Indiana Tribüne, Volume 10, Number 228, Indianapolis, Marion County, 7 May 1887 — Page 2

Zndiana Tribune.

- erscheint nnd Fsnntags. SöglitZ tauglich .Xrtdan kostet durch d CistI ir Bst, bis eonzI.,?kiZLt ö UtZ taa5. tu ,s i cti. V, PSfi ISglschlOi t B8Z8Sl8lQlBf 18 pt 2;:. Office: 120 Q. OattjIan&Qt. Ssbicaapclfo, Ind., 7. Mai 1887. K.ndersplelzeug. Auch m Bezug auf die Herstellung ton Kinderspielzeug sind die Ver. StaaUn auf dem besten Wege, daS alte Europa zu überflügeln., HauZ)tstspelplatz für die amerikanischen Splelsachen ist natürlich die Stadt New Jork, obgleich die meisten derselben in Connecticut .dem Staateder höKernenMuscatnüffe" sabricirt wreden. Auch werden in New Jork die meisten dieser Sachen verkauft, worüber man ' sich nicht zu wundern bruuchr, baUteto Aork die größte Stadt unseres Landes ist ; im Verhältniß zu ihrer Größe verbraucht indessen Philadelvhia das meiste Kinderspielzeug. Auch im Ausland findet das amerika nische Spielzeug immer mehr Anerkew nung. Kürzlich wurden aus New Aork nach Bombay in Jndzen 500 GroS Kinderpistolen versandt ;' eine fast ebenso große Sendung derartiger Pistolen nebst zinnernen Pferden und rothbemalten Kutschen aus Zinn wurden gleichzeitig nach Süd -Afrika versandt. Man darf sich indessen nicht demGlauben hingeben, daß die letzteren Spielsachen nur für die Kinder in Afrika bestimmt sind. ES kommt häusig genug vor, daß die Haupt linge oder . Könige" . benachbarter Stämme, wenn sie über irgend eine wichtige Angelegenheit mit emander'in Berathung treten wollen, vorder Send boten mit Geschenken, bestebend auS Kinderpistolen zu 10 Cent?, Bleisoldaten, zinnernen Hunden, Katzen u. f. w. an den königlichen Bruder" schicken, um sich dadurch dessen Gunst im Voraus zu sichern. Alle Waaren für den afri kanifchen. Handel müssen recht grelle Farben tragen. Die Anzahl der durch Patente vor Nachahmung gesicherten Spielzeuge ist in den Ver. Staaten sehr groß. DaS Pferd, welches mit einem rothen Wagen um einen Tisch herumtrabt, wäh rend ein Kutscher im Wagen dabei lustig feine Peitsche knallen läßt, ist durch nicht weniger als drei Patente geschützt worden. Die Erfinder verdienen dabei ein enormes Geld. Am meisten werden indessen Kinderpistolen gekauft, die knallende Papierstücke" abschießen;' Kano nen aus Messing, die sehr sorgfältig ge gen Zersprengung gesichert sind, kosten 82 S10 das Stück; Mörser, die mit lautem Knall einen Ball aus Holz hoch in die Luft schießen, gehören zu dem neuesten Spiekeug. Ein Neger, der mit einem Jrländer einen regulären Faustkampf auffährt, kostet 83 bis 85 ; in Betrunkener, der sich vergeblich bemüht, mit dem Schlüssel in der Hand die Thüre seines Hauses zu öffnen, während seine Frau oben steht und wü thend" ihre Kinnladen bewegt, wird auch vielfach in Saloonwirthschaften ausgestellt. Ist ein Knabe reich genng, um 810 bis 835 aukzeben zu können, dann erhält er dafür eine prächtige Locomotive, die per Dampf auf einem kreis runden Geleise anderthalb Stunden lang läuft. Die nöthige Dampfkraft wird von einer Spirituslampe erzeugt. Noch neuer ist eine Locomotive, die. von Springfedern um einen Tisch herumge jagt wird, bis plötzlich innen eine Bombe erplodirt und die Locomotive in Trümmer schlägt. Auch eine Locomoti " ve, die in ihrem Schornstein eine Ciga rette räucht'und dabei den Dampf von sich stößt,' sindet vor den Augen der Ju? gend großes Wohlgefallen.,. DaS künstlichste Spielzeug in New Isrk wird von einem Modellmacher an der 110. Straße hergestellt. Derselbe sabricirt Miniatur.Jachten für 820 bis Ü5O, die in allen Details so vollkommen einer richtigen Jacht nachgebildet sind, daß sie sich auf dem Wasser, ebenso gut halten können, wie diese. : , Auch Rollschuhe für Kinder sind jetzt sehr modern. Die Schuhe sind für den Gebrauch auf der Straße bestimmt und toerdv besonders in Washington vielfach aekamt, weil das dortige glatte Asphalt Pflaster und die breiten, ebenen Trottoirs T L . !" ? ? . r . die Benutzung oerarnger quoe wttni lich fördern. ES ist bekannt, daß bei den Kindern nicht alle Spiele stets salsongemaß" sind. Es kommt sogar vor, daß in einer und derselben Stadt in verschiedenen Stadttheilen ganz verschiedene Spiele eesvtelt werden. Wayreno z. B. gegen wärtig in New Iork in einem Stadtthei! fast ein jeder Knabe mit einem Brummkreisel bewaffnet ist, ergeht sich in einem andern jeder aus stelzen. ' Viele Fabriken sinden in der Hcrstel lung von dreirädrigen Velocipeds sür Kinder einen s:hr lohnenden Erverb, toie denn überhaupt daS Fahren (.oder leiten '0 aus dem lusttgen Gesahrt trn er mehr in Mode zu kommen scheint. In Washington werden bekanntlich die ? crir vt' i-r.a t ä-a. Nlkluen uni', ei uno iiccic venutzl. Sliedergang deS VonapartiSmuS Die Vonavartilien in Frankreich aeben wieder einmal ein Lebenszeichen von sich ; freilich ist es kein Lebenszeichen im stren gen Sinne des Wortes, sondern vielmehr ein Zeichen unaufhaltsamer Zersetzung: Der Hauptführer der Bonapartisten, Cassagnac, hat sich nämlich, seit einiger Zeit eine besondere Lösung zurecht ge rnacht, den SolutionismuS" ; er will nur konservativ sein und jede Lösung, daS Königthum oder das Kaiserreich, anuehmen, wenn sie nur praktisch, d. h.' zu verwirklichen ist. , Die. echten Bona partisten baben -begriffen, daß dieser . Solutioniimus nur der stärkeren monar chistischen Partei, den Orleanisten, zu Oute kommen kann, und sie haben sich gegen CassagnacS Leitung aufgelehnt. Eine Abordnung mit Robert Mitchell an dn Spitze ist nach Brüssel gegangen und (;U.dort dem Prinzen Victor eine Adresse

überreicht, welche von 1220 Mitgliedern der imperialistischen Comites unterzeich net war. Die Adresse sprach e5 offen aus, daß die Partei sich nicht länger dem SolutionismuS fügen könne, weil er nur zu einer Restauration des König thums führen würde. Als Imperialisten und Demokraten lehnen sich die Unterzeichner gegen jede Lösung auf, welche die Principien und Rechte der Napoleoniden anderen Principien und Rechten bintan zustellen dreht, und bitten den Prinzen Victor, ihnen die Bahn vorzuzeichnen, die sie einzuschlagen haben. Der Sohn Jeromes besann sich sehr lange, da man einen Cassagnac nicht so leichthin vor den Kopf stößt; schließlich erklärte er, er sei mit dem Inhalt der Adresse ein Verstanden, müsse es aber den Unter, Zeichnern überlassen, die Einigkeit in der Partei herzustellen. Klarer hat noch kein Prätendent seine Ohnmacht selbst gegenüber seinen eigenen Anhängern ingestanden. Die Fraktion Cassagnacs soll jetzt aus dem Bonapartismus aus geschlossen und der Bund mit den übngen Conservativen gelöst werden. Gleichzeitig wollen die Anhänger Victors mit denjenigen seines Vaters sich versöh nen, und-die Deputationnach Brüssel scheint dieses Ziel nebenher verfolgt zu haben. Zwischen Vater und Sohn soll die Verständigung bereits erfolgt sein ; eS heißt, der Sohn sei aus Rücksicht für den Vater so zurückhaltend gewesen, und dieser habe ihn dafür aus seinen GeldVerlegenheiten gezogen ; Vermittler zwischen beiden sei Cuneo d'Ornano gewesen. Den ökepublikanern dienen dies Vorgänge lediglich zum Amüsement; eine Gefahr haben sie von dieser Partei, die bereits ihre letzten parlamentarischen und publicistischenStützen, Cassagnac an die Royalisten nnd Raoul-Duval an die Republikaner, verloren hat, nicht mehl zu befürchten. Gin verlorenes Paradies.

Letzten Herbst brachten östliche Zeitun gen ausführliche Berichte über daS Pro ject, am Golf von Californien im Westlichen !exico eine kommunistische Colo nie zu gründen. Die für daS Unterneh men nothwendige Geldsumme sollte durch Actien aufgebracht werden, deren Anzahl auf 100,000 zu je 810 berechnet wurde. Niemand durfte mehr als 43 solcher Actien in seinen Besitz bringen. Am 1. November hieß eS bereits, daß 27.000 Actien verkauft seien. Das Organ des Unternehmens war eine kleine, in Hammonton, New Jersey, publicirte Zeitung unter dem Namen The Credit Foncier of SiDaloa". Sie wurde von Maria und Edward Howland herausgegeben, und hatte Leser in allen Theilen des Landes. Die Colonie sollte Alberta City heißen und sich an der Topolambo Bai im Staate Si naloa besinden. Die Gegend wurde im Credit Foncier" als wahrhaft paradie fisch geschildert. Das Klima sei Herrlich, überall könne man dort Orangen, Citronen, Bananen, Pisangbäume u. s. w. ziehen, und der Hafen sei einfach un übertrefflich und könne Schiffe mit dem größten Tiefgange aufnehmen. Allerdingö wurde zugestanden, daß es dort an Wasser für Hausgebrauch und Bewässerung. fehle, doch seien schon Arrange ments getroffen worden, um einen Ca nal zu bauen, der alles nothwendige Wasser aus dem einige Meilen nördli chen Fuesta - Flusse herbeischaffen werde. Der Plan zur Gründung der Colonie war von Colonel" Albert K. Owen aus Ehester, Pa., ersonnen worden. Owen ist von Beruf ein Eisenbahn-Jngenieur und nebenbei Weltreformer und Philan trop. Er half die Sovereigns of In dustry" oraanisiren, ist Mitglied der Knights os Labor" und glaubt an Henry Georges Land-Theorien. Die Directoren der Colonie sollten nach seiner Idee zu dem Volke in einem Verhältniß stehen, wie Eltern ihren Kindern. Jedermann sollte in der Colonie arbeiten, doch sollte absolut keine Concurrenz herrschen. Für jede Arbeit sollte in Geld oder in einem Geldversprechen bezahlt und aller Gewinn gleichmäßig unter Alle vertheilt werden oder in eine gemeinsame Kasse fließen. Owen wußte seine Pläne mit einer so großen Ueberzeugungstreue zu entwickeln, daß viele Leute ihm Glauben schenkten und Hab und Gut verkauften, um mit ihm nach dem gelobten Lande in Sinaloa zu ziehen. Die meisten Colonisten kamen aus den Staaten Maine, Colorado, Min nesota und Michigan; besonders zahl reich war die Betheiligung aus Maine. Aus Portland verließen letzten Winter mehrere geachtete Familien ihre Hei maty, um nach Sinaloa zu wandern. Jetzt sind sie enttäuscht, verarmt und förmlich an Leib und Seele gebrochen wieder nach Portland zurückgekehrt. Ihre Berichte lauten überaus traurig. Alberta City bestand bei ihrerAnkunft in der Colonie aus einem von Owen bewohnten Holzzebäude und einigen Lein wandzelten. Der nächste Orangenhain war 35 Meilen entfernt. Beim Nachgraben in der Erde stieß man überall ans Saliwaner. Süßes Wasser- mußte aus welter Entfernung herbeigeschafft werden. Ohne künstliche Bewässerung war an Landbau nicht zu denken, em Canal würde aber mindestens 8400,000 gekostet haben. Zu essen gab es fast nichts, als Bohnen, aus denen jeden Tag ein Brei gemacht wurde. Arbeit war nirgends zu bekommen, und die Mexica ner in der Nachbarschaft waren war gastfreundlich, hatten aber selber nichts. Die Topolobampo-Bai ist so flach, daß nicht einmal kleine Schiffe an's Ufer ge langen können. Die Ansiedler ziehen sämmtlich fort: ihr erträumtes Paradies ist für immer entschwunden ! OocialdemokratisÄe Gebein,, bündelet. (Au Um .Verl. ragebl.-) Wir leben in der Aera der Sociali' stenprocesse, die von der Voraussetzung ausgehen, daß die Socialdemokratie ge aenvärtig einen Geheimbund dar stelle, dessen Mitglieder sich der Theilnahme an einer ver böte nen Verbindung schul dig machen. Die Enthüllungen, welche die bisherigen Socialiflenprocesse in dieser Benehung gebracht haben, sind aber vielfach mit Zweifeln aufgenom nen worden, und ein königlicher Beam 'ter, der seit Jahren die sociallstilche Be

wegung überwacht und beobachtet hat, hielt es daher sür zeitgemäß, den Grund i gedanken dieser Processe näher auszu führen. In seiner Schrift: Die ge Heime Organisation der socialdemokratischen Partei" (Verlag von A. Rathke in Magdeburg, sucht der königliche Polizei Jnspector W. Krieter ein Bild von dem socialistischen Geheimbunde zu ent rollen. Die Existenz eines solchen Bundes soll theils auf Grund bereits bekannter Erklärungen der socialistischen Partei führer und des in Zürich erscheinenden Parteiorgans Der Socialdemokrat", theils auf Grund neuen Materials nach gewiesen werden. Der Verfasser führt zu diesem Zwecke allerlei Einzelheiten über die Organisationen in den Städten, über die Thätigkeit geheimer Comites und Bezirksvereine, über den systemati schen Betrieb der verbotenen Druckschrif ten an, wodurch daS Dasein einer über ganz Deutschland verzweigten Verbin dung erwiesen werden soll, deren Zweck und Verfassung vor den Staatsbehörden geheim gehalten wird. Mit den wiederholten Protesten der socialistischen Führer steht diese Darstel lung ebenso sehr in Widerspruch, wie mit deren Erklärungen über ihr Verhält niß zum Anarchismus. Während nämlich von jener Seite der Anarchismus stets bekämpft und als schärfster Gegensatz gegen die Socialdemokratie hingestellt wird, erscheint dieser Gegensatz hier ganz wesentlich eingeschränkt, und der ganze Unterschied zwischen den beiden Richtungen besteht schließlich nur in der Concurrenz, die sich die Führer beider Parteien in geschäftlicher Beziehung machen! Auch über die vielbesprochenen S p a l t u n g e n innerhalb des socialdemokrati schen Lagers hat der Verfasser seine eige nen Anschauungen. Diese Spaltungen will er nur als scheinbare gelten lassen. Das Gros der im vorigen Reichstage gewesenen 25 Abgeordneten der Partei habe allerdings persönlich etwas gemäßigten" Anschauungen gehuldigt, indessen stehe die große Masse der socialistischen Arbeiter auf dem Standpunkt der Herren Bebel, Liebknecht und v. Vollmar, der ein durchaus r e v ol u t i o n ä r e r sei. Ueberhaupt sei mit der Stärkung der Organisation in den letzten anderthalb Jahren eine entschiedene Schwenkung der Socialdemokraten zur revolutionären Propaganda hinüber eingetreten, weshalb in erster Linie die geheime Partei Organisation" durch das Vorgehen der Behörden aufgehoben werden müsse, ehe an eine Eindämmung der socialistischen Gefahr zu denken sei. Ob der Verfasser den thatsächlichen Beweis für Alles daS, wovon er sich in seiner langjährigen amtlichen Thätigkeit überzeugt zu haben glaubt, auch wirklich erbracht hat, lassen wir dahingestellt. Wenn eS aber wahr ist, daß die Socialdemokratie in letzter Zeit mehr und mehr in das Fahrwasser der Gebeimbündelei und revolutionärer Propaganda hineingerathen ist. so ziehen wir daraus ganz andere Schlüsse, als der Verfasser. Die verhängnißvolle Aus artung der Bewegung, die unS in der Broschüre gezeigt wird, hat durch daS Socialistengesetz nicht verhütet, nicht aufgehalten werden können. Viel mehr ist es gerade die W i r k u n g die sesGesetzes gewesen, welche die Be wegung aus der gesunden Luft des öffentlichen Lebens vertrieben und in unterirdische Schlupfwinkel gedrängt hat, die sich der Contrcle entziehen. Sind also wirklich gefährliche Anzeichen socialdemokratischer Geheimbünde lei, Symptome einer revolutionären Verschärfung der Bewegung im anar chistischen Sinne vorhanden, so möge man nicht an den Symptomen herumkuriren.. sondern der Ursache der bösen Wendung nächgehen. Die Auf Hebung des Ausnahmeges e e s würde den Behörden einen vergeblichen Kampf mit einer unsichtbaren und uncontrolirbaren Minirarbeit er sparen. Die Geheimbündelei, wenn sie thatsächlich vorhanden, würde alsbald verschwinden und der wirkliche Kampf mit der Socialdemokratie, der durch das Ausnahmegesetz gewaltsam unterbrochen worden ist, würde sowohl von den BeHorden, wie von den übrigen Parteien mit besserer Aussicht auf Erfolg wieder aufgenommen werden können. '..., ' In Santa Barbara in Cali fornien wird jetzt ein Hotel gebaut, wel ches 800 Zimmer enthalten soll. In New York ist kürzlich ein große Anzahl Neapolitaner einge troffen, welche entschlossen sind, die New Yorker für. immer mit ihrer Gegenwart zu beglücken. Auch der britische Nordwe sten scheint in diesem Jahre von der großen europäischen Einwanderung m pro sitiren. In Winnipeg allein sind bis jetzt in dieser Saison 4363 neue Ein Wanderer eingetroffen. Die Viehzüchter von Colo'

; rado. Neu Mexico und West Kansas, welche zusammen über ein Capital von 25 Millionen Dollars verfügen, wollen sich organisiren, um das Armour-Syndi cat in Chicago erfolgreich bekämpfen zu können. Kupfer ist ein sehr billi. ges Metall geworden. Vor zehn Iahren kostete es bis zu 40 Cents daS Pfund ; in diesem Jahre haben sich die Caklmet und die Hecla Gesellschaft in Michigan anheischig gemacht, während deS Som mers 8 Millionen Pfund zu 10 Cents daS Pfund frei nach New York zu lie fern. : I n C um m i n g, G a., l i eg t d e r Arzt Dr. A. Hardtmann gefährlich krank darnieder in Folge eines Angriffs, den ein toller Hund auf ihn gemacht hatte. Der Doctor kam gerade von einem Pa tienten zu Pferde die Landstraße daher, als ein großer Hund auf ihn zu- und an ihm heraufsprang und ihn vom Pferde riß. Ein Kampf auf Tod und Leben folgte, in welchem der Hund dem Doctor ein großes Stück aus der Hüfte riß. Endlich gelang es dem Unglücklichen, seinen Revolver zu fassen und den Hund zu erlegen. . New York erfreut sich ge genwärtig eines hohen Besuchs : eS ist dort General Gregorio Luperon, der Pra sident der Revublik St. Dominao, .ein

getroffen, der sich zur Wiederherstellung seiner angegriffenen Gesundheit" auf einer Spritztour nach Europa befindet. General Luperon steht seit dem Sturz? oer Baez'schen Partei an der Spitze der Regierung von St. Domingo, die er seit neun Jahren aufrecht erhalten hat. Während seiner Abwesenheit will sein Freund und Kriegsgefährte Gen.Herceaur bafür sorgen, daß das Vaterland nicht aus den Angzln geht. JnChattanooga,Tenn., langten dieser Tage 300 mormonische EinWanderer an, die sich aus dem Wege nach

alt Lake City befanden. ts waren sämmtlich Norweger, die von mormonischen Kirchenältesten zur Annahme des Mormonenthums und zur Auswanderung nach dem neuen gelobten Lande verleitet worden waren. Als man mehreren Frauen mittheilte, daß sie vielleicht die Frauen von verheiratheten Männer.r werden müßten, erschraken sie und er klärten, dies würden sie nie zugeben. Die Leute waren offenbar bethört worden. In der vorigen Woche hatte ein Tramp Namens Henry Hoffmann bei dem Müller Jacob Grimm in der Nähe von Hallertown bei Bethlehem, Pennsylvanien, Beschäftigung erhalten. Als neulich Abends der Hausherr mit seiner Familie in der Kirche war, nahm Hoffmann von dem Hause Besitz. Er schlug Thüren und Fenster ein und .ver übte anderen Unfug. Als die Familie zurückkam, nahm er eine Axt und eine Mistgabel zur Hand und verhinderte sie am Betreten des Hauses. Grimm mußte den Constabler Grimm und einige Nachbarn zur Hilfe rufen, ehe es endlich ge lang, den Tramp gefangen zu nehmen. Rührend war der Kummer eineS alten Mannes aus Wisconsin, welcher vor einigen Tagen im Patentamt in Washington erschien, um sich zu erkundigen, weshalb ihm ein Patent auf eine von ihm erfundene Mühlenvorrich tung nicht ertheilt worden sei. Zu seinem Erstaunen erfuhr er, daß schon seit mehr als zehn Jahren ein Mann in Louisiana ein Patent auf eine ganz gleiche Vorrichtung besitze. Der alte Mann brach in Thränen aus, und er klärte, er habe seit zehn Jahren an dieser Erfindung gearbeitet, und es sei hart, jetzt, wo es ihm endlich gelungen sei, sie zu vollenden, erfahren zu müssen, daß schon lange vor ihm Jemand ganz dasselbe erfunden habe. Er war daS Bild vollständigster Vernichtung, als er das Patentamt verließ. Ueber ein verhäng nißvol leS Versehen wird aus San Francisco gemeldet : Am 17. Februar wurde die Frau deS Farmers Hermann Lyons in derMähe von Napa von einem Farmarbeite? Namens Peter Olsen getödtet. Der Mörder entfloh, und die Behörden setzten auf seinen Kopf eine hohe Belohnung aus. Vor einigen Tagen traf nun die Nachricht ein, daß man in der Nähe von Bakerssield, Cal., den Olsen endlich gefangen habe, er habe sich jedoch seiner Verhaftung widersetzt und sei in Folge dessen erschossen worden. Jetzt endlich stellt eS sich heraus, daß die Verfolger Olsens einen furchtbaren Irrthum begangen hatten. In der Meinung, den richtigen Mann" endlich erwischt zu haben, hatten sie den Farmer M. H. Seibert erschossen, einen friedlichen Mann, der erst seit kurzer Zeit in der Umgegend wohnte." In New York darf zufolge neuer obrigkeitlicher Verfügung" künftighin auch nicht einmal in den Hotels den Gästen desselben ein Labetrunk ver abreicht werden. In seinem bezüglichen Gutachten weist der Corporations-Anwalt Lacombe darauf hin, daß es nach dem Gesetz keinem Wirthslocal, Tavernenoder Hotelbesitzer gestattet sei, am Sonntag berauschende Getränke an irgend eine Person" zu verkaufen. Der Anwalt citirt Fälle und Entscheidungen, um zu beweisen, daß auch Ale zu den berauschenden Getränken gehört. Da das Gesetz unverändert geblieben, seien die Hotelbesitzer nicht berechtigt, ihren Gä sten am Sonntag berauschende Getränke, Wein oder Spiritussen zu verabreichen, und daS Verkaufen und die Verabfolgung von berauschenden Getränken sei tens der Hotelbesitzer -am Sonntag sei ein Vergehen ßegen daS Gesetz, auf Grund dessen die Uebertreter verhaftet und bestraft werden könnten. Qom HuSlande. Vor demGerichtShofe i, London . erscheint Mlle. Claire Antoine als Klägerin gegen . Mr. Cooper, Chef eines großen Modewaaren-GeschäfteS. Mr. Cooper hatte die Französin als Probirmamsell mit völlig freier Station und 5 Pfd. Sterl. monatlichen GehaltS engagirt, dieselbe jedoch nach drei Taaen ohne Entschädigung und ohne Kündign??-, entlassen. Die Französin reichte dKlage ein und Mr. Cooper sagt: Al sich Mlle. Antoine das erste Mal bei mir vorstellte, trug sie einen geschlossenen Hut. Ich fragte sie, wie alt sie sei. Vierunddreißig Jahre," lautete die Antwort. . Ich fragte sie, wo sie früher placirt gewesen ; sie nannte mir die erste Pariser Firma. Ich forschte nach ibren Zeugnissen ; sie behauptete, man habe ihr keine gegeben, weil sich ihre Chefs sämmtlich geweigert, sie ziehen zu lassen Am 1. März trat Mlle. Antoine bei mir einich zeigte ihr den Kasten, in welchen sie ihre Kleider zu legen hatte. Zu mei nem Erstaunen behielt sie den Hut auf dem Kopfe. Warum ?" fragte ich. Zahnweh," war die Antwort. ' Durch drei Tage ' spazierte Mlle. Antoine zum Spott und Hohn aller Leute mit einem großen, geschlossenen Hute einher ; end lich, als ich darauf bestand, daß sie sich desselben entledigte, gestand sie mir, ihr Haupt sei kahl. Gut," meinte ich, nehmen Sie eine Perrücke." Um keinen Preis," erwiderte sie. Kahl sein ist ein Unglück, mit der Perrücke aber beginnt die Lächerlichkeit." Ich wollte wissen, auf welche Art sie zu diesem Schönheitsfehler gekommen sei. Nun gestand sie mir, daß sie eigentlich vierundsünfzig Jahre alt sei, mich aber durch diese hohe Ziffer nicht schrecken wollte. Mlle. Antoine ruft pathetisch: Parbleu, wäre ich noch jung, hätte ich mein schönes Frankreich nicht verlassen, um an Eurem Kreidefelsen zu landen. Ich habe Mr. Cooper nicht meine Haare vermiethet, sondern meine Geschicklich keit, einen Mantel, ein Kleid zur Gel tena vjl brin2tn. Siö an den Ziüttt

wendend, rust Mlle. Ciaire: Wie nn den Eure Lordschaft meine Gestalt?" Der Richter verschmäht es, ein Urtheil in dieser Beziehung abzugeben, spricht aber der Französin einen Monatsgehalt zu. Diese ruft im Abgehen: Mr. Cooper wird hoffentlich mit Frauen nicht

mehr ungalant versayren. Eine wenig erbauliche Schilderung von dem Leben eines Schul lehrers in Kamerun entwirft der als Lehrer nach Kamerun gesandte württem bergische Lehrer Kristallerin einemBriefe an einenFreund in Deutschland. Hr. Kristaller schreibt u. A.: Meine Stiefel schimmeln jeden Tag ; meine Stahlfedern rosten. Alle drei bis vier Tage muß ich meine Sachen ein paar Minuten in die Sonne legen, damit sie wieder trocknen. Gleich nach meiner Ankunft wurde ich sammt dem Schulhaus an den Meistbietenden versteigert. Drei Dörfer streiten sich um daS Schulhaus und den Schul meister: TokotoDorf (Bona Duma), Jos'Dorf (Bona Priso) und Bell-Dorf (Bona Ndscho). Letzteres scheint am meisten Aussicht zu haben, weil sein BeHerrscher, King" Bell, am meisten Ele phantenzäbne, Weiber und Sklaven hat, also auch' am besten bezahlen kann. Mein Schulhaus wird, falls sich die Häuptlinge einigen können, in einem Jahre fertig werden. Schulen wollen sie Alle, aber bezahlen wollen sie nicht. Mit König Bell hatte ich schon drei Palaver; er scheint der gescheidteste von Allen zu sein. Sein Haus ist aus deut schem Holz ; sein Salon, um den ich ihn beneide, sieht aus wie eine bessere Dachkammer." In der Nachtsitzung a m 16. April hat das englische Unterhaus Scenen gesehen, die durchaus nicht erbaulich waren und beinahe hätten glauben machen können, daß man in London gewillt sei, das Beispiel von Paris nachzuahmen. Ein conservativer Abgeordneter Saunderson hatte den Parnelliten den Vorwurf gemacht, daß dieselben mit Leuten in Verbindung ständen, von de nen sie wüßten, daß sie Mörder seien, Ein irischer Abgeordneter, Heay mit Namen, nannte hierauf den ehrenwer then College, den er unterbrach, einev Lügner. Er wurde zur Ordnung gerufen, aber er weigerte sich, diesem Ord nungsrufe gemäß das Schimpfwort zurückzunehmen, und die Folge davon war, daß seine Ausschließung verfügt wurde. Des Ausgeschlossenen nahm sich ein an derer irischer Abgeordneter, Sexton, an, der abermals Saunde.rson unterbrach, ihm ähnliche Schimpfworte zurief, wie es der Ausgeschlossene gethan. Abermals erließ der Sprecher einen Ordnungs ruf, und vermuthlich wäre es zu einer erneuten Ausschließung gekommen, wenn nicht Herr Saunderson sich bequemt hät te, Herrn Sexton den Widerruf zu er leichtern, indem er selbst seine vorige Beschuldigung gegen die irischen Abge ordneten zurücknahm. Das Parlament wird vermuthlich sogar dieAusschließung, die gegen Herrn Healy ausgesprochen worden ist, wieder rückgängig machen. Wenn dies geschieht, so wird man, so viel nach den vorliegenden Berichten bis jetzt beurtheilt werden kann, nur der Billigkeit gemäß verfahren haben, denn die erste Herausforderung ist doch von Herrn Saunderson ausgegangen, indem er die Behauptung aufstellte, daß die irischen Abgeordneten wissentlich mit Mördern sich liirt hätten. Der Streit wird vermuthlich beigelegt sein, aber für lange Zeit ist das ruhige Gleichgewicht des englischen Parlaments gestört. Sol che Scenen ziehen ähnliche nach sich, das ist eine alte Erfahrung und nichts pflanzt sich leichter fort, als die Aufre gung. Die Würde des englischen Par laments aber verträgt sich mit solchen Scenen schl cht. Metzer Blätter melden, daß gegen zwölf Lothringer die Anklage wegen Theilnahme an hochverrätherr schen Verbindungen erhoben wird. Der Prozeß sindet Anfangs Juli vor dem Leipziger Reichsgericht statt. Nach dem Elsässer Journal" ist in Hagenau der Buchhalter Fuchs wegen Hochverrathö verhaftet worden. Der Straßb. Post" wird aus Mühlbausen gemeldet : In den hiesigen industriellen Kreisen ver lautet, es sei beabsichtigt, der Firma Schaeffer-Lalunce u. Co. in Pfastadt, die derselben bisher gewährte Bergün stigung des Veredlungsverkehrs zu entziehen. Am Samstag den 9. April hat die Polizei die Wirthschaft Mühl zu Eckbolsheim schließen lassen, weil daselbst am 21. Februar, dem Wahltage, mehrere Personen die Marseillaise ge fungen und Vive la France !" ge rufen hatten. Daß ein Kriegsgericht sentimental ist, dürste wohl zu den Sel tenheiten gehören. Einen eklatanten Beweis, daß nicht blos alte Heiden wie Karl der Große zc. im Rolandslied 00ram publico 1000 oder gar 10,000 Mal hintereinander in Ohnmacht fallen können, bot letztbin das Militärgericht von Palermo. Dort wurde der Sergeant Falangola wegen Ermordung eines gouriers zu lebenslänglicher Zwangs arbeit verurtheilt. Ber der Verlesung deS Urtheils fielen nun nicht blos der Angeklagte selbst, sondern auch dessen beide Vertheidiger in Ohnmacht. Auch der übrige Gerichtshof konnte sich einer menschlichen Rührung nicht erwehren, so daß bald Gerichtshof und Publikum die herzbrechendsten Weinscenen zusammen aufführten. Zu den gegenwärtigen Vatienten der Klinik Billrotb in Wien gehört auch eine reizende, junge Englän denn. Die hübsche Miß hatte vor meh reren Wochen da? Unglück gebabt, zu nurzen und Ncy dabei den rechten Vorder arm, knavv bei dem Knöckel. 111 brechen. Nach ca. drei Wochen konnte ihr htt .nervanv abgenommen werden, und da Mit die auf solche Verletzunaen stets sol ende Steifheit behoben werde, kam sie i fi-. rr . Cll r . i r . -m rm ipecieue eyanvmng oes Mai.i.eurs an der Klinik Billroth, Dr. Kümmer linq. Auch diese, allerdings sehr schmerz hafte Cur ging glücklich vorüber ; aber leider hatte sich dabei ein wohl sehr sel ten vorkommendes, tragikomisches Folge übel einaestellt. Duvck hie Massaa-unk die konstante Einreibung mit Vasoiline hatten sich an jener Stelle des Vorder armes, bis weit auf den Handrücken, theils die Poren stark vergrößert, theils sproßten üppia. dichte, dunkle Haare her vor. Die Miß serietb naö und nach in

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Juuze Veu:e, ie in ten Staat der bre Heien wolle, seinen den Spruch Sibillers: B'tnui prüfe, er sich wig bindet," ro:l iederzizen, und das vor, treffliche T'nch lesen, e! e sie den ,o t ch t i g st n Schritt des Lebens lbun ! Wird für 25 Cents in Pvlma,kkn, scwedl in deuisä er wie in enzliscker Eprache, frei und sorgsam verpackt versandt, ttdresje Deutsche Heil-Institut. 11 Clinton Place. New York. N. Y. Verzweiflung und fragte rn ryrem ge brochenen Deutsch vergebens nach einem Mittel, um sich ihr Bärentatze" zu entledigen. Der junge Mediciner ver stand zwar, zu massiren, aber nicht den prächtigen Haarwuchs zu beseitigen. In ihrer Verzweiflung wandte sie sich endlich an einen Assistenzarzt ; aber auch dieser konnte der Armen bei aller Ga. lanterie keinen anderen Rath geben, als sich eine AbonnementsKarte bei einem Raseur zu kaufen. Das egyptische Blatt, der Mubaschir", schreibt. An der West, tüste des Rothen Meeres ist nun ein neueS muhammedanisches Reich entstan den, mit dem voraussichtlich baldigst auch der Sultan und der Khedive in freundschaftliche Beziehungen treten werden. Die zwischen dem Atbarafluß und der Küste wohnenden Stämme, unter denen der Beni-Amarder mächtigste und zahlreichste ist, haben sich vom Khalifen Abdallah in Kharturn losgesagt und auf einer von ihren Scheiks in Kaffala ab gehaltenen Versammlung den Scheik Mahomed Abu El - Chorschah, einen Bruder des Scheiks der Venl-Amar, zu ihrem Sultan ausrufen lassen. Der neue Fürst wählte sogleich Kassala zu seiner Residenz und ernannte auch zwei Feldherren und fünf Statthalter. So hat sich nun zwischen dem Reiche der Mahdisten und der Küste des Rothen Meeres ein neues Reich constituirt, das voraussichtlich baldigst seine Hände auch nach den im Norden. Zwischen Suakin und Berber liegenden Oasen mit ihren unabhängigen Stämmen ausstrecken wird.. Das Heer des neuen Fürsten zahlt heute schon 800 wohlbewaffnete Krieger." Ein sehr komischer Vorfall wird aus Stockerau bei Wien be richtet : In dem einsam und romantisch gelegenen Försterhause im Glasweiner Wald bei Groß . Mugl trat kürzlich Abends ein Wanderer ein, welcher sich den Schweiß von der Stirn trocknete und sehr ermüdet schien. Die allein im Hause anwesende Frau Forsterrn hieß den Fremden, ihm einen Stuhl anbietend, freundlich . willkommen. Dieser erzählte, daß er sich im Walde - verirrt babe, sehr erschöpft sei, und bat schließ, lich um ein Glaö Wein. Die gutherzige Frau reichte arglos den Trunk, mit dem Bedeuten, daß der Gast mit einem einfachen Hauswein vorlieb nehmen müsse, weil sie keinen Wein ausschänken dürfe ; sie verweigerte daher auch die Annahme von Geld dafür, welches der Fremde mit der Frage nach dem Preise reichen wollte. Jedoch auf eindringliches Bitten befiel den, welcher entgegnete,diese Gastfreund schaft nicht annehmen zu können, sagte die Frau schließlich: Nun so zahlen Sie halt 5 Kreuzer." Kaum aber hatte die Frau das Geld in den Händen, als sich der Fremde mit Ostentativn als der Verzehrungssteuer-Agent vonGroß.Mugl vorstellte und in dieser Eigenschaft ihren ganzen Weinvorrath zu sehen wünschte. Er ließ sich den Keller aufsperren und versiegelte den Weinkeller des Försters. Hierauf entfernte sich der freundliche Gast mit dem liebenswürdigsten Gruße und dem Bemerken, daß die Anzeige bei der Finanzdirektion folgen werden Diese Anzeige wegen unbefugten Weinausschanks ist nun mittlerwelie gegen den Förster in der That erfolgt und die arglose Frau dürfte in einer nicht unerheb lichen Geldstrafe einen bitteren Lohn für die erwiesene Gastfreundschaft ern ten. , ."Zn Cyravarr jtt ein schrecklicher Selbstmord vor, der seiner Ursache wegen doppelt entsetzlich ist. Die kaum 14jährige Louise Balleriani stürzte sich aus dem Fenster und war sofort eine Leiche. Die Untersuchung ergab, daß die Kleine frühzeitig durch ihre Eltern an den Genuß von Alkohol gewöbnt war und schon seit einiger Zeit am Delirium tremens litt. In einem Anfall deS letzteren verübte sie dann ihren Selbst' mord. Es ist Niemand so glück l i ch, wie eS scheint, aber es scheint auch Niemand so unglücklich, als er eS ist: darum sollen wir fremdes Glück nicht überschätzen und fremdes Leid nicht bloZ nach sichtbaren Thränen beurtheilen. Bescheinigung. Woher ha' ben Sie denn den colossalen Schmiß auf der Stirn? DaS ist die Bescheinigung dafür, daß mich einmal jemand Es?l I nannt tfcL .f .... ,

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