, auf Werften, in dem Betriebe von Hütten-, Walz- und Hammerwerken, m Metall- und Stemschlenereien, sowie das Tragen von Lasten durch Arbeiterinnen bei Hochbauten und aus Bauhöfen ist untersagt. In Fabriken dürfen Arbeiterinnen an Sonn- und Festtagen, desgleichen in der Nachtzeit von 8j Uhr Abends bis 5j Uhr Morgens nicht beschäftigt werden. Wegen außergewöhnlicher Hausung der Arbeit kann auf Antrag des Arbeit gebers eine Ausdehnung der Arbeitszeit blS 11 Uhr Abends unter der voraussetzunq gestattet werden, daß die tägliche Arbeitszeit 14 Stunden nicht überschreitet. Der Antrag ist schriftlich an die Ortspolizeibehörde zu richten und muß den Grund der beabsichtigten AuSdeh nung, das Maß derselben und den Zeit räum, für welchen sie stattfinden soll. angeben. Tragt die Ortspolizelbehörde aus Rücksichten auf die Gesundheit oder Sittlichkeit der Arbeiterinnen Bedenken, die beabsichtigte Ausdehnung der Arbetts zeit überhaupt oder in dem bezeichneten Umfang zu gestatten, so hat sie dies dem Arbeitgeber binnen drei Tagen nach Empfang der Anzeige unter Angabe der Gründe schriftlich mitzutheilen. Zur Betheiligung an der Arbeit während der verlängerten Arbeitszeit darf keine Arbeiterin gezwungen werden. Die Orts volileibebörde bat dem wständiaen Auf sichtsbeamten monatlich ein Verzeichniß der Fälle, in welchen . sie Erlaubniß zur Verlängerung der Arbeitszeit ertheilte, einzureichen. Am Sonnabend und an Vorabenden von Festtagen dürfen Kinder und Arbei terinnen Nachmittags nach 6 Uhr in Fabriken nicht beschäftigt werden. Arbeiterinnen, welche ein Haus Wesen zu besorgen haben, dürfen in Fabriken nicht länger alc 10 Stunden täglich beschäftigt werden.. In Fabriken, in welchen Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt werden, ist für Trennung der Geschlechter nach Möglichkeit zu sorgen. Wenn Arbeiter und Arbeiterinnen in einem Raume arbeiten, müffen für Letztere abgesonderte Ankleide- und Waschräume eingerichtet werden. Durch Beschluß des Bundesrathes werden diejenigen Fabri kationSzweige bestimmt werden, in wel chen Schwangere nicht arbeiten dürfen. Mit Geldstrafe bis zu zweitausend Mark und im Unvermögensfalle mitGe fängniß bis zu sechs Monaten werden bestraft: 1. Gewerbetreibende, welche bei der Zahlung des Lohnes oder bei dem Verkauf von Waaren an die Arbeiter dem Gesetze zuwiderhandeln; 2. Gewerbe treibende, welche obigen Bestimmungen zuwider Arbeiterinnen oder jugendlichen Arbeitern Beschäftigungen geben; 3. Gewerbetreibende, welche die Eintragun gen mit einem Merkmale versehen, wel ches den Inhaber des Arbeitsbuches günstig oder nachtheilig zu kennzeichnen bezweckt. Dieses Gesetz tritt 6 Monate nach sei ner Verkündigung in Kraft. - Ferner schlägt die Commission folgende Resolutionen vor :

Der Reichstag wolle beschließen : 1. Die verbündeten Regierungen zu

ersuchen, thunlichst bald dem Reichstag . emen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die Beschäftigung von Kindern im Gewerbe außerdalb der Fabriken unter der nöthigen Rücksichtnahme auf die körperliche, sittliche und intellektuelle Entwickelung der Kinder geregelt wird. 2. An die verbündeten Regierungen das Ersuchen zu richten, eine, insbeson dere durch umfaffende Befragung von Arbeitern und Arbeitgebern zu bewir lende Erörterung darüber zu veranstal ten. inwieweit gesetzliche Maßregeln ge gen eine uvermakge Ausdehnung der Arbeitszeit erwachsener Arbeiter in Fabriken nothwendig und ausführbar sind, und das Ergebniß dem Reichstage mitzutheilen. Es Ware sebr aut. wenn die amerikanischen Gesetzgeber sich nicht nur den Inhalt, sondern auch den klaren, einfa chen und verstandlichen Styl es obigen Entwürfe? zum Muster nehmen wollten. Fcrn. ndo de Noronha. Etwa 250 Meilen vom Aequator, un. gefähr 200 Meilen nordöstlich vom Cap St. Rogue in der Nähe der Fahrstraße, welche von den zwischen europäischen und südamerikanischen Häfen fahrenden Schiffen benutzt zu werden pflegt, liegt die Insel Fernando de Noronha, die Verbrechercolonie Brasiliens. Die Insel ist nicht groß, da ihr ganzer Umfang kaum zehn Quadratmeilen be trägt, doch bietet sie eine 5vülle von Naturschönheiten, wie man sie auf einem so engen Naume kaum für möglich hal ten würde. Hohe Berge wechseln mit tiefen Thälern ab, in welchen eine wahrhast tropische Vegetation wuchert. Hier und da sieht man kleine, mit grünem Nasen bedeckte Erdhütten, welche den Einwohnern der Insel zum Aufenthalt dienen, und überall trifft man auf Pal men und Orangenbäume sowie auf breit blätterige Bananen, an deren Gipfeln schwere, goldgelbe Früchte herunter hängen. Aus allen Theilen Brasiliens werden die schlimmsten Verbrecher nach Fernando de Noronha geschickt, hauptsächlich Riu ber und Mörder, die vielfach bereits mehrere Menschenleben auf dem Gewis fen hatten, ehe eö gelang, ihrer habhaft zu werden. Die Gefangenen stehen un ter der direkten Aufsicht eines Commandanten oder Gouverneurs, der eine Ab theilung von 200 Soldaten zur Verfü gung hat, damit er seinen Befehlen den gehörigen Nachdruck verleihen kann. Ge wöhnlich befinden sich auf der Insel un gefähr 1500 Sträflinge, von denen die meisten auf Lebenszeit zu diesem Exil verurtheilt sind. Die Brasilianer rühmen sich, daß ihr Kaiser noch niemals ein Todesurtheil unterzeichnet hat. Die schlimmste Sttafe, welche einen brasilianischen Verbrecher betreffen kann, besteht demnach in der Verbannung nach Fernando de Noronha. Dort ist er allerdings von allem Verkehr mit der Außenwelt abgeschloffen und darf an keinen Fluchtversuch denken, er kann sich aber den Aufenthalt auf der Insel ganz behaglich gestalten, wenn er eS versteht, sich mit seinen Vorgesetzten und Mitgefangenen in gutes Einverneh men zu setzen. Es kommt vor, daß besonders hart näckige Verbrecher, die sich Vergehen ge gen die vom Gouverneur aufgestellten Verordnungen zu Schulden kommen las sen, in Gegenwart ihrer Mitgefangenen auf eine ganz barbarische Weise durch gepeitscht werden, doch sind derartige Fälle ziemlich selten. In der Regel werden die Gefangenen sehr liberal be handelt und dürfen thun und lassen, was sie wollen, vorausgesetzt, daß sie die Gefängnißördnung nicht übertreten. Es ist gar keine Seltenheit, daß man sogar am Tische des Gouverneurs Gefangene findet, die in Gemeinschaft mit den zu Gast geladenen Ofsicieren und Beamten ihre Mahlzeit einnehmen. Nur bekom men sie keinen Wein und müffen sich mit etwas Backwerk und Kaffee begnügen, während die Anderen" sich am Weine und anderen Getränken gütlich thun. Die Hauptunterhaltung der Ofsiciere und der Beamten dieser Garnison" so wie der auf der Insel ansässigen Damen besteht im Keno-Spiel, welchem häusig mit einer wahren Leidenschaft gehuldigt wird. Manchmal dürfen bei solchen Gelegenheiten einige bevorzugte Sträf linge sich gleichfalls im Zimmer aufhal- . l sr . r rw J ien uno oem piete zubauen. Aucy m den Gefängnißzellen wird eifrig Keno gespielt, um die Langeweile- zu tödten, da die Gefangenen nicht regelmäßig be schäftigt werden. Es gibt unter ihnen Leute, welche mehr als 10 Mordthaten begangen haben. Praktische Nathschläge. Guter Rath" ist immer billig, aber manchmal herzlich schlecht. So schrieb vor nicht langen Jahren eme Schrift stellerin ein Buch, welches Ratbsckläae ' für die Kinder armer Leute enthielt. ES neth u. A. folgende? an: Wenn Du AlorgenS aufstehst, dann schneuze Deine vcase in dem Taschentuche, welches Du am Tage vorher getragen, und nehme dann für den Tag ein frisches Tuch." Der Vorschlag wäre so übel nicht, wenn vie lnoer ver armen euie nur immer so viele Taschentücher hätten, daß sie zeden Tag sich ein frisches nehmen konn ten. Aehnliche praktische Rathschläge' kann man fast zeden Tag hören. So hat Herr Julian Hawthorne, ein Sohn des berühmten amerikanischen Schriftstellers Hawthorne, des Vetfafers vom Schar lachbnef", erst neulich ein Buch veröf fentlicht, welches Rathschläge über die Gesundheitspflege enthält. U. A. em pfiehlt er, tief zu athmen, einfache Kost zu genießen und sich dabei der möglichst größten Mäßigkeit m allen Genüssen des Lebens zu befleißigen. Diese Lehren sind iwar recht gut, ermangeln aber deS erfrischenden ReizeS der Neuheit. Dann fährt er fort : Geräth man während deS TageS in Schweiß, dann soll man es nicht dulden, daß der Schweiß aus der Haut trockene. Man begebe sich sofort in sein Zimmer, lege sämmtliche Klei dungsstücke ab und gebrauche die Bu? sie. Sind die Unterkleider feucht, dann ist eS am besten, sie sofort zu wechseln."

Rann txxi 5erarliger Nätyfchiag wirklich von Jedermann befolgt werden ? Man denke sich einen Maurer, der an einem hohen Bau in heißer Sommers

;eit in Schweiß geräth. Waö würden seine Arbeitgeber von ihm halten, wenn er Kelle und Hammer von sich werfen und schleunigst nacb Hause laufen wollte, um alle Kleider auszuziehen und sich dann tüchtig auszubürsten! Er würde jedenfalls sehr bald von seinem Arbeit geber den Laufpaß erhalten. Aehnlich wäre es, wenn ein 'n einer überfüllten Kirche in Schweiß gerathener Prediger aus der Kanzel mitten in otf Predigt einhalten und eilends davonlaufen wollte, um daheim schnell die Wäsche zu wechseln und sich die Haut zu frottiren, ehe der Schweiß ihm auf derselben verdunstet. Herr Hawthorne halt eS ferner unbe dingt nothwendig, daß jeder Mensch all , mm f m l mr L ragilly ein Vao neyme uno ncy mrnoe stens 5 Minuten lang in demselben aufhalte. Nach dem Bade muffe man sizy ordentlich mit zwei Handtüchern abrei ben und sich dann noch mit einer Bürste auS CocoSnußsiebern srottiren. Der Plan ist allerdings nicht schlechtes frägt sich aber nur, ob auch Jedermann Velegenheit hat, ihn auszuführen. In den 'Wohnungen der Armen sind sogar hier zu Lande die Badezimmer durch aus nicht dick gesät. Wollte Herr Hawthorne consequent sein, dann müßte er den Armen auch ra then, jedesmal kurz vor oder nach dem Essen eine Spazierfahrt zu machen oder sich in beißer Sommerzeit von einem diensteifrigen Neaer mit einem großen Fächer kühle Lust zufächeln zu lassen. Auch eine Fahrt per Luftballon in die kühlerenhöheren Negionen"ware manch mal ganz gesund. ES ist nur schade, daß die Armen den Werth derartiger gutgemeinter Nathschläge" nicht immek zu würdigen wissen. Deutsche Lokalnachrichten. Provinz Westfalen. Die Schlächter Wilhelm Wagener und' Salomon Edelstein in Minden wurden, weil sie verdorbenes, der Gesundheit schädliches Rindfleisch verkauft haben, mit je 6 Wochen Gefängniß bestraft, rDer Handelsmann Neubauer von Her ford bat sich erhangt. Der Bergmann Wilhelm Schröer von Weitmarneuling starb m zvolge eines Sturzes. In Eelsenkirchen brannte die Werkstätte des Schreinermeisterö Halle. Verurtheilt wurden : der Schmied Franz Göttker von Münster, der ein Mädchen zu berauben und vergewaltigen versucht hat, zu 10 Jahren Zuchthaus, der Handelsmann Ph. Rothschild von Gronau wegen Be trugs und Urkundenfälschung zu 2 Iah ren Zuchthaus, die Näherin Wilhelmine Bick von Holtrup wegen Kindesmords zu 2 Jahren Gefängniß, der Handarbeiter Heinrich Hofmeister von O'.hnhausen wegen Sittlichkeitsverbrechen zu 2 Iahren Gefängniß, die Bergleute Heinrich Franke und August und Heinrich Stees von Recklinghausen wegen Hausfriedens bruchs, Körperverletzung und Mordversuchö zu 6 Zltonaten, resp. 4 Jahren 5 Monaten und 3 Monaten Gefängnis und der Zahnarzt Burgdorf von Breden wegen Raubes und Verbrechen gegen die Sittlichkeit zu 8 Jahren Zuchthaus. Rheinprovinz. Im November vorigen Jahres stürzten in Köln zwei Neubauten ein, wobei 9 Arbeiter verletzt wurden. Die Strafkammer verurtbeilte nun dieserhalb den Bauunternehmer Kornelius Noß zu 9 und den Maurermeister Anton Brauckmann zu 6 Monaten Gefängniß. Die Provinzial-Verwaltung beab sichtigt in Elberfeld eine ProvizialTaubstummenschule zu errichten. Der Bergmann Fr. Sporra in Essen, der bei einer Feier des letzten Sylvesterabends den Vater seiner Verlobten durch einen Mefferstich tödtlich verwundet hat, wurde zu 3 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Demnächst wird in Remscheid mit der Errichtung billiger Arbeiterwohnungen begonnen werden, für welche zum Theil Von bemittelttn Einwohnern Terrarn unentaeltlich zur Verfügung gestellt worden ist. Die Angelegenheit ist von einem Verein in die Hand genommen, der bereits 33 Mitglieder zählt und außer jenem Terrain 16,000 M. als Geschenk und 196,000 M. als Anleihe erhalten hat. Der Heuer Peter Groß bach von Essenberg ist ertrunken und ein Sohn des Arbeiters W. Keksen m Orsoy starb' an Brandwunden. Niederge brannt sind : in Linn der größere Theil des AnwesenS des Viehhändlers S. Da niels, in Müden a. d. M. 7 Häuser, bei Ohligs das Schloß des v. Busche'schen Guts Hackhausen. Provinz Hessen-Nassau. Der Bureaugehilfe Otto Fenner in Cassel wurde wegen Beleidigung des Bahnmeisters Hardung zu 8 Wochen Ge fängniß verurtheilt. f Der älteste Bürer Cassels, der Privatmann Elias Schmetzer, im 93. Lebensjahre. Die Wittwe Müller von Halgshausen ist wegen Kindesmords verhaftet worden. Der allgemein beliebte Bürgermeister Winter in Grebenstein ist plötzlich der schwunden. Königreich Sachsen. f in Dresden: Der OberappellationS' erichis-Vicepräsident a. D. Wilhelm Carl v. Ammon und der Kaufmann Hermann Hache fen., Jnbaber der weltbekannten Kaufmannsfirma Dindorf u. Hache. Der ViceDirektor der Dresdener Bank. Richard Herrmann, hat sich in einem Anfall von Gemüthsstörung erschössen. Der 13jährige Schulknabe Schulze in Deuben beging Selbstmord, indem er sich unweit des Bahnhofs von einem Zug überfahren ließ. Derselbe tfatte seinen Pflegeeltern 3 M. entwen det und auS Furcht vor der ihm drohen den Strafe und der ihm bereits wegen anderer Vergehen angekündigten Ueberführung in die Bezirksanstalt Saalhau sen die unselige That begangen. Der Strumpfwirker und Musikus Leberecht Fischer in Ebersdorf ging nach Hermersdorf seinem Musikerberufe nach, wohl besorgten Herzens, denn daheim lag seit 14 Tagen seine Ehefrau an einer Lun aenentiünduna krank darnieder. Die- ! selbe starb im Lause des Nachmittags. I Der nichts ahnende Gatte machte sich l nach beendigter Thätigkeit, spät in der Nat, durch ?titrn und Unwetter auf

den Heimweg, si'el aber' kaum nocy s Minuten von seiner Wohnung entfernt vom Schlage gerührt todt zusammen. Die neuerbaute Strecke der Staats eisenbahnen von Geiihain über Lausigk nach Leipzig ist kürzlich dem allge meinen Verkehr übergeben worden. Ein A4jähriger Student der Mathematik. Namens Amo Kleberg von Meißen, welcher mit einem 23jährigen Mädchen aus Wörlitz,einer früheren Verkäuferin, ein Liebesverhältniß angeknüpft hatte, wohl aber unübersteigliche Hinderniffe für Erfüllung seiner Wünsche sich entge-

genstehen sah, auch in pekuniäre Verle genheiten gerathen sein mochte, erschoß sich aus Verzweiflung hierüber in Leip zig. Kaum hatte das Mädchen den Tod ihres Geliebten, den sie Vormittags be suchen wollte, in Erfahrung gebracht, als sie voller Verzweiflung in ihre Woh nung zurückkehrte und sich gleichfalls durch emen Revolverschuß den Tod gab. Der 20 Jahre alte Student Franz Uelzm aus Schwerin wurde beim Ueber scyreiten des Geleises auf de Leipziger Bahnhof überfahren und getödtet. Der frühere Direktor der Realschule in Leipzig Namens Hocche, ist wegen Land streichereiBetrug vnd Hochstapelei in Mvlau verhaftet worden. Gestorben in Eichigt der Veteran Johann Peter Todt. Der Wirthschaftsgehilfe Albin Max Püschmann in Crossen und der vcrwittwete Strumpfwirker Johann Da oid Brückner in Ebersbrunn haben sich erbängt ; der 3!ekrut Kirmse aus Remse bat sich in Altenbura ertränkt. In Drausendorf bei Hirschfeld wurde de? Knecht Günther von seinem Gespann zu Tode geschleift ; der Handarbeiter Rie oel von Grimma ist im Schnapsrausch erfroren, der Arbeiter M. L. Erler auS Neerane wurde von einem Treibriemen lfaßt u?id an der Decke zerschmetternder Hausbesitzer Ferdinand Maneck in chlettau brach das Genick beim Fall vom Schcunenboden. Hessen-Darmstadt. f Ministerialrath a. D. Geheimrath Fischer in Mainz. Gemeindeeinneh mer Haußmann in Psissligheim. AlS kürzlich der Ober-Domänenrath Hauser m der Haltstelle der Darmstadt-Ober städter Dampfstraßenbahn am Casino der Vereinigten Gesellschaft" den Zug be steigen wollte, kam er zu Fall und wurde überfahren. Am folgenden Tage erlag er den erlittenen Verletzungen. De? 13jährige Wilhelm Zehfuß in Alsbach, welcher kürzlich mit einer Summe von 200 M., die er einem italienischen Arbei ter entwendet hatte, durchgegangen war, ist beim Amtsgerichte eingeliefert worden. Der vielversprechende Junge war bis in die Nähe der französischen Grenze gekom men und hatte das Geld bis auf 73 M. verausgabt. KönigreichBaiern. t Der Reichstagsabgeordnete und Reichsrath Frhr. v. Aretin. Die ledige Oekonomenstochter Helena Maier von Weicht wurde wegen des dringenden Verdachts des Kindsmords in die Frohw feste eingeliefert. f Der Sang.. ad Thelen in Nürnberg. Der Wlefersdob. ler Gutsbesitzer in der Pfarrei Fürsten zell feierte seinen 100. Gebi'tstag. Alle Einnahmen und Ausgaben besorgt er noch selbst. Eine Schwester des Jubilars zählt 97 Jahre. Die diamantene Hochzeit feierte der 91jährige Veteran Heinrich Waigel von Friedrichsgemünd mit seiner Frau. Die Häuslerstochter Therese Rank von Grauhof wurde zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt, weil sie am 14. November v. I. in der Heilig blutkirche zu Neukirchen während des vormittäglichen Gottesdienstes der Häus lerstochter Franziska Simmet in's Gesicht gespuckt, dieselbe in der gemeinsten Weise beschimpft und dadurch bei den Kirchenbeiuchern Aergerniß erregt hatte. Selbstmord begingen : in München der Schuhmachermeister Wifl, in Neukirchen a. I. der Gütler Franz Bauer, in Nußdorf der O'konom Joh. N. Spitz faden, in Ochfenfeld die Bäuerin Vero nika Bauch (in Geistesstörung), mRied mT M n Tk l- m dettn cer oioner isernlauer, in Schweinfurt die Nichte des Buchhalters Scheller. In Aschaffenburg erschoß der Sohn des Uhrmachers Math. Winkler ein Dienstmädchen aus Unvorsichtigkeit ; in Bamberg starb der Fuhrmann Müller an emer Blutvergiftung, die er sich durch Verletzung der Hand an einem Steine zugezogen hatte ; in Burgau siel die da selbst und in der Umgegend allgemein bekannte Judith" todt auf der Straße nieder; in Jlpstadr ertrank die. Tochter des Hauslers Nettenbock : m Lohr wur den die Töchter des Landwirths Weber in Folge deS Durchgebens der Pferde lebensgefährlich verletzt, in Mainburg die Tochter des Zieglers Burg todtgesah ren ; in Oberdorf ertrank der Söldners fohn Sebastian Angerhofer ; bei Oster Höfen starb der Marzinger-Müller Baum gärtler an Starrkrampf, der in Folge der Verletzung der Hand eingetreten war. Bei Rosenhelm ertrank der Steuer , mann Josef Widmann, in Schweinfurt die Tagelöhnerfrau Werberich, m Uns leben der Sohn des Untermüllers Th. Schmidt. 5t 5 nigre ich Württemberg. f Graf v. Kiephausen in Stuttgart. Zimmermann Jakob Haller in Alding?n feierte die goldene Hochzeit. i der bekannte Präzeptor Schnaidt in Bletig beim. Die Wittwe Maria Anna Moll in Buchau wurde wegen 16 Dieb' stahlsverbrechen im Ruckfall zu 4 Jab ren Zuchthaus verurtheilt. Der Taglöyner Jos. Meierle erhielt 21 Monate der selben Strafe wegen Diebstahls und Hehlerei. in Tübingen : Landge richtöprasident v. Boscher, Dr Hohl Professor der naturwissenschaftlichen Fakul tät und der kath. Tbeloge Joh. v. Kühn. In Geißelhardt erschoß sich der von ser ner Frau getrennt lebende Schneider Schoch und m Wurmlmgen erhängte sich der Tagelöhner Wilhelm Biztsch. Der Fuhrmann Löffln von Gerlingen uno der Bierführr Friedrich- Lobe von Stuttgart wurden überfahren und star I den an den erlittenen Verletzungen. I Niedergebrannt sind : daS AnwefeirdeS , Schmiedes Maier in Aulendorf, ein , Theil der Maschinenfabrik von Wagner I TL'r ' ' rr fiAi. f-1 v : !li.enmann in annniui jvwie vre, Häuser in Frittlingen. Großherzogthum Baden. 1- Der ehem. Stadtrath Heinrich Lang in Karlsruhe. Professor Hack erlaa ei nem Schlaggnkall. Von der Strgfkam

Notiz für Contraktoren. Illinois Otraße TunnelOffice Ui ftättisch Civil 5lngi'urS) Jndianax,liS. dkn 12. Ma, 17. j Hiermit wird Nachricht egbn, doß rsiegelt Offertkn für den üwbau des Jllinoil Eiraße Tunnel, den jetzt in der Office de Stadt-JngenieurS befind lichen Plänen un Spezifikationen gemäß, Ei senbahn.Tomite, dem Stsdtanwalt und dem Inge nieur tn der Office US Unterzeichntten in Court Haus der Stadt Indianapolis ntzegen genommen werden. Off'rien werden big 4 Uhr achmittaS. den 23.

Mai 1337 entgegen genommen. Dai Recht, cine ober alle Offerten zurü5iVkisk.n, wird vorbehalten. - Z Q.ZUartt. Wenn Sie den b e st e n, r e i n st e n und stärksten . G s H & ! Oackpulver, 0aking powder,) ÖXtvaett, (stavoring extracts) und Gewürze, Alles rein und unvirsälscht haben wollen, dann fragen Sie nach s. V. SOLLIDAY'S Waaren nnd gebrauchen Sie keine andern. 90, 08 a 100 Süd Pennsylvania Str. Indianapolis, Ind. KT Zweiggeschäft in Wichita, flau. Dr. D. G. Mff, j?it9 CJuuDarjt (Zeburtohelser. Office : 2S ÜVTad laon Ave CfflchftUQ: lRrgnft an 8 bis 9 Cd. ffachrntttagl von bil I . mtfei 7 bil t C3T cUvboa 58,. Oohnung : 141 N. AI ah am ii Öt. U!,do 630. Henry Elausmann's sr. WeVösMöe? No.2USund2ttl Nord New Jersky Str. Tische, Stühle u. Stände werden auf Bestellung angefertigt. Möbel werden überzogen, aufgepolstert und lackirt ! Matratzen werden aufgepolstert. Neue Rohrgeflechte für Stühle. Oilliae Vreise, Wrompte Bedienung. mer m zcönsianz wurden veruttyellt : der Handelsmann H. Ottenheimer von Gailingen wegen versuchter Verleitung zum Meineid zu 6 Monaten Gefängniß und Ambros Müller von Zimmern und die Wittwe C. Gerstle von Ueberrauchen 'und deren Sohn Johann wegen Sittlich keitsverbrechen zu 2 Jahren 9 Monatenresp. 2 Jahren Zuchthaus .und 18 Monaten Gefängniß. Hauptleh? Blum in Meckesheim feierte sein 50jahrizes Dienstjubiläum. AuS Lauterbach sind der Bauunternehmer Joh. Lonaoni und dessen Sohn verschwunden. Dieselben sollen bedeutende Schulden hinterlassen haben, und ist über dai Vermögen des Vaters bereits der Konkurs eröffnet. Schreinermeister Andreas Armbruster in .Offenburg feierte die goldene Hochzeit. In Karlsruhe wurde in der großen Fcn taine deS SallenwäldchenS der Gerichtsschreibe? Sauter von Schwetzingen, wel cher seinem Schwager Hofheinz nach der Residenz 2000 M. überbringen wollte, todt aufgefunden. Der leere Geldbeutel lag in der Nähe. ES scheint ein Raubmord vorzuliegen. Ver urtheilt wurden : Anna Walch von Bodman, Antonia Sauter von Meers bürg und Maria Llogg von Roggenbeu ren wegen KindSmordS zu 4 Jahren Zuchthaus resp. 2 und 3j Jahren Ge fängniß, Apollonia Blockstaller von Häusern wegen MeineidS zu IS Mona ten Zuchthaus, der Redakteur bet, Kon stanzer Nachrichten", I. Poll, wegen Beleidigung des Stadtdirektors Vaader in Konstanz zu 0 M. Geldstrafe, Georg Ries von Neudhausen wegen eimS Sitt lichkeitsverbrechenS zu 6 Jahren Zucht hauS und Margarethe Wölfle von Oestn gen wegen MeineidS ,u 2 Jahren S Monaten Zuchthaus. In Karlsruhe tu schoß sich ein Ein)ährig-Freiwilliger der Artillerie, Ingenieur Schlickmann, weil er zur Strafe in der Kaserne lehnen sollte; durch Erhängen machten ihrem Leben ein Ende : der Landwirth Martin Schneckenburger von Biesingen, der Maurer Voat von Efringen und der 54Jahre alte August Maier von Mudau ; die Frau deS Schreiners Karl Trenkle von Freiburg hat Selbstmord begangen, indem sie Scheidewasser trank. Der Bauer M. MiliuS von Altenheim und der 62 Jahre alte Matthias Erdrich von Oppenau starben in Folge eine Stur zeö, der Bierbrauerlehrling MichaelArm bruster von Gengenbach wurde von einem herabstürzenden Bierfaß erschlagen und der Steinhauer Jakov Riedinger von WimmerSbach wurde verschüttet und ßetödtet (gleichzeitig wurde der Stein chauer-km von Schönbrunn schwer ver wundet). In Karlsruhe richtete Feuer einen unbedeutenden Schaden in dem üo tel Zum goldenen Adler" an, wobei der Kellner Ernst.Hildebrand von Förch erstickte. . ... ... .

&$Qtim&

S. A. Mnston, 2 Oii Washington Str. Empfikhlt seine große Autwahl in 51. & D. Steel Banges für Hotels und Private. hl Lyrnan Gasolin-Oefen die besten drr Wett. Die vorzüche Eis . Behälter au hartem Holz. Argand NangeS u. Kochöfen und FETJER-HEERDK. WABASH ßOUTE !

Fall Eie die Stadt nach irgead einer RiH. tuug hm ,u verlassen beabsichtigen, geh Sie zur Vabash Ticket. Office, ?o. 50 pest pajiiötc Skaß,, Jndianadoli, und erfragen die Fahrpreise und näheren tXit theiluugeu. Besondere Zlufmerlsamkeit wird Land-Käusern und (Emigranten zugewandt. Nundfahrt'TicketS nach allen Plätzen im Westen und Nordwcsten ! Die direkteüe Linie nach

FUK1 WAliNJi TOLEDO, j DETKOIT I nnfc aN, A AIs Ära fftÄMra !

L i

SthlrsaggoS, YalaßSi5laft?ät2:sk5, zuverlässiger Anschluß uud vollständige Sicher heit machen die arosiö Wadash l3ahn die beliebteste Paffagier'Bahn in ümerika l I3 I. Wade, Diftrtkt.PaFagier- und Land.Zlge Jndtatta? lt, Ind. I o . S ra h, General Tickct.Manager. T. C h a n d l e r, GkN..Pass.. uud Ticket.Agt. St. Loni. Mo. i mm m -g))IiCUIS VlUr". NEWilSUY i CHIC460 ll , Die türstfe nd direkteste Linie von JNDIANAPOLlh nach Franksott. Delpbi. Zonticello, ichizan Citv, Chicago, und allen Orten un nördlichen Jndiana, Wlchi. gau, nördlichen Alltuot, Wisconsin, Iowa, Miuuesota. ebrat'a, Kausüt, ev Vtico Dakota, edada, Elirads, Californin und Oregon. 2 direkte Züqe täglicd 2 von Zudianapolis nach ttieagoz ebeuso ach Michigan City, legaui Pullmanu Schlaf vaggout auf den Nachizüg.' Sepäckmarkeu bis au' Reiseziel ertheilt. ftilat ahn hat größer, , uemlicZkeU, d, billig Rat 1 tt. 9tUi und dautplrung rtU&t ja ßbrtrfktn. Stahl. A.Ut. , Rille, iUt1enn nn Stoikss, öuftdrs und a edr Ein, nchtung,, uitbttffitch vorthe' für mlgra, ten, Land undrourifttn-BiUet nav irgend t Ort, dr von andrn adnn brüh w:rd. Wenn an nördlich, südlich, östlich hwtt ZUich , reis wllnscht, kaufe ma nicht da iz, üU, feil an unfer Pr,s u. s. w. gskhn. ILg N2hrm end man sich a J. D. Baldwln, Diftrikt Paffagttt Kgt, -o. ZI Süd Jlltnotl etraie, Jndianap, I. Id. Ld 8. OcrfoB, Caeral0ncaUtt Mhm. M O. C. OtIK,. ctrcl Pafsagi. M. tt. Ciliiocijo dt. JLoula aucl Iit-tsltxcr Xa.Ilxoa(l. gkU.kaitlle ix tnkchgehendt ud Lekzl.ASze. v X . iari, '817 s: 1 2JSgi tirUf ( ial Uwn,zv,xot,JuvxlI., U Uii Statt. ' lSchnK,g iPvftzug.iSchnKzg c. eba.5"din.xl't ?.',:s ni.iamd'atit, , Richmvnd .... m Daytvn m Krdava m Colundnt.... , Ktvrnl m Stubvill. , k2h,ttg 0 LMIbUkg.... , ianllfcurg... . Oaltiaur.... m 6:33. 7:i0 , 1 9 00 - 04. v:U - ii: . lOOCsi :iü -6:55 . blSO . 3:0X31 e:t , Dafhtnown... 45 , ittiisdttrhia. :do O. m. m JltXO Oll.... m VoftvN m i. 9 m 7:.-m ' Tätlich t IKglich, auignvmv-.n gonntag. Pullmann' Va!ft.. chlaf. ,d Hvtki.Ukg bch bti Pie.Ibora, arrtldurg, htladeht, urd 8?, Volt. l?e kZechsel, vlot in kZagwchs,t sch Laittmott, rZashiagto und vofton. V kZafbington dtrai und im Unitn Tv ura, Zudianavoltl, u Hai. elu'p?ozn.sn.'n ün n tn Cotaul gftchrt :rdn durch z?likstti et dn gntn im tStat'ßutüu dr in Ctlcn Sexot a Jndienassltl, Ind. 6. n. verlng, . E. v. . ortoJ.SZ äsilUz, Un nd Jllinot ?traß. d'l 8 mt$ OiCna, Eenl. sarr, Pittkiurg, Pz. . U. ,,d. Sial. Vi?cil. an.tixtiA. ' vma. - O&OUÖJI&I ZU rzcßk cr5 tk5e C:i cs LouisYille, N&shvillo, lleraphis, Ch; t&noog&, Atlanta, öavannad, Jackouvlllc, Mobile and Net? Orleans. Ct ift vorlheithaft für paffagik nach ta Suden, eine direkt Ksute zu khraen. yalaS, Schlaf ud yarlorVag,n zwi $V Chicago uud Louitdtlle uud Ci LoniZ an LouUdill, ohk. Oageuioechfel. Korsfort, Ochuelligkeit ud Oicherdeit dw, die ,Z,ff di, alte zudnfsige A. M. Cz, 5d. M. M.

IM

i onM u-'t nn

6:13 . 10! 6:4 . l 11 . 8:3i) . ö Zd . :k3 m 3.3 . 9:41 . 4 6 . U:io . 6 uo 1331 4:7 . ;oo - - ? P5 )m .

.ifVl-l I w

UWll 6:10. t:4. .....

ö.üj ,

3 00 ra

tT 5ahrkartn nach all OeSlich Ltädt

d in all eauxt?adrtart,n.rau dI Oftn

4 fc M.nnnsn. ? r.tr 9ifictl nil

P JCCi

! II. It. Dox-ln, 1ftSLt S,,ral Vaseier.LLtr, " f0Ton0t 0?Htnfltn ud JLi,l Ct?., 3t:'. Vs. F. Bl&ck, Bupirixitcadnu

-