Indiana Tribüne, Volume 10, Number 235, Indianapolis, Marion County, 14 May 1887 — Page 2

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Erscheint güglitZ und Sonntags. nyittsUi .Xrttfine KSet durch den Xrlfjrj) ,nttxkOch, M Conatifll Xrtfttft f U fit Bach, id iBfcsm 1 ,t. C4i VsA l-8i19t4t 3 eetastSfjlas? $4 p a)t. Qsllee: ICO C aotolanbüt. Indianapolis, Ind.. 14. Mai 1887. Der Verfall von PriS. 'Die Londoner Zeitschrift Vanich bringt in einer ihrer letzten Num rnern einen intereffanten Artikel, welchen sie der Hauptstadt des französischen Nei cheS gewidmet hat. In demselben wird die Vebauptung aufgestellt, daß Paris lange nicht mehr die Stadt ist, welche sie noch vor 20 Jahren war. In jeder Be Ziehung gee sie den Krebsgang. - Was ii auö dem lustigen Paris ge worden ?" so klagt das Blatts Früher gab es in der ganzen Welt keine Stadt, wo man sich so gut amüsiren konnte, wie dort. Die Theater waren prachtvoll, die Zeitungen ausgezeichnet, die Moden von Paris" behmschten die ganze Welt. Und wie ist dies heute geworden ?" Der größte Bewunderer von Paris sieht sich vergeblich nach den Spuren der früheren Größe um. Es scheint nichts mehr übrig geblieben zu sein, was den Aufenthalt in ihr früher so ange nehm machte. Die Pariser sind lan' weilig und ledern geworden, und die aanze Atmosphäre der Stadt ist unge fund und düfter. Die Zeitungen sind längst darüber hinaus, kleine, witzige Geschichten zu dringen und die Tages fragen in einer unterhaltenden, allge mein verständlichen Form zu besprechen. Der Figaro" ist stau, wie abgestanden neö Waer, das Journal des Debats" und die Temps" sind frostig und einfäl tig, und sogar NockefortS Jntransigeant" zeichnet sich lange nicht mehr durch den früheren Witz und die frühere Lebhaftigkeit aus. Die Revue des deux Mondes", eine Zeitschrift, die sich in den gebildeten Kreisen alle? Nationen einer großen Beliebtheit erfreute, ist vollstän dig unleSbar geworden, und ähnlich verhalt eS sich mit allen anderen Blättern. Auch mit dem Tbeater siebt es jetzt in Paris faul aus. Es verlohnt sicy kaum der Mühe, in dieselben zu gehen, weil man in ibnen nur selten etwaS Sehens wertbeS findet. Die alten abgestandenen Geschichten von Offenbach, wie die schöne Helena", OrpheuS in der Unterreell" und ähnliche Sachen werden wie der aus der Vergesienheit hervorgeholt, damit das Publikum sich nur ewigermaßen amüsiren kann. Die neuen Sa chen sind durchschnittlich fade und lang weilig, und durchaus nicht des Ansehens Werth. Es gibt allerdings in Paris noch immer Leute genug, welche die Theater besuchen, doch könnte man beinahe sagen, daß die Londoner Theater gegenwärtig unterhaltender sind, trotz dem dieS gewiß kühn klingt. Auch in Bezug auf die Belletristik macht sicö in Paris ein großer Rückgang bemerkbar. Die Tage, wo fast jede Mocbe ein neuer Roman von Octave Feulllet, Edmond About, Gustave Droz u. f. w. er'chien, sind vorüber. Zola scheint jetzt unter den französischen No Ulanschriftstellern als erster Stern vl glänzen, roch ist seine Ausdrucksweise schmutzig und gemein und reicht lange nickt an die früheren Muster" hinan. Selbst mit der Pariser weltbeherrschenden Mode" geht es den Krebsgang. Die Pariser Frauen kleiden sich lange nicht so verführerisch und elegant, wie in frü deren Zeiten. Das Zauberwort: Die neueste Pariser Mode", hat längst allen Klang verloren. Trotzalledem wiegen sich die Pariser noch immer in dem Selbstbewußtsein, daß ihre Stadt der Mittelpunkt der Weltbund das irdische Paradies ist, mit welchem sich keine andere Stadt vergleicben kann. Vielleicht wird auch noch die Zeit kommen, wo s diese irrthümliche Ansicht aufgeben werden." Tttte Sünder u In Edinburgh in Schottland wurde vor nicht langer Zeit eine Convention von Menschenfreunden" abgehalten, auf welcher darüber beraihen wurde, was eigentlich mit der zahlreichen Klasse jener alten Sünder" geschehen solle, die gewohnheitsmäßige Kunden der britischen Polizeigerichte sind und in der Regel wegen kleiner Bergehen höchstens ' zu einer Strashast von 60 Tagen ver urtheilt werden. Es wurde angeführt, daß alljährlich in jeder großen Stadt Englands beiunS in den Ver. Staaten geht es natürlich um kein Haar bester zu wegen Trunkenheit oder unordentli cher Aufführung Tausende von Leuten verhaftet und zur Strafe gezogen wer den. Auch kämen häusige Verhaftungen wegen kleiner Diebstähle vor, die nur mir der Absicht begangen worden seien, etwas Geld für berauschende Getränke zu erwerben. Wie die Berichte der Polizeigerichte nachwiesen, würden viele Leute unter ähnlichen Anschuldigungen mindestens jeden Monat einmal ver haftet. In der Regel haben die alten Sün der" Familien, und es fällt den Aichtern oft sehr schwer, die Leute mit det ganzen Strenge des Gesetzes zu bestrafen. Oft sind es die Frauen oder die Kinder der Verurtheilten, welche für dieselben die Strafe bezahlen. Werden die GesetzesÜbertreter trotzalledem auf einige Tage in's Gefängniß gebracht und dadurch zeitweilig verhindert, ihrer Neigung zur Liederlichkeit zu fröhnen, dann wieder holt sich nach ihrer Entlassung nur die alte Geschichte. Die Bummler suchen und finden vielleicht auch Arbeit, sobald sie jedoch ibren Lobn in der. Tasche haben, verlegen sie sich wieder aus's Aum mein. Wie statistisch nachgewiesen werden kann, hilft die Verhaftung von gewöhnheitsmäßigen Trunkenbolden nur in den seltensten Fällen. Weder das Gemein Wesen, noch die Verurtheilten ziehen eine Nutzea aus dem bisherigen Strafverfahren. Die Leute, welche wegen Trunkenheit eingesperrt werden, halten

eS fti ker Regel für keine Schande, daft I sie für ihren Rausch eine Strafe im (3i fängniß abzubüßen haben. Sie sind so gar oft geneigt, sich zu rühmen, daß' sie wieder einmal für ihr Vergehen Wider die öffentliche Ordnung" büßen mußten und bringen aus dem Gefängniß heraus das Verlangen mit, sich bei der nächsten Gelegenheit wieder einen tüchtigen Rausch anzutrinken. Treffen sie dann ihre alten Saufcumpane wieder und gelingt es ihnen, sich in den Besitz von et was Geld zu setzen, dann geht es abermalS an die Kneiverei. Ob sie dann

wieder verhaftet werden, ist ihnen schließlich egal. Sie sind ja daran gewöbnt. Es war die emstimmiae Ansicht der Theilnehmer an der Convention, daß et was Anderes geschehen musje, um die alten Sünder" wieder aus den Psad der Tugend m bringen. Einige Redner äußerten sich dahin, es würde wobl am besten sein, derartige unverbefferliche Säufer gerade so zu behandeln, wie Leute, die an einer chroniZlyen rank heit leiden. Man sollte sie fernab von ihren Genossen eingeschlossen halten und lange Zeit hindurch wie Kranke curi ren. Dabei sollte man ihnen durch Beispiel und Lehre zeigen, wie wün schenswerth es sei, sich eines nüchternen Lebenswandels zu befleißigen. Würde man bei irgend einem Patienten" Zeichen der Beerung gewahr, dann sollte man ihn der Obhut einer der Gesellschaften für Mäßigkeit übergeben nnd dafür Sorae traaen. dafe er eine anaemeffene Beschäftigung erhalte, um sich und seine Kamille ernähren zu tonnen. Schließlich vertagte sich die Versammlung, ohne zu ' endgiltiaen Beschlüsien gekommen zu sein. Man mochte es wohl fühlen, daß es keine leichte Aufgabe sei, in dieser Beziehung die richtige End scheidung zu treffev. Amerikanische Landschulen. Im Staate New Nork trägt man sich mit dem sehr vernünftigen Gedanken, die Schulverhältniffe durch Gesetz einheitlich zu regeln, also der Willkür der örtlichen Eommmare oder Trustees em Ziel zu setzen. Wie nothwendig dies ist, geht aus emer Schilderung hervor, welche ein Correspondent der New Jorker Staatszeitung" von den ländlichen Schulverbältniffen in jenem Staate ent wirft. Da die dort beschriebenen Zu stände auch in den meisten anderen Staaten herrschen, so werden die Bemer kungen des Correspondenten überall 23e' achtung sinden. u. A. schreibt derselbe: In , seltenen Fällen werden die LandSchullehrerinnen(denn zu Lehrern bringt es unter hundert Schulen kaum eine) auf länger als eine Saison, etwa 22 bis 28 Wochen, wenn es hoch kommt, angestellt ; in den allerseltensten auf Lebenszeit. Auf dem Lande existirt zwar eine Lehrthätigkeit, aber kein Lehrberuf. Man wird nicht Lehrer, um Lehrer zu sein, sondern der junge Mann, wenn ein solcher sich in die Älmosphäre der Schul stube hie und da verliert, betrachtet das Katheder als ein Interim, eine Vorstufe ju einem wirklichen Beruf, über welchen seine Absichten sich noch nicht genügend geklärt haben ; die ländliche Schullehre rin sieht darin ein vorläufiges Unterkommen, bis die gewünschte Gelegenheit zur Ehe sich ihr bieten wird. Der wesentliche Grund für das Vor Handensein dieser mißlichen Verhältniffe liegt offenbar darin, daß der ländliche Schullehrer wenig oder gar keine Aus sicht hat, sich in seinem Beruf eine sichere Zukunft zu gründen. Die mit einer solchen Stellung verbundenen Emolu mente sind zu gering, um ihn oder sie dauernd an diesen Beruf zu fesseln, oder richtiger gesagt, um diese Thätigkeit zu einem wirklichen Beruf zu machen. Es scheint beinahe unglaublich, wie traurig die Bezahlung der Landschullehrer ist, und was noch schlimmer ist, die UnregelMäßigkeit, ja Unsicherheit in Bezug auf die Gehaltszahlung, der sie unterworfen sind. Zumeist wird die Auszahlung des Gehalts in der Schulversammlung des Distrikts angeordnet, und eine solche wird einberufen, wann es den Trustees beliebt, und dann ist eS noch eine Frage, ob die stimmfähigen Mitglieder erscheinen. In vielen Landdistrikten tritt da her häufig der Fall ein, daß das Lehrer gehalt erst mehrere Monate, nachdem es fällig wurde, ausgezablt wird. Die Bedürfnisse der armen Schulmamsell nn von den 23,000 in den Landdistrik.n angestellten Lehrkräften sind fast 18,000 Lehrerinnen werden nicht berücksichtigt. Oft, wenn sie des Geldes recht dringend bedarf, gibt der Trustes ihr eine Zahlungsanweisung auf den Super visor des Town und sie muß sich einen hohen Diskont gefallen lassen, um baares Geld zur Bestreitung ihrer Lebensbe dürfniffe für die Anweisung zu erlangen. Junge Lehrerinnen, und in den meisten Fällen sind die Schulmamsells junge, eben der Schule selbst entwachsene Mädchen ohne Erfahrung, sind überdies häu fig der Gnade des Trustees völlig an heimgegeben. Der Farmer versteht das Knausern und übt als Trustes feine Kunst an dem unerfahrenen Mädchen, welche sich ihm als Lehrerin verdingen will. Der Eontrakt, wenn das Abkom men überhaupt diesen Namen verdient, wird fast immer mündlich und dann in so unbestimmter Weise abgefaßt, daß die Bedingungen sick in dem Gedächtniß deS Trustees " am Ende des Lehrtermins, wenn die Schulmamsell endlich nach langem Warten auf ihr Geld dringt, sehr verwischt haben, und die stipulirte Summe ist in der Regel beträchtlich zu sammengeschrumpft. Das Gehalt richtet sich im Allgemeinen nach der Zahl der Kinder, die zu unterrichten sind ; $4 bis 55 pro Woche ist schon ganz ansehnlich, und es sind Fälle bekannt, wo die Schulmamsell sich mit anderthalb Dollars die Woche begnügen mußte und aus Barm Herzigkeit von einzelnen Farmersfamilien kärglich durchgefüttert wurde. Man bedarf keiner bes.derS regen Phantasie, um sich auszumalen, wie der Schulunterricht beschaffen sein mag, welcher unter diesen Auspicien stattfindet. Kurz gefaßt, bestehen gar keine Normen bezüglich des Schulunterrichts, und die Festsetzuna7 des Lehrplans ist dem guten Willen der Schulcommiffäre und Tru ftees allein anheimgegeben. Nicht einmal der Schulsuperintendent hat etwas darin zu reden, und er wäre auch nicht hn Stande, in Abwesenheit eines ein b:itlichen Gesetzes eine nur annäbernd

wirksame Eontrölle auszuüben.Dieser Mangel an allgemein giltigen Vorschrif ten harmonirt durchaus mit den übrigen ungeordneten Zuständen, unter welchen das Schulwesen auf dem Lande laborirt. Schulbücher sind allerdings ein nothwendiges Uebel, mit welchem der ländliche Schultrustee sich so gut er kann, absinken muß. Um aber möglichst die Kosten für diesen (Gegenstand herabzudrücken, hält man konservativ am ältesten fest, der moderne, veränderungssüchtige Geist sin det hier keine Stätte. Doch auch die primitiven Hilfsmittel werden nocht ein mal völlig ausgenutzt. Der Mangel an praktischen Lehrmethoden läßt die Durch-schnitts-Schulmamsell nicht über das erste Drittel der Lesesiebel und des Rechenbuches hinauskommen. Rechen erempel, deren Lösung gegeben ist, werden dem Landschüler Seite für Seite eingepaukt und dies wiederholt, bis er sie mechanisch auswendig gelernt hat. Er klärungen, übersichtliche Grundsätze werden nicht geliefert. Die Schulmamsell ist selbst über die trockenen Formeln nicht hinausgekommen und kann nicht mehr geben, als sie selbst besitzt. In einem Schuljahr von 20 oder 24 Wochen wird das Buch nicht erschöpft; beim Beginn des nächsten sängt die neue SchulMam sell wieder mit der ersten Seite an. Mit der englischen Grammatik geht es nicht besser, im Gegentheil. Ein Eonglomerat von Worten, Formeln, Regeln wird dem verblüfften Schulkind nach und nach eingetrichtert, ohne daß eS den Sinn derselben versteht ; unverdaut, sind sie vergessen, sobald daö Schuljahr zu Ende. Das Bild, welches in diesem Artikel von unserem Landschulwesen entworfen wurde, ist kein anziehendes, aber es ent spricht den thatsächlichen-Verhältnissen in einer leider sehr großen Anzahl der Distrikte. Vom Inlande. Jetzt wird die Gelehrsam keit bereits pfundweise verkauft. Eine Firma in New Jork hat nämlich in den Zeitungen folgende Anzeige erlassen : Gute Literatur zu 10 Cents per Pfund kann bei uns gekaust werden." In derNähe von Pitts bürg, Pa., stürzte kürzlich ein Pferd eine 70 Fuß hohe Böschung hinab und versank vollständig in einem Sumpfe. ES ge lang das Pferd herauszuziehen, ohne daß es großen Schaden erlitten hatte. Für Herabsetzung der Eisen bahn-Lasjagier-Fahrpreise auf 2 EentS per Meile liegt in der Michiganer Legislatur eine Bill vor. Passiren die Bills, dann wird wohl auch in anderen Staaten sich ein allgemeines Verlangen nach Herabsetzung der Fahrpreise geltend machen. Unweit der Spring St a tion im County Woodford in Kentucky vergnügten sich auf der Farm deS Capt. James W. Blackburn mehrere junge Leute mit Schießen aus einer Büchse. Es entbrannte zwischen ihnen ein scherzhafter Streit, wer jetzt an der Reihe sei, die Büchse wurde hin und hergezogen und entlud sich plötzlich. Die Kugel fuhr der jungen Henrietta Hempstead, einer Nichtt des Senators Blackburn, mitten in's Herz und tödtete sie auf der Stelle. Zwei andere junge Mädchen ge riethen über das Unglück in einen sol chen Schrecken, daß man jetzt um ihren Verstand fürchtet. In Louisville, Kh., hatte Frau Sophie Kaufmann sich vor sieben Jahren verheiratbet, aber ihr Mann verließ sie schon nach 10 Tagen und hat nie wieder etwas von sich hören lassen. Als Andenken an diese kurze Ehe hat sie einen Knaben, der jetzt 6 Jahre alt ist. Vor zwei Jahren lernte sie einen Mann Namens Carl Bischoss kennen und ver liebte sich in ihn, ohne ihn jedoch zu hei rathen. Vor wenigen Tagen indessen kam sie im Gericht um Scheidung von ihrem ersten Manne ein. Der Antrag wurde um 10 Uhr Vormittags gestellt, um 2 Uhr hatte sie die Scheidung erhal ten und um 4 Uhr war sie wieder ver heirathet. Geschwindigkeit war auch in viesem Falle keine Hexerei! Ueber einen Giftbecher auf der Kanzel wird aus Louisville in Kentucky gemeldet: In der Kirche der Heiligen Gemeinde" hielt der Pastor derselben, Rev. Maxwell, neulich einen Gottesdienst ab. Auf der Kanzel war für den Geistlichen ein Glas Limonade hingestellt, aus dem er einige Male trank. t Unmittelbar darauf erkrankte er so heftig, daß er in eine Apotheke eilen und in der richtigen Voraussetzung, man habe ihm Gift beigebracht, ein . Brech Mittel nehmen mußle. Bei der Ankunft in seiner Wohnung hatte der Pastor be reitö das Bewußtsein verloren und liegt jetzt schwerkrank darnieder. Er sagt, dies sei schon das vierte Mal, daß man ihm nach dem Leben getrachtet, und er glaubt auch, daß er einmal aufderKan zel sterben werde. In der Limonade wurden Spuren von Arsenik vorgefun den, und Detectivs sind jetzt mit der Aufsuchung des Giftmischers beauftragt worden." Ein recht liebenswürdiger Ton scheint in Washingtoner Beamten kreisen, oder wenigstens in einigen der selben, zu herrschen. Davon wird jetzt folgendes Beispiel erzählt: Kürzlich

begegnete Ehester R. Faulkner von In diana, einer der besten Beamten imPen sionsamte, aber kein Bewunderer der Civildienst'Reform und kein gründlicher Kenner der Grammatik, dem Civildienst Commiffär Edgerton, einem alten Be kannten aus Jndian. Die Regeln don Ihnen," sagte Faulkner, sind gar nichts werth und sollten abgeschafft wer den." sviöglicher Weife," antwortete Edgerton würdevoll, verstehen Sie von den Regeln von Ihnen" gar nichts. Sie wissen, Faulkner, daß sogar Sie nicht Alles wissen." DaS ist wahr," antwortete Faulkner. Aber wir Beide zusammen wissen Alles. Sie wissen Älles bis auf Eines, und ich weiß dreS andere Eine, daß Sie nämlich ein gott Verdammter Narr sind." Und den ver blüssten Edgerton stehen lassend, schritt Faulkner von dannen. An einem der letzten Tage trafen in Castle Garden nicht weniger als 4873 Einwanderer ein. Darunter , waren einige wenige PauperS". Mit j dem Dampfer WaeSland" von Antweroen kam die zweiundzwanzigzährige Wil

yelmrne Wegner von Hctttenburg in Bayern mit ihrem sechs Wöchen alten Kinde und ihrem Stiefbruder Jacob Hoefer an. Letzterer, welcher schwer an der Kopfrose erkrankt war, wurde nach , dem Hospitale überführt und Wilhelmine als Pauper-Einwanderin zurückgehalten. Wie sie angab, hatte der Va ter des Kindes, der Lehrer Tobias Verkel in genannter Stadt, dem Mädchen und deren Stiefbruder das Geld zur Neise gegeben, um Wilhemine auf diese einfache Weise los zu werden. Sie wird mit demselbkn Schiffe wieder nach Euro-

pa zurückgesandt, während man dem " i ! .rf. i. - ii t r t f llesvruoer genauer, yier zu oteroen. Der Lehrer ist somit aus dem Regen in die Trause gekommen. Marianne Ließ, die an demselben Tage mit zwei unehelichen Kindern mit dem Dampfer Taor mina" von Hamburg eintraf, wird eben falls die Rückreise antreten müssen. Die blühende Schweizer. Eolonie New ElaruS in Green Eounty, Wisconsin, wird endlich nach ihrem bei nahe 42jähnge Bestände nunmehr ebenfalls mit eisernen Klammern an die übrige civilisirte Welt angekettet. D-e Chicago, Milwaukee und St. Paul Lahn baut nämlich ihre Zweiglinie von dem kleinen Albany in Green County nach New Glarus und hat mit den Erdarbeiten bereits begonnen, während von Chicago aus über Freeport, Illinois, die Zllinoiser Centralbahn eine neue Linie nach der Käse-Metropole Monroz, wo ebenfalls viele Schweizer wohnen, noch diesen Sommer vollendet. Die ZlZew Glaruser sind darüber fast ussem hüsli," daß ihre Stadt jetzt eine Eisen öahn-Verbindunz haben soll, und mei nen, ,,d' Ehöge hei doch endli igseh, daß mir o no für ebbis anders guet sy, und nit numme für's Zahle." New Glarus ist das reichste Towc von ganz Wisconsin und hat keine rückständigen Steuern. Der Hilfs Bundes mar schall Maples aus Bentonville in Arkansas hatte sich in's Jndianergebiet begeben, um den Indianer Bill Pigeon, der bereits sechs oder sieben Bundesmar schalls Beamte erschossen hat, und aus sessen Ergreifung von der Bundesregie rung ein Preis von $1590 gesetzt ist, aufzusuchen und womöglich zu ergreifen. Herr Maples lagerte mit drei Begleitern bei Talequah im Jndianer-Gebiet und hatte sich in den Ort begeben, um einige Einkäufe- zu machen. Als er in der Abenddämmerung zurückkehrte und eben einen Steg überschreiten wollte, der über einen Bach führt, erschien am anderen Ende ein Mann, der auch sofort mit einem Revolver zu feuern ansing. Maples und seine Begleiter erwiderten das Feuer, aber Maples erhielt einen Schuß in die Brust und sank zusammen, worauf der Angreifer verschwand. Man nimmt an, daß es der gesuchte indianische Verbreche? war. Die Verwundung des Beamten wurde anfangs vom Arzte für nicht tödtlich gehalten, doch starb Maples bereits am .folgenden Tage. Vom Auslande. Das Palais Elysee in Paris, bekanntlich die Wohnung des Präsidenten Grevy, wurde jüngst in einen großen Schrecken versetzt. Gegen 2 Uhr Nachts bemerkte die Schildwache, daß ein dichter Volkehaufe, dem unae fähr 30 Kutschen folgten, die Rue St. Honore, in welcher daö Palais des Präsidenten der Republik liegt, heraufgezogen kam. Er schlug sofort Lärm, die Wache trat ins Gewehr, alle Bewohner des Elysee sprangen aus den Betten und der diensthabende 0t!icirt1s paix, der an einen Angriff der Anarchisten gegen das Elysee glaubte, versammelte in aller Eile ungefähr 40 Polizeidiener um sich, mit welchen er dem Volkshaufen entaegentrat, um ihm den Weg zu verlegen. Als man aufeinanderstieß und der OU1cier de paix die Menge auseinander gehen hieß, kam es zu Erklärungen und der Ofsicier erfuhr, daß es sich keineswegS um einen Einfall in das Elyse, sondern um eine Weite handelte. Zwei Mitglieder des Cercle der Rue Royale hatten nämlich gewe.tet, mit verbundenen Augen vom Place de la Eon corde und durch den Faubourg St.Ho nore nach der in der Avenue des Bonlogner Wäldchens gelegenen Villa Said zu gehen. Man beschloß, die Wette, welche 2000 Fr. betrug, auSzutragen. Die Mitglieder des Cercle sprangen in ihre Wagen und fuhren den beiden Wet tenden nach, die längs des Bargersteigeö hergingen. Man hatte jedoch obne die Neugierigen gerechnet, die sich sofort dem Zuge anschlössen und die, als man in die Nähe des Elysee kam, ungeachtet der späten Stunde einen ganz bedeuten den Volkshaufen bildeten. Aus London wird geschrieben: Mancherlei festliche Veranstaltungen kündigen bereits die Nähe deS Jubiläumstages der Königin Victoria an. Außer den Angehörigen der verwandten Fürstenhäuser, dem Königspaare von Belgien, dem Königspaare von Sachsen, dem Kronprinzenpaare von Oesterreich und zahlreichen anderen Mit gliedern der regierenden Häuser Europas, wird auch aus Indien einer der mächtigsten Fürsten erscheinen. Der Nabob Asman-Fah Bahaduz ist mit großem Gefolge in Neapel gelandet und wird demnächst seine Reise nach Eng land fortsetzen, um den Nizam von Hyderabad bei den Jubiläumsfestlich, ketten zu vertreten. Die Glückwünsche der Provinz Jcdpore überbringt der Maharadjah Pertop ?ing. Die kost baren Edelsteine, welche er der Köntgin als Geschenk überreichen sollte, und sein eigener Juwelenschatz von ungeheurem Werthe sind bei dem Untergange der Tasmania im Meere begraben worden. Der Herzog von Connaught, der gegen wärtig den Oberbefehl über die indischen Truppen führt, wird gleichfalls zur Jubiläumsfeier in London erwartet. Der Urlaub, dessen er bedarf, um sich von seinem Posten zu entfernen, muß den Gegenstand eines besonderen GesetzentWurfes bilden, den die Regierung dem Parlament vorzulegen hat. Außer der großen Militärschau, welche zu Ehren des Festes stattfinden wird, werden die Königin, ihre Familie und ihre Gäste noch dem Flottenmanöver in Spithead beiwohnen. Die Einleitung zu all' den ?lubiläumsfestlichkeiten wird ein von der

Königin am 17. Mai gegebener Ball im ' Buckinghampalast in London bilden, das erüe derartiae Fest, daS eit dem Tode "

des Prinzgemahls die Hofgefeuscyarr vereinigt. Auf die durch die Köln. Ztg." an den Popolo Romano" gerich tete einfältige Frage, was bei einer plötzlichen europäischen Entwaffnung aus den für die Bewaffnung thätigen Ar beitern werden solle, antwortet das römische halbamtliche Blatt : In der Produktion würde nothwendig eine Um Wandlung eintreten, und die riesenhafte Arbeit, welche jetzt für das Heer geleistet wird, würde sich dem Ackerbau, der Me chanik, den Gewerben u. f. w., zuwen

den, und zwar zu weit größerem Vortheil für die allgemeinen Interessen. Es mag wohl sein, daß die großen Werkstatten für Kriegszwecke in Deutschland vorübengehend zu leiden hahen würden; doch würde dieS kein ausreichender Grund sein, damit Europa ohne Noth hartnäckig bis an die Zähne bewaffnet bleiben sollte, um eines TageS von dem Ge wicht der eigenen Rüstungen erdrückt zu werden. Uebrigens ist auch' die Hersiellung von Kriegsapparaten in den verschledenen Staaten des Continents aus dem Wege, allmälig sich national zu gestalten und von der ausländischen Industrie unabhängig zu werden, so daß über kurz oder lang auch jene riesigen deutschen Wassenfabriken sich werden umwandeln und statt der Panzerplatten und Geschütze Getreidemaschlnen und Pflüge fabriciren muffen, wenn sie nicht vorziehen, an Unthätigkeit zu Grunde zu gehen ; denn Deutschland allein würde unaeachtet seiner gewaltigen Rüstungen nicht ausreichen, die Produktion zu nähren. Dem sei aber, wie ihm wolle uns kommt es vor, als würde man die äußerst hohen und wichtigen Fragen des allgemeinen Wohlbefindens, welche mit dem Problem der Entwaffnung verknüpft sind, herabziehen, wenn man sie von dem beschränkten und kleinlichen Gesichts punkte des Handelsvortheils eines oder des anderen Staates betrachtete." Die russischen Behörden wittern jetzt überall Eomplote oder Vorbereitungen zu Revolutionen. Die Telegraphen Censur waltet mit Strenge ihres. Amtes und läßt kein Telegramm durch, welches auch nur die unschuldigsten politischen Angelegenheiten zum Gegenstande hat. Die Postpolizei hat dsn strengsten Auftrag erhalten, jenen Briefen die größte Aufmerksamkeit zu schenken, welch: von oder an Personen gesendet werden, die mit der Preffe in Verbindung stehen. Selbst der diplomatische Dienst ist von ihr in Ueberwachung genommen. Ein Diplomat, welcher jüngst Gelegenheit hatte, zu beobachten, in welcher Weise das schwarze Cabinet" in Petersburg vorgeht, gibt hiervon folgende Schilderung : Briefe, welche blos gummirt sind, werden in dem schwarzen Cabinet" ohne die geringste Schwierigkeit in wem gen Secunden geöffnet. Da ist ein kleiner Keffel in Bereitschaft, aus welchem ein Dampfstrahl auf den gummirten Theil des Couverts geleitet wird: auf diese Weise wird das Gummi sofort gelöst, der Brief wird aus dem Couvert genommen und copirt. Auch versiegelte Briefe bereiten nicht vielSchwierigkeiten. Früher wurde ein Gypsabdruck vom Siegel mit einem heißen Meffer abgeschnitten und so dann die Gummirung in der beschriebenen Weise gelöst. NachCopirung des Briefes wurde dann das Couvert mit Hilfe des Gypsaddrucks wieder versiegelt. Da jedoch mit diesem Verfahren nicht immer deutliche Siegelabdrücke erzielt w:rden konnten, verwendet man jetzt eine neue Mischung von Blei und Zinn, welche in Bogen von einer gewissen Dicke gerollt, in Quadrate geschnitten und auf das Siegel gelegt wird. Ein leichter Schlag mit einem Holzhammer genügt, um mit Hilfe dieser Mischung einen deutlichen Siegelabdruck herzustellen, welcher so oft als nöthig verwendet werden kann. Jüngst kam es vor, daß ein für eine fremde Botschaft bestimmter Brief auf diese Weise im schwarzen Cabinet" behandelt wurde. Der betreffende Beamte war nun so zerstreut, daß er beimSchließen des Couverrs sowohl den Brief als auch die von demselben angefertigte Codie in das Couvert gab. Alexandra B arbu, di 39jährige Frau eines wohlhabenden Bauerngutsbesitzers in Alkamorak in Ungarn unterhielt seit einiger Zeit ein Liebesverhältniß mit einem 22jährigen Burschen des Ortes, Gligor Bundra. Seit Monaten versuchte sie ihren Ge liebten zur Ermordung ihres Gatten zu bewegen und durch Versprechungen gewann sie in der letzten Zeit auch die El. tern ihres Geliebten für den Mord Plan. Man lockte den Gatten in eine Falle. Der Vater des jungen Bundra trat in einer der letzten Nächte an das Fenster des noch schlafenden Gatten der Alexandra Barbu und theilte demselben mit, daß Diebe deffen Netze und Kahn gestohlen haben. Barbu sprang sofort auf, kleidete sich an und begab sich mit dem alten Bundra zum Teiche, um bei seinen Geräthen nachzu sehen. In der Nähe des Teiches wurde er von dem bereits voraus dorthin geeilten Geliebten seiner Frau, deffen Schwager Leka und dem alten Bundra meuch lings überfallen, ermordet und gräßlich verstümmelt. ' Da aber die beiden Rä delsführer, Vater und Sohn Bundra, den Verrath des Leka fürchteten, so erschoß auf demHeimwege der junge Bundra seinen Schwager und versenkte deffen Leichnam mit Hilfe seines Vaters in den Teich. Die Mörder wurden am 18. April verhastet. Zur Warnung für junge Mädchen theilt das Echo der Gegen war:" folgenden fast unglaublich klin genden Vorfall mit. Vor einiger Zeit reiste chx sechzehnjähriges Mädchen, wel ches in Unter barmen in Dienst gestanden, nach Mühlheim a. d. Ruhr zu seinen Eltern. Unterwegs gesellte sich eine gutgzkleidete Dame zu demselben und bot ihm -unter den weitgehendsten Ver sprechungen eine schöne und angenehme Stellung an, unter der Bedingung, daß dieselbe sofort angetreten werde. DaS Mädchen ließ sich denn auch überreden, sofort abzureisen. Die Dame" bezahlte da? Fahrgeld, und fo langten sie Abends nach einer längeren Fahrt in ei ner Stadt an der Sieg an, woselbst daS me betrogene Geschöpf sich einer Komödianten Gesellschaft ausgeliefert sah. An ein Entkommen war nicht zu denken, da daS Mädchen wie ein Hund an eine Kette gelegt und gekeSelt wurde. Durch Hnsrr .und

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