Indiana Tribüne, Volume 10, Number 240, Indianapolis, Marion County, 19 May 1887 — Page 3

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gegen Neuralgie. Berichte Über die Erfolg von St. Jakob Oel, welche rorJahren erzielt löurden und tt be, stätlgt erden. Neurrslelnd Lähmung geheilt. ?!a. 1850. Cxringsield, Tenn. SKrine ?rau litt I Monate an Neuralgie ,,nd Lahmung, kein Mittel wollte ihr helfen. Nachdem sie ungefähr eine Flasche Et. Jasobs Cl aufgebraucht hatte konnte sie wiedergeben. Jos. P. Murph. 6 Jahre später. Tanernd 'geh eilt. Epringfield, Tenn., Oktober 17, 1PS6. Reine Frau war gelähmt und konnte keinen Schritt gehen. Ehe sie eine Flasche Et. Jakob Oel ausgebraucht hatte war sie im Stande im Haufe herumzugehen. Jos. P. Murphr). Hüstnlleide grhkllt N,demier 1830. Scott Depot, Putnam Co., W. La. Ehe ich anfing SU JakobZ Oel zu gebrauchen war ich bettläaeria tn Folae von Hüstenschmer iei jen ; jetzt bin ich im Stand mit Leichtigkeit im . immer herumzugeben. Thomas Tormeq. 6 Jahre spilter Tiuerud gehettt. Scott Dexot, Putnam Co.,W. a.,2 Okt., 1836. Zwölf rage war ich bettlägerig in Folge rheumatischer Schmerzen in der Hüfte. 9nt brachte mir Linderung biZ ich eine Flasche Ct. Jalobs Oel anwandte. Nach einer dreimali gen Anwendung war ich aeheilt. Thot.Tormey. veuralgke unk heumittsm? geheilt. Tower Hi2, Lxxomato? Co., La., Nov., 1886. Jahr (m$ hatte ich an Neuralgie und Rbeu niatiSmuZ gelitten. Tag und Nacht alten mich acute Schmerzen. Ich versuchte Et. Ja tabi Oel und alle Schmerzen verschwanden. Robert B. vle. THE CHARLES A. V0GELER CO.. Baltimore. Md. gzMuÄKmnW HAMBURGER BRUSTTHEE ruft, Lungen und der Kehle. Kux tA CrijinaUTairten. rei, Cent. I Uen xribekk laben. IHX CÜARLXä A. TUtilLU lO., BALTHOBK, 0. ane all Arms betten ttx Indianapolis WATER COMPANY 23 Süd Bevnfv'vankastr liefert ausgezeichnetes Wasser zum Trmten, Kochen, Waschen, Baden, für hydrau lische Elevators, Maschinen und Motore, sowie zum Feuerschutz. Kosten außerordeutlich mäßig. Tlioma.s A. 3Xorris, Präsident. Aeucr Flcischladcn von David lerz, Mo. not Süd Mcxidian Straße. S. D. Ecke McCarlh und Meridianftr. DaS bege Fleick ! Vorzügliche Würste: Große Auswahl. Billige Preise. Aufmerisame Bedienung. Jmporlirtcs vf 30c die ölasche! Emil Quelle? jo. 200 WasbiugtonNr., Ecke der New Jersey Str. 1848. 1887. R. Browning. R. C. Browning. Browning & on, rothe! und Händler in Dioauen, mifalien, artUcn Instrumente, Bandag'N. Slatwaarep, Durften, Stirn men, seinen Parfumene, Toiletten ti!ln, S,wür,en. Färbeftoffen ,e. Sa alte Plase. Apotheker Halle ! 7 & 9 Oft Washington Straße. U. DOAI'S I. X. L. OsOllme ZL öeste Qü$ lZeföw Wsn' Unterlage tmb - Filz ! Zwei- und dreifaches Asphalt DachMaterial, Dach-Filz. Pech, Kohlen-Theer, Dach-Farben. feuerdichtn Asbest - Filz, sicher gegen Motten und Wanzen. H. C. SHITHEB, (Nachfolger ton Siel & Cmithtt.) 100 CJtü datOlstuWr X"" 8Ö1.

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chwere Kampfe. Roman von I. v. Vrnn Barnod.. (Fortseeuna.) Denke oocy," meinte Tante Chri stel, er wollte ja durchaus von mir aufgenommen sein." Das Kind, als merke es, daß von ihm die Rede sei, verzog sein Gestchtchen zum Lachen und hob seine beiden Aermchen empor. ..Ach sieh, Pava, ist der Junge Nicht . I !leo? 'te rostg er auspeyl:-- uno ore n. iy.' - r . . .i . i r- i hielt mtt emem bittenden Bllck um Llebe tut lyr z?aterlo)es mo Herrn warnow oen iUKxxun am. Girier awc vwyer wemg over gar reme vcoin von vem . r-fc . . 1 mde genommen. Es gab tym tmmer emen sucy, wenn er au: vas etve tav. Setzt aber geschah, was er bisher noch nicht gethan : er nahm das Kind aus ?enArmen seiner Sech?! unWxnt oen drückten sich ,um ersten Male auf die zarte, blüth.nweiße Stirn des Klei.,en. Dann gab er ,hn seiner Tochter 4rs,rf 0- I c.n w:.r o:v. iteÄsr ju um in vi ?ui juic chic bv& vT., rD, . .,.. tf , Papa, eine ieyr große, aver TZL" fTLl'A Tu fir SÄlSsSt St W0 4F l'BP y " r, lj u r I I, ym einen guten Men cyen zu erzle hen, der einst den schwarzen Flecken von dem Namen seines Vaters fortwäscht. Glaubst Du," setzte sie mit einem inni gen, schüchternen Blick ihrer schönen Au gen hinzu, daß ..ich dieser Aufgabe ge , j,r. r.: . . 7 1VUU(II VIII . üiuuic lijs nuw jurniiv 1. . ii. n rn Sljrttorl" ritt Tt in stfcr I sirRm,m gnffstH. ftt kiLr ;r,r 5ttrstr7ffi k. ein düsterer Traum versank. Wie glücklich bin ich bei allem Unglück, daß mir mein Sohn geblieben, den ich zu einem braven Menschen, zu einem tüchtinn &ini&hum,r rrxi'hen leinn Meine Tochter !" Er legte gerührt und segnend seine Hände auf ihr junges, blondes Haupt. Ja, es ist dies ein schöner, ein herrlicher Beruf, traurig für die Nation, für das Weib, welches in ihm nicht den ersten, den heiligsten und höchsten Beruf sieht !" Er griff wieder zur Zeitung, um so der eigenen Rührung, welche ihn zu überwältigen drohte, beffer Herr werden zu können. Lore beschäftigte sich unterdeffen ton n:. w r,;. M ,.n.k: .. ., I r wmm-r M wrß zu werden begann, mit freundlichen Worten zu beruhigen suchte. Hin und Vi,h,r hiit 9nr, ihrm ?T?rtt,r hin. über und wunderte sich, daß er seinen Kaffee kalt werden lieb und aus seiner . c c mm r n ,L Pfeife, dieihm die alte Mamsell gestopft, ungewöhnlich starke Züge that, du ihn bald m eme dichte, graue Wolke emhüll ten. An ?aS er nur.jetzt denken wa idn so beschäftigen mochte ? Sicherlich Marias Rücktritt vom Theater ! Wesyaiv upr er vbww, erwartet er vielleicht, daft ,cy es ryue, saate ncb Lore. I " . ' 1 r , . . r. Sie wollte eben em Wort daraus hm sagen, als ,hr Vater chr zuvorkam. ,,Du hast auch die Notiz da m der Zeitung gelesen V Er wies mtt dem P fei fenkopf auf die Stelle, wo der Paffus uver eranis.lua uno 'arm Verenas ie?ies Aunrelen ,iano. ..Ja, Papa, es muß d,eö Werners krau ein sehr großes Opfer kosten, wenn man bedenkt, welche bedeutende Künstle, rin, wetll, rtn.rvttng vornan sie lst. Herr Warnow. antwortete nicht, und eme Paule trat em,in der die alte Mam sell Lore flüsternd um Aufklärung über daS Vernommene bat. Ja, Tame yristei, vie vermag icy Dir auch nicht weiter zu geben, Werner scheint von der Absicht seiner Lrau nichts gewußt zu yaven, sonst hatte er sicherlich gegen uns vereioen rwaynung gec c c . r f So hat ihn seme Frau gewiß bei seiner Rückkebr mit diesem Entschluß überrascht," meinte die alte Mamsell, welcheS prächtige Herz sie haben muß !"

Ja, daS muß sie," bestätigte Lore ganzen Spiels in sprachloser Verwirrung und sah wieder nach ihrem Vater hin. und Staunen dageseffen und BewundeDieser hatte hastig seinen letzten Rest rung, Schmerz und Jubel in seinem Her

kalten Kaffee ausgetrunken, sich erhoben zen mit den Vorurtheilen gerungen hatund seine Pfeife zur Seite gestellt. Er ten, in denen er groß geworden, so ver

kämpfte sichtlich mit einem Entschluß, den er, ehe er das Zimmer verließ und seinen Geschäften nachging, auszusprechen wünschte, der aber bei alledem durchaus nicht über seine Lippen wollte. Wie wäre eS Lore glaubst Du Dein Kind ein bis zwei Tage verlassen zu können?" Mein Kind?" Sie drückte den Kleinen einen Moment, wie erschreckt über diese Zumuthung, fest an sich. Aber die Veranlaffung zu dieser Frage ahnend, erwiderte sie nach kurzem Zogern mit er böhter Röthe in ihrem sonst bleichen Geficht : Ja, Papa. Tante Christel bleibt ja bei dem Kleinen zurück." Aber jetzt in Deinem Unglück reist Du vielleicht nicht gern, vermeidest lieber die Menschen." m Ich will daS nicht leugnen," gab Lore ehrlich zu, aber eben weil eS mein Unglück ist, möchte ich nicht gern, daß . ' . ? . ft anoere Darunter iciccn, am roenignen Werner, der mir so brüderlich dann beigestanden hat, daß ich für ihn alleS, waS ihm zum Glück gereicht, thun möchte; denn, nicht wahr, Papa, ich vermuthe wohl nicht mit Unrecht, daß Du mit mir zu ihm reisen, seine Frau sehen, kennen lernen willst." Ja, meine Tochter, daS ist meine Absicht. Schon gut, Tante Christel," beschwichtigte er diese lächelnd, als sie in emen lauten Ausruf der Freude aus brechen wollte, schon gut, soraen Sie nur, daß Friedrich um 12 Uhr mit dem Wagen vorsayrr. w venle, wir tommen mit die em Zuge noch zur TheaterI vv4iuuny. Sie wollen zur Vorstellung, Herr Landrath?" rief Tante Christel m hel lem Erstaunen. Ja, das will ich," erklärte Her, im n rr .. . l .7 r arnow. . .erschUtten vie . varuoe, er nur mqi Wtnxamt, mt e, m,r beute bereits passirt ist," setzte er mit ei: cvr rr . - T cn ? SNnHitt Vv tMv Hit v-.. seine -cicr inu. : W5e lchette inniverHändnivoy

zu ihm auf und versraey zur angegeve nen Zeit reisefettig zu sein. Und so kam es, daß Landrath War now an diesem Abend mit seiner Tochter in der Residenz eintraf, im Hotel royal abstieg, um der ersten Aufführung des Stücke? Unüberwindlich durch Wahr heit" beizuwohnen. Wie schon bemerkt, war-das Haus ausverkauft, Billete also kaum mehr zu haben. Geld aber ist allmächtig, es össnet alle Thüren und macht die Menschen außerordentlich einsichtsvoll und gefällig. So erhielt He:r Warnow trotz des aus-

verkauften Hauses durch die Vermitte v V V I 1 r mrmwvm w w CMst einiae Nordervlake " - i I " - rj ' "-'"r V in tcr oberen Prosceniumsloae der Schauspieler. Vater und Tochter konn ten sich dort jedem neugierigen Blicke t- t entiieben und batten kaum :u be wwwmf-m -ww--t " - - ------ - soraen. von iraend jemand erkannt zu werden. cm:A vtrt. . ...... o . 1 l Pyn 'v -x 0,, &Ä"n ÄS lTL " 1 V7 Z7 l Unterdesien herrschte hmter den Cou t-rr w :" W" rtl.'W lt S (.J. ln uno in vcii ulvrivvxn ivu' r:.s. . .: : v, ides!im e,,.i n nipkr? Irnken abaebalt? vvr vvw vwvw rwwwvv O v n,Wi,6 r nnA Vr nhihiMtsllitSt kp Ueberlikk er auck der ndi, S "ä? sm WVVp V wv V7 künstlerischer doch da, wo es ihm nothwendig erschien, um einer mat ten Stelle mehr Nachdruck zu verleihen. emen klemen Zusatz, beschleunigte hier das Tempo, ließ eine Einzelheit, die zu absichtlich erschien, m den Schatten tre ten und suchte aus diese Weise eine durch geistigte Darstellung herbeizuführen, von ,:tfr. kff.- 11S ,;-lep ik ö""" V",,"' 7" ' Schon im ersten Akte, der die Exposi. tion des Stückes enthielt, blieb die Wir kung der geistreichen Dialoge, der essekt. vollen Situationen nicht au, spater . es wie cro elektrischer Strom des Einverstandnmes zwischen der Buhne UNO dem Publikum hl Und her. Der Erfolg steigerte sich von Akt zu Akt, und ls Maria Verena, die erst im zweiten Akt auftrat, erschien, erbebte das Haus von emem Beifallsstürme, vor dem sie nen Moment wortlos, betäubt, erschuttert dastand und .sich nur heiß errothend verneigen konnte. Endlich wurde em ruhegebietendes Zischen laut, undsie splelte mit emer Gluth, einer Empnndung, emer aus dem Innersten heraus?römenden Wahrheit, daß sie alle ihre Mit pulenden, selbst die heimlich zahne - . . . . f l 's CXT ' ft knirschende Laterna gegen ihren Wtllen mit fortriß. Sie versetzte das Haus m athemlose Spannung, packte, ergriff. entzückte die Zuschauer von Seene zu ne vtxman, va? viinx lich nur noch den einen Willen hatten, $t ju folgen, ihr zuzujubeln. Heiß und Istjt ;stßte slc den Zuschauern über den widerttandsios fämvftfn fi at, Qtxt bic mächtig aufsteigende Vegeiste. xm artf und als nach dem zweiten Akt er Vorhang siel, da gab es keinen Zwei. w mehr an dem durchschlagenden folge des Stückes. Wie eine Menge :sr. .k..t. r k; s..r,... VHHHVIV HVVVVVH VtV äU WHMV. Schreiend, klatschend, stampfend riefen su Maria Verena heraus, b!s jene endbich, erschöpft, überwältigt von der Aufregung deS Spiels, des Beifalls zmer wieder o? LRampe trat und die tobendeMenge durch ihre Erscheinung beruhigte. Nur aus einer dunklen Sei 4,saa, war ein sckrk Nkiff ertönt. aut fflh k,i ßu und in in der allgemeinen Begeisterung verloren. Der Erfolg schwoll ,m letzten Akte zum Tr,umph an. Der Name Maria Verenas,' der Name Feranis, des Verfaffers, wurde laut. ,.neduldia. beaeistert aeruken. Hnd' in Hand traten Beide vor die sp? und wurden überschüttet mit Blumen und Kränzen. jßaUx, lieber Vater," flüsterte Lore, tt wahrend des ganzen Stückes in eine? Art Verzauberung dageseffen und seine Hand aufgeregt gedrückt hatte, Vater, was sagst Du zu diesem Erfolg? Ist er icht weit über Erwarten großartig? Bist Du nicht glücklich, nicht stolz auf Deinen Sohn, Deine Schwiegertochter ?" Er sagte nichts : wie er während des sagte ihm jetzt auch Stimme und Wort, Er hatte eigenthümliche Begriffe von Komödianten gehabt. In seiner Jugend hatte er einmal gelesen, daß man in früheren Zeiten die Komödianten sterben ließ, ohne ihnen den Trost der Religion angedeihen zu laffen, und daß man ihnen ein Begräbniß auf dem Kirchhofe verweigerte. Von dieser Anschauung hatte er sich nicht trennen können. Wie lange daS her, wie anders das heute war, daS konnte, das wollte er nicht glauben, und nun, nun mußte er sehen, wie man Ma ria Verena feierte, wie man dem Sohn den Lorbeer reichte. Nun mußte auch er in die einfache, große Lehre, welche dieseS Stück verkündete, einstimmen : daß der Werth des Menschen nicht nach dem äußeren Scheine, den Verhältnissen, in denen er geboren und erzogen, zu beurtheilen sei, sondern nach dem, waS er aus sich selbst macht, wie er sich unter l rr rn x-tk 'rr c t l auen eryailnien zelgr uno na; ais watiaer Mensch aiebt. (Schluß folgt.) Seelen-Frobleme. Novelle von Q. Zoellcr.kionhart. Statt: Widerstehe dem Anfang, 5ta foSt summt die Jtur, 10 lrrin aus derMedea.) Wotto: Ein jeder Mensch kann irren: im Irr thu verharren kann nur der Unsinne ,Pica., I. Warum?" fragt Mancher schon, der em Räthsel meines Lebens steht, und . w,n, 2" wird einst mir vorwurfsvoll VM" " " - I - f. r rs . in'S Grab nacvvallen, wenn rcy rAJii, meinem Erben, den Schleier nicht lüfte. der über der Veraanaenhett ruht. Sie haben mich viel geschmäht unv - . . a I Wlfr VUVill I verketzert. ES ist mir Unrecht geschehen. Xai Umt Uint hghen Gesetze als K. . (z.iZ y,m im9n l wv iimviiw wii(v j I . r - . m v rann der Wille nickt bieten. üöre .merne rrmn

Ich war'VräullgaM. So war ich es geworden, wie die Mehrzahl der Menschen diesen heiligsten Bund des Lebens schließt, ohne v,el Nachdenken, keinem zwingenden Impuls gehorchend, aus Nachgiebigkeit und Bequemlichkeitsliebe, möchte ich sagen. SuSchen war eine gute Partie, ich dito. Die Tanten hatten uns zusammengebracht, wir mißfielen uns nicht, ich glaube sogar, ihre hübschen freundlichen Augen, die blitzenden Zähne, die auS dem frischen, etwaS großen Munde lachten, hätten mir die junge Waise auch

ohne die Lobpreisungen meiner drei Tanten ganz ansprechend gemacht. Ihr Haar war zwar ein bischen farblos stumpf, daS radieschenrosige Gesichtchen aber um so frischer. Daß sie zu Allem Ja sagte und immer die Tante ansah, ehe sie eine Aeußerung wagte, scheint einem neugebackenen Bräutigam höchstens ein liebenswürdiges AkkommodirungsTalent, das eine friedfertige Ehe verspricht. Ich war auS memer Klem städterei noch nicht viel herausgekommen, in der eS fast immer nur zwei Frauen sorten giebt die gesellschaftliche Null oder die antippe. Daß ich der Ersteren in meiner Unbekanntschaft mit einem ausgesprochenen Frauencharakter entschieden den Vorzug gab, darf ich um so we niger leugnen, als ich mit einem gewifsen Mitleid Diesen und Jenen meiner kürzlich verheiratheten Freunde betrach- . . t. ' r r Fit! x. - ! -C w ceie, oie icy vie uq? angiuia? zieyen uno seufzend sich gegen unser Andringen mit einem i meine Frau wartet schon mit dem Abendbrot" sich vertheidigen sah, wenn er mitten beim Rubber in unserer Stammkneipe aufspringen mußte. Hol der Kukuk solches Frauenregiment !" hatte ich da gewettert und den Freund aufzureizen versucht, als wir, in einen interessanten Schachkampf vertieft, eben von der Stubenmagd der Frau Amtsrichter etwas kategorisch unterbro chen wurden, .die in schier beleidigtem Ton ankündigte, daß die Spargel kalt würden. Mein Freund lächelte geheimnißvoll. Warte nur ab", nickte er,,das Frauenregiment führt Frau Venus' Szepter in höchsteigener Person. Die ist eine Autokratin, der auch der Willenskräftigste sich gehorsam beugt." Ich schürzte spottisch die Lippen und dachte an mein freundliches Suschen mit ihren harmlosen Kinderaugen, die immer um Verzeihung zu. bitten schienen, daß sie überhaupt zu existiren wage. Nie, auf mein Manneswort, nie", sagte ich, ganz durchdrungen von meiner männlichen Widerstandskraft und, ich glaube, ihrer farblosen Unselbständigkeit, und Frau Venus hörte das stolzvermesiene Wort, trug es in ihr Konto ein und rechnete später furchtbar mit mir ab. r n r r r ri eSU meinem eigenen yuvscyen Äermoen, deffen Zinsen ich in der beschaulichen uhe eines Privatgelehrten und Dichters im freundlichen A. verzehren durfte. kam unerwartet eine stattliche Erbschaft. Die Verhältnisse darum aber waren verwickelte. Vielleicht hätte ich bei meinem auskömmlichen Vermögen auf die Arnahme dieser Erbschaft überhaupt veriichtet, wenn mir nicht gleichzeitig die Vormundschaft über einen miterbenden ganz unbemittelten Vetter übertragen worden Ware. Dadurch war ich zum Handeln verpflichtet und gezwungen, die Hinterlassenschaft an Fabrikgebäuden, Grundstücken u. f. w. im Interesse dieses Minderjährigen bestmöglichst zu ver Werthen. Das rief mich zu Unterhandlungen, Kaufverträgen und Berathschlagungen mit meinem Anwalt ein paar Mal nach der Hafenstact S. Ein halbes Dutzend Mal war die kaum dreistündige Reise unbeschadet meiner Person oder irgend eines Anderen glücklich schon von statten gegangen diese sollte die letz'e vor unserer Hochzeit sein. Mein schmuckes Häuschen prangte bereits im Glarn der aufgesteckten Gardinen und des Mobiliars aus Suschens Elternbause. Ein Bischen altväterisch plump und unmodern blickte es mich doch im Vergleich mit dem Berliner Haushalt von Freund Amtsrichters junger Frau an, aber auch darüber philosophirte ich mich mit der Tröstung fort, daß der Haukrath um so gediegener sei und noch eine neue Generation vermuthlich überdauere. Wie gesagt, ich war, so viel in eines Menschen Selbstbestimmung überhaupt gelten darf, zum letzten Mal als lediger Mann in S. und nach ziemlich stürmischer Debatte mit einem Käufer des gan (V. :. -X-t'rr , - l i zen zvaorireraoiinemenrs enoucy zum vesinitiven Abschluß gelangt, als ein alter Studiengenoß unerwartet mir im VorZimmer des Anwalts entgegentritt und in stürmischer Begrüßungsfreude mich um zehn Minuten aufhält. Diese zehn Minuten haben mich meinen Lebensfrieden gekostet, diese zehn Minuten waren daS Rachewerk der be leidigten Göttermajestät, diese zehn Mi nuten haben über meine ganze Zukunft entschieden. Ich springe in eine Droschke, ich sporne den Kutscher durch ein splendides Trinkgeld an. Seine Rosinante läuft mit der ganzen Anstrengung ihrer Stelzbeine über das Pflaster. Athemlos stürze ich durch daS Eisenbahngebäude auf den Perron. Da gellt die Glocke, schlagen die Kupeethüren zu, schrillt der Pfiff des Zugführers mir nervendurchschneidend. m die Ohren und langsam dampft der Zug an mrr vorüber, aus der Bahnhofs Halle hinaus, und die Köpfe, die sich zum offenen Fenster herauklegcn, scheinen mich schier höhnisch anzusehen, als ich in verzweifelter Ratlosigkeit sie an mir vorüber gleiten sehe. Kennst Du daS seltsam beklemmende AbnunaSaekübl. das Ücb alväbnlick ei nem Menschen plötzlich auf die Brust legt? . Du stehst einem Wendepunkt Deines Lebens, Dein Geschick hat durch diesen oder jenen Zufall eine unheilvolle Aenderung erfahren. Ueber Bemem Haupt braut sich im lichten Sommerhim mel ein Unwetter zusammen. Noch weißt Du nicht, waS eS giebt, aber Du fühlst die Vorboten deS Gewittersturmes in der elektrisch geschwängerten Atmo sphare. Hätte ich mich nicht vor mir selber ge schämt, ich glaube, es Ware von Mir noch ein Ertra!iua bestellt worden, um dem enteilenden Zuge nachzudampfen. Viel leicht vielleicht ? wär's anderS dann aekommen, vielleicht .. 'Wer aberknnkirum Verbänsniß entrinnen.

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lveicyer vsujuiuv ihs. v.v.i. mung durchkreuzen. Und wenn ich gekonnt, gäbe ich für den stagnirendrk Frieden kleinstädtischer Genügsamkert. rtohl dieses Götterglück und meinen he' liaen Schmer bin. Ginevra Glnevra sarbmglühew de Tropenblume, Dich für mein kleines, farbloses Gänseblümchen, den Feuerström, der mich durch loderte gegen das Glimmfünkchen der Laren nimmermehr ! So kehrte ich seufzend um, durchwandelte gelangweilt die Stadt, kehrte in das vornehmste Hotel ein und speiste an der Tadle d'hote. Neben mir traf ich zu memer angenehmsten Ueberraschung meinen ehemaligen Kommilitonen, der das ganze Unglück verschuldet. Er war unverheirathet, Stammgast im Hotel Feinschmecker, Frauenfreund, mit einem Worte ein rechter Lebemann und zwar der liebenswürdigsten und harmlosesten Sorte. Sie kommt sie wird gleich kommen," bereitete er mich aufgeregt auf etwas Außerordentliches vor, für das ich. offen gestanden, nicht das geringste Interesse verspürte, obgleich es ihn so in Athem hielt, daß . er seine Mockturtlesuppe darüber kalt werden ließ und sich seinen Portwein, anstatt in daS Krystallgläschen, in den Jtömer goß. Mich interessirten die Frauen, als eine Gattung, bisher blutwenig, ich theilte sie bisher in meinen Gedanken nur in gute und schlechte Hausfrauen und Mütter ein. Sie waren mir bis Dato als etwas sehr Nebensächliches erschienen, auf das ich von memer männlichen Höhe mit emer gewissen duldsamen Gönnerschaft herabblickte. Achselzuckend sah ich daher dem eraltirten Gebühren meines rundlichen, bartlosen, zovialen Freundes zu, da er plotz lich wie elektrlstrt vom Stuhl sprang und in ehrerbietiger Körperverneiguna vor der Frauengestalt verharrte, die eben herein und an unserem Platz vorbeigerauscht kam. Sie dankte mit emem anmuthvollen Neigen des Kopfes. ES lag graziöse Freundlichkeit, aber doch die ruhig selbst bewußte Haltung emer eme Gunst ertheilenden Fürstin darin. Mein wohlbeleibter Freund setzte sich zögernd nieder. Ein ftiLbeglückteS Lacheln lag auf seinem runden, rosigen Gestcht. .. ... ... Ein Gotterwelb !" nickte er eifrig. Ganz gleichgiltig suchten meine Augen daS Götterweib," dem eben ein spindeldürres, hohlwangiges, blondes, schwarzgekleidetes Männchen ehrerbietig den Stuhl zurecht schob. Ihr Klavierbegleiter und Sekretär," erklärte Freund Ewald, indem er sich den Serviettenzipfel vor dem atlasglanzenden Hemdenausschnitt zurechtzupfte. Hm, mehr em schatten, als em Mensch," meinte ich. Die Sonne kann nur Schatten neben sich haben," verorirte er mit VaIch lachte dem Begeisterten ins Gesicht und versuchte, mir die Sonne" näher anzuschauen. Einstweilen hatte sie sich in die Strahlen ihrer realen, durch die Fenster des Speisesaals brechenden Namensschwester gesetzt, wodurch auf dem schmelmberiaeten schwanen Kostüm em so auaenverblendendes Glimmern entstand, daß man schnell den Blick wieder abwandte. Nur das anmutbsvolle Sviel von ein paar idealen Händen, die die silberne Gabel und ein Stückchen Brod eben wr Zertheilung des Fisches verwandten. durfte ich bewundern, und m unangenehmer Erinnerung mußte ich plötzlich der rothen dicksingerigen meines Suschens denken, die aestern Abend in nai ver Genußsucht mit dem Messer die Sauce von dem schräggehaltenen Teller aelonelt und diese Messerschneide m den weitaeöffneten Kindermund aefübrt. (Fortsetzung folgt.) Die feinsten Fruchte vie Orangen-- Bananen, Feigen, Datteln, Kastanien, Trauben u. s. w bei (Schaffner. Henry Elausrnann'o ? sr "OeTN . C7o. 203 und 207 Nord New Jersey Str. Tische, Stühle u. Stände werden auf Bestellung angefertigt. Möbel werden überzogen, aufgepolstert und lackirt ! Matratzen werden aufgepolstert. Neue Rohrgeflechte für Stühle. Qilliae Vrelse, Prompte Bedienung AnstreiHer - Arbeiten namentlich Kontrakte zum Anstreichen don GöuseVN werden aus'S Schönste ausgeführt von CARL HOFIIAOT, 13 Madlson Ave. ' CT Preise mäßig. Schöne und gute Arbeit wird garavtirt. John P. Jährling, Gevren - Sneibsv Neinigen, Reparaturen, Färben, Alle Arbeit garanlirt. No. 1 Oüd Illinokö Otr.

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